VersammlungSrecbt, wenn wir keine Möglichkeit haben Säle zu be-
kommen? Die Militärverwaltung soUte fich schätzten, fylche Verbote an die Soldaten zu erlassen,*um so mehr, als man dteSoztaldemokraxen ja nicht aus der Armee ausschließt. So aher steht die Militar- verwaltung auf dem Standpunkt einer polittscben Partei. In die Agitation der Militärvereine haben wir ja beixn leyten Wablkauxpf einen Blick getan. Gegen diese politische Betatkgung der Militar- vereine legen wir entschiedensten Protest ein. Sie ist ein x_tngesey- liches Vatfabren. Höhere Polizeibeamte, Richter usw., dre gary Kenan wiffen, wie die Gese e lauten, und die genau wissen, daß dre riegervereine durch politis e AFtation gegen das Geséyverstoßen, haben keine Anklage erhoben. uch hier wieder das essen mit zweierlei Maß. Wir verlangen, daß jeder obne Ansehen der Person gleich beurteilt wird. _ „ Abg. von Oldenburg (kons.): Ich kann dem Knegßmimfter namens meiner politischen Freunde die Verfickperung geben, daß wir mit voUem Vertrauen blicken auf das deutsche Offizterkorps, die deutsche Armee und auf die Verwaltung der Arnxee. AÜerdings lag bei der Verwendung des aggregierten Fonds eme bedauerliche Beeinträckstigung des Budgetrecbtes dieses alzses vor und in gleichem Maße ist es bedauerlich, daß den O fizteren lange Zeit das Gebakt ihrer etatmäßigen Stellen entgangen ist. Wir freuen uns, daß der KriegSminister diesen Umstand “offen anerkannt hat, diesem Uebelstand duni) seine Forderung abbelfen wiÜ und daß dtese von allen Parteien mit Außnabme der Sozialdemokraten einmütig an- genommen ist. Ich hoffe, daß nunmehr alle GehalLSabzüge, die nicht nur den Hauptleuten, sondern auch den Leutngnts gemacht sind, aufhören. In einer geordneten Finanzverwaltung rst es erforderlich, daß jeder das Gehalt seiner Stelle bezieht. Die konscr- vative Fraktion, wie überhaupt wohl _ Joie Mehrheit des Reichstages, wird stefs bereit s_ein, „militansäze Notwendigkeiten zu bewilligen. Wir haben dem Kriegsmmistex dxn Wunsch zu unter- breiten, daß, soweit dies, ohne die Schlagfertigkeit der Armee zu be- einträchtigen, mögliä) ist, mit dem System der sogenannten kleinen Garnisonen fortgefcxbren Werdßn möge. Durch diese ist, abgesehen von den ubrigen Vorzugen, die Möglrchkeit Segeben, bei dem Arbeitermangel, untex dem jejzt das ganze Land eidet, Leute zu Erntearbeiten heranzuzteben. Der Abg. Erzberger Hat mit Recht den bedauerlichen Zustand hervorgehoben, daß wir eine große Zahl von Manchuements an Offizieren in der Armee haben. Ick) glaube genere , daß dieß dadurch entstanden ist, daß das Bestreben, Offizier zu Werden, nicht mehr in dem Umfange wie in früheren Jahren besteht, weil der Offizierstand an Reizen verloren hat. Das Avancement ist außerordentlich schlecht und langsam und die Arxsprüche, die an die Offiziere gesteÜt Werden, sind bedeutend tm Steigen begriffen. Ich erinnere nur an das Hinzukommen der Luftschiffabrt und des Automobilwesens. Der Offizierstand ist vor per Oeffentliäokeit auch nicht mehr in dem- selben Maße gefcbüßt wie früher, Wir werden alle den Wunsch haben, da dieBevölkerungsklaffen, die bisher den Offizierstand gesteÜt bgben na wie vor auch ferner bereit sein werden, das Offizierkorps für dw, Armee zu sfeÜen, damit es auf der Höhe bleibt, auf der es jeßt steht und auf der es den Stolz der anxen Nation darstellt. Der Zentrueresolution auf Portofreibeit, Für die wir ja auch früher inxmer gestimmt haben, Werden wir zustimmen. Die Resolution Aolaß dagegen lehnen wir ab. Selbstverständliäp verurteilen wir Syldatenmißbandlungen ebenso scharf wie iZLgend jemand im Hause. Wrr glauben aber, daß durch die rmeeverwaltun alles Bscbieht, was in dieser Hinsicht ?esckyeben kann. us den e_ispielen des Abg._Bebe[, und er wrd ja nicht die schlechtesten Betspkele berauSgewablt haben, geht hervor, daß eine besonders schlixnme Art der Mißbandlung, die systematische wochenlange Quakerei eines bestimmten unglücklichen Soldaten, aufgehört hat. Solche Robeiten, wie fie der Abg. Bebe! vorführte, werden fich bei einxm so roßen Or aniSmus, wie der deutschen Armee, nie ganz ver- melden la en. Wir aben aber das Vertrauen, daß aucb weiter da egen vorgegangen wird. WZB das BesÜWerdereckot und die Oeffentlichke t der Verhandlungen anbetrjfft, so ist diese Materie in neuerer Zeit gere elt. Wir glauben, daß darayfhin schon bessere Zustände eingetreten Zn'd. Was den Wucher anbetrifft, so woÜen auch wtribm, in welcher Ge'talt er auch austritt, entgegenwirken. Aber, wie die Antragsteller das machen wollen, mussetx wir erst gbwarten. Eine Erhöhung der Bezüße der Unteroffiziere xst 1a bereits eingetreten. Wir sprechen auch dafür dem Kriegßmimster zmseren Dank aus. Es ist auch unser Wunsch, daß die "Kapellmetfter in gehobene SteUen einrücken mögen. Wre ieh bore, Und ja auch schon Vorlagen des Kriegsministers in Vorbereitung. Eine, Beffersfeüung der Soldaten liegt ja in unserer ganzen Tendenz. 'Dte Erfüllung der Dienstpflicht wird aber immer “Fm größten Teile eine Ebrenpfiicbt des deutfcben Soldaten sein. [[ck hier schenken wir der Militärverwaltung das Vertrauen, daß aües als notwendig Anerkannte geschehen und dem Reichstag Vor- schlä e gemacht werden. Wir hoffen, dars; denn auch die Parteien des HauLs die Mittel dafür obne irgend we che Vorbehalte, -wie sie eben der bg.Bebe[ gemacht hat, bewilligen. Im übrigen werden wir aber Legen die Resolution stimmen. Wir haben.?)ie Ueberzeugung, daß iese Resolution (: sie von Yen Sozialdemokraten außgebt, agitatorische Zwecke vxrfol t. Ick) ftuße mich dabei, auf die Gefahr hm, mir wieder em tirnrunzeln des Diktators zuzuzieben, auf ein Buch des Dr. Liebknecht. Da steht unter den Maßre eln zur Öpropaganda: Daneben MUL fick) die Partei in immer verstär tem Ma e der Unteroffiziere und oldaten annehmen, ihre materkeüen und persönlichen Intereffen in Presse und Parlament Vertreten, um so in geseßlich nicht zu beanstandender Weise die Sympathie dieser Kreise zu erwerben, Wie Sie (zu den Sozialdemokraten) im übrigen über das Militär denken, geht aus den Aeußerungen des Abg. Bebel hervor. Er hat eben selbst zugegeben, daß Sie troß der schönsten Reden gegen den Etat im ganzen stimmen. Auf dem Parteitags zu Mannheim sagte „Bebel: Es gibt in ganz Europa keine zweite sozialdemokratisckxe, Partei, d1e seit 30, 40 Jahren so systematisch das Bud et für mtlÜärisÖS, koloniale und arinezwecke abgelehnt hat, wie in Heujscbland. Auf demselben Partei- Tage sa te ein Geno e Bebels, Herr Ehrlich aus Brewen: Wir baben d 8 Pflicht und ckuldigkeit, der heutigen Geseüscbafk [hre größte SYR zu entziehen, wir müssen den Kindern zeigen, wie die Lese- bucher schon verpestet find und wie das Soldatentum dazu bestimmt ist- aus dem Menschen eine Bestie zu machen, die in blinder Wut alles MensÖÜÖS Msiört- „19051 wurde eine Resolution gefaßt, wonach TÜ“ Rekruten mit Flu blattern zu bearbeiten sind, um ihnen einen Abscheu vor dem ilitariömus beizubringen. Der Abg. Bebel begann seine heutige Rede mit der Forderung größerer Sparsamkeit, Verkürzung der Dienstzeit. Genosse KMM!) hät in einem sebr interessanten Buche über die A rarfrage geschrieben, das erste müsse sein, der Armee nich die chlagfertkgkekt naoh aUZen, zu geben, sondern nach innen. Die Volks- webr verfolge in erxlkr kme ,pokkkiscbe, nicht ökonomische Zwecke. Sie “sei das unentbehrltche Vorbtld einer wirklickoen Demokratie, eines politischen Zustandes, in dem die Regierung Diener, nicht err" des Volkes sei; dagegen werde man von, der Durchführung die?“ Idee eine außerordentliche direkte ökonomische Enslastung„des Volkes kaum erwarten. Eine ähnliche ALUÜSMW Kübel skb in emer Rede, die der Abg. Schütte auf dem Parteitags vout_Jahre 1899_qehalten bat. (& sagte der Genosfin Zetkin gegenuber. sie masse fich bei *einigem Kopfrechnen sagen, _daß man auch bei Einer Miljx recht wenig aus der Misere heraußkamy, denn auch fie verlchxinge Mtllionen. Also, Herr AbgBebxl, recichn Sre'auck) etwas FFH?- 'Was 7)ka HFW Hymn; der DiensYUtAFtrtY/bcsk Ft eßeäigFutZritcxttenn mßrieWIrr [IT? erlangen, wenn er 97 e s éLand wie das an ufübren in der Lage rst, glaubt, daß_ein große „ D:?utsaéze Reich seine wobwurxhdachtc tznd ubexleYe ONKELZ? ZZZ Heeres auf diese Sachen hin, arxdérn Wird.“ Wiki,"!!kxs" ZOiensk eit in die preu ische Armesreorgantsatton und dlc ch 1UHUIL„ , „z und Anspru nehmen, da aaf diesem Wege DUPPLF- KomggraYs [ute Sedan erreicht ist. 11; haben die Hoffnung- [Ml w.“ das F o i „Vertrauen haben zu dem Verständnis unserer Heer-Zslettung- aßtUZtk solchen Erfolgen auch entgegengehen bei der zweixahrigen Dkens xe ,
aber unter diese Dienstzeit berabzugeben,
jährige Dienstzeit
[ ihre ((NFS
und zweitens ist es
den
Haufen
Probe
da
bestehen,
Zeit dauern wird. Was Schweden und
miltäricbe Einrichtungen haben, das ge_bt uns erstens nichts an, ziemlich gleicbéultig, ob
die Schweiz überhaupt eine Armee ha
wenn eine europäische Großmacht gegen fie
erannt werden,
dazu müßte erst die zwei- die hoffentlich noch die Schweiz für
Schweden und denn fie würden doch, zu Felde zöge, über ihre Armeen noch
en,
könnten
schöner eingeri tet sein als nach der Schilderung des Abg. Bebel.
eder,
der eine Ahnung von milifäriscben Verhältnissen hat, weiß,
daß es nicht mögliä) ist, in drei Monaten einer Truppe eine wirklich durchgreifende Ausbildung zu geben.
einen gewiffen Schliff geben, außerordentlich genant, sebr [ hintereinander zu wiederholen. ja immer tut, unserx Tcéktßk und den 1 a e
Herr Abg. Bebel, rechtzeitig von einem
samer Schritt angedrillt wäre„ darauf legen und wissen, was em guter Es ist durchaus notwendig, Uebung der Mann gewonnqen wird, fich
züge hat. zu nehmen.
Außerdem deutsche Militär
sicb
die
Man kann il) außerdem ist es für die Ersaßreservisten ange Uebungen in ziemlich
Nun hat der Abg. Bebel, wie er das
r nach außen hin kurzer Zeit
Parademarsck) bemängelt. Ueberzeugung, wenn Ihnen
ekrutenunteroffizier ein gediegener, lang-
ist auch
es
DiSziplin ist. Darauf können Sie,
antworten. darüber. Die Nickot bloß der (MM Richtun en besehen
Gemeindevox teher und Landrat soweit es nur
jenen Gründen,
Sie find nicbt Soldat Sache nichk. Aber, ,ebxn darum sprechen Sie alljährliah so lange mtlttariscbe Ausbebung wird
sorgfältiger und wowaoUender auSJeübt wie niemand von Ihnen Beifißer gewesen Ist es nicht der IFM, dann fehlt ilitärarzt ist da, Landrat, der Gemeindevorsteber,
_eine NoWendigkeit, amjändig präsentiert, gesehen davon, daß der Parademarsch
Sie würden viel mehr Wert
Parademarsch für Vor- daß nach anstrengender noch einmal zusammen daß das ganz ab- ein eminentes Mittel der Herr Abg. Bebel, mir nichts gewesen. Sie kennen die
in keinem Lande bei uns." Ist denn
bei solchen Kantons?
Ihnen etwas an Ihrer Bildung. auch der Bezirkskommandeur, der und jeder einzelne Mensch wird nach
und auf seine Tauglichkeit geprüft, und der
reklamiert den Mann aus diesen und möglich ist.
Wenn Sie nun sagen,
die Sozialdemokraten find der intelligenteste Teil der Armee, so
glaube" ich das nicht.
Ick) habe die Ueberzeugung,
die ganze sozialdemo-
kratiscbe Agitation ist eine Spekulation auf die Dummheit der Massen. ck) kann nur wiederholt unserer Freude Ausdruck geben, daß der
Abg. Bebel keine schlimmeren FäÜe vorgebracht _ Es läuft doch eine Laus über die Leber.
er zu solchen Mitteln greift, dies oder das von der Erde
mißhandlungen.
dem Abg. Bebel erwähnte
und Degradation veruxteiit worden. Das
sehr harte Strafe. In die
der Sozialdemokratie ein, Robeit hinter fich haben, Der Abg. von Dirkse Weise hingewiesen. Mit welch kratie Vorgehen, wenn fie am; Rad auf dem Dresdener Parteitag,
ber.
Gericht ging, schreiben : „Was verdiént
unter solchen Umständen es über sich
zu schreiben?“ verzeichnet: ,Stürmifcher,
Wenn Sie bereits einen Zei
können wir alle froh sein,
hat über Soldaten-
auch einmal einem Unteroffizier Ich kann in keiner Weise hiÜigen, daß daß er einen Soldaten zwtngt, daß er auffreffen soll, aber in dem einén Von
n FaUe ist der Unterofffzier zu 4 Monaten
Armee
derjenige
ist doch eine harte, eine
treten doch auch gerade die Zöglinge die schon- von ihrer Behandlung der Streikbrkcher n bat hierauf schon in sehr dankenSwerter en Strafen würde aber die Sojialdemo- er käme? Der Abg. Bebel sagte als er mit einem Unglückswurm ins der das Verbrechen begangen batte, für die „Zukunft" zu für ein moralisches Urteil, der gewinnt, für die „Zukunft“ weiter Darauf erfolgte der Zuruf: „Prügel“.
eine recht hüsche Schule der
Der Bericht
anhaltender Beifall und Händeklatschen.“ tungSartikel in der Form ahnden wollen, dann
daß in absehbarer Zeit das Deutsche Reich
wird.
Wenn der Abg. Bebel
baltungen gemacht hat über den Bo kott,
noch nicht so weit kommen der Kriegsverwaltun Vor der von der V ilitärverwaltung
über Saalbefißer Ver ängt
_wird, die sozialdemokratiscben Versammlunäen ihre Säle zur Dis-
position stellen, so kann der Kriegßmini
wir seine aßnabmen
steht fich für das Militärk aÜes, was in seinen Kräften st
in
ver voüem Umfange bßligen. ommando ganz yon selbst, daß es ebf, tun muß, um die Truppen Von
er (hett sein, daß
Es ver-
jegliäjer BerühruZI mit der Sozialdemokratie fern zu halten. Dann e
hat der Abg. Schxecbte her. (Abg. B
Bebel, obne Preußen wären
age Jahre dieselbe wir unsere deutsche unser Vaterland zu allen Seiten hin, erfunden werden,
R
denn
Deutschlands. Unkosten find nicbt : Volksbeer ebenso groß sein,
wieder den Staatsbürgern das beuti e Heer zahlreiche von den Lieferungen Armee und Marine leisten
zu dem Haager Friedenskongre
preußischen Kriegßminister eilen zu verlesen : arine auf
und die xistenzen auf dem Rücken, leben
den Kopf reich 23,21, England 30,68“,
bel noch gksagt,
e b e [: Sie ede
fie ist
im Reichstag Armee und Marine nicht !) verteidigen, ein Vaterland, welches offen ist nach dann müßte diese Armee und Marine "noch e tra das erste , u vermeiden. fie würden be: einem und diese Unkosten für das Militär kommen
von Preußen kommt alles
Sehr richtig!) HLN! Abgeordneter
nicht in der Lage gewésen, zu halten. Wenn
aben müßten, um
Volkßerziebunaömjttel
dieses Vaterlandes zu gute, und wenn wir
und . We
Marine
aufböben, dann lägen wären bankerott, mil fie den Arbeiten, die fie für
nn es sich darum handelte, Delegierte ß zu schicken, so würde ich
unseren
binscbicken und ihn beauftragen, folgende
„Deutschland verwendet der Bevölkerung
und
bitten, die anderen Mächte aufzuforde
Deutschland zurückzukomm [offen. Im übrigenspre
che (ck Dank aus für seine Geschaftsfü Es hat uns mit Stolz erfüllt, und S eingestimmt, als der Kriegßminisj Frankreich Hunderte 'von Milli nicht fertig find; wxr sind im kann infolgedessen ruhig in di
en
für Heer 13,40 „M,
und rank-
dann würde ich den Minister rn, erst mal auf den Stand von dann würden wir weiter mit uns reden noch einmal dem Kriegßminister unseren brung und unser rückbaltlofes Vertrauen. je im ganzenHause haben in den Jubel er gestern sagte, wir können nicht wie onen auf einmal fordern, weil wir mer fertig. Das deutsche Vaterland e Zukunft sehen.
Deutschland wikd
nicht verloren sein, solange es den alten Grundsatz befoLgt: 51718
])806111, para baUuw. _ Säch scher Oberst xjagt, da in der säcbfi amen.
ist also nicht zutreffend.
Abg. Dr. M ül [ e r -Meinin
ach der Krim-xna
Freiherr von Salza: Der Abg. Bebel bat chen Armee die meisten Mißbandlungen vor- lstatistik von 1905 beträgt der Durchschnitt der Soldatenmißbandlungen in der deutschen Armee für das A korps 19, in Sachsen nur 13-
rm LL-
1'4. Die Behauptung des Abg. Bebel gen (frs. Volksp.): Ich erkläre im Namen
der Freisinnigen Volkspartei, daß wir zu den hier in Rede stehenden
Fragen denselben Standpunkt einnehmen, haben bisher auch immer die Interessen der
essen der Partei Zukunft folgen.
wie bisher stets, wir Nation über die Inter-
estellt; diesem Standpunkt werden wir auch in ir werden aber auch wie gewissenhaft prüfen und einzig und allein Géwiffen entscheiden. Der Abg. daß wir vor aUem in rein technischen Fragen Sachverständigen über seine Autoritat stauen. Die A
bisher a11e Forderungen nach bestem Wissen und
Bebel darf uns aber nieht übelnehmen,
die Autorität eines usfübrungen
des Kollegen Bebel und seine alte Liebe, das SÜweizer Militärsvftem,
werden schon widerlegt dadurch, aber ihre militarifckyen Einrichtun bei uns über die minister völlig darin einig,
demokraten
waffnung und Yußrüstu Soldaten ist. Nach uYsere Entscheidungen ein 1) werden.
jest endlich
die
ir freuen uns,
daß
daß die Schweizer Sozialdemokraten Agen ebenso herzieben, wie die Sozial- rmee.
Wir find mit dem Krie s- das beste Material in e-
ng gerade gut genug für den deutschen sen Grundsäßen haben wir auch stets
ericbtet. Aber bezweifeln müffen wir doch,
die “aWekündigten Eerarungen in der Armee wirklich eintreten daß die Sache mit dem (: gregierten Etat in Ordnung ist, oder daß die Sanierung
ür 1908 uns in
fichere Aussicht gestellt ist. Wir werden daher den betreffenden Posten
bewilligen, hegen aber dab i di 1 v t, d Zukunft nicht mehr votk : e fese 3" erfich “ß
Rechnungshof bis 1904 v
Dem Antrag Albrecht we
wkr zu ; wir können nicht
o
anerkennen,
ommen werden,
n diesem“ schweren Fehler nichts gemerk: gen der Erhöhung
solche Dinge in und bedauern auch, dazbdetr
a . der Löbnungen stimmen daß es fich hier für die Sozial-
- Uk demokraten um Agitation handelt; sonst mußten ja„doch gerad? 3" Aerger für die Sozialdemokraten die KonferVatiVen fur diesen ART? timmen. Auch die anderen Anträge nehmen wir an. In der FFW m , Saalabtreibungen muß ich dem Abg. von Oldenburg entgegentre 211MB, sslchsn Maßnahmen wird der Sozialdemokratie nur Vyr (bub ae Frage Der Antrag Ablaß, den wir eingebracht haben, hat bezug ich der ufen- der Bewucherung der Offiziere eine Art Befremden hexvorgiek G?- Wir find uns aUerdings wobl bewußt, daß wir damtt enf den schwür am Leibe des Offizierkörpers aufstechen. Matz hat YUM, Prozeß Uhlig verwiesen. Ich lenke die Aufmerksamkett des „ !
. „ den mimsters auf den in Munchen bevorstehenden Prozeß nr 6 Woéhen in Aussicht genommen find und der einén EWF? in die Nachtseiten des Daseins der Offiziere bieten wird. Er
daß diese Bewucherung weite Kreise umfaßt, das; von Munch?" aus Wie eine Spinne diese Wucherer- und ErpreffkrbaTYx ihre Aruge über ganz Deukschland ausstrecken. Man hat Vor- ganze Reihe AbbilfeVorschläge cmacht, man wiÜ den_ höheren fin Jeseßten aÜerlei Gewalten ver eihen; aber meiner Memuna nach eln diese wohlgemeinten Vorschläge, find solche drakomschen Maßregund unter Umständen nur geeignet, für diese Wucherekxt auf Erprsffctbanden neue Handhaben zu bieten. Eine Autoritg e- diesem Gebisse, ein _ RechtSanwaLt, der sick) ,als Spezialkat" Zn Wählt hM?- die Opfer des Wuchers aus OffizkerskrtZisen ku WUB; und sich eine große Praxis erworben hatte, hat nur gesagt- ier vorgeseßte Militärbehörde ist, Wenn ste erfahrt, daF ein Offizebr Wechselgeschäfte «macht hat, gern bereit, sebr rasch, (: ;r a-"ch, risk prompt einzugreifen, indem fie dem betreffendex Offizier SFM los von 8 bis 14 Tagen zur Regelung seiner Verhalniffe sektW in ?er- dieses prompten Eingreifens gerate der Mann erst rechk ix) UchTster hände. Im Anschluß an diese Mitteilung bitte ich den KrungUiYS - Zunächst dafür zu sorgen, daß ein gewissenhafter Rechtécxnmalt die 21111 übernimmt und der vorgeseßten Behörde Bericht erxtattet. Daum wird gegen diese Erpreffer _ denn oft handelt Es fich ",n? vor Scheinforderungen _ schon viel erreicht und marxcher Offizier, "ck ihnen gerettek werden. Aber aUe dlksk. Vorschlage fiyd ledigDi Heilungsversucbe auf Symptome; das Uebel sißc vkxl' ttcfer. [1 ns Hauptsache ist nach unserer Anschauung, daß die Mxlttärverwa Udie "alles tut, damit das elende Schuldenmacben aufbort. Wie d as große Armut von der großen Powerteh herkommt, kommt Der Schuldcnmachen yon den aÜzu großen" Auggaben e. en Grund des Sckouldenmachens ist, das xaßt fich nicbt &"!!be eine gewisse Verschwendung, ein gewtsser Luxus, pas heik- eben von der alten traditionellen preußischen Einfach pte ck) werde unter keinen Umständen veraÜgememern. Ich bebaxiél- nicht etwa, das; es bei auen Regimentern so zugeht; ich glaube mehr, das; es fick; hier bloß mn AUSnabmerezgimenter bandekt. oße es ist bkkannt, daß gerade die Kavaklsrteregimenter sebr IZM" Anforderungen schon wegen des Weckysels an die eingesti; i Offiziere stellen. Was soll der Offizier tun, Wenn er sith unm g an macht, indem er nkcht den gleichen Aufwwnd treibt, wahrend 1erlis ihm doch immer Sparsamkeit predigt? Es 1st ein pffenes Gebeiul'leré daß die Anforderungen Versckxieden find„ bet dxr Kaba des größer als bei der Infanterie. Was hqben dre schönen Erlasstl ubs ersten Kaiser WithLm und auch hes [eFigen genußt? Ich gays; noch nicht allzu viel. Zum Bewerse he e ich wiederum pte Irmer Zahl der Wucherfälle,' die ausstehenden Prozesse hervor, du? im in wieder zeigen, daß bei gewissen Offizierkorvs die AuSgabenwi keinsm Verhältws zu den Einnahmen sixhen. Der Abg. Erzbngek mt nun die Eimlahmen des Offiziers erhoben; der Leutnant konneiere seinem Gehalt nicht auskommen. Ich bemerke daxu: 'Die Okfidick); die hier eine solche Rolle spielen, find nicht any: Offiztere, fini [Lebt diejenigen, die fich kümmerlicb durchdringen mussen; es find v 2 daß Offiziere mit ziemlich großsn Wechseln oder Zuschuß. Ick) hofefe*hrerk durch die Maßnahmen, die die Verwaltung in den leßten Ia its etroffen hat, auch durch die Vereinfachung der Uniforxnierung, bete ebe pädagogisch gewirkt worden ist. Ich bitte weUer den Krea minister, aufs allerschärfste vorzugehen gegen die Spiequt „ einem Teil des deutschen Offizierkorps. Muß es ni t ein?" traurigen Eindruck machen, wenn die' Deutsche Wochenzetung in Amsterdam im vorigen Oktobkr schneb, daß die Spielhöllen Amsterdam zahlreich durch deutsche OfÉzxere bedolkertx werds"; di? ihre (Garnisonen in Düsseldorf, oln, Hannover, Dt)!el mund usw. Verlassen, um den ganzen Sonntag doxt dcm Spieltezkén' zu baldigen? Ein solcher Offizier sqÜtc sofort entlassen XYZ; „ Ich Möchte jeßt fragen, wie es sich xmt dex„Angelxgenbeit let_ in abschiedung des Präsidenten des R81chsmilttar-G8x1chts vextbxkngYak der betreffenden Polemik mit der Rbeiniscky-Weftfahscben FMM des die Verwaltung nicht sehr gut abgeschnittkn. Die ((Linkr zj et, Militärgericbtsberrn ist eine unhaltbare Konstruktion, 1"; (ttäxr- fortgeseßte Reibungen hervorzurufen. Ueber die Fragksebr, das; Fk mißhandlungen nur einige Bemerkungen. Ick becheke "ck in die “ Abg. von Oldenburg und seine Freunde unseren Antraßxäxyerwalku" Beziehung nicht annehmen; das Vertrauen auf dtx M11 g o t, das? kann keineSwegs genügen. Es ist ein sehr efabrlisk)e lewis „duk Roheiten fich nicht vermeiden [affen' ich verste e nichk- ZeunkUb guns die Behandlung der Militärmißhand ungen eine dauernde that grades" in die Reihen der Armee bringen soUen, das deutsche VU ZFUW?" das Recht und wir die Pflicht, daß diese Ding; bi,“t daß Hä? werden; schon durch diese Besprechung ist [)excl)elgeflch,§;l begkUße vieles auf diesem Gebiete gebeffert hat. In diesem Y Minder“ ich a_uch den Erlaß des KrieJSministers beLreffs der geisiZHWS bak WSMIM- Aber das gevügt bei weitem nicht. Der Re ick) wiederholt 1904 bis 1906 wichtige Beschlüsse in .diesEr er efaßt, aber der Bundeskat, .der Reichshemmschub'- wie Hie m VolkSmunde beißt, gibt ihnen leider keine Folge- Tätigkeits- für ibn und für den Reichskanzler ein bedeutendes isse „gfk feld. Aber auch bier herrscht leider Gottes eine ßsw eg „über in der Verwaltung, ein gewisser Mangel an Vertrauen en b den breitesten Schichten des Volkes und den Angkbörgr auch ATMLQ Ick) verzichte darauf, das Riesenmaterial, das mr im [„eßlen Jahre wieder zugegangen ist, vorzutragen. Es „ : da wteder die alte Erscheinung zu bemerken daß auf der eine a „deren eine dkakMksÖL Bestrafung der Unterge enen, auf der Link unbegreiflich la 6 Behandlung der Vorgeseßten € a ngen- In den leßten Tagen nd mir erst drei Fälle darüber zugig per 11 dem einen korrigierte, wie der technische Ausdruck ÜF Unteroffizier duroh Stöße ins Gesicht den Soldaten, obwo aus Nase und Mund blutete, nahm das Ge_richt ab, der Mißbandelte kein Schmerzgefühl gehabt hatte U" urteilte den Untxroffizier zu ganzen zwei Tagen gelinde? Eine solche Judikatur muß die Heiterkeit ni t nur de a ments, sondern des ganzen Volkes erregen. n Einem mittels?" Fall - ich habe ihn dem Kriegöminister erst vorgestern nie des können -- wurde der Pionier Hxsse von der 2. Kompag eßbi 21. Pionierbataillons, der fich bei den Pionierübungen etwas MAMER angestellt hatte, weil er zu der Drohung seines Unteroffiziers I've iat batts, vom KriegSgericht freigesprochen, edcch vom während DkEziplinarweae mit zehn Tagen stren en rrejt bestrafk- r blieb“ der Unteroffizier wegen seiner rohung unbeskkaf an den In dem leßten der drei Fälle machte der Mann, dere Griffe Folgen einer Krankheit litt, 'beim Exerzieren schlappauplmanß und ließ sein Gewehr etwas hängen, sodaß ihn der ?atrens iat wiederholt korrigieren mußte. Es wurde Anklage wegen Be bew" Ungehorsam VN versammelte: Mannschaft gegen ibn “bor w Gericht machte er mit Erfolg geltend, daß er zuvor kranjnten über aus reiner körperlicher Schwäche das Gewehr etwas bibn jedokb „ hängen ließ. Das Kriegßgerickß des Armeekorps verurteilte agnkkchefs mit der klasstschen Begründung, daß die Ansicht des KOM) Abfitbt allein maßgebend sein müffe, und dieser habe b G?“ angknommen; deshalb werde der Mann zu drei i s o liegl" fängnis verurteilt. Sollte der Tatbestand riÖÜFl se n“Urteil vok- bier ein für den gesunden Menschenverstand unbegkei ichesstematischkn_ Der Abg. von Oldenburg hat darin recht, daß die großen slvube exé'k'e Quälereien von Jahr zu Jahr seltener werden. ck; JWD; aber die Behandlungen hier im Parlament find hierfür ein
zeigen,