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Konzertlokale meist patriotisaK: Konzerte o_eranftaltet hatten_. _ Am Abend waren das Rath us und viele andere Geba_ude festlich beleuchtet. Aus vielen anderen Städten des Reichs liegen Berichte vor, nach welchen das Nationalfeft auch dort würdig gefeiert worden ifi.
_ In den deutschen Münzstätten find bis zum 25. August 1877 geprägt worden, an Goldmünzen: 1,147,913,000 .,“ Doppelkronen, 358,819 020 _«ké Kronen, 5,362,500 „46 halbe Kronen; hiervon aui eratrechnunZ: 221 607,079 „“;; an Silbermünzen: 71,653,095 „44 5-Ma : stücke, 97,288,586 „js 2-Markstücke,_ 143,512,165 .“ 1-Mark- stücke, 60,717,124 „ss 00 ,s 50-Psennigfiücke, 35,717,922 „44 80 «3 LEPfennigstücke; an Nickelmünzen: 23,502530 _.,411 70 .:! 10- Pfennigstücke, 11,657,813 „ck 75 H 5: fennig- stücke; an Kupfermünzen: 6,213,207_ „44 44 45 2- fenmg: stücke, 3,382,722 „ck 83 -e3 1-Psenmgftücke. Gesammiaus- prägung an Goldmünzen: 1,512 095 420 „46; an Silber- münzen : 408888892574 80 J; an Nickeémünzen: 35,160,344 „77 45 .z; an Kupfermünzen: 9,595,930 „46 27 «3-
_ Der General der Kavallerie von Podbielski, General: Infpecteur der Artillerie, hat sich zur Beiwo nung der Ma- növer des 711, 17111. und )(117. Armee:Corp-3 egeben.
_ Als Aerzte haben sich niedergelassen die Herren Vr. Eichhorst in Ottersberg, ])r. Schulte:Langdorf m Marburg, ])r. Zeh in Hanau, 1)r. Meisinger und 131“. B_re§gexi 111 Frank- furt a./M., Dr. Richter als 3. Hiilisarzt m Eichberg, 1)r. Bruening in Kupferdreh, Or. Funccius in Langenberg, 1)r. Klingholz in Rotthausen.
Kiel, 2. September. (Kiel. Ztg.) Zn Rendsburg wird der schleswig-holsieinische andtag heute eröffnet werden. Seine Hau taufgabe wird die Feststellung des thts und die Weiterentwick ung der provinzialständischen Institute sem.
Bayern. München,2.Scptember. (W. T. B.) _Die eier des Sedantages hat estern unter äußerst za_l_)1reicher etheili ung im Kolosßeum Zattgefunden. Heuie Und alle
öffentli en Gebäude un eine große Anzahl von Privathäusern reich beftaggt.
Württemberg. Stuttgart, 3. September. (W. T. 58.) Auch hier und im ganzen Lande ist der Sxdantag festlich begangen worden. Am Vorabend wai'cxn auf den Höhen_ bei Siuttgart und den Bergen der schw_äbi1chen Alb erudcnseuer angezündet. Gestern Abend fand in Statt art im großen Saale der Liederhalle ein von mehrerewtay end Personen be- suchtes Vanket der Biirgerschqft statt. Die; Festrede, wel_che mit einem Hoch auf Se. Ma1estät den Kais er schloß, hielt Professor Klaiber.
Elfaß-Lothringen. Straßburg, 2. September. (Straßb. Ztg.) In der ersten Sitzung chI Bezirkestages des Unier-Elsasses kamen mehrere das Justizweixxi be- treffende Vorlagen znr Verhandlung, die dem Kommnfions- bericht entsprechende Genehmigung fanden. Ferner erkannte der Bezirkstag bei der die Viznmlsiraßen-Rechnun en betreffen- den Vorlage die Mittheilung der Rechnungen vona tBaukreisen für 1876 nebst den Belägen und Abnahmeverhandlun- gen an und Lrtheilte dem Bezirks - Präsidenten Akt iiber die Mittheilungen des Abschnitts des Verwaltungs- berichts, der das Armenwesen betrifft. Besonderes Interesse gewähren die Mittheilungen über die zur Linderung der im vorigen Jahre durch den Rhein verursachten Ueberschwemmungs- schäden. Diesen Mittheilungen zufolge sind verwendet wordsn, beziehungsweise 110ch verfügbar: 1) Seiten?: des Privat:ComitézH 430,336 4,46, 2) aus Mitteln des Central-Comités und aus Landesfonds u. Ertrag der Sammlungen nebst den durch Be- legung der Sammelgelder gewonnenen Zinsen 356,610 „46, 13. zur Linderung der ersten Noth 30,805 „74, 0. Kosten 3975 „44, (1. UnterstiißunYn fiir Gebäudeschäden 118,247 „44, 0. aus Landesfonds den ammelgeldern zugefiihrt 46,971 „75, f. Stcuererlaffe 25,07634, zusammen 581,687« und es belaufen sich somit die den Ueberschwemmten zugewendeten Unterstützungen im Ganzen anf 1,012,024 „76. oder fast 50 Proz. des Gesammtbe: betrageß der zur Ver ütung geeigneten Schadensbeträge, die 1ich auf 2,082,831 „75 be aufen. _ Gelegentlich der Vorla e betrefis der Etatsiiberschreitungen für 1876 wurde die Bezir Zreckmung in Einnahme mit 3,371,340 «74; und in AUSgabe mit 1275568 „714, demnach einen Bestand ergebend von 1,595,772 «NH aner ann .
Oesterreich-Ungarn. Wien, 31.2111gust. Die_Vox- arbeiten für das Budget des Jahres 1878 sind, Wie die „N. Fr. Fr.“ vernimmt, bereit?: ziemlich weit vorgeschritien, wenn au, noch nicht definitiv beendet. Das zu erwartende Defizit soll eine bedeutende Herabminderung aufweisen, obwohl das Zinsenerforderniß fiir die Staatsschuld in Folge der Emission von 110 Millionen Goldrente und 28 Miuionen Papierrente einen Mehrbetrag von über 6 Millionen Gulden beanspruchen wird. Es ist nämlich der unter dem Vorsiße des Sektioanhef-Z Distler tagenden und_ _aus Delegirten aller Ministerien zusammengeseßten Kommi1sion, dem genannten Blatte zufolge, gelungen, in allen Zweigen der staatlichen Ad- ministration bedeutende parungen durchzuführen, deren Ziffer steh auf 4 bis 5 Mi ionen belaufen_ fol]. Außerdem erwartet man „9139 Besserung 'der Steuerexngänge und eine namhafte Verringerung des Erfordernisses tür Eisenbahnsub- ventionen.
Zara, 31. August. Der Kronprinz Rudolph ist heute in den Bocche di Cattaro eingetroffen und geht heute noch na Ragusa.
Pe t, 1. September. Der Finanzausschuß des Ab: Mordneienbauses wird, wie der „ ester Lloyd“ erfährt,
ontag seine Berathungen mit der ernehmung von :
perten in der Spiritus: und Zuckerfteuerfrage wieder an : nehmen und dann die Verhandlung der Vorlagen selbst in Angriff _nehmen. Dem „Hon“ zyfolge wird die Quoten- De utation dem Hause vorläufig keinen Bericht erstatten, doch ho t man, daß sowohl die Quoten-An elegenheit als auch die iibrigen Theile des Außgleiches dem aufe In einer sol en eit werden vorgelegt werden, daß die erhandlung cs
udgets vor der Verhandlung der Auggleichsvorla en nicht
not wendig sein werde. In Vetre der Einberuézung der De egationen ist noch nichts entschieden. *- Der Justiz- Minister hat soeben denEntwurf des Strafgeseß uches sammt Motivenberichtcn versendet. _ (W. T. V.) In der heutigen Sißung des Zoll-
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weiteren Berathungen bis zur Vorlegung des Ha'nde_ls- vertrags mit Deutschland u fUSpendiren. Minister Trefort fügte hinzu, die Ausfi auf em gün es Er- ebniß der mit Deutschland gep enen Unterhand rzngen Säften fich in den leßten Tagen verme rt. DerAntrag iSza's wurde angenommen. _ _ Ü Agram, 31. August. Die Meldng des gxftngen _nits- blattes F M. Baron Mollinary sei_ab ereist, ift rich- tig. ie breise desselben erfolgt erst na er _Tage. _Der Banus ist am Fieber erkrankt, dessen Zustand ist 1edochxmcht beunruhigend.
Großbritannien und Irland. London_, 1. Se ein- ber. (E. C.) Der Fonds für die JHungerleidenden in Indien bat die Summe von _etwa 70,000 Pfd. S e_rl. erreicht. Nach einem gesterti * 1m_ Indischen Amte_ m- elaufenen Telegramme des Vizeiönigs voin 30. Augusti ar er Regenfall no ungenügend, die Lag? nirgends verbeff rt, an einigen Ste en bedeutend verschlimmert. Mehr ls anderthalb MiUionen Menschen lebten von Unierstiißung.
_ Mr. W. S. Lindsay, ehemaliZZeS liberales Unter- 1)aus:Mitglied für Sunderland, ift im A
gestorben. _
Indien. Calcutta, 26. August._(T1mes.) Amtl- chen Ausweisen zufolge sind in MadraS mt dem 1. Janua_ 300,000 Personen an den Folgen der_Leungers-noth ge. storben. 2,250,000 Einwohner der Brust nt1chaft genießß mildthätige Unterstüßun en. Unterm 27. d._ M. _meldet ein Telegramm aus Bom ay, daß in Kgndeis , nn Deccan,i in Guzerat und Kaityawar ein wohlthätiger _ ten sei. Die Aussichten werden demna im Allgeineixien fiir befriedigender eraétet. Mittlerweie haben die m_Lon- don angeregten Samm ungen zur Linderung der bengalrschen HungerSnoth die Summe von über 40,000 Pfd. S_terl. er: reicht. _ Die Regierung hat ein Abkommen genehm1gi, kraft dessen der Staat Baroda die Baroda-Eisenbahii bis nach Polunpore weiter baut und der Khan dieselbe befestigt.
Frankreich. Paris, 2. September. (W. T. B.)
Einer Mittheilung der „Agence Havas“ zufolge ist _dxr Termin für die Deputirtenwahlen nun definitiv auf den 14. Oktober festgesetzt. Das bezügliche Dekretw1rd am 20. d. M. veröffentliclt werden. _ _ Der „Figaro“ meldet, daß der Axtillerie-General v. Mirebel, Commandeur der 31. nfanteme-Vrigade, der Oberst:Lieutenant v. Balance vom 1. egiment der reitenden Jäger und Kapitän Pistor vom 8. Artillerie-Regiment nebst dem französischen Militärbevollmächtigten in Berlin, Grafen de Seswaisons und dem Attaché de Serre den Manövern in Deutschland beiwohnen werden.
Italien. Rom, 27. August. Der Minister des Innern hat sich nach Neapel begeben, um die dortigen Vex- hältnßffe der öffentlichen Sicherheit persönlich in Augenschein zu ne men.
Türkei. Belgrad,].September. (W.T.V.) D€m_„N.
W. T a g ebl.“ wird von hier telegraphirt_: Ein Erlaß des K_riegs: MinisterH ordnet einc 25tägige Waffenübung fiir die ge: sammte Armee an. Die Armee wird 4 zu diesem Zwecke her: esiellte Lager beziehen. _ 25,000 T iirken unter dem_ JBL-
ehl von Salih und Zekki Pascha haben die 5021111ch:
serbische Grenze bLséßt. Fürst Gortscbakoff bat die
Bitte der BOSmer um Hiilfe ablehnend beantwortet.
Schweden und Norwegen. Christiania, 29. August. (H. C.) Das deutsche Kriegsschiff „Niobe“, welches mit Ka- detten auf einer Uebungsfahrt bkgriffen ist, ankerie am_leßten Freitag im Hafen von Chrisiianssand. Mit Erlaubnis; der Regierung, welche auf diplomatischem Wege bewirkt worden ist, wird die Korvette Schießübungen vom Flakkeröixafen aus vornehmen.
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Amerika. Ecnador. Zn Ecuador nehmen Liberale und Uliramontane immer ichärfer Stellung gegen einaiider, eZ scheint sogar zu einer SUSPension des mit dem päpstlichen Stuhle am 26. September 1862 abgeschlossenen Konkordates gekommen zu sein. _
Nach Beendigung der jüngsten Revolution in Ecuador, in welcher die libeiale Partei unter Genequ _Veintemckla Sieger blieb, schrieb dieser einen auf den 19. April _d. J. fest: gesetzten Trauergottesdienft zum Andenken sämmtlicher, seit 1869 für die Freiheit Gefallenen aus. Das betreffende Dekret befahl, „das Andenken diescr Märtyrer, welche in Veriheidigung dieser geheiligten (530x05311t05) Prinzipien ihr Leben gelassen haben, nach den Reli ionSgebräuchen zu ehren.“ _ _ _
Der Vikarkapitu ar von Quito (der Erzbischoxssiß ist zur Zeit vakant), die Bischöfe von Riobamba und Loja erklärten auf die ihnen zugegangene Bekanntmachung, diesem Dekrete nicht nachkommen zu können, und dies in einer Sprache, wzlchelarßi Deutlichkeit und Entschlossenheit nichts zu wünschen ii rig ä t.
Namentlich das Beiwort „gcheiligten“ (8367058r1t05) Grund- säße der Freiheit wurde von allen' Dreien alS Gotteslästerung bezeichnet. Der Bischof von Riobamba spricht sogar der Re- gierung jegliches Recht ab, zu irgend einer Zeit irgend etwas in Bezug auf Liturgie 2c. anordnen zu können, und erklärt schließlich, daß, da die sogenannten geheiligien Prinzipien abseiten der Kirche als dem !katholiscben Gianben zuwiderlaufend verdammt worden sind, nicht?, für der leichen Märtyrer in der Kirche ges eben könne ohne eine 0 enbare Beleidigung Gottes in der irche selbst.
Der Bischof von Loja erklärt dem Gouverneur, daß in keiner Kirche seiner Diözese Trausr ottesdienste zu dem Sei- tens der Reéierung veran alteten Zwecke stattfinden werden, da keine we liche Macht ir end etwas befehlen und verordnen könne, was gegen die Ge cHe Gottes und der heiligen Kir 9 sei, und fügt hinzu, fiir den Fall, daß etwa Gewalt gebrau t werden solle, daß er bereit sei, durch Gottes Gnade eher sein Leben zu verlieren, als er seine Pflicht verleße.
Der Vikarkapitular von Quito wollte den TrauergotteH: dienst estatien, wenn die Regierung das Dekret in der pubb- zirten orm zurücknähme, worauf die Regierung natürlich nicht einging.
Ein fernerer Grund des wistes war die_Verhaftung_des des Giftmordés an dem Erz ischof von Omto verdächtigen Kanonikus Andrade Coronel. _
Der Vikarkapitular forderte von der Regierung auf Griind- des Konkordates, daß der verhaftete Andrade Coronel nicht wie bisher im öffentlichen Gefängnisse in_Haft gehalten werde, sondern in irgend einem Konvente oder in anderen geistlichen
ter von 61 Jahr n
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in ein öfkeemliches Gefängniß angeordnet hat, vor Gericht ge; stellt wer . _ Hierauf s eint es zum Brache gekommet; zu sem denn am 26. ni, rgens 2 Uhr, wurde dex Vikarkapituéar ver- haftet un nach dem Napo verbannt. Em am gleichen Tage eingetretener Aschenregen, von einem großen Ausbru des Vulkans Cotopaxi heikührend, diente der _klerikalen rtei, wel e darin die Strafe des Himmels ür die Verhaftun des Prä ten sah ur Aufwiegelung der affe, und erst nacßfast 24stündigem traßenkampfe Y_elang es dem General _Vemtx mLLa, diese ultramontane evolutionsbewegung niederzu- w en.
Afrika. Egypten. Alexandrien, 24. August. Heute kam das franzöfische TruppenschiJ„Corré-ze“, welches mit 700 Soldaten an Bord, auf der eise von Saigon nacß Marseille als der Cholera dringend verdächti? in Aden abge- wiesen worden war, in Suez an. Nach den dase bst eingezogenen Erkundigungen waren auf dem Schiffe _ außer anderen Kranken _ an 1er C olera, welche bald nach der Abfahrt von Saigon an Bord aus tach, 60 Personen erkrankt, von denen 30 gestorben smd. Seit dem 16. August sollen keine Todes- fälle mehr vorgekommen sein, auch die Cholerakranken sich allmählich erholt haben. _
J dessen hat der Conseil de [' tendance in seiner heuti- gen Sißung doch bescylpssen, dem Schiffe die Fahrt durch den Kanal unter Quarantame zu verbieten, dasselbe nach Gebel Tor zu dirigiren und dort nach vollendeter Ausschiffung einer 10tägigen Quarantaine zu unterwerfen und zu desinfiziren. _ ur Ueberwachung dieser Maßregeln ist ein europäischer Arzt nach (Hebel Tor abgesandt.
.Der rnssisch-türkifche Krieg.
Europäischer Kriegsschauplaß.
St. Petersburg, 2. September. (W. T. B.) Offi- YCUW Telegramm aus Gornji Studen vom 1. d.: uf der rechten Flanke der Rußschuker Kolonne, sowie auf der Straße von OZmanbazar nach den Balkanpässen und gegen Lowtscha war Alles kUhiL- Am 31.21ugufi Morgens verdrängten 8 türkische Batai one aus Nustschuk unsere Vorhut aus der Stadt Kadikiöi, wurden aber von dort durch eingetroffene Verstärkungen wieder vertrieben. _ Der am 31. August bei Plewna stattgehabte Kampf hatte folgenden Verlauf:_ Um 6 Uhr Morgens drängte türkische Kavaklerie un1ere Vorposten zurück; gegen
8 U r entfaltete der Feind Infanterie und Artillerie, wobei die anonade begann. Später erfolgten mehrere Angriffe der Türken auf Sgalcwißa und Qwrag zwischen dem ersteren Orte und Peli1chat. Der leßtere Plaß wurde mehrere Male genommen und verloren. Nachdem unsere Tranen die An-
griffe auf aUen Punkten zurückgeschlagen, ergri en wir die Offensive und wiesen die Türken, deren Zahl fi auf 25,000 Mann belief, endgültig zuriick. Um 4 11 r Nachmittags war der Kampf beendigi. Unser Verlust belief fick) auf 600 Mann.
St. Petersburg, 3. September. W. T. B.) Offi- ziellos Telegramm aus Gornji Studen vom 2. d.: Unsere Verluste am 31. August d. J. betrugen bei Kadikiöi 7 Soldaten todt, 30 verwundet, bei Plewna im Ganzen 30 Offiziere und 1020 Soldaten kampfimfähig. Der Ver- lust der Türken ist ein' außerordentiich großer bei „dem Dorfe Peliicbat allein wurden bis jetzt 300 „eichen der Türken gezählt. Am 31. August fand auch zwischen unseren Batterien und Giurgewo und denen in Rusifchnk Line Kanonade statt, wir haben dabei weder Verluste an Mannschaften, noch sonstigen Schaden gehabt. Am nämlichen Tage näherten sich einige türkische MonitorsKüftendfche, gingen aber, ohne etwas vorzunehmen, wieder nach Varna weiter. Eine am 1. d., Morgens, in dae; Torf Selenedrewo im Val- kan eingedrungene große Anzahl von_ Baschibozuks und Tscher- keffen zerstreute sich wieder, sobald 1ich unsere Truppen zeig-
ten, Nachdem fand am 1. d. nirgends weiter ein Zusammen- stoß statt.
Bukarest, 1. September. (W. T; B.) Der gestrige AngriffOsm an Paschas gegen vier ru1sische und rumänische befestigte Positionen wurde gegen 5 Uhr von der Artillerie und den S ützen zurückgeschlagen. Die Türken erlitten große.- Verla e.
Konstantinopel, 1. Septxmber. (W. T. B.) Nach einem Telegramm O3man Va1cha5 aus Pléwna vom 31. August erstiirmten die Türken in dem Kayxpfe bei Pelischat, sIdöFlick) von Plewgia, drei rus1i1che Ver- schanzungen. Die uffcn, wxlcbe ein1ch1ieß11ch der erhaltenen Verstärkungen 30,000 Mann stark waren, wurden vollkommen geschlagen. Die Verluste der Türken smd im Vergleiche zu denen der Russen ering. _ Ein Telegramm Suleiman Vaschas vom 30. ? ugust meldet, daß der Geschiißkqmpf und das Gewebrfeuer im Schipkapaß fortdauere und die Türken ihre Steklungcn behaupten, im Uebrigen 1ei nichts von Belang vorgefallen. _
Konstantinopel 1. September._ (W. T. B.) _Eme Depesche Oßman Pascéas meldet von einem neuen, bei dem Dorfe Vishaz, östlich von Plewna, estern stattgehabten Gefechte, bei welchem sich die _zu_ einer ekogno§zirung aus- gesendeten türkischen Truppen einiger Verschanzungen bemäch- tigt hätten. Von den Ruffen wäre eine Kanone zurückgelassen worden.
Konstantinopel, 2. September. (W. T. B.) Der Verlust der Rujien in dem am Freitag stattgehabten Kampfe bei Peliichat wird türkischerseits auf 1500 Mann angegeben. _ Bei einer am Donnerstag pon Nustschui aus unternommenen Rckognoszirung wurden die Russen bei Ka- dikiöi mit einem Verluste von vicrhunderi Mann eschlagen. _ Seitens der Türken werden aUSgedehntere ekognos- zirungen egen Keswwa hin unternommen. Mati_ erwartet einen Zu ammenstoß bei NasZrad. __Vo_m S_chipkapaß lie en keine neueren Nachrixhten vor. Die bisherigen Verluste da elbst sind auf beiden Seiten groß.
Wien, 2. September. (W. T. B. Telegramnx der „Preffe“*“ aus Bukarest vom 1. d.: estern hat mnchen Giurgewo und Rustichuk eine Kanonade von 4__U 1: Nach- WinFS bis 11 Uhr Nachts stattgefunden. Heuxe fruh begann das ombardement von Neuem und dauerte bis zum Mittag.
London, 3. September. (W. T. B.) De_r Korrespon- dent der „Daily News“, der fich im Hauptquartier des Großz fürsten = Thronfolgers befindet und dem Kampfe bei
Häusern, jedenfalls aber nicht in dem öffentlichen Gefängnisse,
a usschusses beantragte der Minister-Präsident Tisza, die
nnd daß der Untersuchungßrichter, welcher dessen Uebcrfiihrung
Karachaffanskiöi beigewoant hat, meldet _aus Gugowo von gestern Abend, da der Kampf bei _Karachas- sankiöi keine Schlacht gewesen _sci, in welcher
|ck ziemlich gleich große Streitkräjte einander Legen- über gestanden hätten, _ ondern_ vielmehr ein loßes Treffen und der _ herois _Wcher|and einer kleinen Str ' g en eme gewaltiÖ überlezene TruppeJtßahl. General no habe mit 3000 ann nxanterie, 500 ann Kavallerie und 10 Kationen gehabt, wä rend die Türken mit 12,000 Mann angegriffen i_md die Russen beständig über- ftü elt hätten._ DaS Ergebmß des Verlustes der russischen Po ition sei nicht!) anzuschlagen, falls die Türken nicht die jeZtervon den Ru en beseßten Anhöhen forciren sollten. Der luft der Russen an Todten und Verwundeten betrage 500 Mann.
_ Aus Konstantinopel, 31. August, wird dem Wiener „Frerxidenbl.“ emeldet: Die Russen, welche Küstendfche noch u_nmer he est alten, ben den Getreidekxport von dort neu_erdmgs emgefte t, da_ ie selbst angeblich dort große Ge: treide_vorräthe anhämen wollen. Auch haben dieselben nun die Erdhügel, die fichlängs der Bahnstrecke Küstends che- C ern_awoda befinden, mit Kruppschen Kanonen armirt. _ Die Pxorte gedenkt, einen Theil ]ener Cerealien, welche man ihr in Fol e ihres aus eschxiebenen inneren Anlehens als Abschlagzah ung auf daffe be liefern fonte, als Proviant in den bylgarischen Festungen zu verwenden. _ DieStadt Gallipoli erhält nun drei neue Forts.
_ Die „Times“ bemexken in einer Besprechung der neuesten Kriegövorgäxige in Bulgarien: „DerVerlauf des Feldzu es _1n Bulgarien während der leßten vierzYU Tage legt zum emeTen der) Gedanken nahe, daß die rü gängige Bewegung der uffen ihr Ende erreicht hat und daß die tür- kischen Heeresabthetlun _en auf denjenigen _festen Kern des Widerstandes gestoßen md, vor welchem sie wieder zurück- we1chen_ müssen. _Die Erei iffe der nächsten WocLen werden uns zxigeii ob die Rusen ark genug find, zweiA theilun en dex feindlicßen Macht in Schach u halten, während sie mit er dritten ringen. Es ist ziemliÉ) augenfällig, daß sich eine n_eu_e Phase des Feldzuges eröffnet, nachdem man die mili- ta_r1sche_ Kraft der Türkei kennen gelernt hat. Wahrscheinlich w1rd_die erste Unternehmung der zweiten FeldzugSperiode ein Angriff auf Oswan Pascha _sein; denn so lange dessen Macht nicht gebrochexi ist, läßt sich nichts ausrichten, während er andererseits keine Reserveti hinter sich zu haben scheint, um seine Armee nach eine): Niederlage rasch wieder kampffähig zu m_achen. Jetzt schon emen zweiten Feldzug als unvermeidlich _hinsiel1en__zu wollen, wäre voreilig. Jedenfalls ist es möglich, in den nachsten zwei Monaten noch genug Zu leisten, um die
beim Ausbruche des Krieges festgetellten _ iele desselben zu fiche_rn, ohne deren Erreichung der rieg si er nicht wird be: endigt werden.“
_ __Ueber_ die Kämpfe u_m den Schipakpaß und die Situation auf dem Kris sschauplaße bringt die VPqHKorr.“ folgenden aus Ga aß, 28. August, datirten
SU :
„Ueber die mehrtägigen Kätxipfe bei Schipka laufen Details ein, nach welchen Wischen _diesem turkiscben An ciffe und der russischen Al_taq::e_ aux Plewna cm: große Ana_logie beäztehi. Es scheint, als ob beide krtegfubrende Theile fich befieißigten, Frontangriffe auf beinabe unemnebmbare SteUungen zu unternehmen. Suleiman Pascha hat nach ema_nder und tn mehreren Angriffen mel): als 30,000 Mann 1113 Feuer gefuhrt. _Dte Russen hatten vor der Ankunft der ihnen zu- gekomxnßnen Verstarkungen kaum 12,000 Mann, um die Stellung zu vertbeidigen. Der Angriff wurde von den Türken mit großer Bra- _vour und Vehkmenz außgeführt. Mehrere Male führten die Offiziere ihre zuruckxveicheyden Truppen wieder ins Feuer. Suleiman Pascha Yersuchte die rusmche Stellung zu umgehen, indem er Abtheilungen ubxr den Ozan-Dag vorschob; diesen gelang es nach einem mit Müh- sxlrgkeiien verbundepen Matsche, eine Flankenstellung bei Selenderövo emzunthen unb_eme hakbx Batterie auf eirxer die russische Stellung bebe_rr1chcnden Hohe za err_tchten. Der Vcr|uch jedoch, Baskiöi zu erreichen und den Russen _in den Rücken zu fallen, indem man ins Jgntra-Tbal deboucbirte, misslang. Die Abtheilungen wurden rmx furchtbaren Verlusten zurückgeworfen und die aufgestellten Ge- schuZe wurde_n durch das Feuer der russischen Kanonen schweren Kali- bers demontirt. Dez: Frxntangriff erfolgte von Karaula am Fuße des Passes u_us. Voxi bier fuhrie der ch in ziemlich sanfter Steigung durch_dichte Waldex. _Dieie wurden nun auf beiden Seiten der Straße von d_en turk1schen Tirailleurs benützt, um unter ihrem Schuße_ vorznrucken. Es gelang _denselben unter heftigem GeWehr- feuer, die ersten vyrgeszhobxnenxusfi1chenAbtheilungen zurückzudrängen und auf 3800 Fux; Hohe im _etgentlichen Fasse vorzudringen. Dort wurden _Fe aber vor dem einsamen Klo ter Sveti-Sokol und von einer Ho e aus, welche Marcov-Kralski-Grad genannt wird, mit cinem Vexheerenden Y_euec empfangen. Das Vordringm war unmög- lich. Die R_uffen _uxmten nach einigen niörderix'chen Gewebrsalven auf die _muden iuritschen Kolonnen mti “dém Bafonnetie und Warfen dieselben mxt großen Verlusten zurück. Nach einigen S_tundcn wurde der Angriff von Seiten der Türken erneuert, und so wiederboite sich der Kampf vier Tage hindurch. Am 25. Mittags kaxnen die ersth russischen Verstärkungen aus Gabrowa und Tirnowa an. _Es waren Schüyen auf Kosakenpferden; am 25. Abends langten d1e_Vortruppen des Generals Rade kt) nach einem Marsch? von 60 Kilometern an, endlich kam auch as Gros. Es war Zeit. Die Txuppen batten vier Tage lang keine Warme Nab- rung _?enoffen. Wie man sieht, batte Suleiman Pascha einen großen Weri auf die Eroberung des Paffes gelegt; denn anders kann man es nicht erklaren, daß _er seme_ Truppen vom Dorfe Schipkau aus, Wel- c_bes 1760 Fuß hoch Ztegt, bis auf Marco-Kralski-Grad (4956 Fuß u_bcr dein MeeresspieJlZ also über 3000 Fuß Steigung auf einer Lange vgn 1o tonzeter -immcr kämpfend und unter dem Feuer der rus11schm Geschnße zu wiederholten Malen und mehrere
age lang vordrinéew ließ. Sein blutiger und nutzloser Marsch durch Montenegro _che_int ihm als Muster gedient zu haben. Der Austg konnte naturltckxer Weise kein anderer sein, obgleich bis jetzt der ampf um de_n Besitz des Schipkapaffes noch nicht entschieden tst_ ....... D1_e Gefechte bei A jazlar haben neuerdings be- wiesen, ___daß di: Ruffen noch nicht stark genug sind, 11171 oneufiv vorzugehen. Diese Kämpfe haben zwar keine Bedeutung, da__ fie nur die Bedrohung der rechten tanie “Mebemxd Alt s zum Zwecke hatten, der dadurch in seinem
orrucken auf T1rn_otva_aufgehalten werden sollte. Dieser Zweck ist nun_ trotz des Zurukaetcbens der russischen Kolonne auf Sultankiöi exretcht worden. Sicher ist es, daß die türkischen Streitkräfte in diesexi Gefechten den russischen um das Doppelte überle en waren. Sa;ch_ _Pascha,_welcher d_en apgegriffenen türkischen A tbeilungen kkcthiZtttg zu Hylfx kam, disponirte namlich über 18,000 Mann, so daß_ te ganze turkische Streitmacht, welche am Kampfe Theil nahm, wen?)?ftens auf 28,000 Mann veranschlagt werden kann, während die_ offen nur die _1. Division des 13. Corps und einige Ab- theilungen Kavzillerw (Ulanen und Kosaken) ins Treffen FUbkchn. Es _tst eme unläugbare Thatsache, daß bis jetzt m_ diesem Krie e die Russen in beinahe allen usammen- stoßen _in der Mmderzah1 Waren, so daß sie der numeris en Ueber- legenbeit des Feindessvetxben mußten. _ In der Dobruds cha ist wieder eme_ Payse em etreten. Beide Theile beobachten fich,_ da beide sizb zum ngriffe zu schwach fühlen. Es scheint 9ber gewiß, daß _General Zimmer mann sich bis anf Weiieres darauf beschranken wird, seine Stellung vor dem T_raxanßwalle_ zu hxliext, so lange die Operationen in West- bulgarien nicht eme definitive Wendung genommen haben. Vor
Ylexvnzi sind die Trupveukonzentrationen so weit edieben, daß ein _ngr_iff _m de_n nachsten Tagen bevorstehend_ ift. sonders an Ar- tillerie tft die russifcbe Armee enorm ver-tärkt worden. Mit dem bevorstehenden Angriffe _auf die Stelltxng OSman Paschas ist auch der Uebergang der Rumanen bei Korabta in Verbindung zu bringen. Jeyt stehen 25,000 Mann rumamsche Truppen in Bulgarien.“
Asiatischer Kriegsschauplas, London,_3. September. (W. T. V. Dem „Daily Txlegrazih“ mixd aus Batum vom 31. uaust gemeldet: MZ Turken raumen Suchum Kaleh, da fick) die Russen na ern.
_ _ _Ueber die jüxigsten _Kämpfe am dem armenischen Kr1eg§1chaup_laß liegexi in den _„Daily News“ fotgende, von den amtlichen türkischen Berichten abweichende Tele: gramme vor:
„Kiirukdara, Sonnt_ag, 26. August. Die Türken gewannen Y_esiexn die nur von einem einzigen_russiscben VataiÜon besetzt gewesenen riboben von Kvshtxl-Tepe. Die Russen stehen auf halbem Wege zwischen Basch-Gudikla_ und dem turkiicben Hauptquartier, und fie halten noch immer Gudikla und Kurukdara beseizi. Die Schlacht wurde yon den T_urken u_iit der Erstürmung der Anhöhen von Kyshyl-Tepe er- cffnex. Sie schwarmten die Anböben hinauf, gedeckt durch Positions- ae[chux§e, welcher sie sich mit fürcht3rlicber Wirkung bedienten. Die Turken machten auch eine verzWeifelie lankenbewegung von Kats aus, um Kurukdara _zu nehmen. Die asien batxen ibre Zelte auf Wagxn _Zeladen, bereit, den Rückzug anzutreten, aber die voilkommene DiSztvl1n_ und die bewundernswurdige Leitung der Ofüzicre, ge- paart Mit de_r unerschrockenen_ Gegenwehr, retteten den Tag. Yer Jrifantertekamxf im Doric und beim Fort Soubatan war furchterlich, und die Türken zogen sich bei Sonnenuntergang mit Hwecen Verlusten zit_ruck. Die Russen waren nicht sehr ermüdet. Ihre erluste m_nfaffen drei veWundete Stabsoffiziere: General Komaroff, Genxral Furst Tschawtschawadse und Oberst Baralewsky. Auf den Anbohen _von Kyshyl-Tepe wurden 69__ Russen getödtet und 20 ver- wundet; m dem Dorfe und Fort Soubatan wurdkn 47, und am Fuße de? Berges Tagbm 22 getödtet. Im Ganzen betrug die Zahl der_Getodteten 434. Die Türken warfen ihre ganze Macht auf den rus11schcn_rechten Flügel, Wurden aber doch zurückgeworfen.
Spa_ter. Die Rasen verloren vor Kurukdara zrvei Generäle, acht Offiziere uxid 237 Soldaten. Die Zahl der Verwundeten be- tragt 712. De1erte_ure sagen, daß die Türken 3000 Mann einbü ten.
_ Monta . Die Türken stiegen gestern von dem Berge Aa adia hing!) und ha en unten ein Lager bezogen. Dec Großfürst Michael ist im Lager angekoxtxmen. _Die Truppen find wieder in Kurukdara eingezygen. Es heißt, da General Tergukaffoff am 24. d. Mts. JHmail Pascha bei Igdyr chlug.“
Nr. 54 d:s „Amtsblatts der Deutschen Reichs-Post- u_nd Telegravhcnverwaltung' bai folgenden Inhalt: Ver- fugung: vym 30. August 1877. Inkrafttreten der Abtbeilung 2 des Abschrzitts 711. der Allgemeinen Dienstanweisung für Post und Telegraphie.
_ Nr. 16des „Archiys fürPosi und Telleapbie, Beiheft zum Amtsblatt der Deutjchen Reichs-Posi- und elegraphenverwal- tung“, hat _folgenden Jwbalt: 1. Aktemtücke und Aufsäße: Der Worttarif fur Telegramme. _ Baku als Centralpuukt des Kaukasus und des Ueberlandweges nach Indien. _ Die römischen Wagen und 172er Bespannung. _ Skizzen aus der Mongolei. _ 11. Kleine Mittheilungen: Die Anwendung des Kautschuk für Zwecke der Tele- grapbie. _ Fluges ge en Dampf. __ Deutschlands Handel mit Bordeaux. _ Wiederau leben_ der_ maurizchen Industrie in Algier. _ Schuß der Holzer gegen Faulmß u.1. w. _ Das erste englische Buck). -- 111. Literatur des Verkebréwesen: Üiypoixte kontaixw: Lolairaßs Ö. 1'6180tricité; rLUZSjZUIDSUU pratthWZ. _- 17. Zeit- schriften-Ueberschau. _ .
_ Nr. 16 deMarine-Verordnungs-B[attes bat folgen-
den analf: erordnung, betreffend die gebührenfreie Beförderung von Telegrammcn. _ Statuten Für die Marine-Offizier-Kleiderkaffe. _ Anrechniing der Dauer der Reixe S. M. S. ,Hertha“ in den Jahren 1874 bis 1877 als doppelte„_ penfionsberechtigende Dienstzeit._Ab- anderung der Kontrol-Registec_ über Dienstalter- und Seefahr- Zulagen. Schema U._zum_§. 275 _des Reglements über die Geld- verpflegung der M_arme im Frieden. _ Uebungsbericbie S. M. Schiffe. -- Zyübextimmungezi für die_ Häfen Brasiliens. _ Ver- tretung des Prases de_r Studien-Kommiiüon. _ Vervollständigung der Beilage 3 des Marme-Geldveryxlegungs-Reglements für den rieden. __Abanderungen__zum MarinezGeldverpflcgungs-Reglement ür den Frieden. _ Adreziirung der Dienxlbriefe, welche für das Kommando em_er dcr auSWar1i3_en Stationen der Marine bestimmt sind. _ thseiouren nach China und Japan. _ Reisekompetenzen bei Bade- reisen. _ Aufnahme von_ Thomsons Tafeln in die Bücherbestände der Schiffe. _ Personalvcranderungen. _ Benachrichtigungen. » -- Nr.31de_sJustiz-Ministeria[-Blattes hat folgenden Inhalt; AUgetpeme Veriuxxung vo_m 17. August 1877, betreffend di- Bertcbtigung eines Schreibfehlers 111 der Allgemeinen Verfügung vom 29. Juni 1877 Wegen Erhastung der Uebereinstimmung zwischen dsn Gryndbuchern _xmd den Stencrkatastern im Bezirke dss Appellations- gerichts zu Camel. __ Allgemeiixe Verfügung vom 21. August 1877, betreffend den SÖriftWeckysel szcben dem Auswärtigen Amt und den Justizbehörden.
Statistische Nachrichten.
(Stat. Corr.) Die Produktion der preußischen Eisen- und_Stablwe_rke, 1872 bis 1876. Nachdem vor Kurzem di: amiltche_n Uebers1cht_e_n über die Produktion der preußischen Berg- u_nd Huttenwerke_1ur_ das__Ja_br _1876 veröffentlicht worden sind, liegen nunmehr im: eme_n funfxabrigen Zeitraum durchaus vergleich- bare Angaben uber die Entwickelung der heimischen Montan- industrie vox.
Ein Er_nblick in die Uxbexficbten über die Produktion der Eisen- und Stablbutten lehrt z_unach1t _die eine Thatsache, daß in den letzten Jahren nicht sowdhl die darZerteUten Massen, als vielmehr deren Werth_ eme Verringe'rung ck_ahren hat. Für die Roheisen-Hiitien zeigt die_s folgende Zusammemtellung, Welche in ihrer [e “ten Reibe zur Erganzung der Wertbsangaben den__ 'ährlicben Durchs nittßpreis auffuhrt, der ur emen Centner schleméches KokS-Roheisen auf dem Berliner Mar te gxzahlt Wurde.
In den preußnchen Hütten sind an Roheisen gewonnen wvrden: _ Durchschnittlicher im Werthe ; Werth Preis für
von eines _ 1 Ctr.
_ Centners m Berlin ck : „44 „7a 1872 . . . . 29,156,704 ]72,691,298 5,92 8,55 1873 . . . . 31,478,041 181,515,774 1, 5,77 7,13 1874 . . . . 25.605,370 115,005,891 ? 4,49 5,22 1875 . . . . 27,966,730 107,490,480 1 3,54 4,43 1876 _ . . ._ . 26,486,773 87,357,970 ! 3,30 3,78
Die Robetsen-Produktion des Jahres 1876 steht also hinter der dZS Jahres 1872 an Men e nur um 2,669,931 Ctr. oder 9,16 0/0 zu- ruci; an Werib_ aber _er cheini sie um 85,333,328 .“ oder 49,43 0/0 geringer, wenn die _SchaßungeU der_amtlichen Statistik angenommen werden,_ die, wre em_ B tck auf dte Berliner Notirungen zeigt, den Preis;:bjchlag sicher nicht z1_l grbß darstellen. Dieser hat zwar die gesammte R_obeisen-_Jndustne nicht zu _einer erheblichen Einschränkung der Produktion genothigt, Wohl aber einzelnen Werken die Einstellung
Ctr.
des Betriebes geboten, da sie _bei_ solcher Lage des Marktes keinen gewinnbringenden Absaß mehr fur ihre Waaren fanden. So fiel die !
Befriedigung des _Bedarfß einer kleineren Zahl gewerblicher Anlagen
zu, der_en Produkttytisbedmgun en günfti genug sind, um auch bei
dxm medngxn Pretöitsnd der exten Ja re ohne Verlust arbeiten“ zu
konnen _ eme Entirtckelung, welche von der Hüttenstatiftik in icl- genden Zahlen geschildert wird.
Es betrug in Pr_eußen
die Zahl der Hochö_ien die mitilexe ProdeFons-
m_ auxzer menge aus einen 0 ofen
Betrieb Betrieb in Betrieb
_ Str. 187? . . . 253 79 115,244 1873 . . . 276 70 114,051 1874 . . . 244 104 104,940 1875 . . . 209 129 133,81?
1876 . . 172 __ 166 153993
In der Meigung, die E11_enpreise_ würden fkkTDJULMÖ den Stand behauptep, den 11? am Be mn_ dieyes Jahrzehntes crlangt hatten, wurde_ die Pr_od_uktlon_ unter edmgungexi begonnen, die nur bei einer fur die Verkquser außergewöhnlich gümtigen Gestaltung der Absaß- verbaltrxiffe in Anspruch genonzmen_werdeu durften. Sobald diese Vorauswßung nicht mehr zutrai, mußte zwischen den Eisenwerken ein Konkurrenzkampf entbrennen; dessen Entscheidung hat diejenigen U_nter_nehmunge_n zu_r Einstellu:1g_des Betriebes genötbigt, die zu niedrigen Pretsxn ibxe Erzeugniyie nicht ohne Verlust ausbieten konntext. DJH m diciem Streife, der auf das weitere Zurückgebcn der Esenprei]; iiicht obne Einiluß bleiben konntr, die größeren An- lcigen ihr natur1tches Uebergewicht_ bebauptetc.1 und die kleineren, is:: die ichoxz mri ihres geringen Umfangs willcn die Bedingungen der Produktion 11ch wcniger i'mstig gestalten, aus dem Feld schlugen, geht aus den obigen Zak) en deutlich hervor. Die mittlere Menge von dJrzesieUtem Roheisen, wclche auf einen im Betrieb stehenden Hoch_07en fallt, ist in deri [exzteii Jahren gestiegen und größer gemescri, als in _der Zeit der günitigsn Konjunktur,
Die gleichen Veränderungen, die bisher für die Roheisendarstcl- lung geschildert wurdcn, vollzogen fich während der letzten Jahre a_uch m de_r Industrie der Robeisenverarbeitung. Auch hier orfnbren die pxoduzirien Meng.n nur eine geringe Veränderuxig, während die dargeifxllfcn Werthe xrbeblich fich verminderten.
Eine Zusamxneniiellyng der_ Zahlen, Welche die Montanstatistik, allerdings Verschiedenariiges zuxammeniaffend und die Doppelberecb- nung nicht xtreng bermerdend, ißt die Gcsammtrrcdnkiion an Gui;- waaren zrvetter Schwelzung, Eiien (obne Roheisen) und Stab[ an-
tebt, lehrt, ?“ß, in den Ei1engießereien, Jrisch-, Schweiß- Und
treckwerkcn, wirre den Stablbütten produzirt wurdexi: im Werthe Eik. von „44 1872 . . . . 31,72-1,226 430558323 1873 . . . . 32,775,085 436,747,782 1874 . . . . 35,823078 374898003 1875 . . . . 33521299 301054656 _ 1876 . . . . 31,317,750 250,100,984
Die Verxxngerurig _ der produzirien Werthk, Welche hieraws bervo*geht, 111 um 10 bemerkenSwertber, als gleichzeitig die Stablerzeuggnz an Ausdehnung gewvnnen hat Den Anlaß biexzu gab die immer mehr sich ausbreitende Antvendung von Stabl- schienen, de_xen Herstellung die _Fabrikaiion von Eiscnscbicncn in fol- gender Weqe vcrdrangte. EZ iind in_Preußen fabrizirt worden:
__Ei] UbslesÖiLULU aus
S_Mn Stahl zusammen
(xtr. Ctr Ctr. 1872 . . . . . 4,241,414 2,980,218 7221632 1873 . . . . . 5,136,279 3396927 8533206 1874 . . . . . 5,072,754 4,51Z,855 9580609 1875 . . . . . 2,815,623 4,566,045 7,381,668 1870 . . . . . 1,254,025 4,790,522 6,044,547.
Die Vbrgänge und Vexäiiderungen, Wclcbe im Vorsiebsnden UITH dxn Mittheilungeti der preugiycben Hüttenstatistik geschildert wurden, bildew kerze veremzeltx, ans Preußen odLr Dcntschland bxscbränkte Er1chemun_g. Auch ]enieits des Oceans, in den Vereinigten Staaten von_A_mertka_, bat m den [exten Jahren die Eisenindusirie das gleiche Schtckyal erfahren. Nach dem Berickyi, den der Sekretär dcr Im?- rxcaxa. ]k=“__11 8116 ZWS] 142500130071 jüngst erstattete, war der miitlere PKM 7131: 1 Ton (1000 Kg.) Aiitbracit-Robeiscn zu Pdiladclpbia 1872 484“ DEU„ 1873 422, 1874 304l und 1875 259“ DVU. So kr- ltit der_Wertk) der_Prbduktion in den amerikanischen Roheisen- werken sm_e sehr betrachtliche Verringsrung, während die dargestelite Ykenge Feiner erhebltckxcn Veränderung unterworfen irar' denn es wiirden nx den HUÜLN der Vereinigten Staatcn an R0 eisen dar- geitküi 1812 2,854,558, 1873 2,868,278, 1874 2,689,413 und 1875 2266581 Tons (1191101. Aber aucb bier mußien die Veränderungxn am dem Markte dre Prodyition der Oerbältniizmäßig geringen Zahl von Untexiiebmungen zuweqen, die aUein bei den niedrigen Preisen n_Och bétrieben werden konnten. Von 713 Hochöfen, in Milben jähr- li_ch mehr_ als das _Dovpelte der 1875 dargesteÜten Menge Roheisen, nicht Weniger 0le 5439230 Tons, produztrt werden koxmten, standen am 31. Dezember 1875 nur 293 im Betriebe und waren 42) (LUZ- geblaien.
_ Naxb_dem_Verwaltungsberichte des Bezirks - Präsidenieii des Unier-Cliaßfur1876 war am Schlzine dieses Jahres die Z ahl der im E11 ax; vorhandenen Dampikessel und Dampfmaschinen folgende:
Tampfkcffcl Dampfmaschinen Tamdf- _ _ _ pferdckrzfr im Unier-Elxai; . . . 472 395 6,548
- Iber-Elsaß . . . 1,034 652 22,570
Überhaupt im Elsaß 1,506 1,047 29,118
Hiernach nimmt das Unicr-Elsaß an der Gesammtzabl dsr im Lande vorbandenen_Dampxpferdekräfte mit 22,5 0/0 THI11, während au_f das Obxr-Elsgrz _77,5 0/9 enifaÜen. Die Mehrzahl aUer Dampf- krafie steht im Dteniie dec Baumwollen- und WoÜenindustrie. Die Zahl der bez._Fabrtken dicser Industriezweige mit Dam fbetrikb War 244 (192 im Obcx-Eliaf; und 52 im Unter-E1saß), die ahl der Dampfkeffex 811 _(703 M) Ober-Elsasi, 108im11ntcr-(Fls-1izi, die Zahl der D_amp1maschmen 450 (378 im Ober-Elsaß, 77 im Unter-Elsaß) _und die Zahl der Oampfpferdekräfte 21,833 (17,979 im Ober-Elsa , 38541111 Unter-El1aß), so daß also 75 Prozent der Gesammtza [* der_ im Lande_ vqrhandxnen Dampfkräfte bei zu diesen Jndusirißn Jßhortgexi Fabrrkatronen in Verwendung gesxanden Haben. Die Zahl der terber in Betracht kommenden Damyfkenel beträgt allerdings nur 53,8 _0/0 der _Gesammthsselzahl des Elsaß, wobei indeß zur richtigen Schaßung diesxs Verbaltmffes zu bcrückgchtigen bleibt, dar“; die für die betr. Betriebe gebrauchten Dampfkenel vorwie end Kcffel erster Klaue mit großem FassungSraumZ sind. _ De larirt wurden im Jahre 1876 im Exsaß 94 Dampfkenel mit einem Gesatnmtiaffungs- raume von 549,258_Kbu_1. gegen 111 Kessel mit 742,652 Kbm. _affun Sraum m 1875. DieseDeklarationen haben aber nieht sämmt- ich „ euanlagen von D_ampfkeffe[n zum _ Gegenstande gehabt; es Und darunie; aucb 1chon länger eriytirende Keffelanlagen, deren bisher _verxauuzte Deklaration uachge olt werden mußte. Die Z-“bl _der_ wrrklxch_1m Jahre_ 1876 neu hergestellten Keffelanlagen einschließlich derjenigen, wobei ein neuer Kessel als Ersatz für einen alten aufgestellt wurde, betxu 80 gegen 96 in 1875. Dem elsässi- schen Vexem von _Dampfkene efißern zu Mülhausen gehörten irn Gejchafts ahxe 1875/76 1402 Damkaeffel an, darunter 630 im Ober- Elja , 1 4 im Unier-Elsaß und 1 4 in Lothringen. Da im anzen _Elsa_ 1506 Damxkaffel vorhanden smd, so werden von dem krein in seinem gegenwartig“) Stande 804 oder etwas über die Hälfte von der_Gesaxnmtzabl der Kessel. die kleinere Hälfte von der Staats- beborde ubeWacht. Der iabrliche Beitragssatz für den einzelnen Keffel de_tragt 36 „44, ermäßigt sich aber, wenn derselbe Befixer mit einer großeren Zahl von Kesseln dem Verein beitritt.
_ Ueber die Schulbildung der im Ersa jahre 187677 bei
der Großherzoglich hessischen (25) Dioi ion eingestell- ten hessischen Unterthanen enthalt das Augusibeft der Mit-