1907 / 160 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 06 Jul 1907 18:00:01 GMT) scan diff

verlie en. Um 8 Uhr lichtete die „Hohenzolxexn“ die/„Anker und tßerließ, begleitet von dem Kreuzer „Komgsberg , den

Haerais er Wilhelm tritt von Kopenhagenseine diesjährige Nordlandreise an. Die Faissesxin eidetnktirYrZZeirHParÉfnzFe? aimundder rnern cor _ _, JSve eYacht „Iduna“ a51-lt3 der Zänifchen und schleStvtg-l)olste1mschen

Küte zu segeln. Amerika. B b st"t" t d

Na einer Meldung des W. T. ".“ _ e a1 ' er amerikatYsche Marinesekretär Me'tcßlsdte kurzltck) ver rettete Nachricht, daß 18 Schlachtschtffe diesen Winter nach den Gewässern des Stillen Oéeays Zhen werden. Dieser Kreuzfahrt sei jedoY, wie Metcaf hmzu ugte, keine Bedeutung bei umeffen, fie so e praktischen Uebungszwecken duxnen. Cr ho e, dte Zeitungen würden das Gerede von Verwxckelungen MitIapan aufgeben, denn er sehe kexnen Grund, warum_ mcht Japan und die Vereinigten Staaten 111 den freundschaftltchsten

eziehungen zu einander stehen foUten.

Afrika. ldt id hat

Wie dem „Temps“ aus anger geme e wr , -

NUisUli unter Todesdrohungen dle „Kaids mehrerer Berg-

tämme aufgefordert, fick) ihm arzxuschlteßen. Etmge von ihnen ätten eingeschüchtert Folge gelettet.

Koloniales.

S e unru iger Gebiete in Kamerun. Eine Verordxunr ru,??? Gouverétements bestimmt, daß_ im Schutzgebiete Kamerun ezirke deren Ein eborenenbevölkerung fur die unbeschränkke Aufnahme des öffentlichen Äerkebrs nicht reif oder zeitweise niäzt ge- €ignet er'cbeint für gesperrtes Gebiet erklärt werden. Zu einer Kekse in dem“ espeéxten Bezirk bedarf es der obrigkeitlichen Erlagbnis, zu der aux Eingeborene in den fraglichen Strichen nicbt ansasfiger Stämme gezwungen n . Die Verordnung 1ft am 13. April in Kraft getreten.

un derMaka am obereanong in Kamerun. Die USFJnYechr Nala und Bakele, östlich von Iaunde atx Njong ansäsfia lassen fick) zum TSU große Unbotmä kgkeiten und Raubereien ju Schélden kommen, sodaß, fakls nicht so ort energisch angegriffen ein allgemeiner Aulfstand zu befürchten war. Die Haupt- oss er gingen deshalb gegen unbotmäßig-e

Stämme vor. Sie erzielten, wie im „Deutschen Kolonialblatt eingehend berichtet wird, einen voüen Erfol und konnten einen neuen Verwaltungsbezirk Dimba-Veri-Berlua b [den, un!) die neunte Kompa nie ist dort stationirt worden. Die Operationen fanden im Dezem er des verstossenen Jahres statt. Durch_Mitwirkunq Hines in der Nähe von Betina ansässigen schwarzen andlers einer Bremer Firma wurde erreicht, daß fich sehr bald eine * eibe von Häuptlingen er ab- Freilich war darunter nicht Ngele-Mendulge. Von ihm yer- exten die anderen glaubhaft, daß er ruckfichts os jeden europa_er- reundlicben Eingeborenen getötet und Grausamkeiten aller Art verubt abe Unter anderen hatte er zur eier der damaligen bewaffneten Erhébun ein großes Menschenschla ten und -fressen veranstaltet. n der at fand d e Expedition in den durchzogenen Dörfexn vielfach menschliche Körperteile von frisch gstöteten Jndwiduen und 116erraschje inige Male die Eingeborenen beim Festschmause. Es bedurfte vieler Kreuz- und Querzüge, ebe fich Ngele»Menduge Anfangs Januar unter- warf. Es Wurden ihm an Kriegskosten die Zahlung von 10 großen Elefantenzäbnsn- die Stellung yon 100 Strafarbeitern auf ein Jahr und der AUSbaU der dureh sein Gebiet führenden Dume-Straße

auferle t. akas leben westlj MÜ) üdwestlich von Bertua re ellas

verstrYYe Zl)? zahlreichen SiedlYnaen. s In der“ gro en Savannke] find kilometerweite Strecken menschenleer; wo aber fru tbarer Ackerboden is finden fich geschlossane Dorfsohasten und rekcber Zerdbau. Groß.: vjéh fehlt gänzlich, und auch an Ziegen und Scha en herrsét" auf- fllender Mangél. Das hohe Schilfgras scheint selbst den Yuffeln cSeht zuzusagen. Auch spürt man nur vereinzelt Elefantenfahrten. t(Yin Jrrjum ist ferner die Meinung, das ganze Land un? die esamte Kolonie Kamerun sei wildreick). Hauptmgnn Domin.k tb)e- streitet dies durchaus. Er hält den Flsischmangcl fur die Ursache er Mensäyenfrefferei der Makas, die ihre eigenen toten Stammesgenossen

it Gier verzehren und sogar in Verwesung begriffene Zeichen aus- uxlaben Jedenfaüs kann man behaupten, daß die Expedition der gez Samten' Entwicklung disser Gegend neue .Wege gewiesen bat un fichcrlicb aucb wirtjcbaftlicbe Vorteile im Gefolge haben wird.

an eines Pflanzers im Bezirke Jaunde; Jm szészoéidst er mit Anwerbung von ArbeiKtern fur die mebia- pflanzun'g beauftragte Pflanzer Voß in der Nabe Von Jaunde vm? mehreren Negern ers lagen worden, obwohl er nur Nahrungsmitte kaufen wollte. Auf das Gerücht von der Blutxat bin brach inM Jaunke sur FeststellxxélgkdesfSYVerlxaltsTanerÖuZldiY ?)?)erszsz BIT:

ro 9 au. 8 v er er ZlnxquaxxdeaZTex Statkon geschafft, wo sj: 'am 12. April, nachdlxm der stellvertretende GoUVerneur das Todesurteil bestätigt ÖUUS- F; gerichtet wolden sind. Die Bevölkerung verhielt fixb nacb ÖMZ Ulk)“ vollkommen ruhig und 1eistete dem BezirkSamt bet der Ergre fung Mörder tatkräftige HUB 1) 1906 Der an “„Deutsch-Ostafrikas im Ia kk '

WertH derdeglesamken Einfuhr des deutsch-ostafrikanischen SWMZHFL ist im Jahre 1906 von 17,7 Millionen auf 25,2 MiUionen, SWM 7,5 Millionen Mask gestieaen. Von der Zunahme |"?) außeCVZtationeÜ Bagamoyo und Lindi a11e Küstenplä e und von den worden. an den Vinnengrenzen nur BiZ-marck urg nicht betroffen ck über Während also die Zurmbme der Einfubr dem Wertoe "gestiegen 42 0/0 betxägt, ist die Ausfuhr nur um etwa 162€ AJwacbset; nämlich von 9,9 MiÜionen auf 11 Millionen Mark- kaDaressalam trifft von den Häfen Tanga xFanz beträchtlich)f YaYYst-aü MMW- und Mikindani, ferner im innenlande :) "lt is) “Wißmarck- Zbeinahe 50 v. H.), Bukoba (im ebenso hohen Verba famthandels ökßtsYtkÖItskxvakja. i BeJranetWFÉm [xiTLiZaZanxgeesnübxr dem Vor- *eu - ariasm are jahre cine sZunahme: um 31 %, also um beinahe ein Drittel.

FxxxeDominik und Sch

Die

Die volkreichsten Städte in Deutscb-OstaffxiikLZ- zählt,

über die Entwicklung Ost“ 6 te

11 6 „di e 7: als 1000 Einwohner haben. Der gr

MYLIFE 00e0it;n ZIS Zsözlgeétx3 : Darsssajle 4,917th 24372931: UjSitd 341112

14000, (: a mt , aamoo ,

Lindi mit IZZO, Pangani mit 3 00, Iringa mit 2500, Sadankmkk

1744, Mikindani mit 1460.

letzte amtliche Denksch1ift

Parlamentarische Nachrichten.

' l

d r etern takt ebabten Re1chstagsersaßwab

im ZYdeetTZuYi chsen WsahlkZeZse (UT)?YZa:§le?1ppeÄb6ng)Béllrlngeé ,...“ le,ürenter. .

éZentrTum) erxxxooYGcfxlen (Zentrum) mxt großer Mehrhelt

gewählt.

Statistik und Volkswirtschaft. Ein- und Ausfuhr von Zucker vom 21. bis 30. Juni 1907.

Einfuhr Ausfuhr

S inTal S iuTal

pez - pez -

Gattung des Zuckers handel handel

ä- rein s cker ra nierter und dem, raffi-

VJZTY xäichge;[te ter Zucker) (1763/1) 626 121751

Rohrzucker 2976281 “sserkeb'r ....... 1T? _

: un ........ _ RFÉFZJUFKÜW zucker (granulierter (17613) _ 90 795 Rübenzucker: Mattern, Stangen- und urfel.

zucker 3176 0) ............. 3 9 574 Rübenzu er: gemab1ener Melis 1766 . , , _ 699 Rübenzucker: Stücken- und üm zucker 3 383

(176 s) ................ _

ck : emablene Raffinade (1761') _ , _ 5863 YZYZZÉT: Brotzucker (176 g) ...... _- 1 558 Rübenzucker: arin (17611) ........ _- 9224 Rübenzucker: andis (1761) ........ 430 655 Andere: Zucker (1761c/11) . . _ ....... 7 157 849 No rzucker, roher, fester und fluxfi er (1761c) . _ _ Rüßenzucker, tober, feste; und ftus ger (1761) _ 57 641 Anderer fester und us ger Zu er (flus ge

Raffinadse )eiäsYlie i des Invertzu er- 5

ups u w. w. .......... .-

d uckerabläufe (Sirup Me- FullmeeérljséeYffeerftfutter; Rübensaft, Äborn- 7 202 ZusxebeiY) Wärekj * uZtte'r ' st'eu'eramtlicher

Uffikbt : . 2 519

i t ............

ZMF ee? Yuku enthaltenen Zuckers . , 951.

B klin, den 6. Juli 1907. ? Kaiserliches Statistisches Amt. van der Borght.

Zur ArbeiterbeWegung.

im Dachdeckergewer§e Gtoß-Berlins ift beendéter FXTTJZU Bedingungen find: Zzstundige Arbeineit; Hilfs- arbeiteé 55 „3, qualifizierte Arbeiter 60 und 70 H Stundenlohn. - Eine zahlreich besuchte Versammlung von Zuschneidern und Zu- schneiderinnen der Berliner Herren- und Knabenkonfektion beriet über das weitere Voraeben in der Lolvnbeweßung (vergl. Nr. 154 d. Bl.). Es wurde, der „Boss. Ztgk szolge, eschloffen, nachdem 33 von 104 in Frage kommenden Firmen die Forderungen bewiÜi t haben zunächst heut? sechs der maßgebendsten Firmen d e Fordérungen nochmals ur Anerkennun? durch eine Kom- mission untetbreiten zu la en. Sollten diee nicht 115 heute abend bewilligt werden, so so)] am Montag dk?- Arbeit nicht wieder auf- genommen werden. - Die Arbeitervertreter der Germaniawerff in Kiel haben, wie „W. T. B.“ meldet, der Direktion erklärt, daß die Forderung auf Wiedereinstellung der von der Germaniawerst ent- lassenen Nieter fallen gelassen sei und die Arbeit von den Streiken- den am ontag wieder aufgenommen werden soll, nach- dem die Direktion in Aussicht gestellt batte, in die Prüfung einiger,

von den Mietern Vorgebrackxter Wünsche einzutreten. Die Ver- handlungen haben hsuie zu einer Einigung geführt und die Werft wird, nachdsm die Mieter die Arbeit auf-

enommen babenperden, am Montag den Betrieb wieder eröffnen. -

n einer gestex'n m Königsberg i. Pr. abgehaltenen Versammlung der ausständigen Seeleute Wurde beschko en, den Ausstand abzubrechen und ohne Tarifabschluß die Ar eit zu den von den Reedern zugebilligten Lohnsäßen wiederaufzunebmen. Der gleiche Beschluß wurde für lich auch von den ausftändi en Seeleuten tn Meme efaßt. - n Rotterdam legte ein Telder Getreide- träger de Arbeit nieder. Es kam zu Zusammenstößen mit den Arbeitswklligen. - Im Anschluß an den Ausstand der Land- arbeiter in Ferrare kündigte „W. T.B.' zufolge das Arbeiter- komitee in Venedig vorgestern abend für gestern einen allgemeinen Streik an, der aber mißglückte. Nur die Tabaköarbeiter und die Bäcker feiern, aber man haLte fich_vorgeseben; in der Stadt herrscht kein Mangel an Brot, die Geschäfte find geöffnet.

Kunst und „Wissenschaft.

Die Königliche Akademie der Wissens affen hielt am Donnerstag, den 4. Juli, Nachmittags 5 Uhr, Yatutenaemäß ihre öffentliche Si ung zur Feier des Jahrestages ihres Sti ters Leibniz, we cher der vorgeordnete Minister der geistlichen, Unter- xjchts. und Medizinalangelegenheiten Dr. Holle mit dem Ge- heimen Oberreaierungßrat Dr. cbmidt beiwohnten. Den Vor 8 führte der beständige Sekretar dec pbvfikalischMathematjschM Kla e, Geheimer Medizinalrat, Professor Dr. Waldeyer, der dxe Sißung mit einer kurzen Ansprache eröffnete. DFrauf hielten vier neu ein- getretene Mitglieder ihre Antritwreden, namli der Geheime Medi- zinalrat Profeffor Dr. Ortb- der Ge ime Medizinalrat, Prpfcss-Zr Dr- Nubner, der PrOfeffczr Dr. Penck und de: Abteilungsdirektor am Museum fur Völkerkunde, Pr!)- fessor Dr. Friedrich Müller. Den beiden zuerst genannten antworteje der Vorst ende, Herrn Penck, der beständige Sekretar der phyfikalisch=matbematZ en Klasse, Geheime ObertezxierunJSrat, Professor Dr Auwers, Herrn riedricb Müller, der bestandig: Sekretar der phiiosopbisch-historischen Klasse, Geheime Regierungßrat, Proe or Dr Diels. Weiter sprach der Geheime Regierungsrat, Proe or Dr. Schwarz Worte der Erinnexung an Leonhard Euler. Alsdgnn wuéde verkündigt, das; ,die Akademte zum erÉen Male die UN»- Medaille verlieben habe, und zwar in old an Herrn James Simon in Berlin in Silber an Herrn Dr. Karl Alexander von Mortius (n Berlin und Herrn J. H. Lindemann in Sidmoutl) (England). Schließlich wurde uber Preisangelegen- heiten das Folgende mitgeteilt:

Preisaufgabe aus dem von MiloSzewskyschen Legat.

- i Si un des Jahres 1900 und wiederholt in der- jmian dt;? YYY 19803 3hatte die Akademie folgenxse Preiöaquabe aus dem von Herrn von MiloSzewSky gestiftetenLegat fur philosop ische

Preisfrage" gestMZckrun s e M te des Hegelscben Systems soll mit BemJYZch (Ywauf Zerg sKöYiglickoen Bibliothek 11 Berzin befind- lieben Manuskripte Hegels dargesteut und bistozisäo verstandlich ge- macht werden. Hierbei soU insbesyndere berucékfxchtikHt2 werden die Ausbildung seines Panthekßmus, _semer diaTektischen ethode, der Anordnung der Kategorien in der Logik und seines'Verfabrens, die Gestalten des eschichtlxchen Lebens in einen phtlosophischen Zu- sammenhang zu rinLen.

oUte m vergangenen Jahre erteilt werden, und es war YÜZPTTFnLiKg eine BewerbunJSfchrift eingezaufen, dxe indes unvoüendet war; die Akademie hatte es deshalb fur zweckmaßjg ge- halten die Preißerteilung um ein Jahr binauSzuschieben.

Äuéb dieSmal ist eine Bearbeitung dZs Themas eingelaufen. Sie trägt das Motto: ,'t kömmt all torecbt!

Es muß anerkannt werden, daß der Verfasser mit Yroßem Fleiß die vorhandenew Manuskripte durchgearbeitet hat. Er at den In- halt alle: andscbriften angegeben sowie ihre Abhängigkeit von philo- sophischen Leitgeuo en fesKZUskeUen und ihre _Zeit zu bestimmen ver. sucht. Auch ist die e Arbeit nicht ganz ergebmslos gewesen.

Am besten ist dem Verfasser die Darstellung der religionsgefcbicht. lichen AUEarbeitungen Hegels gelungen, Mühe bis in den Herbst des

Jahres 1800 reichen. Hier nd seine Inbaltöangaben im ganzen xutreffend und brau bar. senkranz und Haym (die Ahbandlung Diltbevs hat der Be asser nicht gekannt haben drei Stadien dieser Entwicklung unterschieden= der Verfa er s ließt fit!; mit Recht hieran an. Er steht nun richtig, da die ragmente des dritten Stadiums nicht mit Rosenkranz und uvm in den Schweizer Aufent- balt verlegt werden können. Aber o wohl die Zeit dersLelben durch ihre Beziehung auf zeitgenösfiscbe Schriften hätte festge ellt werden können, ist er zu einer solchkn näheren chronologi1chen Bestimmung nicht gelangt. Er erkennt ganz richtig die Bedeutung des Grund- fragments (Bd. 1711 9. 7611-8713, Bd. )(1 1)- 9271-97 6) für den Gedankenxu ammenbang -in den Brucbsjücken, er steht auch die Zu- fammengeHörigkeit der Fragmente in Bd. 711 und Bd. )(1 und be- merkt ein ge Beziehungen, die zwischen den Bruchstücken bestehen. Aber er macht nicht den Versuch, diese Fragmente methodisck; zu ver- knüpfen, und der Gedanke, daß Vd. Kl 1). 112-115 und 1). 116 bis 119 den „Abschluß dieser ganzen Untersuchunsxn zu bilden scheinen“, Fei ttnßietder, daß er den Sachverhalt nicht sure chend methodisth unter- u a.

Der Verfaffer behandelt dann ebenso ausführli die rößeren xu-. sammenbängenden Manuskripte VM philosopbis - sUJLematiTÖM Charakter. Auch hier findet man beachtenßwerte Aakeinander- feßungen, Die wichtigste derselben ist die Zeitbestimmung der Aus- arbeitung des Systems bis zum Organischen, Bd. 1T. Dieses Manuskript ist nach dem VeerZLr (PreiSscbrkft Bd- 11, p- 215 ff-) zeitlich möglkchst nabe beranxuru en an das System der Sittlichkeit, B . Z; da nun (Preisschrift Bd._ 1, p. 229) das System der Sittlichkeit mit Haym und Mollat, uber die Bestimmung von Rosen- kranz hinaus, weitergerückt tft nach 1802, und zwar mit einer dem Verfaffer eigenen Begründung, so ergibt M) aus der Kombination dieser beiden von ihm XJ- ebenen chronologischen Bestimmun en für ihn[ die Möglichkeit, die bHaffung des Systems in die Jenaer eit U! ver e en. '

ber tro solcher einficbtigen Abs'ubten und richtigen Blicke . langt dock) derß Verfasser nicht zu befriedigenden Ergebnissen. Es Tft dies darin gegründet, daß eine innere philosophische Durchdringung des Systems von Hegel, dann am!) der Schriften von Schelling man elt. Dies tritt schon in den InhaltSangaben hervor. Aus demse ben Grunde ist dann die Aufgabe nicht wirklick; elösi worden, die in der Beurteilung des chronolo ischen Verbältni es der Manuskripte und ihrer Stelle in der allmäbßichen Ausbildung der Struktur des Systems Yestand. Hiermit hängt dann weiter zusammen, daß die Preisschrift uberall einseitig mit Abhängigkeit Hegels von einzelnen Schriften Schellings operiert.

Wir befiYen not!; in den theologischen Fragmenten den Außgangs- punkt der Ph losopbie Hegels. Um die Entwicklung Hegels von ihnen aus richtig zu verstehen, hätte die Preisschrift die in ihnen enthaltsam systematischen Bestandteile feststellen und in innere Verbindung bringen muffen." Nun hat fie zwar (Preisschr. Bd. 1, p. 105 ff.) eine Anzahl von Zugen zusammeygesteüt, welche das dritte Stadium in ken theologischen Bruchstucken repräsentieren. Aber der Verfaffer Hat nicht vermocht, hinter fie zurückzugeben in den philosophisäpen Zu- sammensxang, den Hegel1800 beseffen bat nnd der die Grundlage bildet fur den Fortgang zu dem philosophischen System. So kann ' er der AUEarheitur-g des Systems (Bd. 1T) ihre Stelle als Mittel- glied zur spateren Logik nicbt zureichend bestimmen. Hierdurch ist nicht nur die Jnhaltsdarstellung der Logik in Bd. 121 nicht be- friedigend, fondern, indem der Verfaffer das Verhältnis dieser Logik zu Schellingß tranSzendentalem JdealiSmus einseitig auffaßt und falsche Schluffe daraus zieht, indem er anz irrig an den Ab- handlungen Hegels von 1801 und 1802 festtellen [u können glaubt, daß fie dem Bd. [Z und dem System der Sittlichkeit in Bd. )( nachfolgen müßten, so schließt er an einer Stelle der Preis- schrist Bd. 11, p. 236 hieraus, daß ,als AbfassungSzeit von Vd. 1Z und Bd. )( wohl die zweite Hälfte von 1800 in Betraäxt komme“. Hiernach wäre nun die mystische Meta- pbyfik der Aufzeßckynungen vom Herbst 1800 und das loaische System Hegels gleickxzeing. Ebenso s'md andere chronologische Bestimmungen, obwohl erwagenswert, doch keineswegs zur Sicherheit gebracht. Ganz besonders mM aber bedauert werden, daß die Inhaltöangaben der ungedruckten anuskripte Hegels aus den angesehenen Gründen dem Bedürfnis nicht entsprechen. Sonach kann die'er Preisschrift tr der herausgehobenen Vorzüge derselben der Preis nicht zuerkann

wer en. ., Die Akademie zieht nunmehr diese Aufgabe zurück.

Stipendium der Eduard Gerbard-Stiftung.

Das Stipendium der Eduard Gerhard - Stiftun war in Leibniz-Sißung des Jahres 1906 für das laufendngahr mit 13231: Betrage von 3600 „M außgescbrieben. Von dieser Summe find zu. exkannt worden 2000 a“. Herrn Zrivatdozenten Dr. Richard Delbrück in Berlin_ zur geschichtlichen earbeitung der römischen Bauten belleniftischer Zeit und 1600 „ki Herrn Professor Dr. Alfred Brückner in “„Berlin-Schöneberg, zur Zeit in Athen, zur Unterfukhung der Grabexanlagen bei der Agia ckck» in Athen.

Fur das Jahr 1908 wird das Stipendium mit dem Betrage von 2500 „Fi ausgeschrieben. Bewerbungen find vor dem 1. Januar 1908 der Akademie einzureichen.

f ZMB, § 4 des Statuts der Stiftung ist zur Bewerbung er or er :

1) Nachweis der Reichßangebörigkeit des Bewerbers;

2) Angabx eines von dem Petenten beabsichtigten, durcb Rei en _bekZingten archaologis eu Planes, wobei der Kreis der archäolo is n Wtffenscbaft in dem elben Sinn verstanden und anzuwenden it, wie dies bei dem Von dem Testator begründeten Archäolo ichen Institut geschieht. Die Angabe des Planes muß „verbunden ? n mit einem ungefähren, sowohl die Reiéegelder wie die weiteren Ausführungs- arbeiten einschließenden Ko tenanscblag. Falls der etent für die Publikation der von ihm beabsichtigten Arbeiten Zuf erforderlich erachtet, so Hat er den vorausfichtlicben Betrag in den Kostenanscblag aufzunehmen, eventuell nach unJefäbrem Ueberschlag dafür eine an- gemessene Summe in denselben e nzustellen,

Gesuche, die auf die Modalitäten und die Kosten der Veröffent- lichung der beabsichtigten Forschungen nicht eingehen bleiben un- berücksichtigt. Ferner hat der Petent sLch in seinem Gesuch zu ver- pflichten:

]) vor dem 31. Dezember des auf kas Jahr der Verleihung fol- Zlenden Jahres über den Stand der betreffenden Arbeit sowie nach

bfbÖliUclet der Arbeit über deren Verlauf und Ergebnis an die Akademie zu 2! en;

2) falls er während des Genusses des Stipendiums an einem der

. Yalilientage 21. April) in Rom verweilen sollte, in der öffentlichen

ißung des eutschen Instituts, sofern dies gewün twird, einen auf sein Unternehmen bezüglicben' Vortrag zu halten; sch 3) jede durch dieses Stipendtum Zeföxdcrte Yublkkation auf dem Titel zu bezeichnen als herau5ge e en mit eibilfe des Eduard Gerhard-Süpendiums der Königli en Akademie der Wissenschaften;

4) drei Exemplare jeder derartigen Publikation der Akademie ein- zureichen. *

DaßWikingerschiff, das im Jahre 1904 bei Oseberg am Kristianigfxord entdeckt wurde, ist je t in Kristiania der Oeffent- lichkeit ubergeben worden. Als s. . unter Leitung des Professors Gustavson die Außgrabungöarbeiten begannen, zeigte fich, das; große Teile des Fahrzeuges vollständig breiig waren, sodaß man kaum Hoffnung batte,_den Fund zu einem ähnlichen Ganzen aufzustellen, wie das Wikingerschxff von Gokstand, das im Garten der Unwerfiiät zu ' Krishania steht. Aber durcb'ein geschicktes Verfahren gelang es den morkcben Teilen wieder Festtgkeit zu geben, und da durch Facidleute Lick!) an der Fundstelle die genauere Lage der unendlich vielen Be- Kandxeilc aufgezeichnet_ Worden war, hat jeyt nach jahrelan en Bemgbungen das Wtkingerschiff von Oseberg vollständig in Jm ursprunglichen Torm wieder aufgestellt werden können was bi dem Gokstands iff nicht der Fan ist. Was das äeue Fah;-