1877 / 217 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 15 Sep 1877 18:00:01 GMT) scan diff

Positionen. Von Beginn des Kampfes um Plewna an bis zum 12. d., Nachmittags 1 Uhr, wurden 6000 Verwundete auf die Verbandpläse gebracht, von welchen „3500 bereits evakuirt worden sind. _ An den übrigen Stellen des Krie s- schauplayes haben keinerleiZusammekistöße stattgefunden. ie Rustschuker Armee-Abtheilung hat fich einen halben Marsch inter dem Schwar en Lom, dessen Linie von den Türken esetzt ist, in neuen ofitionen kon entrirt.

Konstantinopel, 14.September. ( „T'. B.) In einem offiziellen Telegramm aus Plewna von gestern wird be- Yauptct, bisher seien alle Anstürme der Ru en au die Be: estigungen von Plewna zurückgeschlagen wor en. wei Re: douten im Süden, deren sich die Russen bemächtigt gehabt hättßn, seien von den türkischen Truppen wieder genommen

wor en.

Konstantinopel, 13. September. (W. T. B.) Ein TelegrammSuleiman Paschas an die Pforte lautet: Wäh- rend einer Rekognoßzirun auf dem linken Flügel unserer Aufsteliung bemächtigten ([ich unsere Truppen der feindli en Befestigungen auf der Anhöhe von Busludscha auf er nach Travna führenden Straße und „bewerkstelligten dadurch die Verbindung mit unserem rechten Flügel. Die aus den Be- festigungen vertriebene russische Infanterie und Kavallerie nahm unter dem Schques aufihrerlinken Vertßeidigungslinie befind- lichen Gehölzes ufstcllung. Unsere cirka sische Reiterei, unter- stüßt von der Infanterie, warf jedoch den Feind nach einem dreistündi en Kampfe mit bedeutenden Verlusten zurück. Eine Men e ** affen und P"erde fielen uns in die Hände. Nac.) der efesiigung der ero erten Anhöhen von Busludscha kehrten unsere siegreichen Truppen in ihre Standquartiere zuriick. Wir hatten nur 2 Todtc Und 5 Verwundete. Die Straße nach Travna ist in unserem Besiße.

Konstantinopel, 14. September. (W. T. B.) Ein Telegramm Suleiman Paschas aus Schipka von heute meldet: Der Llrtilleriekampf war gsstern sehr heftig, mehrere tussi] c Geschüße wurden demontirt Und _eine große Zahl russis er Artilleristen getödtet. Gegenwärtig schweigen die russischen Batterien. Seinen täglichen Verlust an Mann: schaften schlägt Suleiman Pascha auf 5 Verwundete an (?), gestern habe er jedoch 3 Todle und 10 Verwundete gehabt.

Wien, 14. September. (W. T. V.) Die „Pol. Korr.“ meldet aus Bukarest: Bei Erstürmung der Redoute von Grivica haben sich die Rumänen glänzend hervorgethan._ Zwei von denselben unter den Augen des Kais ers Alexan“ der gemachte Angriffe wurden zwar abgeschlagen, bei dem dritten Angriffe wurden aber die Verschanzungen mit Sturm: leitern erj-iegrn. Die dritte und vierte rumänische Division war meist durch FreiwiÜige vertreten; der Verlust der Ru- mänen betriigt 269 Todte und 1031 Verwundete. Am 12. d. versuchten die Türken die Redoute von Grivica wiederzu- nehmen, dieselben wurden jedoch mit großen Verlusten zuriick: geworfen. Seitdem12. d. werden die iibrigen Werke von Grivica aus beschossen, die Einnahme, von Plew na ist als b.vorstrhend anzusehen. Die Vsrwundungen sind größtentheils leichte, die empfindlichen Verluste der Russen sind dem allzu ungestümen Angriffe des Generals Skobeleff zuzuschreiben. Das Gros der Verwnndeten ist nach Turmnagurcui gebracht, bmbhm sich die hervorragendsten Aerzte von Bukarest begeben

0 en.

Wien, 14. September. (W. T. B.) Ein weiteres Tele- rgmm der ,Polit. Korresp.“ aus Bukarest von heute lautet:

ck neue * rücke bei Nikopolis war vorrstrrn i_ve en

Mangels an Schiffen noch nicht vollendet. ?Die ru xis en Gardetruppen können vollständig kaum vor dem 1. k. Mis. aux dem Kriegsschauplaße eintreffen. Die Armee desGroß- fürst-Thronfolgers hat sich nach einer Reihe mörderischer Gefechte voÜständig hinter die Jantralinie zurückgezogen.

_ Ueber die Situation bei Piewna schreibt die W. „Presse“ unterm 13.:

„Nack; den bisher eingeiaufcnen Nachrichten und Schilderungen vom Schlachtfelde, haben sich die Ruffcn der entscheidenden und dominirenden Positionen östlich Plewna bemächtigt, und Wenn auch bisher nur die kleinere Hälfte der Arbeit bei Plewna gethan ist, so ist nichtsdestoWeniger die Position OÉMan Paschas schon am 11. Sep- iember eine sehr bedrohte gewesen. Wenn die Ruffen mit der bis- herigen Vorsicht und Ent chiedenhcit ihre Vorrückun fortseßen, so ist an der Niederlage sman Paschas kaum meJr zu zweifeln, selbst wenn sich Mehmed Ali mittlerweile entschlossen hätte, ihm durch einen Angriff der Jantra-Linie indirekt bcizuspringen. Selbst- verständlick) ist es heute noch nicht möglich, vorherznsa en, ob es den Türken gelinßen wird, sich auf der Heerstraße nach Éofia zurückzu- ziehen, oder c- die russische Uebermacht genügen wird, die Besatzung von Plewua einzuschließen und zur Kapitulation zu zwingen. Au en- scheinlich hat sich OÖMIU Paschaschon nach der Einnahme von Lowtlicha durch die Russen am 3. d. M. in einer cSchwachen “éofition befunden. Cr bäiie damals eingedenk drr aurü enden rns ischen Uebermacht und des eigenen Unvermögens zu weitgreifenderer Offensive, einen „dreisten Ausfall“ gegen die am rechten Flügel aufgesieilten Rumänen wagen sonen. Wahrscheinlich wäre “dieser Vorstoß gelungen und dann konnte Osman Pascha mit Ehren den Plaiz verlassen, den er, für di„e Russen unbequem genug, so lange inne batte. Sobald es dem turki chen Gros untcr Mehmed Ali nicht gelungen war, OSMan Paschas ofiiion zu erleichtern, konnte dieser im Angefichte der russischen Uebermacbt nichts Klügeres thun, als Plewna nach einem billigen Siege über die Rumänen zu räumen und sich in der Rich- tung von Sofia zurückziehen. Die 1erbische Aktion ist vor der Thüre und wir glauben, daß die Pforte aus den Kerntruppen OSmans bei Nisck) und Widdin einen weit größeren Nutzen ziehen konnte, als in der strategisch unwichtigen und gefährlichen Position bei Plewna, wo heute vieüeicht mindestens 40,000 Mann einer Katastrophe entgegi-n- ISTU" So stehen wenigstens heute die Chancen der Situation _ un es müßten unberechenbare Zwischenfälle entreten, wenn es Oßman Pascha ein drittes Mal [gelingen sollte, den bereiis weit vorgeschrtttenen Angriff der russischen Uebermacht zurückzuweisen.“

_ .Die Situation in Brilgarien' _ sagen die ,TimcS" in einer BesprMung der gegenwärtigen Kriegsoperationen _ ,ist im egenwärtigen omente eme sebr kriti che. Das Schicksal des dies- ertheidigung lewnas abzu- angen. Wenn OSMan Pascha seine Stellung zu alten vermag, is ibm Mebemed Ali Hülfe bringt, so gerathen die russischen Heere in eine sehr bedenkliche Lage. Wenn andererseits PleWUa fällt, so lange noch die Armee des Großfürsten-Tbronfolgers unbefiegi an der Jantra steht, dann kann die ganze Wucht dxr vereinigten Ar- mxen gegen Mehemed Ali gekehrt werden, umsibp zz: erdrückexi. Fur beide Theile ist die Zeit von der grö ten Wichtigkeit„ aber fiir die Türken noch mehr als für die Ru en. Jeder Tag'brm'gt die rusüsche Garde näher an die Donau und ihre Ankunft wird 111 die kusßstbe Waagschale 40,000 Mann ausgezeichneter Truppen werfen. Die Verstärkungen, welche den Türken noch zukommen können, 11nd uur erequläre Mebemed Ali hat also allen Grund, einen raschen und kraftigen Sexylag zu Lübren, aber dessen ungeachtet (beinen seine Bewegungen bedacbng un langsam zu sein. Seit me reren Tagen rtßnet es Granaten auf Plewna und die Armee, von welcher allein Ülfe ge racht werdeii kann, hat noch nicht einmal die Jantra überscbr tten, welche 60 englische Mellen vc-.1Plewna entfernt ist Es scheint fast, daß Mebemed Ali keine Aicxznahme von den türlischen Feldherrn

Friki?“ Feldzuges scheint von der

txtacben wird, welche in diesem Kriege fast immer ibrem Operations- mle erst nabe kamen, wenn der Gang der Ereignisse ibre Anwesen- beit überflüfsig gemacht batte. Weder Menschen, noch Erdwerke ver- mögen auf eine unbe timmtc Zcitdauer solche Salven aus Belage- rungs efchüßen auSzu alten, wie sie die russischen Batterien auf den Anbö en vor Plewa abgeben, obne fo erschüttert zu werden, daß fie den Sturmkolonncn nur mehr geringen Widerstand entgegen- seßen können.“

_ Ueber die Gefechte am Lom und den darauf folgenden Ruckzug dec Ruffen nach Biel.“: wird vom „Daily - News“- Korrespondenten aus Banicka vom 7. d. M. und aus Biela vom 8. d. M. berichtet: .Die Schlacht von Ablawa am Mittwvcb. 5. d. Pk., war die heftigste auf der Janzen Linie. Nachdem die Türken queljewo genommen, zogen die Russen 1ich über den Lom zurück Die Türken folgten und beseyten Ablawa, wurden aber von dort bis nach den Hügeln hinauf vertrieben. Die Russen zählten 9 Bataillone und 8 Batterien. Es war nun spät am Nachmittage. Das Dorf Ablawa auf der linken Seite ward durch die Tür- ken besetzt. Die Weinberge gewährten ihnen Deckung und sie eröffneten von dort ein beständiges Feuer, die russische Infanterie zerstreuend, die sich nicht länger [,alten konnte. Die Krifis kam. General Timoleff, seine Soldaten zur Nachfolge auffordernd, leitete einen Angriff auf den Feind, zuerst mit wenigen Leuten. Seine Truppe schwoll im Vorrücken durcb uzügler einer Lawine gleich an und stürzte «ck mit einer Wucht au den Feind, der nichts wider- stehen konnte. Die Türken zogen sich über den Fluß zurück. Der Verlust der Russen an Todten und Verwundeten war 1000 Mann.“ Nach der Schlacht ward ein Waffenstiüsiand zur Beerdigung der Todieu abgeschlossen, während desjen die Ruffen und Türken fra- ternisirten.

_ Ans Orsova, 13. September, ward dem W. „Krenz- denb'l.“ gemeldet: Die Befesti unth-arbeiten, wel e die türkischen Truppen vor einiger Zeit 111 Thessalien um „die zwei Siädte Armyro und Taina zu errichten begannen, smd nun'bemahe vollendet, so daß man schon zu deren Armirung schreiten Fonnte. n diesen zwei Städten, welche die Straßen nach Larissa und Old beherrschen, wird an ein bedeutendes Truppencorps konzentrirt, über das Addy ascha das Kom: mando führen wird. Leßteresr weilt xben 111 dem nördlich ge: legenen Sataldscha, das gleichfalls m Vertheidigungszustand gesetzt mird. _ Viele von Widdin nach Ylewna adgesandte Kanozien mußten, Berichten dus ersterer Stadt zufolge, wieder dorthin zitrückkehren, da die Wege in das Lager OSinan Paschas nicht mehr gehörig frei waren.

- „_ Der Korrxspondrnt der „Cöln. Ztg.“ entwirft folgende Schildcruzig von jener Nedouie, welche einen Schliiffelpiinkt der Positionen von Lowtscha bildete:

„Diese Redoute ist etwa 100 Meter [am, 20 Meter breit imd vollkommen geschlossen; fie hat einen etwa 1,25 Meter tiefen und 1,25 Meter breiten Graben und wird durch eine Langtraverse in zwei gleiche Theile getbeilt; eine Quertravcrsc ist in der Mitti? der Re- doyte angebracht “und dann von dieser an die nach Norden gelegene Halfte der Redoute nochmals mit zWei Quertraversen versehen, welche die nöthigcn Kommunikatioiien Haben.“

_ Der „Standard“ vom 11. d. M. enthält folgendes Telegramm: Adrianopel, Sonntag Abend. Der Chirurg Weller vom Stafford-HoiiieWomité: wurde, als er 24 ich1ver- verwundete Leute in seinem Wagen von Kasanl k nach Philippopel fcha te, von türk1schenJrregulärenÜberfa en und all seiner Werth achen beraubt.

Asiatischer Kriegsschauplaß.

Konstantinopel, 14. September. (W. T. B.) Eine Depesche Moukhtar Pascbas vom 12. cr. meldet: Die Ka:

vallerie der Kurden hat den AraxeSüberschritten und ist in . , * fettiges Ueberemkommcn durfen keine Tarifanderungen vorgenommen

Adjenas , bei Erivan , «ingetroffen. Sie vernichtete einen Konvoi mit LebenSmitteln, welcher von einer Compagnie Zn- thterie begleitet wurde, und tödtete von letzterer 60 Mann. 91 Sahahserai wurde die russische Post von der Kavallerie aufgehoben, welche sich indessen ror dcn überlegenen Streit- kräften, die von Jgdyr herankamen, in das Lager zurückziehen mußte, wohin sie eine, große Menge Beute mitbrachte. _ Nach- dem eine Rekognosz?rungSabtheilung in der Richtung vonAr- dahan vorgerückt war, folien (?) die Russsn, einen AngriZ durch starke Streitkräfte besorgend, ArdaZan geräumt and si in die Festung Emiroglu zurückgezogen aben. Konstaniinopel, 14. September. (WTB) Nach einem Telegramm Mo u khtar Paschasvom 13. “0. wurden. dieVorposteé-i des rechten Flügels der Türken beim Dorfe Tschad von den Ruf- sen mit 16 Bataillonen Infanterie, 4 Regimentern Kavallcxrie und 4 Batterien angeZertfsfsen. Nack) niebrstündigem KaMpfe hätten die Türken die: u verfolgt von den Türken in ihre erschanzungen von Utsch Tepe zurückgegangen. er Verlust der Türken betrage nur 10 Todte und 17 Verwundete, derjenige der Russen fei fürs- mal größer.

Die Nr. 37 des „Central-Blatts fiir das Deutsche Reich“, Herausgegeben im Reichskanzler-Amt, hat folgenden Inhalt: Allgemeine Verwaltungsfacben: Verweisung von Ausländern cxus dem Reicthebiei. _ Zoll- und Steuerwesen: Verzeichniß drréenigen ZoÜ- und Steuerämtcr im Innern, aus welche Begleitsche naitter untzr Eisenbabnwa enverschlYuÉ abgefertigt werden dürfen; _ Nach- weisung der Einna me an echselstempelsteuer im Deutschen Reich in dM. Monaten April bis August 1877; _ Befugnis; eines Zoll- amts. _ KonsulaWesen: Ernennung, Entlassung 2c. _ Finanz- wesen: Goidankäufe Seitens der Reichsbank; _ Nachweisung der Einnahmen an Zöllen und xemeinscbaftlichen Verbrauchssteuern bis zum Schlusse des Monats August 1877; _ Skatus der deutschen Notenbanken Ende August 1877. _ Münzwesen: Uebersicht über die Ausprägung von Reichsmünzen.

_ Die Nr. 33_ des Justiz-Ministerial-Blattes enthält eine AllSemeine Versü ung vom 11. September 1877, betreffend di: Beschrei ung der preu ischen Stempelmarken.

Kunst,. Wissenschaft und Literatur.

Bonn, 13.„September. Der Professor der Mineralogie an der hiesigen Univerfitat und Ver hauptinann a. D , Ja k ob gg er ath, ist heute im Alter von 90 Jahren estorben.

_ Von „Grossers GeseZLammlung Nr. 811, Supple- mente zu allen Aus aben der Kreis- und Provinzial- Ordnung, für den pra tischen Gebrauch aus den amtlichen QueUen zusammengestellt von Dr. G. M. Kletke“, ist als Fortseßung kürzlich das Doppelheft 17 und 18 auSgegeben ivorden. Dasselbe bringt 43 Stücke [Er- kenntniste, Verfügun en, Entscheidungen, Instruktionen, Cirku are, Erlaffe, Bcscheide, Ge?eße)der ver1chiedensten Art, betreffend Konicysions- sachen, Utitxrstützungswobnfiy, Aufenthaltsort, Kompetenzkonfiikte, Geiverbebetrieb im Umher ichen, Errichtung neuer Schulklaffen u. [. w. u. s. w. Unter denselben eßndet [ich die Instruktion vom 3. Januar 1877, betreffend Feststellung des klaffensteuerpflichti en Einkommens, sowie das Gesetz vom 19. März 1877 we en Tbei un der Provinz

reußen. 9 der mitgetheixtet) Nummern ge ören dem ovember und

e ember 18/6 an, alie'ubrzgrn datiren vom Januar bis Mai1877. Fat alle sind dem Ministe'riai-Blait des Innern oder dem Central- latt für das Deutsche Reich entnommen.

en zurück esch agen; leßtere seien, ,

Gewerbe und Handel.

U.Fra1,1kfur,ta.M., 12. September.“ Von der Herbstmesse berichtet die ,Letpz. Ztg.“: Die Herbstmene ist heute in ihre dritte und leyte Woche emgetrxtcn. Die zweite Woche hatte sich etwas lebhafter _gestaltet, als die erste. Sie verdankte dies hauptsächlich dem m dtrselbe fa'llenden Be inne der Ledermeffe, welcbe einen Haupt- bestandibetl des hiesigen Me verkebrs bildet. Der Markt war mit Leder nicht stark befahreq, und es entwickelte sich eine nicht unbeträcht- liche S_tetgerrmg der Preise. Es ist dies vornehmlich auf Rechnung des Ort_entkrieges und der durch denselben bedingten AUSrüstungen und erganzxnden Anschaffungen zu schreiben. einigen anderen Konsumartikeln, die zun! Winterbedarfe gehören, machte sich in dieser Woche, der ersten gegenuber, einige Vermehrung des Umsayes be- werklicb, obne x_edoch aroße Ausdehnung zu erlangen und mehr nur in den gewohnlichen Sorten. Jn Luruswaaren jeder Art dagegen bleibt ein sehr sttkler, schleppender Geschäftsgang vorherrschend.

_ Aus dem Rechenschaftsberichte der LebenSversicherungs- Gesellschaft „Atropos: in Leipzig pro 1876 ergiebt fich, daß das Vermogen der Gesellschajt in dem genannten Verwaltungsjabre uni 19,685 „16 gewachsen ist. Der Betrag der auf Hypotheken aus- geliehenxn Gelder ist auf 100,550 0-0 anaewacbsen, gegen das Vor- jabr aljo um 15,400 „jk gestiegen. Die Zahl der TodesfäUe betrug 137 oder 12 weniger als im vorhergegangenen Jahre. u Ende des Jahres „1876 waren 8080 Policen mit 1,162336 „M 97 erficheiungs- summe in Kraft; sitz vertbeilen fich auf 3778 Männer und 4305 Frauen. Nach drr Btlakz beträgt die Einnahme einschließlich 4570-36 Kaffa-Yoriraq vom Jahr 1875: 106,998 «46 Die Ausgaben beziffern sich'au] 101,75] „xc. De_r Vermögensnachweis schließt mit 162,97726 Aktwengrnd 317 „76 Pasiivm ab, so daß Ende 1876 der Vermöge ns- bcstand die Summe von 162,659 „46 erreicht hat.

'Matnz, 10. September. Die „Deutsche Wein-Zig.“ schreibt: Seri 14 Tagen macht fich, wenn auch langsam, einiges Leben im Wxinverk'aufe bemerkbar. Sowohl bessere und mittlere, als auch kleinere Weine wurdet) verkauft. Die Preise fangen mit der Nach- frg e an_fich_zu befesttgxn. Nur Zaßbedarf bei den Winzern er- lei terdm „einzelnen Fallen den inkauf. Die eigentliche Ursache der Festigkeit liegt keiiiesivegs in den Geschäftsverbältniffen, wohl aber in den sehr geschwundenen Hoffnungen auf die diesjährige Ernte. Das fortgesetzt ungünstige Weiter läßt bis jetzt nur eine geringe Qualitat erwarten, wodurch das so groß erhoffte Quantum jedenfalls auch sehr beeinträchtigt wird.

Havre, 14.Sepiember. (W.„T. B.) Wollauktion. 1703 Vaüxii angeboten, 323 B. verkauft. Weniger gute Wollen blieben offertrt, Preise wie an den beiden ersten Auktionstagen.

' _ Zufolge Mittheilung der türkischen Regierung an die Kaiser- liche Hofschaft in Konxtantinopel ist fiir das Vilayet Adrianopel em Schaffell-Aussubrverbot erlassen worden.

_ Einem Telegramm des „W. T. B.“ zufolge meldet die „Polik'Korresp.“ aus Bukarest: Die rumänische Regierung hai rnit dcr Banane de Roumanie cin Abkommen Wegen Einlösung des am _1. k. M. in Paris fäliigen 50/9 Rentencoupons getroffen; die Auszahlung des Coupons der Anleihe Stern in Lon- don ist gleickfalls durch die Banque de Roumanie angewiesen.

Verkehrs-Anstalten.

Lsndon, 12. Srptember. (A. A. C.) Gestern wurden außer- ordentliche (Hencrasveriammlungen der Eastern Telegraph Com- pany und der Jndo-Curopean Telegraph Company abgebalien und von denselben einstimmig ein Abkommen über den gemein1chaftlichen Bktikiéb der beiden Geseklschaften angenommevi. Die Hauptpunkte dcs Vorläufig bis zum 31. Dezembrr 1893 ge- scbloffenen „Vertrages find folgende: Jede der beiden Gesellschaften verwaltet ihre Linie selbständig und trägt die Gkbalts-, Erneue- rungs- und Unterhaltunßskosten. Von der Bruttb-Cinnahme (abzüglich der Auslagen) für den V.:rkebr mit Indien erhält die Eastern Company 73 0/0, die: Indo-European Company 27 0/0. Von der Einnahme aus dem über Indien hinausgehenden Verkehr fallen der Eastern Com- pany 87, der Jndo-European-Companv 17% anheim. Ohne gegen-

werden.

Berlin, 15. September 1877.

Marienburg, 12. Septembcr. Die feierliche Enthüllung des Denkmals für den König riedrich 11. hierselbst iiVibd, wie die „D. Ztg.“ meldet, am Dien tag, den 9. Oktober, stalt-

n en.

Stockholm, 12. September. (H. R.) Der Dampfer „Arla“, welcher vor emiJcn Tagen von Norrköppmé nacb Norr- land in See ging, ist geserri Nacht in der Nähe ck „Svenska Björn“ überscgelt worden und in finkendezn Zustand nach Oeregrund eingekommen. _„Aftonbl.“ wird von Eskilstuna ein Schiffsunglück gemeldet, weiches mehreren Personen das Leben kostete. Der Dampfer „Strömsbolms Kanal“, aufderReYre vonSmed'e- barken nach Stockholm mit Eisen, wurde in voriézer acht bei di sr Luft von dem; Dampfer „Vulkanus“, ive cher gestern Abend von bier nach Eskilstuna abgegangen War, übersegelt. „Ströms- holms Kanal“ sank sofort und von der) an Bord bcßndlichen 12 Per- [onen wurden nur 5 gerettet. Der Kapitän und Steuermann sprangen ogleich an Bord des „Vulkanus“, und von den Uebrigen gclang es dreien, diesen Dampfer schwimmend zu erreichen. Während des Zu- sammenstoßes brannten beide Lampen. „VulkanUS“ ist ein Holz- dampfer und erlitt nur unbedeutende Schäden.

London, 13. September. Vorgestern, spät Abends, stießen auf dem Kanal, in der Gegend von Portiand, die beiden Schiffe „Avalanche“ und „Forest“ ausßeuiander, und zwar mit solcher Gewalt, daß ersteres, welches 63 Pa agiere fur Austraiien und eine Bemannung von 31 Mann an Boxdbatte, Sofort unter mg. Auch der „Forest“ Ward so stark beschadtgt, d„a er sofort eme 3 Boote ausseYen mußte, um seine 21 Mann zahlende Besa ung (Passagiere Waren nicht an Bord) zu reisen. Der tiefen Danke Heir der Nacht wegen konnten fie nur 3 Personeiz von der „Avalanche“ und zwar deren dritten Offizier u„nd 2 Matro]en auffinden. Soviel bis jetzt bekannt ist, gingen ,die ubrige Mannschaft der „Avalanche“ und deren sämmtliche Pqffagtere' zu Grunde. Von den Booten des „Forest“ ist auch nur eines rnit 12 Mann an Bord, darunter die 3 Gerctieien von der „Abalqnche', mit Beihülfe von Fischern in der Westbay von Porilmid glucklicb an das Ufer gelangt. on den beiden anderen Booten ist anzunehmen, daß sie untergegangen sind.

Im Wallnertbcg-ter ist als Nachfolger des am 1. Mai 1 . ausscheidenden ])r. Gxnsicbcii der Bübnenschriftsteller und langjährige Sekretär des Victoria: „und Friedrich-Wilhelmsiädtischen Theaters, Lieutenant a. D. v. SÜNUL, engagirt worden. _

_ Im Stadt-Tbeatcr kommt am Sonntag eine Novität: „Die Rose vom Kocberskerg“, elsäLsZisches Lebensbild mit Gesang in fünf Akten von ])r. Calmbcrg, zur uffübrung, in welcher Fr. Marie Hasemann-Kläger die Titelrolle spielen wird. _

_ Jm Nati onal- Theater gelangt morgen Wilbrandts histo- risckes Schauspiel „Der Graf von Hammerstein“ zur ersten „Auf- führung. Die Gediegenheii des Stückes sowdbl, wie die sorgxaliige Scenirung, deren sich diese Bühne vorzugsweise befleißigt, ver pricht dem wirkungsvollen Drama eine günstige Aufnahme.

Redacteur : F. P r e h 111.

„Verlag der Expedition (Kessel). Druck: W. ElSaer.

Vier Beilagen (einschließlich Börsen-Beisage.)

Berlin:

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zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußisch

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__Berlin, Sonnabend,

M 29.

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% R I ns erate für den Deuischen Reichs- u. Kgl. Preuß. Staats-Anzeigcr, das Central-Handclkrcgistcr und das Postblatt nimmt an: die Königliche Expedition

des Deutschen Keirhz-Juzrigerx- uud Königlich preußisthen ItuatS-Inxrigerz: Berlin, 8. s'. Wilhelm-Straße Nr. 32.

]. Jhsckbriefe vm] Untersuehungs-Zaoben.

u. äsrxl.

3. b'erkäuke, ?swaobiaugen,Zub1111591011911eta. 21082311111113' . 8. 'L'beater-znrejxen.

4.76110081111g, zmortigatioo, n. 5, w, 7011 öü'eutiicben kapisrsn,

Oeffentli e Vorladung. Auf Grund des An- trages ,der önigltchcn Polizei-Anwaltschaft vom 21. Juli 1877 ist wider den zu Kreijaucbe geborenen und zuleßt in Berlin wobnhaften Knecht Johann Wil elm Erdmann wegen unerlaubten Verlaffens der önigl. Preuß. Lande als beurlaubter Wehr- mann die Untersuchung eröffnet wordcn _ §. 360 aa 3 Str.-G.-B. Da der Aufenthalt des An 0- geklagten zur eit unbekannt ist, so wird derse be zu denz am _2 . Dezember 1877, Vorm. 10 Uhr, zum 0ffeniltcheir mündlichen Verfahren vor dem Hommrffartus fur Uebertretungc'n im hiesigen Gc- rtrbtslokale, LogenstraÉe Nr. 6, eine Treppe hoch, Zimmer Nr. 30, an eraumten Termine mit der Aufforderung vorg_elade'n, in demselben zur fcit- ge'seßten Stund? punktlzch zu erscheinen und die zu seiner Verthetdigung dienenden Beweismittel mit zurStelle zu bringer), odcr solche dem (Gerichte _so zett:g vor dem Termme bekannt zu machen, daß 1ic noch zu demselben herbeigeschafft werden können. Im Falle des Ausbleibens wird mit der Unter- suchung und Entscheidung in coptumaoiam verfahren werden. Belastungszeugen find zum Audienztermin _, . Jrgnifurt a./O., 2. September 1877. Komgltches Krengerichi. Kommiffarms fiir Uebertreiungen.

Offene Requisition. Der Yotterie-Collecteur

." Dammann 311 Hamburg ist durch unser rechts- xafttges Erkenntmß vom 26. März cr. wegen Be- iorderns des 3L_kcri'aufs von Loosen einer auswärtigen in „Preußen nicht beyonders zugelassenen Lotterie" als Mittelsperson, untcr Auferlrgun der Kosten zur Zahlung einer Gcldstrafe von 30 M.. welcher für den Usnvermögensfau cine dreiwöchige Haft substi- tuirdist, verurtbeilt. Es werden die preußischen Beiwrden ersucht, qui den _2c. Dammann zu vi iliren, ihn im Betreimigsiaile feitzunehmen, von ibm die Geldsirgfc chn 300 «ck und die Kosten von 45 «ck Jekuttviscb einzuziehen, event. an ihm dicÖsJubstituirte

aft „zu voUsireckeZi und uns von dem eéchebenen demnachst Mittheilung zu machen. Qued inburg, den 28., August 1877. Königliches Kreißgericht. ]. Abtheilung.

_Nachbenannte Landwebrmänner: der Jacob Eckstein'aus Koeben, eboren am 16. ktober 1843, 2)_der Heinrich Oswald ummert aus Steinau a./O., gxooren am 30. Januar 1850, 3) de_réohann Hein- rtcixCrnst Fand“ aus Raudien, *ge orén am 18. Jun 1845, 4) der Heinrich" Hrrrma'nn Scholz *aus Rgrjeii, geboren (zur 26. Oktober 1849, [111de der Kongxichcrz Polizei-AnwaltscbaZt '*'angekkacii, aks" Militarpflichtige ohne Erlaubni ausgewandert zu sein, um sich dadurch der militärischen CvniwÜe zu entzisben. Es ist deshalb gegen dieseiben**“durch Verfiigung vom 4. September cr. auf (Grundder Bestimmungen des Geießes vom 10. März 1856 und des §. 360 Nr. 3 des Strafgeseßbuchs die Untersuchung eroffnet, und em Termin zur Verband- iung der Sache auf den 4. Januar 1878, Vor- mitta s 9 U'qr," 111 dem Audienzzimmr des [)ie- sigen ertchthebaudes, Vor dem Kommissarius für Uebertretungen, angesexzt worden. Da der Aufent- haltSort der AngxilaJten im Jnlande nicht bekannt ist, so werden diesel en hierdurch öffentlich vorge- laden, inndemdedachten Termine zur festges-Ftiten Siundr punktltch, zu erscheinen und die zui rer Vextbeidtgung dienenden BewaiSmittcl zur Stelle zu bringen, oder soiche dem Gericht so zeitig vor dem Termme anzuzeigen, daß fie noch zu demselben herbeigesch'afft werden können. Bei ihrem Aus- bleiben wrrd mrt der Untersuchung und Entscheidung 111 conrumaciaw v:rfabren werden. Steinau a./O., den 4. September 1877. Königliche Kreisgerichis- Deputation. Kommrffarius für Uebertretungen.

Subhaftationen, Aufgebote, Vor- ladungen u. dergl.

[71681 Subhastations-Pntent.

Das dem Ofenfabrikanten Friedrich Junker gc- börige, in Reinickendorf belegene, im Grundbuch vqn Reinickeiidorf'Band 111117. Bl. Nr. 783 ber- zeichnete Grundstück nebst Zubehör soll den 2 Novenxber 1877, ormittags 101 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle, Zimmerstraße 25, Zimmer 24, im Wege der nothwendigen Subhastation öffent- lich an dexn Meistbietenden versteigert, und demnächst das Urtheil iiber die EÜZeilung des Zuschlags ebenda

dxn 6. November 1 77, Mittags 12 Uhr, verkundet werden.

Das 311 versteigernde Grundstück ist zur Grund- Zeger, bei einem dcYelben unterliegenden Gesammt-

lachenmaf; von 8 r 41 OWM. mit einem Rein- ertrag von 51 «5 veranla t.

Audzug aus der Sieuerro e und beglaubigte Ab[chrift des Grundbuchblarts, in leichen etivaige Abicha un- gen, andere das GrundK-"rck betreffende Nachwei un-

en und besondere „Kan bedingungen find in un erm

ureau 7.3. 3 einzusehen.

AUe Dtexetiigen, welcbe Ei entbums- oder ander- weite, zur Wirkéamkeit g_egen ritte der Eintragung in das Grund uch bedurfende, aber nicht einge- tragene Realrecbte Zeltend zu machen haben, werden aufgefordert, diesel ,en zur Vermeidung der Prä- kluéion spätestens im Versteigerungsjermin anzu- me den.

Berlin, den 14. August 1877.

Köni li es Kreisgericht.

[5390] Oeffentlichcs Aufgebot.

Auf dem Grundstücke Hypotheken-Nr. 15 des Grundbuchs von Streckenbach stehen 301) Zu- brioa 111. Nr. 8 €: äsarstu vom 14. Mai 1859 aus dem gerichtlichen Kaufvertrage vom 14. Mai 1859 fiir den Gutsbesitzer Johann George Fischer 400 Thaler Resikaufgclder zu 5pro Cent verzinslich eingetragen.

Das über die gedachte Post 'ebildetc Instrument isi angeblich verloren cgangen und bat dieserbalb dia: verwittwcte Haus csißer Mohaupt, Henriette geb. Fichtner aus Streckenbacb als letzte bekannte Eigentbiimcrin der Josi das gerichtliche Aufßebot Tes tInstruments be ufs neuer Ansfertigung ean- rag .

Wie Diejenigen, welche an die gedachte Post oder das darüber aus esiellte Instrument als Eigen- thümer, Erben, esfionarien, Pfandglänbiger oder sonst Ansprüche zu haben glauben, irerden aufge- fordert dieselben spätestens in dem an.“" den

16. Oktober 1877, Vyrmittags 11 U , vor Herrn Appei]ationsgerichts-Refereiidar oppe an der Gerichtsstelle hierselbft angeseßien Termine anzumelden, widrigcnfalls aiie unbekannten Inter- essenten mit ihren Ansprüchen präkiudirt und das Verlorene Instrument für ainortisirt :rklärt wer- den wird.

Bolkcnhain, den 10. Juni 1877.

Königliche Krengerichts-Drputation.

[6438]

In Sachen. betreffend das Debitwesen des Fabri- kanten R. Niciaus hierselbst, ist zum öffentlich meistbietenden Verkaufe des, wie sich nunmehr herausgestellt Hat, zur hiesigen _Niclaus'schen Debit- maffe gehörigen, früher Struiz'xchen, an den Wäl- len hicrselbst belegcnen Gartens Nr. 49, von 85 Qu.-Rutben ein Termin auf

DonnerstYj, den 27. September d. J., ormittags 11 Uhr, und der Ueberboistermin auf Donnerstag, den 18. Oktober d. J., Vormittags 10 Uhr, _

vor dem unterschriebenén Gerichte angcjeYi und werden Kaufliebhaber zu diesen Terminen hierdurch mit dem Vemerken geladen, daß der Meistbiriende, auch schon im ersten Termine, eine Kondentionalpön von 200 216: zu entrichten hat, und bei der Tra- dition 30 9/0 der Kaufsumme zu bezabbm find, sowie daß die Bedingungen nach staitgehabter endlicher

=Regulirung im Véfkaufstérmine bekannt gemacht

werden, auch nach demselben auf," der GerichtSregi- siraiur eingesehen werden können iind in Abschrift gegen die Gebühr zu-hbben sind. Die Besichtigung des Gruydstücksitebt voraufgegcxngcner Mel- dung beim Gerichts - Se retär Boilow oder beim Gütcrpfieger, KaufmannZarges bierselbst, Kauflix'b- habern Fei.

Zur nmeldung aller dinglichen Ansprüche an das Grundstück, znr VorleZzung der Originalien und sons i en schriftlichen 5 eiveiSmiéitel und zur etwaigen Hrioritäisaussübrung ist ein Termin auf

Donnerstag, den 27. September d. J., Vormitta?s 10 Uhr,

aiiéeseßt, zu dem die'nich präkludirien Niclaus'schen © äubtger, wxlche solche Ansprüche za haben ver- meinen, soweit fie nicht von der Meldungspflicht gesetzlich auSgenommen find, unter dem Nachtheile resp. der Abweisung von der Masse und des Aus- schlusses mit, ihren BeireiSmitieln und Prioritäts- ausführu'nge'n hierdurch geladen werden.

Der Ltqmdationstermin ist zugleich zur endlichen RegulirunYder Verkauésbedingungen bestimmt und wird dem chuldner wie sämmtlichen, auch den von der Meldunaspflicht ausgenommenen Gläubigern hiermit freigelassen, zu dem Zwecke in dem Termine zu erscheinen. ,

Fürstenberg i. Meckl., den 14. Juli 1877.

Großherzo lichÉs Stadtgericht. . aur.

Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen :e.

[2949] Bekanntmachung. Das Königliche Hansfideicommiß-Amts-Vor-

Werk Tkkbütsck] mit dem Nebenbortverk

Stremmen und der Schäferei Rother im Kreise Beeskow-Storkow des Regierungsbezirks Potsdam, 11 Kilometer von der Kreisstadt Beeskow entfernt und unmittelbar an der Leixzig-Frankfurter CFM“: belegen, mit einem Area von 1270453 He arcxi, wvrunter 964,468 Hektare Acker und 177,537 iHektare Wiesen, soli auf die 18 Jahre vom 1.,Ju1 1878 bis Zum 1. Juli 1896 im Weße des bffentlitljen Me stgebots verpachtet wer en. Das Pacht- gelderminimum ist auf 24,000 «M, die Pachtkaution auf 9000 „16. est eseth. Zur Uebernahme der Pach- tung ist der (: weis eines disponiblen Vermögens von 153,000016 erforderlich, Welcher spätestens 14 Tage vor dem Licitations-Termine in glaubhafier Weise event. durch ein Attest des Kreisnlandraibs 13er Ter Steuerveranlagungsbehörd:*. zu fuhren ist. u em auf Montaxji, den 8. Oktober dieses Jahres, Vormittags 1 Uhr, in unserm Sitzun sztmmer, Breite Straße Nr. 32, hier elbst, an eraumien Bietun stermine laden wir. Pa tbewerber mit dem

Der ub)astations-Richter.

Berner en ein, daß die Verpachtungs- und Licitations-

Oeffentlicher Wizeiger.

2. Zodiiastatiouen. zufgebois, Porlaäangen

den 15. September

en Staats-Anzeiger. _ 1

S*."-

5. [n(lastki'eila' FMWWHUUÉ Fabriken uncl Scssßbanäel. 6. 76150111608116 Zekanntmaebanxeu. 7. Literarische 4112613111, [11 ck81" Löwen- bsilago. UZ

Inserate Bureau der deutschen Zeitun en zu Berlin, Mohrenstraße Nr. 45, die Annoncen- Erpeditionen des ..Jnvalideudauk“. Rudolf Mosse, Lausenfjein & Vogler, G, L. Daube & Co., _

Büttner & Winter. sowie alle übrigen größeren

nehmen an: das Ceutral-Amwneeu-

. Sthlotte,

Annoncen-Bureans.

, 9. ÜWilien-UaobtjohiZSn.

bedingungen sowohl in unserer Registratur als auch1

bei dem derzeitigen Pächter, Herrn Oberamtmann Korth in Trebatscb, welcher die Besichtigung der Yaéhtung gestatten wird, eingesehen werden können

uch smd wir bereit, auf Verlangen Abschriften der Verpachtungsbedingungen und Licitationsregeln gegen t(Frsil'attung der Copialien und Druckkosten zu er-

et en.

Berlin, den 19. März 1877. (5.010,14/4.)

Königliche Hofkammer" der Königlichen Jamilienguier.

[7200] Pachtausfchreibung. Das bei Landsberg a. Warihe gelegene Rittergut

MÜrWiß nebst Vorwerken im Gesammtareal

von rund 1155 ektaren sol] vom 1. Juli 1878 auf 18 Jahre meist ietend verpachtet werden.

Unter Bezugnahme auf die bereits veröffentlichte Bekanntmachmig vom 18.Juni d. I. wird bemerkt, daß der Lizitationktcrmin auf Sonnabend, den 29.„ September 1877, Vormittags 10 Uhr, im GeschäftSzimmer des Justiz- Raib Piscatore in Landsberg anberaumt ist. Mit- theilung dcr Pachibedingungen, _wie jede weitere Auskunft erfolgt beim Unterzeicbneien.

Posen, den 28. August 1877. (13. 5. 170, 8)

Pilct, Justiz-Raik).

Pferde-Verkauf. annersiag. den 20. d. M., Vormitta s 10 Uhr, Wilen an der bedeckten Reit- bahn der eusiadt in Brandenburg (!./H. 45 aus- zurangirendc Dienstpferde des unterzeichneten Regi- ments öffentlich meistbietend gegen gleich baare Be- zahlung verkanft 'werdrn. C. O. Demmert in. den 6. September 1877. Brandxnb. Küras er- Regiment _ Ko Iko 1" vo Ro _ giro 6-

Verkauf, Neue Laufkriihne mit einer Trag- fähigkeit von 15,000 Kilogramm, welche bei dem bie- figen Brückenbau benußt worden find, sowie die stark gebaute Interimsbriicke über die Weser mit Ausfabrdurchlaß und SckpraubenvorriÖtung zum

bm und Sen_k_e11 der Fahrbahn, dem Stei en und

allen des Wanerspiegels entfprechend, [0 en bei annehmbarem Gebote aus der Hand verkau t werden Rinteln, am 1. September 1877. Der königliche Wasserbau-Jnspektor. Kullmann. [7521]

[7867] Snbmissions-Bekanntmaäjung.

Die Lieferung der im Jahre 1878 erforderlichen Zbählkarten und Briefumschläge für die Erhebung 1: er

Geburten, Eheschließungen und Sterbefälle, bestehend aus:

ür

Papier- gewicbt f 1000S1ück

Größe in

Stückzahl Centimetern

1600000Zäblkarten & (weiß? 183 hoch, 12 _ breit 2 Kilogr. 400000 Zählkarten13(blau) dgl. 2 Ktsogr. 1200000 Zählkarten () (gelb-

l' 2 Kilogr.

lch) dgl. 75000 Briefumschläge 20] hoch, 14 (bedruckt und gummirt) breit 2 Kilogr.

soi] im Wege der Submission vergeben werden.

Format- Stoff- und Druckproben, sowie die Lieferun sbeditzgungen, „sind auf dem Königliéhen statistis e:? Bureau in Berlin , 8177. Linden- straße 31/32, zu erhalten. ,

Lieferungsangebote mit Probkn der Ausfiihrung versehen, [md bis spätestens am 1. Oktober d.J bei dem unterzeichneten Bureau ve iegelt'und porto,- frei unter der Aufschrift ,.Submis on" emzursrchen. Der Zuschlag erfolgt, nach freier Auswahl unter den Bewerbungen, bis zum 4. Oktober d,J., doch bleiben die Bewerber bis Ende Oktober d. J. an ihre Offerten gebunden.

Berlin, den 7. Sexiember 1.877.

Königlirhes tatististlxes Bureau. 1)!“- Engel.

[7726] Steinkohleu-Lieferuu . 24,000 Ceutner beste Dierschlefische

Stuckkohlen aus der Königsgrube bei Königs- hütte, in der Zeit vom 1. Oktober d. I. bis 30. September 1878 mit durchschnittlich 2000 Ceniner per Monat zu lieéern, sollen im Wege öffentlicher Submission verge en werden. _ _ Die Kohle it frei Lagerpiatx» der Köni iichen PorzeÜan-Manu aktur im, Thiergartezi zu 1efern und smd die eren Bedingungen ber dem Ober- In pektor Taubert daselbst einzusehen. _ , christliche versiegelte Gebote mitder Auf|chr1ft:

..Kohleu-Liefcrun versehen, werden bis zum Montag, den 2 . September d. I.,. Mittags 12 Uhr, unter der Adresse der unterzxicbneten Dl- rektion angenommen. (: 010. 72/9.)

Berlin, den 10. September 1877.

Königl. Porzellan-Mamrfaetnr-Direetiou.

[7794] Die Lieferung von 1000 Kilo Schellack soli im Wege der öffentlichen Submission verdungen werden. Die Lieferungsbedingungen liegen in unserem Bu- reau zur Einsicht aus, auch können dieselben quf Verlangen gegen Einsendunz von 75 „] Kopialien abschriftlicb mitgetheilt werden. _ PostmäßiZlversÖldffene Offerten sind, mit ent- sprechender ufscbrift versehen,. bis zum 28. Sep- tember d. I.. Vormittags 11 Uhr, (zu die unter- zeichnete Direktion einzureichen. (2 0t0. 94/9.) Spandau, den 11. September 1877. Direktion des Feuerwerks-Laboratoriums.

[7747] Bekanntmachung.

Die zum Neubau des Artillerte-Wohn-Kaserne-

ments bierselbst erforderlicher:

n. Brunnen-Fundirungs-Arbiiten,

b. Erdarbeiten, sowie Maurerarbeiten sämmt- licher Geschosse, inkl. der durchgehenden Feld- steinfundamente,

Veranschlagt auf rot." 119,500 „FC, sollen im Sub-

missionswege im Ganzen oder auch getrennt in Ab-

schnitt a. und b. verdunqen Werden, wovon die

Brunnen-Fundirungs-Arbeiten c. 9500 «M betra en. Zur Abgabe der beziiglicben, mit gehöriger uf-

schrift versehenen und versiegelten Offerten haben

wir einen Termin auf

Dienstag, den 25. d. Mrs., fru!) 10 Uhr, in unserem Bureau anberaumt, woselbft die Zeich- nungen, Bedingungen und Anschläge eingesehen wer- den können. _ e en Erstattung der Kopialien Werden sämmtliche 5edingungen nebst Anschlags- Ertrakte vcrabreicht.

Stralsund, den 10. September 1877.

Königliche Garnison-Verwaltnng.

[7655] Vekauntmackmng.

Die Pflastcr- Und ChaussirunZk-Arbeiten, sowie die HersteUung einer eisernen Oinfciedigung des Hofraumes des Artillerie-Wagenbauses Nr. 2 _ an der Abna bierselbst _ sollen auf dem Wege der öffentlichen Submission an die Mindestfordernden in nachstehenden 4 Loosen verdungen werden, und zwar:

Loos Nr. ]. Erd-, Maurer- und Steinmeizarbeiten inkl. des Ma- terials, veranséhla f zu . . .

Loos Nr. 2. Srblofferarbeiten inkl. des Materials, veran- schlagtzu. . . . . . ..

LMS Nr. 3. Weißbinderarbeiten inkl. des Materials, veran- anscblagt zu . . . . . . .

Loos Nr. 4. Pfiaster- und Cbaussi- rungsarbeiten inkl. des Mate- rials, Veranschlagt zu . . . 6151 67

Hierzu ist ein Termin auf Dienstag, den 18. dieses Monats, Vormitta s 10 Uhr, in dies- seittgem Bureau _ untere nigSstraße Nr. 83 _ anberaumt worden.

Die Bedingungen, Zeichnungen und der Kosten- anschlag liegen daselbst aus und wollen Refleki'anten bis zum genannten Termine ihre Offerten mit der Aufschrift:

„Submisfton auf die Einfriediguu und CharÖssirung des Hofes des Wagen auses r.

5789.66 4043 2700 45 ,

229 , 28

hierher einreichen. Cassel, den 7. September 1877. Artillerie-Depa“

[7757] Srzbmisfiou.

Bei der hiesigen Manner-Sirafanstalt wird ür eine Anzahl von 50 bis 60 Gefangenen, we che einem oder auch mehreren Unternehmern zugewiesen werden könncn, Industriearbeit gesucht.

Cin Theil dieser Gefangenen ist bisher mit Klempnerarbeit be chäftigt worden und wäre es er- wünscht, rrerm si dafür ein Unternehmer wieder fände. Es können indessen auch neue Arbeiten ein- geführt werden, _Wenn deren Herstellung in einer Strafanstalt ulässig echbeint, worüber die Direktion Entscheidung Tick) vorbe al. * ,

Ausgeschlossen sind nur die Arbeiten, welche bereits in der Anstalt betrieben werden.

Nach Abschluß des Kontrakts und der erfolgten Genehmigun desselben durck) die„vorgeseßie Behörde, können die rbeiten sofort beginnen. .

Hierauf Reflektirende werden ersacbt, ibrgschrift- lichen Offerten mit Preis-Angabe, versiegeit und mit der Aufschrift: -

..Submisfion a Iuduftriearbeit“ bis spätestens den 2 . September cr... Vor- mittags 10 Uhr, an die unterzeichnete Direktion einzusenden.

Die Eröffnung der eingegangenen Offerten wird in Gegenwart etrva anwesender Submtttenten zu der bezeichneten Stunde im Direktorial-Bureau, Klingel- püZ Nr. 37, stattfinden. '

ie beim Abschluffe des Vertrages hierauf zu hinterlegende Kaution beträgt mindestens"- du: Su'mme, Welche eine dreimonatliche Lohnzahlung fur die zu- gewiesenen Arbeiter. auSmacbt. " _

Die allgemeinen Bedingunßen kdnnen “wahrend der Expeditionsstunden iux „Se retariate der Anstalt eingesehen oder absäxriftlicy gegen Erstattung von 1 „46 50 „5 daselbst m Empfch7 genommen werden.

Cöln, den 8. tember 18 . '

e Direktion. *