1908 / 141 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 17 Jun 1908 18:00:01 GMT) scan diff

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für WMQ 542 für wekbl er onen oder 80 0/9 gegen 4436 oder “6 0/9 im Vorjahre; von YSL GeZucben um Arheitsstellen m der Laudwrrtchaft 2c„ exledigte es 4408 (4050 von mannlichen 11110 358 von weibltcben Personen) gegen 3909 im Vorjahre durcb Vermitteluna MW „SWW Auf je 100 Stellenanaebote kamen hter_ nur'84,_9 VM" 27-8) Stellengesuche. Die größte Vermittelungstatigkett fur ie LMWUÜÖÜÜ 2c. hatte das Arbeitsamt in den MopatencApril, August UUd Oktober zu verzeichnen; die wenigsten landwrrtscha-tlichen Ak])eiter und Dienstboten wurden im Dezember, Januar 1101) Febxuar Wkaßst- Von der gesamten Tätigkeit in der landwtrlschaßltxben Albertsvermittelung cnjfiel weitaus der größte Teil auf den außwarttgxn Érkebk' bier war aus) das An ebot von offenen Stellen soxyobl fur mannli 0 wie für weibliche Perfonen bedeutend größer als die Nach- age nacb landwirtschaftlicber Veschästigung, bei den weiblichen ktsonen fast viermal so groß, ' Den Anßaben über die Lebrstellenvermatelung ist zu, ent- nehmen, daß im Jahre 1907 inSgesamt 2108 (Hesxzchq, um .Zuwxisung Liner Lebksteüe (1829 von männlichen, 279 von weiblichen Lehrlingen)

eingereicht, 2806 offene Lehrstellen (2354 für männlitbe, 452 für weibliche Lebxlinge) aYkmeldet und 1801 Lehrstellen (1560 bezw. 241) beseßt worden find. on den Lehrlingen Wurden die meisten Lebtstellen- esuche für das Schlossergewerbe eingereicht, sodann folgten Kaufleute, Bäcker, Schreiner, Mechaniker; die größte Zahl der offenen Lehrstellen wurde für Schloffer, Bäcker und Kaufleute angemeldet. Bei den LebrmädÖen enifielen_die meisten Gesuche auf das Handengewerbe (Konforistinnen, Verkäuferinnen), die größte Zahl der LehrsteUen- angebote wies das Bekleidungs- und Reinigungögewerbe (Puß-, K1eidermacher1nnen M.) auf. ' '

Auch 400 im Jahre 1907 aus dem aktiven Mtlitardienste zur Reserve entlassene Mannschaften (und zwar 120 gelernte, 153 ungelernte, 103 landwirtschaftlkche Arbeiter, 24 Hotel- und Wirt- schaftspersonal) haben bei dem städtischen AxbeitSamt Sixllengesuche eingereicht (im Vorjahre 291 Reservisten). Von ihnen konnten 370 im Vorjahre 266) eine Arbeit jugekpke en erhalten; hierunter be- éanden sich 101 (im Vorjahre 62) Rejervisten, die in landwirtschaft- lichen Stellen untergebracht wurden.

Krankenversicberung im Jahre 1906. (Endgültige Zahlen.)

- Erkrankun sfäÜe Krankheitstage mit MUMM" mit ErwerbsuÜfähigkeit Krankengeldod.Beband- Kkankbsktswstm Zahl im lung im Krankenbause Vermögen Kas s e n a r t e n der D urchfchniü überhaupt auf ein _ t auf ein übexbaupt HTLF?!) Kaffen des Jahres Mitglied uberhaup Mitglied 516 . ““ ““ ß 2 7 729556 5 02 17 379 304 11 28 2 297 487 0, 5 * , , OYZÜFÜÉYMWW Z 7451; 51: "388 1875 22771; 85113 0,38 47 298 109 7,95 122 388 950 20,57 105 993 724 VetriebskrankenraffZn ' ' ' 7 823 2 991 378 1 353 790 0,45 24 286 030 8,12 . 8 673 748 26,30 97 111 375 Baukrankenkaffen ' " ' 46 22 706 13 134 0,58 224 853 9,90 564 277 24,85 304 552 IWM krankenkaffen' ' ' 744 264 122 96 592 0,37 1 957 177 7,41 5 325 936 20,16 4 271 912 E ses riebene jtfsr'affe'n 7 1 339 884104 293 139 0,33 5 742 438 6,50 16 844 273 19,05 18 7475? 932 L“"Wekötliche ilfskaffen ) - 155 36 405 10 038 0,28 206 442 5,67 617 116 16,95 1 3 756 0,38 87 444 605 7,48 241 793 604 20,68 230 211 298 Zusammen ' ' 133? Z? 1274 11 (15821736 1151 448 0,40 “88 082 296 7,88 232 243 888 20,76 202 957 455.

Im Ia re 1906 waren 23214 Krankenkassen voxbanden, J mehr alsbim Vorjahr; während die Amabl der Kassen bei den 34 tbskrankenkassen um 49 und bei den Innungsxrankenkaffen um

„Ikskiegen ist, ist fie bei den eingeschriebenen Hufskaffen um 25 *Wckßeüanaem Gemeindekrankcnverskcberungen find 33 mehr tättg ““w“"! als im Vorjahr. tr Anzahl der Mitglied er im Durchschnitt des Jahres be-

äÜ U 689 388, der Zuwachs an Mitgliedern gegen das Vorjahr Z““?- 505 000. Das Wachktum trifft hauptsächlich wieder die Orts-

rankenküssen mit 313 000, am!) die Betriebskrankenkaffen nahmen

157 000 an dem Wachstum teil, ferner die ein eschriebenen

Züfskafsen mit 26 000 und die Gemeindektankenvexsi erung mit * Die landeßeechtlichen Hilfskaffen und die Vaukrankenkaffxn

FY?" eknen Rückgang auf, exftere von 600, leßtere voa 2000 M11- kkn.

Die Erkrankun sfälle mit ErwerbSunfäbigkeit Wk fich “9521? 4d423756 mit 874444605 Krankheitsta?en; auf "" Mitglied kamen durchschnittlich 0,38 Erkrankungs äüe und "38 Krankheitstage, für die Krankengeld oder Krankmanstaltspflege

tl wurde. _

_ Die ordentlicben Einnahmen (Zinsen, Eir-trixtsgelder, VngragJ 311- Waffe, Ersa leistungen, sonstige Einnahmen abzugl1chderjemgenfyrxte Ipvalidenver cherung) ketrugen 293 305160 546, darunter Vettrage ("Uscbließllch der Zusa iträge) und Eintrittögelder 276 664612 516.

_Die ordenfli en uSgaben (Krankheitskosten, Ersaßletstungen, kxltuckgezablte Beiträge und Einiriltßgelder, Verwaltun BauSgaben ab- UUUÖ derjenigen für die Invaliden rung, son ige Außgaben)

ett ugeg 264 236 035 „“, welche sich en'auf

at Behandlung . ..... 57 293 080 „ss, ANYTWÖ sonstige Heilmiml . . . 36 021 712 , Kkankeugelder ......... 104 050 833 Schwangere und Wöcbnerinnen . . . 5 061 736 , Sterbegelder ......... 6 521 058 Krankenanstalten ........ 32 670 074 . RekonValeszenten ........ 175 111 .

Auf ein Mitglied kamen durchschnittlich 20,68 .“ Krankbeüskosten, gegen 20,76 „46 im Vorjahre. _ _ ' _

Die VerwaltungSaUSgaben abzuglich deqemaeq fur die In- validenvetficberung 56er en 15 327 950 „45, auf ein Mitglied durch- schnittlich: bai den Ortsßrankenkaffen 2,01, bei den Innungskranken- kaffen 2,40 und bei den eingeschriebenen Hilfokaffen 2,35 .“ ; bei den Betriebs- und Baukrankenka en werden fie fast ganz von dem Be- triebßunternebmer, in der eweindekrankenvexßcherung ganz von der Gemeinde getragen. Bei allen Kaffen überhaupt steam sich die Be!- skxdßalittutißzskosten auf ein Mitglied daher nur auf 1,31 .“ durch-

11 i .

Da? Gesamtdermögen betru§r 230,2 Millionen Mark (im Vorjahre 203,0 , wovon auf die Orts ankenkaffen 106,0, auf die Be- triebokrankenka en 97,1 und auf die eingeschrlebenen Hilfskaffen

8-5 Millionen Mark entfielen. .

Kunst und Wiffnsthaft.

4.1! ni un der Gesellstbaft für Erdkunde kickt Dt- BrJFnk-nBTubeM- chwarzbach (016 Gast) einen Bot- Und über .Kulturzustände in Neuseeland . Nicht mltUnrecbt „„ [Zia einigen Jahren die Blicke FÜr Watttx-rxzf YManZeLNM WMÉRJYÜZtsilßaésgferfYcéthkmfeinandeF eng benachbarten die gWßen und vielen kleinen Inseln getichtet, welcbe xusammen "1 sienseel(md genannte Inselgruppe bilden, die 1907 aufgehört hat, ab "ck 'Kolonke' zu sein, und nunmehr den vom Mutterlgnde un- Ver „DominionS' angehört. Denn in diesem durch kbmatéskche vouzxebt'ÜÜe und seine abgeschlossene Lage ausgejeichneteui GZ etc so kn |ck augenblicklich ein aÜerdings wobl ' uur nE ne?; ment “Wenner. und eFenartigen Gebiet durcbfubrbares xper- find xxo" bober kulture er Bedeutung. Seit evva i10 skaFeeÜ das dak Ukcht nur die Frauen in ihren Neebten, darin : ngk? o

8

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"UK €": 1 it 1) Wählbarkeit, den M nnern ZIL leklbßkftsxlet? ZablxthÖ 11:1" roßee Anzahl Einrichtpngen alles ?“ "vd auf oeseklk Basis gefte , ie in ihrem Radikaltsmus

bieten, 11905 f tber dur die vor : rittensten demokra- ZYN Gem 'eleißet woéden ist. Ja? unter solchen Um- uemdm eilungen er die Kulturaustände Neuseelands aus der SSM Zeit vom höchsten Intere e find, liegt nahe. Dr. Bebek!" ift, bach, welcher in der Gesell chaft für Erdkunde nicht unbekannt 7 da er in den 80er Jahren hier schon Vorträge gehalten hat, er- batöeknt zu einem Urteil besonders berufen. In Sydney ansäsfig, in er, _ heißen Sommer dieser Staßt entfiiebend, seit Jahren diesdem kubleren Klima Neuseelands den Sommer zugebxacbt und

? Zeit Beobachtungen und eingehenden Studien der Wirkung

im“ Oben an edeuteten so

zialen Aenderungen ewidm t. Di K bei tieferen? Eindringen in der Tat üKenaschÉnd; 8:2: eesQelc-nd kennt, wie der Redner ausführte, seit Jahren

kein? Armut, keln

e Bettler, keine Streiks und Bovkottö, mit- 98“ auch keine Klaffenkämpfe, keine sozialen Leidensäjaften kein sdeÉ'" wischen Kapital und Arbeit. Ein behaglicher Woßlstand die, * zuteil geworden; sogar die Maoris, die Ureinwohner, im eksten Drittel des leyten Jahrhunderts noÖ 100000 Köpfe "F:?- vordr20 Jahren bis auf 40000 reduziert waren und aus-

obten, vermehren unter den neuen Zuständen ihre

Volkszabl wieder. Was man unter dem Begriff „uypsr 5011 8110118811105“ vecsjebt, scheint in Neuseeland ganz zu fehlen. nirgends tritt dem Bcokachter cin übertreibender und übertriebener Luxus ent- gegen. Dieser zunächst zweifellos vorhandene Zustanh sozialen Friedens datiert aus dem Jahre 1890, wo ein Mann, Str Richard Seddou, als Premierminister das Vertrauen des Landes und der großen Mehrheit des Kolonialparlaments in solchem Grade gewann, daß Schritt vor Schritt, aber in ziemlich schnellem Tempo, die yon ihm vorgeschlagenen Maßnahmen und Ver- waltunJSänderungen angenommen wurden und Geseßesktaft erlangten. C3 ist kennzeichnend für Seddons Vorgehen, daß er mit Aenderungen der Bauordnung in dem Sinne begann, daß fortan Wohnhäuser nur untcr Einhaltung von äußerst rekchlich bemessenen Minimalbedingungen für Raum, Licht, Feuetfickmbeü gebaut werden durften, die unter allen Umständen das physische Wohl der Bewohner, soweit ck hiervon abhängig, verbürgten. Dann wurde ein UnfaU- verficberungsgese erlassen, das „den Arbxitgeber, selbst in ent- schuldbarcn en, für körperltcbe Beschädigungen_dcs Arbeit- nehmers verantwortlich macht, 'ux1d dcm Beschadigten eine Minimalwocheneinnabme von 40 Schtllmg gewährleistet. Die allgemein eingeführte ach1slüudige Arbeitönit wurde dutch strenge Skrafen für Uebertrétungen, worüber ein 4111111851011 Court, 311 wachen hatte, gegen 1:18 anfänglich bemérkte [axe GeseHeHbeolgung fichergestellt. Kinder 1111161 14 Jahren durch Arbeit zu beschafngen, wurde untersagt. War den Männern unter bestimmten, vom Ges vorgesehenen Vorbehalten ab und zu erlaubt, Ueberftunden zu ma en, 0 alten solche Aus- nahmen unter keinen Umständen fürFrauen und ! ugendlicbe Arbeitet

beiderlei Gesch! ts zwischen 14 und 18 uhren. Der halbe orb, von 1 hr Mittags ab, wurde jun: lrafeiertFe erklä an dem alle gewerbliche Arbeit zu ruhen batte. er unterrich

wurde als Staatsvetpflicbtung anerkannt und ganz kosten ei gemacht. Endlich bes loß das Parlament, den Grundsaß der Gle berecbtégung de: Geschle ter in Gemeinde und Staat bis in die äußersten Konsequenzen durchzuführen. Hat Neuseeland 1. Zi. auch keine Ministetinnen, keine Rühterinnen in höheren Stellungen, so gibt es doch schon eine gewisse Anzabl weiblicher 111611111er os parüawsu?) die anscheinend ibren politisäyen Pflichten mit Eifer genügen. ie wichtigsten Aenderungen aber vollzogen fiel: auf a0r3rischem Gebiete. Ihnen ist es zuzusckjreiben, daß zunächst dem Staat und mittelbar der großen Menge der Staatsangehörigen die Vorteile zufloffen, dke Zur Durchführung der sodialen Aenderungen und ihrer dauernden Fundierung gehörten. Bis 1890 bxstanden in Neu- seeland cini e wenige Landkompagnien, denen _:u außerst geringem Preis 11cm! aller Landbes'aß dura“; dle fruheren Verwaltungen überlassen worden war. Diese Landkompagnien wurden unter Ruck- aewäbribnr geringen Leistungen ex ropxikert, und nunmehr das Land in kleinenParzellen zu mäßigen, genau estimmtenPreisen und, wo nötig unter Stundung des Kaufgeldes, die rem Erwuber keine höheren in en als 4% aufn! te, an eine sehr große Zahl kleiner Leute 5 0116, die Keb de: ein] am Beschränkung [u unterwerfen batten, beim Wieder- verkauf dem Staate das Voxkauförecbt zuzugestehen, Für die neuen Landbefißer übernabFßtdageZeu der Staat auch gewi e Pflichten der e

Yrsorge. Ek durch Experte _ be uchen, ihnen t für die Beschaffung guten Samens und gesunde Haltung d0s Viebs geben, und vor allem, er

hilft uMF::

*gerkn e Abgabe den für die Ausfuhr bleibenden Teil der Prod 11 (Ma 6, Weizen, Hafer, Gerste, Hanf _WolZe, Vieh) zu verwerten, ja der Staat begründet und unterhält Kublbauser, um das zum Export nacb Australien, Amerika, selbst Europa bestimmte Fleisch in den versandfäbigen Zunaud ju vexftyen. Ob es gerade mit dieser staat- lichen Füqorge zusammmbangt, daß man in Neuseeland weder Getreide- noch Viebktankbeiten kennt, kann mit S1chxrheit nicht be- hauptet werdsn, jedenfaUs besitzt das Land auch naturlickoe Vorn'Ye vor alxen anderen unter gleichen Breiten liegenden: (Fs kennt :. . keinen Hagelschla , und die Erde liefert aus dem vulkaniséoen Boden in zablrei en Gevfirs (auf der Nordinsel zumal) soviel heißes Wasser, daß die ausfrauen ausgiebigen Gebraueb davon machen und für Uzwecke ö entlich: Vakeeinticbiungkn MSISdebnter Art der- este t werden konnten. Es ist bei diesem Anlaß auch auf die wunder- Lare landschaftliche Schönbeit Neuseelands hinzuweisen. Die Süd- insel vor allem befißt vollständig alpinen Charakter und im Mount Cook einen in die Region ewigen Schneck aufsteigenden G fel von 3800 m owie viele Gletscher. Unter allen diesen er- bäliniffen wäre euseeland, das etwa halb so groß ist Hie Deut cb- land und nur 1 Million weiße Einwowjer befivt, ein wurdiges iel für Auswanderer: dock) gehört es 111 dem bensebenden System, die Ein- wanderung nach Möalichkeit einzuschränken. Den Chinesen, Japanern und Negern ist das Land vollständig verschlossen und willkommen find außer Handwerkern nur Landarbeiter, doch auch diese nur, wenn fie nicht ganz mittellos erscheinen. Welcher Landwirt dagegen dem Londoner Neuseelandkomitee ein Vermögen von 50 P- Stexl. nachzuweisen vermag, der empfängt bei der Einwanderung in euseeland noch eine P_rimke 13011 10 Pfd. Stekl. Kaufleuten und Mitgliedern der gelehrten Stande blubt ;. Z. wenigstens in Neuseeland keine Zukunft. Das WTMungsprinjlllp des gegenwärtlsen Systems findet semen Nußdruck an in dem Zo - tarif. Von der Einfuhr außgescbloffen ist alles was im Lande selbst produziert wird, und wenn z.B. dies Verbot ficß auch auf nur WMF? abrikate erstrecken kann, o 5th die Tendenz dot!) dahin, die Einfu : ehr hock) xu besteuern, iermit zur Selbstbetsteäung im Lande an- zureaen und, wenn es so weit ist, dann von Fal] zu Fall den Mitbewerb

des A sl des völlig auszuschließen. Hierin liegt 0 enbar die Achilles- ferse l19escnxkegierungs- und Verwaltungssvftemv von Neuseeland, und

wahrscheinlich auch noch in einem andern Punkte, über den neuerdings große Meinungwersäpiedenbeit im Lande herrscht, d. i. die Anwendung der Temperenzgeseße. Die außerordentli stark auöeinandergehmden AnNYten über die E:sprießliävkeit abso uter CntbalKamkckt von Al 0 ol haben es nämlich nicht zu einer einheitlichen Gesetzgebung kommen lassen, sondern es ist nur Uebereinstimmung daruber erzielt worden, daß die Frage regional und zwar derartig geregelt werde, daß alle drei Jahre in den einzelnen Bezirken über folgende _drei Fragen abgestimmt werde: 1) Ist der Gemeindewahler bezw. die Gemeindewäblerin für vollstandiges Verbot. des Alkohol!, 2) wird für Einschränkung des Gebrauches gestimmt, 3) soll volle reibeit der Bereitung, des Vertriebes und des Genuffes von Alkohol ewabrt bleiben? Damit der erste Punkt für den betr. Bezirk auf dreiJabre Geseß werde, bedarf es einer «ck Maioriiät, über unkt 2 urxd 3 entßbeidet die einfache Majorität. Die Frauen nd fast uberaU fur unkt 1, ebenso die auf der Südinsel fark vertretenen S otten. Die Meinungsverschiedenbeiten nd jedoch so gro , daß , ein buntes Durcheknander von Bezirken mit vollem oder eingeschränktem Verbot und voller Freiheit besteht. Hier lie t ein schwere Besorgnis erregender Keim zur Störung des sonst im ande vorhandenen sozialen Friedens; denn es_ kann beispielsweise nicht fehlen, daß, bei ihren frommen Mit- burgern Anstoß erregend, dmstlge Seelen aus einem Bezirk mit vollem Verbot den benachbarten Bezirk auf nchen, in dem Brauereien und Destillationen gelitten sind und in B üte stehen. [olan e die Majoritäk der Bewohner ihnen günstig ist. Sir Richard Seddon Hat das citliche gesegnxt, sein Nachfolger Sir Joseph Ward sucht durch das Inst tut der 13115110 '1'1-1185668“staatlichcr Agenten unddurch seit 12 Jahren bestehende Ölbiedögericbte die loyale Durchführung der Beschlüsse der einzelnen Bezirke und der sich in so kurzen Zeiträumen wiederholenden Abstimmungen zu sichern. Es ist bisher gesungen, überall den inneren rieden zu behaupten und die Prosperität des Landes ersichtlich zu, ördern; die BevöUerung macht überall den Eindruck phyfisther und moralischer Gesundheit, und fie hat auch so unrecht nicht, ihr s(bönes Land „(3011'8 017711 001111617“ zu nennen ob seiner rucht- barkeit und Hues gesunden Klimas. Immerhin dürfen oxial- politiker und enscbenfreunde gespannt sein auf die fernere Ent- wickelung des intereffanten Landes und seiner zu uns im pbyfiscben Verhältnis der Antipoden stehenden Bewohner. '

Literatur.

Von dem Werke .Die Preußische Volksschule“ Gesche

und Verordnungen, IYmmengesteüt und erläutert von E. von Bremen,_Wirklichem ebeimxn Oberregierungörat, liegt das Heft 2 der Nachfrage vor. Es enthalt die AusführungSanweisunqen zum SchulunterbaltunFSgesev. (Verlag von Cotta Nachfolger, Stuttgart u. Berlin. 1 „M. _ - Von der von Dr. Alexander Till: beraußgegebenen, im Ver- la e von Otto ElSner in Berlin erscheinenden woblfeilen, kritisch- bißtorisÖen _AuSgabe der Reden des Freiherrn von Stumm liegt der drttte Band vor. Den Inhalt des ersten Bandes bildete die selbstberrlicbe Zollpolitik des Deutschen Reichs, und der zweite enthielt. Stumms Anteil an den Verhandlungen der Eisenen uete von 1879. Der dritte Band brinat dazu Stumme Reden zur andelsvertrags- politik des Deutschen Reichs und zu dessen Steuergesevgebung.

- Die Kunst des 19. Jahrhunderts. Ein Grundriß der modernen Plastik und. Malerei, mit etwa 400 Abbildun en von Dr. Bert old Daun, Privatdozenten an der Tetbnischen OÉscbule ju Brauns weig. 9.-12. Lieferung. Preis je 1,20 „45. Verlag von Georg Wattenbacb, Berlin. - Zu diesen vier Lieferungen des vor- genannten Werkes, das den Entwicklungssxanq der modernen Malerei und Plastik klar und gemeinverständlickp darlegt und be onders die führenden Meistér eingehend behandelt, werden die cböpfungen der Düffeldorfer Genremaler Ludwig Richters, der beiden Vertreter des S äiklasfijiNnus enelli und Anselm Feuerbach, ferner Pilotys und akarts auf ihren künstlerischen WSU bin geprüft. Dann folgt eine Interpretation des modernen Realiömus und

resfioniömus in den Werken der Maler Millet, Courbet, Manet, , as, Renoir Monet u.a. Hieran schließen ßö Abhandlungen über Menzel, Lenbaak, Leib! und die beiden tiroler VolkSmaler Defre ger und Gabl- Das zwölfte eft ist um Teil der Monumentalm'äkerei Gefelschaps gewidmet» Au in dleZen Lieferun en wird eine Fülle von Luken, für die behandelten Künstler cbaräkterißiscben Abbildungen ge- ofen, die in Verbindunéz mit den ästhetischen Ausführungen des Ver- faffers jeden gelildeten eser zu einem xelbständigen Urteil befäbi en. FJYYF Erscheinen von weiteren dre Lieferungen wird das Werk 0 an

vorl egen.

?Der sogen. „Blaue Harjfübrer“, die of zielle Vereins- scbrift des Harzer Vettebrsverbandes, ist soeben in aner verbefferter und erweiterter AusYe erschienen. (Verlag der Hofbuckpbandlung Rud. Stolle, Bad rzburg. Preis 50 4,3.) Verbessert ist das praktische BUG durch Ergänzung des umfangreichen Kartenmaterial! und erweitert durch ain übersichtlich gruppiertes Kursbuch. Das mit 75 Jllußratkonen versehene Vorwort !cblldert die Vorzüge des Harzes- in sehr uberzeugender Weise. Dann fol tder „Praktische Whrer' durch den Harz, eingeteilt in 15 Wegeabßnitte (von H:: erstadt bis: Hildesheim). Unterstüßt werden diese praktistben Angaben durch 41 leicht lesbare Routenkarten. Hierauf fol !" eine Zusammenstellung aÜer. Haubabnen mit entsprechenden Ans lüßsen und sämtlickper Omnibus- verbindun en im ZNS sowie der (: rvosten. Schließlich bringt das Buch no als lo e eigabe eine pejialkarte vom ganzen Harz.

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neu er ienenu Schriften, deren Besprecbun vorbehalten bleibt.

EinsendunLen find nur an die Redaktion, lZZVilbeltnsirasze 32, zu ri ten. Rüälendung findet in keinem Falle statt.

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Hesse, D a? 42 [:Ilbbifldsxm91:erFZZi Text. déefM' 1,25 „44. - HF“

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