'zu einem ein eitlkcben Beschluß.
mehr und mehr fehlt. Besonders schreiend ist auch das Miß- verbältnis zur Laae des Handarbeiterstandes. In den KoblenWerken Find z. B. die Löhne seit 1886 um 60 % gestiegen. Eine Arbeiker- amilie, m der die Söhne mitarbeiten, verdient fast mehr als ein Oberlebrxr, und das sind „an die Dauer unhaltbare Zustande. Auch die Gebalter der kaufmanniscben und technischen Beamten haben ßch seit Jahren bedeutend verbessert. Die große wirtschaftliche Entwicklung vexdanken wir namentlich unseren Schulen und unseren Lehrern. Wer hat dafür wohk meHr geleistet, die Richter oder die Oberlehrer? Wir dürfen die gestiegene Lebenshaltung nicht außer acht lqffen, die Wobnungögeldentscbädigung d_es Lehrers macht bälxfiß nur die Hälfte deffen aus, was er wi1k1ich_fur Miete ausgibt. Bet dieser Gelegenheit möchte ich namentlich dre Lage der semina- riskisxb gebildeten Lehrer an den höheren Lehranstaltext erwähnen, die in emer Petition aus Altona geschildert wird. Diese Lubre: bgben BäUfig ein geringeres Gehalt als die Vylksschullebrer- In meinem Wahlkreis bekommxn ;. B. die seminaristtsÖen Lehrer am Gymnasium im Endgebalt 300 974 weniger als e_in Klaffenlebrer der VolkSscbule und 830 „44 Weniger als ein Hauptlehrer. Der Beruf dss Lehrers ist mühevou; statistisch ist nachgewiesen, daß Lebxersobne ""." selten Lehrer Mrden, während die Söhne von Juristh meistens wteder Juristen werden, ein Beweis, wie dieser Stand in fich ein gejyiffes Bebagen gibt. Daher kommt die Ueberfüllung d?! chbterkamere. Oö, so „viele Richter notwendig find, [affe ich dahingestellt, Oberbürgermerster Adjxkes hat jedenfalls nachgewiesen, daß man in England mit einer weit geri" eren Anzahl von Richtern auskommt, und ick) kann aus eigener Wa rnehmung bestätigen, daß man dort mit der Rechtspflege sehr zufrieden ist. Die Gehaltßerböhung sol] nicht dort einseßen, wo Ueberfüllung von Vewexbern, sondern wo Mangel daran,ist. Meine Freunde stimmen dem „Antrag Heydkbrand zu, dxr prakttscb auf das- felbe herauskomnzt, xvte der Antrag Cassel. Ick bitle, den Antrag xydebrand einsttmmtg anzunehmen, Weil wir dann größere Ausficbt abcn, da die Lehrer erhalten, was ihnen zukommt.
Abg- chmkdt-Warburg (Zentr.): BcideAnträgesagen eigentlich
'ganz dasselbe, fie onen 52166 die GleicbfteÜung, und diese kann
natürlich nur 81101801, Wenn die Bcamtengebälter neu rkguliert Werden. Das soll im nächsten Herbst gescheben, und früher köqnte a11ch der Antrag Cassel nicbt behandelT werdcn. Auf allen SMW w1l1 man dix Gleichstellung, und diese alte SeesMUNJT- dre ÜÖ schon fett 1845 durch das Ministerium und dieses Hays zieht, znuß endlich zur Ruhe gebracht werden. Dl?- se1be GlelchsieÜU17g wexdcn (11111) andsre Beamten forderrz, z. B. die Clssnbabnbauinspkktoren. - Man sagt immer, dsr pceu߀sch2 Volks- schullehrer 11055 die Säplacbt yon Königgräß &efcblggen; es Haben aber auch vielOberlebrer tüchtig mitgewirkt, es find eme ganze MeNge RLsLkVWffißikrS dabei gxwksen. „
Abg. C a ss el (fr. VMM): Jeb begrüße es mtt großer_©euugtuung, daß dérAntrag von Heydebxand im Priozip die Forderung unjeres Antrages ankrkcnnt. nach der Debatte schein1 er aber doch eine Abmtlderung Unseres Antra es zu sein. Hoffentlich kommt die Budgeikommisfion „ Die Redé des Kommiffars „de_s
inanzminißexs zeigt, welche Widerstände Heuée noch gechn dt§1e
orderung geltend gemacht werden. Man sollte fick) UJMÜZÖ wundern, daß nach diesen jahrelangen Erörterungen noch solche C'!"- rvsnduygen exboben werden. Wir halten dZesen ganzen Standpuykt des Fmanzrefforts für veraltet. Daß dann andere Beamtenkategßrten aucbxrböbt Werden müssen, wissen wir 01111). Wir haben die Gehalter angemessen festzusetzen; damit hat aber nicht jedkr Beamte emen An- spruch darauf, daß er.] immer zugleich einen ebensolchen Sprung nn Gkbalt macht. Wenn das anexkannt würde, so wäre das aÜerdinßs eine Schraub? ohne, Ende.
Abg. Dr. K ö n 1 0-Crefeld (Zenit): Leider but man gelegentlich auch argumentiert, daß die_Oberlel)rer fich mehr aus den unteren Ständen ergänzen, als dre Rtcht€r. Jn„Preußen bxingt man das 5011) sonst nicht in Zusammensteügng. Dle Okerlshrer ergänzen fick) wie die Richter aus allen Standen. Was sollen 0116 déesQ Gründk; man hört aus allem nur ,das Nein.
Abg.Viereck(srk0ns.): Die nochm011 eUsberMisun-z 1156 Antrages an die Budgetkommisfion halts ich nicht üc erforderlich, nachdem die Kommisfion die Sa e behandelt. einen Beschluß gefa t und Bericht
erstattet bat. _ an sollte die Tätigkeit der Ober ebrer und der
:chbter in (bret Bedeutuxg für den Staat nicht so abwägen. wie es
geschieht, beide find gleich wertvoll und müßten gleick; behandelt wkrden; in diesem Sinn? sollte man aber nicht nur die Oberlehrer ausehen, sondern auch die Bauinspektoren, die Oberförster und gleiche Bcamtenkqtegorien.
Darauf wird der Antrag C a_s s el m der Fassung des Antrages von Hsydebrand einstxmmig angenommen.
Gegen 4 Uhr wird die weitere Berakung des Kultusetats auf Montag 11 Uhr vertagt.
Parlamentarische Naéhriéhteu.
Dem Reichstage ist eine amtlicheDenkschriftzugegangen, die die Entwicklung des Kiautschougebiets rm Bc- rich1sjahre vom 1. Oktober 1905 bis 1. Oktobers1906 be- handelt und ein lebendiges Bild auch der gegenwärngen Lage dcr Kolonie bietet.
Die Enkwicklung des SÖYßg-biets im Bexichtsjabre zejgt einen TUHi-gen, stetigsn Fortschritt aus allen Gebéetep des Wir'tscbastßlebens. "l,? Etwniungen, die in früheren Denkjcbrjften hmfiibtltcb dßs Zettmaßes wie der Art des wittschast11chcn Aufxck'xvungs Her Kolonie «us.!esprocbsn find, haben fick) bisher durchaus ccf*»:Üt. Dre Marine- vkkWQltung hat von Anfang an nicht in _kinzelnen sprungbczften kfoxßkn, "“auf die notwendigerweise ein Rückxcblag einxrejen mußte, soWkkn eben in jencr Gleichmäßkgkeit und Stetigxext res Fort- schritts die wünsÖenSwerte Entwicklung erblickt. Sie steht ihren Standpunkt 5111th die bisherige Entwicklung der Kok-Znie gerecht- fekkkßt- Die Verwaltung weiß Jeb hierin in Uebereinstimmung Mit den polkkarjschaftLich wichiigsten Intereffentenkreifen, deren ganzzr wirt- chaxtlicher thrieb nicht so fehr auf aroßs ck_nmalige Gewinne als viel- ,mebr auf die Schaffung und stetige Konsolidtsrung gesicherter, dauernd kkkkagreicbcr Be-iehunqen zu dem großen ostasiatischen Wrrtschafkßgebiet Yücbtet ist. Die Maxineverwaktung bringt auch_ in der yorltegenden ?nksckdrif: zum Ausdruck, daß der erfreuliche Aursäywung de_r Kolonie Wessntiich beruht auf dem vexstänrnißvoUen Zusammenwnkcn der staaxlicben Organe mit den berufenen Vertretungen der wixtschaft- ixbm Intereffentengruppen; ste bKtont, daß_fie bei den [esteren Ver- audnis und Unterjtüßung für ihre wi:tschas19politksche_n Bastrchnßm "Lsunden hat, wie fie umgekehrt ibrexseiw stkts bemubt war, ihren Nauen die Förderung des kolonialen Wérjscbafxßlebens untzr Ver- meidung bureaukratiscber Bevormundung zur obersFen Pf11cht |U machen. Der Aufschwung der'Kolonie im Berichtsxabre zeigt , sicb chükakter1stisch .in den Abscbluxzziffcrn aller Zwstge des wirtschaftlichen wi “;Faund zwar sowÉl der fiskalischen als 01115er allgemein volks- 7 stli en Enkwi ung. Die EYnnabmen des Scbußqebiets Und von 1001170 „ii (1le 1370 485 .“, d. 1). um rund 37 v. H. gestiegen Hnryyn ent- f“ en 236 867 „zu auf die Einnahmen der Mvnate Januar bis Juni 1906 aus dem neuen Deutsch-Chinefischen Zollabkommen, sodaß unter bkkchnung dkeser neuen Einnabmcquelle noch eine Stkigerung von v- H- ükrig bleiben würde. Der Wert des Handels vqn ,singtau ist nach der chincfischen Zollstajisiik von rund 32,4 Mtl- istvnen auf rund 39,4 Milléonen “:O-01117: gewacßjen. Jr! diesx'r Ziffer au Mksprecbend dem neuen Zollabkommen sert dem 1. Januar 1906 brch der bis dahin zoÜfkeie uc.d statistisch nicht gefaßie eigene Ver- seä,"ch_der Kolonie an seeseitä eingehenden Waken einbegriffen. Der- 111ij laßt fich, da nunmehr die gesamte Einfuhr einheitlich „behandelt beitänicht genau ziffemmäßig nachweksen; es fang jedoch m1t.Sich2r- "genommen werden, daß er nicht entfernt der Dtffetenz des gesamten
" er dem Vor'abre gleichkommt, daß vielmehr lehnte ZYBFNSKIF Teil durch 1eine Steigerung des Durchgangsbandels nack; und von dem weiten ck1nefi1chen Hinterland: verursacht ist, auf dem die wirtschaftliche Bedeutung des Handelsplaßes Tfingtau wesent- lich beruht. Der Schiffsverkehr des Hafens von Tsingkau bat um mehr als 56 000 Registertonnen zugenommen und betrug im Berichtsjahre bereits 476 646 6 Ein besonders charakteristisches Merkmal der wirtschaftlichen Entwicklung nicht "Uk der Kolonie, sondern auch des weiten Hknterlandes,_auf das fie einen rasch zu- nehmenden wirtschaftlichen Einflu auSubt, bildet der Verkehr der Schantun -Eisenbabngese[ schaft- Sowohl der Persork1en-, als namentlch der Frachtverkehr der Eisenbahn ist in bemer MSH werter Weise angewachsen; der erstere ist von 7802280111 81128 Personen, der le tere von 279 740 auf 377649 !; geftie M- UML den beförderten ütern nehmen Steinkohlen und Steinko lenkoks die weitaus erste Stclje ein. Ihre Versendung hat fich ku? Berichtsjabtr auf 13 716 Wagenladungen gehoben. Bei den wesentlichen or; schritten, we1che die Arbeiten der Schantung-Bergbaugesell cba? während deß Jahres 1906 sowohl in Fang ts: als “"ck W Poschantake aufzuweisen haben, herrscht bei der deutschen Bergbauunternebmung die Exwartung, daß die Bab" in der nächsten Zeit in noch erheblich stärkerem Maße zur Koblenbefördekung herangezogen werden wird. Zwar nicht in gleick) hervortretendem Maße, aber doch in erfreulicbem Umfanße find an der Steigerung des GüterVeckebrs auch die Ackerbauprodukte und Inyustkkß erzeugnisse der Provinz Schantung beteili t. Wennsdtese Er- gebnisse namentlich im Vergleiche zu den orjahren m unzwei- deutiger Weise kundtun, daß die Bevölkerun von Schantung NÖ des ihr durch die Bahn geschaffenen Absaß eb etes zur Erweiterung des Marktes für die Erzeugnisse des Acker MW und des Gewerbe- fleißes der Provinz mit großem Eifer und stetig steigendem Umfan e zu bedienen versteht, so geht aus den Ziffern der auf der Ba n beförderten Güter nicht minder deutlich ein Wachstum der Einfubr 521001, die über den Hafen von Tstngtau in die Provinz eindringt. Die wittsxhaftlicbe Entwicklung der Kolonie wird von unHarteiisckzen Sachkundigen durchaus günstig angesehen; insbesondere 3. 5 . von der Hamburger Handelskammer in ihrem jungsten Jahresberichte. Als Anzeichen für die zunehmende Bedeutung Tfingtaus als Handels- plaß darf ferner der Umstand betrachtet werden, daß auch fremde Nationen in zunehmendem Maße der deutschkn KoZonie ihr Augenmerk xuwenden. Aus dem Berichtsjabre liegen nicht nur ekne Reibe höchst anerkennentzer Urteile fremder Besucher vor, sondern es haben am!) bereits außlandische Großunternebmer begonnSn, fich aktiv an Handel und Gewerbe der Kolonie zu beteiligen. Die deutsche V-erwaltung steht dieser EtTcheinung gegenüber auf dem von Anfang an Vertretenen Staydpyn te, daß das Hereinströmen auch fremden Kapitals und kaufmanmschen Unternehmungßgeistes durchaus wünsckzsnxwert und der Gesamtentwickknng der Kolonie nur förderlich ist. Die Vereinigten Staaten von Amexika bgben für Tfingtau einen eigenen Konsul bestellt, der seine Amtstatigkett am Schlusse des Be- richtsjahres begonnen bat. .
Wknn die wirtschaftliche Entwrcklung der Kolonie im Bzriéhks- jahre hiernach als eine durchaus erfreuliche bezeichnet werden darf, 10 ride sie, wie die Denkschrift betont, noch erheblich günstiger gewesen Lein, wenn nicbt gewiffx, aügemeine Momßnte die Handelcentwicklung n ganz Ostafien ungünstig beeinflußt hatten. Hierzu gehört ins- besondere der außergewöhnlich bobe Kurs der an der ganzen Küste üblichen Handelkmünje, des mexikanischen Dollars. Die Denkschrift führt 03111, daß ein selbständiges Vorßehen des Schußgebiets hinsichtlich der Wahrung nicht in Frage kommen kann, da die räumlich eng begrenzte Kolonie nicht den Charakter eines selbstänkigen Gebiets bat, ihre wesknxlich volksw'rrtsckyaftliche Rokle vielmehr die eines Tranfitylislzes zwistben dem Seehandel einerseits und dem Handel nack) und von dem Weifen Hinterlande anderssits ist und dem- entsprechend auch ihrem Geldkvessn und dem 598 umliegenden wirt- schaftlichen Gßbiets angepaßt sein muß. Jede monetäre Isolierung müßte nachteilige Folgen für die wirtschaft1iche Stellung der Kolonie naÄ fick) ziehen. nsbesondere muß es als aUSJescblossen erscheinen, inmitten ,eines 0 weiten Gebiets der Silberwäbrunigs, wie es bis est “noxh bing bildet, xknen einzelnen Hande pla auf die afis einer Goldwährung (Reicßstnarkwäbrunxx) zu ?tellen. War die deutsche Verwaltung deshalb nicht n der La e, in der Währung .selbst eine Aenderung eintreten zu lassen, so war 'Sie doch mit Erfolg bestrebt, unter Festhaltung dieser Währung durch Maßnahmen_für die dringend erforderliche Vermehrung der Umlauf- mittel (Geldkurrogaten) dem Verkehr sowohl innerhalb des Schuß- gebiets 015 zwischen dtesem mit dem Hinterlande sowie den anderen ostasiatischen Handelspläßen zu „erleichtern. Nach mehrjährigen Verhandlungen, bei denen mtt der Marineverwaltung alle anderen intkresfierten Resorts der Reichsverwaltung zu- sammewgewixkt haben und das Reiäykbankdirektorium in dankenswcrtcr Weise seine Erfahrungen zur Verfügung estellt bat, is? es nunmehr gelungen, ein befriedigendes Abkommen mt der Deutsch-Afiatischen Bank zu trsffen, durch das sowohl die Bedürfnisse des Verkehrs binfichtlicb ker glajten Einlösung und der Sicherheit der Banknoten als der wünschenswsrte Einfluß der öffentlichen Organe zwrcks Ausübung der unbsdingt erforderliÉen StgatSauffi-„bt sowie endlich ein angemessener Gewinn für den Ftskus durch eine besondere BanknoLcnabgabe sichergeßellt 111173- Der Bank ist hierauf durch Konzesfion des Reichskanzlers vom 8. Juni 1906 auf die Dauer von 15 Jahren dre Befugnis verliehen worden, Banknoten durch ihre im deutschen Gebiete Kiautschou und in China befindlichen Niederlassungen auszugeben., Durch die Vestiuxmungen dieser Konzession, die in dem Handelskapltel der Denksäxxift emgebend dargelegt werdkn, ist in mehrfacher 0111111119 namentlich hinsichtlich der Sicherstelxung der Noten, ein neues System geschaffcn, das uber seine
eine rundsä li e bankpolitiscbe Bedeutun im Falle äbnlith auf- tretenJTr Bedvürchiffe der überseeischen deutchen Wirtschaf18entwicklung u ew nnen.
z 9Die Gesundheitsverbältnisse_find auch im Berichtsjahr: die besten an der ganzen ostafiatiscben Kaste geblieben. Der Besuch Tfingtaus durch Badegäste war wieder stark. Für Landwirtschaft und Forsikultur war die Witterung äußerst günstig. Die Ernte im Schußgebiet war deshalb die beste seit langen Jahren. Die Be. ziehungen des deutschen Gouvernements zu den chinefischen Behörden im Hinterlande waren andauernd gut.
Der Denkschrift smd in diesem Jahre m_ieder eine Arxzahl von Abbildungen, die ein anschaulrches _Btlp der bault en Entwicklung von Tsingtau geben, Tomi; em emgehender V an der Stadt und ihrer Umgebung be gefugt.
Der dem Reichstag zugegangene ErIJäUZUUgSetat fordert 7500000 016 zur Hllfeleistuyg aus _ nla von Ver- lusten infol„ e der, Emgeborenenaufstandx fur den gesamten Bereich 1326 e?übmestaftükanischen Schußgebtets und 30000 015 zu_ Beihxlfen für Beamte und Militärpexsonen sonxie ' deren thterblrebene, für Verluste an Inventarten, Matertalcen 20.
Der von der HilfeleistungskommiMon festgestellte Schaden ein- schließlich “316 653 „78 erst fchäßung8weise veransckvlagten Schadens be- tragt zufolge der Nachweisungerx inSaesamt 13 043 756,64 .“ Hiervon geben ablsür bereits bewilligte Hilfeleistung 5000 000 «44, als Wert des vertetlten „Beuteviebs 383 912 „M und als Schaden der Siedlungs- gesellsckxaft, dre zur Berücküchtigung nicht mehr in ange kommt, 145 372 „x( Es bleibt somit ein ungedeckter Schaden von 7 514 472 9-4 oder rund 7 500 000 „44 Für Beihilfen an Beamte find dureh den dritten Nachtrag zum Etat für 1904 bereits 25 000 „sé be- wkuigt worden. „Diese Summe hat fich nicht als auSreichend erwiesen, um den „Geschädmten und deren Hinterbliebenep wenigstens insoweit Ersatz fur Verxuste an Inventarien, Materialten usw. zu gewähren, als djes zur Sicherung threr wirtschaftlichen Lage notwendig erscheint. Zu dtefem Zwecke fino weitere 30000 „;ck erforderlich. Der Gesamt- chaden der BMW?" usw. für' Verluste an Inventarken usw. beträgt,
oweit er von der Hilfeleistangskommisfion mit festgesteUt worden isl. über 128 000 .,“ -
Dey: Ergänzungsetat. ist ein Bericht der Hilfeleistlxngs- kommtsston yber dxe Verwendung der bereits zur Vertetlung gelangten Mtttel beigegeben.
Danach ?elangten die HilfeleistungSgelder 5196er hauptsächlich unter vier ver cbiedenen Gesichtspunkten zur Verwendun , und zwar, nach der wi_schaftlichcn Erwünscbtbeit und weckmäßigkeit geordnet: 1) fur Hie Wiederanschaffung der geraubten und zerstörten BetriebSm1itel, 2) für die Gründung eines neuen vorübergehenden" Erwerbes, solange die Unsicherheit im La_nde eine Ruckkebr zum alten Wirtschaftsbetrieb, vor allen Dxngen der Farmerei, nicht zuließ, 3) zur Schuldentilgung und 4) zur Fustungkdes Lebcnsunterhalts. Der Bericht geht auf die Gesichts- punkte naher ein, nach d:“nen dle Hilfeleistung an die Farmer erfolgte und noch zu erfolgev hat. Von den Fesamten für die Hilfeleistung bisher hewilligten Mitteln ist ein edeutender Betrag überhaupt noch nicht zur Außzahlung gslangt, sondern bis auf Weiteres rejerviert geblieben. Es handelk fich hier um Ausländer, w:"rtschaftlicbe Qoppelbetriehe und noch nieht festgestellte Schäden. Fur den großten Txrl dkr geschädigten Ausländer im Nordxn 501 da? Außwartige Amt Hilfeleistung ganehmigf, die Auslander lm Suden haben noc?) Nichts erhalten. Ferner find der VorLage Nachweisungkn, :*." angemeldeten 1151) festgestellten Schaden- summen sowie Yer bswaiaten und befürworteten Hilfeleistungen im quden und Suden dcs Schußgebieles beigegeben. In diesen Na - werfuxtgen 17180 die bedacbien Farmer namentlich aufßefübrt, ebenso d e Betrage, die ste erhalten. Im Norden wmden bisher veranschlagt _3006155 .“, für den Süden 2276 801 .“
Statistik und Volkswirtschaft.
Die endgültigen Ergebnisse der außerordentli V .. zahlung vom 1. Dezember 1906 für den preußischckx1nStiaeabk
Nachdkm das Königliche Statistifehe LandeSamt bereits En Januar d. I. das vorläufige Ergebnis der lkßten Viebzählung bekanx? gxgeben hat, veröffentlicht cs nunmebr in dcr „Stat. Korr." das end- gultige. Beide Ergebnisse untersckjeiden fich der Gesamtzahl der ermittelten verschiedennen Viebgattungen nach nicht wesentlich von ein- ander. Es wurden nanxlicb endgültig festgestelXt: Gehöfte, überhaupt 3 657 316 (beim vorlaufigen Ergebnis 3 677 097), Gehöfte mit
Viehstand 2 571 670 (2 582 951), viebbe ende us lt 3 281 346 (3 287 983), ferde 3 018 443 sW(Z 021 (Z? ), ha IZKF 11 646 908 (11 630 672 Söhafe 5 435 053 (5 426 851 ),
Schweine 15355959 (15 334 762). Die Unter! iede nd al 0 in 1: Tat nicht groß. Der Hauptwert des endgültkgén Erxebniffess ge (?;- uber dem vorlägfigxn liegt aber MZ nicht in dieser genaueren est- -* stellung des tatsachlich Vorhandenen iebbestandes, sondern im Nach-
weis e seiner Unterarten. Die nachfolgende Ucberficht enthält die in Betracht kommenden Zahlen für den Staat; zur Verglei ung find die entsprechenden Ergebnisse des Jahres 1904 daneben theÜt worden. Nicht in allen Zellen sind beide Zählungen mit einander
konkrete örtliche Anwendung hinaus möglicherweise imstande sein wird, Es wurden ermittelt:
K
vergleichbar; wo es nicht der all it, weit eine 1 : merkung jedeSmal darauf hin. F s s en sprechende An
am 1, Dezember Zu- (+) oder Abnahme (_)
von 1904 au 1906 Stück f
1906 1904 in Gehöfte (Häuser) überhaupt .......... . . . . . 3557315 3582811 + 74595 HYUFZJM „ , mit Viebftand ............... 2571670 02477 638 4) + 94 032 .) + 380 Viebbesißende Haushaltung'ey ( auswirtscbaften) ..... 3281346 1) 3154121 4) + 127 225 4) + 4“()3 ]. Pferde, einschließlich Military erde:_ . , 1) Unter 3 Jahre alte Pferde. einschlteßltch Fohlen . . . . 425 112 420 360 + 4752 + 113 2) 3 Jahre alte und ältere Pferde . . "5 b. . p't' . . FFT? TF 2364 048 + 49283 + 1,94 u er an . 4493 . 11. Rindvieb: + 54035 + 1,82 1) Kälbsr unter Y Jahr alt ...... . . . . . . . 1387 204 2) 754 352 2) Jungvieh bon & Jahr bis 1 (noch nicht 1) Jahr alt . . 1552 580 3) 1841 859 " ' zusammen noch nicht 1 Jahr a1tes Rmdviel) ...... 2939 784 2596 211 + 343 573 ck 23 3) Juogvieb von 1 bis 2 (noch mcht 2), Jahre alt . . . . 1 691858 1794 471 __* 102 613 + , 4) 2 Jahre alte und Tzltere Bxüen, SUere und Ochsen. . . 801400 739 308 + 62092 '"“ 5,72 5 2 Jahre alte und altere Kube, Färsen 1an Klexlbmnten . . 1? Z]? FZS 6026 143 + 187723 ck ZZ . 11 er aup . . . 4 08 1 - 111. Schafe: _- 1156133 + 499 775 + 4,40 1) Unter 1 Jahr altx (Lammer) ............ 1601612 _ 2) 1 Jahr a1te und altere ....... _ 5 „b. . 't . . . 3 833 441 "_ - . 11 er au . . . 5 43 ' __ ' 117. FckyuwteinxxI !: lt lscblißlick; 8 U U 5053 5660529 - 225476 8,98 - "kk- arae,en e ere ........ 8392050 2759 2; 5 bis 1 (noch nicht 1) Jahr alte ...... . . . . 4921493 TZZZZZZ 117111239? ' I,“ 17,20 3 1 Jahr alte und ältere ....... _. . . . . . . . 2042 416 1792235 + 250181 + 13.96 1) ch d uberhaupt. . . 15 355 959 12563899 +27ososo + 39,22. na er
11 [un von 1902. - 2 " . __ ' i t 1 Jahr alt. - 4) von 1902 auf 19060.) b g ) Kalber Mk“ 3 Monate alt. *) Jungvieb von 3 Monaten bis noob n ck
Was zunächst 51:19:58“ mit Viehstand u d di ' ansbalwngen betrifft, so können beide nicht 111111; deTanxY 113121152? „ablung i_m Jahre 1904 verglichen werden, da in diesem auch die Zisgen gezahlt wurden, die Zahl der Gehöfte mit Vieh und die der
erscheinen mußte als im Jahre 1906 in dem die (! Vi [) tt nicht erfragt wurde. Wohl aber ist die ergleichung Ljit deenga'ZLI 1902
viebbefißsnden Haushaltungen daher selbstverständlicb damals größer ]
' er vo lebenden Ueberficht durchgeführt ist.
ZXY? 13555? SW: “517 viitxhxestvenrixen Haushaltungen noch etwas stärker
vermehrt als die Gehöfte mit Viebstand, m. a. W., die Gewohnheit, Vieh zu halten, hat breitere Schichten der_Bevölkerung erfaßt,
Bei den Pferden erFtreckt M) die uberhaupt n1cht starke Ver-
mebrung ziemlich alekcbmaßig auf alle' Unterarten. Sie betrug bei
den jüngeren Altersklaffen 1,13 v-H-, bet den älteren 1,94 5.5. Für