1908 / 101 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 29 Apr 1908 18:00:01 GMT) scan diff

JevaYeinen ist seit 18s99/kl900 von 1562 auf 977 i. J. 1904/05 " . . 1905 06 12 un en, 'vmviegend Zu die Hort ?seßte Steigerung der auf Grund des Aller- sten Erla es vom 3. Oktober 1895 bewiÜiai-n Ausseßu'ngen dkk Strafvollstreckung zurückzuführen. Es wurden namlich trafaUSse ungen bewiUigt: im Jahre 1899/1900 4168 Personen, darunter 3 74 jugendlichen, i. J. 1904/05 8941 Personen, darunter 7630 u endlichen, i. J. 1905/06 10179 Personen, darunter 8675 jugend jZM " s ; AnträZe auf vorläufige Entlassung |U langerer Zuchtbaxtl- Od“ GLfanqnisstrafe verurteilter Gefangenen, die drej Pier es mindestens aber ein Jahr der ihnen auferlegten Strafe_ verbußt un ck während dieser Zeit gut geführt haben 23 5:3 NZchsstrafgeseß- UÖS), find nach § 25 des Reichsstrafqeseßbchys auch fur Strafgefangsne dieser Art, die in Preußen in dem Minister des Innern unterstehen en Strafanstalten und G:“.fängniffen die gegen fie erkannte Strafe Ter; üßen, zur Entscheidung des Justizministers zu biingxn, Jo der die betreffende AnstaltöVernzaltung zu hören is . HY Rechnungsjabxe 1905/06 find fur 460 " (im - Vorjahre die 417. i. J. 1903/04 für 409, i. I. 1902/03 fur 385) foangxne, d in Anstalten der Verwaltung des Innern oder iy Gefangmfésien 97 Justizverwaltung eine längere reiheitsftrafe verbußten, Ant: gdeicfmn vorläufige Entlaffuna dem Zusi zminifter unterbreitet und v?xxön2 ede ' 460 Anträgen 292 oder 63,48 0/0 (in den drei Vorjahren 10 ober 62,83%, 243 oder 59,410/3 und [1902/03] 206 oder 53,5 A/.,) d?- 79111191, 168 (gegen 155 166 und 179) abgelehnt worden. 111f11 e Strafanstalten und Gefän nisse der Verwaltung des Innern en taufen davon 281 (in den drei Vor?abren, 271, 263 und [1902/03] 265) ges e te, 153 (153 140 128) bewiuigte und 128 (118, 123, 137) abgelebn? Anttä : ,an d1e Gefängnisse dsr Justizverwaltung 179 (in den dred 'Vorja ch 146 146, 120) gesteUte, 139 (109. 103, 78) bewiUigte M1 40 (37 43 42) abgelehnte Anträge. Die thl der in den iStrdaf- anstaltén u,nd Gefängnissen der Verwaltung des Innern oder n dein Gefängnissen der „JustizverÉvtaltxmét mTtergebÉZtrY lefjéngßßqufig: nach der Dauer ihrer ra ze e nen 1 11 23 des Reich9strafgeseßbuchs batten s e en WMHWNÄM “WK “33 3361536939933; * d'n on erenzen er n „a 1 dYnAZTfrsj'ttZTIkxxrtxni/"fionen im Bereiche der JustizVerwalTung abgelek/int Worden ist steht nicht fest. Daß die lcßtere Zahl nicht unerheb ck ist folgt Zaraus, daß im Geschäftsbereiche der Vkrwaltung des Innern im,?xahre 1905/06 339 Anträ : von ZuchtbuuSgcfangenen und 182 1?er GefängnZSc/efangenen yon den ??nstaltskonfekenzen abgelehnt,also gar nDt Erst dem Justizminister zur Entscheidung unterbreitet worden find. ck 6 oben an erster Stelle erwäHnte „Statistik der zum Reffort des preußtsi e:; Ministeriums des Innern gehörenden Strafanstalten und Gefängrx ffse enthält über die vorläufige Entlassung von Insassen der ZYKthau er auth bereits Angaben für das Jahr 1906/07. Danach wa. «n vion uchtbau99efangenrm die von ivklgerichten verurteilt waxen, : n- chließlicb der im Vorjahre uner edigt gebliebenen, 537 Anträge 0th vorläufige Entlassung gesteüt, von denen 195 vorx den Ans1al sj; konferenzen befürwortet und 109 oder 20,3 % genehxmgt wUrden, an von Militärsträflingen ingen, einschließlich der im Vorjahre un- erledigt gebliebenen, „14 nträge ein, von denen 8 von den Komfcrcnzen befürwortet und 7 oder 50 0/0 genehmigt wurden. Auf 4807 Ent- “laffungen von Zuchthmkgechxrxgx/nen kamen im Jahre 1906/07 116 vor- en 0 er , 0. läufiXiFnWWFYIUf der Bewimgung vorlaufiger Entlassung hat in den vier Jahren 1902/03 bis 1905/06 in 7, bezw. 3, 10 und ZFäÜcn stattgefunden, und zwar in 1. besw- 0, 3 und 3 Fälle:) wegen eines Verbrechens oder Vergebens der glekchen Art, in 2 Faaen, bezw. 0, 1 und 1 Falle wegen eines Verbrechens oder Vergebens anderer Art und in 4, bezw. 3, 6 und 4 FäUen aus andeker Veranlassung.

M 1), Tot la und Hinrichtungen in Preußen or 13136115 des Jahres 1906.

on ämtli en Siandesämfern find im Jahre 1906 dem_König- “lick/enVStastistischén LandeSamt Nachrichten über 696 (491 mannlicbe und 205 weibliche) Personen, die dem Morde usw. zum Opfer ge- fallen find, zugegangen.lc?)1ttx l;nteistann wurden davon erwachsene Per- " e e 0 to e . . _ fonenBtYiaUÉleiYstéstsZun/z von Zahlen der lebenden Bevölkerung im Staate und in den einzelnen rovinzen War das Ergebnis folgendes. Es starben durcb Mord u w. von 100 000 Lebenden der

Bevölkerung :

"im Staate

. . 1,86 überhaupt, davon 2,66 m., 1,08 w. Personen in den Provinzen:

285 029 Ostpreußen . ' 1753 ! ! 7 ! x ! WLstPreußLean d *sp ' 2,25 ! ! 3,71 ! 0784 ! ! BYD. *.". '. 1,28 . . 0,89 . 332 . . BkandSUbng - v 1,67 ! ! 274€? ! 1,16 ! ! ommekn 1,60 ! ! 270 ! 7 7 ! ! Vsen- . 1,5]- ! ! 2-30 ! 0,7 ! ! Schlkfien ZFH?- ! ! ZZZ ! Y-Z? ! ! Sa en . - c ' , ! ! [ ! 7 ! ! Scbéeszwig-Holstein ZZZ ., ., YZF YZF

Ve - 1 ! r 7 ! 7 ! ! 311le12; - . . 3703 ! ! 5-0? ! (])-ZF ! ! effen-Naffau . - 1,74 ! ! 1,9 ! 0,88 ! ! beinsand . - 1186 ! ! Z,?Z ! /__ ! ! .

HUHemollern . 2,93 . . . . . . Werden die für die einzelnen rovinzen gewonnenen ablen

* d die im Ver ältnis zu 100000 Le enden berereeteÄUIÖJr 1906 ge enüber estellt, so treten nachstehende Unter- schiede hervor. Die höch te VeLL/ältniszabl der in den PranzTn voraekommenen Morde usw. ist mit 3,03 (übsVTUtL Za2bl'S1c151)fi n Westfalen ermittelt. Es folgen Hobenzollernzmit 2,93 ( ), it e] 86 mit 2,26 112). Westpreußen mit 2,25 (37), Rheinprovinz M7 50 Y2Y He en-Naffau mit 1,74 (36), Brandenburg mit 1,6 ( 11 a (en mit 1,61 (48), Pommexn mit 1,60,(27), Ostpreußen m 1 53 (31), Posen mit 1 51 (30), Hannover mxt 1,45 (40), Schleswi - Holstein mit 1,33 (20) und Berlin _- Landespolizeibezkrk - mt 28 (33). - 13 Hinrichtungen im Jahre 1906 nd in den vor- s1ebenoen Zahlen bUückficbtkat; fie betrafen nur änner, davon je ? Mann in den Provinzen Brandenburg, Schlesien und Hannover,

e 3 Männe i d ärmer n der Rheixvrxvinkl Momme" Posen und Sachsen und 4 M

M“" “"A" derErmvrbung untersuébt so ist in den Jahren 3119372 "6112 15,225 Fäfftte die Hälfte der Gewordetén - sonst äUjabkÜÖ

ti , nämlich im Jahre 1906 ZÉFMSJY-agknä teils erstochen191328???1

von 688, 1903 363 von 680 1902 9 5 315 vo" 690“ kommen - 325 von 580. Diesen Zablen hiernach di:;jxtéiiäpeskjezt die Summen derer, welche durch Erschießen-

st durch Erträk ;; Ersticken und urch Erwür e " M- durcb gewalsame Tötungen im Jahre 1906 enZa'erngeFFfetEwurt/en. Von 100 der

1echen 28 55 E schla en 21,37 Erschießen 14,79, (&,/xz k 7, " , r g 6,30, ,Erbängen 1,76, Schnitt " en 32“ MÜ?" 6,30, Erwurgen

i. “0. als 1,76, von der Treppe usw. 1,02 VerbrKnen 029,22Yffte" 1,17, Sturz

ötun en obne . nähere Angabe der Art derfelben 9,37. Am id g derjenigen, welche durch Verbrennen ums LZeenriZFbexaäKt die Zahl

1906 waren es 1 männliche und 1 weibliche er on 02 . Wurden; Die Beweggründe für den Mord und deYTLtsch1aJ Y: erfors en

ist die Aufgabe der Kriminalpsvcbologie und der Kriminalstatitikl ,kdoch weisen die vorßehenden Zahlen bereits mit Sicherheit darau/ in, daß selbst eine ubexmäßig staxke Anhäufung von Menschen an ,nerkebrs- und Arbeitßmtttelpunkten (Berlin) für Lc!) allein ein pro- nUms hohes Vorkommen dieses schweren Verbre ens nicht bedin t. on Intereffe sind noch besondere Angaben über 73 Hinri -

Jen von 66 männlichen und 7 weiblichen Verbrechern, die in den 1 03" fünf Jahren vollzogen find. Im Ia re 1902 wurden 19, bedeutend weniger, nämlich nur 9 ärmer, 1904 aber

Der stete Rückgang dieser 3051 ist .

. er 1905 dageaen wieder nur 5 Männer 1906 aber ?? VYTLL ,bingerithtet; Von Frauen verfie_l nur einZ kleine Zahl diesem Schicksal, nämlich 3 im Jahre 1902, nur xe 1 in den Jahren 1903

4, 2 im a te 1905; 1906 ist keine Frau hingerichtet worden. ÜTeLYeberstäst Tek Hinrichtungen nach Provinzen für die genannten fünf Jahre eigt, daß in der Provinz Schlesien die meisten Hin- richtungen vo zogen s'md, und zwar an 10 Männern und 1 Frau. In der Provinz Brandenburg find gleichfalls 10 Hinrichtungen von Männern vorgekommen, die meisten in der Strafanstalt Plößensee bei Berlin, die standeßamtlicb nicht zu Berlin, sondern zu Tegel, des- halb zum Kreise Niederbarnim, Regierungsbezirk Potsdam, gehört. 9 Hinxichtun en wurden an Männern in der Rheinprovinz außgefubrt, ebenso an ännern 8 in der Provinz Sachsen, 7 in Hannover, 6 in Posen, 5 in Ostpreußen, je 3 in Pommern, Westfalen und Heffen- Nassau und je 1 in Westpreußen und Schleswi -Holstein. Die Zahl der bin erichteten Frauen betrug e 2 in deL rovinzen Ostpreußen und Po?:n und je 1 in den drei rovinzen Schlesien, Sachsen und Hannover. (Stat. Korr.)

Zur Arbeiterbewegung.

Der Deutsche Arbeitgeberbund für Yas, Baugewerbe hat, wie die „Voss. Zt .“ mitteilt, nach mehrstundtger Si ung den am MonKag gefällten Zchiedsspruch der drei ngarteiks en an- genommen (vgl. Nr. 100 5. Bl.). Den Vorfiß fuhrte der Vauxat Felisch. Dke Annahme des Schiedssprucbs erfolgte mit aklen egen Stimmen. Etwa 500 Vertreter aus aUen cten ?Oeutschlands nahmen an der Versammlung teil. Die Ab- geordneten des rbeinisch-*wes1fälischen Gebiets enthielten fiel) der Stimmenabgabe, vexspracben aber, bet ihren Auftraggebern eben- falls für die Annahme des Schiedsspruches einzutreten. - Der Zentralverband der Maurer Deutschlands hielt gestern abend eine außerordentliche Gßneralversammlung ab, um sick) ebenfalls mit dem Ergebnis der zentralen Vertragsverbandlungen „in bezug auf das Lohngebiet Berlin und Umgegend zu besch_aftigen. Der Gauleiter Silöerfchmidt gab zunächst ein Bild uber den bis- herigen Verlauf der Einigungsvarbandlungen. Sei auch durch den neuen Mustertarif eine wesentliche Veränderun gegen die bestehenden Vcrbältniffe nicbt geschaffen und kein materie er Sie errungen, so wurde jedoch eine bedeutende erscblimmcrung abgewe rt. In der |ck) anschließenden äußerst lebhaften ErörterunYmackyten fick; zum Teil sehr scharfe Angriffe gegen eine Annahme des chiedssprucbs geltend; die Abstimmung soÜte beute (Mittwoch) in den einzelnen Bezirken statt- finden. Man rechnet auf die Annahme des Schiedsspruchs.

Anschließend an die Verhandlungen im deutschen Baugewerbx, haben gestern früh vor dym Berliner GewerbegerichtEin1-

ungsverbandlungen tm deutsehen Malergewerbe (vgl. F?r. 89 “6. Bl.) ihren Anfang genommen. Die Schlichtungs- kommisfion des Bau ewerbes, bestehend Maakstratörat von Schulz - Verkin, erichtSrat Dr. Prenner - Münclxlexn und Dr. Wiedfeldt - Effen, hat auch die Leitung dieser erband- lungen übernommen. Gleich nach Eröffnung der Sißung kam es zu lebhaften Außeinanderseßungen wegen Teilnahme der Hirsch- Dunckerschen Gerverkscbaften, von denen der Erste Vorfißende, Land- tagßabgeordneter (Gyldsäzmidt anwesend war. Hierzu fällte, unter nat!)- berigcr Verückfichttgung eines Zusaßanjrages des „Verbandes der Maler“, die Schlichtungskommisfion den Schiedsspruch, das; außer dem Verband der Maler die christlichen und der Gewerkverein prozentual ihrer Mitgliederzahl als Kontrabenjen des Einheitstarifmusters zu re nen find. Ferner: Vereinbarungen betreffendieAusdebnung desTarifs au aÜe vom Kampf betroffenen Gebiet: und Städte Süddeutschlands, Leipzig und Wißmar sowie die noch im Jahre 1908 ablaufenden Tarife, darunter Groß-Vcrlin. Die neuerdings bereits abgeschlossenen Tarxfe bleiben bestehen. Die Verhandlungen soÜten heute fortgeseßt wer en.

Die Etuifabrikanten in Pforzheim, die den organisierten Arbeüern für den 2. Mai gekündigt haben, beschloffen, nzie die „Köln. Ztg.“ erfährt, die unorganifierterz Arbeiter wie diexenigen FgaxxziFeFLeIZie Verständigung suchen, wetter zu beschäftigen. (Vgl.

l'- . .

aus

Wohlfahrtspflege.

Ein ür or eausschu bat fich auf Anregun der städtischen ArmenverJalnfm/x Jam 12. Feßruar in Siegen gebigldet. I)ie erste Beratung fand unter Leitung des OberlandeSgericht9prafidenten Dr. HoltgreVen aus Hamm statt, der bekanntlich in diesem Orke eine Art Zu endgerichtsbof zuerst in Deutschland 1115 Leben gerufen hat. Öämtliche Richter zwei Geistliche, zwei SÜulleiter, mehrere Helferinnen ux1dMitglie17er der Armenverwaltung nahmen an der Sißung teil und stsllten nach einer warmherzigen Ansprache des Vorfißenden die Saßungen fest. Sie bezeichnen als Zweck der Ein- richtung: 1) sick) der Kinder derjenigen Eltern anzunehmen, die infolge von Klankbeit, Bedürftigkeit, Abwesenheit von Hause oder aus anderen Gründen fick) ihrer minder übrigen Kinder nicht so annehmen können, wie es deren körperliches und ttliches Gedeihen erfordert; 2) 8. eine Körper- schaft zu bilden, die bei strafbaren Handlungen von Schulkindern zwischen dem vollendeten 12. und 18. Lebensjahre, vor Einleitunjz des Straf- verfahrens oder bevor Anklage gegen sie erhoben wird, e n Gutachten darüber abgibt, ob die Minder äbrißen bei Begehung der strafbaren Handlungen das Ma? der Einsicht efeffen baden, das zur Erkenntnis ihrer Strafbarkeit er orderlich st' 5. die Kinder, bei denen das Vor- handensein dieses Maßes der Einßcht verneint ist, zu vexwarnen und fiel; ihrer, sowie auch derjenigen, die vor die Strafgertchte gebracht werden, anxunehmen, um fie vor weiteren Verirrungen zu bewahren; 3) dem Vormundschafts/xericbt in allen Fällen die erforderlichen An- zei en zu machen und fich mit ibm in Verbindung zu sejzen. Da- nelßen bleibt die am 12. März 1902 gebildete, unter der Leitung des Armenamtsvorftebers stehende Orthruppe de_s Deutschen Haupt- vereins für Jugendfürsorge, eine Einrichtung, dre sich eng an den Ge- famtwaisenrat anlehnt und in der ttlichen und wirtsckpaftlichen Förderung der minderjährigen Jugend i re Hauptaufgabe steht, nach wie vor in Tätigkeit. _____

leinwobnungen und Wohnungsp lege. Der_ Alto- naerKBau- und Sparverein verfügte am Jahresxchluß1907 uber 153 von ihm erbaute Häuser mit 1309 Wohnungen, 9 Laden und dem Vereinsbureau. Der Buchwert dieser Häuser belief _fich auf 5345 551 „14 An unbebautem Terrain und an in Ausfuhrung be- griffenen Bauten beläuft fich der Aktivwert auf 267 670 „76 Die Spareinlagen und Einzahlungen der Mitglieder betrugen Ende 1907 3774 497 9/6. Der wirtschaftliche Druck machte ck im abgelaufenen Jahre innerhalb der Vereinswirksamket be- sonders geltend; Ss mußten von 844180 ““ Sparein- la en des Jahres 363 860 „46 und von 81464 .“ Geschäfts- ngteileinzablungen des Jahres 41675 „76 an 584 außgetretene Mit- asjeder zurückgezahlt wexden. Der Mixgliederbestand tst, bei Neu- gi tritt von 403 Mitgliekem, etwas z'uruckgeganßen; er betrug Ende e19106 noch 5436 (darunter 2829 Arbeiter und Handwerker und 2056 Witwen und Frauen); dagegen «FÜR, UUZUZLFYLJWU LIZ erker und en - AtheisterlxxkfeF'YYW und Bauverein 501 durch den Neubau von drei 9661031 mit 26 Wohnungeäi die ZöalkjlannereJYlfteernaufKrYraFHé am enwo n - die ÉUWWZÜ ÖÉJndFrwerb/Jkosten 468769 .“ und han ?asxlxroftTU der 613 „44 auf ewandt. Der Verein hat eine Wo mäuzdp eYrsn 16131111 die 7666 die Wohnungen revidiert- dex wien; angese 'Kuns - und Kunstgewerbeaussteslunß 1" Dabrmd in der jährigY ialausstelluna für Arbeiterwobnuncéen verEtim «un auf- eine pez Arbeiterhäuser mit vollständiger nnerer nr ck00!“ sechs Firmen Preise der Gebäude Herden cb sz Fs ) be- (für Einfamilienbäuser) und ZEW Fön„(TJe/YMMJU Feßrspreis ?YYYMRY uche ür Lübeck wird demnächst ein von 660 „46 n U '

neues Gesc über die Wo nungspftege für di? SÜW UW die Vor- orte in Kra?t treten.

Kunst und Wiffenslhaft.

Die diesjährige ordentliche Ge amtsißung det

Zentraldirektion des Kaiserlichen Ar äologcscben In.

iftuzs hat in den Tagen vom 23. bis 26. April in Berlin statt- ge un en. ,

Der deutsche Archäologe Carl Maria Kaufm an n, der seit chbren mit Yukgrabungen der Menasbeiligtümer in der Mateotis- wust: beschaftigt ist, hat seine Arbeiten jetzt beendet. Sie liaben durcb Freilegung der Bäderbasilika„in der Tbermenan age der Menasßadt zu einer Bestatigung der Annahme des Gelehrten gefuhrt, daß im Haupweiligtum der Bafiliken ein heiliger Queu vorhcxnden gewe en sei. Die „Aegyvtisckoe Corre- spondenx' meldet uber die Freilegung der Bäderbafillka, die kurz _vor dem Abschluß der Ausgrabungen gelang, das] die Bafiltka einxn eigenartigen Typ aufweist, einen vierten Basiliken- stil: fie ist eme Bafilika mit Gegenapfiden von 20 mLänge und 13 m Breite. Die Rest? der 12 einst das Dach stüßenden Säulen, von denen nur eine voÜstandt erbaxten ist, die Kapitäle und Kröuze [affen es wahrscheinlich ers einen, daß die Bäderbafilika im fünften Jahr- hundert exbaut wurde. Im Südschiffe des dreischiffigen Baues fand wan eine Reihe von Badezellen und im Hauptscbiffe zwei in Marmor gefaßte Wasserschöpfstellen. Das heilkräftige Waffe: wurde ver- mutlick; aus einem Quell hinter der MenaSgruft in einer etwg 200 111 langen Leitung mit geringem Gefälle in die Bafilika gefuhrt. Von der ganzen Tbermenanlaae wurden etwa zwei Drittel freigelegt. Neben dem Heiligtum lagen Privztbauten, auf die M; die Auggrabungen auch erstreckten. Es wurden Fundamente, Kekler- und KanalisationSanlagen aus dem 5. bis 9. Jahrhundert sowie eine Zisternenanlage von 17 111 Tiefe aufgedeckt. Ferner ssen dem orscher eine Reihe bochintereffanter Kleinfunde in die H nde: er und Zahlungöanweisungen der Verwaltung des Nationalbeiligtums.

Bei der Vereiniguna für staatswissenscbaftliche Fort- bildung finden die ersten Einzelvorträge Donnersta , 30. April, und Jreitag, 1. Mai, Nachmittags 5 Uhr, im großen örsaal des Kgl.

unstgeWerbemuseums, Prinz Albkechtstr. 7 9, statt. Professor Dr. Lichtwark-Hamburg wird über den .Städtebau“ (die Anlage der Stadt) sprechen. Eintrittskarten werden in der Geschäftsstelle

der Vereinigung, 'Schinkelplaß 6, unter den üblichen Bedingungen außgegeben.

Literatur.

Könxg Karl von Rumänien von Paul Lindenberg (Ferd. Dummlers Verlagsbuchbandlung, Berlin). - Dieses, Jetzt in Weiter Aufxaße „erscheinende Werk, deffen erste anläßlith des 40 jahrigen Regierungsxu ilaums König Karls im Jahre 1906 zur Außgabe gelangte, bietet nicht nur ein feffelndes Lebensbild des Fürsten aus dem Hause Hobenzollern-Sigmaringen, sondern aueh mannigfache interessante Beiträge zu der bewe ten Entwicklungs/Jescbiäote der Donaustaaten. In erster Linie ?cbildern die reich illustrierten Blätter den Werdegang Rumäniens, deffen Entstebuvg aus der „Moldau unTZ Wa!achei_'_ und das allmähliche Herausbilden eines national- rumanischen Staatsbewußtseins, sowie den Einfluß der Schußberzschaft_der .Pforte'. Als dann im Laufe der eiten der Thron der Furstentumer, aus einxr Hand in die andere 0 ergehend, gewiffermaßen cin SpekulationSobxekt der .Hoöpodare" geworden war und politischer Verfall mit wkrtsclxaftlichem Niedergang zugleich ein- trat, e1schien aUen wahren Patt 91211 nur ein fremder Fürst als aUeiniger Retter. Hierdurtb wollten die Rumänen einerseits all den Zwiespalt zmd Parteibader, den _die Wahl eines einheimis en Regenten wieder beraufbeschworen batte, endgültig beseitigen und e ne Gewäbrséhaft für Unabhängigkeit und Unparteilichkeit der Krone schaffen, anderseits gber aucb „ihr junges Staatswesen in den großen Familienkre1s der europaischen Staaten leichter einführen, um ihm dadurch Halt und Stöße zu geben. Nachdem zunächst die Wahl auf den Grafen von Flandern gefallen war, der sie, bauptsäch1ich wobl infolge Widerstandes Napoleons 111, ablehnte, wurde im Jahre 1866 fast einstimmig Prin? Karl von Hobenonern vom rumänischen Volke gewählt. Eigentüml che We e der Weltgeschichte: ein Sprosse des. selben Gescbxechts, aus dem riedticb 71, Graf von Zollern (Burg. graf von Nurnberg , bereits 1396, vereint mit einem rumänischen Heere unter Fürst * iScea, vor Nicopolis, oberhalb der Donau, für König Sigiömund Von Ungarn gekämpft hatte, sollte ziemlich 500 Jahre 1 äter dort seinen fiegretchen Einzug halten. Doch bis es dazu kam, welch

eilen, dornerzvollen Pfad hatte der neuerkorene ürst vorerst noch zu wandeln! Hier seßt nun der interessanteste Tei des Lindenbergsckden Buches ein und zeigt in anschaulicher, spannender Schilderung den weiteren Lebenspfad des Zollernfürsten und wie er (lck immer inniger mit den Geschicken des von ihm durch manche Fäbrniffe zu ruhiger Entwicklung geleiteten Landes verschlingt, bis sich die Wieder- geburt der Nation unter dem Königsszepter Karls [. im Jahre 1881 vollzogen hatte. In Harter, selbstloser, unermüdlicher Tätigkeit batte der Herrscher Rumänixns bis zu diesem Tage Stein und Stein pflicht- und :ielbewußt aufgefubrt, nicht zum wenigsten in dieser Arbeit durch seine kunst nnige, edle Gemahlin Elisabeth Carmen Sylva) unter- sjüßt. Ve onders anziehend ist auch die * eteiligung rumänischer Truppen im rusfisÜ-turkisc'hen Kriege und die führende Stellung des damali en Fürsten Karl geschildert, sowie die dadurch gewonnene politiscse Unabhängigkeit, welche die spätere Erbebun zum selbständigen Köni reich gewissermaßen vorbekeitete. Das 40jä rige Regierungs- jubi! um des Königs bildet dann den Schluß der lesenswerten Schrift und gibt Anlaß zu einem warmherzigxn Rückblick auf die fegenSreiche Wirkjamkeit des Mannes, dem Rumanien seinen festgeficherten Plak unter den Staaten Europas zu verdanken hat.

Land- und Forstwirtschaft. Die Viehversickperung in Bayern.

Nach dem Geschäftsbericöt der bayerischen Landes-Vie ver - rungSanstast für das Verficherungsjahr 1. November b19 617627 umfaßte die Viebversixperung dieser Anstalt bei Be inn des Berichtsjabres 1552 Ortsvereine (Legen 1523 im Vorja re), am Schluffe 1614 Ortsvereine mit 1552 Mitgliedern und 520 776 Tieren tmt emem Versicherungswerte von 85 489 565 „74 (1572 Vereine mit 79113 Mitgliedern und 505 769 Tieren bei einem Verficberungswerte von 80 125 505 «76 im Vorjahre). Au einen Ortsverein kamen im Durchschnitt 51 Mitglieder mit 199 ber cherten Tieren. Der _Verficberungswert stellte fich durchschnittlich auf 267 „“ fur ein Viebsiuck, für Rindviehstücke allein auf 315 „js nach der rüb- 1abrs- und 312 „14 nach der Herbstnachschau. Im Vorjahre etwa der Durchschnittswert eines Nindviebstückes 306 „js. Beteiligt waren an der Versicherung 9,04 0/9 aller dureh die Viebzäblung vom Jahre 1904 ermittelten Tiere (861% im Vorjahre).

Von den 10 418 Entschädigun Sansprüchen wurden 10 330, d. f. 3,22 0/0 der versicherten Tiere, für egründet erachtet, und zwar:

6771 = 65,55 9/9 für notgeschlachtete, 3347 = 32,40 . . um estandene, 212 = 2,05 „, . geschachtete Tiere, [Zßtere auf Grund der Schlacbtviehverfiäoerung. Der Gesamtbetrag fur die festgesetzten Entschädigungen belief fich auf 1985 292,40 „46 egen 1 814 058,24 „76 im Vorjahre. Aus der Verwertung von ieren wurde ein Erlös von 671097,07 „M erzielt, sodaß fich die Nettoentscbädigung au 1 314 195,33 „45 stellte, d. f. 1,55 0/9 der beitragspftiäpti en Ver erun ssumme.

Im Dur schnitt ergab g'; cin Reinerlös von 95,88 „56 flu": ein notgeschlachtetes, von 6,5424 fur ein umgesiandenes Tier. Jm gamen betrug der Erlös 33,80 9/0 der Entschädigung (34,68% im Vorjahre). Unter den yerficherten Tieren befanden fich 13 615 Ochsen, 171 138 Kühe, 86 431 Stuck Jungvieb, 49 592 Ziegen. Entschädigt wurden 246 Ochsen (= 1,81% der Schadenfälle) mit einer Nrttoentschädigung von 41 764 .“ = 0,70 0/0 der Verficherungßsumme. 6290 Kühe (= 3,68 0/„)