Portugal. _
In der Kammer der Pairs ist es gestern bet der Diskusfion über die Ziviliiste wiederum zu lebhaften Flus- einandexseßuygen gekommen, infolge deren, „W. T. V. zu: folge, d1e Stßung unterbrochen werden mußte.
Afien.
Wie die „St. etersbur er Telegraphenagenturé o_us Täbris meldet, [Jißte Yestern ergen eine Schar, Revolunonare auf dem Gebäude des ehemaligen Endschumens emz: rote Fahne. Mittags zog Nakhim Khan mii _tausend Rptern m die Stadt ein und durchquerte das “frieditche Stadtviertel iaba_n, ohne 021 den Einwohnern, die rkßre Waffen u'nd ein eZchuß auslieferten, auf Widerstand zu oßen. Rakhmz Khan 1ellte fich mit seinen Truppen in dem denz Schal) gehorenden Garten Vazischaman auf. Man erwarxet eme, Belagerung des Stadt: beztrks Umirakhis, der noch un Wtderstan0 beharrt. Der Schuh hat telegraphisch Befehl e_kteüt, keinerlex Maßregeln zu scheuen, um den Aufstand schleunigst zu unterdrücken.
Nach einer heute eingetroffenen Depesche der „St. Peters- burger Telegraphenagentur“, hat dre Beschießung des. Stadtviertels Umtraxhts gestern vormittag mit zwxj Geschüßen begonnen. D1e Revolutionäre antworteten mrt hefti em Gewehxfeuer. Jm Stadtviertel Bazischaman, wo Rakbgim Khan mx! Rxltern steht, dauert die Auslieferung der Waffen fort. Dte Wtrkung der Beschießung ist noch unbekannt.
Afrika.
, Die Nachrtcht von der Vesißnahnw Azxmurs durch d1e Franzosen sowie das Gerücht von dem Vorm_ar ck 9155111 Asts' auf MarrakesZx hat in FeS, wre le "MINUS Post“ unter dem 9. d. . von dort meldet, große Bejtuxzung hervorgerufen. Die Beamien Mulm) Hafids vermogen diese Nachrichten nicht in Enzklang zu brmgen mit den :mederhoiten Neutralitäisverstcherungen _"Franx- reicbs, Es werden Vorbereitungen getroffen „lar. bie baldige Abreise Malay „Hafids aus Tes, dex wal] chemitch nach Tanger marschieren wird. Fes 1 jeßt _em großes Heer- 10 er. Viertausend reguläre T_ruypen, dte _vordZm zum 0 1schen eere gehörten, werden taglich emexeFtert ; _Tausende kommen eden Tag an, um Muchy Hafid nterstußung zu bringen und ihm Geschenke an ubteten. Die Sache Malay
afids lieat„ obiger Quelle zu?olg_e, den Mauren sehr am
en, fie betrachten den Krieg _ ' ür ihre Unabhängi keit. Malay Hand _ hat die großen Kaids an eine Sache gefesselt, mdem fie große Geldsummen für den Wiederkauf ihrer Sthungen zablxn mußten; um nicht in ihr ei enes Verderben zu gehen, müßen fie ihm jest treu bleiben. ulm) Hafid kayn _notigen- faUs 50000 Mann ins Feld führen. Geld ist retehitch vor- handen, dagegen mangelt es an Waffen und Munmon und das Vorhandene befindet fick) in schlechtem Zustande.
als Nationalkampf
Parlamentarische Nachrichten.
„ Nach den amtlichen Feststekiungen find bki der am 93011 im Wahlkreise Bromberg 1 1tattgehabten Stichwahl zum Reichstag insgesamt 22 075 Stimmen abgegeben worden, Von diesen sind 14508 auf den Gutsbefi er Ritter-Stiegiiß (konsZ und 7567 an den Redakteur von inskkPosen (Pole) entfa en. Erfteru i somit gewählt. „
N:. 26 da .Eisenbabnverordnungsblattl', betank- ebm im Ministerium der öffentlixben Arbeiten, vom 6. Inli, bal Msmden Inhalt: Erlasse des Minisers der öffenUichen Arbeiten: vom 26. Juni 1908, betr. Taxifbefiimmuugen für Saatgut; vom 1. Juli 1908, betr. Abändexung der Tele rapbenorxnung für das Deutsche Reich vom 16. Jun! 1904. _ Na richten.
Statistik mcd Volkswirtschaft.
N a cb w e i ]“ u n g der Einnahme an Reichsstempelabgabe für Wertpapiere im Re(bnungßmonat Juni 1908.
Nob- Wertpapiere solleknnabme .“ 6 1- Jaländis : Aktien und Jnteximsscbeine . . 169442480 11- Ausländi (be Aktien und Jutetimßscbeinx. . . 86 83050 UL Ikländisape Renten- und SchuidverscbretbungM 17 und Interkmöscbeine außer den unter 17 genannten 238 013 _ ' JUWkslbe auf den Inhaber lautende und auf Grund TRUYUMZW ung audTrgegébeue ' v re un- en om- WUWU uud ommunen? det Korpo- der G?" läudlktber oder städtischer Grundbefiyer, EisenIFWü' uud vaotbekenbanken oder der 7 Reuteu- WkskUs-kaften sowie Interimsscbeine . 30429220 ' terbnssebelijxd SHOWlbreibungen und In- labngeseaiFaMlandistbu Staaten Md Eisen- 18 25065 71. Auslanviscxe thém'aa'd "SWF, ' “niz ' ' 711 HZ,;WWTWÉJ qutéxUsx-TenÜYt-T 1897210 7111; Gmußscbeiue ----- '.“ ."“?“W'Tlché MF? 51) zusammen: 239152317?
Beri-btiauna Zu 71: stati 1310400 Berlin, den 14. Juli 1908.
Kaiserliibes Statistisches Aan, van der Borghi.
für Aprll1908. .“ zu lesen 13104,70 .“.
Das berichtigte Soliaufkommen der direkten Kreis- 1 en Landkreise im Reckuu s
steuern FZFZKZYHFULUW zur Einuvobnerzablkl)g jahre
de Tabelle wird das berichtigte Sgllaufkommen
... .?YYKÜYYUÜ nach dem Sm... vom 31. Man 1904 auf
den Kopf der Bevölkerung in seiner ertetlun auf das ganz: Staats-
oeb di in d die Regierungsbevrxe nachgewiesen, wobei dick?;kgeßtvadeare" Yonenftandsqnufnabyxe fur das Rechnungsjahr 1903 feftg Hevölkerungßziffem fur die Landkreise ker Be.
“) Na Band 205 der . reußis en _Siatißik': in an;- Üalkfkkk 13: preußischen Laderei e fur das R: nungs- jabr 1903. _ Re. 149 und 146 des „Reichs: und Staats-
meiaers' vom 16. .J.-d 23. Juni 1908.
rechnung zu Grunde gelegt worden find. Das berichtigte Sollaufkommen der direktem Kreisfteuern ist in dieser Nachweisung nach der Höhe der Kopfbeträge in 9 Gxuppen geteilt worden. .
Cs betrug
das berichtigte Sollaufkommen der direkten Kreissleuera im Rechnungs- jabre 1903 auf den Kopf der Staat. :::? Bevölkerung bei . . . . Landkreisen Y Y Y 4 2 Y 4 Provinzen. ?: Y Z. ;., ck * Q V Z _. "* Z" u- v “L 1» Y Regierungssezirke. *,? Y “= “.5 Y Y Y Y Y F O “" * 9 3 .. .. .. .. ck.,- Z "* "* *.“. : *.: : 0 „Y Z :? :? :I H x:: : Staat ..... 489 1 44 63 79 140 100 42 13 7, rovinzen. O preußen . . . 35 _ _ _ 2 10 15 7 _ 1 Westpreußen . 25 _ _ 1 2 6 7 4 4 1 Brandenburg . . 31 _ _ 3 3 13 7 4 _ 1 ommern . . 23 _ _ 2 2 11 7 3 3 _ YM" ''''' 3?""11111.?"577 ' l n _ _ WchÜ--.--33741§§14-1 M.! o _ _ _ SchlnoveéH „st 69 _ _ 1 3 24 22 14 5 _ eftfalen . . 38 _ 2 8 7 17 3 1 _ _ Heffen- au . 38 _ 17 10 6 5 _ _ _ _ Rheinprov nz. . 61 _ 21 24 15 1 _ _ _ _ Hobenzoüern . . 4 _ _ 1 3 _ _ _ _ _, Regierungs- bezirke. Königsberg . . . 14 _ _ _ _ 2 6 5 _ 1 umbinnen. . . 12 _ _ _ _ 4 6 2 _ _ Akienstein . . . . 9 _ _ _ 2 4 3 _ _ _ Danzig ..... 10 _ _ _ 1 4 2 1 1 1 Marienwerder . 15 _ _ 1 1 2 5 3 3 __ atsdcun . . . . 14 _ _ _ _ 6 3 4 _ 1 Érankfmt . . . . 17 _ _ 3 3 7 4 _ _ _ tettin ..... 12 _ _ 1 _ 5 4 2 _ _ KÉöxiailn . b . . . . 12 _ _ 1 2 6 3 ; _3 _ tr un . . . _ _ _ _ _ _ _ ostxns ...... 27 _ _ 4 11 11 1 _ _ _ Yromberg . . . 13 _ _ _ 6 3 4 _ _ _ Breslau ..... 23 _ _ 2 2 7 7 4 _ 1 Liegnitz ..... 19 _ _ _ 3 9 6 _ 1 _ Oppeln ..... 19 _ _ 2 4 8 4 1 _ _ Magdeburg . . . 14 _ 1 _ _ 3 6 3 _ 1 Merseburg . . 16 _ 1 3 3 5 3 1 _ _ Erfurt ...... 9 _ 2 1 5 1 _ _ _ _ Schleßwig 20 1 _ 1 2 6 8 _ _ 2 31111012: . . . 11 _ _ _ _ 2 5 3 1 _ ildesbeim . . . 15 _ _ _ _ 4 4 4 3 _ üneburg . . . 13 _ _ _" _ 3 5 4 1 _ Stade ...... 14 _ _ _ 1 6 7 _ _ _ OZnabrück . . . 10 _ _ 1 1 6 1 1 _ _ Aurich ...... 6 _ _ _ 1 3 _ 2 _ _ Münster ..... 10 _ _ 2 1 5 2 _ _ _ Minden ..... 10 _ 1 _ „2 7 _ _ _ _ Arnsberg 18 _ 1 6 4 5 1 1 _ _ iffel ...... 22 _ 4 7 6 5 _ _ _ _ W esbadeu 16 _ 13 3 _ _ _ _ _. _ Kohlen! . . 13 _ 6 5 2 _ _ _ _ _ Düffeldorf 16 _ _ 8 8 _ _ _ _ _ Cöla ....... 10 _ 4 4 2 _ _ _ _ _ Trier ...... 12 _ 7 2 2 1 _ _ _ _ Aachen ..... 10 _ 4 5 1 _ _ _ _ _ Sigmaringen . . 4 _ _ 1 3 _ _ _ _ __ Danach das auf 1 Einwohner entfaUende berichti te Kreissteuersoll im * nungsjabrx 1903 bei 45 Landkreisen (9,20 v. ) bis 1 .“, bei 142 (29,04 MH.) uber 1 bis 2 «,s-, bei 140 (28,63 1). .) über 2 bis 3 .“, bei 100 (20,45 v. H.) über 3 bis 4 „56, bei 42 (8,59 0. HZ über 4 bis 5 „44, bei _3 (2,66 v. H,) über 5 bis 6 .“ und bei 7 andkreisen (1,43 b. H) uber 6 «16.
Für die Provinzen ergaben 1115 bei entf rechender Anordnun der Kopfbeträge des berichtiÉen KreissteuerfoUs olgende Anteile der Land- kreise an den einzelnen rappen:
Das SOUaufkommen der direkten Kreissteuernjm Rechnungsjabre 1903 d auLfadFr „Kopf der Bevölkerung betrug bn . . . Hundertteilen er n e e
Y Y Y “Y L U “) K!" ck V » in den 5 Z .“? .? F F F ' "* :; Y Y Y »? : Provinzen F -4 oo :*: *- *I '.Z : :: Z Z :*- :Z :? .=: Z Z Ostpreußen. . _ 5,7 28,6 42,8 WN _ 2,9 Weßvreußen . . _ 12,0 24,0 28,0 16,0 16,0 4,0 Brandenburg . . . _ 19,4 41,9 22,6 12,9 _, 3,2 ommern . . . . _ 14,3 39,3 25,0 10,7 10,7 _ osen ..... _ 52,5 35,0 * 12,5 _ _ _ Schleßm . . . . _ 21,4 39,3 27,9 8,2 1,6 1,6 Sachsen ..... 10,3 30,8 23,0 23,0 10,3 _ 2,6 SÖießwig-Holfiein. 5,0 15,0 30,0 40,0 - - 10,0 Hannover . . . . - 5,7 34,8 31,9 20,3 7,3 _ Westfalen . . . . 5,3 39,5 44,7 7,9 2,6 _ _ ?Heffen-Naffau . . . 44,7 42,1 13,2 _ _ _ _ Rheinprovinz . . . 3 ,4 63,9 1,7 _ _ _ _ Hohenzollern . . _ 100,0 _ _ _ _ _ . Am bzchfjen waren die auf 1 Einwohner en allenden Kreissteuern
bei dem Landkreise Eiderstedt mit 8,91 „zz. 5 for ten die Knife Marienburg 1. West k- KönigWskg & Pr., Oschersle n, Ayenrade, Teltow und Nimms mit Ko fbeträgen von 6,84 bezw. 6,68, 6,18, 6,09, 6,05 und 6,04 o“. Zwl chen 6 und 5 „44 schwcmkten die ent- sprechenden Säße bei den Mswkkußkschen Kreisen Calm (5,92), Dicstbau (35,60), Stubm 5,58) und Marienwerder (5,16 , ferner ei den zum gierungWezitk Stralsund geböxigen Kreisen Grimmen (5,47), ranxburg (5,42) und Rugen (“MTX sodann beim Krei e S_lo cm (5,38 und endlich b den hannoverschen Kreisen ronau (5, 5 , Göttingen (5,243, Isernhagen (5,24), Springe (5,21) und Mark urgi. ann. 5,19.“ . Bei den Kreisen der Provinzen Posen, Westfalen, en-Na au, der Rheinprovinz sowie bei den Oberamtöbuirken der obenzo ern! Lande betrug mit einer einzigen Auknabme (Soest) das Kreilsteue: oll “uf den Kopf der Bevölkerung weniger als 4 .“. Die Gesamtzahl der Landkreise, deren Kreissteuerbetrag sich auf mehr als 4 “14 anf YZF YYJznem-xg belief, betrug 62, das waren 12,68 v. H. et re e. _ An der Gnas»): von Kreisen, deren Kopfbeträ e des Krets- steuersolls Uicht mehr als 1 .“ auSmarhten waren ie Landkreise Fs Provinilenaxstpreußen, Westpreußén, YrandenburJHtPannixleirL, e"- L , aanover und oen ern arn ee g, Schleswig- olstein You 1 Kreise, Leslie: en mit , sen mit 4,
Hefsm-Naffaa mit 17 (das waren 44,74 v.H. der Landkreise dieser
Frovim) ukndi die Rheinprovinz mit 21 Kreisen (das waren 34,43 1). H. r an re .
bre ALufddens )Regierungsbezirk Wiesbaden entfielen allein 13 Landkreise dieser Gruppe, d. w. 81,25 v. H. sämtlicher Landkreise dieses Bezirks. Von ihnen zeigten 6 Kreise Kopfbeträge von nicht mehr als einer halben Mark, die niedrigsten mit 24 und 33 Pfenni en der Untertaunuskxeis und der Kreis Biedenkopf, wahrend fie ck be m Diükreise und beim Kreise Limburg auf je 44, beim Unterwe erwald- kreise auf 47 ' und“ bei Usingen auf 50 .,3 beliefen. Gleich niedrige Kopfbeträge weisen sonst _ abgesehen vom Kreise Fxrjogtum Lauenburg, der direkte Kreissteuern uberhauxt nicbt erbo _ nur noch der Kreis Wolfhagen im Regierungs ezlrk Cassel mit 0,37 und der weüfälisebe Kreis Wiedenbruck mit 0,49 „44 auf. Von den übriaen Kreisen des Regierungsbezirks Wiesbaden zeigten der Ober- labnkreis und der Landkreis ankfurt a. M. Kopfbeträge von 51 und 57 H, während die Verglei un Szablen bei Westerbur . beim Ober- Wkaerwaldkreife und Rheingaußreise sébon 67, 77 un 79 4! aus- machten, um beim Unterlabnkreise und bei Wiesbaden auf 0,82 bezw. 0-98 .“ zu steigen- Bei den drei Kreisen Frißlar, Fulda und_Mar- [)ng im Regierungsbezirk Cassel, die neben dem etwa uten Wolfhagen iu dieser Gruppe von Kreisen mit den niedrigsten opf- bkkkä en gehörten, betrug das auf 1 Einwohner entfallende Kreis- steuergsoll 92 bezw. 92 und 96 «3.
In der Rheinprovinz schwankten die Kopfbeträge der Gruppe von La"“'-“eisen mit einem Kreissteuersoll bis einschließlich 1 .“ x_wisäpen 0,56 und 0,94 .“ bei Saarburg und Mayen. Von den ubrigen Landkreisen dieser Provins zeigten entsprecZönde Beträge von 60 und je 63 H Saarlouis bezw. Adenau und aldbröl, von je 72 und 78 “5 RbeknW und Malmedy bezw. Erkelenz zwischen 82 Mi) 89 45 Heinsberg (82), Meisenheim (83). Bernkastei (83), Sie - kreis (85 , Sankt Wendel (85), Wittlich (87) und Sehleiden (89 6?
endlich ovfbeträge zwischen 90 43 und 1 .“ a d b its er: wähnten Mayen (94) noch die Kreise Sankt Golzßre790WAlFre1kirchen (91), Bergheim (92), Cochem 93), Trier (93 und erzig 93 „3 .
Von den Landkreisen ver brigen für die e Gruppe in kommenden Provimen zeigten Wiedenbrück, eschede in der Provinz Westfalen und Ziegenrück, Schletxsingen, Delißstb und Halberstadt in der Provinz Sachsen Kopfbetrage von 0,49 bezw. 0,54, 0,60, 0,77, 0,90 und 1,09 „46.
etra t
Zur Arbeiterbewegung.
In Cs sen fand, wie die „Rhein.-Westf. Ztg.“ berichtet, am Sonntag eine vom Alten Bet arbeiterverband einberufene,- von etwa 400 Personen besuchte öZfentliche Bergarbeiterver- sammlung statt, in der Pokorny-Bochum über das Thema .Der Geheimbund der echenbesißer ge en die Bergarbeiter“ sprach. Nach dem Ustündigen eferat nahm d e VersammlunBeinstimmig folgende Entf ließung an: .Die heutige öffentliche ergarbeiterversamm- lung n mmt Kenntnis von dem ungeheuerlichen Vorgehen der Gruben- be ßer, mißliebige Arbeiter in Massen auf Monate hinaus aus- zu perten. Sie findet ein solches Vorgehen nicht nur brutal und ungebeuexlicb, sondern auch gesetzwidrig, umsomehr, da nicht nur konjrakibrüchige Arbeiter von den AusxxrrungWaßregeLn betroffen werden. Eine besondere Beleuckxtung ndet das Vorgehen der Grubenbefi er noch durch die Tatsache, daß fie jeßt in der Zeit der wirtschaft" en Krise Tausende von Arbeitern aufs Straßenpfiafter werfen, während immer noch das Uebersckvicbtenwesen herrscht und fremde Arbeiter unter trü etlichen Versprechungen nach dem Rubrbecken
elockt werden. Die Ver ammlung empfindet diesen TerroriSmus der etkSarbeiter als einm Schlag ins Geficht der Arbeiter und ist empört, daß fich bisher noch kein StaatSanwalt gefunden bat, der die Werks- berren in die geseßlicben Schranken zurückweist. Umsomebr ver- langt die Versammlung ein Vorgehen der Behörden, als die Staats- anwaltschaft bei geringen Ver eben (Streikvergeben, Boykotts usw.) Ziel): oft im Interesse einzelner nternebmer Arbeiter unter Anklage eilt. Die Maßregelun? Tausender Arbeiter durch den Geheimbund der Terroristen verlang ab olut das Vorgehen der Behörden im 5 entliehen Interesse. Ein ebenlaffen der Dinge bedeutet in den gen der Vertammelten nichts mehr und nichts weniger als eine Sanktion dec Unternehme-pmktiken durch die Beböxden. Dad wird das Rechtöempfinden der Bergarbeiter aber schwer verleßt, und ihr Glaube an die Unparteilichkeit der Behörden muß in die Brüche eber). Die Versammlung fordert dabkr ein baldiges geseÉiches Ein- chretten geYn die Zechenterroristen. Das Vor eben der erksberren zwingt die ersammlung aber auch, an alle ! tlicb denkenden Berg- arbeiter die Mahnung zu richten, den Bergarbeiterverbanb zu stärken. Eine starke einbeitlitbe Organisation ist die beste Waffe auch gegen den willkürlichen Terroriswus der Grubenbefißer. der, wenn er in derselben Weise fortgese 1 wird, folgenschwere Wirkungen nacb |ck ziehen wird.“ _ Glei e Vasammlungen, in denen an dieselbe Entschließung gefaßt wurde, fanden WG in Gelsen ircben- Schalke und Wattensäoeid statt.
_ Die am Sonnabend in Vochum versammelten Ortsvertteter der Siadte Dortmund, Botbum, Essen Gelsenkirchen, Herne, Unna-Kamen und Wanne des Vereins selbständiger Bild- hauer und Stukkateure faßten, ber 'RbaWeY Ztg,“ zufolge, einstimmig folgenden Beschluß: .Wenn die tukkateur- und Pußergebilfen beider Gewerkschaften bis zum Mittwoch, den 15. Juli. 1908, nicht in Verhandlungen eingetreten find, die die Beile un der von ibnen verursachten Lobnbewegung in Dortmund Ju Juk- sicbt stellen, so werden beide Arbeitgeberverbände am 18. Juli 1908 die Aussperrung sämtlicher organisierten Gehilfen in genannten Orten vornehmen.“ .
Nachdem wegen der Einsteiluna eines nichtorganisterien Arbeiter! auf dem Schamottewerk Schulx u. Co. in Eisenberg 100 Arbeit er in den Ausstand etreten stud, haben, wie der „Köln. Ztg.“ aus Halle telegrapbiert wird, sthlicbe Eisenberfer Schamotte- und Tonwerte die Schließung ibrer Betriebe be cbloffen;
Aus New York wird dem „WT. B' akmklbsk: Em Ueber- einkommen, das zehntausend Stablarbeiter in Pennsylvan len und dem mittleren Westen betrifft und das am 30. Juni 1909 endi ende Iabr umfaßt, wurde am Sonnabend in Detroit festgefjellt. Es Liebt Lohnkürxungen von zwei bis acht Prozent vor.
Laud- nnd Forfmirtsthaft. Saatensiand in Finnland.
Nach dem Bericht des Kaiserlichen Konsuls in el 1 vom 4 d. M. find von dem LandwirlsWftSdepatteth 131012282: Nachrichten über den Stand der Saaten in Finnland und über die Ausßichten der diesjäbri en (Ernte veröffentlicht worden. Danach i , was die Winiersaaten etrifft, Roggen in den meisten Teilen des Landes_in der Zeit vom 2. bis 12. b. M. in die Aebren geschossen. 3" Sudfinnland st?“ d" Roggen im aUgemeinén dicht und aufrecht" nur an der Wetkuste von Nviands Län liegt er zum Teil
darniedec. m Norden des andes sieben die Saaten meistens dünn,
aber allenthalben aufrecht. Im Osten und Innern stand der Ro gen ere
m_jfangs gut und di 1, ist dann aber in ol : der an [tend n du_nn enzorden, indeFen überall aufrecht fgeiélieben. Yu WTsteXfind frub esate Felder 0 cbt, andere dagegen dünn und ungleichmäßig bé- wacbsen. Ja der Zeit um Pfingsten sind die Saaten vielfach durcb statken Frost beschädigt worden; man erwartet daher im allgemeinen eine späxe Ernte. Die Auösaat der Frühlin ssaaten, nämlicb Ger U und Hafer, erfolgte größtenteils etwa am 0. Mai, an eini MO ?" bereijs Mitte Mai, und zwar unter günsii enWitterunasvek ältniffen, später batten die Saaten jedoch unter Kälke uud Trockenheit zu leiden. Die, Saaten stehen meistens dünn, nur stellenweise dich und gut. In 139. und Björneborgs Län bat fiel; der Hafer infolge des Mitte Juni gefallenen Re ens merklich erboli. Mit dem Seßen der Kartoffeln wurde teilwe se bereits Anfan ,Mai be onnen und diese Arbekk überall im Laufe der ersten H5! te des Jun beendet. Während dieser Zeit herrschte im allgemeinen günstiges Weiter. Die Pflanzen haben ck mit wenig Ausnahmen schlechk “WWP und snd hier und da durch Nachtstöste beeinträchtigt worden. Im westlichen Teil des Landes