1842 / 146 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Bemerkungen: „Es ist wahrscheinlich, daß durch einen solchen Vertra die Belgischen Fabrikate auf den Deutschen Märkten einen ortheil über die Englischen gewinnen werden. Wir ho en, allmälig unsere eigene Re ierung dem Beispiele der Belgichen folgen zu sehen, weil wir herzeugt sind, daß England. wenn es sich zur Gewährung billiger Bedingungen und zur Bewiiiiäuug gegenseiti er Vortheiie bereit zeigt, bei dm Deutschen bereitwi iges Entgegen ommen finden dürfte, und daß dieses Verfahren zu einem weit umfassenderen und ergiebigeren Handel mit dem Festlande führen könnte.“

Man beschäftigt fich in der City sehr lebhaft mit einem Pri- vatschreiben aus Rew:York, welches im Südamerikanischm Kaf- feehause angeschlagen ist. Es heißt darin, daß Lord Ashburton der Bundes-Regierung Ö? Washington vorgeschlagen habe, die Gränzfrage dadurch ?ur ledigun zu bringen, daß England das streitige Gebiet bezah «* Dieser orschlag soll den Regierungen der Staaten Maine und Massachusetts mitgetheilt worden seyn, jedoch weni Aussicht auf Erfolg haben, da dem Abschluffe eines derartigen ebereinkommens eine Abänderung der Bundes-Verfas- sung, nach welcher es nicht gestattet ist, einen Theildes Gebiets der Freisiaaten „an “eine fremde Macht zu verkaufen, nothwendig vor- hergehm mußte.

Aus Worcester wird gemeldet, daß die Königin Wittwe bei einem Handschuh-Fabrikanten eine ansehnliche BesieUung gemacht hat. Man hofft, daß dies Beispiel in der vornehmen WeitNack): ahmung finden werde, da ohne solche Hülfe die Handschuh:Fabri: cation m Worcesier, welche soné'i den aupt:Nahrungszweig dort bildete, fast ganz zu Grunde ge cn mu . . _

Nach den neuesten Berichten aus Peru und Bolivien isi General Baliivian in Folge des Sieges von anavi bis nach Arica vorgedrungen und hat diesen Hafen beseht. Laut einem Dekrete, datirt Lima 28. Dezember 1841, unterzeichnet vom Prä- sidenten Manoel Menendez, sollen die Peruaner, in Nkasse sich

egen diesen Einfall erheben und auf jede mögliche Weise dem Feinde Widerstand leisten. Durch ein zweites Dekret vom 27. Dezember wird nicht nur der Hafen von Arica, sondern die ganze Küste von Sama, bis nach der Spiße von Pisaqua, in Biokade- Zustand erklärt. In dieser Beziehung wird den VereinigtenStaa- ten und den übrigen Ländern am Atlantischen Meere diesseits der Linie, wie überhaupt allen Europäis en Nationen, eine Frist von 10 Monaten gewährt, während sie f rBrasilim. Central:?[merika und Mexiko auf 8, und für Chili, NemGranada und Aequator auf 4 Monate fesigeseht isi, Mittlerweile hat Baliivian erklärt, daß er nicht gekommen sey, um Eroberungen zu machen, sondern um Frieden zu schließen. Zum Andenken an die gewonnene Schlacht werden für die Anführer und Offiziere überhaupt oidene Denk- münzen geprägt, wovon diejenigen, welche an die cnrrale aus: etheilt werden, eine Ein assung von Diamanten haben sollen. Die edaille wird an einer chleife mit den National=Farben getragen, Die Soldaten erhalten auf dem linken Arme einen Schild mit grünein Felde und goldener Einfassung nebst den Worten: „Sic- ger von Jngavi, am 18. November 1841.“ Die Wittwen, Söhne und Väter der auf dem Schlachtfelde gefallenen oder an ihren Wunden gestorbenen Soldaten erhalten die ganze Löhnun ihrer Verwandten als Gnaden ehalt auf Lebenszeit. Dem eneral Ballivian hat die Stadt ruro den Titel: „Retter von Bolivien und Vater des Vaterlandes“ beigelegt. Ein besonderes Dekret befiehlt die Errichtung einer viereckigen PÉramide von 45 Fuß “ohe auf dem Schlachtfelder von Zu avi, zur rinnerung an diese af: fenthat. Auf die Spiße der vramide wird General Bailivian zu Pferde in Guß gestellt werden. Die Peruaner untcr Ga: marra zählten 5400, die Bolivia-r 4100 Streiter. Nach dem Ver- lust der Schlacht, welche im Angesicht der beiden größten Bcrge der neuen Welt, des Zliampu und Zliimani, geiiefertwurde, war- fen sich die Trümmer des Peruanischen Heerhaufens auf Cala: marca, wo 8200 Mann nebst dem Ober-General Don Ramon Caskiiia und 174 Offizieren in Gefangenschaft ge;iethen. _Die Pe: ruaner hatten 500 Todte und 422 Verwundete, die Bolwier 208 Todte und 484 Verwundete.

In der Chilischen Kammer der Abgeordneten hat der Mi- nister der auswärtigen Angelegenheiten auf einen aligemeincn Kon- reß aller Süd-Amerikanischen Staaten angetragen, in der Ab: icht, Ru e in diesen Ländern herzustellen und freundschaftliche Verhältni e mit ihnen anzuknüpfen. Besonders sollte dabei die freie Sehifffa rt der Flüsse zur Sprache kommen, und wie der Minister erkl rte, isk Brasilien bereit, dem Antrags Folge zu [ei- sien. Ein solcher Kongreß wäre unstreitig von großer Wichtigkeit, wird aber an Rosas einen unversöhnlichen Gegner finden, wenn ihn das gegenwärtige Mißgeschick seiner Waffen nicht ur Ver: nunft bringen sollte. Nach den so eben eingetroffenen Fachrich- ten sollten die Generale Rivera, Paz und Lopez Kriegsrath über die Fra e halten, ob die Heerßaufen von Uruguay, Corrientes und Entre: ios egen Buenos: [yres vordringen oder diesseits des Platasiromes leiben sollten. Santa:Fé isi unterdessen von ihgen beseße worden, und die,n'ordiichen Provinzen snd von den Anhan- gern des Diktators gesaubert.

Nach Berichten aus Valparaiso vom 30. Januar lag dort der Conere-Admiral Thomas mit zwei Kriegsschiffen; drei andere kreuzten an der Chilischm Küste. Die Fre gm „Präsident“, welche diese Na richt mitbringt, hat auf dem uckwege Rio Za- neiro berührt. an meidet von dort, daß die Brasilianifchen Be- hörden, anstatt dem Britischen Gesandten in der Unterdrückung des Sklavenhandels beizusiehen, i m jede nur erdenkliche Schwie- rigkeit in den Weg legten. Zu io Zaneiro lagen sieben Fran- Üßskbß und ein Amerikanisches Kriegsschiff vor Anker. Man ““I-' "bir die unzulc'm liche Bemannnung der Britischen Kriegs: REIM aFiledM'Knns eciften derÉKriiegsschiffx der verschiedenen

tr meri ani en taton an ea im reund a t- “Öskm Verkehr mit einand'ré, f sch f

G London 20 Maj D

- -„ . urch die Großmuth und unermüd- “É' Fürs???" S“ Maikßät des Königs ist Berlin und dem ge: WM?!" IutjfchetiSVateriande in diesen Tagen ein Loher Schaß 'm" " Uich'É- QMM? von 845 Indischen pandschriften, T:!- ZJ Ms !, wel e die Vedas vollständig und in vor-

ck A ck“an ent Qt. o „o, ert mbers, wei - . ! Ws“!- aus Bkßhl St.Majesiätéien YFUÉTTJNJM RYAN

«* ;gyfd bat. WM!" Paris 11 L DRBoW-M "in Oxford ift erächvoronrYngßfiYoäxx Fledxti MMM- WWÖ- daß Pksfkssol'Wilson ihr seine

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MK , abgetreten-hat. Der in orb Q'MnVet-as alien i , bekanntenMAhsan-FYX Liko?- WDR Nu miese, dm Rig da mt amn, sm. v W Wu . bes“:

_ e und in koßbarm Ge use; ausbwah ., iir die Abszrijc , allein wmm in Indien10005pß„ät_ - Die Veda- oacdm . Nummern aus. die apano,» 25, - gan : Sammlung ist r 1250 Pfd.emordm worden. Pro ff„

.“iK-“bxeits damit beschäféigt, ein krip'chu V"““bnß zu igen, und vielleicht werden wir diem! ausgezeiehzma

mm ir E“ ist dies die Sammlung des

(528 Gelehrten bald eine aus jenen Schäßen vorzu sweise ge: schöpfte Indische Blumenlese im Ureexee verdanken, w er bereits

die Freunde der Sanskrit-Dicheung mit einer solchen Anthologie in Deutschen metrischen Ueberschungen beschenkt hat.

VrüYl, 22. Mai. Die ZoU-Verhältniffe zwisxn Luxem- burg und eigicu bileten am 19. Mai in der Belgis 11 Re rä: sentanteen-Kammer den Gegenstand eines Berichts. welchen err Zoude uber eine Petition der Tuch-Fabrikanten in Lüttich erstattete. „Die Petitionaire“, hieß es in diesem Berichte, „verlangen die Auf- Tbung des Gesehes vom 6. Juni 1889, welches den ab etretenen _ heilen von Luxemburg und Limbur für verschiedene rzeugnisse ihres Gewerbfieißes eine Zoll-Ermäßigung bewilligt, jedoch nur bis zu einer bestimmten Quantität und blos fur die damals be- reit? bestehenden Fabriken. Der Grund, den die Petitionaire anfußlrcn, liegt in der Veränderung der Handels:Verhältniffe, die aus dem nscdluxse des Großherz thums Luxembur? an den Deutschen Zoll-Verein hervorgehen mti» und den Ma t des ab erretenen Landeestheils erweitert, während Belgiens Absaß sich in 019? der Einfuhrung des Deutschen Zoll-Tarifs vermindern dürfte. Was insbesondere den Gegenftand ihrcr Gewerbthätigkeit, die Wollen- zZUgc, betrifft, so geben sie an, daß schon jetzt Weit mehr einge- fuhrt werde, als jenes ..Gescß erlaube, und daß dies noch zuneh- men werde, weil es“ den' Deutschen Fabrikanten "ohe leicht sey, iich desselben Weges _ u bedienen. Ihre Kommis ion wird sich nicht dabei aufhalten,_ hum nachzuweisen, wie völlig unbegründet dicse Angabe__,ij"i u ihrer Widerlegung mögt es, das Ge- sch zu lesen, dei] ii Abschacffung die ' etitionaire vertan: gen. Würde diese Abschaffung fur Bei im vortheii aft seyn? Zu: nächsi haben Sie eine eventuelle Beg nstigung f r die Einfuhr von Cerealien in das Wallonische Luxembur gewährt, das nicht Jenug für seinen Bedarf erzeugt und das Fe lende in den benach- arten Theiicn des Deutschen Luxemburgs ankauft. Naeh Ab- schaffung des Geseßes wäre es möglich, daß man Getraide aus den Provinzen Namur und Lüttich dorthin bringen müßte, was bei der bedeutenden Entfernung den Preis sehr steigern würde. Dieses Opfer werden Sie einer Gegend nicht auferlegen wollen, deren Armurh sprüchwdrtiich eworden ist. In Bezug auf den Überall siockenden Eisenhütten etrieb würde die Abschaffung des Gesehes den Eisenhütten in Luxemburg noch ein neues Uebel zu: fügen. Bekanntlich liefert der Deutsche Theil von Luxem- burg das Erz, welches dem Luxemburgischen Eisen die Ei enscbaf- ten verleiht, weshalb dieses von den feineren Na eischm eben so Ysucht ist, und das Gesch bestimmt deshalb ausdrucklich, daß alle

egünskigungen aufhören sollen, sobaldjenes Erz bei (einer Aus: fuhr nach Belgien mit irgend 'cinem Zoll bele t werde. Man hat ebenfalls Beschwerden erhalten über die Einf hrung von Fayence- Waaren, allein es ist auch bereits nachgewiesen worden, daß die Production in Belgien der Consumtion nicht genügt, daß man fich zur Ausfüliung der Lücke an das Ausland wenden muß, und daß in Bezug auf Qualität und Preis England und Luxem- burg wetteifern. Zhre Sympathieen, meine Herren, wer- den über den Vorzug entscheiden. Unerwähut wollen wir lassen, daß die Einfuhr aller dieser schweren Gegenstände unsere Ausfuhr nach Luxemburg erleichtert, we «'n der Ersparung der Transportkosten, die daraus entstehen.“ roh aller dieser Vor- theile, welche das betreffende Geseß Belgien gewähre, meinte der Berichterstatter dennoch, daß Belgien “vom „Zollvereine für dessen Fortdauer Begünstigungen, erlangen musse, und da der Minister des Innern erklärte, __daröbc mur, en am 12. Juni in Stuitgart Verhandlungxy brginißég,5 „neß * an die Sache einsiweilen auf sich beruhen.“ _ “„IT-'. 45 Z ' '

Antwerpen, 22. “Mai.“ “Mehrere Schiffscapitaine, die im Begriff sichen, von Antiverpen und Gent nach Hamburg abzuge- hen, beabsichtigen, wie der:“Précurseur d'Anvei's meldet, ge: schickten Handwerkern, deren Profission bei Bauten von Ruhen isi, z. B. Maurern, Gipfern, Zimmerlcutcn, Schmieden die freie Ueberfahrt nach Hamburg und zugleich Kost und Nahrung wäh- rend der Reise uiid acht Tage nach ihrer Ankunft anzubieten. Man hofft, daß dies Anerbieten recht zahlreich bmuht und die Hülfe beim Wiederaufbau ein neues Band zwischen den beiden Belgischen Städten und der Hansestadt werden möge.

Dänemark.

Kopeuha en, 21. Mai. Der Kandidat Wesiergaard, wel- cher sich schon fruher durch seine Forschungen in den orientalischen Sprachen aUSgezeichnet und jeßt auf einer wiffenschaft1icheu Reise in Ostindien begriffen isi, hat zur Fortsehung derselben für dieses Jahr von Er. Majestät 1000 Rbthlr. erhalten“). .

Das neue Eisen-Dampfschiff „Hekla“ ist von St“. Majestät dazu bestimmt, die Dänischcn Naturforscher nach Stockholm zu bringen, da keines der Königlichen Dampfschiffe Raum genug hat für die große Zahl der Angemeldetrn.

Bei dem neulich schon erwähnten Besuch der Schwedischen Studenten brachten dieselben Oehlenschläger in seiner Wohnung im Fasaqenhofe in Frederiksberg, welche ihm erst kürlich von Sr. Majesiat ringer umt ist, ihre Huldigung und be7r ßten ihn mit einem seiner eigenen Lieder, das von einem Schwed scheu Kom- ponisten in Musik 351“th ist.

Der Alton. erkur fchreibt aus Kopmhagen:_ „Betrü- bend ist es, daß das hier bei der ersten Kunde von Hamburgs Brande so lebhaft erwachte metxschliche Mit esühl später bei Man: chen den Regungen einer Nix iingl-Empsind ichkeit Raum grgebcn zu haben scheint, die,sich“§du, “Ben lauten und nationalen Aus: druck der Deutschen Sympat ie für eine Deutsche Stadt verleßt fuhlt. So wahr isi es, daß . allen menschlichen Gefühlen, auch den besien, Srlbftsucht beimis die nur einige Na rung von außen zu erhalten braucht, um den rensken Quel] des erzens selbst zu verJziften. Was ist die 'epriesme Vaeerlandsliebe in ihrer Aus- schi eßlichkeit anders als " erweiterter, verfeinerter und, wenn man es so ausdrücken will, veiedelter Egoismus? Sollte dieser aber nicht in einem Augenblick „i'chweigen, wo das Geschick einer großen Rachbarsiadt nicht nur in den nächsten Stamm enossen, sondern in der gesammten Europäischen Völker-Fam lie das

leider nur zu Fr verdunkelt: Bewußtseyn einer innigen brüder! m und risilichen Getminßbaft mächtig hervorruoE muß? hrlich, unser „könig isinicht mit einem "“?me

vomMegan n, als er auf die erste Kunde von Um nur den msFetn' und den König* eines _ _ baevoikeiz reden ließ. Und dieses Nachbarvolk, ist es nicht roy ungereGk, wenn es in einem solehen A eadiié Bu'mmmun' g en seine Deutchen Gtammverwandnn egc, mit “denen es u so manche it here danke verknüpft «! und von denen es die Reformation und so “kl! du“ edelsten Krim geixiger Bildung «vpfimgm hat? Doch, was sagen voir Nachbarvoi! Wir können uns nicht denken, daj

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solche Regungen allgemein oder anders als vorüber chend sind bei einem Germanischen Volksstamme, der 0 oft in ort und That seine Verwandtschaft des Geißes und emüths mit dem Deut- schen Brudervolk an den Tag gelegt hat.“

Deutsche Bundesftaaten.

München, 21. Mai- (A. 3.) In der iefigen Köniks. Erz eßerei berrs t dem“ ein un emein reges Le m. Die zw lf kolo alen Ahnen- tatuen, welche nde Septembers im Thronsaal des Fe baues aufgestellt werden, sind bereits sämmtlicb gegossen und ze n davon ganz vergoldet, während die [osten beiden, nebst noch zwei Kandelabern, welche gleichfalls für den Thronsaal be- stimmt sind, rasch ihrer Vollendung nahen. Nun kommen dem- nächst die Monumente für Darmstadt. Karlsruhe und Frank t an die Reihe. Die Modelle di 1- sind von wanZaier gr 5- tentheilo schon ferti gearbeitet, ie 19 Schuh ohe tatue des Großherzogs Ludw g von Hessen sogar schon zum Erzgusse eingeformt; sie kommt auf dem Louism-Plah zu Darm- stadt auf eine 114 Schuh hohe Säule «zu sehen. Das Denkmal, welches 'zu Karlsruhe dem verewigtm Großherog Leopold errichtet wird, erhält zur koio alm Statue auch ein ie- destal von Erz, wie auch für das G the:Dmkmai ein gleiches, reich mit Basrelitfs verziert, bestimmt isi. In gleicher“ Zeit iegt Professor SchWantZaler die lehre Hand an das koiosfxale Modell der Bavaria, so da im nächsten Za r mit dem Gu] e de onnen Werden kann. Ein neuer eben so e reuiicher als e renvo erAu -

tra wurde der An alt in dem 11 sie enden De nu!- . .Ke : fins? Bildhauer Tsixnnrrani in om i]? mit der Moden rung des

roloffaien Standbildeo des regierenden .ikdniZJ;2 von Neapel be: schäftigt und wird dasselbe demnächst nach ünehenzum Guß senden. Diese Statue muß aus einem Stück gegossen und bin: um Jahresfrist vollendet nach Messina gesendet werden.

Baireuth, 22. Mai. Se. Königl. Hoheit der Herzog Alexander von Württemberg isi aus Paris zu einem längeren Zinsenthalte auf seinem Sommer-Lustschioffe „Phantafie“ ange- ommen.

Dresden, 26. Mai. (Leip. Z.) Die nachfolgende Ueber: sicht weis? den ferneren erfreulichen ort_ angIl der im Königreiche Sachsen von der General-Kommi ion Für bldsun en und Ge: mein eitstheilun en geleiteten Auveinandersexun en is zu Ende des ahres 18 0 nach. Bis zum Schiu e rs Jahres 1840 waren überhaupt in Erörterung gekommen 2011 FroknaAbidsun m, 1785 Natural:ZinssAblösungm, 1801 Hutun s-A lösungen, 46 Ablösungen anderer Sewimkm, 4-10 Geme nheits-Theilun en, 160 Grundstücks-Zuéammenle ungen, 9Ab|dsungm von Bier- er- lagsrechten, 44 Ma izwangö: bldsungen, zusammen 5996 Ausein- anderseßungsAngelegenheiten. Davon iindbis Ende 1840gä_nziich erledige worden 8149, so daß 2847 annoch anhängig waren. Da jedoch von dieser Sumnie 1896 als materiell bereits erledigtanzusehen waren, indem 861 bereits in Rezeß:Entwüt'fe aufgenommen und 585 bis zum Re eß-Entwurf vorgeschrikten waren, so warm zu dieser Zeit nur nocZ 14-51 Sachen in Erörterung und materie" zu erledigen. Von obigen 5996 Auseinanderse ungen wurden anhängiJ bis Ende des Jahres “1888 971 Sachen, m ahre 1884 751, 885 681, 1886 811, 1887 488, 1888 806, 188“ 764, 1840 721.

Hannover, 18. Mai. (Hannov. Z.) n der außeror- dentlicyen Sihun erster Kammxr am 9. Mai ?( ends and der Antra , dir der" tadtHamburg- zu leistende Hülfe betre end, znr Berat ung Derselbe lauter:

„Stande md cn beschließen: Stände halten fich iibcr engt, daß das die Stadt ambnrg betroffene rosie Brandunglü und die daraus entspringenden unmittelbaren olgen die theilncbmendüe Bc- achmng dcs Kdnigrcichs„.f„3annover verdienen, und da eine Beihüife uud_Untcrßü?ung für die bedrängt: Stadt iich mu o mehr in jeder Be iebung a s eme unabwcisbare Pflicht darstellt, ais dieselbe bci frü eren, das ?icige Land betroffenen Un !ücksfäacn ibreTbeilna me siets bcrcitwiu g nach Rechten durch H ifciciüungen bctbätigt at. Stände müssen zwar die Art der Verwendun?si der der Stadt Ham- bur in ihrer cgenwärtigey BcdränYenkilß u le enden Hülfe dem Er- me en der Kön lichen Regierung 11 a en, iicilen abcr derselben zu dem Ende dee umme von 100,000 thlrn. aus den Landesmitteln zur Disvofftion.“

Dcr Proponeth lenkte die Blicke der Versammlung auf das roße Brand-Ungluck, welches die nachbariich befreundete Stadt Jo pidhlich und hart betroffen. Lasse sich auch der anze Umfang dcs Un lücks zur Zeit noch nicht übersehen, so sei; och nach den von vie en Seiten eingegangenen Nachrichten als gewiß anzuneh- mm, daß Viki? Tausende, ihrer ganzen Habe verlustig, an den noth- wendigsken Lebens-Bedärfnissen Mangel leiden. Der Redner laubte sich einer Schilderung der Nothftandes überheben zu dür: en, indem jedes Mitglied gänug davon wi e, um überzeugt zu seyn, daß augenblickliche Abh ist dringend ge rdert werde. Han- nover aber sey es, dem die P icht dieser Hülfieißung bJondU's oblie e, um so mehr, als am ur bei den großen Un sfälien in desem Lande eben so ereinvi i und rasch als räfZilg ge- holfen habe. Man werde vieliei ! einwenden, der ntrag sey noch nicht an der Zeit, weil es noch an genaue- ren und offiziellen Angaben mangeie. Man dürfe indeß diese nicht abwarten. Die roße Noth des Au endlicks fordere schnelle Hälfe, wie denn ü erhaupe die u bewäiigtnde Summe nicht dazu besiimme seyn könne, einen ah des Schadens zu ewähren, sondern nur, die häifsbedürftigmA brannten für den Augenblick mit den ndthi sien Lebembedü ssen u versorgen. Auch könnten Zweifel dar er c den werden, ob tände zu der Bewilligung befugt sx n. Di e Zweifel müßten streng gap?“ Werden. Es sey nicht ?“:ine Absicht, durch eine SchildekuWVc'rs- roßen Jammers und Elends das Mitgefühl der vm bes en- ?ammiung rege zu machen; es zieme sieh me?? “ck" b [to""u' UeberieguF der Zulässigkeit und ZwrckIäUk & & d Yet“ "mit: aber jene esorgniß für alieMaken bis, " ' td" eh d'" f der Regierung über die Landes-K-qö uverfügen, "“ wo arau ankomme, eim staatmaÖbarl cht zku erfüllen, da sexn ste

tet, auf die Landeöm ml u greifen. olche FBI 941!be 'vack? Nicht zu gedenken, da? im Staatsieben w e

m riva eben es eine Pflicht der Dank arkeit und gegen- seitigen Yer eltung gebe; nicht u gedenken, daß ambm'g auf solche Vergeeunlg einen Ansprucs habe; die Rücksi t en das eigene Land, weches mit amburg in so mannicd a Ziehung und Verbindung ficke, la e es als eine unabweis are Bj! cht er- scheinen, kräftig dah n zu wirken, daß diedartbedrängte rade bald wieder auf den Punkt idrer bmx: Bld e xl-W. Auch den Bewoxnern der angrän enden Lan. theilt, wel ?, durch dirP

der schiin-it etkesbw ss WW An ungen f r die auf“ Hanno ' Wet ne Zweifel in ,x! Anzahl ko menden ö] dürftigen ni würden ent; ehm “nnen, m «ine "ng 'gmöhrt werden. Ein anderes Mit- lied nahm diesen ertrag auf. Wie weit „anderson , jr Schuss der Unte sung eine Bewilligung auszusprechen, m ge n

., und kräfti

. der Noth gesch?

Jeder mit fich selbsxausmacbm; er- halte es aber für seine Pflicht,

n umi en, welehe Hamburg un- nochmals auf die Un! 'iknthIdezt! la en, da er aus amtlicher

xrem Lande habe zu irksamkeit bezeugen kz""k- '*'" b“ d'" DYFQÜMZ “sjchtxeji'l

1888 Amte WinsengeFthnr HY? “MXT seym n cht alle 11 von Pri-

endet' der Senat habe auch eine

YIJZJÜF', "UMZYUZ'MW 'Seaanmieeein bewilli t. Ein

dritter Redner nahm Jann das Wort. Das Ungl ck habe

«„: mx «„a-n -“ch“**“;;."3k.i'sz„xi„“..?-W.,?- trauen-

veranern das f'xeen YFU- SeiinYöwÉE, ol; ?tFin eV zu der Beg:

dur d e i t, a e erivendun

“&!“an def" e, sweZandechzu gute komme, so wie daß die Reg-

“MZ? ?ZmyeßgY-tinv Iks'kk ""ck“; so“)? Hüifsleisiungen, wie ch“ Zegenwärtig Msm'kkm seyn soiltm, zu ewähren, vollends . _ e

Nur m diese Rücksicht auptsä lich ervorgehoben und um Ständen einm Haitpunkt f r die Biwi igung zu ge- wäh'rm in dem Antrage ausgedrückt werden, daß dieselbe auch für die ,bereits geleisteten Unterstuhungm gelten folie. Die Regie; run habe, was dankbar von den Ständen zu erkennen sey, rmt raf „- Hälleeistung nicht gezögert. Sie habe außerordentliche Mittel aufwenden müssen. 9 un sey xs Sache der Stände, der- selben entge en zu kommen, um sie nicht in den Fall zu bringen, später miqunträgen au Bewilligung an Stände u kommen. Ze t herrs c das Mit? hl; sey das erkaltet, so md te eine Be- wilki ung n cht so bere twiliig ausgesprochen werden. Er halte es für flieht, der Regiermig mit der Bewillißlung entgegen zu kom: men, und vertraue zu derselben, daß sie lies thun Werde, den Nothsiand in Hamburg zu mildern. Der Redner stellte den Ver- besserungs-Antrag: ?n dem Antra e nach den Worten „zu dem Ende“ den Zufah zu c en: „und f r die dem Vergehmen nach bereits geleisteten miiita rixchen und sonstigen Unterstuhungen (die Summe von 100,000 Rt lr. zu bewilligen)“ . _ Ein Mitglied glaubte sich gegen den Antrag erklaren zu mus- sen. Wiewohl er das Gefühl, aus dem der Antrag. ervorgegan: gen, anerkenne und ehre; wiewohl er persönlich gem! der Unter- siühun förderlich seyn werde; so halte er sich als andstand nicht berechegt, für einen fremden Staat etwas u bewilligen. Ami) ein anderes Mitglied war dieser Ansieht. r bevorwortete, wie er hierunter verkannt u werden nicht hoffe; wie er erwarte, daß man das persönliche was die LandständischePfiicht zu thun gebiete. Aus leßtcr Ruck- sicht abcr müsse er sich für die so eben geäußerte Anficht aus- sprechen. Würde indeß in dem Antrag ausgedriickt werden, daß man der Regierung 'freisielle, den Ersah der fur HKMÖUT'F 9?- machten Verwendungen nicht zu verlangen; daß man der “??" ferner die (Mittel biete, u ferncrwcit för ndthig erkannten Huis- leistungen,so wie dazu, daß3 die auf diesseitiges GebietAufzunehmcndc-n versor, t würden; so würde er sich gern für jede Bewilligung erkläre'n. Mit orbe alt eines dahin zielenden Verbesseruan-Antrale fur die Weite erathung werde er übrigens heute „fur“ den ntrag stimmen. Man verkannte diese Bedenken nicht. Es sieh? _de Stände-Versammlung wohl an, mit Besonnenheit und Umsicht Lu Werke zu gehen und, ohne sich blos Gefuhlxn hi" US?- en, sorgfältig und genau Verpfiichtun und Befugmß zu pk f?"- Dadurch erst bekomme der Beschluß se nen Wert und die Kraft, um ge en alle Ausstellungen und Mißverständni e sicher gestellt zu wer en.„ Dennoch aber müsse man sich entf ieder) fiir den Antrag erklären. Die Regierun habe mit großer ereiewilii keit Maßregeln ergriffen, um die Toth zu miidernxdeshalb m ssep i r gerade jeßt die Mittel ebotrn werden, um die qußerordentli- cken Kosten zu decken. St nde scyen zu der Bewilligung demi): tigt und verpflichtet. Es soije hier kein Akt derWohlthärigkeit geübt, sondern nur eine staatsnachbarliche Pflicht erfullt Werden. Die Bun: desgeseßeverpfiichten einen jeden Staat, dem anderm in der Zeitder Noth militairischeHülfe zu schicken. Dann komme das Interesse des eige- nen Staats bedeutend in Frage, daß nämlich die Uneerthanen derjeni: gen Landen eile, deren Wo lsiand hauptsächlich durxh den Flor Fmburgs edin t sey, bei teuerkräften erhalten wm'den. Ein itglied sprach ich dann noch mit Wärme für die Bewilligung aus. Das Gefühl müsse dem Amrage das Wort reden, und bei einem so außerordentlichen und großen Unglücksfalle würden formelle Bedenken ihm nichts gelten. Stände müßten der Re: gierung zeigen, daß auch sie bereit seyen, ihr die Mittel zu ge: währen. um das Zu vollführen, was fie so edelmüthig begonnen habe. Daß noch ermrweit bedeutende Kosien erwachsen würden, sey unzweifelhaft. Die vielen Hütfsbedürftigen, wei e auf an: noverschcs Gebiet kommen würden, zu versorgen, m sse zun chsi Bestimmung der Bewilligung seikn; dann möchte sch auch zur Hand- habun der Gränz:Poiizei ein m litairischer Cordon als ndehig darsiel: len. ierdurchzhielt das Mitglied, welches den Verbesserungs-Antrag gestellt hattr, semeBedc-nken beseitigt und nahm denselben zurück. Ein anderes Mitglied bemerkte n'och, wie er bei seiner lan 'äxrigen ständi- schen Wirksamkeit stets dafur chaleen habe, daß Yk nde bei Be: willigungen immer mit der grdßgten Spar amkeitverfahren müßten; der schönste Zweck und Erfolg solcher parsamkeit aber sey der, daß man Mittel habe, zur Zeit der Noth zu helfen. Man gab dann noch anheim, ob nicht die Angele enheit vertraulich zu be- handeanß-yn te. Dagegen erhoben ich indeß me rere Stim- men. an wo te trade Oeffeytlichkeit und aus i'- rli e Mit- theilu , damit man m Lande inne werde, daß St nde ncht von der?! cht ausge angen seyen, iedi [ich einen Akt der Wohlthätig- keit xu üben; da die Bedenken rei71ich erwogen und der Beschluß auf die Ueberzeugung gebaut sey, daß Stände behufs Erfüllung der Faatsnachbarlichen Pflicht und Uebung der Vergeltung, so wie im ntcrejse des eigenen Landes, zu der Bewilii ung nicht aliein berechtigt, sondem auch verpflichtet seyen. Der ntrag ward be: kanntiici) unter Dissens einer Stimme angenommen.

Stutt art, 20. Mai. (Oberd. Z.) n der gestrigen Sisung der bgeordneten:Kammer wurde eine ote der Kammer der Swndeoherren verlesen, betreffend eine Einladung zum Bei- tritt zu einer Bitte an die Regierung, den durch den Hamburger Brand“ Verunglückten eine Unterftößung aus Staatsmitteln zuzu- wenden. Die Suche wurde an eine Kommission verwie en, und wir haben guten Grund zu vermuthen, daß sowohl die ierung als die Kammer der AZeordnetm in gleicher Weise bereitwillig seyn werden, ein Unglü [indem zu helfen, das in allen Gauen Deutschlands so warme und thätige Theilnahme hervorgerufen hat.

Karluuhe, 23. Mai. (Oberd. 3.) Unser Landtag ist “."“ eröffnet worden, und zwar ohne die Fdrmlichkeit einer Thron- “d" ck"* den “' sidenten des Ministeriums des Innern im AMRO? Ul Gr er vgs. Die Regierung bezeieYet den Stein- v d Wade iesrs Landtags nebst dem ud et, jedoch ÉxbwÜesT-WIK ie Fdliideru der Blkdisevm äCisenba ndbitslwßur = kne'ae demn moren en Landtage WUK?! bieilsien. rige so ck|

rseikigt.

efühl von dem werde zu trennen wis[en,“

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Main , 28. Mai. So eben erfahren wir, daß gestern Mittags gegzen 12 Uhr bei Kesctheim, unterhalb Koblenz, die beiden Dampfsohiffe, die zu Ber gehende „Stadt Elberfeld“ von der Düsseldorfer und das szu hal gehende Schiff Nr. 15 von der Kölnischen GesellsOaft, o hart an einander gefa ren sind und die „Stadt Elberfeld“ so fkark beschädigt ist, da das [eseere Schiff, dem der Radkasten abgefahren worden, seine Rei e nicht fo ehen konnte. Menschenleben hat das bedauerliche reigniß glü icherweise nicht gekostet, und so treffrn die Fol en desselben zunächst nur die beiden Gesell chaften Und vielleicht ein eReisende, die durch diese unfreiwillige erzbgerung in ihren Ge7chäften ge- skdrt worden find.

Hamburg, 25. Mai. (H. Korr.) Die Preußischen Pit?- niere verlassen uns jeht abtheiiungsweise, so wre diejenigen Arbei: ten, deren Ausführun fie nach dem Wunsche des Senats über- nommen hatten, bernd gt werden. Sie begleitet der Dank und die Anerkennung Aller, welche den Fortschritt ihrer Arbeiten heob: achteten, und insbesondere der Behorde, zu welcher fie m nghere amtli e Beziehung getreten waren. Bei derEroffnung einiger versch treter Wasser-Communicationen haben diese Truppen durch ihre beharrliche, Yordnete Thätigkeit in kur er Zeit viel gelei ei, und eben so war ei der Sprengung eines chon lange ba_uf llt- gen Theiles der St. Petri-Kirche die Präzision und Wirkung der angele ten Minen von besonderem Interesse. _ Es war die Aufga e, die an der Südßeite des Thurmes belegene Ecke des ursprün lichen Seitensch es und eines später ange- bauten NebensdhiffZs niederzulegen. ie Mauern derselben sianden bedeutend aus dem Loth, sie waren zwar bisher durch Anker im Innern gehalten gewesen, jest aber, nachdem diese Anker von dem

erabgestürzten, außerhalb am Thurm angebracht gewesenetz Glocken- ?piele zerschla en waren, in mehreren Richtungen zerrissen und nicht mehr eizubehalten. Dabei mußte, das Mauerwerk des Thurmes, dessen Konservirung mati gleich anfangs brschlossen hatte, so wie der übrige Theil der Kirche, vor nachtheiligen Er- schütterungen bewahrt, auch auf das„verschont gebliebene südliche Portal, welches gute Skulpturen enthalt, Bedacht genommen wTr: den. Diese Aufgabe ist mit dem befriedigendften Erfolge gelost worden. Die ersie, versuchsweise gemachte Sprengung bewirkte eine Trennung der Mauer des Schiffes von der Thurmmquer; die unerwartet kräftige Wirkung des in Ermangelung gewöhnlichen Sprengpulvers gebrauchten feinen Jagdpulvers schlu indcß aus der von der inneren Seite der Mauer angebrachten ammrr nach außen durch und veranlaßte somit einige unvorhergeseheneDeran- gements in den Quaderschichten des Fundaments. Hierauf wur- den vier Kammern von außen in gleichen Abständen in derMaurr angebracht, deren fast genau gleichzeiti eExploston in wenigen Se- kunden die gan e Mauer:Ecke von 9 Fuß Länge, 5 Fuß Dicke und 64 Fuß H he niederlegte, ohne den Thurm _und das'sonsiige angränzende Gemäuer im niindesien zu beschädigen. Fur sach: versiändige Zuschauer war die Beochhtu'ng der Einfachheit und Schnelligkeit der Vorbereitungen, Wie. die Ruhe und Ordnung, welche beim Abfeuern herrschte. von gl7!ch grdßem Interesse. .

Wie allenthalben, hat sich auch dle Thetlnahme am Ungiuecke Hamburgs in dem kleinen Städtchen Travemünde auf eine ruh: rende Weise kund egeben. Im Städtchen selbst sind 1000 Mark, auf dem Lande 00 Mark eingegangen und bereits nach Ham: burg übermacht w0rden.

Hamburg, 23. Mai. (L. 21. Y Die fünfte Hamburger Compagnie hat heute erklärt,"?ß ihk“ iiM-Kapital erschöpft sey und se deshalb die bei ihr lau enden Yerficberungen als aufgeho: ben betrachte. Zugleich fordert sie ihre Versicherten auf, die noch unverdiente rämie zurückzuempfangen. Das Mißgeschick, Wel- (hrs die hieige Stadt getroffen, hat die Folge geh'adt, daß ein wirklicher Mangel an Vcrficherungs-Ansialten hier fuhibai'isk, wel: ZKM auch dadurch nicht ab eholfen wird, daß eini e Amsterdamer

ompagnieen sich zu Verst erungen empfehlen. acl) eingelaufe- nrn Nachrichten hat der Vorstand der Gothaer Bank vorerst be: schlossen, die gezahlte Prämie 1-3- Ma_l ais Rachschuß einzufordery. Es wird demnach beinahe die Hälfte der Wechselburgschaft in Anspruch genommen. - Nachschrift. Die Direction der Royal Exchange, weiche bekanntlich ihr Geschäft aus ganz Deutschland zurückziehen wolite, hat sich nach dem Brand entschlossen, sol- ches in Hamburg und dessen Umgegend fortzusrhen.

Italien.

Rom, 16. Mai. (A. Z.) Die Ankunft Sr. Majestät des Königs von Baycrn erfolgte vorgestern Abends. Mehrere unse: rer ersten Künstler hatten sich auf Villa Malta eingefunden, um den hohen Reisenden u bewillk'ommnen, der ihnen seine Freude ausdrückte, wieder in om zu seyn. Jm Publikmzr ist der Kö; nig bis jeßt nicht erschienen, da Regierungs:Geschafte seine Zett in Anspruch nehmen und der Kabinets:Courier morgen mit De- peschen nach München abgesandt werden soll.

Griechenland.

Das Athenische Oppofitionsbiatt, der GriechischrBi-ob- achter, bis zum 17. (29.) April, bringt keine Neuigkeiten von Wichtigkeit, Sein Haupt: nhalt ist (wie die A. Z. bemerkt) Po: lemik zunächst mit den T rkischen Blättern, abcr aUch ZZ)?" Maßregeln der Re ierung,'wobei er bedauert, daß ntcht axle [cz- Zl?" zum Thron eangen. Besonders ungehalten ist“ er uber die

W wie die ZeZnten erhoben werden, indem er Falle anfuhki- wo frisch angep anzte Felder besteuert würden wie solchx', die längst ,'" vollem Ertrag standen. Hierin will er auch die Ur- sarhe finden, daß die Einwanderung der Samier und .Krete'r mißlungen sey, die man doch härte ermuntern sollen, da nicht die hohe BLsieuerung, sondern nur die Vergrößerung der angebau: ten Landesfiäche dem öffentlichen Schaß von wahrhaftem Nußen seyn könne. Aueh klage er über das Unwesen der Wucherer und Güterhändler, die nicht selbst arbeiten, aber auf den Schweiß des armen Mannes [ ekuiiren. Mix dem Griechischen Cou- rier streitet fich der eobachter uber die FMB: ob die Anwe- senheit Bayerisaher Offiziere noch nöthig sey? ie Antwort isi natürlich verneinend, und als neuer Beleg für die e Behauptung wird angeführt, daß unter den Befehlen des errn Hieh die Fesiungswerke in Verfall erathen, daß bei Ankunft der Regent- schaft alle Geschütze in aupiia mit Laffetten versehen“ gewesen, 'eht aber troh der Veraus abung einer Million Drachmen zur (interhaltung der festen P| se die Laffetten verfault seyen und die Stücke mit Aumahme einer Uebungs-Batterie für die Kano- niere auf dem Boden liegen, überhaupt ein Material gar nicht mehr existire. So |I es auch in Koron und Modon aus: im Jahre 1886, als die esahun en aus Griechischen O zierm und

oldaten bestanden, hätten si: eine Bela erung an alten kön- nen, während der kurzen Besehung dur die fremden Truppen seyen sogar Häuser und Magazine abgebrochen worden, um als Brenn olz'gebraucht zu werden. (Die Antwort auf dieseAnklage wird ncht ausbleiben.) Auch dient das Blatt Anderen zu Klage:

so den Einwohnern von Santorin, bei denen der Weinhandel stockt, besonders seit der ErhöhunZ des Russischen Tarifs um 20 pCt., wodurch der Absaß nach bessa gehemmt iki, so daß, der Wein nicht einmal um 8 bis 9 Rthlr. die Zipe Käufer findet und für die Bezahlung der Abgabe rift-Gesu e eingegangen sind. Sein Wunsch ist, die Regierung m chte Sorgetragen, durch einen geschickten Weinbauer eine bessere BereitungS-Methode einzufüh- ren, und den Einwohnern selbst räth er, unmittribare Verbin- dungen mit den Europäischen Märkten anzuknupfen, damit die Güte ihres Erzeugnisses gehörig bekannt werde. Gegen die Türkischen Blätter ist der Haupt-Vorwurf der, daß sie die Hellenische Nation systematisch verleumden, wenn fie deren Gerichten Schuld geben, man ßnde gegen Seefracht:Betrügereien (pmxmxämg) Griechischer Unterthemen keine Justiz. Dies wird nicht nur durch Beispiele widerlegt, mit der inweisung auf das Geseß, das die Bartaterie mit fünf: bis zehnj hriger Einsperrung bestraft, sondern es wird auch angefiihrt, wie die Königlich Grie- chische Marine selbst an den Küsten von Kleinasien und im Golf von Thessalonich gegen Piraten die See-Polizei übe, wie sie denn von Kanaris zu drei Verschiedenenmalen in ihren Schlupf- winkeln auf esucht, zwei ihrer Häuptlin «, Karaparifis und Be: netas, im *ampf getödtet, der dritte, akris, mit sechzehn sei- ner Genossen gefangen und enthauptet wiirden seyen. Zn Attika und Böotien waren neuerdings, mit Hulfe der Bauern selbst, fünf Räuber fesigenommen. An der Nord:Gränze war es ru: hig. Die Einschiffung der rekrutirten Truppen dauerte fort. In der Sache des Bischofs von Selafia, den die heili e Synode im Einverständnis mit der Staathewalt an! den e-tuhl von “.)[chaja befordert hatte, der fich aber diese Ver nderung nicht ge: fallen lassen wollte, sieht der Beobachter au'f Seite der Regie: rung: er biliigt es, daß der widerspenstige-Praiat' zur Ruhe ver- seßt worden isi, und erkennt in der Bewirb ung einer monatlichen Pension von 200 Drachmen einen Akt öniglicher Großmuth.

Das Erdbeben am 6. (18) April hatte auf verschiedenen Punkten des Königreichs Schaden angerichtet. Häuser waren eingestürzt, die Wasser des Eurotas und Pamisos trüb geworden. Nachher hatten stch die Stöße noch mehrmals wiederholt, doch ohne von neuen Unfällen begleitet zu seyn.

Türkei.

Konstantinopel, 4. Mai. (21. Z.) Folgendes ist der wahre Hergang der Gefangennehmung der Drusen:Häuptlinge: Schon vor mehr als einem Monate hatten die Drusen-Chess unter fich eine Verschwörung ange eteeit, um das Türkische Zoch abzuschütteln. Die Turkischen Be örden wollen behaupten, daß fie von fremden Einflüssen dazu angeregt worden. Sie suchten nun auch die Maroniten in diese Verschwörung zu verwickeln und mendeten sich deshalb an den angesehenen Maroniten-Schech Franßis im Horan, um durch ihn die anderen Maroniten:Häupter zu earbeiten. Dieser schlaue Mann ließ fich mit ihnen it) Unterhandlungen ein, welche er auf eine feine Art in die “Länge zog, ihnen immer Versprechungen machrnd und VeerslchUnd, daß er schon eine große Anzahl Maroniten fur ihre Sache gewonnen habe. Damit die Türken durch ihre häufigen Zusammenkünfte nicht aufmerksam wärdcn, überredete er fie zu schriftlichen Berathungen; so wie er von den ersten Häuptlingen schriftliche Beweise in Händen hatte, über: schickte er fie im geheimen dem Seriasker Mustapha Pascha. Mustapha ersah aus dieser Korrespondenz seine und Omer Pa: scha's gefährliche Lage und traf auf der Stelle die nöthigen Maß: regeln. Er gab Nedschib Pascha in Damaskus davon Nachricht und befahl ihm, mit 5000 Mann egen den Horan aufzubrechen, indem er eine Expedition zur inkreibung der räckjiändigen Steuern vorschäßte. Die Kommandanten von Beirut und Saida erhielren den Befehl, ihre Garnisonen marschfertig zu halten und guf ihrer Hut zu seyn. Auch slee er fich mit Aegypten in Verbindung, um von dort im ußersien Nothfaiie "ülfe zu erhalten. Omer Pascha trug er auf, die acht H upt- linge, von denrn er schriftliche Beweise in Händen hatte, durch Lisi zu fangen. Omer Pascha veranstaltete ein Mitkagmahl, nach desen Beendigung er die Häupter zu einer Berathun vereinte, in welcher er energisch die Wiederhersteliung des gerau ten Guts forderte. Als die Drusen es abschlu en, ließ sie Omer Pascha durch ein Bataillon Truppen einschlieZen und gefangen nehmen. Was die Maroniten betrifft, so haben diese sich nun für die Tür- kische Sache erklärt und Omer „Pascha ein Hülfscorps von 2000 Mann angeboten, um gegen die Drusen zu marschiren, was er aber ausschiug.

Inland.

__ _. Spremberg, 25. Mai. Bei dem am 28sken d. M. hierselbsk abgehaltenen Woilrnarkt smd circa 527 Ctr. Mittelwolle zu dm Preisen von 50-55 Rthlr. pro Ctr. verkauft worden,

Posen, 23. Mat. (P. Z.) Durch die Mittel des hiesigen Haupt-Bank-Lombards sind von der Re ierungs:Haupr;Kasse dem Handels:Verkehr im April 21,150 Rt it'- in Darlehnen auf Effekten ewährt worden. “Dieselbe Aushülfe im März c. betrug 45,300 hir; Die Nachricht, daß das zweite landschaftliche Kre- djr:Sysiem fur die hiesige Provinz von des Königs Majestät ge- nehmigt worden, hat in dem Stande der Rittergutsbefißer große Freude hervorgerufen, da man _schon seit mehreren Monaten sehn- [jchsk darauf warkeie. Auch 'die Herabsehung des Zinsfußes der Skaats-Schuldscheme hat einen erfreulichen Eindruck auf die Stimmung derselben hervorgebracht. Es wird dadurch die Hoff: nung immer mehr befestigt, daß der gestiegene Werth und Kredit ?esergndbefißes bleibend seyn und im Allgemeinen der land: ubliche Hypotheken-Zinsfuß in hiesiger Provinz von 5 auf 4 pCt sich Frmarenstixerdx ' ' n den dti en Kommunen giebt sich immer me - freulichen Erfolgen das Bestreben kund, Sparsamkeit MYJ- nimg im Kommunal-Haushalt einzuführen. So hat jest die mchtß weni er als wohlhabende Kommune Zirke i rkleines Käm- merei-Perm gen ge'ordnet und be eitet, wenn an mit Hülfe ei- nes Anlehens, die aber 2000 Nr ir. betragenden Kosten der sehr nothwendig gewordenen Warthebrücken : Reparatur, welche [estere bereits in Entreprise g eben ist und im Laufe dieses Jahres been- det seyn wird. Die ämmereikasse des unbedeutenden Städt- chens Sulmierzyce hat kürzlich 1000 Rthlr. Ueberschösse an die Provinzial: stituten- und Kommunaikasse zur zinsbaren Anlage abgeführt. an Seiten mehrerer Landräthe ist dagegen rücksicht- lich der Verwaltun * der jüdischen Corporations=Angekegmbkikm gegenwärtig gleichze ti die überein immende Ansicht ausgespw-km worden, daß das GHH vom 1. uni 1833 nach den SWW“

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