1939 / 235 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 07 Oct 1939 18:00:01 GMT) scan diff

Reichs: und Staatsanzeiger Nr. 235 vom 7 Oktober 1939.

Offiziers und Mannes haben sich auf das Höchste bejvahrt. JLU“ 1ft die so Überaus geringe Zahl der Vcrlystc zuzu- schreiben, die _ Wenn auch im cixtzckncn schmerzlich _ nn gesamten docl) „Weit untcr VCM [:cgczt, 411.795 W113 glaußtcn erjvartcn 511 111111174311. Allerdings gibt dW GOWMxsanjULUÖWs-Lr Vcrlnstc fein BUD Über die .“?ärtc der einzelnen Zi'anxpsc. Tenn es gab Regimenter und Divisionen, die Von etn_cr _Ukbcrmaxis polniscYcr Verbände axtgcgriffcn od_cr im Angrrff stlbst „mf Jie stoschd, schr sch1vcrc Bmtopfer brtngen mußten. Ick) glande, FMM aus dck gdßkn Reihe der so rasch an?- Einander foxgcxxdcn ZchLachtcn und Kämpfe nur zWei Ept- sodchn als Beispiel ?ür viölc ;n erwähnen zu düÜen:

?lés sic!) *,U'." chfnng dps gegen die Woichél Wrstürmcgtdcn Herr» des WcUcModcrst VOX! R c i ck 0 11 an an dvsscn linken Fliigcl dic “Divisionen der Armee des Géucraloberst Blas- kowiß gcst-affe'lt gcgen Warschau hin [)exvcgten mlt dcm ?lnfxrag, dcn Angriff der polnißchcn chtraiarmec in die Flanée dcr Armee dcs Generals Von Rcickxnau abzztwshrey, dn Was in Lincm Augenblick, da man im 1vesentlrchen dW poLnis-cbcn Armeen als s-chon im Rückzug auf die Weichsel bkfindlick) ammhm, plöYlich iHr SWF in die marsthicrende 91211100 3943 Goncrals Vlaskowiß. EZ War ein vcr51vcifelter Vrrsuck) dcr Polen, den sick) um sie sclzlicßcndcn Ring zu sprengen. Vier poknischc TiViZioncn und einige Kawalleris- [W'Hände Warfcén sick) auf ein? Einzige deutsche aktiVL Division, die sOlÖst an*;cinaudcrgcwgsn, eine Linie Von fast 30 !(m zu dcck'cn Damn Trotz fünf- odcr soch5§uchcr ULÖ-srlcgenkwit dcs Feindks Und trotz der Uckxcrmi'xdnng dcr LigLchl, scit Tagen kämpfundcn Und nmrsckxiychdcn Truppe fing diesc Division dsn Anxxriff (Ulf und Warf ihn 511111 Teil in blntigstcm Hand- gcmthgc zxjx'éick 111113 wi-ck) und Wankto nicht, bis die UOTWOU- dixxcn “TTcrx-"éärknngcn lzcrangsfiikxt w-crdcn konnt'en. Und w-KTMW dcr F'cénWch-c NUndmek bcxcits triumphierend die Nachrich Wm Dachwrnck) auf Lsdz vorbrcitste, nwldcte mir drr Tiwisix11[;;;]01191*:17., dcn zcx'scboffoncn Arm geschient, den 21011an das Angkiffs, dio VorhindUnng dcs HnrcWrucHZ, das jachx'k VcrbaWn swincr Soédxxton (mit jUbOlUdLU langanhal- t-xzid-cn H9il-RUfcn fcisrn die “.UkäUUcr dcs Deutschen Reichs- t.1_q=:».“§ diysc «Länzcndc WU'FNUM). Hécr Waren die Vßklnste frei!?ck) große.

Eins ths-ch Landjvchrdivision hatte mit gcrin_en (mch VcrHändcn den Auftrag, die Polen in dcn nördlicZen Korridor 311 dréicken, (“Hdingcn zu Ushmcn und in der Richtung * (mf di.? Haxßinsol Hola Vorzustoßon.

Dicsor LandjvcHrdivision standcn gegeniiber polnische Elije- Vorbände *))éarinrtrnppcn, Fähnrichs- und Unteroffiztcr- schuxm, Matroscxt-„Artillcrie und Reiterei. Mit ruhiger Sicher- bcit ging diese dcntscHe Landivchrdivision an die Lösung eines Llnftkags, der ihr Einen auck) zahlenmäßig Weit überlegenen Gegner als Feind gab. Ju Wenigen Tagen Wurde der Pole nber Von Position zu Position zurückgekvorfen, 12 600 Ge- fangene gemacht, Edingen befreit, Oxhöft gestürmt und Weitere 4700 Mann auf die Halbinsel Hela abgedrängt und eingeschlossen. Als die Gefangenen abmarschierten, bot sich ein ergreifendos BZld: Die Sieger, zum großen Teil bejahrte Männer, viele mit den Abzeichen des großen Krieges auf der Brust, Und an ihnsn zogen die Kolonnen der Gefangenen vorbei, junge Menschen im Alter von 20 bis 28 Jahren.

In ich Ihnen nun die "*.-1111 unserer Toten und Verletzten

bckmmtgsbe, "bitte ich Sie, aufzustehen. (Die Abgeordnetcn, das Uplomatische Korps und die Zuhörer auf den Rängen er!;cbon sich.) Wenn auck) diese Zahl dank der Ausbildung 1111101'617 Trin-cn, dank der Wirkung unserer Waffen und der FiiHrung unsorer Verbände kamm den 20. Teil von dem nnémacht, Was wir bki Véginn disses Feldzuges befürchten zu miiffen glanbten, so Wolken -wir doch nicht vergessen, daß jcdrr cinzMne', dEr Hiék stin Leben gegeben hat, für sein Volk und nnscr Reick) das Größte opferte, Was der Mann seinem Volke gcbc'n kann.

Es“: sind uml) der Angabe vom 30. 9. 1939, die Wesentliche Vcrändcrungen nicht mehr erfahren wird, in Heer, Kriegs- marine nnd Luftjvaffe einschließlich der Offiziere

gchllen: 10 572, yerjvundet: 30 322 und ermjßt: 3409 Mann.

Von *die-sen Vermißten wird ein Teil, der in polnische Hände fikl, leidLr Wol)[ ebenfalls als massakriert und getötet angasehen Werden müssen.

Triesen Opfern des polnischen Feldzuges gehört unsere Dankbarkeit, den Verivundeten unsere Pflege, den Ange- hörigsn unser Mitempfinden und unsere Hilfe.

Mit dem Fall der Festungen Warschau, Modlin und der Uebergabe von Hela ist der polnische Feldzug beendet.

Die Sicherung des Landes von herumstrolchenden Maro- deuren, Ränberbanden und einzelnen Terroristen wird mit Entschlossenhßik durchgsführt.

t?:?a-K; Ergebnis des Kampfes ist die Ver- mehrung aller po'mischen Armeen. Die Auflösung dieses Staates War die Folge. 694 000 Mann Gefangene haben den Marsch nacb BerTin angetreten. Die Beute an Material ist noch unübersehbar

(abernmls bricht brausender Beifall los),

Ssit Ansbruch des Krieges steht zugleich im Westen die deytsche Wehrmacht in ruhiger Bereitschaft und erWartet den Femd. Die Reichskriegsmarine hat _im Kampf um die Wester-

latte, GYingen, Oxhöst und Hela, in der“ Sicherung der stsee und der Deutschen Bucht ihre Pflicht erfüÜt. Unsere

U-Boot-Waffe aber kämpft wüvdig der einstigen unvergessenen Helden,

Angestchts dicses geschichtlich einmaligen Zusammsn- hruchs emes sogenannten StaatSWesens erhebt si Wohl für ehen dje Frage nach der Ursache eines sol en Vorganges.

te Wtege des pol_n1schen Staates stand in ersailles. Aus unermeßlrchen bluttézen Opfern nicht der Polen, sondern der Deutschen und Rus en, war dieses Gebilde geboren Worden. Was vorher schon m Jahrhunderten seine Lebensunfähigkeit erwtescn hatte,"WUrde duxch eine ebenso lebenSunfähige “deutsche, Stqatsfuwzng exjt m_1 Jahre 1916 künstlich gezeugt und 1920 mcht WengZ kiznstltch eboren. Unter Mißachtung ubm: fast halbtausendjahrtgen Er?ahrung, ohne Rücksicht auf

die Gegebenheit einer mchrhundcrtjährigcn gc'Zchichtlichen Entwicklung, ohne Würdigung der ethnographischen Verhält- nisse und unter Mißachnmg aller wixtscyaftlickxn Zjvcck- mäßigkcit Wurde in Versailles ein Staat konstrUicrt, dcr soinem ganzen Wesen nach frühcr oder später die Uksäck)? sch1v-:rstcr Krisen Werden mußte, Ein Mann, der [)cntc [Lider wieder unscr grinmnigstcr Gegner ist, [mx dies damals klar Vorausgesehcn: Lloyd George. So wie viele andere warnte auch dieser nicht nur währeny der Entstehung dieses Gebildes, sondern auch in der Zcit dor spätcrcn AuSWeitung, die gegen jede Vernunft und gegen jedes Recht vorgenommcn morden War. '

Er sprach dUmals die Befürchtung aus, daß in diesem Staat eine ganze Rsil)? Von Konfliktstoffen geschaffcn Wükdk, die früher oder später die Anlässe zu schWeren europäischen Ausoinandkrseßnngen abgeben könnten.

Tatsache ist, _daß dieser neue sogenannte Staat in der Struktur scinor Nätionaütäten bis zum heutigen Tag nicht geklärt Worden konnte. Man muß die Mothodcn polnischer Volközählnngcn konnen, um 11 Wissen, wis gänzlich Wahrheits- fern und damit belanglos *ie Statistiken ÜÖLk die volklick)? Znsammensctznng dieses Gebietes Waren und sind.

1919 Wurdcn von den Boxen Gebiete bcansprncht, in dcncn sie bshanpxctsn, Mclérheitcn von 95% zu besitzen, zum Vcispiol in Ostprsußén, währcnd dann die später stattfindondc Abstimmung volle 2 % für die Polen ergab. In dem dann Endgültig anf Koston des früheren Rußland, Oesterreich und Dcntscksand geschaffenen Staat WUr-dßn die nichtpolnisthsn Völker so barbarisck) mißhandklt und nntordrückt, tyrannisicrt und gefoltert, daß jch Abstimmung nnr, Mehr Vom leicben dcs jejveiligen WoiWOden abhängig War und somit das ge- wünschte oder verlangte gefälschte Resultat ergab. Allein auch das UUFWCifOlHÜft polnische Elenwnt sclbst erhielt kaum eine höheW Bchrtung. WENN diyscs Gebilde Von den Staats- männorn Unserer Westlichen Halbkugkl auch noch als Tomo- kratie angesprochen Wurde, dann War “diés eine Verhöhnung der Grundlagsn ihrer eigenen SystLML. Denn in diesem Lande regierte eine Minorität aristokratiscHer oder nicht- aristokratisckxr Großgrundbesißer und Vermögender Intellek- fuesler, für d'ie das eigene polnische Volk nur im günstigsten Fase eine Masse von Arbeitskräften darstellte. Hinter diesem Regime standen deshalb auch niemals mehr als 15% der Gcsmmtbevölchmg. Dem entsprach die wirtschaftliche Notlage und der knlt1tr9lle Tiefstand. Im Jahr 1919 ÜernaHm dieser Staat von Preußen und auch von Oesterreich in 'ahrhunderte- [anger Arbeit mühselig entkvickelte, ja zum eil geradezu blühewde Provinzkn. Heute, 20 JUhxe später, sind sie im Be- griff, allmählich Wieder zu versteppen. Die Weichsel, der Strom, dessen Meeresmündung für die polnische Regierung immer so ungeheuer wichtig War, ist mangels jeder Pflege schon jetzt ungeeignet für jeden Wirklichen Verkehr und_je nach der Jahreszeit entWeder e'm wikder Strom oder em aus- getrocknetes Rinnsal. Städte und Dörfer sinsd verWa-hrlos . Die Straßen mit geringsten AuZn-ahmen verlottert und ver- kommen. Wer zum ersten Male dieses Land zWei oder drei Wochen lang besichti t, der erhält e t einen Begriff vom Sinn des Wortes: [nische Wirtscha t“! '

Troß der unerträglichen Zustände in dieFem Lande hat Deutschland versucht, ein erträgliches Verhaltnis zu ihm herzustellen.

Ich selbst "habe mich in den Jahren 1933 und 1934 be- müht, irgendeinen gerechten billigen Angleich zwischen unseren nationalen Interessen und den Wünschen auf Auf- rechterhaltung des Friedens mit diesem Lande ZU finden. Es gab eine Zeit, da Marschall Pilsudski noch le te, in der es zu gelingen schien, diese Hoffnung - wenn auch in beschei- denem Ausmaß - verwirklichen zu können. Es gehörte dazu eine unerhörte Geduld und eine noch größere Selbstübex- windung. Denn für viele der polnischen WoiWoden schien dre staatliche Verständigung zwischen Deutschland und Polen nur ein Freibrief zu sein, für die nunmehr erst recht ungefährliche Verfolgung und Vernchtung des dortigen Deutschtums.

In den Wenigen Jahren bis 1922 haben über 11/: Millionen Deutsche ihre frühere Heimat verlassen müssen.

Sie Wurden davongejagt, ohne oft auch nur ihre notWendigsten Kleider mitnehmen zu können. Als im Jahre 1938 das Olsaer Gebiet an Polen fiel, gingen diese mit der gleichen Methode auch gkgen die dort Wohnenden Tschechen vor. Viele Tausende von ihnen mußten oft innerhalb Weniger Stunden von ihren Arbeitsstätten, ihren Wohnungen, ihren Dörfern und Städten fort, kaum da ihnen gestattet War, auch nur einen Koffer oder ein Kist en mit Kleidungsstücken mitzu- nehmen. So ging es in diesem Staate seit Jahren zu, und jahrelang haben wir dem zugesehen. Immer bestrebt, durch eine Verengung unseres staatspolitischen Verhältnisses viel- leicht eine Besserung des Loses der dort lebenden unglücklichen Deutschen erreichen zu können. Allein, es konnte nicht über- sehen Werden, daß jeder deutsche Versuch, auf diesem Wege zu einer Behebung der Mißstände zu kommen, von den polnischen Herrschern nur als SchWäche ausgelegt Wurde. Vielleicht sogar als Dummheit. Da die polnische Regierung nun daranging, auf tausend Wegen auch

Danzig

allmählich zu unterjochen, versuchte ick), durch geeignete Vor- schläge eine LösunYicherzustellen, die nationalpolitisck) Danzig entsprechend dem illen seiner Bevölkerung Dexttschland an- gliedern konnte, ohne den wirtscha tlichen Bedürfnissen und sogenannten Rechten Polens dadur Abbruch zu tun. Wenn heute jemand behauptet, daß es ich hier um ultimative Forderungen gehandelt hätte, dann tft dies eine Lüge. Denn

die im März 1939 der polnischen Regierung zugeleiteten Lösungsvorschläge

Waren nichts anderes als die von mir persönlich mit dem Außenminister Beck selbst schon längst vorher besprochenen Anregungen und Gedanken.

Nur daß ich glaubte, im Frühjahr 1939 der polnischen Regierung vor ihrer eigenen öffentkichen Meinung das Ein- gehen auf diese Vorschläge erleichtern zu können durch das An- gebot, als Aequivalent ihr einen Anteil an der von der Slo- wakei geWoklten Sächexxmg ihrer Unabhängigkeit einräumen zu können. Wenn die polnische chiernng. damals nun das Eingehen auf eine Besprechung dieser Vorschläge ablehnte,

“dann gab es hierfür zjvei Gründe:

S.2

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Triebkräfte dachten übcrhaupt nicht daran, die Frage Tanztg zu lösen, sondkrn im Gegenteil, sie lsbtcn bereits in den späte_r publizistisch Und rcdnorésck) vorgetragenen Hoffnungen, Wctt Über Danzig hinaits das Ventschc Reichsgebiet ermerbsn,'d. l). also angreifen nnd erobern ZU können. Und zWar blrcben diesc Wünsche nicht etwa bei Ostpreußen stehen, nein, in einer Flut von Publikationon und in einer fortgesetzten Folge von Ansprachen und Redcn, von Resolutionen usw. jvurd'e außer der Einwerlcibnng Ostpreußens auch noch die Annektton von Pommern, Schlesien verlangt, die Oder als mindestc (Yrgnze gefordert, ja, am Ende sogar die Elbe als die naturlxche Sckxidolinie zwisch-cn Deutschland und Polen bezeichnet. Twix, [)entc vicllcéckU als irrsinnig Empfundcnen, damals aber nxtt fanatischcm Ernst Vorgetragcnen Fordcrnngen wurden 111 einer geradezu lachhaftcn Wßise motiviert mit der Behauptxxng einer „polnischen ziDilisatorischen Mission“ und al,?“ berechttgt, Weil erfüllbar hingestellt mit dem Hintveis anj dre Kras] der polnischen Armee. Während ick) dem damaligen" polnischen Außenminister die Einladung zu Bespreckwnge'nugber unsexe Vorschläge schickte, schrieben die poln'xschsn m111tar1schen Zett- sck)riften bereits von dL!) Wcrtkosigkétt des dkxxtschen He'LWH, der Feigheit des deutschen Soldaten, dEr, Mmdechrttgkezt der dmrtschcn Waffen, der selbstvcrständliMn “Ueberlegen'hett der polnischen Wchrmacht nnd der Sickercrt 1m Falle em'es Krieges, die Deutschen Vor Vchn zu schlagen und das RMH zu Vernichtsn. Der Mann aber, der dj_e deutsche Armee vor Byrlin „zerhackyn“ Wollte, War nicht xrg€ndemuk12mex pol- nischer Analphabyt, sondern der z. Z. m Rumamen stßenkxe Generalissimus Rydz-Smigly (stürmiéckx. Vfui-Rufe). Was Dkutschland Und die deutsche Wehkmacht an Verletzunx'zen nnd Beleidigungen durch diese militärischen Dilettanten emstccken mußten, wäre von keinem anderén Skant hingenommén Wor- dsn, aklcrdings auch von keinem anderen Volk zu erkvartkn chsyn.

Kein rawö i ckck: und auch Wohl kein xnglischxr General würde sichs 19131113 ein ähnliches11rtcil UHer dxe_denxsche Wehrmacht erlaubt haben und umgekehrt kern deutscher uber

wie wir dies seit Jahren und nach dem März 1939 immer wiedßr von polnischer Seite 11 hören und zu lesen bekamen. Es gehörte eine große Selbst" erwmdfung dazu, diesen frechen, unverschämten Anpöbelungen gegenüber ruh1g zu ble1ben troß dem Bcivußtsein, daß die deutsche Wehrmacht in Wenigen Wochen diesen ganzen lächerlichen Staat samt seiner Armee zerschlagen und Von der Erde hinWegfegen Würde. Allein, diese Geisteshaltung, für die die führende Schicht in Polen selbst verantwOrtlick) war, bildete die erste Ursache, Warum die polnische Regierung es ablehnte, die deutschen Vorschläge auch nur in einer Diskussion zu erörtern.

Der zweite Grund aber lag in jenem un- seligen Garantieversprechen,

dasman einem Staat gab, der überhaupt nich?, bedroht War, der aber, nunmehr gedeckt durch zjyei Weltmachte, steh sehr 'schnell in die Ueberzeugung hineznlehte, „eme Großmacht ungestraft proVozieren zu können, ]a' Vt'ellexcht [ogar hoffte, damit die Vorausssßung für die Verkaltchung 's'emer e1_ enen hirnverbrannten Ambitionen herbeiführen zu konnen. etxn Lowie fich Polen im Besiß dieser Garantie wußte, begann fur ie dort lebenden Minoritäten ein wahres Schreckens- regiment. Ich habe nicht die Aufgabe, übex das Los der ukrainischen oder der Weißrussischen Volkstetle zu sprechen,

deren Interessen liegen heute bei Rußland. Aber ick) habe die Pflicht, Über das Los jener Hunderttausende von Deutschen zu reden, die einst diesem Lande seit vielen hundert Jahren überhaupt erst die Kultur gebracht haben, die man nun auszutreiben, zu unterdrücken und zu vergewaltigen begann, die aber seit dem März 1939 einem Wahrhaft satanischen Schreckensregime ausgeliefert Waren. Wieviele von ihnen verschleppt sind, Wo sie sind, kann auch heute nicht festgksteüt Werden. Ortschaften mit Hunderten an deutschen EinWolmern haben keine Männer mehr. Sie sind restlos ausgerottet worden. In anderen wieder hat man die Frauen verge- Waltigt und ermordet, Mädchen und Kinder geschändst und getötet.

Im Jahre 1598 schrieb der Engländer Sir Gcor e Carew in seinen diplomatischen Berichten an die Britis )e Regierung, daß die hervorstechendstcn Charaktercigcnsckwsten 'der Polen Grausamkeit und moralische Zügelwsigkeit seien. Diese Grausamkeit hat sick) in den vergangénen JahrhundcrtM nicht gsändert. So wie man erst Zehntausende und Zehn- tausende von Deutschen abschlachtete und in sadistischer Weise zu Tode marterte, so hat man die während des Kampfes gefangenen deutschen Soldaten gcfoktert und massakriert. Dieses Schoßkind der Westeuropäisckzen De- mokratien gehört überhaupt nicHt zu den kulturelken Nationen. Usber vier Jahre lang War ich im großen Krieg im Westén. Auf keiner dcr streikendßn Scit€n Wurde damals etjvas Aehnliches gc'tan. Was sick) aber in diesem Lande in d€n leßten Monatcn abgespielt hat und in den letzten vier Wochen creignste, ist eine einzige Anklage gegen die Verantjvortlickxn Macher eines sogenannten Staats- gebildes, dem deL Volkliclx, historische, kulturelle Und sittliche Voraussetzung fehlt. WWU nnr 10/0 Von diesen Schcußlich- keiten irgendtvo in der Welt an Engländern verübt wiirde, dann möchte ich die empörten Biedermänner sehen, die heute in scheinheiliger Entrüstung das deutsche oder russische Vor- gehen verurteilen (stürmisch stimmen die Abgeordneten des Deutschen Volkes den Feststellungen dss Führers zu).

Nein! Diesem Staat und dieser Stacétsführung eine Garantie ausstellen, o wie dies geschehen wa , onnte nur zu schwerstem Unheil f'hren. Weder dre polnks Regierung oder der sie tragende kleine Klüngel noch das polnisch; Staats-

messen, die in einer solchen . ihren Gunsten lag. _

volk als solches Waren befähFeZ-prlixchLZFYZZÜÉZJOZYS ezrl;

Aus diexer aufgeputsch'tcn Leidenschaft einerseits sowie aus dem Gefühl er Sicherheit, die ja Polen unter allen Umständen garantiert Worden War, entspran das VerlFten der pol-

nischen Regierung in der Zeit zwtschen den onaten April

1. Die hinter ihr stehknden aufgeputschtcn chauvinistischep ;

die englischen, französischen oder italienischen Soldaten, so.

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.fiibrte ZU einer VerMcl)rung dicser grausamen Akte und zu

' einander herausgebildet haben.

-Deutschland um die Konsolidierung eines Le ensraumes

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Reichs- und Staawanzelger Nr. 235 vom 7. Oktober 1939. S. 3

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und August dieses Jahres. Dies bedingt auch die Stellung- nahme zu meinen BefrikdungsWxZchlägen.

Tie Regikrung lehnte dicse Vorschläge ab, Weil sie sich von der öffßntlichen Meinung gedeckt oder sogar angetrieben fühltL, nnd die öffßntliche Meinung deckte und ,trieb sie auf diesen Weg, Weil sic von der Regierung nicht eines Bessßren belehrt Worden War und vor allem, Weil sie sich bei jedem Akt nach außen hin als genügend gesichert empfand. So mußte es "zur Häufung der furchtbaren Terrorakie gegen das deutsche Volkstum kommen, zur Ablehnung aller Lösungsvor-. schläge und endlich zu immer größeren Uebexgrisfen auf dgs Reichsgebiet selbs. Es wUr bei einer solchen Mentalitat allerdings Wohl auch vexständlich, daß man dann *die deutsche Lanqmnt nur als SchwäcH-Z ansah, d. l). daß jedss deutsche Nackxzebcn nnr als BciNis für die Möglichkeit eines Weitéren Vorgehens angesehen Wurde. Tic Warnung an die polnische Regierung, Ton:,ig nicht mehr mit Weiteren ultimatiVen Not-en zu belästigen und Vor allem die Stadt auf die Dauer nicht wirisckzastlich zn crdrosscln, führts zu ksiner Erleichterung der Lage, sondern im Gegenteil znr Verkehrstechnischßn Ab- scynürung der Stadt. Die Warnang, die ewigen Er-. schießungen, Mißhandlungcn und Marterungcn der Volks- deutschen endlich einzustellßn bzw. ihnen entg-cgcnzutrétsn,

verschärften Aufrufen und Heßreden der polnischen Woijvodcn Und militärischen MachtHaÖEr. Dio deutschßn Vorschläge, noch in lclzter Minnie einen bklligcn und VLMÜUstigLn Aus- gleich herzustellen, Wurden mit der Geueralmobilmachung be- * antivortst, TUS deutsche ErsuUZ-cn (entsprechend der Von Eng- land selbst gegebenen AnregUUJ), einen Untcrhändler zu schicken, Wupde nicht befolgt und am zjveiten Tag mit einer gLrader verletzenden Erklärung beantkvortet. Unter dikscn Umständen War es klar, daß bei Weiteren Angriffsn auf das Reidhsgebiet die deutsche) Geduld nunmehr ihr Ends finden würde. Was die Polen fälschlicherweife als Schjväche aus- gelegt hatten, war in Wirklichkeit Unser Verantwortungs- beWußtsein und mein Wille, wenn irgend möglich doch noch zu einer Verständigung zu kommen. Da sie aber glaubten, daß diese Geduld und diese Langmut als Schwäche ihnen alles gestatten würde, blieb nicht anderes übrig, als sie über diesen Irrtum aufzuklären und endlich mit den Mitteln zurückzu- schlagen, deren sie sich selbst seit Jahren bedient hatten (aufs neue braust dem Führer stürmischer Bcifall entgegen),

Unter diesen Schsägen ist dieser Staat nun in

Wenigen Wochen zerfallen und hinweggefegt

worden. Eine der unsinnigsten Taten von Versailles ist damit beseitigt.

(Der Reichstag jubelt dem Führer mit bransenden Heil- rufen zu.) Wenn sich nun in diesem deutschen Vorgehen eine Inter-

effcngemeinschaft mit Rußland

ergeben hat, so ist diese nicht nur in der Gleichartigkeit der Probleme begründet, die die bedden Staaten berühren, son- dern auch in der Gleichartigkeit Dcr Exkenntnisse, die sich in beiden Staaten über die ?lüsgestaltung der Beziehungen zu-

Jch habe chon in meiner Danziger Rede erklärt, daß Rußland nach - rinzipien organisiert ist, die verschieden sind von unscrcn deutschen. Allein, seit es sick) ergab, daß Herr Stalin in diesen russisch-sowjetischcn Prinzipion keinen Hinderungsgrurvd erblickte, mit *Sxaaten anderer Auffassung freundschaftliche Beziehungen zu pflegen, kann auch das natio- n-alsozialistische Deutschland kcinc Veranlassung mehr sehen, ettva seinerseits einen avdcrcn Maßstab anzulegen. Sowjet- rußland ist Sowjetrußkand, das natioxmlsozialéstische Deutsth- [cmd ist das nationalsozialistisch Tcntschland. Eines aber ist sicher: im selben Moment, in dem die beiden Staaten sich gegenseitig ihre verschiedenkn Rxgime und deren „Prinzipien respektieren, entfällt jeder Gxund fiir ir cndeine gegenseitige feindselige Haltung. (Die Männer des Deutschen RckcHZtags ktimnwn mit minntcnlanch Wmdgcbnngen diesen es- tcslnngcn d???- Fiihrers zu,) In geschichtlich langen * Lit- räumon der Vchngenkwit hat es sich erwieson, daß die Völker dieser "beiden größten Staaten Europas dann am „glückkichsten Waren, Wenn sie 111it9inandcr in Freundschaft lebten. «Der große Krieg, den einst Deutschland und Rußland gegenein- ander führton, ist zum Unglück beider Länder geWovden. Es ist verständlich, das; besonders die kapitalistischen Staaten des Wcstsns heute ein Interesse daran besitzen,-die beiden Staaten unid ihrs Prinzipien Wenn mög[ich gcgßneinander auSzu- spielen. Sie wüvdcn zu diesem Zweck undinsonwit sehr Wohl Sowjetrußland als genügend salonfähig betrachten, um mit ihm nützliche Militärbündnisse abzuschlwßon. Sie halten es aber für eine Perfidik, Wenn diese ehrbare Annäherung ab- gelehnt wird, und fiel) stattdessen eine Annäherung zwischen jenen Mächton ergibt, die allen Grund Haben, in gkmeinsmmev friedlichc'r Zusamnwnarbcit, im Ausbau ihrer wirtschaftlichen Beziehungen das Glück ihrer Völke'r zu snchen. Ick) habe" schon Vor einem Monat im 5719537?ka méklärt, daß

der Abschkuß des deutsch-ruffischen Nicht- angriffspaktes eine Wende in der ganzen da-ntskhen Außenpolitik

bedcntet. Ter Untcrdcs zwischen Tcntschlawd und Sowjet- rußland abgeschlossene neue Freundschafts- und Interessen- pakt wird beiden „Staaten nicht ,nur dyn Frieden, sondern eine glückliche dauerhafte Zusmmncnarbcit ermöglichen.

Deutschland und Rußland werden gemeinsam eine der gefährlichsten Stellen Europas ihres bedroh- lichen Charakters entkleiden und jeder in seinem Raume zur Wohlfahrt der dort lebenden Menschen und damit zum europäischen Frieden beitragen.

Wenn heute gswisse Kreise darin je nach Bedar bald eine Niederlage Rußlands oder eine Niederlage Deut chlxands er- blicken Wollen, so möchte i ihnen darauf folgen" ? AntWort go!;em Man hat seit vielen «Fahren der deutschen Außenpolitik Ztexe angedichtet, die Höchstens der Phantasie eines GHm- wasmstén entspringen önnten. Jn emem Au-enblick, da ringt,_'der nur Wenige 100 000 qkm umfaßt, erklären un-x verschamte Zkitungsschreiber in Staaten die sckbst 40 Mil-

[ionen qkm beherrschen, Deutschland ftrebe seinerseits in

diesem Kampf nach dcr Wclthcrrschaft. Tie dcntsckxrussischcn Abnmchuxjgcn miißtcn gcrmdc für disss besorgten Adwokaten Her,Wclt1re_*ihcit eine ungeheure Bsrulsgung darstellen, donn s1x zeigcn 1l)ne:t dock) 113001 in au:[)cntisch8r, Weise, daß alle dtese' Behau jungen Lillés SKrcbens DcntNhlands nach dem Ural, der U rai'tc, Rumänien 11711). nur eine :)lusgcburt ihrer erkrankten Marsphantasie Waren. Ju cin€m allerdings ist der Entschluß D*?utschlands cin un=abänd3rlich8r, nämlich: auch

im Ostxn unseres Reiches friedliche stabile und damtt tragbare Verhältnisse herbeizuführen.

Unnd gérade hier hecken sick) die deutschen Interessen und Wunsche YLstlos mxt doncn Sowjet-Rußlands. Die beiden _Staaten sxnd en_tsch[oYen, es nicht zuzulassen, daß zwischen xhnewprovlcnmUsche ustände entstehen, die den Keim von mneren Unruhon ,und damit anch äußcrßn Störungen in sich bergen undprellexckxt das Verhältnis der bciden'Großmächtc zueinander trgextthe ungünstig tangieren könnten. Deutsch- land u_nd quvxet-Rußland haben daher eine klare Grenze der bethcrserttgey Zntercsstwgebiete gezogen mit dem Ent- schluß, jeder auf semem Tsil für die Ruhe und Ordnung zu [(_)rgen und alles zu verhindern, Was dem anderem Partner emen Sckzadsn zufügen könnte.

Die Ziele und Aufgaben, die sich aus dem Zerfau des polmschen Staates ergeben,

sind dabei, someit es si um die deut e Enter , "r handelt, etwcx folgendes:ch fck «) ?ssknspha e

1. Die Herstcl'lUng einer Réichsgrenze, die den historischen, ethnographtschen nnd Wirtschaftlichen GLJLÖLUHLÜLU gerecht Wird.

2. Die Vesrieduzxg des gesamten Gebietes im Sinne der Herstsllnng SMS!; tragbaren Ruhe und Ordnnng.

3. Die absolute _Gekvährleistung der Sicherheit nicht nur dss Reichsgebletes, sondern der gesamten Jnieressen- zone.

. Die Neuordnung, der Neuaufbau des wirtschaftlichen Lébens, des Verkehrs und damit aber auch der kulturellen und zivilisatorischen Entwicklung.

. Als wichtigste AuJabe aber: eine neue Ordnung der ethnographtschen erhältnisse, das eißt, eine Um- siedlung Yer Nationalitäten so, daß ich am Abschluß der Entwicklung bessere Trennungslinien ergeben, als es _heute dex Fall ist (wieder unterstreicht der Deutsche Rexchstag dtese Worte des Führers mit lang anhaltenden Betsaüskgndgebungxn). In diesem Sdme aber handelt es s1ch mch? um em Problem, das auf diesen Raum beschrankx tst, syndern um eine Aufgabe, die viel Wetter hmauSgretft. Denn der ganze Osten und Süd- oster) Europas iZt zum Teil mit nichthaltbarcn 'Splttter'n des, deut chen Volkstums gefüllt. Gerade in xhrxen ltegt ezn Grund und eine Ursache fortgeseJer zxv1schxrxstaatltcher Störungen. Im Zeitalter des a- ttonqlttaten-Prmzips und- des Rassegedankens ist es utoptsch,'zu glauben, daß man diese Angehörigen eines hochWexottgen Volkes ohne Weiteres assimilieren könne. Es gehort daher zu Yen Aufgaben einer Weitschauenden Ordnunl? des europaischen Lebens, hier Umsiedlungen voxzune men, xzzn auf diese Weise Wenigstens einen Tell der europatschen Kon iktstoffe zu beseitigen (die Kundgebungen des Rei stags Wiederholen sich). Deutschand, und die Union der Sowjet-Republiken sind u__beremgekommen, sich hierbei gegenseitig u mzterstußen (aufs_Neue erhebt sich brausénder Betfal?) Die Deutsche Retchsregierung wird es dabei niemals zygebex, daß der entstehende polnische Reststaat irgend- ezn storcndes Element für das Reich selbst oder gar emx Quelle von Störungen zwischen dem Deutschen Retch und Sowjet-Rußland Werden könnte.

_We'zm Deutschland und SowjetrUßUmd diese Sanierungs- arbett uhernghmen, dann können beide Staaten mit Recht darauf hanLlsLU, Daß der Versuch, dieses Problem mit den Merhoden vpn, Versailles u lösen, restlos mißlungen ist. Und erumußte L_ntßlmgen, Weil iese Aufgaben überhaupt nicht vom grunen Tatscl) aus ,oder durch einfache Anordnungen erledigt wZTdenukonnet]. Dre mei ten der Staatsmänner, die in Ver- satlles ubxr dte_se komplizierten Probleme zu urtei[en hatten, Maßen n'tc[)t dre geringste historische Vorbildun , ja oft nicht emmal eme blasse Ahnung Von dem Wesen Jer ihnen ge- stellten Aufgabe.

Sie, trugen aber ÜUY keinerlei Verantjvortnn für die Fylgen thres. Handelns. ie Erkenntnis, daß ihr erk viel- e1cht doch rz1cht richtig [ein könnte, w-ar deshalb ohne Bedeu- tyrzg, Werl m der Praxts kein Weg zu einer Wirklichen Re- vtston vorhanéden War. „Denn im Versailler Vertrag War Wohl vorgeseyen, da die Moglichkejt solcher Revisionen offen blei- bxn mußte, a[.ein in der Wtrklichkeit sind alle Versuche, zu emer solchen Revision zu kommen, gescheitert, und sie“mußten um so mehr scheitern, als ja

der Völkerbund

axs *di'e zuständige Jnst-a-nz aufhörte, eine innere Berechtigung fur d1e Durchfuhrung einer solchen Prozkdnr in Anspruch nshmen zu ko1_men. Nackjdem es zuerst Amerika abgelehnt hatte, detx Fxxedeanertrag von Versaillßs zu funktionieren oder garnm aden Volkerbund einzutreten, spä_ter aber auch andere Volker ihre„AnWesenl)eit in diese-m Greanium mit den Interessen threr, Lanéder nicht mehr Vereinbaren zu können glaubten, sank dtes-e Vereinigung immer mehr zu einem Zirkel per JutereÜLnten des Versailler Diktats herab. Taksaäze ist xwdcnfaüs, „ß keine der von Aufna? an als notwendig er- xannten Re'vjsioneq durch den Völker und erfolgt ist. Da sich 111 dxr hxeuttgen ert Der Gebrauch einbürgert, eme geflückztete Regterung noch tmmer als existent u betrachten, auch Wenn ste nur,aus drei Mitg-lisdern beste t, sofern sie nur soviel Geld mxtgxnommen hat, um nicht den demokratischen Gast- [andern wnZtschaftlich zur Last zu fallen, ist anzunehmen, da

auch (der VolkYrbund va-pfer, Wetter bestshen wird, Wenn an

nur zchi Ngnonen in ihm beisammensi en. Ja, aan Ende tnx es Ytelletcht gyck) eine! Nach Dom GFL des Bundes aber Wurde_1ed§ ReÜZ'L'M der Versailler Klause 11 an dann noch ausschlteßltck) dre er illustren Vereinig-un unter telben, d. h. mit anderen Worten, metisch unmögli sein. Nun it der Völkerbund nichts Lebendes, Fondern schon heute etwas otes, aber die betroffenen Völker ind nicht tot, sondern sie leben. Und ihre Leehensjntereffen wcrden ste mt. dann durchseßen, Wenn der Volkerbun'p unfähig sein sollte, ie zu sehen, zu be- greifen oder zu berucksichtigen. Der NationalsozialiSmus ist

daher auch keine Erscbetmmg, dix? in TLUtsckzland groß wurde, um mit boshÜftsr AOsiM dcm Bölkorbnnd seine Revisions- Ocstrcdungcn zu 11chckrhi11dcrm sondern eine Bexvsgung, die kam, Weil man 15 J-uhrc lang die Revision der Unter- drückung drr natürlichstm Ierjtschcn: und Volksrechte einer großßn Nation vorhindertc, Und ich persönlich möchte es mir Vorbim'n, WEnn cin frrmder Staatsmann unn auftritt und crklärte, ich sLi 1v0rtdridch1g, Weil ich dicse Rkvisioncn nun durchgefiivrt habe». Ich habe im Gegenteil dem deutschen Volk mein hciligés Wort verpfändet, den Versailler Vertrag (bei diesen Worten des Führers bricht unbeschreiblichsr Jubel los; die Abgsordncten erhoben sich Und feiern minutenlang den Führer mit immcr Wiédkk m'n Linseßcndkn Sicg-Hsil-Rufen) zu beseitigen und ihm das natiirliche Lebensrecht afs große Nation Wiederzugeben. Tas AUsUmß, in dem ick) dieses Lebensrecht sichcrstelle, ist ein beschkidcnes. Wenn 46 Millionen Eng[änder das Rocht 'm Anspruck) nehmen, 40 Millionsn qkm der Erde zu behervschcn, dann ist es kein UUTLCHT, Wenn 82 Millionen TEUtschcn das Recht Vorlangßn, in 800 000 qkm zu leben, dort ihrßn Ackér zu Oobaucn und ihrem HandWerk nachzugehen (erneuter BLifmll). Und Wenn sie Wesit-ZY Her-

„langen, daß man ihnen jencn kolonialsn Besitz zurückgibt, der

cinst ihr Eigen War, den sie Niazmanden durch Raub oder Krixg abnahmen, sondern den sie sich durch Kanf, Tausch und Verträge rsdlick) erworben habsn (mit stürmäsch9n BeiZall stimmt dor Rcichstag dem Führer ZU). Jck) versuchte außerdem bei allen Forderungon, dic ick) (lUfstLllW, immor erst auf dem Wege Von Vsrlmndknngen dick PWision zu erreichsn. Ich habe es allerdings abgelehnt, das dkutsche LebenSrecht irgend- einem internationalen nicht zuständigen Konsortium als untertänige Bitte vorzutragen (mit bmusenden Heil-Rufen jubeln die Männer de?) 2)Zcick)stag2s dsm Führer zu)! So WEnig ich (mnchmo, daß Großbritcmt'nécn nm die Respektierung scinßr chenIinWrcffen bittet, so WcUig soll man das g(sicha Vom nationalsozialistisch! TeutscHlemd MvarWn. Ich habe aber, das muß ich 17101: in fcicrlick)cr WM“? erk[ären, das Aus- maß außerordentléck) begrenzt. Jef) Habs bssondcrs Überall dort, Wo ich nicht die xmtÜrlicHsten LLÖL11§11ULWffL1l meines Volkss bedroht sal), dsm deuts-chM Volk sslbst gcr-aten, sich zu bescheiden und zu Verzichten. Jrgcndjvo aber müssen diese 80 MiUionsn [LHA]. DMU sine Tatsachs [)at anch dsr Versailler Vertrag nich: aus der Wékt zu schaffen Verm0cht: er hat Wohl in der unVLrnünstigsten Woisß Staaten aufgelöst, Wirfschafts- gebiete JkaiffLU, Vérkshrslinien durchsc'hnittsn usw., aber die Völker, d. h. die lebendige Substanz aus F[eisch Und Blut, ist geblieben, und sie wird auch in der Zukunft bleiben (erneute stürmische Zustimmung).

Es kann nun nicht bestritten Werden, daß, seit das deut- sche Volk im Nationalsxozialismus seine Wiederauferstehu-ng erhalt-en und gefunden hat, eine Klärung des deutsthen Ver- hältnisses zur Unttvelt in einem großen AuZmaß eingetreten ist,

Die Unsicherheit, die heute das Zusammenleben der Völker bclastst, stammt nicht aus dentschen Forderungen, son- dern aus den publizistischen Verdächtigungen dsr sogenannten Demokratien. Die deutschen Forderungen selbst sind [ck: klar und präzise gestellt Worden. Sie haben allerdings thre Erfüllun gefunden nicht dank der Einficht des Genfer Völker- bundes, Fondern dank der Dynamik der natürlichen Entwick- lung. Das Ziel der von mir geführten Außenpolitik des Reiches War aber in keinem Fall ein anderes, als dem deut- schen Volk die Existenz und damit das Leben sicherzusteüen, die Ungerechtigkeiten und Unsinnigkeiten eines Vertrages zu beseitigen, der ja nicht nur Deutschland wirtf ftlich zerstört hat, sondern die Siegernationen genau so in s Verderben hineinriß. Im übrigen aber War die ganze Arbeit der Wiederaufrichtuwg des Reiches eine nach innen ?man-dte. In keirxem Land der Welt War deshalb auch 'die «ehnsncht ngch Frieden größer als im deutschen Volk. Es ist ein Glück fur die Menschheit und kein Unglück, daß es mir gelungen War, ohne innerpolitische Belastung der fremden Staats- männer die Wahnsinnigsten Unmöglichkeiten des Versailler Vertrages friedlich zu bescitigsn. Das; diese Bkseitigung im cmzclnen für geWisse Jntßreffenton schmerzlicl) fein mochte, ist Verständlich.

Allein, um so größer ist Wohl das Verdienst, daß sich die neue Regelung in allen Fällen mit AuLnahme der leßteu ohne Blutvergießen vollzog. Die letzte Revision dieses Ver- trages aber hätte genau so auf friedlickyem Wege erfolgen können, Wenn nicht die von mir erwähnten zWei Umstände sich zum Gegenteil ausgewirkt hätten. Die Schuld daran tragen aber in erster Linie jene, die nicht nur nicht erfreut Waren über die früheren friedlichen Revisionen, sondern die es im Gegenteil beklagten, auf fricdlichem Weg ein neues Mittelenropa sick) aufbauen zu sehen, und zWar ein Mittel- europa, das allmählich seinen BeWohnern Wieder Arbeit und Brot geben konnte.

Ich habe es erwähnt, daß es ein Ziel der Reichsregie- rung War,

Klarheit in die Beziehungen zwischen uns und unseren Nachbarn

zx: brjngen Und ich darf hier nun auf Tatsackzon hiunwifen, dle mcht durch die Schretbereien internatioxmlcr Pressclijgner aus der Welt zu schaffen sind:

1. Deutschland hat mit den baltischen Staaten Nicht- angriffspakte abgeschlossen. Seine Interessen sind dort aus- schließlich Wirtschaftlicher Natur.

2. Deutxchland hat mit den nordischen Staaten schon früher keine «)*nteressenkonflikte oder ar Streitpunkte besessen und hat sie heute genau so iveni-Z]sé chiveden und NorWegen haben beide von Deutchland ichtqngriffspakte angeboten erhalten und sie nur a elehnt, Weil sie steh selbst gar nicht als irgendwie bedroht [ten.

3. Deutschland hat Dänemark gegenüber keinerlei KVW- quenzen aus der im Vevsailker Vertrag vovgenommenen trennung des deutßchen Gebietes gezogen, sondern im Ge ew teil mit Dänemar ein, loyales und freundschaftliches r- hältnis hergestellt. Ww haben einerlei Forderungen uf eine Revision erhoben, sondem mrt Dänemark einen Ni t- an-griffspakt abgeschlossetz. Das Verhältnis zu diesem Staat it damit auf eine unabanderliche loyale und freundschaftliche

usammenarbeit gerichtet.

4. Holland:

Das neue Reick; hat dle traditione'lle

' round“ (Haft W Holkand wetterzuft'thren Versucbt, es hat

eine iffevenz