1908 / 101 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 29 Apr 1908 18:00:01 GMT) scan diff

Ökiftlicben Geiverkscbaften hat dem Landesaussäpuß schon vorgelegen- Da d bezeickynendcrweise die politischen Freunde ves Vorredners nicht mit der gleichen Wärme) wie er hier, dafur eingetrcicii. Der Abg. de Wendel als einer der größtem (Grubcnbksißer ClsaY-Lolhrinßens geböxt doch zu Ihnen (sum Zeutruw), sonst hätte er_doch nick-t in den Wahlbersammlungen anführen könne", das; er den papsilchn Se en

Ve- Dcr Ab". Giesberts vergaß auch zu erwähnen. Haß der A «. kaxens, der iSt Vorsiaxdc dcr chrisilichen Gewerkschaften fiizt, sich dnrch seinxx Abstimmung hier an dem Zustandekommen dcs § 7 des

ercinsgesetzes mitschuldig gemacht hat, troßdem er doch ebensoaut wiffen mußie, daß eine so große Zahl von Italienern im reichs- ländkschen Grubenrevier Vorhanden in. Der Abg. Hauß, ker den An- trag mitunterzeichnet hat, hätte die Möglichkeit, im Landeßausschuß, déssen Mitglied er ist, für die Anaxlcgenbeit einzutreten. Dem An- t“1!er selbst werden wir "?tüliltich zustimmen, weil er eine Verbefferung entrumSantra es dar te .

Bundesbevoliuxiächiigter i_ür Elsaß-Lotbxingerz, Wirkluber Ge- heim?! Oberregierunaßrat Hailey: Die Giunde, die es .der klsaß-loihringiscbrn Regierung inopportun erscheinen, ließen, in Sachen des Knapp (haftswesens vorzugehen, sind hier mehr ach deJELegi- ch glau-e auch, meine (Erklärung in„der Kommiswn bätte ausreichen dürfen, die Vorredner zu uberzeugen, daß die reichsländische Regierung das Ib'ri e getan bat, um troßtdes Widerstands eines Teils der Grubenbe ßer im Sinne der An rag- ileller vorzugehen. Die Regierung ift in der ganzen Knappschafxtsfrage sebr selbständig vorgegangen, und ich muß die Bemerkung des Ab . Ommel, sie scheine etwas darin zu suchen, hinter der preußischen egierng l)Skzubinken, nachdrücklich zurückweisen. In der Kommission have fck Mä) bereits die Erklärung abgegebep, daß eine Verpflichtung der Unternehmer, den Arbeitern dutch Einräumung der ruckwirkenden Kraft der Statuten eine Zuwendung zu tixackpen, nicht besteht. Selbst- verständlicb wäre es den rbeitern zu wunscben, daß ihre Lage ver- Üeffert würde, aber für die Regierung lag die Sache dock) so, daß, wenn ein Statut nicbt ungeseßliä; ist, die Bergbebörde ihm die Genehmigung Richi versagenkann. Das Statut aber, wie es aus den Verhandlungen Wksében den Arbeitgebern und Arbeitnehmern im reichsländischen Bérg- revier hervorgegangen war, enthielt irgend welche ungeseßlickzen Be- kmmungen nicht.

' . rens miri .Vgg.): Der Abg. Emmel bax die EntrJYunéée? Dinge(im lscohibringiscben Minetterevier nicht genugend verfolgt. Dcr Vertreter der elsässischen Regierung hat_in der Kom- mission erklärt, daß die Regierung die SoUvorsckorift uber die Ein- Lkchtung eines aÜgemcinen Knappschaftßvereins nicht ais Mußvorschrift Kuffaffen könne, und wenn der Bundeßratsverireter Hier sagt. daß die lothringische Regierung im Bergwesen selbständig und unaleangig von reußen vorgegangen sei, so ist sie in dieser Weise zum Schaden der cbeiter vorgegangen. Na dem Geiss soll ein Knappsäyaftsverein Rach Anhörung der Werks esi er durcb di: Oberbergbzebörde ein- gerichtet - werden; wenn de Regierung diese Bestimmung richiig bätte handhaben wollen, so hätte sie zu einer uß- einrichtung kommen müssen. Seit 25 Jahren Lt in Lothringen das Berggesetz nicht durchgeführt worden. «zm Jahre 1905 stellte der Gewerkverein der christlichen“ Bexgarbeiter einundzwanzig Foxderun en zur Beseitigung der Mißstande im lothringischen Verg- wesen an?, im lothringischen Steinkohlenbergbau bestanden schon seit 1885 drei Knappscbastsvereine. Durch die Agitation des christliäoen Gewerkvereins wurden auch Petitionen aus dem Minetterevter an die Regierung gesandt, und nun wurden am 1. April 1905 und am “1. Januar 1906 einige gesonkerie Knappschaftsvereine bei einzelnen We'rken eingerichtet. Erst 1907 oder 1906 kam die lothringische Re kerung infolge der A itation des chxis11icheq_Gewerkvereins zu der "Au faffung,“ daß KnappsLastSVereine oblraatoriicb eingerichtei werden sollen. Die Bergleute sind durch das Vor eben der lothringischen "Regierung insofern geschädigt, als die alter; ergleuie und Invaliden, da sie 25 Jahre lang überhaupt um einen KnappschaftSVerein ge- éommen sind, j7yt keine Rente beziehen, und ferner insoferp, als die Reßixrung in den Verhandlungen mit den Werksbeiißxrn geitattet hat, für einzelne Werke gesonderte Knappschaftsmreine einzurichten. Da die gesonderten Knappschaftsvereine nicht zu dem allgemeirxen Verein ebören, hat das Staiut für deren Mitglieder keine ruckwirkende mit Von den Knappsckpaftspraktikern ist abxr jest anerkannt, daß Knappschafisvercine mögiicbst allgemein fur aiXe_ Werke eit!- gefübrt werden sollen. Gerake für dieses lothringiscbe Revier unt einheitlichen Verbältniffen hätxe sich ein aUgt-mciner Knappschafts- verein sehr wohl machen lassen, und wenn die Regierung es nicht tat, so hat sie sic!) eine schwere Unterlassung zuscbulden kommen laffkn. An Anregungen seitens des chr1stlichen Gewerk- Vereins hat es der Regierung nicht gefehlt. Ießt stehen aber die Werke von Röchling, Stumm und de Wendel mit ihren besonderen Knapvsckvastsvereinen der Sack): erschwerend g_egen- über. Die christlichen Bergleute sind insbesondere unermudlickp tätig den alten Bergleuten größere Rechte zu verschaffen; boffen_tl*.ch zei t, ck wenn der Reichstag die Petition dem Reichskanzler uber- LveJst die iotbringische Regierung etwas fortschrittliche: als bzisber, und Las ift um so mehr notwendig, als bei dem gestiegenen Berg- betrieb in Lotbxin en aus!) die Zahl der Arbeiter gewachsen ist. bitte Sie desbaLY, den Antrag Wil! anzunehmen. Die Anmiffe gegen mich wegen meiner Abstimmung beim Vereinßgeseß gehören nicht juidieser Sache, aber der Abg. Emmel kann beruhigt sein, die lothringischen Bergleute werden es verstehen, dasz ihnen aus dem Vereinßgeseß Unangenehmes nicht erwachsen wird. Es ist eine Ein- abe an die Landesregierung im Gau e, ryorin um Zulasung dcr Yprachfreibeii gebeten wird, und ich bite die im Reichstag sitzenden Elsaß-Lothiinger, im Landesausschu diese Ein abe zu unterstußen.

Abg. Erzberger (Zenit): er Abg. mmel bat offen zi;- esianden, daß es ihm darauf ankomme, gegen die chrisilich2n Gewcr - chaften bier vorzugeben. Es stehen ihm also nicht die Jytereffezn Yer

rbeiter im Vordergrunde, svndern lediglich parteipolitische Kuck- ßkbten. Wenn unser Antrag die geheime Wahl nicht enthält, Jo legt dies daran, daß es geschäftwrdnungWaßig nicbt zulässigi jit, Sachen kineinzuzieben in einen Antrag, die iii der _Petton „nicbt Wk'alten sind. Wir haben ja ubrigens „tm Marz 1908 aUSdrücklicko die geheime Wahl der Knappsäoafwaltesien verlangt, und dies“ AWM ist mit großer Mehrheit an enommcn wordcn. Der Vertreter der clsaß-iotbringischen Re kerung Lat außgekübrt, daß “diese kein Vorwurf treffe. Ick weiß ni t ob dik- SchUld bei der YFMYF YeoiZunFHoxer beim Bundeörat, liegt. Tatscxcshck? istchxber, ' " “" ""I des § 142 des reichsländ en 879- Mi.“. 33.3.3339: «...... .. ...... schwerst- ck... Ausgabe des Vér er wurdig ist,das; in der amtiicbenfrandöfis M WSWS von 1897 M Mußvorscbrift durcb

die Worte t. nun mit unsFrTFUAnFasé dic:anerkannt ist" Wir beabsichtigen

vie ZMF? Laim" baden, w Eder gUtséuweZYÖeéchanMmd-er 12Iiiemidc-I- reichßge egxiZeSvYYYÜ-„YY YZFYWÜ W M“" w" Z"“ daß sie sebr wohl imstande "nd di e '“ “" so bobs Dividen en- Zändiscbe Reginung bat i'icipfibet,rn'i[)etBMMae uxxxxxitstY, DierrjÜÖFii machen, um fur den § 7 des Vereinßgesehes zu stiinererr geDlßgAb

Wetteri-H hat das in seinem Journal aufgedeckt. .chhtj' e A ? nabmebeiiimmungen gegen die' Arbeiter ist, da W W u "

Recht wird. Auf Welchem We e das i H den Arbeiter", ihr *die Haupts ck: ist, daß überbaußt etwaßesJÉstFYtéj-t uns gleicbgultig,

(:

Abg. Dr. Will-Straßburg (Zentr.): Mit wir zu konstatieren, daß die elsaßlothringischen YTYiYIWäZMFÉ ie t in diesem Hause viel mehr Beriickxicbtigung finden als früher.

Enen roßen Teil der Schuld an der Mangelhaftigkeit der recbt-'

licben staltung der Bergarbeiterverbäliniffe d

ländischen Regierung und Verwaltung zuschieben; es elisireiYT YM: Zeit, daß hier eine Gleichstellung mit den Bergarbeitern in , identschland ci'ntrijt. Die schlechte Vereins. und Preßgeseß-

YYY („ Elsaß-Lotbringen ist ja verbessert worden, aber durchaus

muß man

bei Génd und immer mit dem geheimen Argwohn, daß die würdet? von größeren Rechten einen ,nugeeigneten“ Gebrauch machen

Ganz anders hat fich die Verwaltung verhalten, wenn es

bewiesen;

.der Berggeießgebung Kritik zu üben,

& erück tj ung der Wünsche der Arbeitgeber Das haben ?cixedZ VorÉstIr bereits dargelegt; man fragte stets auch bei den Werksbesivem an, und deren Wünsche wurdsen erfüüi. Ieyk hat man endlich mit der Einführung des KnappicbaftSoereins Ernst ge- macht, ohne erst die Werksbesißer zu fragen; aber eine ganze Anxabl von berechtigten Forderungen der Bergarbeiter bleibt'noch Unerfüllt. Es zeigt fich jeßt, wie der § ? des neuen ReixhßvcrrinS- acseßes ein Außnahmegcfeiz isi,“ denn er rankt den jabireichen Italienern, die auf den 1eichsländtschen Werken axbeiten, einfack; jedes KoalitionSrecht. Fuck) daran ist zu erkennen, daß der § 7 Erst auf Anstiftung der Unternehmer in das Geer bineingekommen ,ist. Die Geliun der BerggeseßnoVelle Preußens hat man bis heute nicbt auf die Rei slande außgedebnt; noch immer gilt das unveränderje, längst völlig veraltete preußisckde Berggeseß von 1865, und selbsi was dieses anordnete, zum Teil bei uns auf Grund der Auslegungen, welche die „Soli“vorschtiften nicht als .Muß'vorschriften anexkannie, noch nicht durchgeführt. Sehr bedauern muß ich, das; in dem Augen- blick, wo wir Schulter an Schulter gegen die Rückständigkeit der Geseßgebun angeben müßten, der Kollege Emmel solche Angriffe gegen das enirum geriÖtet hat und uns damit in den Rücken fällt. Wir bitten das Haus, unsere Resolution anzunehmen. Diejenigen, die die Schuld haben, daß der Arbeiter bis jetzt um sein Recht gekommen ist,. nämlich die Vertreter der Regierung, haben auch dafür ni sorgen, daß der Arbeiter wieder zu seinem Recht kommt.

Abg. Sachse (Soz.): Der Vorredner greift unseren KoUegen Emmel ganz ungerechtferti t an. Das; der Abg. Bebrens, der (General- sekretär des Verbandes er christlichen Bergarbeitervereine, beim VereinSgeseß arbeiterfcindlicbe Polijik getrieben bat, wird er nie mehr von sich abwälzen können; um jene bekannte Erklärun des Staats- sekretärs des Innern zu erreichen, dazu brauchte er dieHen Weg nicht xu geben. Und hat das Zentrum_etwa das Seinige getan, um die geheime Wahl der Knappsckmftßaliesten zu erreichen? Wir be- antragen daher eine Ergänzgng des Kommissionßantrags zu dieser Petition dahin, daß die verbundeten Regierungen aucb ersucht werden folien, für die Knappschaftskaffe die geheime Vertreierwabl vor- zuschreiben. Jm elsäsfiscben LandeSaussäpuß haben alle Parteien sich bezüglich aller dieser angen eine sträfliche Nachlässigkeit zuschulden kommen kaffen. Vieles ware anders gekommen, wenn fick) auch nur eine ileine-sozialdemokratiscbe Gruppe im LandeSausschuß befände. Ist doch das säch sche Knappschaftsgeseß auf Betreiben der kleinen sächsischen Landtags raktion aeschaffen worden! Die Rede des Abg. Erzberger scheint auf dem Grundsatz xu beruhen, daß man in diesem

aufe alle Parteien anareifcn darf, nur das heilige ZMtrum nicht.

ie unserem Kollegen Emmel beute. ging es vor kurzem unserem Kollegen Hue, auf den sich der Abg. Giesbert wie ein Hausknecbt stürzte, als er dem Zentrum etwas Unangenehmes sagte.

Abg. Emme! (Soz.): Die Verwahrung des Vertreters der Landesverwaljung von Elsaß-Lotbringen gegen meine Ausführun en hat nicht die mirxdeste BemeiOktaft. Ich will ali mein Unrecht en und der reichslandischen Regierung altesiieren, daß sie auch einmal wieder selbständig vorgegangen ist, ohne die Unternehmerschaft zu fragen, aber daß das durchaus in reaktionärem, arbeiterfeindlichem Sinne gescheben_ ist. Daß der LandeSaussthuß entsprechende Ein- gaben sofort beruckfichtigen wird, kann uns doch niemand garantieren, Die christlichen Gewetkschaften haben in diesem Gebiete wie anderswo überhaupt erst Boden faffen können, nachdem es, auch mit Hilfe des Zentrums, wie aus Publikationen von Effert sicb ergibt, gelungen war, andere Arbeiterorganisationen zu ruinieren. Der Abg. de Wendel hat wohl für Kirckpenbauten und für den päpstlichen Segen etwas übrig gehabt, nicht aber für die in seinem Betriebe beschäftigten Bergarbeiter, dabei bleibe ich. Ist es den Herren vom Zentrum mit der geheimen Wahl Ernst. so müssen sie unseren Zusa antrag an- nehmen, der jetzt vorliegt; daß schon früher einmal ä nliches be- schlossen worden isi, kann kein Grund sein, heute die usiimmung zu vexsagen, es können doll) nur fachliche Motive für die tellungnabme zu einer solében Frage maßgebend sein.

Abg. Behrens (Wir1sch.Vag-): Die Sozialdemokraten yer- sieben es vortrefflich, die beste Debatte in eine elende persönliche Zänkerei aUSarten zu raffen. Die Angriffe auf mich wegen des

ereinßaeseßes rühren mich nicht; ich werde stets tun, was ich im Interesse der Arbeitersekaft für richtig halte. (Zurufe bei den Sozialdemokraten: Mal so, ma! so!) Es kommt nur darauf an, von welchen Voraußseßgngen man dabei auSgebt. In der sozial- démokratiickyxn Presse iki aueh die .Entbüilung' zu lesen, daß ich einem Uniernehmerverbandc angeböre. Ich bin Mitglied des Vor- stands des deutschen ijgrubenverbandes schon seit zwei Jahren, und zwar im Einverstandnis mit den christlichen Gewerkstbaftsn als Vertreter der Arbeiter in diesem Vorstanke, um auch dort die Intereffkn der Arbeiter wahren zu“ können. Wir wollen für den Siegerländer Bergbau bessere Lohn- und Arbeitsverbältniffe herbeizuführen suchen. Ist das eine Arbeiterverräterei? Ich habe in den Sißungen des Vorstands den Werkbesi ern mehr als einmal esagt, was zur Besserung der Arbeiterverb liniffe geschehen müffe. Zeh kann dem Abg. Sachse über seinen Reinfall nur mein Beileid aus- sprechen. Wer ist denn in Ihren Augen ein Arbeitetverräter“? Wer nicht kae Prinzipien vertritt! Auf Ihren Leim geben aber sebr viele Arbeiter „nicht mehr. Der Abg. Emmel wei von den Gruben- atbeiterverbällniffen in LoibrinZen sehr wenig. Fur die Behauptung, daß das Zentrum andere Bergarbeiterorganisationen babe zerstören helfen, ist er den Beweis „schuldig geblieben; ich fordere ihn auf, diesen Beweis auf den Tlsch des Hauses niederzulegen. Wir haben keine Extrawurst für die christlichen Bergarbeiter gefordert, sondern sind für alle Arbeiter ein etreten.

Abg. Giesberts ( mtr.): Die chrisilichen Gewerkschaften haben die Frage Behrens gewi enbaft untersucht und keinen Anlaß gefunden, einem KoUe en, mit dem sie 7 bis 8 Jahre zusammen gearbeitet haben, ihr * ertrauen zu entziehen. Die Provokalion der Sozialdemo- kraten fürchten wir nicht, unsere Waffen Lud rein, wir unserseits müssen uns aber vorbehalien, hieran unsere litik zu üben und darauf hinzuweisen, Daß sie alle diese Fragen parteipolitisch ausschlachtexi. Der christliche Gewerkverein in Lothringen batte übrigens gerade ében|o nüt Schwierigkeiten und Hindernissen zu kämpfen wie der sozialdemo- kratisäpe Verband: er wurde, Gott sei es ekiagt, auch von Geist1ichen bekämvft. Für den sozialdemokraiiscben ntrag werden wir selbstver- ständliä: stimmen, aber daß dadurch das allgemeine Wablreäßt in Fanz Deutsckoland eingeführt wird, glaubt der Abg. Sachse wohl selbst n gsi. Ich kann nur bedauern, daß die Debatte in ein ödes Parteigezank

t ist.

“UWYZF. Emberger (Zentr.): Für den sosiasdemokratischen Antrag werde auch ich stimmen, wann wir auch vor kurzem einen gleichen Antrag angenommen haben. Der Abg-Emmel war doch auch Mitglied das Landeßaussckyuffes, es ist mir aber nicht ein einjigcr Antra bekannt den er zu Gunsten der Bergarbeiter gestellt bai. J bedauerZ, da von der konservativen Partei kein Redner in dieser Frage das LKW; ergriffen bai. Will sie nxit dem entkam in der Arbéjtexfüxsorge nicht mitarbeiten? Das war: lebbat zu bedauxrn.

ck möchte wissen, wie sich das zu der Haltung der .Kreuzzeitung in

* 5 erhält.

NUAFZUÜSÜYWY (Soz.): Der Abg- Behrens hat gesagt, er wiffx

5 er Yacht“. Bcim § 7 des Vereinögeseßes bai er das Gegentcii W er wußte WWW “M“ w“ "*"""TTZ M; “Yi? Aba- WW bat BMW;) *" (???LJKTeFsTMFUU-iezen. keinélÄlZLbbÖuZinélir((§Fid)ch HxßuAbg. Erzberger weifßchds13chbschk MS-

9. S* ialdemokrat im Landeßaus U in- daß ich der eimige 0] stellen die nicht einmal die “& So ialdemokrat Aniräge zu - _ M??xßxvnaigsmäßige Unterstusuno finde" M“"- W d" W

. eine Aufgabe War es nur, an Crzberger n cbt von mj: verlangen MAnreguugcn zu geben, und das

galt.

habe ich getan- li-Potsdam (d. kons-)= Ick) steak im Namen meiner

* Ab _ au . d sor an der konservativen. Farlei Zest, daß die *Kk“"“e"§*"93„k„“§§,é§en Jews? will ich nur sagen-

“rt'l- sondern selbständig inder Fürsorge für die Arbeiter nail) wie

rtei . - " ZZ? TJÜWÉFÉYCeYZ-ndpunkt steht, wie bkshek- NWO muffm

wir in der sozialen Fürsorge au die Jntere en der - werbenden Stcinde bzxücküchtigen. ck ff anderen er Abg. Grafe (wirlich. Vgg.) nimmt Bezug auf seine bei dex Beratung des VereinSgesr es abgeaebene Erklärung, daß er die Zu- stimmung seiner Ötisilich- ozialen Freunde zu dem § 7 nur unter der Bedinßung gegeben habe, daß dieser Paragraph nicht nur nicht auf die christlich-natwnalen. sondern auch nicht auf alle übrigen, also auch nicht auf die sojialdemokratiscben Gewerkschaften angewendet werden würde. Detx SZaQXZekrethk-hcfxtbe dasraußirrtätIliF nur von den chriftlich- na tona en ewer a en ge pro en, a er na era des Yngüaer-YZZÜFFFM 2Frrigixvxt. d A chb uf Veranlassung a e yer per ni en eme: ung es bg. Behrens wi ti . ng.) wird in der Abstimmung der Antrag der PetitionskotéimirsfiFt fast einstimmig angenommen, ferner wird angenommen der Antrag YÉZÖYYÉM BFtinimiien der dSinaYemoskZatenR des Zentrums, der en ere n gung un er ul en (2 t ; mit großer Mehrheit auch der Antrag Sachse. formpar ej MM“,

Darauf tritt Vertagung ein. _ Schluß 61/4 Uhr. Nächste Si un Mittwo 1 Jletne Vorlagen, Novellen zum Unterf?üß1?ng§wohns§ und 311,11; ogelschußgeseß, Maß: und GewichWordnung).

Handel und Gewerbe.

(Aus den im Reichöamt des Innern xu amruen [ t „Nachrichten für Handel und Insimsiv.'ie-*_;)teste [ "

Deutsckjes Reich und Rußland.

Abkommen zwischen beiden Ländern über den acker- verkebr. _Nach einem Zwischen dem Deutschen ReickZ und Rußland fu_r die Geliun Mauer des Brüffeler Zuckerberira vom 5. Mar; 1902/28. ugust 1907 und der Zugehörigkeii? beider Staaten dazu abgeschloffenen Abkommen, betreffend den Zucker- verkebr zwischen Deuts land und Rußland, vom 20. Januar d. I. Rsiebt die rusfische egierung der deutschen Regierur. das

echt zu, von dem aus Rußland nach Deutschland einge ühxten und zum Verbrauch im Inland:: bestimmten Zucker die zur Zeit in Geltung befindlichzn Eingangßzöllc und Zuschläge unter der Be- dingung zu erheben, _daß deutscherseits von dem in Ziffer 10 des ZFHokoxls [Il däm szchserZDeYtsäxlankauiitd RußKnd am 28.115. Juli a ge o enen ua ver rag en a enen ' (: te, die Ein 1: russischen Zuckers zu verbieten, kein Gebrauck; gemaLt wird. br

Deutscb-Ostafrika.

Abänderung der Zollverordnun . Dur eine . ordnung des Reichskanzlers vom 6. Mär? d. I. chist die VOF:- stimmun_g im ? 11 der Zoüverordnung vom 13. Juni 1903, wonatb Gegenstande,_d e unter Anmeldung zur Wiederausfubr in das - Hebie! eingefuhrt werden, bei nachßewiesener Nämlicbkeit von Y- ubr- und Ausfubrzöllen frei blei en. dabin ergänzt worden, daß diese Zollbefreiung auch auf solche Gegenstände aUSgedebnt werden kann. die zur Bearbeitung im Zollinlande mit der Bestiminuns der Wiederausfubr eingeführt werden, und zwar auch ohne Festbaltnn der Nämlicbkeit. Die Namhafimachung der Gegenstände, worauf fiZ diese Vergunstigung erstrecken darf, bleibt dem Gouverneur vorbehalten.

(Deutsches Kolonialblatt.)

Landwirtschaftlicb-industrielle Aussiellun in Li no (RUsfisch-Polen)- p Wie ein vom 16. März d. J. daiietter Berickxt des 5 er- reichischen Generalkonsulaiß in Warschau ausführt, bat die Landnßiri- schaftliche Gesellschaft fur das Dobrwnier Gebiet in Lipno, Gouvernement Plock, dem genannten Generalkonsulat auf eine An- frage mitgeteilt, daß sie am 27., 28. und 29. Juni d. I. eine landwirtschaftlich-industriel]: Ausstellung abhalten will. Das Aus- stellurxgskomijee gibt sich der Hoffnung hin, daß die AussteUun [ur Anknupfung von geschäßtlichen Beziehungen zwischen den Huts- besi ern des erwähnten Gebiets und den Fabrikanten landwirt-. scha tlicher Maschinen und eräte, den Samenvroduzenten und Zuchte_rn des Auklandes viel beitragen wird. Das Komitee betont ausdrucklich, daß dies der Hauptzweck der Ausstellung ist. Man hat sich diesbezuglich bereits an die .Industrie-Liga' in Lemberg und an die Landwirtschaftlicbe Akademie in Tabor ewandi. Die Land- wirtsZaftliche Gesellschaft ist bei dem Kommuni ationsministerium in St. etersburg wegen kostenfreier Rücköeförderung der Ausstellungs. ?egenstände innerhalb der Grenzen des Königreiches Polen bereits vor- teüig geworden. Prospekte werden nicht herausgegeben, dafür wird aber oft in den Zeitschriften inseriert; Reflektanten werden vom Komitee ausführlichen_ BesaZpeid wie auch besondere Erklärun eu erhalten. Die Preise fur Platze stellen sich für die ganze Dauer Ter Ausstellung wie folgt: 1 m' im Pavillon für iandwirtschafiliche Geräte 1.80 Rubel 1 m" er dÉMsZLYs akailcsn . "d . . . . . . 0, 0 m an w at en un me ani en aviUon: 1 Quadratelle Tisch . . . . . . ck „fck; .P. 1,50 1 . Wand. . . . . ,- 1 , Fußboden. . . . . . . 0,75 F" 1 Pf d Lebendes Inventar: ur er......,......5,00 ' ., 1StückHornvieh. . . . . . . . . . 3,00Nnéel 1 . Borstenvieh . . . . . . . 2,00 _ 1 1117 der Käfige für Geflügel. . . . . . 1,00 Von den für den Verkauf der außgestellten Ge en tän e er Beträgen werden 29/0 in Abzug Zebrcubt. Es Zerxen dau MZ? bildungen dex Aussixüung zur Verf gung gestellt. Die Guts fißec des Dobrzvmer Gebietes ?ebö'ren zu den reichsten des Landes und waren bisher schon ausscbl eßliäÖauf de_m'Import aus dem Auslande angewiesen. _ ( esterretch1sches Handelömuseum.)

'

Vereinigte Staaten von Amerika.

Behandlung eingeführter Nabrun Zwittel mit ni t vorschrift9mäßiger Bezeichnung. NaerngSmiitel, die bei Fer Einfuhr als rein und gesund befunden Worden, aber nicht genau ent- sprechend den Voxschriften des Rabrungömittel- und Drogengese ck bezeichnet sind, konnen von dem Einbringer mit einer anderen - zeichnung versehen werden. Darauf sind“ die Waren dem Verkehr zu Übergeben, ofern nicbt el_wa der Verdacht vorliegt. daß die ursprüng- liche Bezei „nung in betrukeriscber Absicht erfol t ist. Sollten indeffen Anzeiclxen einer solchen A sicht vorliegen, so an die Waren wieder auszufubren. (“1“116 13mm] ot" “kraäa 301111131.)

Neue Lohnv'erkürzung und Betriebßein ränkun i BauÉnwollfabriken der Vereinigten Stascéten von lerxridkex. is Ende März war in den Baumwollfabriken der Verei Staaten von Amzrika von einer Besserung des BeschäftigungstJee: und auch von Aussichten auf eine solche noeh nichts “ju verspüren. Mitxe März wurde bekannt, daß mit Ablauf des Monats eine Lobu- verkurzung von 10 0/9 in Kraft treten sollte, die ungefähr 45000 Arbeiter in den Fabriken zu Manchester und Nasbua (New Hamp- shire) und zu Lowell (Massachusetts) betraf. Eine gleiche Lohn- berabfeßun wurde in der dritten Märzwocbe den Arbeitern an ver- schiedgnen läßen der Neu-Englandstaaten für denselben Zeitraum angekundigt. Die Baumwoüwebereien von Rhode Island und [u New_Bedford (Maffachusetts), die zusammen etwa 50 000 Leute beschaftigen, zeigten eine ähnliche Lohnverkürjung für den 6. April an.