1877 / 290 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 08 Dec 1877 18:00:01 GMT) scan diff

redigirt von ])r. Ot_to von Schorn. Das trefflicbe Organ des weithin als i_nysicrgultig bekannten Institut? hat sicb im Verein mit d*n_ ibm beiliegenden .Yiittbeilungen des Bayerischen Gemrbe- mmeumS“ unter der jeßigen regfamen Leitung zu einem Archiv alles Wisenswertben auf dem Gebiete des Kunstaewerbes erweitert. Ein Blick auf das Inhaltsoerzeichniß des verflossenen Jahrgangs bezeugt dies auf das Deutlicbste. Bei dem erfreulichen Hervortreten so vielseitiger Bestrebungen zur Förderung der Kunstindustrie wird der Leserkreis des Blattes sicb gewiß immer mehr erweitern, zumal das- selbe, abgesehen von zahlreichen Holzschnitten im Text, durch seine rorzüglicben Kunstblätter den Gewerbtreibenden unmittelbar ver- wertbbare Muster und Vorbilder darbietet. _ Die vorliegen- den_le ten Nummern von „Kunst und Gewerbe“ enthalten belehrende Artike über das Kunstgewerbe in seiner wirtbschaftlichen und natio- nalen Bedeutung, über die deutsche Kunst- und Jndustrieausstellung zu München und zahlreiche 5Niittbeilunéen aus Museen, Vereinen, Schulen, Ausstellungen u. s. w. Dense ben [jenen zwei in Gold- und Farbendruck vortrefflich ausseiübrte Musterblätter bei, Welche das Ornament einer Grabtafel aus dem 15. Jahrhundert und eine Buchdecke aus dem 18. Jahrhundert darstellen.

_ Von den im Verlage der Gebrüder Pätel bierselbst erschei- nxnden „„Aus-gewählten Werken“ von Gustav zu Putlitz liegt nunmehr bereits der 6. Band vor, welcher den Roman .Die Nachtigall“ enthält. _

Die anmutbigen „Märchen eines fahrenden Schu- lers“: „Der Jungbrunnen“ von Paul Heyse, die der- 1elbe Vexl*g kürzlich veröffentlicht bat, sind Jugendarbeiten des Dichters, die hier zum ersten Male unter seinem Namen erichemen. Die Dichtungen entstanden bereits im Jahre 1846 und ivnxden 3 Jahre später publizirt. Sie waren, wie es in) Vorwort beigt, zuerst olme jeden Gedank 11 an Veröffentlichung_ gedichtet wor- den, ,einigen Kindern zu Liebe, die schon aus den Kinder1chuben Herzins- wuch1en und Überdies Berliner Kinder waren“, trotzdem sandenne-ibre Freunde in den weitesten Kreisen und die zahlreich eingestreuten Lieder tbre Komponisten, darunter Namen vom besten Klang. _Dcr Dichtcr hat sich daher zu einer neuen Bkarbeitung entschloffen,_die ]e t voz- liegt. Die Titel der Märchen mögen für sich _selbxi spre en,11e lauten: Das Märchen von der guten Seele; Gluckspilzckyen; Das Märchen von Musje Morgenroth und Jungfer Abendbrod; Dex Veilckoenprinz; Das Märchen von Blindekub; chelmt imd Yumi Fudelchen. Die Freunde der Heyse'schen Muse werden ihm auf dafür wissen, daß er diese „harmlosen Fabeleien“, wie er sie selbst nennt, der Vergencnbcit entriffrn bat.

_ Von der Volks: und FamilienauSJabe der gesammelten Schriften von Friedrich Gerstäcker (Jena, Hermann'Cqste- noble) ist der 19. Band (Tahiti), 20. Band (Das Haus; betmltckpe und unheimliche Geschichten), 21. Band (Inselwelt) und 22. Band LDie Kolonie) erscbie en. Hiermit ist die erste „Serie der „Schrift'cn eendet; die Verlagsbandluug veranstaltet indcmen noch eine IWLÜL Serie, Welche in 19 Bänden (m 3,50 .“) die in der ersten nicht vor- kommenden Romane und Erzählungen Gerstäckers enthalten wird.

_ Der Dritte Band von Theodore MartinJ „bike of 11. 12. 11. “obs krivcs 00n50rt“ (Lebensbesckxreibung des rinzen- Gemabls) ist bei Smith, Eldersx Co. in London erschienen. 11 einer an die Königin Viktoria gerichteten Vorrede erklärt der Herausgeber, er habe gehofft, die Biographie mit diesem Bande zu schließen, aher die Masse des ihm zur Verfügunq gesteUten Materialßmache dies unmöglich. Die Papiere des Prinzen übkr die orientalische Trage ron 1853 bis 1857 nähmen allein nicht weniger als 50 Fqlio ände ein. Der jetzt vorliegende Band behandelt den Krimkriea bis zu 1er- nem Ende im Jahre 1856, sowie die Episoden des Besuches des franzöfischen Kaiservaares in England und des Gegenbesucbes Ihrer Majestät der Königin Victoria und ihres Gcmabls in Paris.

Laud- und Forstwirthschaft.

Im vorigen Fabre wurden, wie die „Fl. N. Zi .“ mittbeili, aus Tönning nach England an Veb ausgefu rt im Ganzen: 49 553 Stück Hornvieb, 5 Kälber, 59381 Schafe und Lämmer, 286 Säcke frisches Fleisch, 62 Pferde. Die diesjährige Ausfuhr be- trägt dagegen nur: 34 986 Stück Horwiel), 5 Kälber, 52 068 Schafe Und Lämmer und 84 Säcke Fleisch. Der Export bat fich also ver- mindert um 14567 Stück Hornviel), 7313 Schafe und Lämmer, 202 Säcke frisches Fleisch, 62 Pfkrde. Die Vermindernng der dies- 'äl)rigen Viebausfubr um 14567 Stück Hornviel) und 7313 Schafe

at hauptsäxblick; ihren Grund in der von der englischen Regierung

verfügten Ausschließung des aus Sckpleswig-HJlstein kommenden Viebes vom Hauptmarkte und namentlich auch in der Ueberfüllung des englisxben Flei1chmarktes mit amerikanischem Fleisch. Durch diese Umstände Wurden die Preise für Fettviel) in England dermaßen berabgedrückt, daß auf den Hamburger und Hummer Märkten durchgehends bedeutend bessere Preise erzielt Wurden als in London, was sonst seit Jahren nicht vvrgekommen ist. In 9196 deffen sind aus den Herzoqihüinern mehr als 10 Stück Hornvieb und reichlich 500-) Schaf? in Husum und Hamburg, sowie im Lands selbst von auswärtigen Viehhandlern auf- gekauft und größtentbeils den rheinischen Städten zugeführt worden. Im Ganzen genommen mag auch irohl weni .*r Vieh gegräst Wordcn sein, als im vorigen Jahre, Weil die boJen Magerviebpreife im Frühjabre manchen Gräser bedenklich machten. Die Feitweiden wurden deshalb nicht so stark beschlagen und auch wurde, wenigsten in Eiderstedt, mehr Land zum Mähen ausgéle t. Rechnet man den Durchschnittwertb des erportirten Vicbcs auf ' ...-€ pro Stück Horn- viel) und 2 «€ pro Stück Schafvieh, was wohl auch in diesem un- günstigen Jahre nicht zu bock) gegriffen ist, so erzielt dies eine Summe von 699 720 „€ für Hornvieb und 104136 5.6 für Schafe und Lämmer, zutammcn also 803 856 F oder, das Pfund Sterling zum festen Course von 20 .“ gerechnet, 16 017120 .“ Allgemein ist man übrigens der Ansicht, daß die Fleischeinfubr Englands aus Amerika bereits ihren Höhepunkt erreicht hat und mit der Zeit wieder abnehmen wird,

Gewerbe und Handel.

ur Fleiscbausfubr nach Europa Von den Häfen d es it) de la Plata. Eine der wichtigsten Fragen für die öko- nomischen Verbältniffe Uruguay's und anderxr La Plata-Staaten war und ist diejenige,. welche Bezug bat auf die Art, in welcher das Rindfleisch für den Export nach Europa verwendet werden kann. Die-

selbe ist, soweit Uruguay in Betracht kommt, nicht mehr so um

bedingt ernster Natur, wie früher, weil der dortige Vfiebstand aufgehört hat, sebr bedeutend zu sein, und der Schafzucht, beziehungs- weise auch dem Ackerbau bat xveichen müssen, andererseits aber das Problem dort zum “Theil gelöjt ist durch die großartige Ausbeutung einer deutschen Idee Seitens der Liebig Extract of Meat 'Comyany zu Fray Bento, sowie in kleinerem Maßstabe durch die Fleisch- konserven-Fabrik der Firma Herrera [) Obes, Welche bedeutende Lieferungskontrakte Tür die französische Marine abgeschlossen hat und ihre rodukte in B ecbdosen yerscbtfft. _ u erdem aber besteht m Uruguay se1tMenschengedenkcn die altberge rachte Industrie des sogenannten Tasago, des gesalzen ge- dörrten Fleisches, welches in bedeutendxn Quantitäten nach Brasilien und Cuba, wo der Artikel zum Bedürsniffe geworden nnd dqber troß event. Preissteigerung nicht leicht zu ersetzen ist, ve1r1chtfft Wird. ' Man hat nun in jüngster Zeit von rankre1ch aus praktische Versuche des Fleischtranéportes mit Damp ern gemacht, welchc, zu diejem Zwecke mit roßen Apparaten zur__H;r:trUung einer niedrigen Temperatur im Scßiffsraume versehen“ jmd, und im Anfange war man stark genei t, fich in Uruguay für dieses Verfahren zu begeistern. Der Dampier .Frigorifique“ kam Ende1876 von Havre in Montivideo an und nahm eine Ladung frischen leisches dabin zurück. Ma nun auch das System fich bewährt ba en, so scheint doch fraglicbz, ob das Telieferte Material für den europaischen Konsum paßt.“ Da ie „Ladung des genannten Dampfers, wie es heißt, tn Paris an den Markt. gebracht wor- den ist, wird dort das Urtheil bereits festgestellt fein. . '

_Eine Gesellscbast hat sich in Marsxille gebildet, um gleichfalls in ahnlicher Richtung tbätig zu sein; em ibr angebörender Dampfer „Paraguav“ kam vor einiger Zeit in Montevideo an und ging nach den argentinischen "fen weiter.

Da hiernach die Aufmerksamkeit in Europa sieh auf die Sache zu richten scheint, so dürften die folgenden Bemerkungen von gewiffem Interesse sein:

Daß Fleisch, wie es bei dem bisher in Uruguay iiblichen Systeme der Viebmcbt, wo Tbiere unter drei Jahren geschlachtet werden, ge- liefert werden kann, wird als für europäischen Konsum _nicht paffxnd erachtet, indem man selbst bei Stallfütteruna würde altere Thiere wählen müssen. In Uruguay aber [.bt das Hornvieb Winter urid Sommer auf der Weide und Tag und Nacht im rxten, sem Fleisch ist deshalb ohnehin zart und mager. te Guts-

efitzer daran gewöhnen zu wollen, den Nachwuchs ihrer Heerden älter werden zu laffen, als jetzt geschieht, mlt al? iznaus- fübrbar, da der Zinsfuß dort zu hoch und die Geldv'erlxaltmffe zu un ünstig dafür sind; wollie man Stallfütterung_ einfahren und S lacbtvieb im europaischen Sinne herstellen, so wurden dte Kosten so bedeutend sein, daß der leischexport nach Europa dadurch fich als unmöglich herausstellen te. _ . _

Doch selbst wenn die angeführten Uebelstande'mcht vorngen und es sehr zweifelhaft machten, ob der Gedanke pra_kt1sch auSzufu _ren ist, verdient der Umstand ernste Beachtung, daß Uruguay fur das Quantum Schlachtoieb, Welches es, wie beute der Viebstand fich be- ziffert, produzirt, auch ohne dies neu einzuführende System seine gewohnten und bewährten Abzugsquellen besi t und seine Schlachtvieb - Xroduktion stark zunehmen ' müß e, um neuen Exportbedürfni en von Belang Genüge leisten zu kön- nen. Eine neue Konkurrenz in VerMnduna des vorhandenen Materials würde mithin dieses leicht so stark im Werthe „stel en laffen, um die Aussichten auf Erfolg fraglich zu machen. Dieb en au "gesprochenen Anfichten über die Qualität des platiniscbsn Fleisches

und einige andere Einxelbeiten stimmen mit denjenigen überein, welche '

eines der thätiasten Mitglieder der vatriotischenGeschl1schaft .J.-50- aiacjou Uural“ in Montevideo der Oeffentlichkeit übergeben bat,_ und mag noch__angesübrt werden, daß genaue Kenner der uruguayischen Verbältnine der Meinung sind, daß der dortige Wertl) des Schlacht- viehcs seit der Gründung der Liebigschsn Fabrik zu Fray Bento um sechs bis acht Mark per Kopf gestiegen ist.

Man versichert, daß der obenerwäbnte Dampfe): .ParaguZy“ fich augenblicklich in argentinischen Häfen "dam1t , beschaftigt, Hammelfleiscb für Frankreich zu laden; dixs Wurde schließen laffen, daß das mit dem ,Frigorifique“ nach__ Paris gebrachte Rind fleisch als für den dortigen Konsum nicbt panend befunden worden_1st.,

Uruguay würde übrigens als Ausfuhrland für Hammelfleqch hinter Argentinien zurückstehen müssen, Weil im letztgenannten Stagxe Weideverbältniffe das Fettwchden der Schafheerden bekannter Weije mehr begünstigen, man dort auch seit ungleich laRerer ZZt, als m Uruguay die Kreuzunxz mit fleiscbreicben englischen acen, Ooutbdczwn und Lincoln, nachdrucklich betrieben und fich m den Stand gejeßt bat, größere Hammel zu liefern. ,

Schließlich ist, was die Ziveckdienlichkett betrifft, dem „Hammel- fleiscbe für Export nach Europa werfuchSweise den Vorzug zu geben, z:: erwähnen, daß dieser Geschäftszweig im Erzkngungslande mit *ge- ringerer Konkurren; zu kämxfen haben würde, indem Hammelfietth bisher für das Ausland nur sehr geringe Verwendurzg hat und die großen Maßen von Hummeln und Schafen, welche seit Jahren schon in Argentinien geschlachtet zu werden pfbegen, fast einzig zum Her- stellen von Talg, welcher durch beiße Dampf; dem Fletsche entzogen wird, bestimmt sind.

_ Durch Verordnung des britischen Geheimen Buch _vom 4, d. M., welche mit dem 10. d. M. in Kraft tritt, ist bestimmt Worden, daß die &nimals 0räsr von 1875 so angesehen werden son, als wenn Hull und-Soutb Shields nicht im Artikel 63 und Hull nicht im Artikel 71 jener Order genannt wären, und daß mit dem Inkrafttreten der jeht erlassenen Verordnung fremdes Vie in keinem drr beiden erwähnten Häfen gelandet Werden darf.

Zugleich ist die *dräor ju ()ounoi1 vom 20. Dezember 1871, Welche den Theil des Hafens von Hull bestimmte, wo fremdes Viel) zum Schlachten gelandet Werden durfte, aufgehoben.

Verkehrs-Anftalteu.

Triest, 7. Dezember. (W. T. B.) Der Lloyddampfer .Aurora' ist beute Nachmittag mit der ostindischen Ueberlandpost aus Alexandria bier eingetroffen.

Berlin, 8. Dezember 1877.

Das soeben erschienene 13. Heft des GeneralstabYWerks über den Krieg von 1870/71 ist den Kämpfxn tm Suden von Paris von Mitte November bis 5. Dezember, (1119 jxncm „besonders interessanten Zeitabschnitt gewidmet, tn welchem die 'Lbrre-kArmee Paris zu entsetzen und die Armee der Hauptstadt gleichzeitig, die Um- zingelung der Deutschen zu durchbrechen versuchte. „Es schildert zu- nächst die zur Deckung von Paris gegen einen feindlichen Ansrrff tm Südwesten _ ursprünglich in der Richtnng auf Le Mans und Tours, dann zu engerem Zusammenwirken mit.?)er 11. Armee auf Beau- gency, endlich direkt nach Osten ger1chte_ten und unter man- nigfachen Schwierigkeiten geführten Operqtionxn des Großherzogs von Mecklenburg-Schwerin und sodann die Kampfe der 11. Yrmxe zwischen Paris und Orleans. _ Noch isi die deutsche Armre nicht in fich versammelt und über Stellung und Abficbx des Gegners genügend unterxichtet, als derselbe auf Gambettas Orangen und zur Unter- stüyung des gleichzeitig erivarteten Durchbruchs der. Pariser Armee vorrückt und der rechte Flügel die Deutschen bei Beaune, la Rolande (28. Novrmber angreift: nacb lgngem und heftigem Kamp e und trolz ihrer 5 inderzabl bleiben die Deutschen Sieger. Der orstoß des linken Flügels wird bald darauf von der 1]. Armee und der Armee-Abtbeilung des Großherzogs von Mecklenburg bei Loigny und Poupry (2. Dezember) unter großen Verlusten abgéwiesen. Sofort führt Prinz Friedrich Carl die deutschen Truppen konzentrisch

egen Orleans vor, und! nachdem der Feind von Stelling zu Stel- ung am 3. und 4. Dezember (Schlacht bei OrleanS) zurückgetrieben, ziehen die Deutschen in der Nacht zum_ 5. Dezember zum zweiten Male als Sieger dort ein. _ Die Erzablung wendet sich nun dem gleichzeiti en Durchbrdcbsversucb der Pariser Armee zu. Yen gegen den Osta schnitt der Cernirung andrangenden Truppenmanen halten jedoch die schwachenJStreitkräfte der Deutschen erfolareiäp Stand, und zivei Tage darauf zwingen die zum Angriff er ehenden Deutschen den Gegner unter den Schuß der Forts zum Ru zug. (Schlacht bei Villiers, 30. November und2. Dezember _ So ist der bciOrleans von Aurelie von Paladineund Cbanzy, bet, atis von Pacht geleitete Angriff gegen die Umzingelung von Paris an dem" emmütbigen und planvollcn Zusammenwirken aller deutschen Stamme gescheitert; im Süden baben reußeu, Bayern, Mecklenburgenund effen', im Norden Württem rger, Sachsen und Preußen gleichen ntbeil an die em großen Erfolge. _ Ueberfichtlichx Karten erlautern die Dar- ste ung der zahlreichen und wichtigen Kampfe. _ Der Schluß des Hcftes leitet bereits auf den Feldzu im Norden von Paris (1. deutsche Armee gegen die französische ordzArmee), den Inhalt des nächsten Heftes, über. Mit diesem soll, einer buchbaudleri chen An- zeige zufolge, auch der Schlußbogen für den vorlekten and dcs Werkes außgegeben werden. , * F,?ÉQYJÉ'

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Der 6. Schlesische Bädertag „hielt. am 6. d. Mis. in Breslau im Lange'scben Lokale seine alljabrlicbx Versammlung ab. Die Tagesordnung war folgende: 1) Konstttmrung des Büreaus. Es wurde Bür ermeister Dengler-Reinerz wiederum zum Vorsi enden und Sanitäts- atb [)r. _Scholz-Cudowa zu deffen Stellvertr er ge- wähit. 2) Schema für den stxtistiscben Verwaltungsbericht der Direktionen, als 11. Theil und zur Ergänzzmg des medizinischen Berichts. Referent: Bürgermeister Dengler-Remerz. 3) Einrichtung von Pensiouaten und Beschaffenheit derselben. Referent Dr. Jacob-

, verwendet werden so

Endoxon. 4?) Warmbruua und die neue Analyse seiner Quellen. l'-

Referent: Hoebue-Warmbrunu. 5) Verzeitbui [ämmtlicbee Quellen, Heilmittel und Krankheits-Anzeigea der Feb schen Bäder nach einem bestimmten, von Zeit zu Zeit zu ergauzenden Schema. Referent: Sanitäts-Ratb 1)r. S_(bolz-Cudowa. 6) Ueber Wolken und Milch. Referent: Samtats - Raib vr. Drefcher-Reinerz. 7) Prüfung der Nabrungkmijtel mit Bezug auf die Badezeit. Referent: 1)r. Jacob-Cudowa. 8) Resolution bexüglicb des Bade- besi er Hoffmannschen Antrages, betreffend die Genf Konvention und die äder. Referent: Dr.Seidelmann-Alt-Haide. 9) ricbt über Aus- füb rung der Beschlüsse des 5. Bädertages. Referent: Bürgermeister Dengler-Reinerz. 10) Rechnungslegung pr? 1877 und Beiträ epro 1878. Referent: Samtätßratb Vr. Drescher-Remerz. 11) Vors_ lag bezug- lich der ombrometriscben Nachweisungeti._ Referent: Burnermetster Denaler-Reinerz. ' 12) Geschäftliche Mittheilungen. _ Die _Ver- handlungen werden, vom VorfitZenden bearbeitet, künftiges Friihjahr wieder im Drucke erscheinen.

Die neue „Preisliste der durch das KaiserlickoePost-Zeitungs- Amt in Berlin und die Kaiserlichen Poitanstalten des Deutschen Reichs Postgebiets im Jahre 1878 zu beziehenden Zeitungen, Zett- s ck riften ec.“,die soeben erschienen ist, führt 4596 in deutscher Sprache erscheinende Blätter, 831 französisckoe, 704 englische, 142 iialienischx, 89 schwedische, 80 niederländische, 69 russische. 65 polnische _62 da- niscbe. 32 rumänische, 28 ungarische, 27 spanische, 26 norwegijche, 18 böhmische, 9 griechische, 6 Wendische, 6 hebräische, 5 vlämischZ_5 ser- bische, 4 slovenische, 4 türkische, 3 kroatische, 3 portugiechbe, 2 littbauiscbe, 2 rutbenische, 2 romanische, 2 armenische, 2 persische, 1 finnische und 1 slovaki1che Zeitungen bezw. Zeitschriften auf.

Hamburg, 7. Dezember. (W. T. B.) Der Capdampfer „European“, nach Southampton bestimmt, ist am 5. d., Abends, bei Ones sant auf Klippen geratben und gesunken. Post und alle auf dem Schiffe befindliche Perwnen wurden gerettet.

In St. Petersburg fand, wie der .Herold' mittbeilt, kürxlicb eine Wettfahrt zwischen zWei Torpedo-Dampfern statt, welche gleich nach 10 Uhr Morgens bei der Palai-Z-Brücke ausliefen und dann ihre Kraft auf einer, zwischen der Brandwacht an der Newa-Mündung und der Küste beim Sscrgius-Klofter abgesteckten Linie zu messen batten. _

Der größere Dampfer ixt auf der baltischen Werft nach Yen Zeichnungen er englisch_en Fabrik Garrow konstruirt und bat emx

amvfmafchine aus deryelben Fabrik. Der kleinere Dampfer ist bei ?. Schichau in Elbing (PKW???) erbaut. Bei dieser Probe- ahrt waren anwesend: Hr. Kapitan orpow, Präsident des tex!)- niscben Hafen-Comités von St. Peteerurq, S. E. Admiral, Pilkm, Chef der gesammten Torpedo-Ylotille, Hr. Fregatten-Kaprtän N A. v. Newachowistb, Dclegirter er Admiralität bei der Kai etlichen Botschaft in Berlin, Hr. Ingenieur Ziese, welcher den leineren Dampfer kombinirt und erbaut hat, und Hr. Abegg. Vertreter der Schichaufchen Werke. '

Die Haupttbeile dieses (kleineren) Dampfers sind aus Stahl hergestellt, seine Länge 111 65 FM, die Breite 9 Fuß. Der mittlere Theil des Deckes ist etwa 3 Fux; boch, bedeckt vollständig aÜe Ma- schineniheile und hat nur 3 Oeffnungen: für den Schornstein, ein Luftrobr und eine Schuykappe für den Feuermann. Um diesen e_rböhten Theil läuft ein 1“ chmaler Steg, welchcr das Vorderdeck mit dem 'nterdeck ZrZindet. Während der Fahrt befindet sich die ganze Manns aft unter

e .

Bei der Probefahrt Wurde, ungeachtet eines starken Südwzsi- Windes, der die Schraube d-„s Dampfers oft über die Wasserflacbe hob, die abgesteckte Linie von dem Schichauscben Dampfer bei „einem Dampfdrucke von 8 Atmospharen mit einer Geschwindigkeit von 16 Knoten pro Stunde (also beinahe 28 Werft) drei Mal durch- laufen. Der Schiffskörper hielt fich. selbst bei erheblichem Wellen- schlage, durchaus steif in der Richtung nach vorn." Der größere Torpedodampfer erwies fich bei der Wettfahrt als chwächer, denn er konnte unter 11-12 Atmojpbären Druck nicht me c als 12 Knoten Fabrgeschwindigkeit erlangen. Der Schichausche Dampfer _ist gegen- wärtig unstreitig der schnellste, den man auf rusfischen Gewaffexn be- fijzt. Eine eigentbümlicheWellenbildung begleitete das Boot Wahrend verschiedener Geschwindigkeiten. Wenn das'Boot anz langsam fuhr, also einoa 10 Knoten zurücklegte, war die Waierfläche vollständig ruhig. Wenn die Maschine mit halber Kraft ging, das Schiff ca. 13 Knoten znrücklegke, so bob_ sicb dasselbe vorn und eine bobe Wafferwelle folgte dicht am Heck. Ginq die Maschine jedoch mrt voller Kraft und er_reichte eine Ge1chwindigkeit von 16-17 Knoten, dann war das Waster wieder ganz ruhig; das Schiff lag gerade auf der Wafferfläch* und wurde von einer mächtigen, glatten Wasser- wölbung getragen. Die Stahlblechstärken variiren zwischen Z und '/35'. Die Maschine ist eomyoauä und hat un efäbr 150 Pferdekraft.

Das Marine-Ministerium sendet diesen keinen Dampfer in we- nigen Tagen per Eisenbahn zur Donau.

Von Studirenden der biefigen Universität wird, unter Mit- wirkung der Fr. Claar-Delia vom Reßdenz-Theater und des Frl. Clara Meyer vom Königlichen Schauspielhause, ain 15. Dezxmber im National-Theater zum Besten der im russisch- t,ürkischen Kriege erwundeten eine Aufführung von Theodor Körners .Zrin v“ veranstaltet Werden.

_ Den mehrseitig ergangenen Anregungen zu entsprechen, hat Frl. Wessely vom Stadttheater zu Leipzig für ihr Auftreten nn

iesigen National-Theater, morgen, Sonntag, die Rolle des .Clärcben' im .Egmont' gewählt. Die Vertreter des Vereins „Berliner Presse“, deffen Unterstüxzungskaffen der Ertrag der Vor-

stellunß bskanntlich zu Gute kommen soll, find dem Vorschlage um . e

so lie : beigetreten, als gerade das ,Clärcheu“ zu den besten Leistungen der beim Berliner Publikum so schnell beliebt gewordenen Künstlerin gehört, die auch in dieser RoÜe hier noch nicht aufgetreten ist. Den „Egmont“ bat, einer an ihn gerichteten Bitte entsprechend, Hr. Direktor Robert Buchholz vom'National-Tbeater selbst über- nommen. Die Kaffenpreise des Nattonal-Tbeaters find um ein Weniges erhöht worden.

_ In Krolls Theater findet bxute die erste Aufführung des Görnerscben Zauberwärchens „Klein Daumling, Rapunzel mit dem langen aar und Riquet mit dem Schopf" statt- Die neuen Kostüme sind na Doré's Zeichnungen angefertigt.

_ Der Nestor der,deutschen dramatischen Autoren, Karl v. Hol- tei zu Bres [an, wird am 24. n. M. achtzig Jahre alt. In der Hoff- nung, daß die deutseben Bühnen dem Dichter, der für sie zahlreiche. zum Theil noch beute zugkräftige Stücke geliefert, obne für sich davon den entsprechenden Nuyen zu ziehen, gern ihre Erkenntlicbkeit beweisen Werden, ford ert ein Breslauer Comité dazu auf, am 24. Januar auf den deutschen Bühnen F e sto [) r stel [ ung en zu veranstalten, deren Ertra zum Besten einer unter dem Namen Holtei's zu begründenden Sti - tung zur Uuterstüuyung.bülfsbedürftiger Schri tsteller

. Die schöne Idee wird boffenlli an recht vielen Theatern Aux-fübrunq finden. 01". M. Kucnik, Schatzmeister Stadtratb Hübner in Breslau.

_ Dcr efeierte italienische Tragöde Salvini eröffnete am 3. d. M. in er Salle Ventadour u Paris einen Cyklus von Vorstellungen mit Skakespeare's „Ot ello“. Der Künstler riß das zahlreich erschienene Pub wurde nach jedem Akte wiederholt gerufen.

Nedacteur: I. V.: Riedel.

Berlin: Verlag der Expedition (Kessel). Druck: W. Elmer. Drei Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage).

Schriftfübrn des Comités ist -

ikum zu entbusiaftiscbem BeifalL hin und 7

Erste Beilage

zum Deutschen Reichs-Anzciger und Königlich Preußischxn Staats-Llnzciger.

M 290.

Personalverändernngen.

Königlich Brmßisäje Armee.

Ernennungen, Beförderungen und Verse ungen. Im aktiven Heere. Berlin, 29. November. v. ürinq, Happtm. nud Vorstand des Festungsgefän nisses in Cüstrin, in gleicher Eigenschaft zum estungSgefangni in Mainz versetzt. v. Mok, _Pr._ Lt. 'vom_ „f. Regt. Nr. 23, zum Vorstand des ßeftungSqefangmffes m Custkm ernannt. _ 4. Dezember. Schil-

ing, u_vtm. vom Infant. „Regt. Nr. 94 zum überzähligen ngor efordert. Frbr. Spiegel von und zu Peckels- heim, Hauptmann und Cympagnie-Cbef vom Infant. Regt. Nr. 95, dem Regi., unter Beforder. zum überzähl. Major, a gre- gtrt. v. Portaxius, Hauptm. aggr. dem 2. Garde-Regf. zu uß, als Comp. Chef in das Inf. Regt. Nr. 95 einrangirt. Ku orr, Major vpm Inf. Rxgt. Nr. 50, dem Regt. aggr. und zur Dienstleist. auf em Jahr bet deni Nebenetat des Großen Generalstabs kommandirt. Januskowskt, ngptm. gggr. dem Inf, Regt. Nr. 50, als Comp. Chef m ' das Regiment emrangirt. Roessel, Hauptmann und Compagnte-Chef vom, Inf. Regt. Nr. 24, unter Ueberweisung zum Großxn Generalstab, tn de.iGeneralstab der Armee vers t. v. Ne- Leletn 1., Pr. Lt. von dsms. Regk, zum Hauptm. und omv. Cbef

efordert. v. Bock und Pollacb, r. Lt. vom Jnf.Regt. Nr. 69, nnter Belaff. in seinem Kommdo. a s Adjut. der 57. Inf. Brix„ m das Inf. Regt. Nr. 24 verse t. Stute, Sec. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 69, zum Pr, Lt. beför ert. Herrmann, Sec. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 49, auf ein Jahr zur Dienstleistung bei dem Drag. Regt. Nr. 6 kommandtrt. Reinhard, Hauptm. und Comp. Chef vom Inf. Regt. Nr. 75, z ]a guide des Regis. gestellt.

Durch Verfugung drs.Kriegs-Ministermms. 29. November. Schulze, Major &, 1a snxbs der Armee, Mitglied der Intendantin U. Armee - Corps, m gleicher Eigenschaft zum F?. Armee - Corps

'vekse t.

' bscbiedsbewilliaungen. Jm aktiven Heere. Ber- lin, 29. Novembxr. v._Wickede, Sec. Lt. a. D., zuletzt im Inf. Rent. Nr. 68, die Anstellungsbereckytigung für den Civildienst rer- lteben. _ 4. Dez_ember. v. Ribbeck, Sec. Lt. vom Hus. Regt. Nr. 10, der Abschied bewiÜigt.

Jm Beurlaubtenstande. Berlin, 4. Dezember. Fibel- korn, Sec. Li. von der Landw. Inf. des 1. Bats. Landw. Regts. Nr. 41, der Abjchied bewilligt.

Königlic? Bayerische Armee.

Crnxnnungen, Be örderungen und Verseßungen. Jm aktiven Heere. 28. November. Peyold, Major z. D. und Referent für Landm- und Ersaßangelegenbelten bei der 5. Inf. Brun, zum Commdr. des Landw. Bez. Bayreuth, Sa rtori, Hauptm. a. D., zum Referenten für Landw.- und Ersatzangelegeubeiten bei der 5. Inf. Brig. unter Einreibung in die Kategorie der zur Disy. stehendA Offizwre, ernannt.

Abschiedsbewilli un en. JmaktivenHeere. 28. No- vember. Brendel. O erst- t. F. D. und Commdr. des Landw. Bez. Bayrejttl)„ auf Nachsacben mit Pens. und der Erlaubniß zum Tragen der Umf. verabschiedet.

JmBeurlaubtenstande. 25. November. Spätf, Pr. Li. des 13. Inf. Rezts, Ströll, S:“c. Lt. des In . Leib -Regts„ Rasp, Ftnsterlin, Séc. Lts. de8*“1. Inf. Regis; lbert, Sec. Lt. des 5, Inf. Regis, Dorsch, Sec. Lt. des 7. Inf. Regis, Ritter v. R redl, Sec. Lt. des 11. Inf. Regis, Ertl, Schneider, Lo1s_ow, SLL. Lis. des 13. Inf, Regis, Prestele, Sec. Lt. des 1. Zaaer-Bats., Oechsner, Sec. Lt. des 2. Jäger- Bats, Ruck, Sec, Lt. des 1. Feld-Art. Regis, Fiserius, Sec. Lt. der Eisenb. Comp., W_a1[ner, Mayer, Sec. Lts. des ]. Train-Bats., sämmt- ltck) vom Beurlaubtenséande, auf Nachsachen verabschiedet.

JmSanitätscorps. 28.November. Dr. Bosch, Assist. Arzt 1. Kl. des Beurlaubtensiandes, auf Nachsuchen verabschiedet.

_Beamte der Militär-Verwaltun . 28. November. Mtrwald, Schmitt, Pausch, v. Dall' rmi, Zahlmstr. des Beurlaubtenstandes, auf Nachsuchen verabschiedet.

„Nr. 49 des „Central - Blatts für das Deutscbc Reich“, herausgegeben im Reichskanzler-Amk, hat folgenden In- halt: 'Allge'meine VerWaltungssackyen: Ernennung von Mitgliedern der, Disziplinarkammern; _ Verweisung von Ausländern aus dem Reichsgebiet. _ Marine und Schiffahrt: Bekanntmachung, betreffend die Bildung vvn Seeamtsbezirken; Beginn einer Seesteuermanns- und Seeschiffervrüfung. _ Münzwesen: Uebersicht über die Aus- pxaguna von ReichSmünzen. -- Zoll- und Steuerwesen: Befugnis; eine."; Steueramts. _ Eisenbabnjvesen: Eröffnung der Bahnstrecken Dratnburq-Tempelburg und Neu-Brandenburg-Demmin, sowie der Station Thamm der württembergiscben Staatsbahn. _ Finanzwesen: Goldankäufe'seitens der Reichsbank. _ Konsulativesea: Ernennung; Einziehung eines Konsulats; Ermächtigung zur Vornahme von Civil- standsaktc'n.

_- Nr. 70 des „Amtsblatts der Deutschen ReiÖS-Posf- ußnd TelegrapbcnverWaltung“ hat folgenden Inhalt: Ver- fugnnaen: Vom 28. November 1877: Erhöhung des Erlaßpreises für amerikanische ZZeitungen. _ Vom 1. Dezember 1877: Behandlung der Vorschuß- ückscheine zu Vorschußsendungen vom Auslande. _ me 2. Dezember 1877: Sorgfältige Behandlung der Sendungen mix befruchtetem iscblaich. _ Vom 30. November: Eröffnung der Clienbahn Dram ur *Tempelburg. _ Vom 30. November: Beauf-

schtigung des Post etriebes auf der Eisenbahnlinie Magdeburgi

Eilsleben-Hannover. _ Vom 1. Dezember 1877 : Ausgabe einer neuen Auflage des Gebührentarifes für die deutschen Telegrapben- anftglten, eines abgekürzten Gebixbrentarifes und des vervollständigten ErganzungeF-bestcs zum Allgemeinen Verzeichniß sämmtlicher Tele- grapbenanstalten.

__ Die Nr. 7 des Beihefts zum Militär-Wochenblatt enthalt einen Aufsaß': Graf von Wrangel, Königlich preußischer General-Feldmarsäyall, von F. von Meerheimb, Oberst im Nebenetat des Gro en Generalstabs.

Statistische Nachrichten.

Auf Grund der unter Aufsicht des englischen Handelsamts zu London bearbeiteten monatlichen „400011116 rsbtius to mäs am! 118- "34tj0u of tba Unibeä kiugäom“ veröffentlicht das Kaiserliche statistische Amt in dem jekt herausgegebenen Heft 10 der Monatshefte zur Statistik des Deutschen Reichs für das Jahr 1877 eine Uebersicht der Einfuhr der hauptsächltchsten britischen und iri-

chcn Roberzeugnisse und abrikate nach Deutschland tx der Zeit vom 1. Januar is Ende Oktober 1877. Der Gesamthertb der in dieser Uebe icht namenjltch aufgefübxten Arti- kel belief sich auf rund 2365 M' onen Mark egen 256,2 Millionen Marx in der Zeit vom 1. anuar bis (Ende O ober 1876 hat ich also nn kaufenden Jahre um 19,7 Millionen Mark vermindert. rn den wichtigeren GeTenständen dieser Einfuhr verdienen Folgende ng- mentltch hervorgebo en zu werden: Ro es Kupfer zn Blocken xc. (nr 2 696 380 .“ (1876: 2851 080 .“); obeisen fur 11 831 680 .“ 9876: 12 856 480 .“); Eisenbahnscbienen für 3216 880 .“ (1876:

616480 .“); Reifeisen und Eisen- und Stablplatten u Kesseln

und Panzern für 2745 780 .“ (1876: 3 287 280 .“); uß- und

Schmiedeeisen und andere Eisen- und Stahlartikel mit AuSnahme

Berlin, Sonnabend, den 8. Dezember

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der Geschüße für 3013 560 .“ (1876: 4761 680 .“); Metaüwaa- rcn und Meffekschmiedewaaren für 3 546 660 .“ (1876: 3 920 180“); Darnvfmascbimn für 2197060 .“ (1876: 1 660940 .“); andere Majcbmen für 10 257 940 .“ (1876: 10 358880 .“); Tbon- und Yorzeügnwaaren für 996 020 .“ (1876: 1 141 120 .“); Kohlen und _oks fur 16 216 780 .“ (1876: 19 534080 .“); Baumwolleng1rne fur 40 689 260 .“ (1876: 40 050 340 .“) ; Baumwollentvaaren für 21254560 .“ (1876: 18,408 420 .“); Lemeugarn für 3 878460 .“ (1876: 5.508,0(1) .“): Leinenwaaren, mit AuSnabme des Segeltuchs fur 4364 920 .“ (1876: 4881840 .“); Juteartikel, mit Ausnahme der Sacke, fur 8763120 .“ (1876: 8116 360 .“); Seide, esponnen und geziznrnt für 1978440 .“ (1876: 1652480 .“); ro e Schaf- rvolle fur 4262 800 .“ (1876: 3979W0 .“); Wollengarn für 29 925640 .“ (18-6: 34 383 380 .“); wollme Tücher und Decken, auch gemischt m1t anderem Material für 20123 700 .“ (1876: 25 596 600“); Kammwoüwaareu, rein und gemiskbt für 9 683 900.“ (1876; 17621420 ._.“); Fußtevpiche für 1212020 .“ (1876: 1138760 .“); Alkglten für 4734380 .“ (1876: 5166760 .“; Yel aus Samereien für 8315900 .“ (1876: 9761 760 .“); Heringe fur 15254880 .“ (1876: 11012200 .“)

_ Ueber das Unt_errichtswesen Ungarns tbeilen wir nach der '.Stattst. Korrew.“ folgende statistische Angaben mit: Auf dem Gebiete der Volksschule gab es in Ungarn 1875 15 387 An- stalten mtt 1,9 6,10 Lehrern und 1 497 144 Schülern (d. i. 69,98 % aller schulpflichtigen Kinder), wäbrend 1869 nur 13 646 Schulen mit 17 _768 Lebrern_und 1 093 077 Schülern (d. i. 47,88% aUer Schul- pfltcbtigen) 'aezablt wurden. Diese Zahlen bekunden einen bedeuten- den Fortschritt, der namentlich tn dem Verhältnisse der schulbesucben- den zu dén sxbulvflichttgen Kindern (der Unterschied zwischen 1875 und_1869_betragt 22,10 %) Ausdruck findet. Nach dem Stande von 1875 „entfallt (ij einer Gesammtbevölkerung yon 13 455 030 Einw.) auf_ ]e , 874 Einwohner eine Scbule und kommrn (bei einem Flachemnbalte von 492686 Quadratmeilen) auf je eine Quadratmeile 308 Schulen. Die Schulpflicbtigen bilden 15,89% der Be- volkerung. _ Die Lehrer, von denen 15 375 eix'. Lebrerdiplom be- ißen, erhalten m1D_urchschnitt eine Besoldung von 319 Guldxn. Der ,rldnngsanstalten für Lehrer und Lehrerinnen bestanden im Be- rixbtßjahre 58, von denen 20 Staatsseminare waren. Die 2651 Zoglmge (1905 mannliche und 746 weibliche) aller Seminarien Wur- den von 486 Lehrern unterrichtet.

Die Gymnasien und Realschulen (die ,Mittelschulen“ haben an Aztsdebnung und Lehrkräften dauernd zugenommen; 186 waren naznltch an den Gymnasien in 868 Klaffen 1442 Lehrer, 1874 aber beréits 1734 Lehrer thätig; in leßterem Jahre betrug die Zahl der Schuler jedoch nur noch 26 273 gegen 33 908 im Jahre 1867. Die Realschule hat fich g;:nstiger entwickelt, allerdings bezüglich ihrer Frequenz zum Tbeil_wvl)l auf Kosten des Gymnaxiums; 1867 tvur- den 73 Realschulklanen mit 191 Lehrern und 2661 Schülern gezählt, 1874 dagegen Wurden schon 8086 S:!)iilcr von 431 Lchrern in 149 Klaffen unterrichtet,

Kunst, Wiffensthaft und Literatur.

Der „Medizinalkalender für den preußischen Staat auf das Jahr 1878“ (Verlag von Aug. Hirsébwald, Berlin) ist soeben zur AuSgabe gelangt und in seinem Inhalte wieder Wesentlich vermehrt und verheffert. Ganz neu ist aufgenommen ,die chemische Trinkwasser-Unierjuchung in der Hand der Aerzte und Medizinal- beauiten' vom Pby ikus Vt". Max Boehr. Eine vollständige Um- arbertxmg hat durch «l. Eulenburg der Abschnitt über die ,Dosirung der fur die subkutane Injektion_ in Anwendung kommenden Arznei- tniitel' erfahren, während die verjchiedenen Verzeichnisse _ besonders diejenigen der Badkorte, der Arzneimittel :c _ sehr vielfackye Veranderungen und Verbesserungen aufzuwäsen haben. Auch im zweiten Thetli', Welcher Verfügungen und Personalien enthält, finden fich zahlreiche Vermehrungen. In dem Verzeichnis; der den Arzt in- txresfirenden Gesijesbestimmungen iii zunächst das Gesetz, betreffend d._e Umzugskosten der St_aatsbeamten, vom 24. Februar 1877, neu hinzugekommen; ferner ist der dem Strafgesetzbuch entlehnte Theil auf Grund der Noyelle zum Strafgesetzbuch neu umgearbeitet wor- den, und haben, die das ZeugnißverweigerungSrecht der Aerzte be- treffenden Bestimmungen der demnächst m Kraft tretenden Civil- und Strafpro;e ordnung Aufnahme erhalten. Vouständig smd, sick) hieran ans ließend , die ministeriellen VerfüZthgen des verfloffenen Jahres mitgetheilt, unter welchen manche, z. . die fich an das Gutachten der wimenschaftlichen Deputation über die Kanalifirung anschließende Verfügung, vbn prinzipieller Wichti keit smd. Das Verzeichniß der einzelnenStadte nebst Angabe der ahl der Acrzxe und Apotheken, welches im vorigen Jahrgang fortfallen mußte, ist wieder aufgenommen, so daß jetzt der Kalender eine Ueber- ficht der Zahl der Aerzte in den Regierungsbezirken, in den Kreisen und in den Städten bietet. In der Rangliste des Sanitäts-Corps hat auch das „Braunschiveigische SanitätszOffizier-Corps“ Aufnabme erhalten, so daß nunmehr die Mtlitärarzte des ganzen deutychen Heeres verzeichnet sind.

Das Bestreben der Verlagshandlung, fich nicht mit dem bereits Erreichten zu begnügen, sondem den Kalznder stets brauchbarer und neueren Anforderungen gemäß zu gestalten, geht auch für den Jabr- gang 1878 aus diesem kurzen Ueberbltcke hervor. Seine jetzige (55e- [talt, die fich im Ganzen in den letzten Jahren nicht wesentlich ge- andert, bat er dagegen erhalten und benoabrt, weil sie aus manchen Abänderungsversuchen _ zu welchen z. B. auch eine Zerlegung in mehrere leichter transportable Theile gehörte, und die als unzweck- mäßig wieder verlaffen werden mußte _ als die den Wünschen der Mehrzahl am meisten entsprechende und der Be uemlichkeit am besten dienende hervorgegangen ist, und so wird_ der alender aucb ferner seine Stxllung als gern gesehener Begleiter des Arztxs einnehmen. Die bewahrte Einrichtung des Kalenders ist'beibebalten morden, der- selbe aucb ebenso angemeffen ausgestattet, wre in den früheren Jabr- gangen.

_Der „Berg- undHüttenkalender' ist auf das Jahr 1878 im 23. Jahr MN (Verlag von G. D. Baedeker in Essen) ersehie- nen. * Die er te btbeilung brin t das preußische Allgemeine Berg-

cseß mit Berücksichtigung der bänderungen, die dasselbe erfahren Kat, und die Verordnungen zur Einführung desselben in die neuen Provinzen. Mit den dann folgenden Polizewerordnungen für den Ober-Bergamtsbezirk Dortmund ist die ianabrgange 1874 begon- nene Sammlung der preizßeiscben Bergpoltzewerordnungxn zum Ab- schluß gelangt. Der der atbematik und Mechanik ewtdmete Theil ist um earbeitet und abZekürzt worden, um den nöt igen Ranm zu einer Erweiterung des bscbnitts über Maschinenkunde zu gewinnen. Im tabellari chen Theil war, nacbdern das_ neue Maß, und Gewicht Lich in Deut chland mehr und mehr emgebur ect bat, eme Abkürzung er" darauf ezüglichen Tafeln zuläj g; da Fir sind nun Tabellen über die Gebläse und über die Enenzolltartfe aufgenommen. Die [eit Jahren bewährte praktische Einrichtung des Kalenders ist unver- andert geblieben auch hat die Verlagsbandluns auf die Ausstattung wie immer, gro e Sorgfalt verwendet. ' " '

_- .Dike reichsgeseßlickßen Vyrschrtften, be'zuÉltch des Civil-Medizinal- und Veterrnarwesens, mri in- schluß der reußiscben Ausführun sbestimmungen“ , vyn Dr. C. Zeuspcbner, Regierun s- und edixinal-Ratb m DanzxY _ Diese bei Emil Bausch in agdeburg (18 8) er chienene Schr: umfaßt zunächst diejeniMn Paragraphen der Reichs- eiyerbeordnung, welcbe auf das Civil- edizinalwesen BFH haben; tm Anschluß

: e

daran finden sich Auszüge gleichbezügliche immuugen aus anderen

18"-

Reicbögeseßen. Dxn Schluß*bilden die auf Grund des Artikels 4 Nr, 15 der Verformung dx-F Deutschen Reichs bisher ergangenen me- dizin_«Zl- und yxterinärpolizeilichen Vorschriftem Die preußischen Auösgbrungsbetttmmungeii _ Geseße, Verordnungen und ministerielle Verfugurzßen __ smd ' an den entwrechenden Stellen vermerkt und ziim T ei wortlixb m den Text aquenommen worden. Die prak- tischx raucbbarkett des Buch:! wird urch ein alphabetisches Sach- regtxker erhöht.

Gewérbe und Handel.

Die Industrie im Staate „Bremen zählte am 1. De- zember 1875, nach dem Jahrbuch für bremische Statistik, beraus- gegeben vom Bureau für bremische Statinik (Jahrg. 1876, 11, est _ Bremen, G. A. v, Halem, 1877), 8538 Haupt- und 22 Nexen- betrtebe. Bei den Hauptbetrieben waren in 5641 nur 1, in 1224 2, tn'1074 3_5 Personen besckpäftigt; über 100 Personen nur in 16, Die Gewerbe für Bekleidung und Reinigung find am häufigsten, fie bilden (4882) 57,18% der Gesgmmtbeit; auf 29 Einwohner fällt 1 derartiges Gewxrbe. Das näcbjt zahlreicbste Gewerbe: Industrie der Holzz und Schnißxtoffe, ist nur in 836 (9,79%) Betriebcn vertreten, aiif xe 171 Einwohner fällt 1. An Arbeitsmaschinen waren im Be- triebe 19 Thiergöpel, 159 Dampfkessel für 145 stationäre (2665 Pferdekr.) und 14 (85 Pferdekr.) transportable Maschinen; 23 Müh- len wurden durch Wind, 1 durch Wasserkraft, 6 durch Gas b;trieben.

Was die Produktion einzelner Industriezweige betrifft, so wurden auf der Unterweser auf Bremischen Werften im Jahre 1876 6 Schiffe yon 4169 Reg, Tons erbaut, gegen 43 Schiffe, von 8932 Reg. Tons in 1875; tm _bremischen Staat 6 Seeschiffe von 4169 Reg. Tons, gegen 14 Schiffe von 7795 Reg.Tons in 1875. Neu- und Umbauten wurden in d;: Stadt Bremen im Jahre 1874 für 7073 400 .16 aus. gefuhrt, gegen 8296 200 in 1873. Die (3) Eisengießereien ver- schmolzen im Jahre 1876 27 980 Ctr. Eisen, gegen 24 836 Str. in 1875. und produzirtcn 25 941 Sfr. Gußwaaren Z.SÖML[ZUL1J, gegen 22 891 Ctr. im Vorjahre. Tie Ausfuhr bremislloer Erzeugniffe belief sich im Jahre 1876 auf 21464123 “. gegen 20 407 903 .“. in 1875, 16 861 162 914 im Durchschnitt 1862-1866 Unter diksen Industrie- erzeugninen ixt der geschälte Reis allein mit 14 035 664 .“ im Jahre 1876 vertreten. In zweiter Reibe folgen Tabak und Cigarren mit 2960 063 .“ (im Jahre 1851. krurdsn allein an Cigarren für 7845000 .“ ausgeführt), an dritter Stelle Holziyaaren, Cigarren- kistenbreiter mit 1 503 443!“

- Der Auffikhtsratl) der biestzen Aktiengesellscbaft für Fabrikation von Eiienbabnbedarf in Liqu. bat beschloffen, die zweite Rate auf di? Aktien in Höhe von 10%, d. i. mit 60 .“ per Aktie zur Rückszlung zu bringen.

_ Auf der Ba1is des frübxren Grundbesißes der Preußischen Bergwrrks- und Hütten-Aktiengexellschaft bat 11.19 eine neue G21ellschast unter der Firma W estfälischer© rubenverein mii einem Aktienkapital von 9000000 .“ konstituirt.

London, 7. szember. (W. T. B.) In der gkstrigen Woll- auktion Waren fehlerhafte auxiralrxche Scoured-Wollen flau, andere Sorten fest.

_ Die Warschau-Terespolxr Eisenbahngesellschaft bielt am 28. (16. v. Mts. eine außxrordentliche Generalvsrsamm- lung ab, in dcr eschloffen Wurde, die'Verwaltung zn ermächtigen, das von der Regierung geforderte zweite Schienengeleise auf der ganzen Strecke zu legen und den Fuhrpark zu vermehren, sobald die Regierung die entjprecbenden ledmttikl ertbeilsn wird. Die Gesellschaft wird die Rückzahlung _dtejer Summen auf sich nehmen, die Regierung dagsgén den zu ennttlrenden Schuldscheinen cinen Er- trag von 5% pro 311710 garantiren. DJ_m Vernehmen nach find die Kosten der Legung _eines zweitkn Geis:]es aus 4 157 000 RA., der Bahnbauten auf 998000 Rbl. und dcr Vermehrung des Fuhrparks auf 1 169 850 R51. normirt morden.

Washington, 7. Dezember. (W. T. V.) Die vom SÖaH- sekretär Sherman einberufenen 10 Millionen1885er Bonds umfaffen die Conponsbonds von Nr. 44 001 bis 50000 ck 50 Doll., von Nr. 76001 bis 85000 i 100 Doll., von Nr. 57001 bis 60000 ?- 500 Doll., von 96001 bis 108 000 L_1000 Doll- Die Verzinsung der einberufenen Boxxds bört a_m 6. Marz k. J. anf.

_ Die „New-Yorker Hdl. Ztg.: angezri fixk) _in ibrsm Vom 23. Novembsr datirten Wykbenbcricbt13erdchGeUbastslagefolgen- dermaßen: Tie Physiognomie des chldstandcs ist in dieser Be- richtswoche durchaus; freundlich gewxxen. Das Angebot flüssigen Kapitals deckt Vollständig die Nachfrage, da der Westen fortfäbrt, mehr Geld nach hier zu retourntren, _al§_ nacb dezn Süden abfließt, und Weder Börse noch lcgitinxes Ge1chast erhebliche Anforderungen machen. JmDiskontogesäyäst Und Umsäye beschrankt, da nur _wenig Papier im Markt; kurze Sicht Platzrrechsel erster Klane mnden S. 6_7 % p, a, willige Ncbmer. Dcr G oldmarki entwickelte in dieser: BerichtSwocbe feste Tendenz. Am_ vergangenen Sonnabend 5. "ZZ % eröffnend, blieb das Geschäft Wahrend _der ersten drei Tags vöÜig leblos; erst die am Mittwoch erfolgte Pa111rung der Silberbill Sei- tens des Finanzcomités des Senates gab der, Syekylatwn nem; Lebenskraft. Es gelang, das Agio bis ZX % brnauszu1chnellen, aus welchem Punkte es fich jedoch nur kurze Zeiibebauvten konnte. denn nach dem Eintreffen von Washingtoner Depejcben fiel das Agro _bts 3% und schloß heute, in Sympathie tmt der Flaubert dss Wechyel- marktes, etwas matter i 2Z %.

Am Waaren- und Produktenmarkt war das Export- geschäft minder umfangreich als seit einer Reihe" von Wqchen, wah- rend auf die Jmportbranche die bereits angekundtgie, xedoch _nwhl kaum vor nächstem Sommer zu erwarten?? radikale „ModifiI- tion des Zoll- und Steuertarifs nicbt Zben ?tnnulirend _n'irkte. In Brodstoffen waren die Export-chblune von nur maßigem Um- fang. Für dis onible Baumwolle wurden Notirungen am Myn- tag um 1/16 . und am Donnerstag abexmals um 1,716 C. erhoht und blieb heute der Avanz behauptcx, wahrend Termme m Sym- pathie mit Liverpool niedriger schloyW. Raifimrtes Petroleum ist höher geZalten und fehlte, es am ©chluß_zu No'ttrungen an _Ab- gebern, rend RZböl ber enormen, großtentbetls 1pekulat1ven Transaktionen heftigen Preisfluktuatwnen unterworfen war.

Verkehrs-Anftalten.

Das „Dresdner Journ.“ bezeichnet die von mehreren Blättern «brachte Nachricht, daß die Vorarbeiien 31; dem geplanten Elb- pxee.Kanale dcm sächsischen Ministerium des Innern zur Prüfung vorlägen, als vollständig unbegrnndet. „Das furlden frag- lichen Kanalbau zusammen etretene Counts hatte dem Ministerium des Innern allerdings im 11 ust 1875 eme quah'l au_f diesen Bau bezüglicber Vorarbeiten vorge egi, diesklben find ihm jedoch qntexm 11. Oktober gedachten Jahres unter Eröffnung der_ von zwei dieffetts ebörten Sachverständigen erhobenen Bedenken znruckgegcben wvrden. ie nächste Fol e hiervon War im ' Zmuar 1876 das Gesuch des Comités um (Zewäbrung einer_ Ver ulfe aus StaatSmitteln zur Vollendung der Vorarbeiten. Wie aus_der Yerbandluna_des damals versammelten Landtags bekannt, ward ibm diese Unterstußung naY Höhe von 10000 .“ bewilligt, fie ist auch am 10. Novetxtbxr 1,87 ausgezahlt Worden. Seit diesem Tage ist aberbet dem Ministerium des Innern in der Sache nichts „einge augen, insbesondere uber den Fortgan der weiteren Vorarbeiten eine Anzeige erstattet, noch weniger qoas Ergebnis; derselben vorgelegt wvrden.'

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