1907 / 305 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 24 Dec 1907 18:00:01 GMT) scan diff

YZZ gänzlich unbeteiligte Personen befanden. Auf je hundert dem

YM Zahl der zur Lastenheföxderung in Handel und Gewerke (Auto cten nur 7,8, auf hundert Wagen des öffentlichen Fubxverkcbrs fiemobildrosäzken 2c.), die auch vielfach dem Vergnügen dienen, entfielen, Klükkayllleistens in den belebten Straßen der Großstadt fabrsn, 48-5 Un- ü era ?; Nach einxr Bereäwung von R. Kuczinski in den „INH!- in Dntfur Nationglökonomi: und Statistik“ werden gegxnwarjig Mobilen schland verbaltnismäßig ebensoviel Personen durch das Auto- ndivkkltßi, wie durch die Eisenbahn. Die Zahl der GUöteten ist Eisenbngs kleiner. Wenn man die Verunglückungcn des Personals "der ( "USW ?hnen urid der Anjomobile, also die eigentlichen BetriebSunfaÜS , AuwyonÉ-Lollsttabermach, natürlich relai'iv, die Zahl der djurch ULT: er (3 en . ' , i M Eisenbübmeisendßen, Persone1 fast doppext so groß w e

Zur Arbeiterbewegung. JWD“ Organisationsvertrag im deutschen Buchdrucker- Dieerbe ist in wesentlichen Punkten außer Kraft gesetzt wmden. am niZisien angefeindete Bestimmung des Veritags gina- Wie die Bay “th- berichtet, bisher dahin, daß die Mitglteder des Deuiscben “"ck ruckekvkksiUS, der tariftreuen Prinzip::ie-orgayisation- NUL" Mit" 'der dxs Verbandes der dxutschen BUchdrucker be§chailißkn Md ("*NEU- die „Mitglieder dieses Verbandes nur bei Angehörigen G DSUÜÖLU Bucbdruckervereins Arbeit nehmen soliten. haegen “diese Bestimmung wandte fish besondxrs der_ WÜN- vield des Verbandes stehende tariftreue ,Gutenbergdund - AW) ], e Prinzipale waren mit 'dem Organisationsvertrag nickyt ein- Jerstanden und gründeten deshalb einen neuen ArbeitgebtWexband. weßt UW die bétreffenden Bestimmungen des § 4 abgeandert vorden, Sie lauten nux-mebr: „s. Der Deutsche Buchdrucker- "ei" vexpflicbtet fich , nur solche Prinzipale als Mitglieder “Usdunebmen, die der ' Tarjfgemeinsehaft der deutschen Bu'chdrucker Znßkkören. Die Mitglieder des Deuiscbcn" Buchdruckerveretns find delpflkchtet, nur taeiftreue Gehilfen zu beschaftigen. iz. Der Verband aF bk"tsch?" Buchdrucker verpflickytet sieh, nur- tariftceue Gehilfen d Mitglieder aufzunehmen. Die Mitglieder des Verbandes der deutskben Buchdrucker find verpflchiet, nur in iariitreuen BUSH- rl'*Ixereien zu atbeiten. c:. Gehilfen, welche von dxn tariflirßen * stck'ledsinstauzen als gemaßregelt erkläxt worden sind, mussen bei Em- SUung in erster Linie berücksichtigt werden.“ Zur Abwehr von Ausständen der Kaffeebauökelsn er bat, der FFW" zufolge, der Verein der Cafétiers Deutschlands be- ,[offen: 1) Jeden Cafétier zu Verpflichten, von einem bei ihm aus- chhenen Kellnerstreik sofort der Orgavisation mit Namensnennung bei Aussiändiaen Kenntnis zu geben. 2) Kein Cafétier darf eine_n Meinem KoUegen in Streik getretenen Kcllner einsteiler), 3) Die - Verein der Caféangefieikten, der ins skzialdemokratisäoe Lager ÜTFJZUJM ist, angehörenden KeUnec sind von der Anstellung aus- e en. . Der „Kölnischen Zeitung“ wird aus Crefeld telegravhtert: f Verband der niederrheinischenSammet- und Plasch- abkikanten hat in seiner gestern nacbmittaa abgehaltenen Haupt- ksakmnlung einstimmig beschlossen, wenn bis Ende "dieser Woche der Ausstand in den Seidenfcsxbrikerlt nichtd [);erst €an wurde;;e ckan x??? zuberufenden Hauptoer amm ung a er an g_en r “den Sammetsabriken vorzuschlagen. (Vgl. Nr. 304 d. Bl.)

Kunst und Wissenschaft.

Wieder hat die medizinische Wiffenxcbast und die'mediziniscbe Fakultät der Friédrich Wilbelm-Univerfitat in Berlin inkbesondere, einen schweren Verlust zu beklagen. Der Geheime Medizinalraf, Professor Dr. 11120. Adalbert von Tobold ist nach kurzer K!ank- beit im achizigften Lebensjabke in Bcrirn verstorben. Der Verstoxbene, ; ein Schüler von Iobunnes Müller, Schönlein, Traude, CaSper und _ mberg, war zunächst [ängere Zsit als Assistent v. Langenbxcks tatiß- Auf einer Studienreise erkannte er die Vorteile, die G(ncias Kebikopispiegel der ärztlichen Wissenschaft bot. Er_wandte

der Laryngologie. zu und wurde auf diesem Gebiete bald ein aner-

nnter Führer, eine Steliung, die er in einem langen, an Erfolgen d Anerkennung reichen Leben behauptete. Als der Gelehrte vor weWen Wochen in geistiger und körvexlicher Frische dezi 8). Gebxms- AQ beging, wurde er von Seiner Majestät dem König in den erblichen dtlsstand erhoben.

Die Galerie Eduard Schulte ist am ersten Feiertag ge- en, am zweiten find die Räxme von 10 bis 2 Uhr geoffnet.

Jagd. Offizieller Streckenrapport

ber Köni li en ofjaqd im Hammer-Wuster- l)Üusensr Ggehecxe an'YFrei'tag, den 20.Dezember 1907.

*I Auf der am Freitag, den 20,50ezember, in den Köni lichen IUSdeeikommißrevieren Hammer (Focstmetster Gallasck) und jomJZWUsterhausen (Forstmeister Qppenhoff) abgehaltenen Hof- ,)qu Wurden in den durch den Holzernen Sxe getrxnnien Forst: Exen- den Kaßenbergen und der Dubrow, in zwei mit hohem

Uge Amd orden abgestellten Jagen vpn 31 Schüßen QestreSckéaufleré 175 Dam-Spießer und Wild, 212 Sauen b" SLine Majestät der Kaiser beschränkten den Aller- dochstelgnen Abschuß auf Schaufler Und robe Sauen, von Men erstean 14, [eßteren 43 zur Strecke amen. _ ,

da Das Weiter war so ungünstig nne nur moglich, an- Uerndxr naßfallender Nebel.

AuBftellungswesen.

2. [„Eine Internationale Gartenbauausstellung wird vom Be?“ 13. April 1909 in Berlin stattfinden. Der „Verein zur In okdkkung des Gartenbaues in den preußischen Staaten“, der im sen“ 1822 gegründet ist, wird nach einer Folge kleimrcr Aus-

[SUUgen diesen gärtnerischen Wettbewerb im großen veranstalten- YartAussteÜunJSort sind die neuen Audsteliungsballen am ZookogisZHM er e" , gemietet, die im Mittelpunkt Groß-Be-lins, gegenuber ßandKalser Wilhelm - Gedächtniskiräpe, erbaut sind. Der Vor- "dre ladet die Liebhaber und Freunde des Gartenkaues ein, maMPftMzenscbäße auf kurze Zeit weiteren Kreisen zugänglich zu Und LY und „bittet die Gärtner von Beruf in Süd und Nord, in Ost daW est, die Züchter neuer Varietäten und die Entdecker neuer Arten, bekutgwße und kleine Einsendungen zum Gelingen der Ausstellung Wi “MU- Durch den Nasen des Vergleichs soll eine erzieherische

Jener? aUSgeübt werden. Jede weitere Auskunft cxteilt das . ]ekretatiat des Vereins, Berlin U. 4, Invalidenstraße 42.

Verkehrsauftalteu.

Anf ' . das “"JIanuar1908ersckyeint emeneueNummerdes ,Postblatts , WJYwBUlaae Ulm „ReiÖSar-zeiger“ bildet, _aber auch für sich ??sieut wiSrden kann. Im Pofiblatt, das im Reichspostamt zusammen- ük Posts rd, find die Wichtigsten Versendungsbedingungen und Tarife die eit “F""IM aller Art sowie für Telegramme enthalten. Auf Okto :) «em Eksthkknen der vorangegangenen Nummer Anfang LUA be onFertretene" Aenderungen wird in der neuen ummer “Un auI lieben Druck (Schrägscbrift) hingewiesen. Das Postblatt mit der Pot 2" Fnderen, Ulnfan reicheren HilfSMitteln für den Verkehr ““Wäoten x' un Telegraph“- Postbücher, Post- und Telegrapben- '“ diese bis ux das Publikum us -_ u die neueste Zeit ergänzt. Der Bezugspreis des

ie rt und Vngnügen dienende Wagen entfielen 15,4 Unglücksfälle, auf

*befonderen Genuß bereitete

w.) mit Vorteil benuizi werden, weib

[) t ä ! ür das ganze Jahr 40 „3, für die einxelne Nummer ZoYéaüÖesFelrluYgefn werden von den Postanstalten entgegengenommen.

t Tse ramm aus Ratibor ist die Post aus Wien, die be1tteLaäüb eingBerlin fällig war, infolge von Zugverspatung aus- geblieben.

' Theater und Musik.

Neues Schauspielhaus.

, wi en Ja und Nein“, eine Komödie in drsi Aufzügen von FökaLchBlumenxhal, brachte es bei ibm: qeftrigen Exst- auffübrung auf der SQauspiclbübne am Nollendorfplaß nur nach den exsten beiden Akten zu einem vollen Erfqlge, wabxend im dtitten, dxr muklich abfiel, die Meinungen des Poblikums zwischen Ja und Nein erheblich schwankten. Schade, denn anfangs schienen alle Bedingungen für ein gutes Lustspiel fich erfüllen zu onen. Es handelt fich um eine junJe Malerin dunkler Herkunft, aber edler Gesinnung, die den Legationßsekrktär von Maltas liebt und von diesem wieder- Der ehelichen Verbindung der beiden stellt sich nicht allein die Rückficht auf die Familie und die Laufbahn des Diplomaten - diese Hindernisse ließen fich, wie gezeigt wird, überwinden -, sondern auch der Stolz es Madchens ent- gegen, das nicht als Eindringling in einen Kreis betrachtet werden möchte, in dc-n sie nicht paßt „urid in „dem sie nur gzduldct wäre. Sie ist eher bereit, dem Geliebten fret anzugehören, als diese Demütigung zu erdulden; So weit ist der Konflikt gut, knapp und bühnengerekbt durchgefuhrt - (xder die Losung! Der Legationssekretär bat eine Broschüre yon stark liberaler Tendenz q€schrieben, die Aufmerksamkeit in parlamentariscben Kreisenferregt bat. Es wird ihm ein Abgeordnetenmandat angetraqep und damtt dix Aus- sicht eröffnet, sich als freier Politiker _undSckntftstc-„Uer zu beiatigen._ Er gibi die diplomatische Laufbahn aus, wird von seiner amilie ver- mutlich hinfort verleugnet, von der Malerin aber und i rem synder- baren Berater, einem alten Bohézmien, der die da_nkbar_e RoUe jpielt, in aUem, was er sagt, recht zu haben, nun erst fur1wutdig befunden, mit ihr die Ehe einzugeben. „Pfui, ein politisch Lied! - kein Wander, daß dieser sondcrbarc Schluß verstimmte und das Bebagen, das der feingeschliffene, wißige Dialog der beiden ersten Akte verbreitei hatte, fast vergeffen ließ. An der Auffahrung unter der Spiel- leitung Ernst Welischs war nichts außzufeßen. Das Liebespaar fand in Fraulein Maren und Herrn Kalicr-Tiß sympathische Vertreter. Eine besonders belustigende Charge bot Herr Ernst Arndt in der Rolle eines jovialen Onkels des jungen Diplomaten und Abgesandten seiner Familie. In den andern Aufgaben zeichneieg sich Frau Sebneider-Niffen, die Herren Adolf Klein, Walden, Kuhne, Grube Siebert, Reßbatb u. a. aus.

Theater des Westens.

Seit einigen Tagen füiTt die neue Operette .Waszertraum' von“ Oskar Straus aÜabendlich das bisher von der „Lustigen Witwe“ ausschließlich beberrscbte Charlottenburger Theater mit frobem Bei- faUC-jubel. Alle Bestandteile zu einem Erfolge sind aber auch vor- handen: ein dankbares Textbuch, eine anmuiige feine Mu ck und eine außgezeichnete DaxsteUerscbar. So frisch rauschte_ der elodienquel] seit langer Zeit nicht mehr in der Operette. Unermudkiä) klingt und singt es in lockenden Weisen, die ein feiner (Geist voll Empfindung und Humor durchleuchtet. Noch höher ist die vornehme und, uberaus charakieristische Instrumentation einzufckxäYen; wie hier dix Eigenart der vetscbiedenen Instrumente verwendet wird, um heikle Situationen zart zu skijzteren, um lächelnd ironische Lickier aufzusetzen, und um dann wieder über- mütigen Frohsinn Funken sprühen zu lassen,. zeugt von natürliäyer Schöpferkraft und geistvoller Erfindungßgabe. Der Text, von Felix Dörmann und Leopold Jacobson Veriaßt, behandelt ein nicht ganz neues Thema Überaus bühnensicber; es, st die Eesckichie von der hocbgcborenen, m Etiketie einge- scbnürten Dame, die von einem temperamentvoüen Bürger- mädchen, einer kleinen Mufikantin, lernt, den jungen Edgemabl zur Liebe zu zwin en. Die Darstellung der Operette war auch gestern abend alles obes wert. Den blutjungen Prinzgemahl sang und svielte Gustav Mayne: frisch und fröhlich; Hermine Hoffmann gab die Prinzessin Heleve, die durch kleine Künste die Neigung des Gatten gewinnen will, mit vornebwer, manchmal noch etwas zu kühler Haltuna; den gesanglichen Teil führte sie angenehm durch. Das kecke junge Wiener Blut, die Franzi Steingruber, fand in „Bali Paak eine ebenso graziöse wie temperamenivolie Vertreterin; rnit köstlicher Laune führte sie ihre Schelmereien aus, ohne _an geei neter Stelle ein e tes Gefühl vermiffen zu (affen. Auch die ubrigen oUen fanden vortre liche Vertreter. Das Orchester unter dem Kapeümeifter Alexander Stefanides arbeitete alle inneren und äußeren Reize der Panitur tadellos heraus. Die Inszenierung zeichnxt sieb durcb prunk- VoUe Dekorationen und künstlerisch abgetönte Kostumbilder aus.

Konzerte.

Katherine Ruth Heyman gad 'am Donnerstag 'im Beethovensaal einen Klavierabend mit einem sehr mannigfaltigen Programm; alle Stilarten waren da vertreten, von den klassischen Schöpfungen des deutschen Altmeisters „Job. Seb Bach bis zu den neuzeitlichen Kompositionen des Amertkaners MacDowell. Die Pianistin entwickelte eine gute technische Bildung, nur der Ton kl_ang öfters flach. Was die Gestaltun skraft der Dame anbxtnfft, so sébeint sie das Gesuchte xu leben; eine reine , naturliche Empfindung klang nicht oft aus ihren Vorträgen hervor; der Verstand strebte stets nach besonderen Schattierungen. -- Der gleichzeitig von Franz Bothe im Saal Bechstein ver- anstaltete Kompositionßabend verlief ziemlich wirkungslos. “Aus dem das Konzert einleitenden Streichquartett wollte durchaus kem anregender oder neuer Ton hervorklingen. Ebenso hörten fick; die Lieder, die Eu en Brieger, zum Teil mit seiner Gattin Margarete BrLeger-Palm, vortrug, wobl frsundlicb aq ; in die Tiefe des Gemüts drang jedoch keins. Den besten Eindruck rief nocbdas „Abend. ständcben' mit seiner sinnfäliiqen Begleitung hervor. Die Stimmen des Streichquartetts, der Flöte und Harfe verbanden fich_ auch manchmal zu wohlklinaenden Harmonien. Neben den Sangern wirkten no das Streichquartett der KönigliYen Kammer- musiker Ge der Borisch, die Königlichen ammermusiker Otto Rößler (Flöte) und Julius otb (Harfe) mit, - Vortrefflick) wurde an demselben Donnerstaz n der ingakademie musiziert. Fräulein Vicky Vogel (KlavieL trug bei Be- ginn und zum Schluß des Abends das Lisziscbe S-Dur-Konzert und das in E.Moll von Saint-Saöns, mit Begleitung des von Herrn

ofkapellmeifier Bern ard Stavenhagen _geleitejen hil- éarmonjschen Orche ters vor. Wohl selten durfte nament ich die nach der virtuosen Seite bin unßemein 1chwierige, aber auch klangsehöne Tondichtung Saint-Saöns' mit soviel Feuer, Sicherheit und xhythmischer Straffheir aufdcm Klavier wiedergegeben worden sein, wie das hier der Fail war. Zw2fchendurch sang der mitwirkende Kammer- sänger udolf Gmür aus Weimar einige der interessanten Mahlersihen Lieder mit sympathischen! MUMM, Bariton, bei dezn freili-b hin und wieder eine Unauogeglitbenheit_der Register und em unschönes Tremolo den Genuß etwas beemtracbtigten. Von den

" t d s Or eier die egleitung aus.

bier IFF E5.Cl SvZZhonie-abend der Königlichen Kapelle am verganaenen Freitag war ein Beethoven-Abend. Felix Wein- gärtner bereitete den Hörern den seltenen Genuß, ihnen aUe drei Leonoren-OUVertüren vorzuführen und ihnen so den Meister in immer neuem und immer erfolgreicherem Ringen mit dem spröden Stoff zu zeigen. Ferner stand *die ÜSbeoneZeFse FdeZérYYndequewgrÉFZé .“ v n e en .

die in der gewohnten 9 “dag bKlavlerXonzeit [Mrs 4, EG'Dutri Mist

t von Do néxny am __aver.' : ern e c m

FLY? WixekitcßenErYeifaU, denn ex oersugt nicht nur über eine höchst bemerkeanerte Texbmk und einen klangvollen

- Generalversammlung des Aerztevereins des V ' : Rei tungöwesens unter dem Vorfiß des SanitätSrais Alexander Gesängen hinterließ ,Die Fk chpredigt den tiefsten Eindruck. Auch

Ü siädtischen Behörden als befriedigend

Ansedlag, sondern sein Spiel bekuniet auch eine tie e innere musikalische Durckobildung. Jm G-Dur-Konzert fügte sichfsein In- strument detp usammenspixl künstlerisch ein, und es war ein hoher Genuß, den fe nen, fast filigranartigen Aufbau des Mittelsaßes ent- stehen zu hören. __ Martinus Sieveking, der, Yeichfalls am Freitag, mitdrm Philharmonischen Orchester im ' eetboven- scxal ein erxzert gab, bewährte 17:11) als ein Technisch weit-enlwickelter Pianist. SMM? mekr 'auf das Virtuose gerichteten Eigenart ent- spre end, bot Steveking m der letzten Nummer seines rogramms, dem G- oÜ-Kouzett don Saint-Saöns, die adgerundetLe und innerlith unanfexcbtbariie Leistung *des Abends, während er in Beethovens un- dergletcblicbem Es-Dur-Konzert, kesonders nach der geistigen Sei1e bin, noch wanches schuidiF blieb. Nych schien das Tempo im leisten Saß uberhastet, soda die Klardett und Plastik des Spiels sowie die gerade diesem Saß notwendige straffe Rbythmisierung darunier litten. Da egen wirkke das Spiel Sievekings, dieser Einschtänkungen un- gea tet, auch dmch manche musikalisch Vorzüge, zu denen in erster Reihe ein außergewöhnlich modulationsfähigkr Anschlag zu zählen ist, der sexbst im starksten Forte nichts von iciner Schönheit verliert. _ Das gleichzeitig, im Klindworth-Scharwenka-Saal qe ebene Konzert der VtolonceÜistin Sara Gurowitsch gestaltete fi für' die junge Künstlerin im allaemeinen recht günstig. Der Ton ihres Instruments ist zwar nicht gwß, aber wobllautend, und in den kleineren Kompofiiionen ihres Programms traten ihr musikalischss Verständnis und warmes Empfinden vorteilhaft in die Erscheinung.

Am Sonnabend spielte Fräulein Gisela Gross, die [)in wohlbekannte Klavierkünstlerin, im BeethoVensaal die F-Moll- Sonate von Brahms, die bei allcm Temperament und allem musikalischen Feinsinn, den die Künstlerin im Vortrag entwickelte, doch bin u_nd wieder etwas mehr Energie und Kraft des Ausdrucks v::tragen batte. Die-Schönbeiien der kleinen Stücke von Schumann und Chopin fötderie fie restlos zutage und konnte in einer 73156 caprjcs von WZißmann auch ihre glänzknde Fertigkeit zeigen. Zräulein Großz zahlt unzweifelhaft zu den Besten ihres Faches. -

n dem Sonatenabend, den Fräulein Alice Schwabe (Klavier) und Alfred Wittenberg (Violine) an demselben Tage im Saal Bechstein veranstalteten, exfreute der bekannte intelligente Geigen- künstier wieder durch sein edlss, slilgcre tes Spiel, den warmen, marktgen Ton und die schwungvolle md a gerundete Wiedergabe der gewählten Kompositionen. Zn Fräulein Schwabe hatte er eine tüch- tige Partnerin, die nur manchcs etwas zu derb anfaßte. Besonders eindrucksvoll Wurde die künstlerisch wertvoüe 3. Sonate in G-Moll von Berger, namentlich in ihxem Scherzo, vorgetragen.

Jm Könialicben OpernbaM wird morgen .A'jda'. mit den Damen Rose, Goetze, den Herren aclennan, offmann, Knüpfer, Grinold in den Hauptrollen, gegeben, am 2. eiertage .Carmen“, mit den Damen Deiiinn, Hempel, Dietrich, Ober, den Herren Kitch- hoff, Griswold, Krasa, Lieban, Bachmann und Dahn am reitag „Orpheus und Eurydike', mit den Damen Goetze, Destinn, D etrich.

Im Königlichen Schausvielbau1e wird morgen, Mitt- woch, Ernst von Wildenbruchs Schauspiel .Die Rabensteinerin“ in der bekannten Bese?ung aufgeführt. - Am Donnerstag wird Gustav Freytags Lu ispiel .Die Journalisten“, mit den Herren Keßler, Arndt, Boettcher, Staegemann, Werrack, Zeisler, Vollmer, Oberländer, Eichholz und den Damen Arnstädt von Mayburg und Stbramm in den Hauptroüen, geßeben. - 111 Freitag, den 27. d. M., wird das neue Schauspiel von Rudolf Herzog „Auf Niffenokooq', mit den erren Kraußneck, Stakgemann, Vollmer, Pohl, Geisendörfer, Eich olz und den Damen Buße, Wachner, von Arnauld und Toff in den einzelnen Rollen, wiederholt.

Im Neuen Königli en Operntheater geht morgen Goethes „Faust" (1. Teil) in olgender Beseßung in Szene: Faust: Herr_Maikowsky; Mephistovbeles: Herr Pohl; Wagner: err VoUmer; Schuier: Herr Boeticher; Gleichen: Fräulein Wacbner; alentin: Herr Werrack; Martha: Frau Schramm. Die Vorstellung beginnt um? Uhr _ Am 2. Feiertacxe (Donnerstag) wird „Nathan der Weise“ von Leifing aufgeführt. Die Beseßung lautet: Sultan Saladin:9?err Zimmerer: Sitiab: Fräulein Lindner; Nathan: Herr Pohl; echa: Fräulein Wachner; Daja: Frau Buße; Tempelberr: 1YHerr Malkowsky; Der- wisch: Herr Eggeling; Patriarch: Herr er; Klosterbruder; Herr Vanentin. _ Als NachmittagevorsicUungwerden am 2. Feiertage die Oper '.Hänsel und Gretel“ und das BaUett ,Die Puppensee' gegeben. - Am teiiaJabend findet eine Auffühqu des „Barbiers von Sevilla“, 'mit räule n Kauffmann, den Herren ommer, Hoffmann, Rede und Mödlinger in den Hauptrollen, statt.

Das Wobltätigkeitskonzert, das am 27. Dezember, Abends 7ck Uhr, in der Philharmonie zum Besten der 711. Haus- baltunqsschule , des Zwei vereins Berlin des Vater- ländischen Frauenvereins igjait ndet, bietet ein ebenso Zewähltes wie reichhaltiges Programm. Es w rken mit: die Konzertsängerinnen Frl. Fromm und Frl. Säpünemann, Herr Professor Halit, Herr Eisenberger, (Pianist), der Opernsänger Herr Hekler und der Re- zitator Herr Türschmann. Eintrittskarten zu 3 , 2 und 1 „ii find bei Bote u Bock und im_ Warenhaus A. Wertheim (Leipziger Straße), bei Frau Polizeimajor Rau (Febrbeüiner Straße 92 undbiulieBureau des Vaterländischen Frauenvereins (Dessauer Stryße 14 zu a n.

Am Freitag, den 27. d. M, Abends 7 Uhr (nicht wie sonst am Mittwoch), veranstaltet der Königliche Mu kdirektor Bernhard Irrgang in der St. Marienkirche vor dem bevorstehenden Orgel- umbau das leiste Orgelkonzert, als Jahresschlußfeier, unter Mitwirkung von rau Erna von Storck: (Sopran), Frau Emmy Gareisten - Pease ( lt), Herrn Erwin Zingel (Tenor) und Frau Bianka Becker-Samolewska (Violine). Der Eintritt ist frei.

Mannigfaltiges. B e r l i n , 24. Dezember 1907.

Die Sfadigcmeinde Berlin hat bescbsoffen, auf dem im Nord- Westen der Stadt belegenen Gelande der sogenannten Wurzelberge eine„Parkanlage zu schaffen, die; den Namen Schillerpark er- baltot soll. Zur Erlangung eines fur die Ausführun geeignexen Ent- wurfs wird ein allgemeinerWettbewerb au?ge§chrieben. Für die drei besten Entwürfe sind drei Preise in Höhe von 5000 „ji, 3000 „zj und 2000 „Fi auszeseßt. Die Verteilung der Preise erfolgt durch ein Preißgericht von 12 Mitgliedern. Die-Entscbeidung darüber, ob einer und welcher der Entwurfe aUSJefübrt werden soll, bleibt der Stadtgemeinde Berlin votbebalten. Die für den Wetibewerb maß- gebenden Bedingungen und sonstigen Unterlagen können ge en vorber- gehende Einzahlung von 5 „si, die dem Bewerber nach Einlieferung eines den Bedingungen etitsvrecbenden Entwurfs zurückgegeben werden, durch schriftliches oder mundliches Ersuchen vom Bureau der städtischen Pgrkvexwaltung, Rathaus, Zimmer 119, bezogen werden. Die Ent- wurfe find portofrei bis spätestens am 1. April 1908, Abends 8'Uhr, ebendaselbst abzuliefern. '

Am 20. d. M. fand im Langenbeckbadse die zahlreich besuchte erliner

statt. Nach einem wmmemvfundenen Nachruf für den verstorbenen Vorstßenden der Berliner Rettyngßgesellschaft, Geheimen SanitäTSrat Dr. Julius Becher und die ubngen verstorbenen VereinSmitglieder gab

;der Vorsißende einkn Bericht über die Täti keit des Vereins

im derfloffencn Jahre, besonders seit der Ueberna me der Rettungs-

* wachen der Berliner Reitungßgeseüsäßaft in ftädtiskye Verwaltung.

Es sind bierdurä; dem Virein neue große Aufgaben im Jntere e d s (Gemeinwohls erwachsen. Die Tätigkeit des Vereins war aslslieiteig zufriedensteUend. Dr. O. Salomon berichtete über die Kassen- verbältniffe . des Vereins, die dank dem bEriiZzegenkommen der _ , zu eze nen d. Bericht uber die Tatigkeit der Rettungdwaäyenfin erstaFeetjx der Profeffor George Meyer. Die Tätigkeit der Wachen; die' ein-