1842 / 177 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

ioniet'n Vertrauen einfiößen zu können; denn sie snd durchgehends mit Uebergehung der Coalition, an deren Spike die Catalonischm Depueirten sehen, erwählt worden. Auch droht die Coalition diesem Ministerium einen hartnäckigen Widcrüand zu bereiten; denn wie wir heute aus Madrid unter dem löten [. M. verneh- men, at die Coalition um mehrere Anhänger des Kabinen; Gon: zalez wh vermehrt und zählt in dieser Stunde nicht weniger als hunderx Stimmen. So in festen Reihen geschiotsen wird sie das neugebildete Ministerium empfangen und höchstwahi'scheinlich das: selbe in der Geburt ersticken. Zwar beharrt Espartero aus der Auflösung der Cortes, sobald die Abstimmung des Budgets voll: endet seynwird. "Liber; die makffen Vorgänge in Barcelona, und die Bewegquen in den ubrigen Städten, um die Prociamation der Constitution von Cadix durchszuseßen, werden Espartero noch viel zz: schaffen machen,bevor er ich entschließen sollte, durch die Auf- losung der Cortes das Signal zu einem allgemeinen Volks-Auf: stande in Spanien zu geben.

Großbritanien und Irland.

Parlaments:Vexhandlungen. Oberhaus. Sitzung v'om'21. Zuni. (B. H.) Die am 17tcn vertagte Debatte über die EmkommensteuewBil], die zur dritten Verlesung stand, wurde heute fortgeseßt.

Dcr Marquis vou Clanricardc, wclchcrdicVertagung chu- tragt batte, eröffnete demgemäß, dcm Reglement zufolge, die heute c Debatte. Er suchte, zumThcil iich bcsoqdcrs gcgen die etwas iwc - deutigc Rede Lord Melbournc's iu dex Styling voni 17tcn tvcudcnd, darzutbun, daß die von dcmEx.Prcnncr:Mint|ixr e_ingciiandenc und von den jcsigen Miniürrn zum Haupxmotw (ur ihrczi Antrag „ge- machte Notbwcndigkeit einer großen dixcktxn Steuer iich gar mibt darthun luise, und zwar cincstbciis, wer! die Vextheidigcr der Maß- regel die finanzicncnund konnnerzrcllcn Bedrängnisczu hock), andere)!- theils, weil tic dre änanzécücn und kommei'ziclicn Kräfte des Landes zu nic»- dri in Anschlag brächte, und wiewohl cr nch der Steuer nicht abgeneigt erkigärte für den Fall, das; die Miniücr einen umfassenden, pcrmancxj- ten Finanzplan, desen Grundla en die Einkonnnensicucr wäre, bil- den sollten, so giauheecr doch die * infübrung dcrsclbcn zu dantvccren, wclche cht in Absicht cn, um so weniger geeignet, als es unter den gegenwärtigen Umsi nden ganz bcsondcrs darauf aukommcz das Geld möglichst in den Händen der Privatleute zu _lascn, dimm es ihnen Ruhen trage“, und als fick) jcnc Zwecke auf viel vortbctlhaficre Weise mittclst der von Lord Landsdowne beantragten Zoli Reformen i erreichen ließen. ,

Die dritte Lesung der Bill wurde indcß schließlich mit 99 5 gegen 274 Stimmen genehmigt.

In derselben Sitzung brachte Graf von Clarendon eine Petition von 600 Bewohnern des Cap ein, Welche für diese 180,00" Einwohner zählende Kolonie, die cht absolut durch die Königlichen Gouverneure vci'walrct wird, eine Kolonial:Versamm: lung mit legislativen Rechten verlangt, wie sie die meisten anderen Kolonieen haben, und wie sie cht sogar für die ganz neue Kolonie Reu:Süd-Walcs durch eine bereits dem Unterhause übergebene Bill bezweckt wird.

raf Rivon erklärte darauf, der Regierung sey eine ähnliche Yet on, von dem Gouverneur des Caps „selbst unterzeichnet , zuge- ommen, und sie „werde dcmGegcnftandc dic aufmerksamsic Beachtung schcnicn. Daß pic chicrun uch geradexiu weigern sonic, in der so wicht: en' Kolonie eine Verfa ungösorm-e nzuführen, der das Minier- land e ne so glänzende_Wohlfahrt_verdankc, werde Niemand vermu- tben, indcß sei) doch nicht u verxcnncn, daß diceigenthümiichen Ver:- bältniffe dcr Cav-Kolonie cr„Ett„1führun eincr wichen Verfassung dort nicht geringeSchwicrigketten m ch“ eg stellten, wohininsvcson- dere 'Yie Verschiedenheit der die Kolonie bewohnendcn Racen zu rech- nen ey.

Lord Brougham erklärte fich gegen die unverwciltc Bcwiui- ung der Verfassung, weil die eben erst cnmnxiyirtcn Neger noch des räfti en Schutzes" der Regierung bcdürftrn, h_xvorffeimSta-idescycn,

der nmaßung, welchc ckck in Bczug aufm in solchen Kolonial- Versammlungen zu äußern vficgc, die Spitze zu bieten. Doch hoffte cr innerhalb einiger cFahre die Verhältnisse der Kolonie auch m die: ser Beziehung binrcicßcnd konsolrdirt zu sehen. _

Auf eine Anfrage des Marquis von Cianricardc in Be; zug auf die von der Regierung nach Ennis inZi'land abgeordmte Untersuchungs-Kommisfion erkiärce Lord isgerald, die Regie: rung habe diese Voruntersuchung hauptsachlich aus dem Grunde angeordnet, damit die Sache sogleich bei den Asfisen von Clonmel vorkommen könne, und sie habe diese Sache an die Assisen verwie- sen, siart an die eigentlich kompetenten von Nord:“Tippei'ary, ei- nestheils Weil jene schon am 28. Zum“, diese erst am 28. Juli zusammenträte und die Sache daher um vier Wochen früher ent: schieden werden könne, und anderentheils weil Clonmel von dem Schauplaße der zu beurtheiienden Handllmgen entfernt liege und daher die bereits vorläufig anJewendcten Drohungen und Ein: schüchterungcn gegen die abzuhorenden Zeugen weniger wirksam seyn würden. Ueberdies würden die Geschwornen für die Asfisen von Nord:“Tipperat'y nur aus diesem Theile der“ Grafschaft Tip: perary gewählt, in welchem Ennis liege, die von Clonmel dagegen aus der ganzen Grafschaft, weshalb man sich von ihnen größere Unparteilichkeit versprechen könne.

linterhaeus. Sihnn vom“.!l. Juni. (B. H,) Zu Anfang der Sihung wunschte Herr , orster zu erfahren, ob Maßnahmen getroffen seyen, um eine größere Menge Silbergeidcs in Umlauf zu sehen, da großer Mangel daran set) und selbst die Kasse der Bank fast Jar kein Silbergeld mehr vorräthig habe. z Der thwPräsident dcr Hanch-Kammcrz Herr Gladstone, "Öle"? btekaui die Ansicht, daß wohl nicht eigentlich Mangel an S*jbkkgkld vorhexrschc, sondern nur größerer Bchhr danach in dem 143 gen,?!kßgchbltcke- und zwar qus dem Grun c, ivcil dic halben ZFYQJUs ';)! größeren Mißkredit gerathen scyen, als die ganzen, sini t derichenalÉilYerkxkxäumwxcksel" nicht gern nehme, vielmehr daß ür YLYYJKWT werZsej.so-üsetédcß versprach Heir Gladstone, *" g war Mk drk Erklärun ni t u ri d n n verlanbgte utlilumnsunden zu erfahren, ob di? Ménik FncßrcÉiikekYeciF ausge '" so e o er "ia", woraus Herr Gladstone erwiederie das solle geschehen, wenn fiel) das Bedürfniß zeiqe- ingleick) aber wieder- bktinsß UT-s'xicrd-Z'Ü'MUTW“ das B'düksßiß nicht vorhanden sen, Few geklagtLhcibe- z ck vor MMM" Üb“ “UiUVicl Silber- „Perr utt er nnexte darauf den rem" ;, ' - * Versprechen, Ausktznft ubex. den Stand?“- lixirteYszB Ken seni gen der Stader Zolie geben zu wollen, und kündigt, “:?“? Zi": trag über den Gegenstand zum nächsten Donnerstage an, WWF?

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! yenschiff weggenommen, zu verfügen. Sil“ Robert Peel wußte uber den ersten Theil der Frage keine Auskunft zu geben, den zweiten bejahte er.

_ Darauf i_vrachte Sir Charles Napier die verheerende Kriegs:Maschme des Capitain *" 'arner von neuem in Anke ung. Er behauptete, der Erfinder habe sich bereit erklärt, seine &.rßn: dung den See:Capitainen Lord Hardwicke und Lord c*,ani-sit'iemit: zuthxilen, sobald denselben zu diesem Behuf eine Vo macht als Königlichen Commissairm ertheiit würde, auch habe er verspro- chen, dcm Sir Robert Peel selbst die Erfindung mitzutheiim und demselben die Bcsimmung der Belohnung, im Falie dieselbe sich bewahre, 9:1an überlassen. Nur den an ihn abgesandten Com: mcssaircn Sir yam Martin und Howard Douglas habe erohne vorherige Garantie dafür, daß das Geheimniß bewahrt werde, nichts entdecken wollen. Sir Charles Napier hatte von Capitain Warner gehört, daß derselbe mittelst seiner Erfindung einen Di"?!- dccker augenblicklich zerstdrcn und selbst gegen 6 Englische Meilen entfernte Schiffe seine Hölienmaschine wirksam machen könne.

Sir Robert Prei bedauerte, daß die Sacké_ von "Ulk!" vor? gebracht set), und tbciitc mit, daß cr, scttdkm die Sache vor drei [ Wochen im Parlamcnt besprochen worden sry, wiederholte Anforde- , rungen von vcrscbicdcnen Fndwiducy gehabt _hnbc, ihnen Konferen- .- zen wcgchittyc-inng von spiciicn ydl!cnmaickincwErfindungen zu i vcwiliigcn. Fix Brigg auf die Erfindung des Capitain Warner cr- ; klärte er darauf, day; cr Alles gethan habe, was er thun könne; er

habe nämlich de_n Gcncral-Fcldzeugmciüer beauftragt, zwei Indivi- , ducn zur Untermcbun der Sache abzuordncn, wozu Sir Howard i Douglas und Capitnm T. Hnsiings gewählt worden scycn; eine

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' Bciordnung des Grafen von Hardwickc odci- anderer von Capitain Warner vorgeschlagen“ Offiziere babe cr für unndtbig gehalten; dagcqcn habe er die Kosten des" Experimxnts, Weiches naturlich im Großen porgcnommcn iverdcn müsse, aus den Staatsschav angewie- scn. Ein besonderes Vcrsvrcciicn in Bezug auf die zu fordernde Belohnung könne er nicht geben; überhaupt würde er den StaatS- schatz gänzlich crscbdvfrn müffcn, wenn er alle ihm cinqcrcichtcn Berichte uber nüyliche Erfindungen im Handel, in dcn_Finanzcn, im Kriegswcscn und in nnen mögliiixcn Zweigen dchunn und Wis- so_nsämfx auch nur aux gleich günstige Weise behandeln wolle, wie die Erfindung des Cnvitain Warner.

Nachdem darauf die Bil! Lord John Russeli's zm" Verhin- derung dci" Bcsiecbmigen bei den Wahlen xum zweitcnmaie vet“: lesen worden war und Sir Robert Peel auf eine Anfrage des Capitain Mangleslei'kiärt hatte, daß der Krieg in “.)ithanisian für" Rechnung der Osiandischen Coznpagnie, und nicht fur Rechnung der Briti chen Regierung, gefuhrt werde, ging das Haus zu der Debatte uber" die geheime Absiiminun bei den Wahlen über.

_ Fxühcr war dcr Antrag auf Etnfü rung des Ballottcmcnts au, jcibrlccl) von Herrn Grote vorgebracht worden; pa diescr abcr icht nicht mehr im Parlamente sitzt, so hatte es diesmal Herr Wacd übernommcnz die besagte Moiion zu machen und zu vcrtheidigxn. Der Antrag ift noch_ immer resultailos ebliebcn'nnd wird natürlich aiich mz_t keinen Erfolg haben, da soiyo [ die mtnt'iiert'eUe Parici als cm Thciider Whigs demsxlbcn cntschtxdcn entgegen ifi; gewinnt die Frage dteics Mal irgend cinen Vortheil, so besicht dcrselvc vielleicht m_ctticm klcmcn Zuwgchs dcr Minorität, veranlaßt durch den schr gluckltch gcwähiten Zeitpunkt zur Anreguxtg herselben, glücklich ge- wählt, wcil„dte „letzten ngictx das Ziemlich allgemeine, wcnn auch. ibcilwctsc icbr unfreiwillige Ge ändntß herbeigeführt ba- hcn , daß das Wahlwescn mit willen seinen Bciiechungcn, Ein- ichi1chterungcn und Wahl-Vexgictchen eine durchgreifende Umge- stamm dringend erfordere. Dieses radikalc_ Heilmittel aber suchen Herr * ard _und seine ,reunde von der radikalen Partei bekanntlich schon lange tn dem Ba otiement._ „Auf die jüngsten Vorfälle wies auch zuniichst Herr Ward bei Mottvti'un seines Antrages hin, und Riderte das Haus.am, sich von den Flc en zii reinigen, die ihm den * amen dcs Bc_sicchun s-Parlaments wpblvcrdtcntermaßen cinxnbmcht haben. Von d_ecscm a_ geincineren (Hrsixhtsvunkkc, xcdc Parte :Bezic- hung zurückwctscnd, gin? er auch bei seiner wcitercn Dcduction aus". Er gab zu, daß bei der chien und den vorgehende!) aligemeinen Wab- ' len Liberale wic Konservative obne lintcrschtcd stel) dcr ärgficn Be.

- iicchungcn und jedes gcseywidrigcu Einfiuffcs zur Erceéchung ihrer

chcke bedient, „und sprach seine Freude darüber_ aus, daß die Häupter beider Parteien iich _1cyt so entschieden gcgen das" Ucb_cl aus* csvrochcn, daß, ihreAufrtchti kcitvornusgcscßt, dnssclbc nicht' em hgl "cabi- nichr würde Bcüniid „nben können. Aber diesc Aufrichtigkeit muse durch die That bewtixscn, es müffe eine Garantie für die Zukunft gegeben werden, unx diese Biwgschaft liefere kcinc Maßnahme fichcrer, als wenn man nel) des Mittels entschlagc, das" jene vcjrdcrbtcn Praktiken bisher alicin möglich gemacht habe. Die: sc; Mittel habe '," der offenen Stimmcnav evun_g bcsinndcn, bei der gegen jeden Abünumcxtdcn die etwaige Achingtgkcit seiner Lebens- verhältnisse _von Dritten geltend gcchht werden könnte; gc- hcime Absinnmuug „durch Kugclung ict), daher die bcüe Av- bülfe und gebe die hesic Garantie fur die Zukunft. Herr Ward suchte darauf dre Vorzüge des Banottcmenis vor allen übri cn siiyon seit mehr als hundert Jahren nach und nach versuch- ten ittcln per Abbiilfe gcgen dianbl-Bcsicchungen hervorzuheben, ci'wähnte, bet der Gelegenheit auch der neuesten von Lord John Museu ctngcbrachtcn_Bil1 gegen die Bcücchungcm deren Inhalt siii) aber auch nur _an bisher ganz erfolglose _Straf-Mandatc besehriinke, schilderte in xmzclncn Zügen die für die Mokalität vcrdcrbiichen Folgen des btöherigcn Systems, nicht nur unter den Wählern in den Stähten, sondcxn viel mehr noch unter den Wählern auf dem Lande, die, dadurch in änzlichcr2x„bhcit1?igkcit von den (Yirundbcrrcn, bcutc chf; votircn ten, was ne gei cm für schwarz erklärt, und sci)loß mit dem von ihm angekündigten Anfrage aufEinfübruug des Ballottcmcnts.

Mchrcrc Redner untcrfiüizicu den Antxag, währcnd von den Gegnern des Balloitemcnis, war Herr Chrtüie mit Bedauern bc- merkte, Niemand es der Mühe wcrth zu halten schien, dem Lande R_cche„nschaft abTiilcgeixübcr die Gründe, nac!) Welchen er in einer so wichttgcn _Angchenhett zu vottrcn beabsichtige. Herr Chriüie bc- merkte übrigens, man v_on dem Balloitcmcnt nicht gänzlicbeAus- rottung, sondern nur Verminderung,- aber xine schr bcdcutcndc Ver- minderung de'; Ucbcls erwarte, penn allerdings werde es, der gehei- men Absimunung zum Trotze, immer tioch Mittel geben, auf die Handlungen der Wähler einzuwirken, Wie man denn 5. B. diesciben durxh Zwang, Bestechuu? odcr Einschüchterung Vom Abgeben ihrer Stimme ganz ybhaitpi dune. Jedenfalls abcr dürfe man von dem Ballottcmcntxtnc Mtndcrun dcs chris in größerem Maße erwar- tcn, als 'von irgend einem an eren en Vorschlag zu bringenden Mittel der Avhuifc.

Nachdem unter Anderen noch die Herren Shiei und O'Con- nell zu Gunsten des Antrages, Sir Z. „Graham aber und auch Lord Z. Russell entschieden dagegen espxoche'n hatten. wui'de derselbe mit290 gegen 157, also mit einer ' ajoritat von 133 Stun: men, verworfen. Unter den an diesem Abend auf der Tagesord-

Sir Robert Peel erwiederte, daß die Unter an

Gange seyen, daß er aber in den letzten Tagmh “ZTYZYUYTH 1:1ime dem Hannoverschen Gesandten gexabt habe, in welcher ihn? v on diesem angezeigt worden sey, da der Vorschlag der Britischen Regierun von der Hannoverschen nicht an enommen werden könne. ehr könne er über die Sache nicht agen.

Capitain thbkll fragte an, wo das Geld deponirt («mj- ches für den erkauf der aufgebrachten Sklavenschiffe eingesLe, und ob eine Bill werde ein ebracht werden, um unter Vtrbe ;- ru der auf ditse Sache czä lichen Parlaments-Akte ",v" 1839 die ertheilung unter die Mann chafk der Kreuzer“, welcheem Skla-

nung stehenden Anträgen befand sich auch _folgende Motion dcs Vice:Prasidenten der Handels:Kammcr, „Herrn Gladsione, der ?ber wegen der BaliottementNDa-batte :iischt ur ??erathung ge: M9“: „daß es rathsam sey, unter ewien egu ativen u e: "“"""e daß fremder Weizen aus dem Derschluß oder vom Échkffe ""f"“ abI'Üefert werden könne, Fe en Ersaß des entsprechenden Ab«umme; an Mehl oder Zwieba nVerschluß oder Behufs der liefert-ng zur Ausfuhr.“ Diese Maßregel wird die En lischen "achiWWÜm "d'" SMK“ *“ Stand it en. mit remdm MYUMZZF ::? FUNKY? "Yi: es deln Kreis es Brotes für die e t. e .!iisimfahrer „'m en. ' “57 S' (' sich aber nicht auf die

London, 22. Juni. Die Kimi in hat gestern dem neuen Türkischen Botschafter, Ali Efendi, [?ine erste Audienz ertheilt und aus dessen Händen seine Beglaubigunngchreiben entgegen- genommen.

Nächstcns werden wieder zwei Schiffe mit 428 Mann Trup- pen direkt nach Hong:Kon in China abgehen. Außerdem smd 561 Mann nach Bengalen, Z' Mann nach Madras und 536Mann nach Bombay beordert worden, deren Einschiffung binnenZWochm bewerkstelligt Werden soll.

Nach amtiichen Berichten belaufen sich sämmtliche von der Regierung auf “Rechnung des Krieges in China an die O nbi che Compagnie zuruckbezahlte Summen bis sehr auf 573-442 M k-

Dei' Andrang zu der Bank von England wegen Umtausch“! von Gold währt noch immer fort. Die Nachfrage nach Silber ist auch noch sehr stark; größere Summen smd von der Bank abgeschchn worden, und die Privatbanken bcfinden [ich daher in großer * erlegenheit.

' Vom Cap sind sehr günstige Nachrichten eingegangen. Im vorigen Jahre sind 1,1)ipi_i,i)iiiind. Wolle um Werthe von 51,000 Pfd. St. ausgeführt worden; in diesem * ahre wird die Ausfuhr wohl 1,b()!),iii)i) Pfd. betragen. Man ählt bereits 8 Millionen Schafe und glaubt, daß das Land im c“rande sey, deren 9 Mil: lionen zu ernähren. Einen großen Ertrag verspricht man fich auch von der_Auofuhr von getrockneten Fischen und Walisischthran, Zvelghßr Hand:)! bisher vorzugsweise durch Amerikanische Schiffe

('U'ii' en wat“ .

Belgien.

")("!- Brüssel , “.'-"3. Juni. Die Veränderungen des Kommunal: (dicseßcs sind [ehe vor den Senat gebracht. Die liberale Opposition schmcicyelt sich mit der Hoffnung, daß derselbe sich bei dieser Gelegen: heit als ein wahrhaft konservativerKdt-per bezeigen und wenigstens der zWeiken Vkodification, welche die Fractionirung der Wahlen in den Städten betrifft, die Bcistimmung niche erthcilm werde. Es ist dies aber nicht wahrscheinlich, da der Senat noch in rd: ßerem Maße aus den Elementen besteht, Welche in der Z?)ie: präsentanten:Kan1nm' in der Majoritäc find. Jedoch is! nicht zu verkennen, daß der Senat sich bei mehreren Gelegenheiten we- niger ausschließlich ßezei t hat. Die Frage, die jede in der Preise verhandelt wird, o " mlici) die lc ten Maßregeln einen Geist der" Reaction kund qcben, kann u einem Resultate führen, da Alles von dem Gesichtspunkt abßängt, aus welchem man dies“- ben betrachtet. Daß jedoch die liberale Ansicht nicht so grandios isi, bervcist die Rede des Baron Osy von Antwerpen, der bis da: hin einer der entschiedensien Anhänger der katholischenIkeinung war“, aber jest erklärt, daß er sich offen von einer Partei lossagen müsse, welche durch die begonnene Reaction nur Vermirrung und immer gi'ößere Irritation in das Ruhe bedürftige Land bringen könne. Wir" wollen in diese Streitfrage nicht weiter eingehin,

lauben jedoch, die lehrerin Vorfälle noch von einer anderen Seite Zetrachtcn zu müssen. Offenbar ist, daß die letzte Maßregel' von der katholischen Partei ge en die 21 größeren Städte gerichtet isi, Welche mehr als 12,00! Eimvohncr zählen und die sich in den Wahlen im Allgemeinen im liberalen Sinne aingesprochen haben. Ist dies von der einen Seite ein offenes Geständmß von dem ab: nehmendenEinfiuffe der katholischen Meinung so kann man es 4"- dem-seits vielleicht nur als das Zeichen von Schwäche anschm- wenn eine Partei darauf kömmt, in Wahl:Combmationm ihr Heil zu suchen. Das constitutionelie Formelwesen verleitet häufig dazu; die mechanischen Pkischungen und Entmischungm, überhaupt das Würfelspiel mir den verschiedenen StaatöEiementen, mag kisweilen auf einige Zeitzum Zwecke führen, iii aber unvermdgcnd, dem inne: t'en chcnsrriebe der Gesellschaft eine andere Richtung zu geben. Nur der Geis wirkt auf den Geist, und anstatt sich der: Hoff: nung hinzugebcn, eine Richtung, die sich troh aller Hinder: niffe kund giebt und vernärkt, durch_ mechanische Formen zurückdrängcn zu können, ziemt es gewiß einer besonneneren Poli: tik, dieselbe in ihrer historischen und gegenwärtigen Berechtigung abzuschätzen und ihr darnach cine angemessene Befriedigung zu geben. Sehr u wünschen ist es für das Wohl des Landes, daß nicht ähnliche iskussionen wieder entstehen, wie die lehren gewe- sen sind, so wie es überhaupt wohl klug gewesen wäre, nicht auf Durchseßung ciner Maßregel zu besiehen, die von der Regierunß nicht beantragt war, und die nur die Leidenschaften aufregen i_m

ihnen reichliche Nahrung geben konnte.

Deutsche Bundesstaaten.

Stuttgart, 22. Juni. (Schwäb. Merk.) Sihung der Kammer der Abgeordneten vom 20. Juni. Durch Vereinbarung dei sämmtlichen Staaten des DeutschenBundes wurde ge en den Nachdruck derScbrifien von Jean Paul Friedr. _Richker, C risioph Martin Wieland und Johann Gottfried vvn Herder den Erben und rechtmäßigen Nachkommen dieser Schriftsteller «*in Schuh auf zwanzig Jahre ertheilt, wozu heute die Zustimmung der Kammer der Abgeordneten erfo! te.

Am Schluß der c“ißung legte Finan :Minisier von Herdesk" noch eincn (auf die Bitte der StändeBerÉ-mmiung eingebracka" Geseh:Entwurf vor, wonach eine Reduction des Zinss"ß."sG"_' Staatsschuid auf ZZ pCt. stattfinden soli, in derAre, das M ed“ legenheit, Geld zu billigeren Zinsen als 4 pCt. auszumbmmuun damit höher zinsende Kapitalien abzulösen benühk ""W“" sTUi'ni-

Das Präsidium eröffnet der Kammer einq 930“ „dkÉS J; [de: sieriums dss Innern, wonach Se. Königl. M“!“k * T'; ' "ua:: Versammlung ge cn Ende dieses Monats„bis zum “* Zan des künftigen Zaéres zu vertagen beabfich"9m-

1" Leipzig, 22. Juni. Der Ausschuß der bereits seit einer

Reihe von Jahren in segensreichEk WikksamkejknbeY-szxieiijchénqu-I

Adolph:Stiftun , deren Zweck isi bedrängt _

meinden im Ausglande vorzügli för ]?rxirchen-äqu échUÜVK'sen nach Kräften zu helfen, an de m W se S'Imw 7“ ie Herren 1):- C G. L. Großmann, Superintendent .und rofessor der Th'eolégie zu Leipzi . und ])k- 3- E. R. Kantstr. Konsstorial: Rath und evangelis er Hof-Prediger zu Dresden, stehen, hat vor kurzem nachsichenden Aufruf bekannt emacht:

„Wir unterzeichnete Comits-Mitglie er der beiden auvt-Vereine zur Gnßav-Adolph-Stiftung, welche vor nunmehr fa zebn “Fahren am 6. November 1832, als an dem Ta e der zweiten Säkuiarfeier des Todes, den der heldenmüthigeKbnig er Schweden für die Glan- bens-Freibcit starb, dem erüen Gedanken „nach ins Leben trat, haben uns durch Erfahrungen der neueücn Zeit überzeugen müssen, paß diese Stifiun , ungeackxtxt picselbx alliiihxlich am 6. November ehre c'Was-Bari te in die ».ctpztger Zeitung niedergelegt hat, auch öfters n der Darm ädtcr Allgemeinen Kirchen-Zeitun über dieselbe berich- tet worden, doch namentlich im Süden Deuts lands noch nicht e- nu bekannt iii, und sehen uns theils deshalb, theils weil wir an e- rerHeits den bisherigen Freunden dieser Sti tung die Zusicherung der fortdauernden freien und es neten Wir! amkeit derselben schuldig sind, u nachjebmder Min ei uns und Bitte veranlaßt.

Ér kiffen von dem Gedanken, einen Kapital-Fonds u gründen- aus deikkn Zinsen den bedrängten Evangelischen Gemein en, welche, mit ihrem “chen: und Schulwrscn in Nothaand gekommen, im

_ ende Hül : findey- nach Kräften eigenen Vaterlandc kcme “:*-Mbit“ von er Atiftau geleitet, daß keholfcn werden kiinnte, “Z"»olpb auf keine würdigen Weide unter

as Andenken an GUM" aden am 6. November 1832 Tausende uns gefeiert werden ""I-„jn eren Orten ihr Scherfiein zusammen. in Leipzig, Dresden “kniiebkkit der Penno-Sammlungen in Eng-

Man hat nach mäUskk gesendete Zettel Mann für Mann um land durch in d“ Osegnen das Beginnen so, daß in gan kurzer 6 Pfennige und G tThal-k zu dem genannten Zwecke beiiammen Zeit einige Tausendxjnißcrium des Kultus und öffentlichen Unter; waren. Das “"dem-der“ das Unternehmen, es beßättgte unterm richts in Sachsen"- vom Vereint entworfenen Statuten und über.- 4' Oktober 1834umme von 2000 Rtblr. xu seinem Zwecke. ließ ibm eintd ?",“de natutengemiiß bei dem Stadtratbe von Leiv

Geldkurch Beim! e von fern und nah, auch von Sr. Maie-

storbenen ni e von Preußen, vor Allem abcr durcb

Sr. Majesi t des jetzigen Königs von Schweden,

f ,chs hinter einandcyHol ende Jahre eme Kirchen; und

„ck„ durch das Kdnigrct cbwcdcn zum Besten der Gu-

,ijfmng verordnete, also vermehrt, daß sie jetzt circa

Seammvermdgin _betragen.

M den Zinsen dieses mit jedem iicuen _

fals snd schon viele evangelische Gemeinden n Böhmen, tm Kaiserl.

Königl. Salzkamnzergute, in Mähren, tn Ungarn, in der Moldau u.

t wor en.

A' "FZR? bei diesem unserem Werke durchaus nicht auf eine De-

monstration egen untere Mitcbrisien katholischen Bekenntnisses ab-

gesehen isi, legt klar " unseren Statuten vor; dies haben wir„oft

auf das Besiimmtcüe erklärt , und viele edle thboiikcn haben ihre

Uebcrzcugun davon selbs an den Ta'g gelegt, indem ste unaufgc.

fordert zu hren Guiiav Adolpb's fur die Zwecke unseres Vereins

eldbelträ e c eben haben.

G Aver ngochgiind unsere Kräfte sc?wach in Vergleich zu der Noth,

in welcher sich viele unserer cvange ischen (.?)laubeiißbrüdcr in und

außer Deutschland rückfichtlich ihrer Kirchen und «ii)ulcn befinden,

so daß bei crmangelnder Unterm“! ung oft die völlige Lösung ihrer kirchlichcn Bande zu befürchten i . .

Darum fühlen wir uns gcvrungen, alle „unsere liehen_Giaube1_15 genossen und und “ern hiermit dringendzu bitten, die m_ dtescchistc wirkeZYje Gußav- dolpb-Stiftung durch Gaben christlicher Ltcbe zu unter 1 en,

Ach die kleinsten Spenden,_ mit dankbarem, fkqmmemspcrzcn am Altarc des Glaubens und der Liebe niedergelegt, ward Gott sc nen; 17- wcrdcn fich mehren und mcichti werd_cn, wenn viele cdleM nner, ein echt der Segnungen, wclche i neu ein wohlgcordnetes ktrchlichxs Wem gewä rt, und ergriffen vom Gedanken an' den Rythstaitd, in welchem bez lich ihrer Kirchen und Schulen vicic Bruder in der Ferne ichen, ick) die Auf abe iiclicn- in ihren Kreisen das Brüchen und die Tendenz der Gu av-Adolph-Siiftung bekannt zu machen, Zweigvereine für diese Stiftun zu gründen, Sgnynlixn- get,) tJU“ dieselbe zu vcransialten und die e an dieStiftungs-Kane cin- zue en.

c“(eden „uns zugesendctcn Beitrag iyerden wir dankbar mxnchmen und “öffentlich darüber quittiren; aua) sichern wir 1edcchrc_tnc, von welchem uns auf einmal odxr nach und nach dchetrag von »WTha- ler odciß mehr zukommen wird, nach „E. lkx unserer Statuten (diese sind bei jedem höheren protestantischen Geistlichen in und_ außerhalb Deutschland zu finden) das Recht, über pie thscn dcr cingxmudten Summen nach cigeycm Ermessen, jedoch im Senne dcr Stqtnng zu verfügen, ausdrücklich zu. Zudem sind wir gern bereit, wzis uns an SammlunJen mildchaben fürchcke der Sttf: txtng zugesandt w rd, sobald man es wünscht, niclit zym

aottnl zu schlagen, sondern in anzer uns zugeferrtZ- ter Summe zu dem uns namentl ci) angegebenen ch e

zu verwenden.

Von dieser Bitte kann uns der Umstand nicht abhalten, daß Herr Hof-Prcdiger 0a“. Karl Zimmermann in Darmsadt am 31. Ok- tobe? voißigcn Jahres zur Grundung eines ähnlichen Vereins nuf; geru en at.

Denn theils hat unsere Stiftung vor diesem Vereine, dcr sich erst noch ionsiituircn wird, ancFBortbciie cincsi-bcinabe zehnjähriqen Bcscbcys und woblthätigcn Wirkens, io wie eines ansehnlichen Ka: vitalbcsiyes voraus (noch in den lehren Tagen sind wir wieder durch ein Vcrmächtnißjvon 800 Rth[r„, womit eine fromme Matrotic in Leipzig dicselpe bedacht hat, erfreut und zu innegem Danke verpflichtet worden), theils dürfen wir nach den vom Herrn !).-. Zimmermann privatim und dffeqtlich gegebenen Erklärungen die erfreuliche Hoffnung hegen, der von ihm ku gründende Verein werde sich an den unsrigen, den älteren, wob_ bcgründctext und vielfach von Gott gcscgnctcn nn- schließen, um tn dicser heiligen Sache ketncZersplittcrung der Kräfte cintrctxn zu laffen. .

Leipzig und Dresden, tm Juni 1842.

Dec Gußav-Adolvh:Stiftung.

* Augsburg, 21. Juni. Zum diesjährigen, vom 1-“1ten bis 18ten d. abgehaltenen Wollmarkt kamen auf das Lager lautWag: Protokoll 1809 Cn". 6 Pfd. Bayerisch = 202th1". 8 Pfd. Zoll: gewicht in 818 Partieen, oder rechnet man die blos in Mustern gelagerten u-nd zum Thcil auf hiesigen! Markte verkauften Par: tieen dazu, ber'2000 Cie". Bayerisch oder über 22-1!) Cet“. Zoll: gewicht. Auch in diesem Jahre wurde diescö ganze Quantum, obwohl am ersten und zweiten Tage wegen der Nachrichten aus Nord:Dcutschiand wenig Käufe gemacht wurdcn, am dritten und viertezi Marktiage beinahe änziich verkauft. Die Preise [ieliten i_ich fur hochseme Wolle aku? 105 bis 128-Fi., für mittelfeine auf (i_i, Ki) bis 100 F1. und fur rauhe Bastard: und Lammtvolie auf .).-) bis 7i)Fi. fin" den Bayerischen Centner, sohin im Durchschnitt nur um 2 bis 6 Fl. niedriger gegen die Preise des Vorjahres.

Braunschweig, 23. Juni. In den heutigen Braun- schweigischen An eigen isi ein vom 17. März d. J. datir: tes Geseß über die erhältnifse der Herzoglichen Leihhaus:Anstalt publizirt. - Dieselbe hat, als LandeNKredit-Jnsiitut, Geld in Verzinsung zu nehmen, Deposita aufzubewahren und Geld gegen Verzinsung auszuleihen. Das Gi'und-Vcrm'ogen der Ansialt soll in seinem Bestande erhalten und der aus dem Geschäftsbetrii'bc Yrvorgehx'nde Gewinn nur nach Absah etwaiger Ausfälle und

erlusie jahrlich bxi'echiiet und zu den Staats:Einnahn1en gezo en werden. Im §. 13 heißt, es.: „Die Herzogliche Leihhaus:.)lns7alt so_ll befugt seyn, unverzmsliche Kaffenscyeine, Bankzettei uber Emzelnbeträge von 1 Rehna! 5Rthlr. und WRthlr. Courant aus- zufertigen und durch die Herzoglichen Leihhaus-Kajsen in Um: [auf u setzen. Der Werth der auf diese Weise zu emittirenden Ban zettel soll den Gesammrbetrag von 500,000Rthlr. nichtüber: steigen. Diese Bankzettel sollen bei allen öffentlichen Kassen nach ihrem Nominalwerihe in Zahlung angenommen, und auf Anfor- dern der Zsnhaber jederzeit bei den Her oglichen Leihhaus:Kassen, und in denjenigen Städten, wo der [ei en nicht vorhanden sind, [' “dm Herzoglichey Kreiskassen, o weit die Geldvorräkh? d?!" BbeireZn kuzu aUSreicheii, gegen baares Geld umgiskßk werden. der .th ""I?" im Privatverkehi' bleibt die Annahme derselben dieset! Ésmkalkgkn Vereinbarung überlassen. Die äußere Form “'! iettel wird durch eine Verordnung besiimmt werden.

" 0 ki . zettel ist :ianZXZY-V'rfahrm wi'gen verloren gegangener Bank:

ahrc vermehrten Kapi-

Hakbvra- 25. Juni.

„Was die Able!) Dtl'Altonaer Merkur bemerkt:

"ung auch des neuen, wie uns scheint, gut mori:

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vit'ten Vorschlags dcs Raihs in Betreff der Mittel zur Deckung des Feuerkassen-Schadens betrifft, so steht man nicht ein, was an die Stelle der verschiedenen, verworfe_nen Anträge geseht werden soll. Uebri «'ns soll eine ganz unscheinbare Majoricät jn einem Fiz'chspiei ber das Schicksal des gedachten Vorschlags entschieden a en.“

Einer unserer früheren Mitbürger, Herr Friedrich Huth in London, hat derStadtHc-xnburg eine Englische Feuerspriße, welche nach den neuestenverbeffertm Einrichtupgetikonstruireisi, übersandt und zum Geschenk gemacht. Die nur dieser Spritze angestellte Probe hat die Erwartungen girechtfertigt.

In einem Schreiben aus Hamburg vom 17. Juni in der Augsburger Allgemeinen Zeitung heißt es: „Zu den beklagens: wm'thesken Dingen gehört jedenfalis, daß, nachdem wir bereits unsere beiden ältesten und schönsten Thurme durch den Brand

verloren haben, nun auch der schönste der'drei noch stehenden dem Untergange nahe isi: ich meine den Herrlichen Michaelis:Thurm, das Meisierwcrk des unsterblichen . .G. Sonnin, nächst de_m Wiener Stephans:Thurme xder höchste in Deutschland' (er ist 4.16 Hamburger Fuß hoch), beruhmt durch seine auFezeichnete Con; siruction und in wiffenschaftlicher Hinsicht _dur die Versuche Benzenberg's über die Umdrehung der Erde in den Jahren iNW und 181,13. Eine in diesen Tagen vorgenommene Besichtigung hat ergeben, daß ailes an dem Thurme befindliche Holzwerk wurm: siichig isi; ganze Scheffel Holzmehl find hct'ausgefüht't, nnd die Kii“chspiclö:Baun1eisier wollen nur noch Uvea Jahre fürdchhurm

arantiren. Er ist noch keine hundert Jahre alt. Fürwahi', Ham: Surg ist eine hart heimgesuchte Stadt!“

_- - Frankfurt, “.'-1. Juni. Der anhaltende Rückgang der Französischen Rente ist es jetzt, der die hiesigen Spekulanten in Staunen und die Börse in eine wirklich sehr fiaue Haltung verselzt. Die Börsenleuce wvlicn nicht gekn die eigene Erfahrung auf fremden Boden verpfiaiizen, sonst mußten sie doch wohl xi“- kennen, daß an dcm Rückgang der Pariser Börse nur die Baisse Schuld ist und durchaus k-ine politische Besorgniß. Diese soll alierdings in dem 1116glicherweise ungunskigen Ausgang der Wah: [on für die Deputix*ren:Ka1nn1er gsfunden werdeii. Wer suchk, dxr findet, aber nicht immer die Wahrhxit. ' Nach einex genauen Pi'u: fung der inneren und äußeren Vet'haltntjse Ft'ankrcichs, nach ein'em nur oberflächlichcn Blick auf die Lage der Europaischen Verhalt- niffe im Allgemeinen, gewinnt man die Uebet*zeug„ung,fdaß dem Frieden keine Gefahr droht, die Wahlen in Frankreich inozen aus- fallen, wie sie ivol1en. Zum Uebersiußeund, wenn man rpii1,_ quch zur Beruhigung dci“ ängstlichen Gemuthkt', [|_ abjer mit einiger Gewißheit zu erwarten, daß das .]eßige Ministerium in Frank- reich, das die Aufgabe unserer Zeit erkannt th- it) dem Rc- sultat der Dcputirten:Wahlen mir eine neue Stche_fmden ward. Vorerst heißt es aber bei der Borse „Zahlen entf «"man“ und da

Die Holländis en Fonds, besonders die Iiitegi'aie, empfinden ,um so mehr diesenchungünsiigen Ein uß- da die' .)lmsierdgmer Borse nun auch wieder anfängt, schw ck31" zu Melden. Bei det) wenig aufmunternden Berichten aus Wien gehen di,? Oesiexreaxhischcn Effekten gleichfalls zurück und um so weniger konnen die _ubrigen Gattungen der weichenden Tendenz Widcrsichen. Selbst die Tau: nus:Eisenbahn-Actien Werden von [eßtel'cn ins Schlepptaii genom- men, obgleich allgemein bckannt isi, daß die Taunus:Eisenbahn sehr _ute Geschäfte macht, da dieFre-qucnz sehr stark" ist. Ob sich die Jesor niß, derGeldsiand werde sie!) ungünstiger gestalccn, ria: lifirt, md te ich bezweifeln, denn wenn auch der Diskonto etwas gesiegen isi und im Wechseihandei wenig ethan wird, ist unzwei- felhaft die nahe Abrechnung die Ursache; eld ist noch genug hier vorhanden.

, Durch den sehr niedrigen Wasserstand ist die Vkain:Dampf: schlsffahrt vorerx! auf den Dienst zwischen Aschaffenburg und Frankfurt beschr nkt, welchen das Boot „der Verein“ versieht.

Se. Durchi. der Fürst von Thurn und Taxis traf gestern Abend auf der Reise nach dem Rhein hier ein, nahm aher nur“ einen mehrstündigen Aufenthalt in dem mum] Post:“Paiais, das der Fürst in seiner 'elzigcn Einrichtung noc!) iiicht gesehin.

JReyc-rbeer, de, en Ei'tiennUm zum Komgi. Preußischen Ge: neral:Mufik-Direktor auch him" Freude erregie, wird denmächsi auf der Reise nach Paris hier eintreffen und emen kurzen Aufent: halt nehmen. '

Inland.

Posen, “.?-1. Juni. Die Posencr Zeitung, die heute in festlicher typographisoher Ausstattung erschienen, berichtet: „J.)kit lautem Jubel begrüßen wir den heutigen Festtag, an welchem uns das hohe Glück zu Theil wird, unseren erhabenen qllgeiiebten eKd: nig und Herrn zum erstenmalc, seit die Krone Sein Hauptschmuckk, in unserer Stadt zu empfangen. Herzinnige Freude bewegt jede

besten, edelsten der Fürsten die Beweise der ticfsenEht'furcht und treuesten Anhänglichkeit darulegcn. Prächrig ist unsere Stadt geschmiickt; Ehrenpfoi'ten, &hrcnsäulen, Tempel und Pyi'amidcn ekhcbcn fich auf alii'nPläßcn, und der Blumen hcitct'c Zier prangt in reichen Gewinde" an jeglichem Hause. Hand in Hand gkl)?" die Vorsteher und Bär er der Stadt mit der hier Versammelccn Ritterschaft, um durch innige Anordnungen und heitere Feste den schönen Tag zu feiern, an dem es uns Vergönnt ist, des thc'uren Herrschers segenbringendes Antliß zu schauen. Mag immerhin in des Staates größeren und rcichercn Städten derei'habenc Monarch mit mehr Pracht bcgrüßt Worden scon, -- kt'euci' imd inniger, das fühlen wir, haben Ihm nirgends die Herzen enkgegcngcschia: gen; denn nirgends hat Er sich nicht' die Einwohner zu Liebe und Dank verpfiichtet, als in unseri'rPi'ovinz. Heil und Segen Ihm, dissen Milde und hohe Herrschchugcnden alle seine linkei'thancn gleichmäßig beglücken, und der che die aufrichtigen Huldigungen unserer dankbaren Gesinnung gnädig aufzunehmen gcmht hat. Um 3 Uhr Nachmittags trafen Se.9)kajesiät unter dem (M': läutc allet" Glocken und dem Donner der Festungs:Kanonen in einem glänzenden Postzuge bei der Ehrenpforte am Anfange der" Berliner Straße ein und wurden von dem lauten Jubel der hier“ versammelten, ungcheuren Volksmenge freudig begrußt. Auf den zu beiden Seiten der Ehrenpforte errichteten, mit großen Flag: genbäumen bcgränzten Tribünen hatten mohr denn 1.700Damen und Herren unserer Stadt im Fcsisthmucke fich aufgestellt, um den aligeliebten König bei Seinem Eintritt in die Stadt zu be: willkommneu. Bei der Ehi'egpforte empfingen den in einem offe- nen Wagen fahrenden, von dem Minister, Grafen von Arnim, begleiteten Monarchen innerhalb eines Spaliers dcr feiilich ge: schmückten Schäßengarde der Ober:Bürgermeisier Naumann an der Spike des Magistrats, und der Stadtverordneten:Vorsteher, Landgerichts:Rath Boy, an der Spihe der Stadtverordneten. Ihnen gegenüber hatten sich die evangelische Stadt:Geisilichkeit,

die Deputirten der Kaufmannschaft, so wie eine Deputation der

jüdischen Corporation mit dem “„Wer-Rabbiner in der Mitte, auf gestellt. Der Ober:Bürgermcister Naumann hielt folgende An; rede an Se. Wkajesiät: _

„Ew. Königl. Majesiät erhabenen crson nahen dte Vorsichcv und Vertreter der Stadt, um Allerhbxhiixxbncn im Namen allerEtn- wohner das bcrzlichsie, freudigiie„“Willkommen/“ zuzurufen. - Nicht zum ersienmale zwar bc rüßen wir Ew. Majesiät als unseren König, - denn es war uns gciiattet, noch in den Tagen der tiefsten und ge- rechteficn Trauer uns Ew. Majestät nahen zu „dürfen; und an dem unvergeßlichen Ta e der Erbhuldigung zu Kdnt sberg haben auch wir uns um Allerhdch Ihren Thron gerethet “; a crzumcrsicnmalwtrd uns die hohe Genugthuunq, Ew. Majesiät am eigenen Heerde als König zu begrüßen.„- Denn wohl gewährt es hohe Gcnugthuung, Demienigen, dem 1th so viel danken, den wir alle so hoch verehren, zei en zu können, Wie sehr wir uns durch Seinen Besuch beglückt fi"; len. - Nehmen Ew. Majestät die Zeichen unserer Freude, unserer Liebe und Verehrung gnädtgß auf:“

Hierauf geeruhten Se. Piajcsiät zu erwiedern: Sie seyi'n sehr" überrascht uber den wahrhaftfesilichcn Empfang, und obgleich Sie eigentlich den Wunsch gehabt, daß dergleichen Festlichkeiten nicht siattsinden mögen, so könnten Sie doch, was so herzlich ge: boten Werde, nicht anders als recht herzlich annehmen.

kachdem Se. Majesiät noch einige huldvolii- Worte an die Vorsteher del städtischcn Behörden gerichtet, fyhranlicrhöchsidjc; selben unter Mglcitung eincr festlichen, mit „HeiiDir im Sieger“: kt'anz“ einfallenden Musik" durch die Ehrenpforte in die Stadt hinein. _ Unter lautem Hurra!) seßtcn S9. 9.7?ajesiät th'i-n ch durch die mit Blumen bkstl'i'Uk?" und mit Fahncn, Land: und Blumen: Gewindcn reich geschmückte Berliner Skraßo, beim Theater vor: bci nach dem Wilhelmsplaße fork. An bcidkn Seiten der Straße waren in langer" Linie die GkWi'l'ke' im Fest:)inzuge mit fiii'gcndcn Fahnen, biumcnbekränztcn Graben und den Ge:

die Fonds zu Paris weichen, müssen sie auch hier zurückgehen._

werks:Artriburm aufgestellt und riefen dem them'en Herrscher ihr Lebchoch [ubrind cnrgegen. Dann ging der Zug quer über den Wiiheimspicikz durch eine Doypcircihe von Flambeau's und die hier errichrskc schöne, mit Blumen geschmückte Kolon- nade nach der prächtigen Ehrensäule auf der 9.7?itke dieses herrlichen Plaßes. Se. Majestät fuhren darauf, von dem Klange der hier aufgestelltenMusk“:Chöre begleiter, quer über die Wilhelms- Straße durch die NeueStraße, über den alten Markt nach dem RegierungNGebäude, wo ?(iierhöchskdieselbcn von dem komman- dii'enden General, General der anantcrie von Gt'olman, der Gieneralitäk und sämmtlichen StalW-Offiziercn, den Civil:B«-h'orden, von dem Erzbischof mit dem gesammten Dom:Kapitel, von der höheren evangelischen Geistlichkeit, den sädtischcn Behörden, so wie den zahlrcich versammelten Ständen der Provinz, chi'erbictigsk empfangen wurden. Se. Majesiät hatten die Gnade, sich die An: Wescnden einzeln vorsielien zu [affen und an Mehrere dcrselben huldreiche Worte zu richten.

Se. Majestät begaben fich darauf zur Tafel, zu Wcichst')lilet-: höchstdieselben die Chefs unserer Behörden und eine große Anzahl dcr hier versammelten Landstände Und anderer angeschener Mön; net“ zu befehlen geruht hatten. “Lille Piäße imd Straßen, welche der Zug berührte, waren mit Laubgewindcn, Teppichen, Fahm'n und Blumenki'änzcn aufs fesilichsie geschmückt, und übcrai] hatten fich die Einwohner dei" Stadt in gedrängten Schaari'n versam: melt, um den theurenLandcsvatcr möglicht? in der Nähe zu sehen. Alle Fenster waren mit gcschmücktcn Danken angcfülik, und selbst auf den Dächern hatten viele Schaulusiige sich eincn Plaß gesucht, Wk? wo herab sie ihr donnei'ndes Huri'ah in die Lüfte erschalien [ie en.

Abends [mehrten Sk. Majesät eine aus mehr als 5110 Per. sonen bestehende (Bcsclischafc bei dem Et'zbischof vvn Dunin mik Ihrer" Gegenwart und gekuhken, die dort Versammeiten Damen Sich vorstclicn zu lassen. Erk? gegen 11 Uhr verließen Se. Pia: jciiät das erzbischöfliche Palais und nahmen bei der“ „Rückfahrt einen Theil det" erleuchteten Stadt in Alierhöchsien Augenschein. Die ganze Stadt ward schon mit einbrechendet' Dunkelheit auf eine so glänzende Weise erleuchtet, daß man wohl nicht leicht eine prachtvolierc Illumination Yer gesshi'n haben dürfri'. '.)ilie Häu: sei“ bis in die entferntesten orsiädtc hinein waren mit farbigen Lampen und transparenten Bildern bc'dcckt, so daß die ganze Stadt einem Flammenmcerc glich. Namentlich «währten die pracht- volle Ehrenpforte am Berliner Thor, die groigze Ehren:Säule auf dem Wilhelmsplaße, und der Trimnphbogen in der Zudenskraße die mit TaUsendcn von Lampen besäec waren, einen wahrhaft ma: gischen Anblick; eben so die lange Doppel:Reihe von Flambeau's auf dcm genanntcnPlaßc, so wie die glänzende Erleuchtung sämmt- licher Bäume in unserer", an Alison so l'kichkn Stadt; dann der wunderschöne Tempel auf dc'm Sapieha:Teiche, auf dem zugleich ein prächtiges Fcuerwci'k abgebrannt wurde; ferner unser chrwür: diges Rathhaus, das vom Fuß bis zur höchsten Späße des Thurms eine Flammenmaffe zu seyn schicn, und auf dessen oberster Galic- rie andauernd cine sonncnhelic bengalische Flamme brannte, wäh- rend von Zkik zu che Hunderte Von Leuchtkugein im pracht-

Brust, und im fcsilichen Schmucke beeilt sich jeder Bürger, dem ;

vollsten Sri'ahienkranze im“ Erde hei'abströmten. Endlich prang- ren noch mehrer? Kit'chcn, öffentliche und Privat : Gebäude in dci" glänzendsicn Erleuchtung und Ausschmückung mit Festons, Blumen, Inschriften, Ti'atisparenks und den Statuen des gelieb- teani-rscbei's. VorAilen verdient jedoch noch der Dom genannt zu werden, dciscii Haupt:Fa-;adc im Glanze von 5000 Lampen strahlte, so wie der ct'zbischöfliche Palast, der durch die Maffe dex ihn bedeckenden Flammen einem Zauberschloffe glich. Durch al].- , Straßcn der Stadt und Vorstädte, die fämmtlicl) durch Laubzüge

mid Blumenkroncn in laubmmrrig? Pracht:Allcen verwandelt wd: ren, wogki'n bis tief in die Nacht hinein zahllose fröhliche Wien: schciiscba'at'cn, und ubct'ali hörte man von der erfreuten Menge dem edelsten det" Monarchen ein Lebehoch nach dem anderen bringen. Das sxhöniii' Wetter begünstigte diesen unvergeßlichen Tag.

Farsi Boguslaw Radziwili ist von Berlin, der GeneralÉicu: tcnant imd Commandeur der 9ten Divifion, von Lüßow, von Glo ait, undZer Wirkliche Geheime Rath und Ober: Präsident dak“ Ki'ovinz Echlcfien, ])r. von Merckel, vvn Breslau hier an- gc 'ommcn,

Berlin, “37, „Zum. Das MmisteriabBlatt für die innere Verivaltung publizirt nachstehend? Allerhöchste Kabincts:Ordt-e:

„Wenn die Acltcßen der jüdischen Gemeinde zu Mn dcburg in der“ Vorüeliligg vom Wilen v. M. den Eintritt in den M litairdienß Ys cm den „xuden zuiiehendcs Rccht in Anspruch nehmen, so eröffne ;cch Herzfelben,_daß ts_niemals tJieAvficht gewesen ifi, den Juden .dcn freiwilligen Eintritt in den Militairdiensi zu versa en, wodurch ihre Befilgiiiß zur Tbcilnabme an dem ehrenvollen ' eruf der Landes- chtheidegunL icdenfalls unverschränkr bleiben wird. Was aim“ der Pflicht. der 1xudcn zum Militairdéenst für die Zukunft betrifft, so muß die Best mmung darüber bis nach Beendigung der vox- mér an;- Jeordncten Beraihungcn über die Regulirung der bürgeritchcn Mk-

ältnise der Juden ausZescyt bleiben.

Berlin, den 14. M rz 1842- Friedrich WHM:“:- An die Aelteiicn dcr jüdéschkn Gemeinde 5" M““dehmv' ,