1841 / 101 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

. a enderes Re ulativ dem ckck|?" Land- der StMLdeZTeTxp Hehn Anträgge auf Chaussee-„Bauten tage voxgelegx vielseitige Debatte, führten aber 11 ketnem Be- Heranlaßtedt; “1:32?" mehrerer noch zu erwägender edenken piese YFCZJWXÉU Ausschuss zur weiteren Erörterung zugewtesen tverden mu ten. , , *

eiund wanztgskenPlenar-Stßung kam n_ach Vorlesung erx-dZthkschritcn die Begutachtung des Gejeß-Entwurfs, Z"; Diebstahl an Holz und anderen Wald-Prodnkten beecreffend (Nr. 79_der. St. Z.) zum Vortrage. Unter mehrxren Zusätzen wurde Wejetxtltchsauch der,. daß zum Schulze der Prwat- Waldungen der Auspagc threr pere1deten mcht 1ebensliängltch an- estellten Forstbeamten, wenn sie kemen Denunzmnten-Anthetl er- Fasten, die Gültigkeit einer Zeygetx-Aussage betzulegep, ch auch der Zusaß, das Ortsx-Behdrdcn m eme Strafe von 2 bas 19 Rthlrn. verfallen, wenn fie den Auffoyderungeq der Forst-Beamten in Verfolgung des Holzdiebstahls mchtsogle1ch nachkommen, von der Versammlung angenommen. Der Landtagpahm schließlich das Geseß, zumal mit den beantragten Zusätzen tm Linerkennmiß, daß durch dasselbe einem lange gefühlten Bedürfnisse abqeholfen werde, in ehrfurchtsvoUftem_Dat_11e an. Bei der darauf erfolgten Be- gutachtung des Gejeh-Cntwurfes 1'1ber__ die Jagd-Vergehcn (Nr. 80 der Sr. Ztg.) wurde der §. 11, wonach derjenige, der auch ohne mit Werkzeugen zur Tddtung und Einfangung des Wildes betroffen zu werden, Wild in fremden Jagd-Revieren an stch nimmt, ohne Widerrede die Strafe geweinen Diebstahls verwirkt haben soll, nicht angemessen befunden, Überhaupt aber die dhe der in dem Gesekze enthaltenen Strafen in Erwägung gezogen. - u strenge Bestrafungen verlören durch das Mitleiden, das sie für den Thäter erweckten, größtentbeils ihre Wirksamkeit und deuteten auf eine altcn Vorrechcen und Lieblings-Neigungen erzeigteGunst mehr, als auf das einfache Rechts-Prinzip hin, Jedermann in s einem Eigenthum zu Wälzen. Dagegen wurde auf die Schwierigkeit, einen Wilddieb auf der That zu ertappen, hingewiesen, und daß Vergehen aus Uebermutk) verübt, strenger bestraft Werden müß- ten, als zu we1chen die Entbehrung der ersten Lebens-Bedürfnissc anreize. Es wurde hierauf der Antrag auf eine Wesentliche Cr- mäßégung der im Geseß überhaupt festgeseßten Strafen beschlossen. Die übrige Zeit der S:“!zunq wurde durch die Vollziehnng der Wahl neuer Mitglieder fÜr die Westpreußische Land-Armen-Kom- misfion und die Beseitigung mehrerer durch frühere Beschlüsse erledigter Petitionen in Anspruch genommen.

Provinz Westphalen.

Münster, 31. ONärz. Se. Majestät der König haben _qe- ruht, in der WWU Aklerhöchsten Proposition über die Abwichelnng der Sozietäts-Verpfiichtungen aus den früher bestandenen Feuer- Sozietäten in der Provinz von den Ständen eine gutachtlicbe Aeußerung Allergnädigst zu fordern. Der über diesen Gegenstand von dem Wirklichen Geheimen Rath und Ober-Präsioenten der Provinz Westphalen den 29. November 9. J. an den Herrn Minister des Innern und der Polizei erstattete Bericht hat die erforderliche Aufklärung über den gegenwärtigen Zustand der ver; schiedenen Sozietäten geliefert.

Die Verordnung wegen Auflösung der bisherigen Feuer-So- zietäten in der Provinz Westphalen und Ausstxhrung des Pro- vinzial-Feuer-Sozietäts-Reglements vom 5. Januar 1830 schreibt zwar vor, daß die vorhandenen Bestände der aufgelösten Feuer- Sozietäten auf die einzelnen Interessenten vertheilt werden sol- len. Die Stände mußten indeß, der in dem Bericht des Herrn Ober-Präsidenten entwickelten Ausführung, Wonach eine Verthei- lung be iehungsweise Gutschreibung auf die einzelnen Sozietäcs- Zntere enten nach Verlauf einer so geraumen Zeit, wenn auch nicht für unausführbar, doch mir unverhälrnißmäßigen Schwierigkeiten verbunden, erachtet wird, völlig beéstémnwn, und, von dieser Ansicht qelet'tet, konnten sie auch der beantragten Vertheilung der Bestände an die einzelnen Inter- essenten bei den Sozietäten der Städte der Grafschaft Mark und der Minden : Ravensbergschen Städte ihren Bei; fall nicht versagen. Es wurde demnach in der eilfcen Plenar- Versammlung beschlossen, Se. Majestät um den Erlaß einer 211-- lerhöcbsken Entscheidung dahin unterthänigsk zu bitten, daß ]) alle Bestände ohne Unterschied den betreffenden Kreisen zur Disposition der Kreisstände u überWeisen, mit dem Unterschiede jedoch, daß der Bestand der tädte der GrafschaftMark und des Minden-Ravens bergschen- weil solche einevon dem platten Lande ge- trennte Sozietät bildeten»ausschließlich den betheiligtenStädten zu ÜberWeisen, mithin auch den städtischen Behörden die Beschluß- nahme über dieselben zu Überlassen sey; 2) daß es der städtischen Feuer-Sozietäts-Kaffe der Grafschaft Mark, in Ansehung des an die Feuer-Sozéetäcs-Kaffe des platten Landes geleisteten und von dieser noch nicht völlig erstatteten Vorschusses', Überlassen wex'dcn müsse, ihre Gerechtsame wegen dieses Anspruchs, der auf einen speziellen Rechtsgrund basirc sey, wahrzunehmen, weshalb dann auch die Auflösung beider Soéietäten bis nach erfolgter vollstän- diger Abwickelung dieser Ange egenheit hinauszuschieben, um im Falle eines Rechtsstreits die Aktiv; so Wenig wie die PasstvxLegi- timation erschwerc zu sehen.

Zeitungs-Nachrichcen. A u s 1 a n 1).

Frankreich.

Deputirten-KamMer Sißun !) ' . g vom .. Apr:]. An der Tagesordmmg PM heute die Erörterung über den Vorschlag der Herren Maugmn Und . .

PMW (vom ?lrrtcge-Depattement). Herr Pag“; nahm zuerst das Wort und entwickelte den Vorschla in folgender Weise: „Die Pflichten sind 'oft einlicl u , fe"; g und nicht ohne Betrübniß rege ich diese Debßtte 111,1 ,' My:, len; mich niemals in Partei-Intriguen oder in jene Umtéieé r? )“? kelt gesehen, die den Sturz eines Ministeriums das tkm erw» , beerben will, zum Zweck haben. Ich habe stets 1a,ut und ser,; Zern Eifer, den Kenntnissen, und den Diensten der Beamten-De mem ten Gerechtigkeit widerfahren lassen, und fie selbst Werdenp UZ". das Zeugniß ertheilen müssen, daß sie Mik niemals auf der Bal)? begegnet find, die zu Ansehen und Gunst führt. Der Borsa)» den :ck gemeinschaftlich mit Herrn Mauguin der Kammer vorgeleFZ habe, ist ebenfalls ein gewissenhgfces Werk, eine gebieterische Pflicht meiner Ueberzeugung. Derjenige, welcher von Niemandem etWas verlan t, hat das Recht, über alle Welt und über alle Dinge die ahrheit u sagen; aber diese Wahrheit kann und soll nicht verleßen. as verlan en wir? Die Unabhängigkeit und die Würde der politischen örperschaften. Ick Weiß, daß der Ehrgeiz allen Geseßen entschlüpft, daß er s1ch unter allen Gestalten vervielfältigt, und es würde ein vergeblrches Bestreben

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seyn, ihn aus der menschlichen Natur verbannen zu wollen. Das; [eder Bürger des Staats den Ehrgeiz besilzt, ein ONitglied dieser Versammlung zu werden, finden wir begreiflich und sind weit entfernt, irgend Jemand einen Vorwurf daraus zu machen; ob aber auch die Befriedigung dieses Ehrgeizes sich in Betreff der Beamten mit der Unabhängigkeit der Kammer verträgt, das“ ist hkek die Frage. Die Regierung muß allerdings vertheidigt Wer,- den, ,und vielleicht zu keiner Zeit waren ihr Vertheidiger noth- wenßrgex als jekzt; aber wir wünschen der Regierung loyale, un- abhangige, uneigennüßige Grüßen; wir wollen fie erheben, veredeln und mit der Freiheit auf gleiche moralische Höhe stell_en. Ick) Werde also ohne Parteigeisk reden, und ich hoffe, „da!; die Antworten und die Voten nicht durch Interesse und Etgennuß diktirt seyn Werden. Was die parlamentarischen Yoxgänge in Bezug an die vorliegende Frage betrifft, so sind „dte1elben folgende: 19. April 1831 - Gesetz Über die Wahlen; 3. September 1831 _ VorschlaZ des Herrn Blondeau über die Beamten in der Kammer; 19. September 1831 -- Bericht des H'e'rrn Dollry über den Vorschlag des Herrn Blondeau; von 13-32 bts 1839 - neun Vorschläge des Herrn Gauguier, dcr Lcßte wird in Ueberlcgnng genommen; 20. Juli 18:59 4- Bericht des Herm) von Rémusac über“ denVorschlag des Herrn Gangmer; 24. Apl'll 184“ *-- Vorschlag des Herren Remillt), welcher in Ucbcrlegung genommen wird; 15. Juni 1840 Bericht des Herrn »))?aurat-Baklange Über den Vorschlag des Herrchmilly; 11. März 1K-“11 „- Vorlegung der jeßigen PropositionZ-So sind a1so sett9e1n Gesetze über die WahlemMnn aucl) ohnmächtige, doch unauf- hörltcheAnstrengungengemachtworden, umjenesGesckz uverbcffekn/ und es hat sich eine zunehmende Neigung für jene crbcssEl'UUJ in der Kammer kund gegeben. Seit dem Kabinetts vom 12. JJTai haben alle ONiniskerien eingeräumt, daß etwas in dieser Sache zu thun sey. Aber immer sucht man Gxünde herVok, um die fast allgemein als nothwendig anerkannte Verbesserung zu Vél'sxbiebktl- Em solcher Weg ist geeignet, die Hindernisse zu ver; mehren, und die Beamten in dieser Kammer in eine falsche 11119 peinliche Stellung zu versetzen. Außerhalb der Kammer haben sich die Parteien dieser Fragen bemächtigt, und sie verlangen eine radikale Reform, Weil sie an dem Willen oder an der Macht der Deputirten, eine parlamentarische Reform zu erlangen, ver- zWeifeln. Die Zahl der Beamcen in der Kammer wächst bei [“oder neuen Wahl und wenn nicht Gränzcn gezogen wer- den, so dürften dieselben bald die JKajorktät bilden; dann ist keine J)?dglick)keit mehr vorhanden, eine so nothwendigc Reform durchzusetzen, und die Repräsentariv-Regicrnng läuft Gefahr, in ihren Grundlagen erschüttert zu werden. Die Lösung der vorliegenden Frage muß bald erfolgen, oder ste erfolgt nie.“ - Hekr JNaugUin erklärte, daß er nach der Er: drterung das Wovc nehmen werde, um dieselbe zu restnnircn. -- Herr von_ Liadibres, der hieraus die Rednerbühne bcstiea, sagte im 2Zesentlichcm „Um an den Erfolg dcr vorliegenden Pro; pofitéon zu glauben, müßte man ein ernstlichcs Vertrauen zu der- selben haben . ..“ Herr Gauguier: „Das haben Wik!“ „„

«- Herr von Liadiéxrcs: „Wenn man Vertrauen zu dem Vor;

müßte man erklären, daß eine Wahlreform nothwendig sey, daß der Wahlcensus herabgesetzt, und der Wählbarkeitézccnsus ganz abgeschafft Werden müßte. Ick) begreife den Libe- ralismus, der die Rechte und die Freiheiten auSdehnt, aber nicht den Liberalismus, der fie beschränkt und der Ausschlie- ßungen verlangt, und dieser Liberalismus ist der Eurige. (Mur; ren zur Linken.) Euer Vorschlag ist anti-libcral; er sollte, mcincs Erachtens, nicht von der Initiative der" Kammer ausgehen. Sagt Euch Euer Gewissen denn nicht, wie anmaßemd und éböriqc Ihr handelt, wcmchr zu EurenKollegen sagt: Ich bin würdig, das“ Land U rc'präsentirsn, aber Du bist 89 Nicht. (Murren zar Lénken.) Ick Weiß Wohl, daß Ihr Anspruch 9111.“an macht, mehr Moralität und mehr Unabhängigkeit zu beslkzen, a1s wir; aber ick) bestreite aUch dicses Privilegimn, und lasse Euer eigenes Zeug; niß in Eurer eigenen Sache nicht gelten.“ (Bci Abgang der ZYX (»)efand stel) Herr von Liadiéres noch anf der Redner: ne.

Paris, 5. April. Ueber den in London angeblich entwor- fenen neuen Traktat haben die hiesigen Blätter seit einigen Ta- gen völliges Stillschweigen beovachecc, worans mcm schließen will, daß sich den Ratificarionen noch mancherlei Hmdernisse entgsgkn steUen. Ein hiesiges Journal äußert sch) Heute Über diesen Ge- genstand in folgender Weise: „Alle Englischen Blätter haben eines na_ch dem anderen mit Bestimmtheit behauptet, das; das Französidche Kabinet den kürzlich in London entworfenen Traktat, der die Schließung des Bosporus für alle Europäischen Kriegs- schiffe zum Zweck habe, mit unterzeich11er hätte. Es mußte ihnen natürlich von großer Wichtigkeit scon, diese Frage für erledigt zn halten; denn indem Frankreich jene Convention unterzeichnete, kehrte es in den Europäischen Rack) zurüch und annullirte _qc; wissermaßen die Protestakionen, die es bei Gelegenheit des Trak- tats vom 15. Juli hatte laut werden lassen. (Man kann in der That nicht daran zWeifeln, daß Herr Guizoc sehnlichst wünscht, seine Unterschrift zu ertheilen und so das Wohltvoklen Englands wiederzu erkaufen. Indcß ist er gendthigtWorden, den Bemerknn- gen derMaiorität des Kabinets nachzugehen und seine Unterschrift so langezu verweigern, bis dieleßtenSchwierigkeéten zwischen der Pforte und dem Pascha von Aegypten beseitigt sind. Jndeß soll die Unterschrift des Herrn Gui ot nicht die einzige seyn, die jenem Protokolle fehlt. Der Rtrssi che Botschafter in London hätte die Unterzeichnung desselben nicht auf eigene Verantwortlichkeit über; nehmen wollen, und erklärt, daß er zuvörderst darüber an seinen Hof beruhten müsse. Erst vor 14 Tagen haterneue Jnftructionen von St. Petersburg verlangt, und die Antwort auf seine De- peschen kann nicht vor Ende dieses Monats in London eintreffen. Viele Personen zWeifeln sogar daran, daß der Kaiser Nicolaus in die Schließung des BoSporus für seine Schiffe willigenwüt'de. Er hat wohleinen Augenblick lang auf den TraktatvonUnkiar-Ske- lessi veYchten können, als er wünschte, England zu einem Bunde gegen ehmed Ali zu veranlassen. Aber nachdem dieser ZiVeck erreicht ist, und England die Gelegenheit benukzc hat, seinen Ein- fiuß im Orient bedeutend zu vermehren, muß die Russische Po- litik darin bestehen, die Schiffe der anderen Mächte von dem BoSyorus auszuschließen, und ihr Privilegium für die Schuf- fahyt in jenen Gewässern zu erneuern.“

Eine teleskapbisck)? Depesche aus Algier vom 29. März nm-k)-et de" Abmarsch der mit der Verproviantirung Medeahs und Mtlcana's beauftragten Expedition. Der Herzog von Aumale KMU,)" Blidab- General Bugeaud sollte am folgenden Tage ab-

Der König UNd ' i in der Belgier werden zum 15ten d. m Pgris erWartetéteSKianßerden erst nach dem Namensfefte des Kömgs und der Taufe des Grafen von Parcs nach Brüssel

zurückkehren.

Das Commerce füllt heute fast sein ganzes Blatt mit ei- nem Verzeichnisse der Mitqlieder der Deputircen-Kammer an, und bezeichnet bei jedem Namen das Amt oder das Geschäft des Deputtrten, um mittelst dieses Nachweises den Vorschlag der Herren Mauguin und Pagds zu unterstüßen.

Das „Journal du Havre“ meldet die dort erfolgte Ankunft des bashcrtgen„Französischeu Konsuls zu Campeche, Herrn Fare- moni), undxseme Abreise nach Paris, wo er die Anstellung als Konml zu Sidney in _New-South-Wales empfangen soll. Das genannte B-latr fügt diejer Nachricht Folgendes hinzu: „Das Kon- 1u1at, Wohnr- Herr „Faremond gesandt werden soll, - in einem Lande, wv “xxYankt'exch bis jetzt durchaus keinen Vertreter hatte, _ wird 19ahr1chemltch den zahlreichen Französischen Wallftschfäns gern, wyelche in neuerer Zeitdie Australischen “Meere besucht haben, von 1ve1e11tliliche1n Nutzen seyn. Umsichtig wäre es von unserer Regierung gewejen, wenn fie schon längst Konsuln in diese Erdge- gendcn gesendet hätte, Wo die Engländer eine Herrschaft begründet haben, die wir ihnen 11?le nicht mehr streitig machen kdnrien.

Gestcrn ist die Aus1chmückung der Hieronymus-Kapelle, in welcher sick) jckzt provisorisch der Sarg mir der Leiche Napoleon's befindxer, becndigt wwrdcn. Die Hicronmes-KapeUe ist eine der vier Kapellen, wclche Mansard in dcr vaaliden-Kirche erbaut hat; ste liegt in dcr s1“1d1vestli(l)c11 Ecke wischen dem qroßen Ein- gangs z1t1nDom und dem Grabmal urenne's. Die Kapelle ist in einem einfachen aber grandiosen Styl verziert worden. Der Sarg des Kaisers stehc auf einer kleinen Erhöhung und ist mit einer Sammtdccke voll reicher Sti-xkerei Verht'illt. JNitten guf de'm Sarge liegt die Krone Karl's der Großen; neben der- jclben dcr Degen 9011 “2111091103 Und das Scepter; am Kopfende dcs Sargcs bilden 40 eroberte Fahnen eine Art von Dach. “21111 künftigen “))Zc'trwock) wird die Kapelle dem Publikum qe: öffnet werdcn. '

Im nächsten »Monar wird ein neues Journal Unter dem „TitZl „le Patriot“ als Organ dcräußcrsren Lmken 11119 unter den Llujpéxien des Herrn Garnier Pags*9 crscheincn.

Es ist die Rede davon, daß alle Direktorkn der Pariser Theater stel) vereinigen wollen, um ein PTaximum der an die crÜcn-Ta1cnxc zu zahlenden Gehalte fcstzusclzen. Jeder" Direktor 's'tolfl slch schmftliä)vc1'pfiick7tc11, dicses INarimnm nicht zu Über-

ctgen.

Bör'w vom 5- April. Da die Conrsc aus London aber; 111618 hdhc'; kommen, so waren heute 7,11 Anfang der Börse die Renten “1901“ gesucht. Die WM. stieg bis auf 78“. 80. Da abel 1911th ctmgc Gewinn:Rcalisationen stattfandcn, so trat cine 11111“- gängtge Bewegung cin, welche die Course wieder anf ihren vor- gestrigen Standenkc z111'111kbr'achtc. Die Französischen „Bank“- actien WMW Heurc_ zum Course von 3175 Und die Belgisäxn Bankacricn 11 790 WOL“ gesucht. Zu den Eisenbahn-Ackten ist _scix langer Zeit wenig Umsasz. Man spricht davon, das; die CYenvabn von Paris nach Versailles (linkes Ufer), dercn Accien 217) fruhen, nicht [ärmer werde forcbeßehen können, und es soll slch daxum handeln, die bciöcn Versailler Bahnen in die Hände

Herr Pagi-s: „Wir haben Vertrauen und Uneégemn'axigkeic!“ .

schlage, und wenn man den ONutk) seiner Meinung hätte, so ?

einer Compagnie zu bmngcn,

Großbxicanicn unerland.

London, 0. April, Mit dem Paketboot „North Amera- (an“ sind Nachrichten aus New-York vom 2011en 1.1. "M- 13191“ eingetroffen, die also fünf Tageweitcr reickzcn als'déc lckztcn. Dic Differenz mit England Way noch immer unentschieden, doch hatt? der Britische Gesandcs, Herr Fox, Washington nicht verlassen. DU" Prozeß des Herrn Mac Leod sollte am 22ste11 zu Lockporr, nicht zu 211116111), beginnen, und der General-Prokurawr der Ver: einigten Staaten wm“ anf Befehl dsr Ccntral-chichg dorthin abgereist, 11111 Über das Vcr'fahren der „Behörden des Staates" Ncw-Zer zu wachen. Der Inhalt 1111er Briefe und Zeimngen, welchc dcr „North American“ 1111tgcbracht hat, ist Übrigens“ von der Art, das; man in dcrUcberzcugung immer mehr bestärkt wird, der Friede zwischen den beiden Ländern Wcrde Weder dnrch die ONac Leodschc Angelegenheit, noch durch die Gränzftagc «; stört Werden. Die Finanz-Verlegenheiten der Amerikanischen Union nehmen die Aufmerksamkeit der ncuenVchaltung ganz beson- ders in AnsDl'Ucl). Der." Präsident hat daher eine Proclamation er1assen, Worin er den Kongreß zu einer außerordentliche" Sesfion cénkzernfc, um verschiedene wichtige und bedeutende Angelegenhei: ten, déc_l)a1lptsäcl)lia) 0115 dem Zustande der Einkünfte Und Finan- zsn dcs Landes entspringen, in Erwägung zu ichen. B?cm glanc, daß der Grnnd zu diy1'c1'C'xcj'a-Session deshalF so deutliä) amgegeben ist, Um mkvr trx'igcI)21111)1naß1111gen Über denchch dcrselbenaufkom- men zn lassen, alsovckwa derStand dcrUncerhanlnngcnmitCUgland ct11e1olc1cke Bekufung an dis Repräsentanten des Volks ndthig mache- Was das Verfahren der Ccntral-Regicrung in dcr Angelcgenkzcit des Herrn 932111“ Leos) betrifft, so bleiben die hiesigen ministeriellk" Blärtcr bei der zuversichtlichen Erwartmng, daß der General? Prokurator, Herr Crittenden, zU Lockport auf Freilassung des Herrn ;))?aé Lcod und, wenn der Gerichtshof dies verWeigere, auf Ueberweisung der Sache an das Bundes-Get'ichk MWM?" Werde, 11119 daß dieser [eßrere Antrag in keinem Falle abgelehk!t Werden könne; vor dem BundeS-Gerichr tverde Herr Crittendett dann beantragen, daß man den Prozeß fallen lassen solle.

Der am 15. v. 932. von den Bevollmächtigten der fünf Eu- ropäischen Großmächte und dem Türkischen Botschafter paraphirre Traktat enthält, der Wkorning-Posk szolge, deren AWM?" auch vom miniftexiellen „Globe“ aufgenommem werden, zuvör- dersk eine ziemlich lange Einleitung, Worin die Rechte der Pforte, als einer in ihren Beziehungen zu den anderen Eur_opätschen Mächten unabhängigen Macht, anerkannt Werden. Dre Arttkel ! und 2 stipuliren die Schließung der Dardanellen gegen alle fremde Kriegsschiffe ohne Ausnahme. Der dritte Arttkel beßebt in einer Aufforderung an alle befreundeten O)2äc1)te_, WSU)“- mcht Mitkontrahenten des Traktats sind, demselben beleU'ekeU, „UNd der vierte Artike1 bezieht sich bloß auf die k)_i!„1'"".1 “"“" IWW]? Zeitzu bewerkstelligendeAuscauschung decRanfi'catzonené „Dies , fügt die Post hinzu, „ist der ganzeanalkßkeserw'Ör'ge" Lonyentwn- Es war ursprünglich die Absicht, daß d'e fdrmltch-e Unterzerchnung dieser Convention von Seiten der sechs PZM)“ ("5 "“ck Empfang der offiziellen Nachricbt aus KMWMMMU 'von der hu1dvollen und freiwilligen Einwilligung der„Pfol'kem dw Unterxhäncge UW pflichtschuldige Bitte des PIschs um em? MBtflcatton des auf die Vererbung des Paschaltxs m der Fannlte Sr. Hoheit bezüg- [zchen Theiles des Jermans verschoben Werden sollte. Später jedoch gab Fratzkretck), czuf' hessen Wunsch dieser Aufschub statt- finden sollte, seme Beretthlltgkeit kund, die Sache schon vorher zu erledigen, in Rücksicht seines vollkommenen Vertrauens, daß die Bevollmächtiqten Großbritaniens, Oesterreich, Rußlands und Preußens, hte Weisung erhalten würden, der Pforte im Namen threr respekttven Regierungen den aufrichtigen und ernstlichen Rath ztz erthetlen, daß ste das billige Gesuch Mehmed Ali's nicht zu- ruckwetsen Mdgx, und in Rückstcht der natürlich gehegten Ueber- ?)eugung, daß dxeser Rath nicht fruchtlos seyn werde. Wir glau- en nun fast mtt Gewrßheétversichern zu können, daß, wenn diese

letztere Absicht mcht m dem Augenblixk, wo man xs erwarte,“, schon ausgeführt wurde, der “Aufschluß weder aus emem watfel an der Redlichkeit, womit der Nach der vier OYächte dem “Oul- fck" crthejlt worden, noch an der am Ende gewiß zu erwartender] Wirksamkeit dieses Raths entsprungen ist, wndexn da-raus,-daß man glaubt, das neue von dem Aegyptisthen Pa1cha emgerewhte Gesuch werde erst noch abgeändert werden müssen, ehe xm; ent- scheidende Antwort darauf crthcilt werden könne, da ver1ch1e§cne darin erbetene »))?odisicationen des Hattischerifs von der Art txnd, wie sie von keiner der *))?äclne, 1velc1)e die Convention vom ]:;tcn v. 932. paraphirt haben, jemals beabsichtigt wvrden.“_ .

Nack) der Jamaica Royal Gazette 90111 0. OJTZZrz :| es dock) gegründet, das: beiMartinique emFranzdxl1ches_Ge1chwa- der von 20 Segeln erschienen war; nur macht sick) die1es Blaxt, Welches damals die veränderte Stimxmmg zwxsthen Frankreich und England noch nicht kannte, sondern beide Länder noch am Vorabcnde eines Krieges glaubte, leere Besorgniffe wegen dic1cr F1otte, die keine andere als die von Buenos-Ayres zurückkehrcnde gewesen za seyn scheint. &

Die gestrigen Parlamrnts-Verhandlungen boxen wenig xm- teressantes für das Ausland day, n1ir'21ust1a_1)111e der auf die Zölle 11011 fremder Einfuhr in die Britischen K_olonieen„*Weüindic-UI nnd Nord-Amerikas vom Präfidcnren der HandchKatUtncr, 181; ner früheren Anzeige gemäß, bcantragtcn Reductwncn, dercn we- sentliche Punkte beyeics mitgetheilt worden. Dio Beschlktffc, welche der IJTimstcr im 2111511911116 des Hauses 9091119qu 19111"- dcn nach einigcn chattan sämmclicl» acnchtmgt. Der „HUM- RcsolUkion znfolgc, sollen die Einfuhk-ZöUc 9911 7' .„ |,“), 20, Und 30 Mr. von fremden 525511111911 in jenen Britiscjycn Bcstlznngcn, auf 7 pCt. über die von Brittsclwn Waasen derselben Art 9011 erhobenen Zölle 1)1*1*11111“;e1'e[3t Werden, so daß diese Waaren 11111111'1“ noch dcn Vorkbcil cines Dtffcrenz;Z9119 9011 WM. haben würden, der sich, wie Herr L::bomcbcre bemerkte, am Cap als vollkommen hinrsichend erwiesen Har. Dcr ONtnisccr sclxce auscinander, welchen qroßen Nmzen die:; für die WcsxindischU Inseln, besonders für TréUidad haben würde, da diese Insel in Folge desen cinen bedeurcndcn Theil des Handels 9011 St. Tho- mas an 11111 zicbcn 111111“an Der Eintritt 9161761“ Zoll,“)wdxnrioncn 1911 in dcr cinzudringcndcn Bill cms dcn [. ,?Januar 1912 senge- 1clzr 1V1'1'd1'11.

Home ist dcrVécrtc1111131's;§2301'ichr Über dic€.laats-Em1mhme 91'1'1111'1'11cn, dk1' 11111“ einen geringen 711196111 1111 Vergleichs 11111 9911 Einkünften ch ernsprcä)c11dcn O.,Uarmls von [R10 ergiebt; Wenig- stens hatten die Torwblätter Lin viel bcdcurcndcrcs Dcßzic vcr- Mndiqr; 11119 (11111) diesen Unbedcnrcndcn Ansfall hoffcn dic mini- seriellen BlättU schr bald «cdcckk zn s*:l)1*11, nämlich 911111) den Ertcag dcr Idas 9911 Waarcn, welche 1910 111 den s))?mmzm-cn 1111- M' SMW [tsch und 11111" anf dcn 11611911 Tarif warrcn, Dcr in Fol.;c 13-39 Handclsrrakmtö mit“ Frankreich, dcffyn Osßziclicr Racißeatwn man täglich c11tschch sicht, eincre- 11'11 111119. Das. Verhälkniß dcr Eraaxs ; Einnahme (11 Nm mir dem 3. April 1R11 adscTUicß-cndkn Quartal 11119 '91611111111171816111" scx'llc stel) gegen die cntsprcchndcn Zcitränmc bis 311111 5. April 11210 foigcndcrnmßen: Qnarral-“»ZiMawnc dcs vo- rigen Jahres R,979,7[4, dos jclxigcn R,009,200, Aasfall 70,511 Pfd.; Einnahme des ganzen vorigen Jahres -1-“1,*_19.';*„11')0 des ganzen JWWS/l 1/675/MÜ/ AUsfaUZW-YM" Pfd. .Dieser“2111sfa[l cntxprmgt

hauptsächlich cms dcr Abnahme in Den Post- 11119 Zoll.:Jchcnüen; die er- steren haben sick) im ganzanahre gegen das vort)w,'gc1)c'11de 1111183391941 Pfd., die 1913191911 11111 2101,012 Pfd. vermindert. Dagegen Har stci) dic 'Llcctsc-Eimmbmc um «89,299 Pfd., die StMpeléCin- nahme 11111 102,72“: 9de. 11119 die von den direkten «chern 11111 275,1)!“ Pfd. Nmnchrr. Anf das „O.Umwal ergiebt stcl) in den Zöllen ein Ausfall von 31,117), (11 9-31“ "2111111" von 11,520, 111 der Post von 27,090 Pfd., dagcgcx: in den Schwelm cine Z1111111)mc von 19,2"; und in den direkten Steuern 9911 42,9R'7 Pfd. Wäre "MÖT dcr AUHfall m der Post 91011) die I,)crabsclzuna dcs Brief- vorro's cinqecretcn, so-würdc stci) 1911111“ Sie Staats-Cimmhmc im ganzen Jahre um 520,000 Pfd. gcgen das vorhergehende vcr- 11121“)1't haben, und ohne die hohen Pkcisc dcr QZcstindiscan Pro- Oukcc Und dic Unrerhrccl)1m_q des Handels mit China wfirde dic Cinnawne nocl) bcdcnchch gewesen 16911.

Gestern ist der Rchnsclmfrs-Bcrläs 10-1 Cnaléscdsn Bank für das [ckzte Vierrclmhr veröffcnklicls- worden. I'Öc'cxxleickU 1111111 densech mit dem im vorigen *))Toncn publizircen, so 7111991 1111111, kmß die 01111111an bcj111911c1ckcn Noten der Bank 11171), 1.111: 103,000 Pfd., ihkc Baarscdafkcn aber 11111 203,000 Psd. vcrmyhrc haben, wogegen in den Sick)c1'l)cic911 cine V1'1'111111921'1111g 9011 597,99" Pfd. Und in denDcpostren cine Ver111111091'1111g 9911 ;155,11011Pfd. sattgcsunden hat. Die Bank scheint fortschreircnd an Kraft 7,11 genommen, Und man ist mir ihrer Vc1'walcx1ng [cl,zt sehr zn- frieden.

Em “211193129111; dcs Uncerbauscs tsc jclzc tmr de1'1111tc1's11clw11g beschäftigt, wie der Ausfnhr Englischer MasäWen vorznbcugcn sev. Ueber diese 1111rer1"11c1)11ng berichtet der Mnistertcllc G1obc: „Herr "Marshall, „Besitzsr eincr großen Flachsspitmerci in Leeds, erklärte neulich dxesem '211191'c1)11sse, das; 11:01? Spindel in seiner Fa; brik 71 Pfd. Sc. Wkl'kk) sev, 11119 daß 91“ 25,009Spi11dc1n bcstkze. Diese Fabrik verarbeitet jährlich, für [00,000 Pfd. St. Rohstoff, der dadurch 200,90" Pfd. Sr. wert!) wird. Dio Spinner 111 DNanchester sagen aus, daß so stets sehr sorgfältig darüber qe- wacht hätten, nic cinem Amslätwcr ihre Fabriken Und neuen Ma- schinen zu zeigen. Jeßt ist es abe": zn leicht, I)?ascickinen auszU- führen, als daß dies genügen könnte.. In der Grafschaft Lam- caster sind geschickte Leute ansschließlicl) damit beschäftigt, 9911 al- len neuen O)?aschinen JJTodellc für “Ausländer anzufortiqcn. Sic ÜCHLU mit den Arbkitern in Verbindung, 11119 1106) ehe die I)?» schi11eselbstzusmntnc11gesci§t isr, smd “,L-11911 von allen einzelnon Theilen derselben WTodellc genommen. Dtesc wcrden dannaußer Landes gesendet und im Ausland erhält man auf solcheWeise fast gleichzeiti mir dem Englisbsn Erfinder oder Patent-Znhaber eine ähnliche JNaschine.“

In der lelztcn Repealer-Vcrsmnmlung zu Dublin griff O'Connell auch den bisher stets von ihm belobren Lord-Lieutenant von Irland, Lord Ebrington, an, weil derselbe src!) gegen die Auflösung der Union aUS'gesp1'ochc11, foiglick) als einen Feind Jr- 1ands gezeigt habe.

Der Herzog von Wellington und Lord Lyndhm-st sollen, wie liberale Blätter wissen Wollen, die Bill wegen Zulassung der Zu- dey zu städtischen Aemeern, unter Befreiung derselben von der be“: 9er Uebernahme solcher Aemter zu besch1vdrcndcn christlichen CadeSformel, zu unterstützen geneigt seyn, und es dürfte daher dtese Maßregel vielleicht doch nur geringe Opposition im Ober; hanse finden; so1lten sich die Bischöfe ihr widersetzen, so hoffe VU“ SUM daß sie von ihren Freunden eben so, wie bei dem gegen das St, SUlpicius-Seminar zu Montreal gerichteten An- trage des Bkschofs VM Exeter, würden über Bord gewvrfen werden.

Als emlBetsplcel, wie man in England bei Wahlbestechungen verfahre, thetlen dre dffentlichen Blätter die Aussage eines Schul-

É Bcrécsytianng.

=“;«'Lofr1ts“ ist der Vorname des'sslch, Geoxgc, 111651691111cbc11. FFW» erwähnen dies 11aclckt1'äglich, 11111 Mvaigcn Vm'jvcc1)1cl1111_qcn

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lehrers mit, der von einem Ausschusse des Unterha'uses verhört wurde, weil man die rechtmäßige Erwählung des Lord Listowell zum Parlaments-JNicgliede bestritt und namentlich anführte, daß 1):-. Webster dieselben bestochen habe. Der Schullehrer erklärte, daß er von diesem eine Sumine von 12 Pfd. Sc. empfangen habe, gegen das Versprechen, _stch von der“ Wahl fernhalten zu wollen, und der Ausschuß entjchied, es 1tege keirze Bestechung vor, weil der Schullehrer mcht bestochen jvorden 1e11, für Lord Liftoxvcll zu stimmen. . .

Die Briefpost aus Liffabon vom 30. März bringt wemg Neues, da die Cortes bis zum OJTai proxogirt smd. Die Finayz- lage Portugals soll sich zu verbcffern anfangen,]ndem die Em- nahmen sich verwehrcen und die Ausgaben emchränkc wurdcn.

Briefe aus St. Petersburg, dc1'cn_Datnm _die hiesigen Blätter nicht anqeben, enthalten das Gerücht, es 1611 dort 1111er Kiacbca die Nachricht von einer ft'cnndscbafrltcvcn Ausgleichunq des Streits zwischen England Und China eingegangen; es “111 indeß schr möglich, daß s1ch dieses Gerücht nur auf die zn-Pekmg «.ccroffcnc Einleitung zn Untekhandmngcn bczicbc, 1921110 111 Can- Zon beginnen sollten, aber den lckzten direkten Berichten szolge, noch immer verzögert wurden. *

Wkan ist noch immer Olmo Nachrichten über das Damvfboot „Präfident“; das Pakctboot „Vérqinia“, Welchcs New-York am 11. INärz, d1'ei Tage nach der Abfahrt des „Präsldcnr“, vcr- 1assen hatte und zu Liverpool eingetroffen ist, harkc (mf seiner Fahrt einen heftigen Sturm, der drei Tage dancrte, zu bestehsn. WLan besorgt, daß der „Px'äsldom“ einen Unfall erlitten habe.

Am I)20111ag starb der Vécc/Zldmiml Sir T. Dundas, der 05; Jahre in der JNM'M? gedient hat, in sel» Hobem 2111er. Er war cincr der Helden von Trafalgar, wo er die „Naxadc“ bc- schlich.

Einem DUblincr Blatts znfolqc, wären eine “Zlnzahl von stinbrechcrn aus Bnllock, cinem Dorfe (11 0er Näf)? Dnblins, von der“ Französischen Reaikrnnq qednnqcn worden, Um an den BescstégUngswerkcn von Paris zn arbcitcn.

„Bci dcr 1181111111, Nr. 90 der St. Ztg., ;:mirgcrhcilccn Notiz über die polizciliM Verhaftung des „LMO,

_ Namentlich vcrsrcht es sah von selbst, das; hier J.;,UiciU vonLor'd 211111101119 Loft1zs, 'Lirtacip- bei der hiesigen Cm;- ?.(ischcn GöcsandUchaft, die Rede 18911 konnte.

'?Jwrzuvengen.

B c 1 g i c n.

Brüssel, "). April. Die 11111111161'1'1'llc Kristy? nähert slä), wie 1111191? Zeitungen vcrn'chexn, 11)1'c1110"11dc; i11zwi1chcn ist noch U11- 1“!le kci11e dcßnitive Cncftheidung bekannt. Die 191319 dier in Um- 1601“ _chtzce *))Tintsrcr-Listc kündigt folgende Namen an: Herr Lc-

17011, Minister der answärrigcn'Llngcleqcnl)citc11, Herr van Prack,- P2111isccr des Innern; Herr Dlttnoannortick, „Justiz-Wémister; Herr Dcsmaifiwreö, Finanz-PTinistcv; General Goblet, Kriegs- TNinistcr, und Herr Nothomb, VNinister der öffct1t1icl)et1“2[rbeiten.

ckE+ Bkl'lssel, 4. April. Die 11111111181'12118 Krise hat noch 'immer keine Lösung e1'1)a1ren. Die Symptome, Welche dieselbe durch ihre Rt'ukwtrkung auf das Land hervorgerufen, werden in; zwischen in manchr Hmstcht bedenklich. Kein Tag vergeht, der uns nicht eine Adresse von der einen oder anderen Stadt des Landes um Beibehaltung des Ministeriums und um Aufldsnng der Kam- mern bringt, und bisweilen in einer heftigen Soraciw, Worin die katholische Opposition auf eine ungkztemcnde Weiß charakteri- s11'r wird. Wir wissen 111111 wohl, daß unsct'e Liberalen schr reiz- bar, mmwx 11119 fcderscrrig smd und gern jede cinigcrnmchn mo- tivirtc Gelegenheit ergreifen, mn ste auf alle Weise auszudenken, Wir wissen fe1'111-1', daß, wie bei allen derartigen irritablen Tem- permncnrcn, nachher cine Crscblaffunq cintritr, die 9011 der Auf- regung kaum eine Spur znrückznlasscn scheint; und docs) darf man behaupten, wird béSWctlcn in solchen »))?9111entcn in den ge; sellfc1)afclichc11 deper cin Saamen niedcrgclcgr, der noch späehin Früchte trägt. *

Cs isr schr“ zU mißbilliaen, daß die Stadt-Bcbdrden als 1“911*l„»c sich in die allgemeinen Landes-'.)111gc11'gc111)cite11 111isc1)cn; cs srchk is)]lcn conskimtionell das Recht deu Petition zu, dicses 19116. avcr 11111“ 1111 Bereich 961“ !kädriscden „Interessen ausgeübt werdcn. Leider ist freilich untcr dcmfcühcrcn“))Tinistc1'tm11 bei 991“ 11111“ zu famds chordcnen Frage der 21 Artikel ein Üblcs „Beispiel 9911 Proccjkacioncn, sowie 9911 späteren 911111) die else Unbesonnenbctr nothwcndia gemachten Palinodicn «;cqcbcn 1991"- dcn. S0 111113611 fiel) die jetzigen '.)(drcsscn (mf Vorqänge, bei denen cdcnfalls die Gränzkn der städtischen Verfassung Über- schritten wurden, ohne das; die Regierung, wie es hätte seyn sollen, il")1'e Mißbilligtmg zu erkennen gab.

Was nun die “Thaksacjw an sch) betrifft, so ist es allerdinqs Omnerkenswertk), das; Anthrpcn, Welches bisher der katholischen Partei sehr zugethan war (“indem sich die orangistischc Partei von der Theilnahmc an den öffentlichen Angelegenheiten entfernt hielt), sick) je t für das jetzige J)?tne'sterium ausspricht. Sogar in LdsVen, dcm " itze der katholischen Univorsltät, welche der Stadc nicbt Unbedcurendc Erwerbsquelle" eröffnet, pctitiontren 300 notable Bürgersür ein '))?inistcrium, Welches dcnPretcnrtonen diescr freien Universität entgegengesetzt ist. .Der Stadtratk) von Brüssel hat dagegen keine Adresse bei dem Könige eingereicht, trotz der fast m.tSschließléct) liberalen Znsammenseßung dieser Behörde. Es hat, dies Stillschweigen hanptsäcblick) m der finanziellen Lage der Stadt scivcn Grund. Seit mehrercn Jahrenhat die Stadt, 11111 dte bedeutenden Schulden zu decken, dle besonders in Folge der mehrmaligen Plünderungen aus ihr lasten, mit der Regierung Unterhandlungen Über die Abtretung des Museums und der Ge- mä1de-Ga11erie angeknüpft, und ste vermeidet daher alle Schritte, wodurch sie sick) ohne Noth in eine ungünstige Stellung zu irgend einem I)?i11isterium versehen könnte.

Bei dieser Aufregung des Landes darf es nun aber nicht Wun- der nehmen, daß die Krona Anstand nimmt, in die Auflösung der Kammern oder in die des Synats zu willigen. In einem Lande, das durch die Union zwischen Liberalen und Katholiken gebildet ist, darf es nicht auf die Niederlage des einen Theils abgesehen seyn. So stark aber die katholische Partei wirklich ist, so Weiß sie es doc!) sehr wohl, daß sie bei einer Auflösung der Kammern schwere Verluste erletden 1911192, und sie wird sich daher jetzt gern, sey es auch mit einer bloßen Nominal-Veränderung, begnügen. Die gegenwärtigen Minister haben zuerst kollektiv und dann jeder einzeln ihre Entlassung eingereicht, falls die Königliche Präroga- tive nicht in die Auflösung des Senats willigt. Sollten aber die Minister, wie es den Anschein hat, bei dieser schon Vor acht Tagen gestellten Alternative beharren , so dürfte die Entscheidung wohl nicht mehr ztveifelhaft seyn.

Die Befürchtungen, die ich schon in meinem vorigen Berichte in Bezug auf eine Auflösung des Senates aussprach, find durch die 1eßteren Ereignisse, durchdie zahlreichen Adressen, die Polemik der

0ournale und die dadurch im Lande immer mehr verbrettetx Jrrj- Ütion um so bedeutender geworden, so, daß fich schwerltch dte Krone zu einem solchen Schritte entschlteßen Warp. Man redxc auch seit einigen Tagen mit größerer Bestimmthetx von der_Btlx duna eines neuen Ministeriums, wovon zwar d:e_ „katholtscben Pakteimänner ausgeschlossen find, abxr sch hoch emtge Namen befinden, die bei der katholischen Metpung emen besseren Klang, haben. An der Spitze dieses Kabmets sollen 'kwxi Staats- männer stehen, die dem In; und Auslande Bewet e threr Tüch- tigkeit gegeben haben; der eine derselben, Graf von Muelenaxre, jclzc Gouverneur von West-Flandern, zetchnet fich durch semxn Scharfblick und seine administrative Umsteht aus; der anyere ask der in Deutschland vielleicht noch vortheclhafter bekannte, 1th z): Frankfurtakkredirirte Minister, Herr Rythomb, we1cher schon fru- der dem Departement der öffentlrchfen Arbetten vorstand, und vielleicht auch jetzt dasselbe wiede)“ uhernehmetz „würde; dse übrigen Namen, die auf den Listen ztrkultren, scheuzen uns noch sehr problematisch zu seyn; wir habet) nyr dtenmgean Mäyner genannt, ohne Welche ein neues Mimstertum sch1ver11ch „gehtldec ivex-dcn kann. Es ist nur zu wünschen, daß dtxse Konstrtmrung so bald als möglich erfolge, um der innyer wetter 0171 sich grel- fenden, der Industrie und dem Handel jehr ngchthexlcgen Ausre- _annq 2111 Ende zu machen. Daß ich mach tn meinem lelzten Bcrichre nicht ohne Grund gegen die hiesgen Fasten-Prxdtgten 17er „Jesuiten angesprocbcn, beweist die Thatmche, daß der eme von 111- 11011, Welcher in einer der Hauptkirchen vor dem höheren Publ:- 111111 gepredigt hatte, selbst durch sein;: Oberen gezwungen worden ist, am vorigen Sonntage einen öffentlichen Wederrqf von_ der Kanzel Her» zu thun. Die übrigen hätten von selbst em Glxetches thUn dürfen. Die öffentliche Meinung erklärt sich gegen ste 1111- 11121: entschiedener. ,

Der König befürchtet die zu große Verstärkung der Ltberalen dnrch 91'011911111'tc1'e Demokraten bei neuen Wahlen, und wird da- her nur im letzten NothfaUe cinwilligcn. Cine Aenderung des Ministcruxns scheint gewiß.

Schweden und Norwegen.

Stockholm, 19. März. (21. Z.) In der (eßtey Zett hat sxcl) [)161' 111111111199 »))?crkwkn'dige zugetragen, das auf das Lage der Dimas ein belles Licht wirft; einer dcrwichcigscen-Punktx ask aber der Streu, der am 10ten im Bürgerstande yorftel. Dte Sqche, interessant für sick) selbst sowvhl, als durch dre „Art des Strettes, den sie rege macht, ist folgende. Es giebt§hiereme-besondere Kaffe, welche der Sce- Und Handcls-Fonds heißt, aus etnem Zusatz von 10 pCt. dcs gewöhnlichen Zolls gebildet wird, und zur Bezah- lung bey Tribute und Geschenke an die BarbareskewStaaten dtentc. aber diese Tribute und Geschenke mit Ausnahme dexen gn Marokko, seit längerer Zeit aufgehört haben, sq btldete s1ch em jährltchcr Ucberschß von [00,000 Rtb1r.,_ also m dem Zettraum seit dem 1613th Reichstag eine halbe INiilton. Die _Sache kam cht zur Sprache. Die Bürger1chast, we1che fie natür1ech zunächst anging, verlangte eine Herabsetzung des Zusaßzolls von 10 auf 07,13 pCt., die anderen Stände aber wolltet) dte Erhebung der 19 pCt. forcdauern lassen, nur wollte die R1tterschaft,„ daß das Convoi-Kommissariar die Verwaltung fortseße, die Prteskerschaft verlangte, daß die Verwaltung an das Handels-Kollegium über- gebe, und der Bauernfiand, daß die Summen an den Staats- schakz bezahlt werden sollten. Der Streit über den Gegenstand wurde immer lebhafter Und bitterer, und es droht auch 1th noch, eine zWeite Kabinccskaffen-Frage daraus zu werden, 111de be- hauptet wird, letztere habe in ihrer Nock) manchmal aus_ dem See; und Handelsfonds geschöpft und manche General-Konnxlatc, die an Leute ohne alle Handel&Kenntnisse gegeben wurden, 1eye11 cms diesem Fonds bezahlt wvrden, kurz, derselbe sey dxr Noth- pfcnniq 1361“ Regierung für manche Ausgabe, die man mcht offen den Ständen mittheilcn könne. Eine Einladung des Bauern; standes an den Bürgerstand, seinem Beschlussc hit1fichtltch der

Verwcisunq dieses Fonds an die Staatskasse beizutreten, erregte eincn bißigen Wortwechsel, Weil der Sprecher des Bürgerstandes die Sache nicht mehr vortragen lassen Wollte, indem schon drei Stände so in g1cichcr Weise" entschieden hätten, und somit der vierte 1166) dem Grundgeseß sich nicht mehr damit befassen könne; dies war 111111, wie aus dem Obige" erhellt, nur „zum Theil rich: tt_a, der Sprcäwr setzte indeß seine Ansicht mit 21 Stimmen ge- gen 20 durcl).

Deutsche Bundesstaaten.

*))?1'111c11cn, ;“). April. (JNÜnck). pol, Ztg.) Auf den Grund höchsterE11tsclckließung des Königl.9)?iniskeriu1ns vom [Iten v. M., den Vollzug des Gesetzes Vom 15. April 0. I. den Schuß des C'iqemhnms an Erzeugnissen der Literatur und Kunst gegen Ver- öffentlichung, Nachbildung und Nachdruck betreffend, ist von Seiten der Königl. Regierung von Ober-Bayern an sämmtliche Polizci-Behdrden der Auftrag ergangen, daraus sorgfältigst zu achten, das; auch in dem Falle, wenn ein in dem Regierungs- Bezirk wohnhafter Bayer ein Erzeugniß der Literatur oder Kunst im Auslande herausgiebt oder herausgeben läßt, der Art. 5 des Geseßcs vom 15. April 9. Z. nach dessen unzweifelhaftem Wortlaute 311111 Vollzugs gebracht Werde

München, 5. April. (A. Z.) Sc. Kdni [. Hoheit dcr Feldmarschall Prinz Karl von Bayern hat diesen* orgen unsere Stadt verlassen, um eine kleine Reise, wie es heißt auf 14 Tage, nach SÜd-Tvrol und dem Oesterreichischen Italien zu unterneh- men.

Nach der neuesten, unlängst vorgenommenen VolkSzählung beträgt die Bevölkerung unserer Stadt, den Militairftand inbe- griffen, dermal 95,531 , also mit der Vorstadt Au, welche über 11,009 Einwohner zählt, 106,53! Seelen; darunter befinden sich ("191/- Protestanten und 1423 Juden. Seit der leßten Zählung im Jahre 18:37 hat sich die Volkszah1 um 2095 Seelen vermehrt.- Als eine vielleicht nicht uninteressante Thatsache füge ich hier- bei, daß im Jahre 1890 zum erstenmale in München einem Protestanten (dem Weinhändler Michl) das Bürgerrecht erchetle wurde.

Nach der neuesten Volkszählunq, Ende 1840, ergehen _stck) für nachstehende (alphabetisch gereihte) Städte des Könegretchs Bayern (den Militairskand mitgerechnet) folgende Seelenzahlen, und zwar für: Amberg 10,627, Ansbach 11,939, Aschaffenbyrg 9,273, Aungurg 36,869, Bamberg 20,863, Bayreuth KWZ, Dinkelsbühl 5,019, Eichstätt 7,396, Erlangen 10,630, Kürt 14,989, Hof 7,985, Ingolstadt 9,189, Kaufbeuren 4z050- ZZR?“ ten 7,788, Landshut 9,307, Lindau 3,902, MLMWZUSZZ'Ü ,b r, München 95,531, Neuburg 6,352, Ndrozingen 0-49 sm YZF; 46,824, Passau 10,211, Regensburg 21,042/ Rotheznng WHV: SchWabach 6,981, SchWeinfurt 7,347, Straubing *

burg 26,814. - . . tg.) Wir Darm adt 7. Aprcl. (Großhkkx ess 3 können unserszn Lefern aus guter Quelle dw Zerstcheruns geben,