in den Debatten über die Wahlen eine neutrale Steliuiig behaup- tet; es hat die Legitimijim weder auf efordert, noch [h_nm abge- rathen, u den Wa ien u gehen; es ae sehr gut ausemanderge: seht, da dies eine ewii enssache und 5TYvan" eine um so delikam'e Sache sey, als die Deputirten und & er dabei einen Eid zu leisten hätten. Dieser Eid scheint indeß f !“ diejenigen Legitimisien, wel e durch die Gazette de France und die Quotidienne repr [entire werden, kein Hinderniß zu seyn. Das erstere Blatt hat namentlich erklärt, daß es den Eid nur als eine reine Förm- 1ichkeit betrachte, der man durchaus keine große Wichtigkeit bei: zulegen habe.
Herr Thiers weiß vollkommen, daß er sehr weit von der Ge: walt entfernt isi; allein sein einziges Bestreben ist jetzt, Herrn Guizot, zu stürzen, und dazu smd ihm alle Mittel gleich". Das Comite; dessert Seele er isi, giebt z. B. seine Stimme demHert'n Marie, der fur das fünfte Arrondissement von Paris als Kandi- dat auftritt. Herr Marie ist ein sehr ausgezeichneter Advokat, aber zugleich ein eifri er Republikaner, der eben so große Abnei- 7ung gegen Herrn T iers, wie gegen Herrn Guizot zeigt. Die: elbeti Znskructionen werden von den Comitö's der Departements “"Seite. Das Losungswort isi überall dasselbe, und die verschie- den_m Oppositionen vereinigen sich, um ihre Stimmen den dem Ministerium feindlichen Kandidaten zu geben, von denen man nur verlanÉt, daß sie fich verpflichten, gegen Herrn Guizot zu simmen.
ie Opposition befißt egenwärti nicht mehr dieseibcneDiit: tel der Wirksamkeit wie früZer," die Lgßahké'omiré's smd_fur die Bedürfnisse des Augenbiicks geschaffen und haben fokgiich nicht den- selben Einfluß, wie die permanenten Comité's unter der Restaura- tion, deren Mittelpunkt die' Gesellschaft „111116401, |L kik] t'aitk-m“ bildete. Zene improvifircen Comieé's habcn keine hinreichenden Verbindungen; ihre temporaire Existenz stößt nicht enu Ver: traum ein und an Mitteln &zur materiellen Wirksam eit erhlt es ihnen gänzlich. Es besteht ubrigrns eine für die Opposition wenig beruhigende Thatache. Bei jeder Erneuerung der Kammer vcr- mindert fiel; die ahl der neuen Deputirten und die alten werden gewöhnlich wiedergewählt. Das begreift sich. Wenn Jemand mehrere Sessionen hindurch Mitglied der Kammer gcwesen isi, so bilden sich zwischen ihm und den Wählern gewiffe Beziehungen, die fich nicht immer 1eichr zerreißen lassen. Die Wähler [affen sich heutzutage nicht mehr durch politische Motive bestimmen; ihr Votum isi gewöhniich eine Folge theils persönlicher Sympathieen, thriis von lokalen oder selbst von Privat-Jnteressen. Die Oppo- fitisns-Frasgen, welche in der [eßten Sesfion angeregt worden snd, beruhren te wenig und es isi ihnen ohne chifel gestattet, das Programm des erm Barrot etwas veraltet zu finden. In der That, ivas will err Barrot? Die völlige Wiedereinsetzung dcr Zury'm ihre politischen Functionen; ein Gesch über die Verant- rvoi'tlichkeit der Drucker, ein anderes über die anompatibilitäten m_der Kammrr und die Zulassung der Kapazitäten; Gesche über die BMLFUW? der Munizipal: und Departemental-Behbrden, na- mmtlich UBezug auf die Aufiegun und Vertheilun von Steuern U- s- „W “Z,!" könnt“, sa t Zeri" Yarrot zu den Wählern, „Eure Kandidaten uber alle dieße orschläge befragen und interpelliren, sie werden Euch Rebe stehen.“ Allein das isi ja schon mehrmals Yschexen; man weiß, was,die Mehrzahl der Wähler von diesen ers lägen hält, die man wenigstens zum zehnterkmale wieder auf- wärmt. Das Land ist nicht aufgeregt genug, um daran ein gro: ßes Interesse'zu nehmen, und die Wahler werden sich wahrschein- lich zu den nachsien Wahlen begeben, wie sie es bisher gethan haben, d. h. ohne auf jene Einladun en Rücksicht zu nehmen.
Die Wahl:Comite5's haben ein erzeichniß von konservativen „Kandidaten entworfen, deren Wiedererwähiung ihnen zweifelhaft oder sehr schWierig zu seyn scheint. Es smd dies etwa 70 Depu- tirte,“ wir halten uns überzeugt, daß sie, mit zwei oder drei Aus: nakmen, sämmtiich wieder erwählt werden. Was man bos jest weß, isi, daß etwa 20 Depurirre, worunter 10 konservative und 10 Opposiion6-Dcpukirie, sich nicht mehr vor den Wählern sie!: im und auf die Ehre, in der Kammer zu stßen, verzichten werden. Es giebt sodann drei entschiedene Depurirce, die noch. nicht erseht worden find; der Eine dieser Drei war ein Kdnservatwer und die beiden Anderen gehörten der Opposition der Linken.
Wir haben oben gesagt, daß es wirklich in Betreff der Wah: im nur zwei Parteien giebt: die konservative Partei oder 'die Regierung einerseits und die [egitimistische Opposition, die Linke und die äußersie Linke. Wir haben gezeigt, welches die Mittel und die Hoffnungen der leßteren Partei find, und wollen nun einen Blick auf die Lage der Regierung werfen. Unter der Re: stauration ward der ministerielle Einfluß bei 13?" Wahlen nicht für erlaubt gehalten, und jede Einmischung in die Ernennung der Deputirten von Seiten der Verwaltung galt für Betrug und Geseh: widrigkeit. Je'ht hat man sich längst über dergljeichen zarte Rucksichten imveg efeßr, und man bewilligt dem Ministerium gewassermaßen das
ercht, ich gegen die Oppofition zu vertheidigen, iipd zwar mit Hülfe von M*itteln, die ungleich mächtiger find, als Dléjenigén, Welche den Wahi-Comités zu Gebote stehen. Das Ministerium hat in der That seit drei Monaten eine Thätigkeit und eine Waohfamkeit entwickelt, wovon man bis ]"th t'wch keit; Beispiel har. eEs hqt mehrere sehr wichtige Geseß-EntwurfenzuruckJeha[ten, die uber wr: derstrebende Zniereffen entscheiden so ren, los um aller_We1t Hoffnun zu lassen. Es hat seit drei Monatey din Gememdrn, den Kir en und den Corporationen alle Vergunsiiguxngen bewii: ligt, über die es verfügen konnte; es hat durch geschickte Combi- nauonen mehrere Oppofitions:Deputirte zu sich hcrubergezogen; und außerdem sind besondere Znsiructionen an alle Prä- fekten und Unter: Präfekten erlassen wvrden, um n1§glichsi genaue Wahl-Starisiiken u erhalten. Endlich sind die Prafekten "“ck angewiesen worden, 30 viel Wähler als möglich persönlich zu besuchen. Man begreift, daß bei der Stimmung, in der sich der Wahlkdkpkr seit langer Zeit befindet, und bei einem so großen Aufwande Liim Mitteln von Seiten der Regierung alle gunsii: Jm Chances auf Seiten des Ministeriums find, und es ist mbh! einem Zweifel unterworfen, daß es mindestens eine eben so fug- ame qumer erhaiten wird, als die gegenwärtige ifi. Daraus oige freilich noch "Wk“ Wk HerrGuizoi seine gegenwärtige Stel: lung behaupten wird, aber die Wahrscheinlichkeit ist für ihn.
Großbritanien und Irland.
London, 10.Juni. Die „Königin at in den ie tm Ta en in Be leitung des Prinzen Albreoht undh des GrafenhMensdgorf dm erderenmn zu Ascott beigeivohnt,
as Oberhaus hat vorgeßern keine und gesiern nur eine ganz unbedeutende Sikung gehalten. Das Unterhaus war heute nicht ve ammtlt. e ern wurde in demselben wieder über den Tarif !: andelt und zuerst ein Amendement des Herrn Man [es, wo- nach der Zsa auf Indische BZumonenze-Uge von 5 auf9 31; pCt. reduzirt werden sollte, mit :)6 gegen 42 Stimmen verworfen. An ein auf Reduction des „30118 von roher Baumwolle gerichte- tes c?ktuertdrtnrnk, gegen welches von Seiten der Miniser Urzüg: [|ck eingewandt wurde, daß die Regierung der daraus entspringen- dm Einnahme von «30,000 Pfd. niche entbehren könne, fiel mit
710
97 egen 44 Stimmen durch, obgleich die Opposition bemerklich ma te, daß die Zölle auf Rohstoffe nebst den Auflagen auf Lebens- mittel alimälig die ganze fabi-izirende Bevölkerung in Armuth brin- gen würden. Ferner ward ein “.)(niendement des Herrn Ch. Wood, wonach der Einfuhr-Zou von Schafwtolie auf 1 Sh. für den Cent: ner reduxrt werden solte, und wofur der Antrag eller den Ver- fall der nglischen Wmeaaren-Fabrication anf hrte, da diese nicht mehr mit der ausländischen konkurriren könne, mit 122 gegen 65 Stimmen verworfen, nachdem der Präsident der Handelskammer Versichert hatte, daß das Miniserium diesen Zöllen die sorgsamsie Erwägung gewidmet habe, und daß es von der Angemessenheit ihrer Reduction, sobald de!“ Zustand der Finanzen es irgend ge: siatte, überzeugt sey, wie es denn auch diesen Fabricationszweig schon seht in dem Tarif nicht unberücksichtigt gelassen, indem es unter Anderem die Zölle auf voZetabiiische Oele und Farbesiosfr, die zur Wolien:Manufaktur vorzuglich gebraucht würden, herab: gesrßt habe.
Zu Stockport wurde neulich eine öffentliche Versammlung ge: halten und darin der Beschluß gefaßt, eine Denkschrift in Betreff des dort herrschenden Nothßandes an die Königin einzuschickrn. Die Armen:Steuern smd seit 5 Zaht'en in Stockport von 2628 auf 7120 Pfd. St. gesiegen; mehr als 3000 Wohnhäuser stehen leer; über die Hälfte der Spinnereibesitzer haben fallirt, und die Maschinen und Geräihe Von 21 großen Etabliesemrnks sind auf dem Auctions: oder Pi*ivatw«'gc verkauft worden. Bios in der einzigen Vorstadt „Keaton Norris sind unter 3000 Häusern 700 ganz unbewohnt; fur 800 werden die Miethen vertragsmäßig nm" theilweise bezahlt, und 1000 haben so arme Bewohner, daß die B;)fißer mit ihrer Klage wegen rücksiändiger Mierhe nichts aus- ri teten.
Aus Sourhampron erfährt man, daß zwei Englische Dampf: böte im dortigen Hafen für Rechnung der Mexikanischen Regie- rung auf den Ki'iegssuß bewaffnet und mit einer bedeutenden Menge Gcschüh und Munition beladen werden sollen. Diese Schiffe, welche auch Marine:Soldaken mitnehmen werden, sollen bestimmt seyn, den Krieg gegen Texas thätig fortzusehen.
Die Differenzen zwischen England und den Vereinigten Staa: ten sollen, nach einer Korresponden :Mittheilung in der Times, einer Uebereinkunft nahe seyn; die ereinigten Staaten, so heißt es, würden sich ztvar nicht das Durchsuchungs:Recht, wohl aber ein Befichti ungs-Recht in Bezug auf ihre Schiffe gefallen lassen.
Der am des in Newgate in Haft befindlichen Francis suchte dieser Tage um eine Abschrift der gegen seinen Sohn ab-
egebenen Zeugen:?lussagen nach; man verwies ihn von einer Be: Förde zur anderen und er cn1pfing von jeder den Bescheid, daß sie nicht im Besihe des Zeugen:Protokolis sey. Det'Globe findet es sonderbar, daß man unter solchen Ausfiüchien die begehrte Ab- schrift verweigere, wäehrend doch der Gefangene gesetzlich bereclztigt sey, dieselbe als ein fur seine Vertheidigung unentbehrliches Huifs- mittel gegen Bezahlung gewisser Gebühren ohne alle Umstände zu fordern. Wahrscheiniich werde dieses Hinhalten einm Aufschub des Prozesses bis zu der nächstfolgenden Assisen-Seiüon JUL'FOW Haben. Was Francis betrifft, so beharrt er auf seiner ersten Ver: sicherung, daß in dem Pistol, als es abgefeuert morden, bios Pul- ver gewesen sry. „
Der durch sein wiederholtes Eindringen in den Palast dk!" Königin bekannte Schornsteinfeger:But'sk-k)e Jones ist, Wk? “" Australisches Blatt vom 3. Dezember Meldet, als Ayswandrrer zu Sydney eingetroffen. DiéRegie-run hat ihn dorthin geschickt, um die Königin vor seine" kü-nßigxm: esuchen zu bewahren.
Die seither den Korn-Znspektorm obliegandrn Pßichten müssen vom 24. (*mai an von Accisr-Beansmu- versehen werden. Ersere erhalten för dm Verlust “Wv'Stelim keine Entschädigung, mit Ausnahme des Kormgnspekiors zu London, weicher bisher 300 Pfd. Sk. jährlich bezog. _
L London, 10. Juni. Als der schändliche Versuch auf das Leben unserer geliebten Königin stattfand, war ich krank und nicht im Stande, an Sie zu schreiben, um Ihnen einiges Nähere darüber mikzutheilen. Nun ist die erste Aufwaliung vorüber, und während Zeder nicht nur: im verordneten Kirchengebet, sondern auch in der" Tiefe des Herzens Gott für die abermalige Erhal- tung der Monarchin dankt, ist es auch eines Jeden Wunsch, daß man diesesmal dem Rechte seinen Lauf lassen und den Verbrecher wenigstens mit lebenslänglicher Deportation besirafen möge. Man radelt jeht allgemein jene milde Politik, weiche Oxford's Versuch als cin Werk des Wahnsinns ftempelte, wodurch nun dieser junge Taugenichts auf öffentliche Kosten ein Schlat'affenleben in dem schönen, geräumigen und höchst bequemen Irrenhause Bedlam führt, und man glaubt, daß Francis seinen Versuch aus keiner anderen Absicht gemacht habe, als um _eine eben so gute Versor- gung zu erhalten. Obgleich man eine Kugel bei ihm fand, isi es doch eben so zwvifelhaft als im vori en Jane„ob das Pistol wark- lich scharf geladen war. Uebrigens t die Konigin bei dieser Ge, legenheit wiederEigenschaften an den Tag 991292, die sie bei einem muthi rn Vslke nur noch beliebter machen mussen.
Hkan kann sick) wohl denken, wie viel persönlicher Größe es bedarf, um in der öffentlichen Meinung geachtet zu bleiben: wenn Journalisten (und zwar nicht einmal von denen, welche furs ge: nieinfie Volk schreiben) es dem-Hofe zum Verbrechen machen, daß man BäUe zum Besten der arbeitenden Klassen giebt und, revo der Ertrag von solchen nicht ausreichen will, so ar Kollekten fur die- selben veranstaltet! Diese lehre, so weit ée nämlich aus Sub: scriptionen besteht, isi leider noch nicht sehr bedeutend ausgefallen; denn Keiner is! noch dem Königlichen Beispiele gefolgt und hat seine fünfhundert subskribirt. Indessen weiß man noa) nicht, wie bis seht der Ertrag der in den Kirchen erhobenen Symmen isi. Ick zrveifie nicht, daß derselbe viel größer ausfallen ward, und er muß es auch, wenn die Königliche Aufforderung nicht zur Jroenie werden soll, Das Elend ist besonders iq Schottlayd sehr druk- kend, denn dort hat man keine geseßmaßi e Brstimmung zum Besten der Armen, wie in England, und a e Beiträge find frei- willi . „ ID?!" Tarif hat inzwischen binnen vierzehn Tagen weniger
ortschrirte gemaeht, als ohne die Pferderennen, welche in dieser Zeit stattgefunden, geschehen seyn würde. Besonders sind die, welche diese Woche zu Rocott die schöne Weit versammelt, dem Fortgang aller Geschäfte hinderlich gewesen. Indessen, so weit man damit fortgerückt, sind die Vorschläge der Re terung unver- ändert geblieben und werden es auch unstreitig erner bleiben. Ein Ausbruch der Streitsucht, welcher sich bei einer'Gelegenheit eigee und wodurch fast ein gan Abend verloren gm? war im chhsim Grade lächerlich. Cs 1 wirklich Zeit nach so en Auf- tritten, wie naeh den unzitmlichen Streitigkeiten und Entdeckun- gen über die Waklm, daß das Unterhaus wieder einmal etwas ehue, wodurch es eine Würde vor der Nation behaupte. Rotbuck macht mit seinem Aulschu e gar keinen Fortschritt, und in wischen werden die Wähler der ädte, deren Vertretung der ntersu:
Olm mom suspmdirt i , alle e u auldiger, und ein gro- ß“" Weil der «“ck-aka Panka-ht se in ihren Klagen.
Lord Zohn Ruffeli hat dem Hause einen Geseh:Vorsch1ag vor e- legt, wodurch Bestrebungen bei den Wahlen leichter zu entde en seyn und Verträ e zwischen Klägern und Beklagten, wodurch Un- tersuchungen na deren Belieben unterbrochen werden können, verhindert werden sollen. Peel erklärt sich mit dem Vorschia zufrieden; aber die, welche zu der Ueberzeugung ekommen, da , um wirksam zu seyn, das Unterhaus den Untersu ungen für sich selbst entsg en und dieselben einem stehenden Tribunal anver- trZF-teng'nu r, halten natürlich auch von diesem neuen Mittel n vor.
Lord Ashley's Vorschlag, um dem Unwesen bei m Kohlen-Bergbau, welches eben aus Licht gebracht worden, ein sehne!“ und entwir- denes Ende zu machen, isi von alien Parteien beifäsiig und sogar niitDank aufgenommen worden. Die Gache ist, daß ktkak keine emfiußreichen Personen für die Beibehaltung des Ur eis interes- ßrt sind und man sich folglich ohne Opfer den Ruf der Menschen- liebe erwerben'kaim. ?ck wii] hiermit nicht sagen, daß unsere Yuterhaus-Mitgliedrr elbiisüchtiger seven als andere Menschen; ich will nur darauf aufmerksam machen, daß fie ebm so wenig ais andere Menschen Engel smd. Man erinnere sich nur der Schwierigkeiten, welche der menschenfreundiiche Lord gefunden, als er imc seinen Reformen im Fabrikwesm anfing, und wie wenig er im Grunde in diesem Zweige zu bewirken vertuscht!
Belgien.
Briiffel, 9. Juni. Der Fürst von Chimay is! von MM" Functionen als Civil-Gouverneur des Belchxen LuxemkUks "U- bunden und Herr Deshamys zu dessen No 01 er ernannt wor: den. Es wird jedoch behauptet, der Lehren ha diesen PIN"! noch nicht angenommen.
Die hiesigeSammlung für die Hamburger Abgebrannrea be: trägt bis jekt 24,000 Fr,
„Herr Anatol von Demidoff und seine Grmahiin, geborne Fürstin von Montfort, find aus Paris auf der Reise nach St. Petersburg hier eingetroffen.
Deutsche Bundesstaaten. !
München, 9. Juni. Die Her o [. Sachsen:?lltmduks " Herrschaften find diesen Nachmittag iNr angekonuuen. Ihk“ Z?" ['Mit die Königin fuhr ihren Durchlauchtigsim Verwaudom bw zur ersien Station entgegen.
Se.Durch1aucht der Herzog von Bt'aunskhwei - m “ck ““S“ Tage hier aufhielt, hat unsere Stadt verlassen, um cknach BMU"- schWeig zurückzubegeben.
u embur 7. Juni. (Tr. Zr .) Se. Ma esiät un er KimiL Grroßherxoz! “hielt heute Behufs Erxffnun dk!" Étände kk- nen eie-rlichen &inzug in unsere Stadt. Dkk önig Großherzog war zu Pferde, von einer glänzenden Suite begleitet; die Garde d'honneur zu Pferde eröffnete den Zugxmd schloß denselben. Um ein Viertel vor “12 Uhr traf Se. Majestät a'uf dem Glacis der Festung ein und wurde mit 101 Kanonenschussm saiutirt, Der Gouverneur und Kommandant der Festung und die Mt lieder der Stadt-Regierung erwarteten Se. Majestät auf dem atis. Eine große Voiksmenge war nach der Stadt gestrdmt, um dieses imposaneeSchauspiri zu geniÉc-n. Gleich nach dem Einzuge fand die feierliche Eröffnung der tände statt. Nach derselben nahm Se, Majesiät bei dem Civil:Gouverneur, Herrn von [a Fontaine, in dessen schön gelegenem Garten ein Deerner ein. Um 2 Uhr besuchte der König das Etablissement des Herrn Boch-Buschmann und kehrte dann nach Woiferdingenzvrück. Um 5 Uhr war große Tafel, wozu sämmtliche Stände geladen waren. Ham. Abend hat Sk. Majestät einen glänzenden Ball bei Gr. Durchbucht dem Herrn Gouverneur mit seiner Ge mwart beehrt, weichem gx?- 300 Personen beiwohnten. Die ranzdfischen Prinzen m " morgen erwartet. Eine große Parade der gan eri Garnison soll, dem Vernehmen nach, übermorgen vor Sr. axesiät siattfindm.
Schleiz. Die Augsburger Allgemeine Zeitun ent: hält folgendes Schreiben einer Dame aus Schleiz vom 6. uni: „Gestern sollte von den hier anwesenden Schauspielern die Oxer „Czaar und Zimmermann“ gegeben werden. Ich ging frbTich und nichts Arges ahnend um 7.2 Uhr dahin; es war gedr nge voll in dem neuen Hause. Die Oper begann erst um 81- Uhr, da die fürstlichen Personen nicht früher kamen, Die Ouvertüre, der ““sie Gesang Und ein Duett gingen glück1ich voruber, da auf ein- mal löst sich der Verpuh an der Decke in der Mitte, und Kalk, Bretter und Berohrung senkte fich langsam auf die entsehten Zu: schauer herab. Jm U17?" Augenblicke war Todtensiille im Saale, Jedermann glal'bk? zu kl'äumen, bis eine neue und siärkere Par- tie Schutt und Bretter einen Jeden aus dieser Apathie riß und ermahnte, an seine Rettung zu denken, Einige Weni e, von Bal: km oder Brettern am Kopfe getroffen, waren augen lick1ich tobt, viele Andere wurden mehr oder minder beschädigt; Alles erhob ein entseßliches Geschrei, und nun entstand ein Drängen und Stoßen von allen Seiten nach den geöffneten Thürm JU- glaubte mich im ersten Augenblicke, gar iiicht verwundet, er: wartete aber einige Pkomente in furchteriicher Todes-Angst'dm Balken, der mich nach Meiner Meinyngzerschmeetern mußte; rm 6 um mich waren Bretter mit losgerissenen Nä eln, Kalk, Stau : wolken und ein wirrer Menschenknauel; aiim lig kehrte mir die volle Besinnung zurück, ich fühlte selbst ein Brett auf mir, be- freite mich davon und sirebte nun, schiebend und geschoben, dem Ausgange nahe zu kommen. Aber hier:“ war noch das fürchter- lichiie Schauspiel: die Ersten an der'Thurenämlich.meiftens Män- ner, Welche sianden, rissen die Barriérrn, welche die Pläße trenn- ten, ein, Manche mochten aber dabei esiolpert und gefallen seyn und die Nachdrängenden stürzten nun der diese weg, so daß der Weg über lauter Menschen ging. Ich schwebte gegen khn Mi- nuten lang in Todesgefahr: wäre ich gefallen, so war i ganz ge- wiß auch verloren. Endlich erbarmte fich ein Mann meiner und zog mich aus dem Mrnschengewirre. Es smd im Ganzen 21 Men- schen todt und viele schWer verwundet, bei denen wohl auch nicht
an ein Aufkommén zu denken in,“
Oesterreich. F ien 8. uni. (L. A. Z.) Nachrichtxn aus m'ara : folgeMk daF'elbstIder Er herzog Maximilian, Hoch- und Den ch- meister, auf seitzel; Dur reise schxer erkrankt, so daß ihm zwei-
mu te ur er ela en wer n. mal Dr:? C ef des FZanzTfischm Pionier: Corps, Oberst Galiok, wird in den nächsten Ta m hier erwartet, um den inurefsanten Uebungen unserer verein gt werdenden Pontonuiere und Pioniere nach dem Bira oschen Systeme bei qunen.
Die jest ü erall in so re er era ung sehenden Vorsichti- Maßregeln in Be ug auf die ifenbahnm werden auch dms; die bevorstehende defin tive Erledigung unseres Eiseoba listigtsew vermehrt werden. Der Entwurf ist sehr umfa end und wurde im vorigen Jahre mit Beiziehung der beiden hie gen eas» :
Directionm modißzirt, wonach derselbe dschu- eine proviso . e
mckchm als zweckdienlich ei t. “::-[?ck nun die Lc'mdesMegiet-ungz z?"
desselben aufgefordert worden. _- Ausschreibung für eim Lieferung
Geltung hatte und |ck Auf Anordnung der Hof" ria definitiven Berathun "M„ D“ "“ck im UPJ, '“ im Gavichee von 1501100 Ctra. „" ' “ te neuerlich dieHofkammer,demVernehmm nach, ;Fol i:: Y::QüsZäh-Xi ck, NW!“ wichtige und interessante Frage u erörtern ob die &,“an Schtenen-Waizwerke im Stande seyen, “ „5 d : Staats-meaitun gendthigt wäre ei- 2" Bedarf, ohne beziehen al] ährli n er eu m an um Theil “5 England zu d, I] Q I z I . . “ .die Ueberzeuguus sonen, aß as ' uantum unserer Fa. ?rikete für die ersten „Zeit hinlänglich genuge, und beabsichtigt, iim Kon “[,-wm„ zm- Errieheung solcher Wal werke unter er- ::zeammdm edingungm zu ertheilen, so daß wo 1 der ohne Ver: 1 ich rbßké The“ jener f r die Staatsbahnen zu verausgabendcn ?uertn im Lande ““ka „ird-
4. Juni. Aus allen Kreisen Böhmens [aufen sehr 1::,mxxgreagÖerichte ein, über den Stand der Feldfrüchte, durch die seit mehreren Wochen ununterbrochen anhaltende
m Die Sommersaat isi fast allenthalben verkommen, auch der Wiesensiand bietet das Bild gelber Vertrocknung und bedrahk unseren Viehsiand mit einer bedeutenden Reduction, „Um" unsere während der [rstserfiossemn Jahre so sehr gelich: tem- rrodm kaum wieder dem Normaisiand nahe ebracht wur: dm. Zuck auf die kommerzielle Thätigkeit übt die7e anhaltende Dürre bereits einen nachtheiligm Einfluß aus, da derWaffersiand der Moldau und Elbe so niedrig find, daß bereits die Schifffahrt darunter leidet, was besonders im gegenwärtigen Augenblicke sehr empfindlich, wo so viele Gegenstände unserer Ausfuhr mit Vortheil nach Hamburg geschafft werden könnten, wenn dieses mit der nö: chigen Beschleunigung zu bewirken wäre. Das ti'aurige Schicksal, welches jene Stadt betroffen, findet übrigens auch jene warme Theiinahmr, welche die Größe des Unglücks verdient; diesem und den wichtigen Beziehungen angemessen, welche durch den Elbhandel zwischen hier Und Hamburg, das einen großen Theil unserer Aus- fuhr vermittelt, stattfinden, nehmen die hier eingeleitet“! Samm- lungen zur liniersiühung der dürftigen Abgebrannten Hamburgs einen erfreulichen Fortgang, und beweisen auch bei dieser gemein: samen Deutschen Angelegenheit, daß unser Land als ein Deut:
sches sich betrachtet. Schweiz.
Aargau. Dem Vernehmen nach hat der kleine Rath be: schioffen, dem bischöflichen Kreisschreiben, daß in den katholischen Landesehciien für die Kirche in Spanien Gebete gehalten werden, das Visum nicht zu ertheilen.
Waadt. Mendelssohn:Vartholdy hat die Einladung ange: nommen, drm Schweizerisohen Mufiksesie in Latzianne beizuwoh: um; über sein Oratorium, das daselbst zur Ausfahrt!!! kommen wird, so" er Herrn Direktor Maschek dankenswi-t'the “ itcheilun: Im gemacht haben. „
Dkk Verfassungs:Eniwurf des Kantons Tessin isi vom gro: ßen Rath in drr zweiten Abstimmung mit 67 gegen 32 Stim: men angenommen worden, nachdem der Hauptgrund der Vermer- fung, die Ausschließung der Geistlichen von allen Stqatsämtern, durch ein Amendemrnt des Herrn Bereazzi hinweggeraumt wor-
den war. Türkei.
Konfiautiuopel, 25. Mai. Mehmed Ali war nal» daran, neuerdin s fefien Fuß in Syrien zu fassen. Ei“ wußte es durch seine Ver indungen in Konstantinopel so weit zu bringen, daß ihm der Weg angebahnt Ward, seinen Sohn Said PaschaIHum Gou- verneur von Saidah ernennen zu lassen. Ueber die äthlichkeit dieserAnsiellung ward kürzlich im Divan debattirt und der Groß: Wesir? et Mehmed zeigte sich bei dieser Gelegenheit unverhohlen als An Enger der neuen Ae optischen Dynastie. Indessen gaben mehrere Mitglieder des ConJeiis eine Art Protestaiion gegen diese Wahl zu Protokoll und der Sultan entschied in Alierhöchster Instanz im Sinne der lehteren. Eben so lehnte Se. Hoheit die von Mehmed Ali angsboteneUntersik-hung in Syrien durch Aegyp: tische Truppen ab.
Der Dänischen Fregatte .,Thetis“, an deren Bord fich deräl: U|? Sohn des Land rasen von Hessen:.Kassei befindet, isi der Ferman zur DurchfaJi-t durch die Dardanellen verweigert wor: den; dabei beruft sich das Turkische Gouvernement auf den Trak- tat vom 13. Juli 1840, woenach die Kriegsschiffe keiner Nation die Dardanellen passti'en durfen. Man glaubt, Sir Stratford Canning Werde sich bei dieser Kontroverse ins Niittel legen.
Die von Omer Pascha in Betteddin duroh Verrath gefange- nen 6 Drusen:Chefs find bereits hier angekommen.
Deer Großbritanische Botschafter hat die Freude gehabt, bei drm Turkischm Gouvernement den ersten Succeß zu errin en, die ?lbsehung Askar Aii's, des Bryö von Tripolis in der er: berei. An die Stelle Askar Ali's ist der seithet'tge Gouverneur von Bolt, Mehmed Pascha, zum Bey von Tripolis erhoben
worden. Ofiindien.
Bombay, 3. Mai. Der Hauptpunkt, worauf die Indi- schen Blätter jeht bestehen, lautet dahin, daß es verkehrt seyn würde, mit den ge enwärtigen Häuptern zu Kabul, Kandahar, Gisni irgend Vertr ge abzuschließen. Ein Monarch zUt' Regie: rung des Landes seheint nicht mehr vorhanden zu se n, und diese Blätter meinen daher, daß der Versuch, einen von chach Sud- schg's oder Schach Simon's Söhnen der ganzen Nation aufzu- ZFMUZM, England keinen Nußen bringen könne. Alles isi dort in
uf! sung, und wenn der Ha einiger religiöser Schwärmer ge en
die Europäer und die aligemeinsame Plünderxueht sie nicht zum n:
griff gegen die Brixischen Truppen vereinigt ätten, so würde, wie man behauptet, em allgemeiner Bürgerkrieg würden. Afgha: niikan iii demnach so ziemlich Lord EUenborough's Gutbefinden anheimgegebm, und seine Haupt-Schwierigkeic dürfte dar- in bestehen, mit den zwirträchtigen Häuptlingen fertig zu werden und sich zu verständigen. Das Gerüoht behauptet übrigens, die jetzigen Chefs u Kabul seven geneigt, ihre Gefangenen auszuliefern und m t der Indischen Regierung zu un- WWW“? Fiemßsmsn iZ-né meinean'yckdisohe Blätter, die Ab- gung er po , en n us zu ü er reiten, dieArmuth des Ufghanmlandes, den räuberischen, unienksamen Sinn seiner dün- nen Bwbjkn'ung, dm wiederholten Bedarf einer größeren Masse Europäischer Soldaten zur Fortseßung des Krieges, und vor Al- S die durch den Km erzeugte Austrocknung des Indischen Rehab“ in Erwägung Z e, so sey fast zu glauben, daß der hohe von Indien ein ebereinkommen mit den Af hauen amm-
x'se „„.-z„ insbesondere sobald die Britischen Ziege die Ge- kkspä e gesichert ätten, ipelche die Thore von Indien bilden, "" w e man k nfrig met strenger Wachsamkeit werde hüten
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müssen. Ein solches Uebereinkomqun wird nun aber, wie esagk, bei der Verwirrung unter den Stammen und Häuptlingen Ylfgha- nistans, für eine sehr bedenkliche oder fruchtiose Maßregel ge:
halten. China.
Macao, 24. Mär . Als der Französische Vice:Kon ul jn Macao, Herr Challaye, Kürzlich in Begleitung zweier Landssleute, der Herren Mouge und Jeanneri, an der Chinesischen Küste [an: den wollte, wurde derselbe, wie schon erwähnt, leich am Ufer überfallen und arg mißhandelt; es soll so ar auf9 die Franzosen Lesedosen worden und diese sollen nur mit OZTÜhe entkommen seyn.
in Engländer in Macao benutzt diese Gelegenheit, um das Thun und Treiben der Franzosen in den Chinesischen Gewässern, das den Engländern sehr wenig zuzusagen scheint, in seiner Weise zu beleuchten. „Wir empfinden wenig Mitleid“, so äußert er sich, „für die Franzosen, die sich dergleichen Gefahren so unnöthiger- weise aussehen, denn die Repräsentanten keines Landes haben in den Chinesischen Gewässern so wenig zu schaffen, wie die von Frankreich. Die Auw? enheit von Konsuln und Kriegs: schiffen in diesen Gewasscrn führe zu nichts Gutem und kann keinen redlichcn Zweck haben, denn es giebt dort keinen Franzöfischen Handel, der zu erhalten und zu ermun- tern, keine Französiscbelinterthanen, die zu beschühen wären. Die Chinesen rechnen natürlich auf Hülfe oderAufmunterung von den: jenigen Europäern, Welche sie uns mit mißtrauischem Auge beob- achten sehen. Deshalb würden wir es auch gar nicht ungern sehen, wenn die drm Französischen Vice:Konsul zugefügte Unbil! gelegentlich wiederholt würde; nicht als ob wir unserem Freunde, Herrn Chaliaye, Ueblcs wünschten, sondern nur, weil darin eine gute Lection für die Parrri:Politil-* liegen würde, welche dadurch, daß sie verlangt, die dreifarbige Flane solle auch in den Chinesi- schen Gewäffern Wehen und der Konig der Franzosen cinen Be: voilmäci'tigten auch in 9)kacao haben, ohne den mindesien Nußen sich solchen Beleidigungen ausseßt.“
oinland.
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:: Stettin, 11. Juni. In meiner BeleuchtunÉ der Rede des Herrn Thiers über Deutsche Eisenbahnen (vergl. iaats-Ztg. Nr. 150) habe ich diesem Herrn unwixsentlich in einer Hinsiche Unrccht gethan; dadurch, daß ich gesagt habe, es gäbe keine Deutsche Eisenbahn:Karie, Welche dir Beschuldigungen des Herrn Thiers rechtfertige. Seitdem nämlich ist „Werner's vollständigste Posi- und EisenbahnMeise-Karte von Deutschland 11, s. w., Magdeburg “17-442, 1 Rrhlr.“ . mir zu Gesicht gekommen, und solite der Französische Akademeker zufäliig diese Karte gesehen haben, so könnte er damit seine Be: hauptung: ,.es seyen Eisenbahanarien in Deutschland erschienen, mrlche eine Men e noch gar nicht Vot'handener Eisenbahnen ent- hielten“ -- begi'unden. Diese Karte enthält nämlich als ganz vollendet (sie macht keinen Unterschied) folgende Eisenbahnen: die Bei'lin-Stettiner (von 18 Meilen sind nur 6 vollendet), die Berliani'ankfurier (wird erst im Herbste d, J. fertig), die Magdeburg:Braunschweig- mit Seitenbahn nach Halberfiadt d' (iZ iersjk i;? éaufxndetizi _Zahre begjoxxen), te r :oerwr im a 2." ' - faFFJZPls I hkk hochskens bis ?lltenbutg die rag: i euer (ist nur bis 7ana--' „_ “7, - .- die Frankfurt:?)kannheimer (is?,xiur' ÉFLÖÉFMUM LMS)“ die 9)?annheim:Kehler (ist nur bis Heidelberg ,fahrbar), Bamberchürnberg (nur im Beginnen des Baues), Mailand-Venedig (von der Vollendung noch Weit entfernt), Kaiser:Ferdinand's:Nordbahn (unrichtig gezeichnet und nur auf 42 Meilen Länge eröffnet), WiemRaab (nur auf einer Länge von 10 I)ieilen eröffnet und fehlerhaft eingezeichnet). Dagegen fehlen: die Ober:Schlesische Eisenbahn (bis Ohiau fahrbar), die Hambur :Bergedorser Bahn (im “Mai d. J. eröffnet). Leider besi'Yen wir bis jcßt noch keine durchaus richtige Eisen: bahn:Karte von Deutschland, während von England, Belgien auch Frankreich dergleichen vorhanden sind. Dies muß Verwunderung erregen, wenn man bedenkt, daß das Sammeln der dazu erfor: derlichen Materialien keine große Sehwierigkeiten hat,
Aachen, 10. Juni. ()(-:ck, Z.) Wie aus zuverlässiger Quelle mitgetheilt werden kann, isi vor wenigen Tagen bei der König!. Regierung hier ein Allerhöchste!" Kabinets:Brfc-hl einge: gangen, wodurch des Königs Majestät zu beschließen gernht ha: ben, daß die 32 Säulen in den 8 Arkaden in dem hiesigen Hoch: münster, Welche bekanntlich in dem Jahre 1794 von den Franzo- sen fort enommen und nach den glot'reich erkämpften Siegen der hohen Herbündetrn in den Jahren 1813 bis 15, von Paris hier: her zurückgebracht wurden, wieder in demselben Zustande herge- stellt werden sollen, worin sie sich kurz vor drr Französischen Zn; vafion befanden. Dieser der Stadt Aachen aufs Neue zu Theil gewordene Beweis landesvärerlicher Huld, wird von deren Em: wohnern gewiß mit dem lebhaftesicn Danke anerkannt werdrn, so wie _denn die Wiederherstellung dieset" hiiiot'isch merkwürdigen Säulen uberhaupt von großem Interesse fur jeden Kunstfreund seyn wird, da solche nach authentischen Nachriohtrn aus dem Exai'chat:Palasie zu Ravenna herrührcn und auseranlaffung Kal'l's des Großen von dort hierher grbracht-worden find.
“Halle, 12. Juni. (Halle Z.) Die Leipziger" ZEik'FUI theilt unter dem “10cm! d. 912. einen Korrespondenz-Isrkikei uber die StMs-Ansiait Halle mit, an deren Schlusse dic Enkweishxmg vori 16 Gefangenen gleieh in der ersten Nacht angegébm ward. WU“ konnen Versichern, daß dies eine Fabel isi.
Zur Literatur und Statistik der Leipzig-DU'WUU' Eisenbahn.
„ N Dresden, 12. Juni. Ein bei Otto Wigand m Lripzig kurzlich erschienener „Leitfaden für die Actionaire der. Letpz'g- Dresdener Eisenbathompagnie“ (von L. K. W.) verdient eine ausführlichere ErwäZnun schon deshalb, mri! er so matiches ent-
ält, was anderen isenZahn-Geselischaften theils zur Lehre und
arnung, theils auch um Muster dienen mag. Denn die glän- zenden Erfolge der Nurnberg-Fürcher Bahn, _als dex et'ikxn in Deutschland vollendeten Dampfbahn, brachten eme so ubertriebene Ansicht vom Eisenbahnwesen überhaupt hervor, daß es kein Wun- der war, wenn die darauf folgenden Actien- Schwindeieien
tirien. Es sind seitdem über 6Zahre verfiossm, und doch scheint man an so vielen anderen Orten immer noch nicht begreifen zu wollen, daß weder die Ertragsfähigkeit noch die Erika siosgkeit einer Bahn zu ähnlichen Schu“! en für eine andere Ba berech- tigt, daß vielmehr jede, und w re es eine bloße Flügelbahn, eine eigenthömliche Physiognomie hat, den speziellen Wegen und Gc- seßen des se umkreisenden Handels und Wandels theils folgt, theils vorangeht, und daß uberhaupt die Lebensfähigkeit einer Bahn und ihre Blüthe dazu nicht blos von anderen sich an fie anichließenden Schienenwegen,sondern auch von gewissen in der ei enen Existenz, in der Yagexc. liegenden Voxbedingnissen abhängt. Eine ahn z. B. durch die Luneburger Haide, wenn zehnmal Mittel: und Bindeglied, Tees Europäischen Nehes, wird doch nie recht zum Leben gedeihen onnen.
_Dies führt zugleich auf den anderen Punkt, wie es nämlich im Interesse der Sache wie der bei einer Pri- vatbahn betheiligten Personen liegt, das Anlage:Kapital nur duroh ein Minimum von Actien, übrigens aber durch eine biUige An- leihe aufzubringen. Wäre dies bei unserer Bahn geschehen, so hätte eine solche schmähliche Agioeage nie stattfinden können, sich aber eine große Dividende viel eher eingeftellk. Klar ist es, daß wenn von 6 Millionen Rthlr. Anlage-Kapital 5 pro vierprozentige An:
leihe und nur “1 Million Rthlr. Actien gedeckt sind, bei . B. 300,000Rth1r. jährlichen Reingewinn auf die Anleihe 200,000ZJ1thlr. den Actionairen “it"),iXWRthir. oder 10 pCt. Dividende, bei 6 Mil: lionen Aciien aber nur 5ka.Dividende abfallen, Welche unselige Hemmung die Glanchesultaee dei" Iiürnberg:Fürther und die Actien:Schwindeleien der LeipziZ:Dre8dner Bahn auf das übrige Deutsche Eisenbahnwesen aus eubt, verdiente selbst jeßt noch eine, Wenn sonst möglich, akienmä ige Darsteljung. Jene Unsicherheit in den Maßregeln der Regierungen, wie in den Unternehmungen der Kapitalisten, würde vielleicht nicht eingetreten seyn, hätte man bei uns, die wir einmal die Initiative ergriffen, von vorn herein
den richtigen Gefichtspunkc festgehalten.
Der Verfasser des Leitfadens bespricht in Nr. 3 die Statuten und die dringend nörhige Revision derselben jehk, wo das Werk volien: drt und mit allen Erfordernissen hinlänglich ausgestattet iii. Er ver: langt nunmehr eine Beschränkung der ausgedehnten Vetrauens-Voli: macht, welche laut I. 39 (3-1 3, 6 und 9), II. 60, 63 und 67 dem Direk: torium zusteht und allerdings sehr bedeutend und deshalb auch Mißbräuchen aller Art ausgesetzt ist, - ferner Beseiti ung des Uebelstandes, wonach scit vier Jahren ein gutTheil der ZZetriebs: Einkünfte auf die Anlage verwendet wurde, - angemessene Besol- dung des Direktoriums (doch glauben wir, daß eine bloße Tan- tiiMe vom Netto:Einkommen, wie dies in Außerdeutschen Ländern gewöhnlich, den Vorzug verdiene, während freilich bei manchen Bahnen Englands und Nord-Amerikas die Dii*ektorial:Arbeiten blos Ehren halber übernommen worden) - nur allmäliges Anwachsen des Reservc:Fonds ic. Er Verlangt ferner, daß kein Neubau, keine Vermehrung der Transportmittel, keine Verstärkung des Diensi: Personals, keine Veränderung der Taxe ohne Genehmigung der '.)[ctionaire siattfinde, daß dieselben nicht nachträglich von dem Geschehenen benachrichtigt, daß überhaupt mehr General:Versanim: lungen einberufen werden. Wir onen die Nothwendigkeit und Zwvckmäßigkeic dersrlbrn nicht im gei'ingsien leugnen, aberje mehr ihre Zahl wächst, desto Weniger" dürften fie besucht seyn, dckio mehr ein kluges Direktorium immer wieder die Oberhand behalten. Zwar würde eine noch derailiii'tere Angabe dessen was Direkto: rium und Comité- zurSprache bringen wollen, und die Nothwendigkeit oder das LukratiVe und dergleichen der anzuempfehlenden Maßregel in den veröffentlichten Versammlunngiaberaumuugen abgedruckt,
in Sachsen die d entli e Meinun in das ent egengeseßte Extrem stürzten UTP Zis neue nsiitut förmli diskredi-
Einiges heisen, aber auch nicht viel. Die Einführung von Straf- geidei'n für diejenigen, die sehr Wenig oder gar nicht in erson den Generai:Vrrsamm1ung«-n beiwohnen, scheint nicht ausfuhrbar, Aber vieUrishk gäbe es ein Surrogat siaet dieser vielen General- Versammlungen; wenn nämlich Direktorium und oder alle 8 oder 14 Tage öffentliche, mündliche Ulid kolie iaiische Berathun- gen hielten, wo die Actionaire Zutritt hätten, nfragen und Ant- worten, Zuprotokolinahmen stattfänden, die Akten auslägen, aber keine Abstimmungen und Beschlüss-e gefaßt werden dürften. Diese scharfe und öffentliche Kontrolie wurde für “Lille von großem Nußen seyn. Der im Schriftchen erwäxnte und urgit'te Umstand, daß nämlich in Leipzig diesel en Männer oft mehre- ren industriellen Instituten zugleich vor ehen, isi leider be: gründet, findet sich aber auch anderwärts, durfte indeß nur" im ein- zigen Falle zu beseitigen seyn, wenn die Regierung in einem revi: dii'ten Actiengeseße die Uebertragung mrhret'er bezahlter Direkto- rial-Posien von verschiedenen Unternehmungen auf eine und dieselbe Person von vorn herein brrböte.
Sehr zu beherzigen scheint es, wenn der Verf, in Nr. 4 vorschlägt, es solle von einer aus der Geselischaft gewählten Kom- mission eine Znsiruction entworfen werden, wonach der jährliche Rechnungs:?ibschluß unabweichlich aufzustellen sry, _ wenn er die Zahres:Rcchnung von einer Deputation nicht des Ausschusses, sondern der Gesellschaft selbst geprüft verlangt.
Am interessantesten ist Nr. 6, der leßte Abschnitt des Sch,.istch,„s_ Es übersteigt“ auf unserer Bahn die Geld: einnahme der Personensrasht 1840 um 12,434 Rthlr., 1841 um 23,653 Rihir., “1042 (nach den Ergebnissen der erstenZ Vkonate) wahrscheiniich um 51,000 Rthir. die Einnahme des Jahres 1839, also schon hier ein Wachsthum von etwas über ?; pCt. auf mehr als *, pCt. Höchst uberraschend erscheint aber die Vermehrung des Fracht:V«*rkrhrs. Die ganze in 3 Jahren fortgeschaffte Ge: wichtsmasse aller verrechneten Fracht:Gegenstände auf 1 Meile Traiisporkweite betrug 183238511223 Cm, 1840 6,885,669 Cry„ 15441 8,901,377 Crx". und durfte, nach der Fracht:Frequenz der 5 verflossenen Monaie zu schließen, 1842 gegen 12 TNillionen Cn“, betragen, was binnen drei Jahren eine Vermehrung von mehr als 8 Millionen Cir. ergiebt, Die Brutto-Einnahme der Fracht ge: währte 1839 84,639 Rthlr.„1840 143,91? Rthlr., 1841 183,512
Rthir. und 1842 wahrscheinlich noch über 240,000 Rthir., also eine Vermehrun Tie Gemet: C auf vers iedene onten, 1839 gegen 366,000 Rc lr., 1840 e an 460000 Rthlr., “1841 gegen 523,000 Rthlr., 182,2 wahrscheign?ich noch uber 600,000 Rthlr., also ein Wachsthum von mehr als 6 pCt. 1839, auf mehr als 71; pCt. 1840, auf fast ZZ pCt. 1841,
von mehr als 17; pCt. 1839, auf 4 pCt. 1842. rukto:Emnahme betrug, exklusive der Einnahme
-
au mmdesiens 10 pCt. 1842, also binnen 8 Jahren um 4 pCt. H tteeman siattnachträ1icher neuer Actien-Zeichnun en und Anleihen em- fur allemal dies Ö UZ?
921721“, wovon nur 11; Millionen Action, das übrige 4proc. An: leihe wurde, so erhielten die Actionaire, nach Abzug von 240,000 Rthlr. Betriebs:Kosken und 200.000 Rthlr. Anleihe-Zinsen, bei- nahe 11 pCt. Dividende, während sie jest nur etwas über «5ka- erhaiten werden.
esammt:Kapitai auf 6x illionen Rthlr,
Aus den vom Verfasser aufgesteliten Durchschnitts-Kosim einer Meile Dampfeisenbahn, von den bekannteren Europäischen Schienenwegen, ergiebt sich, daß in Deutschland die Köln- Bei ische Bahn am meisien (nämlich 581,150 Rrhir. pro Meile), die erlin:Frankfurker am Wenigsirn (nämlich 209-524 Rthlr- pw