1907 / 248 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 17 Oct 1907 18:00:01 GMT) scan diff

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und stupiden GeficbtUügen einen sehr vertieften und sehr schmalen harten Gaumen aufwies. Weitere" Nachforschu1=gen ergaben, daß diese Kinder sämtlich von Vatern abstammten, die dem Trunke ergeben warep. In „der Hilf9schule zu Köslin halten 8 Von 34 Kindern Trmker zu Vatern. In den Kreisen Johannisburg Und Neidenburg des Reg -Bej. Allenstein wird der durchweg schlechte Körper- und ErnahrungSzustand der Volksschul- kinder mit der mangelhaften Ernähruvg durcb Kartoffeln, Gruße, Brot, Kaffee und Hering erklärt, die mit pkm bochg1adwen AlkoholiSmus der gesamten Bevölkerung in Verbindung steht. In einer Landschule des Kreises Plön irxx Rea.-Bcz. Schleswig fiel dem Kreisarzt das stumpfe und schlastige Wesen der Kinde; auf; er konnle feststellen, daß die Kinder in der Ernxezett und beim Dreécloen hin und wieder Schnaps zu trinken bekamen. In Nordhausen, Reg-Bezßrfurt, erhielten von 216 Volks- schulkkndern im 6. Lebensjahre 133 = 62 % öfters Bier, 119 = 55 0/0 öfters Schnaps; 72 = 33 0/0 Haben an, schon bettxmken ge- wesen zu sein. In einer Klasse 5: amen 13 Kinder haufig des Morgen; SÖUQPL zum Brot statt Kaffee, 6 sogar regelmaßi _; von 53 Scßulern derselben Klasse gingt'n 28 Sonntag?) Abands » spät in die Nacht in Wirlschaften. Die Lehrer erklägxen, daß ein großer Teil dex: Kinder am Montag in der Schule vouxtandiY _schlaff sei und daß diejenigen Kinder, die mehr oder weniger regelm ßig Alkokdol er- hielten, die geringsten Leistungen zeigten. ,

Was das Vorkommen der früher mit Vorliebe ausschließkch “rem ÉkUÜUß der Schule zugeschricbenen Krankheiten - Blutarmut, Kurz- fichtiakeit, Rückgrajverkrümmuvgen -- betrifft, so wird wiederum in vielen Berichten hervorgehoben, daß diese Krankheiter": ost sch„0n Von den Kindern in die Schule mitgebracbt und durch ungunsttge bauslicbe Verhältnisse verschlimmert wurden. Die Einwirkung der Lebenß- bedingungen in der Familie (1le die Schu1kinder trttt am deuflichsten da in die E11cheinung, wo in gleich- artigen Schulen KinD-er aus verschiedenen Bfevölkerungsgruppen unter Beobachtung stehen. Bekipiclßweise erd_ aus Bocholt, Re .-Vez. Münster, mitgeW'xlt, daf; kränklkche, schwach1iche xznd schlecht gen bxte Kinder nur unter dem Nathwucbs der Fabr1karbe1terbevö1ke- rung bemerkt wurden. Im Kceise Hameln, Reg-Vez. Hannover, hat der Kreisarzt einen auffallend besseren Gesundheitszustand unter den Landkindern als in der Stadt gefunken; obwohl die Landscbulen tellenWeise mangelbaste Bänke und ungünstige Belr_chtung aben, find Sehstörungen und Skoliosen dort selten, haufiger aber in der Stadt mit den hygienisch besercn Schulsn. Jm Reg.-Bez. Lüneburg sou es _auf dem Lande in der Regel leicht gelingen, die Wenigen schlecht genabrtexq Kinder zugezogener Arbeiter- und Tagelöhnerfamilien unter den übrigen herauszufinden. Mehrfach wird die frühzeitige Beschäftigung der" K_iydet; inx Gewerbebetriebe dxs Vaters als Ursache der körperlickxn Ruckstandlgkett aufgeführt. - ur das Ueberwiegen der Kurzsichtigkeit'in den höheren Schu en ge enüber den Volksschulen [iefert emen neuen Beitrag eme Auf- naYme in Merseburg und Naamburg. _ beiden Städte wucden 23,3 und 14,2 % KurzÜchtig€ gesqnden, unter den Volksschülern nur 2,8 und 3,4 0/0. Allerdings ist bonn Verglneicb der ablen das höhere Duxchschnitt8a1ter dec Gymnaßasjcn cZegezmbe): den * olksschülem in Betracht zu ziehen, da 1a be anntli mtr zu- nehmendem Alter und bei angestrengter Augenarbeit Kurzsichtigkeit überhaupt häufiger und stärker zu Werden pflcgt.

Aus fast allen Regierungsbezirken werden Zoch beYerkenxwetkß, insbesondere auch stat1stische Angaben über verbaltnismaßig häufiges Vorkommen von Kurzsichjigkeit, Augxnentxündunuen und andcren Augenleiden. Scijerhörigkeit, Schwaöhfinn, Skxofulose ,und sonstigén gesundheitlichen Mängeln gemacht, bezüxZÜÖ 52781) M auf den xr- Wäbf-tén Bericht der Medizinalabteilung des Mmtstertums der (42111- lichen Lc. Angelegenheiten verweisen müffen. Recht ungünstig war das Gesamtergebnis der im Jahre 1905, von den Kreisärzten vor- genommenen Untersuchnngen der Schüler mt Regier;1ng§bezk1kLiegnéß. Unter 29 056 in 259 Schu1€n dieses chkerungsbszixks untkrsucht€n Schulkindern waren 1142 blukarm, 969 skrofulös und tuberkulös, 1742 kurzsichtig, 755 sonst augenkrank, 386 schMrhörig, 69 epilepiisch, 230 Stotterer, 180 schwachsinnig, 269 skolkotisch und mit sonstigen Bildungsfehlern bebaftek, inSgesamt 5782 = 20 % nicht gesund.

Türkei.

Der internationale Gesundbeitsrat in“ Konstantinopel hat für Herkünfte von'Mytilene eitxe ärztlicbe Untersuchung angeordnet, die Yulerstetß ttüxktscben Hafen, in dem fich ein Sanitätsarzt befindet, xu e 9 gen 5 .

Für Herkünfte von Bahrein hat der Gssundbektsrak eine 48 standige Beybacbtung nebst Desinfektion Verfügt. Diese Maß- nahmerx bahen 111 einem Lazarett der Türkei zu erfolgen.

Tre fur Herkünfte Von dekm Küstenstricb zwischen Lit!) und El Wed], diese beiden Hafen eingeschlossen, angeordnete ärzt- liche Untexsucbung ist wieder aufgehoben worden. (Vergl. „R-Anz.“ vom 27. Juni d. I., Nr. 152.)

Bulgarien.

_Die bulgarisckye Regierung hat die Stadt D r a n für 5 e ftv e rs e u cht eranxt. *

_Konstantino_pel, 16. Oktober. (W. T. B.) In Dikili (thajet Aidin) ixt ein pestverdäcbtiger Fal! vorgekommen.

Handel und Geiverbe.

Aus den im ReichSamx des Innern zusammengesiellten .NaÜrichten fur Handel und Industrie“.)

U Schweiz.

, ksvrungSzeugnisse für hochgradige Weinsyeziali- taten und Süßweine. Die in den Bekanntmacbungen der schwekßskksch9n Oberondircktion vOtn 28. Januar und 19. Märzd.J., bet_reffend dle ZoÜbehandlung von bochgradigen Weinspeziali76ten und Sußweinen, vorgesehenen ZoUbegünstigungén Werden pack) einer weiteren Bekanntmachung derselben Behörde vom 20. April d. Z. nur s01ch€11 Weinsendungen zugestanden, deren Herkunft durch ein von einer Behörde oder Handelskammer des Erzengungslandes oder von einem schweizerischen Konsulat des betreffenden Konsular- bezizks angesteÜtes Ursprangözeugnis nachgewiesm ist. Um diese Zoll- beauc-stigung am!) auf solche hoch radiaen Weinspezialitäten und Süß- weine auszudehnen, dte aus deuts en Zollagem kommsn, ist von dem schweizerischen Bundeskat angeordnet worden, daß auch durch deutsche Zollbehörden ausgestellte UrsprungSzeugniffe für derartige Weine an- zuerkennen find, wenn darkn bescheinigt wird:

1) daß dxs Zeugnis auf Grund eines der Zollabferlixungsstelle vorlikgknden Originalzeugniffes der Zuständigen Behörde des Her- kunfrslandes au2ges1e9t ist, wobei die Amtsstelle zu bezeichnen ist, die das Originalzeugnis aUSgesiellt hat. ebenso die in leßtertm ange- gebene Art der Weinspezialität mit Zeichen, Nummern und Inhalt oder Robgewicbt der Fässer, ,

2) daß der im Originalursprungöjeugmsse Hexeichnete Wein in dem darin angegebenen Bestande nach der bctrefferxden Zollniederlage Lelangt ist und kort, mit Außnabme etwaiger Umfullung, keine Ver-

nderung erlitten hat,

3) daß der mit dem Ursprun skeugniffe nach der Schweix ver- sandte Wein, dessen Art, nebst Ze chen, Nummern und anbalt oder Robgewicbt der Fäffer anzugeben ist, der betreffenden Origmalsendung entnommen und unverändert nach der Schweiz versandt wird

Verzollung von Eisenwaren in Verbindung mit Uansentlicben Bestandteilen aus anderen Metallen. Gemaß der gese lichen Vorbemerkung zu Kategorie )(14 (Eisen) des sÖMkaerksäxe-n ebrauchSontarifs sind Eisenwaren mit unwesent- UÖSU Bestandteilen aus anderen unedlen Metallen noch als Ei(en- war?" zu behandeln. Ueber den Begriff „unwesentliche Bestandte le“ bat die [ckWeizetiscbe Oberjolldirektion anläßlich eines Einzelfalls ent-

Unler den (Gymnasiasten der"

schieden, daß bei Eisenwaren Bestandteile aus „anderen Metallen“ in der Regel nur dann aks .unwesentlich' zu betrachten find, Wenn fie 10 v. H. oder weniger des Gesamtgxwicbts außmacben. Im anderen Falle kommt die aÜgemeine Tanfregel zur Anwendung, wo- nach gemischte Waren, sofern keine _besonderen Bestimmungen entgegen- stehen, nach dem Saße des böber belegten Stoffes zu verzollen find. Auf Eisenwaren mit einem Ueberzuge von anderen Metallsn. auch in HLX): von 10 v. H. und mshr, ist diese Entscheidung nicht an- wend -ar. ., _

Der chinesische Hafen TschinWangtau.

Der Hafen von Tschknwangtau Hat in den [815th L Jahren eine Entwicklung genommen, kia ihn mcbt mehr ledigück) als Winter- bafen Von Tientfin erscheinen läßt. Seine eigentliche Bkdeutung bat er vielmehr als Koblenausfubtplaß fur die Förderung der 05111680 IngiysoriUZ 3116 U1U1UJ Sompavy. Auch zeigt sich immer mehr, daß der Hafen im Begriffe ist, unabhängig von Tiextfin ein Haxdels- Hinterland zu gewinnen, wofür das nördliche Chili und die sudliche Mandschurei in Betracht kommen. Zweignxederlaffungen kaufmänni- scher Firmen finden fich allerdings zur Zett „noch nicht in Tschin- wangtau. Wohl aöer haben verschiedene britische Sch1ffabxtfikmem wie Buttetfield and Swire, Jardine Mathxson and Co., Foxbes and Co., daselbst schon festen Fuß gefaßt. " ,

Die entstandenen Piers bieten zur Zeit fur 7 Schiffe Anleße- schen, deren Tiefen bei zweien 21 Fuß, bei zweien 20 Fuß und ei den anderen 18, 17 und 16 Fuß betragen.

Die Verladungömöglichkeiten find sebr bequxm, da die Schienen bis längsseit dcs SÖiff-s laufen. Auch sind bereits zweifgroße Laaer- bäuser entstanden. Vom Pier aus führt eine normalspunge elpgleifi e Ansckplußbabn nach Tangho, wo ste auf die nordchines1sche Eisenba n Schanbaikuan-Tientfin-Peking sjößt. _

Der Wert kes Gesamtgüterverkevrs im Hafen won T1chimvangtau, wo ein ÜSPUÜF aommjsgjovsr des Kaiserlich Chinesischen Seezolls seinen Sky hat, betrug in der Ausfuhr 1905: 72 282 Haikuan-Taels, 1906: 236 942 Haikuan-TZelsk ; in Er ([Esinfuhr1905: 2 066 157 Haikuan- Tae s, 1906: 3401454 - ai uan- ae .

lDev; Hauptausfuhrartikel Kohle stieg von 134610 “o im Jabxe 1904 auf 155 904b im Jahre 1905 und auf 177 0301“- im Fabre 1906-

Der SchiffSVerkebr im Hafen ist aus folgender Tabelle ersichtlich. Es in en ein und aus:

19g02g. . . . 156 Dampfer 1905 . . . . 217 Dampfer _ . . . . 193 . 1906 . . 239 1904 . . . . 186 deren Tonnengebalt von 154 000 im Jahre 1902 auf 284 000 im Jahre 1906 gestiegcn ist. . . _ '

Die Schiffe gehören der ()bjUJZ-z IuZmezormg 81141111113qu Somyavy, der (3111119. UanJQHTQU (30, der Hamburg-Aznertka-Linie an. Auch japanichs Schiffe holen Kohlen. Neuerdings_ lbckxßt aucb die franjöfisÖe SchiffsgeseUschast der „Shargsurs 13.621115 aUe zwei Monate in direktem Verkehr von Autwetvsn nach China den Hafen von Tschinwangtau anlaufen auf dem Wege nach Japan und der Westküste von Amerika. '

Sollte der seit Jahren berekts erörterte Plan einer d1rektex_1 Bahn- vsrbindung Tschinwangtau-Peking außgefübrt wsrden, so" wurde fich der Plaß zwsifellos schnelL entwickeln, was auf eine Schadigung des bereits durch die Ankage von Tfingtau in seinem Handel (Stroh- geflecbte) beeinträchtigten Txentfins hinauslaufen würde,

Eine Zeitlang bekam Tschinwangtau eiye _bc-sondere Bedeutung als Kuliausfuhrplaß für Transvaal. Diese i1t emstwellen infolgx der strengen Ausfubrvetbote Yüan Sch1kais geschwunden. Das große BarackenlaFr der Sbambxzr ol 11111165 Labour Tmyorßabion „JZSUSF steht seit 8 ner Reihe von Monaten leer.

Von framden Truppen stehen nur noch Keine Wacksen der Fran- zosen und Japaner dort. Der dortige deutsckoe Posten ist küleich zurückgewqen, nachdem durch besonderen, zwischen der Kaiserlichen Gösandjsckyaft und der 011111656 KUZinSSriuZ 31111 111211112 (30m- [ÉWF abßescküoffensn Verfrag die Baulichkéitkn verkauft und der

rund und Boden gegen ein oHen auf dem sogenannten 5161? ge. legencs Stück Land vertauscht worden ist. (Bericht des Kaiserlichen Konsulats in Tientsin.)

Australischer Bunk.

Abänderung des Branntweinsteuer e e es und de Verbrauchssteuertarifs. Die dem an trcstli chen Bundes? parlamente vorgelegten Gesetzentwürfe, betreffend Abänderung des Brannlwänsteuexgeseßes (06861118610113 301; 1901) und des Verbrauchs- steuertarifs (3260136 Darjfk 1902) find als Geseße angenommen und als „MW 8611255 4065 1906“ und „1320156 Warjü' 1906“ bekannt gegsben worden. Die auf den Weinwexsrbnitt bezüglichen §§ 58 und 59 des Branntweinsteuergestßes von 1901 find dahin abgeändert worden, daß die Foxderung bestimmter Mindeststärken für den Ver- schnittbranntwein fallen gelassen und die zulässige Höchststärke des nackx dem Vkrschnitt erhaltenen (Gemisches von 35 v. H. auf 40 v. H. ethobt worxerx „ist. Weiker nd enaue Bezeichnungen füx die her- gesteÜten Sptrtfuosen vorße chris en. Im übrigen enfpricht das Gesetz dem bereits mitgete 1th Entwurfs; nur der Zeitpunkt, von dem ab die-Bestimmung in Geltung 1reten sou, daß eingeführter und im Lande bergesteUter Branntwein von der Zulassung zum menfchlichen Genuß eine wenigstens zweijährige Lagerung durchgemacht haben muß, ist auf den 1. Januar 1908 verlegt worden. Auf Gin, Genevkr, holländiscken Branntwein (1210118265, 5011113pr und Liköre) sowie auf Verschnittbranntwein findet die Bestimmung bezüglich der Lagerfrist keine Anwendung. Neu ist gegen den Entwurf noch die Bestimmung, daß Kognak (braUäy) zum Genuffe nur dann zugelassen wird, Wenn der Zollbehörde durch ein anzillcbes Zeugnis des Ursprungsklasxdes nachgewiesen wird, daß er aus reinem Traubenweine

ewonnen .

g Das zweite Gesetz, 1325156 Warij 1906, vZodurch die Säße des

Verbrauchssteurrtarifs (ÜTÄJS DaerX 1902) fur diekn Australien

Frgestellften Spirituosen ermäßigt werden, entspricht dem mxtgeleilten ntwu'. e.

Ausschreibungen.

Bedarf an Feuerlöschgeräten in Wels (Oberöster- reich). Die Gemeindevertretung yon Wels hat einen Bericht des Feuerwkbrkommandos über die notwendige Ans_chaffung von Geräten und Angrüstungen - darunter auch eincr Dampfspriße- zur Kenntnis genommen und hierfür ein Komitee, bestxhend aus sechs Mitgliedern der Gemeindewertretung und drei Mitgltedern der Feuerwehr, unter dem Voxfiße des Bürgermeisters eingeseßt.

Lieferung Von Dampfstraßenwalzen nach Mähren. Der Landtag beschloß, den Landesausschus; aufzufordern, wegen An. laufs von stehen Straßenwalzen Pit Fabriken in Verhandlung zu treten. (OesLerr. Zentral-Anzeiger fur das öffentl. Lieferungswesen.)

Errichtung eines eisernen Zollaltters in Neapel für die ]UkSUäSUZZ ch ÜUQUJQ. Verbgndlung: 30. Oktober 1907, 10 Uhr. Anschlag: 435400 Lire. Vorlaufi e Kaution: 25 000 Lire; endgültige: 10 0/9. Angebote auf italienis em Stempelpapker von 1,20 Lire. (SQAZSWQ 1111161316 (161 ZSJUO <-11114.)

Projekt eines neuen Hafens i_n Wiborg. Durch die städtische Finanzkammer ist ein Projekt fur den Bau eines neuen Hafens in Wiborg auSgearbektet, dessen Bau nacb vokläufigen Nach- richten auf 5 600 000 «veranschlagt wird. Für den fabrikkndustriellen Teil des Hafens ist eine sehr umfangreiche F1äche in Auss1cht ge- nommen; es soll ein Kai von 1260 xo ebaut und ein besonderer Rayon für 16 Fabriken abaeteilt werden. ür den eigentlichen Haken will man einen Kai von 2700 m bauen. Der Hafen wird durcb : ne Rin eisenbahn mit der Bahn Wiborg-Vjörkö verbunden werden. Für die erladung und Ausladung der Frachten sollen Elevatoren errichtet werden, durch_ welche auch die Waren aus den Packhäusern in die Lager ubergefulyrt werden. (St. Petersburger Herold.)

AuSnuHung von Wasserkraft in Spanie n. Hermenegilbo Gorria (über deffen Wobnfiß die ])jrsoachu gsuoral 66 Obras 95131101"; in Madrid wird Auskunft geben können) hat die Konzession nacb esucbt, 30 000 1 Wasser in der Sekunde aus dem Flusse Sears im * ezirk Vilanova de la Barca (Lécida) zwecks Erzeugung elektrischer Kraft entnehmen zu dürfen. (Gaaßba äs Uaärjä.)

Lieferung von Typograpben- und Kupferdruckfarben nach Madrid an die Generaldirektion für das staatliche Stempel“ wesen (])jrsocjäu Zonsral (161'D1111b1'6 (191111515360). Es handelt fich um den Bedarf für die Jahre 1908, 1909 und 1910. Ver- handlung: 9. November 1907, 11 Uhr. (U0ujt6ur (168 1255er5 Uabsrislß.)

Neue Straßenbahn in der spanischen Provinj NaVarra. Die" Zoojsäaä auöujma Ilsobra 012 in Pamplona bat die Konzession fur eine elektrische Straßenbahn von Pamplona vach Sangüesa nachgesucht. Konkurrenten haben ihre Anträge-bis zum 6. November d. I. bei der Ojrsaechu gsnsra1 (13 013ra5 pübüeas in Madrid einzureichen. (SMW (16 Uaärjä.)

Lieferung von Papier nach Belgien. Am 9. Novsmber 1907, 11 Uhr Vormittags, wird die Lieferung des Papierbedarfs des Uonjbsur ZS]J6“ für das Jahr 1908 in öffentlicher Submission Zurck; den Direktor des Moniteur vergeben werden. Das „09.11161- (183 Sbargss“ und Proben des zu liefernden Papiers liegen im Bureau des „Yomjksur 1361Z6“, Brüssel, Rue de Louvain Nr. 40, zur Einficht aus. Nähere Auskunft erteilt das genannte Bureau.

(Youjvsar 1361Z6.)

Konkurse im Auslande.

Rumänien. AUYYUUI Schluß der Handelssericht Name des Falliten Forderungen Verifizierung bis am Ilfov Ehrlich u. Ne- 2. November 2. November zu Bukarest greanu, Bukarest, 11. St. 1907 n. St. 1907. Calea Mo.?ilor 58

Dié Firma Heinrich PreiSman u. S. oplien, Bukare l, Str. Bäxähie? 4, hat um ein sechsmonatliäyes oratorium nachgesu t;

Wagengestelluna für Kohle, Koks und Briketts am 16. Oktober 1907: Rubrrevier Oberschleßsches Revier Anzahl der Wagen Gestellt . . . "20 235 6992 Nicht gestellt . 2759 1 540.

Nach dem Geschäftsbericht der Vereinigten Köni s- u Laurahütte stellte sich die Produktion der Werke, ckFi- folxtd: an Steinkohlen 2743 092 t; (+ 165 023 6), an Roheisen 229 241 1: (+ 14 958 6), an Gußwczren 19 818 b (+ 3229 t.), an Wakzwaren 229044 1: (+ 14 745 6), an gewalzten Röhren 15 328 1; (+ 1029 r). Vor) den geförderten Steinkohlen verbrauchten die eigenen Werke ein- schlxeßlich dex Kohlen z.,ur freien Feuerung 30,6 0/0, während an Fremde 1902 988 b, d. T. 67718 “0 mehr als im Vorjahre, verkauft wurden. Zur Erzeugung von Koks wurden im Vergangenen Jahre 142787 6 fremder Backkoblen angekauft. Am Ende des Berichts- jabrs waren zum Abbau vorgericbtet: 32 010130 t- (gegen 31227 3505 gm Ende des Vorjabrs). Die Gesellschaft beschäftigte im Bericht!- 1abre an Beamten, Unterbeamten, Meistern und Arbeitern: zusammen 23 224 Personen, darunter 1653 weibliche Und 1566 jugendliche und Invaliden, im ganzen 1070 Köpfe mebr als im Vorjahre. An Arbeiterlöhnen, wyrdxn bezahlt; 21,5 Mill. Mark

d. i. 2,03 Mill. Mark mehr als im Vorjahre). Zu Gunten de: * eamten und Arbeiker wurden aufgewendet: 1. Geseßliche eiträ e dex deutschen Werke 1,5 Mill. Mark (1,4 Mill. Mark), der nk - deutscßen Werke 85 793 „FZ, (80 628 „ji i. ZZ.). 11. reiwllY : instunZen (Penstonen usw.) fur Beamte: 397 61 «(270 57 “1.23. fur A1 eiter: 1195052 „2 (1011652 .“ i. V.). m. Zuwendungeé im Interesse der Allgemeinheit 38 892 „Fi (35 022 „;( i. V.). ns- gesamt 3203 910 „ck (2 797 482 .“ i. V.), d. i. mehr 406 428 .“ W:Lerdezn wurden noch fur den Neubau von Arbeiterwohn- und S lafhausern sowie Badeanstalten 234 092,83 „Fü veraUSJabt. An Steuern und Lasten (11121: Art hatte dke Gesellschaft 86417681 „sé. zu tragen. An fertigen Walzwaren aller Art in Eisen und Stahl wurden im abgelaufenen Geschäftsjahre verkauft 163 981 b, d. i. 4612 i'. wexiger als im Vorjahre, weil die eigene Verfeinerungsindustrie einen qxoßeren Anteix beanspruchte. Die Vrutiobareinnahme hierfür sowie fur die Verkaufe an Steinkohlen, Roheisen, Gußwaren und Rohren fur die Erzeugniffe_ der gesamten Konstruktions- und Verfeinerungsindustrie und fur die gewonnenen und verkauften Nebenprodukte und Materialien aller Art betrug 66 Mill. Mark, 1). i. 6,8 Mill. Mark mehr als im Vorjahre. An dieser Bareinnahme find Yie russischen Werke mit 3 879 408,20 Rbl. beteiligt. Ueber'die gegenwartige Geschäftsla : ist zu berichten: Die Streikbewegung tm oberscble schen Kohlenrev er hat auch die (Gräfin Lauragrube in Mitleidenschat gezo en; fie War aber nur von kurzer Dauer, so daß der geringe ö: erausfaÜ bald wieder eingeholt werden konnte. Die Koblenqru en müffen aUeI aufbieten, um dem durch die Sorge_ vor dem Winter über das Normale angespannten Bedarf zu genugen; die Verladun ift sebr fLott. Die Lage des Cisenmarktes ist ungeklßrt, doch nd die Werke der Gesellschaft fur das Inland und fur den Export mit mehr wie hinreichender Arbeit versehen. Dix schlesischen Werkstätten stud bis über den Schluß des laufenden Geschaffoabres hinaus mit reich11chen Aufträaen zu lobnenden Preisen versehen. In Rußland haben fick) d1e Preise noch nicht gebohen, da das Angebot die Nachfrage überwiegt. Eine Befferung tst dort erst zu erwarten, wenn Staat und Eisenbahnen an die immer dringender werdende Deckung ihres Bedarfs heran eben.

- Die gestrige Genexalversammlung der Westfalischen Dxabtwerke in Cökn, in der jecbs Aktionäre 1213 000 „Fi Akkicn- kaptfal vertraten, erlediate, der „Kölnischen Volksseitun * zufolge, glgtt und ohne Diskussion die Gegenstände der TageSor nung und wahlte das ausscheiderxde AuffichtSratSMitglied Geb. Kommerzienrat iAstus?) 1:72? ? lrbvcrtesÜIJUffeZorÉ wiede? AML Dividende von 28 9/o

a. eer eaeun us ' Werden keÉnerlFi Mitéjeilungien xmacht. MUM des Unternehmens

-* n er ge ern n 5 erlin abgebaltenen Si un des Ver- waltungörats der Steaua Romana, Aktiengeslelsgäjaft für ;petroleumindustrie, wmde, laut Bericht des „W. T. B.“, be- chkoffen, der auf den 12. November d. Is. einzuberufenden General- persammlung dxe Verteilung einer Dividende von 8 !)/9 (gegen 6 % tm Voxjabre) fur das am 30. April a. St. abgelaufene Ges äftsjabr vorzuschlagen. Ngch der vorgelegten Bilanz und dem Gew nm und Verlusfkonto betragt der Reingewinn nach Abzug der Generalunkosten und Zinsen 661412938 Lei (gegen 3755 094.04 Lei im Vorjahre, wovon 4069 047,53 Lei (gegen 2262 656,48 Lei im Vorjahre) zu Abschreibungen auf Anlagen und Petroleumterrains verWandt werden.

- wi_schen der Bayerischen Vereinsbank in Mün en und der urzburger Volksbank ist gestern, .W.T.B.“ zufo ge, vorbehaltlich der Genehmigung durch die beiderseitigen General- versammlungen ein Fusioysvertra ab eschloffen worden, won der (Geschäftsbetrieb der Wurzburger olks ank mit sämtlichen Aktiven und Passiven unter Ausixbluß der quuidation an die Ba eri che Ver- einshank gegen eine Gewabrung yon 999 600 „M Aktien dicker ank, die zu dtesem Zwecke eine Erhöhung des Grundkapitals vorschlagen wird, über-