ÖMRUAY bat _ um das bei dieser Gelegenheit einzustbalten - der [akdwjn 9- Molkenbubr auch von einer Arbeitslosigkeit bei den e er schaf1lichen Arbeitern gesprochen, das heißt nicht von sonde akuten Arbeitslosigkeit bei den landwirtsäpafilickpen Arbeitern- in d "' von derjenigen Arbeitslosigkeit - die er ja au en Bmkc'ö seiner Betrachtungen gezogen hat _, welche bei “US" isonarbeZLern _ und ein Teil der landwirtsGaftlicben Arbeiter find _ rakslWrbetter _ einzutreten pflegt. ch glaube doch, daß die v "slksn Verhältnisse etwas anders liegen. (Seb: !kcbiig! “MK) D wußte nicht, daß, wenn wir die landwirtschaftlichen Betriebe in Ut-kscbland als großes Ganzes aüffassen, dort durch das natürliche "Uckßeben “Lewiffer Arbeitßgelegenbeiten im Winter eine Art von Arbkktswskskeit erzeugt würde, welche gar dahin führt:, daß, wie Herr ?*kenbubr es uns darstellte, die landwirtschaftliäsen Arbeiter im "Üiabr verschuldet wären und sicb wegen dieser Verschuldung nach "Wker Atbeit umsehen müßten. Das wird den “praktischen Verhält- kiffen Nicht gerecht. Gewiß nimmt, wie ick soeben sagte, ein Teil der l“*"dwkkkkskbaftlichen Arbeit im Winter einen geringeren Umfang an er im Sommer gehabt hat; aber der Arbeitermangel in der Landwirtschaft ist, obwohl greichzeitig die gewerbliche Arbeit ßockt, bekanntlich andauernd ein so großFr, ein so bedwßlicber _ er bat [ U die Landwirtschaft genötigt, mit einer großen Anzahl von aus- ändiscb-In Arbeitern zu arbéiten (sebr richtig! rechts) -, daß ich nicht recht begreife, wie der Herr Abg. Molkenbubr von einer landwirt- ftlkkben Arbeitslosigkeit bat sprech3n können. Und dann, be- enken Sie eins, bitte, dabei: wir haben gerade in diesem Winter _ an das ist auch im vorigen Winter der Fall gewesen _ infolge wkkküebender Verwüstungen in unseren Wäldern durch die Nonne, "ck dcn Spanner usw. einen großen Mangel an Forstarbeitern. Es WM,?“ in Königlkcben und in privalen Forsten diejenigen Abkriebs- cubnten, wexche eine notwendige Folge des Raupenfraßes find- nicbt ?ksenommen werden, zum Schadexx des Forstbetriebes, weil keine tbeiter xda find. (Widerspruch und Zurufe von den
S')iialdemokraten.) Und * gerade diese forstlichen Arbeiien find
sehr gut von denjenigen landwkrtsckaftlichcn Arbeitern ;" verliebten - ich spreche nicht von den geroerb- Übe" Arbeitern -, die: etwa wegen der saisonartigen
Natur Qewiffer landwirtschastlicher Axbeilen iin Winter in der ge- ?öbnnkhen landwirtschaftlichen ,Arbeit kein Unterkommen fiuden. S?br richtig! reÖtS.) Meine Herren, ich Wende mich zu den Vorschlägen, welche von H,O" beiden Herten Vorrednern zur Abhilfe gegen die Arbeitsloßgkekt 5“? gemacht worden find. Beide Hsrren baden eine alljährliche, "dische Arbeitslosenzäblung als ekwas Wichtizzes der Reichßregie- kung “Uempfoblen. Wir Haben uns im vorigen Jahre hier bei der Etatheratung auxführlich darüber unterhalten - und zwar find die nfrage aus “cer Mitte des Hauses an mich berangetreten -, daß wir 11 'der Vexanstaltung von Statkstiken doch nicht zu weit geben möchten. kk follten meines Dafürhaltsns nur sola“): Statistiken ins Auge fuse“, welche uns wirklich brauchbare Werte Waffen könnten. Ich _ mic!) heute noch nicht endgültig äußern, Aber “gegen- waÜkg- auf den ersten Eéndruck kann ich mir keine rechte Vor- LUUUA machen, ob 25 möglich sein witd, anäHrlicb eine Arbeits- losknsiatiftik in solcher Gestaltung aufzustexlen, daß ße wirklich brauchbar ist. Die Zeitdauer, der Grund der Arbeinofigkeü, die SÖUlk-frage nsw- wüßten dock) "dabei berücksiÖtigt werden, und “sollen es ja auch unzweifelhaft nach Dm: Wunsche der beiden Herren Vor- kednLr. Aber wenn wir solche Statistiken aufstellen, dann werden Sie mir zugeben, daß die Aufarbeiiung der dabei etjielten Ergebnisse jedesmal eine lange Zeit beansprucht, und daß, wenn wir die Auf- arbeitung schließlich haben, die Zeiten, wo die thceffenden gezählt wluden, länßst vorüber find und wir uns mözlicberwüse in einer Lanz anderen wixtschaftlickpen Konjunktur befinden. Es ist mir also "FeroxdeutliÖ nveifelhaft, ob er xu brauchbarén Resultaten kormuen
Nun meinen die beiden Herrsn Abgkoxdneten, welcbe bisher ge- solHen haben, es wüxde diese Arbeitslosenzäblung uns eine gute
ablage geben, um die Nüslichkcik oder Schädlichkeit der Pokitik *" beuxteilem welcbe unTere Karteüe getrieben haben, und um uns "Wagen füx eine Arbeitslosenvexfiäxrung zu geben. Ob die ArbeitUosenféatislik uns die Möglichkeit bieten würde, in der sehr .wkkkkzeu und ve:wickelixn Frage der Kartélxpolitik zu end- WUW Schlüffen zu kommen, wiÜ wir-docb sebr zweifelhaft e-rscbeinU- Ick möÖte beuke die Frage der Kaxteüpoléük so nebenher R daW nicbt anschneiden _ ich glaube nicht, daß das 311 einem MMU führen würke. Gewisse chndlach für die Arbejtöloseu-
;MÜUUUJ würde eine regelmäßig wiederholte Arbeitslosenzäblung. "51 liefern. Wenn aber dem Herxn Abg. Molkenbubr die Arbeité- “
ausmvklfiazemng als ein sofort erreichbares Zisl WW“ "nd wegefub" wird, die Erlangung dieses Zieles könne auf dress Weise sentlich gefördext wexden, so bin «ck- mit dem Herrn Abs- PW“ W Anficbt, daß die Frage einer reichsxechtlicben aÜgWÜUe" “b"" uriWen ArbeitslosenversiäheWg durchaus noeh nieht" Wk? ist- W
u coblemx vo.[iegen, für deren Lösung die Grundlage:: ZUM Teil “"dkken Gebieten liegxn und bisher noä) in keiner Weisefestskebkn' and: ck Herr Abg. „MPU: msixte, der Neichs1ag habe mit den hin ;" Geseßen, die ihm vorliegen, gegenwärtig zu viel zu UM- Ick WM“ Ansicht, wenn eine solehe Frage _ die schließlich, wenn sie 92150 Werben könnte, nicht im Sinne des Herrn Abg. Molkenbubr i Werden könnte, was ich [1ka in Parentbese bemerken will _, ase, wenn eine soLche Frage spruchr-zif wäre, würden fie die gesetz- "de Körperschaftén erledigen können, auch wenn fie UW so große bandxtm vor |ck; habsn. Aber, obwohl ck die Literatur, die Ver- sdlgg augen in andern Parlammken mit der größten Sorgfalt ver“ kbext bTbe ich einen irgendwie pxaktisä') greifbaren Plan für eine wkkdl “[UJMVerficherung, die-an die Schult€rn des Reichs genommen aß es:: konnte, noch njcht gefunden. Ich glaube einstweilen nicbt, Fra ki ken Schwierigkeiten, die dabei LU 1-15??ijde sind, bei dsr PcäJSidee Kontrolle der Arbeiter, bei der Frage der Bemessung der hält:?en“ bei der nothndigen differentiellen Behandlung der Ver. 1 wsjsk- bei * der-Fragk, Wk? die Beiträge “MMM"R“ find _ keiten ederk-ole, ich kann einstweilen nicht e::varten, diese Schwierig. iauf dem Wege der Geseßgebung so überwinden zu können, daß „agent!; absehbarer Zeit zu einer durch das Re_ich auswfübrenden (Hörtxknen obligatorischen Arbeitslosenverfickemns kommen könnten- ;,“ - Hört!“ bei den Sozialdemokraten.) Ia, meine Herren, dab: Meme Ueberzeugung, und ich muß ausspiecben, ich “Wk den OptimLSmus des Herrn Abg. Molkenbubr, 5“
der AnfiÖL ist, daß diese Frage von Heute auf morgen im Wege der reichögeseßlichen Versicherung gelöst werden kann (Abg. Singer: Es kann“ auch bis übermorgen dauern! -- Heiter- keit.) _ Ich glaube, der Gegenstand, über den ich spreche, ist doch wohl zu ernst (lebhafte Zustimmung rechts), um derartige Scherze darüber zu machen. (Abg. Ledebour: Dann machen Sie doch nicht solche Bemerkungen: von heute auf morgen!)
Also, meine Herren, ich wiederhole, daß ich troß des Wider- spruchs, der dagegen erfolgt, die Frage nicht für eine solche ansehen kann, die gegenwärtig gelöst werden könnte. Ich sehe keinen Weg, der es ermöglichte, und ich bin deshalb der Anstcht, daß wir uns gerade bei einer Frage, die das Leben der Nation so nahe berührt, wie die Arbeitslosenverficberung, unk; auf diejenigen Gegenstände beschränken soUen, die einer konkreten Lösung fähig sind.
Meine Herren, der Herr Abg- Pieper bat des weiteren von dem Ausbau der ArbeitSnachweise gesprochen. Es ist erwähnt worden, daß der Antrag auf reichögesehlicbe Regelung des Arbeitönachwekswesens nach der Richtung vorliegt, daß wir auch die obligatorische Einrichtung von Atbeifönachweisen in Gemeinden von über 10000 Einwohnern ins Auge fassen sollen. Wir stehen unmittelbar vor dem Kongreß der Arbeitßnachjveisvereine in Leipzig - ich glaube, er findet in Leipzig statt _, und es warden gerade dort die Vereine, welche am besten be- rufen find, zu ker Frage Stellung zu nehmen, ihr Urteil abgeben, das von der Reichsverwaliung mit Sorgfalt geprüft Werden wird.
In Verbindung mit den AtbeilSnachweisen ist der Abg. Pieper auch auf die Einrichtung von Wanderarbeitsstätten und Vnpfiegungssiatwnen gekommen. Meine Herren, das ist ein Gegeüstand, de: jedenfalls nicht Zur Kompetenz des Reiches gebörj, und ich bin der Ansicht, daß bei dem geringen Umfange, den die Einrichtung von Wanderarbeitsstätten und Verpflegungsstationen bisher in den einzelnen Staaten genommen hat, es unmöglich wäre, die Frage gegenwärtig reicthefeßlicb zu regeln. Bekanntücb ist in Preußen im vorigen Jahre ein Wanderarbeitsstättengeseß erlaffen. das aber zu meinem persönlichen Bedauern noch nicht zu denjenigen Ergebniffen geführt hat, die die Freunde des Wanders:rbe'ttsftättenwesens erhofft batten.
Meine Herren, ich komme zu demjenigen Punkte, der das Reich in seiner Kompetenx'am nächsten angeht: das ist xu der Stellung, welcbe fas Neich in seiner Eigenschaft als Atöeitgeber zu der Arbeits- lofigkeit einjunebmen hat. Ich kann auf Grund der Ermittlungen- die ich bei den übrigen RekcHSrefforts angestellt und aukh in Ver- bindung mit den preußischen Refforts gepflogen habe, nach dieser Richtung hin folgendes mitteilen.
In den Reickpsrefforts haben Arbeiterentlaffungen und Lohn- kürzungen nicht stattgefunden, und das GTeiÖeist mir von den preußi- schen Staatsbetrieben mitgeteilt worden. In der Heeresverwaltung sind die Bskleidungkämter und *teäynischen Institute voll beschäftigt. Bei den technischen Instktuten Bat seit Miike Oktober die Einstellung von 700 neuen Arbeitern exfolgen können. (Hört, hört! rechts.) In der Marincverwaltung ist dée Arbeiterzabl von rund 18 000 im Jabra 1906 auf 20 000 im Jahre 1907 gestiegen. (Höft, hört! rechts.) Eine CinsÖränkung der Arbeiterzabl ist in nächster Zeit nicht zu er- warten; die Lohnfäße haben dort eine weitere Steigerung erfahren.
(Hört, hört! rechts.) Die Reichßtelegrapbenverwaüung, welcbe rund 12 000 Arbeiter beschäftigf, ist bemüht, diesen auch im Winter Bescbästkgung zu gebsn. Im vorigen Winter
find (circa 80/9 der Arbeiter, teils auf eigenen Wunsch, obne Beschäftigung gewesen. In den preußischen Staatsbetrieben - in der Bekg-, in der Eismbabn-, Bau- und Forstverwaltung - find die Beschäftigungsverbältnkffe durchaus günstig. In den Bergbetrieben des Saawevkers und Oberschlefiens besteht noch ein gewisser Arbeiter- mangel. Sichtbarer Mangel an Akbeitern besteht - was ich vorhin
schon Bemerkt babe - bei der Forstverwaltung. Die Eisenbahnver- -
waltung in Preußen, welcbe 487 000 Köpfe befrbäftigk, hat zwar den Güterzugkfabrplan etwas einschränken müssen, hat aber um deswillen feine Arbeiterentlaffungen vorgenommen, sondern beschäftigt das Nr- beiterpersonal anderwei't. (Hört, hört! rechts.)
Was die Vergebung staatlicher Aufträge anlangt,. so sollen und werden Anordnungen getroffen, die Vorbereitung für die Vergebungen der im Jahre 1909 vorgesehenen Arbeiten derart zu beschleunigen, daß unmittelbar nach Genehmigung der Etats die Arbeiten in Angriff ge- nommen werden können.
Der Herr Abg. Pieper bat den Gedanken in *die Debatte gea'
worfen, ob nicht ein Notetat für dikjenigen Positionen vorgelegt werden könnte, deren Annahme gewiß sei und auf die Gestaltung des Etats im übrigen keinen grundlegenden Einftuß ausüben würde, damit mij der Vergebung und der Ausführung dieser Arbeiten schon jeßt begonnen wxrden könnte. Ich kann michaus erkläxlichen Gründen za diesen Vorschlägen uicht aukdeückücb äußern, da ich darüber mit der Reickysfknanzverwaltung selbstverständlkch zuerst ins Benehmen zu kreten babm würde.
Im einzelnen mööhte ich folgendes bemerken. Die Heeresver- Waftung hat zur Linderung der Arbeitßnot in der Maschineninduftrie Sonderaufträße gegeben, und auch in der Textilindustrie namentlich zur Linkerung der Not unter Handweöern Aufträge in Höhe von 80 0(0 „xs vergeben. Die Reichs-Post- und Telegrapbenverwaltung bak Anordnüng getroffen, daß bei den bsgonnenen Bauten im Winter weiter gearbeitet wird, soweit die Witterung es irgend gestattet. Für 1903 sind für Bauten 10,2 MiÜionen Malk bewiUigt; für“ das künftjge Reckonuugsjabr werden bei der Post- und Telegraphen- verwaléung 9,6 Millionen Mark zur Verfügung steben, falls der Reichs- tag die vorzulegenden Etatsanschläge genéhmigen wird. Die Marine- verwaltung bat die für 1908„zur Verfügung stehenden Mittel mit dem
Auftrage angewiesen, fi?“ im Laufe des Reckpnungsjabres aufzubrauchen. Es wird damit der Wunsch des Herrn Abg. Pieper aucb erfüllt sein, daß nicht etwa Résibeträge gerade
in diesem Winter Verbleiben. Bei den preußiscöen Verwaltungeti ist von besonderem Intereffe .die Eisenbabriverwaltung,““welche ihre Bau- -tätigkeit in hohem Umfange weiter steigern wird.
Bei uns in Deutschland, meine erren, spielen ja selbstverständ- [kch die großen BetriebéVerwaltungen dex Einzelstaaten eine bedeutende Rolle auf dem Atbeitgebcrmarkt, und. es ist daher gewiß erfreulick,
,daß sich in Preußen die Mittel, welche für Bauten zur Disposition
standen, von 146,8 Millionen im Jahre 1903 auf 338 Millionen im Jabra 1908 gesteigert haben. Es ist dies doch ein sehr bedeutender BUMI, zu dem die preußische Eisenbahnbauverwaltung in der Lage ist Arbeit zu schaffen. Durch Erlaß schon vom 8. August d. I. ist eine Erhöhung der Bautätigkeit in der preußischen Exsenbabnbau- verwaltxmg angeregt worden. Die preußische aÜgemeine Bauverwaltung
kat für das Jahr 1908 54 Millioüen nir Verfügung, und zwar 14 Millionen Mark mehr als im Vorjahre. (Hört, hört! rechts.) Auch dieser Betrag wird also nußbar gemacht werden, um arbeits- losen Personen, soweit fie bei den Bauten in Frage kommen, Weitere Beschäftigung zu geben. -
Meine Herren, alle diese Anordnungen sowohl in der Reichs- verwaltung wie in der preußischen Verwaltung find getroffen worden, bevor der Reichstag diese Jaterpeüatkonen gestellt hatte, und es ist nicht richtig, wie der Herr Abg. Molkenbubr meinte, daß die staat- lichen Verwaltungen und auch die Verwaltung des Reichs erst hätten darauf aufmerksam gemacht werden müssen, daß es gelte, die be- stehende Arbeitslosigkeit zu lindern. SoWeit es innerhalb. des Rahmens unserer Kompetenz und innerhalb des Rahmens der be- willigten Mittel möglich war, find, sobald die Arbeitslofigkeit eingeseßt bat, alle Vorkehrungen getroffen worden, welche geeignet waren, dazu beizutragen, sie in geringere Grenzen zurückzuscbrauben. (Bravo! rechts.)
Der Herr Abg. Pieper bat bezüglich der Vergebung von Bauten auf zwei Spezialfäüe aufmerksam gemacht, die Vergebung von Uniformstücken bei der Reichspostverwaltung an Handwerkerveteine, den Bezug von Steinen aus Skandinavien. Mkr find die Einzel- heiten nicht bekannt, (ck kann darauf nicht im einzelnen eingeben. Nur zu dem einen, was in Verbindung hiermit der Herr Abg. Pieper vorgebracht hat, möchte ich noch Stellung nehmen. Es ist von ihm sowohl wie auch in der Preffe über die Beschäftigung von ausländischen Arbeitern geklagt und bedauert worden, daß gerade in den Zeiten der Arbeitslosigkeit nicht darauf verzichtet würde, aus- ländische Arbeiter zu beschäftigen. Meine Herren, die Frage der Beschäf- tigung ausländischer Arbeiter hat ja den Reichstag wiederholt beschäftigt. Wir haben die gleichen Vorgänge auch in Zeiten früherer Arbeits- losigkeit. Sie werden sich entfinnen, daß, als vor einigen Jahren der Teltowkanal bier gebaut wurde, im wesentlichen ausländische Arbeiter bei den Wafferarbeiten verwendet wurden, auf Grund der Erfahrung, daß es schwer hält, Atheiterkräfte im Inlande zu finden, Welche diese außerordentlichen schwierigen und unangeyehxnen Arbeiten so gut und so wiÜig verrichten, wie es vielfach ausländische Arbeiter tun. Es ist damals während der“ Bauperiode auch eine Zeit der Arbeitslosigkeit gewesen, und es ift damals von der preußischen Verwaltung die Bau- verwaltung des TeltOWer Kreises angewiesen worden, ausländische Ar- beixer bei Seite xu stellen und inländiseh: Arbeitslose zu beschäftigen. Es wird Ihnen in Erinnerung sein, meineHerren, daß diese Vetsucsze damals leidn nicbtzu dem gewünschten Erfolxxe geführt haben, daß die inländischen Arbeitslosen, namentlieh aus Berlin und der Umgygend, die fich gemeldet hatten, schon nach ganz kurzer Zeit die Arbeit wieder verließen und fie zum Teil auch deshalb wieder verlassen mußten, weil ihr Körperpielfacb nicht in der Lage war, diese schwere Arbeit zu vollziehen, und daß die Bauverwaltung, soÜte der Bau überhaupt“ vorwächeben, gezwungen war, auf die auswärtigen Arbeiter wiederum zu rekurrieren.
Meine Herren, derartige Erfahrungen haben wir wiederholt gc- macbt. Es war dssbalb auch yon der preußischen Wafferbauverwaltung in Ausfich genommen, beim Bau des Großfehiffzbrtßweges von Berlin nach Stettin im weskntliäsen ausländische Arbeiker zu be- schäftigen. Es war dies auxh um deswkuen nötig, wkil es zum Schuße der landwirtschaftliäoen Interessen durchaus notwendig war. zu vexbüten, daß nicht etwa aus der ganzen Umgegend die gesamten landwixtschaft1ichen Arbeiter ihre SteUen verließen, um bei diesem Kanalbau beschäftigt zu werden. Als die Arbeitslosigkeit *so stark eingeseßt hatte, wie es leider der Fall ge- wesen ist, hat jedoch die preußische “Wafferbauverwaliung Anordnung getroffen, daß bei diesem Bau überall da Kolonnen in- ländischer Arbeiter eingerichtet werden, wo es irgend sur Beftkedigung der Arbeitsnacbfrage erforderlich und geboten erscheint. Es ist also auch nach dieser Richtung hin auf die gegenwärtigen Verhältnisse der- Arbeitslosigkeit Rückficht genommen Worden.
Meine «Herren, der Herr Abg. Pieper ist in seinen Schluß- 'worten, wie mir scheint durchaus zutreffend, kursorésoh auf eine ganze Reihe andere: Gegenstände zurückgekommen, deten Regelung ihm geeignet ersehien, für die Weitere Zukunft die Schädlichkeit äbn' licher Krisen, wie wir fie jeyt erleben, abzuwehren, Ich bin mit ihm der Anficht„x daß es kein spezifisches Mittel gibt, um gewerbliche Stockunßen und in ihren Folgeerscheinungen Arbeitslofigkeiten zu be- "seitigen und in ihren schlimmen Folgen gänzlick; zu heilen. Es gehört zu einer richtigen Politik in dieser Beziehung, daß wir in erster Linie die Industrie und damit auch die Arbeiterschaft auf einem leistungsfähigen Standpunkt , erhalten. Unferc Wirt- schaftspolitik ist bestrebt, unserer Exporlindusttie in langfristigen- Handelsverträgen eine feste Grundlage" zu bieten. Unsere Wirtschafts. politik ist weiter - und wie ich glaube, mit Erfolg «- bestrebt ge- wesen, den inneren Markt, der in Zeiten der Krists von ganz be- sonderer Bedeutung ist, ju stärken. Wenn wir an diesen Grundlagen unseres Wirtschaftslebens festhalten, dann werden wir nicht, wie es die Gegner unserer Wirtschaftéordnung meinen, Krisen, wie die gegen.. wärtige, verstäxken, sondern wir werden in Vorausficht kommende: EreigZTe diÉWirkungen derartiger Krisen abschwächen. (Bravo! rechts.)
. tn er . ' , pellatioFen. g (Soz) beantragt die „Besprechung der Inter:
Der Antrag findet genügende Unterstüßung.
Abg. Dr. Stresemann (nl): Wir be ndx ' " Konjunktur, aker_ den Charakter einer aUgLneinYmYZtsMcklaufiM hat fie nichk- Dxe Lage :| in den einzelnen Gewerben und ' einzelne)! Teikep „des Yaterlandes verschicden. Die Landwikn den zxigt keineswegs em gebaufteß Angebot Von Arbeitskräf*gn BrtsÜUfk iu namentlich von der ArbettIlofizkeit die Textilindvstéie' J Ukoffen land zeigt fich jum elften Male ein Rückßang der Cme m VOLU- Vewets, daß die Arbeiter ayderwärts Beschäijgung s cbneézabl- kin Laußtz wird fast'nur noch vtex Tage in dekWWe Aeaxb ex; in der ist es, unsere WrrxsäyaftSYOljttk für die jStZige erfis yet .. Falsch zu xnackoen. Es wrrferz dre internationalen Verhältn ffe EFntworMÖ FHFZLWSLU?“daSseesÖlYYYrtifÜ-F niÖht auf den Nirdekganxjirß 1IndlctY's
" xe en er (1 * ' „ , :uxubren- Je mehr Deutsch1and YZE??HYZYXQTÜVFHW«Z"; * . eltkon' ! , MMF«WMH? exxf.sronsl"Kk;x§aß"xn"51393xe
.. : M." "e " ) säZatxftkigung vorharzden. Dazu find neue Läjnxzetr niinchtdegenÉ'TkzzeYt? Be. m e ngetreten, dre wir bisher nur als WM n e amps
apan m daher hielt AmerJ-ét (KFS FI YM Wertkanuchen Markt Konkurrmz;
zurück, namentli “ML" Frühmeffe Mit Auftränen knstrumenlexnindnckßrxx1 kkeakH-éisÖM AMK!"- und “"ck Unsere Mufik-
konkurrieren. D [* Mit den biÜige" japayischen Löhnen nicht wird als in andeTYn MFM, die Arbeitslofizkext wentger fühlbar
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