und den Heldenmutb der Gemahlin dicses Generals, was von dem ganzen Hause mit lautem Beifall aufgcnommen wurde.
Nachdem dann noch die Lords Palmerston und Z. Russell die Politik ihres Ministeriums gerechtferti t hatten, wurde der Antrag des „Herrn Baine mit 75 gegen 9 &timmm verworfen.
London, 24. Juni. Gestern beehrten die Kdni in, Prinz Albrecht und ihre hohen Gäste, der König und die K nigin der Belgier, so wie die Köni imWittwe, die Herzoginnen von Glou: cxster .und von Kent, der Herzog und die Herzogin von Cambridge, em glanzendes Fest, Welchcs der Herzog und die Herzogin von Buccleugh auf der Queensberry:Van zu Richmond vet'anstalcet hatten, mit ihrer" Ge enWart. Das Belgische Köni spaar wird, wie vermutet, eincn onat lang zum Besuch am iefigen Hofe verweilen.
Der Standard meldet, daß Se. TNajestät der König von Preußen der Britischen und auswärtigen Bibel-Gesellschaft ein Geschenk von 100 Pfd. St. Übersandt und zugleich die Absicht kundgegeben habe, der Gefellschaft für die Folge einen jährlichen Beitrag von 25 Pfd. zugehen zu lassen.
Die Einkommensteuer-Biu hat vorgestern die Königliche Ge- nehmIiHung erhalten, ist also nun Landesgeseh geworden.
it der „British Queen“ find Nachrichten aus New-York .
bis zum 7ten d. M. hier eingegangen, aus Welchi'n hervorgeht, daß die politischen, kommerziellen und Geld:?[n ekegenlwiten in den Vereinigten Staaten fich besser zu geskalten ananen. Man ztvci- fette nicht, daß die Unterhandlungen zwischen den Bevollmächtig- ten Großbritaniens und der Vereinigten Staaten über die ver- schiedenen Differenzen der beiden Kabinetts in wenigen Tagen zu einer befriedigenden Erledigung führen würden. Lord Ashbux'ton soll bereits Anstalten zurAbreisc treffen. Die Staaten Maineund “Mas: sachuffetts hattenAbgeordnete ernannt, die fich mit Vollmachten zm“ Unterhandlung über eine definitive AUSchichung der Gt'änzskreitigka-it nach Washington begeben soUren. Man laubte, daß EtYwnd einen großen T eil des skt'eicigcn Gebietes chalten und dafur die Ver- cini ten taaren mit einem anderen ebietStheil oder mit dem Re c der freien Schifffahrt auf dem St. John oder auf dem St. Lorenz entschädigen würde, In Bezug auf die freigelassenen Sklaven der „Creole“, meinte man, würden dieVercinigtcn Staa- ten wohl nachgeben; die Sache der „Caroline“ wird 'eßc als eine BagakeUe betrachtet; in Betreff des Durchsuchungs: echts xählte man auf Englands Absehen von seinen Forderungen, und die Frage wegen des Oregon:Gebieres schien keiner sofortigen Entscheidung zu bedürfen. Der Handel belebte fich von neuem, und mehrere Banken schickten fich an, ihre Baarzahlungen wieder aufzunehmen. Es waren einige Financiers aus England angekommen, um nach Beseitigung der politischen Streitfragen fich zu bemühen, ob fie nicht wenigstens einen Theil der Staaten, welche die Abzahlung ihrer Schulden verweigern, zu Maßregeln bewegen könnten, die einige “.)[USficht auf Liquidirung der Forderungen dar“: böten, welche man in England an diese Staaten zu machen hat. Man zweifelte aber an dem Erfolg ihrer Bemühungen, da seit der Annahme des neuen BankerottWeseßeö die ZahlungöVer: weigerungen unter den Privatleuten in den Vereinigten Staaten o alltäglich eworden find, daß auch die einzolnen Staaten ihre ankerott: rklärung schWerlich zurücknehmm dürften. Schon- haben sich 8 - 10,000 Personen für bankerott erklärt. Am 1. Zuni war in New-York die berühmte Buchhandlung der Gebrü: der arper abgebrannt; der Verlust wird auf 100,00() Dollars“ gesch ht; man hatte Verdacht, daß das Feuer aus Brotneid an- ele t e . g gDsa'tßz Erdbeben vom 7. Mai isi, wie man in den Vereinigten Staaten durch die aus verschiedenen Gegenden Westindiens anlangenden Schiffe erfuhr, mehr oder weniger auf allen Wesk- indischen Inseln Verspürt worden. Auf St. Barthelemy hatte noch am 21. Mai ein heftiger Stoß stattgefunden. Capitain Higgins, der mit einer Brigg am 19. Wkai von Zeremie abge- segelr und zu Boston angekommen war, brachte die Beskätigung von der gänzlichen Zerskörung der Stadt Cap Haytéen, von der nur wei-Häuser stehen geblieben waren; es war gerade Markttag daselssk und eine große Menge von Landleuren mit Mauleseln und anderem Vieh in der Stadt, und es sollen an 4000 Menschen umgekommen seyn.
Meyerbeer's „Hugenotten“ smd am Montag von der Deut- schen Opern:(53esellschaft in Cchntgarden zum erstenmale gegeben worden und haben auch hier so außerordentlichen Erfolg gehabt, daß sie diese Woche hindurch jkden Abcnd wiedrrholc wurden und auch für die nächste Woche wieder angekündigt smd. London is? die dritte der Europäischen Hauptstädte, in denen dieseOper in gegenwärtigem Jahre kur“ hinter- einander zum erstenmale in Scene ging. Berlin und c“toclkholm waren damit vorangegangen. Bei der hiesigen Aufführung waren die Hauptpartieen der Oper folgendermaßen beseßt: St.Vris, Herr Mellinger; Nevers,Herr Schwemmer; Raoul, Herr Breiting, später Herr Abresch; Mar- cel, Herr Staudigl; Page, Dlle. Wettlaufer; Margarethe von Valois, Dlle. Lutzer; Valentine, Mad. Stöckl:Heinefetter, spä- ter Mad. Schodel.
Briefe aus St. Sebastian vom "18ten d., welche in Lon- don eingegangen find, sprechen von Besorgnissen von einem Auf: stande in jener Gcgend, da fich eine Anzahl Karlistischer und Christinischer Emigranten der Spanischen Gränze nähc-rten. Auch in Tolosa wurde am Asten d., dcm Festtage des Schußheiligen dieser Stadt, eine lnsurrectionelle Bewegung erwartet.
Nach einem Schreiben aus Veracruz vom 19, Mai hatte Santana ein Dekret erlassen, wodurch den Deputirten von Cam: peachy verboten wurde, ihren Silz in dem konsiituirendcn Kon: greffe zu neth, der nächstens in der Stadt Mexiko zusammen: kommet) so"“- Es ging das Gerücht, daß im Süden eine revo- lutionatre Bewegsxmg ausgebrochen sey, an deren Späße der Ge- neral Alvarez sie e, d“? fich für die Föderation erklärt habe.
D" 99" d“ Regterung angeordnete Untersuchun in Betreff res Zeuerns "“ “"Ikklagtm Polizei-Mannschaft zu nnis ist ge: schlo en worden, ohne daß fich klar herausgestellt hat, ob und von wem dxk Befkhl zum Feuern erthenc- wurde. Einigen Aufschluß gjebt dae Erklaruug. des GrasséstsÄm-pexwks BroWn, daß Ca- pitain RUVZSUL SU ' m gesagt abe: „Ich fürchte, die Leute "läs- st" feuern. Diet annschaft, ""im Herr Brown habe nur die ““s“" Worte Rho“ und “duk“? sey das Blutveégießen entstan- den. Doe 38, olizej-Soldaten fihen vorläufig noch in Haft
Die Brotannta rechnet hexaus, daß die Entfernung r*»elche blos auf acht der lzedeutendsken Cnglxseben Eisenbahnen täglich'von dm Wagmxkt en uruck elegt werde, 10,508 En lische Mellen od". im Jahre ,.)62 38 eilen betra ?. Zm Ja re 1841 wurden auf djxsm acht Bahnen 4,600,000 _affagiere befördert, 58 Personen beschädigt und 22 darunter get drxt. .
Graf Mensdorf f?? gestern mit seinenevter Söhnen nach dem Kontinent zurückgerei ; er hat den Weg uber Brü el Jenommm.
Der neue Gouverneuer von Jamaika, Graf 1 n, ist am 18ten 11. M. zu Kingßon eingetroffen, und sem Vorg n er, Sir Ch. Metcalfe, hat fich am 20sken nach England eingesch sst.
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L London, 24. Yam. Der Vorschlag für die Einfktß: rung der Balloeage bei den arlamentswahlen iß durch eine gro e Ma1oritätverwyrfen worden, obgleich 157 Mitglieder dafür stimm: ten. Dee kräfngste Rede da egen wurde von Lord John Rassel] gehalten, welcher sich dem lane vor üglich deswe en widerseßte, weil selbst die Charti en darauf best nden, daß o ne eine große Ausdehnung des Wa rechtes selbß, für die Reinheit der Wahlen pichts damit gewonnen werden wurde, und er fürchtete, daß die- jenigen, welche im Parlamente jeht darauf dringen, ebenfalls Re- formen dieser Art im Sinne hätten, und dadurch zu erzwingen meinten. Er wies dabei auf die Länder hin, wo dieses System bei den Wahlen benußr wird, ohne daß dadurch die Sache ge- bcffer't würde. So lange also die Häupter der Wh! :; über die- sen Punkt mit Ben Konservativen einig find, ist die urchseßung dieses Planes in England nicht zu befürchten.
Die Opposition der Tokios gegen das Miniserium spricht fich in gewissen ZeitUngen wenigstens alle Tage deutlicher aus. Unter anderen Dingen rechnet die Morning Post demsel- Qben hoch an, daß es noch nicht dafür gesorgt habe, die Kirchen: steuer abzuschaffen und der Kirche ein sonstiges Einkommen an
deren Stelle zu fichern und somit dieselbe von dem Skandal zu befreien, welchem fie durch die Kämpfe mit ihren Gegnern aUSZS- "seßt ist. Dieses is eigentlich eine neue Sprache von diesen Ver: txetem des Alten. So lange fie geglaubt, die bestehenden Gesetze konnten ihnen zur Erzwingung dieset" Steuer dienen, selbst Wenn es durch das dem ganzen Geiste der Verfassung und der natio- -'nalen Anfichten und Gewohnheiten widerstrebmde Mittel gesche= Then müsse, daß die Entscheidung der Minderzahlin einer Gemeinde den WiUen der Mehrzahl beseitigc. Seitdem aber der geistliche Richter, ])r. Lushington, durch einen feierlichen Rechtsspruch die Meinung, daß es ein so widerfinnigev Geseß gebe, zerstreut hat, will man, daß die Regierung versöhnend einschreitc. Hiermit legen fie aber" ein Bekenntnis? ab, daß auch skc bereit find, Neuerungen zu machen, Wenn die Umstände sse erfordern, und entschuldigen so: mit Peel, Welcher im Grunde nur dieselbe Regel befolgt; der Unterschied ist einzig der, daß er in einigen Punkten die Noth: Wendigkeit zu Veranderungen erkannt hat, wo die Tories sie noch nicht cinschcn. Sie meinen aber, Peel hätte, wenn er so vikle Adressen und Reden gelesen haben mußte, welche vor den lehren Wahlen von Tories et'lassen und gehalten worden, welche ihm ganz andere Grundsäße und Abfichten zuschriebcn, als er seitdem an den Tag gelegt, den erthum nicht stillschweigend hingehen [asscn sollen; Wenigstens hatte er diejenigen, Welche fich mit so offenbar falschen Erwartungen um ihn her drängten, Vor" der Ab- simrxung, welche das Schicksal des leßtcn Ministeriums entschied, enttauschen sollen. Wenn xa Whiggiskische Grundsäße herrschem müßten, so sey es besser, da solche von Whigs, als von angeb: lichen Konservativen ausgeführt würden.
Eben jekt hat nun die Partei einen neuen Verdruß erfahren, Welcher um 0 tiefer bringen und ihre Oppofition um so schneljer gestalten wird, da der persönliche Vortheil jedes Ein elnen damit bedxoht wird. Die Regierung hat nämlich einen orschlag an- gekundigt, wodurch gestattet werden soll, auswärti es Getraide ohne Zoll einzuführen, wenn der EiZenthümer da 1“ eine ent- sprechcnde Quantität Mehl oder Zwie ack zurAusfuhr unter den Mauthverschluß legt. Dies verdrießt die Gutsherren um so mehr, da noch vor zwei Jahren das Unterhaus einen ähnli en Vor- schlag von Seiten des „'Le-rm Villiers durch eine gro e Majo- rität verwarf. Auch „i „ie Maßregel bedeutend genug, Weil da- durch alle auölüufénde“ ffe iti déki'Stand gesetzt werden, sich mit Mehl und“ Zwiebßkk“ voti“ aaswärrigem Getraide zu ver- sehen, das noch dazwgar “_keénen “Zolj entrichtet hat. Auch dringt der Morning Herald darauf, daß recht bald „eine un: abhängige Partei“ nach dem Plane des Sir Richard Vivian ge: bildet werde, welehe im Stande sey, dieRegierung sowohl, als die Liberalen im Zaum zu halten. Nur, meint dieses sonst den Mo: nopolen so holde Journal, müsse fie nicht auf den von Vivian außfgestellten Grundsaß der Oppofition gegen Handels-Freiheit fu en; sonst würde se auf Sand bauen!
Die Times hält noch immer mit einer Erklärung zurück; doch hat sie in Bezug auf das Armenqesexz allen Rückhalt abge- worfen. Sie erklärt nun unverholen, kabel" diesen unkt sey die Jegenwärtige Verwaltung eben so ungenügend als de le te. Und a fie oft behauptet hat, daß dieses Geseß leßtere ges! rzt habe und jede Verwaltung fallen müsse, die es zu behaupten suche, so folgt der Schluß wohl von selbst. Auch spricht fie gegen Peel und Graham ohne Maß und rechnet dabei (wie fast alle andere Tory:Blätter) jenem noch als eine besondere Sünde an, daß er mit Roebuck und Russell in Bezug auf das Be: stechungs-System gemeinschaftliche Sache gemacht habe. Dabei is indessen von Stanley keine Rede, welcher überhaupt, seit er mit Peel im Ministerium ist, sehr schweigsam geworden, und den auch seine SteUung als Minister des Kolonialwesens derNothWendig: keit überhebt, über solche das Innere betreffende Ge enskände zu reden. Vielleicht dürfte er, wenn Peel “ele, der Mes tas de:“ To- ries werden; obgleich diese es ihm jeßt ubel nehmen, daß er fich bereden lasse, die Maßregel Für die Reform des Zrländischen Re- istrationswesen, wofür er während der zwei leßten ahre der Whig-
erwaltun so viel Eifer gezeigt, nun, wo er irgend etwas der Art ohne chwierigkeitdurchseßen könnte, ohne allen Grund hinzu- geben. Ueberhaupt gefällt den Tories die Zrländische Verwaltung gar nicht. Lord deGrey, welcher gern den alten Orangisten den Haupt- Einßuß einräumen wollte, ist offenbar durch seinen Secrecair, Lord Elliot, und den Kanzler Sugden daran ehindert worden. Diese verfahren ganz im Sinne Feeßs und fü ren die Verwaltung ohne Parteilichkeit, und man be auptet sogar, Lord de Grey werde seine Stelle niederlegen und einem anderen Statthalter Plah maehen.
Solcher Zwiespalt unter den Unterstüßern der Regierung ist um so mehr zu bedauern, da in einem Augenblick3 der wachsenden Roth und Unzufriedenheit unter den arbeitenden Klassen, Eintracht unter den herrschenden Klassen ein besonderes Bedürfniß ist. In: zwischen muß ich den Deutschen Leser unserer whiggkstischm qnd radikalen Blätter doch warnen, daß ste deren Angaben üher dtese Roth und Unzufriedenheit nicht unbedingt glauben. Es liegt eben im Vortheil der Partei, und besonders der Anti:corn-law:|eague, welche aus alle diese Blätter wirkt, dm befisenden Klassen recht bange zu machen, um Weitere Ermäßigungen im Getralde-Geseß zu er win en.
ch abe nur noch Raum in 23er auf die gesrigeDebatte im Unterhause über den Krieg gegen fgghanifkan Ihre Aufmerk- samkeit auf die Reden Hobßouse's, Peels und Palmerstons u len: ken. Herr D. Salomons at denselben Ge enstand vor die crim- Fnhaber der Ostindischen Gesellschaft gebra t; aber die Debatten md auf heute vertagt.
Deutsche Vundeößaaten. tn DreSden, 24. Juni. Das erste Sächssehe Männer:
Gesangfesk nder laut des ierüdtr verdffmtli ten ramms am 8. und'9. u uft statt an wird wo mb lic? im "Jen S ""-
UUM Säehfis en Städten, Mufik-Gestlls aften, hören, ““ck-
toren, Kant'oren sind Einladungen zugegangen, und so dürfte man sach schon emige Theilnahme versprechen, wenn auch, wie natür- lich, von allen nah an der Eisenbahn [legenden Ortschaften das Mea e zu erwarten fleht. Das Gan e kann gleichsam als ein Pro cschuß gelten nach den großen äehslschen Mustkfesken, die war, wexm auch ziemlich spät, nun doch noch erhalten werden. Ob damit dae Errichtung eines Mufik-Konservatoriumo und einer Thea- terschule Hand in Hand gehen wird, hängt freilich noch von vie- len anderen Vorbedingnissen ab. Wunderlich bleibt es im: mer, daß man heutzutage, wo für Musik und Theater das goldene Zeitalter eingetreten, wo der Besuch des Theaters nicht blos Vkode, sondern Vielen Bedürfniß ist, wo ffn“ UnterrMs- wesen so viel geschieht, dennoch in lehterer Beziehung beide Künfte in Sachsen wenigstens und auch in vielen anderen Ländern leer ausgehen. Der? Deutsche Schauspieler findet fast nit" ends eine vorbereitende Baldungsskzktte, und man wundert sich no über den heuti7cn Verfall der Buhnen. Sollte die bald bevorfie ende Sä- kulareier des neuen Deuts en Schauspiels allem al m T ell- nahme finden, so würde diese! e gar nicht besser zu ' e “eben eyn, als durch Errichtung von Zhenrerschulen und went?4 ens eines Deutschen Centralpunkees fur den Kultus der T a a, Mklpo- merixe,ä Polyhymnia und Terpfichore, einer Art chaufpielsllnt- ver it t.
Zu den viel besuchten Ansalten Dresdens gekdrt auch dieje- nige, we! e der verstorbene, dadurch Europäisch erühmt mor- dene [)|-. kruve 1821 für künsüi eMineralwa er hiu' g!" ndert, eine Anstalt. welche in der ganzen est male at und unter der Leieun eines Sohn“! des verstorbenen tifters, Jahr für Jahr die Ja?)! der Hulsesuchmden wachsen ficht. Wir fü en [er, mit Berucksichtigung des Werkes von F ra nz Simon, der ie Heil: quellen Europa's eine kurze statistische Ueberfichtbei. Danach zählt man untersuchte Mineralquellen in: Preußen 126, Nassau 42, Bayern 71, Sachsen24, Hannover 12, Württember 15, Meck- lenburg 10, Hessen 20, Baden 22, Sächssehe rzo thämer 14, Lippe 12, Waldeck 14, Anhalt, Schwarzburg, “Ö Hohen ol- lern 13, Braun chweig und den Reichsffädth; _ umma' ; Oesterreichische maten 200; fürDeutsch1and mlt gan Oesterreich und Pm: en 598, Belgien und Niederlande 10, D nemakk mic Island, chweden 10, Frankreich 115, England mit Ionischen Inseln 37, Schweiz 41, Italien 173, Spanien und Portugal 2 ?),
riechenland (p, Rußland 51; Summa 1045, wovon welt ü er die Hälfte nur auf Deutfchland.
Doeh fehlen hier noch so manche. Denn Sachsen selbst zählt einige 80 bekanntx und benußte Mineralquellen und dazu gegen 10-12 Wasser:.iycilanstalcen.
Nach der Bekanntmachung der für die Alterhländis e Im: mobiliar-Brandverficherungo:?[nsalt niedergesehten Kommi von be- trug 1841 die Einnahme 403,683 Rthlr., d'ae Ausgabe 251-934] Rtßlm die bis ]"th noch unerhobenen Unterstuhun cg_elder166,12.-; Rt [v., so daß 14,- 22 Rthlt'. Passiva durch die desjährigm Em- nahmen zu decken blieben. “
Oesterreich. L Kd
Wien, 20. Juni. Der bisheré e Ober- ieutenant der : niglich Ungarischen Leibgarde, Oberst Éraf Haller votz Hallerkeö, ist von Gr. Majestät dem Kaiser zum General-Major ernannt und um Banus von Croatien erhoben worden.
m 17ten d. ist Se. Kaiserliche Hoheit der Erzheer Karl Ferdinand hier eingetroffen; der Tag seiner Abreise nach HF):- tersburg ist noch nicht bestimmt; unter den Be leinen Gr. ai: seruchen Hoheit wird sich der General:Major F rst von Schwar- zenbeZ brfinden.
' e. Kaiserliche Hoheit der Erzherzog Johann beabsichtigt im nächsten Herbst eine Reise nach Deutschland Zu ma n und den im September in den Preußischen Rhein-Prov nzen a zuhaltendm Manövern beizuwohnen.
Wien, 22, Juni. Komponisten Donizetti mir dem Ge Kapellmeister ernannt.
Schwäz.
Zürich, 20. Juni. (R. Z. Z.) Der neu erwä lte Präfi- dent, Herr Ulrich, eröffnete die ordentliche Sommer: ißung des großen Rathes von Zürich mit unZefähr fquender Anrede:
„Was verlan t das Volk des antons ' ürich vom neuen ro- ßen Narbe? Da er nach unseren Anfiehten handele! so ibn es von beiden Seiten. Ein Schweizerischer Staatsmann bat jüngß gesagt: die Schwei vcrlan t vom Kanton Zurich- daß er sein ckel- baft gewordenes arteiwcF'en nicht länger zur Schau trage. So vcxlangt wohl auch das Volk, daß wir uns wieder bewußt werden, Sdbnc Eines Vaterlandes “zu seyn, Has Alle doch an einanderkettct; daß wir den Ratbssaal " cht als em Schlachtfeld für Kämpfe be- trachtcn, dercn das Volk satt (|, sondern als den Ausgangspunkt schönen Wirkens; daß Jeder scme alte Rechnung, auf der das ei- gene Recht aufs höchste, das eigene Unrecht ganz niedrjÉ an- gcseht war, zerreiße und eine neue Rechnung für das nter- land anfange; daß wir uns .bcwußt werden, in eine ncge Zeit eingetretetx zu seyn, in die wir die Erfahrung der fru- heren Zeiten, mehr ihre Leidenschaften herübernebmen sollen. Sol- len wir also unsere Grundsätze aufgeben? soll ein schlusses Wesen cin- treten? Nein! Die Anüchtcn mögen vollständF und scharfvorx; tragen werden; aber es sey eben ein Kamp; der rin ipien, mit A tung der Personen. So!! da nun wieder : n Jeder a en: das past für unsere Gegner! Nein, vielmehr (gegen die ei ene chuld sey die Tbäti keit eines Jeden vorzüglich „ger chick,- An tlegenbeit zu allem Dem ehlt es in gegenwärtigenyvun m t. Lassen Sie mich hier eine Bemerkung wiederholen, dn tch s on _eit mehreren Jahren aus- 3efprochem es bcdark der Kanton Zürich nicht so fast neun: ode
ndzrter/ Gesche, as daß die erlassenen angewendet und er atm wer en.-
Die ku"! „. Ta a un “Instruction in Bezu der Klöße;- geht dahitZ: YargaulP-rß KLM“: 1) di? Gesandts afk With in erster Linie Aargau zu bewegen suchen, daß es den drzi konzedn'ten Frauen:.Klöskern noch das vierte, Hermetfchwyl, bz? ge;„mtt An- erkennung des Ober-Auffichksrechts des Staats er dte herzu- stellenden Klöster; 2) in zwsiter Linie soll fie an Vorberathun en:. zu anderen Vyrmittelungs-Vors lääen Th?“ nehmen und das 31e- sultatdem roßen Rache zum En ck dvorlestn; IMMER eineVer- mittelung sch als unmöglich, so soll sie das rotokoll offen behal- ten und an den gt'oßeanß YUV 9711909 :ählßuxnl; i4)l sé; solxwßen Wun aussprechen, d argau e sat em ge diejmsZn Garantien: für 21th altun des kak li chen Gottes: dienstes ebe. die mit dem allgem nen ntereffe des antons oer:- einbar nd. Die Beschwerden der Thurgauischen Klöster sone die Gesandtschaft :ck rekerenäum nehmen.
In der neuen Tessiner Verfassung ist ein Arti! !, welcher die Haupt-BedMJUngen der Bär ?kkkkhks-EWerbungÉe Fremde festseht. Ein get licher err wo te, daß unter diese edingun m au'Z die aufgenommen w rde, es müsse der Bürgerrechte: er
Se. Ma'eskäe der Kaiser haben den Halte von 4000 Fl, zum Hof-
ka olisch seyn. Zur Begründung dieses Antra s elfte er das S reckbild der paritätischen Gemeinden auf, erausx Herr Bao- taglini entgegnete: „E olche Zweifel, solche heuchlerische Befürchtun-
t läublgen aufzuheben und edle gen werden verbreitet, :"" ML Fre ersticken.“ Der Antrag, ":e“ groß kksxiZJMm" ärgern!“ zulassen wollte, wurde ver"-
r nur a o e worfen. n Rat von Genf find beendigt. Die Wahlenlbset; MEK?" Syn ik Rigaud ugleich in zwe: Zn yer Liste ders“ei “„ckck," Wahl:.kolle ien. t.:Gervais hat ßädt|schm und “Trost"! m 3, März, die erren Rillict-Conxant, fast alle Notabil ckckck, Peridet :c. Die Herren Dufour, qzy: Zamek FY» Y.?“ finden sieh in anderm städtischen Kollegtxn. aßeut',k ,Weinm außer den Syndiks die Herren Cherbultez, !' ?leaKaOdjer !(. Italien.
19. uni. Se. Majeskät der König von Bayern MZYUÖJcht-Yvon Florenz kommend. in hiefiger Resapmz M vorgt Der regierende Herzog und sämmtliche M-tglteder
JTIZFYKUW dem König bis an die Gränzbrücke des Panaro
Spanien.
drid 16. Juni. Das neue Ministerium besteht, mat AucnYtn; des,Generals Rod", gan? aus Senatoren. May glaubt, es werde sich bxeilen, die_ Arbe ten der Session zu bxendx- gen, um die Debatten uber polins e Frqgexj zudvermeiden, _":de es in der Depueirten-Kammer wa rschxmltch mch; die Maxomtat erhalten und folglich abzudanken genörhagt seyn wurde.
arcelona 17. Juni. Jm hies- en Constitucional liest Yan: „Das-Blatt la Ley hat beLchtet, i_n Figuerqs sey die Republik proklamirt worden; das Ganze beschrankt fich edoch darauf, daß eini : junge Leute unxer Poranxragurxg einer ahne und mit dem ufe: „Es lebe die Republak!“ emige Straßen durchzogen, aber der von den Behörpen an fie ergangenen Ausfot': _ derung, auseinanderzugehm, soglesch Gehorsam letfteten, Die ,
Fahne 111 in Beschlag genommen worden.“
Haiti.
Port au Prince, 23. März. Der PräfidentBoyer hat nachsehende Proclamation erlassen:
,Bcwo ner von Haiti! Ihr habt die Machinanoncn mchther= ; gesät, ml e im Jahre 1839 im Schoße der chchscntanthn-Kams mer an_ ezettclt wurden, um die Consiitulion zu ünrzen; chr habt ; dk gro e Maßregel bewilligt, welche die Kammer damalv ergriff, i um diejenigen 1 rer Mitglieder zu entfernen, die ans Ehrgeiz ffxb Z mit der Autorit t der National-Repräsentation bekleidet: onxcn, j um die Anarchie an die Stent dcr bcüebendcn Ordnung der Dinge ] zu sehen.“ *
er t en me rere meineidi e Deputirte gefaßtx Besch1u_ß war eine H:?ndlang sirenxer unerläßli cr Gerechtigkeit; dee unver ugltche [ Wiederhersteuung der -rdnung und der Ruhe rechtfertigt die elbe.“
* der elb'n fand geskcrn Abend statt. . ' * Liexerthx-l, vom städtischen ““Musik“-Corps aus tyrem VeremNLokale
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„Nach diesem lücklichen Resultat war es erlaubt, zu tauben, daß die über das brichte ihres Projekts aufZeklärten Unxu riedenen endli auf den verbrecherischen Gedanken- B rger qegen Bürger zu bewa nen, und das Land den Gräueln des Bürgerkrieges preiszuk = ben, ver lchtcn würden, als die Zeit der Erneuerung der Wahlen pl 3- lich wie er rafbare Hoffnungen erweckte.“
„Die abl-VenammlunFen wurden in eint en Gemeinden der
cerd neuer Machinationen: ie Beförderer dcr nrubcn verbanden ech untereinander; dur Kübnbckt unterdrückten fir die* reibcit der Wahlen und die guten ärger sahen mit Schrecken die “'."M der- selben Personen aus der Wablurne hervorgehen, wclche dae fünfte Legislatur von 1839 auskeßoßen batte.“ '
„Bewohner von Ha ti! Vot_a dicker Art smd nie Angnff gegen die Conüitutivn, die se noch e_mma bedrohen.; allein man wird nicht sagen, daß die?: Vora, dte Frucht gcbässtgcr Mandver cmer kleinen Anzahl, den ational-Wunkch schwächen könnten.“
„Gegeben im National: Pa 2:1, März 1842, im 391"th Jahre der Unab gigkeit.
Boyer.“
Koblenz, 24. Juni. (R h. und Mosel-Z.) Bron Seitxn es Königlichen Ober:Präfidiums ist den hiesgen Behorden mat:
etheilt worden, daß die Regieruné sich bewogen gefunden, der '
knn„östschen Dampfschifffahrto:Ge el1schaft Renouard de Bysstie: res Land Oswald die Erlaubniß ur Befahrung der_Preußtschen Rheinstrecke zu ertheilen. Diese esellschaft beabfichngr inFolge des Franzöfisch:Niederländischen HandeW-Vertragse einen dwekken Dienst zwischen Straßburg und Rotterdam einzufahren.
Aachen, 23. Juni. (Aach. Z.) Die sädtiscbe Behöxde Aachens hatte unserer trefflichxn Liedextafel, als ste steggekront von dem Gesangskampse in Brussel zuruckkeht'xc, gls ?[11et*k'e_t1nung ihrer Vet'dienskc und als patriotischeSympathte fur" den Triumph, welchen in einem fremden Lande die Dcntschx Kuqsk havongetragen, eine Fahne zu überreichen beschlossen. Die fem'ltche Uebergabc
abgeholt, s7ch in den großen Kaisersaal des Rathhauses begeben,
Z rt'afen daselbst auch die städtischen Behörden und der Stadtra_th “ ein und wurden von der Liedertafel mit dem Vortrago emos Lae-
des, „Gruß an Aachen“, aufgenommen. Nachdem. Herr Ober- Bürgct'meißer, Geheimer Regierungsrath Emundts, xtmgeeherzlixhe Worte über die ausZezeichnetzn Leistungen dxs Verems, uber seme Triumphe in Brösel und uber seine Bemuhungen'um den E'?- sang im Allgemeinen esprochcn. brachte er der thdcrtafel em Hoch aus und überrei te dem Secretatr derselben die Fahne, an
; welche der Taktführ'er der Gesellschaft die in Brüssel erhaltene
große goldene Medaille befestigte.
Preise der vier Haupt-Gckraidc-Artcn
in den für die Preußische Monarchie
bedeutendsten Marktstädten im Monat ani 1842, nach einem monatlichcn Durch-
schnitte in Preußischen Silbergroschen und Scheffel" angegeben.
Namen der Städte, Weizen! Roggen Hafer
dni ober ............... 877“,- 46 75;- . "" -'- JKZTeUJel...? ..... . ........ .. 491"; ' Tilfit .......... ...... ..... 44-9; Znfterburg..... ........... , 4.37,-
astenburg ............... , 447",- Neidenburg ............... „, 32 „".,- Danzig ................... 41 „9,- Clbing .................... „ 44 „“.-,- Konih .................... " Grandenz ..... . ........... ' ck Kulm....„..„... ....... Thorn .. . . . ......... . .....
Posen ............ . ....... Bromberg ................ Jrauskadt ................
awjtsch ................. Kempen ..................
Berlin.-. ............... Brandenburg ............ Kottbus ................. Frankfurt a, d, O. *andsberg a. d. W. ...... Stettin .................. Stralsund ............... . Kolberg ................. . Stolpe ..................
Breslau ..... Grünberg ................ Glogau. ................ Lie ms, ................. G rliß rsehberg ................ . ckWeldniß ............... Giaß .......... . .......... Neisse ............ . ....... Leobschüh. ................ . Ratibor. ........... . .....
DSS»?
k-X OENQS
"? k"
.
d-d .cn-554,»- »
.
9-9»-
ckck)?"
N a m en d ? t' S eä d kk, , Weize'xi , R'oggén, Get'üe , Hasel"
Stendal ..... . ........... 80 4:3 ,
Halberstadt ............... 70,3,- 46,77 Nordhausen. ............. 67-3 : 7 Mühlhausen ............. (18 ' Erfurt .................... 67 „“',- “aUe ................... . 68,5, organ .................. 82,9,-
Münster .................. Minden ..... . ............ Yaderborn ................
ortmund ................
Köln ..... . ............... Elberfeld ................. Düsseldorf ............... Krefeld .................. Wesel .................... Kleve ..................... Ache" .................... Pkalmedy ................. Trier ..................... . Saarbrück ................
Kreuznach ................ . Simmern ............... . Koblenz .................. . Weßlar ..................
Durchschnitts : Preise 12 Yreußischen Städte . ..
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Magdeburg ............... 63-3,- , 413»? L,!- / .. !
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osenschen Städte. randenburgischßn und jYommerschen Städte . -“'„ 45 „*., 11 Schlesischen Städte... * «*.-, 38,9,- : 8 Sächsischen Städte . .. / . 40 „?„ : 4 Westphälischen Städte. *)-.- 50:_§* : 14 Rheinischen Städte „50,5,-
I
Wilkenschalt, Kum't und titrratur.
Zur Geschichte des Deutschen Staatörechtes.
Dao DeutscheStaatoreche und dieDeutsthe Reicho- Berfassung. Erster Theil: Historische Entwickelung seit Karl's des Großen Kai er:.trbnung bis auf das zwölfte
ahrhundert. Von Dr. . Doenniges, außerordent- lchem Profe or der Staaes-Wissmschaft an der Universi- t t u Berl . Berlin, 1842. Verlag der Nikolaischm Da" u handlung. s vo [ée ende Buch 1 lei am als der einleikende Theil
Wk Itesdes Deutschenß air?! „ums im vierzehnten ahrhun-
berej . * nen; der Verf. hat in ung auf dieses 14te Ia rbundert
“ its vor mehreren Jahren ehr interessante Auffindungm in “'m-
bZ, '" Archiven,-namentli dle taatsrecbte unter einréch 'Uli.
die «macht, und er mu te daher gebrun en blen, gerade zu “Ms : Seite der Geschi te ns Au e u faskn, weiter 3 rück- 9 hm, um die großen Umwandlungen ?rükerer Jahrhunderte, die „
in ihrcn_wichti7ßcn Resultaten gerade im Um: Jahrhundert hervox- treten, tn Ein lang zu bringen, Außerdem aber erscheint es gcwxß als em Bedürfniß unserer Zett, die vielen tüchtigen ForsZungen, dt- seit etwa 40 Jahren ayf dem Gebiete der Deutschen - crfaslmgs- und _Vemaltungö-Geschtchte emacht snd, zusammen ufaiscn und so in emem Gesammtbilde die Öenefis unserer Nationaéität vorzUküh- ren. „Wenn in der Vorrede demnach eine Fortsetzung des Werkes bts auf dae Gegenwart verspxochcn wird, o ift nicht nur damit die Recht- fertigun_ des erßen Thctls ausgespro cn, sondern anch dee große und umfa en e Anla e des Planes gegeben. .
er Vera er be innt das erke Buch mit den GrunquZen des Germanichen Saats zur Zet des Kaisertbums Karls es Großen. Her w-rden die allgemeinen Germnxtischcn, Insitute, die allen Stämmen Femeinsnm waren, rekapitulert, dte wesentli- chen Ergebni e der olksrechte für das Staatsrecht und der Geiß der Karolingé chen VerZassung geschildert. Besonders die Form der Gesch ebun mußte ier genauer betrachtet werden, weil zur Chara terißk eines Staates |ets nbtbiß is, das Augenmerk daran! zu richten, welckxe iurißische Person ie bdchüen Staat ewa!- ten ü r, Es iii aber n cht zu leugnen, was hier durchgehends twic-
aü zu ort au Prince, am? b;?n
?achdem die Mitglieder der *
sen wird, daß überall das Volk an der Gesetzgebung Theil nnbxn in den Gauen, rovinzcn und auf den Rctchstagcn ; überrafchend ! dic Aehnlichkeit er orm der Gesc gebung unter den Karolin ern mit der heutigen Eng ischen tm Par qment. In England hat 1? über- haupt dns Alt-Germanische am rcmfien erhalten. Das Haus( amm), wo die Reichstage der Karolmger entweder “im Freien oder in ge- schloß'cnen Schranken cbalten wurde;: war ettxgetbxilt in zwciKam- mern: die der GeistléFen und Welt!: .cn , d, i'. Bts dfe und Achte, Grafen und Fürüen. Zuersi wurden tmmcr dte Kajp tel des Königs ZPropofitioncn) vorgelegt; der König hatte das vorzugliche Recht der
nfrage; fie wurdcn von denen an dte Versammlun gebracht, die man die Mintfier des Königs nennen kann, von den bchsien Mini- aerialen , dem erüen Kanzler, dcm Pfalz rufen und dem Kämmerer, welche immer Sitz und Stimme in der crsammlung batten. Da-
; durcb zeichnet sich diese Verfassung nus, Mek se keine Scheidung un-
trennbarer Gewaxten kennt, keinen feindli m_Gcgensav von Gesch: gebung unh Ausxübrung, Allez, was" zum Hetle des Staates diente, gchdrtc dahm. Dtc einzelnen Thale der Vorschläge wurden mit der größ-
* ten Freiheit der Rede durchgesvrocbcn; war es nbthig, so vereinigten
fick) beide Kammern zu einer.. Waren ds_c Königlichen Anträge be- sprochen, so cschah vvn Rdnrgltcher Secte aus die Umfrage, was ein Jeder nocJ Würdigcs zur Beratbung oder zum Vortrage bringen wolle. GcradeAnträ e zu machen. Land Allen nls Rechtzu. Diener des Palatiums (der falz) als Mtsn besorgten die Botschaften zwi: schen den beiden Hau ern; se fragten und empfingen die Antworten; sie sind die Kommistonen- die noch heute zur Versandigung beider Häuser in England ernannt werden; auch wurden schon _Njchtmjt. lieder der Versammlung zur Instruction des Hauses vor dteSchran- cn geladen. Endlich, wcnn pie Bexbandlungcn zu Ende Je [hrt waren, wurden dem Könige dtc Kapitel vorgelesen. Er be tiqxc oder wählte aus, was ibm gut _schtcn; er allen] sprach die Cntschex- dung. Ucberbauvt qalt noch bas in das delstc Jahrhundert, wre hier einzeln nachgewiesen wird, der (Brun sgh: jxx consenxu populi (it at constitutiom: ["e-Jia. Denn nicht blos dee BetsiimmunY der er- wählten Reichsraqs-Mitglicder zu den (Tieschen war er orderlich, sondern, wenn es Hinzufügungcn zu den Volks_=(ße1chen galt, auch die der Freien in den Provinzen auf den Proth m;:Tagcn.
So wie wir aber diesc wunderbare Verfassung a :; eme gxoße Reichs- qenoffenschast der verschiedensten Nattonen, wclch§AUcn_thre Ei cn- ihümlicbkeit und Freiheit bewahrte, auffascn mussen, xo geht och durch dieselbe, vermögc_dcs gehcrlkgten Kdmgthums und Katserthums, eine Art von ccntralkjtrcndcr Gewalt durch, „welche kack) xrft nach Karl's des Großen Tode mehr und mehr verltert. Karl lteß sogar die Beamten der untcrßcn Gemeinden an die Krone knüpfen, die Scnbinen, dieZchntschaften, dic Hupdextc mxd di.e___Gauc„; über die- sen üand die aufsebrndchwnlt deSKdmgs, dteMutt. Wee nun diese Einheit, Harmonie und Inemanderwirkung dxs Volks und _dcs Königs durch das Mittxlglixd der Beamten, dcöDtennadcls, der Mr_nißeriajen und der Geistltchkett aufrecht erhalten wurde, das wird hier gezetgt, wie unser Deutsches uranfänglichcs Staatsrecht aan emzelnen Cor- porationen und Ständen ihre Gewalt» gab und fich glacderte.
Die folgendcn Bücher beschäfttgen ".ch mix den Umwandelungen und Weiteren Entwickxlungen. bchü n1erkwurdtg x_si gletck) tm_zweiten Buche eine von nuxn btshertgen uffaffungcn abwctchende, hter aber unwi- derle [i_ci) mrt Hundertxn von Belegen durchgeführthar|cllung der EintZetlnng des Karolxy er-Rctches, nac!) Herzogthümcrn (Dukaten) aufgesiellt. Man siellt "„ gewöhnltcl) vor,daß unter Karl dem Großen und noch ynter d_en Karolengern des ncuntenJahrhunpcrts überhaupt,das Reich allem in emzelne Grafschaften odchauegctbctlt gewxsen sey. Dies isi aber nicht richtigz rs „abvsebr viele rdßexe Terrttorten, Oulan, Marken, Provinzen und tmttxs, auch crmtné genannt. Dre Du- kate bedeckten schon _um HieMrtte des neunten thrhundcrts dcn gan: zen Boden des Katserretches, von Benevent.sz um Dukaee von Sachsen; vom erzogtbumcChurwale odcr Wal1ch ur bis ;um Her- zogthume von Frtesland, vom Herzogthume von Bayern und Panno- nien bis zum Herzogthume von Septemqnxen. Mat vielen dieser Her- zogthümer waren Marken zur erthxtdtgung dex Gränzen verctnt, mtt mehreren nicbt. Ganz falsch asi yte W 1th m den Nerchs- und Rechts-Geschéchtxn vor ctrasgcnx Mcmtzxt ,_dnß Verwaltung durch Grafen, denen mehr mc r a :: eme Gran art anvertraut wurde, die Regel war. Das Dukat von Chur und Ancmannécn, das “er og- thum dcs Elsaß,. das von der Mosel (Mozonana), das von Au ra cn, das dxr Rtpuartcr, das von Sachsen, das von Friesland, das von Thürtn en, das von Bayern und_ Kärnthcn finden ffch schon unter Harl „dem ,Großen odex Ludwtg dem kommen; eben so zu derselben tht smd auch dee anderen Retche_ sämmtlich nac!) Dukaten etngethetlt; aus ich an der 'Sptsc derselben sie- bcnden „Beamten , den _wecknelnden, Heerfuhrcrn odxr Herzogcn bildete stch eme Art üändtgcr Machtkm den spätere_1_t_Zetten bis zum Anfange des zehnten Jahrhunderts, dre statt der Must an die Spitze des Adels und dxr Provenzml-Verwaltung üchx. .Der ganze Reick)- thum dcr Erschemungen und Umwgndlungetx wtrd herr, zusammenge- xaßt, die Entzweiynq de;: Kax'oltng!sch_en ,Gexchlcchts, dte Theilungen
cr Monarchie, dre Nattonalttäten- dte srch_entwickeln, dte erneuerte Völkerwanderung dcs ncxmten J-thhundcrgs (Normänncr und Un-. garn); die Mißvcrhältntsse der tnncrcn Yrrwalxung, Unterdrückung der reien, die Entstehung von WahLJMona1x'c1)ecen, Trennung der geisi ichen Macht vpm Staate dxtrch dre Erhcbneng des Pavüthums, Sieg der Aristokratcc über d_a§' Kdnegtbupx und [xbeydas Volk.
Höchst merkwürdiZ schcmx uns tn _dxcpcnz Abacbnttte und besonders wichti für die, Erk] rung wätercr Kampfe xte VerIx'sung Roms, Uns i! nicht bekannt, daß mUtrgcnd ,ctncm fruheren uche so ein: dringend die Straun dcsKat_1ers, dch-mücs und der Staptgcmcindc dargelegt oder zum * crsiättdniß dex 6377chrcixtc „auch nur in, Zusmm mcnban gebracht wäre._eAuch m etncm svatcrxn Abschmtte wird nochma .; darauf zurüxckgcsuhrt- kum vor dem Ausbruche des gdkoßen Kampfes unter Hoinrtcj) x', und Grcgor * [[-,- UUH egen En e des Buches in dcr Milage werden UrkundcnKags Rdmts en Qucllcn bci:
cbracht, welche die große Gewalt der Kaiserhchen Pfalz in Rom, Jie voUüändiq cordnctc Bcnmtcnwxlxx dcs Kaxsers materxelle Gewalt, Einkünfte mid !.t'c NUJÜblmg dcr K*atjerrcchtexm Rom Tetgen. N«1ch-. dem dann der Verf. dtc Baldtzngder,.fyerzogthumerunh hrerüändiqeél Gewalt in den Hcrzogcn- 1owrc dlc EtnscyyngderProvxnztU-Pfalzgm. fen, entwickelt h«1t,_g_chk crzul' DNkÜLUl-"g dteses Staates mdcheschtchte der, Sächß'schc'nK-mcr und Köntgc uber. Diese große Zeit des Deutschen Namens iu aber gar ntcsZt zu verstehen, wenn man nicht dee Entwickelung dcs Staatsrcc)ts stets vor Augen hat.
Am Anfange ch zebnkcn Fahrbundexts batte, sch die alte Reickxs- Vcrsaffung in ceux «mmm- oder Provinzmlecrxaffung aufgeldü, An der Spive dcs chchcs cin Wablkdntqzdie Artßokratie auf den Hofta cn, mit dem Vcrscbwmdcn dcr regelmäßtgcn Reachzsta e hat das Volk cine politésche waalk saß gänzlich verloren. Dte ,erzoge hatten ihre alten Functtomxn behalten, den Hrerbann der Provinz und die »,". socctéon über dre benachbarten Stämme der Barbaren. Die größt,- Erweitexung ibrerMacht lag darin, „daß sie jest die obersten Senio- ren in thxcn Provmzen waren, daß tbkc Familien, meiücntbcils mit den Volksüämmcn verwachsen„ als die Herrschcr-Familien (Dyna- ßen), fie selbst als die natürltcbsten Landesherren aancscbcn werden konnten. Faktisch, wen_n auch nicht immer geschlich, a en in ihrem Amte schon _die wcsentlrchen Keime der weit späteren andeshobcit: Landes-Jurtsdiction, Regalien und Landesbeerdann. Sie wählen den König oder leiten die Wahl und vertreten dieVolksßämme: ste haben dre Ehre der bbchsien Hof-Jemtqr, se üben cine bedingteHul: digung, weil der König ihnen bctm Rttt durch das Land versprechcn mußte, dic_Vo[ksrechte und reibcitcn üebcn zu lassen. Sie ver.- sammeln dee Landtage und den auf denselben zur An rxchterbab tank des Landfriedens ivre Gerichtsbarkett über Gci ltche _und Me tliche. Die Grafen endlich waren durch das Vassan'kum an chre
erson gebunden, leiüen ihnen den Eid der militatrischcn Treue, md ihrem Heerbann untergeordnet. . . Dieser Aufidsung der Rcichs-Vcrfaffung durch artüokratijche JMFH! konnticn die ZFUW? 3,121“ dzweé aZdtxre ?ZZirvackchVI-agéx be een ene er te n er groe und die Örovknzialfoalzgr-afen. Die Geiß“ cn, kschöfe und