1877 / 208 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 05 Sep 1877 18:00:01 GMT) scan diff

Falls dies aus dem Bruttoeinxommen "?ck Abzug der Resti- tution nicht resultirt, wird es in Form eines Steyerzuschlagqs auf die Fabriken ausxzeworfen werden._ Es wrrd auf die Zuckerfabriken ein Minimum'von' 6 M::llionen auSgeworfen werden. Die Steuer wird ]ährlich um 500,000 Fl. erhöht, bis fie den Betrag von 102[ Miliionen erre1cht. _ Morgen wird die Enquete fortgesetzt.

Agram, 3. September. Der Landtag_ wurde heute durch den Präsidenten Krestic in üblicher Weise eröffnet. Die Ab eordneten sind zahlreich erschienen. _, Nach Anmeldung der Einäufe legte der Justi :Cbef Derencnn Gesetzentwürfe, den Wucher, die Eifenbahnhaétpflicht und die Hauskommumon betreffend, vor. Die nächste Sißung ist unbestimmt.

Schiveiz. B e r n , 3. September. (R. Z ürch. Ztg.),Jn Folge nächtlicher Ruhestörungen und Angriffe auf die Poirzetgewalt in Lu ano hat, wie gemeldet, die Regierung'r-on Tesnn für nöthtg era tet, die Stadt durch drei _Compagme'n beseßen zu lassen. Der Gemeinderath verwahrte sich gegen eme solche Außnahwe: Maßnahme und erklärt sich Willens und m der'Lage,1Ür die Aufrechthaltung der öffentlichen Ordnung emFistehen. Zugleich erhob er Beschwerde beim Bundesratl). achdcm

seit dem Vorfälle, welcher das _Truppenaufgebot veranlaßt hatte, weitere Unordnungen wirklich nicht vorgekommen smd, so Zar der Bundesrath, ohne für einmal über die Angelegen-

eit ein definitives Urtheil zu äußern, der Regierung die Er: wartung aUSgesprochen, daß sie auf die Riickberufung der Beseßungstruppen mit thunlichiter Beförderung Bedacht neh- men möge.

Frankreich. Paris, 3. September. (Fr. C.) Die regiernn sfreundlichen Blätter veröffentlichen folgende Note: „Ein V att (die „Affemblée natio_nale“) hat behauptet, daß der Marschal], einem Beschluß zufolge, welchem der Einfluß der Generale Chanzy und Berthaut nicht fremd ewesen sein soll, geneigt wäre, eine Politik zu befolgen, die i 11 dem linken C entrum näher bringen würdé. Dieses Blatt fügte hin u, daß der Ministerrati) sich mit dieser Frage an elegentlick) bes äftigt und der Minister des Innern dann ddn uftrag er: halten hätte, ein Rundschreiben an die Präfekten aufzuseßen. Lilie diese Angaben sind in ihren Einzelheiten sowohl, als was den Grund der Sache betrifft, ganz unbegründet.“ _ Durch eine gestern erfolgte Wal,! haben die N ep u blikan er im Generalrath der Vogesen einen Sitz gewonnen. An Stelle des verstor- benen Hrn. Thomas Labourot (konservativ) wurde der Groß- industrielle Kiener mit 1079 gegsn 530 Stimmen gewählt, welche auf den Militär=Jntendanten Baret entfielen. _ Der Marschall Mac Mahon verläßt heute Abend Schloß La: foret, um sich nach dem Loire-Departcment zu begebeU. Er wird morgen in Bo-Zn den Manövern des 13. Corps bci: wohnen und die Behörden und Notabilitäten des Departements empfangen.

_ Wie der Telegraph meldete, ist der Nestor, der fran: zösiicben StaatSmänner, Louis Adolphe T _1ers, _am 3. September in St. Germain en Laycx, wohin er ich zu seiner Erholung auf einige Zeit zurückge ogen hatte, verstorben. „Hr. Thiers hat seil einem halben Jahr , undert einen hervorragenden Antheil an allen bedeutenden Ereigni en seines, Vaterlandes

ehabt und in den Pausen seiner eigent ichen politischen Thätig- eit durck) sein schriftstellerisches Wirken nicht minderen Einflitß auf die Nation geübt. Thiers ist am 16. April1'797 in Marseille geboren. Er kam, na dem er in Aix JurisPrudenz studirt, - 1820 nach Paris. ls Redacteur des „Cdn titutionnel“, später des „National“, begann er seine politis e Laufbakxz. Er unterzeichnete als einer der Ersten den Protest Hegen ie Köni lichen Ordonnanzen vom 30. Juli 1830. ach der Wah? Ludwig Philipps zum Könige wurds er im, November 1830 Unter-Staatssekretär im Ministerium Laffttte. Nach Perriers Tode erhielt er 1832 das Ministerium des Innern, ging noch im selben Ja re in das des Handels über und WM 1833 mit dem ganzen abinet zurück. Nach wenigen Wochen war Thiers indeß schon wieder Minister des Jimern, und zwar unter Mortier und später Broglie. 1836 trgt er als Minister des Auswärtigen an die Spitze des Ministeriums, mußte aber nach einem halben Jahre dem Kabinei Molé weichen, dessen Sturz er im Jahre 1839 berberfi'thrie. Im nächsten Jahre leitete Thiers wieder dre Regierung, bis er am 24. Oktober 1842 in Folge der durch , 'die orientalischen Angelegenheiten hervorgerufenen Koalition gegen Frankreich zum Rücktritt veranlaßt wurde. Da- mit hört seine ministerielle Thätigkeit, von der kurzen Episode beim Ausbruchs der Februarrevolution abgesehen, aus. Die nächsten Jahre widmete er seinem zweit'en großen histczri- schen Werke _ die Geschichte der französischen Revolution war 1823_25 erschienen _ der Geschichte des Konsulats und des Kaiserreikhs, die in 20 Bänden von 1845_62 heraus- kam. Von 1848 bis zum „Staatsstreich“ war er in den geseß: gebenden Versammlungen ein leitendes Mitglied, seit 1850 Führer der Rechten. Nach dem Staatsstreich wurde er aus Frankreich verbannt kehrte 1852 nach Paris zurück und lebte bis 1863 seinen literaris en Arbeiten. In diesem Jahre rief ihn ein Mandat der Stadt Paris wieder in die Kammer, in welcher er dem Kaiserthume bis zum Sturze desselben als Gegner gegenüber: stand. 1870 sprach rind stimmte Thiers gegen den Krieg Mit Deutschland. Auf dre dhe seiner politischen Wirksamkeit elangte er nach der Bewä tigung Frankreichs durch die deutschen ZLaffcn. Am 12. September 1870 Übernahm er eine politiiche Mission an die öfe der europäiscR-xMäckxtc, um deren Inter: vention zu veran affen, von der er am 18. Oktober ohne Erfolg zu- rückkehrte, um gleich darauf die er ten vergeblichen FriedencZunter- handlungen in Versailles zu Ühren. Bei den allgemeinen Wablen zur Nationalveriammiung wurde er mshr'aisZwanzig Ma gewählt. Am 17. Februar wurde er einstimmig zum Ehe der exekutiven Gewalt erwählt. Er führte alsdarm ixi Ver ailies die Unterhandlungen Über die “?rredenßprälimw narien. Am 31. August wurden dre "Gewaiten des Herr," Thiers verlängert und derselbe zum Przisrdenien der Republik erwählt. Am 24. Mai 1873 ua 111 T?Mtß seine Entlassrang. _ 4. September. (W. ., B. Der Marsch/aii: Präsident hat an die Gemahlin des Herrn Thrers em Bxiieids-Tele ramm gesandt. Derselbe wohnte, heute den militärischen ?Lebungen im. Departement Ldire bei und wird mdr eri früh hierzurückerwartet. Mm„Momteur“ ufolge dürft-z die Ui? des Mars alls iiach den südöstlichen epartements durch dre Leichen eierlichkeiten um einige Tage vcr- choben werden. Die leßieren soilcn auf Kosten des Staates kattfinden.„ Sämmtli 0 Zeitungen geben ihrem lebhaften Bedauern über das Ab eben Thiers Ausdruck. _ 5- SLPTMber. (W. T. V.) Gestern Nachmitta hat

Senatoren und vormaligen Dcputirtcn unter dem Vorst Gambetta's stattgefunden, wobei beschlossen wiirde, den räfidenten der aufgelösten Deputirtenkammer, Grevy, nach Paris zu berufen und demselben die Führerschaft der republikanischen Partei anzutragen. In den republikanischen Kreisen verhehlt man fich nicht, daß der Tod Thiers ron wesentlichem Einfluß auf den Ausfall der Wahlen sem könne.

Türkei. Konstantinopel, 4. September. (W.T. V.) Die Gouverneure der Provinzen sind durch ein Rund: schreiben der Regierung aufgefordert worden, die Neu.- wahlen der Deprßirten vorzunehmen. Die Eröffiiung der Kammer soll am 1. November stattfinden, die Promnan wählen 60 muselmännifche und 47 ristliche Abgeordnete. _ (W. T. B.) Der „Cölnis en Zeitung“ wird aus Konstantinopel folgende Analyse des Telegramms emeldet, welches der türkische Botschafter in Wien, Aleko ascha, vor seiner Abreise von Wien an den ersten Sekretär des Sultans gerichtet hat: Der Weisung der hohen Pforte gemäß verlasse ich am 30. August Wien. Jedoch habe ich nach den zahlreichenDemüthigungen, die mir durch den Groß: vcéier, Edhcm Pascha, seitdem er zu dicskr Machtstellung ge angt ist, angethan sind, um mich zu meiner Ent- lassung zu zwingen, Und nach den traurigen Erfahrungen der leßten Tage weder die Lust, noch den Muth, nach Kon: stantinopel zurückzukehren. Die Leidenschaft, mit welcher man mich verfolgt at, muß mich warnen und wir jedes Vertrauen rauben. Frei ich, wenn ich die Gewißheit hätte, daß ich mich ehrlicher Weise mit Edhem Pascha auseinanderseßen könnte und daß die Richter, wclche zwischen ihm und mir entschei- den soUen, unparteiisch und mnthig genug sein würden, um ihre Meinung offen zu sagen, ohne wegen der Folgen einer solchen Offenheit besorgt zu sein, so würde ich un: verzü lich dorthin kommen. Leider aber fehlt bierxiir jede Bürg chaft, und da der Großvezicr das Unrecht, das er einem treuen Diener des Sultans anthut, gleich einem durch Osman Pascha oder Suleiman Pascha erfockytenen Siege an: sie t, so zwingt man mich, auf eine Ausoeinandersétzung Ver: zi t zu leisten und die türkische Nation zu beklagen, welcbe augenblicklich für die Uiiéerechtigkcit derjenigen Minister büßt, die früher ihr Geschick ge citet, indem sie ihr kostbares Blut auf den Schlachtfeldern bergießt und sick) «zu dem traxtrigen Loose verdammt sieht, daß sie nicht tmr die Frucht ihrcr furchtbaren Opfer nichr ernten kann, sondern auch in Zukunft ähnliches Elend befürchten muß. Das oßmanische Reick) wird sich nicht befestigen und eine glückliche ukunst nicht schaffen können selbst nicht nach dem Ab chluffe eines glück: lichen Frisdens, so lange die türkischen Minister auf den alten Wegen weitergshen und dem unversdbnliMn Feinde stets von Neuem einen Vorwand zu seiner Ltigriffcholitik geben und die letztere durch Willkürakte rechtfcrtigen. Wie dem anch sei, Y werde gleich wie mein verstorbener Vater, welcher von Vier Ultanen mit Wohlthaten überhäuft wurde, nicht aufhören, für das Wohl unseres erhabenen Herrschers zu beten und von der Vorsehung die Unterstüßung zu erfiehen fiir die Be- miihungen Sr. Majestät, die Gerechtigkeit, die eiyzige Grund: lage einer jeden Macht, zu begründen und zu beiestigcn.

Der rufßsäz-türkiscbe Krieg.

St. Petersburg, 4. September. (W. T. B.) Die von auswärtigen Zeitungen gebrachte Nachricht daß der Kaiser von Rußland sich demnächst nach Frateschti begeben wcrde, entbehrt, gutem Vernehmen nach, jeder Begründung. '

Wien, 3. September. DaB „“'?remdenbl.“ schreibi: „Nach den in hiesigen diplomatischcn Kreisen eingetroffenen iachrichten aus Belgrad unterliegt es keinem Zweifel mehr, daß die serbische Regierung unter dem Eindrucks der neuesten türkischen Erfolge Und in der richtigen Erkenntniß, daß Serbien im Faile einer Niederlage von keiner Seite Lixie Hülfe gegen die Türkei Erwarten kann, den Eintritt m die Aktion verschoden hat. Wenn in verschiede: nen Blättern gemeldet wird, das hiesige Kabinet babe neuer: dings nach Belgrad ernste Mahnungen gsrichtct, so gladben wir behaupten zu können, daß diese Mittheilung nicht richtig ist. Oesterreiciy-Ungarn hat im Vcrlauf der gegenwärtigen orientaliséhen Verwicklung wiederholt don beidM kämpfendxn Mächten gegenüber seinen Standpunkt präzisirt, dürfte es 1e- dock) seiner Machisteliung nicht entsprechend gefunden habsn, die neuesten militärischen Anstrengungen Serbiens zum Gegen: stande einer direkten Vorstellung zu machen.“

Europäischer Kriegsschauplaß.

St. Petersburg, 4. September. (W. T. B.) Offi- zielles Telegramm aus Gorn1i Studen vom 4. Sep: tembcr, Morgens 7 Uhr 35 Minuten: Gßstern haben die Ge- nerale Jmcretinsky und Skobelew Lowtscha erstürnrt. Nähere Nachrichten iidgen noch nicht vor.

Wien, 4. September. (W. T. B.) Telegramm der „Presse“ aus Sistowa von gestern: G-estern wurde bei Gornji Dabnik ein aus 80 Wagen bestehender türkisch er Proviant- transPUrt von rUssischer Kavallerie geizommetx; le_xßtere ge- hörte zur Avantgarde der Truppen, dic; ber Corabia dre Donau überschreiten. _ Die rumänischen Tru_ppen bilden den änßersteii rechten Flügel der russischen AufstéÜung und smd bestimmt, die Verbindung mit Plewna Uack) dexn Westen und Südwesten hin abzmchneiden. _ General-Major Depp (vom Jngenieur:Corps) hat die [)efxsiikgteii Stelluxtgen der Russen von Tirnowa bis zum Schip apaß inspizirt Und

emeldet, daß alle Punkte mit Proviant urid Munition reich- ick) versehen und daß Tirnowa urid der Schtpkapaß vor einem direkten Angriffe der Türken gesichert seien. ,

Wien, 4. September. (W. T. B.? Nack) eiiiem Tele- gramm der „Pol. Korr.“ ans Bukare t vom levuttgen Tage ist der Beginn der Offensiv-Operationen der ruistschen Armee Unter dem Großfürsten Nikolaus unmittelbar bevorstehsnd. Das Corps de?- Großfürsten-Thronfolgers bleibt gegeii- Über Mehemed Ali Pascha in der Defensive am Lom. Die russische Armee erhält fortgefeßt große Versiärkun en. Ju Rumänien werden Vorbereitungen getroffen für 03 neue 20,000 Mann starke russische Corps, welchesde1nnächftdaielbst emrückerr 011. Die rumänisckie Armee steht 'eßt vollständig auf türkis em Gebiete. Das Kommando derse ben übernimmt General Cemat_unter dem Würsten Karl von Rumänien.

_ Au“; Sistowa, 2 September, wird der W. „Presse“ gemeldet: Das Gros Suleiman Pascbas hat sich aus dem

beskßi. Jm Schipkapaffe wurde em?- Feld-Txle rap en- stahtion etabltrt, welche mit Gornji Studen m erbm ung ste t.

_ ZurSituation auf dym bulgarischen Krie s: schauplave erhält die „Polit. Korr.“ folgenden Bericht aus Galas, 31. August:

.Der Kampf um den Schipkapaß ist noch nicht zu Ende. Die Uutcrbrechung scheint nur wegen physischer Erschöpfung beider Theile eingetreten zu sein. Bis jéßt haben die Russen ihre Steiiungen be- hauptet. Einzelheiten über die Kämpfe am 26 und 27. sind nur ipärlicb einaelaufen, aber das Wenige, was man erfährt, genügt, um ein anschauliches Bild des Angriffes zu geben. Nachdem die Türken nämlich eingesehen hatten, das; sie troy aller Bravour und Zäbi keit über St. Nikolas und Marko-Kralskt-Bair (d. b. vom Süden er) die Passage unmöglich forciren können, warfen dieselben starke Abthei- l ngen in die Thäler oder vielmehr Schluchten der Koserica und machten sogar eine Weitläufige Umgebungsbewegung, um über Panicarka und längs des Panicarka-Flüßcbens vorzudrinacn und das Jantra-Tbal hinter der russischen Aufstellung zu erreichen. Es aelanq ihnen auch nach fürchterlichem Kampfe und mit schweren Verlusten bis zur Flanke der russischen Stellungen vorzudringen und sicb auf einxm stark bewaldeten Höhenzuge festzusetzen, von welchem sie die Rasten bedrohten und beinahe umzingelten, so das; die letzteren gezwungen waren, Verstärkungen an fick) zu ziehen. Leßtere icafen noch recht- zeitig ein. Es entspann sich ein mörderisches Waidgefccbt, in welchem Kolben und Vajonnet die Hauptrolle spielten. Endlich gclang es den neu ankommenden russischen Schiißcn-Baiailionen, die Tucker: aus ihren Stellungcn zu delogiren und aus SeienderSvo übxr den Ozandag zurückzUWerfen.

Während der linke türkische Flügel in diesem blutigen Kampfe unterlag, unterhielt das Centrum auf dem Hauptwege und den be- waldeten Abhängen des Passes ein lebhaftes TiraiÜeurfeuer m „stetcm, aber langsamem Vorrücken gegen die von den Russen errichteten Schanzen. Die erste Schanze wurde sogar von den Türken mit Sturm acnommen. Beim Angriffe aeéen die zweite soil ein türkisches Bataillon, welches in Sturmko onne anrückte, durch eine Minen- explosion beinahe vernichtet Worden sein. Nach diesem Zwischenfalle, welcher in vielen Berichten stark übertrieben wurde, schritten die Russen zum Angriffe vor; fie verließen ihre Vcrschanzungen und stürmten mit dem Bajonnete unter Deckung eines von ihren Batterien lebhaft unter- baltxncn Artilleriefeuers auf die decimirten türkischen Abtheilungen und warfen dieselbe3 trotz ihrer aus dem Dorfe Schipka erhaltenep Ver- stärkungen mehrere tausend Schritte zurück. 'N-Jcb diesen Kämpfen scheint Suleiman Pascha den Frontangrrff vorlaufig sistirt zu haben. Nach den neue;:en Meldungen gewinnt es aber das Aus- sehen, daß er mit seinem rechten Flügel eine Umgebung der russischen Stellung iiber Prybacka imd Stozevci vorzunehmen dachie, d] starke Truppenbewegungen in dieser Richtung bemerkt wurden. Wenn, es den Türken gelingen sollte, über dcn Trewna-Balkan ansehnliche Kräfte auf die nördlichen Abhänge des Balkans zu werfen, _rvabrend fie den Angriff auf SÖipka auf ihrem linken Flügel und im Cen- iru_m widderhoien, ist es sehr möglich, daß die Russen den Paß auszugeben gezwungen werden.

. Es ist aber zu bezweifeln, daß die erwähnte Umgebungsorxratwn Ylmgt, denn die russische Krikgsleitung bat starke Maffsn bis zUm - Alkali vorgeschoben und die ungangbarften Pässe smd befestigi und stark besetzt Wordcn. Aiier Wabrscbeinliäzkeit nach ist die Forciru'ng dez Balkans bei Schipka fiir die Türken fortan beinahe unmiogitcb geworden. In den erstén Tagen hätten fie dix scbWachen rgssiichen thbciiungen iibkrwäitigkn kömien, jeyt haben die Riiffen [0 Viel Vcr- 1tärkungcn von (Hakrowa und Tirnowa erhalten, daß eme Wiederholung des Angriffs von Sciie Suleiman Paschas cin tonübnes Untßrnshmen xräre, welches nur zu linniitzsm Vluivergießen führen würde. Die ankeu wiirden sogar durch Eine gelungene Forcirung dcs Schipkapaffes nichts erreiche11,_wsil die Deboucbirung ihrer Streitkräfte aus dem Passe _gnmöglicb gewvrdcn ist; sxe wiirden bei ihrem Vorrücken auiGa- .)rowa auf überlegene Streitkräfte stoßen, von Welchxn fie vereirizelt xiescblagcn werden könnten, ohne daß sie Zeit hätten, swb zu formrrcn. Die bloße Boscßnng des Passes aber ist ein Vortheil, Welcher in keinem Vcrbäitniffe zu den großen Opfern an tüchtigen, kriegs- erprobien und darum nicht 'zu ersetzenden Truppen steht. ' _

Zn No rd-Buigariem haben sich die Stellungen „beider Theile in den letzten Tagan nicbt Wesentlich verändert. Die ?irmxc des Cros;fiirst'en-Tbronfoigers hat nach dem Trcffcn ber „Axaslar dre Vorgescbobeue erste Division näher an fich gezogen Und eme (este Sieiiung zwisci) 11 Popkiöi und Mechmediiöi xixigepoyrmeii. Diese ?irmee ist jedenfaiis zn schnmci), “um zugleich die türkische Sieiiung zor Eski-Djuma anzugreifen, die RaSgrader Armee zu, beobachten und die Garnison Rusticbucks in Schach zu haltet). Es ist deshalb" sehr Wahrscheiniicb, daß dieselbe sicb streng auf die Defensive beschranken

* wird, bis der Angriff auf Plcwna stattgefunden bat, um so mehr, da

Mehcm ed A li Paschas Armee sogar nach eined Niederlage -:ix1e so sichere Rückzugslinic auf Schumia besitzt,. daß em russischer Arigriff auf seine Stellung gar keinen, Zweck haben könnte. Der wahre Schlüsselpunkt der, Wichtigsten Kriegsoperaiionen bleibt immer Plewna. Dort sich die zur Offen- sive fähigste Armee der Türkei und diese Armee MÜffi'ii die Russen angreifen oder rxmgehen, um fick) nach Westen Luft zu machen und ihre Operaiionslinie vor der [*edrohenden Stellung Osman Pascchs zu “sichern. Gleichzeitig ist es aber die Armee Oswan Paichqs, die am ehesten angrariffen werden kann. Ihre Stellung stußt' sick) cruf keine Festung (Widdin ist zu weit), anf _kcin Gebirge; dteselbx ist takiiscb stark, abcr strategisch sel): gefahrdct [obald dze russ1sche Kriegsieituug genug Kräfte fonzeutrirt haben wird, um sie zu urn- geben, ohne ihre Front zu schwächen. Diesxr Moment '1ft nahe gerückt. Der augenscheinlicbfte BeWcis, daß eme baldigeMAktion auf diesem Theile des Kriegsschaupiqßes bevor- steht, iji die Bewegung der rumäniftben Armee., Die Wechsel- iälle des Krieges haben es dazu gebrackyt, da in diesem Augeybltcke 'cas Vom Fürsten Carl bkféhligte rumänische »;orps, weiches ber'Co- rabia iiber die Donau gsgangcn ist, ein Faktor in den'nachsieti Kriegs- c-eigniiien Werden kaim. Nach dem Ueber'ganée' bei Corabta haben fich 2 Divisionen der rumänischkn Armee imer eits von Magura aus durch eine morasti e Ebene iiber Gigen-Mahaia und von. dort auf dem Plateau zwis en Jsker und Wld bewegt und ihre Vortruvpxn bis Trstenik (12 Kilometer von Mervna) vorgeschoben. Anderßrsmts bat der linke Flügel (Höjulenci bejeßi und ruckt d0n Wid-Fluß cut- [ang bis Murtevica, Wo derselbe rnit der 4. Dwrfiozz, welcbe don Nifopoiis aus auf Mccka imd Niben gerückt ist, Fubluna'gcrvm- ncn wird. Die letztere Division hat ihre Vortxupbcn bis Ka-' ccmunica vorgeschoben. DU? Aufgabe des rumaixissichen Corps wird vor der Hand iwin, dcn Höhenzug, der nordwestlich vor) Plewna sicb zwischen Jsker 1111?) Wii) zieht, zu bcseßen imd zu befesitgen. Der wirkliche Angriff auf die türkische Stellung wirdmvon Sudosien gc- macht werden. Man wird bei LaScar dre turchbe Linie__P[cwncz- Lowtscba zu durchbrechen Versuchen und auchlis und (Yornxj-Dabmk vorrücken. Erst Wenn dieses gelingt, kann die rumamschA'rmee nach Südwesten vorrücken und den Ring, um Plewzia vervoiist'andt'gen. Zu dieser Operation gehören aber noch mehr Krafte _als “Ole- „USM welche die russische Kriegsleistung um Plewmi vorlaufig, verfilgkn kann. Darum glaubt man, daß 1106) einige Tage verstreicbxn Wer- den, binden welcher Zeit ein 35,000 Mann'starkes Corps i1ch SM“ schen Sijtowo und Karadak anfstelii, um eme V'orruckung-"Osman Paschas auf die ruséische Kommunikationslinie :oercrxeln zu konnen.

Auf der Eisen ahn dauern die Truppxndurchzuge ohne Unter- brechung fort. Garde-Kavaiierie und“ Erganziingstruppßn dcr Jr)- fanterie sind_vorgestern und gestern passiri. Man scha t die ieii dem 1. August angekommcnen erstärkynacn auf 90,000 ann. In Iasi!) und Paschkani stehen starke Abthetlungen, welche auf Transport- mittel Warten.“ , '

_ Der „Times“-Korrespondent im russrjchen Feld- lager schreibt unterm 26. August aus Poredrm: *

eine Berathung der "hier anwesenden republikani chen

SchipkapaiZ iti die Tundscha-Ebene zurückgezogen. Die türkischen osrtionen sind 1th zumeist nur von Jrreguiären

„Der Ge undbeiis ustand der Truppen ist gut und für die Pferde ist Fourage iin Ueber uf; vorhandc'n. Dcr Oberst eines xeden Regt-

nxcnts kauft das, Scbiacbtvieb für seine Leute und die Fourage fiir die Pferde. Es _tst keln Profof; und kciueFeldpolizeida,j-1uicbt einmal S_chtldwacbetz m den Ortschaften, um welche das Lager auf- ge_1chlagen zst , und doch _laufen Hühner und anderes Ge- fiugel unberubrt umher. Großfurst Nikolaus hat einen Geueralbefehl berauSgegeben, der xede Plynderung verbietet und anordnet, daß Uebertreter deffelben vor el_n K'riegsaericbt gestellt und erschossen werden sollen. So sirxng wird diese Weisung befolgt, day“; sicb selbst General Zatoff durch kin! e Tage ohne „Hübner für seine Tafel be- beifen m,ußte,_da ficb d1e ulgaren von Poredim weigerten, ihm für seine Prwaikuäße Gefiugei zii verkaufen. Diese Christcn [affen kcincn dcr Vqrtbxtle, welcbe ihnen ihre Stellung bietet, unbenützt und for- dxrn hier imlHerzen von Bulgarien mehr für Gerste und Heu. als dix Handler in Bukarest, bekazmtiicb der theuersten Stadt der Welt. Die Russen erdulden diesc scbandlichen Uebervortbeiiungen mit cincr Geduld, welche geradezu wunderbar genannt werden muß.“

* Yelg'rad, 4. September. (W. T. V.) Der „Polit. Kdrr. wird "von hier gemeldet: Unter dem Vorsiß des Fiirsten w1rd_uber den künftigen FeldzugSplan fort: wahresnd Krtxgsratk) geZthen. Horvatovics soll gegen Widdm, Lefch1amn gcgen isch und Nicolic gegen Sjenica Aufsteüung nehmen, während das Drina=C0rps eine Defensiv: stellung ctnnehmcn soll. Pionier-Abtheilun en sind bereits Uilch der Grenze gbmgrschrrt. Sämmtliche ffiziere müssen bis zum 13. d.,!)U 1hr0n Tr::ppanlbtheilungen eingerückt sem. In der Kriegsfrage ist das Ministerium solidarisch einig.

Asiatischer Kriegsschauplaß.

St. Pete'rsburg, 4. Septembsr. (W. T. B.) Offiziell. Aus Karail mird unter dem 1. d. vom Kaukasus gemeldet: Am_28. v. M. beseßte die Avantgarde des Generals Alcha: i of 1 dre Position bei dyn Quellen des Flusses Woltsckza, etwa 800 Faden von den türkischen Befestigungen vor S11chum K_alel) eritfernt. Die Türken eröffneten gegen unsere Kolonne em Geschüßfeuer von ihren Batterien und den Monitors aus. Der Verlust auf unserer Seite betrug 4 Verwundete. _ Jm Terekgebret0 wurden am 30. v. M. die Aule Erfenoi und Sandok durcb die Truppen des Generals Smekaloff und deS Obersten Battanoff zerstört und zwei Abtheilungen Aufstän- discher zerstreut.

_.St. Petersburg, 4. Septcmber. (W. T. V.) Die rusjrschen Trupxixn haben am_1. d. M. Suchum Kaleh ge- ndmmen; die Turkßri haben sich auf die Schiffe zurückgezogen; die abchasiscbe Ku'ste ist frei von türkischen Truppen, der abchasische AWiand 1st durcb General Alchasdff bewältigt.

. _ L_lus .OLfllS, 2. September, meldet die W. „Presse“: Die Ru] sen haben ihr Lager, von Kürükdarja nach Karajol, 01116__M61le wetter gegsn die feindlich-kn Linien, verlogt. Die russnche Kavallerie steht 111 Barjaktar. Das Gebirge Uetsch Tepe ist von den Russen besetzt und stark befestigt.

, _,Der von deni russischen Dameer ,.Konstantin“ vor kurzer 3611 b? SuchzimzKaiek) in die uft gesprengte „Asiati- Cbefket war, wie die W. „Presse“ berichtei, eine Panzerk0r1*ette von 2000 Tonncq, erbaut auf den Werkstätten der Messageries Maritimes zii Sednx bet Tdulon. Der Panzer dieser Korvette war s?chS Zoll dick; Dix A-xsrustyng bestand aus vier fiebenzöiiiaen und einer neun- zoiitgen Kgnone, die Besatzung aus 200 Mann. Dieselbe halte wenig Gelegenheit, sich zu retten. Das Yieer ist vor Suchum-Kalcb ctiva 20 Klaffer FM und ein anderes türkisches Schiff, Mickies Hätte zur Hulfe herbcietlen können, befand sich nicht in der Nähe. Der Dampfer „Konstaiitin“ hat nichi den geringsten Verlust zu beklagen. Dsr Stoß, den 111) Augxnblicke des Angriffs der eine Torpedokutier erltxt, War so heftigz, das: dez: Lieutenamt Pissarewsit) ins Meer ge- sch1cudert Wurde, gluckltcherive1se aber wieder aufgefischi Werden konnte.

Statistische Nachrichten.

Nach der von der ?esckyaftsfirbrenden Direktion des Vereins douiscber„ Eisenbabnyerwg tungen xeßt [)crausgcgebcnen Eisenbahn- sicxtrsiikfur das Betriebsjahr 1875 betrug die Gcsammtlän e der Elf einbab'n en 1111 Reick) 26,840,77 Kilometer, und enifalicn Ziervon .'2,253,98 Kilometer auf Staatsbahnen, 2910,» Kilometer auf Privat- bahnen untcr Stgaisverwaltung und 11,675,89 Kilometer auf Privat- bahnen unter Prwaiverwaitung. Dar Gesammtbeiraa des für die- selben verWendetext An_lagekapitals ist 6861,5 MiÜionen Mark oder durchschmtiltch 257,676 „M pro Kilometer Bahniängé, Und zwar: ' bei den Stgatsbahnen 3208,6 Miliioucn Mark (261,237 «44 pro Kilometer), bet den unter StaatsverWaltung stehenden Privat- bahnxn 889,4 Millionen Mark (308,947 “44 pro Kilometer) und bei din ubrigen Privatbahnen 2763,-': Millionen Mark (240,872 „M pro Kilometer). Von „dem Anlagekapiial sind 844,7 Millionen Mark vom Staate garantirt. Außer dem obigen Anlagckapital kind bis Ende 1875 ziir (Yrrvette'rUtig und Verbesserung der Bahnan agen 2c. aus den BetriebSUberschuffen etwas über 140 Millionen Mark ver- wendet worderz. Dkk Bestand an Transportmitteln betrug 993,6 L-"komotiven, 8857 Tender, 17,392 Personenwagen mit 766,679 Plaisen, 329 Postwagen, 3908 Gepäckwagen und 196,314 Güterrvacien (1x1ki. (Eckmpage- und Vrebniagen) mit eincr Gcsammiiadungsfähig- keit von 1,859,857,7 Tonnen. Dic Anschaffunaskosten sämmtliche): Transportmittel hgben 1278,7 Miilionc'n Mark betragen.

Was dre Lexsturigcn der Transportmittel betrifft, so haben d1e__§;okomoiiv5*n im Jahre 1875 im Ganzen 282,641,738 Kilo- meicr zurgckgciegi. An Personen wurden befördrrt 202,041,583. cm Retiegxpack 444,068,9 Tonnen, an Eilgiitern 886,43],3 Tonnen, an Postgutern 02,464,4 Tonnen, a"n Fracbtgüteru der Normalklasse f),451,809,6 Tonnen, an Frachtgutern der ermäßigten Klasse inkl. chhlexi und Koks 116,565,120,6 Tonnen, überhaupt an Gütern 1419658259 Tonner); außerdem 28,798 Equipagen und sonstige Fahrzeug?, 37,694 Etseybahnfahrzeuge, 449,043 Pferde, 18,044,887 Stuck Rindmel), Schweme und sonstige Thiere. Die Summe allcr Einnabnxen belief fich auf 836,9 Miilionen Mark, von n'elcbcn 229,7 Mxiixonen Mark auf die Personen- und Gepäckbeförderung und 559,2 Millioneri Mark auf den Güterverkehr entfaiien, während die ubrigen „49 Milliq'nen"Mark verschiedene Einnahmen, z. B. Pacht, Wagenmietbe, Erlos fur verkaufte Materialien 2c. entspringen. Die Gesamnxiaus alien haben 492,3 Millionen Mark; oder 58,8% der Bruttoemxwme betragen, ugd zwar: für die Vabnverwaltung ]51',8' Militonen „Maxi, fur die Transportverwaltuna 300,8 ;))iillwncn Mark, fur die, gügcmeine Vcrivaltung 31,3 Miliionen Mark, denen noch 8,4 Miliwnen Mark Zins fiir gepachtete Bahn- strecken hxnxuireten." Der Ueber, chuß einschl. des Bestandes aus dem Vorjahre beisragt 347,8 Mr ionen Mark oder 5,10% des qe- sqmtntet) , Anlagerapitals; vori demselben wurden vechndki: 73,4 M1U10ULU Mark „zur Verzinsung und 8,0 Millionen Mark zur Amortisatzozi der Anleihet), 6,2 Millionen Mark zur Verzinsung 2c. dex PrtortxatsStammak'ttßn, 4,7 Millionen Mark zur Zahluug der EUenbahmteueZ, 70,6 Mtilrpnm Mark zu Zinsen und Dividenden für dxe*Stammakttxn, 5,3 MiÜwnen Mark zur Einlage in den Reserve- fonds, 32,8 Milizonen Mark zur Einlage in den Erneuerungsfonds der YZft zud sonLtigen Teck?!“ ,

__ as ie eim e rie e auf den deutschen Bahnen im (“a re 18,75 vorgekommenen U _nfälie betrifft, so betrug die Ja.,l dersZZlbLU, bei denen Personen beschadiét oder geiödtet wurden, bei fahrenden Züqcn 107, ern denexx 21 durch Zu ammenstoß, 30 durch Ent leisung, 13 durch nzwtchttge Werchensieliung, 2 durch zu schnelles EinfaYren in die Bahn- böse, 5 durch A,chsbruche und 36 durch sonsti e Ursachen veranlaßt worden smd. errbet Wurden unverschuldet 2 8 Personen (darunter 173

(davon 183 Babubeamte und Arbeiter) beschädi t und 394 (davon 142 Babubeamie und Arbeiter) getödtet. Durch Betreten der Geleise tt_i seibstmordmfcber Absicht sind 7 Personen beschädigt und 113 e- todtet worden. In 169 ber fahrenden Zügen voraekommenen Unfä en wurden Personen nicht rerleßt, dagegen aber 90 Lokomotiven, 11 Tender, 58 Personenwagen, 412 Lastwagen und 11 sonstige Fahrzeuge zerstort oder stark „beschthgt. Auf den Bahnhöfen, auf der Bahn imd bx: mcbt im Gange befindlichen Zügen kamen 98 Unfalls mti Verlekung 2c. von Perionen vor und wurden dabei u'nvcrsxbizldxd 83 Personen (davon 77 Babnbmmte. und Arbeiter) bejcbadtat und 29 (davon 28 Bahnbeamte :c.) getödtet, durcb „eigene Schuld aber, 935 Pers. (davon 888 Vahnbeamte xc.) beschadrgt und_293 (davon 234 Babubeamte :e) getödtet. Bei wei- tere!) 139 Umfallen sind Personen nicht verletzt, wohl aber 61 Loko- motiven, 9 Teydxr, 13 Personenwaaen und 229 Lastwagen zerstört oder stark beschadtgt_worden. Die Zahl der im Jahre 1875 vor- gekomm_enen_ Achsbruche war 143 ("20 bei Lokomotiven, 17 bei Ten- dern, 15 bctPeryonemrggen und 91 beiLastWaaen), die der Schienen- bruche 1472. Verkehrsstörunqen fanden im Jahre1875 in 18 älien statt, von denen 4 durch Dammrutscbuna, 6 durch Schnee all, 4 FTYTYZafferfiuthcn und 4 durch sonstige Ereignisse veranlaßt wor-

! .

_ Nack) einer amtlichen Zusammenstellung der Sieuerde utition haben, wie die „Nax. Zig.“ mittbeilt, am 1. April1876 in Berlin 2269 MietHScrbobnngen und 10185 Herabscßungen statt- gefunden, am 1. Oktober V. I. 1198 Erhöhungen und“19,894 Herab- seßungen, am" 1. April d. J. 1196 Erhöhungen und 22,322 Herab- seixuvgen. Frubcr, d. 1). Vor drei, vier Jahren War das Verbälfnif; Flst das umngCHOrit'x'b Leer 0sta??? 65me April r*. J. 10,185 Wob-

nqen, am . 0 er v. . , 4 0 mm en, .9 ' „(“. 17,190 WIZhnuZch. I b 3 am ] FWW “5

_ „er ." ortaliiäissiatistik des mediinicly-taiisii“ en thrcsbcrichs uber die Stadt Stuttgart vom zJa'kszré s1876 "Lhui- nebmexr ww folgende thtzen: Im Jahre 1876 sind gestorben 1377 mannltcbe und 1131„wcybliche, zus. 2508 Personen; todtgeborer.e find zu verzeichnen 89, mann!. und 73 Weibl.; im Ganzen also 2670 Todte. (Davon starben tm ersten Lebensjahre 616 männl. und 482 weibl.). Eine Vergleichung der Gesammtstcrblicbkeit im Jahre 1876 mit der VW 1875 ergiebt, daf; dieselbe gegen 1875 in jeder Art gxstiegen ist. Sie stebt mat emztgxr Ilusnahme der Pocken- und Kriegsjahre 1870 _71„b0k)er, als xe m den 24 vorhergegangenen Jak):en. Das Ver- baltmß dcr Gestorbencn' zur Vewölkerung stelite sich nämlich 1876 aui 25,5 0/00 _ 12393“, im Jahre 1875 auf 24,0 9/00; desgleichen mii Finsc'bluß der Todtgxborenen 1876: 27,2 0/00 = 1 : 36,8; 1875: 26,2 0/00"; «verhaltmßder Gestorvenen zu den Geborenen (beiderseits die Todt“- acborenen eingerechnet) 1876: 60,5 0/,_ 1875: 58,8 0/0. Die Sterblich- keit der emzc'lnen' Altersstufen bat fick,) sehr verschieden er- wtesen. Ihr Maximum ist 396,59/00, ihr Miiqimnm 2,6900. Sie finki vozn ersten Jahr an stetig bis zum 16._20., um vdn da 011 stetig wieder zuzimehmcu.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

Christiania, 27. quust. Professor Mohn, der Leiter der norwegischxn Expedition nach dem Arktiscben Meere, Yroffeutltchilm „Morgenbbad“ einen Bericht über stinen Zua Nack) Jan Maven, m welchem es HLißt: Am 26. Juli nahm Professor Mohn die ersieFotHunq, ctWa auf der Mitte des Weges zwischen Norrveicn mid “Jan Mayen, vor. Das riskaite Waiier begann dort erst in eiiier T1e„fe_ von 500 Jadcn. _Am nachsten Tage Abends, nachdem die Er- 1180111031, :vcsiWarts gesteuert war, zeigte sick) am Meerksboden in cirier L-lch von 829 Faden eine Temperatur von _]? (Grad, bei 20 Faden" Tiefe aber schon Null Grad. Die Erprdiiion befand fich namitcb schon, 18 Meilen östlich von Jan Mayen, iw. Poiarstr'om, 'welcinyer „von der Nordspitze Spitzbcrqcns LIM" Lauf fudrvestlrci) 101706" der Ostküste Grönlands der Nordküste «Zsiands, zn und durch dre D,.Lnemarksstraßenacb der Südspiße Grön- lands n1n1mt.'Da'd1cr Expsdition 30 Meilen östlich von Jan Mayen noch 0 Grqd m emcr Tiefe von 500 Jaden Hatte, so erhebt sich die Greme z1v1schen dem warmer- nördii en Arm des Golfstromes und dern Poularstrom schroff gegcn Westen. _Der Golfstrom führt Wasser rnit Warmrgraden, vxongegen der Polarktrom das eiskalte Wasser der Polargcgenden 11ach_É-;waesien fiihrt. Das wärmere Wasser in den oberen'20 Fadeii rubri lediglich von der Wirkung des Sommers defeckdte Oberflache ber. Wahrend dcs Winters i't diese mit Eis _ In der Korikampfsckyen Außgabe preußischer Ge eße mit Erl": - rgngeri ist .Die Kirchengemeinde- und Synosddl-Ordnßijtxeg fiir di? evangnelische LandeMircbePreußenS“, vondcm Pre- diger R i ck t e r fur den Gebrauch 0riäutert, soeben in 5. Auflage erschienen. Zwar sind der neuen Zluilaqix dieses Buches schon 4 Auflagen unter dem Titel: „Evangelisch; Ktrrbengcmeinde- und Synodai-Ordnung' erangegangxn; aber die fruheren Auflagen enthalten nur die K1rchengemetyde ; Ordnung; Die 5. Auflage zerfällt im ztvei Tbeiir: „„Die Kirchexigemetnde-Ordnung“ und „Die Synodai-Ord- nung , die (111 den betr. Stelißnxrläniert sind. Dieselbe legt, außer den zu der Kirche'nor'dnung , ehörcgen Gesetze.: und Verordnungen, dem Text muß die Wichtigsten 5'baUdcrimgen in der Gemeinde-, Kreis- xndPromnzrgl-OrdnunT _der beiden Westprovinzen Westfalen und Kbemiaud bet; mardi ber jedem Paragraphen diejenigen Abänderungen namhaft, welcbe Fpaier theils durch die General-Synodal Ordnung theils m dicser wiede'wnn durch die nachfolgende Siaatégcseßgebunä getroffen worden;, gi „bt die staatlirhen Aufsichtsbehördcn nicht blos generekt, sondxrwm einzelnen Fällen sogar die Auffichisinsianzen an, und tbeilt endlich 10713931 (zus den Verhandlungen der Generalsvnode, als ("mch “Hes Landtags dtexetztgen Erlauterungen und Anträge mit, welche uber Sinn und Tragweite der gefaßten Beschlüsse Aufschluß geben. _ Der im 41. Jghrgang voritc-gcude Volksbote (Oldenbur- burmscher), gemeinnurztger _Volkskalender auf das Jahr 1878 (Oldenburg, Schulzc'jcbe Pjof-BuÖhandlung, C. Berndt u. A. Schwarz), zeichnet sicb durch seinen reichen, mit vielen sauberen leiusirattoiten geschmuckien anaii aus. Nächst den gewöhnlichen Bestaydtbrtlen aller Kalender bringt der Oldenburgische den Etat alier im Großberzogibum bestehenden Behörden, den oldenburgischen Refidenzkalendcr, Etsßnbgbnfabrpla'ne 2c._ Der belletristische Theil eythalt za_k)irctche patriotische, burnoristiécbe, kultur eschichtliche Auf- saxze, Erzahlungen _und Landschaftsbilder, aus wel en letzteren wir bßoxders „„In-Westfalens Bergen“ von A. Schwarß und „Aus dem „,x-njvclsmoor von H. Schrrefer als charakteristisch hervorheben.

Land: und Forstwirtbsthaft.

Aus der Provinz Sachsew 2. September Ueber da Auftreten des Koloradokäfers wird der „Pos aus SißenrodI geschrieben: Am 27. August wurden auf einem sehr bedeu- te.:d befaiicnen Grundstücke in der Feldmark Langenrcici)enbach Nachgrabungcn nach Puppenogebalten und diese _ die ersten auf dem ganzen be_faiienen Terram _ auch aufgefunden; auch fanden fich m der Erde junge,'cben ziim Auskriecben bereite Käfer vor, am 28. August Wurde eme, dreizehntc Fraßsiclle dcs Koloradokäiers in der Feldmark Probsiham, unfern von der zehnten und elften Fraß- itelie an der (Grenze dxr Feldmark Langenrcicbenbach aufgefunden“ am 30. Aygust fand mai), suddstlich von der am 28. aufgefundenen Fra Stelle, das vierzehnte befaxlene'Kartoffelstück vor, ebenfalis an der Grenze derthl'dmark Langcnretchcnbacb'. An demselben Tage wurde gleich- zeitig m der Schildauer städtischen Feldfiur eine Fraßsteiie, nord- ostltéb von der ersten 3111? Anzei e gekommenen Fraßsteile und am 31. Ziggust ern „unsern dieser Ste e liegendes Kartoffelgrundstück ais vdm. Koloradokafer infiztrt und befallen festgestellt. Die Zahl der bis, 1c15t vorba_ndencn Fraßsteiieiz b.]t sick) auf seckSzehn vermehrt. _ Mit den Veritlgungsmaßrcgeln ist man in der vergangenen Woche mit der ndthwendtgen Energie weiter vorgegangen; man hat die Des- infektion dcr befaiienen „Grundstücke fortgeseßt, so Weit die vorhan- denen brauchbaren Arbeitskräfte es gestatt-xn. Das Kartoffelkraut isi

Babnbeamte) beschädigt und 26 (darunter 19 Bahnbeimte et"dtt Außerdem wurden durch eigkn: Schuld der Betroffeneii 2“77)5Jk)1eri)011eeti

abgeschniiten in die bereiteten bis 1,50 Meter tieen Grub - bracht; m den Gruben mit Benzol übergossen kaid durchtYnF;

Centimeier hoch mit Erde bedeckt, welcbe während des Einbrin en fest _etretcn wird. Das Grundstück wird gepfiügt, hierauf mit “der: Extirpator „durcb-Jeackert, um den Bodcn für das Eindrixigen des Benzols. mit welchem derselbe übergossen wird, recht geeignet und locker 31“. machen. Nach dem Uebergießen mit Benzol, aus Gieß- kazinct), wird der Boden nochmals mti der E,]ge bearbeitet, um das Eindämxezi des aufgegoffenen Aeßm ttels zu fördern.

_„abt'au, _„1. September. (Kön. Hart. Ztg.) Die Erträge der Ernte zeigen 11ck mcbt so gunstig, als man nach dem Stand.“ auf dem Halm? annehmen konnte; Der Weizen hat hier fast allent- halben veriagt. IMAP hat beim Schneiden gefunden, da!“; viel Gras xxnd Kraut_abe_rwen1g Aqbren U)]d Körner vorhanden smd. Auch ut dre un-gnnsttgx Erntewttteruna nicht ohne Einfluß auf den Wert!) geblieben. Ebenw hat der Regen den Wirth der Gerste, des lHchfcrs und besonders descRundge'treides vielfach beeinträchtigt. „dex Kizrtoffxlertrag bietbi auch hinter den gehegten Erwartungen zuruck, indem die Krankheit nch allenthalben eingestellt bat, die auf den bochgelegenZZ Feldern weniger, dafür aber aufden niedriggeleaencn destr) großerctz Schaden angerichtet hat. Der Grummet, meistens bereits geschmtten, wird Wenig Futterwertb haben.

' Warschau, 30. August. (Pos. Zig.) Es liegen amtliche Be- richte uber die Ernteresultate in den Gouvernemmts Warschau und Radom vdr, aiis denen bcrvorgeht, daß die Ernte in beiden eine sehr giite aewcjen zst. Speziell ist hervorzuheben, das; die Roggen- ernte, m der" zweiten Halfte des Monats Juli begorinen hat und, trotz yes ungunsttgen Wetters, glücklich becndigf worden ist. Die Getreidecrnte, welche 1111 Allgemeinen als voiiständig b-endigt an- gesehen! Werden kann, uberftemt bedeutend eine gute Mitielernte. Dre Kartoffelxi mid Zusckerrübcn, welche letzteren hier einen be- deutenden Pdttcn im 'Ei'tmabmc-Etat der größeren und kleineren L_andwirtbe bilden, befriedlzcn bis jetzt und berechtigen zu der Hoffnung, elne Jute Ernte zu mackZen. Ebcnw berechtigen die verschiedenen Gemusegattungen zu großxn Hoffnungen; nur mit dem Kranke, das '.xi aiien unsxren Wirtbkchaftxn eine große Rolle spielt, sieht es ziemlich traurig aus, da es die Raupkn in verschiedcnen Gegknden sehr stark hnetmgcsucbt „haben. Die Wicsen wurden unter dem Ein- flusiZ der „giinstigen Witterung rasch gemäht und das Heu eingefahren. Es ubcrtrtfft sowohl an Qualität wie an Quantität das Vorjahr um em Bedeutendes.

Gewerbe und Handel.

Vom Berliner Pfandbrief-Jnstitut find bisEnde Au 1877 33,633600 „M.,Yprozentige und 7,911,300 “kü 5prozen?ilzest zusammen 41,.;44,900 «M Pfandbriefe ausgeaeben worden, wo,- von_ noch 33,0.)1,900 „46 4Hprozcntigc und 7,301400 “M 5pro- zentigk. zusammen 40,413,300 „46. Pfandbriefe V?L"zinSÜÖ sind. Es smd zugesichxrt aber noch nicht abgehobsn 3,964,200 «.; in der Feststellung begriffen 4 Darlehnsgesuckxe auf Grundstücke zum Feuer- versicherungswßrtbe vdn 392,675 „44; im Laufe des Monats August 1877 find 3 Grundsiuckc rnit einem FeucrrersicherungSWertbc von 345 975376; angemeldxt nYrden. ,

_ zie «, rivaiimm der Renaissance-Aktien e ell" beruf? eine „außerordentliche Gexieralvcrsammiuna, in gwxlcbec! ck13?)er1 die Ltqurcdation des iiriternebmxns Beschluß gefaßt wcrden soil.

_ «P der Schrift des xeßtgrn Garnison-Pfarrers Schall in Potsdam ubxr das Arbeiter-Quartier in Mülhausen i. E. die m der Kortkampfschen Verlacxsbuchandlung zu Berlin soeben iti einer 2. Auflage xrsch1eizem erzablt der Verfasser namentlich, wie diese Arbeitersiadt rn Maibauscn entstanden und sich bis auf die Gegenwart iiach und nach vergrößert, beschreibt sodann diese Arbeits- hf'ausekr nach ihren verschicdcnen Systemen und die sonstigen in und f_11r_ Ms Arbettcrquarttcr- geir-Zffenen nützlichen (Einrikbrungcn und 1ch1idert schließlich die wdhlihatigen Folgen, welche die Gründung dieser Arbeitirstadi fur die arbeiteiide Klasse in Mülhausen gehabt bat. Es ist, hicrdltkch _ sagt der Vcrfasixr nicht nur einer bkdenkitchcn ' Wohnungsnot!) in Miiihausen abgeholfen und auch die Prwatkonkurxenz ;.ur Herstcliung billigerer und bes1ercr Wobnuygen nach dem Vorbild jener aufqerufen und damrt zunarvst fur das ma'ierielie Wohlbefindetrvon Tausen- den Fsorgt, sondern zuglnch auch das geistig-sittlicbe Wohl dexse ben in unberechenbarer Weise gehoben rvordcn. An Stelle eines bet der rasche'n Zunahme der Byvölkerung der Stadt drohenden, ab- und zixschwe1fendcn Arbetier-Proictariais ist eine im Ganzen wohlsrtnirtcwnd zufriedene, intelligente und seßhafte Arbertqrbevolkerung gxtrctcn, welche sich eines menschenwürdi- a-zzt Daseins erfreur imd die als ein wesentlicher Bestandtheil der EinwohnerschaftMitlkyauiens, fast ein Drittheil desselch, dieser zur Ehre und zur Zierdc'cieretcht. _Ordnunassinn und Reinlich- keit, bqusbalterijcbe'r Sinn und Sparsamkeit und vor

[[im die aus deni Eigentbumé cfühl gebornen edlen sittlichen (Hum tnguter der Liebe zur choiie und zum häus- ltch_en_ «Heerde und 3131; Heimat!); der solide Sinn, sowie die Pflege, edler bausitcher Sitten und Tuqenden. Pas [md nur einig? der großen moralisben Erfolge, wélche jene [*.yanztclien 11och W;»,it ubertreffen und die das hiermit gegebene Vor- bild der aiigenxemsten wi'tteifernden Nachahmung Werth machen. Hier'gixs' aiLem wird es auch erklärlick), daß die namentlich seit 1870 so rixhrtge sozialistische Atgitation an einem so eminent in- dustriellen Vrßgnpu'mki Wie Mulhausen niemals einen rechten Ein- gang und empsamxlubcn Boden gefunden hat. Und so stelit sich denn, 5031 noch hobcrxm Stqndpunkte aus betrachtet, die Cité oder dteYrbctierstadi damit 016 eine Wohlthat nicht blos fiir die zunächst [*ctbßiltgtei'i arbeitenden Klassen, son*ern fiir das größere Gemein - wobl, (ur das W051 der MknschliUEU Gesellschaft und als ein nchxczitlicber prdktischer Weitra zur Lösung der unsere Zeit “so ernst und tiefbervegenden soziaigen F rag ?. dar.

Verkehrs-Anstalten.

Du's Coursbuch der Deutschen Reichs- :) iverwal- tnng„ September - Oktober, ist soeben in II?). vson Deckers qum1sjions-Ver1ag Marquardt u. Schenck (Preis 2 „M) er- schienen. Dasselbe enthalt, nach Landestheilen geordnet, die Eisku- b'aHn-Fahrplane Deutschlands imd der angrenzenden Länder, die wie!)- tigsieiz *Personenpdsten, sowie'die_DampfschiffSverbindunqen der Flüsse mid anxnmeerk, fxrmxr dic ub€riceischen Dampfschiffsiinicn, ge- ordngt nach den Netsczwlen _ die Rundreise- und Retourbiilets- Emr1chtungen _, dre Reiseverbmdungen der größeren Städte, sowie der Bade-_ und Kurorte, 13. A. Zusammenstsllung der verschiedenen Wege nach“ den „Nordseebadxrn Norderney, Borkum, Wyk, Sylt, nach der Schwetz, maxb Rußland _ den Gebührenrarif fiir Tele- grammx, Briefportotarrf u. s. xv. „_ Das reichhaltige Verzci-bniß deroRetsLWege zwtsch§n dei) wichtigsten Städten enthält auch ver- gletchendeBermerke uber die Reisedauer und über die Fahrpreise auf den Ve'rsch1_edei1etz zu gieicbem Freie führenden Routen. Dem Cours- buche ist eme Etscnbabn-Ueber icbiskarte beigefügt, w:lch-3 durch An- Wendung von Schwarz- iind Blaudruck, durb Hervorbebun der Haupt-Verkehrsltmen, ,sowte durch Eindruckung der Fahrpland um- mern beiondxre Klarheit und"Ueberfichtiichkeit erhalten hat und auf deren Ruckkezte sich Skizzen uber L_age und gegenseitige Entfernung der Bahn ofe m den bedeutendsten Städten befinden Jn Be- treff der aus dem Coursbuche ersichtlichen Fahrplan - Aende- rungen xc. macZZn „wir aufmerksam auf r. 11, Neuxr Fahrplan der" erimer Nordbahn, Nr. 18 Aenderuagen der Personenzugc zwischen Berlin, Schneidemübl und Königs- berg t./Pr., Nr., 194 und 197, wonach die Nacht-CoUrierzüge zwischen Basei und Mainz auch 3. Klasse führen. Nr. 282 Einlegung eines Courierzuges der, Oesterreichischen Staatsbahn zwischen Brünn, Gruß- bach und „Wien tm Ayschluffe an die Züge von und nach Dresden und Berlin. Fahrplane neu eröffneier Eisenbahnstrecken sind ent- haiten m Nr. 88. Neumünster_Tönning, 77 und 77a. Baußen_ Wiliben-Neustadt-«Schandau un'd Wilthen-Sobiand 150 Werden _Effen, 20231. Oberkoyan -Wuns1edel, 383 (Nancyx-Pa nv s. M._ Confians_Jarni 5283. Herstellung einer direkten Eisenbahnverbin- dung Delsberg_Pruntrut_Beifort. Die nächste AuGgabe erscheint

sodann werden die durch das Benzol vcrbrübten Krautrestc circa 70

Mitte Oktober.