1842 / 53 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

von dem Schlag wie betäubt; fie wissen die Majorität nicht u Zrklären und verhehien nur schlecht den tiefen Unmuth, den Sie uber die Täuschung dicser ihrer zuverfichtlichsien Hoffnung empfin- den. Das wichtige Resultat der gestrigen Sitzung besteht vor allen Dingen darin, daß das Ministerium Guizot die nächsten _Wahlen leiten wird; wenigstens isi fur je e nicht abzuse n, daß in dieser Session noch eine Ministeriai:Ver nderung im inne der Opposition bewirkt“ werden könne. _ Die Rede des Herrn von Lamartine ist das hervorragendste Moment in dem Verlaufe der lehren Debatten. Sie verdient gelesen zu werden, wenn man sich einen Begriff von dem machen will, was das konservative System von Seiten seiner getreuesien Anhänger zu befürchten hat. Das ?ournal des Débats sagt zwar, Herr von Lamartine [Zabe ich von seinen hochherzigen Znsiinkren fortreißen lassen und wurde anf der von ihm gestern eingeschlagenen Bahn niehr be- harren; aber Herr von Lamartine hat in den [esteren Zah- kcn zu oft Gelegenheit gehabt, zu bcwcisen, d'aß er sei- nem Geiste eine praktische Richtung zu geben der_nuhx ?(wesen ist, und man kann Aeußerungen und Erklärungen, wre die ewigen gestern waren, nicht füglich damit abfcrtigcn, daß man sie in das Gebiet der spekulativen chen verweisi. - Ueber die Rede des Herrn Guizoc wolicn wir zwei kuxze Ureheile aus den Organen der gegenüberstehenden Parteien anfahren: DerMessager sagt: „Etwas Größeres als die prachtvolle mprovisation des Herrn Guizot hat die Französische Rednerbü ne noch nicht hervorge: bracht,“ - Dcr Courrier frangais sagt: „Die Rede des Herrn Gui-Zot war das Unbcdcutendsie, das GezWUngcnste, was wir je gchot't haben; sie war falsch in der Theorie, erging sich a.tißct'haib der Thatsachen und hat die Kammer eiskalt gelassen.“ So schreibt man Geschichte!

Seit dem Jahre “1830 ist noch kein von den Mitgliedern cincr der beiden Kammern eingereichter Vorschlag in ein Gesch verwandelt worden. Sie wurden fast alle von der Majorität derjenigen Kammer, der fie vom elegt waren, zurückgewiesen. Die einzigen Vorschläge, die einigen Erfolg hatten, warm die des Herrn Goujn über die Renten:§)icducti0n in dcr Dcpntirten :Kammer, und die des Herrn Mounier über die Chiemchion in dcr Pairs: Kammer. Der erstere ward von den Depurirren mit starker Pkajorirär genehmigt, und von den Pairs verworfen. Der zweite ward von beiden Kammern angenommen, aber von dem Konige nicht sanctionirt. Es folgt hieraus, daß die nach der ZuliMevd: lution den Mitgliedern beider Kammern bewilligte Initiative bis 1th rein iliusorisch war. '

Der Graf Pozzo di Borgo, vormaliger Botschafter Ruß: lands in Paris, ist gesiern hierseibst mit Tode abgegangen.

Börse vom 16. Februar. Die Verwerfung der Wahl- RcformPropostion hatte bereits gestern Abend auf dem Café de Paris einen starken Aufschwung in den Französischen Renten ver: anlaßt. Heute, bei Eröffnung der Börse, währte die steigende" Bewegung fort. Die ;;proc. Rente eröffnete zu 80.47Z, konnte sich aber" auf dieser Höhe nicht ganz behaupten; der Cours schwanktcjwährend der ganzen Dauer der Börse zwischen 80.45 und 80.- 0.

U Paris, 16. Febr. Man war allgemein überzeugt, daß der Antrag des Herrn Ducos mehr günsiige Chancen für fich habe,“ als der von Herrn Ganneron eingebrachte GeseßBorschlag, und nachdem der erstere mit einer Majorität von, nur K Stim- men beseitigt war, hielt man es selbst auf der mimsiexielien Seite für ziemlich wahrscheinlich, daß die Kammer den_ zweiten in Be- tracht ziehen, daß sie ihn Weniqsiens einer Kommissioti zu nähe-rer Prüfun überweisen werde. Das Ergebkniß der gestrigen Abstim- mung, Tei der sich eine ministerielle Ma oritat von 41 Stimmen herauögeskellt hat ist unter diesen Umsi nden für Jedermann im höchsten Grade Überraschend gewesen, und man versucht sich in den fondcrbarsten Konjekturen, um es zu erklären. Die gegen den Ducoss en Antra gehaltenen Reden haben schwerlich einen enk: scheidenden infiuß an den Beschluß der Kammer ausgeübt, dcm: ob: gleich die eine und die andere derselben, namentlich aber der Vortrag des Herrn Guizot, die Sache der bestehenden Ordnung der Din ? mitNachdruck und Gewandtheitverrheidigte,so fehlte ihnen doch die te: gendeKrast, welche fähig ist, die Geifferzu unterjochen und die Ueberzeu:

ungen mit sich fort ureißen. DieOpposttion weiß nichts Bessereszur &emäntclung ihrer ?iedcrlage vorzudringen, aisdieZnsmuation, daß die Deputirtcn der konservativen Partei gefürchtet, durch ein dem Kabinet feindseliges Votum den SkuYgdesselbc-n in dem Au cn: blicke herbeizuführen, wo die neuen ahlen vor der Thür sgind, und wo ste also die Unterstüßung der Regierung für ihre Kandi- daturen nöthig haben. Abgesehen davon, daß bei dieser Deutung der gestrigen Absiimmung die Existenz einer starken ministeriellen Majorität von vorn herein vorausgeseht wird, so daß die angeb- liche Erklärung in der That nichts erklärt, findet dieselbe eine po: fitive'Widcrlegung in dem Umstande, daß Herr Guizot von der Tribune heraeb förmlich erklärt hat: das Kabinet werde einem et: waigen un unsiigen Votum über den Ducosschen Antrag nicht we1chen. xs ist im Gcgentheile sehr glaubiich, daß diese Erkla- rung dem fraglichen Antrage manche Stimme entzogen hat, denen es mehr um den Sturz des Ministeriums als um die Vergröße- ryng des Wahléöwers zu thun war. Ueberhaupt hat sich eigent- lich Nie'mand fur den Geseß-Vorschlag des Herrn Ducos an stch lebhaft interesfirt, und darin liegt die Rechtfertigung der VerWer- , fUng_ deffelden. Die Einen unterstüßten ihn in der Hoffnun , die * Regierung m Verlegenheit zu bringen, die Anderen, weil te ihn Lis den ersten- Wenn auch unbedeutenden Schritt zu einer Radi- _ al:Refornx benchbieten. die Dritten, weil fie einige kleine Kon- , ZFMUZLLWIMFFLYV und genügend hielten, um das in einem m * ' , änderungen zu beschwichteiren-gßiBeklangm noch pdlmschen Ver, . 8 ", ese Leßteren aber wurden sich gar bald bitter'getäuscht esehen haben wenn ihre ?( ficht du ck - drangen ware. Der Agntrag des Hekrn Ducos re ys t“ t r t??- einen Grundsaß, noch eine Leidenschaft n o ck eiprakt!1 n' le weBei" dürfnix, so daß selbs seine am wenj'gften laun "Zuma“ e. bald der seine Zuruckweisung beru igen werd:n nhänger fich , n. Die Nation

selbst aber. und'sogar das Pariser Ubltkum fi d an gleichgültig fur denselben geWesen' und die “Prnff vonäAnfanI spenfter:Geschichten, wenn sie von dem Unwillen Le: Y hlt 'Ge- den estrigen Beschluß der: Kammer spricht, Das Po?:kstxb“ es 17 auch vielleicht nicht deutlich bWuße ist, daß ihm Jän enn

. dere Dinge noch thun, als kleine VeränderunZen in der polthsY';

e 1 ' enug, um fich für soziale Mittel YaothZläZ-YJYÜ

Verfassung des Landes, ist doch wenigstens n uanend _ des uco- chen Antrages passwmren zu lassen,

Es ist bemerkenswerth, daß bei dem vor e _kommenen Prozesse des Natioyal und9 Ex" “FFYUJ rance die Drucker schon durch die Anklage-Kammer des Tri- bunal: von der gerichxiichen Verfolgung entbuuden worden K:: B!

Ob die e Abmichun von dem in den vorhergehenden : zessen eobachteeen erichts- Gebrauche dem seibftßärXiT-ßn

schiu e des Tribunals zuzu cheeibm, oder_ ob sie voix dem öffentli- chen awake selbst verania t sey, se ist jedenfalls em Beweis da:

für, daß die neue Theorie von der Mitverantwortlichkeit der Druk- ker scho," wieder zu wanken anfängt. mehr fur irgend _Zemand zweifelhaft, da jurisii che als politische Gründe gegen fich hat.

ine vorgestern in der Pairs- Erkiärung zerstört kachahmung der Englischen Posk-Reform reich, welches doch durch seim' administrative Centraiisation ersten berufen schien, kiten unter weit ungünstigeren Verhältnissen gegebenen Beispiele zu folgen. Das große, das einzige Ar ument egen das allgemeine Verlangen nach Erleichkkkung und chung des bri ichen Verkehrs ist der Ausfall, den der dabei erleiden w rde, ein Argument, an dem schon so viele in: rtchtgngen gescheitert find, deren Nußen übrigens von allen Sei: ten einstimmig anerkannt warde.

ckch Paris, 16. Febr. In den [e Kaxnmer uber die Erweiterung des W zufugung der ]“ enannten Kapazitäte- Oppofition, und elbft von konservativcn Rednern, die sie für sich gewonnen, in einer Weise behandelt worden, in der man die in: tellektuelle Fähigkeit dcm materiellen Best bundenen Rechten schroff entgegengeseßt. sewativen Sinne gehalten, führten auf die Erörterung des Be- griffs des B(fißks selbst, um seine Moralität darzuthun, auf der die politischen Wählcrrechte in der Gegenwart beruhen. Die Op- pofition ging von dem Grundsaß aus, daß jeder, der seine beson-„ deren Studien beendigk, als Arzt, als Advokat, zus Lehrer in irgend einer Disziplin, und mit dem Zeugniß der Fahigkeit einen Be- weis sciner geistigen Kapaitäe gegeben, damit auch zu den

und dem u skelien ist. Zur Entgegnung dieser ?in- hcraUSgc clit:

In der That ist es kaum ß dieselbe eben so starke

Kammer von dem Finanz- abgegebene Aussicht auf durch Frau!: und seine topo dem von den

phische Gestalt am

ßten Vcrhandlun en in dcr ahlerrechts, dur 1, ist diese Frage von der

und den damit ver: ie Reden, in dem kon-

Befißenden gleich Die durch

ihren spezieller: Theil das Recht erlangt, sich im Staate zu bewähren, kann aber keinesweges damit schon das Recht haben, an der Staats:Ver- waltung Antheil zu nehmen, ein politisches Recht, welches jeder Wähler hat, der den Deputirtcn dic Antheilnahme an der Staats: diesem politischen Rechte u gelangen, ist es ndthi , daß die ei- siige Kapazität sich als olche bewähre: Geschicklichkeit, ihren Fleiß, ihre Ausdam'r und alle die [ichen Tugenden, durch welche die Kapazität die Anerkennung, daß fie wirklich eine solche isi, fich von ihren Mitbürgern erwirbt. Die Anerkennung aber zeigt sich in dem erworbenen Besitz, zu welchem die Kapazität, die eine früher, die andere später, gelangt, in einem Staate, wo ihr die Bahnzu allem eröffnet, wo ihr nichts Die Kapazität von ihrer Seite estit't fich in dem Bcfih, dieser wiederum erhält eine Weihe In diesem Werke, dcm Befihe, hat der Staat einmal die Garantie für die Exiften einer wirk: lichen Kapazität, dann die Garantie, daß eine oiche befißende Kapazität durch die Mission, die ihr in der Erhaltung ihres. Bx- fihes gegeben, auch diejenige der anderen anerkennt und fur die Regierung, an der sie einen aktiven politischen Antheii nimmt, auch eine Stöße zur Aufrechterhaltung der Institutionen des. Staates ist. Auf diese Weise hat fich der Begriff des Besitzes in Frank: reich auf parlamentarischem Wege; hekaUSgeffeUt. . Wir übergehen alie Beweggrundc, welche die Redner in einer

höheren, von dem NZoMc-nte bedingten Politik schöpften,| um der äten entgegenzutreten. WU" haben

lehrung in rein geistiger Beziehung in den Ideen liegt, welche die beiden Staatsmänner, die die in der Gegenwart bestehenden sozialen Zustände in der besonderen a ren wollten, in dem Bewußt ie Zußimmung der Majoritä dieseZdei-n bereits in der Nation lebten und nur geweckt zu wer- dcn brauchten, Daß dies aber besonders in der gestrigenSihung von dem Staatsmann, dem jest die Verwaltung anvertraut, ge: schehen, wird ein schiagender Beweis zur Widerlegung derjenigen seyn, Welche nicht oft genug auf jene Unpopularität zurückkommen, die fie als eine Scheidewand in den Gedanken und Gefühlen zwi: schen ihm und der Nation angeben.

Die Konservativen bekennen heute offen, daß Herr Guizot allein durch seine merkwürdige Rede es gewesen, der diejenigen Mitglieder der Majorität, die noch schwankend waren, auf der Stelle zu einem bestimmten Entschluß gebracht. .,

Großbritanien und Irland. Parlament6:Verhandlungen. Oberhaus. Sihung vom 14. ; ebruar. An diesem Abend wurde von Lord Bron = ache der „Creole“ zur Sprache gebracht, und der i- nister der auswärti en An eiegenheiten, Graf Aberdeen, erklärte, erat ung mit den jurisiischen Autoritäten des Landes der Staats:Secretair für die K'olonieen den Befehl habe ergehen lassen, die zu Nassau noch uräckgehaitenen Sklaven, die auf jenem Schiffe in Folge einer frei zu lassen, weil kein Gesch und kein Präcedenz-Beispiel vor- handen sey, wodurch England berechtigt wäre; jenen Individuen wegen ihrer Meuterei vor Englischen Get'ichtshofen den Prozeß zu machen oder sie gar auszuliefern. Die Argumente, welche bei, die: ser Gelegenheitvorgebracht Wurden, stimmten ganz mit denen uber: ein, die von der Times (f. den Art. England im gestr. Bl. der St. Ztg.) angeführt worden smd.

Unterhaus. Sihung vom 14. Februar. Als'fichdas e, in einen Aus chuß uber die ussell, um mendement zu beantragen, wo:

aus erklären soll, daß es in der vorgeschlagenen mi- oil-Skala kein Heil erblicken und dieselbe also nicht

Yass“! ;;:terf Judä- n "orn er e a a - ßgdas Geschrei:

[gende Lehre Kapazität hac

ewiffermaßen an seiner Stelle erwaltung übergiebt. Um z

dies geschieht dur

en sieht, fich zu bewähren. als das Werk der Intelligenz.

Frage der sogenannten Ka nur berichten wollen, weich

n derselben eweis, daß

Frage der Nation bew hct'vorgerusen haben.

daß nach reisicher

eurerei dorthin gekommen,

Haus, der Tagesordnung zufol Korngesehe verwandelt hatte, er ob fich Lord Z. sein bereits neulich mitgetheiltes

nisterielien annehmen k nne.

„Die Sache steht jetzt so“ , sagte Lord irgend eine Veränderung der ich emein a s wünschenswertb anerkannt isi, und da *eine Uebergabe! zu Ende isi. Es handelt sch also nur noch um die Bedingun en der Cavitulation. auch auf vern nftigen Grundsuen geschehen, sie "„im so viel als möglich zufriedenftellend und von der Art seyn, daß eme baldige neue eränKrungÉticht wTZrschßiuiich wäre. Das Minisierium be auptct, an e ua dem um

ars! an Lebensmitteln n cbt vom uslande abbän t andereArtikel, die für den Unterhalt nd wie die Lebensmittel selbsi. So würde eine Stockun

der 3 u k von Amerikan cher Baumwolle, von Heide oderWo : od drin en. In einem olchcn Sinn t des Landes gar ni tbebau ten. welche mm 1th das vom usiande nnabbäng tk- rde den Ackerdm in viel vndnirm nam; kann

Die Veränderung solte daher

es England hinffchtli a n wolle.

5 Bo s eben so

mj: ck also die ana hinsichtlich ein “im- daß er

für SMW 3“

würde aus Mangel an einem Ab ugtkanal für solche künstliche Ueber- füaunxj in der Production wie er inne chatten werden, bis sie auf d e Bedürfnisse der Durchschniits-Zabre zurücksänke, und so würde es in ungünßigcn Zeiten immer wieder an Vorrath fehlen. Der einxige Nuden wäre vielleicht in Kriegszeiten u erwar- ten, und doch si auch das noch zweifelhaft, denn währen unseres Kampfes mit Na oleou gelang es uns doch, in einem abre 2 Mil- lionen Quarter e nzuföhren, Denn, wie Sir It. Pee bemerkt hat, die Wechkei der Acmdten im nördlichen Europa faQ immer mit denen von Eng and zusammentreffen, so daß also wenig ussicht vorhanden wäre, in Jahren wo bei uns Man el einträte, aus Polen oder Preu- ßen Getraide zu bekommen, mm o lassen Sie uns unseren Handel erweitern und die Arme desselben vom Schwar en Meere bis Amerika ausbreiten. Gegen die jest vorgeschlagene fin mirendeSkala babeich uvdrderü einzuwenden, daß fie zu hoch iii und an ein vbkiges Ber- ot binausläuft. Von Danzig oder Odessa kann eim n urte- 45 Sb. 6 Pre. hier einkefübrt werden; von Amerika vitae t b ck- siens um 6 Pee. wohlfc ler; hierzu die 20 Sb. Zoll (das Maximum) gcrcchnct, so kommen 65 Sb. oder 65 Sh. 6 Per. heraus, was so ut wie e_in„Verbot ifi. Der Zvi! soll allerdin s mit dem Steigen cs einbeimtschcn rciscs fallen; aber che der leéure nicht über 61 Sb.

- gcüéegen ist, g aube ich nicht, daß die Verm nderung des Zones bin-

reicheyd seyn wird, um fremdes Getraideeingufübren. Ueberdies wird bei cmer wechselnden Skala, wie man es auc? einrichten mag, der Vortheil, wenn ein solcher siattfindct , mmer von dem Spekulanten, nicht von dem Produzenten oder xeon umeuten eärndtct werden, und keine Abänderuny8 in der Fe e ung der _urchschnitts-Preise wird dem abbelfen. ei einem fciim Zoll würde em regelmäßiger Handel in den Wanken, mit denen man das fremde Getratde bezahlte, gefördert werden; bei einer wechselnden sem dagegen muß man mit baarem Geld: bezahlen, wenn man p[dvitch Getrnide braucht, weil es dann an regelmäßigen Kanälen fehlt , wclche andere Ausfuhren in Empfang zu ncbmcn bereit wären ; hicx'aus folgt eine Eins rankung der _Bank-Opcrationen- „und dj_e gane Handelswelt kunnt dadurch m Verlxgenbcit. Es ifi uxdqlich, da die Natur selbst einen Lau fc- sicn Preis des Getraidcs nicbt zuläßt aber man muß die uni rli en Schwierigkeiten nicht noch durch [cg slative vermehren. Die ßukiui- rende Skaia iii fruchtbar an Erzen ung von Betrug gewesen, um die Durchschnittsvrcise zu erhöhen. S e hat ferner noch das Ueble, daß sie uns von den M rkten Amerika's absperrt, denn die Spekulanten waqcn es nicht, aus sol er Ferne Gctraide einzuführen, aus Furcht- das; unterdessen der Zoll ich bedeutend cändert habcnemdchtc.“

Der Redner sprach sich dann nocJ weitläufeig uber die Nach: theilt des jeßigen Sysiems und über die im Lande rrschmde Noth aus, fur die er in der vorgeschlagenen Maßrege keine Ab- hülfe erblickte. Diese, sagte er, vereinige mit den Uebeln des alten Systems nur das Uebel einer Neuerung, und fie müsse durchaus verworfen werden, was man auch nacher an i;)re Stelle zu sehen enei : seyn möchte. eKhm schien ein mäßiger, eser Zoll, der dem ckerJoau denjenigen Schuh verleihe, den er mit Rücksicht auf die ihm eigenthümiichen Lasten zu fordern berechtigt sey, das Ange: messensie zu seyn. *

Hierauf ließen fich Hen“ Gladstone. Herr Liddeli und Herr Ferrand zu Gunsten der minisiericlicn Maßregei, OM' C, Wood und [):-„Bowring aber dagegen vernehmen, worauf die Disknsfion vertagt wurde.

Unterhaus. Sißung vom 15. Februar. Die heutige Süßung wurde mit Fortseßung der Debatten über die Kernge- scxze ausgefüllt. Sir C. Knatchbu|l, auf dessen Erklärung man besonders gespannt war, weil er einer der Haupt:Vertheidi: ger des Agrikultur:Znteresses im Ministerium ist, sagte, er würde dem Plane Sir R. Peel's nicht seine Zustimmung gegeben haben. wenn er nicht Jaubte, daß derselbe dem Ackrrbau volikommenen und gerechten (hub gewähre und den Agrikulturisten ihre Ste!- lung im Gemeinwesen sichere. Zu einer Entscheidung kam es auch an diesem Abend noch nicht, da die Debatte adermais vertagt

wurde.

London, 16. Febr. Der neue Großfiegelbewahrer, H og von Buccleugh und Queensberry, ist erst 35 Jahre alt und ist im Oberhause als Graf von Doncaster. E:“ i einer der reichsten Edelleute des Reichs und Fat owohlin seinem eammlande Schott: land wie in England ro e rund-B [hungem

In der vorgesir cn Versammlung der hier versammelten Konferenz ge en die „Zorngesetze zeigte der Vorsitzende an, daß die Maßregeln ir Robert eei's in allen Handelsstädten die ent- schiedensie Mißbillignng fanden. Viele ProvinZ-Biätter sprächen fich gegen den Premicr-Vkinisicr äußcrsi heti aus, und der Leeds Mercury verfichere, daß seit der ersten erwersung dir Reform:BiU keine so gewaltige Entkalkung und Unzufriedenheit in Yorkshire und Lancastershire unter den gewerbtreibenden Klassen sich kundgegeben habe.

err Blewitt wird am 24. Februar im Unterhausc eine AdresZ an die Königin beantragen, wodurch Ihre Ma'es'iät um einen Bericht über den Gesammtwerth des vo_n den Be drden zu Canton als Ranzion bezahlten Silbers und uber die bereits ge- schehenestzder noch beabschtigte Verwendung desselben ersuche werden o .

Eine vereinte Deputation der Kaufleute und Banquiers vo_n London und Liverpool hatte am Sonnabend eine Unterredung mot Sir R. Peel, um ihm die Dringlichkeit einer Verbesserung des Geseßles wegen der Vorschüsse auf Waarm auseinanderzusehey.

us den Eisenhütten-Bezirkm laufen die traurigsten Beachte ein. In Folge der beschränkten Na frage und der niedri en Preise, u welchen allein noch Absah m glich ist, haben die Er en- FüttanBes-ßer in ganz Monmouthshire und Süd-Wales nicht los einen großen Theil der Fabrication einstellen, sondern auch den Lohn der noch beschäfti ten Arbeiter weiter um 15- a um 30 pCt. herab ehen müssen. ie Noth der Familien Utskk rmen soil fürchterl' seyn.

Zn möglichst kurzer Zeit so!! fich, wie die United Service Gazette berichtet, eine Verstärkung von 5000 Mann Truppen nach Indien einschiffen. Erfahrene Milicairs sollen aber der Meinung seyn, daß das Dreifache dieser Zahl erforderlich seyn würde, wenn man die Ruhe in Af hanistan erstellen und erhal- ten wolle. Andererseits soll auch Admiral arker ia Cxina er- klärt haben, daß eine & niiche Verstärkung an Matroen und Seetruppen für die Chin ische Expedition dringend nothwmdig sey.

Aus Kanada erfährt man, daß der neue General-Gouver- mur, Sir C.Pagot, am 12.3anuar zu Kingston im Beiseya der Beßdrden den Amtseid leistete und installirt wurde, worauf ein gro es Lever folgte. Er hatte eine wclamation erlassen, wo- durch das Provinzial-Parlament, jedo nicht kur Erledigung von Geschäften, auf den 22. Februar einberufen w rd; derZusammen: tritt zum Beginn der Geschäfte sollte erst im März erfolgen.

Belgien.

el 17. ebr. In der Rwräsentantm-Kammer findet jest iivm DWskÜsson ber den dunb die REgieru-Jexesch-hmm Aa: kau des Damyfboot“ „Britis Quem“ statt. anmiieb wurde da elbe stichpüig mit dem Wfboot resident“ erworben, wendet Lektm jedvch unttt'ging, bevor der ontrake in Erfüllung

kam. Der 91 “runs? wird nunmehr vor eworfm, daß fie ihre Vollmachten (KM!) teen und daß sie ach) den Ankauf deoian- deren Schiffes, das für den beabsichtigten regelmäßigen Dienst Weder ausvrichend noch überhaupt zWeckmäßig sey, hätte ablehnen sollen, do wird der Umstand, daß das Ganze einmal eine „vollen- dete That ache“ sey, wohl auch die gegenwärtige Diskussion besei- tigen helfen.

**!- Vrüffel, 14. Febr. Einer unserer lehtm Artikel, wel- cher die in der Deputirtm-Kammer angenommenen neuen Zoll- Maßregeln besprach, ist hier in verschixdenm Journalen Gegen- stand der Kritik geworden. Man hat jedoch unsere. das Gesch in seinen hauptsächljchsten Dispositionen betreffenden Bemerkun en mit den Klagen eines WMPÖÜUMM Journals über die Zoil- k- hz ung jn Betreff der Band: und Posamentier-Waann zusammenge- fa t. und sie aus gleichen Gründen beseitigen zu können geglaubt. Man ent : net, daß man der inländischen Band: und Posammtier- Faériqcation, die durch den niedri en Tarif fast Fanz ins Stocken gekommen, u Hülfe kommen mu te, daß man ei der Erhöhung den vom eutschen Zou-Verein erhobenen Eingangszoll zum Majftabe genommm, die Deutsche Industrie fich daher nicht_ be- schweren kann. zumal da die Einfuhr aus Deut chland für dicken Artikel nicht über 800,000 Fr. betra e. Unsere usstellungen e- zogen sich aber meJ noch auf die infichtlich der Leinwand:?n: duskrie fest7esehtm esiimmungen, als auf die Posammtier-Ar ei- ten, und :- cherten sich außerdem gegen das Prinzip der ZoU-Er: hd ung, die als nicht hinlän lich gerechtfertigt angesehen werden m ßte. Es ist bekannt, da , als im Ja re 1838 die Indu- strie-Kommisfion der Kammer die €th ung der Ein angs- Zdlle auf Leinengarn (üiz (it: [in) beantragte, um de da- mals fast noch allein existirende Handspinnerei zu beschüßen, der Finanz- Minister erklärte, daß die Regierung nur zu diesem Imtcke ihre Zusiunmung eben könne, das Geseh aber deshalb nur für 3 Iahxe Kraft ha en dürfe, weil bis dahin sich die Ma- schinemFabrtcateon gtablire haben würde, In Bezug auf diese erklärte mm der Minister des Innern, Herr de Theux, daß die anonymm Gesellschaften, welche die M.1schinen:Fabrication einzu: führen bezweckren, keine Protection verlangt hätten, da sie, mit denselben Maschinen als die Engländer versehen, ugleici) den Vor: tb?" ätten, den Rohstoff im Lande u finden. ZÉIenn daher diese neue abrication die alte in drei asren verdrängt haben würde, so 111 sten die neuen Zölle aufhoren, weil sonst diese anonym_en Gesellschaften dadurch ein ungeheueres und für das Land druk- kendes Prwilegmm erhalten würden. Das Geseh wurde nun mit dieser Zeitbescht'änkung von der Kammer votirt, der Senat yerwarf es aber und beauftragte eine Kommission, ein neues Pro: jekt auszuarbeiten. Als diese:! nach geraumer ZeitvorgelegtWUrde, vertan te dail neue Ministerium (Lebeaus) eine Vertagung, bis daß de Leinwand:Untersuchungs-Kommi ton iht“ GUL_akhksn „in emxm Rapport abgestattet habe. Dieser appokk "kf M1 Maki! vorigen Jahres ein, es kam aber zu keiner Diskussion, da die Kammern vom neuen Ministerium (NZLhVMb) KUfZEUZsk Wurden, Einige Monate nachher (6. Mai), erhohte das FWWÜWL G?- seh die Eingangs-Zöue auf die Leinwand, und dir mister des Innern nahm darauf im Juli, durch die Umstande gcdrungen und gewissermaßen als Repressalie, den Beschluß vom 26. Juli. Dieser Beschluß ist es, den die „Kammer in ein Gesch um ewan: delt hae, nachdem sie ihn durch die sogenannten Schußma regeln noch bedeutend erweitert und verstärkt hatte. Die Folge davon Femin aber einestheiis, daß Deutschland und England unter einem

ehe (falls es vom Senate und der Regierung die Bestätigung erh lt) leiden müssen, welches nur in Bezug für Frankreich seine Rechtfertigung finden könnte; anderentheils abcr, daß der erste Zweck, den man vo'r drei Jahren bei dem Anera e verfolgte, ver: fehlt isi und seht die Folgen eintreten müßten, d eHerr de Theux als so verder lich be eichnet hat; denn es handelt sich heute nicht mehr darum, der andspinnerei zu Hülfe zu kommen. Diese, weiß man, kann fich nehm der Maschinenspinnerei nicht mehr hal: ten, zu deren Gunsten 1th der neue Zoll eingeführt, ob fie gleich vor drxi Jahren dessen nicht ndthig zu haben versicherte.

Em Gegenstand, der nach dk!“ Ratifizirung des Anschlusses

uxemburgs an den Deutschen ZoU-Verein zur Sprache kommen wird, betrifft die von Belgien bei der Separation von 17430 zu Gunsten des abgetretenen Theiles von Luxemburg gemachten Zoil: Erlässe und Erniedrigungen. Zest, da Luxemburg aus seinerRso: [trung “herausn'itt, fällt der eigentliche Grund des Gese es weg und die Belgische Regierung wird sich on7 Bergün “gungen, von Deutsohland ausbedmgen; falls fie die aßregeln aufrecht

erhält. Deutsche Bundesstaaten.

Stuttgart, 17. Febr. (Schwäb. Merk" '

der Kammer der Angordneten am 15. Februar eZstZijeerFerF-z nete'voneScheurlen np Namcn dcr staatsrechtlichen Kommisfioti Bericht uber die Le itimation des Abgeordneten vom Ober=Amts- Bezirk Ellwangxn, ' rofessors [)1'. Hefele in Tübingen. Die Kom; misfio'n findet nichts. zu erinnern und stellt den Antra , die Le i: timanon für berichtigt u erkennen, womit fiel) die ammer o:- ieetchzinverskanden erk! rt. Auf den Antrag des Freiherrn von

uitlm en wurde das mit der Wahl:Urkunde in Abschrift über- ebene inistertalZDekret, welches den Professor [)“-*. Hefcle zur nnahme der: auf ihn gefalelenen Wahl et'mächti t, verlesen, in wel- chem esagt asi, daß, der fur die Universität st ergebendenUnzu: trä [i keiten ungeachtet, ,die Erlaubniß ertheilt worden sey, um an den rundiosestewMißdeutungen keinen Raum zu eben und selbst den loßen Schein zu vermeiden, als werde ein kann der fich für die Rechtsverhältniffc der katholischen Kirche insbesoiidere interessire, der Stände-Versammiung in einem Zeitpunkte vor: entZalten, in welchem Fragen hins7chtlich jener" Kirche bis den St nden anhängig seyen, und als scheue die Re icrung das öffent: 5,1511? iZle-ITYeFMst der Axlfichilm dirng eines enschen über die

eeeswowoenen eieun ' “"

anerkannten Kirchengeselischasten. 8 h gen zu den im Otaat

LuZlen-bnrg, 13. Febr. Die Regierung hat angezeigt, daß

der Zo!!- nschiuß mit dem “[Zum d. in Kraft trete. Ra dem Echo v_on Ar!_on_ hat der General:Prokurator Wili- mar in Luxemburg seine Dtmisfion eingereicht und der König:

Xxxßhhxxzog dieselbe angenommen, was großes Bedauern er-

Spanien. Madrid, 9. Febr. Wenn die endlosen Debatten des

* "***,-“a, O ;,:Ü Fxxsßkssks über die Strafbarkeit des Miniseriums bereits die

“"k- wckche do ein unmittelbares Interesse bei I::th-J'Udgmh'it haben, erm den, so muß ich um so mehr be- dérselben' die ? wenn auch nur oberflächliche Mittheilun für den W eduld entfernter Leser Z erschöpfen. aneffen ii?

Repräsentativ- ysiems, wie man es hier

des aufgefaßt hat, “ck“ bezeichnend, wenn man sieht, wie ein Mini-

schiffs sogleich an Ort und Steiiczu seyn; Um 6 Uhr zeigte sich das- selbe, und um 9Uhr verkündeten die Bqtterteen des Schlosses denBür: Fm von Porto die Landung des Minikiet's. Die Straßen der Stadt

der an, esehensien Einwohner, holten den Minister ein und beglei- teten | n unter sturmischem Zurufen des Volks nach der Lapu: Kapelle, wo das Herz Dom Pedro's bei esetzt is?, und die Herr Costa Cabral wohl nicht ohne Absicht gew?

dacht, zu veri'ichien. Bei seinem Eintritt in die Kirche wurde der Mmuier mit wiederholten Vivats begrüßt. Die in der Kapelle qufgeskelite Militair-Mufik spielte die Pedro-Hymne und die „Hikykmnie déi; KZnigin. YF“) verdriichJmö' Gebet zo fich der Mi: nernen ausur ,wo e erdenud '

Stadt ihm ihre Auf! h n I otabtlieäten der

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sierium, das in einer Angeiegenbeit, von der die Cortes kaum die Außenseite kannten (ich meme dk" Salvandyschen Etikettensireit), ein einstimmig“; Votum des Dankes davon trug, nunmehr we: m einer durch das Gebot der Nothwendigkeic vorgeschriebenen

aßregei auf das erbittertfte und bw auf den Tod bekämpft wird. „Wir haben das Vaterland geretiee“, sagen die Minister, „hier smd unsere Köpfe!“ „An diesen [sk uns nichts gelegen“, erwiedert die Opposition, „Wik wolien eure Piähe,“ Die Minister berufen fich darauf, daß über 'das Prinzip der Unrecht- mäßigkeit des Belagerungs:Zußandes ktm Streit stattfinden könne, allein sehr treffend wendet die Opposition dagegen ein, daß ein Prinzip keinen Werth hab'e, wmp es nicht in Anwendung e- bracht werde. In der gestriZen Sitzung erklärte endlich der ki: nister-Präfident eradeFU, da , wenn der Kongrcß den den Bela: gerungs-Zustand arcs, ona's betreffenden Paragraphen der Adresse, so wie ihn die Kommisfion vorgelegt habe, annähmc, die Regie: rung daraus eiiie Kabinetsfrage machen wcrde. Daraus beschloß der Kongreß, die Diskussion jenes Paragraphen zugleich mit den beantra ren Amendements wieder aufzunehmen. Wird er in sei: ".“ ur pxünglichen Gestalt angenommen, so triumphirt natürlich die rebellische Junta von Barcelona, dur'ck) welche die Spanische Bqndes-Republjk in ihrer reinsien Gestalt vertreten wird. Die Minister werden alsdann dem Regenten ihre Entlassung einrei- chen, und, dieser, allem ?inscheine nach, sie in ihren Posten bestäti- gen, die Cortes aber auslösen.

Auf solche Weise wird das Land nenen inneren Erschütterun- gen preisgygeben, wahrend von Außen her ein schweres Ungewit: ter gechn diezsYalbinsel im Anzugc zu so n scheint. Dies haben wenig: [keys die (Munster in einer geheimen ihung dem Kongreß erklärt. Sie deuteten an„ daß ein umfassender Europäischer Plan zum Umstuxze der Freiheit Spanien:; im Werke wäre, und daß die Ereigtiuse Von PortuZal nur als Vorspiel zur Vollziehung dessel- ben dtencn soiikcn. qu gii'ichei' _Zeit scheint aber die Regierung zu vermuthen, daß hier in der Hauptstadt seibsk an einer neuen der Regentschaft Esparteßo's feindlichen Bewegung gearbeitet werde. Vorgestexn smd namlich alle Offiziere, die zu der aufge- lösken Garde gehorten, angewiesen worden, sich binnen dt'ei Tagen auf Wenigstens zwanzig Leguas von Madrid entfernte Punkte zu begeben. Auch wurden einige andere Personen von Rang, ohne Angabe. _decz Grundes, aus der Hauptstadt verwiesen. Ein für den Militairstand besimmteö Blatt (Archivo Militar), sagt "_1 Bezug aauf diese Maßregel: „wir Retrograde müssen immer fur die Zaykereiew der Sieger büßen; sie mögen aber nicht glauben, daß wir es ["kallschwägend erdulden, daß wir unterlassen werden, der ganzen Welt die Ungerechtigkeiten, die Willkürlichkeiten, die Tyranpei dex herr'schenden Partei darzuthun.“ Dazu kommen nun die Geruchte uber die Fortdauer der zwischen dem Regenten qnd dcm General Rodi! ausgebrochenen Zwistigkeiten, und end: [[ck die Verwickeiun en, welche die Wiederherstellung dcr Charte in Portugal fur die kadrider Regierung herbeiführen würde. Die von dieser bereits jeßt angenommene Haltung dürfte ihr den leßten, ohnehin schon etwas lauen Verbündeten entfremden, da England eme Bedrohung Portugals von Spanischer Seite schwer: [|ck zur Ausführung kommen lassen wird.

Der Regent hat am "Lien und ;;ten d. M. befohlen, daß alle Truppen der MilitairBezirke Galicien, ?(ltsCasiilien (Valladolid) und Burgos imm" den Befehlen der betreffenden General: Capi: taine ath-nbltcklich gn die Portugiesische Gränze rücken sollen. n Folge _dieser Verfugung marschirte bereits am 4tcn der GZeyerai-Capitam von Alt:Caüilien, Don A-tanasio '.)ileson, mit ;; Bataillonen tznd eini er Kavallerie von Valladolid, nach derPor: tugieslskhetz Granze. m 6ten folgten ihm 8 andere Bataillone, so daß die Nationai:Mi|-“z in der Stadt den Dienst verrichten mußte. Der Generai:Capitaiti von Galicien, Don Santos San Miguel, hat seine Truppen am Minho zusammengezogen. - Von hier éMadrid) aus marschiria' gestern ein Regiment nach Badu: 103 a .

' Unsere Nachrichten aus Litsabon gchen nm" bis zum Lien. Die Hatzptsiadt war ruhig, weil die Chat'tisien die Annäherung der ihnen gunsiig gestimmten Truppen abwarten wollten. Am Men wurden die im Arsenal vot'räkhigen Waffen an Bord der Kriegs- schiffe l??schafft, damit sie nicht in die Hände dcr Septembre“: sien fa en möchten. Im Norden Portugals macht die Be: wegung große Fortschritte, und in Lissabon ivet'dcn durchaUs keine Maßrcgcin, ihr Widcrsiand zu leistcn, getroffen. Das Blatt „71 r(k»“0||1i_;.10 (le zeitknibkc“ spricht in seiner Nummer vom Lien mit Heftigkeit gegen den König und den Herzog von Terceira, so wie auch gegen die Minister selbst. Die Chartistische Junta von Porto hat ein Manifest erlassen, in welchem es heißt, die Be.- wegung sey unternommen, um den Flecken des Undankes abzu: waschen, der“ auf die Portugiesen gefallen wäre, als eine Handvoll Demagogen die dem Lande Von seinem Beft'eicr verliehene Vet“: fassung umskärzte; man wolle dieKönigin aus der Gcfangcnschaft, in der sie sich seit demSeptcinbcr:)lufsiande befinde, befreien und endlich die Ordnung und Monarchie befestigen.

Abends, Auch hente ist die Diskussion im Kongresse kei: nen Schritt vorwärts erückt. Die qmnäßigke Opposition deutet den Vkinistern an, sie hc? ihnen alsdann der Kongreß Verzeihung gewähren werde,

Portugal.

Liffaboq, 7-„Febr. Ueber die Ereignisse, welche die An: kunft des Zust'35Mlnisters Costa Cabral in Porto veranlaßt hat, geben Berichte v“?" dort. noch fOlgende Details: Am 18. Januar traf _in Porto dle teleZt'aphische Nachricht ein, daß der" Justiz: Munster am Tage zuvor Liffabon vm'iajscn habe, um sich nach Porto zu begeben. Sogleich versammelte fich einc zahlreiche Volksme'n ?, um den Zusiiz:Min-'y7ck zu ('mpfangen, d«'x'cit1i*.gt'eoßc Popularit t in Porto hat“, wo man ihn als die fcjicste (Muße dis konstitutionelicn Systems beki'aohtak. Die chnge wartete bis 5 Uhr Abends, wo man die Gewissheit erhielt, daß das Dampf: boot nicht einlaufen könne,“ gleichwohl blieb eine ansehnliche Zahl yon den wohihabenderen Einwohnern der Stadt die ganze Nacht aber in Foz, um am anderen Morgen bei dem Erscheinen des Dampf-

etten sich mit einer dichtgedrängten Menschenmenge gefüllt. Die

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urgeriichen und militait'ischen Behorden der Stadt, so wie viele

hlt hatte, um seine ?in-

wartung machten. Am 20. Januar begab sich

der Minister mit seiner Familie in das Theater, das ihm zu Ehren prachtvoll erleuchtet war. Das zahlreiche und glänzende Publikum be: ki-ßte ihn mit enthufiasischcn Vivats und verian te sofort das ' eld der_ Königin und die Hymne der Charte. Zn eidem wurde ihm gewiilfahrt. Als die 'ymne geendigt war, erhob sich der Mimik“ "",d brachte der Konigin, der Freiheit und dem Andenken d?! Pvrkuglefischen Befreiers ein Lebehoch aus, das von dem Pu- bl'kUm "1 rauschendem Chor wiederholt wurde. Nach dem ersten UkkexdkaOkskeUupg vxrlangte das Publikum mehrmals die Hymne der Lhakk? und riss die Sängerin Gayoso auf die Bühne, weiche mehrere auf dix Chartke anspielende Verse sang, die mit einer Flath von _Bxavos uberschuttet wurden. Dieselbe Scene wiederholte sich an jedem der folgx-n'den Zwischenalte. Am Schlusse des Schau- spiels wurd? dcr Nkinisier mit einem neuen Lebehoch beehrt und dann von ei'mem zählrelchen Geleite mit brennenden Fackeln nach Hause gefuhrt. Die Augxnzeugcn versichern, daß selbst der H?!"- 39,9 von. Brakganza bei seinem trimnphirendm Einzuge in Porto nicht mit großeren! Pomp empfangen worden sey, als der jeßige Chef???" Lissabßner Yamariléa. an glau t ni t, da die Bewe un in orto :

Proclamationen der Behörden oder dure?) Äeschwéchtigmsé=§§cßé regeln sofort werde ersticken lassen. Irgend eine KoUiZon hält man für unvermeidlich, hofft aber", daß es nach einigen Schlägen zu einem Vergleiche kommcn und daß bcidc Parteien sich darin Zugeständnisse machen würden.

Die Abdankung des Ministeriums wurde hauptsächlich durch den Herzog von Tcrccika veei'anlaßt, det" fich sehr zweideutig be: nommen hat und weder fur noch gegen den Aufstand eine Pro- clamation an die Armee erlassen onke.

Die provisorische Re ierunq vouPorio hat dem Oberst Sai“: mento, der mit einer okschaft dcr Kön!" in an sie abgeschickt

war, um dieselbe zur Umkehr" von ihren chritken und zur Un: terwerfung unter die besehende Constitution aufzufordern, geant- wortet, daß sie die Königin als unter fremdem Zwange siehend betrachte, und daß ihre Parket" erst dann die Waffen niederie en werde, wenn die Königin der Deputation, welche von Coimßra an fie; abgehen solle, persönlich durch ein bestimmtes Ncin das Vorrucken verböte.

Man hegt einige Bcsorgniß, daß die aufgelöste, meist Sep: tembmsiische Rational:Garde der Hauptstadt sich ohne Erlaubniß der Regierung wieder organisircn werde.

Der Telegraph meidet heute, daß alle Städte in Alemtejo, ?[lgarbten, kurz, sämmtliche Provinzen, mit Ausnahme des nörd- lichep Portugals, der Regierung treu geblieben sind. Nur in Beim ist auch die Charte proklamirt worden. Die wichtigen Plaße Ahrantes, Santarem und Elvas find von ihrer Pflicht nicht gew1ch_en. Doch war die Nachricht voreilig, daß Graf Bom- fnn 'und die Besaßung fich förmlich für eine Septembristische Regiergng ausgesprochen hätten.

Die Englische Kriegsbrigg „Lynx“ ist am Iten Von hier nach Porto abgeggngen, um dexn Chartistischen Befehlshaber, Baron Santa Piana, dgs ei en'handige Schreiben der Königin zu über; bringen, welchcß o_hni efiehlt, zum Gehorsam zurückzukehren und den Truppen die n'rige Meinung zu benehmen, als ob die Köni-

,'" ihr Treiben „irgend billige oder unterstäßc. Pkan verspricht [ck jedoch von diesem Schreiben wenig Wirkung. Der Englische Gesandte stellt? der Regierung die Kriegsbrigg zur" Vcrfägunq, weil die Verbindung zu Lande unterbrochen ist; die Chartistén habe'n sich- dz's Teicgraphen bemächtigk und benußc'n ihn für“ sich. Zwei Capitalm', welche von hier an die Militair:Divifionen des

tren fich für schuldig zu bckcirncn, woraus" 9 x 7 s b [ b C

xosa &a ka, cvor er" oimbra verläßt sich zum Re - ! . _ ' ,. _ , enten aus- ; junk: [affen wn-d. Er hat eine Proclamation erlaffeng, worin 1 * der Armee anzeigt, daß ste sofort auf Lissabon marschiren werde,

Nordens abgeschickt waren, um sie zum Sie 0!" am uräck ren smd von Costa Cabral's Anhängcrn feffgexonxmenz und zalfi; hGe; fangcne naciz Poi'to gebracht worden. Sie hatten zahlreiche Exem: peiare dci“ K*omglichcn Prociamation bei sich, die man hierer zu: rucksYdte.

as eben hier" eingetroffene Journal *obres von orko veksschcrt, daß die Charte zu Castello Branch proklamirk deen sZy, iind daß GcncralPadun, so wie sämmriiche Truppen daselbst fur die „Bewegung scyen. Wenn dies j7ch bestätigt, so wäre die CharUsi-sche Bewegung im Norden aligemein ewordcn. Aus Vella Rea] Wurde General Vintracs mit seiner N??ilitait':Divifion am ölen in Porto erwartet, wohin glcichzcitig das Bataillon aus Lachzo ©öniei-weges; war.

Ja den neucsken Berichten aus *orto war a ' - gens die erste Truppen:?ibtheilung, K(]l*)qÖ_7kann stark,mut;;tteetk1BY?)tii nges nach'Connbra abmarschirt; die Junta gab ihr das Geleit bis vor die Stadt. Am Iten solire eine zWeite Brigade unter Yaxond VÜLJUJZOULUF Artillerie abgehen und am 7ten eine dritte » mga c m' ; (, .'eitcrn na oi en. Die ' ' ctwa 3000 Mann scyn. chf g s wurden im Ganzen

Zn &oimbrg, welches die Chartisten zum Mittel u k ' Operationen gewahlt habey, soll skch in diSsem Augenblxick? Zc'rkT-Fx Costa Cabral nur den Mitgliedern der Junta von Porto befinden zu wc'lchZ' auch dcroBefc-helshaber dei" Chartistischen Streitkräfte, Baron Santa Maria, gehort. Sie erklären, auf dem Wege noch;

, &,“,“sahon Zti_scyn, um die Königin aus der Kne t a t der '- ““ nister" zu beirctep. Zhre Truppen sollen jeßk e:?vcsiahLTM) MYR - bcrx'agcn; hier an Lissabon smd etwa 4000, auf die man jedoch im

äußersten Falle wenig zählen zu könnenschcint. JNan glaubt, daß

um die constitutionelie C arte der ' ' ' " ' KöniAn niederzulegen. h Monarchie m die Hande der ;;n einer Vexsammiung von Deputirten at

Vasconchies erklarxt, daß, Wenn die Regierung hnichéeelixerZiSZ-Zr dds? Virschworung xrsttcke, ex sich, in Uebereinstimmung mit seinen Fieuziden, von [eder Pflicht des Gshorsams entbunden halte und (391: außersien Widerstand leisten werde, um die Institution": und die Freiheit des Landes zu retten.

K | t Turkei. on ,an inopel, 26. Z . (L. A. Z. Bekannt“ - dkike- voi" funfeTagcw der Französische Gesand)te von derUYfKT-L Explicationen uber, die Secrüsiungen, und äußerte dabei doMLBd'T) Psortx die Absicht habe, gegen Tunis oder Tripdlis ik; Oeéd er Fifi feindlich kzz: verfahren, die Französische Levante:Flotte dl txdha e, den Tur ischen Sch1ffen bei ihrem Auslaufen aus Uent ardanelien stets ur Seite zu egeln und jeder derartigen D" ethmung und Abicht sich mit ewalt entgegen zu sehen. Ser roßwefirehat darauf erwiedert, daß er nur sein höchstes Retaunen außdruckkn könne, daß die Mächte sich so sehr um die läuxiundgen kummerien, um so“ mehr, da die Fran osen und Eng: t:, F ochzwölf Kriegsschiffe in einem Türkischen Hafen (Smyrna un urla) permanent _liegen haben, und den Türken dagegen verwehxt Werden solle, in ihrem eigenen Land eine gleiche Zaki ausgerusketer Schiffe zu halten, denn mehr als zwölf Schi e U“- sten Ranges seyen nicht aus erüsket worden. Uebrigens h“ M Pforte vor der Hand keine bsicht, eine Expedikw“ ““ck TM“ zu schicken. Doch sollte ein Vasall des Reichs “ck ““ ““s““-