dem Vorjahre in der Ein- und Ausfuhr zugenommen. Es betrug kk
Mllionen Mark die „ Einfuhr Ausfuhr EYiftquelmeklfelxtbr obne EdelmLetaÜe 1906 129,9 207,6 128,2 176,3 1905 124,1 185,9 1Z1.5,7 21 0. som“ 1906 meh=r «.'-FH. = 11771113. = 5,3 ö.H. = 11,9 „.H.
leb tierisch! k k en nach Deutschland vor allem V , JTSBZÉeYeerMarniffxmsow“ Fisch“- während WEZ? kTZwleeZUZ-YFI Rußfubr nach Dänemark "“NRW WM" und (Z 11117: der waren einschließlich der Maschinen und Fakkkäd" "F;?" Werte Landu4irtsch1t,"1 ".;11-131?"1111.11110ÉD31 M..», zei ten 190 n er ilcbbutter (8 7) und . is und Rahm 9,2- * 1111; 11.11.11 13-1 ...... . W221- 1.111). tes Gold 19,5) Weizen (8-21 LJUWÜM "“ 1 Jazz„ nen FWnsRoßgen (6,8), Öelkuchen (M)“ are" aus ed M ea (5.35 MW“ Marik)1bandel zwischen Dcutstbland ""d S “"*“" inschLlli'Fßhl'ickijmdeéSÉFnJrische-t Inseln und der svaniscben Be Hunger; xm und im Mittelländischen Meere (Balearen, Ceuta, Pityusen Usw-
ist 1906 eine Zunahme der Ein- und Ausfuhr gegenüber 1905 festzu-
stellen. Es betrug die Einfuhr Ausfuhr in Millionen MIZ . . . 150,8 , ZZZ ' 116,8 53,1 mithin 1906 mehr 34,0=29,1 UH. 4,7=8,9 v.H,
ien vornehmlich Erze, Wein, Südfrüchte, IßrkßßlsfrxßcnunFUZobFZénRobblei, Lamm- und Schaffelle, Robkuprr sowie Weinhefe zur Einfuhr, zur Ausfuhr dorthin «Yz namenusz lich Maschinen (LokthivenkZlLokFTbkllI),YFibsenLYWktkstoafZFarTn andsrcn unedlen sowie aus e en ea 7,1) 'Werte nach find füé Teerfarbstoffe, Lader und'KuxxserdraHt.E en(1992 Millionen Mark 1906 hervorzuheben in der Ejnfuxr tze übétwiegend Apfelfinené, frische Apfelstnen, Zitronen usw. (JeleFFfJez Kabel (2,2), Teerfar . sthffZYoeÉÖFYÖariFn 21er YFZ "(178 Mtllkonen Mark in dsr Zeit von März bis Dezember 1906). i v A oren und
d l mit Portugal einschließlcb on ;
MadFrecrt (YSTEM e1905 erheblich zugenommen; denn es betrug in
Millionen Mark die
Eixxzflßhr ATZEfZlbr
] , ,
138€ . . H mithin 1906 mehr. 1,9 = 11,41). H. 4,9 --1 , v. .
d deut chkn Zollgebiete Hauptsäcbl'icb Korkbolz YFZJÖFXf;?thaobe-ousnen, sSobtxeLeFZs, FadeMÜYeYYWY wachs LammfelTe, Wolframerze un 1: e nin Waffenpatronen aus Deutschland namentlick) Zucker,Re1s, Masch nen, Eis 1 Wollen: Leder Edelmetallwareu, Farbstoffe, Handfeuerwaffen, ep,
1 . D Werte nach ragten 1906 herVor in der F?)" LaFFYFZaJZrkHoÜTTZN N??iüisofnerö rMachkkYr IZ) KFFSHYUÖU (3,1), Sckowefelkies (2,1), n der u u i , 1,4) _ außer,
1,5 , Ma knen und Masch nente le ( , _ YFoÉFiYeTneLTkLmZMen, Jampfkeffcl, Nähmaschinen und Krayen _
- b u swerte sowie Fremdenverkehr Anlagoeer 18:12: ertrerrnaatcihonalen Hotelbesißerverein
angehörenden HUFA) chs t d des
der Anlagewerte, der er rau Were un FremevaWYlYFrg dem iVerethte Fuge!)éöSrciFeniéoÉZslnhaktÜFÜZnÉF-ex b ervere n m em . ZFFYJY ?Feelstxlslit? deren Ergebnisse folgendes BUY! [Zonerxeerrt Yen d tun des genannten Verbandes geben. Der 11 Ws beträ t IMMOJklien, Mobilien und Ptkfasäézknenl 21,6?4 FZHLWZFT ? auf I "11;-
“ von en a n . "
1 5ZFiZZ0118YF31-5'501i026 „M auf Mobtlien und Maschinenm IZKF: JTn diesen Werten die sonstigen AnlageWerte, wie : ,
' " t Vereins- Warexvorräte 26, noch hmzufugen, so LTZUÉUZJÉFLKYÜH einen
“ ähernd “"lagkwe" die Summe Wk 11 mx'virt aftlicbe Verbände aufzuweisen YeHLTgÖaFeieseiYnn dkabkknkiYixÖxrbandss otels Haben 126 015 Fremden-
25 emdcnbetten. Für Nahrungs- Kund Genuß- - ZYMrwRdtenLFZJc-hIerö von den Verbandshotcls_208 254 634.65: -auSgegeben, an direkten Steuern, wie Grund, Gebaude-, GewerLT- und Bekrkebsftenern, aber ohne dis Emkommenfteuern, Haben „e Verciüsbetriebe 6 633 060 „M entrichle't. Im Jahre 1906 betrug dre Zahl dkr Fremden 8888 800 und dix Zahl der Uebernachtungen 22 299 335. , 5 512“ 1 t lbetrteb des Vetbandes entfallen somit 1 10 AnlaZlelIeretiTZYZYZZ «16. Immobilien und 223 512 „ja Mobilietxc und Maschinen), 93 FkkmdknkuZMZ- 1ß35üYemYZYetFén,SKYLINE Auégaben für Nahrungs- un - enn m , d bli b im, -“"' 16457 Ueberx:achtungen. Jeder'Frem e e 2.12.111“.11.x,ch§.,«chv 213111111111, 1121212111: Bettenbeseßung im a re on" ' , . st llt" ' b d uber dre Personaloerhälfnisse ange : , LYFLYZZLLLFUTF 2Tzkßerracxßeitung des Materials berichtet werden.
Deutschen Landwirtschaft§gesellschaft ist be:?chßrséeen YZFÜF iW? 51. Jdßrnzxkxarl1780? für idFjYsstYnsZtsMxZ Um Berlin innerhalb der Linie aus or - re r _ ld-- ** - . - t [de - Ost-Ze [endorf-Grunewa SPYYZÉYTxel-FÖUZYFÉ. Zd-ÉYankßnbéngsßéWlisxozrlx 511?er
k " r e en a n , YLTUZYOÜVZ kÖZereTezzer eiLLÉm Verkehrsbezirk Groß - Berl in1 Zr- weiiert Werden wird. Durch Hinzurechnung des Verkehrölßezirksi ti? zu 16 kann aber jederzeit jest schon die Nabrungömittelftat s t für Groß-Berlin, soweit der Eisenbahnverkehr in Frage komm ,
berechnet werden.
Alkoholabstinenz und LfebierZsZauder. [ 1 man der Alko olabstinenz an d e e ens guet: ern
[ DeZßHEiTYHen aus derhseit etwa sechzig Jahren gefuhrten _Staäistlk Fab cum UWE" Vexficherungsgcsellschast „M16 „1711141306 81113173 (Zw er eng 9 3x] (310119121 131071681115 ]UIUÜUÖWU . Als e e- WWPSWM üqdet Wurde, prophezeite man ihr einen baldigen Zuschénersy * shellscbaftdgeg1 (171 djeAufuabme von Temperenzlcrn in eiinedieÉÜt: vruth, a "Für recht bedenklich hielt. Man *glqubte UäMYderT eine iers'tcberunq Alkohols sei dem Körxer schaollcb und vx: ?licb das [*aYÉWLeZÉstau". Die WWZYYÉÉjexkÉtdÉHisb-ZeaFeseux'cbaft _ ZeereiGegenteilb fßstZZsZ-ZUFJMmpexenzxer als Mitglieder YM??? fÜIbrtY Ji set" 1“??? Fiess: und die MWF"??? ZinÜusZesYxerÉeh-xnsdaueé
n u e „ v:)“ [""“ ““ Erkennung FÜHNFZ e1841 bis 1901 wurden 3171?
Mr; Wert ist“ In den (: di Nichttemperenzler waren, in 43 * "xd“ “"f“"ommen“ e 8947 Todesfällen. Auf die 2960 43 WWW?" und “93010 Lebenßjabren 5124 Todes- säu 94 Txmverenzler entfielen bei 3 t blichkeik wie die Alkob oltlinker be. Hatten sie eine gleich xtarkeS J959 betragen. Die Sterblich- Brühl, so müßte diese Todes aUziffkk um etwa 36 % höher als unt unter den Alkoholtrinketn war also i e Tatsache der höheren S er den Temverenzlern. Die al] emrky mäßig gibt es aber t«“blie-kvkeit der Alkoholtrinker ist be annt, 'iffchnd auf eine größere
333“ WWW- dke auf einen längeren Zeitraum von er onen ausgedehnt find.
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Zur Arbeiterbewegung,
* nbewe un der Berliner Konfektionszufchneider ist jeYien-Lébdie . oss? Ztg.“ mitteilt, abgeschlossen. In einer Ver- sammléng der Zuschneider und Zuf-kneiderkvnen Berliner erken- konfektion, die am Freitagabend stattfand, teilte der etwa- mächtigte des Schneiderverbandes mit, daß nach den Feststellungen des Verbandes die für das Weiterbestehen des Tarifvertrages notwendi en 70 v. . von bewilligenden Firmen erreicht seien. Am Diens ag werde ene gemeknsame Sißung der Arbeitnehmer und Arbeitgeber stattfinden, in der der Tarif für die Konfektionzuschneider endaülti festgelegt werden sol]. Der vor einigen Monexten abgeschlossene Tati . vertrag der KonfektionSzuscbneider enthielt namlich die Klausel, daß der Tarif seine Geltung verlieren würde, wenn bis zum 1. September 17. J. nicht 70 v H. der _?terlimr Konfektionsfirmen fich dem Tarif-
“ e o en a en. verhÜFSiOÉFZesYZcxsgenh wird dem „W. T. B.“ telegraphiert, daß die Vereinigung der Arbeitgeber beschlossen hat, gegen die au- sammenwirkenden Fachverbände vor dem Gewerbegericbt An.
5 n wegen Bruches ' des Uebereixkommens IZ? 5.zu SFF“ 1899. da fie Beweise dafur habe, daß einige Fachverbände Bautischler während des Ausstandes
uwendun unterstü ten. Die zusammenwirkenden FuvaeGreéYnde rkchkgeten an di? Arbeitgeberverxinigung ein Schreiben, worin : in Abrede stellen, die Bautischler"wabrend des Stretks mit Geldm tteln oder in anderer Weise unterstußt zu haben. erner er- haben fie gegen die angekündigte Generalaussperrun inspruch, die jeder berechtigten Grundlage entbehre. _ Die autiscbler nahmen in einer gestern mitta abgehaltenen Versammlung einxn Vermittlungsvorschlag an, der ss on früher vom Arbeitgeberverein fur unannebmbar erklärt worden it. Damit ist die vym Arbeitgeber- verein angekündigte Generalauss p errang in samtlichen diesem Verein an eböriqen Betrieben wahrscheinlich geworden. . Das &lreiktomitee in AntWerpen teilte, wie „W. T. B. er- fährt eknem Vertreter der Agentur der Bureaus von Hayas und Neutér mit, daß von heute ab der Ausstand ein allgemeiner sein und sich auf alle Hafenarbeiter, namentlich auch aufKohlenträger, Kornträger und sonstige Handlanger erstrecken werde.
Kunst und Wiffeuschaft.
. obus“ zufolge ist dieser Tage Dr. K. Tb. Preuß, DireFFFalasFHent am Museum für Völkerkunde, nach fast zweijähriger Abwesenheit von seiner mexikanilchen ForschungSrejse, die er im Auftrage der preu ischen Reg erung unternommen hatte, nach Berlin zurückgekehrt. eine Fotsckjunaen beziebqen fich auf die Gora- und Huichol-Jndianer und auf axtekiscbe Stamme. Ihr Ergebnis stud umfangreiche Sammlungen, aber auI eine Menge von vahen und Liedern dieser Stämme, in dxnen fi viel altmcxikanisxhes Gut vorfindet. Texte in der Sprache der dort lebendnen heutrgen In. dianer gab 28 bisher überbau tnicbt, ein Uebelstqnd fyr die mexikanische Forschung, der nunmehr dur Preuß behoben sem durfte.
e e Eduard Schulte eröffnet die neue Saison 190771908 ©natiltrider am nächsten Mittwoch beginnenden Ausstellung einer umfangreicben Sammlung Skulpturen des russischen Bildhauers Fürsten Paul Troubeßkoy-Paris und der Nachlaßsammlung des November vorigen Jahres verstorbenen Noxwegers Friß Tbaulow. Weiter werden zu sehen fein Wexke von Karl Leivold-Störorf Holstein), Hermann Discbler-Freiburg [. B., Bruno Liljefors-Jexna éSchweden), Pierre Prins-Paris u. a.
' Vamvesen.
Ein Wettöewerb um Entwürfe für eine Landwirt- schaftsschule (Realschule) in Salzwedel wird unter den deutschen Architekten mit Frist bis zum 15. November auMeschrieben. Die WettbeWexbunterlaqen werden gYen Einsendung von 2-16 oder gegen Nachnahme diefer Gebühr vom kagistrat verabfolgt.
Am Laufer Schlagturm und in der äußeren Laufer Gasse in Nürnberg ist man, wie das „Zentralblatt der Bau- verwaltung“ mitteilt, zur Zeit damit beschäftigt, eine größere ab! von Häusern einzule en. Südwärts vom Laufer cblagturm fa en drei rößere und zwe kleinere, im nordöstlichen Teil der äußeren Laufer LJaffe im ganzen 13 Häuser. Schon seit Jahren Yerlangte der von der Vorstadt Wöhrd und vom Ring durch das außere Laufer Tor nach der inneren Stadt zu stetig gesteigerte Yerkehr dringend eine Vcrbefferupg der Verhältniffe. Auf den geraumigxn und breiten äu eren Laufer Platz geleiteF, mußte er an der Einmundung der sich MZ) bier stark verengenden außeren Laufer Gasse eine fich von Tag zu Tag immer unliebsame: bemerkbar machende Hemmung erfahren. Auf der schmalsten Strecke konnte bei dem Vor- handensein der eingleisÉgen elektrischen Straßeanbn kaum ein Wagen vorbeifahren. ine zweite Hemmung bereitete die ausser). artige Enge unmittelbar vor und bik-ter dem schmalen, rmx unt einem Durchgang versehenen Laufer Schlagturm. SFPU kn fruheren Jahren hatte man, um die berrschenden Unzutraglichkeiten etxvas abzustellen, bei einigen Häusern südwärts Yom genannten Turm uber den ebenfallF- der vorletzten Stadtbefestigung angehörigen Stadt- graben einen neuen Uebergan geschaffen. Docb Wurde bierdurch eine nur unwesentliche Verkeßrserleickpterung Zrzielt. Woklte man eine dauernde Abhilfe Waffen, so mußte kraftiger durcbgegriffen werden. So entschloß sich die Stadtverwaltung, die den Verkehr hemmenden Häuser zu erwerben und alsdann z_ur Herbeiführung befferer VerkleSzustände abzureißen. An der Sudseite des Laufer Schlagturms eabstchtkgt man, bnlkch wie seinerzeit am Weißen Turm, überbaute Durchfahrten herzusteüen, den Turm aber unver- ändert zu erhalten. Mes ist deSwegen erfreulich, weil der genannte Turm einer der wenigen noch sichtbaren Reste der vorleßten Stadtbefestigung und- infolge seiner schlanken Form wichtig im Bilde der inneren Stadt ist. Im Kern dem . Ende des 13. Jahrhunderts entstammend, wurde er im Jahre 1508 in den Formen der Spätgotik ausgestaltet und im“ Jahre 1561 nach oben hin außgcbaut. Eine SÖlczgglocke (.Orglocke ) hat er seit dem Jahre 1478. Die Häuser, die sudwärts von ihm fallen und_eng um ihn herum gebaut waren, gehörten durchgebe_rtds der erßen Hasfte des 18. Jahrhunderts an und trugen, vonfspateren Veranderungex ab- gesehen, die Merkmale ihrer Zeit deutltcb zur Schau. Bei threm Abbrua; wurde vor der eigentlichen, aber nicht mehr vorhandenen Stadtmauer ein kleiner ausgekragter Turmvorbau freigelegt, der an- scheinend als Abort für die Turmbewohner gedixnt hat und e_rhalten bleiben soÜ. Die zum Abbruch gelangenden Hauser in der außeren Laufer Gasse "gehören verschiedenen eiten an. Zwei gaben fich durch ihre Form als zur Heidelo schen Zeit entstanden zu erkennen. AUes, was an und in diesen Häusern bau- oder kunst- geschichtlicb von Wert war, wurde, wie stetsnm solchen Fällen, durch den vom Verein'für Geschichte der Stadt Nurnberg eingeseßten Aus. schuß für die Denkmäleraufnabme (Leiter der Arbeiten: Konservator Dr Schulz vom Germanis en Museu!!!) in der peinlichsten Weise licthildneriscb oder zeichnersch aufgenommen, wie auch Lenaue Be- schreibungen und Darsteuungen der Straßenbilder angefert gt Wurden-
Verkehrsanstalten. 1 s Aa en ist die gestern nachmittag in Ysrl n fällichxlzleckYFZ(“51511711111 (IKS Fanreich infolge von Zugverspatung ausgeblie en. "11 en vom gestrigen Tage zufolge ist ferneéindeijen TxlsTngluszatquJknu Xnd Griechenland infolge von AnfchlußVerLumnis nicht eingetroffen.
Die International Mercantile Marine Company in New York kündigt eine Herabseßung der Preise für erste Kajüte von 22z Dollars für außgebende Dampfer an.
Theater mcd Musik.
Lessingtbeater.
Als erste Neueinstudierung dieser Spielzeit erschien am Sonn- abend Gerhard Hauptmanns Komödie „Kollege Crampton' auf der Bühne des Lessingtbeaters. Der starke Beifall, den die Auf- führung fand, sprach für die noch immer eindringliche Wirkun des Stückes. Wohl äußerte sich dieser Eindruck mehr durch eine Harke Ergriffenheit als durch ein befreiendes Lathen, da von einer echten Komödie öfters nur verwebte Spuren zu entdecken stud. Zumeist stand der Zuschauer unter dem Drucke, den die eben o scharf er- sonnene wie quälend wirkende Charakterstudie des gen alen Malers unwiderstehlich ausübt. Herr Bassermann, der bekannte jeßi e Vertreter dieser Rolle, verschärfte von Beginn an in erschütternder leinmalerei die seelischen und körperlichen Krankheitsmetkmake des Trinkers; er führte ebenso eisivoll wie erschreckend natürlich den fortschreitenden Verfall dieser ochgespannten Künstlerseele vor, und ein beklemmendes Gefühl des Mitleids befiel die Hörer. Nur in den kargen Au en- blicken heiß aufquellenden Vatergefübls, das Cramvton beim An lick der jungen Tochter bewe t, wich dieser dumpfe Druck etwas; im leßten Akte legje fich dadur soJar ein Nestchen (Goldglanx über die zerrissen: Gestalt des Ma ers. Mit der Rolle der Tochter fand fich Fräulein Orkoff angeme an ab; von zarter Mädchenbaftig- keit in der Erscheinung und im piel, gab fie der innigen Kindes» liebe beredten Ausdruek Den echten Komödienton traf Herr Marr in der RoUe des Faörikanten AdolfSträhler mit überzeugender Natürlichkeit; sein beherzter Humor bsherrsckpte den dritten Akt auf das glücklichste; so wirkte dieser Aufzug wie ein frisckoer Luthug, der die dumpfe, trübe Atmosphäre des Cramptonschen Verfalls bnausfegt. Eine tüchtige Leistung bot noch Herr Zienec in der erheiternden Episodenrolle des Dienstmanns Löffler.
Theater an der Spree.
Das schmucke Bühnenbaus in der Köpenicker Straße, das Blüte und Verfall von Wolzogens Ueberbrettl und seitdem noch manche Wandlung erfuhr, ist am Sonnabend unter der Leitung des Schrift- stellers Philipp Spandqw und unter dem Namen „Theater an der Spree“ in Erfolg verheißender Weise neu eröffnet worden. Der Name des Theaters bedeutet sein Programm: die an der Spree ge- bürtige Volkskunst soll dort eine Stätte haben, die alte, zeit- und kultur eschichtlich interesante Berliner Posse wieder aufleben und, wenn ck die Hoffnxmgen erfüUen, wohl auch eine würdige Nachfolge finden. Als röffnungssxuck war Kaliscbs ,Aktienbudiker“ gewälklt worden, das um die Mitte des vorigen Jahrhunderts im alten Kön g- siädtischen Theater mit seinen beiteten und gemütvollen Szenen und
Liner schlichten andlung die Berliner ergößte. Die Auf- fubrung im Theater an der Spree, die im äußeren Ge- wande das Bild der EntstehuanUeit des Werkes ge- treulich und unaufdringlich wiederga, ist
aller Anerkennun wert. In der Hauptrolle des Budikers August Knetscbke führte sicZ Heinz (Gordon, den man als begabten Darsteüer verschiedenarti er Aufgaben hier bereixs kennt, nicht unvorjeilbaft ein, wenn se?“ „Komik aucb freilich nicht über die suggestive Kraft verfüth, die der- 1extigen Karl Helmerdings, des ersten DarsteÜers der Rolle, und semes Nachfolger? Emil Thomas in hohem Grade eigen war. Außer ihm begrußte man gern noch zwei gute Bekannte, die am Theater an der Spree ein reiches Feld der Betätigung finden dürften: Josephine Dora, die die Köchin Karoline mit derbem, gesundem Humor verkörperte und fiZi wie stets, im Kupletyortralg1 „„bervortat, - n a 1
und Marie (Grimm ödshofer, die als ungferliche Malerin Flora einen wohlbercchtigfen Sondererfolg erzielte. Auch die Damen Winter, Mayerhofer, Martin, die Herren Litt,
Arno und besonders Herr Lüpschütz ragten aus der Zahl der anderm Mitwirkenden wirksam hervor. Herr Lüpscbüß sang im bübsäxen Grunewaldbild des zweiten Akts sein Schneiderlied so zündend, da e ue Wiedexbokung verlangt wurde. Ueberbaupt gefiel die alte Mu k von Conradi, die bekannte Opern- und Volkßtpeisen geschickt berWertet, ungemein. So schloß denn der erste Abend der neuen Bühne mit einem vollen Erfolge.
*
Im Königxichen Opernbause beginnt morgen,
eine Gesamtauffubrung des Bühnenfestspiels . er Rink; des Nibelungen“ von R1chard_ Wagner mit dem Vorabend .Das Rhein- gold“, unter der Lcttung des Kapellmeisters Dr.. Strauß. Die Hauptrollen find durch ie amen Goc e, Rose, die Herren Vachman11, Grüning,“ Rebe, Lieban, Knüpfer, &?ödlin er, Berger, Kirchhoff beseyt. Neu ist die Beseßung der dreiRheintö ter durch die Damen empel, von Scheele-Müüer und Ober; die Rolle der Erda fin tals Ga tFrau Meßger-Fwißheim vom Stadttheater in Ham- burg.- ur gestrigen 100.2[ufführung von .Tristan undJsolde' teilt die Generalintendantur der Königlichen Schauspiele folgendes mit: Im Geburtsjahre des Bübnenfestfpiels .Der Ring des Nibelungen“ und „zum Besten des Wagnersxhen Festspielunternebmens in .Beyreuth" ging am Montag, 20. Marz 1876, „Tristan und Isolde“ zum ersten Male an der Königlichen Oper in Szene. Herr Niemann sang den Tristan, Herr Beß den König Marke, die Damen von Vo gen- buber und Brandt die Isolde bezw. Brangäne, Herr S mid den Kurwenäl, Herr Oberhauser den Melot; Der Kapellmeiier Eckert dirigierte. Der Reincrtrag der dem Fcstspkelsonds zu Lfübrten Einnahme betrug annähernd 16 000 „ji _- Jn den 31 Ja ren, die „seitdem vergangen, haben die Herren Nadecke, Sucher, Dr. Muck, Dr. Strauß, von Strauß, Profeffor Schlar, Blech den Dirk enten- stab geführt; VoYl, Stritt, Gadebus, Ernst, Grüning, Kalisch, Pennarini, Kraus, chmedes, von Barry und Andere haben den Tristan, die Damen Sucher, Moran-Olden, Malten, Sen er-Bettaque, Pester-Prosky, Lilli Lehmann, Plaichinger, Reinl, L [er-Burkbard die Isolde gesungen. Herr Bey, der erste Marke, sang später den Kurwenal und nach ihm die Zerren Bulß, Hoffmann, Bachmann; Frau Lilli Lehmann, unter den solden genannt, zählt auch mit den DZmen Luger, Staudigl", (Hoehe, Preuse-Maßenauer u. A. zu den Sangerinnen der Brangane. Unter den Vertretern des König Marke nd_ ferner zu nennen die Herren Biberti, Mödlinger, Wittekopf, Kaup er und Grißwold. m Königlichen Schauspielhause wird morgen, Dienstag, Shakespeares Lustspiel .Was ihr ont“ in nachstehender Beseßunß aufgeführt: Orfino: Herr Staegemann; Sebastian: Herr Boettcher; Junker Tobias: Herr Müller; Bleichenwang: Herr Vallentkn; Malvolio: Herr VoUmer; Fabio: Herr Eg eling; Narr: rr Geisen- dörfer; Olivia: Fräulein von Mayburg; lola: Fräule n Arnstädt; Maria: Fräulein Eschborn.
Die neugegründete Gesellschaft der MULÜUUUU '“ Berlin veranstaltet im kommenden Winter vier onzerte unter der Leitung von Oskar Fried mit dem Philharmonischen Orchester und dem BerlinerLehrerinnengesangverein." In diesen Konzerten werden fo1 ende Werke "zum erften Male aufgeFubrt: Jean Louis Nicodé: .Glora“; Berlioz: ,Lelio, oder die Ruckkebr ins Leben“; Jean Sibelius: S mpbonie Nr. 3 in'C-Dur. Ferner Beethovens [Z, Symphonie, erlioz' „ZymÖdoms fanvagdjqug“ und Teile aus .Euryantbe' von Weber. - kitgliederanmeldungen nehmen der Vorstand und die bekannten Billettkaffen entgegen.
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Jn Hambuxg fand gestern nacbmitfa , wie „W. T. .“ meldet, im L_OeutschenSchauspit-lbause [Zei voUbeseßtemeeYer eine Ausfuhrung des „Will; [ als erste Theater- veranstaltung der H für ihr Arbeiter- pers onal statt. Die Vorstellung, die der Direktor des Theaters Baron bon Berger einer Ansprache einleiten und in der
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