wird. Die Tumuituanten bringcn alle L'beiverfe und Fabriken zum Stilisiande mit Ausnahme der Kornmuhien, denen sie gesiat: tm, fortzuarbeiten. Zn_ der_Nähe unseres Lagers“ befindet sich eine Kirche, die gerade ]?ht m der Reparatur'begrtffen ist; eiiie Abtheilung der Tumultuanten zog duch dorthin. und zwang die Arbeiter, etwa dreißig an der Zahl, ihre Arbxit niederzulegen; „die Pfaffen“, sagten sie, „folien au-ch „etnmqi einen Feiertag hadert.“ Jm Uebrigen haben fie sich bis 1th ziemlich friedfertig gezeigt. Heute Abend um 7“ Uhr woiicn sie eine große ersammiung ha!- x:", vermuthiich um von ihren Führern Befehie iiber die mdrgen u unternehmrndcn Operationen zii erhaltep. Einige von t?nen Jaden in meiner Gegenwart geäußert, dak; bis zum Sonni: end weder iUYorkshire noch in Lanmshii'e auch nur eim- einzige Fabrik mehr in Arbeit seyn wird. Man muß sich daher auf Alira gefaßt warden. Cine ernste Kriss scheint bevorzusiehen.
Manchester, 13. Aug. (B. H.) Gestern haben sich die Auftritte der vorigen Tage wiederholt, die Arbeiter ziehen ncih im: mer in Schwärmen durch die Straßen, zwingcn die Fabrik: “.'ir: beiter, weiche wieder ihre Arbeit beginnen wollen, davon abzuste:
en. brcchen mitunter in die Bäckeriädm ein und werden nur wie ZNühe von dem Militair einigernmßcn im Zamne gehalten. (We:
stem fanden wieder mehrere große Versaimnlimgen der Arbeiter statt; in einer derselben, Welche dic sogcnanntcn Abgeordneten in Sherwood Znn hielten, wurde geradezu bi'sciiioxsen, dichwc-gung nicht eher aufzugeben, als bis die sogenannte VoiksÉharre zum Landesgeseh geworden sey. Der (“*uardian warnt davor, daß man hoffe, dureh Nachgiebigkeit dic iititci'di'ückung derlinruhen zu erlan en; man sey cht u nichts Anderem gelanZt, als zu der von den &hartisien-„Führern ,eargus O'Counor und „Anderen so lange an edroheen „heiligen Woche“, und was man vor fich sche, sey ui ts mehr und nichts weniger als die Znsurrcction. Nicht we- niger als 2801) Spezial:.Konsiabier sind in Manchcticr vereidigt. Die Theater find der Unruhen wegen gesch|osscm Dcr Zustand der Dinge in den nahe liegenden Orten, Oldham, Stockport,Sai: ford und Ashton isi dem von Manchester ganz analog.
Niederlande.
Amsterdam, 12. Aug. (L. A. Z.) Zkßk k-"iint man die Verfügung des Königs, wonach einige Theile der Hoiiändisci-en Armee die Benennung Limburgischcs Bundes:.iéoneingcnt annrh; men sollen. Ein Bataillon des 7ten Infanterie:Regiments, cine Eskadron des 4ten leichten Dragoner=Regimenrs und eine Com- pagnie des 1sien Artillerie-Regiments haben dicse Beßimniung cr: halten. Sie sollen, so Weit es möglich ist, durch Freiwiiiige, die aus Limburg gebürtig, rekrutirt werden. "2110 Brchgründe zu diesem Beschluss werden die Verhältnisse, in denen Limburg mit Ausschluß der Festungen Mastricht und Venioo zum Deuxschen Bunde siehe, und die Bundes-Beschiiisse, nach denen eine selbst- siäerßige Organisation des Bundes:Kontingenes nöthig sey, an- ge u rt.
Aus dem Haag, 18. Aug. Holländische Blätter widersprechen der in einigen Deutschen Zeitupgen enthaltenen Nach: richt, daß es die Schuld des Hoiiändischen Finanz:?)iinisieriums sey, wenn die Au8glrichung der Gcldfragcn zwischcn Hoiiand und Belgien nur langsam vorwärts schreite, indem daffcibepi'oßiici) mit neuen Forderungen herborgetreten. Die Unterhandiungcn ließen vielmehr einen günstigen Erfolg erwarten, und soiin diefer wider Erwarten nicht eintreten, so werde sich doch ergeben, daß Hannd durchaus ohne Schuld dabei,sey,
Deutsche Bundesstaaten.
München, 12. Aug. (A. 3.) Wie Wii" aus sicherer Quelle vernehmen, hat der Professor an der.f?önigi.2[k.1denxie der.!"éänsie, Jos. Schlotthauer, der Freund und Mirat'bcircr von Cornelius, in Verbindung mit dem bekannten Ober:Bi-rg: und SalinenMath, Professor ])aFuchI, eine neuei'irt zu malen erfunden, die in Be- zug auf äußerste Leichtigkeit, Eine!) der Farben, dann [irivei'än- deriichkeit und Unzerstörbarkeit der Malerei selbst “Lilies ubertref- fm soll, was bisher in Oel, 3] srsch und in Enkausiik nach der gewöhnlichen Wcise geleistet werden konnte.
Leipzig, 16. Aug. Der Bau:Bericht dcr Sächfisch:Baye- rischen Eisenbahn über den Monat Juli meist nach, daß die Erd- arbeiten auf der ersten Haupt:2[btheilung von Leipzig bis Altenburg (HKLM) Ellen = 53 Meilen betragcnd) nunmehr vöiiig vollendet find, und war die Bahn am Schlusse des Monats Juli bereits mit 44,750 laufenden Clien Schweiicn und Schienen belegt. Von den Kunsi-Arbeiten auf dieserEtrecke wurdcn neben mehreren an: deren auch die das Pleißen-Stromthal bei Connewiß überfü renden beiden Brücken, zusammen 670 Eilen lang, voiiendii, und sieht dasselbe von den übrigen Wenigen in kurzer Zeit zu erwarten. Die Banken auf den beiden Bahnhöfen in Leipzig und Aitenburg wurden kräfti gefördert. Sämmtiiciye zum Betriebe zunächst nöthigen Gebaude find theils in Angriff genommen, theils schrei: ten solche ihrerbaldigen Vollendung entgegen. Inzwischen nehmen die Erdarbeiten auf der zweiten Haupt-Abtheilung (vonAltenburg bis Crimmißscbau) ihren raschen Fortgang, während man Weiter hinauf nach Plauen zu fortwährend miiNivcliemrnts und Terrain- Unterfuchungen beschäftigt isi. Die Zahl der Arbeiter auf der ganzen Bahn belief sich auf 8.560 Mann.
Jena, 7. Aug. (A. Z.) Der Bentincksche Ei'bscbafcssreit hat. (eme Endschaft noch nicht erreicht. Ur. Tabor, Anwalt des Klagers, legte Proxesiation gegen den Spruch der Zeimschen ZurißemFakUltat eu), weit derselbe durch die Kasseler Allg.
LUUUI und "“ck ihr durch andere Blätter veröffentlichtworden, bevor ihn das QberAppeUationSgericht in Oldenburg eröffnet habe, wodurch der Spruch die Rechtßgöltigkrit Verloren. Es wurde aber bekannt, aus welchem Weg die Partei zur Kenntniß des Urtels gelangt und waruzn dasselbe u frühzeitig veröffentlicht worden. Oberst „Dentinck ging daher e renhasterweise auf die Protestation nicht ein uns hat das ihm Zusändige Rechtsmittel der Revision er kiffen. Der Beisi er der akultat, welcher das Amtsgeheimniß notorisch verraihen, ! bereits seinerFunctionen enthoben; da aber noch ni e ermittelt, ob Bestechungen dabei gewaltet, so war das Weima che Kriminalfgüericht vor einigen Tagen hier, die Unter: suchung hierüber zu hren.
Karlörnhe, 13. Aug. (Qberd. 3.) Ab eordneten- : mer; fortgeseßte Diskusson über das Budget dZS MinisterßxnnIs des Innern. Bei dem Titel „Pensions: und Hüifg-Fondz du.
challehrer“ weist der Ab eordnete Zittel nach, welcher Nach- t l für die Schulen, die emeindm und Schullehrer selbst dar: aus hervorgeht, daß so viele diensiuntaugiiche Schullekrer nicht penffonirt werden können, und beantrat eine Erhö ung des Pensions :Fonds auf den wirklichen edarf. Dieser Un- trag von mehreren Seiten unterftüht, wird hauptsächlich durez Herrn von Zßsiein bekämpft, und hierauf durch
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Stimmen-Mehrheit verworfen; ein anderer Amro des Ab eo : neten Zittel dase eu„ eine Summe zur Unterstihug von Zinti:- Lxhrern in_ Kran eiten und zur Vergütung von &“sekoskm für dieselben in das Budget aufzunehmen, wird von der Kam- mer angenommen. _ ierauf folgt wischen den Herren Das- sermann, Pla und ander eine rdrterung über den Zu: stand, der hö eren Bürger : Schulen; Herr Sander fin- der in denselben“, so wie sie jest grdßtemheiis find, eine mißlungene “Vereinigung des Realismus und Humanismus (wogegen die Herren Maß und Poffelt den jetzigen u- ftbydberthetdeigm), und siclit den Antrag, die Regierung m ge diejkmch Biirgerschulen bezeichnen, aus welchen ein Uebertritt der Zoglmge m die polytechnische Schule ohne besonderes Examen stattfinden könne, weleher Antrag angenommen wird. - Herr Sander beklagt sich über die beschränkten Zuschüsse für die po- |ytcchnesche Schule, und äußert mehrfache Wünsche in Beziehung auf don linterricxt. Herr Welcker wünscht, daß die Turn-An: stalten me'hr brgunsiige und allgemeiner ein eführtwerden. - Bei der Positioy fur das wanZielische Prediger: eminar in Heidelberg veranlaßt. ein Antrag des bg. Zittel, es möge die für diese An: sialt bewiliigte Summe, so weit sie nicht für laufende AUSgaben bestimmt ist, ansqeseßt bleiben, bis fich die Generai:Synode über die Eipi-ickxtung des Instituts ausgesprochen habe, eine [im ere DEBEKA g.)? i:")clfhel' bbesonders die Abg. Züliig, Sander, Z eeel _nm «er e nt ei ne,men, und in deren oi e “ener die Budgethommisfion gewiesen wird. F 9 1 Antrag an Der RegierunZzÉommissair, Ministerial-Rath Kühlenthal, [ka cim" (Yieseß:&ntwurf über die Erhebung der Steuern im Dionat “September vor. Herr von Zhsiein [ank- daß Ms? V0!"- [age zii frühzeitig sry, weil das allgemeine inanzgesetz in diesem Monat noch zu Stande kommen werde. - Der Präsident des I.)?inisieriumo des Innern zeigt an. daß Se. König!. Hoheit der Großherzog den Schiuß des Landtages zu Ende des Monats beabsichtige.
Frankfurt a. M., 18. Aug. (Frankf. 3.) Gestern wurde in Gegenwart der Bürgermeister und der Deputirten des Bauamtes eine Probc:Beleuchtung mit dem neurrfundencn Son: nengaö angestellt. Die Resultate waren entschieden günsiiY, und das produÉt'ce Licht übertraf an Klarheit und Heile die &rwar: tung der „eschaurr. Da dies Gas weit billiger, als alle ande: ren Gasarken seyn und noch außerdem manche Vortheile bieten soll, so wäre es, wofern die Erfindung im Großen sich bewährt, sehr zu wünschen, daß sie die verdiente Beachtung und Unter: siuhung von Seiten der Behörden finden möge.
Altona, 16. Aug. Die Stände:Zeitun bringt die Abstimmung über die Proposition des Ober erichts: dvokats Ldck wegen Oeffentlichkeit der Stände-Versammiungen und die dazu von Zusi rat Klenze und Obergerichts-Advokat Tiedemann ge- stellten besYchr nkenden Amendemmtö, welche in der “.'-Men Sitzun vom 4. August erfolgte, nachdem die Schlußberathung, die duch 5 Nummern der Zeitung geht, bereits in der früxeren begonnen hatte. Das Präsidium leitete nach vorgängiger „arlegun der Ordnung, in welcher es die Proposition und die gestellten mm- dcmonts zur Abstimmung bringen werde, und wogegen von der Versammlung nichts zu erinnern efunden ward, di elbe der: gestalt ein , daß 1) über die Frage , ob die ersam : lun iiberhaupt auf die Gestattung der Oeffentlichkeit d _ St nde:Versammtung bei Sr. Majestät dem Könige antragén wolle, abgestimmt ward, wékches mit 33 Stimmen gegen 12 an- genommen wurde, und sodann 2) über die Frage, ob die Ver- sammlung darauf anti'agen wolle, daß die Oeffentlichkeit der Srändr:Versammiung gestartet Und als Regel angenommen wer; den mögi', unter Vorbehalt solcher Modifikationen und Ausnah- men, als die Versammlung nothwendig und angemessen erachten werde (nach der Proposition des O. G. A. Löck), welche mit 32 Stimmen gcgen 1:3 bejaht wurde; worauf 3) ur Abstimmung dersiclic ward: ob den Redactruren öffentlicher iäktcr Gelegen: heit zu geben, die Verhandlungen sofort bekannt umachen (worauf Lbck gleichfalls angctragen), welches mit 86 Wtimmen gegen 9 abgelehnt ward. Da durch diese Absiimmungen zugleich das Amendement des Zusiizraths Klenze (der darauf angetra en hatte, daß die *).)?odificationen und Ausnahmen von der Oefsgi'ntlichkeit nicht, wie proponirt, dem Beschluß der Versammlung zu überlas- sen, sondern auf dem Wege der Gesehgebun durch ein Reglement bestimmt wi'rdcn folien, den Redactionen ö entlicher Blätter aber nicht zu gestatten sey, dieVerhandiungen sofortbckannt zu machen, sondern ei'si, nachdem die Stände:Zeitung sie bekannt Jemacht habe) erledigt war, so ward ferner zur Abstimmung versie t: 4) ob die Versammlung darauf aneragen wolle, daß in der Petition mit beantragt worde, daß der Präsident autorisirt werde, mittelst Kar- im so viele Zuhörer zuzulassen, als die Lokalität des jehigen oder künftigen Stä-xdesaaies es estatte §eine vom Obei'gerichts:?ldvokat Tiedemann vorgeschlagene ?Rodalitat), welches ebenfalls mit 36 gegen '.) Stimmen abgelehnt ward.
Unter den neuerdings in der Vcrsammlung angezeigten Pe- titionen ist eine des [)1'. P. von Kobbe in Raßeburg wegen Ab: schaffung der Todesstrafe in Holstein durch ein Gesch, und eine aus Wkeidorf Wegen Schutzes gegen den zunehmenden Haufirhan: bei auf dem Lande, über den auch von anderen Seiten, in der Art, wie er betrieben, in Flecken und Städten bittere Klage gdfi'ihi't wird.
Oesterreich.
Wien, 13. '.)luZ.K Die Wiener Ztg. enthält nachstehenden amtlichen Artikel in ezug auf die Staats-Eisenbahnm:
„Dic Vollziehung des Ailerbdcbiien Beschlusses, welchen Se. Ma- jrficit am 19. Dezember 1841 in Rucksicht des Baues von Staats- Eiscnbahneii zu affen gcrubien, hatte aus der Natur der Sache viele und scbwicrtge orberettun en zur ersten unmittelbaren Folge.
Diese Vorbereitun en ind nunmehr so weit entwickelt, daß noch im Laufe der zweiten Hälfte des Monats Au usi, oder spätestens in den rrsten Tagen des onats September 18 2, die Arbeiten des Un. lcrbaues in dex! beiden Richtungen gc cn Prag und gegen Triest be-
innen, und diese, so wie die zur Vo endun der Bahnen weiter er- oiéderlicheiz Arbeiten in gehöriger Aufeinander olge eifrig werden fort- e e t wer en. „
9 Eine der vorbcdingenden wichti sten Aufgaben war die genauere
Ausmiitelun der Traum wclche d : Bahnen ildischm den von Gr. .
Majestät fc gesieilten äußersien Punkten von Wien nach Prag und von Wien nach Trieü zu dnrchYebm haben. . Es waren hier vor Allem ie technikehen „Fragen uber die Mög- li keit, die relative Leichtigkeit die rclat ve Lmien-Länge , dann den Ze t- und Geld?“: and der Bauten zu untersuchen und zu lösen. Der Bau und etrieb der Schienenbahnen iii wesentlich von den Zuständen der Termine; bedingt. Manche Schwierigkeiten d elben „:I. r„“'" W" M ";" KM" "'i-i' „112911232 "i:“;- eurmoem'aneue , * “3, die man erreichen wia, in keine'm NW:: gen Verhältnisse eben
w rde inbar WRRLinie wird durch biekrsckxwerni e der Stei- "
Die s sungen an anderer *nur-Hindernisse viel ! ger als d : scheinbar
lange, und die Sicherheit und Leichti keit des Betriebes orau vorzugsweise ankbmmt, wird in dem Ei?: efibrdet, aks Lie Kismeßs kzizureicizeytder wird, die gegenwirkenden rakje der Natur zu brffegen er n et en. ie genauesien und uubefan enam Erbebun en waren on aus diesen Betrachtungen erforder ich. Es kam Zoch ein Um'iickeind hinzu, der nicht ohne Rücksicht elasen werden konnte. Richtig oder unrichtig aufgefaßte Privat-„ ntcressen, im Bunde mit oder- flächlichen Anschauungen und unzureichender Sachkenntniß, finden da Leichtigkeit, wo der Kenner unübersiei liebe Schwieri keiten wahrnimmt, bcurtbxilen tadelnd, was ihren ansehen wide bricht, und unterschätzen Koßen und Aufwand, sobald die eigenen Mittel dabei nicht in Anspruch cnommen werden. Man mußte darum bell beleuchten, was in sch aerndes Licht geüelit werden könnte.
Zum Bebufe der erforderlichen Erhebungen wurde die Linie von Wien nach der Sächsischen Gränze in wei Haupt-Sectionen, näm- lich von Wien bis Prag, und von rag bis an die Sächssche Gränze, _ xc'nc nach Triest in drei Haupt-Sectionen, nämlich von Yttätubis Grab, von Gräb bis Cini und von hier bis Triest ein-
Zur Untersuchung in jeder Section ia eine eigene Abtheilung bon technischen Individuen, in jener zwischen Wien und Prag find jcdbch drei, und in dcr Section zwischen Wien und Grad zwci Ab- theiiun en beordert worden.
Xe e Abtheilung bestand aus einem Cbcf/ zwci Ingenieurin, vier Ysfißenten und dem ndtbi cn Hülfs-Personale. .
Auf diese Weise wurden d c beiden Linien glcichzeittg durcb 56 :!“ denter'foäderiiMn tcchnischcn Kenntnissen nuögcrüßete Indivi-
um an er u t.
Sie waren mit umßändlichen Iusiruciioncn beibeilt; se tvurden überwachrdurch die Prüfun der von ihnen vorgelegten Rapporte, die se vertodiich „iu erfiaiten arten, und durch die vecsbniiche Nach- schau hdbcr qcsicmer Beamten. Ungeachtet ichon hierdurch für die grd tc Vcrläßliibkcit der Arbeiten Sorge getraßcn war, und obwohl es :ck) um dir Erhebung von Thatsachen ban cite, die nicht durch bloße Berryretbungen odcr beweislose Behauptungxn, sondern durch mathematische Berechnimgcn und genaue Pläne cruchtiich zu machen und darziifieUen sind, ist dennoch, um die größte Unbcfangenbcit zu sichern, dit besondere Anordnung getroffen worden, daß kein Indivi- duum, welches bei den schon aus einem früheren Anlaffe auf der Strecke zwischen Wien und Pra?) siattgcfundcnen Untersuchungen vcr- wendet wurde, zu den nunmehr urch die Staats-Vcrwaltung vorzu- nehmenden Erhebungen befiimmt werde. ' _
Die Richtun en, in welchen die verschiedencn Abtheilungcn dic Erhebungen zu :) egen batten-bezctchnete man zwar in den Jnüruc- ttqnen- allein es war ihnen hierdurch nicht untersagt, auch andere Richtungen zu untersuchen, in welchen fir die Führung eiiier Eisen:- babn wenn auch mit Schwierigkeiten, doch aber als misfubrbar er- kennen sollten. . , _-
Es Wurde hierüber auch die gcbdrtgc Rücksicht auf die Gesuche enommcn- dic inkwischcn cmgclan t waren, und um dieFuhrung dec taatsbahn m d eser oder jener o 1 ganz entge7engcfchtcn Ri rung
gebeten hatten. So kam es, dax manche Scct on in 0 bis 8 ici)- tungen untersucht, und somit die er Gegenüand auf das Voliiiändigßc- weit über das _Notbwrndigc hinaus, bis zur äußersim Gränze er- schöpft worden iii.
Wer en dem Falle iii, einen Blick auf die gelieferten Operatx, -- das Resultat von tausend und tausend Bere nungen, - auf die ablrcicben, mit Meiiicrscbaft ausgeführten Pl ne ziiwekfen, wtkd kms gere te Uribeii nicht vorenthalten kdnncn, daß diese Arbeit mit eben so v el Genauigkeit und Mciüerschaft als erschöpfender Volkslau- digkcit u Stande kedracht _worden ifi.
Au? der Grun lage dieter vorgelegten genauen und crschdvfenden tcchnif cn Erhcbungen und auf der Grundia e _der inzwischen mit Sorgsnt esanxmelten sialifiischen Daten, die " ibig _wnren, my auch in po itis er, industrieller, kommerzieller und strategisYer Beziehung die verschiedenen Bahnrichtungcn einer gegründeten rwägung un- terziehen, und gegen einander ver leichen zu können, haben nun Se. Majestät mit der Anerhdchficn ntschließung vom 3. Au usi 1842, die Anordnun zu erlasen gerubt, daß die Staatsi-Eisen ahn nach Prag iowohl [ ber Olmütz, als über Brünn cfübrt werde.
Die Bahn von Wien bis Praß wird da er bis Lundcnbizrg nur eine scon, von hier in divergiren cn Richtungen bis Oimuv und Brünn forilaufen, dicse divergirenden Richtunßcn _auf der einen Seite über MÜPW- Hobeniiadt, Landiikron un Triebiv, auf der anderen über B ansko, Zwickau und Körber - bis Bdbmisch-Trübau beibehalten, bier zusammcnireffcn und sodann in» einer Richtung über Wildcnschwcrt, Pardubiv, Kogib-Clbeteinib/ Ronin und Poczcr- nis, Prag erreichen. ' _
“"«n Beziehung auf dieBabn nacb Triest haben die eindringend- sicn untersuchungen erwiesen, daß, da jedenfaus_ die Noriichcn Alpen überschritten werden müffen, von allen verschiedenen „Uebxrgangs- vunktcn jcncr über den Semmering noch als der vortbcelhartcsic 1er die nach Tricfi zu erbaucnde Staatsbahn erscheint, obgleich die Schwierigkeiten, wclche fiel) von Glocßzniv bis Steinhaus nut eine Länge von 3 Meilen konzentrircn, bd bedeutend find. _
um Bebufc der Entscheidung, wie diese Schwierigkeiten über- wun cn werden sollen, sind weitere genaue Erhebungen erforderlich, die sci) noch im Zuge befinden. Die Haupt-Aufgabe wird bei der Uebersicigung des Semmering immer darin bestehen, eine_ solche Ein- richtung zu treffen, daß die Personen, undWaqren mtt aner Bc- schleunigun , Sicherheit und wo möglich mit Beibehaltung der von Wien und ricst abgechch Wßgcnkzvon der cinen Seite des Ber- es an die andere e ra t wer cn nnen. g Heim man jedogch die Resultate der erwäbnktn Erhebungen “b- warten wollen, wozu nothwendig dic gehörige Zeit egdnnt WWF" muß, die zur Ldsun einer so wichtigen und schw rkigtndAUf a e erforderlich ifi, so w rde der Bau der Bahn verzögert woräeti "":!“ Um dies zu vermeiden, wurde bcschloscnx die Bahn TW" "29on jenem Punkte aus zu be innen, von welchem die Lokomotizaxk' obne Anstand geführt wer cn kann, und durch dessén Wabl_au Nei? Entscheidung rückfichtlich der Ueberschrcitung des Semmering "
bcirrt wird. „
Dieser unkt isi Mür zuschln . VonMür zuschlag abwärts smd die Niveau: erhältniffe .?; bis 1671) nicht ungiknsit _- und se ?_crbens: sern sich gegen Bruck und Grad bis zu ., nnd „„/„, mit Zvi? "'ka“ ßreckcn von ck bis ,; . Einige Schwie gkeit bietet zwaxbailre fort- zontale Projection derWabn dar indem theils die in dazu ndM ziehendeHaupiüraße, theils der erpemirendz anf dekM 1“? “ Uk- tbeils endlich me rere vorspringende Berßru en und ,Ort chaften der re elmä"igen Fükrung der Trace mit er gneten, eineiLokomotivbahn enJspre enden Krümmungen entgegen eben,
Allein es ist gelun en , eine solche Trace auszumitieln , daß von Mürz uschlag bis GräZ, wcnige Stellen ausgenommen, die Bahn mit n cht bedeutenden 5 nuten ausgeführt werden kann, wobei zwar eine mchrmali e Uebersetzung der cnanntcn „küsse nothwendig isi, ohne daß jedo die Brückenbauten edr ko sri ! seyn iverdm.
Von Gräv bis Neudorf fällt die Ba 11 an ein beinahe ebenes Terrain. Die südlicheStaatsbaZn wird daher mit vorläusi er Ueber- gebung des Semmerin von M r uschlag na_ KriexÉach, artberg, Kapfenberg, Bruck, ernegg, Fro nierten, Fei rtv, ray und Neu-
dorf eübrt werben.
nien entsprechen zugleich an den großen Han- belrÉLZiFdary-Wn der nördlichen, nord- und s ddiilichen und süd- uchen Besandt eile der Monarchie (für sein der norbwefilichcn, wesilichen und adwealichen Besiandtbcile wird durch die Staats- bahnen egen ayern und durch das Lombardisch-Venetianische KbuigreiZ) Fesokgt werden) und sagen alien bdberen Staats-Jnter- c en gegen der dem Auslande zu, deren nähere Erörterung hier 11 cht am Piave isi.“
A Schweiz. Bern, 10. . S i B i. T . : d e l s : Ver h äl tniu se. ( Z Fiva; zsieetiit in )kurzkrgsJkIfun? ua,:lf
3», „WLAN; „. ., .
frühere Verträge die Motion: den Vorort zu beauftragen, daß er aus sachkundigen Männern eine Kommission besielie, welche diese Verhältnisse gründlich untersuche und allfällige Anträge an die Stände bringe, damit diese für die nächste Tagsatzung instruiren können. .Die meisten Gesandten sprechen sich kurz entweder hier- für oder für Erneuerung der Vollmachten des Vororts aus, nur einige sind in ihren Voten sehr aussi! riich, nämlichBaselskadt, das dir nachtLeiligm Fo! en eines ckußon-Gesehes schildert; nnr größere L nder und [Zlchß wo die Konsumenten im Verhält- niß zu den Produzenten stehen, können dies thun. Es wird da- bei ein freundlicher Blick auf Deutschland eworfen. Eine Unter- suchung, wie Zürich sie beantrage, glaubt aselsiadt, dürfte nur einseitige Resultate liefern, daher ur Erneuerung der Vollmachten deo Vororts. St. Gallen lick! ebenfalls ein sehr [an es Me- moire, worin dem Deutschen Zollverein unverbolen das ' ort gc- redet und die Vortheile hervorgehoben werden, die Deutschland bereits dadurch erreicht. Aber es sey an keine Verbindungkmie anderen Staaten zu denken, so lange im Innern noch die großee ZoU-Unordnung herrsche. Wa adt tritt als Veriheidiger der ckFam- dels-Znteressen der westlichen Schweiz auf, will nichts v_on Deutsch- land hören, kann jedoch dem Antrag Zürichs mit einigen Modi- ficationen beistimmen. Neuchatel wil] mchts von einem Schuß- zoli-Sysiem und eben so wenig vom Anschluß an einen anderen ZoU-Vrrband. Auf diese Weise dauerte die Sisting bis YIM 8 Uhr, wo der Antrag Zürichs “11, der auf Erneuerung der ol]: machten aber 19? St. erhielt.
Vereinigte Staaten von Nord-Amerika.
New-York, 25. Juli. Alle Zeitungen berichten überein- siimmend, daß die nordöstliche Gränzfrage ihrer baldigen „freund: schaftlichen Erledigung rasch enkgrgengehe. Der Washingtoner Korrespondent des hiesigen Journal of Commerce giebt un: term 23sim v. M. fol enden Bericht über den Stand derDinge: „Die Kommissarien Maine haben insofern in die zwiichen den Unterhändlern abgeschlossene Uebereinkunft gewiliigt, daß sie zugez ben, der Traktat folie dem Senat vorgelegt werden. Ich weiß indeß nicht, ob die Gewißheit vorhanden ist, daß die lieber: einkunft so annehmlich für Maine se n werde, um die sen Staat ur Begünstigung der Ratifxcation des Trakta- tes von eiten des Senates zu vermögen. Hoffentlich indeß wird Maine es geschehen lassen, daß der. Traktat ratifizirtwerde, mag es nun damit zufrieden seyn oder nicht, Die Linie, über die man fich geeinigt hat, ist bis zu dem kleinen See in derNähe des Ursprungs des Sk.Francis-Flusses dieselbe, welche der König von Holland anempfahl. Von da läuft sie "“ck dem [kidwe lichen Arm des St. Johns:Fiuffes hinab und schneidet ei- nen kreisen von etwa 101) Englische Meilen Länge und 12 Mei: ien Breite von unserem Gebiet ab. Dieser Gürtel Landes isi es, was wir aufgeben, obgleich der König von Holland in seiner Ent- scheidung uns dies Stück zusprach. Dafür aber folien wir die freie Schifffahrt auf dem St. Zobns-Fluß bekommen, jedoch ohne anderen Zugang dazu, als oberhalb der großen Fälle. Auch er- halten wir Rouse's Point am Champlain:Sce, einen Ort, auf Weichen in miiitairischer Hinsicht einiges Gewicht gelegt wird.“
Der National Zntelligancer, das offizielle Blatt, sagt unter demselben Datum: „Dem, was wir gestern hinsichtlich der Uebereinkunfc zwischen den Bevollmächtigten Großbritaniens und der Vereinigten Staaten und der Kommissarien von Maine über die Erledigung der so ianÖe'und lebhaft geführten Streitfrage in Betreff der nordösiiichen ranze sagten, können wir jetzt zu un- serer Freude hinzufugen, daß die Kommissarien des Staats Maine ebenfalis der Uebereinkunfk beigetreten find, und daß alles zu ciner befsrcizdigtetxskkxcn Ausgleichung dieses Streits Erforderliche nunmehr get ek ! .“
_ Man giaribt, die Central: Regierung werde Maine für seine bei der Vertheidigun des streitigen Geddes gehabtm Uknkosien ent- schädigen, und Ma achussetts folie 150111) Doliars fur den auf- zugebendrn, zu diesem Staate gehörenden Landstrich erhalten. Auch beißt es, daß der Trgktat, dessen Unterzeichnung nahe bevorsteht, die Erledigung _alier ubrigen Streitigkeiten, mit Ausnahme der Oregon-FraZe, u) fich schließen werde.
Die_Iiachrichtcn aus der Stadt Mexiko rcichen bis zum 18. Juni. _Der Präsident Santana hatte seinen GeburtstaZ dadurch gefeiert, daß er alle bei der Expedition nach Santafe gefangengeyommenen Amerikaner freigegeben, Unkel“ M' Bedinguug, daß sie die Todesstrafe treffen solle, wenn sie noch einmal mit bewaffneter Hand in Mexiko ergriffen würden.
Ostindien.
Bombay, 18. Juni. Der General-Gouverneur, Lord Cl: lenborough, hat die in Liliahabad eingegangenen neuesten Depeschen drr _Generale Poliock und Sale der Oeffentlichkeit übergeben. Der Bericht des General:Majors Poliock aus dem Lager beiDschcUa- lJbiid, vom 19. April, dient nur als Begleitschreiben zu der aus- fuhrliche11__§Oarie ung dex; Generai-Majors Sir Robert Sale, dcm ersien offiziellen krcnstucklzur Geschichte dcr höchsi denkwürdigen Waffenthat, welcbe als Episode des Krieges in ?lfghanisian eine ganz besondere Beachtung in Anspruch nimmt. Pollock's Depe- sche lautet, wie folY: _
„Ich-babe die hre, hterbxi ein.Schrcibcn vom Gcneral-Major Sale zu ubermiiieln, worin die Erctgmffe während der langen und Jefahrvolien Belagerung von Dschelialabad im einzelnen erzählt wer- en. Dic tap ere Haltung des Anführers und seiner an Zahl gerin- gen Heer-Abt eilung ist der Regierun schon Zu bekannt, als daß sie igeiner Anrühmung bedürfte; aber er?:“eulich st es mir dennoch, der Haiml zu seyn, durcb Welchen die vielfachen Prüfungxn dieser braven Krieger zur Keuntmß des General-Gouvcrneurs von Indien gelangen. Éch babe Gelegenheit gefunden, die Werke zu betrachten, welche zur
ertheidigung des Lagers durch Sir Robert Sale's unermüdliche Ynürengung zu Stande gckomnzen sind. Mein Staunen über deren wtärkc und AusdizhnunZl war nicht minder groß als meine Beivundc- rung der vortrefflichen . nfialten, welche ,in allen Beziehun cn müffcn getroffen worden seyn, indem ich, niich ciner fünsmonatli )en Umzim gelung und Belageruiz? durch wett überlegene Truvpenmacht, die Garnison in vortreffii ,cm Gesundhxitszusiayd, voll Muth, in tadel- lysex Mannszucht, wohl versehen mit Munition, endlich bereit und eifrigÉcfunden habe, aufzubrechen und nach Kabul vor urücken.“
, ir Robert Sale's Depesche geht sehr ins etaii. Der Eingang seines Berichte; aus Dschelialabad, vom 16. April, lautet folgendermaßen :
„Nachdem nun der Entsatz dieses Orts endlich bewirktwordcn iii durch den sieg affen Marsch der Armee untchcncrai-MmorPol- lock durch die e verpasse, erscheint es mir als Pflicht gegen die Truppen, Weiche 0 lange die Garnison von Dschelialabad gebildet baben, einen Bericht abzusiaitcn , der wenigßcns eine Idee geben kbnne von ihren Kämpfen mit dem eind sowohl, als von den Drang- sal"! und Entdebrun en , welche ie auszuhalten hatte.“ Es wird v“"! iurückgegan cn n der Erzählung bis zum30. Oktober 1841. An
e hatte nie mit seinem Corps auf demZuge, den er in Folge ter Befehle angetreten, Gundamuck erreicht. Hier war es, wo mnach wen enTa en dieKundezugin vonbem am:;„November "“kann Ausdruck? der Fnsurrcction in der auptfiadt ?! gbanisians. Dkk "abe liegende Gedanke, gleich nufzubrechenund nach abulzurück
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zu marschiren, ließ sei) nicht verwirklichen; dt; chrAbt einm a 300 Kranke, es fehlte an Kamulen zum l'“"Q'vortder Lx er-(Fexättéé schaffen, die Vorrätke an Muniiion waren an ureechcnd r Opera: tionen, die sich in d c Lein t ziehen konnten. Haber war zubesor en, die Af bauen dürften im ücken des Enßliscbcn Armengows Ds“ “__ lalabaé wr nehmen und in Asche lege"__o “' sklbü beseizt halten. So wurde bei [offen, ibm" kuvkkkunmm'" und von Gundamuck nach Dscheaalabad zu ziehen. Dies stick)“ zunächst m der Absicht, der von Kabul kommenden Armee cinen Anhaltvunktxzu sa„m, Am 12. November bei Dschcllalabad eingekxoffW fündxale die Feüungs», werke dicses Player; ganz ze-rfallcni1 glctcbzemg mit ihm im.. fen an 5000 A ghanen in der. Wegend, ett). Von diesen mußte man sich zuer bc'Freien; dies keichnh in einem Nassau am 14. November;„ als ich_ !A!!!“ der F? Ud wéedcr gesammelt hatte, wurde er bei einem zwetien Ausfall am 1- Dezember nochmals zer»- sprengt. Es fol t die Beichkttbung dkk ""ka Bcsiegung unendlicher Schwierigkeiten Zandhaft vet'folgten Maß“ “.*."- wrlcvc getroffen wur- den, um die Stadt und da; Lagkkczu b? Mich, Mundoorcath und Munition erejzuschaffm, Am 9. Januar wurde General Sale von den Afghanen-Häuvtlingen „aufgefol'dert/ itci), nach Inhalt der zu Kabulab escbloffenen Convention,illkRäUMlUka von DschcUalabnd in be- quemen. rwies das Begehren zurück, mußte überbaiddaraufénm13.30 nunr) die Nachricht vou dcm namenlosen Unqluck erfahrewwclchchdie Englischen Truppen auf dem Rückmarsch von Kabi]! durch dtcTZ'culoiiq; keit des" Feindes betroffen hatte. Da auch um eben diesc Zcit _FiiDstYkUnin- bad bekannt wurde, daß vier Regimenter, die aus „i)tndonnn nls Ssukkurs abgeschickt worden waren, sich genbthtgt gischen hatten, nacb Pischauer zuruch zit marscbircn, so wurde die «;.-Uniti] bci “Oscbclia labad_äußcrü krittich, Sale sagt:_,/Ich bäiic mtr vieUcicbt, während der cmd sich mt_t Mündern aufhielt, wenn auch nicbt obne scbwcrcn Ver usi, durch die K'eybcrpässe eincr! We _babncn können, blieb aber sch entschlossen , _auf jede Gefahr hin, iciiclialabad, dcn bedcutcnd: sixn Punkt tm Thal Ningrahar, drn Schlössl zum diilicbcn Afgha- nistan, so lange zu behaupten, ais ici) Ursnci) hatte, zu glauben, daß die Regierung cs Wunsche.“ Mit erneuetcm Muth wurden nun die Fcsimigswcrke noc!) versiärkt, m_!d cs gelang damit in dem Gradr/ daß man nch dcrHoffnung “bin ab, die Stadt voricdcm Anfall dcs Feindesgc- schertznlxaben; Dageicha es,dnß nm19.Fcbruarcin furchtbaresErdbc- bcn alle jo mubsani auLqucbaute Bruüwchren zerstörte, viele Bastio- tgn bcicbädigic, dic *kachthciuscr _cinsiürzie und cin Driticl dcr «mm M Trummer legte. „Es schmeckt“, bcmcrk't Sale, „nach romanbnftcr Uebertrcibungx isi aber eine nüchterne Thatsache, daß Dsclielialabad von da in _cmcheit von wcniq mrbi“ 01:7 vichocbcn durcb dolle hundert Erdstdßc tn Schrecken imd Bciiiirzmig gehalten wurde. ( Zu die!!! Erdbeben kam nun noii) das ?indrinqen dcr feind- ltchen Stl'citkrastC- Akbar Chan war am 21. Fcbrimr mit cinem starken T_ruvvcxt Corps vdr Dschtl1alabad crscickicnrn. dir? zum 1. Avril mußtc dtc erschöpfte Garnison fasi täqlicl) (5icfccl)le "Uk dkli„?lsqvniicn bestehen. Ihr hartnäckigrr Widerüand abcr ")"de "Uk Erfolg qckrönt und belohnt. Akbar Chan mußte zurück- wcichen, und General Pollock kam zum Entsatz herbei.
Inland.
“. Koln, 14 Aug. (Rhein. Z.) Die bereits vor einiger „Vik. m der Koinischen Zeitung iiiitgcthrilte Disiocation der Stab“? des Keen Armeecorps während der diesjährigen Herbstübung hqi eme Abänderung erlitten, indem Se. Excelicnz der komman- dirende General Herr von Thile, um der '.)iiierh'ocysien Intention r. Majestät des Königs in Bezug aus die beffere und zwi'ckmä: gere Unterbringung der fremden Offiziere, noch mehr zu ent: rechen, sein Haupt-Quartier von Euskirchxn nach chimBüileS: im verlegt, und fiir die übrigcn'Stäbe folgende [)(-stimmt hat: er Stab der 15ten Division kommt nach Cnchonheim, der ihren ach Keffcnich, der jsien ananterirrBrigade nach Essig, der chu ach Weidesheim, dei" Zim nach Rodenkirchen, der «im: nach Der: um!, der Reserve _nach Palmersheim, der *l-"xtpn Kay,:Brig. nach iamerdheim, der 16ten nach Schloß Boiheim (R!“edex“:EiVi-11ich). Foi- xndes isi die Eintheilung ber Manöverzcit: Den 29. Litigusi: Ein: ticken sämmtlicher Truppen des Iten Armee-Corps insLager und in die antonnements bei Euskirchen; den .';i), August Manöver im ausgr- dehnten Sinne; den Zlsiengroßi-Paradc; den1. September Ruhetag; den “Lien Feldmanövcr; danti-n Feldmanöver; den -1ten (Sonntag) Ruhe; den .*")ien große Parade odcr Mikanövcr im ausgedehnten Einnc. Vor Sr. Majefiät dein Könige bcide ?irmee:C0rps im Verein: am 6. Sepiembrr Frldmanövcr und Beziehen der Bi: vouacs; am 7ten daiscibe; ani RienRUhctag initVor'posten:[iebun: gen; am 9ten Feldman'ovcr; am iijien Feidmanövrr und Wieder: einrücken in das Lager und inge Canionnrments; am liten Ruhe: tag; am 12trn große Parade beidcr Armechrps; am [Iten treten sämmtliche Truppen den Rückmarsch an.
Vreölau, *15.“«)[ug. (Bresl. Ztg.) Zur Gcschichte der Rabbinats-Wirren in Breslau tragen wir nach, daß wiederum zwei Dokumente erschienen sind: „])-'. Geigrr's Ansprache an die Gemeinde“ und der „Zweite Bericht des Obcr:V0rsieher :Kolie: giums.“ [)r. Geiger wehrt die Vorwürfe, welche ihm in Absicht auf TkadikionNLrugnuug u. s. w. gemacht tvOrdc-n, mit scharfen Waffen_ab, und wiedrrhoit im Ganzcn, daß es keineswcgcs des summarischen Autodafö's über den Talmud bedürfe, um das, was nicht mehr Zeitgemäß, darin zu V?l"Wi'kfi'li. _ Das Gemeinde: Dokument ringt eine Menge neuer Ai'ienjii'icke, aus drnrn klar hervorgeht, daß, wie auch über das Verfahren“ wi: der den Ober : Rabbiner !(. Herrn Tiktin, die. Ansichten getheiit seyn mögen, Rechte, die er Viiidizii'ké, ih!" 111chk JUK“)!!- den. Wahrscheinlich sind das die lehren Schriftrn IWM"- „die in dieser Sache von den Parteien selbst aiisgingcn. Bci Et'ivah: "ung diescr Sachlage drr Rabbinaes=Wch--rcn isi die Mittheilung am rechten Orte, daß [)r. Geiger während dcs Hierscyns Sr. Excellenz des Herrn ?_??jnjsiers Éich0kn bci dcmsribet] zur Audienz gelassen wurde und sich einer sehr si'eundlichén Aufnahme zu ?r- freuen hatte.
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Das Gefeß iiber den Elementar-Unterricht in Belgien.
96-1- Brüssel, 12. Aug, _Die Diökussion des wichtigen seit 8 Jahren erwarteten Geseßes iiber den Eiementar:iinterricht hat seit dem Kren d. TN. in der RepräsenkantMKaMmer begonnen, sich aber bis jeßt hauptsächlich um diePrin ipien gedreht, nach welchen die verschiedenen in der Kammer repr sentirten Meinungen das Geseß beurtheiien. Die Noihwcndigkeit einer geseßlichrn Organi: sation ergiebt sich am einleuchtendsien aus dem siatisiisrhen Be- richte, welchen der Nkinisier des Innern über die 10jährige Periode des ElementarMntc-rricbts veröffentlicht hat. Es geht daraus her- vor, daß viele Gemeinden weder eine Gemeinde: noch eine Pri- vat-Schule bcsihen; unter den 2500 Gemeinden des Landes ha- ben 1290 kein ei snes Schulgebäude, F;"- haben keine Woh: nung fur den chuliehrer. Das Verhältniß der schul- besuchenden Jugend zur Bevölkerung des Landes ist wie 1 zu 9. Bei der Miiitair-Loosung von 1841 ergab sich
Von da an *
das traurige Resultat, daß z. B. in der Provinz Brabant die
Die katholische Partei antwortet, daß der
Halfte, in den Provinzen Antwerpen und Limburg '; der Rekru- ten weder lesen, noch schreiben konnten. Am verbreitetßen ifk der Schublintrrricht in Luxemburg und Namur, Seit der Revolution sind allerdings Fortschritte gemacht worden; die Zahl r Schalen hat sich vo_n 4050 bis auf 5190 vermehrt, allein es ißzu bemer- ken, daß dieß Vermehrung besonders auf Rechnung der Privat- und naxnentlich der geistlichen Schulen kömmt. Das Lehrer-Per- sbnal fur sämmtliche 5190 Clemencarschulen des Landes beträgt 5320 Lehrer und Lehrerinnen; unter diesen befanden sich aber 2300 Privat:Schuilehrer, die übrigen waren von der Gemeinde an eftelit oder wenigstens subfidiirt. Das durchschnittliche Gehalt (&.-cdulgeld embegrisfen) eines Schullehrers in den größeren Gemein- drn ist ungefähr 5211) Fr., das eines Land-Schuilehrers nur 850 bis 400 Fr., gewiß eine sehr geringe Summe in einem Staate, wo OY; deen thdeurer ais kin anderen Ländern ist.
o ringen nun die nterrichts-. ra e ist, oi ie un reiki die schwierigste, Weiche seit der RevolutiZn dgen Kai'bmisxrsi zur sLidsunZ vorgelegt wordenist. Viele wichtige Gesche smd seit der neuen Ord- nung der Dinge zur Ausführung gekommen; die Gemeinden und Provinzen sind neu organifirtworden, die politischen und Handels: Verhiiltnisse haben bedeutende Aenderungen erfahren, aiiein alie diese Lingc'iegendeitcn gehörten der ausschließlichen Wirksamkeit des Staaieo an. Bei dem vorliegenden Gesrße handelt es sich aber um enirO-tgamjaeion, wo zwi-i Mächte, welche die Constitution dem Prinz-pe nach absolut getrennt hat, zu einem für gemeinsam anerkannien „Werke zusammentrekm soiicn, ohne daß die eine oder andere die höhere M*achc seyn soli, welche bei ekwanigrr lieber- schrcitung die souvi-i'aine Entscheidung hätte. Die Kirche ist der Constitntion nach vomStaaie durchaus unabhängig, dieser besoldet freilich die Geistlichkeit, hat aber kcin Recht der Ernennung, Be- siariung odcr dcr Ober-Aufsichk. Ferner isi der Unterricht durch die Constitution vollkommen freigegeben, so daß Jedermann sich zuin Lchrer aufwerfen kann, ohne nöthig zu haben, irgend eine wissenschastiiche und tyoralische Garantie zu gcben; kein Diplom, kam „Zeugniß drr Befahigung isi erforderlich. Von dieser Freiheit, welche dieGeisiiichkeit bxsonders begründete, hat sie auch den aus: gcdchntesieq, Gebrauch gemacht. Vkit großem Eifer, der gewiß zu loben ware, wcnn er nicht das Monopol oder die Herrschaft im Unterricht bezweifle, hat sie vieleUnterrichtö-Anstalten der ver- schiedenen Gradi: gegründet; der mittlere Unterricht isi mit Aus- nahme der größeren Städte in ihre Hände gekommen; der Ele- mcntar:Unterrichc ist noch zu einem großen Theile eine Angele- genheit der Gemcindcn geblieben; allein das Besireben, die Ge- meinde:Schulen in geistliche Schulen umzuwandeln, ist sehr sicht: bar, zumal da die Gemeinden durch kein Geseh genöthigt sind, Schulen zu gründen und zu unterhalten.
Bei diesem vielfach verwickelten Zustande und dem “Mangel einer höheren Gesammtieitung des Unterricht:! ist es natürlich höchst schwierig, wenn nicht unmöglich, eine gute Organisation vorzunehmen. Die Hauptpunkte, worauf es bei der Diskussion des vorliegendrn Gesetzes ankdmmt, sind von dem Mimsek des Znncrn dahin angegeben: 1) Jede Gemeinde _foii verpflichtetseyn, Wenigstens eine Schule zu haben (diese kann jedoch eine Privat: schule seyn); *.!) jede Gemeinde hat die Verpflichtung, den arrxien Kindern unentgeltlich den Unterricht zu verschaffen; 3) der Ele: mentar:Unterricht soli nothwendig init der Religion und der M0: ral verbunden seyn; 4) der Staat hat die Verpflichtung, den Ge: mcinden, deren .Hi'ilquuelii-n zur alleinigen Bestreitung des linker: richts nicht hinreichend sind, durch Untersiößung zu Hülfe zu kommen. licber den rrsicn und [chien Punkt isi kein wirklicher Streit, ob- gleich von einigen der extremen katholischen Partsiangehörigcn De: putireen derGirunbsaß aufgesirlit worden iii, daß weder drr Staat noch dir Gemeinden sich um dcn Unkrrricht zu bekümmcrn haben, und dieser vicimchr den Privat:Personen oder Gesellschaften zu übcriassen sry. Es hat jedoch diese- Meinung in Bezug auf den Eiementawiinterricht wenig Ankiang gefunden. Die zwei Haupt: Fragen, worüber es sich bei dem vorliegenden Eeseße handelt, betreffen einrsrheiis den Einfluß, welchcr der Geistiichkeitauf diesen Unterrichteinzuräumen isi, und anderentheiis die Verpflichtung der armen ?(eitern, falis sie auf die GemeindeMntersiüßung für den Unirrricht ihrer Kinder Anspruch machen, diese in keine andere als die (cheindesckwle zu schicken, wenn eine solche besieht. Es sind über diesen zweiten Punkt, den wir sogleich besprechen wollen und der beim ersten ?lnblicke nicht so wichtig scheint, als er in der That isi, zwii Ansichten aufgestellt worden. Die Regierung be: sicht auf der angegebcncn Verpflichtung und glaubt dadurch nicht die Gewissens: und Aelrern:Rechte zu verleßen, da die arme Fa: milie immer die Freihcit i'chälr, ihre Kinder in die andere, etwa von Geisiicben geleitete Schule zu schicken und alsdann nur auf den Anspruch auf die Bezahlung der Unterrichts=Kosien von Seiten der Gemeinde zu verzichten. Die zweite Ansicht, welche von der Central:Section und de-
! ren Berichtsrstakkcr verrhridigk wird, will der Gemeinde die Ver: ,! pßichtung auferlegen, auch den Privat:?[nsialien je nacheder Zahl
der von ihnen unrrrrichteren Armenkinder eine UntersiuZun zu zahlen, Wenn die Riestern diesc Schulen vorziehen. Die nt chei: dung dieses Punktes wird, wie man behaupten darf, den Nußen des Janzen Grsrßrs bestiimncn. Die Zahl der Armenisi bekannt: lich uberall groß; wird nun eine Gemeinde gezwungen, nebenihrem Schuiiehrer noch eine zwcite Ansiait zu bezahlen, so wird sie, um sich keine dopprlte Koiien zu machen, in den weißen Fällen vor: ziehen, ihre Gemeinde:€chule eingehen zu lassen und es bei der an die, Privat:?[nstalt zu bezahlenden Unterstützung bewenden las: sen. Es k0nnte sogar geschehen, daß die Privat:?[nsialt ihr höher zu siehenekanie, als ihre eigene Schule. Nach einer Berechnung, welche fur Zur Hauptstadt gemacht ist, würde diese über 100,000 Fr. ?irinen:Cchuigcld„bezahlen müssen, eine Summe, welche ihr sammilickyr Schulen nicht kosteu. Die Regierung isi auch von der Wichtigkeit dieses Punktes volikonimen überzeugt, der Minister des Innern hüt slch stets entschieden darüber ausgesprochen und man darf-annchmm, dgß derselbe eher das ganze Gesch zurückzie- hen, als dir entgegengejeßke Verfügung der Königlichen Sanction vorlegen ward.
Der zweite Hauptpunkt berührt das Verhältniß von Staat und Kirche auf dem Gebiete des Eiementar:iinterrichts. Dem Gescß=Eniwurfe nach schließt dieser Unterricht nothwendig die Mo: ral und die Religion ein. Daraus ergiebt fich denn zugleich die Nothwmdigkeit der Intervention der Geistlichkeit. Nun kann aber der Staat nach drm constitutionelien Prinzipe keinen Geisi- ltchen zwingen, den religiösen Unterricht in einer öffentlichen Schuie zu geben oder ihn u überwachen; es bleibt ihm daher. um die Geistlickokeir zum urigen Beitritt zu bestimmen, kein an; deres Dkittei übrig, als iJr bedeutende Rechte auf die gan Lei- tung dcs Unterricht einzuräumen. Zu diesem Zwecke so mm der Staat jeder Schule die Unterstüzung entziébén- _weiche die in moraiischer und religiöser Hinschk vorgeschriebenen Bedingungen nicht erfüilt. Hier erhebt ffch aber viel! withd- tige Frage, welche Autorität darüber entschlidm so -* 0
Vom Schullehrer diese Bedingungen erfüllt sind oder MY.