1908 / 156 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 04 Jul 1908 18:00:01 GMT) scan diff

Séhweiz.

Der Bundesrat hat den Wortlaut dex _ die deutsche Note, betreffend das Schieds ge_rtcht1n der Mebl- einfuhrfrage, wie er von der De_legatwn des Byndeörats und dem Handelsdepartement vorberettet war, nach emex Mel- dung des „W- T. B.“, genehmigt. Der Bundesrat halt tm

allgemeinen den m der, ersten Note auseinandergeseßken Stand- punkt aufrecht.

Antworknote auf

Niederlande.

Die Zweite Kammer hat gestern, Wi? da§ „W- T- B“ meldet, den Geseßentwurf, betreffezld EltszHrung der Zeit von Amsterdam als geseßlrcbe Zelx, angepommen.

uf eine Anfrage des Abg. Pazyn, hUkkfsknY dxe Unter- bandlungen mit dem Auslande uber dre Erhohzmg des Einsuhrzolls für Weine na Indien,. erwxherte der Mjmfter des Aeußern, die Unjerhandlungen sexen wxeder auf- genommen worden, jedoch noch mcht zum Abschluß gelangt. Belgien.

Die Deputiertenkammer seßte gestern die Debatte über die Angliederung des Congostaats fort.

Nach dem Be1icht des „W. T. B." erklärte der Justitminifter Rankin, daß Belgien, "ck d=" Staat analiedern und ihn nach eiaenem Ermessen organisiuxn wexde. Die Regierung gebe zu, daß Mißbxäucbe vorgekommen [U?U- dock; sei dies um so mehr Grund, den Congo xu übernehmenZ Reformen könnten aber nicbt obne ein Ueber- ganasstadium durchgeführt wkrden. Daxauf fcbélderte der Minister die Votzüge einer eixfichksvoUen und intensiven Kultutarbeit. Einen diplomakücben Konfitkt mit England stellte er in Abrede.

Asten.

SetiWchr Erklärung des Kriegszustandes am_ 24. vomgen Monats 112 tn Teheran nicht ein ein iger RaububerfaU mehr vorgekommen. Das Vorgehen des rustschenObersten ankhoff ha?, Me das „Reutersche Bureau“ meldet, eme ausgeze1chnete Wirkung, und alle Teile des Publikums zollen der guten Haltung der Truppen Anerkennung. Es herrscht Ruhe und Ordnung in der Stadt. Die Proklamatton „des Schuhs Yer die im Oktober ftaüstndenden Wahlen tft gestern ver- Menilicht worden. _ _

Ueber die Lage in Tabrts lte en heute folgende Depeschen der „St. Petersburger Telegrap enagentur“ vor:

Täbris, 3. Juli. Nachdem die Bevölkerung'des „Stadtteils Hiaban zum Zeichen, daß fie fick: ergeben wolle, dte weiße Flaage gebißt batte. xetftörten gestern Kosaken gxmejnsam mit dem Pöbel und den Reaktionären einen Bazar mxt mehreren _bundert Läden. Das benu ten die Revolutionare dam, dre Be- völkerung durcb Horn] anale zur Selbsivnteidkgung aufzuxufen. Sie kiffen die weiße Flagge herunter und ersesten ste durcb eine rote. Es “wurden von neuem Barrikaden errichtet. Moratns vnfuchen Reiter im Ayftrage der Regierung, die Kaufleute zur Oeffnung ihrer Läden xu beweaen. Aus Furcht vor Plünderung wurde dies j dock; abgelxbnt. Die Rufien binßen Nationalflagaen aus. ebenso die übrigen Europäer. Jnfo1ge Vrotwanaels gestaltet swb die Lage immer schwieäßer.

Täbris, 3. Juli. Reiter Sebudibai Nisams, des Gouverneurs Don Miranda. der zum Stadtbauptmanu von Täöris ernannt worden ist, zerfjörten das Endsbumengekäurx. Der_ Fixaianfübrer Satarkban orgapiüerte eim Bande, um energixcben Wjderstand zu leisten.

Täbris, 4 Juli. Dae Konfularkorps richtete an den Gouver- neur von Aserbeidsban eineKoUektivnote, in der gegen 1:95 amdauernde 'Raubwesen protestiert, auf die unfabtbaren Wege und die ErsäeöpfunZ der Kornvorräte hingewiesen und die Bitte auégßsprocben wird, da die Zufuhr ges1chert und die Sicherheit der Europaer garantiert werde.

_ Nach einer Meldung des „Neuxerschen Bureaus“ ist das japanische Kabinett gestern zuruckgetreten.

Afrika. * des Generals d'Amade von seine):

Auf die Meldun Azemnr, die er mtl

vorübergehenden Be eßung von dem Verhalten der Bevölkerung dieser Stadt begrzindete, als er mit einem Expeditionskorps die Verbmdung zwischen dem Schaujagebiet und Mazagan ficher stellen wollte, hat die französische Regierung Veranlassung genommen, den General auf seine Jnftruktionen_hinzuweisen. Sie bringt, der „Agence Havas“_ zufolge, hierbet zum Ausdruck, daß die Instruktionen ibm mcht erlaubt häxten, den Um cr Rebia zu überschreiten. Es genüge auch nicht, wenn er seine Truppen aus Azemur wieder zuruckziebe, sondern er [)ätte fich gleich aus der näheren Umgegend der_Stadt zu entfernen und sich bis zu seiner Operationsbafis “zuruck zu begeben. Die Regierung_ at außerdem die Jnstruknonen des Generals erneuerx und 1 m wiederholt, daß er fich in den wirklichxn Er_enzey semes Okku- pationSgebiejs u halten habe, ohne nch _hmretßen zu lysen, Punkte, die i m als äußerfte_Grepze fur seine Operatwnen bezeichnet worden seien, zu überjchretten. _

Wie das „W. T. B.“ meldet, bilden verschiedene Stamme im Schaujaqebiet Abteilungen, die de:) Sultan Abdul Afis bei seinem Zuge nach Marrakesch beglexten soUen.

* Statistik und Volkswirtschaft-

In ck Zur ArbeiterbeWeaung. W fck ek Sißun “der S [! tun Lkommisßon für die ä e- Jdußrke "roß-BgerlinsédF au? Donnerstagabend im Berliner ewÄerÜk stattfand, Wurde, wie die .Voff. Ztg.“. mitteilt, von de" Urbschlebem erklärt, daß die Vereinigung der Wascbefabrikanten XW "fß ein" neuen Tarifvertrages bereit sei," wenn_dieser Vertrag “3 fünf Jabie Dauer ftatt ker bisherigen dreijabrigen DauexWYefkbeLrbeit werde. Die Vettrejer kes thbanyes der Schxeiker und a hmm “kröntkklätten, kaß sie zu diesem Vorschlaa erst Stellung "SM ÜTZ“!- wenn die weinten Voücbläge der Arbeit- geber _fur i : en ere .Wenn-ung vorliegen. Die Parteien wäbl_ten FelkßnlxltL “drs magen WYMY dies (än! 21. Juli in die sachlrche ra ' _ ea o . Dex TßzifvdeerntJmetUk die Kofferindustrie, der am 15. Zum ]wls mill r Parteimi'lider Arbeitgebetorgaoisation und der Vnkande der S,) e “rj “Z Und christlichen Ledetatbeiier ver- einbart wurde, 1 - d Pmiefenlikl svfolge, nunmehr in einer Ver- iauzmlung der_ in “A beiterinu “' 'iktUd Ledetgalanteriebranche be- schäftigten Arbetter und l k" m mvßer Mehrheit angenommen

wolden. ttin md, laat Mildura der „K .. I" S*“ 7 em" Ausstand Knoenam, 5.1? », &?

Schmiede esellen kn _ böbung desgLobnes und Vnkursunz der ArbeiiUeit- Die Schmiede-

meister stehen den Forderungen Wb“ ablehnend okaenüber und be- trachten dle aussiändisckoen Gesxllm aks koutraktbrücbig, da g: die Arbeit ohne Einhaltung der KundkgMQSfrlsk niedergelegt und auch keine Ein! ung durch den GeskÜknWWuß Muck" baden.

360 rbeitec det Kammgatnsvinnerei La Vervistoise in Verviers haben gesjern vieArbxit eingefüllt, weil die Direktion fünf von 1„iehneYFeaen ungenügen Letfiunoen MUMM batte. DUFabrik wur e o en.

Ing Parktsua bat eine Versammlung von 133 Abgesandten der Landarbeiter aus der Provinz eknsiimmig die Fortsevung des Aararftreiks beschlosen.

Kunst und WMMsihafto

Die Königliche Akademie der Wissensekaften hielt am Donnerstag, den 2. Juli, Nachmittags 5 Uhr, statutengemäß ihre öffentliche Sitzung zur Feier des Jahrestages ihres Stifters Leibniz, welcbe: ker vorgeordnete Minister der geistlichen usw. An- gelegmbeiten Dr. Holle beiwobnte. Auch das Ehrenmitglied der Akademie, der Staatsminister Dr. von Studt und der Botsthafter der Vereinigten Staaten von Amerika, Hill nahmen an der Sitzung teil. Den Vorfiß " der be- ständige Sekretar der pbilosopbisch-bistorischen Klasse, Geheimer Regierungßrat, Professor Dr. Diess, der die Si ung mit einer kauen Anspraebx eröffnete. Darauf hielten ie beiden seit der Leibniz - Sjßung 1907 neu einaetretenen Mit- glieder Profeffor Dr. Henzler und Geheimer Vergrat, rofeffor Dr. Rubens ihre Antxittsreden, die von dem 15 tändigen Sekretar der pbilosopbisch-bisiorischen _Klaffe, Geheimen Regierungßrat, Pro effor Dr. Vahlen und dem bestandigen Sektetar der pbv kalisch- mat ematiscken Klaffe, Geheimen Oberregierungxrat, Profe or Dr. Auwers beantwortet wurden. Daran schlo§§n_fich Gedächtnißreden auf Adolf Kirchhoff von dem Geheimen egterungßrat, Professor Dr. von Wilamowiß-Moellendorff, auf Edsuard Zeller von dem Vorsißenden. Schließlich wurde über Pretßangelegen- beiten das folgende mitgeteilt:

Akademische PreiSaufaabe für 1908 aus dem Gebiete der Philosophie.

Im Jahre 1898 batte die Akademie für das Jahr 1901 eine Preißaufgabe gesteUt, in welcher eine Darstellung des Systemsxvon Leibniz gewünscht wurde, und diese Aufgabe, da fie nur eine teilweise Lösung gefunden hatte. dann für 1905 erneuert. In diesem Jahre fand ße keine Bewerbung, und die Akademie schrieb folgende ver-

änderte Preißaufgabe aus: , .Es soll untersucht werden, was übxr die Abhangigkeit der Meta- pbyfik Leibnizens von seiner Logik mit Stckerbeit aus den vorhandenen

gedruckten Quellen sit!) ergibt; auf Ungedrucktes zurückzugeben, wird

nicht gefordert.“

BMexbungsscbristen, die bis zum 31. Dezember 1907 erwartet wurden, find jedoch nicht eingegangen, und die Akademie bat nunmehr von ihrer Befugnis Gebrauch gemacht, dem Verfasser einer in das Gebiet der gestellten PreiSaufqabe einschlZ-genden, innerhalb des Zeit- raums 1905-1908 veröffentlichten Schaft oder dem Urheber einer in der gleichen Zeit ausgeführten wifsenscksaftli-b hervorragenden Arbeit die Preiésumme als Ehrengabe zu übejweisen. Sie erkennt den angeseßten Betrag von fünftausend Mark LU gleitben Teilen den Herren Dr. WkUv Kabiß in Breslau und Dr. Paul Ritter in Berlin für ihre Arbeit an dem kritisrhen Katalog der Leibnix-Handscbriften zu, der für die in Angriff genommene interakademiscbe Leibniz-Ausgabe hergestellt worden ist.

Preiöausscbreiben aus dem Cotbeniussiben Legat.

Die Akademie schreibt folgende Preißaufgabe aus dem Cothenius- schen Legat aus:

.Der Entwicklungögang einer oder ekniger Usiilagineen soll mög- lichst lückenlos verfolgt und dargestellt werden, wobei besonders auf die Ueberwinterung der Sporen und Mvcelien Rügkficht zu nehmen ist. Wenn irgend möglich, find der Abhandlung Praparate, welche die Frage entscheiden, beizulegen.“ _

Der auSgeseßte Preis betragt zweiZausend Mark.

Die Bewerbungösebriften können m deutscher, lateinischer, fran- zöfiscbet, englischer oder italienischer Sprache abgefaßt sein. Schriften, die in störender Weise unleserlick; gescbxieben find, können durch Be- schluß der [vständigen Klaffe von der Bewerbung angeschlofsen werden.

Jede Bewerbungs1chrlst ist mit einem Sprucbwort zu bezeichnen, und dieses auf einem bzizufügenden verfiegeljen, itxnerlicb den Namen und die Adreffe des Verfaffers angehenden Zettel außerlicb zu wieder- holen. Schriften, welche den Namen des Verfassers nennen oder deutlich ergeben, werden von der Bewerbun'g auSgescbloffen. Zurück- ziebuna einer eingelieferten Preisscbrift ist nicht gestattet.

Die Vewexbungsschriftm Und bis um 31. Dezember 1910 im Bureau der Akademie, Berlin 97. 35, Pkotsdamer Straße 120, einzu- liefern. Die Verkündigung des Urteils erfolgt in der Leibniz-Sißung

des Jabres 1911.

Sämtliche bei der Akademie zum Bebuf der Preisbewerbung ein- gegangene Arbeiten nebst den dazu gehörigen Zetteln werden ein Jab: lang von dem Tage der Urteilsverkundigung ab von ker Akademie für die Verfasser aufbewahrt. Nach Ablauf der bezeichneten Frist steht

ck der Akademie frei, die nicht abgeforderien Schriften und Zettel xu

vnnichten. Preis der Diez-Stiftung.

Der Vorstand der Diez-Stiflun bat beschloffen, den aus der Stiftung im Jahre 1908 zu verge enden Preis im Betrage von 1900 „46 Herrn Jules Gilliéron, äiracßsur aäFoiut- an der 190016 (193 11311033 éeuäoa in Paris, als Verfasser des 4121115 ljnßujstiqus (19 La France» zuxuerkennen.

Stipendium der Eduard Gerbatd-Stiftung.

Das Stipendium der Eduard Gerbard-Sliftung war in der Leibniz-Sißung des Jahres 1907 für das laufende Jahr mit dem Be- trage von 2500 „ss angescbrieben. Diese Summe ist Herrn Ptofeffor Dr. Alfred Brückner in Betlin-Scböneberg zur Herausgabe seiner im Jabte 1907 mit Unterffüßung aus den Mitteln der Eduard Gerhard- Stiftung an der Hgia “krimis zu Athen vorgenommenen AWgrabungen zuerkannt worden.

Für das Jahr 1909 wird das Stipendium mit dem Betrage von 2400 „56 auszesckstieben. Bewerbungen find vor dem 1. Januar 1909 der Akademie einzureichen.

Nach § 4 des Stajuts der Stiftung ist un' Bewerbung erfor-

ich:

1 Nachweis der Reichsangebörigkeit des Bewerbers;

2 Angabe eines von dem Petenten beabsichtigten, durcb Reisen bedingten archäologischen Planes, wobei der Kreis der archäologischen Wiffenscbaft in demselben Sinn verstanden und anzuwenden ist, wie dies bei dem von dem Testator begründeten Archäologischen Institut geschieht Die Angabe des lunes muß verbunden sein mit einem ungefähren, sowohl die Relegelx-er wie die weiteren Ausführungs- arbeiten einschließenden Kostenamtklag. Falls der Petent für die Publikation der von ibm beabsicbti ten Arbeiten Zuschuß erforderlich erachtet, so hat er den voraueßckptli en Petra in den Kostenanschlag aufzunehmen, eventuell nach un efäbrem UeberZÖlag dafür eine ange- mesfene Summe in denselben e mustellen.-

Gesuwe, die auf dke Modalitäten und die Kosten der Veröffent- litbung der beabsichtigten Forschungen nicht eingehen, bleiben xRJHsk-Hügt. Ferner hat der Petent sich in seinem Gesuch xu

en:

1) vor dem 91- Dezember des auf das Jahr der Verleibun folaenken Jahres ube_r den Stand der betreffenden Arbeit sowie na Absléexl-Wjdu Arbeit uber deren Verlauf und Ergebnis an dieAkademie [U M;

2) falls xt während des Genuffes des Stipendiums an einem

ilientage Il. Ath) in Rom verweilen sollte, in der szenlli

ißung des eulschen Instituts, sofern dies gewünsckot wird, auf sein Unternehmen bezüglkcben Vortrag zu ballen;

3) jede durch dieses Stipendium geförderte Zublikatkon auf dem Titel zu bejeiämen als beraußgegeben mit eibilfe kes Eduard Gerbatd-Stipendiums der Königlichen Akademie der Wissenschaften; k YFU! Exemplare jeder derartigen Publikation der WWW“ : mur en.

eben

einen

Bei der Königliiben Landwirtstbaftlicben Hochschule in Berlin sind für die auf das Studienjahr 199713 ans721chriebenen 5 Preisaufgaben 4 Bearbeitungen eingegangen, die ämtlicb mit einem vollen Preise von je 150 „46 au ejeicbnet werden konnten. Die Verfaffee dn Arbeiten sind die Stud erenden der Landwirtschaft Rudi Lumblatt und Wilhelm Bohne in Groß-Lichterfelde,

der *

K

August Locker in Berlin und der frühere Studierende der e: und Kulturtechnik Friß Brauneis in Po en. G däfie Für das Studienjabr1908/09 nd wiederum 5 Preis- aufgaben gesteUt und zwar je eine aus dem Gebiete der Landwirt- schaft, Chemie, Mineralogie und Geologie, Geodäsie und der land- wlrlschastlich-technischen Wissenschaften. Zur Bewerbung um die aus- gesevten Preise von je 150 „16 find nur die als ordentliche zm immatrikulierter! Studierenden der Landwirtkckyaftlickpen Hock; chule berechtigt. Die Arbeiten find bis zum 1. Apri 1909 einzusenden.

Fund eines oLtrömisÖen Go_ldschmucks auf Fünen, Wie die „Berl. Tiden e' mitteilt, ist jungft im Dorfe Allesö auf Fünen ein seltener Goldschmuck gefunden, der dem dänischen National- museum in Kopenhagen übersandt worden ist. Er besteht aus einer runden, beinahe medaiüonförmkgen Goldxcbelbe, hat 4 am im Durchmesser und ist auf beiden Seiten gepragt. Auf der Vorderseite steht man das Brustbild eines byzanlipiscben Kaisers mit diadem- Jesehmücktem Kopfe und mit einem faltcnretchen Mantel angetan, der über e: rechten Schulter mit einer großen Spange zusammengehalten wird. Die Umschrift lautet: L*!- (Mius) Ml- (105)(30U§PYU'1'.17§ mit der Hinzufü ung DKZLXM (11118) 376-(118105). Das Bild stellt also den o?trömisch:n Kaiser Constantius [l. dar, der von 324 bis 361 regierte. Auf der anderen Seite steht man eine 1ekch drapiert: Frauengestalt, au_f einem hochlebnigen Tbronstubl fißend und mit eZnem uße gestußt auf den Sieben eines Kriegsschiffes; in der Unken, and halt se ein Szepter, in der rechten eine geflügelte Viktoria mit einem Siegeskranz in der ausgestreckten Hand. Auch diese Seite hat eine Umschrift: SDGWQ ZQUWOLM'U. Die Frauengestalt ist eine Personifizierung von Konstantinopel, die der im Westen allgemeinen Pexsonifisierung von Roma entspricht. Endl'ch beksunkfzxZ tdFt Buchstaben SUQUD, daß der Schmuck in Aniiochia au ze u r . Rande aus geht eine dreiseitiae, dicke Platte in gekörnter Arbeit, die auFenfäoeinlicb oben auf dm Schmuck selbst nach dessen Ausführung au elegt worden war;, die, Platte gebt hinunter bis über einen Tei des Kopfes des Katsetb:ldes und dient: zum Festhalten der Oese, YIdLFXderGSLKtYZck dis Ati d E o e o u e e er r n en renzgegenden des Römereei es vorkommen, haben fie eine solche Oese, was beweist, daß es ScbmFck- stücke waren, bestimmt zum Tragen. selten, während einige ähnliche aus Ungarn bekannt find.

nd Geschsnke oder Außzeichnungen der Kaiser, die bei feier- ichen Veranlaffungen Hegeben wurden. Wahrscheinlich find die Exemplare, die au-ßerbab der römischen Läyder gefunden wurden, den gotischen Fürf'en oder den anderen Hauptlkngen barbariscber Völker verliehen worden, mit denen die Römer in Vexbindunq traten. Man wei , daß so etwas stattfand. Die obengerxannte Oese, die ursprüngli zu dem Schmucke gehörte, ist nicht zufaüig verloren ge- gangen, sondern man steht deutlich, daß ste nebst einew Teil der dreieckigen Platte, woran fie getragen wurde, durch einen scharfen Schnitt entfernt worden ist. Auf einem Wege von den kömischen Grenxländecn hat also der Schmu einem anderen “weck dienen müssen, als dem, wofür er ursprünglich bestimmt war. er Schmuck ist ein wenig verbeult, aber „im ganzen wobl erhalten. Dée Figuren und Buchstaben find, Troß tbrer späten Entstehungözeü, schön aus- geführt und zei en noch den Abglanz der Kunst der klassischen Zcit. Sein Goldgewi t betragt 20,55 g und der Metallwert 48 Kronen.

Literatur.

Von allen Philosophen bat Arthur Schopenhauer wohl unter den Laken den grö ten Leserkreis gefunden. Seine klare und länjende Schreibweise erlei tert das Verständnis seiner Schriften an dem in philosophischen: Denken Ungeübten, hat aber oft "genug nur eine Iüußon des Verstehens zur Folge. Allen, die tiefer in Schopenhauexs Gedankenwelt eindringen onen, sei eine kleine Schrift des Privatdozenten der Philosophie an der Universität

Ein erhöhter Rand umgibt den Schmuck. Von diesem *

getragen wurde. Die Oese selbst mangelt jetzt.

Jn Nordeuropa sind sie äußecrßst s ,

Königsberg Dr. Arnold Kowalewski „Arthur Schopen-* bauer und seine Weltanschauung“ (Verlag von Carl Marbold in Hall empfohlen. Sie werden in

e a. S,

dem Verfasser einen kenntnißreicZen Führer finden. Anregung xu dec- Schrift gabext. eine Reihe von Schopenhauer-Vorlesungen, die Dr. Kowalewski jungst an dez: Königsberger Universität gehalten hat. Das Buch bietet nach einer btograpbischen Einleitung eine Darstellun der uptlebren des Philosophen und deren kritische Beleuchtung. u!-

e nandetseßungen mit der Literatur über Schopenhauer s'md absichtlich beiseite gexaffen. Die W-rke SÖopenbauers find nach der bekannten, ??xentüiZUJaugliäzxn AUSgabe von Grisebach, , 3 er .

halle“ (Verlag der Ve11agöanstalt Vaterland in Berlin; ede Lieferung 2 „M) enthält unter anderm eine Studie von dem Univnfitxwk professor Dr. Geo: Kaufmann über Kaiser * andere von_ dem eraUSJeber Archivrat, Professor Dr. von Pftugk-

uber Canossa. Eine gute schmückt die Lieferung.

-- Die vor niwt Zanger Zeit vom Verein zur Fördetung des Fremdekvxrkebrs in Muanen und im Bayerisäxen Hochland an die Oeffentlichkeit ßebrgchte eliefkarte vom Ba eri chen oek- land, die der Munckzener Panoramamaler Profe or . - iemer bergefteüt hat, hat einen außerordentlichen Anklan efun en- Die ZIM Auflage in Höhe von 35 000 Exemplaren gin kaum vie:

ochen vergriffen. Der Münchener Fremdenverkehrsverein bat mm die Karte in neuer Auflage erscheinen [affen aber nicht mebr in dem bis- berigen Format, sondern in erbebliä“) größerem Maßstabe, wo- durw die Vorzüge tes Kartenwerkes: plastlsche Klarheit der Tokxxrapbie. Uebnficht1ichke1t über das ganze Gebiet und charakte- rists e Darstellung auer Einzelheiten noch mehr beavortreten. Troß der erheblichen Vergrößerung des Ma stabes ist der Preis der ganzen Karte von 1 .“ nur auf 1,25 «66 erb bt worden. Angesichts der be- vorstehenden Reise- und erienzeit kann die Reliefkarte_ Vom Baye- rischen Hochland, die für eisen ins bayeriscke Gebirge, fur Bergsteiger und Touristen sebr brauchbar ist warm empfohlen werden. Die Karte ist vom Münchener remdenverkehtsvereln, vom Veüag Carl Gerber. G. m. b. H., Mün en, und von allen _Buckvbandlangen zu beziehen. aedekers bekannter Führer durch Nordostdeut chland liegt in ergänzte! und erweiterxer 29. Auflage vor. Das Vu unter- richtet in juverläs ger Weise aber das östliche Deutschland von der Elbe und der Wetgreme Saäosens ab sowie über Dänemark Es ist mit 42 Karten und 78 Plänen versehen und in einzelne Teile

zerlegbar. Verkehrsanftalteu.

In Venezuela find Bücher- und Warenproben- sendungen,_d1e irgend einen ndelsw t und zur Einfuhrung mit der Br eipost nekßztbcxéteéxia Ylpflicbtlg

k? entge en dem “Verbote mit der Briespos nach Venezuela-

verfa en fie nach den dort bestehenden ese lichen Vor- dchrifttcTn der B_eschlagnabme. Es wird Lahe? empfohlen- erar ge Gegen fande in PosYaketen abzusenden. Die einzigen Druck- Lachen, die in enezyela der erxollung nicht unterliegen und die mit er Briefpost ein efuhrt werden dürfen, find Zeitungen, Kataloge N'"

WMW?! Geschä wanternebmungen und ungebundene Bücher über

- Kunst oder Gewerbe.

Theater und Musik.

U l d Jenes Königlitbes Operntheater. ritt G st 11 er er irektion ermann Gum in tern als E e a - vorßeklung Vi ets .Cérmen“ in SLM?- gYs kann unbedenklitb von einer be edigenden GesamtvorfteUun gesprochen werden; mit Yringen Auknabmen fanden nicht nur die ?übrenden Rollen gute Ver. „eker, sondern auch die Beseßung dee Nebenparüen konnte zumeist ge- nugen- Frau Metzger sang die Titelrolle mit gewohnter Meister-

arttun Wiedergabe des S no von, .! Larolsfegldsäden Gemäldes .Fried:ich Barbarossas Einzug irFMÜlc-nd'k _“

die M Reclam erschienen Die 7. Lieferung des Prachtwerkes „Deutsche Gedenk- "

Heinrich 111. und eine

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Gelangen *