Opfer stand über seinem Patriotiönzus_und seiner_Liebe zur Wahr- heit. Er nahm keinen An tand, feierlich zu erklareq und es_noc_h cini e Tage vor seinem To e zu wiederbqlen, da_ß dre Republik dre einzg mögliche Regierung in Frankreich ist. _ Cm s_o_ großes, vo_n einer so hohen Persönlichkeit gegebxnes Beispiel tm sowohl die glänzende Plejade liberaler Geister, dre das Gefolge des Herrn Tbters bildeten, als jenen Theil der Nation mit fich _fort, welche noch von leerem Schrecken oder ungerechtcn_ Vorurrberlen befangen _waren. Herrn Thiers verdankt die Repuhltk zu_m großen Theil die ver- trauenSvolle Zustimmung Frankreichs; ibm verdankt sie Europas Ueberzcugun , daß fie eme Regierung dér Ordnung und de_s riedens is?. Aber dagegen war es dic_ Form der republi- anischen Regierung, an deren Spitze Herr Thrers _ gesxellt war, der er es verdankt, daß er Frgnkrercb mit einer Schnelligkeit und einem Erfolge, der alle We'1t_m Staunen verseßie, von seinen Unglücksfällen erheben kormte. _ Grzmdunßwder Republik, Erhebung Frankreichs _ dies sind die zwer großten „truste, weiche Fr. Thiers das Glück hatie, seinem Vaterlxnde zu leisten. Diese md ieine schönsten Ansprüche in den Augen der Nachwelt. Durch sie wird sein Andenken unste""ich und d e (Erkenzitircbkerx des fran- zösischen Volkes unvergänalich _s_ein. Welche Dienste baiie er noch leisten können! Da wir ihn a er Verloren Ogden, so bewirbren wir zum wenigsten sein Beispiel und feine _Trthtton._ chuben Sie fick), wie er, zu beweisen, daß die RLPUb_[1k _em_e Regierungdcr Ord- nung, des Friedens und der Freiheit, die ernngeionscryatwe Regre- rung in unserem Lande und in unserer Zett ist, _weil fie gliem unseren Jntereffen, unseren Bedürfnissen, _unseren sozialen ustanden an epaßt ist. Auf diese Weise werden wir Hrn. Thiers e ren und un?erem Vaterlande dienen. _ _ _ _
_ 10. September. (W. T. V.) _ Dre rep_u_bl_1kams en Blätter veröffentlichen die in _der gestrigen Cymrtesißung er Linken des Senats vereinharte _Adresie an __Frau T hiers, in welcher derselben, wre bereiis gemeldet, fur den von ihr bewiesenen Muth und Patriotismus Dank ausJY- sprochen und zugleich die Versicherung gegehen mird, daß _die republikanische Partei fortfahren werde, mit derselben weisen Mäßigung, wie der Vertorbene, zu gndeln. _
Bordeaux, 10. eptember. ( 8. T B.) Auf die An: sprache des hiesigen Maires e_ntgegnete der Marschall Mac Mahon; „Als ich vor zwei Jahren die Ihrer Stadt b_e: nachbarten Gegenden besuchte, war ich ersta_unt ber den Geist der Ordnung Und der Arbeit, welcher die Bevolkerng be- seelte. Jetzt finde ich in dieser schöpen großeii Stadt dieselbe Thätigkeit uud dieselben vrrständrgen Gesinzmn en. Ich Kimme den Gefühlen, dic Sw mir _soebetz 1111 _iamen der Stadt ausgesprochen haben, bei. _Seren _Sicwersichert, der Frieden, welcler da?; nothwendrgjte Beditrfmß fur Sie _1st, wird nicht geitört werden, Und_wenn da_s Lapd auf meme Berufung geantwortet haben mrrd, fo_w_1rd die Verfaffiing, an welcher Sie festhalten, und überdir ich als trruer Haier wachen wrrde, ohne Hinderniß funktioniren, um die vollstan- dige Entwickelung der nationalen Wohlfahrt zu sichern.“
Italien. Rom, 5. September. (H. N.) _Der ngenienr- General Vruzzo hat dem KriegS-Mimster semew [an zur Befestigung Roms überreicht. Danach so_llen srqben kleine, mit Kanonen zu armirende Erdwerke, und 111 weiterer Ent- fernung noch zehn andere Forts errick)te_t werden, und zwar auf folgendem Höhen: auf dem Xarnesma, auf dem Monte Mario, dem Tipale (unweit der Yiomentanobriicke), aui _der Meierei Portonaccio, in San Onofrio, aux der Mxierer Valconuta, auf dem KreuzungsPunkie der Stra en von Piwna und Caseita Mattei, auf dem Madonello, m der Nähe des Grabmals der Cecilia Metelia, und am Thurme €Y_igriczttcxrct. Der Bau der sieben Erdwerke wird nächstens m ngriff ge- nommen werden.
Griechenland. Athen, 10. Seytember. (W; T. B.) Wie der „Pol. Korr.“ von hier gemeldet Wird, hat der M 1 n ist e r- rath in den leßten Tagen über die Vorschläge _des russischen Kabinets betreffend ein emeinsames _Vorgehen ?Mstckülick) drr Sicherstellung des SchickFach- der Christen unrer er Herrschaft der Türken berathen. Heute könne LSsüx gewrßJJelten, daßeme Verständigung zwischen Griechenlano und _ u_ßland a_uf der Grundlage bestimmter Ansprüchr der griechischen Regre- rung erzielt worden sei. Eine inzwischen der griechischen Ne: gierung überreichte Note der englrschenRegrerung habe der Minister des Auswärügen, Tricupis, mit einer Note heant- wortet, in welcher die Politik Griechenlands dargclegt wrrd.
Türkei. Konstantinopel, 10.Se7§tember. (W.T.V.) (Hs bestätigt sich, daß der deutsche und er frgnzösische Bot- schafter wegen der Freilassun derjenigen drr1_Pers_on_en, welche wegen des Konsulnmor es zu _Saiomchr zu 5xähriger Zwangsarbeit _verurtheilt und nach Widdm gebracht worden waren, jeßt aber frei in Salonichi herum ehen besondere Nicht identische) Noten an die Pforte geri tet Haben. _ Dre
ote der französisöhen Regierung verlan t dre Wieder-
einschließun_g der drei Verurtheilten, diejenige der deutschen pr
Regierung icht sick) i1_1 leicheni Sinne aus. _
_ Ueber die türkisZen Finqnzen wrrd_der „Times“ von ihrem Spezialkorrrspondenten M Therapie; unterm 29. 1). M. geschrieben:
„Die finanziellrn Etats fiir das Jahr 1877_78 sind soeben voa der türkischen Regierung veröffentlicht worden, aber nach dem, was ich von allen Seiten höre, mü en dieselben nicht als zuverlasfiger als frühere offizielle Etats der„elben Natur angesehen werden, un-
eachtet der eingehenden Erörterung über das Budget Seitens der
!) eordnetenkamwer. Die Einkünfte smd auf 3,945,069 Beutel oder 19, 25,345 türkische Pfunde (ein Beutel gleich 5 türkische Pfunde veranschlagt. Die ordentlichen Ausgaben sind auf 29,470, türkische Pfunde und die außerordentlichen Ausgaben fiir Kriegszwecke auf_ 36,250,000 türkische annde berechnet. Aber da die ordentlichen Ausgaben die insenlast der Staats-
]dchuld umfassen, und diese Zinfar, deren *ahlung suspen- . irt worden, sich auf 15000000 Türkische Pfunde belaufen, so würde das Resultat ein Defizit von c;]. 11,000,000 türkischen Pfunden sein, welches durch besorzdcre Stxuermaßregeln zu decken sem wird. Zu diesem Zweck ist d1e_Schc_1fjt_euer verdoppelt worden. Es ist indes; sebr zweifelhaft, ob die Emkunfie aus dieser Quelie, selbst zu erhöh- tem Sasse, irgendwie das, auf weiches gerechnet wird,_liefern werden, da man nicht vergessen darf, daß in Rumelten, der reichsten Provinz, Schafe und Rindviek) gestohlen, erbeutet, _ve_rmchtet urid in großer Anzahl gerad: in denjenigen Distriktezi, wo die _Produktton _am reich- lichften war, verloren gegangen sind. Die Zolietnkunfte haben _im ganzen Lande sehr beträchtlich abgenommen und S_teuerxi auf landwirthéchaft- 11che Industrie werden sicherlich viel weniger liefern, als _ m irgend
eiULM früheren Jahre, da der Werth dcs Eigenthums dur die Aus- ,
hebung, welche die Zahl der für die Einbeimsung der_ rzertgniffe WWWendtgezi Kräfte atal vermindert hat, sehr gesunken ist, wahrexrd un ebener viel_Eigenthum durch den Krieg zerstört Wurde. _Es isi
er der Regierung keine andere HülquueUe gelassen, als eme we;- Uk? _E_misfion „von Paxiergeld, während die dringendsten _Be- dükfmiiedes Krieges dur temporäre Anleihen bei lokalen Bankiers zu r__umoien Zinsen und "zu dem reise des Diskontirens der Einkuxifteredegt werden muffen. Es st völii augenscheinlich, daß die TUkkU- glxtchviel, ob fix: siegreich oder bekiiegt aus dem Kampfe hervorgeht, fur sehr lange Zeit finanziel] gelähmt sein muß. Wie
es hier vertraulich heißt, ist der lexie Versuch,_eine Arrlcihe in Eng- land aufzubringen, vollständig nescbettert._ Es 1st_folglrch tm Plane, den noch unverpfändeten Theil des egyptrscben Tributs zur _Bescbai- fung von 5,100,00l)türkischen Pfunden zu_verwend_en. Es_be1ßt gucb, daß die oSmaniscbe Bank und ihre Alliirten em_Synd1kat bilden werden, um eine Million dieser Summe _zu aaranttren und sich be- mühen werden, den Rest ohne eine öffentliche Zeichnung aufzubringen.“
Amerika. Aus San Fran chco wrrd der „Allg. Ztg.“ unter dem 2. August geschrieben: _ Die offnung, der wir uns bingegebezi _batten, daß dieser Ort verschont leiben werde von den kommunistischen Umtrirben, welche während des leßten Monats im Osten so viel Blutvrrgteßen verur- sachten, ist leider nicht in Erfüllung gegcingen,__ob_§zletck 1ofort n_ach dcn ersten telegraphischen Berichten die (T_tjcn ahn-Compagnien, welche auch hier _ zum Theil seit dem Jum_ _ d1e_ Gehalte der Unterbeamten reduzirt hatten, diese wieder auf 1hrenfruhereu_Stqnd- punkt erhoben. Doch an tumultuarischen Geselien fehlt es m einer roßen Stadt nie, und da es ihnen an andern Grunden zur Klage _fehltr, ?o mußte hier die ck i 11 e s i s cbe Fr a g e _wiedxr herhalten ; den aufdie Chi- nesen schon lange eifersüchtigen Arbritrranoziatwnen sckzlosien 11ch die sogenannten Hoodlums an, cine bier_ b_esonders [3er_uchttgte Kiaffe Straßenjungen, die aus Mangel an nutzlicher Beschaftigung zu einer wahren Plage dcs ruhigen Bürgers geworden. Um dicse_m den nöthigen Schutz zu gewähren, ermächtigte der Gouverneur die Bil- duna einer Sicherheitsbehördr, die auch sofort durch 8000 der acht- barsten Bewohner aus allen Ständen in_ unktwn trat, weiche iich bewaffneten und regilmäßigc Wachen bieten,_ urn namentlich das durch Anti-Kuli-Versammlungen _bedrohte cb_mes1sch_e Quartier zu schützen; jedoch vermochte man nicht, den u_ber die ganze Stadt verbreiteten so nüylicben chinesischen Waschhqujcrn Schuß zu ge- währen, von denen mehrere in Flammen_ aufgingen, wobri mehrere amilien als Opfer fielen Dadurch_ kubner gcmmht, möhren dre oodlums sich auch an den Weißen zu rachen, Welch; Cbmcsen M _zhren erkstäiten beschäftigten, und so entstanden großere Feuersbrqnste, von denen eine am 31. Juli für eine l)albe_ Million Dollars Eigerz- tbnm jerstörte. Man mußte daber_zu energtxrheren Maßregeln "chrer- ten; ein amerikanisches Kriegsschiff“ legtx 1ch_vor dcn Hafen, und Marinesoldaten bescytcn die Quad?, um die Schiffe und großen Holz- vorräthe vor Zerstörung zu wahren; die Banken boten der St_adt- behörde ein Anlehen von 100,000 Doll., um fernere 150 Polizisten zu 100 Dok-kars monatlich anwerben zu können _ em Ancrbietcn, welches dankend angenommen ward, nur_ausgedehnterr _Verbaf- tnngen vornehmen zu können _ __uud die Gerichte _ _in Be- strafun dcr Miffetbäter zu unterstutzen. Zugleich entließen viele Etabiisiicments ihre chinesischen Arbeiter, _ Uk_1d zeigten _an, _ daß sie bereit seien, statt ihrer männliche und weibliche weiße L_“ebrlmge (111- zustellen, und zwar in den verschiedensten Gr;sch2ftSzwe1gen __em Beispiel, dem auch die Landbewohnrr foi ten. Jnrmzclneii Fallen entschuldigten sich die Arbeitgeber für Bei ebaltupg ihrer ck111esischen Yülfe: daß fie dazu gezwungen seien, weil dt_e __kaukafi1chen «[rbeiter aus gesundheitlichen odcr oudercn _RUckUÖthn dr". Dienst versagten. In Folge diirses aligemeinen Be**_trebe11s, sich der chinesischen Hulfe zu begebsn, habrn __Tausend-s von Chinesrn die Stadt verlaffen; die._ großen_ cbmesqchsn (Ge- sellschaften schifften deren viele nach China zmuck oder mr_ck) den Sandwichs-Jnseln und Tahiti, wo 11icht dieselbeonrurthcrle be- stehen. Man hat daher jeth Ursache zu hoffen, daß dich [)etkke Frage fiir San Franciéco als beseitigt zu betrachten ist, wahrend auf der anderen eite für den moralischen Zustand der hcrapwachsrnden Jugend aus den genannten Vorgängen ein großer Vortheil erwachsen ist; de;; so lange dem Nichtsthun ergebenen Hoodinms ist wenigstetis jeyt Gelegenheit eines sicheren-Brodverdienstes_geboten, da _fich die Arbeiteraffoziationen nicht mehr dem Lrbrlrugssystexn _widerselzen diirfen, jedenfalls eine bessere Schule als die „pembsntmrzex“, welche nur zu häufig aus den Strafanstalten Schulen des Lasters machten .....
Der ruy'fisäx-türkifäxe Krieg.
Europäischer .KriegssrHauplaß.
(W. TB.) Aus Bukarest wird der „Polit. Korresp.“ vom 10. d. folgende offizielle Mittheilung telegraplzirt: Vorgestern wurde das Feuer gegen Plewna auf der ganzen Linie eröffnet. Zwölf rumänische Batterwn nahmen air drm: selben Theil. Die Brigade Alexander Anghelesco bemachrigte sick) nach erbittertem Kampfe der türkischrn Verschqnzungey. Die rumänischen Truppen, :amentlick) dw Artillerie, sowre das 13. DorobanzenMegimenr, zeichneren sich besonders aus und zeigten die Kaltblütißkeit altgementer Soldaten. __Sie hatten mehrere Todte un 30 Verwundete. Der Kaiirr von Nrißland übersandte 40 St. Georgskreuze sur“ diejenigen ritmänischen Offiziere und Soldaten, die sick) b.“:- sonders hrrvorgethan haben. Am fol endsn Tage__brachte der. Kaiser Alrxander einen Toast aus an die rmnäm1ck)e Armee, in welchem er deren Tapferkeit hervorhob. Fürst Kari hat der Farms des 13. Dorobanzen-Regrments das Kreuz des rumänischen Sternes verliehen. _
Konstantinopel, 10. September._ (233. T. B.) 306 „Agence Havas“ meldet nach Berichten, die i_ndeß aus nicht offizielLen Quellen stammen, die Schlacht bei Vlewna folie noch fortdauern Und OZMan Pascha, Drink der Uelzerlegeri- heit der türkischen Artillerie, sich gegen dre an Zahl starkeren russischen Streitkräftc be anpten. Suleiman Pajcha [6139 einen Angriff auf den chipkapaß fdrt und_ ser bemurit, ich nach einiger Nedouten zu brmächt1gen._ Dix Lage de_s Corps vor; Mehemed Ali sei _gut, er“; bestätige sich, daß die Russen in drr Richtung von Bjela zurückgegangen seren.
_ Ueber die Vorgänge bei Plewna Wird der „Vol. Korr.“ aus Bukarei, 9. September, gemeldet: _
„Am 5. Se tem er l;».t Fürst Karl von Rumänien die seixrem Befehle unterste ende russisch-rumänische Armee_vor Plrwna einer Besichtigung unterzogen, worauf er unmittelbar eme leichte Rekog- noszirung der türkischen Stellungen bet Plewna anordnete. Bei diesem Anlaffe batten die rumänischen Truppen drei Verivundete.
Am 6. September wurden alle Dispokitionen getroffei), um Plewna von aÜen Seiten gleichzeitig anzugreifen. Das__rus1ische_ Haupt- quartier wurde näher gegen Plewna verlegt, Gro surft Nikolcius begab sich nach Poradim, während Kaiser A exander fich in Tswauscb - Mahala befindet. Nichtsdestoweniaer wurde dcr Angriff bis zur Beendigung einer in Angriff ge- nommenen neuen Briicke bei Nikopolis verschoben. Die rumänische Armee allein machte inxofern eine Vor- wärtsbewegnng, als die vierte rumänische Division ihre SteUrmg gegen 5Ylewna vorscbob, während die ihr als Reserve dienende dritte rumänische Division in ihre bisherigen Stellungen vorrückte. Das rumänische Hauptquartier wurde nach Wrbiza verlégt.
Am 7. Se tember Morgens begann die rumänische AriiÜcrie aus allen ihren Ba terien die türkischen Positionenin Plewna zu beschießen. Die Beschießun wurde ununterbrocbén fortgesetzt_ und dauerte am 8. September 5])Jotgens mit ungeschwächter Kraft sort. Bis gestern hatten die Rumänen weder Todte noch Verwundete. Jm Lauie des gestri en Nachmittags war das russische Bombardement gegen Plewna 10 in ensiv, daß man es in Turnu-Magurelli deutlich vernahm. Der allgemeine Angriff auf Plewna erfolgt wahrscheinlich beute.“ _
_ _ Ueber die leßten Kampftage im Schipkapasse Wird ZLF“ i_,Pol. Korr.“ aus Konstantinopel, 1. September, gc: rie en:
„Gestern herrschte arif der Hohen Pforte ein sehr bcwegtrs Leben. Alles strömte in den zum Telegraphenbureau führenden Korridor.
Die Minister und Beamten liefen hin und her, brachten Depeschen und trugen Antworten zurück._ Nur Wenige erhielten Einlaß in das Telegrapbenbureau. Die bc: der Tbüre Harrenden erfuhren end- lich den Grund die er außerordentlichen Inanspruchnahme des Tele- Jrapben. Die inister befanden ficb in direkter Korrespon- enz mit Suleiman Pascha, welcher eben im Telegraphenbureau im Dorfe Schipka weilte. Suleiman meldele , wie versichert wird, daß die Russen von allen Seijen, selbst auf der Route von Gabrowa, cernirt seien und daß der Großfürst Nikolaus fich gleichfal[-“- unter den so eingeschlossenen Truppen befindrt. Die Freude strahlte auf aUen Gesichtern, man beglückwünsrbte sich gegenseitig und man war überzeugt, daß das mathematische Problem, welches Schipka- paß heißt, und bei dem um das Loos eines Staates gewürfelt wird, seiner baldigen Löjung entgegengehe. Wie groß war aber die Ent- täuschung der Bevölkerung, als Tags darauf Suleiman meldete, daß er seine Position behaupte nnd die Straße von Gabrowa bedrohe, welche fich übrigens fortwährend in den Händen der Russen befindet, wie dies eine vorgestern gegen Gabrowa vvrgenommene türki che Re- kognoszirung bewiesen hat. __ Die Verluste der Armee Su eiman Paschas sind enorm; 11: erreichen obne Uebertreibung die Höhe vo'n 15,000 Mann an Todtcn und Verwundeten. Ka- sanlik, Karabunar und _Adrianopel smd überfüi1t von Ver- wundeten, derer) es in Ka1anlik allein über 1500 giebt und deren An ahl täglich steigt in Folge der unausgeseßten Kämpfe im Schipka- pa e. Dabei f-sblt es an Aerzten. Jr] den leßtcn Tagen gab es in Kasanlik nur zwei Aer,te, um über 1000 Verwundete zu versehen. In Adriandpel und den anderen Ambulanzen der Armce Suleimans herrscht delk'lbe Mangel; man erwartete nicht eine derartige Menge von Verwundeten. Täglich werden von hier an Sul_eiman Pascha iiber dringendes Verlangen Verstärkungen geschickt. Die Eisen- bahn _befördert jeden Tag gegen 2000_2500 Mann. Einige dieser Vatarilone sind bewaffnet, die anderen gehen ohne Waffen und Ge- Päck ab und sollen die nöthiae Equipirung in Adrianovel erhalten, wo es jedoch gleichfalis an Waffen und Munition fehlen soll. Es sind Mustrhafis i_md Zejbeks, welche Suleiman Pascha zu Hülfe ge- schickt werden, alw nicht sehr kriegstüchtige Leute.“
_ Ueber die am_3. September erfolgte Wegnahme von Lowaß entnehmen Wir einem Bericht der „Times“:
„In der Nacht vom 2. auf den 3. September wurden auf rus- fischer Seite alle Vorbereitungen getroffen, ohne daß die Türken davon Kenntniß zu haben schienen. Die 2 Division war in den letzten 48 Stunden 56 englische Meilen marschirt und dennoch muß- ten viele Leute von derselben noch in der Nacht bei Aufstellung der Batterien mit arbeiten. Am Morgen drs 3. September hielten die Tür- ken dic äußersten Höhen des Amphitheaters mii Ausnahme von zwei Verg- spitzen zur Rechten der Chaussee ron Selvi, Wo derWeg in das Gebiet des beutigenKamPfcs tritt. Am Mrrgen des 2. Scpjember hatte Ge- neral Skobeleff diese Bergspitzen erobert. Die türkischen Linirn, Welche sehr stark waren, konnten von den höheren Punkten des Am- Phiiheaters aus mit dem Artilleriefeuer erreicht werden, allein die Erfahrung [ehrt, daf; eine standhafte Infanterie nicht aus ErdWerken durcb ferncs ArtiÜericfcuer vertrieben werdén kann. An dem Angriff auf Lowaß nahmen auf russischer Seite folgende Truppen Theil: die 2. Juiantericdivifion, 2. Brigade der 3.Jnfanteriediviswn, 1 Batailion drs Pskowksckwn Jufanterieregiments, 2 Reni- menter Kosaken, 1 Shwadron der Kaiserlichen Eskorte und zehn Batirrien von verschiedenen Divisionen. Den Oberbefehl führte Fürst Jmeretinsky mit dcm Obersten Scbrsiakoff als StabSchcf. Komman- dant-xn waren Gcncral Rassxildajeff, General Engman, Davidow und Dabrowolski, während Skobcicff iiber eine aus Truppen Verschiedener Divisionen und sriner alten K'ysakenbriaade zusammenacseßte Schaar kmmnandirtc. Dic Artilicrie war nach Bedürfnis; vertbeilt. General Dobrowolski kommandirte den rechten und Skobeleff den linken
lügel, während dir. Reserve Unter Engman stand. Dieganze Stärke etrug 22,000 Mann.“
_ Betreffs dcs FaÜes von Niksic schreibt die Wiener „Presse“ unterm 9.: „Wie uns aus Ragusa berichtet wird, betrug die Besatzung von Niksic 2800 Mann und 21 Kanonetz. Die Mannscixaft soli, da man in Montenegro ohnehin niit Verpflegungsschwicriakriren bsi der Armee zu kämpfen hgt iiach Ablegung der Waffen die Erlaubniß erhalten haben,_ srcö nach Gazko zurückzuziehen. Mit der Kapitulation von Niksic, welche: nach zweitägigen Kämpfen erfolgte, haben die Monte- negriner dieswal ziemlich leicht einen Erfolg errun e_n, um der: ob seiner politischen und militärischen Wichtig ert sch011 ",'0 viel gestritten und gekämpft wurde. Der Bestß von Niksrc eröffnet Momtenegro nicht nur die langersehnte Abrundung seiner Landesgrenze gegen Norden, sondrrn auch _den BLÜH eiiier der wsnigen fruchtbaren Ebenen der Herzeyowrzia. Fürst Nikola soll beabsichtigen, sich zuerst argen die fiankirende Be- saßun von Trebinje durch ein_ Detachement von 3000 Mann zu de en und dann die Offrnswe gr 611 Spuz “zu ergrrrfen, um dir bei den leßten Friedensver andlungen gewiinschten Grenzen vorläufig zu erreichen.“
Asiatischer Kriegsschauplaß.
St. Petersburg, 10. September. (W. T. B.) Dem „Golos“ wird an?; Jgdyr, 9. d., tclegrapl)irt:_ Am 6. d. Nachts drangsn 200 Kurden, von drn Bergen der (Hüliibscha kommend, durch unscrcn Kordon, Überschritten den_ Araxes und fingen an zu plündern. Sie tödteten 2 Armenier. Die Kosaken nahmen den Krirden ihre Beute wirder ab und ver: folgten die Räuber. Unser Verlust betrug 2 Kosaken todt Und 2 verwundet. Die Kurden verloren 16 Mann todt und 10 Gefangene. _ Aus Karajal, 9. d., wird demsriben Blatts gemeldet: Genrral T e r g n k a s s o f f telegraphirx, daß M der _Nacht vom 6. zum 7. d. zwischen den Dörferxi Küguluk__ und Grilirbscha eine 200 Mann starke Bande türk_rscher Rauber erschien. Dieselbe Überschritt den Fluß, überfiel das Dorf Sardassaban, tödtete dort 27 unbewaffnete Armenier, von denen 2 zu Tode gemartert wurden. Zwei Knaben von 7 und 12 Jahren wur- den verwundet. 50 Tamanier überfielen die Bands und zwangen dieselbe zur Flucht. Bei dem Rückzugs wurdo. die Bande von zwei Sotnirn Kosaken angrgriffrn und verfolgt, wobei ein tiirkischrr Offizier und drei Baschibozuks fielen, 10 Verwundete gefangen genommen wurden. Wir hatten 2 Ko- saken todt Und 2 verwundet.
Statistische Nachrichten.
„ Das Kaiserliche statistische Amt veröffentlich? in dem jeßt herausgegebenen 7. Heft der Monatshefte zur Statistik des Deutschen Reichs für 1877 u. a. Ucbersichtcn über die Brcznntwein- brennerei und die Branntweinbefteucrung tm Deut- schen Zollgebiete während des Jahres 1876._Da11ach waren am Schlusie dieses Jahres in den Staaten des Rcichssteuer- gebietes überhaupt 40,392 Branntweinbrennereie_n vorhanden, ron dénen jedoch nur 33,172 aktiv gewesen sind. _ Die Menge des von letzteren erzeugten Branntweins läßt sich fur 1876 auf 4,077,00(_)
ektoliter zu 5070 nach Tralies annehmen, wahrend fie 1875 ,341,500 Hektoliter betragen Hatte. Die Abnahme der Produktion erklärt siii) einÉtheiis durch den ungünstigen Ausfaii der Kart_offel- ernte in den mittleren und östlichen Provinzen der preußischen Monarchie, anderntbeils durch die seit geraumer Ze1ts_c_bon anhal- tende Entwerthuug dcs Spiritus. Auf den Kopf der Bevolkerurxg be- rechnet sich die Produktion im Durchschnitt auf 12,1 _Ltter (1875 auf 13,4 Lit.), am stärksten war dieselbe in dsn preußischen Provinzen
Westpreußen (18,7 Lit.), Brandenburg (18,8 Lit.), Pommern (18,6 Lit ), Posen (30,5 Lit.), Schlxfien (16,4 Lit. , Sachsen (21,8 Lit.), so- wie in Braunschweia (24,2 LW? und Anbat 40,3 Lit.? In den west- lichen Theilen des Steuergebie 5, insbesondere in_We tfalen (7,3 _Lit. pro Kopf), Heffen-Naffau (3,2 Lit.), den Rbeinlanden (3,5 Ll_t.), Heffen (3,9 Lit.), Thüringen 2,1 Lit.) und Elsaß-Lotbringen (2,3L1t.) wurde verbältnißmäßig am wenigsten Branntwein hergestellt. _ Unter den im Jahre 1876 vorhandenen 33,172 Brennereien befanden sich 2808 Getreidebrennereien, 4567 Kartoffelbrennereien und 38 Melaffebrennereien, welche zusammen 52,656,258 „M Ste_uer (durch- schnittlich 7103 „ja) bezahlten, woge en von den iibrigen 25,759 Brennercicn, welche andere nicht me li e Stoffe verarbeiteten, zu- sammen nur 752,111 „ki Steuer (durchixchnitiltck) nur 29 „M) ent- richtet worden find. Es ist hiernach in der Brennerei der Groß- betrieb mit der Verarbeitung mehliger Stoffe und der Melasse vdr- berrschend. _ Wenn der oben für 1876 angegebenen Branntrvem- produktion von 4,078,000 Hektol. die Zufuhren aus Süddeutschland und dem FanuSlande mit 9800_bez. 92,000 Hektol. zugerechnet nnd die Ausfu ren aus dem Reichs.teuergrbiet nach Süddeutschland und dem Auslande, sowie die nachweisbaren Verwendungen von_Brannt- rvein zu technischen Zwecken mit zusammen 804,300 Hektol. m Abzug gebracht werden, so berechnet fich der Verbrauch zum mensch_lich_en Genuß auf rund 3,375,500 Hektol. oder du_rchschmttltch N Liter für den Kopf der Bevölkerung. Für die einzelnen Verwaltungsbezirke lassen fich keine Verdrauckpszahlen aufstell_en, weil dcr Verkebr im Innern des Steuergebiets einer Kontrcle nicht unterworfen ist. _ Der Bruttoertraa der Branntweinsteuer belief sich im Reichssteuergiebte im Jahre 1876 auf 53,408,369 «16 (1,59 „M pro Kopf) gegen 56,873,090 „M (1,65 akk pro Kopf) in 1875. Der Gesatnmkerirag der ausdem Branntweinverbrauch dcs Reichsstcuer- gebiets in die Reichskaiie geflossencn Abgaben, welche fich aus der Summe der roduktionsstcuern, der Uebergangsabgaben und Einfuhr- zölle, nach A zug der fiir Ausfuhren und steuerfreie Verwendungen bezahlten Steuervergütun en zusammensexrn, belief fich im Jahre 1876 auf 49069887 „46 o er 1,52 «14 pro Kopf gegen 52,474,865 „M oder 1,64 „M pro Kopf in 1875. _ Der Materialvcrbraucb zur Branntweinbrennerei umfaßte im Jahre 1876 22858300 Heftdl, Kartoffeln (76,7 % alier Materialien), 4,723,719 Hektol. Getreide (15,9 0/9), 1,230,356 ektol- Melaße (4,1 0/_9) und 992,746 Hektol. Wein, Weinhefe. O st, Trebern 2c. (3,3 0/01. Der Verbrauch der Kartoffeln zur Brennerei ist von 1875 auf 1876 um nahezrx 11 0/0 zurückgegangen; ebenso hat sich der Verbrauch von Getreide um 9,5 0/0 vermindert.
_ Nach dem dem Bezirkstage des Unter-Cisaß erstatteten er- waltungsberichte des Bezirks-Präfidiums waren im Jahre 1876_1m Unter-Elsa zebn Sparkassen (nr Zabern, Buchsweiler, Schlettftadt, arr, Weißenburg, Oberebybeim,Hagenau, Btsrhweiler, Niederbromi und Straßburg) mit 4 Filialen (in Sagrunwn, Bru- matk), Molsheim und Waffelnheim) vorhanden. Die Zahl 'der tm Umlauf befindlichen Sparkasenbüéhrr betrug am 31. Dezember 1876 23,750 mit einem Guthaben der Einleger von 9,910,440 «kü Am ]. Januar 1876 betrug dieses Guthaben nur 7,356,799_„-14, s_o daf; dasselbe im Laufe des Jahres um 2115364134 gewachsen_ist. Lys find nämlich neu eingezahlt worden 4_,269,386 „16. und (m_Zinsrn 306,328 „44 zugeschrieben, während die Rückzahlungen an Kapital und Zinsen 2,522,07Z „74 befragen Haben. Das am “31. Dezember 1876 vor- bandcne Guthaben vertbei t sich seiner Höhe nach auf folgende Klaffctr: 400 «M und weniger 15,663 Büwer (66,0 0/0 der Gcsammizabi) mat 2,490,688 «it;» (25,1 0/0 des Gesammtguthabens), von 401 „74 bis 640 074 3025 Bücher (12,8 0/0) mit 1,897,262 „M (19,2 0/9), von 641 „M. bis 800 «W 2312 Bücher (9,7 0/0) mit 1,980,259 «_ (20,0 0/0), von 801 „M und darüber 2750 Bircher (11,5 0/0) mrt 3542231 „je. 35,7 M.). _ Als allgemeines Ergebnis; der _Sparkaffenvcrwaltung teUt fich hiernach Folgendes heraus: Der Flachenrqum des Unter- ElsaZ beträgt 4774,37 Q-Kilometer mit 598,180 Einwohnern nach der ählunq vom 1. Dezember 1875. Da die Zahl der Sparkassen mit ihren Filialen 14 beträgt, so kommt durchschnittlich eme_Spar- kaffe auf 341,03 Q.-Kilometer bez. auf 42,727 Einwohner. Dr_e Zahl der Einleger am 31. Dezcmßer 1876 belief sich auf 23,750 11_UÜ 9,910,440 «16 Gutbaöen, so daß also je ein Einleger auf 25,2 Eiri- wobner kommt. Auf einen Einleger rntfäUt im D9rchschmtt etn (?_utbakyen von 417,3 „44 und auf einen Einwohner em solches von 1 ,6 «16»
_ Das soeben erschicnene erste Heft des Jahrganges 1876 Von dem vor; der österreichischen statistischew Ccntralkomwisnon Heraus- gegebrnen „StatistisÖen Jahrbuche“ entvält die Datei) uber Fla ch e n- inbakt und Bevölkerung der im österreichischen Reichs- ratbe vertretenen Königreiche und Länder. Nach__der Zählung vom Jahre 1869 besaßen diese Länder 5451,7s geographUchc Quadratmeilen oder 300,190,90 Quadratkilometer. Die Civilbevöl- kerung betrug 20,217,531 (9,814,038 männliche und 10,403,493 Weib- liche) Einw.; die aktive Armee 177,449 Mann. Von der Gesammt- bevö]kerung per 20,394,980 Einw. entfielen auf eine geographischeera- dratmeile 3741 , auf einen Quadratkilometer 68. Die auf Grundlage diejcr Zählung für 1876 (durch Zurechnung des aus diesen und der Zäh- lung von 1857 sicb ergebenden durchschnittlichen Zuwachsprozentes für die einzelnen Länder und Geschlechterck berechnete effektive Bevöl- kerung betrug 21,366,261 Einw., nämlich 10,404,909 männliche und 10,961,352 weibliche. Die Zahl der Trauungen im Jahre 1876 war 176,148 in der Civilbevölkerung und 526 in der K. K. Armre, die Zahl der Geborenen 875,519 (452,181 männlich, 423,338 weiblich, 854,313 lebend, 21,206 todtgeboren)“ darunter waren 19,700 Zwil- lings- und 8 DriÜingSqeburten. Éestorben find 636,519 Personen, darunter 314,129 Kinder im Alter bis zu 5 Jahren und 61 Perso- nen über 100 Jahre alt. 10,378 ersonen starben einrs gewaltsa- men Todes, darunter 2607 Selbst order.
Kunst, Wiffenfchaft und Literatur.
Trier, 5. September. Ein reicher Frznd an Alterthümern ist, wie die „Saar- un'd M*.)sel-Ztg.“ vermmmt, bei den Ausgrabun- gen am so enannteu römischen Kaiserpalast gemacht w.-.rden. Außer einrr Anzalöl oon grrYen Marmorplatten__1st ein Marmortorso, der eincr lebensgrdßen ewandstatize angebort, ausgegraben worden. Ebenso ist an der nördlichen Seite der dort laufenden Straße die Hälfte eines Fraiienkopfs nnd _em Gc_11andbruchstück gefunden worden.
erner hat man Bruchstücke einer mrt Freskomalerei gezierten Wand an der verlängerten Feldstraße aufgedecki. Eine Überraschende Aus- beute gewährte besonders der in der Nähe der Stadtmauer geschla- gene Versuchsgraben. Dort hat man nicht aller» eine Anzahl von trefflicben Skulpturen, wie den Kopf eines Satvrs, den ausdrucks- vollen Kopf eines GotTes des Schlafs (mit Flügeln und geschlossenen Augen), _einen Frauen- und einen kleinen Jünglingskopf, sondern auch zahireiche Bruchxtücke von Armen, Brust- und Gewandstückkn gefunden. Man giebt ich der Hoffnung bin, das; d e mit Eifer fort- gejetzten AuSgrabungen noch weitc're intereffante Aitcrthümer zn Tage fördern werden. ,
_ In Dresden wird in den Trigon vom 15. bis 17. Sep- tember die deutsche Ornithologengesellschaft ihre diesjährige Versammlung abhanxn.
_ Internationgle wis enschaftliche Bibliothek, 19. Band._ „Grundzuge des trafrechts nach der deut- schen Gejaßgebuug unter Berücksichtigung ausländi- scher R€cht€_“_0011 ])]: H. Meyer, Professor der Rechte an der Univcrßtat Tübingen. (F. A. Brockhaus. Leipzig.) Der durch sein Leixrbucb des deutxchen Strafrechts auf diesem Gebiete bekannte Pro- frssor Dr. Meyer at in dem vorliegenden Werke eine dem Zwecke des Brock aussche11Sammelwerkes enxsprechetidx Darstellunng des im Deut- schen5 eich geltenden Strafrechts fur_den wt_s1enschaft[ich gebildeten Laien chel'en. Der Gang der Darstellung ist der mSystcmen und Lehrbüchern ubliche. In einem aligemeinen Theile bespricht der Vrrfafier zu- vörderst die prinzipiellen Lebrsäße. Hier wird die strafbare Handlung nach ihrem allgemeinen Tbatbcstande erörtert. Der Begriff der Frcvclthat zcrgliedert_ giebt als Theile: Handlung und Rechtswidrig- keit. Aus dem Begriffe der Handlung folgt aber, daß eine Thätig-
keit allein nicht cenügt. da diese Thätigkeit vielmehr beab- sichtigt sein, auf einen illen muß zurückgeführt werden können. Daher beginnt die Lebte vom Tbatbestande im 1. Kapitel mit der Erörterung des strafrechtlichen Willens. Der Begriff der strafbaren Handlung wird erst dann kon- sumirt, wenn der strafbare Wille in die äußere Erscheinung tritt. Daher handelt das 2. Kapitel über ,die That oder die objektive Seite der strafbaren Handlung.“ Nicht allein aber die volle That, auch der Versuch, d. i. der Anfang der Ausführung der That, wird geahndet. Ebenfalls zur Le_l)re von der strafbaren Handlung nach der objektiven Seite gehört die Lehre von der Theinahme, welche im deutschen Recht in 3 Formen als Mittbäterschaft, Anstiftung und Reibülfe auftritt. Die Begünstigung ist als besondere strafbare Handlung vom deutschrn Strafgeseßgeber in den besonderen Theil gefreut. Im dritten Kaprtei kommt der zweite begriffliche Theil der strafbaren Handlung, „die Rechtswidri keit der Handlung“ zur S rache. Auch eine i_nit_Strafe bcdro te Handlung kann unter Um fänden nicht rechtswidrig sein. Eine solche Rechtmäßigkeit von verbote- ne_n Handlungen tritt dann ein, wenn das Gese Gründe für die Nichtannahme der Schuld anführt. SchUldaussch ießungsgründe sind aber Nothwehr und Nothstand. Im 4. Kapitel spricht der Ver- faffer über „die ciyzelncn Strafarteu.“ Wie die Verwirkli- chung der der Minetbat angedrohten Strafe in der Rechts- pflegr fich zu gestalten hat, davon bandeli das lexte Kapitel des all- ?ememen Theils. Unter den „Grundjayen dcr Strafanxvendung“ omme_n die Lehren der Strafverfolgung, der Strafzumeiiung und Strafanderung, der Ausmeffung, Verwandlang und Ausschließnng d:r Strafe nz Betracht. Jr: dem darauf folgenden speziellen Theile wer- den die einzelnen Vergehungen zur Sprache gebracht. Die lcichte und faßliche Parstellung gewinnt an Interesse durch die Berücksichtigung der arisiandischen Rechte, namentlich des französischen, englischen, österreichischen, italienischen und schwedisckyca Strafrecbtcs.
Land: und Forstwirlhschaft.
_Am 17. d. M. wird in Freibur in der Schweiz die zweite große lazrdwirthsÖaftlicbe usstellung eröffnet werden. Dieselbe wird von der Eidgenossenschast und den Kantonen subventionirt.
Alexandria, 10. September. (W. T. B.) Der Stand der Vaumwollernte ist ein guter und verspricht einen reichenErtrag!
Gerderbe und Handel.
Dic „Maßd. Ztg.“ theilt einen Bcricßt der Direktion der Bergbaugese lfchaft Pluto in Essen iiber die Geschäft?- entrvrckelung im erstrn Semester d. J. mit. Danach ergab fich auf Schacht Thies eine Koblenförderung von 2,603,559 Ctr. (7212 Ctr. weniger als im Vorjahre). Die Koksproduktion betrug 314,605 Str., d. 1). 27,104 Ctr. mehr. Der Betriebsübcrschnß bei der Grub: im ersten Scmester cr. betrug 152,725 «M. oder 5685 „46. mehr, ferner bei der Kokerei 34,087 «ii: (28,532 „47,- mebr). Der Gcsammtiibcr- schuf; stelit sick.) auf 186,814 «46, gcgen 152,596 «M im ersten Sc- mester 1876, also 34,217 «16. mehr, obwohl sich der Durchschnitts- Vechrtbnngspreis der Kohle um 7,08 «_3 pro Centurr (29,95 „3, gegen 37,03 «F) Verringerte hat. Die Produktionskosten haben sick; um 7,44 „3 pro Ceytner verringert. Der Scharbt „Wilhelm“ hat eine Einbuße von 5377 «16. erlitten, so das; der wirklirbe Reinertrag im ersten Se- mester 1877 181,437 „js betrug.
Bremen, 8. Septcmber. Dic Bemühuagender westfälischcn Zechenbesiizer, ihren Kohlen in den Distrikten der Ost: Und . ordsee, sowie auch an überseeischen Plätzen einen größrrcn Absatz zu verschaffen, scheinen nicht ohne Erfolg sein zu folien. Der [erzi- jährige Bericht der Kirler Handelskammer bringt_ die Mitthei- lung, daß in seinem Bezirke der Import englischer Kohle in nam- hafter Abnahme be riffcu sei,. und giebt als Grund Hierfür an, daß in der Provinz HolFFein und dem südlicheix Schleswig die englische Kohle der Konkurre-x-z der “wrsifäiiichen Kohle begegne. Auch das letzte Jahrbuch der Bremischen Statistik weist von Neuem ein Zu- rückxieben des Jmporis englischer Kohle zu Gnnstcn der weii- fälisckyen nach. Was den Umfang der Quantitäten von west- fäizisrhen Kohlen und erkcs, welche zum überseeischen Export gelangt sind, ])Ltkifft, 50 ist nach den bis ]“th vvrlicgenden Nachrichten in dieser Beziehun namentlich iiber die Cmshäfen cin erfreulicher Anfang gemacht. „zu den ersten 4 Monaten 1). J. gingen von Papenburg aliein in 20 Schiffen 4000 Toni? seewärts. und zwar zum weitaus größten Theißnämlici) 3080 Tons nach St.Petersbi-ir und Riga._ Von Emden gi_ngen_ in _dcrsclbcn Zeit mit westfälisihcr Jodie 2Sch1ffe von je 100846 tbcrkwcme in Baliastnach St.Petersburg und Riga und 1 Schiff xmt 60 Last rack) Königsberg 'in Preußen. Von Hamdurg wurden wahrend der gerrannten 4 Monate an Westfälischer Kohl: 28,000 Tons cm große transatlantische Dampxer geliefert, 1690 theils in ganzen Swiffsladungen, theils in Baliai meist nach China und 70 _Tdns mri) Spanien exportirt.
_ _ Zuverlassiger _Mtttqeilimg zuwlge ist über das Vcrmözen der Firma B. Jokannisdn u. Co. zu Helsingfors der Konkurs eröffnet und der Termm znr Anmeldumg der Konkursgiäubiger auf den 17. d. M_., Nachmittags 5_Uk)_r, anberaumt worden. Etwaigrn deutschcn Glaubrgern wird 131“. zur. W. Lavonius zu Helsingfors als Vertreter empfohlen.
Alexandria, 10. September. (W. T. B.) Das amtliche Blatt ma-F)? bekannt, “Ochk durch den im [eßten Semester auf dem offenen_Markt erfolgten ückkauf egyptifcber Obligationen die untfizirte Schnld auf 57,380,000 Pfd. Ster[., der Betrag der Anleihen von 1864, 1865 und 1867 auf 3.920,000 Pfd. Star!. und der Betrag _der Eisenbahn-Prioritäten auf 16,980,000 Pfd. Stekl reduziré' worden ist.
Verkehrs-Anstalten.
(C. Zig) Die telegrapbiscbe Verbindung Europas mit Ostasien hat durch Legung ewes neuen Kabels Aden-Bom- bay in diesem Jaßre eine weitere Sicherung erfahren. Auch zwi- schen Rangun und Penang ist cirr neues Kabel gele t worden, und die Legung eines zweiten von Singapore nach Port arwin (Nord- Australien) soll bevorstehen.
Plymouth, 10. September. (W.T.B.) Der Hamburger Postdampfer .,Wieland“ ist hier angekommen.
New-York, 10 September. (W. T. B.) Der Dampfer „TheQueen“ vondcrNational-Dampfschiffs-Compagnie (C. Messingsche Linie) ist hier eingetroffen.
Berlin, 11. Srptember 1877.
Die Königliche Regierung zu Arnsber? Veröffentlicht in Betreff der AusWanderung nach Neu-Gee and unterm 29. August Fokgendes: In Verfolg der seit dem Jahre 1873 von der Kolonial- regternng eingeführten kostenfreien Beförderung von Einrvanderern nczcb Neu-Seeland hat in den [eyten Jahren eine sehr erhebliche Einwanderung daselbst stattgxfunden, zu welcher auch Deutschland ein namhaftes Kontingent gestellt hat. Während die zuerst da- selbst angesaugten Deutschen fast ohne Ausnahme ein gutes Fortkommen gefunden haben und in gedeihlichcn Verhält- msjen leben, ward später durch den M1verhältnißmäßig gc- stctgerten Zuwachs neuer Immi ranken deren Unterkunft und Jortkommen erheblich xrschwert. „ndern die südlichen Provinzen
en-Seelands sich überhaupt weigerten, irgcnd welcbe Ausländer aufzunehwen, konnte für letztere auch in den übrigen Theilen drs Landes nicht ausreichend Arbeit gcfunden werden. Namentlich hatten auch die deutschen Ankömmlinge in Folge der Unkenntniß der eng- lischcn Syraehe und weil sie deshalb geringeren Lohn erhielten, mit den äiJZeriten Schwierigkeiten zu kämpfen und geriethen zum Theil in große roth und Unterstützungsbedürftigkeit, so daß die Gesuche derselben um Riicksetidung nach Deutxchland wegen Arbeitslosigkeit seit längerer Zeit sich häufen. Neu-Sec and kanrdaher zur Zeit als ein günstiges
Feldiür deutsche Einwanderung nicbt betrachtet werden. Die Be orgmß etmr weiteren erheblichen AuSwanderung ist zwar dadurch vermindert, daß schon sei_t Anfang vorigen Jahres die kostenfreien Beförderungxn solcher Perjotzen, welche dem britischen Untertbanen- verbande nicyt angehören, seitens_der Kolonialregierung wieder ein- gestellt worden ist;_dennoch erscheint es im Interesse der betreffenden Auswanderungslusttaen erforderlich, die oben mitgetbeilt-xn Thatsachen zu möglichst aUJexnciner Kenntnit; _zu orangen, und können wir nicht umbm, das Pu likum auf die Gexabreu dieser Auswanderung auf- merksam zu machen.
_ Unter dem Titel: „Beiträge zur Geschichte der deut]- 1chen Literatur des 1171. und )T711. Jahrhunderts" hat Dr. Hermcmn Palm eine Anzahl bereits früher an anderen Stellen veröffentlichter Abhandlungen gesammelt und vor Kur em im Ver- lage von E. Morgenstern in Breslau erscheinen la1en. Die der philojophiscbrn Fakultät der Universität zu Bresiau gewidmete Schmit enthalt im _Ganzen 11 Aufsäße, Der erste über Christian Weis e erschien zuerst bereits vor 23 Jahren als Schulprogramm dcs Magdalenen-vanafiums zu Breslau. Die „wvblwoliende Aufnahme und vielfältige Benuxuna, die derselbe gefunden, sowie der Umstand, dqs; dic Gesammtthatigkeit des nicht unbedeutenden Schriftstellers seitdem kein? neuere Vcarbeitung erfahren hat“, haben den Verfasser bestimmt, diese Erstlingsarbcit unverändert und nur mit einzelnen Zufaßen vermehrt, wieder abzudrucken. Der zweite Aufsaß über Paul Rebbau bildete das Nachwort zu des Verfassers Außgabe von Paul Rebhuns Dramen, die als 49. Publikation des literari- schen Vereins zu Stuttgart im Jahre 1859 erschienen. Die dritte Abbandlqu erschien unter dem Titel: Paul Fleming und die Sgblesier 1m_5 Bande der neuen Foige der schle1ischen Provinzial- blaiter. Geändert ist, wie der Verfamrr im Vorwort bemcrf1,_auch an ihr wenig mxkyr als der Titel, dessen gegenwärtige Fasmng: Paul Fleming und Georg Gloger dem Verfasser zutreffender erschien. Der 4. Aufsaß: Das deutjche Drama in Schlesien bis auf Gryphius befindet sich im 8. Bande der Zeitschrift des Verrins für Geschichte und Alterthum Schlesiens. Er bat manche Zusaxze erfahren. Die nächste, die fünfte Abhandlung bildet in _6 Kapiteln _Beiträge zur Biographie von Martin O_Prtz. Der Verxaffer betont, daß dieselben nur als Bei- trage zu ciner Biographie, nicbt als solche selbst gelten sollen. Nachdem zur Würdigmig der Opiyisckyen Wake schon so viel geschrieben worden, sei es an der Zeit gewesen, auch seinem Leben Wieder einmal eingehende Forschungen zuzUWenden. Die sechs ein- zelnen Kapitel dieser fünften, den bei Weitem größten Theil des Burhes biidenden Abhandlung sind bezeichnet: Zur OpitZliteratur, Opis und Ludwig CamerariaKOpixZ im Verkehr mit Janus Graterus und i_n Siebenbürgen, Opitz im Hause des Kammerpräsidenten Karl Hannibal _ von Dohna 1626_32, Opißens Erhebung in den Adelstand, Opitz im Dienste der Hsrzoge von Brieg und Liegnitz. Der letzte Aufsatz der ganzen SanimZung handelt Über _Daniel Czepko von Reigersfeld, erschien im Jahre 1873 in Waaners Archire für die Geschichte deutscher Sprache und Dichiixnsf. Dasselbe erscheint hier indessen nach der Mitthrilunxi des Vrrfaffcrs so wesentlich mngearbeifct nnd Vermehrt, das; er ein neuer gejvorden sei. Er ist _zur Orientirimg bestimmt über „einm der sruchtdarsten und wackeriten Dichter der ersten srhlesiscbcn Schule“, der es verdiene, mehr ais bisb'r in unseren Litrrnturgrschicbten be- achiet_zu werden. Als Titelschmuch ist dcm Buche ein in Holzschnitt au_s_ge_7iihrtes Porträt von Martin Opitz, aus dem Jahre 1631 bei- ge ug .
Ans Dirndee in Schottland wird gemeldet, daß die Spitzen des Gramprangebirgcs am 5. ds. Morgens mit Schnee bedeckt waren, imd daß während der Nacht ein scharfer Frost herrich1e. Die Glenalmondhiigel in Perijbirc waren Tags vorbcr mit Schnee be- deckt, und m Crieff, wo die Hügel cbenfalls ihre erste Schneedecke erhalicwhaben, fiel in leßtverfioffener Nacht ein starker Hagelschaucr. Dabei Ut die Ernte erst in drei Wochen schnixtreif.
Ueber eine_Feuersbrunst in New-York, welche den Ver- lust veeier Menjchenleben verursachte, wird der „Times“ aus Phila- delphia Folgendcs telegraphirt: Das Féuer entstand am 3. d. M. um 9 Uhr 45__Mmutsn Morgens in Halc's Pianofortefabrik, einem großen funfitockrgen Grbäude, in welchem 200 Personen beschäftigt waren. Jn_ wenigen Minuten war das ganz? Gebäude in Flammen gebuilr. Viele der Jmaffea sprangen aus den Fenstern der oberen Stockwerke, um sick) zu retten, wobei 20_30 Personen Verleßungen davontrugrn. Der Verlust an Leben war ein großer; einigen An- gaben zufolge wurden 100 Personen getödtef. Das 7 euer dehnte sich 1chne_ll auf mehrere benachbarte Fabriken, ein Schul aus und andere Gedaude aus. Da die Flammen durch starken Wind weiter “rer- brcrrei Wurden und Wassermangel herrschte, vermochte die Feuerwehr wZntg zu thun. Nchtunddreifzig Gebäude wurden zerstört, und der Ergenthymöverlast wird auf 1,550,000 Doll. eschäHt. Eine Dampf- fenersprrße mußte in Folge der intensiven itze rm Stich gelassen werden und verbrannte. Man wurde schließlich Herr des Feuers, nachdem die Spritzen mit Wasser aus dem Flusse Hudson gespeist worden waren.
Der Tenor Hr. Carl _Erdmann hat mit der Direktion des Krolls chen The_arers emen (Gastspielvertraa abgeschlossen, in Toige dessen 119ch_eimge Opernvorstellungen stattfinden werden. Hr. («ars Erdmann wrrd demnach morgen als Manrico im ,Troubadour“ zum ersten Male auftreten. 7
Eingegangene literarische Neuigkeiten.
Zeitschrift für__Gesele)ebun und Praxis auf dem Gebiete des Deutschen of_fentl“:cben echtes, herausgegeben von W Hartmann, OHLr-Tribunals-Rati). 3. Bd. 5. Hft. Berlin, 1877, C. Heywatins Vrrlaa,
_Bethefi zum Militär-Wochenblatt. Herausgegeben von ». YUFSHW, General-Lieutenantz. D. Berlin 1877. E. S. Mittler u. o n.
_F_riedreichs Blätter für gerichtliche Medizin und Sanitäts- Poltzet. Yerauögegeben von Dr. E. v. ecker, Ob.-Med.-Ra1h u. o. ö. P_ro_. d. Geburtsh., und lik. C. K inger, Ob,-Med.-Rath im St.-Mmcsi- d. J. 28. Jahrg. 5. Off. Septbr. n. Oktbr. Nürn- berg, Verlag de_r Frdr. KornsÖen Buchhandl. 1877.
Dre Ve__rfalsch ung der NabrungSmittel in großen Städten und die 5Y_bkmlfe dagegen vom geseßlrchen, gesundheitlichen und prakti- schen Gexicbtsyunkte von Max Bauer, Rittergutsbesißcr und Doki. d. R. Berlin. C. Heymanns Verlag. 1877.
Forstliche Blatter. Zeitschrift fiir orst- n. Jagdwescn. Herauögegeben von J.Tb.Grunert, Kgl. preuß. ber-Forstmeisterxc. und Prof. Dr. Bern, Borggreve, Kgl. preuß. Oberförster ec. 14. (3. olYe3 1.) Jahrg. 1877. 9. Hft. Septdr. Berlin u. Leipzig 187 . erl. v. Hugo Voigt.
Deutsche Dichtungen des Mittelalters. Mit Wort- und Sacherklärungen, HerauSgegeben von Karl Bartsch. 5. Bd. Heinrichs von Freiberg Tristan. Leipzi. F. A. Brockhaus. 1877.
_ Kurze Horbdeuische Sprachle re. Von K. L,. H. Krause, Direktor des Gymnasn und der Realschule zu Rostock. Vierte ver- besserte Auflage. Stade. Verlag von r. Steudel 8811, 1877.
rankreick) und der 16. Mai 18 7. Eine Studie von R. v. K. 5 erlin, 1877. Franz Vahlen.
Bibliothek für Wissenschaft und Literatur. 16. Bd. Abtheilung für Wrrke aligemeineren anaits. 4. Bd. Vom indischen Ocean bis zurn Goldlande. Reiiebcobachtungen ud Erlebniffc in vier Weltthetlen von 1); Hermann W. Vogel. Berlin. Verlag von Theob. Grieben.