, , €*]; “x“ 13“ ; *
sgeäellf worden; 3 Erkrankungen betrafen Arbeiter in Kobe im
5:1“ beiti eAusbrü 8 ans nä sie: Näbe beobacbten txnd pbotoaraybisch 'fe(ibaltkrg1, aucb inchden Kraiéér) dieses Vulkans binabiteigen. Bezuglich des Kiwu- und Aibert Edwardsees kam der Forscher auf Grund geologi- scker und paläontologischer Befunde zu dem SMUß. daß beide vor der Entstehung der dazwischen liegenden Vuikanekein zusammen- hängendes Wasservecksn gebildet haben, das poxdwaris noch etwa 45 km 1"!er das heutige Nordufer des Albert Edwardskes hinaus-
exeicht bIt- Njcht ein schmaler Kanal, etwa dem benzigen Rutschurm ' uß entsprechend, hat nach Kirschstein einst _die Verbindung zwischen jenen beiden Seen hergestellt, sondern ein einziqxr See hat einst die Sohle der gewaltigen tektonischen S*:nke ausgefullt und mit seinen
[uten das Peamaiitgebirge aufgearbeitet. - Der Heimvoeg nach
urovu führte Kirschstein durch den Kongourwald und den Congo abwärts. Mitte Juli war er nach 133monatiger Abwesenheit in Berlin.
„Deut ebe Medizinische Wochenschrift" mitteilt, soll in Wieéieeindizkadiunßinstitut errichtet werden, zu dem der englische Physiker Sir William Ramsay 1106) einem Beim!) in Wien die An- regung gab und für das ein ungenanntxr Gönner der Wiener Aka- demie der Wissenschaften einen Kredit bis zu 50 000 Kronen zur Ver- fügung gestelit hat. So ist Wien in die Lage verseßt, einen Vorsprung auszunußen, dsn ihm in der Radiumforscbung die Natur dureh die Pecbblcndenlager in Joachimsthal selbst zugewendet bat. “"Durch das Ackerbauminifterium wurde es der Akademie der Wissenschaften ermöglicht, 10 000 ](J Rückstände der Uranfabrikation in Joachimsthal zu kaufen. Aus ihnen wurden 26 g Radium bergeiieüt, die größte Menge, die je an einer Stelle den G-elehxten zur Verfügung stand. Die „Deutsche Medixin. Wochsnschrist knupft an die Wiener Meldung die Forderung, daß auch in Deutschland ein In- stitut geschaffen wkrde, in dem die Erforschung des Radiums nach "den verschiedensten Richtungen von einer Vereinigung physika- licber mid medizinischer Fachmänner planmäßig betrieben werden Fönne. „Wie Oesterreich in Joachimsthal, so befißt Deutschland in dem - im sächfifchen Teil des Erzgebirges beiegenen - Klingen. “Thal einen werjvolien Fundort des Radiums, dkffen reiche Ausbeute *uns in den Stand seßt, für Wiffensäyaft und anxis gleich wicbtige Untersuchungen in größerem Maßgabe anzustellen.
Gesundheitswesen, Tierkrankheiteu uud Absperrungs- maßregeln.
Gesundheitsstand und (Gang der Volkskrankheiten.
des Kaiserlichen Gesundbritßamts' (Aus den 'VeröinfYtT-17chbxbjtsxiten9. September 1908.)
Pest. d. a dem in der Ansiedlung Sarandscbikul bis Zum YYßLllJZUsk Yu? Pesifäuk nicbt aufgetreten und die leßten Kranken entlassen waren, ist die Sperre der Ortschaft aufgehoben, zur Beobachtung des Gcsundbeits/ustandes der Bevölkerung aber vorlaufig "noch eine ärztliche Beobachtung dort belassen worden.
Tü rke 1. In Adali a ist am 22. August ein vor acht Tagexi erkrankter Arbeiter einer Mühle als pestvexdäcbtig befunden worden. Dtese_befindet (“:ck in der Näbx des Hafens,k aber wYtdentfernt von der Muhle, in
" er etfälLe vorge ommkn " - weXÖÄrSJZtUY 1Vom 22. bis 28. August sind an der Pest 8 Per- sonen erkrankt (und 3 gestorben), davon 3 (2) in Alexandr ien und 5 (1) in Ascbmun der Provinz Menufieb. ' Britistb-Ostindien. Vom 26. Juli bis 1. August sind in aus Indien 755 Erkrankungen und 553 Todesiäile an dxr Pest zur nzeige gelangt. Von dsn 553 Todesfälien kamen 248 auf die Präsidentschaft Bombay (darunter 34 auf die Stadt Bombay und 8 auf das Stadt- und Hafengebiet von Ka'rachi), ferner 105 auf Burma. 102 auf _den Staat Mysore, 46 auf die Präsidentschaft Madras, xe 22 auf Bengaien und den Staat Hyderabad 7 auf die Zentral- *provinzen und 1 auf die Vereinigten Provinzen.
China. Nach einer Mitteilung vom 28. Juli sind in Canton wäbrend der letzten Wochm nur vereinzelte Peftfälle bekannt geworden. D1e Seucb: war in ungewöhnlich milder Form aufgetreten und ist nun- mehr fast gänxlich erloschen. Es wird dies mit vorangegangenen großen Ueberscbwemmungen in Zusammenhang gebracht, insofern, gls -zablreich: Ratten dabei zu Gxunde gegangen find.
Japan. Vom 5. Juli bis 14. August nd im Verwaltungs- be ick Hiogo 6 Pzsifälle, dxru'nter 4 mit 16 lichem AuögangeÉtfan- tel Ono in der Nähe der Wohnung einer vor drei Monaten von der Pest befallenen Person, 2 Bauern in dem 6 km östlich von Kobe *belegenen Dorf: Mikaqe und 1 Kind auf der etwa 25 10.11 westlich von Kobe liegenden Insel Awaji. Jm Verwaltungsbezirk Osaka sind neue Pasterkrankungen nicht vorgekommsn.
Pest und Cbolera.
Britisch-Ostindien. In Kalkutta starben vom 26. Juli
bis 1. August 18 Personen an der Pest und 11 cm der Cholera. Cholera.
Rußland. In der Stadt Moskau ist bis zum 1. September ein Cbolerafall vorgekommen, der aus dem Südosten eingeschleppt Worden isi“ der Kranke ist auf dem WSJ? der Genesun . Im Gouvernement M'oskau ist bisher ebenfalls nur ein CholeraSail in Andrejewka (Kr Podolsk) bcobachtet worden, der gleichfalls leicht verlaufen ist.
'Cbina. In Canton sind einer Mitteilung vom 28. Juli zufolge 2 Auöländer an Cholera gestorben. Die Zahl der ihr erlesenen Chiaesen ist unbekannt. Epidemiscb war die Krankheit bisher nicht
aufgetreten. Ge [bfi : b er.
An ei e in Pernambuco vom 15. bis 30. IanigeFan t1139013511114], 1:1 gVexacrux vom 11. bis 14. August 1 Erkrankung und 3 Todesfälle, in Guayaquil vom 5- bks 11- Iyli 1 Todesfall. “ n ei Martinique gekommenen u„nd am 15. F::ngoan deßsxxtxxna ZZZ (Marokko) eingetroffenen ranzosiicben Kreuzers Cbaffeloup-Laubat waren zwei TaYe nach seiner braisebon der Insel Martinique 2 Fäüe von Gelbfie er aufgetreten, von denen der eine tödlich verlief, der andere in Genesung auSging. Der Kreuzer wurde in Madagan zum Verkehr nicht AUSÜÜffM-
. P 0 ck e n-
D e uts , : vom 30. August bis 5. Sep. tember wurd? TSEBYFZMZÖYUÜZLFÉ ei t a g s b ei m (Kreis Hohen- saÜa/OZZF'VSF- Bromberg) angezeigt.
e * “' 2 Erkrankun en in der Bukowina. 77eich VW! 16. bis 2.2. August g
Fleckfieber. OLsémei ' * 27 Erkrankungen in Galizien. ck VW 16. bis 22. August (Genickstarre.
Preußen" I" “' Wo 3. bis 29, August sind 17 Er. krankungen (und 4 Todssfiille)be (111108211:th worden in. folgenden Ne," iekungsbezirken [und Kreisen:; Landespolizeibeztrk Berlin 1 „Berlin], Aachen “AWM Stadt]. ArUSberg 4 (2) FWU“ 1 (U- Bocb'm: Stadt, Bochum Land je .
WWW L“"d 1 (U]- Cöln 2 [Cöln Stadt!, Düsseldorf 1 [Duisvurg1 Hannover 1 [Hannover Stadt], Königsberg 1 [Pr. Eylaui. Oppeln 2 [Pleßk Posen 3 [Vixnbaum 2, Frau- stadtÉ)“ Stad“ " (1) [Rorenburgx Stettin 1 (1) [Stettin/.
weis. Vom 23" bis 29“ im Kanton Bermckz. Kanton Waadt. AUJUst 1 Erkrankung
Verschiedcne Krankheiten.
Pocken: Christiania 4, M sk 10, Kalkutta 226. Juli bis 1. August) 6 TodestuÉzu (YZUZZZÜÖJZ, St. Peters- urg 15, _Warscbau (Krankenhäuser) 4 Erkrankungen; Fleckfteber:
St. Petersburg, Wasscbau je 1 Todesfaü; Warscßau (Krankenbätxfer) 11 Erkrankungen; Rückfallfieber: Moskau 5 Todesfalle; Odsffa 10, St. Pstersburg 23 Erkrankungen; _GenicksiaYre: Edinburg 2, Glasgow 4, London 1, NewYork 6, Wien 1 Todesfalle; Edisiburg 2, New York 10, Wien 2 Erkrankungen; Tollwut: Budapest 2 Erkrankungen; Milzbrand: Neg.-Be1irke Caffel, Düsseldorf, Stettin je ] Erkrankuna; Influenza: Berlin 3, Buda- pest 1, Kopsnbagen 2, London 4, Moökau 2, SUPÜCWÖUÖJ 4 Todes- fälle; Odcffa 23 Ekkranknngen; Körnerktankbeit: egBezirke Allenstein 54, Posen 210 Erkrankungen. “- Mehr als ein 3 bntel aller Gefiorbenen starb an Scharlach (Durchschnitt aller deuischen BerichtSorte 1895/1904: 1,04 0/9): in Hamm, Königsbutte, Zabrze, Lem- berg - Erkrankunqen kamen zur Anzeige in Berlin 42, in den Reg.-Bezirken Arnsberg 151, Oppeln 270, in Hamburg 67, Budapest 26, Edin- burg 29, Kopenbaaen 24, London (Krankenhäuser) 377, New Yoxk 89, Odeffa 52, Paris 55, St. Petersburg 28, Rotterdam (26. August bis 1. September) 33, Wien 54; deSgl. an Masern und NSU!“ (1895/1904; 1,10%): in Kaiserslautern -. - Erkrankungen wurden gemeldet in Hamburg 31, Budapest 32, Kopenhagen 25, New York 130, Odessa 23, Paris 43, St, Petetsburg 52, Wien 33; ferner gelangten Erkrankunaen zur Anzeige an Diphtherie und Krupp in Berlin 68, Budapest 28, Christiania 23, London KrankenhäUser) 107. New York 170, Odessa 23, Paris 36, St. pctexsburg 53, Wien 69; deSgl. an Keuchhusten in Kopen- !oagen 58, New York 23, Odessa 53; bes.;l. an Typhus in Kopen- bagen 48, New York 107, Odeffa 37, Paris 25, St.thersburg 118.
Im BerichtSmonat (Juli für die deutschen Ort? sind nach- stehende Todesfälle gemeldet worden: Pocken: folgende spani chen Orte 1) : Almeria 2, Barcelona 9, Bilbao 1, Jaen 3, Madrid 2, Malaga 1, Murcia 3, Pamplona, Teruel je 1, Valencia 17; Alexandrien 3, Buenos Aires 2, Kairo 6, New Orleans 1, Rio de Janeiro 231; Cholera, Pest, Gelbfieber: vgl. die fortlaufenden Mitteilungen in den Vexöffenilickoungen; Fleckfieber: Kairo 61; Genicksiarre: Notierdam 2; Toiiwut: Athen 2, Bukarest, Kairo, New Orleans, je "1; Influenza: Berlin 8, Soest 1, Athen 2, Bukarest 1, 6 niederlandiscbe Orte?) je 1, Barcelona 19, Madrid 21, Valencia 29, 28 spanische Qrte') 1 b 5, 3 dcsgl. 7 bis 9, Buenos Aires, Buffalo") 1e 3, Detroit") 1, Havanna 7, Indiana olis7) 2, Rio de Ja- neiro 47; Aussaß: Buenos Aires 1, “ 10 de Janeiro 2: Beribeti: Rio de Janeiro 4; Ankylostomiasis: Rio de Janeiro 12.
Im übrigen war in nachstehenden Orten die Sterblicbkeit an einzelnen Krankheiten im Vergleich zur Gesamtsterblichkeit eine be- sonders große, nämlich höher als ein Zehntel: an Sibarlacb Z895/ 1904 crlag-zn dicscm 1,04 von je 100 in sämtli e_n deutschen * ericbtsorten Gestorbenen): in Beusben, Hörde, Laura utte, Staß- furt, Zabrze; an Masern und Röteln (1895/1904: 1,10 9/0 in allen deutschen Orten): in Boguischüv, Flensburg, Godesberg, Roßberg, Schwelm, Siemianowiß, Linz; an Keuchbuften: in Biebrich, Emden, Hilden, Lebe, Mülheim a. Rb, Weitmar, Bank; an Typhus (189511904: 0,46 0/9 in allen deutschen Orten): in Greiz. .
Mehr als ein Fünftel aller Gestorbenen ist ferner nachstehenden Krankheiten erlegen: der Tuberkulosé (1895/1904 starben an Lungen- scbwindsucbt 10,84 0/0 in allen- deutschen Orten): in Tegel, Bocholt, Fulda, Kreuznach, Landsberg a. W., Lippstadt, Marburg, Neustadt O.-S., Neuwied. Peine, Schwelm, Soest, Wilhelmshaven, Ansbach, Bayreuth, St. Ingbert, Landshut, Neustadt a, Haardt, Pirmasens, Schweinfurt, Hagenau, Mülhausen i. E., Brünn, Graz, Havana; den Krankbxiten der AtmungSorgane (1895/1904 starben an akuten Erkrankungen der Atmungsorgane 12,73 0/9 in aUen deutschen Orten): in Allensjein, Bielefeld, Eickel, Godesberg, Hilden, Laurabütfe, Luckenwalde, Myslowiß, Osterfeld, Siemianowiß, Velbert, Weitmar, Zaborze, Barc-Iiona, Madrid, Valkncia, Buffalo1); dem Magen- und Daxmkatarrb, Brechdurchfall (1895/1904 starben an akuten Darmkrankheiten 13,19 0/0 in aUen deutschen Orten): in 172 deuischen Orten, darunter sogar mehr als ein Drittel in Alieneffen, Altwasser, Anklam, Boxbagen-Rummelsburg, Friedrichsfelde, BtSmarck- hütte, Burg, Caternberg, Cöln, Köpenick, Küstrin, Dortmund, Duis- burg, Eberswalde, M.-Gladbach Land, Gnesen, Goslar, Graubenz,
aile a. S., Hamborn, Herten, Homberg a. Rb, Horst a. Emscher,
önigsbütte, Linden, Magdeburg, Malstatt-Burbacb, Quedlinburg, Recklinghausen, Nixdorf, Rotthausen, Schwientochlowiv, Steydal, Stettin, Tborn, Wanne, Wattenscheid Wilhelmsburg,Amberg,Furth, Lechbausen, Ludwigshafen, Speyer, Leipzig, Reutlingen, Mannheim, Offenbach, Apolda, Meß, SÖiltigbeim; ferner im Landkr. Beuthen, in Bukarest, Alexandrien, Kairo.
Von den 344 deutschen Orjen batten 6 im Berichtsmonat eine verhältnixmäßig bob: Sterblichkeit (über 35,0 auf je 1000 Ein- wobner und aufs Jahr berechnet): Waldenburg i. Schief. 35,9 (1902/06: 27,3), Zaborze 36,7 (1895/1904: 31,1), Königsbü-te 37,7 1895/1904: 25,6), Schwientocblowiß 38,3 (1904/06: 30,8), Lech- haufen 39,4 (1903/05: 33,8), Roßberg 40,4 (1903/05: 28,4). Im Vormonat betrug das Sterblichkeitsmaximum 40,3 0/90.
Die Säuglingssterblicbkeit war in 43 Orten eine beträcht- liche, d. 1). höher als ein Drittel aller Lebendgeborenen; sogar mehr ais die Hälfte betrug fie in Amberg 506 0/00 Gesamtsterblicbkeit 34,8), Prenzlau 512 (25,5), Goslar 528 (28,6), ismar 585 (25,9), Lechauien 608 (39,4), Anklam 628, (34,4), Heilbronn 629 (29,0), Küstrin 643 (17,8).
Die Gesamtsicrblichkeit war während des BerichtSmonats geringer als 15,0 (auf je 1000 Einwohner und aufs Iabr berechnet) in 103 Orten. Unter 10,0 0/00 betrug sie in: Schöneberg 9,8 (1895/1904: 11,8), Wermelskirchen 9,7 (1902/06: 12,2), Offenburg 9,4 (1903/05; 14,6), Dt.-Wiiwersdorf 9,1 1898/1902: 11,7), Biele- feld 8,8 (1895/1904: 146), Höbscheid 8,8, auf 8,8 (1904/06: 14,1 , Erlangen 6,8 (1895/ 1904: 17,9), Wald 6,5 (1896/1905: 14,2 Friedenau 4,4 (1895/1904: 10,6).
Die Säuglingssjerblichkeit betrug in 42 Orten weniger als ein Zehntel der Lebendgeborenen. Unter einem Siebsntel derselben bLieb sie außerdem in 45, unter einem Fünftel in 80 Orten.
Im ganzen scheint sich der Gesundheitszustand gegenüber dxm Vormonat erheblich verschlechtert zu haben, und zwar haupt- sachlich unter den Kindern im ersten Lebensjahre. Eine höhere Sterblichkeii als 35,0 0/99 hatten 6 Ortscbaiten ge en 1 im Juni, eine geringere als 15,0%.) batten 103 gegen 130. 5 ehr Säuglinge ais 333,3 auf je 1000 Lebendgeborene“ starben in 43 Orten gegen 5, wsniger ais 200,0 in 167 gegen 255 im Vormonat.
,
Das Kaiserliche GesundbeitSamt meldet den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche aus dem Bezirk Kaisers- lautern (Pfalz) am 10. September 1908.
Französische Besißungen.
Durch eine im „30011181 01110161 60 1'111110-0111116“ vom 16. Juli veröffentlichte Verordnung des Generalgouverneurs von Indochina vom 11. d. M. ist der afcn von Hongkong für pestverseucht erklärt worden. An die Herkünfte von dort finden nach der Verordnung die dureh die bestehenden Vorschriften ange- ordneten sanitären Schußm0ßregeln Anwendung. Die von Hongkong mit asiatisch". Cinwanderen in Indochina eintreffenden Schiffe unter- liegen einer Beobackplungsquarantäne von 48 Stunden und den üblichen Desinfektionsmaßregeln.
Rußland.
Nack) einer Meldung des „W. T. V.“ ist die Stadt St. Petersburg und ihre Umgebung für cholerabedrobt erklärt worden. Das städtische GefundbeiiSamt macht bekannt, daß an der (fébokierafiind den icßten 24 Stunden 37 Personen erkrankt und 12 ge-
or en n .
1) April. -- *) Mak.
«. . «'N-«.: «.:-:x» *: „*.-.. “, *,
Schweiz.
Der schweizerische Bundesrat hat in Ausführung von Art. 49 der Verordnung über die Maßnabmen zum Schuss gegen die Cholera und bie Pest, soweit sie die VerkebrSanstaiten, den Per- sonen-, den Gepaek- und Den Warxnberkebr betreffen, vom 30. De- zember 1899/4. Februar 1908, als pcstverskucht erklärt: Britisch- Jndien, Hongkong, China, Japan und Foxmosa, die Philippinön, Mauritius, Aegypten, die Häfen von Brasilien und von Chile.
Ferner hat der Vundeörat als cboleraverseucbt erklärt die russisépen Gondernements Astrachan, Saratow, Nischni-Nowgorod und das Dongebiet
Es kommen daher gegenüber diesen Ländern und Bezirken die durch den Bundesratsbescbluß vom 1. September 1908 in Kraft ge. seßten Bestimmungen obiger Verordnung (Art. 33 bis 35: Ueber- wachung der Reisenden am Bestimmungsort, und Art. 37 bis 48: Waren- und Güterverkehr) zur Anwendung. (Vergl. .N.-Anz.“ vom 26. Februar d. I, Nr. 49.) '
Türkei.
Der internationale Gesundheitsrat in Konstantinopel bat die für Herkünfte von Adalia angeordneten uarantänemaßregeln wieder aufgehoben. (Vergl. ,N.-Anz.' vom 31. v.M., Nr. 205.)
_Ferner hat der Gesundbeitßrat die Einiubr von frischen li;)7rubchxen, von frischem Gemüse und von Käse aus Rußland er 0 en. -
Hinsichtlich der Einfuhr von Teppichen aus P: en über Ruß- land hat der Gesundheitsrat folgende Verfügung erla en: Die Ein- fuhr derartiger Teppiche ist nach erfolgter äußerliche: Desinfektion der Bgüen unter folgendkn Bedingunaen gestattet: 3. Die Teppiche mussen von einem Zeugnis des türkischen Konsuls am Herkunfts- orte der Sendung begleitet sein. Aus dem Zeugnis muß der HerkunftSort der Teppiche, die Zahl der in jedem Ballen ent- haltenen Teppiche erfichllich und au erdem soll bescheinigt sein, daß in dem Herkunftsorte epidemisebe oder ansteckende Krankbeiten nicht h_errscben. 5. Jeder Bauen wuß mit dem Siegel des betreffenden turkischen Konsuls _versebm fem.
Rumänien.
Die rumänische Regierung hat laut Bekanntmachung im ._Monitorul Oficial“ Nr. 113 vom 2. September die ge en die Yerkanfte aus Jewissen Teilen Rußlands ver ügten "perr- und_Ue erwachungSmaßnabmen nunmehr auch fur die Herkunste aus den Gouvernements Tusa, Ufa, Kuban, Charkoff, _ Tiflis, Costroma, Perm und Ecaterinoslaw verbanat. (Vergl. .R.-Anj.* vom 7., 13., 19. und 26. August und 2. d. M. Nr. 185, 190, 195, 201 und 207.)
Bulgarien. Die buYariscbe Regierung hat das Gouvernement Kostroma sowie die tadt und das Gouvernement Kiew und die Stadt Moskau für choleraverseucht erklärt.
Aegypten.
Der interknationale GesundbriiSoat in Alexandrien bat beschloffen, geglen Hetrkxtanle aus) Kertschbxiind Tbe(17Vdosila d§4)sk (Hbolera- reg emen n nwen ung zu ngen. erg . „ .- n .' vom 13. und 29. v. M., Nr. 190 und 204.) *
Der internationale GesundbeitSrat in Alexandrien bat beschlossen, das Pesireglement gegen Herkünfte von Adalia (Kleinasien) ZkußZanendung zu seyen. (Vergl. .RoAnj-' vom 5. d. M„
r. ,
Verdiugungeu im Auslande.
Oesterreicb-Ungarn.
20. Sepixmber 1908, 12 Uhr. Direktion der privilegierten öster- reichisch-unaaetscben StaatSeisenbabnaesellsibaft in Wien: Lieferung von ungefähr 100000 kg Mineralzylinderöl, 60 000 kg Mineral- übxrbißeröl, 25 0001x Mineraleyiinderöl für Schnellxugslokomotivem Naberes bei der erwä uten Direktion und beim „Reichsanzeiger'.
Spanien.
10. Oktober 1908, 12 Uhr, Naibaus in Madrid (Sasa. 0011- 515501431); Lieferung kes gußeisernen Materials für das Robrne , die besonderen Teile und Hähne für die Madrider Waéscrleitung wäbrend der Zeit vom 1. Januar 1909 bis zum 31. Dezent er 1912. Näheres in spxnisrher Sprache beim „Reichsanzeiger' und bei dem Sekretariat des Stadtrats ,(Isorsbarja ck61 Hyunßasznbo, 1763001360 äs 80535505) in Madrid.
Dänemark.
16. September 1908, 12 Uhr, dänische Staatsbahnen im „Mas. kinafdelingens Kontor“, Gl. Kongevej 11), in Kopenbagen: Liefe- 1ung von: ca. 160 000 kg gereinigtes Mineralöl, ca. 520 000 kg dunkles Mineralöl, ca. 40 000 kg Mineralöl mr Gasentwicklung, ca. 53 750 kJ Minerals! zur Beleuchtung, ca. 39 200 kg rusfisches Mineralöl fur Lu lampen, ca, 90000 kg schweres Mineralöl, ca. 35000 kg Ta g, ca. 600 kJ Maschinenfett, ca. 232500 kz Lampenol, ca. 44000 kg Firnis. Bedingungen an Ort und Stelle.
Verkehrsanftalteu.
Zum 1. Oktober d. I. wird die osia entur in Wil [ s- berg b. Berlin in ein“ Postamt UTPumgeribandelt. bse m
Die am 11. September 6 Uhr 30 Nachmittags in Berlin fälli e Post aus Frankreich iii ausgeblieben, weil der Zug 31 niit 50 Minuten „Verspätung in Herbestbal angekommen ist.
Theater und Musik.
In der am Sonnabend im Königlichen O ern an e findenden Aufführung von „1.9. Drayjada“ tritt Fxäuleb? FaLrarstJtt; ersten Male in diesxr Spielzeit in der Titelroüe auf. In den übrigen YYY? find z??FräsulemdYchlrbs [LOWZiYiiet Heeren „:kirchboff, Bronsgeest,
nger, raaun am e a . u a . meist,? voöétirakißchdas Yee? s is 71 [11017 leitet der Kapell
m n g en au 1) elbause werdcn mo Journalisten“ von G. Freytag, mit den erren Ke [errémAbrItbitf Boettcher, Staesemann, Warrock, Vollmer, O erländer, ichbolz und den Damen von Mayburg, Steinfieck, Buße und Schramm in den WME“ “WM.. .. “
m _ onn ag 11 e m euen Köni li eine Auffahrung von . ra Diavolo" statt. I [(den Operntheater
E. d'Alberts Mu kdrama ,Tiefland“ erscheint morgen in der Komischen Oper, in einer neuen Beseßung der Hau tpartien. Bei dieser Gelegenheit wird sich Otto Marat zum ersten ale als 8533681688831PUUÉZT'i-nii'TZMi; "“b“" *b'" "'i? Rudolf
(1 am), a e r i n Bachrixh als Nuri beschäftigt. b ck als Marta u Fräulein
Fur das Blutbnerorchester ist als Dirigent der Kapellmeister FFierdinand Neiii er vnxfliäotet worden, der bisher die bilbarmoni- chen Komette in Wasa( innland) leitete. Here Nei er wird die populären Konzerte und die Begleitungen übernehmen.
Mannigfaltiges. Ber lin, 11. September 1908.
In der gestrigen Sißunq der Stadtverordneten bilde ein Antrag der soziaidemokratischen Stadtverordneten Augustin mib Genoffen, den Magistrat zg ersvchen, die Regelung der Lobn- und Arbeitsverbältkiffe_ der stadtisehen Angestellten und Arbeiter nach spezialisierten Yntraaen Vorzunebmen und die dazu erforderlichen Mittel in den Etat fur 1909 einzuießcn, ien Hauptgegenstand der Bsralung. Der Antrag verfolgte, wie der Referm! Siadtv. Saffenbacb daxiegie den ZWeck, die Einheitlichkeit der Lobuberbäiiniffe be“! iiädiiicb-zr. Ac,-