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- mm! ab des Kommando's von arts un_d MM" “:?-73“ “"7"*s“"d“DG“"“:“-*" "M:,“Y; Fixzxzxix Obristcn der Garnison, und eput_a 'Im" * M ii al: - = und KavaUerce-Regimenbk, der „unzp YMYUZZFWTZQNW u. 1"- Zi, Weicht: FYßbéxti-Qisffbxozßßxßnz " , n ausde nten. e an a ZZIFZTseiCthbc-Z Kirchehwarm in hohe Tribünen verwande:t wor: dcn, worauf zwischen zehn ??nd dzwöixbxßFndSYZsoJI Friabß'mgceti
mb en. n er . ZcYZ'an-ZÜZLJW Kgatafalks warm _besoqdere Plätze für die Zia? men des diplomatischen Corps und fur dl? Gemahlinnetx d“: Gt: lieder der Pairs:Kammer, und 'auf der: linken Seixe'fur die [ e. mahlinnen der Deputirtcn rescrvirk. Die oberen Tribunen, wg che rings herum um die Okyßl'LZDchZKskchk laufen, waren wenigen ' u auern u er aj cn. priRlÉgtTtxngZer'ichhalb 12 Uhr 1angten_dcr Herzog von Nemours, der Prinz von Zoinville und die ogct-zbge von Aumale und Mont- pensier vor dem großcn Portal der Kil'i'hi' an, wo sie vsn dem Erzbischof von Paris cmpfqngcn .und zu den oben bezeichneten Piäßen geleitet wurdcn. Die Prinzen trugen dl'e Mil!tair:Uni: form worüber sie einen schwarzcn Trauxrtqantcl in ,der Form der Spairischen Mäntci gcworfcnkhaticn. Gleich nach ihrer Ankunft begann der Erzbischof von Paris bicTodten:Messexzu lesen, Welche „m- von (xyox-al:Gesang_ bégleikct wurde. 4ach vollenbeter Meise nahm der Erzbischof untcr Voi'tretung seines Metxoyoiitan- Kicrus dic Einscgnung derLkiche vor Und sprach die dabei ublichen Gclu'kk- Am Ende der Trauer:?(ndacht besspren ten die Prinicn, dieMiniskei', das diplomarischeCorps, die beiden ammern u. s,w. die irdische Hiilje des Versiorbenen, mit Weih:Wqffer und zogen sich dann sogleich zurück. Die Priyzen wurden bis zum Portal der Kirche auf die nämliche Art, Wie sie angekommen waren, zu- rückbegieiret. . . ' Während des Gottesdienstes feuerte eine Batterie _der kkiki'n: den Artillerie die üblichcn Königlichen Salven ab. Eine _Legion der Nationalgarde von Paris, zivci Bataillone Jnfantet'ic'und vier Eskadrons Kavallerie, nebst Detachements von sixmmtltchen Waffengattungen, versahene die Ehrenwache vor" bei: Kirche. 7er Straßen, die zur Kirche fuhren, waren mit „Militan', besißt, wel: chcs Spalier bildete. Wie am Ta e des inchenbegangxnffcs sind heute viele Kaufmannsiäden geschloi 'n gcbliebstt, so wre sämmt- liche Theater der Hauptstadt für heutg Abend _ihre Vorstellung em- gesiellt haben. Der Sar dcs Kronprmzxn ward morgen, um vier Uhr Morgens nach der FamilienQYruft m Dreux „abgefuhrt wer“: den. Der König mit der Königin und den Prinzessinnen sind bereits heute von Neuilly dahin abgereist.
= Paris, 4. Aug. Die gestrige Feiex in der alten Kathe: draie von Paris war “außerordentlich traurig, und doch iqnzcnd zugleich, vor Aliem ergreifend. ch erinnere mich nicht, da irgend etwas mich je tiefer ergriffen h tte, als der Moment! wo nach den vier Prinzen der alte in einer sturmbcchtcn'th ergraute Marschall Soulf, mit Thränen in den Augen, die Stufen „des hohen Trauergerüskes hienanjiicg, um dem Searge, mit beni so viele, so cheure Hoffnungen fur den König un_d fur Frankreich zu Grabe getragen werden, mit derselben Hain“, _die so oft dgs Schwert gc- schwungen, den lcßten Scheidegt'uß Mit dxm gcwcihken Wassex zu geben. Der Graf von ?lppony that danclbe Namens des diylo: matischen Corps, das Janz vollständig anwesend zu seyn sobre". Selbst der Herzog von Icemours, der sonst eine mehr als gewöhn- liche "errschaft äber fich selbs? zu beweissn pflegt, konnte gestern sci'ne Gcmuths-Bewegung nicht bemeisicrn; besonders tief aber sprach sich der Bruderschmerz in den Zügen des Herzogs von Aumaie aus; und als man so mir langsam feierlichen: Schritte die vier Prinzen, den Ausdruck“ di's tiefsten Seeienkunn'net's in Gesch! und Haltung, ihres gelicbtcn Bruders Hulle sich nahem u_r_1d nach Bc: sprengung det'sclbcn mit Weihwasser eben so gemessen auf ihrx Pläße zurückkehren sah, [*lieb kein “Linge thranenl'eer. M*an mut; antvesend gewesen seyn, um die'Gi'ösze der aligemeinen *The-[nahme, aber auch das Imposante ciner soichxn Vci'einigung von Allem, was Frankreich an Celebritäten und großen Namen jeder Art bc- silzt, begreifen u können. Die DeputirtenKammer war fast voll- zähli da, die egitimisien unter die Mit lieder der anderen Par- tei: üancen gemischt; nur die AbwesenFeit mehrerer Deputirten der äußer en Linken wurde bemerkt, die jedoch in Herrn Laffitte, den der 1:Zkufall und sein Alter zur Vertretun der Deputirten- Kammer bis zur Wahl eines definitiven Präidenten, die wohl nicht vor nächster Woche erfolgen wird, berufen hat, einen Haupt- Repräscntanten hatten.
Heute ist man bereits mit dem Abnehmen des Trauer- Gewandes, in Welches die Kathedrale dieser Tage gehüllt war, beschäftigt, und auf dem Plaße vor der Kirche, wo gestern noch Waffengeklirr und Pferdcwiehern in den Donner der dahinter aufgestellten Kanonen sich mischte, wo Tausende und Tausende sich drängten, um wenigsicns noch einen Blick von dem im Innern und aizßen herrschenden Glanze zu erhaschen, sieht man heute nur "?ck die Werkleute b'eschäftigt, welche mit Hinivegräumung aUes dieses Prunkes beschaftigt smd. Gestern ware fast ein Theil der Draperie des Katafalks in Brand gerathen, da in Folge der un: Ich""km H'ße- Mick)e durch die zahllosen Lichter und die auf so “PIM Raum zusammengedrängxe Menschenmasse eweu t war auf
einer Seite dss Katafaiks die K*r ; [ "* g '
ken begannen. Schon bildete sicb zei?" zu schme zen und umzusm: Zlelk rechten „Zeit und auf den ersten ngßoßé Feuermasse, als noch fur jeden moglichen Fail bereit stehend" le an' Ort Yad Stelle ter SchneukaÜ 1de Gefahr beseiti ten Pompiejs mit gewohn- keinem Ungiucke gehört, Was als ein ? "" Sönst hat man von ten ist. vahrcs Wunder zu betrach-
. Während das Fran 'ofi e . .
froh verbuchen“: Prinzin iii«021212943WIH":-dßli- 3:3 Z:?leuFFSdJankiYezsZnZTn län Gebete auf den KnieJn inlber Ya:
em . e - . , mit ihrer Fgmilie auf der_ F?,thlkxsacFYrTTMIestYF „We „Fodnlgm St. Germain kameri, rief ihncn die in asse herbe'n .kurch Einwohnerschaft begeistertes Lebehoch entgegen D ?Yxükow“ Zug bestand aus einem achtspännigen Wa ' "7 omchche
spännige und eine Kalesche mit vier Pferd?;nfolxxxn "i“" “hs-
**„ Paris, 3.Aug. Zwischen der
n linke Opposition haben sehr iibhafte Erörterungen nüéxnblixWXänixdeYt:
Die minifterieile FraZe e
schaft des Herrn Dufaure stattgefunden. hat ihre ganze Stärke wieder erlangt und in diesem Au mbii denke man gar nicht mehr an die Regentschafts-Fra 47.8
so könnten wir leicht eine ministerielle Kristi haben,
den verschiedenen Combinationen in Bezug auf die Präside hatte Herr Guizot auch Herrn Dufaure Anerbieeun en gMYtht,
andidat seyn er der TieW-parti eine feindselige Stellung Tegen
ber-
der sie jedoch Lurückwies, da er nicht ministerielier monie. Als (1 das Ministerium anzunehmen beschloß, da kam man zugleich
stürmt auf das Ministerium ein, und wenn der pro'ektrte IMK
des linken Centrums oder des Tiers:parti zur Ausfd rung kommt,
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ein, „Herrn Dufaure als Kandidaten aufzuttelien- und man sucht nun die Stimmen der Oppoütion zu vereinigen, indem man u-
e ewi e Ver ichmn en gegen dieselbe übernimmt. Des Jill]?- i?k ngig bch-Ti endgfür das Mini erium und man macht bereits kein Geheimni mehr aus der .it so, die sich vorbereitet, Man will dies Manöver hauptsächlich Herrn Thien uschreibm, der im Geheimen eschäfti isi und in diesem Augen lick, ohne daß man es bemer e, eine Fehr große Thätigkeit entwickelt.
Großbritanien und Irland.
Parlaments-Verhandlungen. Oberhaus. Sißung vom 4. August. Lord Radnor beantragte die zweite Lesung einer von ihm eingebrachten Bill zur Aufhebung der Korn-Gesehe und suchte von neuem darzuthun, daß die Abänderung der fiuk: tuirenden Skala den Bedürfnissen des Landes nicht entspreche, und daß ihnen nur eine vdlli e Abschaffung der jchigm Kornge: sehe genügen könne. Graf Kipon antwortete durch Hinmisung auf die anscheinend erfolgreiche Wirkung der neuen Korn:?ikte. Lord Kinnaird dagegen bestritt wiederum dxn Erfolg diesir Maßregeln und wies auf die Fortdauer der Agitation gegen die Korngcseße hin. Der Antrag des Grafen Radnor wurde indcß, wie zu erwarten war“, ohne Abstimmung verworfen.
Unterhaus. Sitzung vom Z.?[ugusi. AndiesemAbmd wurde die Vei'tagte Debatte über die Verfassung von Neufund- land wieder aufgenommen. Die betreffende Bil], per fich _besyn- ders O'Connell aufs cntschicdcnsie widcrjeßx, soll _die Constituiton jener Kolonie deshalb abändcrn, weil dieselbe in ihrer jetzigen Form zu fortwährenden Mißhelli keiten zwischen den Kolonisten und der Regierun geführ't hat. . ehrere Mitglieder bekämpften die Bill. Herr Hemau Smith gab zu, daß der Zustand der Kolonie das Einschreiten des Parlaments crfordcre, schlug aber eine kürzere Dauer für die neue Bill so wie die Auslassung der die WählerQualification verändernden Klausel vor. T:ord Sta n: le 1) willigte in diese Vorschläge, um ausgedehnter; Untersiusunz für die Bil] zu gewinnen, und Herr Labouchere raumte em, daß durch diese Zugesiändnisse dic Maßregel ihrer anstößi sien Bestimmungcn entkicidct sey. Bei der Abstimmung er lärten sich darauf 68 Stimmen für und nur 13 gegen die Bil]. Als nun aber das Haus in den Ausschuß übergehen wolltx, erhob sich O'Con- nell von neuem gegen die Maßregei, erklarte se für die großte Ungerechtigkeit uud protesiirte gegen den Vergleich, der, wie er behauptete, mit Hinsicht auf diese Angelegenheit zwischen den Mitgliedern und Freunden des vorigen und denen des jeßigcn Ministeriums eingegangen worden sey. Eine neue Abstimmung ergab indeß wieder eine Majorität von 82 gegen 21 Stimmen zu Gunsten der Bil], die nun in den Ausschuß gelangte, in welchem über die einzelnen Klauseln mehrere Abstimmungen statt- fanden, bei denen das Ministerium stets die WkaYritäe behielt; die Klauseln wurdcn sämmtlich angenommen, mit usnahme der sechsten, darin Erörteriing bis zum Freitag ausZcseßt blieb.
Unterhaus. Sißung vom 4. August. Nachdem Herr Mackinnon die Erlaubnis; erhalten hatte, eine Bil] zum Schuh der bsfemlichm Gesundheit, durch Verbot der Beerdigungen in- nerhalb der “Städte einbringen zu dürfen, trug Sir Francis Burdett auf Ernennung einer besonderen Kommission an, welche untersuchen sollte. wozu die Unterhandiungen zwischen der Regie- rung und dem Capitaio Warner, dem Erfinder einer verheexenden Kriegsmaschine, geführt hätten. Sir R. Peel und SU" H. Douglas begegneten indxß diesmx Antxagx durch offene. und vollständige Auseinandcrscßung alles desjenigen, was zwischen Capitain Warner und dm Ministem-vorg'efallen. Det: Ex: smdcr hatte nämlich -100,()00 Pfd. Sr._ fur sein Gcheunmß vm'iangk, und obglcich die Regierung und die von derselbenernann- ten Kommissaricn wiederholentiich in ihn drangen, den Werth sei- ner Erstndung durch Proben auf Staatskosten darzuthun, xmi- qerkc er fich entschieden, irgend einen Schritt zu thun, bevoi' ihm die 4110000 Pfd. für den Fall, daß der Versuch sich erfolgreich,“- wiese, zu estchcrt worden. Diesmal ihm aber nicht zu bemiili: gen, da ich seine Erfindung möglicher Weise unter besonderxn Um- ständen, aber vielleicht nicht im Allgemeinen, viel1e1cht_ nicht' im Angesicht cines Feindes als anwendbar und erfolgreich zeigen konnte. Sir F. Burdett's Motion wurde darauf mit 72 gegen 2 Stimmen verworfen.
London, 5, Aug. Es soll jelzt besiémmt seyn, daß das Parlament erst Donnerstags, 18tcn d. M., und zwar von der Köni in in Person, werde pi'orogirt werben. ' _ .
Yer Standard hält die Nachricht, daß die Britischen Truppen aus Afghanistan zurückgezogen werden sollten, sur engen erthum. „Dieser erthum“, sagt das genannte Blatt, „hatte unheilvolle Folgcn haben können, wenn denselben nicbt, wae es scheint, durch bis Gcisiesgegenwart und Entschloffenheit des Ge: neral Pollock vorgebeugt worden wäre. Der Oberbefehlshaber hatte nämlich die Weisun erhalten, Anordnungen zur Zuruck: berufung der zu Dschellaia ad befindlichen Streitkräfte zu treffen; er mißversiand aber die Be chle des General-Gouverncurs i_md befahl in der That die Zuruckzichimg der ganzen Armee von zen- scits des Indus. Gcncrai Pollock weigerte sich, diesen Befe len zu gehorchen, weil sie mit denen, die er selbst von Lord Ellenborotugh empfangen, im Widersvruch standen. Sollte General Rott ahn- liche Instruktionen erhalten haben, so wird er ohne Zweifel [eiche Klugheit zeigen. Der Ursprung des erthums bei Sir ansper iicholls ist noch unerklärt.“ (Vergl. unten Schreiben aus L 0 nd on.)
Ueber den Krieg in China und die angeblichen Schritte zu Unterhandlimgen bemerkt der Standqrd: „Es ist sehr zu be: dauern, daß die Hartnäckigkeit der Chinesen solche Opfer nöthFJ macht, aber wenn der Krie nicht ganz aufgegeben werdenxso , scheinen sie unvermeidlich. eder auffallende Beweis von Iaach- giebigkcit würde jedenfalls als ein'Zeichen der Schwäche ausge- legt werden, und wo es gilt, mit solchey Muffen zu kämpfen, müßte ein Eindruck dieser Art sehr verderbltch seyn. Es war das Gerücht im Umlauf, daß die Mandarinen an der Sp-he von 30,000 Mann einen Angriff auf Ningpo beabsichtigten, aber die von Sir Hugh Gough, der eine Demonstration egen Hangi- schKUfau, die Hauptsiadt der,.Pxovinz, machte, getro enen Vorkeh-
r""Sei! brachten fie von ihrem Vorhaben ab. Die Menschlichkeit fordert jedoch, daß diesem Kriege so bald als möglich ein Ende ge: ""““" werde, und dies kann nur durch unverzügliche und bedeu- Jud; T*“Uppen-kasäkkungen geschehen. Sollte das Gerückpt slch d'" ZIM da die Mandarinen in anderen Provinzen, aus urcht, “' “'I m ck“ sich bis in ihre Diürikte erstrecken, die hmmli- fck“ RWWUI bttvogm hätten einen Kaiserlichen Kommissar mit ::?!KYYIMFY“ Geldsumkm von 40 Millionen Dollars und der Britische?1 ExpeFiNJ FQMKTlsdänMäkingt füorpkdie Kolk“! sendeZiéuLoLFdürdÉ jene Yotihwendkzkehkt “RICOH? n.“um' (: zu. - romw nden » lengwbm- ei en Globe I'sYriebm: „Wir smd noeh im [:x-Jim" “W,: A?,
; Tanz im Unklaren. “u
Ausgang der großen Versammlung von Kohlengräbem und Ham- merwerks:)[rbeitern, welche hier gehalten Werden Col]. Die Best er der Kohlen: und Eisenwerke haben eine Lohnhera serg angek n- digt, und die Folge war allgemeine Einsteuimg der rbeit in dem anxen Bezirke, der, außer anderen wichngxn Plähen, die Orte olvcrhampton, Bilston, Oldbury, Stourbrid e, Dudley, Tipton und Darli on umfaßt und etwa Wénglische eilen im Umfayge hat. Der czirk ist dicht bevölkert, und man darf sagen, daß !kbk 10,000 Männer, Weiber und Kinder _ohne alle Unterhaltsmittel sind. Jene Ai'beits-Einsiellung ist bis 1th von_ Seiten der Koh: [engräber und HammerwerkscArbeiter erfolgt; die Nagler, ob ma; in großer Noth, find noch in Arbeit gebliebet). Den Kohlengr bern will man den Tagelohn von 8 auf 23; Shil]. herabsehm; „da sie aber seit 6 bis 8Monaten im Durchschnitt wbchentli nur 3Tage beschäftigt waren, so erkläi'en sie, keine weitere Lohnhera schungaus- halten zu können, und scheinen fesk entschlossen zu seyn, den Gru- benherren nicht nachzugeben, Den Hammerwerks-Arbeitern, deren Lohn binnen 8 Monaten schon um 20 pCt. geschmälert ward, wollen ihre Herren jeht Weitere 10 pCt. abziehen. In den ver: schiedenen Ortschaften ließ man Mauer-Ans läge, worin naeh den Eingangsworren: „Arbeitende Sklaven! inigkeit isk Stärke!“ zu einer Versammlung auf dem Grubenfeld bei Wesk-Bromivich eingeladen wird, damit dort ein Verein der Kohlen: und Eisen: ai'beitcr zu dem Zwecke errichtet werde, für redliche Tagesarbeit einen angemessenen Tagelohn u erzielen; Die Schlußworte lauten: „Erwacht- sieht auf, oder Ihr seyd far immer verloren!“ Das Grabenfcld liegt eine Vin'telsiunde von hier, und nian besorgt, daß die Versammlung, in welcher auch der Baptiftenyrediger Etockes und andere Geisiliche das Wort nehmen wollen, die'gänz: 1iche Einstellung aller Geschäfee nach sich ziehen werbe. Die Be- hörden haben zur Vorst t in mehrere Theile des Bezirks Truppen beordert und alle Borke run en zur Verhutung von Friedenssid- rungen getroffen. Wie es eißt, werden Abgeorbnete aus .dcp Töpfereibizirken, wo die Arbeiter größtenthcils an ihre Beschafti- gung zurückgekehrt sind, der Versammlung beiwohnen. _
Die Mit lieder der Konferenz gegen die Korngeseße hielten am Dienstag * ittag eine Versammlung, welche nach der Ankün- digung für jetzt die SchlußSitzung der Konferenz seyn sollte. Die Unterhaus:Mitglieder Villiers, Hunte und Cobdm waren anwesend. Der Vorsißende. Herr Taylor, sagte im Wesentlichen: '
„Die Konferenz nabt sich ihrem Schlusse, unsere Sendung i K erfüllt, unser Werk vollführt. Unser_chck war city doppelter: dem Publikum die naiürliche Lage und die Ausfichtcn jener Orte, aus ; denen wir hierher gesendet wurden, txcu und volifieindig “VTX", !, und der Re icrung brcr Majesiät Hie Noibwendigkeit der e :)a- : rung unverza li cr ülfcleisiung,drmxend vorzustellen. rüeres erschöpfend ge che en und die Berichte cr Abgeordneten mjsen auch ] den größten Zweifler übxrzeugt haben, daß es der mensch! cher! Na- tur nicht verlieben ist, die Fortdauer solcher Leiden zu trim en, dtn- no sieht zu fürchten, daß eineZunabme diescr Leiden t'mbe ii, iyenn au Niemand von dcm Winter zu reden wagt. (Hnr. Hört.) 19:18 nur irgend geschehen konnte„ um der chtcrimgbas Daniederlicgcn des Handels und die Dürftigkctt des Volks cmdrm [[ck ans Herz zu ligen, ist in wiederholtcn Unterredun cn mit den 9 inisicrn versucht worden und das Ergebniß war - ichts! Umsonü „wurde ihnen von Männern aus allen Theilen des Landes „und aus jcbem Zweige dcs Fabrikficißcs Zefa t, daß ihr Absav und ihre Kapitalecn im Ab: nehmen, ihre uu cs ästigten Arbeiter drm Verbungkkn nabxe seven, daß fremde Länder abcr bereit wärcy, im Ausmusche gegen jene Fa- vrikate , nach welchen außerdem keine Nachfrage sey, uns das Brot u liefern, dessen Mangel das Volk dxm Hungertodc preisgebe. Im
Kamen der Gcrcchtigkctt und Menschlichkeit wurden die Minisier ve- schworcn, durch ihre eigeneix Interessen nicht die Kenüsse, die Lebens- bcdür niffr, ja die ganze Exiücnz des Volks mit F ßen treten zu las- sen; ée wurdcn vchbcns ves worm. Sie scheinen entschlossen, d e ungerechten Korn: esche, wel e ihren eigenen Reichtbum vermehren und dem Volke Beschäftigung und Brot rauben, aufrecht zu er- halten und den Frieden des Landes durch Unterdrückunk der vxxzwci- fclndcn Anfiren ungen der Vcrhungcrnden, fich nnd hren Kindern cwaltsam Naßrung zu verschaffen, vor Störungen zu bewahren. Linsen Püicht ifi gethan; wir haben das Uebel dargelegt, das Ab- bülfcmittcl angegeben, das Unrecht nachgewiesen zmd_d1e Regierung gewarnt, auf diesem Unrecht u beharren. Uns bleibt sev: nur übrig, u unseren Wählern zurückzu ehren und_ ihnen zu sagen, daß alle un- ere Bemühun cn, für fie Gerechtigkeit zu erlangenx gescheitert find, und daß wir i um keine Aussicht auf Besserung, keine offnung auf Hülfe darbietcu können. „ ch vertraue, daß das Volk eine Gewalt brauchen, sich aber auch n cht todt hungern lassen wird; daß es Ei: x gcnthum und Menschenleben achten, aber nicht einwilligen wird, seine Kinder vor Hunger umkommen zu lassen.“ ' _
Dei“ Lord-Kanzler Lyndhursi ist von seiner Unpäßlichkeit fast
an wieder hergesteljt. g zDie Lords de Grey und Lansdowne sind nach Deutschland abgereist; Lord Winchiisea wird in kurzem dahin nachfolgen. So- bald die Parlamento-Session zu Ende isi, werden noch zahlreiche andere Mitglieder beider Häuser Erholungs-Reisen nach dem Fcsi- lande und insbesondere nach Deutschland unternehmen. ,
Zu Derry in Irland wurde dieser Tage das Jrößte 1211ng in dicscm Lande gebaute Dampfschiff, der „Great I-orthern , nn Beiseyn von wenigstens 20,000 Zuschauern vom Stapel gelassen. Es hat 17.“) Tonnengehait und eine Länge von 220 Fuß; sein
„Tau: und Maskenwerk ist das einer Fregatte von 50 Kanonen,
[] ondon 5. Au . Die ndische Post hat uns Nack,- richten a?:s Bombßy bis zigu' Mitte Zuni's und aus Dschellalabad
*bis zum 8. Mai überbracht, ste sind aber höchst unbestimmt und
weideuti, Was die Vergangenheeit betrifft„ so beseitigen fie ?msere Zigvcifel und Ungewißheit daruber in geringem Grade oder fast gar nicht; von den jehißcn OplfratidomléZd;;n-ltrtl'xxmganm'l-l: ' ' ' t er u „ kein deutliches B'ldÉi'tTtijgde d:?fichndi chen Zeitungen, die fich stets rch ihre Oppofition egen den AZham-nkrieg auszxichneten, erklc ren aufs Bestitkmteste, orb Ellen orough babe_n|chrs “Geringeres beschlossen, als die kurzgefaßte und, voll_skänbige Zuruckbei'ufung der sämmtlichen Britischen Streitkrafte jenseitse des Indus; an- dere versichern, daß der Schein einer solchen ruckgängtgen Bewe- qung nur aus einer falschen Auslegung entstanden sey, „Welche Sir JaSper Nicholls, der militairische Oberbefehlshaber m In: dien, den Abschten des General-Gouverneurs gegeben hätte. .So viel ist gewiß, daß General Pollock's Ai'mee:Corps in unthätigem Zustande zu Dschellalabad stehen bleibt, und daß man von,emer Wahi'schcinlichkeit seines Vori'ückens gegen Kabul mchxs weiß. Es ist keinem Zweifel untcrw_orfeti, daß die Indische Regie- rung damit umgeht, das Land ]etzseits des andus o bald zu räumen, als eine solche Beivegu_ng irgend thqnli'ch er cheint und mit der Sicherheit der weiter ms Innere hmem vorgeschobenen Corps lch vereinbaren läßt. Es fragt sich also blos, ob die Wieder esehung von Kabul dazu beitra en würde, die Engländer in den Stand zu sehen, daß e das Lan räumen, die Gefan men urück erhalten und das etachement u Kandahar be eien dnnten, oder ob diese Zwecke nicht vie eiche durch die bloße Anwesenheit einer imposanten Trupyenmacht zu Dschellalabad zu erreichen wären. Dem sey jedoch, wie ihm wolle, die Lb ung der Frage ist jedenfalls schwierig. Meiner Ansieht nach, b rfte ein weit
?dherer Grad voq moralischem Muth von Seiten Lord Ellen- oroughs erforderlich [eym um einen allgemeinen Rückzug, als
"I" ein [chneiles Vorrucken zu befehlen. Man hat oft und mit
Osechi gexagt, die Engländer würden in Indien durch die Noth-
wcndigkeit „ihrer Lage und durch die Furcht vor dem Verschwin-
den des Nimbus, der ihre Waffen im Osten umleuchtet, von Er- oberung u Eroberung g-kx'i-cbeö. Dieser Nothwendigkeit, deren
Folgen ich so unheilvoll erwiesen haben, wie die Folgen der
schlimmsten Pläne des Ehrgeizes, cine Schranke zu sehen und der
Herxschaft Englands in Asien eine starke und feste Gränze zu stecken,
Ukeenie der höchsten staatsmännischen Weisheit und Geschicklichkeit
wurdigeAufgabe. Die. Gränze, deren das BritischeJndien bedarf, isi
nixht nur eine Vertheidigungs-Linie gegen einen möglichen äußeren An- ?rifs, sonbern auch eine Umfassungs-Linie, um die verderblichen Wir: ungen emex sich ausbreitenden Macht, die ihrem Verderben ent: gegengeht, emzuschließen. Auch ist es kein geringeres Unternehmen, darzuthzm, daß die Britische Macht in Indien die Crschütterun werde "berieben können, der man bereits mit so großer BesorgniZ einge engesehen hat. Es ist eine unbestreitbare Thatsache, daß durch dl“? fghanen und die Bergvöiker, denen mannigfache, den Euro: paischen Streitkräften verderbliche Umstände zu Hülfe kommen, ein Britisches Unternehmen vereitelt und eine Britische Bri ade vernichtet worden isi. Diese Thatsache ist in der anzen elt vcxbreitet ,worden, und in jedem “Winkel von Aten bekannt. Konneri kuyftige Erfolge auf dem Schauplahe solcher Ereig- m_sse die fruheren Folgen derselben vernichten? ch) glaube es nicht; gliem ich glaube eben so wenig, daß die Britische Macher m anieti eine ei'nsiliche oder" überhaupt eine merkliche Erschutteerung erlitten hat. Eine Niederiage in einem auswärti- gen, unuberlegtechisc unternommenen Kriege ist durchaus ver: schieden von einer erfolgreichen Empörung im Innern; und es ist nicht der mindesie Grund vorhanden, anzunehmen, daß die Nie: verlage dcs isolirtcn Corps in Afghanistan irgend ein Projekt eines Aufsiandos im Innern von Hindosian hervorgerufen hat. Ich bin daher der Meinung, daß Lord Elienborough die ganze Armee zurückberufezi, den Indus oder Setludsch für die Gränze dcs Bri- tischen Indiens erklären und den Af hanen-Krieg beendiqcn kann, ohne daburch irgerid wie die Ehre nglands oder die Interessen dez“ Indischen'Regiei'ung zu kompromittiren. SchwächereMächte mogen fur die Erhaltung ihrer Stärke kämpfen, aber England sollte genug Stärke besitzen, um fich innerhalb der Gränzen sei- ner eigxnen' Befihungen sicher“ darauf Verlassen zu können.
. Haar [| nichts vor) Bedeutung vorgefallen. Die Schemata ': -fur die Erhebung der Einkommen-Steuer sind nunmehr in Zeder: manns Händen, iind man findet es nichtlcicht, sein Interesse, sein Gewissen und- seinen Patriotismus mit dem Haß gegen die Be- steuerng zu versöhnen.
Die Aerndte ist in den Grafschaften, die ich besucht habe, trefflich ansZefallen. Das Wetter war den ganzen Sommer hin- durch so sch n, daß auch nicht eine Aehre durch Regen oder Wind „ umgelegt oder ausßeschlagcn worden ist. In alien Theilen des
Landes ist die acker aucnde Bevölkerung auf den Feldern beschäf- tigt, und wenn man so viel über das Elend und die unsichere Lage der Bevölkerung in den großen Manufaktur-Städten hört, so e: währt es ein großes Vergnügen, die fröhlichen Landicute zu Fe- trachten, die mit dex Einsammlung der" Acrndte beschäftigt sind, - _ zufrieden, loyai, glucklich, stark, die wahren Kinder des Bodens.
_ _ Belgien. Brüssel, 4. Aug. Der Senat hat sich gestern versammelt, und sein ersier Akt wat", fich dem Beweise von National-Erkennc- lichkeit, weichen die Repräsentanten:Kammer dem Andenken des Herzogs von Orleans geben will, anzuschließen. Auf den Vor- schlag des Marquis von Rodes hat der Senat beschloffen, in cok- [101'8 der Trauer-Feier in der St. Gudula:Kirche beizuwohnen. Der Senat erhielt hierauf die Mittheilung der durch die Reprä- sentantenKammer in ihren “Y“" Sißungcn angenommenen Ge- [(ck-Entwürfe und hat siezwei *ommisfionenzur Prüfung übersandt. Die Trauerfeier, welche die Königin diesen Morgen in der Kirche St. Jacques sur" Caudenberg für den Herzog von Orleans halten ließ, hatte dort eine zahlreiche Gemeinde versammelt. Die Königin, in großei'Trauer, war von ihren Ehrendainm, dem_Gra- fen Aersch0t, den; General-Lieutenant Grafen von Hane de Steen: huyse und den ubrigen Groß:Beamken begleitet. Der Marquis de Numigny, Botschafter Frankreichs, sämmtliche Attachés dei“ Gesandtschaft, die Minister, die (Mitglieder des diplomatischen Corps, viele Senatoren und Repräsentanten, die Civil: und cMi: litair-Bchörden waren anmesend.
Am 1. August ist die schöne Goelctte ,.la Belgique“ mit voller Ladung, wovon "“„ aus cinhiiniischen Et'zeugniffcn bestehen, Von Antwet'pcn nach Rio Janeiro abgegangen.
In seiner heutingihung vernahm der Senat den Bericht seiner Kommission über den mit Frankreich abgeschlossenen Han: dels:Vertrag. Die Kommission findet die Opfer, welche Belgien durch diesen Vertrag auferlegt Werden, zwar ziemlich bedeutend, erkennt jedoch in demselben den ersten Schritt zu einer Annähe- rung beiderLänder und schlägt daher einstimmig die Genehmigung
des Vertrages vor. Morgen wird die erste öffentliche Berathung '
des Senats über diesen Gegenstand stattfinden.
Deutsche Bundesstaaten. Hannover, 6. Aug. Die hiesige Zeitung enthält folgende Bekanntmach'ng : „Nachdem der bisheri c Dom-Kapitular Jakob Joseph Wundt zum Bischof vox: Hildesbe m erwählt, auch zum Administrator der , Diözese Osnabryak bestellt, und in beiden Eigenschaften Allerhöch- sien Orts bestätigt worden 111; so wird solches allen Denjeniqcn, welche es angeht, hierdurch zur Kenntyjß gebrackit. Dem Herrn Bi- schof iiivorsxhriftsmäßig von den Königlichen Behörden das" Prädi- kat „_bnchbfieche Hochwurdcn“, von den ihm Untergebenen aber das Prädikat „bisc1)dfiichc Gnaden]- beizulegen. Hannover, den 4. Au; gust 1842, Aus dem Königlichen Miniiicrium dcr gcisilichcn und Unterrichts-Angelegenheiten.“
Kamen , 5. Aug., Abends 11 Uhr“. (Leipz. Ztg.) In der _rößten estürzung schreibe ich Ihnen von dem namenlosen Ungi ck, das unsere Stadt betroffen hat. Es war 10? Uhr Don- n'ersiag Abends, als man Feuer schrie. Es brach in einem Hause eines Tuchscheerers auf der Leitergasse aus, wcklchcs durch seine erbärmliche Beschaffenheit, umal bei der herrschenden furchtbaren Trockenheit, zu den größten esorgnissen bcrechtigte, und es währte “"ck nicht lange, als die Diakonats:Wohnung (das Geburtshaus G- C. Lessing's) von der hinteren Seite ergriffen und die Fiammen „nach mehreren Seiten geschleudert Wurden. DerWind "*eb ste jedoch bald nach dem nordöstlichen Theile der Stadt
***-z und in einigen Stunden lagen gegen 500 Häuser in Asch“ Von
del" ganzen inneren Stadt steht weiter nichts als die westlichen Ftétxnd der Pulsni er und Königsbrücker Straße, ein Fabrik- vaThäu ', der East of „zum irsch“ am Markte und zwei Pri: von duserÄ alles Andere liegt n Asche, Schutt und Trümmer;
'" okßädtm stehen allerdings die Kbnigsbrücker und Puls:
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niher noch, die Bauxner, die ungkich größere und bedeutendere,
i bis auf wenige H user niedergebrannt. 'Die masswskm, von ranitskein erbauten Gebäude waren nicht !mSmnde, den Flam- men zu widerstehen, Alles ist entwrder bis auf die Sohle nieder: Zebrannt oder wenigstens so, daß keine Splitter Holz mehr kahrung geben kann. Das _glee e rwurdige Rathhaus, die Wendische Kirche, die katholuche pitalkirche, die Schule, Apotheke, die Mühlen, die Post, die sch5nsen neuen Häuser, an denen jeht unsere Stadt sich so seh? bkk'iÜZSkk hatte, sind vernich- tet; einige entfernter stehende Fabrik-Gebaude, welche außer der Richtung des Feuers lagen, stehen noch., Als der Thurm dcs Rathhauses mit der Seigerschelle heruntersiiirzte, war der Schrek- ken allgemein und alle Fassung verloxen. Die Akten sind zum gro: ßen Theil gerettet, das Archiv scheint es. koch sind wir lange nicht außer Gefahr für den Rest unserer Stadt: man ist zu er'- schöpft, um den aus den rauchenden Trummern schia endcn Flammen gehörig Einhalt thun zu könncn, uut-er einigen agen kann die Glut, die aus dem Innern der Gebaude schlägt, schwerlich ge- dämpft werden. Ein Glüch für uns noah, daß der Thurm der schönen Hauptkirche nicht von den Flammen errxicht wurde; ob: leich es schon in der Nähe der Wohnungdes Thurmers ILIUWMk akte. so hatte doch der Wind eine andere Richtung und schößk? ihn auf diese Art. Das Lessingsstift *) sieht; im GaUZc-n sind vom Feuer“, aber nicht vom Unglück, etivas über 100 Häuser vet"- schont geblieben. Leider haben wir auch mehrere Mcnsohcnieben zu be: klagen;Einige werden noch vermißt,"u'nkerAndet-cn sah ich eine80jäh: rige Frau, die jämmerléch aufder Straßeverbranntwar, als ste das haibvcrbrannte Kind ihres Wirthcs aus dem brennenden Hause getragen hatte. lieber 8000 Menschen sind obdachios! _ Ein grenzenloser Jammer, herrscht Überall! doch das Vei'ti'aum zu Gott und zu der Husse gucchei1sci)cn,_gi«-bt Muth. Indessen kann unser Ort, zum größten Theile Fabrikstadt, sich von dicscni furchtbaregi Schw (' des Schicksais schwerlich so bald erholen. Man [chaht den Wchaden an Grundwerkh :c. über eine Miliion, und war soll Kamenz, ein im Ganzen armer Ort, einen solchen Verlust ersetzen können? In alien Gärten, auf den benachbarten Dörfern, Sti'aßen,eFeldern bivouakirt man, überall begegnet man weinmden Muttern, trostlosen Vätern! Die Meisten bc: klagen dcn, gänzlichen Verlust ihrer Habe, zumal da die Keller uiid Gewölbe fast aUe eingestürzt und ausgebrannt sind, denn binnen emqr halben Stunde brannte (*I in alien Theilen der Stadt. Die Hiße des Tages (über “.'0 (Hkad) oder vielmehr die 'derselben folgende warme Nacht erlaubt uns zum Glück?, im Freien zu kampiren. Militair ist von Bausch eingerückt, um die gerettete Habe und die Ordnung schüßen zu helfen; Zelte folien von Dresden kommen, Lebensmittel treffen stündlich ein; hier- selbst hat sich ein Hülfscomité- gebildet.
_ _ Frankfurt a. Mk., 6. Aug. Die gestern in der St. Bartholomäus-Kirche dahier siattgchabte Trauer:Feieriichkeit fur den Herzog von Orleans kognte aufs neue bekunden, weiche allgemoine Theilnahme sein fruher Tod in allen Herzen er: zeugte; denn außer den Mitgliedern des diplomatischen Corps, des Senats, der hohen Civil- und Militair:Behörden, die in gro- ßer Uniform erschienen waren, hatte sich eine roße Wkenschcnzahl aus alien Ständen der BWohner unserer &eudt eingefunden. Die sehr gelungeneAufführung des Requiems von Mozart erhöhte nicht wenig die Würdc der Feier.
Unter den in den [eßtecm Tagen hiev-durchgekommenen Frein: den bemerken wir den Großh'erzogi.,_Bgdiskhcn Minisker des Aus: wärtigen, Freiherrn von Bkik'kersdorf,'"im'd den König!. Bayeri- schen Geheimen Rath, Herrn von Klknze, welche hier einen kur- zen Aufenthalt nahmen. Dcn Taunus: und den Rheinischcn Bä-
dxrn st'römen )'th durch unscre Stadt viele Fremden zu, welche slck spater meistens an den Nicdcr-Rhein begeben werden, den großen “Manövern beizuwohnen.
Die Barone 71. M. und Salomon von Rothschild reiscn heute Abend von hier über Brüssel nach Paris ab und werden bis gegen Ende d. M. daselbst verbleiben.
Von unserer Börse ist in diescr" Woche wenig zu sagen. Sie hat wieder eine große Fefiigkeit erlangt, und die Fonds gehen in die öhe. Die Speculation wird aber erst nach der Wahl des Prä (denten dcr Französischen Deputirten:Kammer reger werden, da fie gern eine Veranlassung zu Bcsorgnissen wahrnimmt und gcwissermaßen gern mit Besorgnissen kokettirt. Gesuchter waren in den letzteren Tagen die Oesterreichischen Fonds und von ihnen wiederum besonders die Bank:?icrien. Das Geld ist wieder ganz abondant, und bei" Diskonto sehr kaum ZI; pCt. _ Die Main: Dampfschifffahrt ändert fast täglich ihre Fahrten, ist aber nicht im Stande, auf den kurzen Strecken von hier nach Vkainz sich mit Erfolg geltend zu machen. Der Wassersiand ist unglaublich niedrig und die Construction der Böte, auch nicht die des „Lud: wig“, für solchen Waisersiand eingerichtet.
Oesterreich.
.die Trace vorerst ZEUShÖÖÜJk.
Wien, 4. Aug. Die Entscheidung des Kaisers in Bezug
7 auf die Traccn der nöi'dliohen und südlichcn Staatsbahn ist nun
_rfoigt. Dcr Bahnbau nach Pi'ag beginnt vvn Olmüß aus, und , ie Richtung läuft nach Littau, Neuschloß, Mügliß, Hohenstadt, Landskron, trifft bei Triebiß die Wassersäzeide und geht dann über Böhinisch:Trubau, Wildenschwert, durch das Thal des stil]en Adler nach Bi'andeis, Koßen, Hohenmauth, Paxdubilz, Przelauksch, Koliin, Auwall, Birchowiß nach Prag. Nur bis zu dieserHauptstadt isk . . Gegen Süden hin beginnt der Bahnbau vorlaufig von ?arzzuschlag, und die Richtung geht über Krieglach, Kindsberg und Bruck nach Größ.
.! Die Frequenz auf der Wien*-Raaber (oder vielmehr Wien:
Gloggniß) Eisenbahn betrug im Monat Juli an [80,000 Perso- nen, was wohl die KärksieEisenbahn-Frcqumz auf dem Kontinente isi. Bekanntlich beruhrt dicse Bahn die Vergnügungs:Orte Baden und Laxenburg, so wie die reizende, unter dem Namen „Brühl“ bekannte Gebirgsgegend.
Spanien.
Madrid, W.- Juli. Der FinanzZMinijker hat ein Dekret exlasscn, wodurch ,die unverzinsliche Schuld fur sämmtliche Ver: kaufe Vo_n Kloßergutet'n angenommen werden soll. Bisher War man bei Verkaufen dieser Art gcnöthige, 10 pCt. baar zu be: zahlen., Der Axt. 7. Yieses Deki'ets seßt aber fest, daß der Ver: kauf dieses Gebaude fur den ganzen Nominal:Werth in Papieren der unverzinslichxn Schuld und zwar in zwei Terminen gezahlt werden kann, namlich die eine Hälfte bei der Unterzeichnung des Kontrakts, die andere ein Jahr später. Die zu den Kloster- gebäude-1 gehörenden Gärten dürfen nicht mehr besonders verkauft werden, es sey denn, daß es ohne Bceinträchtigung des Verkaufs: preises geschehen könne,
*) Zum Gedächtniffe Lesfing's am 3. Januar 1826 eröffnet.
Türkei.
Konstantinopel, 20. Juli. (AZ.) Wenn es überhaupt zu einem Kriege gegen Persien kommt, so wird der An kiff anf zwei Seiten geschehen, nämlich von Bagdad und von ajazeth aus. Der Pascha von Et'zerum hat Befehl erhalten, das Kom- mando an der nördlichen Gränze zu übernehmen. Alle Truppen, die in Europa entbehrlich, werden den Weg nach Asien einschla- gen, cMan beabfichtigt, die Infanterie zu Wasser zu expediren; die Kavallerie wird ihren Marsch zu Land durch Kleinasien be- tverksteljigen. Die Garden smd bereits alle mobil gemacht und werden vieUeicht schon in der nächsten Woche insgesammtdie aupt-
stade verlassen haben. An den Pascha von Pkofful ist der efehl ergangen, mit 10,000 Mann zur Sktd-Armee zu stoßen, welche man auf 30 bis 40.000 Mann zu bringen hofft. Trotz aller die: ser aiiarmirenden Verfügungen der Pforte hoffen die hiesigen Di: piomaten und der größere Thcil des Publikums, daß es zu keinem förmlichen Kriege kommen werde.
Die Zusammenrottungcn an der Serbisch:Bulgarischen Gränze sind nicht durch die Zahl, wohl aber durch “die Tendenz beunruhi- gend. Es ist ein großer Fehler“, den die Pforte noch bitter bereuen
dürfte, daß sie namentlich in Nasa einen Aga hausen läßt, der als ein Chrißenfeind bekannt ist und durch seine Grausamkeiten * gegen die Rajahs eine traurige Berühmtheit unter den Osmanen , erlangt hat. ?Nan hat den früheren Pascha von dort entfernt, weil kl“, ein “Mann dm“ strengen Gerechtigkeit, keinen Unterschied machte zwischen Bekennet'n verschicdcner Religionen; man nannte , ihn hier einen Abtrünnigen, cinen Christen und opferte ihn dem , Fanatismus, um Linen unwürdigen Aga schalten zu lassen Über Leben und Eigenthum der unglücklichen Bulgaren. Inzwischen sind bis jest noch keine wichtigeren Ereignisse von Rissa gemeldet tvorden. Bei Philippopc'l hingegen smd einige Exzesse vorgekom- mcn, indem fick) die Bevölkerung gegen die m'ue RekrutenYiuöhe- bring aufiehnre; es sind zur Herstellung der Ruhe einige Truppen hingeschickt worden.
Die neue Deputation der Maroniten verläßt übermorgen die Quarantaine; sie tritt übriJens unter wenig günstigen Auspizien aus Land. Sir Stratford &anning hat leider, wie es heißt, so eben durch den Kommandanten des „Phönix“ neue Depeschen er- halten, die ihm in der Mai'onitischen Sache das bedächtigsie und freundschaftlichfie Verfahrcn gegen die Pforte zur" Pfiicht machen, was so vielihcißet. als die besagte Angelegenheit dei" Direction des Groß:Wesirs uberlassen. Abbé Neurad ist daher Willens, der Deputation den Rath zu ertheilen, fich nicht bei der Pforte so- gleich zu präsentiren, sondern auf eine bessere Zeit zu warten, da er theils von der Persischen Verwickelung eine Diversion erwar- tet, theils von den unlänsk durch den Britischen Botschafter bei dessen Hofe geschehenen Vorstellungen eine günsiige Wendung hof: fen zu dürfen glaubt. Auch dem „Phönix“, wie neulich der „The- tis“, ist die Durchfahrt durch den Heliespont nicht bewilligt wor- den, und der Capitain, der am 14tcn d. am Eingang der Dearda: ncijen eingetroffen war, sah fich genöthigk, auf das Franzofische
Dampfboot zu warten, um seine Reise nach Konstantinopel fort:
setzen zu können. Ostindien.
Bombay, 174. Juni. (Bombay Times.) Seit den leszten Berichten von der Indischen Gränze haben keine Weiteren Strcitkräfte irgend einer Art das Pendschab durchzogen; ebcn so Wenig find irgend bedeutende Truppen:Versiärkungen oder Kriegs: Zufuhren durch die Keiber:Pässe gekommen. Die Seils airen for'kwähi'end dcn Paß von Dschemxud bis Mi Ykesdschid fur die Englischen Tt'uppenzétge und Convois offen," se folien aber diesen mühsciigcn Dienst, in weichem jie seit April beschäftigt waren, im Laufe des Zum“ aufgeben onen. Daneben heißt es, die Efridis seyen in ihre Bergvesten zurück ekeht't und drohten aufs neue, uns das Gebirge zu verschließen. ine angemessene Abtheilung unserer Tl'Uppi'n ist zu Laipurah, etwa 40 Englische J,)Jeilen von Dschelia: labad iandabtvärts, stakionirt, um unsere Communication mit den Ebenen alzsl'i'i'i)ek erhalten zu hclfen. Die Hihe um Dschellalabad her ist sehr driick«;nd geworden, denn das Thermometer hielt sich dcn ggnzcn Tag uber" 85" R. im Schatten. Löcher, gegen zehn Fuß ins Gevicrte und vier Fuß tief, wurden fast überall unter de'" Zelten gegraben, um es den Leuten mdglich zu machen, der Hikze zu entgxhcn; abcr selbst da war sie noch dräckend (2 " R.). Die Staubsiurme, die den ganzen Monat hindurch vorherrschten, warenjeine gewaltige Plage. Die Truppen waren zur Zeit auf *? Rationen gefaßt“ d. h. gcgen früher erhöht, litten aber, als 79chWehe der_fruhcrcn Knappheit der Lebensmittel, viel an Diarrhöe, Sie waren noch nicht Vermö end getvesen, das von ihnen Ende Aprils gerade bei ihrem orrücken zu Pe- scbauer gelassene kaäck heraufzubek'ommen, und hatten auf dies? Weisejein paar Monate lang aus Mangel an Gezelten und Kleidung viel ausgestanden. Einmal hatte man beschlossen, eine Bcwegung nach Göndamöck zu machcn, eine Station am Aus-
gang dcr nach Kgbul fühkrenden Pässe, 2400 Fuß höher als Dschel- lalabad und 4616 Fuß uber der Nkecresfläche gelegen; allein ob- tvohl- nur einm 11-12 Stunden von den ge enwärtigen Kan- tonnirungen zu Dschel1alabad entfernt, fand es Ich doch, daß nicht genug Transportmittel beschafft Werden konnten, um das Heer auch nur _dicse kiirze Wegfirecke fortzubringcn. General Pollock hat nur 3300 Stuck Kameele bei fich; sein Corps würde, wegen des bekanntlich“ ]edem Heerzug in Indien anhängenden, fast zahl: losen, unNrmetdlichen Gefolges und Geschlepps von Dienern und Lagertroß, zum mandesten 10,000Stück zu irgend einem anhaltenden ?Narsch crforbern; mqn fand es aber unmöglich, zu Peschauer auch nui'.1000Stuck auf [ede Bedingung hin aufzutreiben. Man hat freiiich seit 1830 axis jenen Gegenden, die nie mehr als 5000 Stück zu irgcnd einer Zeießzu mcrkantilischen und miiitairischen Zwecken bedurften, nahe an -0,000 Stück Kameele gezogcn; 50,000 davon sind aber YT Grunbe gegangeii und keine mehr vorhanden, sie zu erscßen. is_jeßt ist noch kein Befehl zum Zurückziehen unserer Truppen publizirt wo_rden, aber man glaubtallgemein, sie würden sehr bald axis Afghanisiaen entferntWerden. Sie können aber auch in keiner Richtyng'vorrucken i_md weilen in der jest eingenomme- nen Steliung, inmittentagtäglichzunehmender und selbsijetzt schon dem Ansehen mich furchtbarer Gefahren, mit der Absicht, bessere Bedingungen beim Feinde durchzuseßen und von ihm die Aus: lieferizng der Gefangenen, über deren endliche Losgebung und ge: genwartig imnier yoxh gute und freundliche Behandlung kein Zweifel obwaitet, bei'eitWiYiger zu erlangen. Ein großer Vorrath kongre- vescher Raketen ist expreß von Delhi und Kemal für General Pollock's Gebrauch abgesendet worden; sie dürften ihm in der zweiten Woche Zuli's zukommen, wenn er nicht bis dahin schon nach Peschauer zurückgekehrt isi. Einmal hatte man geglaubt, Akbar Chan sey Wiljens, auf unsere Bedingungen einzugehen und seine Person unseren Händen anzuvertrauen; er is? aber, wenn er
den Gedanken je hatte, dem Anschein nach schneli ““d“" von “ m
ab ekommen. Capitain Mackenzie, einer der Gefangenen “Z' Fr“
bu , war, wie schon früher erzählt, am 25- 79", “' ““s““ “9