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Die Stk 5 * d _ haben aufgehört, und erst Ö? erfabren die Leute, a enxag an
'von Kindern begleiteten uns oft in unsere Wohnung, saßen zu-
Mangu find deren mehrere Hundert, hauxtsäcbliäö um den durch- reisenden HausabändLern Unterkunft zu gewabren; _
Den Unterschied zwischen einst und 1th un Vorwartskommen konnten wir am besten in den ersjen Tagen unserer Reise beobachten, wo wir Gebiete durchfuhren, die wir vor Jahren zu Fuß batten
durchwandern müffen. Ießt brauchen wir für eine Strc :, die wir damals in einem mühsamen Tagemarscb durch sumpfiges Land kaum in einem Ta e batten zurücklegen können, auf vrachtiger Straße dabinfabrend aum zwei Stunden. An diesen Straßen haben die eamten eigenhändig mitgearbeitej, um die Eingeborenen, die den Nutzen solcher Kunstbauten zuerst nicht einsehen woÜtxn, zur Arbeit anzuspornen. Ießt seufzt kein Eingeborener mehr ub_er die Fron- arbekt, die er damals hat leisten müssen, denn die schonen Straßen kommen nun jedermann zugute. , Im allgemeinen fanden wir den westlichen Tei] des nördlichen Hinterlandes der Kolonie sebr baumarm, zum Tell Haumlos mit Steppen=, ja Wüstenckzarakter, während der östliche, gebtrgigere „Teil feuchter und baumreicher ist. „Trotzdexy findet sich auch im wxstljckyen Teil oft in überraschender Wexse vorzuglicbes Wasser. Die Regierung tut alles, was geschehen kann, um die Kultur von Nußpflanzen und die Viehzucht zu heben. Es rverdxn auf den Regierungsstationen Mustervlautagen angelegt, wo sorgfaltige Versuche mit Nutzpflanzen aus aÜen Weltteilen gemacht werden und von wo aus die Häuptlinge Se linge erhalten, um fie und ihre Leute zur Anlegung ähnl cher Plantagen aufzumuntern. Sehr eifri wird auf den Regierungsstationen auch die Viehzucht betrieben. Au? einer von diesen versagen fich die Beamten sogar den Genuß der Milch, um sie der Aufzucht von Jungvieb zuzuwenden. Daß sokcbe opferfreudige Hin ab? an 'die kulturc-lle Förderung der Kolonie von Erfolg gekrönt w rd, hewetst der von Jahr zu Jahr Wachsende Wohl. stand derjenigen Gebtete Togos, wo_ der segenSreicbe' Einfluß der deutschen Vcamten Zeit gehabt hat, seme heilsamen Früchte zu zeitigen. ck gegenüber den Eingeborenen bat die Regierung den richtigen Ton_ getroffen. Sxe hat durch rückfichtsvoUe und freundliche Behandlung tbr Vertrauen gewonnen und sie stcb zu Dank verpfiiÖtet. Vor der Best nahme durxh Deutschland herrschte in Togo der Krieg aner gegen (: e. Ueberfakle und Sklavenraub war an der Tages- ordnung. Diesen Stammesfehden hat nun die Regierung obne Blut- vergießen durch einfaches Verbot ein Zkel geseßt.
was Freiheit und Sicherheit ist. Sie wagen über ihre engsten LandeSgrenzen hinaus,
und Handel und Gewerbe eginnen zu gedeihen.
m dem ungerechten Gerichtsverfabren der eingeborenen Häupt- linge ein Ende zu machen, hat die Regierung es ermöglicht, daß bis ins hinterste Hinterland Togos jedermann persönlich und unentgeljlich bei den Stations- und Bezirksleitern Recht und Schuß finden kann. Dies wird der Bevölkerung durch die öfteren Reifen der Beamten sehr erleichtert. An wichtigen Orten halten fich diese oft wochenlang auf und nehmen sicb der Leute an.
Die sonst verpönten Steuexarbeiten werden in de_r Hand der Beamten Togos zu einem vvrxuglicben Erziehungßmittel der Ein- geborenen. IekZer erwachsene Burk)“ hat 14 Tage lang jährlicb zu fronen und erhalt nur dje Beköst gung. Von den Dörfern müssen der Reibe nach eine bestimmte Anzahl Männer für die enannte Zeit auf dre Re ierungsstatwn kommen, wo fie In den Versucßsfarmen und bei Wege uten an eine geregelte Täügkeit gewöhnt Werden, Abgesehen davon, daß die Leute gemeinsam arbeiten lernen, kommen auf diese Weise Bewohner verschiedener Dörfer zusammen und lernen fich miteinander vertragen. Was alXes auf diese WeiTe im Hintexland geleiste't worden ist, ist geradezu erstaunlick). We oben erxvabnt, durcbzteben gute Verkehrswege das ganze Land. Es genugt, einen Soldaten oder Polijisten in die Dörfer mit dem Befehl zu senden, es sei wieder Zeit zur Wegereinigung, so 120151?sz sofort und pünktlich. Auch die meisten StationSJebäude nd unter Anleitung 'der Europäer von den Eingeborenen ber- gesteUt worden. Man kann eradezu sagen, es berßsibk ein patriarchaliscbes Verhältnis zwis en- den Beamten und en Ein-
Dke Konkurse im Deutschen Reiéhe 1906.
Nach den vorläufigen vierteljährlichen Mitteilungen des Kaiserlichen Statistischen Amts über die Konkurse im Deutschen Reiche Wurden im Jahre 1906 11916 Anträge auf Konkurseröffnung gegen 11827 im Jahre 1905 gestellt.*) 7756 (1905: 7708)" Konkursverfahren Wurden eröffnet, 1632 (1905; 1649) Anfrage wegen Maffe- mangels abgewiesen, sodaß 9388 (1905: 9357) FM: yeuer Konkurse gezählt wurden, von denen also, ohne daß uber" thren Umfang eiwas berichtet- werden kann, 17,4 0/9 (1905: 17,6 0/0) als gam schroere zu verzeichnen waren. Die verbleibenden 2528 (1905: 2470) Anträge Lind entweder anderweitig erledigt worden oder betrafen einen Gemein- chuldner, dessen wirtschaftlicher Zusammenbruch bereits als eröffnetes Konkursverfahren oder als weaen Massemangels abgewiesener Antrag auf Konkurseröffnung zur Zählung gebracht war. Auf 100 Anstäge “säberkbatévt entfallen im Jahre 1906: 78,8 0/0 (1905: 79,1%) neue
on ur e. In nachstehender Ueberficht find die Zahlen der neuen Konkurse
nacb Staaten und Landesteilen für die Jahre 1906 und 1905 einander gegenübergesteüt.
1906 Staaten und Landesteile 1906 1905 mehr (+) oder
- Weniger (_) Provinz Ostpreußen ..... 203 7 _ 14 , Westpreußen . . . . 163 226 _ 63 Stadt Berlin ....... 410 399 + 11 Provinz Brandenburg . . . . 509 481 + 28 „, Pommern ..... 185 188 _ 3 *, Posen ....... 218 . 248 _ 30 , Schlesien ..... 667 600 + 67 „ Sa en ...... 387 391 _ 4 , Schleswig-Holstein . 233 274 _ 41 „ Hannover . . . . . 323 290 + 33 „ Westfalen ..... 391 391 0 ., Heffen-Naffau . . . 263 255 + 8 . Rheinland ..... 723 732 _ 9 Hohenzollern ........ 5 4 + 1 Königreich Preußen . 4680 4696 _ 16 Bayern .......... 978 914 + 64 Sachsen .......... 1344 1497 -153 Württemberg ........ 450 446 4: 4 Baden .......... 440 386 + 54 Hessen . . ....... 198 157 + 41 Mecklenburg-Schwerin. . . . 74 76 + 2 Sachsen-Weimar . . . . . . „61 75 _ 14 Mecklenburg-Streliß . . 17 13 + 4 Oldenburg .......... 100 75 + 25 Braunschweig ....... 115 97 + 18 Sachsen-Meiningen . . . 30 28 + 2 Sachsen-Altenburg ..... 33 42 _ 9 Sachsen-Coburg-Gotba . . . 38 38 0 Anhalt . . ....... 58 73 _ 15 SÖwarzburg-Sondersbausen . 15 16 1 Schwarzburg=Rudolstadt . . . 11 13 2 Waldeck .......... 3 3 0 Reuß älterer Linie ..... 18 17 + 1 Neu jüngerer Linke . . . . 32 26 + 6 Schaumburg-Lippe ..... 8 5 + 3 Lippe ........... 25 15 + 10 Lübeck ........... 21 21 0 Bremen ........ “ . . 75 84 _ 9 Zamburg ......... 212 216 _ 4 lsaß-Lothringen ...... 352 328 + 24
. Deutsches Reich „"___“, 9388 9357 ' + 31. Im Deutschen Reich wurden im Jahre 1906 7526 (1905 7578)
gebornen.
Kein Wunder daher, daß auéb wir auf unserer ganze Reise überall von der BevöLkerung freundlich aufgenommen wurden. Ganze Scharen
traulicb um uns herum, wie wenn wir ihnen schon längst bekannt wären. Das aües beWeist, wie freundlich und gerecht dixsc Leute bisher von den Beamten behandelt Worden find. Der Rklkgwn nacb find sie meist Heiden und werden im Wesen des Hkntxrlandes auf 300 000 Seelen geschäßt, im Osten, den wn: aber im nordlicben Teil nicht kennen gelernt haben, auf 500 000. Die Sprache des alten Dagombareickoes, das Daabanne,- wird weit über die GreUzen 561: deutschen Kolonie bis tief in das Hinterland der Goldküste und in den franzöfisäyen Sudan Hinein verstanden, und man rechnet, daß mit ihr etwa 11? Miuionen Heidxn =erreicht werden können.
Die eigentliche Verkehrssprackpe des ganzen interkandes von Togo jst das Hausa. Diese Svrache ist schon bearbe tet und ihre Er- lernung nicbt cbwierig. Alle Bezirksxeitex verstehen fie und bedienen 1115 ihrerim Verkehr mit ihren Soldaten und den Händlern. Die Sold'aken aus*den verschiedenen Siämmen, die Hausa gelernk haben, dienen dann den “Bezirksleitern als Dolmetscher für die verschiedenen Sprachgebiete ibrxr Bezirke.“
Statistik und Volkswirtschaft. Ein- und Ausfuhr von Zucker vom 21. bis 31. März 1907.
Einfuhr Ausfuhr im im
Spezial- Spezial»
thtung des Zuckers handel“ bande!
ä- rein
Verbrauchßzucker (raffinierter und dem rafft- nierten gleichgestellter Zucker),;(176a/i) . l. , 352 131738
Rohrzucker (1768) . . . »IT-.,. .' . , 207 ***- ,Davon Vrredelungsverkebr ........
Rubenzucker: KristaUzucker (granulierter) (176 b) 1
92 923 Rübenzucker: Platten-,_ Stangen- und Würfel- zucker 1760) . . .. .- ....... 4 12194 szbenzu “ : gemabZener Melis 17611) . . . _ 8747 RWBWFXU: Stuckcu- und ümelzucker ,
s ................ _ 10 523 Rübenzucker= Vmablene Raffinade (1761) . . _ 3108 Rübenzuckeré 5 rotzucker.(176 J) ...... _ * 1805 Rübenzucker: Karin (17611) ........ _ 2096 Rübenzucker: andis (1761) ........ 140 342 „ Anderer Zacke! (17611111)
_ .. . " ....... 89 124 764 Rohrzucker, tober, sesjer und fluss“: er (176 k) . 51 __ Rübenzucker, roher, feste; und flüsder (1761) 1 119 726 Anderer fester und, usßger Zu er (flüs ge Raffinade einfcblie [ich des Invertzu cr- sirups usw-) (176!!!) -
. . * ...... _ 7 '" Ln und Zuckerabläufe (Sirup, Me- ,
FFMF MelFxffekraftfutter; Rübensaft, Ahorn. 37 5031 t 17611 .............. 3116551159: Waren unter steueramtlicher
ufsXÖt: “
t ew1cht ...... , ..... . 1754
YYY (?)es darin enthaltenen Zuckers . . . 638
Berlin, den 6. Apri! 1907.
' [1 8 Statistisches Amt. KaLsLZaÉ-der Borght,
Konkursverfahren beendet also 230 weniger (1905 130 weniger), als in demselben Jahre eröfknet waren. „
Von den3«im Jahre 1906 beendeten Konkursverfahren wurden 5293" (1905 5365) nach vorgenommener Schw verteilung, _1630 (1905 1623) nach bestätigtem Zwangsvergleicb au gehoben, wahrend 127 (1905 125) auf Grund allgemeiner Einwiüigung und 476 (1905. 465) wegerÖMaffemc-ngels eingesteüt wurden.
on den * eröffneten beendeten 7 Konkursen “Wk 55 1313 HZ??- FMM? Persénen' ) .“ Z «Z 1843 1033 1010
Handelsgeselxschaft'enÜ . . . 383 352 317 354 Genoffenschaften . . . . . 50 47 LTZ 126 andere Gemeinschuldner . . 194 178 _ -
' Zur Arbeiterbewegung- _ Der Verein deu'tscher Arbeitgeberverbande bak, wie „W. T. B.“ meldet, in seiner gestern hier abgeba!tenen AußsÖuß- fißung eine Resolution gefaßt, in der dem AtbxitgeberscbußWrband für das deuxche Hol; ewerbe in seinem xeßtgen Kampfe die
, volle Sympathie ausgespro Ln und beschlossen wird, die dem Verein
deutsckper Arbeitgeberverbände angehörigen Vsrbände und Unter- verbände zu einer tatkräftigen finanzieüen Hilfsaktion anfzu- ruFep und die,.HauptfteUe deutscher Arbeitgeber:)erbärzde zu ersuchen, 561 15:51 Verbanden ebenfalls eine Unterstützunqsaknon, zu Gunsten dzs deytxäym Holzgewerbes einzuleiten. Ferner sollen dre außerkqub der bexdcn Zentralen stehenden Arbeitgeberorganisationen und Athert- ge_ber auf die „Bedeutung des Kampfes hingewiesen und zur 1111167;- ftußung der kampfenden Unternehmer gleichfaüs aufgefordert werden.
Die Lohnarbeiter in den Bevliner Getreidespeickoern ÜNB, nach der. „Voss-'th-', in den Ausstand getreten, weil die Arbeit- geber ihre Tarkfforderungen abgelehnt haben. Die letzte Ursache des Ausstandes war die Aussperrung von 20 Arbeitern im Hamburger SPÜÖLU Es ist 11ichk aus escbloffen daß auch die Akkordarbeiter in den Sprichemfich dem usstand der Lohnarbeixer anschldeßen. - In Frankfurt a. M. ist, wie die „Köln. Ztg.“ erfährt, mit den BuchdryckereibilfSarbeitern ein fünfjähriger Tarifvertrag, mit 20 .«Mtndestlohrz, abgeschlossen worden. _ Die dortigen Maler nahmen die V0rschlage der Innung an, onsn aber im nächsten Jahre in eine Loßnbewegung treten.
Die Aussperrung der Arbeitnehmer in Kiel nimmt, nach
demselbey Blatt, immer größeren Umfang an. Die Ursache ist namentl:ch die Nichtannkennung dss Arbeitönachwcises der Arbeit- geber. Es find bts jeßt die
Holzindust i di “fi tTisÉer uind MaÉckZinIarbeÉelr sdir r e, e orgam et en ne der er, a er und Böttcher angesperrt worden. ' , p
, Jm Hafexz von Hambura und auf den Schiffen wurden gestern, wte dortige Blatter mittxilen, F [ ugbs ätte r vertxilt mit der Unterschrift
.Das Exckukivkomitee'ff'k', in denen die d eut scb en Ar [) eite : a uf - :; ef o r d e r t werden, 518 für die englischen Arbeitßwiuigen bereitgestellten K_asernensch1ffe s
chleuii ]: ',ddéid nachsten Tagen in die Lngs zu xrlassen a ese 11 en
„ uf/t fliegen würden. Die Zeitungen legen dem Vorfall nur die Bedeutung einer nicht ernst aemeiwten Drohuna bei. __„Die Hamburger Landschaftsgärtner find, wie der .Ftkf- ng- telEgrapbictt wird, gestern in einen Ausstand einge- 311111161 Iäxßeihnßn der: verlangte Skandenlohn von 50 „3 nicht be-
311 der Außscbreitung der aus Hamburg zurückgekehrten engltfcben Hafenarbeiter in (Grimsby (Vgl- Nr- 83 d- Bk) erfahrt .W- T. B.", daß die vorgestern festgexsommenen neun Hafen- Farbeitc'c gestsrn Vormijtag zu kleinen.,(Seldstrafen Verurteilt Wurden.
Die Greqft) Centra! Eisxnbabngesellfäyaft hat ?ck berkit eckkätt, die Arbeiter, ie auf der Ruckreise von Hamburg in Gximsbv ['s-gen ge.
blieben waren, weil ? ki “ * weijec zu befördern. 11 e ne Fahrkarten halten, kostenfrei nach London
*) ,Die angeführten Zahlen
. 0 „ endgültige. fu" 19 6 W vskkäufiße- die fur1905
, gedeuteten indirekten Wea zur Unterstützung der A FFÖHMM Erziehungfxziese würden jedoch sowohl die Schule als auch *
Der Ausstand in der Zuckerraffinerie Say in St. Denis bei Paris ist, „W. T. V.“ zufolge, durch WkedereinsteÜung der entlassenen Arbeiter beigelegt worden. “_- „
Aus Budapest wird dem „WT. B.“ gemeldet, daß die Oud- bahn die Forderungen der. Arbeiter und Unterbeamten zum größten Teil bewiÜigt babe; dadurch sei die Gefahr der passiven Resistenz beseitigt. (Vgl. Nr. 83 5, Bl.) „
n Buenos Aires find, nach einer vom „W. T. B." wteder- gegebenen Meldung der .Nacion',die Stationsvorsteber und das Bahnpersonal, einschlie lich der Mechaniker und Monteure- in den Ausstand getreten. "ck die Telegraphenbeamten haben
ck dem Ausstand: angeschlossen. Die letzteren verlangen eine Ge- haltsaufbefferung von 450/11. während die Bahnangestellten 30 0/0 (*He- haltszulage und den achtftündigen Arbeitstag fordern.
Gesundheitstvesen, Tierkrankheiten uud Absperrungs maßregeln. -
In dem vom Zentralverband zur BeskäMpfung des Alkoholismus (Berlin) zur Zeit veranstalteten wissenschaftlieben Kursus zum Studium des Alkoholiswus hielt am Freitag Herr Heinrich Scharrelmann-Bremen einen Vortrag über: Schule und Haus
im Kampfe,gegen den Alkoholißmus. DerVortragende ührls Zträabaus;DtedVernünstigste Art des Kampfes gegen den Alkoholismus : e e n er
Fürsorge für eine gesunde leibliche und geistige “Erziehung der Jugend. Wer erkannt habe, daß die Trmkanschauungen in unserem Volke die HaupthLÜe des Alkoholismus find, der müsse auch zugeben, daß das Augenmerk in erster Linie auf die Aenderung der Denkwxise zu KML" sei. Eine gesunde, moderne WeltansYauung sei die sicherste Waffe gegen alLe Untugenden und Laster über aupt, mithin auch gegen die Trunksucht. Wer aus Erfahrung wiffe, wie schwer es - oft gedachte, von kxein auf _genoohnte und [iebgewordxne Gedankengänge als img und faljch zu erkennen, der um ? guck) zugebet], daß es leichter und viel vernünftiger sek, junge, noch btcgsame Menschen inxneue Anschauungßweisen einzuführen und in ihnen zu befestt en, als, umgekehrt dureh die stets neue Wider- stände schaffende Stsyp uUarbett der Gedankenkorrektur serii e, in 7115 abgeschlossene Menschen beeinfluffen zu wollen. Somit bangen also die Erziehung des Kindes und sein späteres Verhalten zum AlkoYol. innig zusammen. Je vernünftiger dis Erziehung, desto nacb“ ternet werde unser Volk werden. Darum habe dkc Anti- alkoholbewegung zur notwendigen Voraussetzung eine gründliche Umhildung der häuslichen und der öffentlichen Erziehunß- Dieje Reform werde angebahnt durch folgende, das geistige Leben der Kinder und Erzieher beherrschende Erkenntnisse: 1) Die Erkenntnis vom hoben Werte jedes Menschenlebens und durch Püege aller leben- bejahender Gedanken, 2) dUrch die Erkenntnis," daß auch unsere fitt' lichen Anfäpauungen der Entwicklung unterworfen find und daß also neue Zeiten auch neue sittliche Aufgaben bedingen, 3) (daß wahre reiheit höchste Gebundenheit unter das Geseß dF Nächstenlebe ist. Freiheit darx nicht mit Willkür verwkchss werden, 4) daß die Faden im Le enste-ppicb so eng miteinander V?" wobsn cEnd, daß der Einzelne so abhängig von ungezähltm andern 16- daß si jeder verantwortlich für alle amderen zu fühlen hat. 9 dieser Erkenntnis entsptingt dann .die sittliche Verpflichtung,_ !ÜÖÜ durch ein böses, Beispiel das Wohl der ,Nächsten" zu schadUSU- 5) daß das Ziel aller Erziehung WiÜenskultus ist und da dLSse erst wahre Bikdung ergibt. Ein starkes, gesundes Wo en ist die ficherste Grundlage für „den Kampf ums Dasein und der Außdruck einer kraftVollen Persönlichkeit, 6) daß die Wcckung der produktiven Kräfte im Kinde. und ihre umfassende Betätigung)“ alTen"Disziplinen des Untenicbts allein das natürliche Gegen ewrchk
k e en'das Ueberwu ern ver Sinnlichkeit sein kann 7) da aiko olische „LGZtränke das“ 2125371 freudenarmer statt -reicher ,u1achen.ß Dieser in-
i l , wichtiger und durchßreifender als der-Weg der direkten eeiZYFFFZ, Wohl sei'es mit Freuden zu begrüßen, ""."" schon heute Schule und Laus dem Kinde gelegeutlicbe Einblicke m die Alkoholnot Unseres
direkte Weg 'der Erziehung unseres Volkes zur Abstinenz Z
olks geben und einzelne leicht verständliche Tatsachen über vcw
Alkohol der Jugend mitgeteilt würden. Und was in dieser Beziehung der einzelne Lehre! in seipcm Wirkungskreise tue, wexde imnwr von segens- vollem Einfluß sein, ]cdoch sei für einen umfassendén Antialkohol- unterricht das Kind im aÜgemeinen noch zu wcnkg [ebenskundkg und die _deutsckye Lehrerschaft dmchaus ungenügend Vorgebildtt. Die Schule wxrde und müsse übrigens auch energisch jede Stoffver- mehrung nn Unterxichte bekämpfkn. Dazu komme ncch, daß durch die Foldetung eines Antialfoholunterrickpts als be- sondexes Fach in die Schule eins Tendenz bineingetragen Werde, die in der Lehrerschaft so lange verstimmend wirken werde, bis die Anfichien der Alkoholgegner über die Schädlichkeit und
den vöUigen Unwert der alko'holisckxnGenußmittel die An chien der Mehrheit aÜer Gebildeten geriwrden sein würden. Für denüoben an-
ntialkobolbewegunß aus schon heute zu gewinnen sein. „
Handel und Gewerbe-
(Aus den im Reichßamt des Innern zu a ._Naéhricbten für Handel und JxdestxxeiYZsteUte"
* Großbrilannien.
Aenderung der Einfubrliste. Laut GM der Zollvexwaltung vom 10. Januax 1907 (Nr. 5/ 1907) jsterdajkzoZFeral- order Nr. 67 vom Jahre 1906, betrkffend dis Eingangsanmewuna von 510510 oder Schokolade" und schokoladehaltjgen Zucker- Waren, aufgehoben und die fruhere Bestimmung dex Einfuhtllsje wieder hergestellt. Die Genetalorder enthält ferner folgende Er- läuterungen: Schokolade bestxbt aus Liner gleicharjiaen Mischung von Kakao und anderen Bestandteilen wie ZU er, Würze usw. und «116 Arten Schokolade, außer den nachstehend genannten zusanJmen- geseßten Waren, find unter der tarifmäßk en Bezeichnung „Kakao oder Schokolade, gemabjen, zubereitet oder Ln irgend einer Weise be- arbeitet“ anzumelden. Unter die Tarifsteue .Sähokoladehaltkße Zuckerwarcn“ find zu bringen gUe,z1-.sa'mmengese xen Waren, die aus Schokolade der Vorher beschrxebenen Art besty, en, zusammen mt anderen. Zvese'ntliäyen, auf mechanischem Wege davon trennbaren Bestandtetlen ",)“ Mandeln, Sahne usw. Solche Zuckerwaren find nactbjlYLaßgÉsÜM NZZYVFLF in dZdeUsammengeseßten Gegensxana an e g en a enen a (: na er utxe teil!", .in einer Menge von mebr als 50 v.H. oda?.- ffenden Unterab '
v.H- anzumekden. - U1chk mehr als 50 Nußkand. Beförderung von Rei . : nacb Binnenzollämtern. segepack aus Grenz
_ n -kqän1m:g der Bsstimmungen der A'" welsung vom 9. September 1904 " mit der Cixenbabn hat das Z uber die Einfuhr von Waren
U“ nach . Anordnung de? Finanzminio [Sparteth bxkannt gemacht, daß "
stets bei der von Reifes? ck aus Grenzzollamtcrn nacb BinnenzonämYYNYerÜnngecke der YZ“ fich1kgung dasklbst die (Gepäckstück, Wenn fie fich in genügend fester Vsryackung befimdeq, nicht 111 BKstmatten eingenäbk sondern nur uin- schnurt yny_5erble1t zu werden brauchen wobei dke Zollbleie, wenn das Gepackjiuck mit dxm Reisenden geböanKn Stricken umscbnükt it, auch an dkse StUÜ cmgebängt wcxden können. (Zirkular dcs Zo ' departemenW vom 3. Februar 1907, Nr. 3301.)
Einlaß 5011
" und Pistolen-« Gemäß GUTEÖten Égubkbok zu Revolvern
?) der Hauptariislerie- verwaltung 1“('"-f ZubebiYOLZÜSiBZZFLYLkYR-uxx Pistolen (Ladestöcke,
Kugquießmaschinkn ]:, dgl.) nur nach Maßgabe des Art. 11 kes Ge.
18983 vom 24. Nov [, " bewabrung und den Ver- kan von Schußwqf§YeF 1905 aber die Auf
- b- nur mit Genehmigung des Ministeriums
. ., ,- „..-ck.
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