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Bekanntmachung.
Für d'xe uächftjäbrige Heeres-Ersas-Ausbebung wird denim en Zungen annern, welcbe tu dem Zeitraum vom 1. Januar 1 is zum 31. Dezember 1858 geboren find, und sicl- bierselbft auf- halten, in Erinnerung gebracht, daß, soweit dieselben mit Taufscbeiuen oder sonstigen BeweiSm'ttteln über die Zeit und den Ort ihrer Ge- burt yoch nicht versehen smd, fie sich zur Abwendung sonst unaus- blekbltcber Nachtbeile dergleichen Bescheinigungen nunmehr sofort zu beschaffen baden.
Die für diesen Zweck aus den Kirchenbüchern xc. zu ectbeilenden Bescheinigungen werden kostenfrei ausFefertigt.
Der Zeitpunkt zur Anmeldung ebufs Arfstellung der Rekru- tirungs-Stammrolle wird Anfangs künftigen Monats und Jahre! bekannt ?emacbt werden.
Ber in, den 5. Dezember 1877.
Die Königlichen Ersatz-Kommifs1onen der Ausbebungs-Bezirke Berltn.
Jichtamtliehes. Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 8. Dezember. Ihre Majestät die Kajserin-KHUZgin besuchte gestern die Wittwe des Feldmarychakls Grafen von Wrangel.
_ Die vereinigten Ausschüsse“ des Vundesraths 'für Zoll:_ und Steuerwesen und für Rechnung?:wesen traten heute zu elner Sißung zusammen.
_ _ Jm weitsron Verlaufe der gestrigxn (30.) Stßung_ des Hauses der Abgeordneten führte die Etatsxxosttwn der Grund: und Gehßudesteuer zu einer Diskmsron über aÜgemeine Steuerpolrttk. Nachdem der Abg. Jüttner den Wgnfch der Stä_dte auf Ueberwetsung der ge- sammten oder 611165 BruchthetlS der Gebäudefteuer _an 129,11 kommunalen Hagshalt zur Sprache_ ebracht, knüpfte 1lch daran zynächst _eme Erörterung z1mscZen dem Abg. Frhr. von ZehltßMeukerch und dem_Abg. Richter (Hagen) Über den vorauHstchtltchen Nußen einer 1olchen Maßregel für die Städte;
(_Sme Aeußerung des leßten Redners über_ die Praxis bet Neyeznschäßungen zur Gebäudesteuer veranlaßte den Fmanz: Mmtster Camphausen zu folgonder Erwidsrung:
Meine Herrey! Ich bedaure auch, daß der Herr General- Steuerdirektor pcr1önlich die Auskunft nicht geben kann, die von dem Herrn Vorredner vwlangt wird. In Beziehung auf di? Einschätzung zur Gebäudesteucx kann kein Zweifel darüber bestehen, daß nach dem Gesetze als Maßxtxxb für die_ Veranlagung der Nutzungßwertbe zu Grunde zu legen rst dcr zehnjahrige Durchschnitt, der bei der ersten Veranlagung ermittext worden ist. Was der Herr Gkneral-Direktor bemerkt hatt_e, bezog 1ich auf_ einen Umstand, daß es in der Wirklichkeit sehr schwer_: rst, Ytesen _ zehnjahrigen MietbsMrtb genau festzustellen, daß _dje Erqetztbumer der neu erbauten Häuser selbst darauf drängen, in d1eser Bezxebung lieber e_twas weiter zu geben, als wie es bei fxrenIer 5Il_t1n)endnng der Vorycbriften erfordsrlicb sein würde. Natür- l1ch at dtkse_AeUßerun_a_nur den Sinn, das; bei dieser Sinneßrich- tupg der zunachst betbetltgten Steuerpflichtigen anzunehmen ist, daß
bet_ganz strxngex Anwendung der geseßlichen Vorschriften wvhl eine Zermgere_Emscha13unkz fich würde haben xrzielen lassen. Es ist ja über-
aupt _bet der Veran agung der Gebäudejteuer nicht davon auSzugehen, daß bei der Veranlagung der zeitliche Nukäungswertb zu Grunde ge- legt werde, _sondern auch, wenn die Revi on erfol en wird, würde man fich mcbt an den heutigen Nutzungs ttb zu alten haben,“ der _s_1ckc_1) “Fs de_nbtzehn dev Einfkhätzung vorang angenen Jahrentm DMW"
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Ich Habe vorber mit großem Interesse gehört, wie man die Mei-
nung_en austauscht, wenn_es zum Erlaß eines Theils oder der ganzen beaudesteuer kommen k6n_nte, ich Habe dabei nur den eigenthümlichen Emdruck gehabt, das; man dl? chat des Bären vertbeilt, ehe der Bär er- sch_lagen_ rst. Ich habe mrcb 1a neulich mit der größten Bestimmt- hßtt daruber außgxsprocben, daß die Lage des Staatshaushalts es nicht gestatten wurde, an irgxnd einer SteÜe etwas in Abzug zu bringen, ohne Ersatz, daß al]o_ aUerding-Z, soweit die Meinung be- steht, (m_ der (Yrund- und Gebaudesteuer Erlaffé eintreten zu lassen, drese Meinung uberhaupt nux realifirt Werden könnte, wenn an ent- spxxchender gnderer _Ster bel den indirekten Steuern eine verhältnis;- maßtge Erhohung emtrrtt, zmd was das nun sagen will, meine Herren, Wenn man so ganz_ flott tt_nt der ganzen Gebäubesteuer, mit der ganzen Gxuydsteuer handtxerxn W111, das mögen Sie fich selbst vergegen, xvartzgen, wenn Ste ms Auge fassen, das; die Einnahmen des Reiches a_n1c_ht _blos _um de_n gletcben Betxag erhöht werden müßten, sondern aß sxe 19 Welt erhoht erden xnützxen, das; I dieser Erhöhun dem preußtschen Staat dxe Mxttel in 1716 Hand geben, diese Erlas c ein- treten zu lasen. _
Ob dle Stadte nikbt beffer tbäten, wenn fie uns in Bezug auf das Koqunalsteuergesexz, das die Regierung eingebracht hat, etWas unterstnßen, u_nd Wenn sie dafür Sorg? tragen onten, daß fie auf dre _etezenen _Kräfte verwiesen, ein freieres S_pzel m Ge_ltendmachn_ng dicser Krafte hätten, das möchte ich der guttgen Erwagung gnbettygeben. Fuße ich einmal die Stadt Berlin ms Auge, so de_tragt dte_ gegenwärtige Gebäudesteuer von Berlin 3308 6385“; dre Grundxteuer spielt nun aÜerdings in der Stadt Berlin eme_ außeroxdentlrcb kleine Rolle, die beläuft fich für die Stad_t Be_rlm _an 15000 «74, und Sie würden also, Wenn dsr Stadt Berlm L_)te Halfte der Er_und- und Gebäudeskuer erlassen werden solxte, emen Betraxx erretchen können von 1 650000 „74 Nun, m_eme .Herren, mochte [ck Sie daran erinnern, wie ich semer Zetx, als_ es fich um Abschaffung der Mahl- und Schlachtsteuer handelte, rn betdrn Hausern __des Landtagss fehr lebhaft die Anficht verfoch_ten_ habe, daß [ck es fur durchaus nothwendig hielt _ der An- ficht bm 1ch auch noch heute _ die Schlacbt- und Mahlsteuer als Staatssteuer aufzuheben, MK 1771) auch der Meinung sei, man soÜe dte Mahlfteuxr mcht als ommunalstcuer behalten, daß ich aber wohl 13er Memung wax, es möchte für manche Städte Wohlgetban sein_, dte Schlacbtsteuer beizubehalten. Dieser Anfichtbaben sich nur wcknige Stadte angeschloffen. Es gereicht mir zur Genugtbuung, daß die Stadt Breskau, an deren S_ptse 1_mser früherer verehrter Prästdent Hr. von Zorckenbexk ste_bt, fich fur Beibehaltung der Schlachtsteuer entsckieden hat. _affen ww ms Ange,__w1e denn nur die Stadt Berlin zu stehen kame, und den eben geau erten Geda1.ken egenüber fich befmden wird. Nach dem Geseß vom ahre 1873 _durHte die Staatsschlachtsteuer nebxt dem Korxtmunalzuschlag, de_r bis dahin erhoben war, von den Stadten n_ach 1brem Ermessen beibehalten Werden, es ebörte dazu Uehereixxsttmmung der beiden städtischen Behörden. 11 Berlin erzxelte 111 dem 1_e ten_Jabre, Wo die Schlachtsteuer noch zur (»Ic- h_ebun gelangt 1s , dte Schlachtsteuer mit dem Kommunalzufchlag emen etrag von_ evvas mxbr als 44 Millionen Mark, und die Stadt _Bexlm wur_de also nahezu den anderthalbfacben Beira der ge enwarttgen Gebaudesteuer, die, wie ich eben anführte, ÜF auf ._3 08000 ck belaxfen hat, noch beschaffen können, Wenn sie es threm Interesse eytsprecheny erachtet hätte, die Schlachtsteuer beizu- bxhalten. _Jch hitte nun_1n dieser einfachen Betrachtung, in dem etnkachen thnzets, dqß wtr hurcb den vorgelegten Gesetzentwurf den Stad_ten dre Mogl:chke1tgeben, tbxeFinanzen anders zu ordnen, nicht etwa die dtrezkte Empfehlung vgn memer Serte zu finden daß nun die Stadt Oerlrn, dre sicb fux Aufhebung der Schlachtfteuer entschieden bßt, zur Schlachtsteuer zuxuckkehren möchte, abxr ;ck bitte wohl in dt_e1er Betrachtung den Hmweis zu finden, daß der Erlaß der Ge- baudxsteuer letcht auf anderem Wege von den Städten durch wirk-
werden könne, und d- wenn man bedenkt, 'Mdten den V er Gebäudesteuer xu dun die Frage wegen laffes der Grundsteuer meißt, wevkt endlich darauf gefaßt sein _müssen, daß diejenigen, die r zu zahlen haben, sich viellei t aucb melden möchm, dann bitteicb Sie. fich von der; zukünftigen cform- projektea_ doch nicht allzu goldene Berge zu verjpcecben;
Bet den„ ofitionen der Klassen: und Etnkommen- steuer erhoben die Abgg. Vr. Lucius, 1)r. Nöckerath und von Gußedt Beschwerden über die Handhabung der Steuerveranlagitüg. Die von dem _ le teren vorgebrachten Thatsachen oersp der Finanz-Mmi r Camphausen, zu prüfen und eventu Remedur zu cha en. Um 4 Uhr ver- tagte fich das Haus bis Abends 711 hr.
nder Abendsißung welcher am Ministextische der Vize: Präsi ' nt des Staats-Minißeriums, inanz-Mmtster Camp: hausen und mehrere Kommissarien beiwohnten, b_rachte bei dem Etat der direklken Steuern der Abg. Berger eme Beschwerde über die Katasterbeamten in den_ westl'chen Promnzen vor, die eine Vollmacht in dem Falle nicht anerkennen wollten, wenn der Mandatar ein Privatgeometer sei. Ein Regierungs- Kommiffar versprach Abhülfe, indem er betonte, das; von der Centralstekle aus eine Verfügung darüber nicht erlassen fei. Ferner brachte der Abgeordnete Berger die schon häufig erörterten Be- schwerden über die u medri bemessenen Gehälter der Steuerempfänger in S leswig, Hannover, Nassau, Rheinland und Wxstfalen zur Sprache; _adurch entstehe die Unan- nehmlichkeit, daß die Steuerempsänger in den abgelegenen Gegenden ihres Bezirks billige Wohnungen suchten Und so die Steuerzahler zu weiten Wegen zwän en. Als Abhülfe dagegen schlu der Abg. Osterrath die inführung des in den östli en PWVMÉ? gebräuchlichen Modus vor, daß _die Gemxinden die euern erheben. Der Regierungskommixsar GZhemze Ober-Finanz-Rath Marot erklärte, daß die_Regierung mrt emer Fixtrung der Gehälter der Steuerempsänger vor- gehen wolle, während jest das Tantiémesystem bestehe. Der Abg. Vronn befürwortete dringend die Beseitigung des jeßigen Systems der Steueremp änger, das dem Publikum große Unbequemlichkeiten und osten verursache. Die Beschwerden der Abgg. Magdzinski und Kantak über zu hohe Steuer- vexankagung in der Provinz Posen wiesen der Abg. Rickert und der Regierungskommiffar, Geheime Ober=Finanz-Rath Marot, als unbegründet zurück. Außerdem sprachen hierzu die Abgg. Quadt und Hundt von Hafften.
Beim Etat der indirekten Steuern, und zwar der Brausteuer, erhob der Abg. Roestel (Landsberg) Beschwerde darüber, daß Malzextrakt als Vier versteuert werde, obgleich Redner selbst vom Ober-Tribunal freigesprochen worden sei, al!"- er von der Verwaltung auf Zaylnng dieser Stsuer verklagt worden sei. Trotzdem erhebe die Verwaltung in anderen Fällen die Steuer weéter. Der Finanz-Minister er: klärte, daß das Urtheil des Ober-Tribunals der Regierung noch nicht vorgelegen habe“ daß aber sofort nach dem Bekannt: werden deffelben weitere Schritte beim Bundeßrath veranlaßt werden sollen.
Beim Kapitel Provinzial-Steuerverwaltung be- schwerte |ck der Abg. Schlüter darüber, daß die den Provinzen vom Staate übergebenen Brücken in Fehr baufälligem Zn- ftande seien“ in Weftfalenzvü én, obgleich die Unterhaltungs-
pflicht der Brücken auf dxxé a
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vom Fiskus erhoben, und : o ie rovinzlxalwegebeamten müßten Brückengelder z [) en. Der egierungS-Kommissar erklärte, daß die Regierung Veranlassung nehmen würde, die Sache genauer zu untersuchen. Der Abg. reiherr von Schorlemer-Alst erklärte, daß er sich mit die1er Erklärung mcht begnüge; die Regierung müsse erklären, daß sie kein Brückengeld mehr erheben wolle. Der Finanz=Minister Camp- haufen bemerkte herauf, die Etatßberathung nehme einen 1mmer schwierigeren Charakter an; wi_e es denn möglich sein solle, auf so spezielle Beschmerden xich vorzubreiten. Er taube, daß man_ von der Re ierung nicht mehr verlangen önne, als daß fte sich zur ntersuchung der Sache bereit erkläre. *
Beim Etat der allgemeinen inanzverwaltung beantragte, unterstützt von den Abgg. r. Wehr (Koniß) und Drescher, per Abg.1)r. Frhr. von der Goltz, den Provinzen den 11911 der Finanzverwaltung für die vor Uebergabe an die Pro- mnzen vexäußertxn Chauffeemärterhäuser vereinnahmten Be: trag tz Übertyetsen. Die Regierunngommissare, Geheime Obex: manz-Nathe Scholz und Rötger hielten den von der Regierung schon früher eingenymmenen Standpunkt aufrecht und erklärten, daß die Regierung in gutem Glauben und vpÜem Rechte derartige Verkäukse vorgenommen habe, und daß du; Betrgge dafür zur Staats affe abzuführen gewesen seien. Dre Regierung habe die Chauffeen mit Pertinenzien den Pro: mnzen übergeben müssen, wie fie an dem Tage standen und la_gen_, als das Geseß ausgeführt wurde“ eine Nachforderun , wx_e___s_1_e der Abg. Or. Frhr. von der Gokß beant-xage, sei ni t zu a rg.
Da der 2111trag eine Mehrforderung e'nihält, Wurde der“- selbe_der Geschaffßordnung gemäß an die Budgetkommission WWYMH T't 11 u b sch ß 1) '
_ e1_ em 1. : 2 er u 65 vormali en kur ür : l1ch hejsZchen Hausschaßes in Cassel 148 235 «14 stYllte derfAbsxix. 1)r.__V1r ow d19_ Frage, ob diese Summe zu dem Theil des ?esnfchxn Vermogens gehörx, über welchen das bekannte Er: enntmß des Kretsgeychts m Cassel ergangen sei. Auf diese Frage gab der Negterun s:Kommiffar eine bejahende Ant- wort. _ Der_ Abg. S midt (Sagan1 gab den Klagen von Beamten über dre Verwaltun der eamtenwittwenkasxen Ausdruck. Wenn auch ohne erZebliche Mehrbelastung er Staatskasse eme Ab _ülfe schwer zu erwarten sei, so könne man doch einzelnx arten, z. B. die Verzögerung der Aus: zahlung der Yenztonen 1318 nach Ablaux des Sterbequartals m_üz d1e halbertge Pränumerando-Erhe ung der Beiträge, be- lsextrgen. Der _egxerun «Kommissar erklärte, daß die AUSzah: 11_ngen der Pensronen ge eßltch mit dem 1.21pril oder 1. Oktober be; gynnen, _und daß m_an dxshalb ohne Abänderung des Gesetzes dte Penstonen an d1e_W1ttwen der in der waschenzeit ver- squbenen Beamter) n1cht eher als mit dem nächsten diescr Ter- mme aus ahlen könne. Ebenso bern e der zweite Beschwerde- punkt au _Gese . In der Praxis su e man jedoch die dadurch etwa herbeigefu rten 'rten zu mildern. Auf Antrag des bg. 1)r. von Bunsen wurde der uschuß zu den Verwaltungsaußgaben der Fürstenthümer aldeck u_nd Pyrmont der _Budgetkommisfion überwiesen, na dem e_m Regierungskommt ar erklärt hatte, daß der neue cces- stonSvertrag m den n chften Tagen dem aufe vorgeleR wer-
den würde. _ Schluß der Si un 11 U r Na ts. " ' Sißung Montag 11 Uhr. s g ck achjte
*“ en luste, di-Ö Brückengelder ““
_ In den deutschen Münzstätten find bis zum 1. Dezember 1877 geprägt worden , an Goldmünzen: 1 155265800 «“ Doppelkronen, 363 295 050 4.45 Kronen, 20 521 360 „FC halbe Kronen; hiervon auf Privatrechnun : 228 958 979 „44; an Silbermünzen: 71 653 095 74 5-Markftü e, 97 598 028 „sé 2-Markftücke, 143 512 165 „sé 1-Markstücke, 69 613 415 «sé 50 Y 50-Pk'ennigstücke, 35 717 922 „M 80 z 20- Pxennigstücke; an Ricke münzen: 23 502 530 „45 70 z 10- V ennigftücke, 11 657 813 „Fi 75 Y 5-Psennigftücke; an Kupfer- münzen: 6213 207 „Fi 44 «3 2-Psennigstücke, 3 382 722 «Fi 83 .;3 1-Psennigstücke. Gesammtauöprägung an Gold- münzen: 1539 082 210 „M; an Silbermünzen: 418 094 626 „FC 30 5; an Nickelmünzen: 35 160 344 „45 45 5; an Kupfer- münzen: 9 595 930 „77; 27 e!-
_ Der Gerichtshof zur En'schxidung der Kom- petenzkonflikte hielt heute Vormittag 11 Uhr unter Vorstß des Wirklichen Gcheimen Raths [):-. Grimm eine Sißung.
_ Ein Gewerbetreibender, welcher vor Emanatio n der Reichs-Gewerbeordnung die Thierar neikunst als Gew er be _ wie dies nach der früheren reuß. All- gemeinen Gewerbeordnung auch ohne obrigkeitliche Appro- bation erlaubt war _ ausgeübt at und in olge dessen gx seßlich auch nicht behindert war, 1ch die Bezeichnung „Thier- arzt“ beizulegen, darf unter der Herrschaft der Reichs:Gewerbe- Ordnu_ng auch ohne Approbation zwar fein thierärztliches Ge- werbe fortsetzen, dage en darf er nicht seine frühere Bezeichung „Thierarzt“ beibeßalten. (Ober-TribunaM-Erkennt- niß vom 15. November 1877.)
_ S. M. Kanonenboot „Alb__atroß“, 4 Geschüße, Kommandant Korvetten-Kapitän Memmg ]„ ist in Smyrna eingetroffen.
Sachsen. Dresden , 7. Dezember. (W. T. B.) Die weite Kammer beschloß heute mit allen Skimmen gegen eme, das Postulat der Regierung zur Erri tung eines Gebäudes in Berlin für die sächfischen undes- rathsbevollmächtigten und Gesandten zur Zeit abzulehnen. _ Der Minister v. NostiH-Wallwiß hatte erklärt, die Regierung wünsche die Bewiklrgung nur dann, wenn im Lande die freie Ueberzeugung von der Nolhwendigkeit der Errichtung eines solchen Gebäudsé; herrsche.
Schwarzbnrg = SonderShausen. S o n d er s h a u s en , 5. Dezember. (Leipz. Ztg.) Der L an d t ag hat in seinen bisherigen Sißungen den Vertrag wegen Errichtung einer gemeinsamen Korrektions-anftalt in Dreißigaéker, der mit Sachsen-Meiningen, Sachsen=Altenburg und Reuß ä. L. abgeschlossen wurde, ge- nehmigt. Die für die Bsrathung der Denkschrift wsgen Um: gestaltung der Gerichtsverfaffung erwählte Deputation hat sich, dem Vernehmen nach, für einen Anschluß an Preußen im Sinne der Regierungsvorlage außgesprochen,
Waldeck. A r o l s e n , 4. Dezembcr. In der heutigen L a nd : tagssißung kam der mit Preußen vom 1. Januar kJ. an ne_u abzuschließende Acces sionsvertra (s. Nr. 283d. Bl.) zur öffentlichen Berathung und Beschlußfa ung. Der Land- tag erkannte in der Genekaldebatte an, daß der neue Vertrag für das ürstenthum so günfti und vortheilhaft sei, wie es der provi orische Charakter deff 11 nur gestatte und daß der- selbe die erwähnten Zuficherun en der preußischen Regierung in [0 aler Weise erfülle. Der vorliegende Vertrag enthalte eine eihe von Bestimmungen, durch welche mehreren während der Dauer des leßten Vertrags laut gewordenen Wünschen und hervorgetretencn Uebe_lständen abgeholfen werde. Dahin gehöre die Frage dLZ'Stists Schaaken, die ihrer definitiven Lösung wesentlich näher gsrückt sei und sodann die Auf- steÜung von Kamelen gegen_ eine dem Recht und den Inter- effen 1326 Landes zuwiderlaufende Verwaltung des Domanial- vermdensZ _» _ b ck
n_ er Spezia de atte spra unächst ein Redner übsr dle rechtlichs Stellung, in welTher sich der Land- ta dem_ Vertrage gegenüber vesinde und die unklar sei. Dte Ansrcht der Reglerung, daß der Vertrag nur 811 5100 angenommen oder abgelehnt und nicht amendirt bezw. abge- ändert werden könne, sei nicht richtig. Dzr Antrag dss Red- ners, den Vertrag zunächst an den Aussthußzurückzuverweisen, um festzustellen ob der Landtag den Vsrtrag amendiren könne, wurde indeß aßgelehnt.
Zu _Art. 1 erklz'jrte der Landesdirektor von Sommerfeld, daß 65 m dsr Absxcht Her preußischen Regierung liege, eine geseßltche Regelung de_r m Betreff des Stifts Schaaken beste: h_enhen RechtsZzerhältxnffe herbeizuführen, die Regierung beab- nchttge aber mcht, dte Nevenüen de-Z Stifts demnächst nach Art. 3 _des Vsrtrages zur laufenden Verwaltung zu verwenden.
Dre Art. 1_6 des Vertrages wurden genehmigt.
_ Zu Art. 7 wurde folgender Antrag mit 8 gegen 6
Strmth Ygenommetx: „ n rxvägung, a)"; durch den n alt des Vor el
Vert:a_ge_s der_deffen Z11!xandekonnz!eanxyk))l)[erjx;c)1:1“)eneg§)kee?kx?xl &qu den_Furrtentk)umern _orsyer angeyteÜten Beamten in erheblicher WZcxe gexchmälxrt w_u_rden, wie eine oöerßächliche Vergleichung des JnHalts er betdersxttt en Verträge ergiebt, daß aber jedes neue Ges_eß vor Allem dle echtePrivater zu scbüßen und |ck Eingriffe daxxn zuxnthWth Hat, __ d [
te wet ere tmmung n er en vor 8 e tsn Vertra ; "
JUSZUXZMquTO Herrn _LanesxiZekFor LzzusgtersÉxéhen, bei HIbeYnÉY-é ca en en a m zu wir en, a ie e immun en des is Accesfionsvertrags in Betreff der Stellung Fer BexmtTFigiY
neuen Vertrag Aufnahme ndxn, d d t Mödifizirt Werde.“ fi un emen sprechend Leßterer
Arx. 8 und 9 wurden angenommen. Bet Bexathung des Art. 10 im Ausschuffe hatte im Auf- Frage des Fürsten der LgndeHdirektor von Sommerfeld die Er- öffnun gemacht, daß srch dre Domanialverwaltun zu einer Verme xung des Stammvermögens durch Amortixxation der Roths 11dschen_ Sch_uld aus _den Domanialrevenuen :vä rend der Dauer des btshengen21ccesswn§-Vertrags nicht für verp ichtet gehalten und deshalb dte Amortisation aus dem Stammver- mogen,__namen_t_11ch aus Ablöstzngsgeldern, bestritten habe. Drese Eroffnung hatte tm Ausschusse zu dem Antrage Vergnla ung egeben: „eme _ommi sion zu ernennen, welche die Handlungsrveise der Pomaytalvcrrvaltun auf deren Gesetzmäßigkeit zu prüfen und uber _dre e_oent. ur abrung der Rechte des Landes zu ergreifenden Schxttte und aßre eln zu berathen und demnächst dem Landtage Bericht zu erstatten at.“
Dresex Antrag wurde mit folgender Resolution:
„Stande vxrmabren sicb Legen eine etwaige Auslegung des Art,10, daß der_selbe eme neue Be'ttmmung treffe, indem fie nach wie vor gn threr Ansich sestball.2n, daß Handlungen, wie fie Art. 10 aufzavlt, auch unter der Herrschaft des Accesfionßvertra s vom
18. JUN 1867 zu ihrer Rechts ülti keit der landes [' __ nebmigung bedurften und bedü en“ g berct en G
einßimmig gene igt. §. 11 wurde unverändert angenommen. Zu Art. 12, Al noa 2 hatte der Ausschuß den Antrag gefiellt: „Durch Vermittelung des Herrn Landes-Direktors an Se- Durchlaucht dxu Fürsten das Ersuchen zu richten, daß Höchstderselbe Sich damit einverstanden erklären wolle, von dem tn Alinea 2 des Art. 12 Ibm vorbehaltenen Rechte immer nur von 3 zu 3 Jahren Gebrauch zu machen“. _ _ Der Landes-Direktor von Sommerfeld thetlte m1t, daß er den ürften von diesem Antrags in Kenntnis; gesetzt und dax, " derselbe erklärt habe, „Er sei in der Rückfichtnahme auf dte Landesintereffen bis zur äußersten Grenze deffen aegan: en, was IZm die Wahrnehmun der Interessen Semes auses als flieht auferlege, und önne Sich mcht bewogen nden, ein weiteres von dem Vertrage abweichendeH u: geständniß zu machen“. Nichtsdeftoweniger wurde der geste te Antrag und Alinea 1 und 3 des Art. 12 angenommen und Alinea 2 zunächst von der definitiven Abstimmung auSge- schloxx. Art. 13 wurde genehmigt, und dann zur Berathung des lußprotokolls übergegangen, dessen Nrn. 1, 2, 4, 5, 6 und 7, deleeichen Alinea 3, 4, und 5 der Nr. 3 angenom- men wurden. “ u Nr. 3, Alinea 1 und 2 und zu Nr. 8, Minen 1 und r. 83. wurde die definitive Abstimmung vor- läufig aUSgeseßt. Nr. 81). wurde mit der Resolutton: __ .Der Landtag behält fich vor, daß die beim Ybséblune des AcceßvertraZes vom 18. Juli 1867 vorhandexx gewe1cnen Baar- bestände un Kapitalien des Landes beim Ablauf des neuen Ver- trages e_benfalls restituirt werden müssen“ einstimmig angenommen.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 7. Dezember. (W. TB.) Der Kais er empfing heute die Delegatt one_n unkx errmdcrte auf deren Ansprachen Nachstehendes : Ich n_e 111edzeVers1cherungez1 der treuen Ergebenheit, welche Sie an mr _ gemchtet haben, mxt Befriedigung entgegen. An.!esxckxs dßrpol1t1schet1__Lage Europa? wäre es mein Wunsch gewesen, SLL __schon_ fruher zur Auf- nahme Ihrer verfaffungsmäßigen Thai) ketx versammelt_ zu sehe:t. Wenn Sie auch heute noch zu t 1111122L11gestnd, die Aufgaben der gegenwärtigen Sesnon endgulxtg zu losen, so kann isl) doch vertrauensvoll es Ihrem [1_cwal)rten__ E1_fer Überlassen, dasjenige vorzukebren, was d1e__ Berhaltmffe gestatten und was zu thun Jh1_1en ]eßt_ schon mogl1ch Lst. Zu meinem aufrichngen Bedauern :| es mcht gelungen, den Aus: bruck) des Krieges zwischen Rußland un_d der Türken zu _ver: hindern; um so nachdrücklichcr waren dte Vemithyygen memer Regierung darauf gerichtet, den Kmeg zu loka11s1ren, mSOe: sondere der Monarchie die Segnunge1r_des Fmedsps zu_ er:
alten. Troß der weitgreifsnden Verw1chelungen m Oxtente Lind unsers freundschaftlichen Veziehungyn zu allen Machtcn aufrecht erhalten und zugleich die bcrcxhvgten Interessen Oester- reich-Ungarns nach cllen Richtungen hm gewahxt woxden. Das wird auch künftighin unter aÜen Umständ_en d1e;_ cr_ste Aufgabe meiner Regierung bleiben. Bis jest ist dtes mogltck) gxryeserz, ohne außerordentliche Anforderungen an Ihre Opfxrwxlkgkett zu stellen. Ich hege die Hoffnung, daß 11166 au_ch m der Zu: kunft der Fall sein wird. Jedenfalls hahe 1ch dre feste Ueber: .zeugung, daß, wenn es gelt_en_sollte,_ für unsere_ Jnterxffen einzufte en, ich au die patrtottsche ngebnng memer Volker “mit vo er Zuversr t rechnen Yann. an _Vertrauen darauf, daß Sie meine Regierung in ihren schwwrrgen Aufgaben n_nt Einsicht und PatriotiSmus unterstüßen we_rden,_ wünsche teh
hren Arbeiten den besten Erfolg und herße Ste aufs Herz- ltchste wiükommen. _ _
_ (W. T. V.) Bei der ungaytschen Dclegatxyn wurde heute von Graf Andrassy xm Beschlußgntxag (Jm: „ ebracht, wonach das gemeinsame Mimstermm ermacht1gtw1rd, ' ie gemeinsamen AUSgaben für die Ze1t v01_n_ 1. Januar 1878 bis 31. März 1878 im erhältniß zu dem 1Ur dgs Jahr 1877 votirten Erfordernis; flüsxtg zu machen; Betreffs der Lloyd: subvention soll diese Best1mmunY nur 111 dem Falle Geltung haben, wenn der Vertrag mit er_ Lloydgsseüs aft durch 1116 eseßgebenden Körper verlängert wrr__d. _Der auf Ungarn ent: allende Betrag sol] nach dem Verhaltmß der gsseßltch festzu- Ftellcnden Quote berechnet werden.
Schiveiz. B e r n , 6. Dezember. DZH W a h [ _d e s B u n = "d e ?- =P r 5 s i d e nt en und des VizNPräsrdentzm tft auf den 13. Dezember festgeseßt worden. __ Der Nam gn a lrcxth hat beschlossen, die T a g g e l d e r für _d1e Natwnglrathe, dle Mit- glieder der Kommissionen und_ etdg. _Sehulratl e _ von 20 _gu_f 16 Fr. 1; e ra b z u s e ß e n , und _eme Revxfiorz der exse=§5nt1chad1= gung im Sinne einer Reduktwn, sowxe eme R e 1) 111011 13 e s ;BesoldungSgeseßes vorzunehmen. **
Großbritannien und Irland. London, _6. Dezember. “Die Königin kehrte heute in Beglcxitung des Prmzen Leopold “.und der Prinzeffin Beatrice forme 1hres Hofstaates von "Balmoral nach Windsor zurück.
aukreich. Paris, 7. Dezember. (W. T. B.) __Dt_e „Ache avas“veröffentlicht folgendeNote: Der Pruß- dent der5 epublik hatte Dusaure beauftrxtgt, d1e_2_31[: dung eines neuen Kabinets zu übernehmen. DLS von d1e1em Senator gestellten Bedingungen waxen yon dem Mqrschall: Präsidenten acceptirt worden, der setnexse_1ts als emztg? Ve: dingung die Beibehaltung der __thster des Krteges, der Marine und der au§w_am_qen _Angelcxgenhezten gefordert hatte. Keine Schwrertgke1t sch1ex_1 slch u_be_r diesen Punkt zu erheben, denn _ aÜe _fr_uher_en th- “sterien hatten zuge eben, daß d1ese mnnftertellen De- partements im Intexc 'e des Landes und der Armee außer- halb der Parteien blwxben mßßten. Jm leßtetx Augenbltcke wurde auch die Vertheilung d1_eser_dret Portefßmlles von dem -in Aussicht genommenen Mimftertum_reklc_1m1rt. Der Mar- schall-Präsident konnte nicht xine Modtfikatxoy__u_nterschre1be_n, 'die ihm der guten Organisatwy unsexer_1ml_1tar1schen St_rett: kräfte und dem Geiste der Gletchfömztgkett nz unsern d1plo- ma1.ischen Beziehungen zuw:der_ sch1en. Dre Pourparlers wegen der Kabinetsbildung xvuroen haher abgebrochen und “Du aure von der Misfion, dte er berxtts angenommen hatte, ent6unden. Batbie ist in d_as Elysee berufen und mit der "Bildung des neuen Kabrnets beauftragt worden._ Der „Moniteur“ erfährt, daß der HerYog von L_ludtf: fret- aSquierinseiner gestrtgenUnterre ung mtt dem_ Mar chall Mac Malzon de_mselben olgendxs gesagt habe. ck kann nicht zugeben, aß Ste Ihxe hre bet der Frage des Jönifterwechsels als interesfirt beze1 nen, denn dann würde
Versailles, 7. Dezember. _(W. T. B.) Die Depu- , tirtenkammer beschäftigte fich m der heutigen Sißung mit J Wahlprüfungen. *
Portugal. Lissabon, 7. Dezetpber. (M.TV.) Der : seitherige Gesandte betm päpstl1chen Stuhl, Graf“. Thomar, ist zum Range eines Botschafters erhobetx; worden. Die portugicstsche Regiexung hat erklärt, daß ste bet ,- de1_1_1 bevorstehenden Konklave thr Vetorecht m Anspruch ne me. 3
Griechenland. Athen, 7. szembxr. (W. _T. _B.) Z Der „Polit. Korresp.“ wird von hter m1tgeth§1lt, d_er_gr1ech1sche ; Gesandte in Petersburg, Brailas, set mtt_w1_cht1gen E_r: ; öffnungen Rußlands hier eingetroffen. Gletchzettig wxrd ; der Umstand erwähnt, daß fich in pen politischen Kreßfen neuerdings eine sehr sympathische Sttmmung für Jtal1e_n ; kund ebe, was nicht ohne Zusammenhang Mit der angebltch ; sehr k?'ceundlichen Haltung dieser Macht gegenüber den natio-
nalen Aspirationen Griechenlands sein solle.
Türkei. Konstantinopel, 7. Dezember. (WT. B.)
Dem Neuterschen Bureau meldet man oon hier: Der früher? Botschafter in Paris, Sadik Pascha, ist an Stelle Hambdt „Z Paschaß zum Minister des Innern ernannt worden. !
Rumänien. Bukarest, 7. Dezember. (W. T. V.) Z Indem Adreßentwurf desSenqt-Z zurBeantwortung ? der Thronrede mird betont, daß der Uebargqng der rumä: Z nischen Truppen über die Donau durch Klughett und Vorstcht ;
genommen werden, da die OpposrtYon die Ent1chl1eßyng_ ge: faßt hat, sich für den Augenblick ]eder regierungsfemdltchen Kundgebung zu enthalten. _
_ (W. T. B.) In der Adresse der Deput1xten- kammer an den Fürsten wird anerkannt, daß die Regterung das Recht hatte, den Zeitpunkt und die Art des Uebergangs der rumänischen Truppen über die Donau zu beschließey, un_d es wird daran die Versicherung geknüpft, daß Rumämen_be-- zum Abschluß des Friedens gerüstet und gewaffnet b[etben wsrde.
Amerika. Was hingto n, 5. Dezember. (Reuters Bureau.) Der Washingtoner Gerichtshof hat das Gesuch um einen Bsfehl für die Auslieferung des S e n ato r s P a t te rs () n an Süd: Caro [ ina, wo er angeklagt ist, sich bei seinsr Wahl für diésen Staat der Bestechung schuldig gemacht zu haben, abschläglich beschieden. __ Philadelphia, 5. Dezembßr. (Times.) D_er Präm- d e nt hat in den finanziellen Fragen eine gesunde Poyition einge: nommen. Er hat das Syndikat veranlaßt, die F u ndiru n gs:
risirte heute den Schaßsekretär, _10 9111111911911 Dollars sechs- prozentiger 23011135 von 1865 für die Amorttyatron emzuberufcn, um sie durch vierprozsntrge zu erseßeu.
Ter rysfisth-türkische Krieg. Europäischer Kriegsschauplaß.
St. Petersburg, 7. Dezember. (W. T. V, ijx: zi'ekles Telegramm aus Bogot vqm 6. __d. .: _Fitrst Swiatopolk-Mirsky behauptete _seme Vontmn _be1_dem Dorfe Jakowißa und brachte ang€stchts grpßer femdltckch Massen, welche südlich von Elena konzenxrtrt _warßn, 16 Nacht dort zu. Heute früh soÜte derselbe sé;mmtl1_che th zu? gesendete Verstärkungen erhalten. Gegen eme femdltche bet Slatarißa erschienene Abthsilung, welche am 4. und 5. daS Gefecht mit dem Jakut-Zkschen Negnnent gehabt halts, wurden von Scheremet ach Truppen e11tsendet._ Nach den 2111511173011 von Gefangenen stehen dem Geyeral Gurko gegxnulzer 5 Tabors, in Arabkonak befindet steh Mehemed 2111 tmt 20 bis 25 Tabocm, in Mirkowo stLhen 5 bis 10 Tabors, tm Ganzen 30 bis 40 Tabors. Die Gefangenen sagen ferner aus, daß bei dem Gefechte am 3. d. dio Tüxken 1300 Mann verloren haben und daß türkische Todte_1n großer Anzahl auf dem Kampfplaße liegen. _ Heute früh tra_f der Kommanptrende des 11. Corps, General=Lieutenaxjt_ Delltngzshauseix, 1_mt all_en Verstärkungen in der Posrtwnchex Jakowxßa em. Gleichzeitig wurde von Scheremet _em Detacbement_ gegen Slatarißa entsendet. BLS Nachm1ttags 2Uhr _bl1cb_ der Stellung bei Jakowißa gegenübYr AlLes stxll. Zteraux be: gannen aber die Türken anzugre1fen,_ um 3 be qchm1ttag5 hielten sie indeß mit weiteren Angyffen ploßlrckZ mne und stellten das Feuer ein. Es stellte ftch heraus, aß das__ von Scheremet gegen Slatarißa entsendetc Detachement du? Turkey von dort vertrieb und gegen Bebrowo Verfolgte, wodurch _dxe rechte Flanke und der Rückxn der von Elena m_tf Jakowtßa marschxrenden Hauptstreitkräxe bedroht wurden; Die Bewegung des gedachten 1Detachement9 war qugenFchemlxch dre Ver- anlassung, daß die Türken 1hre Angmffe emstellten. __
St. Petersburg, 8. Dezember. (W. T. B.) Offl- zielles Telegramm aus Bogot vom 7, d. M.: Der Kampf bei Mabren und Elena am 4. d. _fiel bedeutz-„nd schlimmer aus, als es nach _den ersten Nachrtchten erschtet). 50 Offiziere, 1800 Soldaten smd todt _9d_er verzvun_det_; WU: verloren 11 Geschüße, darunter 4 beschadtgte, dre Übmgen 7 wurden vom Feinde genommen, da es wegen d_es Man el? an Pferden unmöglich war, dieselben_ zu t_ranSport1ren. e1tere Details dieser unglückli en_Affa1re sznd noch unbekannt. _ Gestern beschränkten si d1e Operatwmxn darauf,_ daß d1e rechte Kolonne der Türken aus Slatart _a vxrtrteben und nach Vebrowa zurück ewor en nJurde. te lmke KoZonne der Türken versuchte emen _ngrtff,_sta_1_1d aber Nachmtttags 3 Uhr von demselben ab, Dte Stre1t_kr_aft9 der Tixrken gegeyz über Slatarißa werden auf __10 000, dtejemgen ber Jakow1 : gegen 30 000 Mann gesYaßt. Heyte eg_en 2 Uhr__ Na : mittags erneuerte4si1éhder_ dampf Yet Ja ormzi, doch horte dle Kanonade e en r w1e er au.
KonstgaZtinopel, 8. Dezember. (_W. T._B.) _Von dem Kriegsschauplaße an der Donau_ 11egenkemew_e1teren Meldungen über Gefechte vor. _ Suletman _Pasxha 1st nach RaSgrad zurückgekehrt, nachdem er Ruftschgk msptztrt hat_te. _ Nach einem TÉegramme MtehenÖed Ji?" Paschas verhin- dert die le te itterung WU ere per en. _
SifLYwY, 5. Dezember. (W. „Preffe“.) T_Zte Ver- schanzun en Skobeleff's am „Gxünetz Ber m_yrden um drei Käometer erweitert. Nur e_m The1l der umgnen bleibt bei Plewna. Der größere ThUl derselben rückt m1t der
i , der um den Rath ertheilte, na zugeben und Hie olitik dér VerYßnung zu adoptiren, entehrt sem, wenn 16) hnen
etwas Entehrendes rathen würde.
angeblich 20 000 Mann betragenden Kalafater Garnison g e g e n
geboten gewesen sei und daß Rumänien vor 13er Anxrkenmxng , seiner Unabhängigkeit und seiner Rechte 1116 Waffen mcht niederlegen dürfe. Der Adreßentmurf dürfte vom Senate an: *
operationsn wikder aufzunehmen,1md dasselbe auto: -
Widdin, um im Vereine xnit den S_erbßn diese Festyng zu cermren. Die be1den Monitors „31mn1ßa“ und „Ststowa“
_ werden ebenfalls dahin abgehen.
_ DaE Wiener „Frxmdenblatt“ meldet auf Gru_nd einer am 4. d. M. in Txiejt angelangtcn _szzefche aus Tums, der Bey habe durch semen Kultus: Mmuter Huffcin Pascha
* in Konstantinopel erklären (affen, da der Sultan diesen Krieg
als einen Religionskrieg pxoklamirt _habe, so sei nach der Scheriek) (Glaubenslehre) jeder Mmelmann yerpflichtet, in den Kampf zu ziehen, und daher habe auch cr nch entschlossen, der Pforte ein Hülfscorps zu senden. Erne etwaige Anerken- nung der Oberhoheit der Pforte dadurch märz nie seine Ab: ficht gewesen.
Asiatischer Kriegssckzauplaß.
Konstantinopel, 7, Dezember. (W T. B.) _Yus Bat11msollen„er ngxrung, wie es heißt, ungünsttge
Nachrichten zugegangen ssin.
Statistische Nachrichten.
Nack) “0er: V:röffentlichungen kes Kaiscrliä) ftatéstiskhsn Amts im Band )(FD'U. der Statistik des Deztskbcn Ncishs gebén wir nachfolgend eineZusammenstellung der wikbtigs ren (Hkgeu- stände, Welche im Jahre 1876 vom Auswadc zUm Zwecke der Verarbeitung, Vkredélung xc. in da;; kcnrsch Zoll- gebiet vorbehaltlick) dsr Wiederauzfubr eingcfäbrt rrorch sind, 3. Vérkcbr mitVelgisn:6921PZT.wbsß ein- und ZMidräbtiges Baumwoücngarn, 38166Pfd. Baumonenwaaren, 1643 365 Pfd. Materialeisen aller ".'rt, 763 539 Pfd. Eiskn- und Stablwaaren, 40 339 Pfd. Dampfkeffel, 2032 Pfd. grobe Kupfer- scvmiedewaarcn, 33 347 Pfd. Wollengarn, 47,872 Pfd. Wollenwaaren. 1). Verkehr mit Dä nemark: 786 Pfd. baumonene ZLUJWaa- ren, 7280 Pfd. geskhmiedetcs Eisen in Stäbenxa, 9100 Pfd. Lokomo- tiven, 17 617 Pfd. Kupfsr in Stangxn, W[scben :(., 371 Pfd. Se- geltuch, 1367 Pfd. Woklenwaarem. _ c. Vcrkc [) r mit Frank-
? reich: 240 947 Pfd. Baumonenwaarén, 4416 608 Pfd. Matérial-
eisen akler Art, 554 285 Pfd. Eisen ZU groben JNUWiUenbestankthei- [en rok) vorgsschmiedet, 967 903 Pfd. Eisen- und Stablwaarsn aller Art, 19577 Quadratmster gesckvliffkNes Spiegelglas 759 621 Pfd. Maschinen, 315959 Pfd. Kupfer in StanZ-en :(., 30205731)». ,]xybe KupferscbtniedeWaarcn, 28 380 Pfd. lobgares LDT, 1246 Psy. mne Lekerivaaren, 3702 Psd robe U71g€blk1chkk Lkit1crra11d,_2606Psd._wei- ßes geleimtes Papier, 7771 Pfd. gefärbte Sciks, 5470 Psd. Sexxen- und Halbseider-tvaaren, 3274 PN.“. Strobbüte oh:1c_ Garnitur, 127593 Pfd. Wollenn'aaren aller Art. (1. Verkebr_m_rt Groß- britannien: 3 373 340 Pfd. WHG cin- und zwcikrahxtch _Baum- onengarn, 1630182 Pfd. Vwanwoslcmvagren, 71979 PN:. rok) vorgescbmiekete Maschinenbsstamdthxile von (311211, 145 953 Psdz-Rad- kranzeisen zu Eisenbahnrragen, 42 884 Pfd. grobe Et1€1_1- uyd Stahl- waarcn, 240 6-35 Pfd. 2.11.11'ck3incn a1lcr Art, 9578 Psd. _KUTLZ' m Stangen :c., 22121 Pfd. Kkaersäsmicdewaarsxx, 7292 Psd. (x_crden- und Halbseidénwaaren. 9. 9 erkebr mit Jtalgm: 401.) Pfd. baumonLnE Zeagwaaren, 6620 Pfd. KUPfér m SNUJSK 2e., 43006 Pfd. grobe KUpferéchmiedewaaren. l. Vkrkebr mrt den Niederlanden: 153 234 Pfd. Baumwollcmyßaxen, 34019 Pfd. «robe Eisen: und Stablwaaren, 20918 Pfd. M.)];thsn, 11430 Pfd.
* Leder,19903Pfd.W011€nwaar€n. y;. Verkehr mit Oestcrceicb:
86 534 Pfd. Baumvaengarn, 5287 485 Psd _Banxnwxxllenwazxen, 287 749 Pfd. ganz grobe Eisenguszwaarctx, 120 573_P_sd. (1111736 Erken- und Stahlwaaren, 155942 Pfd. Ma1ckinrn, 2717 Psd. _Huwfer- schmiedewaaren, 215 Pfd. Waaren aux edlen Metaüxn; 825 Pfd. Waaren aus unedlcn, erbt vergoldeten Metallen, _577 697 Pfd. rohes Leinengarn, 32 175 Pde robe und 243 435 gebletchYe 2a. Lem- wand, 28 578 Pfd. Seiden- und 35 799 Psd._Halb]exdenw.1aren, 128344 Pfd. einfaches Wol1enaarn, 1 363 _192 Psy. unbekrncxxe un- gervebée Wollenwaarcn. _ b.Verkebrm119_TuZ[and: 377 Pfd. BaumwoÜMWaaten, 220 790 Pfd. ZNaferialeisen a1ler A_rt,_ 60479 Pfd. Maschinen, 46 845 Pfd._ Kupfer in S_tanzxn 2c., 3872 Pfd. Segeltuch. _ 1 Verkehr 11111 derScbwetz: 75416P71Y. BZum- waengarn, 2900 915 Pfd. BaunnroUenwaaxsxz, 147972 Psd. S_tab- eiscn, 44003 Pfd. rob vorgeschmicdete Magcbzrxerxtbetle _vqn Elfen, 80913 Pfd. Eisen: Md Stablwaarcn, 113 767 Psd. Ma1chme_n akler Art, 20 903 Pfd. Stangenkupfer, 9593 Psd. [ok)garss Icker, _4672Pfd. grobe Lederwaaren, 22 472 P78.S81?Ll1w;1a1'611, 21929 Psd. Halb- feidenwaaren, 55 719 Pfd. dukürtcs und drN- Oker mchrxack) g23w1rntes WoÜengarn, 9848 Pfd. WoÜengewebe.
Kunst, Wiffenschaft und Literatur.
Mit dem kürzlich erfolgten _Toxe 17123 _Histyxikers Alexander Nikolajewitsäy Popow hat die_rU1111chc btxtorUckye Literatur einen empfindlichen Verlust erlrtten._ _ _ _ Aus Athen wird der „Tnneß“ gemßldet, dax; m “cem neu entdeckten Grabmal auf der Akr__opx_)lts von kaenae Zierrajben und Waffen aus Gold und Kuyxyx gefundexx Wurd-N. _ „Der Formenschatz der_ Rena11_)ance, e_me QueÜe dxr Bekehrung und Anregung für Künstler unD GLWETÖÜUÖLUDLZ Wle fur alle Fchnd€ stylvoUcr Schönheit aus den Werken der Purzek und Holbein, Vischer, Altdorfer, Aldegrever, Bebam, Burgkmatr, Ylotzur, Hopfer, Solis, Hirschvogel, Mielich, dc Blr), Amway, (FFM! er und anderer Meister.“ herausgegebxn von Geo rg Hzrtk) m_ 51111111 _, (Verlag von G. Hirth in_ Leipzxg). Heft_2 [x_nd 3. _ Bon drxjem trefflichen Unternehmen, demea Werth _fur 1711: Forxerung "rar deutjchen Kunstindustrie an dieser Stelle beretts geryzxrdtgt worden 11:15de ber.“its die AuSzeichnung zu Theil geworden 1_1t, vo_n dcm Komgltch bayeriichen Kultus-Minifterium aÜen Unterrnbtsamtalxcn, an denen das Zeichnen Lobligatorisck; ist, empfohlen zn wcrden, [legen nunmehr wei Weitere ie erun en vor.. _ _ _ _ _ 3 Das 2. Hefft brgingt zunächst dxei_ Blatts; ans Albrkcbt Durers großer Ebrenpforte des Kaisers Maxmxtlran 1. _(m 1*erfle_7nertem_§111aß- stab '); eines der seltensten der 6 Dürer1chch Blatter mrt wgen. Kyoten, welche aÜmäblich sämmtlick) zur Publtkgthx kommen soUcn; ferner einen Tcppich aus Dürch Schnle;_ zwe: B11chcrtt__te1_ von HMH Hyl- bein d. J.; Radirungen nacb Holdem, da_r11_cl1end Grzffe und Be1chlage Von Schwertern und einen Deckclkrug; verjcbzedene; Gesaße und_em latei- niscbes Alphabet von Daniel Hopser; Uvex Y_laMr _Handzexcbnquerk zu Rüstungen französischer Könige (aus dem Komgl.Kupfersttchkabme; zu München) und eine Truhe aus dem Deutschen Gewerbemuseum zu BerlFZs 3. Heft enthält das Brustbix) des Kajsers Maxiyilian von Albrecht Dürer, in der Größe des Orrgtnakbolncbmtteß; emen Fest- pokal der Königin Jane Seymour, vyn Hans Holßem d. I., _nach der in der 1307112131: [.ibrarz' zu Oxford qufbewavrxen Ortgmal-
ederzeichnung; von demselben 1:er Entwurf etrzes Kammß, _der wahr- cheinlich in einem seither zerstzorten PglastztmmecHetnrtchs 17111. von England aufgeführt war (_dje Ortgtnal-Federzx1chnung befindet fick) im britischen Musemy); drei Ornamente von Hemrxch Aldegrever, dessen prächtige Dolchschetden noch folgen solxey; em H1mmelbet_t_ von Peter Jlötner, Initialen nach OrtgmaY-Holzjtocken “O_es German:]cbm Museums; ein Blatt aus Hans Stbmachers Sttck- und Spitzen- Mufterbuch (Nürnberg 1601) u, s. w._ _
Jedes Heft des ,Formenschaß“ entl)alt_12_16 _Brl'dex auf Carton- papier und ist auch einzeln Zur 1 „74 verkazxfltcb; jedes emzelnx Bla_tt (auf besondere Bestellung) fur_ 20 „3. Mit dem 10._ Heft ward em Bard abgeschloffen; übersichtliche Reg_ister Werden m_rt dem 10. Heft gratis geliefert, da"; spätestens tm Mrz 1878 erscheinen soll.
_ Mit den vorliegenden Nummern 47 und 48 schließt dkk 1]. Jahrgang der Zeitschrift „Kunst und querkxe,_ Woche?" schrift zur Förderung deutscher Kunsttnduxtrte, heran.-
gegeben vom Bayerischen Gewerbemuseum zu Nürnberg.