1907 / 154 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 29 Jun 1907 18:00:01 GMT) scan diff

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reiche.

' kbmitees wurde,

Ohne die Einmischung des Komitees von Argtllieks Wükdk" dk? teuern wie ?ewöbniich entrichtet worden sein. .Wir befinden "Zs

stande, dürfen wir einen solchen dulden?" Zahlrei !!

vor ei * nem Uu daß die Truppen

UMfe: Nein. Clemcnceau erinnerte sodann damn, 1

MW "halts" bäkksn, nur im äußersten Notfalle, nachdem de Ns? 11chcn Aufforderungen ergangen seien, zu schießen. Die Kurassiere wur en sofort nach ihrem Eintreffen verhöhnt und mit Steinen li)):- worfen; sie wollten deshalb angreifen, die Offiziere lehnten es a er ab, den Besch! dam zu erteilen. Der Ministerpräsident verlas daxm ibm zugegangen: Berickotc, nach denen die Menge zuerst Gewalttät ?- kkiten gegen das Militär und die Polizei begangen bak, "!“-b “ck ' fertigte die gegen die Mcutcrcr dez 17.Regimentsxngeordneten Maß- nahmen. Er erklärte kann, die Bewegung m Suden werde voniden Reaktionären, die immer an die Trennung von Staat und Krcbe dä(Men. auSgenüßt; von den No alisien werde ein Feldzug des Auf- rubxg gesübri, das Land bänae a er der Republik. an. .Wir werdien Unser demokratisibes, soziales Wer! nicht aufgeben. Clemenceau Jr dann die Sozialisten an, berichtete über seine Unierzedung mit Albert ""d. ekkläkkc, sobald das Gcseß geachtet Werde, wurden die Truppen zuriickgezogen werden. _

*Nach eincr kur en Unterbr9chung der Stßung mgchten Mehrere Redner den inisterprästdcnien vergniwortlick) fur"die EM niffc im Süden und beschworen ihn, die Truppen zuruck-

ÜU 19 en ' “eder Ru 2 dort einkehre. z , ZJUéthYturös beYauerte, daß Clemcnceau unvorsicbtige

er Vlitik t i abe, und warf ihm vor, daß er das Gesev 111cht zu ZUns!t?ngeskrexe:xr?ijilsb ebenso unberücksichti]? gelassen babe, wie „es zu GUUsken Alberts geschehen sei. Der * ednet verlangte, daß die ver- hafteten Bürger aus der Haft enllaffen werden. Der Präsident verlas hieraus acht Ta esordnungen.

Clemcnceau na m die von Bcauqmer und iodeste Leroy ei"glechte Tagcsßrdnung an, in der_ das Vertrauen zu der egierung aUSqesprochen wird, „daß sie dezm Gcscße Alxisuntg verschaffen wird. Die für eine von, Angi? em ? rox)? e TUJWordnung , in der festgestellt mird, daß 18 _ de- Jierung sx in einem politischen Widerspruch befm 1? eantraqte Zrioritäi wurde mit_ 3150 ge en 230 SiimmZn. a - elehnt.“ “Ebenso wurde die Prtorttat fur eine TagcsZr nudng Ugafse, der den Familien der OK er das Mitgefuhl er Kammer ausspricht und erklärt, daß eKammer dayaufrechtZe, daß die Regierung Maßregeln zur Beruhigung erJreifen wer e, mit 326 gegen 174 Stimmen abgelehnt. Daray .wurxx (Yk erste Teil der Tagesordnujng Beauqu1ex,1n dem W226 klärungen der Regierung ebtiltgtwerden, mit 347 gegen Stimmen an enommen. cr zweit? Teil dieser TageSOrdminJ, in dem das Ziertrauen zu der Re terung ausgesprochen _wxr , daß sie die Achtung vor dem eseße und die Beruhiggng sichern wird, wurde mit 324 egen 233 Stimmen, der dritte Teil, in dem den Opfern, Zivi istcn wie Militärs, der bewegie Gruß der Kammer entboten und qusgesprochen wird, daß die Kammer au die patrioti che MitwirkiinZ_der Bcvolkerung NFZ Südens re ne, durch ufheben der ande und_ dann die Tagesordnung im anzen mit 323 gegen 233 Stimmen an- genommen. a der Annahme des VertrauenSvoiums wurde der Antrag an Einscßung einer pariamentartschen Kommission zur chars ung versthedencr während der_ Un- rirben im Dunkeln eblicbener Tat estände abqelehnt, wetl'der Minister räsidcni Cßcmenccaix bemerkte, da die eingeleitete gerichtlicch UntersuchunJ für diesen weck volikommen aus- Hicrauf wurde 12 Sißung ge chloffcn. - In einer gestern in Argelliers abqehaiicnen Ver- )Kmmiung von Delegierten der crnbauschuß- ,W. T. V.“ znfoigc, bcsthioffcu, Grund- 1cigokn ür eine Föderation der vier, Departements zu schaffen, die Zaslun der Steuern zu verwet ern, .die Entla ung der Gemeindeb örden und die Freila ,nsg .der Verba teten zu fordern; * Yeßlich wurde noch da Mindestmaß der zu Gunsten des embaues zu stellenden Forderungen festgeseßt.

Rußland. * "ni terium des Auswärtigen ist gestern, „W. T. B.“ zufoléZeéinrßssisch-ifalicnische Handelsverirag unter-

zei net worden. , ck"* Der in MOSkau tagende Semstwo-Kongreß ist

gestern geschlossen worden.

Asien. _ ck M ausHolländisch-Jndten ber _ten Über An rtffc der thchinesen auf Lager und PYoliJiÜth hOÜäUdis cr Truppen, bei denen 4 cmgcborenei o aen getötet und 12 verwundet wurden. -

Afrika.

Na einer Meldung des „Reuters“ 'en Vureaus“ smd ck11 Eingebane, die die Mörder des fcanzo ischen Arztes Dr. Matu- champs sein soiien, am 24. d. M. von Marrakesch m Eisen „in er starker Bedeckung in Mo ador eingetroffen Lind mti einem amyfer nach Tanger ges afft worden wo_ die Uniersuchup

kattfinden soll. Die wxrklchen .Haizpichuldigen befindeii f,

er „A ence Havas“ zufolge aber _1mmer nbch unbehelligt m Marta es . Die Eskorte, welche die gnxxeblichen Nadelsfuhrer brachte, Fl ur Verfügung. des franzofi chcn Konsuls gestellt Worden, nm Liefern a_ Marrakexch das Geleit ugeben, do hat

der Konsul seine eie verscho en,VerarrcilYschiem1FniYixSuithZ

e ' e an, enen schwebt. n tgßtöekxe rGixhßg qund neue UnruTZen werden_nicht _befurchtet Ankunft des Sultans im Suden mchi daraué

wen ' r Aedrtixnxch Mrd, daß die übrigen Forderungen Frankreichs

“Wat werden. & .

- * Die französischen Kren?“ „Du Chayla“ und „Desmx“ smd Ostern W. T- B“ 8us ge, mit den Meuterern des 17" anan/t'e'rieregiments an Bord WH der Reede von Sfax ein etro en. Torpedoboote ,und grö ere Boote haben bei i nengange e t, um die ,Ausschtffung der quterer u be- werkßelligen. L*Ichüßen, Spams und Poltzetmann aften halten auf den Kais die Ordnung _aufrecht. ur eiter- beförderung der Meuterer steht ein Etscnbahnzug ereit.

Amtliche Meldun

_

tralblatts für das Deutsche Reich“, axYZZgYendeikn RZeiIsamt des Innern, vom 28. d. M., hat folgenden Yvan: 1 Konsulatwesen: Ermächtigung zur Vornahme von Zivil- Exequarurerteilung. - 2) Versicherungsweßen:

tfinds and ungen“ rt ekö ne gewöhnlicher Taaearbeiter. - 3) Polizeiwe en: AUSFUHR F;]? AZsländern aus dem Reichsgebiete.

Statistik und Volkswirtschaft.

Fünfundzwanzig Jahre preußischer Brandstaiisiik.

Mit der im Königlich preußischen Stalistischen LandeSamte küulicb beendeten Aufbereitung des Urswffes der preußischen Brandstatistik für 1905 liegen nunmehr die amtlichen Ziffern dieser neuen Aufnahme für ein volles Vierteljabxbundert vor. AufGrund derselben gibt das Statistische LandeSamt in der „Stat. Korr.“ eine fich auf die einzelnen Jahre 1881 bis 1905 erstreckende Uebersicht der im preußischen Skaate, bei Trennung don Stadt und Land, er- mittelten SÖadenbrände*) nebst der Höhe der durch sie ent- [iandenen Verluste, beide in Vergleichung gesteUt mit der Zahl der Bewohner und der Gebäude des Staates in den betreffenden Jahren bezw. im gesamten Beobachtungszeitraum. Die Einwohnerzahlen für Preußen in den zwischen den Voikszäblungen liegenden Jahren sind in hergebrachter Weise fortgeschrieben, die Zahlen der Gebäude aber den jährlichen amtlichen Nachweisen über den Bestand der Liegen- chasten und Gebäude entnommen. Die VerbältniSzablen bieten die Brandbäufi keit auf eine Million BcWobner und 100 000 Gebäude

Öchadenbetrag, der in Pf. auf den Kopf der Bevölkerun

owie den s überall wiederum getrennt na

bezw. das einzelne Gebäude entfiel,

St dt, Land und Gesamtstaat. aBetraclxtcst man zunächst die absoluten Zahlen der Brände

für den leßteren, so findetman, daß die Zahl der Schadenbrände während des in Betracht kommend-nfünfundzwanjigxabrigen Zeitraums in viermal mäßig unterbrochener Krümmungslinie um mehr als das Fünffache, nämlich von 14 623 i. J. 1881 auf 74986 i. J. 1905, estiegen s Diese Zunahme ifi zum Teil auf die im Laufe der Jahre immer vollstandiger gewordenen Mel- dun en der kleinen Brände mit eringem Schadenbetrage zuruck- . Demgegenüber haben ?ck eben bei der großen Zahl kleinerer Brände die SÖadenwerte im Beobackztun szeitraume no nicht ganz verdoppelt, indem sie in neunmal, w [)und der Jabre1888, 1894, 1896 und 1902 besonders stark unterbrochener Krümmungslinie bis 1904 von 54,1 auf 105,1 Millionen Mark anwachsen, dann aber mit 91,9 M [lionen fast auf den Stand von 1903 bezw. 1901 zmückkebrten, Die ortsanwesenve Bevölkerung Preußens. die sich am 1. Dezember 1880 auf 27279111 Köpfe stellte, ist für 1881 auf 27 477 982 Personen berechnet und belief sich 1905 auf 37 293 324 Köpfe; sie zei t hiexnach eine Zunahme von 9 815 342 Personen, d. b. um 35,7 v. H. wabrend sich die Zahl der Gebäude, der zweiten mitwirkenden wi tigen Ursache fur die der Brände, vont7b660279 auf 9995194, 1). b. u v. . er 5 a. » _ 30,5 Jen? abslbißten Ziffern der Schadenbrande und Brandschaden- werte erfahren erst durch die Beziehung auf die Einwohner- und Ge- bäudezabl ibre richtige Beleuchtuxig. Die Zahl der auf 1 Million Bewohner des Gesamtstaates wahrend des „Beobachtungsmtraumes entfallenden Brände ist in - mit nur viermaxiger unerbeblickzer Senkung - ziemlich gleichmäßig ansieigenber Krummungslinie von 532 im Jahre 1881 auf 2011 im Jahre 1905, d. h. auf das Drei- undeinbalbfacbe, die Zahl der auf 100000 Gebaude entfallenden Brände in ähnlich unterbrochenerKrümmungslinie yon 190 auf 749, d, [). an- nähernd auf den gleichen Hundertsaß, gestiegen. Dagegen stieg der Bewohner treffenden Brandschadens nur von 1881 auf 247 H ,im Jahre 1905, d. 1). um 25,5 Hunderiteile. Die Krümmungslrnie steigt und fällt wiederholt stark und hat mit 188 H im Jahre 1888 ihren tiefsten Stand erreicht; das Jahr 1904 zeigt den Höchstbetrag der annahernd noch in den Jabren1893 1895, 1899 und 1900 ersche nt. Wie nabe- liegt, folgen die Zahlen der auf 1 Bewohner tréffenden Schadeywerte dem Steigen und FaUen der Gesamtschadenwerte. Die Verhaltnis- zablen für die Gebaude entsvrecben im allgemeinen denen fur die Bx- völkerung. Die öchsizabl findet sich mit 1065 „3 Schadenwert fur 1 Gebäude aucb ier im Jahre 1904; diesem reihen sicb mit 1031, 1032 und 1034 „3 die Jahre 189“), 1900 und 1893 an. Die Mindest- gabi fäiit mit 681 45 wieder auf das Jahr 1888, dem sich die Jahre 1882 und 1889 mit 696 „Z anschließen. „_ Trennt man diesen Gesamtjablen fur den Staat gegenuber Säbcibenbränbßt undJ-xsvertedna BSskFtßnxsFttZF-en ?Ür-ssaandct-Zrttdmfé d ndeneren'aren er eoa * dßßpelt so viel Brände zur Anschreibung cHelangt sind als für de

unabme der Zahl m 2334 915 =

Betrag des auf 1 197. 45 im bere

ädte, da aber für le tere nach und na immer mehr Brandfälle Fkt Ansel e amen, sodaßvin den leßten Ia ren die Städte drei- bis dreieinhalßmal so viel von Bränden zu leiden Ybabt haben müßten als das platte Land. Ein Blick auf die S adenbeträ e belebrt uns aber sofort, daß es sick) bei die er Erscheinung in der auptsache um genauere, d. b. vollständigere eldungen dex Brände geringer und geringster Bedeutun handelt. Die Schadenbetrage wachsen allerdings, wenn man die abso uten Zahlen betrachtet, in den Städten mehr als auf dem Lande. Der Schadenbetrag von 12,97 Miuionen Mark in den Städten im Jahre 1881 erfährt erst eine allmähliche, dann eine sprunghafte Stei erung in den Jahren 1892 und 1893, in denen er 28,1 und 33,4 illionen Mark erreicht, um im Jahre 1894 auf 18,96 Millionen herabzusinken. Seitdem vollzieht sicb aber wieder eine Steigerung; für 1900 findet man den Höchstbetrag von 36,3 Millionen; für 1904 und 1905 sind Schadenwerte von" 35,4 und 31,8 Millionen Mark an egeben. Während des Jabrfunftes 1881/85 sind in den Städten Lü: 75,4 Millionen Werte vernichtet; darauf steit dieser Betrag auf 92,1,_ 124,6, 146,4 und 158,4 Millionen ark für die folgenden Jabrfunfte bis 1901/05, also auf

“mehr als das Dopvelie. Das Land hat demgegenüber in den

ren der Berichtsperiode Schadenbeträge von 41,2 und Yt2nMJiic1Fonen Mark zu verzeichnen, Beträge, die in den folgenden Jäbren etwas steigen, um jedoch in den Ja r_en 1888 und 1889 auf den tiefsten Stand von 37,4 und 38,9 Mi ionen Mgrk zu sinken. Eine starke Steigerun folgt; das Jahr 1895 „zeigt emen Schaden- wert von 7 Mi ionen. Ein abermalrges Herabsinken bis ' Mark S aden im Jahre 1902 tritt ein, dann

auf 48“; MMM" illionen Mark im Jahre 1904, dem

69 7 ein YZYweeianeikanefbm-Mf 601 Millionen Mark Brandsckpäden

wiederum fiinfiäbrige Perioden zusammen, so aTinYn Ji? tStctbécaxxenbetriige auf dem Lande, von 222,9 Millionen ark in den Jabren1881/85 auf 296,9 Millionen während des Schlußiabrfünftes 1901/05 gestiegen, also nur um etwa 33 v. . In den Jahren 1886-90 find freilitb nur 205,3 Millionen rand- cbäden gemeldet, 1891-95 dagegen in Höhe von 271,1, 1896-1900 m Berra e von 277,4 Millionen Mark. , Der G'esamtsäpadenbeirgg in den 25 Jahren 1881-19f05 dexréichd 5i96,9 MTUZZMZYÜ fur

onen ür a an mganzen , onen die Städte, 1273,7 Milli bei einer Éesamtzabl der Brände von

" t iaai YFYYYr Tek: SAFETY [283 280 für das Land, 827 782 für den ganzen

amtal der Schadenbrände übersteit also in den YZF; 12381 Fiess 190528 Miijion erheblich; der geLamie Schaden- wert erreicht nabebei 1,9 Miaiarde Mark. ,

Von besonderem Interesse sind endlich, wie“ oben schon an- edeutet, die Ziffern, welche die Schadenwnte auf den Kopf ßer Bevölkerun sowie auf ein Gebäude in Zedern Jahre der Beobachtungsper ode für Stadt, Land uud Ge amtstaat angeben. Da findet man für die Städte die Schadensumme von 181 „5 auf jeden Bewo ner im Jabre1881 geaenüber dem Höchstbetrage von 268 45 im ahre 1893 bezw. von 176, 183, 215 und 189 4 für die letzten vier Jahre. Nail: Perioden zusammen ezogen, zeigen sich Durch- schnittsbeträge von 148 „5 für den Kopf der evölkerung in den Jahren 1881/85, sodann von 163, 199, 208 und 197 in den folgenden Jabrfünften bezw. von 186 45 für die Jahre 188111905. Auf dem Land e find die Schadenbeiräge ür den Kopf der Bevölkerung verhältnis- mäßig bedeutend höher; : schwanken zwischen 234 45 im Jahre 1881

*) Für unschädlich verlaufen: Nußbrände in Schornséeinen und sonsiige Brände, bei denen weder ein Mensch etötet 1) er vecle t, noch ein Schaden von mindestens einer Mark _ ert entstanden st, sind nach den bestehenden Bestimmungen keine Zablkarten auszufüllen.

u_nd 208 im Iabw 1888 bis zu 344 45 im Jahre 1904. Nach Jahr- funften kommet), auf dem Lande 252, 228, 286, 287 und 295 „3 bezw. 272 -_3 fur die Jahre 1881/1905 auf den Kopf, a1so um 40 bis 60 v. H. mehr als in den Städten. Dies mag, ab eseben von dem besseren Feuerschitße in den Städten zu einem erbe lichen Teile wohl mit der weniger feuerficberen Öauart der Gebäude (nach Umfaffungßwänden und Bedachung) auf dem flachen Lande zusammen-

ängen.

Zenker Gesamtschaden von annähernd 2 Milliarden Mark, den die Bevolkerung Preu ens in dem Zeitraume von fünfundzwanzig Jahren erlitten bat, (; bt bei seiner in den [eßten Jahren immer mehr bervortretenden Neigung zum SteiHen ernstlicZ zu denken; er mabniuns, da, wie wir in einem weiteren Artike über die rfachen der Schadenbrände in Preußen während der Jabre1881-1905 sehen werden, drei Vierte! bis neun Zehntel aller Ursachen von Schadenbränden bei uns auf die Gleicbgultigkxit, den Leichtsinn und die Fabriässi keit der Bevölkerung zuruckÉifübren sind, zur Ein- und Umkehr. enn das gesamte brennbare oiksvermögen in Preu en auf 90 bis 100 Mil- liarden Mark zu schäßen ist, so find durch d e Brände, ganz abgesehen von den nicht mit zur Erhebung gelangenden kleineren Verlusten, in einem Vierteljabrhundert über zwei Hundertteile dieser Werte uber- haupt vernichtet.

Zur Arbeiterbewegung.

Die Arbeitszeit in der städtischen Gartenverwaltung in Berlin (vergl. Nr. 143 d. B1.) ist vom Magistrat dabin geregelt, daß die Arbeit künftig schon um 6 statt um 7 Uhr Abends aufhört. Im Frühling und erbst soll die Arbeitözeit auf 10z Stunde ekürzt werden. Für die ogxnannten Saisonarbeiter tritt an*“ Ste e des Ta eslobns künftig ein Stundenlohn. - Der Zentralverband der SZneider in Berlin hat an die Konfektionäre die Forderung gestellt, bis morgen Lieb endgültig darüber zu erklären, ob sie die von den Konfektionsar eltern und -Arbeiterinnen aufgesteüten Tarifvorscbläge annehmen oder wenigstens darüber mit einer Arbeitnehmerkommis on in Unterbandlungen eintreten wollen. (Vergl. Nr. 144 1). Bl. ür den Fall einer ablehnenden Antwort war der Streik na vor- bergegangener Anrufung des Gewerbegeriäpts als Einigungsamt in Aussicht gestellt worden. Der Verein der Herren- und Knaben- konfektionsfirmen Engros beschäftigte fich, der „Boss. Ztg.“ zufolge, esiern abend mit diesem Ultimatum. Es wurde beschlossen dem entralverband der Schneider schriftlich mitzuteilen, da? der rbeit- Lleberverein fit!) zu seinem Bedauern nicht in der Lage ebe, mit den rbeitnebmern über die TarifvoiMläge zu verhandeln, weil dem Verein nach einen Statuten jedes ittel fehle, diejenigen Mitglieder, die dem Bes luß nicbt Fol : leisten, in eine Konventionalstrafe zu nehmen oder sonst ur Inne altun? der getroffenen Vereinbarun en zu zwingen. Der A1 eitgebecverein ebe desbalb den weiteren aß- nahmen des Schneiderverbandes ruhig entgegen. Der Schneiderverband wird nunmehr das Einigungsamt des Gewerbegericbts anrufen. Sollten die Arbeitgeber auch bier VerhandlunTen ablehnen, so dürfte in kürzester Zeit ein ähnlicher Kampf aus rechen, wie ibn Berlin im Jahre 1896 erlebt hat. - Der crein der Zimmerer in Berlin nahm vorgestern zur gegenwärtigen La e des Kam fes im Baugewerbe Stellung. Nach den neuesten Fest?iel1un en nd in den beiden Organisationen, den Zentralisten und den okal sten, 1664 noch im Streik, 3267 arbeiten zu den neuen berabgese ien Forderungen, nd 1114 abgereist und 6671 krank, inval d, au erbalb des obn ebiets Gro Berlins beschaftigt usw. Mein rechnete wie der „Bo . Zt .' es rieben wird, in den Kreisen der Arbeitnehmer damit, da 1) e Unternehmer, wenn sie am 1. Juli nicht die erforderliche AnzaLl von Arbeitswillißen erhalten, in einigen Wochen zu Ver andlungen bereit se 11 werden. Die Ledigen, die jeßi noch immer in größerer Zahl in Berlin geblieben sein sollen, Wurden nochmals dringend zur sofortigen Abreise auf- gefordert. Den Verheirateten wird am 1. Juli nach dreiwöchigen: Streik eine Mietsenlschädigung von 5 „44 steigend um 250 .“ bis 10 «,s- nacl) fünfwöchigem Streik gezahlt. - Zn Posen sind, infolge von Lohnforderungen des polnischen Kutschervereins, etwa zweiDrittel der Drojchkenkutscber in einen AuSsiand getreten. - In Elberfeld at unter den Beton- und Asphaltarbeitern eine Lobu- ewegun begonnen. Die Arbeiter verlangen einen einheitlichen Stunden obn von 60 ür gelernte Arbeiter. - Die Ma chinenfabrikanten in armen geben, der „Köln. Fig.“ zufo ge, durch Auschlag in den Fabriken bekannt, daß Ar eits- willi e zu den alten Bedingungen wieder an enommen werden sollen. Die Zlngebörigen des Deutschen Metaüarbe teroerbandes aber werden vorläufi auSgescbloffen und sollen dauernd auSgeschlo en werden, faUs der Aus land bis zum 15. Juli nicht beendet ist. - ie Arbeiter der Elektrischezi Zentrale in rag, die von dem VerwaltungSrate gewisse Begunstigungen errei en wollten, stellten gestern abend plö lich die Arbeit ein, soda der Verkehr auf den elektrischen Ba nen auf etwa anderthalb Stunden unterbrochen wurde. Mit Hilfe der Nescrdekräste der Ingenieure und des übri en 12chnischen Personals konnte, wie „W. . B." meldet, er Verkehr wieder aufgenommen werden. - In der City von New York ist ein Ausstand ausgebrochen, der eine ernste Gestalt an- zunehmen scheint. Die Straßenkebrer und Abfubrarbeiter haben die Arbeit niederÉelegt und verweigern das Wegräumen der in den Straßen liegenden chmuvsioffe. Mehrere tausend Mann haben sich der Bewegung angeschlossen. - Nach einer Meldung des „Reuterstben Bureaus' aus Johannesburg sollen ämtliYF An- gestellte der Herkules Mine beute entiaffen werden Vergl. r. 150 d.B1.); Diese plötzliche Einstellung des Werks und die Verminderung der Angestellten auf der Cinderella Grube haben eine gewisse Be- stürzung an dem Gast Rand hervorgerufen.

Kuust und Wissenschaft.

Die )(111. Ausstellung der Berliner Sezession. , «. (Sch1uß.)*) Die pl_aftische Abteilung der Ausstellun ist nicht reichhaltig genug, um uber die verschiedenen Bewegungen an diesem Kunst ebiete exschöpfende Auskunft zu geben. Der ungeheure Einfluß, den odin auf die Bildhauer aller Nationen ausübt und der es möglich gemacht bat, daß man heute in Paris, Rom und Kopenba en Werke von einem fast gleichariigen internationalen Sammelstil ni 1 nur in Aus- stellungen und Ateliers, sondern_ auch als Denkmäler auf der Straße erblicken kann, tritt dießmal zuruck; viel eher könnte man eine An- näherung an die Siilidcale unseres Adolf ildebrand feststellen. Die Plastik ist ja schon durch bandwer liche Gepflogenheiten mehr an die Ueberlieferung gebunden als die Schwester- kunst Malerei; troßdem bemerkt man nicht obne Ueber- raschung, daß selbst in diesen nichi durchaus heiligen Hallen der Antike mit Leidenfchaft geopfert wird - nichi anders als in den Ausstellungen der ,Akademiter'. Ganz abgesehen von den ck stark Heitend machenden Vorbildern griechisäoer, selbst archaif er und patrömickzer Kunst, MYJ- man eine ganze Reihe von Bildwelten, deren toffaebiet der elt des Altertums angehört. Unter diesen ragt Louis Tuaiilons Herkules mit dem Stier am meisten hervor, ein Koloffalwerk, das freilich erst zur WM Wirkung aelan en kann, wrnn es in Bronze gesoffen am Wannsee aufgeste 1 sein wird. Dix ganze Gruppe ist Wundervoü durchmode11ieri; an dem machtigen Rumpfe des Wundertieres isi auch nicht eine

,ge er cbeint. Man bat nicht den

vorausging.

Amazone, den Roffelen

*) Vergl. Nr. 97, 120, 126 und 147 1). Bl.

tote SieUe - leider schwächt sich bei wieder olter eira 1: erste Fünf"? Eindruck dadurch ein wen» a , daßBdie HZUFZedI ste _ indruck eines Zusammen- stoßes zweier Kräfte, man fabli nicht, daß dem Siege ein heftiges Ringen Also gerade das wird vermißt, was sonst Tuaiilonscben Bronzegruppeu als böcb tes Verdienst nachgerübmt wird, die unlösbare Verbindung von Menß und Tier: man ver egenwärtige sich die er und das herrliche Kai?“ FriedriÖ-Denkmal