1907 / 100 p. 8 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 25 Apr 1907 18:00:01 GMT) scan diff

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Bestrafung gefübrk haben, wie es der Herr Abgeordnete hier vor- getragen hat. Die Darlegungen, die in meinen Akten find, snd etwas anders; aber wie dem auch sei, ich kann ja nochmals auf Grund des stenograpbischen Berichts in eine Untersuchung dieser Angelegenheit eintreten. Eins ist doch sicher, daß der betreffende Herr bei der KontroUverfammlung fick nicht so verhalten hat, als man es von iHm hätte erwarten sollen. (Heiterkeit links.) - Sie lachen, meine Herren, ich möchte Ihnen eines sagen: der Mann ist nur Ersaßreservist, ist nie Soldat gewesen, er hat kein Opfer gebracht irgend welcher Art, wie es sonst jeder, der dienen muß, bringen muß; dann meine ich, kann der Herr doch wohl zu einer Kontrollversamm- lung geben und dort bemüht sein, die Formen zu wahren, die not- wendig find. (Sehr richtig! rechts.) Bei uns in Deutschland weiß jeder, ob er Soldat gewesen ist oder nicht, daß, wenn nun einmal stillgestanden ist, kein Mensch ein Glied rührt. (Sehr richtig! rechjs, Heiterkeit links.) Er mag Offizier sein, er mag der älteste Offizier sein oder der jüngste Musketier, es heißt eben stillgestanden. Das wäre eine schöne DiSziplin, wenn jeder, der ein unangenehmes Gefühl

an seinem Körper empfindet, fich krappeln könnte. (Stürmische Heijerkeit.) Ia, meine Herren, das isl doch wahr. (Er. neute Heiterkeit.) Dann gäbe es überhaupt kein Still- gestanden mehr. (Wiederholte stürmische Heiterkeit.) Das wäre

nicht möglich. Ich glaube ja, es muß ein unangenehmes Gefühl sein, wenn man den Sämupfen hat und kann nicht rechtzeitig zu seinem Taschentuch kommen. (Heiterkeit) Aber nach den Aus- sagen,„;die da gemacht find, hat der betreffende Herr in äußerst gemüt- licher Weise sein Taschentuch genommen, und nun ist es zu einem recht bebäbigen längeren Sebneuzen gekommen. (Heiterkeit) Da- durch ist also Aufregung entstanden. Die --ganze Geschichte ist ja an Jeb sonst lächerlich.

Aber, meine Herren, wenn der Herr Abg. Müller (Meiningen) sagt, man möge dafür sorgen, daß mehr Takt, mehr Anstand bei diesen KontroUversammlungen geübt würde*(Zuruf links: so hat er recht!), - so mag er recht haben -. xhin und wieder; das will ich gern zugeben -, auch darin, daß namentlich die gebildeteren Elemente entsprechend behandelt würden, aber ich möchte doch auch, die Bitte an diese eben gebildeteren Elemente richten, für diese kurze Zeit fich zusammenzunebmen (sebr wabr! rechts) und zu zeigen, wir sind für diese kurze Zeit Soldat. Das wird nichts schaden. (Sehr richtig! rechts und Zuruf: Gleiches Recht!) - „Gleiches Recht“ wird mir zugerufen. Das versteht fich von selbst da stehen wir unter Waffen, da sind wir einer wie der andere, unk; keiner hat ein Vorrecht vor dem anderen. (Sehr cichi-ig! tecbts.)

*Der Herr Abg. MüÜer (Meiningen) hat nun noch außgefübrt, es schiene ihm, das; bei den Bezirkskommandos eine gewisse Gebäsfig- keit gegen das Bürgertum obwalte. Meine Herren, das glaube ich nicht. Ick) kann das deshalb gar nicht „glauben, ,weil gerade Bezirks- kommandeure und Bezirksoffiziere nicht in dieser abgeschloffenen Kaste, die uns sonst immer zum Vorwurf gemacht wird, [eben, sondem sie gehören mel): beinahe. als dem Offiziersstand überhaupt dem bürgerlichen Leben an. (Sehr xickytig! rechts.) Sie verkehren beinahe nur mlt dem Zivilstande. **Wenn ße njcht auf dem Bureau Wen, müssen fie in demselben Lokal, wo die anderen find, verkehren; und wenn MHG da Gebäsfig- keiten zu schulden kommen ließen, wüxden fie wahrhaftig keinen sehr angenehmen Verkehr haben. Soviel ich aber weiß, find sie überall gern gesehen und haben angenehmen Verkehr.

'Wenn in der Tat hier und da einmal das Verhältnis kein so guteGist, so, bitte, veraUgemeinern Sie nicht und sprechen Sie nicht dxrart, daß man im Lande glauben könnte, es wäre ein- Mißverbältnis und sogar ein gehäsfiges Mißverbältnis zwischen diesen Elementen des Militärstandes und dem Bürgerstande vorhanden. Ich glaube, das

ktöüffx nicht zu. Es würde das febrxschädlich sein,:wasicb nur bedauern nu e.

Der Herr Abg. Müücr (Meiningen) man sollte doch darauf ballen, eine“ gebung und eine menschlickpe Rechtsprechung zu haben. Nun, meine Herren. ich glaube doch, daß wir im Deutschen Reich eine menschlich Gesevgebung baden. Ick glaube nicht, daß jemand hier im Haufe denjenigen Männern, die vor 30 Jahren unsere Strafgeseßbücber gemacht haben, jeßt uachsagen wird, daß fie unmenschlich gewesen wären und “Maß Unmenschlicbes in diese Gesek- bücber binekngetragen hätten. Ich glaube, auch unsere Rechtsprechung ist keine unmenschliche oder barbariscbe. Ick; meine, mit solchen Worten sollte man vorsichtig sein. Das geht ins Ausland hinaus und es würde uns nicht angenehm sein, wenn schließlich hier in Deutschland von Barbarißmus oder Unmenschlicbkeit der Gefes- gebuug gesprockoen wird.

Meine Herren. der Herr Abg.MüUer (Meiningen) bat, wie auch andere Redner, sodann einen Punkt erwähnt, der _in der Tat eine sehr stbwierige und eigene Sache in dem Offizinleben berührt. Ich meine den Wuäoer. Der Herr Abg. Müller (Meiningen) bat außgefübrt. daß, wie ibm schiene, eine größere Organisation von meerern, über das ganze Land verbreitet, ihre Arme nach dem Offizier ausstrecke. Das ist Wäxblkkb der Fau- (Hörx ! hört! links.) Wir haben vor längerer Zeit versagt, es möchten aüe die Anträge, die in dieser Beziehung an Offiziere gesteklt werden, dem KriegSministerium überwiesen werden, um dort 3" pküskU- ob man gegen diese Leute vorgeben könnte. Das ist auch vielfach sescbeb-U- aber das Vorgehen ist doch oft ein sehr schwietiges. Bekommt man keine Beweise in die Hand, daß den Offizieren Geld abgenommetz worden ist, so ist überhaupt nichts zu machen. Und Warnungen fnhten manchmal gerade zu dem, was man gerne verhüten möchte. Denn es ist in der- Tat festgestellt, daß Warnungen, die dahin gingen: da und da gibt es „einen folchen Onkel, der Geld gibt, * dazu geführt haben, daß jemand bingelaufen ist. (Heiterkeit) Also, meine Herren, das ist sebr schwierig, und wenn irgend ein Mittel gefunden Werden könnte, diesen sauberen Herren das Handwerk zu legen, dann wäre in der Tat uns- in außerordentliche: Weise geholfen. Mit eiuer, man kann geradezu sagen, wirklichen Schamlofigkeit und mit Liner Gewiffenlofigkeit sondergleiäpen werden die Ossxziere in das (Garn LLM“ und ich muß aUerding? auchzugeben, daß mit eknem grenzenloscn Leichtsinn und eincr Naivetät sonder- gleich€n die jungen Leute manchmal diesen MLUschn in? Garn geben. Wir haben FäUx; gehabt - ich wiki fie biet nicht erzablen, sie'sind zu dumm (Heitexkeit), wo die Leute bkneingefaklen sxnd oder binemzu-

-fa11en drobtkn, wo der betreffende Gauner immer kubner wurde, und endlich seine Kühnbeit den bejrcffenden Offizier veranlaßte, nun offen zu seinem Vorgescßtcu, zu gehcn; der nahm die Sache sofort in die

hat weiter gesagt, menschliche Gesetz-

Hand, nicht in dem Sinne, wie der Herr Abg. Müller (Meiningen) sagfe: du hast sofort deine Verhältnisse zu regulieren! * sondern er stieg dem Gauner aufs Dach und sagte: wenn nicht in 24 Stunden sämtliche *Wechsel und was sonst von dem Offizier unterschrieben ist, bei mir find, dann kommt der Staatsanwalt. Und, meine Herren, es wurde aÜes ausgeliefert und er erhielt außxxdem noch einen Schein von dem Herrn, der Offizier wäre frei und ledig von jeder Ver- pflichtung. (Heiterkeit)

Meine Herren, es febkt ja vielfach bei diesen jungen Offizieren an Vertrauen, fich in solchen Fällen an den Regimentskommandeur oder vielleicht an ältere Offiziere zu wenden. Man muß ja da aucb gänz sicherlich ein gewiffcs Schamgefühl überwinden, wenn man fich so fürchterlich dumm benommen bat. (Sehr richtig! und Heiterkeit.) Ich habe infolgedeffen jeßt angeordnet, daß auf den Kriegsschulen Kurse eingerichtet werden, um diesen Offizieren wenigstens eine ge- wiss? Kenntnis des Wechselreäyts zu verschaffen, sodaß wenigstens die fürchterlichen Hineinfälle aufhören. Die Anregung des Herrn Abg. Müller (Meiningen) scheint mir sehr dankenswert, daß in jedem Falle, wenn irgend angängig, ein tüchtiger Rechtsanwalt zugezogen wird, um den Wucherern das Handwerk zu legen. Aber ich möchte wirklich bitten, daß jeder an seinem Teil mitsorgen und darüber nachdenken möchte, wie dieser schwierigen Frage beizukommen ist. (Lebhafter Beifall.)

Der Herr Abg. Müller (Meiningen) hat durchaus recht: es find nicht die armen Offiziere, wenn ich so sagen soll, die nach einer viel- leicht schweren Jugend fich ohne oder mit nur einer geringen Zulage durchfchlagen müffen; fie kommen gar nicht in eine solche Lage. Es find vielfach wie immer im Leben dieselben Elemente, die schon, ich möchte sagen, im Leichtsinn geboren find, die ihn schon mit auf die Welt gebracht haben. (Große Heiterkeit.) Meine Herren, Sie werden mir doch zugeben: der eine ist leichtsinnig, der andere ist es weniger. Also diese Herren, die schon eine Portion Leichtsinn mitgebracht haben, find der Verführung leichter au9geseßt; und diese Verführung tritt überall heran, mögen fie versuchen, fie zu hindern oder fie zu hemmen. "Wenn wir die Wege, die wir im Leben gegangen find, überdenken, so hat wohl jeder einen Moment gehabt, wo er, wenn er links gegangen.,wäre, vielleicht nicht auf den Plak gekommen wäre, wo erTjeLt fist. Derartige Elemente find es eigentlich immer und fie fallenbieMicbt immer wieder darauf hinein, wenn fie auch wirklich arrangiert und ihre Verhältnisse geregelt find. Dieser ganzen Frage werden wir - wir müssen es tun, jeßt umsomehr, nachdem diese Projeffe gespielt Haben, in denen wieder einmal der ganze Ab- grund" sicb geöffnet bat -- *sebr eingehend unsere Aufmerksamkeit zuwenden. Der Herr Abg. MüUer (Meiningen) hat dann noch erwähnt, daß in “Amsterdam eine ganz besondere Spielhökle wäre. Ich kenne den Artikel, der dank; die Blätfer ging, daß namentlich eine Menge Offiziere aus Cöln, Düffeldorfusw.dorthin gefahren wären und in-ibren Mußestunden dort ihr Geld verloren hätten. Ich habe der Sache sehr eingehend nachgeforscht, es ist auch nachgeforscht an Ort und' SteUe, die Nacbkicht bat'-fich als falsch erwiesen. Mag vielleicht dereinzelne dagewesen sein, die Angabe, daß täglich oder wöchentlich so und so viele Offiziere dort-eintrafen und .gespielt hätten, ist positiv falsch. (Hört! hört! rechts.) Es Und nun von dem Herrn Abg. Bebel Koch einige“ “besondere Wünstbe bier zur Sprache gebrächt worden, bezw. es ist von ihm dieses und jenes zur Verbesserung der Armee Nötige vorgebracht worden, ich möchte darauf “noch ganz kurz eingehen. Der Herr Abg. Bebel hat, wenn ich ihn recht ver- standen habe, gesagt, daß in einigen Truppxnbezirken die Oeffentlich- keit bei den KriegSgericbten auSgeschloffen würde (Zuruf von den Soz.: fast außgeschloffenk), - also fast aUSgeschloffen! Ja, meine Herren, ich glaube nicht, daß das zutreffend ist. Wir haben in unférer Strafprozeßordnung die ganz genauen Bestimmungen, unter welchen der Ausschluß der Oeffentlichkeit verfügt werden kann. Das Gericht ist unabhängig und muß in jedem Falle beschließen, wann es die Oeffentlichkeit ausschließen will. Meine Herren, ich kann auf die Gerickote nicht einwirken, das wird mir auch von Ihnen niemand zumuten, Daß aber die Sache nicht so sein kann, wie der Herr Ab- geordnete Bebel angeführt hat, das geht wohl schon daraus hervor, daß Verfügungen hierüber von den Kommandobebörden ganz zweifellos nicht erlaffen sind und nicht haben erlassen werden können. Mir hat neulich, was die Herren vielleicht interessieren wird, eine Beschwerde vorgelegen, in _der wurde ein KrichgerichtSrat von seinem Gerichts- berrn entschuldigt, daß er besonders nervös wäre, und infolge dieser Nervofität wären Mißgrlffe vorgekommen. Er führte diese Nervoßtät auf Ucberarbeitung zurück, und dann war ausdrückliäh gesagt, weil es ibm so häufig passiert wäre, daß die Gerichte seinen Antrag, die Oeffentlichkeit außzufchließen, abgelehnt bäiten. (Heiterkeit links.) Das habe ich mit eigenen Augen gelesen. Also .icb wollte damit nur sagen, daß so in Bausch Und Bogen das Wohl doch nicht zutrifft und nicht zu sagen ist. Der Herr Abgeordnete Bebpl hat dann noch auf die Tauglichkeit der Mixitär- dieustpflicbtigen hingewiesen und hat gemeint, daß ein dauerndes Fallen der Diensttauglicbkeit seit einigen Jahren eingetreten wäre. Ich möchte dies korrigieren. Die Sache verhält fich nämlich folgendermaßen. Die von der Presse angeführten Zahlen find für das Jahr 1903 ge. geben mit 64,2 0/9 und für 1904 mit 53,7 0/9. Sie find errechnet unter ZugrundeleJUUß der Eingestellten -- Nußgxhobenen und Frei- willigen _ sowie der endgültig Abgefertigten. Außer Ansaß gelassen find aber die bei der Beurteilung der vorliegenden Frage wesentlich mitsprechenden Zahlen derjenigen Tauglichen, welche überzählig geblieben oder der Ersaßreserve, Marineersaßreserve Bezw- dem Landsturm überwiesen worden find. Wenn Sie alle diese in Betracht ziehen - wie das geschehen muß _, so stellen fick“; die Zahlen für 1903 auf 55,39 0/9, für 1904 auf 52,42 0/0 und für 1905 auf 56,30 9/0. Also vom Herabgehen ist gar nicht die Rede, sondern eigentlich ist es ein Aufsteigen; denn im Jabra 1900 haben wir mit 55,69/0 Tauglkäyen zu Buche gestanden.

Trotzdem ist es ja selbstverständlich, daß wir, wenn wir unsere Tauglich-keit erhalten wollen, allcs tun müssen, um auch in den Städten die Lebensbedingungen für die junge Mannsckpaft so gut, wie irgend mögliä), zu gestaljen. Darüber hat WH ULUÜÖ auch der Herr Graf Von Posadowsky bie! ausgesprochen 1107) hat Ein Schreibchn ver- lesen, das ich in dieser Nichtunß an ihn gesandt habe.

Der Herr Abg. Bebel hat denn noch einige Anfxagen gesieÜt bezüglich der soge:7anntcn Minderwertiszen. Der Herr Abg. Dr. MüÜer (Mei- ,ningen) Ha! darauf Ungewissen, daß das Krikgßministerium eine Ver- fügung Zrlaffkn babe, wonaä; bei der Aushebung meHr als bisher auf diese Verhältniffs Rücksicht genommen werden soÜe. Er hat gemeint, das

sei um!? nicht genug. Es ist ganz richtig: es ist nicht genug; das ist auch von uns vollkommen anerkannt. Diejenigen aber, die, "WBF; Nc den Heeresbedürfniffen vieüeicbt nicht ganz enjsprecben, ?inßsftkin werden, werden heute in weit schärfercm Maße von AUfJUI ““ ärztliche Behandlung genommen und untexsucbt- Wie fskßfalüß'RSeTT Ullkersuchung stattfindet und wie günstige Fokgen fie hat, 11158??? daraus ermeffem daß, während fiel; die Entlassung diefs: Minder“ wertigen oder Schwachfinnigen in frübren Jahren bis tief in den ZZ bruar hinein ausdehnte, diSje Entlassung fich jsßt eigentlich HCF i bis Mitte oder. Ende November vollzogen hat. Wenn einer U kt? bleibt - das ist immerhin möglich «, dann entzieht er d“ ärzh NÖM Kunst, kann hat man nicht die Möglichkeit, zu bestlmmen, v er WWW) schWchfinnig ist oder nicht. Ick) will mich, bei der Kürze der Zeit, über diese Angelegenheit nicht näher verbreiten, sondern "Tr hervorheben, daß wir mit aÜen Mitteln bestrebt 17"- auck) auf diesem Gebiete Besseres zu leisten, uns die Schwachfinnigen vom Leibe zu halten im Jntereffe des Heeres, aber auch die SÖUZM“ finnigen von einer Dienstpflicht fernzuhalten, die fie nicbt erfullt!!! können. (Bravo !) *

Der Herr Abg. Bebel hat dann noch gesproch€n yon einer V?!“ küköUUJ der Dienstzeit. ch habe nicht gehört, daß er einen Anita? dahin gestellt hätte; ich hätte also eigentlich gar nicht notwendig- dar. über zu sprechen. Wenn ich es heute mit einigen Worten tue, sl) Yk schiebt es nur, weil ich vor einiger Zeit mit einem sehr bobs" OM einer fremden Armee darüber eine Unterredung gehabt habe - kb wde auch sagen: es war ein Offizier der Schweizer Armee. Der betreffe" Offizier sagte mir, er sei der Meinung, daß sich doch eigentlich und nach die Tendenz dahin ausbilden würde, zu einer verkükéett Dienstzeit zu kommen, und er meinte, man könnte dies auch, w' fill; in überaU die Notwendigkeit eines starken Heeres 3457 und sich auch jeder, der zum Heere eingezogen würde, bewußt walk: daß er im Intereffe seines Vaterlandes fich diesem Heere, seiner CFH richtung und DiSziplin zu untertverfen babe. Ja, das mag rich o- sein in gewissem Sinne; aber wenn die Herren von der soziaÜÜZYSl kratischen Partei das wollen, dann - nehmen Sie es mir nicbt "u'!!! - tun Sie doch eigentlich alles, was in Ihren Kräften „steht- _ dagegen zu wirken. (Sehr richtigl rechts. Zuruf von den So?; umgekehrt!) - Nein, nicht umgekehrt, Herr Abgeordneter, verse"? ck Sie mir. Sie leugnen die Notwendigkeit dieses Heeres. (ZUM von den Soz.: nein! nie !) - Dann müssen Sie aber, wenn Sell n nickt leugnen, doch nicht immer schrelben im „Vorwärts“ und in:“ e möglichen Broschüren: der Zukunftsstaat ist der Friedensßaak- - brauchen *wir gar keine Armee. (Zurufe von den So!-)- im Ja, wenn das in der Tat der Fall ist, daß Sie 11 Zukunftsstaat den ewigen Frieden haben, wozu wollen Sie dx“ noch ein Heer? (Sehr gut! rechts. Zurufe von den Sox) , leugnen also tatsächlich die Notwendigkeit eines starken Hesses (Wide; spruck; bei den Soz.) und Sie machen es denjenigen, die einge“)?in werden, gam unerhört schwer, fich tatsächlich willig dieser Distipben zu fügen. (Lebhafte Zustimmung links und rechts.) Denn Sie ba ,

in leßter Zeit auf allen Ihren Parteitagen Beschlüsse gefaßt, dahiniL

wirken, denjenigen, die einberufen werden, 'die Dienstzeit ju verekelk" (Widerspruch bei den Soz. Zustimmung tech1s.) - MelneHerrcKe Sie kommen ja nachher daran, Sie können ja um!) Reden bier halfen“ -“Sie haben beschloffen: dahin zu wirken, daß" denen, die eingezoizeu werden sollen, Abscheu vor dem Dienst erweckt wird. (Widersprulk bei den Sox. nnd Rufe: wo ist das gesagt?) -- Das steht k; Ihren Parteitagen geschrieben. (Erneute Zurufe von den SV;- - Das steht in diesem schönen Buch hier auSgefübrt; das habs»? beschloffen überall. Wenn Sie das hier widerlegen können, W;?»jß niemandem lieber sein als mir; aber es steht hier schwarMUfebem (erneute Zurufe von den Sozialdemokraten), daß Sie darauf “U:?! „„ Absäjeu vor dem Dienst zu erwecken. (Erneute ZwisaJenfoe ;( Ick Sozialdemokraten. - Glocke des Präsidenten.) Präskde" ' bitte, den Herrn Redner nicht immer zu unterbrechen! an höher?

Der Herr Abg. Bebel hat vorhin gesagt, der Ants?“ as un- Löbnung wäre gestelLt, damit dem Manne das Gefu!) ,"ffen- angenehme, widerwärtige Gefühl, in die Kaserne su mu Bebel- genommen wird. (Zuruf.) - Sie haben gesagt, Herr gi- der vorhin, wenn fck Sie richtig verstanden habe: den Wider!" nträß MUNUsÖAfÜM gegen den Eintritt in die Kaserne würde Ihr naehher mäßigen. (Abg- Bebel: ganz anders !) _ Das wird |ck ja,“ sebk aus dem stenograpbischen Beliebt ergeben. _- Mir ist das er :det angenehme Bemerkung gewesen, daß auch Sie der Meinung "Bebel! Soldat soll nicht mit Widorwillen in das Heer eintreten. (Abs M„ gewiß!) Der Soldat braucht, wenn er seine schweren Pflkcbtén “Zu"“f soll, den besten Wiüen von der Welt. (Sehr xichtig! rechts“ dluW von den Soz.; undgute Behandlung!) _- Die gute Beka?“ ib" IkanS ich, hat er bei uns. (Wiederspruch bei den So:) F “Hung wird gesorgt bei uns von allen seinen Vorgeseßten; in der VU SN“ stehen wir vor keiner Armee der Welt zurück. (Zurufe Von ds" _ Jeder von Ihnen, wenn er gedient bat, muß ehrlich bekennen- herrscht üne Sorge für das leibliche Wohl der Untergebenknlwkz unserer Armee, die unübertroffen dasteht. (Lebhafte Zustimmung öbske UNd “MM) Also wenn Sie nicht bloß durck) den Antrag auf ble!!!“ Löbnung, wenn Sie überhaupt dafür snd, daß der Soldati Widerwillen bei der EinsteUung empfinden soll, dann sagen Yk & nicht immer: du bist ein Sklave, wenn du in die Kaserne " „,x sondern sagen Sie ihm: du gehst in die Kaserne-_ um iebk- die [höchste Pflicht zu erfüUen, die es für einen StaatsburßYZrTvo' nämlich die, dein Vaterland zu verleidigen! (Lebhastcs wird Meine Herren, wenn das IHr WiÜe ist, Wenn Sie so handeln„xxxbtl “man niit Ibrien reden können- bis dahin aber, meine HMM, (Lebhaftes Bravo auf allen Seiten.) rub-

Ab . von Liebert (RP„ bei der im aufe herrs, endenFYuxxde im Anéang nur schwer verständlich): eine politt cy?" G ? Trefen besonders Warm für die Militäranwärter e.n- tüchtige unsere alten Unteroffiziere und Feldwebel geben ein e k spekwr und zuverlässiges,könkgstreues Beamtenmaterias. Auch die Injbt anf der Lazarettberwaltungen, deren es etwa 70 im NEWS g “ließt- dUe" Schultern dk? gaxze innere und äußere Verwaltundae aucb bedürfen bei ihrem schweren Dienst ciner Bessersteuung- schreiber" den Sekcktären der Remontcdepoks und den Verwaltunßscht lange zukommen sollte. Ick) kenne gswjß unser Offizierkorps re während dUkÖ praktische Dienstzeit. Ich war Regimentskommandeuk brungen des großen Spielerprozeffss in Hannover. AÜe meine WHM auf Haben msine unbedingte Zuve1ücht und mein „Vertraschüttxrt- die innere Tüchtigkeit unseres Offizierkorps mcbt "

(Schluß in der ereifen Beilage)