1908 / 270 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 14 Nov 1908 18:00:01 GMT) scan diff

Auf der Ta Grafen von .So Arbeitslosigkeit in Abgg. Albrecht und Ge die Folgen der wir

Nummer d. Bl.

Abg. Pieper Ueberzeuaung, daß k d t ck

ßnahmen gegen

Yung ist in der gestrigen

und wiederum die I

reichen, als annehmbar angesehen werden können. rivaten wäre ein Appel"! zu richten. Üten gerade jetzt diejenigen" Arbeiten !eickot später auSzufübren waren. eld der Tätigkeit für die zahlreichen ingen für die bauakwerblichen, Maßstab: Wh Dabei können auch die Han

Arbeitslosenzählung. bedingunq für al]: vor an die Regierungen, die geben, wenn man ni Diese Arbeits!

Amerika und bésonders so kann hier die Han gebend sein. Viel eber ck die Zählung wür und Syndikate gebalte

cb an Die wohlhabenden Privaten vergeben, die sonjt viel-

Woblfabrtsvereine, vor allen gemeinnüßigen Baugeseuscbaften, die

und Kaufleute auch die Vornahme

Man kann nicht mlungen usw. heran- ld der Arbxitslofigkeit

in größerem

zunebmenden Maßnahme . Stadtverordnetenderfam cbt ein möglichst klares B1 zäbiung wäre auch ei tschaftspolitik die rich England unter der A(beitslosigkeit delsvertraaspolitik allem nicht aus:!) kommt hier die KarteUpolitik in B de aucb fesizuffeÜen sein, ob die sie versprachen,

die Kartelle und Syndikate ande nach dem Auslande ab. zu erhalten, aber disse

Ausland abgeben, daß ): konkurrieren können. 6th Material, Es bandklt sich jedoch Die aegknwärtige anährkicb eine Akb-its- ja jeßt schon aÜjäbrlich Vieh- so wichtig als diese erscheint uns Um für die Zukunft vor- Snacßweise nomendia, zu- rbaU jeder Arbéitslosem rschied€nen Gesichtspunkten nftigen Ausbau kann es gemeinnüßigen Arbeitsnacbwzise ner Gewerbe stehen. dien vorhanden sind, genügt nen Städte und das. L adurck) nicht geschadet, kondcrn organische Verbindung zwisch Arbeißnacbweisen in den S dt werden. Die ArbeitSnacbweis ganze Bexirke, für die Ein Der Reichstag hat früher Pachnicke abgelehnt, aber daß sache, daß darin gerade vo Fragkn sicb beschäftigen, gierungSrat Dominicus

sprechenden Geseßcs vo ' und aewerblicben SteÜenvermtttlungen

Aröc-„itsnacbweise . anäbrlicben Ausiauscbs er durch die Ge g verwirklicbt tver sonderes Gesetz

n Provinzen einen ätten zu errichten. darf auch an dem Problem der bergegangen werden, reifen der organifi

mag ja sein Gutes Haben, wenn ibre Produkte etwas Billiger als im Jnl koßen, um ihre Unternehmungen betriebs kann auch sebr schädigend wirken,

nd Halbfabrikate so billig an das damit nicht meh &II-Arbeitsblatt liefert ja auSqezeichr wesentlich aus den Gewerkschaften.

ck um die Scharcn der ungelern Regieruna den Anlaß geben, veranstaléen, wie

zäblungen staiifindkn; mindestens eben auch die regelmäßige

unsere Fertiaindustrien

Krisis sollte der kosenzäbluna zu

Arbeitslosenzäb ist zunächst der Ausbau der Arbeit mal der Arbeiis-acbweis aus!; der Unie g ist. Bi-hxr haben wir nach de Arbeitsnacbweise ; m die paritätischen,

die nicht im Dienste einzel ckWeise in den großen fie müssen aucb auf die klei aus;]edebnt werden; dem Lande wird d

ä en und auf dem Lande bergesteut e müssen sodann zentralifixrt werden für zelstaaten und möglichst für das Reich., einen dabingebenden Antrag Roeficke- der Gedanke gut ist, heweist die Tat- n solchen, die berumeaßig mit diesen dieseibe Forderung erhoben wird. Der R i'n Straßburg bat den Entwurf eines ent- Aufhebung alier privaten Der Gedanke

s der aemachten

raelegt, der die

rfabrung ist so weit oder wenigstens durch die Verwaltun Die Wanderarbeitsstäiten, für die in P aemackot ist, sollen denselben Zwecken di die heutige Krifis auf die brieiligte , ein System solckper Wanderarbeitsst ukunft vorzubauen, Arbeitslosenverficberuna nicbt vori"! und sähwierig und selbst in den scbaft not!; ungeklärt diese Frage is. Weben, um die Ansätze zu fördern,

isi vor aUem den Gewerkscbaf bobe Anerkennuna zu zoÜen, n mit ihnen der Sackpe ange r Stadt Gent in Belgien sing eben Städten in Uebung Straßbura übernommen worden um Zuschüsse, welche die Kom-

Einrichtung sich be- ystem vielfach ein- ein Geseß bestimmt fgewendetén Beiräae rzugunq der organi- , verpfliÖtet werden, in der Arbeitslosen- ben sich die Städte eine wenn auch die Fragen,

wünschen, das;

Um für die Z so weitschichtig arten Arbeiter- ß jedenfalls aUes ge- ngeren Kreisen schon die diese Ver- ebenso den Ge- nommen baden.

sicherung 'einaefü meinden, dia fit!) im Verei Bekannt ist das 1901 von de das bis icht bereiis in in eiwas veränderter Form 1907 vo ist. In der Hauptsache handeltrs sicb munen an die Gewerksckzafien für dies gemachken Erfabrrwgen haben gezeigt, daß diese

währt. Anek) in Frankreich ist dieses Genter S geführt, ebenso in Nochaen- wo neuerdings durch ist, das; die betreffanden Kaffsn ein Viertel der an vom Staate zurückerhaxten. sierten A*beiter dadurch umganßen, dqß die Kassen aucb Niebtoraanisierten die Mitqltedsobaft

verfiÄerungskasie zu ermögiickxcn. Naturlich ba gewisse Kontrolle sichern muffen und gesichert,

ob Arbritslofigkeif

ledigt werden können , oraanisationkn -

Dort wird die Vedo

gerade auch Arbeiter-

belsén können durch d-n Ausbau des At [! Zuschüsse für die V:*rf'ich€rung gkgcn "ng der niÖt oraanifierten Arbeiter du

beitSnaÖweiscs, Arbei'sicsigkeit, rch Notstands- usw., so müssen cbt ziehen, eine ine Arbeitslosen- orgaNisation und Gcrade Tarifverträge Folgen mildern. beiten vorvebmen und iger Weise Für- damit ein Stück sondern aucb für die kleinen

die Interpellation seiner n wir mit diesen en wir auch das auch bereit, end- itslrsigkeit g-bört

durcb Unters1üß arbeiten, durcb wir auch wirlich gesunde Handel? statistik dureh das Rei vor allem den Absrb f; können die Arbeitslosigk Staat Und R-ich Arbeit beschaffen, sorge in aU-rnöchsisr Z-it ge Sozialvoiikik nicht nur für die Gewerbetreibenden nnd die Ind si

Abg. Molkt-nbubk (S Partei: In f1übcren Jahren, dnl-ßt 1902 st Anreßungen immer 51Min, e_rber allmähli Zentrum etwas Vorwarts gedrangt. Hoffentlich ist gültig auf dikspm Gebiete mskzuarhsiteu, .Die Arbe zu den regelmäßigen Folgen von wirtscbajtlxchen Kr wieder vor einer wxxtstckpakftikkeben 2?K?)lcct!1)nitat, wie

k-tnd ge „a M e o

Karere und C, daß plößiickye Stockunaen v

rricbkunq von Verpflegangssiationen af'Woiitischc Maßnahmen in Bstra k, ein! gesunde Kartcüpiitik, ck, Fortschritte in der Arbeiter von Tarifvxrträg'en. _ eit verbüt-n und

muffen sofort NoisiandSar Reiche in großzüg en wird, so wird

oz) beqründ-t

cbt, die Produktion

stländer; gerade _ck aufgetreten, und

us 3er - m auch auf Fähren„ die Industrie sich durch Arbeiter-

scbsecbtesien dabei weg,

entlaffungen und Lohnkürxungen über die Krisen hinwegbilfj. Auch die Eisenbahnverwaltunq nitximt das Recht in Anspruch, Lohn- erhöhungen aus der gutrn Zett wahrend der Kriss bei der Annahme von neuen Arbeitern wieder_ rückgängi zu machen. Das „Reich- Zxrbeitsblait: veröffentlicht seit Juli dieZes Jahres fortgeseßt Berichte uber den Ruckgang der Arbeit und nach den Monatsberichten über die Roheisenvroduktion sind in den ersten 9 Monaten d. J. 763 000

onnen Roheisen weniger erzeugt als im Vorjahre. Im Bau- gewerbe seßte die tockung bereits im Frühjahr 1907 ein, als eine , erhebliehe Steigerung des Zinsfußes eintrat und Baußelder mcht Vorhanden waren. Ein weiteres Zeichen der wirtschaft ichen Krise ist, daß man sich im Hamburger Hafen beklagt, daß die Frqcbten der Segelscbikfabrt noch einmal so schlecht gewesen find wie beim Abschluß des vorigen Jahres. Für den Umfang der Arbeitslosigkeit gibt das .RHicbs-Arbeitsblatt' mit seinen Berichten über die Krankenkassen einen Anhaltspunkt. Es ergibt skb daraus, daß die Zahl der Krankentaqe gegen die entsprecbxnde Zeit des Vorjahres ganz erheblich zurückgeblieben ist. Ein weiterer Maßstab ist die Zu- nahme der Unterstützungen, welch: die Fachverbände gezahlt babrn. (Gegen das Vorxabr bat geradezu eine Verdopplung statt- gefunden. Diese Arbeitslosigkeit wirkt deprimierend auf die Arbeiter ein, gibt sie dem _Hunggr preis, " zur Vernichtung von Leben und Gesundheit. Dre Zahl der Obdachlosen wächst; in den Jahren 1904 bis 1907 betrug die durchschnittliche Zahl der Ob- dachlosen, die dem Pastor von Bodelschwingh zur Verpflegung überwiesen _wurden, 20000, 1907/08 ist fie cm,: 38138 gr?- stiegen. Hatte man aUes das Geld, das man für Almosen, Invalidenrenten, Gefängniffe usw. auskugeben genötigt isi, früher apgewendet, um der Arbeitslosigkeit vorzubeugen, so hätte man einen großen Teil der Arbeiter als nüßlicbé Glieder der menschlichen Gesellscksas't erhalten können. Während ein Usberscbuß an* Produkten vorhanden ist, leiden die Arbeiter Not, während ein Urbek- fluß an Wohnungen Vorhanden ist, liegen die Bauarbeitkr obdachlos an der Landstraße. Der Staatssekretär Dernburg hat behauptet, daß in 20 Jahren der Nationalreichtum Deutschlands um 30 Milliarden ge- stiegen sei. Ich halte viele seiner Behauptungen für maßlose Ueber- treibungen, aber Hierin bat er vonomm:n recht. Das ergibt fich sch9n aus, den Einschäßungen der preußischkn Ergänzungssteuer, die zu- gleich ergt-Jt, daß das Vrmxögen aucb aaf dem Lande gestiegen ist. Will man wirklich Aöbilfe !chaffsn, so sorge man dafür, die Massen im Inland: konjumfäbiger zu machen. Dann ist auch ein genügender Y_bsaßmarkt für die Industrie vorhanden. Ferner soUte die Regierung m(ht fortwährend die Koalitionsbestrrbungen der Arbeiter durchkreuzen. Der Staat geht aber oft mit sehr 1chlechtem Beispiel vor. Wie der Fiskus im Saarrevier mit seinen Löhnen hinter den Löhnen der Bergarbeiker im Rubrrevier zurückdleibt, so auch der preußische Eisenbabnfiskus; überdies reizt der Fiskus durch sein Beixpixl und,seine Winke die Privatindustcie direkt zur Einsteüung aus- ländischer Arbeitskräfte an. Wie viel Arbeit könnte nicht durch den Ausbau drs Kanalsystems oder durch dxn Ersatz der alten, verfaüenen Schulhäuser durch neue geschaffen werden! Hat nicht auch das Zentrum fast uns die ungebeuerlichrn Auggabzn für Heeres-, Matine- und kdlonialpoliiiscbe Zwecke bßwiliigt? Und j-Zi wird die neue Tabaksteuererböhung wieder 50 000 deutsche Arbeiter brotlos machen! Früher Hatte die Regierung einmal auc!) reformeriscbe Anwandlungen, denen wobl di? Arbeifslosenzädlungen vdn Juni und Dezember 1895 zu Verdunken gewesen fixid. Aber sie sind bald wieder eingeschlafen. Ueber die Arbeitswerficberung haben wir 1906 eine dicke Denkschrift erhaktsn, die aber «Wo nicht in einer inle angibt, was denn das Deutsche Reich für die Arbeitslosen getan bat! Eine ArbeitslosenvörfiÖerung darf swb nicht auf die ge- werblichen“Arbeiter beschränken, sondern sie muß vor allem auch auf die Landarbeiter außgedchnt werden. Für die Untersiüßung der Arbeitslosenzahl, die sich aus den Zählungen von 1895 als Durch- schnitt ergibt, wären 220 MiÜionen genügend. .(Zarufe r§chts,) Ja eine solche Summe erscheint Ihnen nur hoch, wenn sie fur die Arßeiter ausgegeben werden soll; wenn aber der Heeres- und Marine- etat Jain? für Jahr um 50 bis 60 Mill. Mark steigt, dann bab?" Sie nickzts dagegen einjuwenden. Wird erst die ArbeitSzcrt gesetzlich geregelt, wird erst die Arbeitslosigkeit dezn Reiche etwas kosten, dann wird man sich auch ernstlicber darum bekummsrn, [ie Möglichst zu be- seitigen. Es wurde früher eingewendet, die Arbertk-iosenpkrstäserung wäre eine Prämie auf die Faulheit; Von den Gewxrkjchaften, die diese Einrichtun habsn, wird man diese szauptung doch nicht auf- strÜen; auch !a cn sich einfache Vorkehrungen treffen, um das arbeitH- scheue Gesindel gleich bei der ersten Gelegenheit abzustoßxn. AUF; könnle den Gewerbegerichten eine Entsckxeidung darüber, ob die Unt-rsjußuna zu zahlen ist. zugewiesen werden, um den Mißbrauch voUrnds,aus;u- schließen. Hand in Hand damit müßte die Zentralqation der Ardextßnacb- weise geben. Ick) verianae von der deut!chen_ReichSregierung, das; sie sofort ein Geseß zur Abkürzung der Arbeitszeit, etwa zur Einfuhrung des Neunftundentaaes, einbringt. Man kürze die Arbeitßeit in_der Zeit ab, wo Ueberfluß an Arbeitslosen herrscht, und die Klagen uber ArbeitSmangel in der Hochkonjunktur Werden verschwinden. Ich glaube, die Krise wird noch den näcbsisn Sommer und Winter an- halten; die Einführung des Neunstandentages wird nach 1 bis 1x Jahren ihre wohltätige Wirkung zeigen, und von seiner Abschaffung wird dann nicht wieder die Rede Fein. Das Reich hat dock) eingegriffen, als es galt, die Ledensbedürfnisse des Volks ungemrin zu ver- teuern. (Widerspruch rech:s.) Was kosten den Arbeiter beute nÜein die Getreidezölle? WSU! es nach Ihnen gegangen wäre, Herr Dr.Habn, Sie hätten den Getreidexoll 'auf 20 „M für den Doppeizentner erhöht! Das Reich bat die Pfiubt er:)zugreifen, damit unser Volk im„Wett- streit der Staalen leijtungsfadig bleibt. Gerade das Volk wird Sieger bleiben, das die gesündeste und intelligenteste Arbeiterschaft bat. Nicbf für Ka'nonen und Panzerschiffe, sondern für die Hebung der Erwerbstätigkeit und der Wiktschastltchkn Maxbt gebe man Geld aus, und man wird für die Zukunft Großes geleistet haben.

Staatssekretär des Innern Dr. von Bethmann Hollweg:

Meine Herren! Ich kann Ibnen zu mcinem Bedauern keine neueren und lxider aucb'keine tröstlicheren Mitteilungxn geben über das große Unglück, das gssjern auf der Z-che Radbod ßaiigefunden hat. Der Chef der preußischen Vexgdnivaltang, der preußische HandelSminister, bat fick) mit dem Oberberghauptmann sofort an Ort und SteÜe bkgebcn, und dieIUterpellatiok-en, welche der Reichséag nach dieser Richtung hin an _den Herrn Rcichskarxzxe: gerichtet bak- werden ja, wenn die Verhältniß": geklärt sein werden, Gelegenheit bieten, auch hier noch im Reichstage deo writxren darüber zn sprechen- Aber ich habe bis erste Gelegenheit, die sich mir nach dem Eintritte des Unglücks bst, zu Ihnen zu sprechxn, nicht vorübergedcn [affen onen, obne dem großen Anteil, den mit dem Reichstaße die Reichs- verwaltung an der Katasérovbe und dem Unglück der von ihr Vc- troffenen nimmt, Hierdurch Ausdruck zu geban. (Bravo!)

Meine Huren, ich komme nun 3277: Beantwortuyg der beiden vorliegenden JütcrpeUationen. Der Herr Abg. Molkenbubr hat soeben seine Mitteilungen über den Umfang der bestehenden Arbeits- losigkeit, über die unheilvollen Folgen der Arbeitsloßskeit für das Lehm des Arbeiters und für das Leben der Gesamtheit in dem Tone des AKJkiffs gegen die bestehende Gcsellscbafjsordnung Vorgetragen und, meine Herren, von seinem Standpunkte aus ja vonommen mit Recht, Wenn er glaubt, daß eine zukünftige Gsscllscbafts- ordnung Aröeiterkrisen, die er als krankhafte Crsé-eknungcn an dem WirtWaftökörpcr bezeichnet hat, nicht anWtisen wird. Meine Herren, ich kann mich in eine Diskuksion darüber, ob diese zu- künftigen Organiém-n vo_n allen menschlichen Organismen allein Krankheiten und Schäden nicbt aufweisen werden, nicht einlaffén- Ick

,

Deutsckxer Reichstag. 161. Sißung vom 13. November 1908, Nachmittags 1 Uhr, (Bericht von Wolffs Telegrapbisckem Bureau.)

gesordnung steht die InterpeUation des Abg. betreffend Maßnahmen geg_en dre Verbindung mit der Interchatton der noffen, betreffend M9 tfchaftlichen KUsl . Anfang der Si berichtet worden. (Zentr.) fortfahrend: Cs herrscht aUgemein die planmäßig vorgegangen bier um Notstandßarbeiten in weiterem u omöglick) farifmäßige Löhne gezn

t Notstandöarbeiten

stelle mich mit dem daß unsere gegenwärtige nationale Ursachen bat, daß die sich in aUen Staaten Deutschland froh sein, hältnisse nicht so plößlicb

Herrn Abg. Pieper auf den Standpunk- wirtschaftlicbe Kcifis im wesentlichen inter- sie beruht auf wirtschaftlichen Depressionen- gezeigt Haben. Wir können bei uns ja daß der Niedergang der wirtschaftlichen V“"

und nicht so scharf eingetreten ist, wie in vielen anderen Staaten. Daß er nicht so plöslich eingetreten kst- das ergibt fich, wenn man verfolgt, wie sich unsere Ausfuhr in dem laufendcn Jahre entwickelt hat. Ich wäre in der Lage, Ihnen die einzelnen stakistischeu Ziffern nach dieser Richtung b:.n mitzuteilen- will aber nicht zu weitschweifend werden in einer Debatte über Arbeitslosigkeit, die sich ja, wie die Rede des leßten Herrn Vorredners doch auch gezeigt hat, so leicht in die akademische Erörterung über eine Unxabl von Gegenständen erstrecken kann.

Mekne Herren, es ist mir erfreulich gewasen, fesizufielTen, daß die Ausfuhr im laufenden Jahre bei uns, wenngleicö sie einen gewissen Rückschritt zeigt, doch in sehr viel geringerem Maße nacbgelaffxn hat, als dies in anderen Ländern der Fall gewesen ist. Wenn man dk" Wert unserer Ausfuhr und den der Ausfuhr in anderen Staaten zu“ Grunde legt, ergibt sich das Bild, daß die Ausfuhr in Deutschland gegenübér dem Vorjahre zurückgegangen ist um 1,4 9/o, in Groß- britannien um 10-5 0/0, in Frankreich um 5,9 0/9, in den Vereinigten Staaten um 8,9 0/0. Nun gebe ich zu und stelle es axkdrückliÖ fest- daß diese Zahlen, die ich eben gegeben habe, ein vonommen iu“ . treffendes Bild um deswiüen nilbt geben, weil die Art der Wert- bemeffung in den verschiedenen von mir genannten Siaaten nicht überall die g!eiche iir, und weiter, weis dabei ja auch Staaten in Be- tracht kommen, bei denen die Ausfuhr von Nahrungßmitteln eine große Rolle spielt- Die AUSfubr von Nahrungsmitteln ist aber bekanntlich im w:?entliehen von drm Stande der Wclternte abhängig, und es ergeben fich daraus gewiffe Feblerqueüen in dcr Vergleichung, die ich Cb?" geJZben babe. Um etwas genauer zu rechnen, habe ich mir aucb 67"? AufsteÜung darüber machen lassen, wie die Ausfuhr zarr'ickgegcmßsn ist, wenn man Nahrungsmittel und Rohsioffe ausschaltet und sicb nur auf die Fabrikate beschränkt, und da haben wir folgende Zahlen. Die Ausfuhr an Fabrikaten ist zurückgegangen in Deutschland um 3,2 0/0, in Großbritannien um 12,1% (hört, hört! rechts), in Fcankreiä; um 10,2 0/9, in den Vereinigtsn Staaten um 8,4 0/9. Auch hierbxi müffén Sie einige Fehlxr noch abziehen, wei! die genannten Staaten unter die Rubrik Fabrikate nicht alle die gleicbrn Gegenstände stellen, und namentlick; die Zahl, die ich für die Vereinigten Staaten mitgeteilt habe, ist dadurch beeinflußt, daß man in Amerika das Petroleum unter die Fabrikate rechnet. Aöxr die beiden Vergleiche, die ich mir erlaubt babe Ihnen vorzuführen, zeigen doch unzweifelhaft, daß bei uns in Deutschland der Niedergang aUmählich eingetreten ist, daß die Kcisis also in ihren Wirkungen keine so vlößlicbe und darum aUch keine so nachteilige gewordkn ist wie in anderen Staaten- Die Richtigkeit dessen, was ich eben ausgeführt babe, ergibt sich auch unzwkifelbaft daraus, daß die Lage des Arbxiksmzrktes bei uns in Deutschland gegenwärtig durÖIU-I keine einheitliche ist. Sie ist soi" verschieden, daß lä; eigentlich jeden einzelnen Gewerbßzweig durchgehen müßte, wenn ich ein richtiges Bild von dem Siande der Arbeits“. losizkeit oder der Beschäftigung geben wollte. Versucht man ZU“ sammenzufaffen *- und es "ist sowohl von errn Pieper wie vo! Herrn Molkenbubr, glaube ich, darauf hingewiesen worden _, so wird man sagen können, daß unbxfriedigend die gegenwärtigen Ver- hältnisse in der Nobeisenerzeugung, bei den Stahl- und WIÜWerken, dm Eisengießereien, besonders schlecht in der Textilindustrie, im Bau- gewerbe und der Kleider- und Wäschekonfcktion sind. In etwas günstigerer Lage befinden sich, wiewohl auch da vielfach AbsÖwäcbungen eingetreten sind, Steinkohlen- und Braunkoblcngruben, Hütten, Kali, chemische Industrie, Zement, Nahrungsmittel, einzelne Teile der MeiaU- und Maschinenkndustrie, so Lokomotiv- und Eisenbahnbau, die Betriebe für landwirtschcftliche Maschin€n, Bergwerksmafchinen und die Elektrizitätsindustrie. Aber auch Hier sind die Dinge in Fluß. Während in denjsnigen Industrien, die bisher noch alte Auf- 1räge auszuführen batten, leider vielleicht noch mit einer weiteren Verschärfung der Lage zu rechnen ksk- scheinen doch in anderen Ge- werszwsigen einige Anzeichen für Besserung vorzuxiegen. Wenn meine Nachforsäpungen richtig fixd, so kann man nicht allgemein, wie es der Herr Abg. Molkenbuhr, glaube ich, getan hat, sagen, daß die Zahlen bei dxn Krankenkassen allgemein zurückgeben, jedenfalls hat sich ein: Steigerung in bezug auf die Arbeijerinnen ge- zeigt, die ja aUerdings im allgemeinen von seiten der Arbeitslofigkcit nicht so scharf betroffen werden wie die Arbeiter, und auch beim Verkauf der IUWÜÖMVUsicherungkmarken scheint sich eine , kleine Oeffnung KUZUbabnen. Es isi sehr schwer und ich hüte mich davor, eine ErkXärung darüber abzugeben, ob wir bald oder erst nach lang:): Zeit auf eine Befferung zu rechnen haben werden. Sie haben gehört: der Hérr Abg. Pieper befürchtet ein An- halten der Arbeitslosigkeit für die Wintermonate, wobei jz aueh die Beendigung der Saison ein Wort mirspricbt, und der Herr Aba- Molkenbubr meint, "daß Wik uns noch auf längere Zeiten schlechter Konjunktur gefaßt machen müffan. JK) habe den Eindruck, daß ein Teil der Utsach€n, wäsche zu dsr gchnwärtégen Krifis geführt haben- in der Abschrrächuxg bsgtiffen ist- In Amerika bkffcrn sich die Ver- bäskniffe, zumal "WDM! km poUtisÖen Leben Amerikas durch die voll- zogene Präsidenlkanbl größere Ruhe eingetreten ist.- Unsere eigene" Geldverbäitnissc kaöen fich seit dsm Yrigen Jahre unzweifelhaft ge- mir mit Genugiumg die Rede

stärkt, und die Herren werden miT

gelesen haben, die der engiifche Premierminister, Mr. AIquitb- vor kurzer Zcit gckzalrxn hat und in der er auch seinerseits d_er Hvff-KUW Ausdruck gegkbcn hat, daß die Krise keine lange sein werde.

Meine Herren, über die Zahl der Arbeijslosrn sind wir nicht LMM waMÜkt“ Dieser Mängel hat ja die beiden Herren Vor- redner FU “IZM Wunßhe Zefübrf, daß wir eine regelmäßige Arbeits“ losenstatjstik anUeÖmen möchten. Ich wxrde mir erlauben, später Mit ein paar Worte" bieran zurückzukommen. Bei der. Aröeiterverbänden- - wekcbe, d:: Aröéitslosenstatisiik das Kaiserlichen Statistisch Am“ angesaploffen find, stud gezählt worden im Juli, AugUsi Und September UMd 2,7 0/0 der _1 272 000 Mitglieder der angeschlossenen Verbände" Es ist das gewißrejne erfreulich? Zabl; aber sie ist doé) kmmekbw "VÖ SLU Jani Teil günsiiger als in anderen Läsxdern. In Engl“ WWW Ende Juli 8,29/0, Ende August 8,9% als arbeitslos V"“ den Gewerkoereinen angegeben (hört! Hört! rechjs), und nach kamgs- nachrichien ist in England selbst diese Zahl in letzter Zeit "“T?“ skkkßen- In Frankreich wurden im August 82 0/9, in BSM?" 5'“ Arbeitslose gezählt.