1908 / 274 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 20 Nov 1908 18:00:01 GMT) scan diff

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Schlag: in Trauer, Not und Elend verseßt worden. in de„ Qeßlaubt, das Haus werde seiner innigen Teilnahme lazy", "ck ichen Unglück dadurch am würdigsten und deutlichften ck geben, daß es sobald als möglich ?ck versammelt und in (auße ““t-""C Üker dieses beklagenswerte Ereignis eintritt wi Killa: ZUWWMUUJN Damit die Kommissionen, reibt bald Ihe : ' Tage zur Arbeit bekommen, ist es meme Absicht, "“Im spätestens morgen vorzuschlagen, daß wir die Plenarfißungen er ausseyen, gleichgültig, wie Weit wir in der heutigen Tages- or mm“ gekommen sein werden. Diese Tageßordnung babe ich reich- vo: bemeffkn- weil ja im Parlament niemals mit Bestimmtheit - ]"UFU'ZFY? lift, Wie schnell oder wie langsam die Verhandlungen ?" U ommen. _ ' von P“ en eim kon. : Die Kommisfionen mussen Yoch Jett darauflegen, dF) die Yuf det(TagseZordnung siebe_nden Ges-ßentwurfe "st" LksUnJerlediat werden, namentlich die Gesetze uber den Wohnungs- YÜUWUÜ und über das Kommunalsteuerprivilegium der Beamten. m ese Geseh: müssen unbedingt beraten werden, wenn das Haus auch hä?,ßZJ'ddeit ti,)icht fertig wird; denn dieVeschlüffe rerKommisswnen a on a . U, UYxäfident von KröÖer erwidert, daß er heute oder morgen noch

Unsche d " 5 d danach eine Vorschläge mc“hem Werde, es Hauses daruber h ren un 7

Auf der Ta esordnung steht zunächst die folgende Interpellation Fer Abgg. Brust (Zentn) und Genossen: 7 Ist die Königliche Staatsregierung in der Lage., uber die Ur- acben des Grubenunglücks auf dekZSÖERadbod beiHamm d'r NWT vom 11. zum 12. November Mitteixung zu machen? “ck“ Vorschriften und Einrichtungen gedenxt diz Königliche Slaats- FUZZI ?zur Verhütung ähnlicher Unglucksfaüe in der Zukunft - en für Auf die Frage des Präsidenten erklärt der Mm1ster andel und Gewerbe Delbrück; bau e KÖngliéhe Staatssegierung ist bereit, die Interpellation ' dUkcb mich zu beantworten.

Zur Begründun der JnterpeUation nimmt das Wort slot AOS: reiherr: VongTwickel (Zentr.): Die mit dem Namen des diezen jniescklbäWtkings Radbod belegt-„Zeche der GewerkschaftTricr, ist im Kreise Lüdinghausen an den fruchtbaren Ufern der_Lippe liegt, demstü dem 12- November in AUer Munde. Ein Ungluck, wie es dort preußischen und deutschrn Bergbau bisher fremd war, box sich beit„ium Eniseßen des ganxen Vaserlandes ereignet; von 380 Ar- den n und 6 Beamten, die zur Nachtschicht vom 11. auf d;: 12“ November eingefahren waren, befinden fich heute noch 303 in

m e, ktm Verderben überliefert. Nur 36 Tote find geborgen, von de"-47 [ebend zu Tage Geförderten sind bislang 4 gestorben, Ua - wir im ganzen bis heuje 343 Tote zu beklagen haben. Kein „HÜR- das den deutschen Bergbau bisher gßtwffcn hat, kann in bxzug "die Zabk der Verunglückten und die SÖWere der begleitendenUmstandx Mnur annähernd dem vom 12. November an die Seite esteüt werden. bk; “issen von dem entsetzlichen Eindruck dieser Kata ttophe, haben „„ckck Interpsllation sofoxt eingebracht, Wohl wißmd, daß es heute die "* * msgLi-b ist, ein abschließendes Urteil zu bilden, well

"MUMM Untersuchungen und die richterliche Feststellung W Tütbestandeo noch nicht beendet werden konnten. Zu- wust verdient es mit Dank und Anerkennung h-ry'orgeboben zu leuxde"! daß das traurige Schicksal der braVen westfaliscben Berg-

: in d?" weitesten Kreisen des In- und Auslandes Teilnahme der wsrktätige Beihilfe gefunden bat. In erster Lime gebuhrt quDank den tapfem und opferöereiten HklfStnannsÖaftcn dex ZeckZe kr bod nnd der benachbarten Zechen, die ypferfreudig tn tnc

ennende Grube eingefahrén find, um unter Mißachtung der eigenen Dq kaefqbr den bedrängten Kameraden Hilfe zu bringen. Wgrmer

"* gebübrt Seiner Majestät dem Kaiser und Ihrer Majesiat der Wserjn, die durch ihre Beileidskundgebßngen und _nich- mjYknßeten Gaben nicht nur Ihre Teilnahme fur die Verungkucktcn täii m" Hinterbliebene bekundeten, sondern Sich auch wxrk- Linda "" der Trocknung der Tränen der ungxuckxickun Wulfen WiWklwen beteiligten. Besonderer Dank gebuhrt aucb Seiner im “liche" Hoheit dem Prinxen Eitel-Frkxdrich von Preußen, der dem "fkkag: des Kaisers an die Unglücksstatte eilte, um sick; von

in: : Ebenen zu überzeugen und den armen Verwundeten und den kaß erbliebkklen Trost zu spenden. Ferner is_t es dankend amuerkennen, Uu: bauch der Handelsminister mit seinen Raten sofort zur SteÜe_war, wach ie "M der Bergpolizeibehörde getroffenen Maßnahmen zu uber- in Oln" Wer isl für all das Elend verantwortlich, war wirklich alles rd"Un , und haben wires lediglich mit böbsrer Gewalt zu tun? Ungf-s w“ r, was die Presse behauptet, daß sie schw] 14 Tage vor dem NMUcksfau auf die gro en Gefahren und Mißsiande auf der Zsa): Vea od hingewiesen ha e, ohne daß dieser Hinweis irgend eine geg Munk] von seiten der Behörden gefunden habe? Tro gller duenteükgen Behauptungen der ZLÖLWSTWÜUUI WU das “"M- e M Berieselung der Grube erforderlichen Waffermenxxsn nicht Ükober verfügbar gevoesen seisn, nicbt verstummen. Es wurde eine vollie PR verlehung ein Verbrelben der Grubenverwaltung egen, wen ßés; dieses Gerücht bewahrheiten sollte. rde" di? Arbeiter mit Récbt' Klage übxr die Trockenhelt bildmfr 7Gkube und die dadurch dkiIeerergeftx-ufeneuHolchxltTiebSeta:ck; ] t a e (: er z

!:;on "nden"! GeessjeijxxxxxörmYsxinen verwendet wurden und desbalb Brax, erlesklkma fehlten? Sind die Gxubenlampxn mit doppelten “Udnörben vekseben? Weshalb werden keine elektr1schenLampen ver- ein MY es nicht möglich, wenigstlenßhjeinßn TZsxtdeers GHL; deraclßo

** k 11 en - die Z - s Lampensystem zu benetit der Stadt Hamm wegen

?fe'Uki; in Verhandlung steht, obne daß diese Verband- berwaYblsber zu einem Abschluß geführt babey, und daß die „Zechen- RUM fich vorläufig damit behilff, das erforderliche Waffe?-

" be“ der Lippe zu entnehmen? An der Ruhr versuxbd i Talspkrren den Wassermangel zu beben, “" der Lk pe w" koxcht MMW sein. Die Kraft und Größe der Explo on, war

“sale, Sind die Herren, die wenige Stunden vor oiesiek en Kaxastropbe in der Grube waren und dort alles ? “_ luftxdnung Kefunden haben, nämlich Vergaüessor Andree 'Uln

d“ „"big? Nevierbeamte. Bergmeister Kkezper, in allen, Taten beriefen WU“ gewesen? Veruben die Geruchte, daß nur das?? B wurde, wenn man eine Revision errvartete, au! Wabrbe es

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kk Wag und Diensta vor der Katastrophe kern Waffer Mk "YYY"? völbanden? Die „Kölnische Volkszeitung" behauptet, daß "imet samten „von der Behörde vernommen worden seien, und daß

dk! Lebk- Welche die Antwort, daß alles auf der Zeche hinst-ijlkck; IU dth "L in Ordnung gewesen sei, nicht geben Wurden. kn VLkw inister bekannt, daß die Strafzettel, die vor der Katastrophe vekslbwu alt"" sJebäude ausbingen, unmittelbar nach der Katastrophe Olten 53V"? nd? Waren nicht zu viel Arbeiter an einxelnen “ck K“schaßi9t7 Ueber die SonntagSarbeit in der Zeckxe wird viel- age Qefübrt. Waren an dem Tage der Katastrophe in Doppelschicht unter Tage? Geklagt wird auch emveratur in der Grube, über die Mängel der Be- kennen die erregten Szenen, die sich bei Ptimen Eiiel-Frkedriéh abgespiekt haben. verlangte Grubenkontrolleure auch aus “garde“ r_ eiter und eine reichsgefeßlicbe Regelung der Zendumz ervekbaltniffe. Beide Wünsche find alte ordnungen des K“ im 'N kubenkontrolleure haben wir versehiedent ich im Landtage ira ei“***stmxxe vnlap t, leider ohne Erfolg. Wir haben den

d e [Un ' RerrzeJUunft TIF Reihe,:rdFUkation

dieset“ Wieder gestellt. ö e die Katastrophe dazu dienen, daß zneringende Wunsch er Axbeiter endlich erfüllt werde. wird das gute Verhältnis zwischen Arbeitgeber und

die BYD??? ßkféskkgt, und es entlastet auch den Arbeitgeber wie Wed“ wkrzdei kbiörkÄe [:nitibrex is(spwxren iY!?“(:nitcjl173tt)rtun_g. Zßemsjcheié1k ' e re er een en 11 genugen ge 1:

["We ich, daß jeder Ar eiter beurteilen kann, o

' ch eine Berleselkmgsßiinritbkung in orbnun smäßigem Zustande o

Berieselung tat1chlich durchgeführt

dt und efine beute cbon im Berg-

e wurde. Da die Arbeiterausscbüffe bau obligatoricb nd ist es doch sebr lei t möglich, Mit- glieder dieser uss üfFe bei der Kontrolle beramuxieben. Meine Freunde find für eine reich5gesevliche Regelung besonders des Ar- beiterschußes, die um so mehr erfordexlicb ist, als die SonntagSrube und die Arbeitszeit der jugendlichen und der weibliäßen Persynen schon einheitlich durch die Gewerbeordnung geregelt find. Mit dteser Interpellation tritt das Zentrum, seinem alten Grundfaße getreu, ohne Un1erfchied des Standes auch _für die Bergarbeiter ein und wird nicht ruhen, bis deten Wünsche erfullt find.

Hierauf nimmt der Minister für „Handel. und Gewerbe Delbrück das Wort, .dessen Rede morgen 1m Wortlaute wiedergegeben werden Wird,

(Schluß des Blattes.)

Techuik.

3.11". Unter dem Ehrenvotfiß Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs von Oldenburg wurde am Donnerstag, 9Uhr Vormittags, die 10. ordentliche Hauptversammlung der „Schiffhau- technischen Gesellsebaft“ in drr Aula der Königlichen T_eehmschen Hochschule eröffnet. Der hohe Vorfißende sprach zunachst vgs Bedauern aus, dießmal nicht, wke in anderen ngren, Seine Majeftat den Kaiser, der durch dringende Regierungßgeschafte an dem Ersehxinm behindert sei, in der Versammlung begrußen zu können, und uber- brachte zugleich die Grüße Seiner Majxstät an die Versammlung. Hierauf erhielt das Wort der Geheimrat, Profesor Buslev zu der Mit. teilung, daß mit Genehmigung des hoben Protektor! der (Gesellschafts- vorsjand beschlossen babe, dém Herrn Ehrenvorstßenden in Anerkennung seiner unermüdkicben Förderung der Gesellsäoaftszwecke zux Feier des 10jährigen Bestehens der (Gesellschaft dexen goldene Medatlle zu ver- leihen. Seine Königliäpe Hoheit dankte sichtlich erfreut in warmen Worten für dke ihm bereitete Ehrung und bewunderte das _ibm in vergoldetem Rahmen zugleich mit der MedaiÜe überreichte, uberaus kunstvoll aus;;efübrte Diplom. _ Den ersten Vyrjrag hielt der Direktor des S!:ttiner .Vulkan“, 'Dr. Bauer uber „moderne Turbinenanla e für Kriegsscbtffe“. Die_ leßten Jahre haben vollkommeneKlar eit über die noch kurz Vorher vtel umstrittene Frage des Ersa es der Kolbendampfmaschéne durch die Dampfturbine ge- bracht. s unterliegt jest keinem Zweifel mehr, daß die Kolben- maschine als Antriebßorgan für Kriegsschiff; verdratxgt wird durch die Dampfturbine. Das Verdienst hierfur gebubrt zunachst dem Erfinder der Parsons-Turbine, der sein System in vxrhältnLSmäßig kurzer

eit zu großer VoÜkommenbeit ausgebildet hat. _Doch haben in den Zßten Jahren auch andere Turbinensysteme' fur den Antrieb von Kriegsschiffen Verwendung gefunden, namentlxch das System Curtis und vor aklem das auch vom Vulkan aufgenommene System der Allgemeinen Elektriciiäts - Gesellschaft. Es find _ hiermit vorzügliche Erfolge erzielt worden. Es wurden nun 731: ver- schiedenen Turbinensysteme unter den wichtigsten, fur die Projektierung einer Kriegsschiffdampfmasckyinenanlage. maßgebenden Gesichtspunkten miteinander verglichen, das Vetbältms von Kolben- maschinen- zu Turbinen-Leistung, die Wahl der Umdrehungézabl der Turbine, das Gewicht der Turbinenanlage erörtert 2_c. Von großem Einfluß auf den Sieg der Turbine find die Einfuhrung der Kon- densation, nämlich die Scheidung der an der gleichen „Welle sißenden Turbinen in eine Hochdruck und eine Niederdruckturbme, letztere er- möglicht durch das Vakuum, ferner die Einrichtung einer besonderen Rückkauflurbine sowie die Ueberbißyng „daß Yampfes gewesen. Eine längere Besprechung wurde der Manovricrsabigkert sowie der geeignetsten Anordnung der Maschinen'jm Sgbiff zuteil. Große Vorzüge find dagegen Turbinensystemen eigen, bet welchen die auf_ den einzelnen WeUen angeordneten Turbinen Voneinander vöüig unabhangig find. Dies ist der Fall bei dem System der A. E. E., nicht aber bei dem Parsons-System. Eine Ko_mbinatlon von Kolbenmaschinen und Turbinen ist unter al1en Umstanden ju widerraten; man1würde die Nachteile beider Systeme behalten, die Vorteile beider jedoch einbüßen. Nach der Ueberzeugung des Vortragenden gehört die Zukunft demjen gen System von Dampfturbinen als Antxieb von Kriegsschiffen, bei dem die Turbinen auf yoneinander unabhangigen WeUen moniiert find. In der sich anschließenden Disku fion verwahrte fich_der Ingenieur Boveri in Vertretung des keine kennung ker Turbtnen auf ver- schiedenen Weüen vornehmenden, an Hintereinandersckyaltung der Betriebßorgane auf einer WeUe festhaxtenden Parsonssckxen Systems dagegen, daß die Entscheidung „bereits zwetfellos zu Gunsten des anderen Systems erfolgt set; doch Wurde ibm anscheinend sehr überzeugend durch Dr. Bauer und Direktor Lascha von der . E. G. begegnet. Admiral a. D. von Eickstxdt b:- stätlgte, daß in Marinekreisen der Sieg der Turbine uber die Kolbenmaschine als ein endgültiger anaesebcn werde, und ermahnte dazu, der billigeren Erzeugung von Dampf in Wafferrobrenkeffekn vermehrte Aufmerksamkeit zu schenken. Geheimrat Professor „Dr. Flamm gab, im Anschluß an den Vortrag. Recbcnschaft von inter- essanten und *mit einem Raffinement obne leichen zum Erfolg ge- führten und auf pbotogkapbisckzem Wege estgebaltenen Versuchen, die zu beweisen scheinen, daß man nicht ängstlich zu sein brauchte, die roßen Umdrehungszablen der Turbinen und damit auch der Schiffs- Fchrauben writer zu steigern, wenn nurSorge getragen werde, die Schrauben immer tief genug im Wasser geben zu lassen und fie daran zu verhindern, Luft anzufangen, wodurch fie erheblich am Effekt ein- büßen. _

in weiter Vortrag wurde von Dr. Anschu,3-Kaempfe in Kielc'ßWexrz das Thema .Der Kreisel als thhtunaßweiser für Schiffe* gehalten. Der Vortragende ist nach mehr- jährigen Mühen der Erfinder eines Apparates, bestimmt, den Kompaß zu erseßen. Die Nordstelluna wird bei diesem Apparat nicht durch magnetische Kräfte, sondern durch die Rotation eines Schwung- körpers hervorgerufen, der infolge einer ganz besonderen Aufhängung- seine Achse parallek zur Erdachfe steüt. Die Erfindung basizrt auf den Untersuchungen von Foucault, der vor 60 Jahren schon zu der Erwägung gelangte, daß ein Kreisel, unter _ bestimmten_ Be- dingungen auf der Erde aufgesteUt, eine thhtung aus 1 r einnehmen müffe, die mit dem örtlichen Meridian identisch ist, weil sich nämlick) die von West nach Os; gerixbtete Erdbxweguna_ auf den Kreisel überträgt, der bis auf mx ver1chwindend aermgfugige Berührung mit seiner Unterlage beinahe einem im Raum frei schwebenden Körper gleicht. Der Vortragende bewies an der Hand von DaueWersuchen, daß tajsäcblicb ein .Kreiselkompaß' an Bord von Schiffen als vollwertiger Crsaß des magnetischen Kompaffes betrachtet werden kann. Das Instxuxxtent, das in bord- mäßjgec Adjusilerung während des Vortrags feme Einstellung in den geographischen Norden ausführte, stellt insofern eine bedeutende Vctbessetung vor, als bei ihm die schwierigen KompensationSYorricb. t 11 en und sonstkgen Maßnabazen zur Verrinaetung der schadlichen " gnetisthen Einflüsse des SchtffskötYsrs in Wegfall kommen. Es Maßesbalb in erster Linie wichtig fuk_ den Gcbraucs als Gefechts- k ß unter Panzerschuß, ferner fur die Elsen- und Eisenerz- tomßaoxtscbiffe. An der über den bochinteteffanten Gegen. strand!) geführten Diskussion beteiligten sich die Herren Profeffor (YZUUUOVremen, Dr. ina. Martienxen, Professor Abt

1) Korvettenkapitän von Schönberg. Es wmde aUseitig Fust," t daß die Etfindung von hohem Werte [ei, wenn sie um!; ans eva gföße die man in *den 80er Jahren schon n Holland, rankreickx J HLF laßd praktjsch LU kstalten versucht babe. Neu it an der Fuß ck jedenfalls die glü liche Lösung der Aufgabe, einen Kreisel hl "st [[In der seine Tourensabl unbeschränkt lange Zeit un- vekZl-ldk t ,beibebält- Die Lösung war erbt durch die Entstehung der n I bstrommotors mit Kurzschlußanker ermöglicht, dem- es re :: Kreisel nach dem System eines Dreiphasen.

entsprechend ist d

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motors _ bergekellf. Die Bedeutun? des neuen Kowpa eo für Handelsschi -e nicht in dem Grade w cbtig wie für Kriegs ckiffe, weil man bei er ::eren gelernt hat, namentlich unter Anwendung des nicht- magnetischen Nickelsiables, den Störungen der R7chtkraft des maXnetischen Kompaffes zu begegnen; als Kontrollinstrument ist der Kre selkompas; aber aucb hier von Wert, namen'tlicb beineuen Schiffen, ebe sich deren magnetischer Charakter beraxxsgebtldet hat. Von grö ter Wichtigkeit aber ist die Erfindung fur Kriegsschiffe, weil ler infolge des beständigen Ortswechsels vor Eisenmaffen an Bord, beißen fie Geschüßrobre, Munition oder bewegliche eiserne Maschinen und Geräte, fich eine Stetigkeit des magnetischen Kom- vaffes troß aller vorhandenen Kompensationen nicht entwickcln kann. Die Störungen find bier so erheblich, daß ein Ersaß des magnetischen Komvaffes durch ein zuverläsfigeres Instrument als Wohltat empfunden werden würde. Es ist vorgekommen, daß der Kompaß bei der Vorbeifahrt eines Panzers um 1800 außgescblagen ist; andere häufig nicht sogleich in ihrer Ursaehe erkannte Störungen werden dur

die Kréuzung unterseeischer Kabelveranlaßt. Es wurde bestätigt, daß der Kreiselkompaß, der zu seiner Einstellung einer gewissen Zett bedarf, die 1? Stunden nicht übersteigt, 3-4 Stunden lan anBord eines Kriegssckptffes tadenos funktioniert bat. Für LuftsZiffe ist die Er- findung als Richtungsweiser von geringerer Wichtigkeit, weil kaum ein Grund vorliegt, hier dem magnetischen Kompaß zu mi'ßtrauen. Daqegen glaubt Prof. Schilling, daß sich die Erfindung we ter ent-

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wéckeln und daß es möglich sein werde, am Apparat die geographische . '

Breite abzulesen. Das wäre für die Orientierung der Luftschiffer natür- lich ein hoher Gewinn. Cin Anscbüyseber Apparat kostet ;. Z. 20 000 «. Einem Einwurf, daß starke Saxiffsbewegungen den schwingenden Kreisel in Schwankungen versetzen könnten, begegnete der Etfinder durch den Hinweis, daß hierfür am Apparat eine Libelle angebracht sei, an der die geringsten Schwin ungen irregulärer Art erkannt wurden. Es müßten nach den bis erigen Er ahrungen aber sebr starke Stöße sein, um den Kreiselkompaß in Mit.[eidenschaft zu sieben.

Am Nachmittag des ersten Tages sprachen noch Ptofeffor Dr. Ahlborn- Hamburg, in Fortseßung von Vorträgen über den gleichen Gegenstand in der 8. und 9. Hauptvxrsammlung, von wxiteren Unter- suchungen über die Widerstandsvorgange im Waffer, und Ingenieur Axel-Welin aus London über technische und sonstige GtfiÖtk-punkte für die Ausstellung der Rettungsboote auf modernen Dampfern.

Literatur.

Die Kirchenbauten der deutschen Jesuiten. Ein Beitrag zur Kultur- und Kunstgeschiäzte. des 17. und 18. Jahrhunderts von Joseph Braun. Erster Teil: Die Kirchcn der ungeteilten 1heinischen und der niederrheiniscben Ordensprovinz. Mit 13 Tafeln und 22 Abbildungen im Text. Freiburg i. Br., Herderscbe Verlags- bandlung. 1908. -- Der Verfasser hatte in seiner, an dieser Stelle besprochenen Arbeit über die belgischen Jesuitenkirchen den Nackweis

efübrt, daß von einem eigentliäzen Stil des Ordens nicht recht ge- fprockxen werden könne und daß in Belgien die Iesuitenkenkirchcn stets n demjenigen Stile erbaut worden find, der doxt gerade für die Architektur tonangebend war. Diesen Nachweis sucxt er in der neuen Schrift auch für die Jesuitenktrckzen im Nordwesten und Westen Deutschlands“ zu erbringen. In gründlicher, du1chaus objektiver Dar- legung führt Braun aus, wie die Baumeister in der alten rheinischen und in der niéderrbeinischen Ordensprovinj keineswegs dem Strom der Entwicklung in der Kunst die Wege gewiesen haben, sondern ruhig wie (1116 anderen in dem gleichen Strom weitergesckswommen find. Bis in das 18. Jahrhundert hinein haben die Jesuiten wie die anderen Kirchenbaumeister in jenen Gegenden an der (Gotik festgehalten. Erst das18.Jabrbundert bringt hiexin eine Aenderung. Es waren die ptarhfliebenden Cölner Kurfürsten Josef Clemens und Clemens August, die mit ihrer Vorliebe für französiscbeArchitektur und Dckorationsweise der Gotik im Nordwesten Deutschlands das TodeSurteil gesprochen haben. Hätten die Jesuiten, so bemerkt der meaffer, in der Tat gesucht den römischen Barock nach dem Nordwesten und dem Westen Deutschlands zu verpflanzen, sohatten fie in jenem Stil bewandert: Baumeister für ihre Kirchenbaulen berangezogen. Statt deffcn haben ße fchlichte deutsche Meister beschästigt, die den Anschauungen und Empfindungen ihrer eitgenossen fich in weiser Klugheit angepaßt haben. Die Ergebni e der Braunfcßen Arbeit, der zahlreiche gute Abbildungen beigegeben sind, haben für den Kunsthistoriker und den Kunstfreund besonderes Interesse.

- Dr. Theodor Koch-Grünberg, der in den Jahren 1903 bis 1905 eine Forschungsreise nach Nordwestbrasilfen unternommen hakte und von dieser Expedition, die ihn in tells wenig bekannte, teils noch gänzlich unbekannte Gegenden führte, ein überaus -reiches etbwologisthes Material heimbrachte, hat die Ergebnis: seiner Forschungöreise in einem zweibändigen, reich iÜustrierten Werk zu- sammengefaßt, das in Lieferungen bei Ernst WaStnutb in Berün er- scheint. Das Buch ist bestimmt, die von Dr. Kock; gesammelten Erfabxungen weiteren Volkskreisen i_n populärer aber dennoch wissen- schaftlick) durcbgearbeiteter Form zuganglich zu machen. Es betitelt üch „Zwei Jahre unter den ndianern“ und sou in 24 Lieferungen zu je 75 „3 zu Weibnachlen vollständig vorliegen. Ueber manchen der interessanten Funde. die Dr. Koch auf seiner Ypediton Hemacbt hat und die jeßt die Sammluxgen des Königlilhen

ueums ür Völkerkundx in Berlin zieren, in d=ffen Auftrag die Rei e ausgefübit wurde, ist an anderer Steue in diesem Blatt bereits berichtet worden. Das in Rede stehende Buch will eine Schilderung der gesamten Reise in der Weise bieten, daß der Leser zugleich ein anschaulicbes Bild vom Leben und Treiben der interessanten Indianer- stämme Norkmstbrafiliens erhält. ck den bisher vorliegenden 5 Lieferungen des Werkes zu schließen, ist es dem Ver- faffer trefflich elungen, diese Absicht durchzuführen. Seine Schilde- rungSWeiseIixxt lar und lebendig, und das reichlich mitgeteilte wissen- schaftliche aterial ist derart verarbeitet, daß der Laie das Buch obne Ermüdung und mit stetem Jnfereffe durchlesm dürfte. Hohes Lob verdienen die ausgezeichneten Bilder, Wiedergaben von an Ort und Stelle aufgenommenen Photographien. Das ganze Werk soll deren über 400 und außerdem noch zahlreiche Lichtdruckblätter und mehrere vom Verfasser aufgenommene Karten emhalten. Der Name des Verlags bütgt für die Gediegenbeit der äußeren Ausstattung.

- Zu rechter Zeit zum Weibnaebtsfet erscheint der 13. Band der von der Deutschen Verlagßanstalt in Stuttgart beraußgegebenen, rübmlichst bekannten Klassiker der Kun]: inGesamtauSgaben, Er ist einem der populärsten Maler gewidmxt, dessen Lebenswerk er in Wort und Bild schildert: Van Dyck (15 „M). Emil Schäffer bat fich mit Geschick und vieler Sachkenntnis der Aufgabe unterzogen das Leben desqftämiseben Meisters zu schildern und feine vielseitigé Kunst in abwagender Analyse zu würdigen. Da Van Dyck außer seinen zahlreichen Bildniffen auch eine Reibe historischer, religiöser und aac-

orischer Daxstellungen geschaffen hat, bietet das Buch mit seinen 537 5 acbbtldungen von Werken des Meisters eine große Abweöbslung unt; vielseitige Anregung. Die Gute der Abbildnngen ist auf der gkesxchenleöltpe,b dtie dÉ'voirauisbgeganiYnenckyBiänd: der Klasfiker-Auxgahe augeze ? a. le-n nen au nd ' bei edem Bilde die Entstehungkzeit und der Oem Vorstegenden Bande

. rt b i s " 1 es ck jekt befindet. Em sorgfaüig gemrbéitetese FTMÜUÜFL FTT

wertvollen Bande beige eben. Er d" " WeihnaäoSisZeZchenk sxiné! ä ck uxfje fuc viele ein willkommenes - nwet erm 1: en. Mär , FxbrYMelZLetXn 1J910s8e FHUYIaL MMZ?» EYMLYJYUFKYT . . . re „xs. * bat-th Ine Frapan wieder ihrem ei ensten FFdYNmiFthYrößÉT Glu bebauten Gebiet, _ der Etzä lung kleineren Umfanges Lu- SFW?“ fi chSchvönwettiermé1rchen nenn! ' , on 6 gen lichen Märihen nur d i i d : ZM; SF:?JMYYFFÉFFU 2? ab;; IV"?“YMHFM , e, an e ;ZZeilimgLeinkten Gebiet bewegend, aUe erkmale &ka krafrtlYleY d en de Grenze des Schonungslosen streifenden Realismus tragen:

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