1907 / 100 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 25 Apr 1907 18:00:01 GMT) scan diff

_ Auf der Tagesordnun ür die heuti e (52. Sißung deß aufes der Abgeorante-fn, welcher Fer MZnister der geilstlchen 2c_:. Angelegenheiten Dr. von Studt, der inanz- mnister Freiherr von Nheinbaben, der Minister dex _nn_ern Dr" von Bethmann:Hollweg und der JUsUJMMLfter Skt- Bessler beiwohnien, stand die dritte Bexatung des aatshaushaltSetats für das Rechnuanahr 1907. he, Abg- Dr. Friedberg (ul.) wünscht, daß bet der Einzel- ZFÖUUJ der Vetschiedenen Spézialetats diese nicht im ganzen zur ' tte gestellt würden, da sonst ein Durcheinander in der Debatte tt zu verhüten sei, und schlägt vor, bei den größeren Etats eine gekennte Debatte über einzelne Teile zuzulassen, yamentlicb beim e WLW, bai diesem auch eine besondere Debatte uber den Antrag k Nationalliberalen, Freikonservativcn und freisinnigen Parteien be- eform des VolksschulUnterrichts stattfinden zu lasen- ab 0. von Pappenheim (kons.) ist damit einverstanden, wunscht an?, daß bei den einzelnen Etats die aüaemeine Debatte dorauSgehe

datxn erst einzelne spezielle Fragen erörtert würden. * Wk kastdent von Kröcber bemerkt, daß er, wie immex, nach Ab- VU der allgemeinen Besprechung des ganzen Etats emen solchen “xkckylag betreffs Abtrennung einzelner besonderer Debatten bei den

senen Etats machen wolle. Er sei mit dem Vorschlag em- ÜUUZLFM“ daß bei jedem Etat zunächst die aUgemeine Debatte :.

Das Haus ist mit diesem Verfahren einverstanden.

BSL der allgemeinen Besprechung des ganzen Etats bemerkt neh 58- Dr. F riedberg nl): Ich beabsichtigte, hier das Wort zu S me"; da ick) aber, was i ausführen wol1te, auch bei den einzelnen

pLikületais vorbrin en kann, verzichte ich jeLt auf das Wort.

Abg. Stull ( mtr.): Ich verzichie au . _ kle' Bei der Spezialberatung ,wird zunachst eme Reihe

Merer Etats ohne Debatte bewxlitgt. St ZUm'Eiat des „Deutschen Reichs,- und Preußlschen Uaksqnzeigers“ bemerkt Die Wirkliche): Geßeimer OberregierungSraf von Rhetnbaben: Ein betm Titel1 der Einnahmen auf 142000 „xi veranschlagte ““ me „aus dem Vertriebe des .Reichs- und StaatsanzeigerS' 555 ck tnfolge der vom 1. April 1). I. ab eingetretenen Er- "aung des Bezugspreises um etwa 22 000 «74 erhöhen. Das „FURL Gesamtergebnis erleidet aber dadurch keine Wesentliche steh “UNI, Weil dieser Mebreinnahme Msbrauögaben gegenüber- een, die bei der Aufstellung des Etats nieht in Betracht ?e- 3" werden konnten. Bekanntliä) ist nämlich vor einiger Zeit m ekbö ruckergewerbe de'r Lobntarif für den Satz um 10 v. . ka bt Worden. Dementsprechend hat auch in dem Ver- tüe- dec neuerdings wegen Indrucklegung des „Reichs- und istMLSanzeigers' wiederum auf 5 Jahre abgeschlossen worden 10- eine Erhöhung des Einheitspreises für den Saß um M v- H- zugestanden wcrden müssen. Die dadurch entstehende Esehkausixabe an Druckkosten wird sich auf etwa 23 000 5/4 belaufen. des zerschien angemessen, dieses Manko durch eine mäßige Erhöhung

Bezugspreises auSzuglcichcn, und zwar ist eine solche bei dem ; étcbs- und Staatsameiger“ von bisher 4 5/4 50 43 auf 5 «M 40 e! v“ bei dem als Nebenblatt herauögegebenen ZentralhandelSregister

M bisher 1.44 50-3 auf 1.74 80 H für das Vierteljahr eingeführt orden. Dies würde eine Mehreinnahme von etwas über 22 000 .,jé erKCben. Der jeßige Anlaß legte den Gedanken einer Erhöhung des Vezugspreises umsomehr nabe, als seit dem Jahre 1873 der Bezugs- UUls des .Reich- und StaatSanzeigeks' derselbe geblieben ist, obwo [ seitdem die Betriebsunkosien zu wiederholten Malén eine ni t unerhebliche Sieißerung erfthen haben. um Etat er_Domanenverwaltung liegt derAntrag des bg. Dr.JretHexrn von Erffa (kons.) vor, geschlossene Stggtsdomanen in der Pxovinz Sachsen von 100 118- ab 11111ng nur untKer der Bedingung der grundbucbmäßigen Vejesttgung zu veraußern, um ße dadurch vor späterer Zer- splttterung zu bewahren. A Abg. Dr. Freiherr won Crffa waisi zur Begründung seines “,krages, den er erst bei d:: dritten Bératung babe stellen können, ke?! er bei der zweiten Beratung verhindert ewesen sei und auch "! Unietlagen für den Antrag beseffen ba ? darauf hin, daß 1131 Antrag einem einstimmig gefaßten, VeÜUUfse ber nk- MÜWAfkékammer der rovinz Sachsen entspreche. Die im Anita? e*EUR-„rte „grundbuckymä ige Befestigung" komme sclbstverstandlich au MFidejkommjßbjldung hinaus; man habe aber den AuSdruck Ja, den wollen. Die Landwirtsckxafiskammcr Sachsens seße Besißcrn, Grundbefißern und Do- zusammen, und ihr einstimmiger BeschlUß trek" sehon am besten, was die landwirtschaftliche Ver- Sa “8 in ihrem Jniresse für notwendig erachte. Der Grundbefi in bin chf?“ sei in einer Weise Ukrteilt, wie man es für jede andere ro- kufö " nur wünschen kömie. Um diesen Zustand JU erbalten„und auftxdkkn- sei der Antrag gestellt. Wenn man anderwärts Domane_n im “ls?" müsse, so sei doch nicht gerade Sachsen dazu da, um dafur 8" den Polen die Güter abzukaufen. _ jffe 9- Hammer kons.) bittef, von der m dxr Aufteilung be“ 'r Fit" Domäne Da lem einen größeren Flächeninhalt als Wb“ Königliche GärtncrlehranstaLt zur Verfügung zu steÜLU; Ü? “"ZA“ Morgen daselbst und müsse noch etwa 10 ["I

* . Dip oMmen. “„ 1 we i- vo pc ("l- : der rovinz Hachsenba man r lle DoMänm verkÜUfZ, UYTFFZÉZM Ldesteilen zum weeks der Auf. ertemm Mäne" aankaufen. In der Provinz Sachsen i 1 allerdings die [? des Grundbksißes eine sehr gesunde und besser als in anderen ede , aber i""Skhülb der Provinz ist die Besißverteilung doch sehr sen 2 Die Tendenz der Entwicklung gebi auc? tn der Provinz blen abin, daß die kleinercn landwir1schaft11chen Betriebe sich ver- Wenn , und das ist bisher auf Kosten des Großgrundbesißes gefchxhen. kann „nun Einmal Mick) eine Domäne zu diesem ZWLck aufgeteilt wird, so auf etejx von 11181an Standpunkt dagegen nichts haben. Wexm die A" kdl ten Domänen fidekkommiffariscb gebundrn we_rden, so_wtrd die „den Anltécng t)(ZnffFUrbe-„itern erschwert. Aus diesen Grunden mussen wir ' l _a ablshnen. _ _ "Kd [“an MMM der Minister für Landmirtschaft, Domanen

Koksten von Arnim'das Wort.

W des Blattes.)

Statistik und Volkswirtschaft.

Ein- und Ausfuhr cini er wichtiger Waren »der Zeit vom 11. bJs 20.April1907-

. (Einfuhr [ Ausfuhr , ' Warengattung im Spezialbaudel 65 = 100 kx; FWP"? - . . . . . . . . 186853 13214 Jank,“ gebrochen, geschwungen usw. . 13 ??? YZF UWYH J'utewerg . . . . . Z 61166 125 Kksuzszoue im Sobweiß - - 22 979 183 Eisen““étwoae im Schweiß" ' 15T? ZZZ 1338 ZZZ Tzixk-Zbren : : : : : .“ : : : 3472900 5030144 (Erdöln "ble“ ..... . . . . 2864 799 4435 Yilealgßxeinigt ' ' ' ZZZ Y? 28 9T bkésenr"""" - .......... 175 374 117 475 Mf“ ........... 37510 1609,

Berlin. den 25. 1:

Ap il 1907. Kaiserliches Statistisches Amt. van der Borght.

Zur Arbeiterbewegung.

' Das Ergebnis der Abstimmung der Berliner Maurer und Bauhtlföarbeiter über den Schiedsspruch des Ge- werbegerichts (vgl. Nr. 94 d. Bl.) liegt jeßt vor: Von den Maurern haben, wie bießge Blätter melden, 4743 dagegen und 1195 dafür gestimmt; 69 Stimmen waren“ ungültig. Drei kleisere Bezirke stehen 11011) aus sie sindjedocb obneEmfluß auf das Ergebnis. Bei den BaubilfSarkZeitern erfolgte die Ablehnung mit 3278 gegen 718 Stimmen. Die Zimm ere r des ZentralVerbandes haben die Absiimmung in Zablstellenversammlungen vorgenommen. Ein Zahlenergebnis liegt noch nicht vor. Der Schiedsspru ist aber auch hier mit großer Mehrheit abgelehnt worden. D 2 freie Vereiniéung der Maurer Deutschlands, Ortsverein Berlin belt gestern abend eine stark besuchte Versammlung ab. Na dem der Ver-

trauenSmann Gehl die Gründe, die auch für die lokalifi_erten Maurer unbedingt zur Ablehnung des Schiedsspruchs fuhren mußten, klargelegt hatte, wurde schließlich folgende Er-

klärung angenommen: „Die Versammlun nimmt Kenntnis von dem Schiedskpruch des Einigungßamis und le nt denselbey entschieden ab. Sie hät nach wie wor an der Forderung der Verkurzung der Arbeitßzeit fest und erwartet endlich von den maßgebenden Instanzen sämtlicher in Betracht kommenden Organisationen unver- züglich die erforderlichen Maßnahmen, die zur Durchführung derselben zu ergreifen sind.“ - Nachdem nun sämtliche Verbände den Schieds- spruch endgültig abgelehnt haben, werden am Sonntag große Demon- strationSVersammlungen zur Feier des Achtftundentags abgehalten werden und wahrscheinlich dürfte schon am Montag die Niederlegung der Arbeit erfokgen. Die Arbeitgeber haben durch schriftliche Abstim- mung den Schiedsspruch an enommen. Sie. wunscben den Frieden, aber sie werden zu den ?chärfsten Abwehimaßregsln greifen, sobald die Arbeiter den Versuch maehen , durcb Teilausstande ihre Forderungen durchzudrücken. - Die Lobubewegung der Berliner Brauereiböttche_r hat, der_ „Voss. Ztg.“ zufolge, obne Ausstand zu einer Verstandigung gefuhrt. Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben einen Tarif vereinbart, der_ einen Wochenlobn von 35 „“ voxfiebi. Die Arbeitßzeit beträgt Fr die Tagesxchiibt 11 Skunden einschließlich 2 Stunden Pausen, uc die Nacht chicht 10 Stunden. Nach zweijähriger Beschaftigungsdauer wird den Böttchern ein jährlicher Urlaub von 2 Tagen gewahrt, der von Jahr 31: Jahr bis zu einer Woche steiF. ,

Da in Wiesbaden eine inigung tmt den in einer Lobu- bewegung befindlichen Fubrleuten nicht zustande gekommen ishÉlnd sie, wie die .Frkf. Ztg.“ mitteilt, außgesperrt worden. Eine nt- laffung dec Maurer und anderer Bauhandwerker soll nur in- soweit elrifolgen, 1wi?i ck?sle siZferxZe der mangelhaften Zufuhr von Bau- materia en uner 5 er e n.

In Höchst( an) sind, nach der „Köln. Ztg.“, nachdem_die Verhandlungen wegen des Abschlu es eines Tarifvertrags gescheitert sind, die Malergebilfen in den usstand getreten.

Aus Göttingen wird der .Frkf. Zig ' telegrapbiert, daß bei 1der ZeiFenJeYrei Sitadtxäxtdebndorf 400 Arbeiter wegen Lohn- trei 0 re ün gun e nqere (: en.

Sämtliche MalJr, Lackierer und Anstreicher von Görliß sind, nach der „Köln. Ztg.“, ausständig, weil der LohntZrif von der Innung und ebenso die geforderteLohnerhöhung und verkurzte Arbeits- zeit abgelehnt worden sind.

Die IVbnbLWCßung in der nordböbmi eben Tuchinduftrie ist, Wie „W. T. V.“ meldet, beendet; die usfperrung wird aufge- hoben, da zwischen den Arbeitgebern und Arbeitnehmern eine Einigung erzieléi; woerLen stst'd d P i f b t

um as an er Kaf ee auskellner in ar s erä r “W“ T* B', daß der Mini erpbiäsident Clemenceau eine Ab- ordnung der Wirt? empfing und ihnen den Rat gab, das SVndikat der Kellner anzuerkennen und mit ihnen zu ver- handeln. Auf Vorschlag Clemenceaus erklärten |ck die Wirte bereit, die Sireikangelegenheit behufs eventueuer schiedsgerichtlicber Schlichtung dem Friedenßrichter des ersten Bezirks zu unterbreiten.

Aus St. Petersburg wird dem „W. T. V.“ telxgravbiert: In der FabxikTscbescber stellten etwa 400Arbreiter vorgestern

orderungen nach einer BYerung der Arbeitsbedingdungen sowie einer egdeiun derArbeitSzeii. ie versammelten fick; vor em abrik ebäude, um en efißerzu erwarten,dochwurden sie'von derPolize aus: nander- getrieben. Hierbei wurden ge en 100 Arbeiter leicht und, etwa 30 scHwer verleyt. Zum ZeiZen des rotestes gegen die Miß- bandlun ihrer Kameraden traten gesxern d eArbeiter d er meisten abri en des Wiborger Stadtteils in den Ausstand. Am bend arbeiteten in diesem Stadtteil nur noch einiae Fabriken. Im anzen Gebiete der Stadt St. Petersbur macht sich die Bewegung Jemcrkbar. Die Polizei hat umfassende, aßnahmen zur Aufrecht- erbaliun der Ordnung getroffen. Es 1st beabsichtigt, den Vorfail auf der i']Fabxxik Tschescher zum Gegenstand einer Interpellation in der ReichSduma zu machen. _

Auf der Insel Santa Lucia haben, wie derxt „W. T. B,“ aus Barbados ielegrapbiert Wird, die Koblentrager Unruhen beévorgerufen. Eine Abteilung FkkiWMJenttuvpen mit Marine- geschü8en und 80 Mann von der Polize tcuppe sind dorthin ab-

gegangen.

Kunst und Wissenschaft.

: öni li e Akademie der Künste hat soeben ibre Cbrérjxikéür dige Zéit vom 1. Oktober 1905 bis dahin 1906 beraus- gegeben. Die Schrift verzeichnet den etsonalstand der Akademie sowie der" akademißcben Unterrichtßansta ten vom 1. Oktober v. J., meldet die im Ver chtsjabr eingetretenen Personaländerungen, knackt Mitteilung über das künstlerische Wirken der Senatoren und Mit. gliedxr in dem oben erwähnten Zeitraum und gibt einen Ueberblick über die Verwaltung und den Besuch der akademiscben Lehranstalten. Aus den leßtgenlardinten Zlbscbnitten der Chronik seien hier folgende

eilun en w e er ese en: MMM: &esamteignna men der Akademie der Künste und der mit ihr verbundenen akademis en Lehranstalten beliefen sich im Etatsjahr 1905 auf 835 534 „44, die Angaben betrugen 761 842 „;( Der Staat gewährte einen Zuschuß von 669 294 „Fi, von "welcher Summe 99 960 „Fü für die Zkvrcke der Akademie, der Rest fur die der Unter- richtSanftalten verwendet Wurden. Eine Reihe von Stiftxtngen ist der Akademie im Bericthjabr zugefaÜen- Zunachst die Heinrieb de Ahna-Stifiung im Gesamtbetrag von 7200 „74 zur Unterstüßung bedürftiger Musiker; ferner Wurde die Dr. Huso Raußendorff-Stiftung zu Studienretsen begabter Kunst. schüler vom Spender von 40 000 auf 100000 „sé erhöht und für die von Rohrsche Stiftung für Maler, Bildhauer und Architekten ein neues Statut aufgesteÜt, demzufolge das Stipendium dieser Stiftung 3600 „M beirägf.

Die Genoss enschaft der Ordcntlicben Mitglieder der Akademie Land den Schwerpunkt ihrer Verhandlungen" ynd Beratungen im Zerichtsjabr in der Ausübung ihrer statutenmaßtgen Rechte, bei der Sektion für die bildenden Klinsis vornehmlich in den Arbeiten aus Anlaß der ihr ubertragenen Mitleitung der Großen Berliner Kunstausstellung im Jahre 1905, bei de rsich die Außgaben auf 223 218 „M, die Einnahmen auf 280 315 „zu beliefen. Von dem Ueberfchuß von 57 096 „ii erhielten der Berliner KünstlerVerein zur Unterstüßuxig und gegenseitigen Hilfe 3000 „54, der Düsseldorfer Künstler-Untcrstußungsverein 1000 „M Der Reinüber- schuß von 53 096 „Fi wurde so Verteilt, daß der Genoffensckzast der Mitglieder der Akademte 25 000 a“, dem Vercin erliner Künstler ebenfaUs 25 000 .,;- und der Rest von 3096 „;ck der Ausstellungskaffe als Bestand zugewiesen Wurden. In der Ausstellungskasfe waren aus den Einnahmen der Aus- stellung des Jahres 1903 noch 191 „55, des Jahres 1904 58 500, aus der des Jahres 1905 noch 25 000 „% verblieben Nebst den Zinsen belief sick) ihr Gesamtbeßand auf rund 85082 „“ Aus Zielflem LJQIÜZdbwurIeZZYeMb? Yr500nka"f vo" Kunstwerke" M Aus“

? ung e a res tun „41, von _ stellung des Jahres 1906 rund 26 155 „je solchen aus der Aus

Aus den Berichten über die akademischen Unterrichts- anstalten sei folgendes _bervorgeboben: ,Die akademische Hoch. schule für. bildende Kunste wurde im Winierbalbjahr 1905/06 von 184 immatrikulierten Studierenden und 34 ospitanten (gegen 220 bezw. 34 im Vorjahr), im Sommerha bjabr 1906 vo'n 163 Immatrtkulierten und 13 Hospitantcn (gegen 163 bezw. 14 im Vorjahr) besucht. Von der Gesamtzahl der Studierenden widmeten

cb im Winterhalbjabr1905/06: 144 der Malerei, 39 der Bild- auerei 1 den graphischen Kunsten; 34 hatten ein bestimmtes Kunst- facb niäyt angegeben. Ihrer Nationalüät nach waren 183 reu en, 32 Angehörige anderer deutscher Staaten und 13 Nicbideuts e. m Sommerhalbjahr 1906 widmeten sich 131 der Malerei, 31 der Bild- bauerei, 1 den graphiécben Künstxn, während 13 kein be. stimmtes KunstfaäZUangege en batten; ihrer Nationalität nach waren 150 Preußen, 15 naebörige anderer deutscher Staaten und 11 Nicht- deutjgye. Die Meisterateliers waren im Winterhalbjahr von 30, im Sommerbalbxabr von 31 Studierenden besucht, gegen 32 bezw. 26 in der; Halbjabtenkdes Vorjahres. - Die Akademische Hoch- schule fur M_usik zahlte im Winterhalbjahr 1905/06 162 Schüler und 144 Schulerinnen (gegen 170 und 144 im Vorjahr), im Sommerhalb abr 1906 war sie von 158 Schülern und 136 (gegen 149 und 1 4 im VorZabr) besucht. Ihrer Nationalität nach waren im Winterhalbja r 208 Preußen, 34 Angehörige anderer Bundesstaaten, 64 Nichtdeutsche; die entsprechenden Zahlen im Sommerhalbjahr waren 205, 39 und 65. Die akademische Meister- schule_ fur musikalische Komßofition wurde im Winterhalbjahr von 33 §31 mannlichen, 2 weiblichen , im Sommerhalbjahr von 30 (28 männ- ichen, 2_wekblichen) Studierenden besucht. Das akademische In- stitut fur Kirchenmusik zahlte im Winter albjabr 1905/06 wie im Sommerhalbjahr 1906 20 Eleven und 5 ospitanten gegen 20 bezw. 6 im Vorjahr.

In Weimar fand, wie aüjäbrlich, am 23. April, dem Geburts- tage_Sbakespeares, die Generalversammlung der Deutschen Sbakespeare-Gesellschaft statt, der, wie die Blätter melden, zahlreiche berVorragende deutjche und österreichische Gelehrte bei-

wobnten. Den Jahresbericht „erstattete der Vor ed , feffor Dr. Alois Brandl-Verlin; ihm war Il? netfinetheZ, daß die Vermögknslage der Gesellschaft recht günstig und

daß der Mit liederbestand in der Zunahme begriffen ist. Den mit le haftem Beifall aufgenommenen Festvortrag hielt Dr. Ludwig Fulda über das Thema: „Shakespeares Luft- spiele und die Gegenwart“. Aus den nachfolgenden Ver. handlungen ist der Vesähluß hervorzuheben, den Verfasser der reis- schr1ft über „Shakespeares Belesenbeii', Dr. Heinrich An ers, die ihm seinerzeit in Aussicht gefielite materielle Beihilfe zur örderung seines Werkes über .die Quellen zu den Traßödien Sha espeareö“ zuteil werden zu (affen. Sodann wurde ein neues PreiSausschreibxn erlaffen. Es soll das Thema „Hamlet auf der deutschen Bubne bis.zur Gegenwart“ behandelt werden; die Arbeit, fur die als „FreiSrsicbier Eug. Vürksin-Karlörube und die Profefforen Schi :Muncben und R. Fischer-Jnnsbruck tätig , sind, und für die dxr Preis von 750 „M außgeworfen ist, muß bis, zum 15. Marz 1908 an den' Vorstand der Gesellschaft etngesandt werden. Schließlich wurde der Be- schluß gefaxt, den Verlag der von Dr. Oechelhäuser im Auftrag der Geseu ck)an beraußgegebenen Schlegel-Tieck|chen Shakespeare- UebersYung zu veranlassen, diese ältere Auszzabe neben der von Pro- feffor r. H. Conrad revidierten auf dem Markte zu halten. - Die Hoffnung, das Shakespxare-Denkmal Otto Lessings von seiner Hülle zu befreien, konnte leider nicht eriüilt werden, da der Sachverständige Dr. Franz Schmidt noch eine [angere Bearbeitung der schadhaften Stellen für notwendig bali. .Als_Ort der nächsten Generalversamm- lung wurde Weimar wisder gewahlt. Am Nachmiftag fand ein ge- meinschafjlicbes Festmahl statt, und zum Abend hatte die General- intendam dcs Großherzoglichen Hoftheaters die Mitglieder der Sbakespeare-Geseilschafi zu einer gelungenen Aufführung von Hebbels „Maria Magdalena“ ms Tivolitheater geladen.

In Perugia wird Ende April im Beisein des Königs von Italien eine Ausstellung alter umbriscber Kunst im X'a1asso muojojpaw eröffnet. Die Eisenbahnverwaltung gibt eine Fahrpreis- érmäßigung von 50 v. . von der Landesgrenze ab, sodaß die deutschen Reisenden auf biÜige eise nach Perugia und gleichzeitig von dort nach-Rom gelangen können. Da die Aussteüung bis in den No- vember dauert, so kann man sie auch auf einer herbstlichen Italien- fabrt bexucben. Vo PerUJia macht außerdem täglich ein be uemes Automo il größere undfa rien und berührt dabei die malericb ge- legenen und kunsthistorisch interessanten Städtchen und Berg- nesier wie Urbino , Assisi, Foligno, Gubbio, Montefalco, die sonst nur schwieriÉ3 und unter großem Zeitverlust zu exreicben wa_ren. Jede oche wird eine neue Route eingeschlagen, die 151161300111 116on1105061151 haben die Führung an den betreffenden Orten in ltebenöwurdixZftec Weise übernommen,. man bekommt so die reizdoÜe Gegend und_d ewerschiedenen Denkmäler mühelos zu Gesicht. Der Vater dieser glucklichen Idee ist Dr. Bombs, der Assistent am deutschen kunsthistorischen Institut zu Florenz, der auch sonst in auf- opfcrnder SelbstverleuYungqseine Kräte der Ausstellung gewidmet bat. Kunsthistorische ' orirage mit Li tbildern, Festvorstellungen von Opern, Konzerte umbrischer Musik finden tatt, sodaß selbst der Laie neben der AUSsteÜung Abwechslungen und An- regungen genug bat. Der Fachmann aber wird dort in erster Linie die umbrische Malerei vereinigt finden, Von alien bedeutenderen Meistern sogar ganze Sammelausstellungen, durch die erst eine genaue kritische„Untcrsuchung und Gegenübexstellung ermöglicht wird. Von ien Kunstlern des 14. und 15. Jahrhunderts sind AÜegretty Nuzi und sein Scbüler Lorenzo da San Severino, (Ventile da abuano Oktaviano Nelli, der Maler von Gubbio, Niccolz d'A unno, Perugino Pinturicchio und ihr Schulkreis in erster Linie vertreten. Kirchen, Klöster und Private haben ihre Schätze bekgelißhßn um die Uebersicht zu einer möglichst vollständigen zu machen. ,

Auxxer der Malerei ist die in Umbrien besonders gepflegte Holz- bildnere und Schnißerei in reicher FüUe zusammengetragen worden Alte Chorgestuble, Truhen, Kredenxen und andere Möbel in vor; Uebmer Intaxsiaatbeit g€ben_eincn Begriff von dem hohen Stande dieser Werkkunst. ,Die berubmten Webereien und Goldschmied arbeiten von Perugia vervolxständigen das Bild. Im großen Biblis- tbekssaal des 13218220 111661616316 find die umbriséhen Minialure- FZH kaÉL-lJÖHHLYYUTFKÜJLMUH.s Die MaZoliken endlich 11011;l

Z . . - k UV, e ako sind ast voUst" di banden, nur dte Schatz? die Arezzo bew b 1 an g vor- der in abrelan er Arbeit alles was übera LF , fehlen. Dr. BMM“

, mbrien - Ykak hat, Zeus sein?" „Ikoßen Zeiteikatalog dgeßsäFMFutiesx 19171: über UÖUUJ- [5000 Zeiicl birgt dieser wichtige Katalog, 2000 aUein Eiert il affae * ej"? bibliographjsthe, bioara bische und topographische 1111633?de YZFÉFZezdÜYuYLUf nden.BSchl eHli? werden zwei bisher beanspruchen. asa “WEU? ereZtrigJZbYéns/e

Der Univetfität von Kalifornien ist der Schlußberiäjt über die Lorschungen und AuSgrabungen zuge ungen, die Dr. I. C. , eigner in ihrem Auftrag seit nunmehr echs Jahren in Aegypten, betrieben hat. Die Außgrabungen wurden, wie die „Vo .Zt .' mit- teilt, an sieben verschiedenen SteUen vor enommen, und br rgebnis soil die Grundlagen zu einem neuen ' useum bilden, das die kali- fornische Universität erri ten wird. Unter den Entdeckungen find jene die interessantesten, die eiöner in den vor eschicbtlichen Grabstätten zu Naga-ed-Der gemacht hat, dem Teil egyptens, der als der zuerst besiedelte des ganzen Landes llt. Dieser Ort liegt etwa 300 en lische Meilen südöstlich von airo, in der Mitte der östlichen WüHXe. Zur Zeit der ersten Besiedelung war die heute so