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daß er im Verlauf dieses Jahres 946,l)§0,000!*itrcs Waser aus:
geworfen hat.
Börse vom 25. anuax“.
ging um 20 bis 80 Centimen zurück.
© Paris, 25. Jan. Das gestri e Votum der Kammer iiber das Amendement Lefebvre'S, welchegs beinahe einstimmig an: genommen wurde, hat das Kabinet um so mehr beunruhigt, je un: . . . - . ' , Denn die Minister, die vor zwciWochen eine | Minister Lord Haddmgton, der Vice-Gouverneur Sir James k?!" mm'ftxrtell gefinnte Adreß-Kommisfion erhalten hatten, dach- :en schwerlich daran, daß, um die Annahme eines Amendements er Opposition zu vqrhmdxry, ein Anhänger des Kabinets, Herr Jacques Lefebvre. die Tribune besteigen würde, um zu erklären: „Das Amendemene, welches ich in Vorschlag bringe, hat dm '-
erwarteter es kam.
Zweck, daß die Ratification des Vertrages in Bezug auf das :
Durchsuchen Franzöfischer Schiffe verweigert werde.“
Unglücklichex Weise wurde Herr von Lamartine verhindere, dcm allgemein angegriffenen Vertrage, als einer die Menschheik ehrenden Landlung, tveil dadurch der verwerflichsken aller Speculationen, dem
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klavenhandel, ein fur allemal gesteuert würde, das Wort zu reden. ; Umsynsk versuchte er zu sprechen, die Stimme versagte ihm Hei: * serkeit halber, und er mußte die Tribüne verlaffen, ohne etwas Anderes gesagt zu haben, als daß er das Amendement der Op:
P01"11-'i20(tl1l na,“?l „?Zäften bekämpfe. ?m n ein nach wird die Diskussion der Adr" c kaum Ende dieser Wochx beendigt werden. 's
Der ikßte Etikettensireit zwischen dem Hofe det“ Tuiiericen ond dem_§)iegenken von, Spanien soil, scheren! Vernehmen nach, zu leb asien Debatten in der Kammer“ Veranlassung geben, um
Herz" Martian!" habe in der Senats:Sißung vom [Kren v. 9.72. heftige. Ausfälle gegen die PoiirikFt'ankt'eichs, Spanien geg-nüber, die er eine rein d y na sti sch eP olitik nennt,eriaubt. Es istgewiß,daß Herr von S_alvandy neur mitgroßerVkähc von Herrn Guizotbewogen Y::rde, bei einer gunstigcren Gelegenheit das Wort über diese Bemsen während der diesfaljs gepfiogenen Unterhandlungen mit dem egenten von Spanien der Kammer anschaulich gemacht
Toerde. Man glaubt allgemein, daß Herr Guixotgewünsche hätte, ,
Herr von Salvaxidy möchte mehr temporifirend in Madrid ver- ahren seyn, weil durch die Vermittelung En lands die Sache nächstens beendxt worden wäre. Herr von Éalvandy hingegen beschwert sich ub_ei' die Rolle, die man ihn habe spielen lasen, als man, ihm die Weisung ertheilre, während der Unterhand: lungen m Madrid dem Rathe des Englischen Gesandte u folgeti. Herr von Salvandy soll Wenigstens geäußer oben, die, Hoffnurzg, den Französischen Einfluß durch Engli che Yermtttelung in Madrid herzustellen, sey der sonderbarsi Gedqt'..e,- den ein Franzosischer Minister je hegen könne, und wenn das Kabmet glaube, es könne ihm als Gesandten eine Politik Vorzeichnen, die er als Deputirter bekämpfen müßte, so ziehe er es vor, seine Entlassung einzureichen.
Spanien bisher befolgten Politik, und abgesehen davon, daß fie die SUPWM per Freunde des Herrn von Salvandy in der Kammer dem Ministerium entziehen möchte, erhielte dadurch dieOpposition
die gefährlichste Waffe, um dix ministerielle Majorität, welche, wie ? sie das gesrtge Bomm uns zeigt, ziemlich schwankend isi, volicnds -
zu zersplittern,
Großbritanien und Irland. *- _ Windsor-Castle, 22. Zan. Zeh becile mich, noch
in später AbendFunde die Ankunft dcs KöniHs zu meiden _ fkli: ,'
sich wird ein durrer Bcrichkth-n keine ?( nung von dem groß:
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artigen Eindruck geben, den dies einziZc Sohauspiel machte. Se. ; t ,
Majestät er, der'urspt'änglichen Ab cht gcmäß, am Donnerskag Abend um .“) Uhr in Offende angekommen; fast im selben Augen-
blicke lief das zu seiner Ueberfahrk bestimmte großeKriegs-Dampf: ( boot „Firebrand“ in den Hafen ein. Am Bord befanden fich der Z Preußische Gesandte in London, ])r.Bunsen, und Lord Hardwicke, ; _ Später , , „ |ckiffe, der „Sheerwatei'“ , Und der „Ltghtnmg“, an; alle drei hatten, Wegen des dichten Ne: Ü
den die Königin zum Empfange entge engesandt hatte. erst kamen die beiden anderen Damp?
bels, mit mancherlei Unfälien u kämpfen ge abt, und dasselbe schlechreWetter hatte die KriegssÖchiffe gan verZinderk, die Dünen 37 verlassen. Diese Umstande zusammen
König Leopold mit ihm speistc. Schiff, und gegen 7 Uhr Wurde das Signal zur Abfahrt gegeben. Ein „prachtvoller-Anblick war es, als das Schiff des Königs und der hichtdanxbenim Hafenliegendc „Lightning“, aufdem ein Theil der Smee fich einschiffte, in weißem Bengalischen Feuer, durch eine neu er- fundeneArtFackein hervvrgebracht, aufleuchtcten. Mitje 21 Schüssen begrüßten die beiden Schiffe einander, und in sicherem und stol: M1 Gange_ bewegte_ sich dxr große und schön? „Firebrand“ aus ShZYen,“der kleinere „Lightning“ folgte dicht hinter ihm; der ;,veißem Laitc'; 'ag aUßerhalb und salutirte dcn vorbeifahrenden mit Schiff (befehliuyd der z_anxzenzessenen Anzahl Schüsse. Dies schöne schen Wisensg von Lapitmn Washington, der in der geographi- AufnahMe dWst- außeranderen bedeutenden Arbeiten, durch seine
„ ks Fahrwaffers gerade an dieser“ Küste bekannt ist)
zu genießen- .. ub d' -„ genden Wellen dahin trugen den ' er - “ schw,“- ten Elemente zu Englands KüstexéeIßYZFZkftxk' "“ Iibäßdkg-
Liebe, einen e en Grund u e ' ' 'o'kdem durch ?:?“dabeJan z I winnen, nicht auf E
: er telle, wo die regatten la en“ u
die riesenhaften Körper da,_ auf eimgnax' ZkZFerInjxe in B „ schem Feuer, dgs die kräftigen, auf allen Raaen "nd T engali- Ordnung ers emenden Matrosen beleuchtete, und u [ .“"e" '" Donner 'auf onncr über das Meer dahin! _ Amz ?ck wu“ der ,skbnig in die ThemsesMündung ein; an den Tausen'hge? Lief Schiffen, die diesen Strom täglich beleben, vorbei nahte “. fioZ um zwei Uhr Nachmittag der, großartigsten Sti tung Englands dem Marme-Hospikal Greenwich. Wie soll ichZ nen diese Sein; beschreibm7 Stellen Sie si mit mir auf das chiff, das Hun- derte von kleineren und grö eren Börm wimmelnd und dränge d umgeben, daß man kaym b reift, wo man noch Fahrwasser f?"- den kleinsten Rachen finden oli; blicken Sie nach dem Lande hin:
h B [ d x' k,DieckSYekulanten versuchten „m zu Anfan der re em mn ru e, en das geskri e Vo: [ einen, o wim * * tum der Dwukam;Mmmer heryorgebracht at, entgegetIzuwir: sch s melt es an und auf ihnen von Menschen, und ken,“ da man aber dasselbe aligemem als eine ?iederlage für das
Ministerium betrachtete, so konnte sich die Rente nicht halten und
gelegenheit zu begehren, und daß er darauf beßeht, daß sein'
, „ Die freiwiljige Demission des | Herrn von Salvandy gliche einer förmlichen Mißbilligung der in ,
_ . ewogen den König, die * V
breise von Ostende bis auf Freitag Nachmittag zu verschieben. ; Um 4 Uhr begab derselbe sich an Bord des „Firebrand“, wo ? Dieser verließ nach 6 Uhr das ?
milde, der Himmel ziemlich klar“ “ o ' - ' ? Schauspiel mit voller Frische [)2 Rk'sende schien'das ungeijhnte
|
|
Eroberungszug- um sich, nicht mit dem Schwert'mm friedlichen | nglischen Herzen. Nach Mitternachtnglksthem BR ' z
124 über; da thut fich vor Ihnen der ungeheure Hof des Greenwich-
Hospitals anf, rechts und links von den beiden lan en, fast im kebel endenden Reihen der Gebäude begränzt, wel e zu leben
ringsumher drängen fich die Tausende, am Ufer, im Wasser sie: hepd _ und nun denken Sie den Jubel, der ausbricht, als der Konig auf d'em Verdeck fich zeigt, und dann in die geschmückte 5 Schaluppe hmabsteigt, die vonzehn Ruderern in Scharlach durch * die hxäiigenden, jubelnden Böte hindurchgerudert wird. Am Ufer empfing den Kdni der Prinz Albrecht, mit ihm, in Preußischer FeldmarschaU-Uni orm, der Herzog v. Weliin ton, der Gouver- ; mm- von Greenwich, der greife Sir Robert Owpford, der See-
| Gordon, der Gesandte Lord Westmoreland und mehrere andere | hoh? Beamte. Dann schritt der König durch die Rei en der * ?nvaliden von Greenwich, deren kräftige, benarbtc Z ge die | ?
reude der Begeisterung belebte, an ihm" Spike Offiziere, di? '
ihnen an Wunden und Narben glichen, hinter sich die Waisen der ' GSfallencn. _ Wie hätte der Konig, der früh sich als Held be: ; währt hatte, würdiger empfangen wcrden können? _ Zu der Wohnung des Gouverneurs machte der“ Köui der Prinzeß So: | phie, dicaus ihrerWohmmginGrcanicbdort in gekommen wat“, [ einen kurzen Besuch; dann bestieg er mit dem Prinzen Albrecht den | Wagen und fuhr durch die jubcinde ONcnge dahin, deren Hurrah i keinEndenehmen wollte, Selten ist wohl ein fremder König mit , solcher Bcgeiüerung empfangenwot'den! Nichrohne Rührung konnte man dies Volk sehen, das den stamnwcrwandtcn Fürstenbegrüßte, | als wäre es sein eigener! _ Unmhgiich wär? es gewesen, den Weg | durch London u nehmen; die Begrußmig, welche die | Stadt sich nicht hätte nohmen lassen, die Nkcnge des | Volks würde dcnKömZ nicht vot'Mitrernacht haben nach Wind: | sor kommen lassen. So lenkte man um London herum, über | Hamptoncourt; es war Nacht, als der König in den Hof des
so me r, da wir mit M. heutigen Poi? aus Spanien erfuhren, | ungkheuren alterthümiichen Schloffes, durch die fesiungsarti en ;
;“ Thore hixn'infuhr; die großen Fcnjicr der innen erleuchteten Ct. Gcorg'S-Hcallc strahlten in glühender Faibcn-Pracht; _ am Por: ral trat dem aussteigenden König die junge Königin begrüßen!) entgegen und wurde von ihm hinaufgeführt. _ _ _ So ging Preußen und England Arm in Arm _ zum Segen für Beide, zum Frieden Europa's.
_ _ VZindsor-Caftle, 24. an. Mein lchtes Schrei- | ben, das freilich die Spuren des Augen licks an sich tragen mochte, meldexe Ihnen die Ankunft St". Véajesiät; "cht sind zwei Tage | verstrichen, seitPreußcn unter dem gajilichen ache Englands ver: | weilt, und ich kann mir" Ihre Ungeduld denken, Weiteres über | diese wunderbaren, seltenen Tage zu vernehmen. Zuerst das Wich- i, tigste: Se. "Majestät ist in volikommcncm Wohlseyn; die rasche Reise hat nicht die mindeske Spur der Ermüdung gelaffen, son: dirnefrei und heikel", mit leuchtendem, herrschendem Blick zeigt er sich uberall _ Er selbst, denn eincm Anderen läßt er sich nicht ve-t'gleichen. _ Am Sonnabend, kurze Zeit, nachdem ?l' sich in semeGeemächer zurückgezogen (denen die prächtigeWaffenhal1e mit | den Rgstungen Englischer Prinzen aus verschiedenes" Jahrhunder- : ten gieichsam zur Vorhalle dient) stattete ihm die Königin daselbst ]
* eienen Bisuci) ab und geleitete nach der Tafel ihn selbs? dahin zu: ruck.__ Dm Sonntag brachte Se. Wkajeftät, als (Hasi sich der ; Englischen Sitte freundiich anbcquemend, ruhig und still u; nach | demFrühsiuck wardcrmiederK'oniginaufdergt'oßartigen indsor- ' Terrasse wandcind gesehen, im hellstenSonni-nschcin,der die reicheAus: slchk umher in voiikommener'Sch'onheitzeigte; um 12Uhr führte er die
L „KönigininihreHaus:Kachc,woderBischofvonLondon,])1*.Bloom: | neld, m ernsten Worten von den Pflichten Christlicher Aeltern und | Taufpachcn'xedete; es war ein stiller, aber feierlicher Gottes- | dtenkk, geheiligt durch die offenbar lebendige Theiinahmc aller | Anwesenden. _ Eine seltene Gunst des Himmels gewährte * minder Nax?" Tag am Moura ; in leuchten:
„ dem Cox:",engian; fuhr Ce. Majestät, auf der Zisenbahn, durch | das garcenahnitche Land, am Morgen nach London, um der ver“: witeweken Königin einen Besuch zu machen, die von ihrer schwe-
| einen nicht
“ ren Erkrankung so weit hei'geskelit war, daß sie von Sudbury “all
nach der St'adc hatte kommen können. Kaum hatte die Ab icht Sr., Majestat in London bekannt werden könm'n; doch war eine unzahlige Menschennmffe versammelt, als er am Dichte:":Winkcl (ebe oet'z corner) dm“ Wesimix1sier:Abtei anhielt, und unter lau: tcm Zauchzcn betrat er die Kirche, wo ihn Dechant und Ka itel empfingen und cine sanfte und feierliche Musik auf der sch nen Orgel ihn durch die ganze Kirche geleitete _ die Se. Majestät soeglik zu kennen schicn, in alli'n ihren merkwürdi en und ehr- wurdigen Einzelheiten, wie irgend Einer der UmZerführenden. on“, ihr ging der König hinüber zur Westminster-Halle; da empfing ihn das versammelte Personal des ältesten Gerichts Eng- lgnds, und seine freundlichen anerkennenden Worte wurden mit eigen) lauten Hurra!) erwiedert. Besondere Freude schien dem Konige darauf der Besuch der neuenParlamentshäuser zu machen, in Welchen der Architekt Barry ihn umherfi'ihrte; der Lehrere war eben so erstaunt über den eindringenden Geist des erlauchten Gastes, der mit der Lokalität im voraus aufs genaueste vertraut schien und dabei jede Intention des Baumeisters unmittelbar ver- stand odcr voraus ahnte, als er erfreut seyn mußte über die gnä- digen Worte des Königs, „daß er fich freue, zu sehen, daß unsere Zeit mch_t bios Pläne machen, sondern auch ausführen könne, und daß es equusk sey, einen großen Mann mehr kennen zu lernen.“ _ Dann eilte Se. JNajesiät nach Marlborou h:House, den Siß der- Verwirkweten Königin, bei Welcher er rühskückte; _ mit
Freude wurde_v0n allen Anwesenden die unerwartet kräftige und | gesunde Erscheinung der hohen Verehrten Frau bemerkt, an welcher
das Englische Volk mit einer fast abgöttischen Verehrung hängt, und die zugleich durch das treue Herz, das sie ihrem Vaterlande bewahrt hat, jedem Deutschen tener seyn muß. Mit großer Freundlichkeit besuchte Se. Majestät dann den (militairtscben) United-Service-Klub, an welchem alie in den frä eren eldziétgen an der Seite Preußens aus ezeichneten Namen T eil ha en; und fuhr dann durch die prachtvo eRe ent-Street, die schönste Straße Loqdons und am Regent-Park vor ei, nach derEisenbahn-Station uruck. _ In London, wo Wenige seine Ankunft vorausgewußt, hatte fich doch eine unzählbare Menge um ihn gedrängt und ein endloses Jubeln ihn umtönt; aber wie er auf der Rückkeer in Eaton und in Windsor, wo man ihn nun erwartete, vom olke begrüßt wurde, das müffen Sie nicht beschlieben haben wollen. „S'e tyiffen, daß Eatoneeine der beiden größten Schulen Englands 'LT'dh'er Werden die kunftigen Staatswänmr und Führer dieses I'? "sd erzoJen *- hier erwächst frisch und kräfti die blühende waZeens id:? er Väter Tugenden. Und ein unvergle7chlicher Anblick rdm - e “ skischen Zunßem hier aus ihren Schulhäusern heraus- en un larmend un jubelnd den König begleiten zu sehen“ „IWS? (““C““"babn gehe in ei ' onnte kaum ortkommen; m ganzen bis zum
er EntfernunZLvon Windsor Schloß hinauf füllte ie be eisierte Masse, wie .
eemwogm
brausend; erst innerhalb des chloßhofes wurde MRM!" |“"-
' ordentlich war.
_ der inneren Pläße des Hospitals au stellte.
da stieg der König aus, unh an das T or herantretend, sprach er (in Englischer Sprache) mat lauter timme freundliche Worte des Dankes für so herzlichen Gruß, und „ich bewundere eure Stimmen“, rief er mit nur ihm eigener Laune der fröhlichen, kräftigen, blühenden cFugend zu, die wahrlich ihre Lun en nicht geschont hatte, und ie noch weniger schonte in dem der ubenden Hurrah, das auf diese Worte folgte. _ Dann wurde der Zroße „Hof wieder still und dunkel; im Innern des Schlosses dr nqte fich ein reges Leben Ü! den Vorbereitungen auf morgen. Se. Majestät empfing den Her og von Sussex, den Herzog von Cam- bridge und andere hohe G sie des Schlosses; und jest ist Alles wieder still und lautlos; _ aber in vielen Herzen klin t die Er- innerung an den Deutschen, lebensfrischen König na - und wird lange nachklingen!
London, 24. Jan. Die heutigen Zeitungen smd fast ganz mit näheren Berichten über die Landung und den Empfan des KöésZs vonPreuß'en zu Greenwich, über AUerhöchsidessen An unft Zis! "' indsor und aber einen heute von St". Akajestät emachten
usflug nach London angefüllt. Wir Wenden uns da er zuvör: ders? auch noch einmal nach Greenwich, um einige Details über die dortige Feierlichkeit nachzutragcn. Es isischon gemeidetworden, daß der Andrang des Volkes, um den hohen Ga]? und die Allerhöchst- demselben zu Ehren veranstalteten Ehrenbezeigungen zu sehen, außer- An beiden Seiten des Landungöpla es hatte man Bat'ridren errichtet, um wem“ sien!) diesen Raum fre zu erhalten; auf die untere Terrasse des lusses wurden jedoch, Zus auer zu: gelassen, und von dort aus konnte man sehr gut uberse en, was
, auf der Themse und auf dem Viereck vor dem Invaliden: oopital
vorging. Um 12 Uhr, am Sonnabend, langten sechs K nigliche Bagage:Wagen von Windsor in Greenwich an, um die Diener: schaft und das Gepäck Sr. Majestätnacb dem Schioffe ab uholen. Kurz darauf traf ein Bataillon der Königlichen Marine“- rappen unter dem Kommando des Obers? Connolly aus den Kasernen von Woolwich ein, deffen treffliches Musik=Corps die National: Hymne [»|-: [kritmmin mit großem Feuer spielte. (Regen 1 Uhr" folgte eine Abtheilung des LeibgardeMe iments, die sich auf einem Eine Batterie der KöniglichenArtiUerie wurde im Park ausgefahren; slk bestand aus fünf Ncunpfündern und wurde vom CapitainLethbridge befehligt. Umm" der Volksmenge Wollten Einige noch zweifeln, ob der König auch wohl zu Greenwich und nicht etwa zu Down“ oder an ir- gend einem anderen Plase weiter' abwärts landen würde, aber die vom Prinzen Albrechtsz)? Greenwich getroffenen Anordnungen be: seitigten 'doch bei den kisten dicse Zweifel. Die klare, nebeifreie Atmosphare machte es auch si'hl' wahrscheinlich, daß die Ankunft des Königs sich wenig, wenn überhaupt, verzögern würde. Als 1 Uhr herankam, wurde das Gedränge der durch das östliche Por- tal, des Juvalidenhaushofes hereinströmendcn Volkomassen immer großer. Kurz vor" [ Uhr kam der Ober-Kammerhert“, Graf De: iawat'r, in cincr" vict'spännigcn Kutsche von London an und stieg [L der Wohnung deßHelden von St. Jean d'Acre, Admiral Oeopford, ab. Se. Herrlichkeit war der unmittelbare Vorläufer des Prinzen Albrecht, der 20 Minuten nach 1 Uhr in einer vier: spännigen Rei|ekutsche mit Vorreitern eintraf, Nachdem der Prinz in der Wohnung des Admirals und Gouverneurs des Hosyikals abgeiYi-gen wax, wurde der Reisewagm Sr. König!. Hoheit nach dir Wiadt zuruckgeschickt. Bei dem Gouverneur fand der Prinz cine glanzende Geseljschast versammelt, unter der sich Ihre Königl. OkhUk dic Pi'!n;cssn Sophie, dei" Oesterreichische Gesandte, der Turkische Dragonmn, _dcr Herzog von Weilingcon, der Graf von Westmoreland, Lord Hill und mehrere Herren vom (Hefolgc der yerwittweeen Königin befanden. Di'r-Herzog von Wenington war in dkl"'Pki'Ußischkn Fcldmar|'chalis:Unifom1 und trug das Band und Lic Znfigniin des Schwarzen Adler-Ordens, det“ demselben vvn„©r. Majestat demhochseligen Könige Friedrich Wilhelm 111. verliehen wurde. Der Herzog war kurz vor dem Prinzen Albrecht angelangt und vom Volke mit großem Zubci begrüße worden. Beim Herannahen der Stunde, um welche die Landung des Kö“- nigs von Yreußen nach den offiziellen Nachrichten erwartet wurde, stieg die Spannung aufs höchsie. Die Fenster an der Osi- und Wxstseitx des Vierocks wm'dcn eines nach dem anderen geöffnet, Und schone, l'achelnkie Gesichter schauten heraus ; auch die Dächer der ganzen Nordseite deszyvespitais füllten sich mikZuschauern. Zwanzig Minuten vor “.' Uhr verkundigce die am Königlichen Arsenal zu Woolwich aufgeskelite Felchacterie, daß der König von Preußen an jenem Zroßen TNarme- und Militair-Depoe angekommen war, und die [uft'egung unter der Voiksmenge wurde immer größer. Das Dxtaschement der Leibgarde bemegte sich jeßt von dem kleinen Viereck niich der Ostseite des großen Piahcs und marschirte durch ,das tvesiliche Portal, um sich bereit zu halten, den König von Preußen nach New:Croß zu geleiten, wo es von einer Abtheiiun
des 1lten leichten' Dragoner-Regiments Prinz Albrecht abgele werden sdlklkex DresnZ Manöver der Lcibgarde folgte die Einfüh- rung hkk Zöglinge der Schulen des Greenwich:Hoöpitals. Die Kna- ben. ungefahr H0" qn der Zahl, alle gesunden und munteren Aussehens, marschirten mit klingendem Spiel aus ihrem Institut, zogen zwischen der gxnialkanaUe und der Kapelle hindurch, defilirtm nach rechts und links und stellten fich vor den auf den roßen Plak führen: den Stufen auf.- Sie standen unter dem FJommando des Lieu: tenant Rouse. Hierauf verkündeten die Trommeln dcs Hospitals
dcn'vaalidc-n, daß sie sich in der von dem Gouverneur vorge- schriebenen Ordnung auszustellen hätkcn; sie nahmen daher ihren Plaß auf dem Wege at) dcr Osi- und Westseite des großen Vier: ecks ein'und breiteten stch von Norden nach Süden aus. Dann gaben die Trommeln, den Königlichen Marine:Truppen das Zei: chen zum Ayfmarschiren, und um Punkt “.? Uhr bildeten fie eine Yßralxie mit dem Fluß in geringer Entfernung von der Terrasse. ie an Bord, bei Woolwich-Reach angetan e war, be ab der Ta- pitain Sir Francis Collie!" an Bord Smd wurdeg vorkéSr. WLW: ]esiät, ais OsßziereSemor auf derhemse, AdjutanchrerMajestäc und Ober-Zntcndant des Königlichen Werfts zu Woolwich, aufs huldefte eFYfanan. ß vom „amp i „ earle “ und demS i er icks von e JZLiYam aux) HZO ck ff H d rZacht s reenwi . as erste Zeichen von der Annä erun des „ i- rebrand“, als dieses Schiff noch eine gute Strecxe ent'tZernt WIr, Yb das Aufstecken der Preußischen Fahne auf dem Thurm der
der „Firebrand“, mit dem Könige von Preußen
Er begleitete nebst dem Capitain Bullock ary“ mit der Königlichen Barke den „Firebrand“
arochialkirche, au dem Werft und auZdem Königlichen Arsenal.
ugleich fingen die locken an zu läuten. eim weiteren Herannahen
des „Firebrand“ brachte eine Salve aus den Feld-Batterieen im Yrsenal die Kunde, daß Se. Majeéiät sich diesem P
aber befinde, und während Allerh ck
Königlichen Schi e zu Woolwich selben mit Mann zhaft beseht, und das_Mufik-Corps des an Bord der Jacht „Wi eam and Mary“ befindlichen 15ten Re iments Weite unter dem Jubelruf der Mannschaft und der ?(
unkt gegen-
skderselbe die verschiedenen pasfirte, waren die Raaen der-
i“ r d 5 erst- und des Arsenals die Volkslieder (30:1 says ebe Haut!!
| und Rule Zr-eann-a. Se.Majeftät war die ganze Zeit hindurch
auf dem Verdeck und dankte zu wiederholtenmalen durch Abnahme
ds tod d'B dun n. ! Zie'hn f“:UZ'imxen er?;chßAbgfen-erunch der Königlichen Salhchemzei;
Bowen mmandirt, welches m rere ersonen vom Gefolge des Königs von Preußen an Bord am, zu Greenwich an, i m zur Seite die Barke des Gouverneurs, und brachte die e eulche Nachricht, daß Se. Majestät in weniger als einer halben qunde ankommen würde. Prinz Albrecht, der in gewöhnlicher: Civilklei: dung war, verließ nun die Wohnun dex Gouverneurs m BeYei- tung aller anmesenden Offiziere der arme und der Armee.. uf dem großen Pla des Vierecke waren alle Anordnun en mat der vollkommensten : elmäßigkeit gecko en. In der itte stand das Marine-Batai on, während an dem an den Fluß stoßen-
Woolwi? iangte das Dampffchi-Z „ igt ning“, von dem S o
den We ein Cor !; von Ober-Offizieren der Marine und der LanJ-Armee n ihren verschiedenen Uniformen versam- melt war. Die Fenster der verschiedenen Säle des Zu-
validenhausez waren von schöiien. elegant gekleiyeten Damen beschr. Die alten nvaliden, in ihrer heften Kleidung, skantZen die Wege um das iereck entlang, und die Stufen an d_er Sud: seite waren von den nglin en der Schulen des Greenweeh-Hos: pitals eingenommen. Der nblick, den das Ganze eivéihrte, war ?dchsk glän end. Prinz Albrecht eilte xo sehr, denK niglichen Gast ti seiner andung zu empfangen, da er die Wohnung des Gou- verneurs schon eher verlaffen wollte, als es nöthig war, und _gls Sir Robert Stopford ihn vor Erkältung warnte, antwortete Ce. Königl. Hoheit, er sey den Einfiüssen der Witterung niche unterj- worfen. Se. Königl. Hoheit stand mit den ihn begleitenden Offi- Jieren einige Zeit auf der Höhe der Treppe, die von dem vierek: igen Play vor dem Greenwich-HoSpital nach der Themse hinun- terführt, und wartete, bis der „Firebrand“ herankam, an dessen Hauptmast man schon von weitem die Figur eines schwarzenAdlers auf weißem Grunde erblickte. Unter der Umgebung des Prinzen Albrecht befanden fich der Admiral Sir (R. Cockburn, General: Major der Königlichen Marine:Truppen, der Admiral Sir Robert
“Stopford, Gouverneur des „Hoopitals oder Marine-thaliden:
Fuste! von Greenwich, der Contre:7[dmiral Sir Z. A. Gordon, ice-Gogverneur dieses Hospitals, der Feldmarschall Herzog von Wellington, der General Lord Hill, Oberbefehlshaber der Armee, der General:Licukcnant Sir H. Hardinge, der General: Lieutenant Lord Blovmficld, Commandeur der Garnison von Woolwich, der Oberst Conollv, Commandeur der dortigen Kö:
niglichen Marine:Truppen, der Oberst Cleaveland, Commandeur '
der dortigen Feld:Batterieen, der Obersi:Lieutenant Dundas vom Königlichen Arsenal=Depakkemknt, der Oberst-Lieutenant Wylde von der Königlichen reitenden Artillerie und andere Ober-Ofs1= ziert. Als der „FirebrandF fick) Greenwich näherte, wurde das Wetter schön, und der Konig von Preußen, der die ganze Zeit über auf dem Verdeck geblieben war, hatte einen tt'efflichen An: blick von den zu seinem Empfange in England getroffenen An: ordnungen.
Se, Majestät schien von d?!" Reise nicht im mindesten Helik- ten zu haben und sah sehr wohl und freundlich aus. AUerhochsi: derselbe war in einfacher Civil-Kleidung und in einen weiten Mantel gehüllt, Es war 25 Minuten nach “.' Uhr, als derPi-eu: ßische Adler von der Mastspiße des „Firebrand“ heruntergelassen
wurde, und ein paar Minuten darauffuhr die Admiralitäts:Barkc, ,
mit der Preußischen Flag e, sach von dem Dampfschiff ab iind brachte Se. Majestät ans “and. Um halb :; Uhr setzte der Konig von Preußen den Fuß aufBritisches Gebiet. Als der König ans Land stieg, kam der Prinz ihm entgegen; Se. Wkajestät schüttelte demselben sehr herzlich die Hand, mit den Worten: „Ah, mein lieber Pxinz Albrecht.“ In dem Augenblick bemerkte der König, daß der Her: zog von Wellington Zegemvärtig war. Sogleich wandte sich Se. Majestät zu dem bernhmten Helden, ergriff seine Hand und [agre u ihm: „Mein lieber Herzog, wie erfreuend, wie schön is dieses Zusammentreffen.“ Die Geschüße feuerten nun eine Konigliche Salve ab, das Musik-Corps der Köni lichen 9)?arine:Truypen sielte die National-Hymne, und viele ausend Stimmen riefen Zr. Majestät ein Willkommen zu. Der König begab sich sofort durch das Portal nach der Wohnung des Gouverneurs, nicht nach der Mitte des großen Plaßes, wie die Anordnungen des Gouver- neurs hatten glauben lassen. Ein fortwährendcr Zubelruf beglei- tete den hohen Gast, und die Invalideen und Schulknghen ließen ihr kräftiges Hurrah durch pie,Lufte schasllen. _Etmge Minuten vor 3 Uhr verließ Se. Majestat, vom Prinzen Albrecht begleitet, die Wohnung des GoiiVerneurs UUd ging unbedecktena'ch dem südlichen Winkel der Westseite di); _Vierecks, wo eine- Konig: liche Equipage zur Aufnahme des Kom :; und des Prinzen in Bereitschaft stand. Unter dem lebha testen Zuruf und dein Schwenken dcr Taschentücher von Seiten der Damen, welche hie Gallerien der gemalten Halle und her St. Georgö-Kapelle ein- nahmen, und von den herzlichsten Wunschen begleitßt, siisgen beide hohe Personen in den Wagen, und der König konnte fich eines Lächelns nicht enthalten, als er beneierkte. Wie sehr Zee Damen sich bemühten, wenigstens einen fluchtigcri Anbiick Sl", Majestät zu erlangen, da sie so viele Stunden "? Kaitq Und unfreundlichem Wetter ausgehqrrt hatten. Als die Konigliche Equipage vom Greenwichchyosp1tal abfuhr, folgte die Abtheilung der Leibgarde als Geleit. Kurz vor der Lanpung Sr. Majestät war ein Courier im Hospital eiii ?troffen, mik „Depeschen, weelche er, seiner Aussage nach, in die H nde Vs Konigs selbst zu uber: liefern beauftragt war; er wurde an Wir Röbkt'k Stopford ge: wiesen. Gleich nach der Abfahrt des Königs und seines Gefol- ges von dem vaalidenhause fuhren mehrere Baggage:Wagcn, je: der mit vier Pferden bespannt, dort vor, und wurden mit dem Reisegepäck der fremden Gäste beladen. Es war am Tage vorher der Befehl an die ZoU-Beamten ergangen, alje mög- liche Hülfe bei der Landung desselben zu leisten und es frei passiren zu lassen. Wie man jeßt erfahren hat, waren der „Fire- brand“ und der „Lightning“, am Freitag Abend um halb 7 Uhr von Ostende abgeganFn und hatten in derWeskcott:Bai die Anker ausgeworfen; Am ' onnabend in aller Frühe wurden dieselben wieder gelichtet, und kurz darauf pasfirte man die Schiffe „For- midable“ von 84, „Warspite“ von 50, „Winchester“ von 50 und „Vindictive“ von 50 Kanonen, die im Themse-Kanal lagen, um Se. Majestät der Köni von Preußeen mit bemannten Raaen und einer Königlichen alve zu begrußen. Bei den Landungs- Ceremonieen ist, wie man drk, Alles indergrößten Qrdmzng hex“: 7e- angen, und als der König und der Prinz das Hospital ver: a en hatten, ließ Sir Robert Stoyford den Ober: Nntendanien der Polizei, Herrn Mallalicu zu sich rufen und gäb ihm seme Zufriedenheit mit den von ihm getroffenen Mgßxegel zu erkennen,
Als der Wagen, in welchem sich dcy Konig und Prinz Ai- brecht befanden, KZ der Stadt Greenwich näherxe, wurde die Geschwindi keit bes leunigt, und die Köni lichen Reisenden fuhren mit großer chnelligkeit an der Stadt vor ei nach hem New-Croß: Thore. Die gane Eisenbahn-Linie von GreenWtch nach Dept- ford bot einen hßchst belebten Anblick dar, und in der Stadt Deptford waren in den Hauptstraßen Flaggen und Banner an
den Häusern angebra t. Der Ent sl in delnselben Ma e kund, wie in Greenwich. Eine roße n: | in der Guildhall zu veransalten, za [ Personen hatte fich in dem Winkel der New:CroY :
versammelt, indem man erwartete, daß die hohen errschaften
fia) nach Wandsworth begeben würden. 2“?
war richti , und eine kurze Strecke jenseits der Thores war ein Decal" ement des elften leichten Dra den Seiten der Straße aufgestellt.
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Straße :
Diese ermuthung .
Hier, wie
bcgicriq, Es hatte im Yiibiikum gcheißen, der Zug | würde die neue Kennin ton: ““traßc und über Clapham | nach Wandsworth ehen. ie berittene Polizei war demgemäß ' instruii'e und jede Ä'orficthaßri-Zel getroffen worden, damit kein | Hinderniß die Fahrt aufhaltc. *
sich indes; in Folge eines Befehls dic Ehrmwache plötzlich nach der Brixton:Straße. Als die Königlichen Reisenden m Clap: ham eintrafen, wurden fie, Ungeachtet eines heftigen ReJen: und Schnecskurms, von einer großen Volksmenge bkgrußt.
Gast zu sehen.
kurzer Zeit zurückgelegt. Da in lehtercm Orte der erste Pfcrdewechsel stattfinden sollte, so warm alle Fenster zum Er:
zogen. Das IZechseln der Pferde ging sehr rasch Von. Statten, und der Zug seßtc unter dem Zuruf di'l" Einwohncr seinen Weg über Kingston nach Han1pton:€ourt fort, wo abermals diePsei'dc Zewechselt wurden. Als der König von Preußen hier ankam,
wohner sich vor dem Gebäude vexsammcic hatth, wo d'or König: liche Wagen anhalten sollte. Hier wm'dc S?. Majeskat mar donnerndem Zubeiruf empfangen.
Regiment, welches sich dem Gebäude gegenüber aufgestellt hatte,
erwies dcm Könige die üblichen miiitairischen Ehrenbezeigungen,
Auch in Staines hatten sch, obgleich der Regen in Strömen
fiel, die Einwohner dennoch in den Straßen „versammelt und begrüßten den Preußischen Monarchen mat enthusiastischem Zuxufe. Eine kurze Strecke vor Windsor trat ein Detaschement dcr reiten: den Garde als Eskorte an die Stelle des Hufarechkaschcments,
Der Zug erreichte Windsor um 53; Uhr, und obgleich e.“ sehr heftig regnete, so hatte fick) doch eine roße Volkömaffe m den Straßen versammelt und begrüßte den önig von Preußen und den Prinzen Albrecht mit lautem Zuruf. Bei der ?[nkunft an dem Eingange in das große Viereck wurdc Se. quesiatxbegleitet von dem Prinzen Albrecht, von der Königin, der Herzo m von Kent, den drei ho en Staats-Beamten (dcm Lord Ober: ammerherrn,
Allerhöchskdenselben auf der Nordseite des Vierecks in Bereiuchaft gesetzten Zimmer. dem Grafen Stolberg, dem General von Neumann, dcm Genera] von Naxxmer, dcm (Hine: ral:Liiutenant von Bi'auchiesci), dem Hofmarschalhvyn Meyermg, dem Kabinetsrath Müller und dem ])r. Grimm. Spater begab_sich der König mit seinem Gefolgezum Dinei',_wokat1, außer" der Königin und dem Prinzen Albrecht noch die_Herzogiti von_Kent, Lady Fanny Howard, Geheime Rath Bunjen, die Hcrzogm vvn Buc- cleugh, der Graf von Livei'pc-ol,_ der Graf Delawarr, der Graf von Jersey, der Marquis voi“: Exeter, der Graf Aberdeen, der
Marquis von Ormonde, die verwittwete Lady Littleton, der Haus: „
hofmeisker C. A. Murray, die Ehrendamen TNisses Paget, Herr
Liddeli, der Oberst Arbuthnot, der" Graf Hardwiike, der éapitain *
Pkeynell, Obers]:Lieutenant BoUVcrie und die Fürstin Lchzen Theil nahmen. Das Mtifik:Corps dcs 72|ken Hochlandischen Regiments und das Privat-Mufik: Corps der Königin spielten abwechselnd während des Abends. Am Sonntag Morgen bald nach iieun Uhr machte Se. Majestät der König von Preußen in Begleitung
der Königin und des Prinzen Albrecht auf der Terraffe einen :
Spaziergang und wohnte sodann dem Gotccsdienske im Schlosse bei, der von dem Bischof Von London abgehalten wurde.
Heute früh kam Se. Nkajestäe der König von Preußen auf der großen weftlichenEiscnbahn nach London, um einige der merk: würdigsicn Gebäude in ?_(ugcnschein zu nexmen. Um 17 Uhr wurde es in Westminsier-„Hall angezeigr, da Se. T))?ajest t die Parlamentshäuser und die Gerichtshöfe besichtigen wolle. Nach wenigen Wkinuten erschienen zwci Wagen, worin sich der König und einige Personen seines Gefolges befanden. Se. O.)?ajesrär wurdc von dem Architekten und anderen zu den Gebäuden gchö:
dcn beabsichtigten Neubau. selbe nach Westminßer:HaU und betrachtete Volle Bauwerk mit unverkennbarer BcWUtiderung. König bis zum Eingange in kehrte Alierhöcbstdei'selbe gegen die allgemeine Erwartung um und verließ Die Halle wieder auf demsclben Wege, wie er gekomMen, zum großen Leidwesen der Gerichtshöfe, da man geglaubt hatte, Se. Majestät werde eincn jeden derselben besu- chen. Der KöniJ sah sehr wohl aus und war in Civiikieidimg. Wegen des in a ?
Ankunft St". Majestät nur etwa hundert Personen anwesend. Von West:nin|"ker:Hall aus besuchte der König die ?[brci und be-
dics pi'acht:
der verwittweten Königin cin rühftück einnahm. Se. Majestät wollte heute Reachmittag nach Windsor zurückkehren.
Gestern fruh lan ten in Woolwich zwei Königliche Equipa: gen an_ und stellten sicZ auf dem _Köni lichen Werft auf, da man noch die Ankunft anderer hoher Herrs aften erwartete. Um Zé; Uhr Nachmtttags [angie das Dampfschiff „Shearwater“, an des: sen Bord sich der regierende Her og von Sachsen:Kobur , Vater des Prin en Albrecht, und der erzoZ Ferdinand von Wachsen: Koburg, ruder Sr. Königl.Hoheit, efanden. Die höhen Rei: sendexi begaben fich sogleich nach Schloß Windsor. Den Besuch dxs ;Perzogs Ferdinand, nicht aber den des erlauchten Vaters Sr. „Königl. Hoheit des Prinzen Albrecht, hatte man erwartet, und dixseUeberxaschung crhot noch die Freude Ihrer Majestät det“ Konigm bei der bevorste enden wichtigen Feierlichkeit der Taufe des Prinzen Von Wales.
Die heutigen Zeitungen enthalten das Programm über die Ceremonien bei der morgen in Windsor stattfindenden Taufe.
_Der Gemeinde-Rath der Stadt London hat bes lo en, Sr. Majestät dem Könige von Preußen eine BegrüßungcY-T'Tdresse zu
eine roße An ahl von Arbeitern isk dabei beschäftigt. „ „ Seit? des Thzrones im Oberhauseß und in gleicher Erhohung m'l Ionek:Regiments zu bei: ; demselben, wird ein Staatsseffel fur den Prinzen chn Wales auf“: „ „ WCM Zug hier ankam, ' geßelit, mit derselben Bekleidung und Verzierqu wie der Thron, zog fich_dlk Lklbgakde„Welche die hohen Reisenden von Greenwich | zur linken Seite, aber eine Stufe niedriger, ward em Staatsskskl an begleitet hatte, zuruck, und die Dragoner traten an ihreSteUe. Der Zug bewegte sich schncll voiwärts nach Beckham, wo alle Fenster mit elegant gekleideten Damen bescxzt waren. “ in Deptford, schienen alle Geschäfte für diese Zeit ein estellt
zu seyn, und die Landstraße war dicht gedrängt voll Zus auer. '. Zn Camberch herrschte dieselbe Aufregung, und überall war
das Volk in Masse Versammelt,
ei dcm Dcmnark-„Hiu wandte |
Das Gefolge des Könich bestand aus*; Freiherrn von Ouniboldt„dem'
?[ls d'l' ' „" “ x?“ * - den Kanzleihof gelangt WK; | Donnetikag anf der Kontgltohen Tafel aufgestellt Werde» Er
? Stilic abgesatretcn Besuches waren bei der Auf dem (&pr befinden sich Zuckerfigurcn dci' Ceres, Zvi'rmm,
» deöUcbcrftuffes und der Brikania, welche den jnngcn Prinzcii bäii,
gab fich dann nach Marlborou h:House, wo ?lUcr*höch|7derselbebet Clio, die Gottheit der Goschichte, "Nd dsl“ f)“ÜZe DMW NL
| weisen.
Usasmus d r ' :* ab ! ' . * ma ter Vorahla , ein SWH“ Bankett“ h e Emwohne überreichen Em zuerst ge ck wurdse wageder zurückgenommen.
Eröffnung des Parlaments, die am = 3- FEbruar stattfinden wird, sind schon in lebhaftem Gange, und
Die Vorbereitungen zur Zur rechten
? für den Prinzen Albrecht siehen.
Windsor, 24. Jan. Unter den Gästen, welche, außer Sr. Ma-
jestät dem Köni e von Preußen, der verwitrweten Königin, die,n_3ie
man sehnlich ho te, so weit hergesteljt seyn wird, daß sie im Stande ist- , „, . . * sich von Marlborough-House nach Windsor FU begeben, und der Her- dm Komgltchen ' zoqin von Kent, nächsien Donnerstag in Windsor erscheinen wer- * de*n, nennt man namentlich: den Herzog und die Herzogin von Cambridge, den Herzo von Suffer, den Prinzen Georg von Cam: 2 bridge, die Prinzessin [uguste von Cambridge, den Herzog Fcrdinand
von Sachsen:.Kobm-g, denPrinxen Eduard von Sachsen-Weimar, den Prinzen Leopold von Sachsen : Koburg, den Erzbischof von Canterbury, den Erzbischof von York, den Bischof *von London, den Herzog von Wellington, den Herzog und die Herzogin voii Sutherland, den Herzog und die Herzogin von Buccleuch, die
Die Strecke Von Clapham nach Wandsworth wurde in sehr | Herzogin von Northumbcrland, den Marquis vvn Landsdotvne
nebst Gemahlin, den Bord:?)kajor von London, die Sheriffs von London, die Kabinetö:9)kinister und mehrere von dcn fi'cmden
' - ' dt . drücken WU und Banner und Flaggen quer uber die Straßen gc: ! Gesa" “"
Der König von Preußen machte diesen Morgen mit der
** Königin und Prinz Albrecht eincn km'xen Spaziergang m bei" ? Umgegend des Schloffes und diesen Nachmittag begab fich Sr. ' Majestät durch den Park“ nacb Ildeiaide:Lodgcs, voii wo ki“ mw - - - - ,' 411 d ." ' ac! dem S [0 ' Lil'Uckkéhlk'. elite sich das Wetter einen Llugenblick auf, weshalb alle Em: ; sch?" " ' Uhl " ) ck "* 3 *
Lord Hat'dwiike, Obers Arbonthnot und Capitain Nievneii,
| welche von dci" Königin nach Ostende beorhoi't U?Ul'di'n, um den 1 König von Preußen nach England zu begleiten, .)aba'n Befihl er-
Das 1"- leichte Dragoner: ' halten auch während des Aufenthalts St“. Majestät ÖW KJU'IÜ
in England die Begleitung Höchskdi-jselben zu bilden.
Das erste Bataillon dci“ (HardccGrcnadiei'e wird Domret'siag "J)?ot'gcn bei guter Stunde auf der“ GreawWeskciJnÉiscnbahn Von Paddingtou in Windsor eintreffen. Diescs Regiment hat. Befehl erhalten, an diesem Tage bei Er. J.)?ajestat dcin Komgc von Preußen die Ehrenmache zu versehen. Es de Windsotr denselben Abend wieder Verlassen, um nach der Stadt zuruck:,ukehrcn.
Es leidet keinen Zweifel, daß Se. Königl. Hoheit der Prinz
., von Wales in der Taufe die Namen Albert Eduard, wie man | crwartet, mit einem oder zwei Beinamen erhalten werd. Diesen
Punkt, über welchen man in letzter Zeit so viel gesprochi'n ehat, vor der Ankunft des Königlichen_Pathen zu entscheihcn, wurde der Hof-Etikette zuwider gewesen |evn. Tic- Ceremonic wird von
_ | ' s - ie " n. dcm Obcr: ofmeisier und dem Ober-Stallmeifter) und ()en dienst: [ dem Erzbischof von “anterbu'y vollzo; " WW“
| habenden Kammerherren, Kammerjunkern und Stailmeisiexn em: | i pfangen und sofort von dem Lord:Ober-Kan1merherrn in da;; * Staatszimmer geführt. Nachdem der König sch*eirze kurzx Zeelt ; mit der Königin unterhalten, begab sich Se. Maxestat in die fur -
Man hofft, daß der Zug den Schloßplatz kurz nach 12 Ubi“ verlaffen und gegen “.' Uhr aas der Kapelle zurückkehren wikd. Dann findet das glänzende Dejeuner statt, zu welchcm imgokähi' 201! Einladungcn gemacht worden sind, und das in dim Van dvks:Zimn1ei*, dem Audienz: und den Empfangchimmci'u der Kö. nigin scrvirt werden wird.
( Der Weg derProzesfion nach der GcorgLZKapeUc wird, Wii ck * joßt bcüimmt ist, folgender soyn: Ihk? Manstät tvir'd am dcm ; Portale der" Königin den Königlicher: Wagenkbcücigen, längs de:“ 5 Nordseite des Schloßpiaßes Und km'ck) den engin Weg des Nor“.- | mannischcn Thorcs nach der Karclle dss Kardinal »Wolscv fahi'sn, 5 an deren Eingangs die' Königlichen urid crlauchrsn "PC!“sOM'N ab:“
; steigen werden, um sich durch dieses (Zöcbäude nac!) der St. (556: | orgs:Kape11c zu begeben.
Da der Zug bsi dci" großkn Zahl von Wagen eine sehr bedeutende Ausdehnung ci'halte'n tvii'd, so dürft ten einige noch nicht einmal den Schloßpiaxz Verlaffen haben, wenn der erste am Eingangs der Kape'lic anlangt, Dic Entfsi'nmig von einem Punkte bis zum anderen kann kaum "Whl' betragen als 2.50 ?)ards. Em großer Theil dcs chcs i|7 sc'hl' mig, da das Normannische Thor nicht über 9 Fuß bkkik ist. Zu beiden Sei: ten des Weges werden vom Schloffe bis zur“ K*apelie Truppen aufgc-stcllt seyn.
Es werden Pferde bereit gehalten, Welche morgen nach halb 4 Uhr den Lhrd:9)kayor von London nach Windsor bringen folien.
Die Prwat:Ka_pelle„der Königin und das MufikÉorps vom )'Mcn Regiment „Hochlander wurden gestern Abend nach dem Schlosse beordert. Zone blieb in dem Konzertsaal, diescs spicltc während der Tafel.
Zn_dch heider Taufe auszuführenden Musikßückcn ist aber mals UU! Koniglichcn Befehl cine VeränderUng voxgcnonnnon wor; den. Handels FesiDuverture soll wegbleibcn, und die Oiwci'kärc xn
[ dcmOraL-U'ium Esther", von dcmsclbcn ausgezeichnktcn Komponiffcn, , an-!„thr'egtcllc treten. Cie wird am Schlusse dci" éercmwmc am".- , gefiihrt wcrdcn, wenn die Koniqlichen und crlaixchtcn Pct'soncn
renden Personen empfangen und äußerte sich sehr beifäliig Ubi?!" ; "ck ans M*Ck' GMJNKÜPEUL entfer*nen.
Sodann begab sich Allerhöchstdcr; ?
Etin prächtig?!“ Taufkuchen, welcher" auf Bcfehi der Königin ausdt'Ycklich zu diesen) Feste vonHerrn John ?Nawdikt, dem cr*|7en Konditor Ihrer" Pkajcstär, vi'i'fertigt worden isi, Wilö “,"-* «Mn wiegt beinZhe “.' Centner. Am Fuße desselben be“'ndet i ein Ja ausgyfuhrter Kranz von Rosen, Disteln und Klee, Lic]? den C.“?iki'ijxslnd Wechsel§weise I)iedaikions in Silber mit den Bild; miscn ;;hrcr Majestat und des Prinzen Albrecht, gekrönt mit dem Wappon von England, und die Fsdet'n des Priiizen von Wales uber denen man das Wappen von Wales erblickt, ailekt'achkl
Schu13heilige von Wales.
Daft Manie kicker eincn Uckki'tt mid schönen Anblick“ dai".
' Londop, 25. Jan. Die Nachrichten der heutigen Abend- Zeirungenewte ims noch kuri vor dem Schluß unseris Blattes zugehen) uber die Tauffeier in Windsor“ reichen bis heute um [2 Uhr Mittags, un1_tvelche Zeit die heiligeHandlung noch nicht bc; gonnen hatti'. Die eingeladenen Taufzeugcn und Gäste warcnabcr alie schon_ tm “Schlosse versammelt. Diese Blätter“ cnthaircn aUch Berichte uber die gestrige Rückkehr Si“. Majesiät dm“: Kö- nigs von Preußen von London nach Windsor; Unlkl'iVi*gks, aiifdci' Eisen. bathtation von Slough, wo die Königlichen Equipagen am" Sc. Majesiat warteten, hatten fich die Zöglinge der bcrühmrenScbi-le von Eton versammelt, um dem Könige iht“? Ehrerbiekun i“ bk- Sie empfingen Se. Majestat mit schaliendkm L'Ubk'rm; und A(lerhöchsiderselbe, der über den Enthusiasmus dk!" FUUSM Leute sehr erfrcut schien, schütteite mehreren dle HMD “nd kb“: fahl, als er sah- daß sie fich nicht davon abbringen i-eßkn- pH?“ Kutsche bis Windsor zu geleiten, in langsamemSohrikk zu i'“ '