betreffend Kohlenmangel, an und genehmxgte sodann in a11_en Lesungen die NegierxanSUorlage, betreffend“ Er- hohung des Landwehrkonttngents. Im Laufe der Debatte erörterte der Landesverteidigäungs- minister die Nachteile, die fich aus der geringen Friedensst rke der Landwehr ergeben,. verwies auf die militäxischen Zugeständniffe, wo- dlmk die durch die Erhöhung des Rekrutenkontingents der Bevölkerung auferlegten Lasten erleichtert werden sollen, und betonte besonders den Wegfall d“ Waffknübungen im elften und zwölften Dienstjahre- Die Yttbildyng de_s Webrsystems müffe erfolgen x_mfer dex evise: öglicbxt vollständige Heranziehung aller Webrfahigen unt Erleich- Mugen der Dienslpflicbt für die Allgemeinheit. _ Zur Vornahme der DelegationSwahletx wurde au_f den 13. d. M. eine Abendfißung anberaumt. Dre nächste Stßung findet am 14. d. M. statt.
Großbritannien und JUW-
Der Premierminister A squ ith erklarte gestern, „W. T. B.“ zufolge, im Unterbause, daß das _Haus am 1. August vertagt werden würde. Die noch zur Vexfugung stehenden dretWochen sollen auf die Beratung des Ftnaqnzgeseßes urzd apYerer not- wendiger inanzmaßregelxl, _des lktfchen Umversrtatsgeseßes und einer eihe mindez: wxchnger geseßgebsrtscher Maßnahmen verwendet werden. Die Einzelberatung des Schankkonzesfions- geseßes sol] auch noch begonnen werden. Dre anderm wich- tigen, imR “terungsprogramm vorgesehenen Maßregeln sollen bis zur „Her stsesfion verschoben werden, die am 12. Oktober ihren An ang nehmen soll.
Frankreich.
Die Deputiertenkammcr hat, nach einer Meldtxng des „W. T. B.“, gestern die Vorlage, betreffend die mex direkten Steuern, und einen Antrag mit großer MkhkhUk angenommen, nack) dcm die Beratung des Einkommen- steuergeseßes nach dem Wiederzusammentritt des 5I'Zarla- ments UHU? Unterbrechung fortgeseßt werden soll. Der ?manz- mxtlüftcr Caillaux halte sich mit dem Antrage emvertanden er ärt.
Rußland. [
n der estri en Abendfißung dex Neichs.duma „ver as, wie ZW „WLB &.“ meldet, der Prafident emev Brief von Lord Weardale, der die Abgeordneten aufforHert, s1ch an dem bevorstehenden Kongreß des ntxxnattonalen Par- lamentarifchen Verbandes zu etetltgen.
Türkei.
Na einer Meldung des „K. K. Tel_e rayhetz-Korre- spondenz ureaus“, heben offizieüe Benchte u „eremsttmmend den derzeitig un ünstigen Stand der bulgarrschen Pro- paganda in azedonien hervor. Dre geringen (Held- mittel, fteigende UnbelieYiheit bei den eigenen_ Staxnmxs- genossen, die Uneini keit tm eigenen La er ,sowze „schlteßltch die zeitweise energiche VerfolJng _dur dte tuxktchen Be- hörden und Truppen haben die ituatxon dex bulgarischen Sache in Mazedonien so untergraben, daß eme _Wjedergewinnung des einfügen Einf[us'e5 unwakfnscheiqlich ist. In hem Maße, wie die bulgaris en Mtßer olge x_r_1 der leßien Zett zunehmen,
aben die griechi che und die serbqche Propagarxdc; gewonnet).
Bie erstere ist gegenwärtig in Mazedonien domtmerend. Dte serbische Propaganda :pendet s1ch in ecstxr Lmie gegen das Bulgarentum im Wilaxet Ueskßb. Zn des1en BxkämpfunÉihat fie ebenso Erfolge wie die grlechisck)? zu vcrzetchnen. nen ungünstigen Einfluß auf die Lage tn Mazedonien übe_n die diesjährigen teils er mungenen, teils freiwilli en xoßeretx militäris en Beurlau unaen. Es wurden von * 1S,Mat rund 25000 RZLKZ-lhann entla'ffFté und an deren Stelle nd bisher nur 18 i einaerü
_ Dex; Ma-sYll OSman as a, Mitglied der obersten
ektions ommi YsZLLilajets Monastir ernannt worden und vorgestern dorthm
abgereis . Amerika. -
Die Nominierung Bryans_zum rßsidentschafts- kandidaten durch den demqkraUschen attonalkonoent er- folgte unter ungeheurem EnthusraSmus nach „ciner Sißung, die die ganze Nacht hindurch gedauxrt hatte. Wre das „W. TV,“ mekdet, erhielt Bryan 892 Stimmen, _Grey 59, Johnson JC, Zum Vizepräsidentschaft_S_kand1daten wurde Jo n W. Kern (JndianapolißY norpjmert. _ _
Der Kon reß hat eme m entschtedenen Ausdrucken ge- haltene ResoJUtion angenommxn, in der Bryays bekannte An 1chten über die Turi eform, tzber Erspxrrmfse m der'Ver- wa tung, über die Zulanmg gcmtschtstaatltcher _Korporanonen und über die Sicherstellung von Bßnkemlagen bet allen Bqnxen, die unter der Aufficht der Regtßrung 1tehen,_ kurz sktzztext wurden. Hinfichtlich der Taxxfreform spr1ch_t, ück) dre Resolution fur eine sofortige Rxmstonodurch' Enyaßtgung der Einfuhr öUe aus und erklärt, dre Artikel, dre mit den Exzeug: ni en Jer unter Aufsicht stehenden Trusts, konkurrteren, so ten auf die Freiliste eseßt werden. Dte_ zum Lebez'cs- UKUL'YUU l_wtwendi en -r eugniffe saufen, eme, wesxnjlxche
reistedyknonerfa ren, befonders die Arnkel, hte mit den WWWW ErzeuÉt-iffen konkurrieren und die un Auslande billiger m den ereinigten Staaten verkauft werden.
.Afien.
. ersien at, „W. T. B.“ zufolge, vorgestern eme,neue- V gung erltlxzssen, in der gerechte Ver- waltung und d"- Emsesun. vo." Gerichtshöfen zu esagt wird.
“" Dkk dLUÜ eGesan te m Schanghai hat, o iger Quelle zufol e, das ?" ck? AEWÜTÜIZ Amt benachrichtigt, daß die tn C ina le enden Turken kunftighin unter deutschem Schus steher! Mrd?"- .
"" Die ]apanlsZk)? Re§1erung kündißk, nach einer Mel- dung des „W. T. V. , an, aß auf der Halbinsel Liaotung alle Fremden zum Bergbaubetneb zugelassen Werden würden.
Afrika.
Na eldun en aus Rabat vom 6. d. M, ist Abdul Asis HY Ygrjff,gRabat zx: verlassen, um an der Spiße einer Streitmacht von 3000 Rettern, 3000 Mayn Infanxerte und „Mkhreren Geschüßen na Marrakesch zu JKLHM- Eine Weite
m ergeben: Truppe so v_on _Mogador nach Marrakes auf- brechen, um gemeinsam mtt ahm quzugeljen. Aus Tanger nd der Schaßkammer eine halbe Mtllton Pesetas zugegangen, mit denen der Sultan“ den Truppen den Sold auszahlte, um
sl ' re ' ern. „ , _ _ ck Yieé§ue,§.ftTckJ B.“ meld_ek, ist die haftdtsxhe Ma- kxalla, von es kommend, m1t fangenen m Tetuan elngetroffen. n der Stadt smd 250000 Pesetas usammen- Lebracht und unter starker Bewachung fur Malay afip nach
Der Schuh von
n, M zum an ero entliehen Kommandantxn *
es e ickt morden. Je Hirst? gerichtet, das; das Gros der
Die Bewohner aben an die BelZÖörden die Stadt nicht betrete.
ahalla Mulay afids
Parlamentarische Nachrichten.
Das Mitglied des Hauses der Ab eordneten Land: gerichtsrat Feddersen itx (Höttingzm nl. , ertteter des Kreises Tondern im Regterungsbeznk S leswxg, ist am 9, d. M. gestorben.
Statistik und Volkswirtschaft.
Zur Arbeiterbewegung.
n E enfanden gestern erneute Vexbandlungen über einen neuen Akktharifssfür das rbeinisch-westfalische Plattengewerbe statt. Die Arbeitgeber waren, der .Köln.Ztg.' jyfolge, im Interesse eines friedlichen AuSglcichs bereit, einen einbeitltcben Akkordtarif fur das ganze Gebiet auf der Grundlalge abzuschließen, daß ein Durch- schnittslobn für die Tariforte ermittet Werden und zu ihm, wo es an- gängig sei, eine prozentuale Erhöhung der Mordsäße hinzu- treten sollte. Der Vocfißende des Zentralverbandes der Maurer Deujschlands gab aber die Erklärung ab, daß der Berechnung des Durchschnittslohns überall der bestehende Höchstlohn zugrunde gelegt werden müffe und daß zu diesem Lohn dann noch ein_entsprechender Aufschlag gezahlt werden solle. Die Arbeitgeber erklarten nunmehr einmütig, daß ficZoeinjxeiderartige Zumutung ablehnen und weitere Ver- andlun en zwe s en. b Insgor e des Ausstandes der Schiffsmcmnschast der Ungarisch- Kroatis en Schiffskxesellsrhaft ist, wie „W. T. B.“ aus Fiume meldet, der Verkehr auf den Dalmatiner Linien und nach ncona und Venedig ein estellt worden, .
In einer gestern na mittag in Parls abgehaltenen Versamm- lun von Unternehmern öffentlicher und privater Arbeiten wurde in An etracht der teilweisen Streiks, der Boykottierun einer Anzahl von Arbeitsplä en und der auf den Arbeitsplaßen besteoßenden anarchischen
Zustände escbloffen, aümäblieb alle Arbeitsstatten für Erd- arbeiten zu schließen. Wohlfahrtspflege. Armenpflege.
Wenn das armenpfleglicbe Prinzip in den deutscken Groß- städten aucb durchweg auf dem sogenannten Elberfelder System der Individualifierung beruht, so fehlt es doch nicht an neuen Formen, die dieses System ergänzen und zum Teil umbauen. Die Erfabnm zeitigt eben notwendige Neuerungen, die meistens dem St_reben nc: befferer Kontrolle der Armen oder na tunlktbster Einschxankung der finanziellen Belastung entspringen. O ne das Charakteristikum des Elberfelder Systems, nämlich die Ausübung der „Armenpflege durcb freiwiUig fick anbieter-de Bürger im Ehrenamt, pretöxuaeben bat eine Reibe von Atmendirektionm nach und nach besoldete Bezirköaufseber angestellt, die vermöge ihrer Beamteneigenschafx energischer unver- schämte bezw. auf Betrug auSgebende Arme ztxruckdränFen und auch binfichtlick; der Zuweisun? von Pfleglingen an dre freiwi igen Armen- pfleger mehr die persönl chen Eigenschaften der le teren, ob ße ). B. viel freie Zeit zur VekfügunZ3 haben, ob e weichberztg oder streng veranlagt smd, in etracbt ziehen können. Neben soliden prinzipiellen Regelungen ist die Gegenwart aber auch reich an neuen Einrichtungen, die der Armenpftege einen als zeitgemäß er- sckoeinenden lozialen Stempel aufdrücken. Es besteht ein reger, edler Wetteifer in dieser Beziehung kwiscben der privaten Fürsorge und der amtlichen Armenpfte :. Beide Faktoren gewinnen dabei. Es macht sich namentlich in der ürsorge ür das unschuldige Kind ein so plan- mäßiaes dinbandarbeiten der freien sozialen Fürsorge und der ZeseYUcb gründeten Armenp age geltend, daß tere in dieser Be: chung fast durebweg kbrens n, amtomäßi en C arakter verloren 17 ja, - wie z.B. in Cbarlotten urg _ keradezu das Bild einer warmbenigen. fürsorglichen Mutter aller der affenen und bil sbedü en Kinder ibtes Amtsbezirks verkörpert. Aber U nd :: schon zeichen vorhanden, daß diese teilnehmende am iche Fürsorge auf weitere Gebiete fich ausdehnen will. Das Waisen- und Armenamt ln rankfurt a. M. hat am 18, Mai den Yckpluß gefaßt, im Inter e der Erbgltung des Familienlebens der beranwathseuden Mädchen der anneren Klasen in dem Sinne an- zunehmen, daß solchen Mädchen, die nach der Schulentlaffung Dienst- botenstellen annehmen, Prämien aus der Stadtkasse gewährt werden sollen. Man wia dadurch das Uebertreten solcher schulentlaffenen Mädchen in die Fabrikarbeit zurückhalten und den armenamllich unterstüßten Familien die Bekleidung und Ausküstung dieser Mädchen dadurch erleichtern, daß ihnen im ersten Jahre 60 .“, im zweiten 50 „46 und im dritten 40 .,“ städtische Beihilfe
ewäbrt werden. Das Geld darf auch als Spmkaffeneinlage für die
reffenden Mädchen eingeza lt werden. Die Abteilung der Arbeits- vermijtlungssteUe füt Dienst oten erbietet fich, diesen Mädchen gute Dienststellen nachzuweisen. Für schulentla ene Knaben, die Lehrstellen annehmen, anstatt als .ungelernte“ Arbeter sofort in Tagelobn zu treten, wird in Frankfurt bereits seit einigen Jahren die gleiche Unter- stüvung an amilien, die dex Armenpftege unterstellt sind, ewäbrt. n Cöln i von der dorttgen Armende utation am 27. til ein ähnlicher Be cbluß gefaßt worden, nacb we chem allerdings die Unter- stüyung für arme Mädchen, die in ein Dienst- oder Lehrverbältnis eintreten wollen, nicht in Geld, sondern in der nolwendigen Kleider- ausstattung besteht.
KWK mtb Wissenschaft-
Die Göttingder Königliche Gesellstbaft der Wissen- schaften hat jest ie Bedingungen bekannt emacht, unter denen die von dem verstorbenen Dr. Paul Wolßskebl in Darmstadt vermachten 100000 „F6 vexgeben werden an denjenigen, dem es zuerst gelingt, den Beweis des Hroßen Fermatschen Saves zu führen. Dr. Wolfskehl bemer in seinem Testament, daß Fermat mußaöa wußaucbs die Behauptung aufgestellt
! 2 abe, da die Gleiibung : + = : durcb anze len anösbarß ist für alle dieéenxgen Exponenten 2, dkeZabun- erade Primzahlen find- Die er Fermatscbe Saß ist entw:dee km Sinne Fermals allgemein oder in Ergänzung der UntersuÖungen von Kämmer für alle die Exponenten ! zu beweisen, in denen er überhaupt Geltung hat. Die AUSsetzun des Preises erfolgt wie die „Vo . Ztg.“ mitteilt, unter folgenden edingungen: Die Königliche Gesc schast der Wisenschaften in Göttingen entscheidet frei darüber, wem der Preis zuxuerkennen lft- Sie lehnt die Annahme jeder Mann- skripisendung ab, die auf die Vewerlzunq um den Preis für den Fet- matschen Saß Bezug bat“ fie berucksichtigt für die Preis uteilung lediglich solche mathematiséhe Abhandlungen, die in perlodis en Zeit- s tiften, als Mono r bien oder in Vuchform im Buchhandel käuflich c;?(bienen find. Die ɧUschaft steUt dem Verfaffer solcher Abhandlungen anheim, etwa fünf gedruckte Yemplare davon qn e ein usenden. Außer BetraSt bleiben für die erleibun des Pretses olebe rbeiten, die in einer Sprache gedruckt find, wel e den Zur eurteilun der Arbeit beru enen Fachgelebrten unverständlic? it. An die teile solcher Arb 11 können vom Verfa er als : cht_ig anerkannte Ueber- sesungm treten. Die Gesellschaft hält fur den Fall, daß an kk Lösung der Auf abe mehrere Personen eteiligt b, oder die WLW"! dUkÖ die Arkeiten mehrerer Gelehrter herbei efubtt wordenist, fte este Entscheidun ,jnsbesondere auch die Teilung des reifes nacbibrem Ermessen vor. D e Zuerkennung des Preises dur die Geseüsckzafl erfolgt frühestens iji Jahre naeh der Veröffentlichung der zu
krönenden Abhandlung. Es soll innexbalb dieses eitramnes deutschen und ausländischen Mathematikern Gelegenheit ge oten werden, über die Richtigkeit der durch die Veröffentlichung bekanntcßewordenen Lösung sich zu äußern. der Preis durch die Gesells aft zuerkannt, so wird davon den Berechtigten durch den vorfisenden Sekretär im Namen der Gesellschaft Mitteilung gemacht und WWW öffentlich an allen den Orten bekannt gegeben werden, an denen der Preis “im letzten Jahre aus eschrieben war. Die Zuerkennung des Preises durch“ die Gesellsebaft it unanfechtbar. FaUö der Yreis bis zum 13. Sex- tember 2007 nicht_1uerkannt ist, können Anspruch: auf ihn nicht me : erhoben werden. *
Verkehrsaustalteu. ,
Ueber die Beschlüsse der Jnternati9n_alen_ Tele- graphenkonferenz, die im Mai und Jam m Ltssabon 1,0 te, erfahren wir, soweit 1ie fur das Publtkum von Interesse sm , folgendes:
Für die sogenannten Berichtlgungstelegramme, die von den Empfängern im Falle von Telegrammentstellungen abgelassen Herden, tritt eine Erleichterung ein, indem die Taxietung "ich,! mehr fUr das ganze Telegramm und die Antwort sondern nur für jedes za berichtigende Wort er ol t. In den HanÖeTSmarken wird die Zu- sammenstellung von uLsfaben und Zahlen gestattet; die bisherige fettennte ZählungSweise fällt weg, Zahlen und Buchftaben werden zu- ammen xu je 5_ auf ein Wort gerechnet. HaUSnummer und Stock- werk können kunftia in eine Zahlenaruppe mit darwistbengeseßtem Bindestrich zusammengefaßt werden. Cbiffrierte Adressen werden für post- oder telegrapbenlagernde Tele ramme nach den Ländern zugelassen, die derartige Adressen auch im Po tverkehr nicbt beanstanden.
Einen Hauptgegenstand der Veratun en bildeten ferner dieVor- s_chriften uber die verabredete ( ode-) Sprache, dieim uberseeiscben Verkebr fast auswbließlioh Anwendung findet. Bekanntlich bat die Londoyer Telegrapbenkonferem im Jahre 1903 für die Code- Lrache aucb kunslliche Wörter xugechsen; im Intere : der raschen
elegrammbeförderun "wurde levi li vorgeschrieben, Laß die Wörter aus Silben bestehen follen, die Sch nach dem Gebrauche der alk!
auptsprachen= deut 05, englisch, spanisch, französisch, Holländisch talieniscb, portugiesisch oder lateinisch aussprechen lassen. Leider fsk diese Erleichterung vielfach mißbrautbt worden, sodaß der Tele ravben- betrieb mit schwer telegraphierbaren Wörtern belastet und d e glatte Abwicklun? des aügemeinen Verkehrs beeinträckjtigt wird. Da es Ich bierbe jedoch um Auswüchse handelt und es keineswegs in der
bficht lag, die vorhandenen, mit Froßen Kosten hergestellten ordnungSma igen Codes außer Gebrau zu seven, so hat man die bestehenden orschriften im wesentlichen aufrechterhalten. Aus Betriebs- rückfichten sind fie nur dahin er änzt worden, daß die Aussprecbbarkeit nach dem gewöhnlichen Gebrau e der acht Sprachen, d. b. nicht nach dem Vorkommen einzelner abnormer Wörter, beurteilt werden soll, und daß in den künftlichen Wörtern die Buchstaben ö„ &, ß„ 6, ü, ö, ü nicbt vorkommen dürfen. In der ge enwärtigen Vorschrift, da die Wörter der verabredeten Sprache köeéstens zebn Buchstaben ua den: Morsealpbabet enthalten dürfen, it noch hinzugefügt worden, daß die Doppelvokale as, aa, ao 06 und 116 als „je xwei Buchstaben gezählt werden, und daß das Gleiche für ab in den künstlichen Wörtern gilt. Diese Ergänzungxu werden, soweit |ck übersehen läßt, die vorhandenen Codes kaum beruhten und sollen nur einer weiteren Komplizierun der kunftlichen Wörter vorbeugen. Für die wirklichen Wörter, die be der Abfaffung von Telegrammen in verabredeter Sprache benu t Werden, bleibt aUes beim alten. Wortbildungen, die durck) sprachw drige Zu- sammenziehung sweier oder mehrerer Wörter der offenen Sprache zu- sammengestellt nd, werden in der Codexprache nach wie vor nicht zu- gxlaffen. Eine wichtige Neuerung ist erner. daß die Code-Wörter- bucher einer aus den Telegrapbenverwaltun en Deut chlands„ Frankreichs und Gwßbtitanniens bestehenden Kommisßon zur Prüfung unterbreitet werden können; dadurch sol] den Telearammabsendern die Gewißheit verschafft werden, daß die in den Code-Wörterbüchern enthaltenen Wörter den Vorschriften entsprechen und überall angenommen werden. Eine Verpflichtun jur Einreichung des Codes besteht nicht; wer einen nicht SLTUÜM ode “ verwendet, begibt fich nur der angegebenen Sicher e Es wird s ter bekanntgegeben werden, in wchcher Weise _ und von wann ab die iureickung der Codes stattfinden kann.
Sämtli e Beschlüsse werden, vorausge ekt“,
“daß die no er orderliche Genehmigsung dur die
Regierungen er olgt, am 1. Juli näch
ten a res in Kraft treten. 3 h
Laux Tele kamm aus Ratibor ist die Post aus Wien, di beute f1uh fä (; war, infolge von Zugverspätung auögeblieben. e
Thraker und Musik.
Neues Königliches Operntheater. (Direktion Hermann Guru.)
Der gestrigen .Rigoletto'-Auffübrun verlie err rancelco d'Andrade als Gast eine ganz besondere AZziebunx *?vas Fdas voll- beseßte Haus und die fich immer_mebr und mehr steigernden Beifalls- kundgebungen besen ten. Das kunstlerisebe Können dieses Vertreters der Titelpartie ist b nlänglich bekannt. Seine kraft- und temperainent- volle GesangSart sowie das lebendige, seelenvoüe Spiel haben wohl schou viele mehr als einmal begeistert und auch gestern erneut mit fortgeriffen. Frau Heymann-Engel (Gilda) war mit ihrer, wenn an nur kleinen, so doch trefflich ge ckMusik und antsprocbenden Stimme eine tüchtige Partnerin, deren Ko oratur- fertigket und fein empfundenes Spiel gleichfaUS Anerkenmm ver- dienen. Herr Siewert sang die Partie des Herzo s mi sebr wechselndem Erfolge und nkcht immer be onders anregen . Diejenige des Grafen von Monterone wurde von errn Lordmann mit seiner ergiebigen, wei en Baßstimme recht eindrucksvoll Wangen. Here
erper verm te als Graf von Ceprano n t bexonders
ervonutreten, wä?rend der „Bravo' des HLM! thekopf esanglkch wie dattelleriscb gut zur Geltung kam. räulein enker (Gesellkhafterin) fick dagegen e_twas aus dem a men
dx! Ensembles eraus. Die Inszenierung und ganze Art der uf- fUHkunJieß aucb dieSmal die Einwirkung eines gewandten Re iffems (Hur ttler) erkennen. Ebenso verdient die um kalisckpe Zeitung des Herrn Kapellmeistero Wolfram insofern no besondere Er. . wäbnung, als man aus ihr das wechselseitige Verständnis zwisckxn MÜTMtchnd Darstelxern PUKY bHYFgmecrbktkßi Die Ausstattng war ur au5anemeen,weu ra au eer . abend der Dir on ura alle Ehre machte, s Vorstellungs
Konxert.
Zn dk! Philharmonie veranstaltete am D deutsche Ge angverein . A i rookly n einoY-FZFLJ, »de
1: on“ aus B allen Mu - und Vaterlandsliebenden gleich interessevou war. Ist
doch diese Gesangsvereinigung von etwa 170 Mit hier einige 70 Stimmen mitwirkten, eine der bedeutYijkeerrF'ianYndTWj-l
„einigten Staaten Amerikas, die das deutsche Lied auch in der neuen
“Wk sorgsam gevfte f. zu Ehren ebra t u d Land der Zugehörig eit zum alHen YatexlaHtIedußésKffZeüZX Sowohl sti" “Ment- Herr Dr- Führer. wie auch der bereits seit
1890 an der piße der mufikalisrben Leitung stehende err Arthur Yßeßeßedrxrigßaben die Sängerfahrt über den Ozeat'tH mitlgemaibt-
erte mit Umfitbt und Ener ie und der C or !)
Éitti anerkennenöwuter Hin abe. Es ist ?chwer ju sage?» LU ck? M mmgruppen am gl nzendsten war. Me ' zeigten gute ulung und obllaut und fügten sich der gemeinsamen
Auf “5? selbstlos ein. Es wurde dadurch eine Gesamtwirkung
eule l, die der unserer besten ein eimisthen - Gesangverein:
Éeicbkommt, Auch die mitwirkenden Solis en, die Damen ?unkund
chippers (Sopran , sowie die kleineren zwifcbendurcb e ngefügten
Sonderchöre, das . anbattan-Damen-Quartett“ und das
.Arion-Quartett' standen mit ihren Leistungen anf voller Höhe.
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