MÜ! isi allerdin i * . gs d A (bt, d , ck; wenn diese Mekkbésas ung Wüte- die deutsche VoiZSwirsöchaft at? ch2Usch1echter gestellt sei als 1879-
(Schluß des Blattes.)
„* Das heutigen (9-) SYZUUg, welcher der Minister für Handel und ewerbe Delbrück beiwohnte, auf Antrag Der_ Abgg. „lbers (Zentr.) und Genossen ohne Debqtte, _dte R3: ' WMI zu ersuchen, das bei dem Landgxrzcht 111 Essen ckWebende Strafverfahren Wegen Beletdi ung gegen en Nbg. meusck) (Zentr,) für die Dauer der esfton enzzu- ßeUen, und seßte darauf die Besprechung der Jnierpellatton es ZMtrums, betreffend das Grubenungluck auf der
"Zeche „Radbod“ bei amm fort.
Zunächst nahm derÖ Minister für Handel und Gewerbe Delbrück das Wort, dessen Rede in der nächsten Nummer dBl- iM Wortlaut wiedergegeben werden Wird. An der weiteren Debatte beteiligjen sich bis zum Schluß de_s Blattes L€_Nbgg_ Korianty (Pole), Dr. Pachnicke (frets. Vgg.),
""e"-'t (Soz.) und Brust (Zentr.).
»
Statistik und Volkswirtschaft.
Deutslber Au enhandel im Oktober und in den 10 Monaßten Januar bis Oktober 1908. b NW dem Oktoberbeft der vom Kaiserlichen Staxisiischen Amt Staus kgebenen .Monatlichsn Nachweise über den auswartigen Handel Déats lands“ betrug die Einfuhr im Oktober 1903 5709 090 0 verschiedene Waren, 9303 Pferde usw., 124 Stock Bienen, 93 Fabr- JUJS Und 159 532 Uhren. Gegen den Oktober 'des Vorjahres hat sjje Einfuhr eWebliéc) nachgelaffen, besonders die Einfuhr von Brrnn- Eo en, unedlen Metallen und darunter namenilich die Einfuhr yon ifm, Cbemistbk usw. Erzeugnisse nahmen betrachtlich zu. & W Die Ausfuhr im Oktober belief sich auf 4124 434 t; verschie5ene M"- 599 Pferde usw„ 502 Sjock Bienen, 125 FabrerZe und 718 Uhren. Gegen den Oktober des Vorjabrs zeigt sich e-ne Zu- ZWMS der" Ausfuhr, namentlich bei Erzeuaniffen der Landwirt- ÉM usw., mineralischen und fossilen Rohstoffen mit AusUabme„ker r"- bei chemischen Erzeuxxniffen, unedlen Metaüen, besonders Eisen. * k? Gesamteinfubr in den zehn Monaten Januar bis Oktober d- I. betrug 50 360 910 b versckztedene Warri! gegen . 880 854 r in der gleichen Zeit des Vorjahres, 109117 gegen 117822 Pferde usw., 4622 gegen 5693 Stock Bienen, 1058 (WM Fahrzeuge und 1181235 gegen 1425 138 Uhren, die gleich- ?,“UNL Gesamtausfubr 37 982 708 gegen 37 076 092 0, 5058 gegen 383 Pferde usw., 1392 gegen 1028 Stcck Bienen, 1196 gegen 1373 Fabkskuge und 322138 gegen 362172 Uhren. 6 von den 19 Wfaanitien erfuhren eine Verstärkung der Einfuhr, 12 eine Be- unÖkYeßre JßssfflcY-e braÖten in der Einfuhr: Erzeugnisse der Land- wirtschaft usw., mineralische und fossile Rohstoffe, Spinrxstoffe und Wake" daraus, Papier usw., Steinwaren, Tonwaren, unxd.e Metalle "" Waren daraus, hierunter besonders Eisen, ferner Ma1chinené *Die JM“ k chemischer Erzeugaiffe wuchs. In der Ausfuhr jeg, sich ne Versiärkung besonders bei Erzeugniffrn der Landwirtschaft usw., Papi“ usw„ Steim, Tonwaren, unedlen Metallen énamenilich Eisen), BY“! inen. Chemische usw. Erzeugyiffe, Spinn io_ffe und Waren raus zeigen gegen das Vorjahr betra'htlichere Ausfaile.
Zur Arbeiterbewegung.
f?)?! Ausstand bei der Dresdener Paketsabri ist, wie der
“Vo Ztg.“ telegraphiert wird, beendet. (Vgl. N:.274 d. 231.)
Kunst und Wissenschaft.
' Das Köni li e nftitut für Meereskunde, Georgen- Yraße 34*36, eraxXialtZ in der kommenden Woxbe, Aöevds 8 Uhr; “[Aknde öffeniliche, Herren und Damen zugaxglicbe Vorixaae- „ Montag spricht der Kustos Baschin-Berlin uber; „Verteilung g?" Wasser und Land auf der Erdkugel“. _(Mit 210010111100). Am
[enstag der Dr. artmeyer-Berlin uber: .Die Tortugas- Zuseln im Golf von Zkexiko und ible Meereßiierwelt“. (Mit Licht- Udet") Einlaßkarten sind yon 12 bis 2 Uhr Mittags und an den GottraQLiabenden selbst von 6 Uhr ab zum Preise von 25 „3 in der
esobäftsfteae des Instituts zu haben-
Im Kun rbemu eum wird ein Von Fräulein Luije Hamkens korjitsZYZer sogetxanntcr Scköulwebeftubl ausgesteßi Fd vorgeführt. E,: will der HauSarbeif der Frauen_, zugleieh fur s ehekki- Gobelinwickerei und Knüpfarbeit, dienen und laßt sich wegen I')?!“ einfachen Konstruktion auch in den Handarbeitsbetrieb von dadlbenscbulen einführen; je nach Bedarf kgnn er jur_Hochweberei 0 er |U! Flachweberei verwxndet werden. , Mit den Siuhien isi eine S Verschiedener Gewebe und Teppiche ausÜeftellt, die auf_dem
71011: der esteUt nd teils in geschmackvoller nlebnung an altere “FoxdsÖlesw «sche ustZr, teils nacb einfachen und gediegenen Ent- "ZUHfI" heutiger Künstler und Künstlerinnen. Die Ausstellung wird
ck 3 schen dauern. *
Literatur.
Die Skäd nun von 1908 und die Stadt Ber_[in. t?redstslhtist zur blkldeTZäbrian Gedenkfeier der Einfuhrung der Sltadix- nuna- im Auftrage des Magistrats herausgegebey von Dr. CRU“- ?Z- Stadtakcbivar- Mit 6 Voübildrrn und 2 Planen. 1T u.t2 4 Ss- der (F von Julius Springer, Berlin. -- In _der LULU M an eit der Entstehung der preußischen Siadteordnung erm Novembcr 1808 finden keine Ayhaltspunkte dafur- na d«mals bei den Bürgersckaften der Stadt: das Verlaitigrn der ß. é ner wirksameren Beteiligung an der Verwal ung Vis .Udtischen Angelegenheiten rege geworden Hi, und ebenso bat x_nan Um?“ aus den Akten der Städte und der eaierungen nichts uber wur “€ in diesem Sinne ermitteln können. Wie man anpebmen Daß, ging der Gedanke, den Bürgern größeren EinfLUß auf M Ver- feineun“ *" vekschaffem aUein von dem Freiherrn vom St_ein aus, und dnt “Mübungen ist es zu verdanken, wenn dieser Einfluß in der “" [leordmmg gé'eßliÖfestgelegt wurde. Das Ziel Steins war etaentlich a AkmeineRe'orm de_r Siaats-, Provinzial- und szeindeverfaffung- "eu ie so viel wie möglich Männer aus bürgerlichen Berufen den * äbzu bildrnden Behörden zur Mitarbeit beiaeordnet werden sollten. bali Yeah " dieses Ziel verfolgte, gab ihm abu: bei seinem Aufent- Vexfan Königsberg 1808 die veraltete, sehr umständlich aufgechutr Ben Dffunsg der Stadt, die in der verbängnisvoüen Zeit desKnxgs Qestaitient kersagtß Veranlassung, daß er ganz besonders auf die Neu- Und ZMF dk? Verfassung der Stadtgemeinden sein Augenmerk richteie Uebexe .“"“b änaig von den übrigrn Reformplänen außzufübrsn suchte. Arbeitd“ Enstehung der Siädteotdnung liegen bereits die bekannten Tefoxme" M E. von Meier in seinsm Werke über die .Verwaltunas- YUL'bkn YZ? Stein und Hardenberg“ und von Max Lehmann im ck -' e nö“ vor. lusiMW wird nochmals beleuckyiet, wie der Entwurf zu dem Geseße “ diee kam, "Nd sein weiteres Schicksal Verfolgt. In Berlin brachte '1808 [BesWUng drr Stadt durch die Frayzosen von 1806 bis mit d:?! W)- däß man bei der Einführung der Städixordming nicht bahn" Fatto?" zu rechnen hatte, denen Wriaffungßmaßia die Hand- ke: ?kder stadtischrn Verwxltung schon aus dem 18. Jahrhundext TW- wie dies in den anderen Siädten der Fall “dem ck lag hier eine neue, eigenartige Organisaiion
,
aus der Abgeordneten beschloß in der.
In der eingangs genannten Festschrift des“
vor: Napoleon hatte in der Residenz das Komitee administrativ an die Spißle des Gemeinwesens gestellt, das die bisher bei der städnschen Verwaltung beteiligten Behörden, Polizei- direktorium, Gouvernement und Magistrat zu ersehen bestimmt war. Es bestand aus Männern, die durch die Bürgerschaft cewählt waren, Mitgliedern des bisherigen Magistrats und höheren Staatsbeamien. Den Vertretern der Burgecfcbaft sollte dabei die Oberleitung zufallen, in Wirklichkeit aber hatten „sie die Staatsbeamten und trugen die Ver- antwortung. Wenn nun die nach den Vorschriften der Siädteordnung neu zu bildenden Körperschaften die Verwaltung der städtischen An- gelegenheiten erbaliensollten, so mußte sichzuvor das Komitee auflösen. AÜe diese Vorgänge, die Enisiebuna des Komitees, seine Leistungen und der Uebergang in die neue erfassung werden vom Verfasser der Festschrift ausführlich geschildert. Sobald das Komitee seine Tätigkeit eingestellt haite und Magistrat und Stadtverordnete der Städte- ordnung gemäß als die neuen städtischen Organe eingeseßt waren, nahm der Staat alsbald wieder die Verwaliung der öffentlichen Einriebtungen, die _ er vor. dem Kriege in seiner Obhut gehabt hatte, fur sich in Anspruch. Dem Magistrat und den Stadtverordneten fiel zunächst Hauptsächlich nur zu, die Kriegssibulden zu regeln und (Geld berbeizuschaffen, zumal da die Rückkehr der Franzosen und die Freiheitsktiege neue Opfer forderjen. Wie sich dann im weiteren Verlaufe das Verhältnis zwisckpen Staat und Stadtgemeinde geftalteie, wird vom Verfasser !ebr eingehend dargelegt. Nach und nach, in großen Zwischenräumen unter lang- wieri en Verhandlungen und Abrechnungen überließ der Staat die städti?chen Einrichtun en den Stadibedördev. Während er seine Mitwirkung dabei ein?chränkte, gewann die SelbfWerwaltung immer mehr Boden; man erkannte dabei zugleich, daß sie nicht nur die Tätig- keit der Bü! erschxft, so::dern aue!) Ovier von ihr verlangte. Seit undenklicher Zeit hatte der Staat alle Lasten für die öffentlichen Ein- richtungen der Residenz getragen und für ihre Wohlfahrt fast allein gesorgt, man batte sich an den Gedanken gewöhnt, daß dies eine Pfiicht des Staates gewesen sei; _allmäblicb aber bildete sich nun die Ueberzru ung, daß diese Fürsorge vielmehr in erster Linie den st dtischen Körpersibaften zukomme, und daß damit auch dem Gedeihen der Stadt am besten gedient sei. Es währte bis in die secbzi er Jahre des vorigen Jahrhunderts, bis jene Entwicklung abges lo en war. Zu dieser Zeit batte scbon ein erfolgreicher Wettbewer der Stadtgemeinde mit dem Staate für eine der Neuzeit entsprechende AuSgesialtung der öffentlichen Einrichtungen stattgefunden, und von da ab findet man auch die wichtigsten Zweige der städtischen Verwaltung den Stadt- bedöxdrn andertraut, oder es stand dock) nabe bevor, daß sie ihnen überlassen würden. Bei diesem Zeitpunkte, nachdem die Gegensäße zwischen Regierung und Stadt in der Hauptsache über- wunden waren und man die großen Vorteile einer Verwaltung ua:!) den Grundsäßen der Städteordnung sowie ,das Wesen der Selbst- verwaltung voll erkannt baitr, bricht die Darstellung in der intereffanien Festschrift des Magistrats gb. Jbr Wert wird noch erhöht durch die Beifügung von zwei Planen und sechs Voübildern. Der erste Plan zeigt die Weichbildgrenje der Stadt vor der Einfuhrung der Städteordnung, sowie die dann infolge ihrer Einführung neugebildete und die je ige Grenze. Die genauere Feststellung des Weichb11des der Siadt n der Zeit vor 1838 ist auch insofern von Nahen, als es den G-ltungsbereich der Berliner Vauobservanzen darstellt. Nach gerichtiicben Cntscheidungen gelten die Observanjen in den Gebieten, die zur Zeit der Einführung des Landrechts _ 1794 - zum Stadt- bezirke gehörten. 1794 war aber die Umgrenzgng die gleiche wie 1808. Der zweite Plan gibt ein topoxrapbiscbes Bild der Stadt und der nächsten Umgebung x_ur Zsii der Einfuhrung der Städteordnung, womit veranschaultckot wird, wie weit der bewohnte Teil und die Gärten sich ausdehnten, was noch an Acker, Wiesen und Wald auf den Flächen vorhanden war, wo heute mit Wohnhäusern voll be'seßie Stadtbezirke sind. Von den sechs VoÜbildrrn sieUt das erste die Feierlichkeit in der Nikolaikirche zur Einführung der Städteordnung am 6. Juli 1809 nach einem in den Diensträumen der Stadtverordnetrnversammlung befindlichen Aquarell von Calau und Laurens dar, da? zweite das Berlinische Rathaus 11911: einer Liibographie von Luike, der einzigen vor- handenen Abbildung des Rathauses aus der Zeit vor 1808, das dritte das Köllnische Rathaus, das von 1822 ab fast 50 Jahre [an der Sax der Stadtverordneten- versammlung war. Ferner tisi die Fests rift mit der Rxproduktion eines Kupferstichs nach einem von Rinklgke in Munster 1802 gemglten Porträt des Freiherrn vom Stein sowie mit Bildniffen (Gravuren) des ersten Berliner Oberbürgermeisters Leopold von Gerlacko und des ersten Stadtverordnetenvorftehers I. . Humbert nach den im Donatorensaale des Rathauses befindlichen Originalen außgestaitet.
Technik.
Der Architektenverein in Berlin veranstaltet am Montag in seinem Vereinshause für sein im Frühjahr d.J.„ yeriiorbenes Mit- glied, Obrrbaurat Profeffor Carl Schafe; in KarlSzube eine (Gedenkfeier, bei der der Baurat Ludwig Dibm die chachtnißrede ballen wird. Einlaßkarten zu dieser Feier, an der auch Damen teil- nehmen können, werden Wilhelmstraße 92/93, kostenlos abgegeben.
Jagd.
Dienstag, den 24. d. M., findet Königliche 5ix_arforce- jagd statt. Stelldichein: Mittags 12 Uhr 30 Minuten am Franzcrbusck). *
Theater und Musik.
Neues Schauspielhaus.
Max Halbes Komödie in vier Akten „Blaue Berge“, die gestern im Neuen Schauspielhause zum xrsten Male aufgefuhrt wurde, vermochte nur matten Beifau zu erringen, der jule t auch nicht unwidrrsprochen blieb. Der Gedaxike, der dem Stü die Grund- siimmUng und den Titel gibt, namlich daß die blauen Berge der Sehnsucht drm schaffenden Künstler ewig unerreichbar fern bleiben, wird durch den Werdegang eines Bildes symbolisiert, an dem der * Maier Mühlenbruch ardeitei. Das Bild wil! nicht geraten, weil dem Kunstler im grauen Etnerlei des Alltags der Jungbrunnen einer großen Leidenschgft fehlt. Mit Sorge sieht das die kluge und versiändige Frau Mublenbruchs, die ihm bisher auch als Modekl diente, und sie läßt es darum_rubig gesckpeben, daß eine andere fick) zwischen sie und, den Gatten dr_angt, die schöne Sän- gerin Marianne Jordan. . In ihr glaubt Mublenbruch die Ideal- gesialt für die weibliche Figur seines Gemäldes gefunden zu haben, in ihr auch die Flamme, an der fsine L_eidenichaft aufs neue erglühen könnte. Aber Marianne, die für Milliardare kauflicbe Schönheit, versagt fich dem Künstler, obivobl sie ihn liebt, um sich und ihm die Sehnsuckyt zu erhalten, die für b'eider Kunsischaffen unerläßlich sei. So gibt es zum Schluß ein Auöemandergebcn und die reuige Rückkehr Mühlen- bxuch3 in die Arme seinerjreueri Gattin. Um diesen Kern der Handlung, die fix!) vielleicht in einem_em1igen starken Akt abspielen könnte, hat Halbe einen wahren Wust von Nebendingen angehäuft, die nur stören Verwicren und 171311 der Hauptsache ablenken. Da wird ein opereéienbafker Miüiardar eingefühkt, Welcher in dem Bade- orie der den Schauplay des Vorgangs bildet, nur um «ne; Laune wiÜrn ein marchenbaftes Schloß und ein Reform- ideater errichten will- Jn seinem Gefolge bxsindet sich ein Aesjbet neuester Richtung- der srine Ideen ubevNackikultur u. a. mit Hilfe des Nabobs zu verwirklichen hoffi. Im Gegensatz zu lrizterem sieht ei-i stxehexbafteé Stadtverotdnetenvorsieher und Obxrlehrcr, der Gelder fiir einen Kirchenbau sammelt. Darm ist noch em_ aiier bäueriscker Onkel Mühlenbrnchö zu nennen, drr alles durchjchaut und alles weiß * “nnd immer im rechten Augenblicx in die Handlung eingreift" mit Hilfe einer je_ner Tdeatcrkrtminaikommiffarr, die stets auf, falscher Fährte sind, laßt er den Milliardar als Hochstapler
im Sekretariat des Architektenvereinß
verhaften und bintertreibt ein nächtliches Sielldickein Mühlenbrucbk mit. Marianne Jordan. o rankt si Poffenbaftes und , Pbantasttickzes in wuchernder Fülle um den schwachen Stamm des Stückes, an desen rnst man zuleßt nicht mehr glauben kann; und die paar schönen Gedanken und wißi en sati- rischen Einfälle, die es birgt, nehmen sich in solcher Umge ung reiht sonderbar und kümmerlich aus. _ Die Darsteller hatten keine leichten Aufgaben. Aus dem im Grunde recht uninteressanten Maler konnte «rr Christians beim besten Willen nicht viel machen, und Fräulein
aldegg mußte sich als Marianne Jordan im wesentlichen darauf beschränken, schön und elegant außzuseden. Am meisten überzeugten Frau Arnold als sympathische und kluge Künstlerfrau und Ernst Arndt als diskreter Darsieiler des Onkels Werckbagen. Auch die Herren Kaiser-Tiß, Reßbacb, Borée, Kleinke u. a. gaben sich um ihre Rollen alle Mühe.
Kleines Theater.
Ludwia Thomas Komödie „Moral' erzielte gestern abend im Kleinen Tbeatxr einen starken HeiterkeitSerfolg. Der Verfasser konnie_ in dem Stuck seiner starken satirischen Be abung mit Vehagen die Zugel schießen lassen. Daß ganze Gesellscha?tsklaffen dabei eine recht einseitige und darum ungerechte Behandlung erfuhren, störte dert Dichter durchaus nicht; ibi: freuten die blendendcn Schlaglichter, unt denen er menschliche Schwachen durchleuchtete. Die Sittlichkeits- bestrebungen hatten es ihm angetan; er hielt sie für einen gedeihlichen Boden, um seine derben Spott- und Oppositionögelüsie darauf wuchern zu lassen. Der Dichter hat durchaus die Berechtigung, Heuchler, die obne innerliche Ueberzeugung äußerlich Moral predigen, vor das Forum der Lachrrlichkeit zu sieben; nur durfte er seinem zerseßenden Spott nicht einen tendenziösen Charakter geben. Außerdem machen des Ver- faffers eigene sitzliche Anschauungen, wenigstens soweit sie durch eine alte geschwasige Dame und einen weisen Justizrat vertreten werden, zum mindesten recht stutzig. Ueber jede menschliche Ver- fehlung nur mit Behagen lachen, kann zuweilen der Ausfluß erhabener Weisheit sein, gegebenenfaus aber auch ein Beweis lässiger Bequem- lichkeit. Jedenfalis ist dem, Dichter die Verteidigung seiner humor. vollen Ansicht von der sittlichen Wirkung öffentlicher Tugendverätbtec ziemlickp mißlungen; in solchen Augenblicken merkte man die Riffe und Sprünge im Aufbau der Komödie. Einen Lichtpunkt gibt es jedoch noch, abgesehen von der aUgemeinen Erheiterung, in Thomas Komödie: er' glaubt an ed_[e Frauen in der guten Gesellschaft, wenn auch die Männer darin durchgangtg schlecht wegkommen. Einen großen Anjeil an dem starken Erfolg des Abends gsbübrt der-glänzenden Darstellung. Die Herren Maxx, Adalbert, Rottmann, Klein-Nhoden, Ziegel arbeiteten Figuren voll packender Natürlichkeit heraus. Die wenigen episodiscb vervortretenden Frauenrollen waren mit den Damen Grüning, Sielmann und Klein gut beseßi.
In der im Königlichen Opernbause mor en tatt- findenden Aufführung von .Aida“ find die Damen gSalvgitini, Goetze, UrbanZka, Kierschner und Paths sowie die Herren Maclennan, Kpupfer, Bronßgeest, Griswold und Dahn beschäftigt. Musikalisch leitet der KapeÜmeisier Blech das Werk. _ Am Montag wird .Lobengrin' in folgender Beseßung gegeben: Lohengrin: Herr Jörn; Telramund: Herr Hoffmann; König Heinrich: Kerr GriSivold' Heerxufer; Herr Bachmann; a: Fräulein a rv; Ortrud: räuleinOber; Die musikalische Leitung hat der apelle mejstÉIrmWKöSti“? ä; Scl; s 1 th s i *
ng en „aupe auewrd morenSiller „Maria Stuari', *mit Frau Wiüig in der Titelrolle,g auf (ebfübrts. Im übrigen lautet die BeseßunÉ Elisabeth: Frau oppe; Leicester: Herr Sommerstorff ; brewsbury: Herr Nesver; Burleigb: Herr Kraußneckz Kent: Herr Arndt; Davison: Herr Werrack; Paulei: Herr Molenar; Mortimer: Herr Geisendörfer; Melvil: Herr Eggeling; Kennedy: räulein von Arnauld. - Am Montag wird Shakespeares „Machst “, mit Herrn Molenar in der Titelrolle, den Herren Vollmer, Neßper, Staegemann, Pohl, Kraußneck und den Damen Poppe, Lindner, von Mayburg und von Arnauld in den übrigen Hauptrollen, gegeben.
Im Berliner Theater _wird morgen sowie am Dienstag, Donnerstag, Sonnabend und nachsten Sonnia abend „Herodes und Mariamne" ge eben. Am Montag sowie am ittwocb und Freitag th “.Der'Ve chenfresser' in Szene. Am Sonntag, den 29. d. M.. * acbmittags, findet eine Aufführung von Grillparzers „Der Traum ej“ LéFnÖstatttich Tl) t id M
eu en ea er wr onia , Diensta , Freitag, Sonnabend und Sonntag, den 29. ?). M. „Weonthit-FFAJZ Krähwinkel“ wiederholt. Morgen wird „König Lear“ und Donnerstag .Der Kaufmann von Vexedig' gegeben.-“-In den Kammerspielen des Deut_schen Theaters ist Sdaws Komödie .Der Arzt am Scheide- wege' fur morgen sowie fur Dienstag, Mittwoch, Freitag und. nächsten Sonntag angeseßi. Goethes „Clavigo“ steht sürDonnerstag auf dem Spielplatz. 'Am Montag und Sonnabend wird“ Wedekinds Kindertragödie .Frublmgs-Crwachen' gespielt. -
Im Neuen Schauspielhause wird morgen sowie am MZntag, Mittwoch und Sonnabend „Iulius Cäsar“ auf- gefuhrt, Dienstag, Donnerstag, Freitag und nächsten Sonntag „Faust" 71. Teil). -; Der Direktor Halm hat ein drei- 0 tiges Lutspiei „Die Su_nde“ von Max Bernstein erworben, das zu Weihnackpten seine Urauffuhrung e1leben wird. Vorher, in der ersten ;HaYe des Dezember, geht noch Sardous satirisÖeKomödie ,Nabagas' n zene. .
Das Lessingtheater hat für nächste Wo 2 ol enden ' plan aufgestellt: morgen abend, Dienstag und DZnefrstTg: „YFZTF Kramer“; Montag: .Der Raub der Sabinerinnen'; Miitkvoch: „Nora ; Freitag: .NoSmersbolm'-' Am Sonnabend gebt Henrik Ibsens Schauspiel „Baumeister Solneß“ zum ersien Male in Szene und wird am nächs1folgxnden„Sonntagabend wiederholt. Als Nach- mittagsvotstellung ist fur nachstfolgenden Sonntag das Schauspiel 'DieJWelÉrZiRgesTY t (W u
m er ea er 0. a neribeaier wird mor e „Kabale und Liebe“, Montag, Dienstag, Frei)tag und SgorkianTF .Der schwarze Kavalier“ gegeben. Am Mittwoch wird ,Die Zwiuingsschwrsier', Donnerötag .Das Opferlamm' wiederholt. Fü: nächsten Sonntag ist Nachmittags .Der rote Leutnant“, Abends “D“ÉOFZUÉÉ'ZRJ' tadesetßt' Ch ! tt 5
(1 er ea er ar o en ur brin t den „(Grafen von Cbarolaiß', Montag, DonneZstag ZnKYYKWÉZ ,Die Zwiuingssäxwester'. Dienstag und Freitag geht der .Faniilien- taa , Mittwotbeie Braut von Messina“, nächsten Sonntagnachmjtta „Oö? von BZrltchingen“, Abends .Der schwarze Kavalier“ in Szene9 “* Im Burgersaale des Berliniscben Rathaujes wid morgen abend zum ersten Male ein „Theodor Körner-Ahend. vr MMZ? 12-1“)de SSYTÜ'TUHYTUY Charlottenburg wird morix?!- anstaÜJt. r, (: exe vesxabrige Sonntagskonzext ver-
Jm Tbeater des Westens wird iägli
Operette .Der fidele Bauer“ e eb . ck die Leo FalTsÖe wird Nachmittags das KindermäYenerxDoYriitixxY. ZZYJLXYTÜÖLW
,Für die Partie der „Zaza“ in' _ Oper, die am nächsten Freitag, "den 27"?T .LMMRMFU YZYFÜM ZYX FY Y:)??bJTIrÜi “Y)Jefuh" wird, isthräulein Eva von Fe? * „„;de n “W" Vom; Direktor Gregor gewonnen
Im Neuen Theater beherrschen in nä W | t . und „Wahrheit den Spielplan. Am morgigeYsrirrid nYYseie'rtYßcriaixicchg,
am Montag, Miiiwo ' Donnerstag und SWIFT TFLFZZTYTÜBÉTJZÉ , am Dienstag,
Jm Lu i i Tagen 0903028915in;de Neuheit .Madame Flirt" an allen Im Friedrich
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WHZ ydie Erstauffudrung des vierixkéiaen DYYLLXXLYWL?
Siück oind Herbert von Berger am Donnerstag statt" Das Wr am Freitag und Sonnabend wiederholt. „Morgen