11. Rennen aufder freien Babu.
(Doppelter Sieg.)
erjäbrige 131 - fünfjährige 139
Fnländische Pferde -- ; Meile - dreijährige 114 Pfd. - v ri
ge und ältere 2JZÜPfd. - Stuten und K)
weniger.
Es erschienen: Herr Erblandmarschau Graf v o n a des Herrn Landratb v on * a
wallach Derwisb vom Vantsb und der Petwortb-Laß,
Reiter Conison) weiß, rothe Aer. u. K. 128 Pfd. Des Herrn ammerberrnvonWilamowid-Mdllendorff F Actaeon und der Maria vom Waterxooé 4zI * ' l ' gz' Des Herrn Meyer - Kicnber br. Hengß Patriot vom Mo: Zabr alt; Reiter bellbw w.
hengst Ecarté vom
alt; Reiter bl. u. 111.- hl. u.w. K. 131 Psd
risco und der Miß Annette, 3 u. K. 114 Pfd
Zurück e 0 en wurd 11:
Des Herrn (3110? e
D s enng Der dicke Gußel (
hengst Encore vom Zam) u.
Vanish und der Bino Goldfinch, 3 J. alt. Des Herrn Senfft von
und der Mélanrsc , 3 J. alt.
Erßer Lauf. Derwisb übernahm hie Führung, Patriot folgte sehr hart gehalten zunächß. Um dte levte Biegung waren „ ront, beide erseren gingen schnc11er„vorwärts, und am Dtstanccpfah schien Ecarté [ei t und ficher Seeger zu seyn, doch kam, ganz außerordentlich geschi t vor- wärts getrtebcn, Derwixb wieder so auf, daß Ecarté diesen Sieg
Dauer des chncns 4 Minuten
„ Derwisb führte, auf der Neu und Iten
Ecke suchte Patrcot ibm vorbei zu gehen, doch nahm Derwisb
die Führunßkwicder; Ecarté war gefolgt. 1
Derwisb, Ecarté und Patriot in
kaum mit einer Länge be 39 Sekunden, Zweiter Lauf.
auptetc.
nach kuZem
lchten ** Legung waren e 3 Pferde in Front.
Tempo fuhrte Derwisb und Ecarte; voraus,
Ygenscktiß erW1s
32 Sekunden.
Dritter Lauf. Nachdem die übrigen Pferde zurückgezogen
waren, ging Derwish über die Bahn.
errnKammerberrn von Wilamowiv-Mdllendo d. Carmine vom Rubens, 4 J. alt,
Des Herrn C. von der Oüen: Plathe br. Hengst Bandckow vom
128 Pfd. 0- 191- _
11 von Gneisenau: So1nmer_schenburg br. vom Rcvrngc u.d. Martannc, *; r
. - sechsjäh- aüachen ZPfd.
n-Basedow batte genannt dow-Steinbdfel Fuchs- 423210111;
"Ös;
Aerm. , 0. 0. zgz. Des Herrn Senfft von Pilsach Fuchsüuteßove vom Vanisb und
der Mameluke-St„ 4 J. alt; Reiter gelb 11. blau.
MZ;
P 11 sa ck br, StuteSecunda vom Actaeon
Nach der Das veschlcuni te
Sic trieben ach scharf, cknander abwechselnd vorbeigehend, wobei jedoch um zwe: Längen scgte. Dauer des Lauf:; 4 Minuten
Der Sieger wurde für 1000 Thlr. Gold vom Vereine gekauft.
)(l,
schenzug gesvan_nt. Kraft rad cntw1ckel_t, 10 Sieger. dtese fxrde nvch etnmal. So wie eine Pferd mcht wreder anziehen.
Zur Prüfung der Zu kxaft war von dem Herrn Landbaumeisicr Salzenberg eme Mas merit angegeben worden, welche obgleich Jank) volxomtluen entsväxcht, itchmckfie „ 11 en 11 e_qen, ni t nat 11 1 er mjßt, sondern dteses Maß auch gleich deYtlich vor den Au cn Fixler u?) langen Rchrichtetctx, s' 11 en zwet o en 011 e ra t md. Unten am Balken in der Zughbhc isi einc Zte Ro e anchebracht. Durch diese 3 Rollen 10 ein Tau gezogen, an dessen einem wicht- so angebracht snd, daß fie fich nur nach einander von der Erde erheben, und an dessetx anderem Ende das zu prüfende Pferd Duxch dte Rollen,w,1rd die Zugkraft nicht ver- rt, sondern es muß der entüehendc Fracttvn sogar als 4 in Anrechnung Um die nachstehende LctüunF der Pferde richtig zu
rfahrung genommene
sehr einfach, doch den Zwecken dte Kraft, welche die Pferde
Zuschauer zeigt. ,Auf einen 25 em Kreuz bcfesttgt, an dessen
anYespannt wird. me
gebracht wxrdcn. würdé enz || es interessant, folgende aus der Verb ltmß-Zahlen zu kennen:
auf einem gewöhnlichen Wege würde nach der Beschaffenheit dcffcl-
ben ein Pferd 4, 6 bis 811101 so viel zichcn,
auf einer Chauffee ebenfalls nnch dcr Beschaffcnhce't derselben 10,
12 bis „18mal, auf etner Etsenbahn 120 bis 124mal.
Die zur Konkurrenz cstellten Pferde zogen in der durch das Loos
fcßgestcUren Reihefolge w e fo
[ t: 1“) Des Hrn. Amtmann Geißgler schwar er Wann ....... 2) Dessen anderer schwarzer Wallach ..z ......... ch. .......
Zweite Prüfung der Zugkraft.
Die konkurrirenden Pferde werden nach einander vor einen Fla-
Dasjenige Pferd, welches hierbei dcn bdch|cn
Bei Yetckyn Graden konkurrircn rrettrung eintritt, darf das
alken isi
nde Gc-
4C 4
3) Des Hrn. Stallmeistcr Sachse brauner Wallach ....... .
4) Dessen anderer brauner Wallach 5) Des Hrn. Lehnschulzcn Wegener
: - Gutsbcfitzchetscher uchswalla
8 uchswallach ........
Mk.
740
7 Dessen anndhmaaach ........................... 4 Ctnr. 8 Des Hrn, Gut Zeri Schulz schwarzer Waaach ..... 6 9 Dessen brauner aach ............................... 5 „ - 10 Des Hm. art braune Stute .......................... - 11 = : ade chmner Wallach .................... .- 12) Dessen anderer chwarzer WaUaZ ..................... 6 . Am Schluß wurde der braune allacb des Herrn Stalmeißer Sachse noch einmal an esvannt, um zu prüfen, ob er im Stande Fiaktitibeeim noch größere Last zu ziehen, er zog indeß wieder ganz ee . Na ' den oben an e ebenen Ver ältniß-Zablen würde also der braune Yanar!) des .der? gStallmeisierhSa chse zu ziehen im Stande
a Jews nllchem Wege ....... 72 Stk.,
au bau een ................. 162 =
an einer Eisenbahn ........... 1116 :
er braune Wallach trägt das Redevlner Landgesiütszeichen, skammt also, wenn nicht von ctncm Vollblutshengfi, doc! gewiß von emem Hen ck ab der viel Blut hat, also auch hier der * eweis, was Blut zu le en 111 Stande ist. Der Seger erhält eine Prämie von 250 Rtblr. Gold. von Eckardsiein. von Wallisen.
h
Berlm - Potsdamer Eisenbahn. [11 ck61" Usocbe yam 14. bis im:], 20.311111 6. zinc] aus* (161 [3611111- 9019111111111 [Liwnbakm 561311an 1) 8013611611 13611111 unc! l'otsäam 12,631 ])619011611
2) - - - 816 litt. 473 - Juummen 13.1(2 ßenonen. Meteorologische Beobachttmgm.
*!*-m]- 10 11111.
336,64,“ |"". + 11,30 ". + ]0/40 11. 92 yks. 11-11", «.
Rae] [»in-Aix" keob-eblu-z.
Rub-ütuzt
"akzen- 2 [Br.
1842. 6 Wk.
20. „111111.
(„.nu-«1- . . .. 336,11'11-1. 336,2:1M1'n. [„a-[197311116 . . . + 11/30 “. + 19,2" ". L'b-vyunkt . . . + 7,20 ". + 11,30 B. [)uusuänixuoz 74 [dkl. 56 pkt. Wetter ...... beiter. hexagon. Wim] ....... 8",- s'. "'olkeoxog. . . 'l'queamitto] :
Quellkök-o 8,60 n. !*"!uuriin-o [4,00 “. [koäeuwkme !!)/L,? ". Quaäün-tuaxlmxwmkb. UieäeueklagoNU Kb. Wkkmeyeebnl-s- 19,5 0 _ „ ". _ + 9,7"-
336,29“ 11.1... + 14,0" 11... + 9,6“ 11... 74 „61. W.
Zeklinur Körne. [)(-11 2]..]1111i 1842.
1,1". (kaut. 11-«1. | 0-11.
['r-. (Jour.
„4 c' 1 1" 6 n. Üriof. [ 0.1.1.
k'on-ia.
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127 ]]62 "FK
[(HS
103 102?“
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102" 102
84?- 1011 103;
Ur]. l'un. ki-enb. cio. 00. 91-107. 011]. U51]. [.]11. Ruedi]. 110. 110. krönt. 011]. [kt]. *ab. Niunb. clo. (lo. prior. ()|-]. [)J-a Usb. Kinnh. 110. 1111. ['t-iat. 011].
Kl.. Kokam - Krb. 110. 110. :. ZZ [x()t. abxutemye]! kk. [;]-g]. 011]. 30. kröu. 3611. 1161“ 8661101141005. k'uuv. 8611111117. 11611. 81-111 - 0111.
11721 101;
_ 1021 85";
"Fx "'“?
101 1001,
Bekanntmachungcn.
Nothwendiger Verkauf wegen Aufhebung der Gemeinschaft.
Stadtgericht zu Berlin, den 27.271111 1842. A
„Das 111 der „ctriüraße Nr. 37 bclegcnc Grund- üuck_ der vexebe 1chtc11 Unterwaldcr und der unver- xbelcchten Lmde, gcr1chtlich abgeschätzt zu 6048 Thlr- 26 Sgr. Z Pf., soll am 17, xayuar 1843, Vormittags 11 Uhr- Fr der er1chtsfie11e subbaßirt werdcn. Taxe und
yvotbekenschein find in der Registratur einzusehen.
In Folge der Insolvenz- Erklärung des bieffgen ?
Kaufmanns Carl Ferdinand S
mal “ mitt gufb den _Antrag des interiKiüisck? 1:30:11;thbe- xa om onolum. zur Ermittelun des Schuldenßakk-
des Alle welche an * unt; deffén VermögenFJWnßtxthaußnann Schmalv
gehörige, am WMU-Marn beleemlia) an das dazu
11. dw. 198. kataftrirte Haus „"“ "nd sub l-itt. LMM *" mache" ““'""- Schön»! MZF“? "13133“-
en dazu angesevten Terminen,
oder 30slen dieses, oder a1na1s41aejx k1üsnnthz gen Monats, Nachmittags 3 Uhr, auf Um “ Weinkammer gebdri an nmelden und nachjuweijJ unter dem Rechts- acht eil, da fie widrigen «ai 1601118188810.... ""x““ . 10 k...,
zren e . _ keuntniß werden prääußirt und von deYrTM tv-Er.
werden. Die auswärtigen Kreditoren haben „9 ebdris lekitimirte Bevollmäcbti te hierselhskk „ ve» Zellen, 01 drigenfans e fürÉe unden an d e von den Anwesenden u fa enden cschlüffc über die Be- handlung dieser eblt-Sache werden angesehen wer- den. Stralsund, den 3. Junius 1842. Verordnete zum Stadtkammergericdt.
(l.. 8.) Erichson.
vhm der
Hohere Burgerschule - Lehrer-Gesuch. 'In der Kreisüadt Gladbach, Reg.-Bez. Düsseldorf, ward für eine durch Privat-Verein zu errichtende; bdberc Bürgerschule ein Lehrer gesucht, der eeignct iti, tn der Fol alt vorzusscben. :ecnßggxxße t„nix)itzUjdtié 92? efn dbchk thjtäplkoxisn 11: n; S _c r euaeer nateoner . dahin gerichtet seyn? die Jugend auszubilden, Verhältnisse halber sch eunigß Yu" den billtqcn Preis Handels- und Gewerb- widmen soll. Zur Ertheilung des Unterri ts 111 den neueren Sprachen und in den Natur- wissenschaften müßte der Anzußeüende daher sci) vorzüglich befäbikt fühlen. (“e nach den rdßeren und vielsc ti 71 ie erste Lehrerstelle an einer solehen Anßalt wird eitxxcbgtanz angemessene Gebaltsumme zu: ge1 er . Man wende sich (portofrei) an den Präses des Kuratoriums der zu errichtenden bdberen Bür er- schule, Fabrik-Inhaber und Kommerzienratb Qu rin Croon in M, Gladbach.
die sich dem
Dusseldorf- Elberfelder Eisenbahn. Die Inhaber der PrioritätsEctleU der Düsseldorf- Elbtkfelder Eisenbahn werden hiermit benachrichtigt, Juli 1842 erfaslenden halbjährigen insen diescr Aktien gegen Aushändigung der darauf MWM Zinscoupons bei den .Herren Ban niert les dahin", von der Heydt- ne n Elberfeld und Mendelösohn "61-0: *" ...... t N'
131: D T“
daß die am 1.
Zorc
an der vorhandenen Konkurs-Maffe ausgeschlossen 'KWUbelm C
&" C emp. deu kbnnen.
Ri ) * "**-Verkauf.
Em lm Re i : separkrtegseW - nhalnsmn “
Provinzial : Stadt entfernt,
48 103 107 1033; 1033; 103;
[!]-ein. Rüevb. 110. (Lo. prior. 011].
60111 .] makro käeäürbuk'or Knäcke (; 01-11-31- 16. i 5 “kb. vueo-w
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['n-io, 16.1..1. 5"; am- a- m.. 118.80. 821.“- a- ...-„78.85. 1.1. .1- 1:41 -. 6"; 11.41. .- u-xe. 108. 28. 52, |,... km- M. ['n-ain _.
Miau 16.1..1. 91.1. 1081. 4! 1 . 8“ 77. 2" -. 12, -. [““,-46150- 1660 5. 11-1. 11- :14 1 . “In 1113107115 '
Qomgltche Schauspiele.
Mittwoch, 22. Juni. Jm Schauspielhause: Ouvertüre, von Sarokazlodza, gesungen von der Familie .!antrowicz aus Wo!- kowssky in Rußland. lerauf: Bürger" und romantisÖ- Lu!!- spiel in 4 Abth., von auernfeld. Und: ussscher National-Ge: sang mit Variationen, gesungen von der Familie KantrowiZ
Donnerstag, 23. Juni. Jm Schauspielhause: Der ohn
der Wildnis.
FreitaL, 24. „ uni. Jm Opemhause: Die Puritaner. (D* Kathinka (vers, önigl. Württembergische Kammersängerln vo-- Hoftheater zu Stuttgart: Elvira, als Ga rolle?
ung.
Jm Schauspielhause: Franzbfische orske
jönigotädtisthes Theater. Mittwoch, 22. uni. Der Talisman. in 3 Akten, von Z. Iastrov. Muff! von A. 01111“. Donnergag. 23. Juni. Zum erstenmale: Von Sieben die Läßlichste. ustspicl in 3 Akten und einem Vorspiel naeh Told's rzählung. von L. Angely. (Zn Scene gese tvom Re isseur Eichen: wald.) (H'err Hänsel, Jeu engagirteo kitglied Kefer Bühne: Morib Muller, als Dkbut.)
osse mit Gesang
Marktprrise vom Ectraide.
Berlin, den 20. Jun11842. Zu Lande: Weizen 2 Rtblr. 26 S r. 3 Pf., auch 2 Riblr. 1 S 1“. IP .; Rog en 1 Rtblr. 18 Sgr. 2 f., auch 1 Ntblr. 18 Sgr.; gro : Ger e 1 R1 le. 6 Sgr. 3 Pf.; Ha r 1 Rtblr. 5 Sgr., auch
28 Sgr. 9 P.
Zu Wa ser: Wei en (weißer) ZNtblr. 5 Sgr., aucb ZRtblr. 2 Sgr. 6 Pf. und 2Rtb r. 17 Sgr. 6Zf.; Ro en 1 Rtblr. MS r 6 Pf., auch 1 Rtblr. 20 Sgr.; ro e ersie 1 tblr. 7 Sgr. 6 ?. kleine Gerste 1 Rtblr. 5Sgr.; 0 er 1 01111112, auch 27 Sgr. 6 f Erbsen 1 Riblk. 17 Sgr. (- Pf. (schlechte Sorte).
Sonnabend, den 18. „„ uni 1842,
Das Schock Stroh 10 Rtblr. 5 gr., auch 9 Rtblr.
Centner Heu 1 Rtblr, 5 Sgr., auch 22 Sgr. 6 Pf.
; ,
. ' '
Der
An die Leser.
Die vierteljährliche Pränumcration ber Staats-Zeitung beträgt 2 Nthlr. Preuß. Cour. fiir das Inland. - Bestellungen für Berlin werden in der Expedition selbst (Friedri s-Straße Nr, 72) gemacht, und jeder innerhalb der ingmauer der Stadt wohnende Pränumerant erhält das Blatt durch die Stadtpost, schon den Abend vor dem ange.- gebenen Datum, frei 108 Haus gesandt. -- Aus- wärtige, des In- oder Auslandes, bewirken ihre Be- stellungen rechtzeitig bei den resp. Post-Aemtern; wer dies versäumt, kann nicht mit Gewißheit die Num- mern erwarten, die vor der hier eingegangenen Anmel- dung erschienen find.
Für einzelne Nummern des Blaktes ist der Preis 2-2“ Sgr.
Verantwortlicher Redacteur [)r. I.KW. Zinkeisen. Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober-Hofbuchdruckereé.
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l.. Walearoäe, (;]-men unt] Rmäxeicbouuzon :u “ketten 6111 111196161“ Zeit, 316 1100636. Preis ;, “['blr.
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e nc
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eit &" Comp., Iägerßr. 25.
ezug
esel!-
Jacken)".
.. Amtliche Nachri ten.
MFrankreith. P a rk s.
m
Allgemeine
Preußiscße Staats-Zcitung,
Inhalt.
St. etersbur . Ankunft des Prinzen cdper Niederlaxde. - Waffemhaten am
ecke. Mußerung der Truppen durch den König. "'*'-BLTMJ'U" Go“" 7131.“ s- rt e an er a . Pre Ein§uß der Oppo-
d Po en. ri dri Schwanen eifin F e ck
-- Kommerziele Unterbandlungen Messen er über die Vedas. -- - Vemi chm. - Schreiben aus Paris. (
slim.)
r britauien nd rlaud. London. Hof- Nachrichtcn. - sAykunft des Türkisch?! Botschafters. - VolkszTumulte 111 ("1“-
[and. - Niedermevelun der Garnison von Gtsni. » Polui che
Unruhen auf Haiti. -- usdebnung des Erdbebens. - Verlauf des
Pro es gegen Francis, Verdikt und Siraf-Uribeil. - Förderung
ze v ! i arlamente. Sa::jve'YÉnsnYdPNorw-gu. Stockholm. Die angeklagten Mi-
1 . Dre'uaÜbe Bundesftaaten. Hamburg. Schreiben der Königin Victoria. -- Mielbswuche
Obexlkterreich. Pesto. Dier'Schneider- Emeute. - Zoll-Angelcgen- en
talien. Neapel. Beim! e für Hamburg. pauken. Schreiben aus adrid.
Inland. Königsberg. Reise Sr. Königl. Hoheit des Prinzen von Preußen. - Berlin. Wollmarkt.
Verein für ferde acht und Pferdedrcsur. (Fortsetzung der dieSjäh- rigen Ber iner tunen.)
Ausfüllung der Manufaktur-Erzeugniffe aus den Königlichen Fabri- ken von Sévres- Beauvais und den Gobelins.
Wissenschaft, Kunst und Literatitr. 111, Zimmerma 1111. Geschichte des Brandenburgisch-Preußischen Statuts.
f , __ __ __1.__ ......
Amtliche nachrichten.
Kronik des Tages.
Se. Majestät der König haben Allergnädigsk geruht: Dem Förster Wels zu Plumkenau, im Re ierungs-Bezirk Oppeln, so wie dem Härte: und Bajonettfeller- keisker Engels aus dem Gewehrplan kei Spandau, das Allgemeine Ehrenzuchm
u Verleihen , Den OZo-f- Kapellmemer Meyerb ee r zum General: Musk-
Direktor; und Den Bau-Znspektor Zwirner zu Köln zum Regierungs-
Baurath zu ernennen.
- . Dur laucht der erzog Karl zu Schleswi :.Hol: seinéeSondeurg-Gl?cksburg ist nach Dresden aßgereisk.
___-.___-
A n g e k o m m en: Se. Excellenz 0er General : Lieutenan-t und Znspecteur der 2ten ArtiUerie-Znspection, v o n Die |, von Kustrin. ?( b g ere i sl : Der Ober : Präsident der Provinz Preußen,
tel 1", nach Stettin. Bb DYeHof:Zägermeisier, Graf von der Asseburg, nach General der Artillerie
Maisdor. Se.fExcel1enz der Kaiser]. Russische 1 _ und General-Adjutant, von Suchosanet, nach 371111119. _ Se, Exceljenz der Kaiserl. Oesterreichische Werkuche Geheeme Rath, außerordentliche Gesandte und bevollmächngte Mintskex am Königl. Sicilianischen Hofe, Graf von Lebzeitern, nach Lubeck.
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Zcituugs-Uachrixhten. Ausland.
Rußland und ?ck?!ka i l H hi v t. eteröbur 15, Juni. re _n g . o e ten er Prinéum;P die Zrinzysfin Friedrich der Ncederlande find am New d. M. in chloß Peterhof emgetroffen.
In einem Tagesbefehl des Kriegs-Miniskers wird über Col: gende That unserer an der Tschernomorischen Küstenlinie au ge- ßeuem Truppen berichtet: „Auf dieeAnzeige, daß ein Schmuggler- Schisf aus der Türkei an die Wandung des Flusses Chapazai
ekommen und von den Gebirgsvölkern ans for gezogen worden, ßefahl der Chef der weiten Abtheilung der Kuftenlinie dem dort kreuzenden Befehlsha er der ?[sowschen Kommandos, Jeßaul Ba- rachowi eh, das genannte Turkische Schaf!“ zu verbrennen. sechs B ten schifften sich gegen 200 Mann Kosaken vom Tscher- nomor1fchm Linien:Bataillon Nr. 5 ein und gelangten in der Nacht auf den 11.Ma1d.J. Hur Schlucht Chapezai, wo die Tscherkessen zweiKanonen hatten. er Jeßaul Barachow1tsch landete mir so!- ck“" Borsche, daß sogar die wachthabenden Tscherkessen, deren Blicken sonst ni ts entgeht. ihn nicht bemerkten. Zu ?leicher Zeit eilte der Sta s-Capitain Michailowßkij vom äten L nien-Bataillon, welcher zu derxelben Zeit mit einem kleinen Kommando gelandet war, trotz des 1 n bedrohenden Angri s der Ver völker, mit ei- nigen Scharfschützen in den Wald, w hrend der nter-Lieutenant der Feld - Ingenieure, Volkmuth, mit 6 Kanonieren und einigen Freiwilligen, das Schiff in Brand steckte, welches auoh sogleich auffiammte. Auf das er : Signal eilten die T cherkessm herbei und be nnen aus ihren elden Geschüoen eine anonade auf un- sere B te und ein hefti es Gewehrfeuer auf die Schüben“ allein der Zeßaul Barachowit ck näherte sich der Küste und ve inderte nicht nur. die Bergvdlker, das brennende Schiff zu löschen oder die Waarm aus demselbenZU retten, sondern eroberte, 1111 Verein mit den Kommandos des tabkCa étains Michailowßbz und des UnterEseutmants Volkmuth, beide anonen der Tseherke en. .Wir verloren an Getödtetm nur einen Gemeinen; verwundet wurden zwei Kosaken-Osßziere, 7 Soldaten und Kosaken.“
Berlin, Donnerstag den M“?" Juni
Tagubefehl: „Im April d. J. Befehlshaber des Forts Nawggin, Obersk-Lleutmant Poßypkin, daß die Bergvblker einen auf emen1 Berge erbauten Thurm mit Kanonen beschteßen wolth. Zum Kanonen befanden fich bereits im nächsten Au], zwet aydere wa: ren noch an der Küste. Gleich nach exhalxener Nachrtcht begab fich der Oberst: Lieutenant Poßvpkin nut emem Kommando de_s Ztm Tschernomorischen Linien-Bamillons zu dem Orte, wo dee Geschütze waren und eroberte ohne allen Verlust von unserer Seite zwei große eiserne Kanonen.“
Frankreich.
Paris, 17. Juni. Heute früh musterte der König auf dem Marsfelde die ganze Munizipal:Garde und einen Theil der Gar- nixon von Paris. Die Revue dauerte beinahe zwei Stunden, w hrend welcher der König beftändig zu Pferde war. Heerdurch werden nun wohl die Gerüchte von einer Unpäßlichkeit St“. Majestät für einige Zeit aus den Spalten der Englischen und Französischen Journale verschwinden, . ,
Die kommerziellen Unterhandlungen mit Belgnn werden fett einigen Wochen lebhaftbetrieben, um, wie es heißt, die Orponnanz wegen Erhöhung des Ein angszolls auf Leinengarn bald1gsk ver- dffentlichen zu können. ie Franzdfischx Regierung sol] dem'Bel: gischen Kabinette die Beibehaltung des [eßigen Zolls auf Lemm):
at'n unter folgenden Bedingungen ugefichert haben; 1) Dre Kelgische Regierung werde so|che Ver ügungey gegezn d1ee Einfuhr des Englischen Leinengarns treffen, daß Belgten 131101 sur daesen Artikel ein Transit:Gebiet nach Frankretch werden konpe; 2)We1_'de Belgien eine Herabsehung des Eingangszolls aufFranzostsche Weme und Seidenstoffe bewiljigen. .
Galignani's Messenger führt an, daß man fich 111 Deutschland irre, wenn man bei der Anzeige von dem auf Befehl des Königs Von Preußen emachten Ankauf der C amberschen Sammlung von Indischen anuskrjpten behaupte, da d!“ Pepas oder die heiligen ücher in Paris n1cht existtrten. Die Komgnche Bibliothek besiße im Gegentheu eine vollständige Sammlung der Vedas jn Tajinga-„Schrift 0uf Palmeäteern und eine andexe Sammlung in der Devanagam-Schrift, d1e faß eben so vollständ1g sey, als die von Chambers, indem fie in anten durch die Sorg: falt der Asiatischen Gesellschaft in Kalkutta und auf Kosten der Kön! lichen Bibliothek ebildet' wordeq sey. , ,
Bie Fran dfische kademte erthnlte Zestern ehre Preise fur die beste Ueberée ung fremder Werke 1118 ranzdstsche. Der erste Preis von Fr. ward dem Professor Bouchitte für die Ueberschung des in Lateinische1'_Sprache geschriebeneq Werkes Christlicher Rationalismus von St.Anselm, Erzbtschof von Canterbury. Den lZweiten Preis von 1200 Fr. erhielt die Baronin von Carlowiß f r die Uebersehunä derGeschichte des drei- ßigjähri en Krieges vvn Schi er.
Der oniteur pub]! irt heute das von den beiden Kam- mern angenommene EisenbaZn-Geseßx
Dem Vernehmen nach, bereitet Herr Odilon:Bart'ot ein [an: ges Manifest an die Wähler vor, das am 20sten oder “.).-Zürn d.?)k. erscheinen und die Wünsche, Hoffnungen und Tendenzcn der so:
enannten constitutionellen Partei in sehr umständlicher Weise be- prechen wird.
Börse vom “17. etwas gesuchter. Es hieß,
Ferner heißt es in jenem meldeten zw“ Tscherkessen dem
Juni. Die Renten waren heute wieder Herr von Rothschild, der gestern seine Reise nach London antreten wollte, sey wegen der schwankenden Haltung der Börse in Paris geblieben, und seinen Anstreygungey verdanke man die eingetretene Besserung der Course. Dee Ham: schen Obligationen waren heute noch mehr angeboten als eges11-1'n; fie eröffneten zu 680 und fielen auf 590. Man glaubt ubmgens fortwährend, daß die Details über das Erdbeben, welches St.FOo: mingo heimgesucht hat, von den Amerikanischen Journalen uber- trieben worden seyen.
+1- Paris, 16. Juni. Die Franzbfiscbe Oppofition suchx es
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fich selbst und der Welt vergebens abzuleugnen, daß “ste seit einer Reihe von ahren unermeßliche Einbuße an Einfiuß an Frankreich und an An ehen im Auslande erlitten hat. Die Thatsachen find hier stärker als alle Sophistik. Aber woher dieser als Erschei- nung auffallend | der dffent: [ichen Meinung? Versteht das Publikum die politischen Zntereffxn anders als vor zehn und funfzehn'Zahren? VieUeicht em wenig, aber doeh nicht o sehr, daß es fur die Ideen und Week? 1 geworden w re, für die es s1ch früher unter der Fuhxung
cr Oppoffqtion ent ufiasmirte. Oder ist die Oppofition eine andcre ge: orden, atsteihre alenteverloren,ih1'eFarbengekoechselt,ihre Grund: ä e verandert? Nein, die Oppofition ist im Wesentlichen dix alte e lieben, und dies eben ist die wirksamste Ursache ihres 111oral1schen erfalls. Das Franzöfische Volk, das fich lange genug durchahre roßen Worte bestechen lassen, fängt an zu zweifeln, ob denn auch n jenen ziemlich abgenuhten RedenSartm ein Kern stecke. ob dae ppofition wirklich etwas Ernstliches wolle und könne. Dt'e Män- el des öffentlichen Zustandes in Frankreich erkennt oder fuhltZe- ermann mehr oder minder deutlich, und es ist ohne Zwetfel in Gewinn für Regierung und Volk, wenn se aufge- cckt werden, weil nur so ihre organische Heilung mdgltch ird. Aber die Auffindung von eilmitteln bleibt immer ie Hauptsache, und darum hat sich die ppofition fast nie beköm- ert. Ihre ganze Aufgabe besteht darin, die Gefahren des V0- terlandes in den hel] en, schreiendsten Farben zu schildern, d1e Regierung als die ge iffentliche Urheberin aller öffentliche11 Uebel: stände darzustellen und den Sturz des jeweiligen Mintsemums als den einzi en, aber unfehlbaren Weg der Abhülfe zu empfehlen. olitischen landen, tiefwurzelnde Ueberzeugung, Hingebung an YIM" und Zwecke würde man ver ebene bei der Mehrzahl, der ortführer und Organe der Oppottion suchen, „Der Wader: spruch, der unaufhörliche, systematische W1derspruch 's? i["' “9?!"- 1iches Lebens-Prinzip, und der einzige schaffende Gedanke. U wel- chem fie es seit undenklicher „Zeit hat bringen können, der edanke, von welchem fie seit Jahren zehrt, ist der Vorschlag zur Erweite- rung des Wahlkdrpers, aus Welcher, wenn man dem National
1842.
und der Gazette de France glaubt, aller politische Segen von selbst hervorgehen wird. Ueber die WahleReform reichen die Op: pofitions:?lnsichten von Verbesserung derStaats-Organisation und der Verwaltung nicht hinaus, mit der Wahl:Reform ist ihnen zu- folge auch allen moralischm Interessen -- mit Aeuspahme eiyes einzigen, von dem wir sogleich reden werden - volltges Gmuge geleistet. Die Sorge für die Volksn'ztehung beynruhigt su mehr, ein frisches kräftiges Gemeindeleben ist sie wett entfernt zu ver: missen; für das Elend der arbeitenden Klassen hat st'e keinen an: deren Trost, als hohle Declamationen; ilxre Klagen uber Verfol- gung der Presse smd zu ungereimt, um fur aufrechttg gelten 11 khn: nen, und überdies ist es eine große Wahrsxhemlochkeit, da keme cinzi e der Französischen OppofitionscParteten, wenn se zur Herr: schaf? gelangte, demGedankm den freien Spielraum lassen würde, den er“ in der heutigen Ordnung 'der Dinge hat; ge- wiß Ist es wmigskcns, daß die Franzofische Presse zu kei: ner Zeit für alle Meinungen ohne. Unterschied auch “nur annäherungsweise so zugänglich gemesen 1170113061. Daher wurde denn auch die Oppofition bei ihrer Leere, threr nznmn Haltlostg- keit und bei ihrer Unredlichkcie längst in der Memung des Volks völlig zu Grunde gerichtet seyn, wenn fie n1ch_t eine mächtige Stöße in den kriegerischen Vorurtheilen der Natwn fände,.denen ste Angeschts des friedlichen Systems der Regierung mot der schmählichsken Servilität schmeichelt. Sie lembt oder giebt vor, zu glauben, daß Schlachtennzhm, teges eichm, Er- oberung rechtmäßige moralische Bedyrfnisse des rqnzöfischen Volks smd, durch deren Vertxachlasfigung fich dre Regie- rung der unverzeihlichsten Versundigung 'gegen den Genius Frankreichs schuldig macht. Gcnugthuungs fur die en„dliche Nieder“: lage Napoleons, Wiedereroberung der „naturlichen Granzen“ Frank- reichs, schwere blutige Rache an dem angeblichen oder wirklichen Uebermuthe Cn lands, Erkämpfung einer überwiegenden Stimme im Rathe der &uropäischcn Staaten, das find Zwecke, für welche fich auch die NRZ? Französische Generation noch begeistern läßt, und welche die ppofition um so eifriger als wahre National- Aufgaben hervorhebt, je weniger fich die 3Jegenwärtige Regierung von je her geneigtgezeige hat, den blinden “eidenschaften des Volks, seinem Ehrgeize und seiner Herrschsuche zu opfern. Das Verdienst, welches fich die Juli-Regiet'ung um die Aufrechterhaltun des Europäischen Friedens erworben hat, ist in den Augen der pro: fition ihr schwerfteo, ja ihr einziges Verbrechen, denn es ist keinem Zweifel unterworfen, daß ein gut geführter Krieg alle andere Kla-
en und Vorwürfe bald zum gänlichcn Schweigen gebracht Faben würde. Jenes barbarische ort, welches zur Einwei- hung der neuen Dynastie eine „Bluttaufe“ verlan t, war leider nur 11 wahr im Sinne der Franz'ofischen Auffa ung von National:E re und National-Würde. Es ist freilich nicht zu ver- kennen, daß diese brutalen Begriffe anfangen sch su mildern, aber unser Jahrhundert wird wahrscheinkéch zu “Ende gehen, ehe fie aufhören, eine Gefahr und eine Drohung fur „die Nachbarn Frankreichs zu seyn, Man darf nur auf die Stammen hören, welche fich noch alle Tage in den Sälen der Volksvertreter aus dem Munde von höchst „gemäßigren“ Männern vernehmen lassen, um fich davon zu überzeugen, daß die Yekehrung der Franzosen zu friedlichen Gefinnungen und zum Gefuhle der nationalen Ge- rechtigkeit noch weit von ihrer Vollendung entfernt ist. Soll ich von der neulichen Rede des frommen christlichen Pairs, Grafen Montalembert, sprechen? Zeh wikl_ wenigstens daran erinnern, daß dieser Mann fich nicht scheute, 1m Angeficht der hohen Ver- sammlung im Luxembourg und im Angesicht der Welt, zu erklä- ren: ju 51115 [0111 (16 [)211801' qu'un 611601111 116 fk!" yaut 11116 conquöte, zu erklären, daß eine Bereicherung durch Raub und Gewaltthat beffer sey, als ein redlicher Erwerb, den man im Schweiße des Angesichts machen muß.
Großbritanien und Irland.
London, “17. Juni. Der. König und die Königin der Belgier werden heute in Woolw1ch erwartet. Die verwietwete Königin is? nach der Insel Wight abgerecsk.
Ali Efendi, der ncuc TurkischeBotschafter, ist hier am 14ten angekommen. Er ist Uebet'bringer eines kostbaren mitDiamanten verzic't'ken Säbels, den der Sultan dem Prinzen von Wales zum Geschenk macht.
Die in Irland herrschendeNoth hat bereits zu cini en Volks: Tumulten geführt, die zum Theil nicht ohne Blutvergie en unter: drückt rvcrden konnten. Zu Ennis, _wo der Tumult bis zurPlüm derung ausartete, mußte das Milttatr einschreiten, und es wurden mehrere Individuen eerschossZ-n unh verwun'det. Die Regierung hat eine Untersuchung uber dte dorngen Vorfalle eingeleitet, welche noch fortdauert. Auch zu Galway fanden, in Folge des Steigens W. Kartoffelpreise, am “]Ztcn ernstliche Unruhen statt. Es zogen Fischer, Tagelöhner, Weiber und Kinder in großen Schaaren durch die Straßen der'Stadt und brachen alle Vorrathshäuser auf. Militaix' und Poltzet wurden zum Rückzuge gezwun en, nachdem sz'ch der Befehlshaber der Truppen durch Zureden akte bewegen [a,sen, seine Drohung, auf das Volk zu feuern, nicht zur Ausfüh- rung zu bringen. Abends war die Stadt erleuchtet, und am 14ten, Zei Abgang der leßten Nachrichten, der Pöbel ganz in Befiß von .)alwoy.
„ Nach einem Briefe aus Ahmedabad vom 22. April , den ein Ofßzier vom Iten Jnfanterie:Regiment eingeborncr Truppen ge: schrieben hat,„w§11'daselbst die Nachricht eingetroffen, daß die Gar: néson von 631801, Welche bekanntlich kapitulirt hatte, bis auf den lehten Mann von den Gass, den mehrerwähnten Fanatikern, niedergeme elt worden sey. Sie zählte im Ganzen 25 Offiziere und 700 oldaten, die Kranken eingerechnet. Die Kälte war so groß, daß die Sipoys ihre Flinten nicht mehr halten konnten.
Außer dem Unglück, welches das Erdbeben auf Haiti aenge- richtet hat, wird diese Insel auch mit einer politischen Erschutte- rung bedroht. Der ganze Süden der Insel ist mehr oder weni- ger im Aufstande gegen den Fräfidenten Boyer bkgk'kffkp, der sch geweigert at, Rechenschaft ber den Schaß "o" CWM"? 3“ andere d entliche Gelder abzulegen. Dkk Insurgenten ' “'