1842 / 197 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Garcias.+ Paréi. *i- Hallez. + Cerfberr. Hartmann. + André Kdeblin. + von Golbéry.+

Cent (Osi-Pyrenäen) rades (Oß-Yyrenäen) chleßadt iNeeder-Rbein) Wissenburg (Nieder-Rbcin) Colmar (OverHRbcin) Mülhausen (Ober-Rbein) Colmar (Obcr-Rbein) Altkirä) (Ober=Nbein) Lyon (Rhone)

Vesoul (Obere Saonc) c*iluffey (Obere Saone) Lure (Obere Saone) Mzcon (Saone u. Loire) Cluny (Saone u. Loire) Cbalons (Saone u, Loire) Louchans (Saone u. Loire) Le Mans (Sartbe)

Le Mans (Sartbe Le Mans (Sartb Samt Calais (Sartbc) Mnmers (Sartbe)

Außer im Wien Bezirk von Paris hat die Opposition auch noch im 14ten Bezirk den Sieg davongetragen, so daß von den 14 Pariser Deputirten jeßt 12 der Oppoficion angehören. nachstehender Zusammenstellung ergiebt fich, in welchem Verhält- niß die anti-miniskerielle Stimmung in Paris zugenommen hat:

Im Jahre 1834 erhielt

die Opposition in den 12 Pariser Bezirken

das Miniserium ......................

Majorität zu Gunsken des Ministeriums 3379 Stimmen.

Im Jahre 1837 unter dem Ministerium Mole“- erhielt die Opposition ......................... 5738 Stimmen das Ministerium ...................... 7093

Majorität zu Gunsten des Ministeriums 1355 Stimmen. Im Jahre 1839, zur Zeit der Coalition, an der Herr Guizot und seine Freunde Theil nahmen, erhielt die Opposition .......................... das Miniserium ....................... Majoritäk zu Gunsten der O o irion . Im Jahre 1042 erhielt pp s die Opposition ......................... das Ministerium ......................

Majorität zu Gunsten der Opposition .

Es waren bis heute früh 3.58 Ernennungen bekannt; davon gehören, dem Journal des Débats zufolge, 210 der konserva- tiven Partei und 148 der Opposition an. servativen Partei find theils nicht wieder als Kandidaten aufge- treten, theils nicht wieder gewählt worden. Es find dies die .Her- ren B. Deleffert, von Monnecove, Legentil, Chaix-d'Est-Ange, Dintrans, von Zusfieu, Enouf, von Busfii-i'es, Beudin, Piscatory, von Chapel, von Beaufort, A ais, Barbet, von Praslin, Warein, anse, Benoit Fould, Anisson Du- perron, Delaborde, Royer Collard, Magnoncourt und Maguier. - 28, Deputirte der Opposition fi_nd theils nicht wieder als Kan: didaten aufgetreten, theils nicht Wieder gewählt worden. Es find dies die Herren von Galgardie, Dumont, Dieudonné, Sainthorenc, von Sivry,-von Coloces, Rampon, Poupard:Duplesfis, Char- Terrebaffe, Pagds (vom Arriége-Departe- Charlemagne, Dussolier, Pollivet, von Peyreleau, Corali), Tixier, niaud, Martin (von Straßburg), von Panak, Subervic, Petot'“ Leboeuf. - Die konservative Partei zählt 29 neue Doputirte, nämlich die Herren Champanhet, PaulDaru, Achill Fould, Saint: Marc:Girardin, Dilhan, Roblaix, Brunet, Blanc, Emil von Gi- rardin, Roux, Couture, Nisard, von Saint-Aulaire, Vigier, n., Regnauld, Lavergne, von Lafarelie, Maingoval, Proa, Bert, Lenoble, von Segur, Pelheau, Cerfbert', Saglio, Meurice und Schühenberger. - Die Opposition zählt 22 neue Depurirte, nämlich die Herren von Mark, Marie, Bethmont, Cambaceres, Larochejaquelin, Dubois Fresnai, Keyser, Garnier- Pagds, Audinot, von Laveau, von Preigne, Dqu v, Chyus, Houzeau-Mouiron, Cremieux, Cabanon,- v.Zouvencel, Legraverend, Floret, H, Boulay, Vieillard, Tillette von Clermont und von Endlich sind noch 3 Dcputirte der Opposition doppelt gewählt worden, nämlich die Herren Berryer, von Mornay und Billault; von der konservativen Partei ist ein Deputirter doppelt gewählt wordcn, nämlich Herr v. Salvandy. So daß also die konservative Partei bis jeßt 25 Stimmen ver- liert und 29 gewinnt; die Opposition dagegen 28 verliert und

Genoux. +

von Marmier. + von Grammont. + von Lamartine, Matthieu. +

von MontlaviUc. +

Ledru Rollin. + Paillard Ducléré. + von Montesquiou. 1- Beaumont. +

3507 Sri 6886

7707 Stimmen

1440 Stimmen.

52351 Stimmen

„Yk , T' 30 Otimmen.

25 Deputirte der kon-

Renouard, Bertin de Vaux,

pentier , Bachelu ,

Charamaule , Martinet,

Laskeyi'ie. -

Das Journal des Débats äußert sich heute über die Wahlen in folgender Weise: „Die Oppofition hat zu früh trium- phirt; denn die Nachrichten, die wir aus den Departements er: halten, find nichts weniger als ungünstig. Den bis jeßt bekann- ten Ernennungen zufolge, wird das Ministerium in der nächsten Kammer eine mindestens eben so große Majorität haben, als in Wir zweifeln überdies nicht, Wendigkeit, einer Oppofition zu widerstehen, Welche den feind: seligsten Radikalismus zu ihrem Beistande herbeiruft, die kon- seryative Partei veranlassen wird, Wir wexden nicht länger ein tierg -[)31'ti, linke Eeiie und die Majorität vor uns haben; einen_ Seite alle Freunde der Ordnung, des Friedens, und der konstlkunonxllen Monarchie, und auf der anderen die Herren Bil- lault, Marte, Ganneron und Carnot, unterstüßt von dem Natio- WÜ' sMd zu der Hoffnung berechtigt, daß die Majorität ß der einzige Triumph der Opposition ihre Niederlage nicht so entschieden ist, wieeder Anschein jeht ist, keine als Wik froher hatten; aber wenn die- lossemk tik- so ist dies noch immer "- Der Constitutionnel find unstreitig in politischer gen der großen Zahl chnelleren und tieferen Cin- chUZ Angelegen- an??:silé'j in Paris

aion Vell- Unter der Restauration l“eli:- behaupten,

der vorigen, daß die Noth:

fest zusammen zu halten. sondern nur die d. h. auf der

, [wachsen, und da darin bestehen wird, daß

als sie erwartete. größere Majorität haben, selbe einiger, fester und 2 ein sehr schäßbarer Gewinn dagegen sagt: _„Die Pariser Wahlen Hinsicht die wichtigsten von allen, sow der Stimmenden, a]s auch we en der ( sicht, welche die Pariser ler in Das Kabinet des Herrn

heiten haben. auf eine feierliche Weise durch eine M

miniskeriellen Teams?!) die VeZusteQZTx Konservativen erseßt hät

u ung. as im erium rechnet u '

die Konservativen, von denen es verleii sem“ “Mi ch manche der Opposition des linken Die Wahrheit wird bald an's Licht kommen. [en des Seine:Departements betrifft, so werden s„ indruck auf das Publikum und auf die Kammer find eine lebhafte und einstimmige Reaction des n die Politik des Miniseriums. nden hat, wird fich über ganz

nicht allein sondern au . Depum'ke.

guet worden ist, Centrums an-

as die Wa einen tiefen

Nationalgeiskes gege wegung, welche in Paris skattgefu

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Frankreich verbreiten, und das Ministerium wird in der nächsken Session weit mehr Opponentm finden, als es vermurhet.“

Herr Düpont von der Eure soll, wie ein Oppositions: Journal auf außeroi'dentlichcm Wege erfahren haben will, in drei verschiedenen Kollegien des Eure:Deparlements, nämlich in Brionne, Evreux und Bernay gewählt worden seyn.

Die Börse war heute durch das Resultat der Departe- mentalseWahlen um Vieles beruhigter. Die Zprocentige Rente hielt fich auf 79. 75.

E) Paris, 12. Juli. Unsere Wahl:Situaeion erhält sich fort: während in dem Verhältniß, welches ich Ihnen gestern angegeben habe. Vielleicht ist der Vortheil, welcher" zu Guxisten der Regie: ung sich daraus ergiebt, noch etwas merklicher scirgeskcrn gewor-

en. Außer den 335 Ernennungen, die bereits durch den Vio: iteur universe! veröffentlicht wordcn smd, gelangten im Laufe es heutigen Tages die meisten übrigen auf telegraphisohem Wege der durch außerordentliche Couriere nach Paris, so daß man is auf einige Wenige Ausnahmen, das Gesammt:Resultat der euesten Wahlen mit ziemlicher Bestimmtheit schon jekt ange: en kann. Nach den Borcchnungcn des Kabinets dürften ie neuesten Wahlen der Regierung einen Gewinn von etwa acht timmen abwerfen, so daß die ininisiei'iclle Wiajorität, die bei der uflösung derKammer auf zwanzig bis fünfundzwanzig Stimmen ngeschlagen wurde, für die bevorstehende Session fünfund- reißY bis vierzig Stimmen betragen dürfte. ie Oppofition dagegen behauptet schon in dieser Stunde, die Regierung mit Unrecht die Mirglieder des sogenannten jers:parti, wovon Dufaure und Passy die Häupter“ bilden, zu ihren ' genen Kandidaten, unter“ dem Namen der konservativen Depu- t'ten be reift. Wohin soll aber das Kabinet die (Ikliederdieser politi- ' en Nuance anders zählen, da fie während der verfiossencn Session

Politik des Kabinets fortwährend untcrsküßt haben? Es ist

. positives Faktum, daß die .Herren Dufaure, Passy und Sau: zer als konservative, mithin als ministeriellc Kandidaten bei dcn leßten Wahlen auftraten. Dies ist so wahr, daß Herr Bonneval, ein intimer Freund des Herrn Dufam'e, und der in Bordeaux als Mitbewerber des Herrn Roux, eiiies ministeriellen Kandidaten, von der“ Opposition fich untm'siüßen ließ, auf dringende Auffor- derung des „Herrn Dufaure von seiner Kandidatur abstand, weil Herr Dufaure wünschte, daß er bei der ersten Deputirten:Vakanz als konservativer Kandidat sich um die Deputation bewerbe, Nash solchen Thatsachen darf das Kabinet mit Grund fich berechtigt glauben, die Parteigänger des Herrn Dufoure als konservative Kandidaten zu bezeichnen. Damit isi freilich noch nicht gesagt, daß jeder konservative Deputirte ein ministerieUerDeputirter seyn müsse. Das Amende: ment Jacques Lefebvi'e's, in der Angelegenheit des Dtn'chsuchungs: Rechts, war, wenngleich gegen die Politik des Kabinets gerichtet, von den konservativen Bänken ausgegangen, und nichtsdestoweniger hörten die konservativen Deputirten nicht auf, das Ministerium Soult-Guizot gegen die Opposition zu vertheidigen. Bei der sogenannten Tiers:parti isk freilich immer zu fürchten, daß die ehrgeizigen Häupter derselben, die ein anderei'Zhrer Korresponden- ten so treffend vor einigen Monaten geschildert hat, das Kabinet plbß- lich in Stich lassen, gerade da, wo man es am wenigsten vermuthen möchte. Diese Furcht ist nach meiner Ansicht seit den neuen Wahlen nicht mehr so gegründet, denn der Tiers:parti war im Be- wußtseyn seiner eigenen Ohymacbt der einzige, Welcher bei den letzten Wahlumtrieben uriéer dxn ?(uspizien des kouservakivenPrin: zips erschien. Die Folge dieser Zaghaftigkeit isi heut zu Tage, daß der Tiers:parti noch schwächer als frühct' sich ruhig verhalten muß, da ihm die Hoffnung benommen bleibt, aus dem eigenen Sebooß ein anderes Kabinet hervorgehen zu machen. Hätten die neuesten Wahlen nichts anderes erwirkt, als die Lähmung der" Umtriebe dieser Zwitter-Pareei, so hätte man genug Grund, das Resultat der: selben gut zu heißen.

U- Paris, “12. Juli. Der AUSgang der Pariser Wahlen hat alle Berechnungen Lügen gestraft. Von den vierzehn Wahl- Bezirken des Seine:Deparkemenrs haben fich zwölf gegen das Ministerium Soult:Gulzot ausgesprochen. Die konservativePai'tci ist dadureh in die größte Bestürzung ver'seßt, während die Oppo- sition in dem Jubel über ihren unverhofften S*iexzwahrhastschwelgt. Man war gestern so ziemlich einverstanden dariiber, daß diese kie- derlage des Ministeriums als der“ Vorbote eines baldigenKabinets: wechsels angesehen werden müsse, und obgleich, nach den heute be: kannt gewordenen Nachrichten aus den Provinzen, die zu Paris erlittenen Verluste der Regierung durch die bei den Dcpartemental- Wahlen für" sie gewonnenen Stimmen reichlich aufgewogm wer: den, so hat “ene Folgerung doch noch immer große Wahr- scheinlichekeit fur sich in Betreff des Uebi't'gewichts, welches Paris uberhaupt in der Französischen Politik ausübt. Eine solche Wirkung der Franibfischen Cenri'alisation ist bis jelzt vielleicht noch nicht bot'gekommen, allein Wer das Wesen des Französischen Staatsthums einigermaßen kennt, der wird die Möglichkeit derselben keinen Augenblick betheifel-i. Doch hat ein Umstand noch etwas Beruhigendes. Man würde nämlich sehr irren, wenn man in den Pariser Wahlen den Ausdruck irgend eines be: stimmten politischen Gedankens zu finden glaubte. Zhre Bedeu- tung ist, wie der ganze Charakter der systematischen Opposition, im Gan en eine rein negative. Paris hat Männer der verschie- densien l„Farben zu seinen Vertretern erkoren, und die einzige Be: dingung, die es ihnen vorgeschrieben, ist, daß fie gegen das beste- hende Ministerium stimmen sollen, Die gegen die Politik des leßteren obwaltenden BeschWerden find bekannt, und bekannt ist auch, daß die Anklage wegen des gegenseitigen Unsersuchungsrechts die einzige jener Beschwerden ist, welche im eigentlichen Publikum Anklang gefunden hat. Daher sieht man fich denn genbthigt, an- zunehmen, daß der Pariser Wahlkbrper sich zu seiner feindseligen Demonstration gegen das Ministerium vom 29. Oktober, Wenn nicht ausschließlich, doch hauptsächlich durch eine diplomatische Hand- lung hat bestimmen lassen, für welche die Herren Molé und Thiers weit mehr verantwortlich zu seyn scheinen, als der Marschall Soulf und Herr Guizot. Ob in dem Votum der Pariser Wahlen noch ettvas Weiteres liegt, als eine Proteftation gegen den Londoner Traktat vom 20. Dezember v. Z. und gegen das Ministerium, unter dessen Auspicien er zur Ratification reif gewvrden, sieht abznwarten. Bringen die Repräsentanten der Hauptstadt neue fruchtbare Ideen M die parlamentarische Bühne, beweisen sie, daß sie etwas An- dires und etwas Besseres wollen als Ministerien [kürzen oder Mi- nisterien machen, zeigen ße, daß fie ein lebhafteres Bewußtseyn und eine tiefere Crkenntniß der nationalen Bedüi'fniffe haben als YeßZceistqui-O'pbpofiusY“ ;rst aglxdatlm wixd man :ingeYéhetk müsxen,

u erra en en eutate er ar er a en n t an einem zureichenden Grunde Lehne. P s h ck

*

* * Paris 12. Juli. Die Wahlen find in an rankrei b;]endigt und in, diesem Augenblicke kenne das ngjnizskeéium faei? a (Resultate. Geskern Abend waren nur noch etwa100Wahlen un-

bekannt; die Legislatur von 1889 ist fast ganz wiedererwählt wor- den, 13. h. es werden etwa 70 neue Deputirte fich darunter befin- den. Unter den bekannten Ernennungen sind etwa 30 neue De- putirte, die der kenservativen Partei, und 25, die den verschiedenen Räumen der Opposition angehören. Nur drei ournalisim find gewählt worden, nämlich die Herren Emil von irardin, Saint- Marc-Girardin und Chambolle; der Letzte ist ein ausscheidender Deputirter, die beiden Anderen gehörten der vorle ten Kammer an. Die durchgefallenen Journalisten smd Herr MichelChevalier, vomZournai des Débats; Herr von Genoude, Ei enthümer und Haupt:Redacteur der Gazette de France; err Leon Faucher, Haupt-Redacteur des Commerce; ferner die .Herren Thomas und Bastide, Redacteure des National, und Herr Walsh, Redaeteur der Mode. Man steht, daß die Preise eine ziemliche Zahl Todte auf dem Wahlplaße gelassen hat. Die Wahlen in Paris haben den Muth der Opposition wie: der neu belebt, und da unter 14 Deputirten 12 von ihrer Partei ch befinden, so laubr sie einen vollständigen Sieg davon etragen haben. Die at'iser Wahlen, sagt fie, haben eine se r emske olitische Bedeutun , was keinesweges mit den Wahlen in den epartements der, all is. Das ist bis auf einen ewissen Punkt ahr, allein man muß bemerken, wenn die Oppo ition in Paris errain gewinnt, so verliert sie in ben Departements, wo eine ahrhafteReaction gegen die in der Hauptstadt fich kundgebenben einungen stattfindet. Endlich muß man noch hin ufügen, daß

an dem System des Herrn Guizot viel feindseliger [ , wie seiner erson; er ist ein Minister, der in den Augen der Oppofition ces unpopulair war und niemals die Sympathieen der Menge winnen wird. Dieser Umstand ist von den Pariser Journalen f wunderbare Weise ausgebeutet worden. Herr Guizot ist nen die Personifizii'ung alles dessen geworden, was die gegen- ärtige Politik Unangenehmes und Anti-Nationales hat oder den sol]. Er ist in Wahrheit der Präsident des Conseils und [i allein der Zielpunkt der Gegner des Kabinets.

EinsFrags drä'ngt seh hier ganz natürlich aus. Wird Herr uizot die Majoritat, Welche n' erlangt hat, behalten und wird ne_ue Kammer dieselben Meinungen hegen und dieselbe Gelehrigkeit weisen, wie die aufkelbste? Die Opposition verneint dies; ein sspruch, den wir n cht annehmen, und ohne neue und du aus 't vorherzqsehende Zwischenfälle sehen wir nicht ein,was das us: eiden des Ministeriums veranlasscn könnte. Das Durchsuchunge- cht, wird man vielleicht sagen; aber Herr Gui ot hat die lehre [sion mit dem Durchsuchungs:Rechte in der and angefangen

u * beendigt; diese Angelegenheit ist heut nicht verwickelter, als fi vor sechs Monaten war. Härte Herr Guizot nicht unterzeich- so wäre Feine Stellung allerdings besser, allein sobald er fich ezug auf diesen wichti en Punkt dem Wunsch der Kammer unterwirft, so werden die chwierigkeiten im Innern sich auf ei: genthümliche Weise ausgleichen Und seine SkeUung isi heutzutage dieselbe, die sie vor dem Schlusse der Sißung war.

Großbritanien und Irland.

Parlaments-Verhandlungen, Oberhaus. Si ung vsm 11. Juli; Lord Brougham beantragte in dieschkßung, wer schon erwahnt, die Ernennung einer speiellcn Kommi wn- welche die Noth des Landes untersuchen sol]. ausende von en- schen, sa te der Redner“, seyen Tage lang ohne Nahrung, fie blie- ben im . ekt, weil, wie sie sagten, die liegende Stellung ben Hun- ger extraglicher mache. Sie nähi'ten fich von Dingen, die eigent- lich fur Menschen nicht eßbai' wären, und fie beneidekm recht ei: gentlich die Schweine, deren Speise, die Träber, sie nicht genießen könnten. Dann führte er nach dem Zeugniß von Geistlichen und Aerzten verschiedene spezielle Fälle an. Zu einem Falle, sagte er, habe eine dat'bende Frau mit ihrem Kinde Unterkommen in ei: nem elenden Keller gefunden, und drei Stunden darauf sey das Kind wegen Mangel an Nahrung, die demselben von der Mut: ter zufließen sollte, gestorben. In einem anderen Falle habe ein Maim, nachdem er 15 bis 16 Wochen ohne Arbeit gewesen, endlich BeschäftiIung erhalten und habe 10 Stunden lang ge: arbxitei, ohne Ocahrung zu fich zu i_iehmen, zucht aber sey ei" chothigx geWesen, aufzuhören; nach Hause uruckgekehrt, habe er [ck aus eme Bank geworfen, und sein . eib sey in Thränen

*ausgebt'ocl)en, weil fie gewußt, daß er an dem Tage noch nichts

genossen; worauf denn ein barmherzigei' Mann gekommen sey und der) Leuten etwas Geld gebracht habe. Und iver anders Heym. die Leute, deren Leiden et" geschildert, als Leute aus den [rbeiterkxlaisem “denen das Land alles verdanke, und welche die kbinniei'zieile Große desselben auf seine gegenwärti emächtige Höhe gebi'achthatteij.DieAntwortdcsHandelsmini ers “ordRipon war mehr gegecn die'beantragte Untersuchung gerithet, als daß fie einen Zweifel uber die Genauigkeit der Angaben des Lord Brougham erhoben oder seine Argumente zu entkräften gesucht hätte. Er be- zweifelte, daß die KormGeseße einen bedeutenden Antheil an der Herabdräckung der" Industrie und der daraus hervorgehenden Lan- desnoth haben könnten, und suchte zu zeigen, wie die Untersuchung ihrer Ursachen sich ins Endlose verlieren und die Auffindung von Mitteln zur Abhülfe vergebens versucht werden dürfte. Die Ver: Werfung des Broughamschen Antrages ist bereits gemeldet.

Unterhaus, Sißung vom 11. Juli. Zu Anfang der Silzung nahm SirRobert Peel Veranlassung, sich dagegen zu verwahren, als sey die von Lord Palmerston neulich erwähnte, an Lord Auckland gesielite Aufforderung, in Ofiindien zu bleiben, von ihm ausgegangen, oder als lasse fich daraus auf eine Billi- gung der Politik Lord Aucklands von Seiten des jetzi en Mini: fteriums schließen. Sey die Aufforderung erfolgt, so Zy sie von dem bekanntlich jest in Ostindien befindlichen Loi'd Ellenborough ausgegangen, jedenfaUs habe er (Sir R, Peel) nichts mit der Sache zu thun gehabt. Herr Hog , einer der Direktoren der Ostindifthen Compagnie, erklärte, da? kein solcher Vorschlag ole: ziell hätte gemacht Werden können, ohne 'daß die Direktoren i n genehmigt, und da diese nichts davon mußten, so schließe er dar- aus, daß dem Lord Auckland keine solche Mittheilun gemacht worden sey. Den hieraufvon HerrnVilliersgesielsten ntrag, die gänzliche Abschaffung der Korngesehe bezweckend, der bekanntlich ver: worfen wurde, bekämpfte Sir R.Peel, wie schon erwähnt,!u sehr ge- mäßigter Weise und erklärte geradezu, daß er demselben nicht ent egen treten würde, Wenn er sich überzeugen könnte, daß die orn- eseße die Ursache des Elends seyen. Da dies aber nicht der Fall sey, so müsse er vorläufig für seine Maßregxl, insbesondere für das erst fieben Wochen alte Korngeseh, eine billi ePrü unge- zeie in Anspruch nehmen. In dem durch den o enerw hnten Antrag des Herrn Vilkiers unterbrocbenen Geldbewilli ungs- Ausschu wurden hierauf die urExpeditwn nach China e order- lichen ummm mit 806,56 Pfd.; ferner 108,00!) Pfd- ur Bestreitun der Kosten der freiwilligen Ti-uppen=(xorp, in a- nada ene migt, nachdem Herr Hume Vergeblich vage m pro- teftirt atte, daß man um 1 UhrMorgens noch Geldbewjkj ngm

votire. Fernen Bewilligungen, außer einer von 10, . für Hafen-Reparaturen, wurden indessen duroh wiederholtekäßdn

der Opposition beantragte Vei'tagungs:Anträge verhindert. Auch reservirte fich Herr T. Duncombe sein Recht auf den Antrag, daß age Geldbewilligungen, außer für Syrien, Kanada und China, nur fur 3 Monate gültig seyn sollten.

Unterhaus. Sihung vom 12. Juli. (Bbrsenhalle) Die Regierun hat sich durch die wiederholten, wenn auch in der Ausführung o überaus knabenhaften Mord-Anschläge auf die Kdniginveranlaßtg esehen, außerordentliche Maßnahmen zu ergrei- fen, und durch den Premier-Minisker in der heutigen Süßung des Unterhauses um Erlaubniß zur Einbringung einer Bill ange- halten, deren Zweck dahin geht, der Königin größere persönliche Sicherheit zu gewähren.

„Sir Robert Peel motivirte sein Begehren durch die häufige Wiederholung der Attentate, welche ihm die Veranlassung zii denise]- ben geben, bevorwortete iiber zugleieh, daß er es nicht fur nbtbtg halte, die äußersie Strafe m Vorschlag u bringen, um den beabfich- tigicn Zweck Zu erreichen, Nicht neuer ategorieen des Hochverratbs, noch der An robung der Todesstrafe „bedü-cfe es dazu. Schyn die Entfernung der Formalitäten, welche die Sucht solcher wahnwitzige" Individuen nac!) Notortetät reizen können, wxrde voüksmmcn Jenü-

en. Das Gesch, welches zum Schch der rem persönlmken S cher- Ieit des Souverains dienen soll, ck| c riffen in einem a ten Statut aus der Regierung Eduard's !!!., dur welches es für ochverratb erklärt wird, wenn Jemand nach dem Leben des Souvera'ns krachte, Dieses Trachten nach, dem Leben muß fich aber diirch eme un wei- deuiige Handlung, wie durch einen direkten Angriff auf das cbqn des Kbm s , kund eben. Durch eine Akte aus der Regieyun szett Georg's ] |. (36. corg lll. c. 96) im Jahre 17% wurde m olge eines gegen den König gerichteten Attentats jenem älteren Stature die Ausdehnunsq gegeben, daß auch dann das Verbrechen des Hoch- verrathes vorlege, wenn auch nur eine „körperliche Verletzung oder Verstümmelung des Souvcrains beabfichitgt acwesen sei). In allen diesen Fällen sey dann der Prozeß mit allen Solcnnitätenbcs Hock)- verratbs-Prozeffes angestellt worden; eben so auch noch bee Gelegen- heit des Attentats von Haifield im Jahre 1799. Unmittelbar nach diesem Prozesse nber sey eme Parlmncnts-Akte erlassen worden, durch welche bcfiimmt werde, daß. in allen Fällen, wo ein Attentat auf das Leben des Souverains vorliege, von den Solennitätcn des H9chver- raths-Prozefses abstrahirt und die Formen der Prozedur ganz tn der- sxlben Weise stattfinden sollten, wie bei din Prozessen über gewdbn- liche, nicht gegen die Person des Souveratns gerichtete Mordanfäüc, dage en abcr seven die Solcnnitäten des Hochverraths-Prozesscs noch heive alten für allekFälle, wo das Statut aus dem 36. Regierungs- 1ahre Georg's 111. in Betracht komme, d. b. wenn nur die Verwun- dung oder Versiümmelimg des Monaxclzen beabsichtigt worden sei). So ßcbe das Recht noch jetzt, und sem Sir R. Pecl's) Vorschlag gebe mm dahin, die Solcnmtäten und ormaléiätey des Hochver- ratbs-Pxozescs auch für Fälle der [chien „Kategqrte abzuschaffen, um so jeder Sucht nac? Notorictät mdgltcbst'htndernd in din Weg zu treten. Dem Prenztvc nach sey das Minisieriiim schon in Bekußg anf Francis auf diese Weise querke gegangen, tndcm es be- sch 0 en habe, daß das Leben desselben geschont werden sone, wiewohl er dem Gesche nach un wcifelbaft den Tod de_s Hochveri“äibcrs_biitte sterben müssen, In diciechschluffe sry man tndeßxrst nach reifitck): fier Erwägung und in Fol e der Befehle der Königin, der das Be; „nadigun srccht zuüebe, gc ommcn. Es seyxn der chhc wegeti wei Zabinets- Conseils chatten, und es seven nicht nur _dte dket Rt ter, welche den “)fjroze entschieden, sondern auch die beiden Kron- Anwalie, we che ibn geleitet, zu Ratbe, ezogen worden. Der alsdann gefakte Beschluß sro auc!) m t das Resultat fal- scher Human tät eweseu, dock) werde das Haus 11icht vcr- langcn, daß er die Hründe_ deffxlbeu aiiscinanderscye. „Uebrigens“, sagt der Minifier, „sonen nch die Bcsttmmun en der Bill nicht aiif die zu Anfang erwähnter: Fälle beschränken, ondern es soll auch fur alle (me, in denen Itinand auch selbst ohne tddtliche Absicht nur in der äbe der Königin Feuerwaffen abschießt oder auf andere ähnliche Weise die Königin zu ci'scbxccken suckit, eme strenge _Strafc cintrctcn, nämlich entweder Devoxtatton an nicht mehr als sixben Jahxe oder, nach Ermessen des ertchts, Gef ngniß auf eine besttmmie Zeit, nebst vorhergehender öffentlicher Auspe tschung,“

Die Anzeige von dieser Strafbestixymung, welche den neulich erwähnten Vorschlägen der Presse gemaß isi, veranlaßte „Beifalls: Bezeu ungen von allen Seiten des Hauses. .

„Zinc solche Strafe“, fuhr der Redner fort, „erscheint denchr- geben angemessen, welches sich nun schon zum dritten Male Wieder- bolt hat, und für das man citxen Grund kaum zu dcnkcn_vcrmag. Das Gesetz hat, in seiner Rückitcbtsnahme auf _die menschliche Na- tur, es unterlassen, den FMF beachten, iznß cm, wcnn auch nur der Form nach, menschliches. esen Vergnugen daranßndcn könnte, ein Pistol abzuschießen auf eine junge Fray, wclche Mutter iii und zuglciih die Königin dieses Reiches. „Es ist _frübercn Geseygcbcrn niemals in den Sinn gekommen, es fur möglich zu halten, daß Je- mand auf einen so unerhörten Gedanken kommen könnte, der Köni- qin dicses Reiches den Grad dir vecsdnliclwn Freiheit verkümmern *zu wollen, der dem geringsten i_brcr_Unterthanen ziistcht, Ick bin aber überzeugt, daß das Haus sich nicht weigern wird, Ihrer Ma- jeüät den Schuh zu gewähren, den das beantragte Gesetz zu [eiiien geeignet crscheint. Dic Erfahrung_von solchen Attentgtcn, wic fie vorgekommen find, hat "i(bt nur die Ruhe Ihrer Ma1_csiät, sondern discines jeden loyalen Unterthancn gestört, _und ich bin gewiß, daß Niemand mir seine Zustimmung versagen wrrd„zu cinxr Maßrcgcl, welchc kein Prinzip des Englischen Rechtes beeinträchtigt und keine unndthig strenge Strafe beabsichtigt,“

Lord John Russell untersiüßte den Antrag „des Premier- Minifters und sprach sich über desen Zweikmäßigkeit aus. Eben so Herr Hume, der indeß bie Gelegetxheit wahrnahm, eine all: gemeine Revision der Geseke uber den Hochverrat!) zu beaniragen, wogegen O'Connell bemerkte, daß es hier zunachsi auf einstim- migen Beschluß des Hauses über die vorliegende Angelegenheit ankomme. Diesen Beschluß empfahl er alsdann mit einigen kräf- tigen Worten, in denen er seine Billigung darüber aussprach, daß man eine brutale Strafart für ein brutales Vergehen ausgewählt

abe. Nach einigen Worten des Oberst Sibthorp wurde die

ill eingebracht und sogleich, mit Uebergehung der gewöhnlichen Formen, zum ersten- und zivcitenmale verlesen. Mehrere Mit: glieder verlangten sofortige dritte Verlesung und Annahme, moge: gen inbeß Sir Robert Peel bemerklich machte, daß es zWeck: mäßig sey, Gelegenheit zu etwaigen Verbesserungen und Abänderun: gen zu laffen, weshalb die Bill an den Ausschuß gewiescn wurde,

London, 12.3110. Ihre Majestät die Königin befindet sioh jeht mit ihrem Gemahl und ihren Gästen, dem Erbprinzen und der Erbprinzesfin von Sachsen:.Kobm'g, in Schloß Claremont. Die verwittwete Königin hält sich seit einigen Tagen wieder in London aus; der Herzog und die Herzogin von SachsenrMeinin- gen, welche eine Zeit lang bei Hdchskderselben zum Besuch waren, wollen morgen nach dem Kontinent zurückreisen.

Der neue Zoll-Tarif is! geftern in Kraft getreten, nachdem die betreffende Bill am 9ten b. durch die Köni liche Genehmi- ßf'mg zum Gesch erhoben war, und die Zoll: samten sind in 1 We davon jeht sehr beschäftigt. Es wurden sowohl gestern als

eute eine Menge von Waaren einklarirt, welche nur auf die neuen ““i-AUNS? gewartet hatten. Das ?ambnger Dampfschisx§ wel- ches gestern ankam, brachte eine Anza [ Gef! gel und auch leise!) mit, welches der'Tarif zuläßt. Das noch unter Schw befind- Uche Getraide wird auf 1,500,000 Quarter angegeben, f :“ welche

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nach dem neuen Korn-Geseh ein Zoll von 600,000 Psd, bei der Einfuhr erwartet wird. _ _

Seitdem John Bean in Re ate m Haft ist, hat er fort- während dasselbe Stillschwei n beo ttt. E.M"Éwß!" Theil seiner Zeit bringt er mit Le en B seiner Lieblings: eschafti ung. Die Polizei hat genaue Nachfor ungen über den früheren Le ens: wandel des Gefangenen angeßellt, und e? hatffich ergeben, daß er eine Sonntagsschule besuchte und einige habsch in Maroquin gebundene Religionsbücher als Prämien empfiyg. „Mehrere Per: sonen haben seinen Vater besucht und slch freiwiljig erboten, yor Gericht das Zeugniß abzulegen, daß der [unge Mensch die Mun: dung des Pisiols nach der Erde hm gehalten habe. Job," Beap hat ein gekrümmtes Rück rat, und senen Arme smd so dunn wie ein Stock. Es scheint, da seine Verkruppelung sehr übel“ auf sei- nen Geist einwirkte, indem sie ihn vet'hmderee, Beschaftigung zg erhalten; er sol] daher oft zu seinemVater gesagt. haben, cx werde nie zu etwas nähe seyn. In diesem Néonat erreicht er sein acht: zehntes Jaht". _ “,

Die Wittwe des berühmten Fox ist dieser Tage in ihrem 97sken Lebensjahre gestorben.

Niederlande. . Aus dem Haag, 12. Juli. Die Sißungcp der zweiten Kammer der Generalstaaten sind gestern durch eme Rede des Ministers des Innern geschlossen morden.

Belgien.

Brüssel, 13.3110“. Seit einem Jahre war die Stelle eines Großmeisters dei" Beigischcn Fi'eimaurer:Logen unbesetzt, da Herr von Stassart dieselbe niedergelegt hatte, ohne daß sein Nachfolger designii't wat". Gegenwärtig hat nun der Große Orient von Bel: gien Herrn de Facqz, Rath beim Cassationshofe, zum Rational: Großmeister erwählt.

Schweden und Norwegen.

Hamburg, 12.Zuli. (Hamb. Korr.) Da einige Deutcche und Dänische Blätter von angeblichen Umtrieben zur Hci'beiful): rung einer föderativen Union zwischen den drei Skandinavischcn Königreichen gesprochen, so isi die Reduction dieses „Blattes auf:

efordet't und autorifirtworden, nachstehendes aus offizieljer Quelle Ferrührende Dokument zur Berichtigung etwaniger irriger Vor: ausseßungen aufzunehmen: _ _

„Abschrift eincr Cirkular-Dcvefche Sr. Excellenz des Grafen von Wetterstedt an die Königl. Schwedisch-Norwegischen Gesandt- schaften, cl. c]. Stockholm, den 14. Avril 1837". , _

„Es ist zu unserer Kunde gekommen, daß ein Verein junger

Dänischer Literaten die Herausgabe eincs_Woci)eanattes unter dem Titel: Nordiske Ugeskrift, angxkündtgx und_vtclleicht_sc1)on be- Zonncn hat, dem man die Absicht betlegt, die Meinungen tn Schwe:

en, Dänemark und Norwegen umer dem Vorwande gemeinsamen Ursprungs“ und Intereises zu bearbeiten und einander zu nähern, iim dergestalt die Adern auf eine Erneuerung dex alten Cglmarschen Union hin“ uleiten. xa ein Schwedtscbcs Provxnitalblatt diese Ankündigung wic erholt hat, und zwar in einer Weise, die vermuihen läßt, als suckic man bei uns für ein solches Unteryehmen Anhänger (hu ivcrbsn/ so ist es mir zweckmäßig erschienen, fur den Fall, daß elbtgxs im Auslande cinen gcwiffen Wiederbau fände, „S“ von dem (chcbts- punkiein Kundezuicyen, aus welchem de_rFxbntg dasselbe aufgefaßt hat.

„Die Grundsävx, welclie ber Pollttk Sr. Majestät zur Richt- fcbnur dienen, sebrcivcn sich nicht von heute her._ Was letztere im Jahre 1814 gewesen, war ße im Jahre_ 1830, ist sie noch gegenwär- tig. Ihre Antecedetizicn bilden son'nt ihre Zukunft und die Gewähr ihrer Unwandelbarkeit; denn, fie üußt sach vor allen Dingen aur dee Agenscétige Achtunxg ihrer eigenen _Rcchte und der Rechte Anderer. 1.113" ist der Schlüi cl in ihren ngrmgn, deren Basis und eiiie Bc- dingung. Nicht unbekannt sind [bk'dte dumpfen Umtriebe, die sich fern und nah in Europa rcgen und uberall zu umwälzeriichcn Zwek- kcn exlos ene Animositäten aufzuwärmcn iuckien, welche nur der Schwindegcisi aus ihrem Nichts hervorrufen,mdchte. Der König beklagt derartige Bcürebungrn bet Andxren, wtrd fie aber in seinem eigenen Wirkungskreise niederzuhaltcn iytffen, von welcher Seite ssc sch vordräxigen und welche Erinnerungen ste„auch erwecken mbgen, ob nun aus einer entfernteren Zeit, oder aus einer späieren crtode als jene

Calmarsche Union, so schmerzlichen Angedcnkens für «cl)wcdcn. Die :

Vorsehung hat deren Elementx bereits in denjenigen Dimciifioiicn wieder zusammengefüqt, ivie ite alleitx voii dcr gqurayhischen La e und den politiscbcn Intgrcffen Scandtqamens gehieterisck) crhets )t Wurden. Hiermit im Etnklang, hat dte Heiligkeit der Perträ e so wie ein Bilateral-Pact beiden vereinigten Königreichen dtc Gi" „nzcn boi'gczciclznct, die ihnen Wohlfnhxt und Ruhe im Innern, Frtxden und Unabhängigkeit nach Außen "(])-„“rx! sollen. Jedwcde andcirwcttige Combination liegt nuninchr weder in ihren Wünschen, nocl) tn ihren Interessen. Ungeschmälerte Bewahrung des Bcüchenden, eben so mic!)- drücklichc als vcrachtungsvoUc Ziiriickwctsun ieder Infinuation zu einer Umwälzungin GedankenundDingcn,Anfre thaltung der Ordnung imd dffcnilickzenRube, Förderung der tnncrcxt Wohlfahrt seiner Stagten niit: telsi iveiser antiiutioncn, freundsclmftltchcs Etnvcrnchch mit Nini)- baren und Verbündeten, und, erforderlichen Fall?, Anecbtetunq scmxr uten Dicnüc im Interesse des al] internen Friedens; das siiid dre

werke, anf 1velche die strie Sorgsat des Königs, icin“ Ehrgeiz iind seine Besircvungen gerichtet sind. Von solchen„03rnndiäi_zcn gileitct- sich glücklich ichäizend in dem Bcwußtseyn, sie mehr denn einmal nicht ohne Erfolg in Ausübung gebracht zu baden, kbmtcn Se. Ma- jestät über das" unbesonnencVorhaben Dewi“, ivclcbe die gcgcnwärtigc Ordnung der Dinge in den di'ct _Köiitgrctchcn des Nordens stören möchten, nur Ihre entschiedenücMtßbilligung aussprechen. Dcr Kö- nig wünscht, daß seine Geffnnungen i_i) dieser: Beziehung eben, so deutlich verstanden werden mögen, gls ne aufrichtig dargelegt sind, und zu diesem Behufc forderx tch Ste czuf, cine paffendc Gelegenheit wahrzunehmen, um dex Reqicrung, b." Welcher Sie beglaubigt sind, den Inhalt gegenwärtiger Depesche matzuthctlcn.“

Dänemark.

Kopenhagen,11. Juli. Am 7ten ward die Provinzial: StändeBersammlung in Roeskilde nach Vorhergehaltenem eoffene: lichen Gottesdienst in d?!" Doiiikirche, wobei der Bischof Monster eine Predigt über den Text Hebt'. 11. V. 13-16 hielt, eröffnet. Außer dem Königlichen Commissair, Geheimen Staats:Minisier und General:Proku_i'ator Oersted, waret': von den 70 Mitgliedern der Versammlung 08 zugegen. _Der Königl. Commissairerbffnete hierauf die Versammlung mit einer Rede, nach deren Beendigung die Versammlung in den wiederholten Ruf „es lebe der König!“ ausbrach. Nach einer einleitenden Rede des ältesten Mitgliedes der Versammlung, des Geheimen Konferenz-Raehs, Grafen C. Moltke zu Aagaard, Ward hierauf zur Wahl eines Präsidenten, eines Vice-Präsidenten, zweier Secretaire und zweier Redacteure der Stände-Zeitung geschritten, wozu xesp. die Herren 1).-, theo], Clausen, Etatsraeh, Bank-Direktor Hvidt, Zustizrath Povelsen nebst Kanzleirath Feddersen und der Professor Algreen-Ussng, so wie der Etatsrath, Bank-Direkeor Bang gewählt wurden.

In der zweiten Sißung vom 8ten beschäftigte slch die Ver: sammlung mit der Diskussion über die Adresse. Es entsiand eine ziemlich lange Diskusfion, in welcher darüber hin: und hergespro- chen wurde, ob überhaupt eine Adresse an den König eingegeben, oder ob dieses wie im Jahr 18:38 unterbleiben solle. Etatsrath Seeufeldt, der erste Redner zunächst dem Vice:Präsideneen, der

sich für lehteres erklärte, fand unter anderen dadurch Viranlafsung, den Standpunkt zu bezeichnen, auf welchem man sich ]ehk befinde und der von dem früheren sehr verschieden sey, indem er auf die beiden Parteien hinwies, die sich jetzt in Dänemark einander gé- genüberskänden, und wovon die eine Dänemarks ganzes Glück und Heil in einer Veränderung in der Verfassung suche, und die an- dere, die jene Bestrebungen aber nicht mißdeute, einen dauernden ruhi en Fortgang durch Entwickelung des Bestehenden wünsche. Die?“ Zustand nun müsse in der Adresse ausgesprochen werden. Langwierige Diskussionen würden davon die Folge seyn, die Mi- norität aber doch am Ende nicht das Recht haben, sich bestimmt auszusprechen und also nicht in der Adresse gehört wer: den. Er stimme also gegen die Eingabe einer solchen. Der Cam]. juris Lehmann, der auf ihn fol te, führte die in der ersten Stände:Versammlung eingegebene dreffe als Grund zu Gunsten der Eingabe einer solchen auch in diesem Jahre an und glaubte gerade in der Bewegung, die in den Gemüthern stattfinde, ein Haupt:Argument zur Einreichung einer Adresse zu finden, da sich ja gerade ein solcher Zustand dazu eigne, in einer Adresse berührt zu werden. In demselben Sinne sprach der Landes:Obergerichts= Prokurator Christensen. Etatsmth Bang schlu vor, sich in der einzugebenden Adresse auf einige aligenieine AeuZerungen uber“ die fi'eiet'e Entwickelung der bürgerlichen Verhältnisse zu beschrän: ken, wie solches in der lehren Stände-Versammlung geschehen, denn wenn man die Wänsche, die man in die Adresse fließen las: sen one, durch bestimmte Ansichten auszudrücken gedenke, so halte er dafür, daß es nach derStände-erordnung nicht. erlaubt sey, dergleichen Ansichten auf eine Weise zu außern, welche die Anwe- senheit des Commiffairs bei den Verhandlungen ausschließe, und so die beschüßenben Formen entferne, die der Geseßgeber hinsicht: lich der von der Versammlung angenommenm Privac-Anträge vorzuschreiben geeignet gefunden habe. Derselbe Redener trug auch darauf an, daß er!? darüber abgestimmt Werde, ob uberhaupt eine Adresse und dann, ob eine Dank:7idr*esse einzureichen sey. Der König!. Kommissar bemerkte, daß, wenn nur von einer Adresse leßterer Art die Rede sey, er sie der Beurtheilung der Versamm- lung überlassen würde, wenn man aber die Adreffe zu Aeußerun- gen über Punkte in der König!. Bekeanntmachmig, die als unbe- friedigend angesehen würden, oder uberhaupt u_ber Regierungs- J)kaxin1en und über unsere politischen Verhaltnisse beenußen Wolle, so müsse er wiederholen, daß 'es ihm als Konigli: chen Kommissar zukomme, bei der Erorterung einer Adresse von solcher Tendenz u egen zu seyn , wozu _er den_n überhaupt das Recht Za e, ein Recht, welches ]_edoch . in einzelnen Fällen aus Vertrauen zur Versammlung von ihm nicht ausgeübt worden sey. Vor dem Komm1ssar hatte sich noch der Vice:Präfidi-nt dahin erklärt, wie wichtig es sey„ daß man ben König von dem, was im Volke fich rege“, untexrichte und nicht die Gelegenheit Vorübergehen lasse, aljgemmnß Wunsche und Hoff: nungen zu äußern, die eben ihrer Allgemeinheit wegen nicht der Gegenstand besonderer Petitionen werden könnt.?n. Als am Schlusse der Diskussion der Präsident die Frage unter Abstimmung brachte,

. „Heeres.

ob ein Comité- eingestßt werden sollte, um.eine Adresse'nach dem Vorschlag des Vice-Präfidenten auszuarbciten, warb dieselbe Mit 38 Stimmen gegen 29 verneint.

Deutsche Bundesstaaten.

ck Leipzig, 14. Juli. Es geht die Rede, die Regierung werde der bevorstehcnden Stände:Versammlung ein Gesi'ß ngen rrichtung einer allgemeinen Landtvehi' vorlegen. Ob das Gerucht rund habe, wage ich nicht zu sagen, und eben so wenig getraue "ck mit", ein Urthcil iiber die mukhmaßliche Aufnahme eines solchen Gescßcs von Seiten der Stände im Voraus zu fälii'n. Wie mir indeiken scheint, würden mehrere Gesichtspunkte dabei in Betracht kommen, Unser gegenwärtiges P?ilitair-S ['i-„'m hat allerdin s das Prinzip der allgemeinen Wehrpflicht, wel es ihm dem amen nach zu Grunde liegt, in vielen seiner wichtigsten Konsequenzen den

"Rücksichten derSparsamkeit und dermöglichsten Schonung aller Be:

rufs:und ErwerbsYnWresß-n dei'Privaten aufgeopfert. Daher“ neben

„dem Grundsaße der allgemeinen Conscription (die Ausnahmen sind sehr

beschränkt und durch das Geseß genau bestimmt) der Grundsaß der Stellvertretung oder Loskaufung, wodurch die Wehrpflicht wieder aus einer allgemeinen persönlichen Verpflichtung, gewisser: maßen einem Ehrenrechtc, eine mit Geld abzul'ohnende Leisiung wird. Die Vortheil? dieser Einrichtung, zumal für ein Land mit lebhaftem gewerblichen Verkehre, wie Sachsen, smd nicht zu ver: kennen. Die Kräfte, welche in den höheren für den Einzelnen selbst und sür den Staat gewinnreichen Berufsarten beschäftigt sind, werden diesen nicht entzogen, und dagegen bildet sich, in Folge der Stellvertretung ein gedienter, kernhafter und für seinen Beruf wirklich eingenommener Soldatcnsiand. Auch kann bei der sechsjährigcn Dienszeit ein ausgedehnteres Beurlaubungs-Sysiem angenommen werden, was die Kosten des Militair:Ekats bedeu- tend verringert. Freilich geht auf der anderen Seite wieder Das verloren, was man eigentlich durch das Prinzip der Conscription erreichen will, nämlich die Bildung eines wahrhaft nationalen, gleichmäßig aus der ganzen Bevölkerung des Landes gezogenen Ferner entstehen dabei mancherlei Ungleichheiten. Zwar möchte ich die Loskausung selbst nicht unbedingt eiiie solche nennen, da vielmehr, wenn al1e Stände gleich- nzaßig zum persönlichen Dienste herangezogen werden, die daraus fur die Einzelnen herbst'gehende Stöi'ung ihres Berufs und Er- werbs eme sehr ungleiche ist; allein eine andere Ungleichheit findet statt bei der Auswahl der Rekruten und noch mehr bei der Aus: [o_osung. Da nämlich bei der ausgedehnten Dienstzeit bei weitem ntcht„ alle durch ihr Alter Militairpfiichtige gebraucht Werden, soe findet nicht nm“ bei der Auswahl und der Beurtheilung der Tucbtigkeit eine größere Milde statt (beiläufig gesagt, mag dieser Umstand, wenigstens theilWeise, die Behauptung mancher Stati: skiker zu widei'legen dienen, als ob in Sachsen unter" der jungen Mannschaaft sich eine ganz unverhältnißmäßige Mehrzahl Unti'icb: tiger befande als z. B. in Preußen), die sich freilich nicht immer gan gleich vertheilt; sondern unter den für tüchtig Befundenen eiii cbeidet nun auch noch das Loos über den sofortigen Eintritt, die Befreiung vom Dienste oder die Aussparung für die Reserve, welches leßtere in Friedenszeiten der vbliigen Befreiung ziemlich gleichkommt. Aus diesen Gründen dürfen vielleicht manche unsererAbgeord: neten für die Annahme eines konfequenteren und mehr nationalen Conscripkions:Systems, mit kürzerer Dienstzeit, aber ohne Loskau- fung und mit Landwehr, Jestimmt seyn. Doch möchte :ck, aus den anderen oben angege enen Gründen, einem solchen System eine allgemeine Annahme immer nicht unbedingt verspreohen.

Italien. V , „_ "" Di? Schlesische Zeitun theilt über die erana ung der Excesse in Vkantua folgendes Zkähere mit: „Es lie t die;? einzig in dem Zufalle, daß ein Jude, gegey welche es in at::tsk, Wie an anderen Orten, vieie, meist ungegr'undete VoriFrLc-vxr bei?, im Kaffeehause einen zweiten Gast, der zu knapp an b