1842 / 93 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

. „u ,' «* Ge andre das Wort, um zu danken, und kam dabei Zs vs„fx-chBesucL zurück, welchen Se. Majestät der König von Preußen in England gemacht. _

„Der Kbni “, sthe Ritter Bunscn, „kam hierher au die Etu- ladung der gelte ten ouvxrainin dieser Reiche, weiäie a liebens- würdigen Ergenschaftem d,:- eme Zierde ihres Gem kchts und der Ruhm ihrer Krone snd, m fich vereinigt. Es war ein r dieses Land sebr bedeutender Anlaß, und die „(“JA“-izle“, womit . kreu- ßiscbe Majesiät- nicht nur als Gas! der du gin, sondem als (Haß der Namn, empfangen wurde, mußte für Alierbdcbidcnselben außer- ordentlich erfreumd seyn. Nach reußm 4arückgekedch bat Se. Majestät mtr das besondere Wohl cfa cn nx e ennen gegeben, welches Aaerhdchßdekfelbe während des Au ntbalts in dieser Hauptüadt empfun- den. Und ich fühle mich bdch| eebrt dadurch, daß ich im Palasie des Lord-Madors, wo Se. Majeü t auß so großartige Weise von der Gastfreundlickykeit Sr. Herrlichkeit bew rtbet worden, diese Gefühle Ancrbdchfideffciben ausdrücken darf.“

Die noch folgenden Toaste galten dem Lord:Oberrichter und den Richtern, der Stadt London, den Repräsentanten und Ma i- siratßBeamten derselben. Im Namen der Repräsentanten dan te Herr Maskerman. Lord John Russell, der, als eines der Par- iammts-Mitglieder für die City, auch eine Einladung zu dem Diner erhalten hatte, war nicht erschienen.

Auch die Kaffeehändler erklären sich zur großen Befremdung der Times gegen die Modification des Zolls auf Kaffee. Sie sind damit unzufrieden, weil sie über das VorJedirge der guten Hojfnzmg so große Quantitäten von diesem Arti el aus Brasilien und Hayn“ einLi-führt haben, daß dieselben für die Consumtion im Vereinigten K nigreiche während eines ganzen Jahres hinreichend find. Von dem über das Kap angeführten fremden „Kaffee, der

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erwarten MUM gut kommen mus. Lord John Russell int aber 1 auch noch der amg u seyn, daß. da nun einmal nicht. nder“ u erwarten steht, als dal das Ministerium seine Vo e du sehen wird, et besser sey, daß dieselben so bald wiem gli und mit den wenigsten Veränderungen ins Leben treten, indem er eben mit Gewißheit anf _ : immer mehr zunehmende Unzufriedenheit mit der Einkommen: teuer rechnen zu können glaubt, wenn nur einmal der Einzelne deren Wirkung an fich selbs! empfunden. Hiervon aber m in die Folge seyn, daß das jehige Ministerium , abträte oder die Mairegel urücknähme. , Wenn dies wirklich eine Berechnung ist, so schließt er, meines Crackeens, ganz sicher. Denn daß die Majregel durch: * Zehen muß,„ck1 schon aut der jehigen Zusammmseßung des Unter: aiic- gew- , eine große t, wenn es eon mu te, eher schwar! r weiß erklären würde, als daß sie tei austreten ließe. W re dem aber auch nicht so, so würde die a- tion es nicht anders wollen. So unzufrieden fiel; auch viele äch- ter mit den vorgeschlagenen Veränderungen im traide- esch erklärt haben, so würdm fie doeh gewiß fas? einm ehig noch ein: mal für das jehY Ministerium ßinimen, wenn ihnen durch eine neue Wahl die elegenhcit dazu ge eden würde. Denn wenn auch Manche, wie man versichere, ich mit einer bestimmten Ab: ?_abe von 8 Shilling vom Weizen zufrieden erklären, so fürchten ie doch, daß, wenn die Whigs wieder ans Ruder kämen, diesel- ben von ihrem Anhan e gezwun en werden würden, weiter zu ge: hen, als sie selbst w nschen m ehren. Noch entscheidender aber

* e b eivyegebmes unte unterm A m Se. Durchlaucht den Landgrafen Friedrich zu

ist die Stimmung der Städter, wenn man andere die Londoner hierin als Muster nehmen darf. , Man spreche mit wem man wolle, so will zwar Niemand die vorgeschlagene Steuer loben,

als aus den Britischen Koionieen kommend angeseßen wird, zah- len sie nur 9 Pee. Zoll, während der direkte Zo auf fremden Kaffee 1 Sh. 3 Pee. beträgt.

Mit dem Dampfboot „Acadia“ war die Nachricht na den Britisch:Nord-Amerikanischen Provinzen gelangt, daß das im- sterium dem Parlament eine erabsehung der Zölle von fremden Erzen nissen vorgeschlagen ha e, und Zarte dort viel Aufregung veru acht. Die u Halifax in Neu-Qchottland erscheinende Morning Po sac darüber: „Durch die Reduction dieser Schußrdlie, ohne da eine entsprechende Herabsexung der Zölle von Britischen Erzeugnissen auf den fremden M rkten verlangt würde, müßte der Handel der Koionieen sehr leiden. Zhre Rhe- derei würde dies schmerzlich empfinden, und dem Handel und der Schifffahrt der Amerikanischen Union würde unkluger Weise da- durch der entschiedenske Vorschub geleistet werden. Die Sache hat die ernstliche Aufmerksamkeit unserer Provinzial:Legisiatur er: regt. Am “10. März beantragte Herr Uniacke einen Ausschuß, um eine Adresse an Ihre Majestät ur Abwendung des drohenden Uebels zu entwerfen. Der Ausf vollzog Heine Aufgabe sehr schneli, und die Adresse wurde, nach einigen leb aften Diskussionen zu Gunsten derselben, am folgenden Abend angenommen. Sie wird mit der „Acadia“ nach England befördert werden.“ "Dieses Dampfboot ist Sonnabend früh in Liverpool eingetroffen.

Folgender Brief aus Havana vom 10. Februar, der den mit dem Dampfschiff „Acadia“ hier angekommenen NW:?)drker Zeitun'en entlehnt ist, scheint zu den übertriebenen Gerüchten von einer :) eger:Empdrung auf Jamaika denAniaß gegeben zu haben: ,",Da Sie auf Nachrichten von hier espannt seyn werden, so be- eile ich mich, Sie von einem schreck! en Gerüchte zu benachrich- tigen, welches gestern hier umlief, und wonach die Schwarzen auf Jamaika alle weiße Bewohner dieser ZnZl niedergemeheit haben sollten. Heute jedoch hat ein von St. ago de Cuba eingetrof- fener Courier minder entschliche Kunde über den Hergang der 4 Dinge gebracht. Die Schwarzen machten allerdings einen An:“ griff auf die Weißen Einwohner, und diese wurdm sammt der Gar-

und ein Zeder wüßte etwas, wodurch der Druck derselben gemil- dert und dieselbe annehmlicher gemacht werden könnte. Aber Niemand, er gehört zu welcher Partei er wolle, isi encigt, etwas dagegen zu thun, Man scheint es allgemein zu len, daß die

auf sich nehme. Vor Allem aber fürchtet man einen neuen Wech: * sel. So wenig die Freunde der Whigs den Widerstand der Tories biliigcn, wodurch dieselben jene besonders in den leßten Zeiten ; verhindert, irgend eine bedeutende Maßregel durchzusehm, so ist es doch einmal Thatsache, daß, wenn irgend ein Fortschritt ge- schehen soli, derselbe nur durch das gegenwärtige Minisürium durchgeführt werden könne. So lange man also dieses geneigt Lehr, dem Geist der Zeit zu huldigen, wie besonders aus Peei's [

arif hervorgeht, so laude ich nicht, daß die Masse der Liberalen genei t seyn werde, ixm mehr als zu drohen.

Freilich fühlen ich eben durch die vorgeschlagenen Verände- rungen im Tarif viele Interessen verieht, und es ist öganz natür- lich, daß diese laut dage en schreien und durch alle m glicde Mit- tel einen allgemeinen ider and gegen die ministerielien Finanz- pläne zu erregen suchen, und e en so natürliYist es, daß die parlamen- tarische Opposition alle diese vereinzeitm trahien des Mißfallens in einen einzigen Brennpunkt zu sammeln sucht. Aber es scheint nun einmal nicht wirken zu wollen; selbst der Tadel, welchen die Times und andere mimserielle Journale gegen einzelne Theile der Steuer auszusprechen fortfahren, vermag das Publikum nicht zur That aufzuregen. In einer Woche kömmt das Parlament wieder zusammen, und dennoch weiß die Morning Chronicle nur eine Versammlung der Anei-corn-law-lea ue zu Roch: dale und eine andere in einem abgelegenen Tßeile Londons, die egen die Steuer stattgefunden oder stattfinden soll, an-

ufü ren. Dies ist eine Selb'ftvkrleugnung, welche der Nation

hre macht und der „Welt zei en muß, daß es eKohn Bull i. weder an den Mitteln qoxhx m iiimFehit, den, vorngiich durch die Erlassung Son frühéren trums etwas zerrütteten Finanzen zu Hülfe u kommen.

nikon in die Flucht getrieben, retteten fiel; aber in ein kleines Fork. Als der Gouverneur von St. cJago hiervon benachrichtigt wurde, ersuchte er den GouverneurVaides,Éenerai-Capitain von Cuba, um hinreichende Land: und See-Srreitkräste, damit er eine etwa beabsichtigte Lan- dung der Neger von Jamaika auf Cuba verhindern könne, und es wurden sogleich 850 Mann Kavalierie von hier nach St. Jago geschickt, denen morgen die Flotte, aus einer Fregatte, 2 Kriegs- Sioops und :? Kriegs-Dampffchiffen bestehend, mit 1000 Mann Truppen folgen sol]. Sollte es den freien Englischen Negern ge- lingen, auf unsere Insel herüberzukommen, so isi das Sahlimmsie zu fürchten; es würde ihnen ein Leichtes seyn, das Innere zu ver- heeren und alle Weißen in den Städten umzubringen. Ich bin viel im Innern gewesen, habe mehrere Plantagen besucht und wundere mich über die Sorglosigkeit der Weißen. Sie scheinen keine Gefahr zu fürchten, und doch könnten auf ein gegebenes Signal in 10 Minuten auf 1 Englische Meile an 1000 Schwarze zusammen- gebracht und mit den zum Abskhneiden des Zuckerrohrs gebrauchten Messern bewa net werden. Weichen Grund fie freilich zum Auf- siande haben konnten, das begreife ich nicht, denn ein glucklieheres und zufriedeneres Volk habe ich nie gesehen; es sind ihrer 250 bis 400 auf einer Pflanzung, und sie haben wahrlich nicht halb so viel zu thun, wie unsere kleinen Pächter in der Aerndee. n der Ha_upt-Arbeitszeit rühren sie ihre Hände immer nur eine runde auf zwei Stunden Anoruhens. Sie haben auch Ueberfluß an Le- bensmitteln und sehr behagliche Wohnungen. Alle Neger sehen munter und vergnügt aus; Abends er 8 en fie sich bis 9 Uhr Mit “„Uni- Gesang und Scherz, und ich Za e oft manchem armen EnIiander em (o angenehmes Loos ew nscht.“ . Nach dm Berechnungen, die ir R. Peel bei Motivirung YUF JMTni-Antxagd erwahnt hat, betragen die u bestmernden "i“ m Kdmgrucve ungefähr 190Mii1ionen n., doch sind VWÉRYÉFZ- dßß se sich noch viel höher belaufen. mm wird der Themfe:Tunnel im Juni oder Juli

eingeweiht werden. Sir E. Williams ist zum Generalmajor und Sir R. Ar-

b not in Ge ' _ e„LirklksppMEMmm;?erciliieutenant bei den nas) Ostindien bestimmten

2 London, 29. Mär, nig mitzutheiien habe, so will ?ZIYT FchJYkKthe ?miiW Augenblick nicht länger als eine WW)! ohne Zuf ";.? ?a "n"

Die eure, welche wc en des bei der versuchten Einsehung eines der Gemeinde von ulsamond in Schottland mißfäiii en Geistlichen den öffentlichen Gewalten geleisteten Widerstandes vor e- richt gezogen wurden, sind von einer Zur freigesprochen worden. Die Erklärung derselben wurde _von den Zuhörern (der Prozeß fand zu Edinburg sinkt) mit lautem Jubel aufgenommen; und es sieht zu erwarten, daß nach diesem die Widersehiichkeitm noch häufiäxer und gefährlicher werden dürften. Die Verweigerung des n: terhauses, die Verhältnisse der bürgerlichen Gesetze zu jener Kirche in Untersuchung nehmen zu lassen, soll eine außerordent|iche Gäh- run im Lande veranlaßt haben, so daß gewaltsame Auftritte zu befurchten sichen. Man kann sich hiervon leicht einen Begriff machen, da uns heute die Nachricht von Irland mitgetheilt wird, daß die So- node der Presbyterier der Provinz Ulsier die protestantischen Mit: glieder der Provinz, welche ihre Erwählung vorkä [ich dieser Sekte und dem Versprechen zu danken gehabt, daß sie d e chottische Kirche bei ihren geistlichen Gerechtsamen beschü'yen helfen wollten, zur Re- chenschaft aufgefordert haben, warum ie bei dieser Gelegenheit mit dem Ministerium und nicht für den Vorschlag gestimmt hätten.

ene Presbyterier in Uifter aber werden unmittelbar von dem

treite gar nicht berührt, sondern verfahren nur aus Gleichheit der Gesinnung mit ihren Schottischen Glaubens-Verwandten auf diese entschiedene Weise. Wenn nun die Regierung forifähre,sich den Forderungen der Fanatiker in jener Kirche zu widersehen, [o muß der Streit alimälig eine große Spaltung unter den Konservati- ven hervorbringen.

Belgien.

Brüssel, 29. März. Die sogenannten „September-Verkoun: deten“ haben ein Schreiben an den Minister des Innern mit der Bitte gerichtet, daß derselbe dem de Crehm das Recht entziehen möge, ihre Befehlshaber-Uniform zu tragen und das Monument auf dem „Märtyrer-Plahe“ zu bewachen.

Verhältnisse es unerläßlich machen, daß man eine solche Bürde Z 9

' und

Schiveden und Norwegen.

Stockholm, 25. März. Se. MajFät der KdniZydaben verfügt, daß die in Zukunt zuxprägenden chwedischen unzen nur das Schwedi che Rei s-Wappen und nicht auch das Nor: wegiscde tragen ollen. - Es scheint hierdurch einer Beschwerde

Sie sehen, wie der parlamentarische Ww, _ wunZen, das Parlament zu vertagen, ohnWaUßdddsesnlbe MXN??- ors läge u einem Beschlu ekommmkonnte undesihmfol lichs ne denFormen esHausesmdgli war,demseibendenGexWÉUtZUrftzarh- ulegen,wonach die neue St_euer gere eltwerden soll, Er wün ck, dJr. onders, Weiler, da bei ihm selbst ber die Billigkeitder ak;- esl kein Zweifel herrscht, meinte, dqß die Nation, „m„ fie ZMD? habt hätte, sich während der Ferien mit den einzelnen BeßimmiYo: gen des Gesehes bekannt zu machen, weniger mevmm dage- gen haben würde.

ten die vorigen Minister und derm unmittelbare

Aber eben dieses wollte die O , indern, da sie natürlich wüns en muß, den WiderFinseixod'ejvérn aation zu erhalten und wo m glich zu verstärkmFZKme hat:

un an die: em Verfahren keinen Antheil genomtmn, weil sie wohl einsahm, Hai ihnen auch ohne ihre Theilnahme jeder Vortheil, der darauszu mm„ in

aus Norwegen ber die Art der Täufnahme keines Wappens in die biskn'i en gemeinschaftliedm M nzen ab?; olfen zu seyn.

D e Ötatstidning liefere folgenden orrespondenz-Artikel aus St. Petersburg vom New d. M,: „Man hat den Ver- fasser der am NeujahW-Abend in verschiedene Kasernen derHaupt: nabe ineingeworfmen anonymen Briefe, Aufforderungen um Un- S 0 am ge en die Offiziere en ltend und adressire and eUnter- o Jim, an ck? lehren fie jedo sofort ihren C ef: überlieferten, 'dY'FUÜGrXeKvBUY rdeider ist eibn gmesmrsr hl kiliT-vaä nile-

„era eetwemeanenereer, a nn Zalm- verleiteIAroie es chelnt,9 on stackbegier. Er ist nach eim?“ SMF? “"'“" ' sebra t worden.“ -* Die Redaction der to dl Jdnin ma * WU folgende Ammekuna: „Die im Af: mn und 49 [ad aus Den _ nam auf mom- enm NaZriYn von einem im von Untis: Auf- " Wb"?- W, * , : immrkndet.

Dänemark.

Ko mbazen, 28. März. Die Berl.3tg. theilt die Ent- lassung r. Durchlaucht des Landgrafen Friedrich zu Hessen und die Ernenmm Sr. Dur sucht des Prinzen Friedrich von SMM wig-Hvlstein- onderdurg- u skenbur folgendermaßen mit: Auf d Wigan nsuchen haben St.Mach'xt

, ! ol:

sen als Statthalter in den erzogthümern Schleswig und

» [kein und Gouverneur in S der- und Norder-Dit morschen in

Gnaden entlassen. _ Die gedachten Aemterkxabm e. Majestät unter demselben Dato aliergnädigsk Sr. Du [auch! demP nzen Friedrich von Schieswig:-Hol[iein-Sonderburg=Augusienburg er!

tragen. Deutsche Bundeößaaten.

Vrauuzchweix, 30. März. Nach Bekanntmachungen des Herioglicdm manz: ollegiums vom Asten d. . werden im ge- meärtigm Jahre an .kammerstbulden 30,000 thir. und an Lan: esschulden 66,000 Ribu". ad magen, und werden die zur Tilgung durch das Loos bestimmten chuld-Verschreibungen veröffentlicht.

Weimar, 30. . Ma d. . n diem Ta en i eine Regierungs-Kommiern Lon Lier ZZÖ Jena segangeigt, mx: den Verräther zu ermitteln, ker dm Beschluß der uristen:Fakul- tät in der bekannten Bentinkschm Sache dem Advokaten der ei: nen Partei mit etheilt. Schon eine albe Stunde nach der Ver: ammiung der Juristen, in wchcher ber jene Angelegenheit ein

eschluß gefaßt, ohne da jedoch der Ausspruch noeh esu Proto- col! gegeben worden, schi te der Anwalt des Mäzen nen Cou- rier ab* _ der Erfolg war, daß die Partei des lägers erklärte, fie wo c den Spruch der Universität Jena nicht abwarten, son: dem einen anderen Richter sachen, die Kosten aber one sie tra: en; ob ihr das zuliebe, wird der CrfoF sei tn. Durch die Allg. Kasseler Zeitung erfuhr man in [ enXourg die Entscheidung der Zenaischen Zurisien-Fakultät eher, als diese das Oder:?lppella- tions triebe daizin berichtet hatte. Allgemein aber isi man hier n Jena der den Verrath indignirt, um so mehr, da die Jenaische Zurisien-Fakultät immer so ehrenvoll dagekianden.

Kiel, 29. März. (Kieler Korres ondenzbl.) DieMi: ["alt"-Reform isi jest in den Grundzügen syesigeskelit und wird späx testens bis zum 1. Kuni d. J. in Ausführung gebracht werden. Die Regiments:Eint eiiung der Infanterie wird ab eschafft wer: den und dafür die Eintheitun in Bataillone und rigaden an die Stelle treten. Jedes Zn anterie:Batailion und “cd“ Kavalie: rinRegiment soll vereinigt an demselben Orte garni oniren, so daß die einzelnen, dekaschirten Compo ieen und Cokadwm nach dem Standquartiere des Stabo urü gezo en werden. Die Stadt Kiel wird demnach die bisher hier Ziationiree ragoner:€skadron verlieren, dage en aber die jest in Raßedurg stehende Compagnie des Lauen- burg schen ägercorps wieder erhalten. Auf ähnliche Weise wer: den die Kurasfiere, das Kdnigin:Leibregiment !(. an einem Orte zusammenge ogen werden. Das General:Kommando über die Her: zogthümer leide ungetheilt und es ist deshalb auch wohl noch Yweifeihaft, ob das Deutsche Wundmxontingme für Holstein und auenburg von der Dänischm Armee getrennt, werden wird, Die Reduction dei OffiTiercorps soll sehr beträchtlich seyn («250 Per- sonen betragend), d e Mannschaft der Compagniem hingegen, dn

ren AnÉahl in jedem Bataillon, unter We fall der Grenadier: und

Jäger: ompagnie, künftig nur vier seyn oll, wird ansehnlich ver: ärkt werden. Spanien.

O Madrid, 22. März. Gestern Abend empfing der En : lische Gesandte einen außerordentlichen Courier, der in der Na e vom 14cm von London abgegangen war, und auch die von Sir Robert Peel und dem Grafen von Aberdeen dem Parlamente

egebmen Aufklärungen in Betreff der Saivandyschen Etiketten: ngelegenheie überbrachte. Herr Asion verfügte fich noch fpät zu dem Minister:Präsidenten und vermeiite länger als eine Stunde bei ihm. Morgen wird Herr Aston in Gesellschaft des LegatioW-Secretairs Herrn Zerningham und des erm Mar: liani sich nach Toledo begeben, um den Feierli keiten der

! heiligen Woche beizuwohnen. Die Erklärung der En lischen Mi-

nister, daß die "etzt hier besiehende Re ierung in enem 'Xahre mehr für das Axohl des Landes gethan Jade, als alle fruömn, eit dem Tode Ferdinand's Ulk, hat freilich hier bei denen, die den egenwärtigen Zustand Spaniens mit kälterem Blute wördi en, inen anz verschiedenen Eindruck gemacht. . Man meint, das ng: ische Zabinet sey durch Berichte, die ihm von hier aus zugekom: en, getäuscht worden, und ich hörte neulich, als das Gesprä-k ehrerer sehr gebildeter Spanier auf diesen Gegenstand kam, inen derselben auornfen: „Zweimalbunderttausend Franzose" önnen mir keine Furche einfidßen, aber ic?K fürchte die EKZ: nder.“ um Theil glaubt man in Sir oderr Peel's sp * rer Erk! rung, daß die Spanische Regierung geneigc_wäre- m't :- Großbritanischen einen Handels:Vertrag adzu «blieben, dm aTr-n Schlüssel zu der dem Madrider Kabmet &; pzndeten Lob- r e zu finden, und dieses sieht sich durch die eroffentlichung : o waltenden UnterhandiunJ in keine geringe Verlegenheit ver- t. Denn, abgesehen von er Hartnäckigkett, mit welcher der inisiersPi-äfident, Herr Gonzalez. bisher ableugnete, daß die panische Regierung den die Adschiießung eines Handeis-Vertra: es bezweckenden Vorschlägen Gehör äbe oder geben würde, ha- ßtn ersk Jr wenigen Tagen di: Fakir; "stéadßlsonthiiseidrIeM'T-i en or eliunen endem en . : ?::d m*_ifes,stdue'csg wegiBe sie ihre anusirie für beeinträchtigt halten, erhoben. Was den Zustand des Landes betrifft, so verweise ich Sie auf die hier und in den Provinzen erscheinenden Blätter selbst, welcher politischen Farbe sie immer angehören mögen. Sie wer- den kaum etwas anderes als die trockne E ählun der entsehlich- sien Verbrechen, der unerhörtesten von den oiks- ehdrden xgen „Verdächtige“ began enen Gewaltthqten, und nir ends eine pur vorbau ender oder rafender Einwirkung der egierun finden. =Der orres onsal, ein das herrschende System dur aus un- tersikihendes Diaet, sagt vor estern: „Die Symptome der gesell- schaftlichen Auflösung vermeßrm sich von Ta e uTage: Wir sind dahin gekommen, zittern zu müssen, wenn w r tiefe “danm... die Regi rung tranfiFirt täglich mit den Elementen der Ruhestö- te

i d Si er eit der Bär er eine unbedeutende Angela enZeik“ a.sks. n: Ice? Zalman bemäKtziZten sich am 13cm

- oldaten, die um Schuh der 1“ er dienen sollen,

“Klier Fix,! Zn, die ruhigz in einem Wirthshau e ihre Ma bizeit einnahmen.!Fhkten fieéeedundtn vor das Thor, erschossen sie und [ie: m ihre Leichnam: un rdigt lie en. Mögen die so Gemordeten auch

&erdreeher gewesen a.sianden eni runter den Gesekm? InBe- zug darauf, Und eine enge anderer reuel erzählenv, a e der Ca- miiano vom 19cm: „Jeden Tag berichten uns unsere mwon-

" Tim “chm“:"kom Wk“! d. ent äle darüber olgendes: „Wir veröffent-

mm- Verbr! , bie Gebots“ erregen.

denken oder di-Provinzi-i-D erf Um über den furchtbarm

die das Her] bmüdm und mit Cuts Grad der Demoralisation, des ieeenvekderbnisses, dm Unser Vaterland erreicht hat, in Folge der inneren Unruhen, des Man- Zele einer guten Regierung, der Vernachlässigung, in der sich die

., .s- “UIY' E" bmw befindet hier einer der KW ich"!

or etwa acht Tagen "“Me-aware Ik“ Maj t der

län i d S ! ki in Ika ine :nderermccdhhnke *di'eie'e, den athoiisthm Glauben aufrecht

u er alten, wenn sie einst das Scepter ihrer Vorfahren in die

Hände nähme. Herr Ar uölles, der dies erfuhr, richtetx an mmtliche Kapläne der .ik nigin den s riftlichm Befehl, in ihren redi ten nichts als die evangelische L re vorzutrakm.

ser bereits öfters ähnte .kaiserkOesku-reicdi che anatten- Capitain außer Diensi, "err Inman, hatte sich chon vor einiger Zeit bei dem Regenten melden lassen, ohne eine udienz erhalten zu können. Als er sich neulich abermals in Uniform im Palaste des Regenten einsteilte, erhielt er durch einen_Ad utantm die An- deutung, sich nicht weiter zu bemuhen, da sem esuch nicht an- genommen werden könne. "„ .

Ueber die oben erwähnten Mordthaten von Valencia befragt, erklärte der Minister des Innern heute im Konga e, dergleichen Verbrechen seym dort Lehr häufi und während e n Monaten ni?! weniger als sun di! vor efgallen.- Man dürke sich deshalb nl t wundern. Cin ministerie er Deputirter gab darauf zu er: kennen, die beiden Crscdossenen seyen keines Mitieids würdig, indem sie Genossen Cabrera's gewesen wären.

Portugal.

Liffabon, 17. März. (F ranz. Bi.) Ihre Majestät die Kdni in Donna Maria ist gestern früh um halb 9 Uhr glücklich von enem Prinzen entbunden worden, Einige Minuten darauf verkündeten das Geläute aller Glocken und die ArtiUerie-Salven von sämmtlichen Forts und von allen im TYo vor Anker lie en- den Schiffen der Hauptstadt dies giuckliche reigniß. Das e- finden der Königin und des Neugeborenen ist ganz befriedigend. Der Papst wird Pathensielie bei dem jungen Prinzen versehen und sich bei der Tauffeier durch Herrn Capaccini, seinen Nuntius am Hofe von Portugal, repräsentiren lassen.

Vor einigen Tagen belohnte die Königin den Baron de Santa Martha und Herrn Marcelin Maximo de Anbedo yMello, Mit:

lieder der Junta von Porto, den Erskeren mit dem Titel eines

rasen, den Letzteren mit dem eines Visconde für „ihre aus: gezeichneten Dienste bei der Wiederhersieliung der Turm.“ Auch dem Herrn Cosia Cabral wurden Titel und Ausi'eichnungm an- geboten. Wie man “edo versichert, wollte dersel : nicht die ge: ringste Belohnung f r fi annehmen.

Türkei.

Konßantino el, 2. März. (Mora. Chronicle.) Das Königliche Dampfschff „Phdnix“, welches seit dem Tage seiner Ankunft in Quaraneaine geblieben war, segelte heu'te früh mit Depeschen nach Beirut ab. Der Erfolg der Bemuhungen Sir StratfordCanning's bei der Pforte hat diejenigen angenehm ent: täuscht, welche die Besorgniß hegten, daß die Ottomanische Regie: rung sich nicht würde bewegen lassen, Zugeständnisse in Betreff des Bischofs Alexander zu machen. Die leßte Woche hindurch wurden sehr lebhafte Unterhandlungen geführt, die, dem Verneh- men nach, ein befriedigendes Resultat gehabt haben. Sir S. Canning hatte am Montag eine lange Unterredung mit Sarim Efendi im Englischen Palast, in welcher, wie versauter, der Ottomanische Minister die Versicherung gab, daß die Fforte nichts dagegen habe, den Bis of Aleander in derselben eise anzuer- kennen, wie sie andere ischs e m pai'ttbns anerkennt, oder ihn auf gleichen Fuß mit anderen rälaeen zu stellen. die nicohtRaja's find. Er wird die Privilegien, den Sohns unk5 die Gefalli keiten enießen, welche den katholisch"1 UUd d'" Griechischen Bi chdfcn Fewilligt sind, und der „Phönix“ hat ein Wefirats:Schreiben an den Gouverneur von Jerusalem mitgenommen. worin dem Leste- ren“ auf etragen wird, ie Befehle der Pforte in dieser Beziehung auszufd ren. Es isi indeß zu bemerken, daß die Pforte es abge- lehnt hat, einen öffentlichen Ferman in der Sache zu erlassen, was auch nicht hätte geschehen können, ohne den Bis of auf den Fuß eines Raja zu sehen. [)r. Alexander wird also, 0 „ne offiziell anerkannt zu seyn und ohne besondere oder ausschließl1che Ehren zu genießen, wei e anderen Bischöfen in art-bus nicht ewährt sind, auf glei er-Linie mit seinen Grie ischen und kat olischen Brüdern stehen und ohne Besorgniß vor offenem Einschreiten oder Belästi- ung seinem Beruf nachgehen können. Glücklich mag er fich 7chähen, wenn er eben so leicht im Stande ist, sich von den ge:" heimen Jntriguen und im Stillen schleichenden Machinationen eifer- süchti er Sekten zy bewahren, die einen Rückhalt an ihren betreffen- den egierun en finden und stets finden werden, Sir S. Canning verdient gro es Lob für die Festigkeit und Mäßigung, die er in dieser An eiegenheit qezeigt hat, aus welcher eine Frage der National: e und ürde geworden war. Die Eil, womit Dr. Alexander nach Jerusalem geschickt wurde, ehe gehörige ?in- ordnungen getroffen waren, machten einen Rückschritt unmöglich und ub'thigten den Britischen Botschafter, seine Forderung selbst auf die Gefahr eines Bruchs mit der Pforte durchzusehen. Ein solcher äußerster Fal! ist durch das besonnene und einsichtsvolie Benehmen des Botschafters und durch die von der Pforte ge- ?eigee Bereitwilligkeit, einen neuen Beweis von ihren freundschaft: ichen Gefinnungen gegen die Britische R ierung zu geben, ver- mieden worden. Die von deriehteren gema ten Forderungen wur- den bedeutend modifizirt; sonst würde man nichts erlangt habm. Dies mag denjenigen Personen in England nicht re e seyn, deren übertriebener; Verlangen die Ursache war, da die Unterhandlung zuerst fehlschlug; aber der Erfolg t gelehrt, daß das von Sir S. Cannin eingeschlagene Ver: TUM, welches von Lord Ponsonby ernstiiZ anempfohlen, ihm n er zu befolgen nicht gesxattet wurde, das einzige war, welches sch dazu ei nete, einen glucklichen Ausgang herbeizuführen. Wäre "'ZT dem “ck? Lord Ponsonby's gleich anfan s gefolgt, so *" „ck" der Bischof bei seiner Ankunft seine See ung schon re- gulirt gefunden haben, und alle Verlegenheieen wären vermieden :vorden. Nachdem es Sir S. Canning solchergestalt elungen di:; Z." Zugeständnisse in Betreff der persönlichen teilung die ki" ofs zu erlangen, wird es ihm hoffentlich eben so glüä'en, kaviiligung zum Bau einer Kirche zu erhalten.

Tunis.

* Dkk Bey " ' , on Tunis hat den Handel mit schwar en Sklaven " dem Sand“! Umfange einer Provin verboten; d e Malta:

' "Miene Aktenskücke die (: di Ab d Sklaverei 2:1an ie en. Wir vekKkalkichuet finsYifefuiIJr ii:

393 sind, “.,..“ Englische. Wit theilt- die zwei folgenden Akten-

siöckt mi . ,Von dem Diener des Gottes des Rubmes, Mn ir

Baß/a Besk- Fein m Tunic, an “ferm Vubündeicmfiden YM: Thomas u :, eral-Konslü Uk EU lischen Regierun in Tunis. In Fol : des Gesprächs, welches w r darüber mit e nander :- pao en, da? man in unseren Staaten Neger lande, um Han el dam ! u tre ben, aden wir eu , als unserxm Freunde, zu erkennen, daß w r bei der rzählun so eher Ereignisse jedesmal tief betrübt wurden, und unser Her ich vol Abscheu davon abwenden. Was uns individuel! betrifft, ' halten Wir nicht einmal einen Sklaven, gemäß den Gesesen über“ die Sklaverei der Sklaven, welche man verkauft und „kauft, als ob “Thiere waren, weil in unserer Religion die Verbyte tn dieser Beziehung sv iireng sind, daß es selbst sehr schwer wird, die Sasungm hierüber aufrecht zu erhalten. Wir e- hören _u der Zahl derer, welche den Ansichten der Englischen Regie- rung der diesen Gegeniiand unsere Bewunderung zonen, und die linsklgc siimmt anz mit der unseres Freundes, dcs vollendeten Poli- tikers, des Min iich Lord Palmersion überein; und ich betrachte die; als eine Wirkung seiner Vollkommenheit und der Vortrefflichkeit sei- ner Moral. Wir verbieten demnach ?kgxnwärti in unserer Regent- schaft die Ausfuhr von Silaven , d e m der Jlbficht unternommen wird, damit Handel zu treiben. Unser ganzes Streben wird darauf Ynchm seyn, diesen Handel mit allen uns bis zu den äußersien

tanzen unserer Macht IGebote siedenden Mitteln u unterdrücken. Möge Gott selbfi dieses ewerbe von der Welt verti gen, Wir hof: fen daxi'rr den Dank des Gottes, der uns geschaffen, und allen die Gabe er Vernunft gewährt hat; es unser Wunsch, daß ihr un- seren Freund, den obgenannten Miniser, von dem analt dieses Briefes inKenntniß seht, Haltet fest im Glauben an dkn Höchsten.“

Das zweite Akrensiück lautet folgendermaßen:

Zu vergleichenden Charakterißik der Parteien in Frankreich und England.

Unter dem Titel: „Die politische La : rankrei - und seine Pnrtxien, von C.G.“ erschien k?n' Tor derérkff: nung der diesjährigen Session zu Paris eine Hedrift, welche, verfaßt in dem Geisie einer bestimmten Partei, bei der Nation wie in der Kammer Sympathie für ihre Prinzipien zu wecken Inde bteji'tiste Z:?andi": gouveeßnemJtale Partei einzunehmen beabsich-

, e e, um en

(1ij geltreten is?- orrang sireieend, in einen offenen

, e ehren Ereignisse in der Kammer, der a “ede wichtige parlamentarische Fra en erhobene eresixtjhaßternaliéxee; Grund in dem Brnch, der zwi7chen diesen Parteien desieht. Dieser Bruch ist noch nie so entschieden hervorgetreten, wie in dieser Kannner-Sihung, er hat aber auch noch nie die Gränzm der Politik derselben so bestimmt bezeichnet, wie es diesmal gefchehm ist. Denn während in dem Uebergewicht, welches die gouverne- mentdle Pakkki in der Kammer erlangt, der Weg, den Frankreich in seiner Politik zu verfolgen sicb vorgesetzt hat, ganz offen vor uns liegt, erkennen wir nicht minder, wie anders und wie gefähr- lich er seyn wird, wenn die Politik der Partei, die sich in dieser z Schrift selber so genau zeichnet, dahin gelan en sollte, die gouver- ; nementaie zu verdrangen und die Geschicke Frankreichs zu lenken,

Das Bild. das der Verfasser von ihr entwirft, hat das Aussehen einer wohlgetrofsenen Aehnlichkeit, da die Zeichnung außerordentlich lebendig ift; auoh mussen die hier hervortretenden politischen Grund- sähe ibrem Charakter gemäß seyn, da die so kurz vor der Eröff-

„Von dem Diener Gottes Ahmed Bassa Bey :c an seinen 911- liirten, dcn NitterThomas Meade eneral- ' ' - gieruW in Funiski sb d , G Konsul derEngleschcn Re r w t, w e e r er Handel des Menschen cchle ts mir zuwider war, und wie sehr er meinen GefinnungcY swidYspkalh. Unser Mitleiden mit den armen Sklavm hat nicht aufgehört, un- sere Sorgfalt für die Verminderung dieses Handels und die Erleich- txrung der Last, welche er auferlegt, zu bclcbcn. Wirbabcu es folg- lich fur angemessen gehalten, den Verkauf derselben auf den Märk- i ten, wo der öffentliche Ausrufcr sie feilbot wie das Vieh, abzuschaf-

. 5fen, sowohl in Tunis, unserer Hauptstadt, als ami) in der ganzen | Ke entschaft. Wir haben die Taxe, wclchc uns durch ihren Vcr- kau zu gute kam, abgeschafft; dennein solches Einkommen mußte von Allen, welche menschliche Gefinnungcn hegen, verachtet werden. Dieser Theil des Menschengcschiecbts sollte jedoch mehr Achtung genießen als die ubrigen Thiere. EZ wird, wenn Gott es erlaubt, eine Gele enheit seyn, sie an:? der ungluckltchen LaJe von Sklaven zu erretten, o weit es den Kaditalen ihrer Herren ke nen Verlust verursacht und weil tnac!) dem WilienGottes m kurzem diese Maßregel vollsi ndig dukch ' tc Abschgffung dieser Art des Eegenthums in der anzen Regentschaft zur Ausfubriin gcbrachtwerden wird. Vorläuftgg werden wir den YkrikilnldfddiTriérchFtTrvfiktheméFluß" iTheilnahme an ihrem Schick- , u : rer «) ' zum Jklehszhken- g avere wird uns mitGottes Hulfe r a en diese Nachricht Euch allein mit etbeilt da wir wis- L?RMTFÉZKFZLZÄMM mirédönltunsrEigen üvger diese/n Gegenßand mmen. raet u im ue “: .

Den 12. Regcb 1257 (6. September 1Zl).//Sch y des O km

Der Englische General-Konsui Sir Thomas Reade be ab sich, in Be leitung des Vice-Konfuls Ferrier, des Kanzlers Yes Konsulats _ anciliona, deo_Herrn Richardson und des berühmten blinden Reisenden Herrn Holman, von Tunis nach Bardo, dem Palasi der Bey's, um Muschir Baschur, Bey von Tunis, für den edeleu und menschenfreundlichm Entschluß, in seinem

nung der Kammer erschienene Schrift fast vermuthen läßt, daß mim sie gewusermaßen als das Pro ramm dieser Partei an esehen wissen woiite. Den Konservativen Ihr der Verfasser die ge ammte Opposition enk egen, die, ungeachtet der in ihr bestehenden entschie- den entgegenge ehren pdiikischen Richtungen, hirr unter dem Namen „er Partei des Forrschrirtes“zu einereinzigen Gemeindevereinigt wird. _Dtese Partei des Fortschrittes hareinenBoden,in dem fie wurzelt, näm- lich dns liberaleiprinzipe; und um zu beweisen, daß die konservative Partei“ des Prinzipes uberhaupt ermangele, wird eine geistreiche Vergleichung angesielidzw1schen ihr und den Tories Englands, um dann _aus den derschiedencn Zuständen beider folgern zu können, daß die Tories einen natürlichen Boden haben, auf dem fie fußen und der ihre reaie_ Existenz be kündet, die Konservativen dage en ?ZYUZJZ'tVicJYchuWh der ngiiÉ'chen Whigs mit der Franzßs-

e e ort rittes“ ' * * '

kksel'ZZ aus. . fa t hingegen zum Nachtheiie der

as aber den Verfasser vornehmlich verania t at die e a- raliele- zwrschen den. in beiden Nationen besteheßidehn “poiixisYen Parteien zu ziehen, ist der Umstand, daß er wahrgenommen, daß „die Konservativen sich wieder um die Person des Königs gesam- melt und_fich eng fan fie an eschioffrn haben“: ein Umstand, der aiierdings begriindet isi, nsofern diese Partei einem aou- vernementalen Prin ipe foigt, das in der Aufrechterhalkung*der Wurde der! Kdnigt ums eme Burgschaft sieht für die friedlich sich gestaltende Entwickelung der Nation und das Vertrauen der mit ihr VeÉbunsdenen MHchte:

„' s nicht 1“ wer, zu erkennen“, sa t der Verfa er, wo: her diese Nothwmdigkeit des Vergleichesgund der Wkidderspqu der in diesem Punkte zwischen Frankreich und England bestehe, kommen: die Englischen “Tories bestehen durch sich selbst und dran: chen keiner fremden Stuhr. Sie kümmern fich wenig um den

Gebiete den Sklaven: "an ei ab*u K* e '- schenZkeffdeenten abzusYtietZ. z„schi ff n, den Dank des Engli- er ey enipfing die En lische De utation in einem : dienz:Sa_ale, m Gegenwart des gChi-vaiirrt;p Raffo, Ministers Y? auswärtigen“ Angelegrnheiren und des Herrn Bo o, Ministers der Angelegenheiten derm Tunis wohnenden Europ er und der mei- Yn übrigen Minister. Der Audienz:Saal, welcher 200,000 oilars gekostet hat, is prachrvoli ausZeschmücktz die Verzierun- /

gen der Möbel bestehen aus Gold und El enbei ie "t iic- der der Deputation mußten fich neben denf Beymseßeé urthnZch- FZFwéiianFFeei gerZidht nzordien mar, las der Minister der ge ge egen eiten ie n da ' kumeJe m;)? chGiückwünsche vor. 6 Arabische ubersehten Do. err i ardson wünscht in seiner Adre e dem Be im Na- men der En lischen Kaufleute und Einwohnersvon Malelz, Goz o, Gibraltar, ,iorenz, Livorno, Neapel, Smyrna und Tripoii Gluck dazu„ daß er vorlaufige. Maßregeln zur Abschaffung der Sklaverei in seinen StJaten ergriffen habe, und er schloß mit den Worten: „Wir find glucklich, zu erfahren, daß die aufgeklärten Franxdsiscben Philanthropen Ihnen ebenfalls,» Ihrem edlen Entschluffe Glück ?ewänscht haben. Alle Rwaliraten müssen verschwinden, wenn es ich um.eine so _große Maßregei der Humanität handelt.“ Wahrend diese Gluckwunsche verlesen wurden, war der Bey Léfrs [Zwßgx ixnd (?'eihMaF hböilixie) man ihn, indem er die Hand . _ er eg ?, t er s in ra er,t eils in talieni * sagen: „Zeh that es von Herzen gern?“ Z scher Sprache i' Der Bey dankte Herrn Richardson für die Mühe, die er bei ' Entwerfung_ der AdresseÉehnbr: „Ich erkenne“, sagte er, „die große / Ehrenn, die mir zu heil geworden ist, Ich werde jede (Vele- i genheit zur Verbesserung des Zystandes der Schwarzen in Afrika 5 ergreifen. Ich habe mit Vergnugen angefangen, den Sklavenhan- del abzuschgffen, und werde nicht aufhören, an dem großen Werke der Cmancwation zu arbeiten, als bis die Sklaverei in meinem Gebiyeltle vZUig Zisgerotwe ist.“ s err oiman einige Zeilen mit seinem ?( arat e rie: ben ,hatte,_rief der Bey aus: „Weiches WunderippDii-sergJékzann 5 isi em Heiliger, er wird von Gott beschüßt!“ Auch mit Herrn Reade _unterhieit er sich sehr freund|ich. * Die Antwort des Bey's auf die Adresse der Deputation lau: * tet foéHetJderniaßY: ] u m ey ott! Der Diener Gottes ' 5 : schont Bey, souvcrainer Fürs des Gebietes ÉUYTTsYF! YIYxchYFn Engländern, die fich zur Vercdlun des Menschen eschlechts in der Stadt und dem Lande vereinigt ha cn. Gott verie be ihnen Ebre'“ „Wir haben das Schreiben erhalten, welches Ihr uns durch den chrenwerthen Richardson übersandt habt, um uns wegen der Maßregeln Glück zu wünschen, die wir er kiffen haben zum Ruhm der Welt um um dcn Menschen vom &hiere zu unterscheiden' Euer Schreiben hat uns mit Freude und Genugtbuung erfülit“ ' das “Rottn'ßerbe un:7 bei in unseren Bemühungen und eßatte'uns, ' wohlZe Mid estßiM/o nungen zu erreichen, und möge un erHcrz ibm

[“,“-,!“ dget Ihr ficts unter dem Schuhe des allmächtigen Gottes »

Sidi ben Ayed, eine der angesehenßm

F;3'*-„,:ft«x:7 F'äékig“ ,Punvexgmoq. „„MS-W: :I; “Fichi? a ere gewe en un war i '

allen seinen Sklaven die Freiheit gab, e ner der Skiken, der fast

'- "sm 'da- |. d Mien, da die talieni d a : zYsK' Sprache “7 er Levante und in deIr Bar ?:eiuxechntkr

Parteien wollte der Verfasser da- Temin „“vom-m-

Thron, „sie behaupten, diesem gegeniiber, eine Unabhän igkeit, sie haben fiir denselben Weder unterwürßge Ergebcnheit no schuldi e Erkenntiichkrct. Wenn das Königthum zu ihnen kommt, so neJ men fie es vielmehr als ihren Verbündeten, denn als ihren Herrn auf" sie unterhandxln mit ihm von Stufe zu Stufe, einigen ihre Sr rke mcc der seimgen und theiien im Namen der Biliigkeit das gemeinsame Benefiz. Die Wh!“ s hingegen find in einer ganz an: deren Lage. Auch sie haben TZeii an der Aristokratie: fie find weder das Produkt noch die Vertreter der Volksmassen, und jen- seits der Gränzxn, die sie sich gezeichnet, ist ein weites Feld. das die Radikalen einnehmen, die man wahrlich nicht mit unseren Dema ogrn vermischen muß.“ Diese Letzteren können aUein den ories entsprechen, Weil sie entschieden von ihnen ge- trennt smd und ihre Le ren wie ihre Grundsäße aus einer eigenthi'imlichen Quelle schopfen. Dem Episkopat gegenüber find fiePhilosophen und “auf dem Ydlitischen Gebiete Anhänger einer freien und voiisiandigen Egaiirat; fie fraternifiren mit den Jr: ländern, und Feinde artsiokratischer Privilegien, müssen sie das Monopoi des Grundbesitzes und der anusirie bekämpfen.““

„Die Tories haben unermeßliche Mittel, durch welche sie

- -

wirken. Sie nehmen alle Emporkömmiinge in fich au und ' * - - w !: ; sen ihnen ihren bestimmten Rang an, so daß fie sich uTsaufhöriiech

verstärken, je nachdem sie das Volk ihrer Häupter berauben. Sie entkronen imd enthaupten die demokratische Partei. Gewöhnlich erkennen .die neu in den Orden Aufgenommencn diese Be änsti- gungen „mit Uebertreibung an, und es scheint, als wolicen ißie fich durch die Heftigkeit ihres Eifers von jedem emiedrigenden Anden: ken rrinigen. Sind sie nun große Herren geworden, so eheilen sie mit ihren Erstgebornen die schwere, aber gewaltig gesiükre Lask des arikkokratischen Gebäudes. Da fie übereinstimmen* i Werke gehen, so, erhalrxn fie die Gutspäcbtcr in einer Air" *n Dienstbarkeit, bringen die O?ational:anusirie durch Verbote oder gesteigerte Taxen an fich und verschaffen fich zu gleicher Zeit den Handel dadtzrch, daß sie stufenweise und ununterbrochen nrueAus: TTZkYYtTverTffdjen' Yiend libYIic-n Angriffen sesen sie die mäch- [ or er wa en en r'o'e e t ': nen TÖk'V-Ykl'wairungen verdankt.“? n gegen, welche England sel- ie age der Whigs ist bei Weitem ni e ' ' ' haben nicht die tiefen Wurzeln, welche in der F**rxxngxxiTiJ'vesri-é

- senke liegen, und es fehlen ihnen die von den Radi aicn aiisge:

angenen Doxtrinen, welche, die Politik an eine moraii'che ' i- ?énsthast zuryckfuhrend, die Institutionen Lon einigen 'kiiif-IYH, klarin, entschiedenen, der gebietenden Wahrheit entlehnren Axiornen ableiten. Die Whigs halten an dem Bestehenden, weiien abcr auch,unaufhörlich veerbeffern; ihr errhum bcsichr darin, daß es fie nicht ,b-esonders kummert, ob ihre Reformen auch nicht mit der alten politischen O_rdnung unvereinbar sind. Während ihrch-gm'r dite Unverleßbarkeie der Consiturion, an der so viele Zntereffk" Zangen, zum Wahlspruche nehmen, begnügen sie sich damn. ven ag zu TagMaßregeln vorzuschlagen, die aus keinem System bewor-

gehen, die nur eine gewisse liberale Farbe haben, und die ihre Stärke weder aus dem Ansehen einer glorreichen Vergangenheit,

Gegeben zu Tunis, 26. Dy Elsojah 1257 (9, Februar 184.2). ' Yb aus dem Verführerischen eines radikalen Pianesz-“ehen. Die

higs scheinen eine Partei des Ueberganges; sie würden fa,? alle

in die gemäßigten Nuancen der Tories und der Radikaien eintre- ten, und wenn die Gefahr vorhanden, entsprichrihre Stimme nichk dem weiten und treuen Echo, welches auf den Sedrei einer gro: ßen und nationalen Masse foigr.“

iisök“

Durch die Vorausschickung der Darßeiüzns .“