drei Tote und
roßen a l M . L Zh arokkaner gehabt, WM fie Die Abteilungen
ieiUNd Danzig Verwundete eingebüßt hätte. eien „wieder nach Casablanca zurückgckchrt. General d'Amade eiläktgt ferner die beiden Gefechte vom 16. und 17. ebruar, bei denen der Oberst Taupin zwci hefti e Angr e der edakras zUkÜlkMschlagen und ihnen recht ernte Verlute bei- gebWÜk habe. Er erklärt, daß dtese Gefechte an der Schlucht FYJZYZZWY seinen Hauptangriff auf Sidi Abdel Kerim er- 1 ät en. Bezüglich der Bese unq von Mar Chica durch die Spanier erklärt der Öertéeier des Sultans Abdul Afzs, - Tork“, daß der Machsen niemals seine Em- wklngiing dazu gegeben ?abe. Als nach dem ohne Er- Mackxncsmng erfolgten Ver affen von Mar Chica _durch die WWE; che Mahalia der spanische Geschaftstrager ihm .?um ersten Male von der Absicht, Mar Chica, zu be- ssen, Jesprochen habe, habe er mündlich , protestiert und dem_ MMister dcs Aeußern Ben Sliman die Arxgele en eit WUÜÜÉ) mitgeteilt. Dieser habe darauf dre Ruckke r er er “ua Web Mar Chica verlangt. . Als min der YUM Geschäftsträger die Beseßun nottfizierte, hätie der “ M in einem offiziellen Schreiben, rotrsterhoben. Wtr_ dem „Im Ureiai“ aus Mcüilla gemeldet Wird, ist dem ersten uhxer der ahalla von Mar Chica, Filali, der szä) nach élLUa ' eWudt hatte und sich jeßt noch dort athdlt,_ von Abdul sts ein Schreiben zugegangen, in dem 1 m eme_Sendung "©.le und Lebensmittel a'ngekündiqt und der efehl rtngefchärft Wird, nach Mar Chica zurück ukehren. ilali hat diesen Brief “.' Mderen Führern der Ma alla vorge escn, von denrn einige lderspruch erhoben und fi mit dem Machsen nicht ein- Verstanden erklärt haben.
»
Parlamentarische Nachrickxten.
Der Schlußber'rcht über _die aesirige Sißung des Reichs- tags befindet sich in der Ersten etlage.
_ u e inn der eutigen 107. Sitzung des Reichs- lags, Felchér er Staatsliekretär des Innern Dr. von Beil)- Mann Hollweg „ Dk- Nieberding beiwohnten, suchte ,der Abg. Held mild) le Genehmigun des ?Hauses zur Einleitung emer_ nter- UchUng egen 1ch selbt bei dcr Staatsanwalts'chaft m Han- nover na . Das Schreiben ging an die Geschaftsordnungs-
kammi 10 . _ Zirsr nweiten Lesung stand zunächst der Entwurf eines Eckge eßes auf Grund des Berichts der )(?(U. Kom: MYM, welche die Ynnabfrnöldes Entwurfs, den sie nur tm 16 ab eändert at, emp e t. § 1g (Vorscthften über den Inhalt des Schecks) wurde *)th Debatte angenommen.
§ 2 lautet:
Als Be o ene sollen nur bezeichnet werden: .
1)'diejetiiggen Anstalten des öffentliibenReÖts, diejexngen unter staatlicher Au7fichi stehenden Anstalten sowie diejenigen in das Ge- nosswstbaftßrcgisier eingcira enen Genossensckyaftm, weiche sich nach den für ihren Geschäftsbetr eb maßgebenden Besttmmungerx mit der Annahme von Geld und der Leistung von Zahlungen fur fremde Rechnung befaffen; .
2) die in das HandelSregister eingetragenen Firmen, welcbe ge- werbsmäßig Bankieraescbäfte betreiben.
Von den Abqg. Bassermann, Bruhn, Liebermann von Sonnenberg ommsen, Nacken, Pauli (Ober- barnim von Sa =Iaworskius1v. liegt „der Antrag vor, der Zi er 1 folgenden Zusaß zu eben:
erner di? "Uk“ amtlicher AuiJficht stehenden Sparkaffen, wenn Frefütilen nach LandeSrecht fur sie geltenden Aufnahmebestimmungen
Abg. Va nn ni.): Unser Antrag entspricht den Wüns en der deutschen ssSexanxfsen,(des deutsehen Sparkaffenverbqndes. Bie dekschen Sparkaffen hatten Zweifel darüber, ob fie bet der For- mUiierung diefes (Heseßes in vollem Umfange zu ihrem Nrcbte kommen. "ier Jemeinsamer Antrag schlägt nun einen Zutav vor, daß auch als Vejogene gelten sollen die unter amtli Zr Aufsicht stehenden Sparkassen, w:nn sie die nach LandeSrecbt ur sie geltenden Auf- fi tSbestimmungrn erfüllen. Die erste Bedingung, daß die Spar- ka en unter amtlicher Aufsicht stehen sollen, war mit Rucksicht aus die Interessen der Sparer nottvendig, weil eine besondere Vor- geboten war. Auch die JW:“? BTUWUW' daß die Spar- affen die naeh LandeSrecht für sie geltxnden Auf1chtsbestimmungen exfüllen mü en, “[ck-int uns nicht überfiu sig. W r onen in dieses Recht von5 eichs wegen nicht eingreifen. iir die SparkassenV die den Kontokorrentoerkebr nicht aufgenommen haben, liegt da? kdurfnis nach einer passiven Scheckfähigkeit überhaupt nicht vor. Wir können die Entwicklun ruhig abWarten. ' "b Abg. Na en (Jean,): Ich freue mich, das; auch die 1: rigen Pakteien sich von der Notwendigkeit überzeugt babF-n- daß den Spar- kafLen die passive Scbcckfäbigkeit erteilt werden musse. Alle Parteien ba kn sich ju dem Antra e vereinigt, den der Abg. Bassermann eben eMps'oblen bat- Wir mriiererseits geben ibm ebenfqüs unsere ZU- siimmung, weil er, wenn auch in anderer Form, das1elbe will, was wir in der Kommission gewout haben. Wir halten eben- iles eine amtlichc Aufsicht und die InneYaltung der na_ch LMBLMÜÜ 'fur die Sparkassen eltenden Aufsichtsbetimmungen fur notwendig, wogen aber nicht, daß etwa die Landesaufsichtsbebörden in ihren Vor- schriften soweit geben, daß der Scheckverkchr der Sparkassen tatsäckvlich unmöglich gemacht wird. Es wäre uns erwünscht, wenn der Ver- 1Zier der verbündeten Regierungen uns eine beruhigende Erklärung
0 be. (Schluß des Blattes.)
und der Staatssekretär des Reichsjusti13amts
_ Auf der Ta esordnung für die heutige (ZS.) 'Stßung des Hauses der bgeoroneten, welcher der Minister der qTentlrchen Arbeiten Breiten_b_ach und der Minister der geist- Ü Ln, Unterrichts- und Medtzmalangele enheiten Dr. Holle beiwohnten, stand zunächst die zweite eratung des Gefes- entwur s, betreffend die Hersteliung einer Eisenbahn-
ampf ährenverbindung zrvtschen Saßniß und
Tregltleborg. tk “issi d di V [ P "f am I d ud , omm on er e or age zur ru un en er V 9 , der Berichterstatter Nbg Gra?
überwiesen worden war, beantragte „ bot! der Gro'eben, den Gesetzentwurf unverandert anzunehmen, und eltlerkte: Bei der Beratung der Kommission herrschte zwischen der egierung und den Mitgliedern Uebereinstimmung darüber, da die York: : dazu bestimmt sei, die berzli et] Beziehungen zw schen euts land und Schweden noch fester zu nupfen. Dagegen wurden vvn einer Seite wirtscha tliche und finanzielle Bedenken gegen die orla e erhoben und die Besür tuna aus;;esprocben, die Anla§e werde w?) Ui trentieren. Große Unru e; Prä dent von Kröcher: ck bitte rklich, etwas leiier zu sprechen; die men, die nachher sprechen 4: f en, können den Redner nicht verstehen.) Der Referent setzte dar- trail, seinen Bericht fort, blieb aber soWobl auf der Berichterstatter- üne wie im Hause unverständlich, da die laute Unterhaltung fori-
; des Außgan , 'edrnfalls !
dauerte. Präsident von Kröcher= Die Zahl der Herren, die cb für diese ache interessieren, ist ja offensichtlich sehr gering, ich [5 tte aber doch dringend, etwas leiser zu wurden" es ist selbst den Steno- grapben ni t möglitb, den Redner zu versie en.) Der Referent teilte dann die uskünfte mit, welche die Regierung in der Kommission gegeben hat und empfahl die Annahme der Vorlage.
Abg. Dr. von Savi ny ( entr.): Meine Herren! Die Unauf- merksamkeit, die Sie den usfü rungen des Referenten haben ange- deiben lassen, war nicht sehr freundlich. Wenn es |ck bier auch bloß um einige MiUionen handelt, so ist die Bedeutung der Vorlage doch so vielxeitig und in mannigfache Gebiete so tief einschneidend, daß [ie wo [ verdient, Ihre Aufmerk amkeit zu fesseln. Es ist n cht bäu , daß das preußische bgeordnetenbaus in die Lage kommt, Z; mit auswärtigen Angelegenheiten zu befassen und über ragen der Seeschiffabrt, des internationalen SeeverkehrSZU ver- bande 11. In der Kommission nd gegen den Regierungsvorscblgg nicht unerhebliche Bedenken geäu ert worden. Selbst wenn man fur internationale Beziehun en kein Opfer bringt, so haben wir doch als Volksvertreter die Pfiixt, über die Höhe dieser Opfer und die Gegen- leistung, die zu etWarten ist, uns klar zu werden. Die Verbindung zwischen unserer Ostseeküste und den_noxdischen Reichen soll; also eine Veränderung erfahren. Es gab frube_r den Seeweg Hamburg- Korsör, es gibt die Verbindung Warnemunde-Gxedser, es gibt die Dampfschiffverbindung SaßniZ-Trelleborg nach Skandinavien. Wer von Ihnen einmal über die stfce IYfabren ist, wird gefunden haben, daß auch die OstTee ein unruhiges cer ist, das von dem Reisenden den bekannten Tr but erheiscbt. Ob die in 4 bis 5 Stunden den Weg znrücklegende Dampffäbre die Ueberfabrt so unmerklich gestalten wird. wie es auf der Tour Warnemünde-Gjeds'er der Faüe ist, wird sich noch zu zeigen haben; jedenfalls aber bringt die Einrichtung große Vorteile, eine Steigerung der Bequemlichkeit, Forifal] des Um- steigens usw. für den Personenverkehr. Auch auf die „Steigerung des Güterverkehrs wird die schnellere Befördernn der (?uierwa en einen wenn auch ni t sebr bedeutenden Einflu außuben. 5 wird also ein stärkeres Hinzieben des Verkehrs nach der neuen Uebergangs- stelle stattfinden, was ja nur als erwünscht erscheinen kann. Dennoch darf man annehmen, daß der VerkehrSanteil der mecklenburgischen Bahn an den Transporten Warnemunde-Gjedser eine wesentliche Einbuße nicbt erleiden wird; die Annahme, daß der Verkehr mit Dänemark und Nouvegen nach der neuen Verbindung ab elenkt werden würde und dieser erkebr überhaupt nachteilig beeinfsußt werden könnte, ist nicht begrundet. Von einer direkten Konkurrenz beider kann man nicht reden; es han. delt sich also einfach um die Einführung eines neuen Gliedes in die Kette der Verbindungen Deutschlands mit den nordischen Reichen. Etwas anders lieat die Sache hinsichtlich der weiteren Folgen, die sich an die neue Einrichtung knüpfen werden. Diese Fragen haben in derKommifsion ihre Erledigung nicbtlflnden können. Namens des Zentrums möchte ich auf diese eventuellen Fo gen hinweisen und eine warnende Mahnung an die Regierung richten, Es wurde die MöJlitbkeit an- gedeutet, daß man mit der Schaffung dixser neuen Line nun um!) innerhalb Deutschlands, besonders an der Kaste entlang, die westlichen Gebiete mehr und mehr mit dieser neuen Linie in Verbindun xu bringen bestrebt sein wird. Gexckpiebt dies, so wurden _sieh sehr er eb- licbe Verschiebungen in den belebenden Intereffenspbaren, die bisher von den verschiedenen Bahnlinien bedingt waren, herausstellen und vielleickpt auch eine Verschiebung um!) dem Zentrum Berlin bin Platz greifen. Wir bitten daher, bei etwaigen neuen Verpflichtungen eine sorgfältige Schonung der bis erigen natürlichen Gestaltuniéxdts Ver- kehrs sieb angelegen sein zu affen. Eine Aeußerung des isenbabn- ministers in der Kommission läßt die VermutunZ, daß es fi auch hier wieder um eine Bevorzugung des vreu ischen Verkehrs- mittelpunktes handeln könnte, nicht gan] abweisen. Namentlich die Interessen des Handelsplaßes Sjettin verdienen geschont und be- rücksichtigt zu werden. In den interessanten Streit über die Wahl Spunktes will ich mich nicht einmischen. Saßniß verdient on als landscbafilich schöner Punkt den Vorzug. Wir ringen hier ein roßes finanzielles Opfer. Wenn wir uns dazu ent- schließen, so geéchiebt dies deshalb, um ein freundnacbbarlicbes Ent egenkommen gegen Schweden zu zei en und eine herzliche, freund- na iirakische Gesinnung an den Ta [u egen. Wir wollen das Band xwi chen beiden Völkern immer fes er knüpfen. Aus diesen politischen Gründen seven wir uns über die finanziellen Bedenken hinweg und
men ür die Vorla e. .
stim Abgf von Arn m (kons.):' Aus den Ausführungen des Referenten gebt hervor, daß die Kommission Saßniß : enüber Arkona und anderen Punkten den Vorzug gegeben hat.“ Jes rauche darauf also nicbt näher einzugeben. Die neue Verbindung wird die kürzeste Verbindung zwischen dem Innern von Preußen und Schweden hersteaen. Es mag sein, daß die e Linie den anderen Konkurrem machen kann, aber nicht eine so sta c, das; dieie dadurch irgend gefährdet werden. Die Verbindung wird nicht nur dem Yersonenderkebr sondern Vor allem dem Güterverkehr der schwedisrhen xportartikel Holz, Erze und Steine nüsen, die bisher zu Schiffe zu uns gelangten. Die wirtschaftlichen Vorteile der neuen Verbindung sind ni i von der Hand zu weisen. Ebenso groß sind die politischen Vortei e, auf die der Vorredner mit Recht hingewiesen hat. Ich möchte das Haus bitten, die finanziellen Bedenken zurück- treien zu lassen und die Vorlage möglichst einstimmig anzunehmen, damit kein politischer Mißton aufkommt. Meine Partei wird weni stens einstimmig für die Vorlage stimmen.
. Brömel (fr. Vgg.): Politische Rücksichten können uns nicht von der Verpfiickytung entbinden, zu prüfen, ob die Vorlage wirtschaftlich und finanziell den Effekt haben wird, den sie haben sou. Auch die Verhandlungen der Kommis on haben mich nicht davon überzeugen können. Von deutschen eederkteisen wird über eine Benachteiligung der deutschen Flagge in Schweden geklagt. Bei Zeder Kanalborlage Wurde von der Staatöregierung eine Renta ilitätvberechnung aufgesteiit und der Grundsatz vertreten, daß eine anaemefsene Verzin ung des Anlagekapitals gefordert werden müffe. Der schwedische inister bat seinem Parlament eine sebr ausführliche Rentabilitätsberecbnung über das vorliegende Projekt vorgelegt; bei uns ist dies nicht gescheben, und es ftaTt sicb cbt, ob ck das Anlagekapital verzinsen wird. Es andelt ck hier doch auch um eine rrbeblicbe Schädigung drr Reeder; wie ollen sie dafür entschädigt werden? Nach meinen Berechnun en wird Preußen einen müffen, bei der heutigen Ftnanrlage Preußens ist dies nicht zu reeht- fertigen. Ich werde mich der Abstimmung über die Vorlage enthalten.
„Hierauf nahm der Minister der öffentlichen Arbeiten Breitenbach das Wort.
(Schluß des Blattes.)
Statistik und Volkswirtschaft. "*
Aus der Verwaltung des Geffängnlöwesens in Preußen.
Jn Preußen ist bekanntlich die Verwaltung des Gefängniswesens geteilt. Dem Ministerium des nnern nd zur Zeit 32 Strasanstalten zur Aufnahme der zu Zuchtbausstra e Verurteilten und 21 größere Gefängnisse zur Aufnahme von Gefängnis-, Haft- und Untersuchungögefangenen unterstellt, außerdem in dem ehemals französisckr-rechtlichen Teile der Rikeinvrovinz 52 so- genannte Kanton efängni e. Dem Iustiomin sterium unterstehen 1057 Gefän niLJ zur ufnabme vort Untersuchungs- und Sirus. gefangenen“ u tbaußgefangene sind bier gänzlich ausgeschlossen. Ueber die zum e ort des Ministeriums des Jan_ern gebörenden_Straf- anstalten und Gefängnisse ist, wie seit Jahren ublicb, eine ausfuhrliche Statistik erschienen, deren ert nicht nur in der sorgfältigen Be- arbeitung des weitscbicbtiaen Zahlenmaterials, sondern mehr noch in den eingestreuten Hinweisen auf cbarakteristische Seiten des (Gefängnis-
wesens besteht.
jährlichen Betriebözuschuß von & Million lei en _
Die jeßi vorliekxende Statistik beriebtet über das Re(bnunaskcerbr 1906 (gererbnet von Apri 1906bisApril1907), riebtaber aucb Ver iche mit den Vorjahren. Dabei springt manches in die Augen das merken!- wert ist, z. B. der Rückgang der Gefangenen abi. In den 53 An- stalten des Ministeriums des Innern waren am nfaug des Beriztl- jabres 22 698 Gefangene, am Srhlu desselben nur 21242 unter- gebracht. Der Rückgang kann an zufälligen Ursachen beruhen; zufällig mag auch die Verringerung der Gefangenenjabl dem Vorjahre (1905) ge enüber, gemeffen an dem täg1ichen Durchschnittsbestande, sein. Da die beobachteten Tatsachen jedoch nicht lediglich auf die Einwirkung irgendwelcher äußeren Umstände vorübergehender Art zu- rückzuführen sind, erhellt aus den Angaben der Kriminalitäisstatistik. Seit dem Beginn dieser Statistik (1882) bis zur Gegenwart, richtiger bis zum Jahre 1905, bat die Kurve _der zu Freiheitsstrafen Verurteilten in auffälliger Weise ck geneigt, namlich von 759,8 auf 613,6, d. 1). so viel Verurteilte, w : hier angegeben, kamen auf 100000 Personen der straimündigen, über 12 Jahre alten Zivilbevölkerung. Skeptiker könnten auch Le enuber dieser Feststellung ihre Zweifel haben, zumal da : sich daran erufen können, da die Schwankungen in der Gesamt umme der Verurteilten ibrer abso uten Höhe nach mit den ünstigen relativen Ergebnissen ei entlich nicht übereinstimmen. Do auth dieser Ein- wand läßt si widerlegen. In den lehren drei Jahren ift die Kriminai tätSziffer auch absolut rurückgegangen am stärksten bei den Verurteilungen zu Zuchthaus. Die amtliche Étajistik lä t die Frage offen, ob die Besserung _der wirtschaftlichen Verbältni e oder eine Steigerung des Rechts efuhls in den breiten Schichten des Volks hierbei maßgebend gewe en isi.
Doch noch eine andere Erwägung läßt sich anstelLen. Die sehr auffällige, unverkennbar fortschreitende Verminderung der neu binju- kommenden Zuchtbuußgefangenen legt den Gedanken nabe, daß die Urteilssprüche der Gerichte milder geworden sind. Aus der Erfahrung ist jedenfalls bekannt, daß die Richter, wenn sie nicht durch Bestim- mungen des Strafgeseßburhs zu einem anderen Erkenntnis genötigt sind, Zuchtbau§strafe in neuerer Zett nur gegen diejenigen aussprechen, die bereits vorher schwerere Freiheitsstrafen erlitten haben; jüngere Elemente sucht man grundsäßlicb mit ucbtbaus zu verschonen. *
Rathdenklick) stimmt eine an die Ta enen der amtlichen Statistik fich anschlie ende kurze BetraxhtuncZ über die Straftaten der zu Zuchthaus erurieilten. In dieser eißt es u. a.: „Nimmt man die
auer der Strafe als Maßstab für die Gefährlichkeit der Kriminalität, so liegt keine Veranlaffizng vor, sie aiizuboeh einzusckzäßen. Von den älteren vielfach rückfällrgen Dieben sind weitaus die meisten willens- schwach, oft körperlich und eisiig defekt; sie schicken sich willig in die Ordnung der Anstalt, arbeten ibren Kräften entsprechend. ES sind Anstaltßmenschen, die sich in dem geordneten AnstaTtsleben nach dem ungeordnejen Leben der Freiheit wohl fühlen. Jbre Straftaten find in der Regel von nicht großer Bedeutung; die Feststelluna in einer Anstalt hat ergeben, daß bei 69 v. H. der Diebe das Objeki des Diebstahls weniger als 100 .“ betrug. Unbe nem werden sie für die Gesellschaft dadurch, daß sie nach der Entla ung immer wieder zum Diebstahl oder zu ähnlichen Straftaten zurückkehren, weil es ihnen mit jeder Verurteilung sehwerer wird, tn der Freiheit wieder in geordnete Verkältniffe ju kommen, in denen sie mit ehrlicher Arbeit ihr Leben fri'ten können. Gefährlich werden sie, wenn sie, von der GeseUschat xurückgesioßen, den intelligenten, aewiegten Ver- brechern in die Hände geraten, denen sie als wiUige Werk enge bei ihren Straftatenr dienen und ür die sie in der Re die
sche zahlen. Wenn es möglich w re diese Menschen an lan e eit oder dauernd aus der freien Gesellschaft auszuscheiden, fn weicher sie ihren laß nicht behaupten können, so wäre damit ihnen selbst und der Ge ellschaft der beste Dienst erwiesen . . . Eine tief bedauerliche Erscheinung ist das Anwachsen der Sittlichkeits- verbrecher, besonders derer, welche Unnubt mit Kindern getrieben baden. Gewiß sind darunter manche geistig defekt; aber die meisten nd sittlich verkommen, durcb Trunk _ und geschlechtliche Aus- chwcifungen verwilderte und verwüstete Existenzen, denen nichts brill? ist. Sie sind gemeingeiäbrlich im höchsten Grade. Auch die Jab der wegen Blutsibande Verurteilten bat zuaenommen; in der Straf- anstalt Münster befanden sich zu gleicher Zeit 9 wegen dieses Ver- brechens Verurteilte.“
Au dieYeistig Minderwerteiugeen, die ein steigendes Kontin ent
zu den usa en der Zuchtbäuser si n, kommt der Bericht an er anderen Ste : no mals zurück, indem er darüber klagt, daß du Strafvollzug an die en verkommenen und brutalen Kreaturen zumeist obneHede Wirkung leibt. Bei ihrer Rückkehr in die Freiheit werfen sie si unverjüYich wiederum dem die Arme und ver- allen dadyrch a ermals dem Zuchthaus. wenn nkbt ihre Minderwertig- keit ihnen eine dauernde Verwahrung in den Icrenanstalten sichett. „D ese geistig Minderwertigen nd darum für die Gesellschaft so gef brlicb, weil sie, jeder sittlchen und sozialen Hemmung bar, lediglich ieren tierischen Trieben oder der Ante ung verbrechnisäyer Genossen olgen. Aus ihrer abs geben die rauen- und Kinder- schänder und -mörder hervor, de Ausbrecher aus den Irrenanstalten, die mit alten Verbrechergenoffen auf Einbruch und Raub ausgeben. Die Strafe wird an der geisti en und sittlichen Konstitution dieser Elemente kaum etwas ändern, e kann sie höchstens auf einige Zeit unschädlich machen.“ Die Statistik leuchtet auch in die Verhältnisse hinein, von denen die Zuchthaußgefangenen umgeben waren, ebe fie dem Straxricbter ver- fielexr. Da wird fest esteill, da die Industrie und de großen Studie im Verglei ) Mit der andwirtscbaft und dem fiachen Lande einen underbältnißmäßg hohen Prozentsa der Verurteilten liefern. Auch der Charakter der Gefangenen und ihr erhalten beim Strafvollzugs zeigt große Verschiedenheiten entsprechend dem Beruf, Wohnort und der Zerkunft derselben. Die vom Lande und aus kleineren Städten ein elieferten efanßenen sind wiUiger, leichter zu änalich, einfichtsvoüger, daher auch e er befferungsfäin und argen R ckfälle nacb verbüßter Strafe b er gescbüst. Dies it an ficb schon dadurch zu erklären, daß diese E emente in der Regel aus einem Familienzu ammenhalt kommen, der ihnen späterhin auch das Verharren auf der abn der Ehrlichkeit er- leichtert, wahrend den auf den Weg des Verbrechens geratenen städtischen Elementen sebr häu „; ieder Anhalt fehlt, an dem sie sich wieder aufrichten können. elbst denjenigen unter ihnen, die im Zuchthauxe Freude an der Arbeit gewonnen haben und das Gefängnis mit den esten Vorsäßen verlaffen, fällt es oft unendlitb schwer, ßch Wied?! empoxrkzuarbtesiMM I t ff si ddi Mitt il on vo swr em nere e n e e un en über Arbeitsbetrieb in den Ltrafanstalten. Es wird an dthi Grandi?" fesFebalten, daß alle Vedürfniffe der einzelnen Anstalten, teilwei e an der gesamten Gefängnisverwaliung, soweit irkZe-rd möglich, durcb
Verbteckoen in
Arbeit der Gefangenen befriedigt werden. erner wird auf die HersteUung von Gebrauchögegenständen ür Reitbs- und Staatsbebörden Vedatht genommen. Als ein Beispiel dafür sei erwähnt, daß das neue Zellenoefängnis in Saarbrücken nur mit Arbeitskräften der Gefangenen erbaut ist. Viele Ge- fangene (im Durch (built rund 1400) werden auch mit Lande! kulturarbeiten beschä tigt. Tausende von Hektaren Moor- und Heide- land, xu deren Verwandlung in Kulturland es an Arbeitskräfte; mangelt, werden durch die Gefangenxn kultiviert. Das urbar gemacht: Land soll als Renten- oder YIM uter an Kolonisten vergeben werden wobei auch Strafentlaßene uck cbtigt werden können Auf den der, Gefängnisverwaltung uberwiesenen Oedländereien '
„ sollen mit der Zeit 800 neue Siedlungen entstehen. Der Antrieb di Kolonisation rührt aus dem kriminalsiaiisztilfäzßsnuxijklzxkxeki eenldeexiömerM
Kreise mii Vorwiegend ländlicher Bevölkerun e
Verurteilter steuen als die Städte und Jéndixriierißideelsiixxkngäxted dJ unter den iändlichen Kreisen wiederum diejenigen am günstigsten in being auf dre Kriminaxität stehen, in denen der Reine und mittlere bäuerliche Grundhefiß uberwiegt, ja, daß gerade die Kreise, in denen die Bevölkerung m artet Arbeit dem Boden einen Ertrag abrin !! muß und infolgedeffen nur in bexcbeidenen ermögensverbältni en lebt, am ßekingsten am Rechtsbtucb cteiligt sind. Es liegt daher auch im staatlichen Iniereffe, durck) Be rüadung neuer Siedlungs [len Raum für den Nachwuchs der bäuer chen Bevölkerung ]" scha en.
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