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en, aber unter der Bedingun daß wir daselbst keine „bleibende H?herlajsung“ irgend einer Art Fegründm. „England kann uns also in Neufundland ganz ähnleche Schwieggkmm verursachen, wie wir ihm zu Portendic verursachten. Bet der bevorstehenden Verhandlung über diese Sache ward man ]enen Umstand durch- aus in Betracht ziehen mütsm, der auch der Opposnon nicht ent-
gehen kann.
= Paris, 16. Aug. Heu'te wird Herr Dupt'n seiner! Be: richt Namens der Kommisswn uber das Regenesclxafts-Gejeß xn der Kammer crskatten, der dann gedruckt und an sammmche Mtr- lieder vertheilt wird, so daß übermorgen die Debatte dgruher e innen kann. Man hat fich allseitig so weitdarubcr verstandtgc, daß dieselbe, ungeachtet der Einwürfe, Welche noch gegen das Ge- seh im Ganzen, egen das Prinzip oder einzelne Punkte desselben in der Kammer sgclbst von einigen Wenigen 9.7?!k911kdx'1'n vorgebracht ; werden können, doch nicht wohl" viel Zeit in „)(-ijpruch nehmen ] dürfte. Unmittelbar nachdem die bciden Kmpmer'n das Gcscß vd: tirt haben werden, sol] dic Prot'ogit'uns dertc_lbcn eintreten. Die ! Stellung des Kabinew ij? chr tvtaxdcx 17170"- so daß sxme Existcn mindestens bis zur Isslnkct':Ck1fion Isfiékl'k kkschkmk5 * denn Zei der noch zu erledigendcn Untersuchuyg uber -d|e_d|'.et ' Wahlen von Langles, Carpenrrasund Embrun ward allem 21n1chctn „ nach nicht viel herauskommm. * ' _ '
Die Bemühungen des [ey!gcn Kabmcts zu Pkadrad, s1ch_zu Frankreich wieder auf einen freundlichct'cn Fuß zu skeUen: smd , nicht vergeblich gewesen, und niemals smd so viele Bewmje von * dieffeiriger st'eundlichcr (Refinnung auf allen Pu'nkren dcr Gränze , gegeben worden, als in diesemAugenblickc, vor“,;uglich an der Lune , von Catalonien, wo die Franzöüscycn Truppen, RationalQZardcn und Douanicrs, mit den jenseitigen bci Verfolgung und Ausrot- tung der Banden zusammmwirken. So wurdc dte Bande Pla: ] nademunrs, des ersten Eieutenants Felip's so kt'äftég verfolgt, daß ; fie wirklich nicht mehr existirt. Sie hatte aus 6-1 Pkann beskan: den. Schon am 30.3110 hatte fie sich, nachdem fie von den Spani: ! schen Karabiniers von San Lorenzo de la Maga und WM) die ; erste Gränz:Kolonne unter dem Befehle dcs Capitains Rodles aufs hißigske verfolgt worden war, bei Nachtzeit nach Frankreich her: übergeßücheet, indem fie nach dem kleinen Weiler Torrens ihren Weg nahm. Der Posen von St. Laurens deCerdans fing drei der Flüchtlinge auf, aber das Gros der Bande pasfirte abwech: * selnd über die Grän e hin und zurück, geschützt und verstecktdurch die tiefen fast unzu nglichen Schluchten jener Gebirgsregion und durch die dichten Zßälder, in Welche nur" selten ein Mensch den Fuß seßt. Die Banden verfahren dabei, je nachdem ste von der einen oder anderen Seite fich mehr bedroht schon. Am 8. August fielen Planademunt, seine drei Brüder, sein Vertex" und sieben an- dere Individuen auf der Höhe des Pal in der Nähe von Sen: toga in die Hände der kleinen Französischen Garnison von la Muga. Am 5ten aber hatte der Maire von la Manske Anzeige erhalten, daß ein größerer Streifzug auf Spanischer Seite gegen die Bun- den unternommen Werden some, und die braveNationalgarde die- ser Gemeinde , so wie die in derselben stehende Truppen:?(bthei- lung rückten sogleich ane die äußerffe Gränze aus, um die jenseitigen Bewegungen zu unterstußm. Ungefähr eine halbe Stunde weitvon la
; dm'ung der Reform in England betrachtet wird. (Rcfählte und Freund von Pitt, “Fox, Sheridan und anderen be:
Magere fanden die Franzosen die Faction bivouak'irend in der Nähe eines kleinen Meiet'hofes; diese ergriff sogleich die Flucht, aber nicht ohne auf ihrem Rückzuge noch ein Gewehrfeuer zu un: terhalten, bis sie die Spanische Gränze wieder erreichte. Aber da fand se die Höhe von las Falgueras von den Mozos beseßt, wclche allenfalls eine Art Gendarmerie smd, und die sich bei Pla de las Selvas in einen Hinterhalt gelegt hatten. Die Bande sah sich so gezwungen, eine andere Richtung einzuschlagen. Endlich aber von den Franzöfischen Truppen und National-Garden, die ihr auf dem Fuße folgten, erreicht, mußte fie slch ergeben. Von-LI Mann entkamen mn" 1.5. Einer wurde im Kampfe erschossen. Die 29 andemn smd che in sicherem Gewahrsam zu Perpignan, wo auch die an den vorhergchenden Tagen gemachten (Yesangencn sich befinden. Man zählt darunter 14 K*arllstascheEx:!Qffiziet-e, nämlich 1 Kommandanten, 3 Pren1ier:Licutenanrs, 1 Scconchieutcnants, 1 Sergeant:Major, und 15 Gcmeinc. Man hat ihnen 27 Gewehre, 1 Trommel, 16 Ladestöcke und 3 Bajonette abgenommen. So wurde eine Bande von Räubern vernichtet, welche die beiderseitigen Gränzbewohner brandschahte und den Verkehr zwischen ihnen höchst
gefährlich gemacht hatte.
Großbritanien und Irland.
London, 16. Aug. Der Herzog von Sachser1:Koburg, der sich nach der Parlaments-Prorogation mit der Königin nach Schloß Windsor begeben hatte, kam gestern mit dem Erbprinzen und der Erbprinzesfin von Sachsen:Koburg von dort wieder in der Hauptstadt an. Die beiden leßteren hohen Personen reisten darauf von hier nach DOVer ab, um sich dort nach dem Konti- nent einzuschiffen, der Herzo aber besuchte die neuen Parla- men'txhäuser und den Reform-Zlub und kehrte dann nach Windsor zuru .
Dex Herzog von Wellington hat am 12ten das Ober-Kom- mando ubxr die Truppen, welches Lord Hill niedergeleZt, über- nommen, jedoch an eblich nur provisorisch. Definitiv wurde spä: ter, wie es heißt, Wir George Murray diesen Posten erhalten.
Die lehren Nachrichten aus Manchester find von gestern Abends
und lauten msofern günstig, als dieser Tag ohne gewaltsame Stö- rung der Ruhe vorübergegangen war, die Arbeiter zwar noch in Massen, aber nicht mehr auf tumultuarische Weise die Straßen durchzogen Und die Machinationen det" Chartisien, sie zu offenem Aufstande 979?" das Geseß zu bewegen, vorläufig wenigstensihren Zweck "?kfkhlk zu haben schienen; indesHn fürchtete man den heu- ÜIM Tag, Welches dex Jahrestag der orfälle von St. Peters: ßkld in Mancheéter nn Jahre 1819 ist. Alle Fabriken find im Stillstande- U; rigens hat die Regierung jeßt die kräfti sten Maßregeln ergriffen, um auf alle Fälle gefaßt zu seyn. Rn olge "9" Nachrichten aus Man_chester, welche am Sonnabend Morgens in London “"““an "W N,? Stadt in einzelnen Theilen als einer förmlichen Plünderung PkUsIegkbM darstetleen, so wie in Folge der Berichte, welche drei eigens zu diessmBehufevon Manchester "“ck London Zekommene Mit lieder des Stadtraths mittheilten wurde so, fortein abinetsrat ge alten,alsvessenResultatdieHofLZeitung- am Abend in einem upplemerext eine kräftige Proclamation der Köni- gin enthielt, in Welcher die Behorden aufgefordert werden, Alles darm; zu!“:kn- um die Urheber der Unruhen zu entdecken, und in welcher au
ie Entdeckun derselben zugleich eine Beiohnuu von g ekt wird. An erdem wurde sofort nach Woole derKYFi ge chickt, 150 Mann Artillerie mit 4 Geschützen auf der Eisenbahn nach Manchester abzusenden; unmittelbar _nach denselben ingen, ebenfalls auf der „Essenbahn, das Zee Batacllon der Garde: rena- diere und das von Portsmout eingetroffene 34ste Insanexxje-Re, iment nach Manche er ab. ls dee Grenadien fich bei der E1- enbahn in Custon- quare einfanden, rottete fich der Pöbel zu- sammen und riefen 1 nen zu, ste sollten stch erinnern, daß es ge- gen ihre Brüder ge e, was den kommandirenden Oberst veran-
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lain, die Ba'onette aufpflanzm zu !a tu, um sich Ba n u bre: chen. Aehn che Demonstrationen so m bei dem athzonntag von Woolwich aus erfolgten AbgaM einer zweiten Artillerie: Abthe-lung [kattgefunden haben. it Hülfe dieser Truppen hofft man, dee Ruhe in Manchester ndthi enfalls mit Gewalt auf: recht 3." erhalten, doch verhehlt man 1": nicht. daß dieselben zu dem uber MJ L_ancastershire verbreiteten Aufstande nur in schwachem er ltmsse stehen. In Leeds, Stockport, Maccleofield,
. Bury, Ashton, Oldham, überall ergießt fich die Arbeiterma e * gährend durch die Straßen, indeß ist es bis ,]e 1 doch nur !!)-n
Preston zum offenen Kampfe zwischen den Au hrern und den Truppen gekommen, welche Lehreren, nachdem ein Ober:Polizei- Beamter durch einen Steinwurf verwundet worden war, unter das Volk feuerten und 12 bis 15 ?ndividuen, zum Theil tödtlic-h verwgndetm. _Alle für den inländi chen Dienst bestimmten Trap; pesn m des „Hauptstadt haben Befehl, steh auf die erste ?in- zgkgc bereae zu halten. "im Allgemeinen lauten indessen dae heute eingegangenen Derichtc ünskiger, obschon die Erwartungen derjcmgen, wclche ho cn, daß bereits mit dem Anfange dieser Woche die meisten Arbeiter wieder an: k?ngen würden zu arbeiten, getäuscht worden sind. Man hält es fur wahrscheinlich, daß der Stilistand noch eine ganze Woche damm werde. Wie man indcß allgemein hört, widerstehen die
' ?lr'betrcr im Allgemeinen den Aufreizungen der Chartéskcn und an-
dem:" übelgcsmnren Agitakoren, welchc fie zu Gewattthärigkeiten aufzurcizcn suchen. In Manchester und Salford haben die Fa: brikankcn beschlossen, daß die dortigen Fabriken nicht ehcr wieder geöffnet werden solkcn, als bis die bisher" darin angcsfeur gewese- nen Arbeiter ihr Verlangen zu erkennen geben, wieder an ihre Arbeit zu gehen. In den T'opferei:Dis]rikrcn dauerte der Stil]:
Z skand in dcr" '.)[rbeit fort; indessen ist es dort noch zu keinen Ge:
waltthäeigkeitcn gekommen. Aus Schottland wird gemeldet, daß auch dort die “.)[t'bcxitcr immer noch mäßig gehen und ihre Nah- rung auf den Kartoffelscldern suchen.
Kükzlich starb zu Limin eon im Wsken Lebensjahre der älteste Reformcr Englands, John QFrost, Secretair und Begründer der korx'cspondirendcn GescUschaft, Welche als der" erste Verein zur För- Er war der
rühmren ?Nänncrn jener Zeit. Nur mitMühe entging er in den neunziger" Jahren dem Pranger und später der Verurtheilung Wegen Hochverraths.
Nachrichten aus Ncw-Pork vvm 80. Juli bkftätigen die früheren hinsichtlich des Abschlusses einer Pt'äliminar:1Lebereinkunft zur Besiimmun dcr norddslichen Gränzlinie. Einige fürchten ln: deß, daß der «mat der Vereinigten Staaten die Genehmigung derselben verweigern möchte.
Aus Rio:Zaneiro wird unterm “114.3uni gemeldet, daß der Aufruhr in den südlichen Provin en Bkafiliens um fich greift, und daß diese Provinzen, wo die Znsurgentcn die Sklaven mit zur Hülfe nehmen, wahrscheinlich für die Kaiserliche Regierung verloren gehen würden. In San Paulo dauerte der Aufstand fort, und zu Barbareni in der Provinz Minas waren neue Un- ruhen ausgcbrochen.
Das Dampfschiff „Teviot“ bringe Nachrichten aus Vera: Cruz vom '1. und aus Havana vom 14. Juli. Die Texiani: sci)? Blokade dcr Mexikanischen Häfen scheint ausgegeben zu seyn. Guatimala hat sich den Forderungen des Britischen Admirals Adam gefügt.
Das Wetter ist -in England der Aerndte fortwährend gün- skig, und Weizen war gcstern 1 bis 2 Sh. billiger zu haben, als vor acht Tagen.
An der Londoner Kornbörse macht das Faljiffement eines Herrn Baker mit 200000 Pfd. bedeutendes Aufsehen.
London, 17. Aug. (B. «H.) Die Hof:Zcitt-ng zeigt nun offizicll an, daß dieKömgi-x den Herzog voanllington zum Oder:?Bx-fchlshabet' aUct'Landtm-ppen in Gt'oßbt'icanicn und Irland ernannt hat.
Die lehren Nachrichten aus Manchester gehen bis gestern früh 1134; Uhr. Bis dahin war noch keine Ruhestörung wieder vorgefallen, doch fürchtete man für den Nachmittag, wo Feargus O'C0nnor den Grundstein zu einem Monumente für Hunt le en wil]: Der Chef der Polizei, Sir Charles Shaw, soll Beehl
„ haben, die Arbeiter bci dieser Gelegenheit auseinanderzutrciben.
ck London, “16. Aug. Die Bewegung unter den Arbeitern hat einen viel friedlicheren Charakter angenommen, als man be- fürchtet hatte. Zu Manchefter scheinen dieselben im ganzen gc- neigt, zur Arbeit, der fie so gewaltsam entrissen worden, zurückzu- kehren, und nur die Fabrikhert'en selbs? sollen Schuld seyn, daß es och nicht geschchen ist. Dsnn Mehrere meinten, daß es, so lange icht eine Macht da wäre, alle Fabriken zugleich zu beschützen, icht rathsam sey, die Arbeiter aufs neue anfangen zu lassen; die
uhesörer würden alsdann Gelegenheit finden, einer oder der an: deren wieder Einhalt zu thun, wobei ein Widerstand, der nicht durchgeführt werden konnte, nur zu größeren Gewaltthätigkeiten und jeder Triumph nurzu Weiteren Unternehmungen führen müßte. Inzwischen haben die meisten ihren wohlgeffnnten Arbeitern wäh- rend der erzwungenen Muße Vot'schüsse gemacht, welche dieselben verhindert haben, sich zu den Mißvergnügten zu schlagen. Da nun auch inzwischen eine Militairmacht zusammengebracht worden, welche den Znsurgenten alle Lust benehmen muß, etwas weiteres in jener Stadt zu wagen, so wird wahrscheinlich heute oder morgen schon aljco ins vorige Geleise zurückgebraM werden. Obgleich aber der Ansfoß von außen her gekommen war", so wird doch das Beispiel dieses Hauptortes auf die ganze Umgebung wirken und hoffentlich die Ruhe überall wieder hxrgestellt werden.
Die Regierung hat fich sehr thättg bewiesen, und zum ersten- male für einen solchen Zweck slch der Eisenbahnen bedient, um aufs schnellste die beunruhigte Gegend m1t Truppen und G'schüb zu versorgen. Die Empörer, Welche dixses volrhet'gesehenl, hatten- zwar viel davon gesprochen, daß sie dte Schreyen aufreißen „ „, die Lokomotiven unbrauchbar machen wollten, ließen es abcré vi ein paar" einzelnen schwachen Versuchen bewenden -- ein schl n- der Beweis, daß es ihnen an eigentlicher Orgamsation fehlte, enn ihnen auch im Ganzen die von den Chartisken:Häuptekp schon "N' dreiIahrm angeregte Idee Von einer so enannten heiltgen Woche, wo alle Arbeit im ganzen Lande still ehm so"“, vorschweben mochte. Die einzelnen Begeben eiten, wie sie sich an den verschie- denen Orten ere!“ net, finden ie in unseren Zeitungen mit emer fast lächerlichen reite erzählt. Die wichtigste darunter 11! die Zerstreuung des Pöbels u Preston durch Flintenschüsst, wodurch ein Mann auf der Ste e getbdtet und 4 tddtil verwundet wor- den. Dieses Verfahren wird natürli , je ua der politischen Farbe, die es trägt, von jedem Zournq e anders beurtheilt. Auf jeden Fall aber muß es die Cm drer on einem efahrdrobkndkn Wahn zurückgebracht haben, da die rappen nl auf fie fck“-
ßen vv rden. Scl unter dem hiess en Gefindel, welches am Sonnabend Abend bk“ dem hiesigen Bahnhof der London: und
„licher Verbesserung der Militair-Beklewung- den schon oftge
Birminghamer Eisenbahn versammelt war. um die reitende Artil- lerie, wel e von Woolwicb nach “Manchesker esch1ckt wurde, ab: ge en zu ehm. hörte man die Behauptung äufig wiederholen: la t ste nur hinfahren, die schteßen doch nicht auf ihre verhun ern- dm Landsleute. Da unsere Soldaten aus dem niedri sten Löbe! "knit“? MM!!- so ließ "1: freilich nicht sagen, wel e Sympa: thieen zwischen diesen und 1 ren ehemalißen Kameraden herrschen mochtey. Zest ist aber wohl daruber kein Zweifel mehr. Auch 01 das_Verfahxm der Empdrer bisher von der Art ge: mesm, daß jeder mehr unmittetbar Bethciligte dasselbe nur mltUnwillen betrachten konnte. „d'air p["äJ i.; :; jewel“ ist ein Grundsaß, den der gemeinste Engländer nicht nur im MUnde fuhrt, sondern auch oft im Augenblicke der höchsten Leidenschaft in seme_m Berra en waltey Zäßt. Daß Leute einen Herrn verlassen, der ahnen (111 eine. unbaUtge Weise von ihrem wohlverdienten Lohn abzwqcken wall, halt Zeder für recht; eben so würde er es nur gutheaßen, wenn zur Erreichung ihres Zweckes se Andere zu berc: den waffen, ebenfalls ausxuereten. Daher scheint mir das VEt'fa = ren der ausZetretcnen Kohlengräbcr von Staffordshire, indem Ye auf dem che der Uebcrrcdung die Bergleute in WKWÖCksh'k? und Yeicestersyire zu einem ähnlichen Austritt beweZen, um so I?- fährltcher, zumal dg ohne Kohlen alle anderen Fabri en und Hand: Wkkk? smschen mussen. Aber die T rannei und Gewaltthärigkci: ten, worunter auch das gewaltsame egnehmen von Lebensmit- teln aus den _Läden unschuldiger Bäcker und Krämer, müßte ihnen bald alles Mttgxfühl selbst unt'er ihres Gleichen entziehen und die Masse der Arbcuer auf die Seite der Brodherren treiben.
Inzwischen fahren die Zeitungen fort, jede nach ihrer Weise, den Grund für diese Begebenheiten aufzusuchen. Obgleich die Bewegung fortwährend gegen die Fabrikanten gerichtet ist, und diese am Meisten darunter leiden und ihr Eigenthum stündlich von den größten Gefahren bedroht ist, bestehen die ministeriellen Blät: ter doch darauf, daß die Anti-corn:law:league die Anregerjn da: von gewesen. Die Times hat sogar bisher keinen Anstand gc: nonxmen, dix Nachrichten von dem Aufstand mit dickem Namen Y Uberschretben; 'cdoch nic'ht ohne, im Widerspruch mit dieser * ehauptung, den ortheil fur ihr besonderes Steckenpferd daraus zu ziehen, daß fie denselben auch dem neuen Armenwesen u: schreibt. Die Chartisten find zwar von allen politischen Parkekm ailcin thätig, die Be ebenheit zum Vortheil ihrer eigenen Chimäre zu wenden; dennoch ahren dle Tim e s und andere Blätter derselben Partei fort, auf eine unredliche Weise den Namen Anti:corn:law- league mic hineinzuziehen, wenn se von dem Tt'eiben dieser ver- zweifelten Menschen reden. Die League und ihre Agenten haben freilich seit ein paar Jahren heftig genug csprochm oder geschrie- ben, und besonders haben die Prediger:Dersammlungen, die fie veranlaßt, gar manches gesagt, Welches den Pöbel gegen die Ari: skokratie aufregen sollte. Bekanntlich abcr mußten die Chartistcn: Häupter dadurch, daß sie von der Ariskokratie noch heftiger, abxr am heftigsten gegen die Mittelklaffm sprachen, alle jene Boum: hungen zu vereiteln, und in allen Versammlungen, welche bei dem jesigen '[ufskande gehalten worden, scheint auch nicht einWort zu Gunsten von wohlfeilem Brod gesagt worden zu seyn. „Einen guten Tagclohn für eine Ta esarbcit“, oder „den Lohn von 174-101“. oder auch „die Charter“ is? der Inhalt aller Forderungen. Dae Morning Chronicle und andere Oppofitions:Zournale m'och: ten hingegen den Aufstand benahm, um Peel zu weiteren Er: mäßi ungen des Getraidczolls zu bewegen. Wohlfeileo Brot soll den rbeirern auf einmal Beschäftigung, hinreichenden Tagelohn, Zufriedenheit und Anhänglichkeit an die Verfassung geben. Der Morning Herald schreibt alles UW?“ dem fittlichen Verfall des Volkes zu, und meint, mit dem an neuer Kirchen würde alles ausgeglichen werdcn. Ohne Zweifel ist es wahr, daß seit Jahren die Arbeiter in den FabriYa'gc-nden allen üblen Einflüssen ausgescßt gewesen, daß verkehrte keuschen fich befiissen haben, ihnen aUe Achtung für das Höhere aus dem ckckan zu reißen; daß dabei die Whigs die Tories, und die Tories die 6196 als hM; lose Arisokraten und Feinde des Volks gcschildert, ihre Brodherrcn die ganze Aristokratie als sclbsksüchtige Tyrannen, und viele von diesen die Brodherren als gewissenslose Blutsauger und Bedrücker der Arbeiter dargeskellr, und hohe und niedere Gegner der neuen Armen:Vertvesung, Adel und Mittelklassen als die Tyrannen der Armen geschildcrthaben; und während dessen enrwederkeine GLN- lichkeit unter ihnen war, die mit ihnen von Liebe, Geduld tznd Hoffnung reden konnte, oder wo ste vorhanden, 17111111" bllkb- Aber Wer darf da die Schuld von sich ab, und auf semen Näch- skcn wälzen?
Belgien.
Brüssel, “15. Aug. Der Monixeur bel e_ veröffentlicht das Geseß, welches die am 16. Juli zwaschcn Be gten und Frank- reich abgeschlossene Handels:Ucbercinkunst genchmigt. Dasselbe lautet: ' '
„Leopold :c. Wir haben in gemeinschaftltcher Ucbereinßtmmung mit den Kammern dekrctirt und verordnen, was folgt: _Art. 1. Die am 16. Juli 1842 zu Paris zwischen Belgien und Frankreich untcrzetcly: nete Handels-Ucbcrcinkunft lü genehmth, um nach iprex Form u_nd ihrem cvnhalt vollzogen zu werden. xt. 2. Der Kdmg ka_nn nn k'cntcrc1c des“ Landes die durch den Arlgcl “.! besagter Uebercmkunift ßipulirten Verminderungcn auf andere «tanken aztsdehnen. Axt. 3. Gegenwärtiqes ches wird vom Tage nach sztncr Verkx'mdegun an verbindkichc Kraft haben. Gegeben zu Bruscl, am 1). Augu 1842.“
Deutsche Bundesfiaaten.
)( Dresden “19.21ug. Die in der Uniformirun unserm,- km??- namentlich ,mit der Kopfbedeckung beabfichtögtenAfoßÉndiesé
rungen fangen an, ins Werk ge st u werden. Der 2-11 1 “_
gemacht wvrden mit der Kop ede ung der reitenden rt ene,
Zzwelche anstatt 1 re:" bisherigen Cézakos unlängst kleine gelbe Blech:
ten at. Eine in desen Tagen “." gehaltene Revue
7:70? “L'lee ist zu vollkommener Zufriedenßett ausgefallen, da
neue Kopfbedeckung, welche man, dem Vernehmen nach, auch
" Infanterie zu geben beabschtigt, außer dem Vorzuge größerer
ti keit und größeren Schutzes gegen den Regen auoh noch dazu
, owohl dem einzelnen Manne als der ganzen Truppe em
[ nzenderes Aeußere zu verleihen. Ueberhaupt giebt das neuerer
eit in mehreren Deutschen Staaten erwachte Streben nach Zrkßnd-
u et':
ten Wünschen in Betreff elner umfassenderen Einheit und Ueber-
einstimmun in der inneren und äußeren Organisation der einzel: mn DeutscZen Bundes-Konringente wieder neues Leben.
KarlSrubks-k 12. Aug. (A. Z.) Aus der Feder des Staats-
rat s Nebenius 1 hier über dieFra : der Eisen-Zölle elueSchri t ers tenen, welche zwar, als „Manu ript“ gedruckt, vorer wo 1 nicht in den Buchhandel kommen wird, aber dessenungea ret na- türlich keinesweges zur'Geheimhaltung bestimmt ist. DerVerfasser spricht sch darin änzltch für die Interessen des Schußes derein- helmi chen Eisen- roduction aus. -- Die Badische Zeitungs: resse des berlandes hae fiel; mit dem 1. Juli um ein neues rgan
vermehrt, das unter dem Titel: Ober:Rheinische Zeitung u Freiburg im Breisgau erscheint. Zn Heidelberg ist zu [eicher Zeit ein neues Heidelberger Journal aufgetaucht. uchdie Mannheimer Abend-Zeitung, Welche in der [ehem Hälfte des vorigen Jahres gestiftet wurde, macht ihren Mitbewerbern eine zunehmend glücklichere Konkurrenz.
Kassel, 17. Aug. (Kass.,Z.) Heute Mittag um 11Z Uhr wurde die hiefigeStadt dur Feuerlärm erschreckt. In dem Hm- tergebäude des Prevotschen auses, neben dem Rathhause, brach bei der durch die anhaltende Hise hervorgebrachtm großen Dürre und Zändbarkeit alles Feuerfangenden em Brand aus, welcher jedoch durch die vereinten Anßrengungen und die zweckmäßige Verwendung der schnell herbei elchafften Lösch: _und Rettun s- Anstalten und anderer eifriger Zulfexbald bewältigt und geld cht wurde. Se. Hoheit der KurpriY und Mitregent tyar auf dte erste Nachricht des Brandes, in egleitung eines Adjutanten, in schnellem Ritt von Wilhelmshöhe herbcÉgeeilt, um die Lösch-An: stalten zu leiten. Bei der Eile, womit .Hoheit auf dae Brand- stätte ritt, stürzte das Pferd bei einer Wendung auf_ dem latkten ' fiasker, ohne daß zum größten Glück der Prinz eme er ebltche
erlehun erlitten, Se. Hoheit wurde von der zahlreich versam- mcklten AZenge mit freudigem und wiederholtem Lebehoch begrüßt.
SchWeiz.
Luzern, “10. Au . (Schweizer Bl.) Heute, am 50sten Jahrestag der GräuelZcenen in den Tuilerieen zu Paris, wurde zum Andenken an die damals in Vertheidigung Ludwig's )(Ul. gefallenen Schweizer in der Kapelle beim Löwen-Monument Trquer: Gottesdienst gehalten. Dieser 5010 Jahrestag war (1th mit emem besonderen Zufall verbunden. Frcmde und Einheumsche, welche den Löwenqarten besuchten, werden fich des alten freundhchen Gardisten Bühler erinnern, der in seiner alten Garde-meorm das Monument bewachte und es den Fremden zu erklgren ge: wohnt war. Dieser Gardisk wurde heute am 10. Atzgust, .';0 Jahre nach der Katastrophe in Paris, hier friedlich beerdagt.
Italien. .
Nom, 9. AUg. (A. 3.) In der lehren Woche find eimge außerordentliche Congregationen des heiligen Kollegiums versam- melt ewesen, in welchen mehrere sowohl den Staat als dieKirche betre ende Angele enheiten zur Verhandlun ekommen seyn sol: len; je weniger estimmtes darüber im u ltkum bekannt gc- worden, desto abenteuerlichere Gerüchte smd verbreitet. Nach der für diese Jahreszeit ungewöhnlichen Thätigkeit der Verwaltung zu urtheilen, stehen wir am Vorabend wichtiger Vorgänge. Als Gerücht, Welches übrigens der Bestätigung bedarf, sagt man, die Regierung beabfichtige, allen Sekularen im Staats-Sekretaytat anderweitige Anstellungen zu geben und ihre Posten durch Geist: liche aus derPrälatur zu besehen. „
Der in diesem Jahre erst zum Commandeur deer Romischen Rational-Garde ernannte Don Pompeo aus der fursilichen Fa- milie Gabriel" hat bereits seinen Abschied von dcesem Posten eln:
ereicht' es find deshalb dem Senator von Rom, Principe Otjfini, &orschläge gemacht, die Stelle als kommandirender General jener Garde wieder zu übernehmen, zumal die Gründe seines im vori: gen Jahre erfolgten Rücktrittes fich gehoben haben.
orgcstern Nacht wurden im Albanergebirge einige leichte Erdstdße verspürt.
Spanien.
_O Vtadrid, 9. Aug. Den Behörden von Catalonien schexnt die Vollmacht ertheilt worden zu seyn, keine andere Vor: schrtft als die ihrer eigenen Willkür zur Richeschnur ihres Ver: fahrens zu nehmen. Zurbano, nicht zufrieden, Sta*aß?"käUb“',so: wohl, als Leute, die ihnen, um ihr eigenes Leben zu retten, Lose: geld entrichten, kraft Standrechts erschießen zu lassen. hat nun: mchr befohlen, daß auch Contrebandjsken und deren Helfershelfer ohne Weitere:; auf der Stellt niedergemacht werden soUM- als ob es an Vorschriften fehle, Welche die den Sohmug lern zuzuerxken- nende Strafe festsehen. Unterdessen hat der eneral:Capttqin von Catalonien, Van Halen, einen ObUs-Léeutenant, einen Pkajor und 28Off1'ziere des Regiments Guadalajara kraft eines Mgchtspruches und ohne irgend eine Untersuchung anzustellen, kasfirt, "7?" sie, wie er in seinem Tagesbefehle vom Iten sagt, „durch eine öffentlicheHandlung erkennbare Beweise von ihrer Sympathie für die im vergangenen Oktober durch die Znsurgenten von Madrid und Pampelona auf- gestellten Grundsähe an den Tag elegt hätten.“ Das Verbrechen dieser Offiziere bestand darin, da fie mehrere ihrer Regiments- Kameraden, die gerade in Barcelona eingetroffen waren, u einem
emeinschafelichen Mahle einluden, das am 24sfen v. ., dem «Kamenstage der Königin Christine, stattfand. Die kasstrten Of- ßziere befinden sich gegenwärtig in Saragossa, ihr weiteres Schick- sal abwartend. Mehrere andere zur Besahung von Barcelona ge- hörende Offiziere smd in strenge Haft auf den Montjuich abge- führt worden. Unterdessen will hier Niemand mehr an Ver- schwörungen in ähnlichem Sinne wie die des vergangenen Oktobers glauben. Gerade Lest vcrdffcntjictzt die ReJcrung mehrereBriefe des in Frankreich efindlichen Generals O' onnell, die fich unter den dem ebenfalls ausgewanderten GeneralUrblskondo durch dessen Bedienten entwandten Papieren vorfanden.
Aus diesen Briefen, die jedoch einige für verfälscht halten, ergiebt fich, daß zwar die geflüchteten Theilnehmer des Oktober: thernehmens sach mit der Hoffnun schmeicheln, in Folge irgend exner durch die Fehler der Spanis en Regierung selbst herbeige- fuhrtxn neuen Kriss in ihr Vaterland zurückkehren zu können, zuglesch aber auch, daß es ihnen sowohl an Hülfsmitteln als auch am dem nothwendigen Anhaltspunkte fehle, um durch eigeneKräfke em dqhin abzixlendeö Unternehmen ausführen zu können. Die Spamsche Regierung unterhält in Paris und im südlichen Frank: reich m1t bedeutendemKostenaufwande eine Menge geheimer Agen- ten, welche nacht nur alle Bewegungen der Ausgewanderten sorg- fältig beobachten, sondern sjch auch bemühen, ste zu einem über: ealten Eindruch in Spanien zu verleiten, in dessen Fol e ste ihren ärgsten Funden in die Hände fallen würden. anessgen scheinen die Franzöfischen BeZörden auf diese Umtriebe aufmerksam gewvrden zu seyn. in ausgewanderter Oberst, Namens Laux, stellte fich vor kurzem in Bayonne ein, und suchte de dort bcsindlicYen Spanischen Flüchtlinge zu einem Einbruch in Navarra u berreden. Diese aber erkannten ihn für einen Agen- ten der adrider Regierung; er wurde verhqfket, und der Spa- nische Konsul verlangte dringend, im Gefängmß ohne Zeugen mit
m ?" sprechen, wodurch er freilich zu erkennen ab, daß er mit ihm m Einverskändniffe stehe. Der Bediente Ur tftondo's. wel- cher diesen zu ermorden versuchte, und dessen sämmtliche Papie're entwandte, und hier in die Hände des Ministers Gonzalez abne- sekke, hat eine bedeutende Geld-Summe zur Belohnung erhalten, und ist in Jrun bei dem Gränz-ZoU-Amt angestelltworden. Die- ser Wiensch ist überführt, vor zwei Jahren in der Gegend 'von Bilbao einen Landmann und dessen ohn ermordet, und emen
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Prie er gemißhandelt zu haben. Dae Todeoßrase war üb“. ihn ver n t, als er auswandern. '
an erfährt jest noch Mehrer“ Über dae Versucht, welche der Infant Don ?ranciöco und dessen Gemahlm ansiellte, um ihrem ältesten So ne die Neigun der Ungen-Königin zu ver: schaffen. Außer dem schon mv uten. ortralt, wem)“; dieser durch den Schreiblehrey Ventosa in etneroabatiZ-re zugeftellt wurde, spielte ihr der junge Prinz 1?le em Armband in die Hände, in welchem insgeheim einth seiner Haare angebracht wa: ren. Auch entdeckte man emen F eher, „den die Königin von der Mutter des Prinzen bei emem zufälligen Zusammentreffen jm Bum Retiro erhalten hatte, und auf welchem fich ein mit sym-
at eki cher Dinte gescht'iebeyer Brief vorfand_
p hu-xterdessen hat der semes Dienstes enxlaffene Schreiblehrer der Königin, Ventosa, für guet hefundeMseme an den Vormund gerichtete, die Erziehung der Kom lichen Kinder betreffende Klage: schrift durch den Druck zu verb entliehen, D'msex- Ventosa, von derKönigin Chrifiine aus der Verbannun? zuruckgerufen, und m-it dem Schreib:Unterr|cht ihrer Töchter *eauftrqgt, überhäuft m jener Schrift nicht nur die vertriebene KöniYin mn allen mbgltchen Schmähungen, und legt den bittersien Ha gegen fie an den Tag,
ment einen Brunnen.
inter diesen lehtmn bilden die Buden der Resauratcure und erkäufer jeder Art eine lange Linie. Nordwestlich des Lagers, dicht bei dem Dorfe Dertkum, liegt Uk
fÜr die Lagerzeit neuerbaute Bäckerei, in der tä [ich 5400 6pfün- dtge Brode gebacken werden. Für die Bedürfn se der Truppen-
und insbesondere für die Verpflegung, find die zweckdienlich m
Veranstaltungen getroffen, und nur der durch die anhaltmdeD cke
sondern bezeichnet ausdrücklich als die Aufgabe, welche er fich gestellt ;
abe, die junge Königin zu einer Revolutionairin,zu ciner wäthnden Feindin des ganzen Theiles der Nation, der nicht als Anhanger des glorreichen Pronunciamiento gelte, zu erziehen. Zn Erwägung dieser vortrefflichen Abficht wurde er, obgleich von der Königin: Regentin angestellt, doch von dem nenen Vommndc beibehalten, und erstjehr, da er mit begründeten, aberin unverschämtchprache vorgetragenen Klagen auftrat und fiel) in die Zntriguen des In: fanten Don , ranciSco mischte, entlassen. Uebrigens hat der VE:“: mund nicht fur gut befunden, auf die von der entlaysenen Ober: Hofmeisterin, Marquis!" von Belgida, erhobene Klage, daß die Königin und ihre Schwester im Palaste selbst auf höchsk unwür: dige Weise behandelt würden, zu antworten, wohl aber erklärt, daß, so lange er Vormund wäre, keine neue Ober:Hofmeisterin angestellt werden solle.
Portugal.
„Lissabon, '].kAlkg. Das Diario do Governo veröf- fentltcht fOlgendes K_onigliches Dekret:
„Vondem Wumchc geleitet, auÉdie kräftigüc Weise zur gän lé- chcn Vernachttxng dcs vcrruchten klavcnhandcls, den die cr en Mächtx (Yuropas hereitqs fj'xr Scxraub erklärt haben, bcizutragcn, und nur thnclzt qque-nc ahnlxche, tm Artikcl 15. des Vertrags, den Ick am 3th d. mtt Ihrer Majestät der Königin von Großvrttanicn ab-
eschloffcg, enthaltene feesrltchc Erklärun?, habe Ich nach Anhörung
ctncß Staatsraths Yeschloffcn, daß nl1e m Dekret vom 10. DMM-
bcr 1830 festgesetztlcn «trafew auf den Sklavenhandel, der in diesen
Kdntgrxnhcn und tn allen Metnen anderen Besitzungen für Seeraub er-
klärt ward, angewendet werden soUcn. Palast NZksüdaTcs“ 25. Juli 1842 „ _ . „ ie K nigin.“
(Ote'DttYerer1zen zw1schcn Spanten und Portugal scheinen fich frtedlech losen zu wollen.
Ueber die Tarif:Frage ist noch nichts entschieden.
Türkei.
Konstantinopel, 3. Aug. (L. A. Z.) Fürst Maurokor- datos hat der Pforte eine Antwortnoke auf das von ihr an ihn ericheete Memorandum überschickt. Fürst Maurokordatos be: ?chäftigt fich darin vorzüglich mit dem neu abzuschließenden Han: dels:Verrrag. Er meint erstens, daß Herr Zographos keine Voll: macht gehabt hätte, einen ähnlichen Hand'élch-rtrag wie den alten u?uschließen, und zweitens, daß, wenn dies selbst der Fall gemesen w re, ezimmer in der Macht des Königs stände, einen Vertrag, der zum Nachtheile seines Landes von einem Gesandten abgeschlossen wor: den sey, zu verwerfen. Was die Abschließung des neuen Vertrags bekretfe,1o gebe er zu, daß er auf die Basen des alten gegründet werden konne, abermitvielen wesentlichen Abänderungen. Diese Ab: änderungen beeräsen mehrere Hauptpunkte, welche die Türkei nicht beeinträchtigten, abcr Griechenland sehr“ um Nachtheile gereichtcn. Er würde diese Punkte in einer weitläufsigen Note der" Pforte ke?e- nau auseinandet'seßen. Schließlich meint 71“, daß durch den e: ständigen Notenwechsel die Verhandlungen nur in die Länge ge: zogen würden, ohne daß man je zum Ziele käme, und verlangt daher, daß das Weitere durch mündliche diplomatische Konferen- zen abgemacht werde. Maurokordatos'Note ist vom (1. (*18.) Juli. Die diplomatischen Konferenzen hatte früher schon einmal Sir Stratford Canning verlangt. Die zwei Hauptpunkte der Be: schmerden der Pforte, die Affaire in Chalkis und die Entschädi- ng der Muselmänner für den Verlust ihrer Güter, übergeht
ürst Maurokot'datos ganz mit Stillschweigen.
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Inland.
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erzeugte Staub ist augenblicklich eine nicht abzuwendende Inkon- venkenz für die lagernden Truppen. -- Die nicht lagernden
Truppentheile des Armee-Corps be “nden sich in Kontonumm-
gen, die für die Infanterie in der n chsten Umgebung des Lagers
smd, ." Das Haupt-Quartier des kommandirenden Generals ist
zu Dusseldorf. Die 13te Jnfanterie:Divifion, welche der General-
Maxor von Monßerberß kommandirt, ist mit dem Stabe zu Neuß.
Dae 1fte ananterie:Br gabe, welche der General-Major von Wer-
der kommandirt. und die aus dem 13ten Linien: und 13ten Land- wchr=Regimente besteht, und die 2te Zn anterie:Brigade, aus dem “löten Linien: und dem 15ten Landwehr: egimente bestehend, unter den Befehlen des Oberst Grafen von Brühl, find mit ihrm Stä- ben ebendaselbsk. Die In Jnfanterie:Brigade, unter dem Be: fehl des Oberst Menkhoff, und aus dem 16ten Linien: und 16cm Landwehr:Regimente, und die 4te Infanterie:Brigade, unter dem Befehl des Oberst von Roß, aus dem 17ren Linien: und dem 17ten Landwehr:Regin1ex1t gebildet, find mit ihren Stäben zu Düsseldorf, wo sa'ch auch der Commandeuc' der14tenananter1e-Divifion, aus dcr" .'Zten und 4ten Infanterie:Brigade formirt, und die Reserve: ananterie:Brigadc unter dem Befehl des General-Majors von Borcke, befinden. Das “l;";te Linien:?nfankerieMegiment kanton- nirt in Neuß, Hol;hei|n und Gräfrat . Das 17te [“Wien-Infan- terie:Regiment kanwnnir't in Düsseldorf, Zons und Nievenheim. - Von derK'avallerie befindet fich das 19teLandwehr-Kaval1erie: Regiment (die Eskadron Münster, Borken, Minden und Pader- born) bis zum Lhsten d. M. bei Mü! eim a. d. R. Das 20ske Landwehr:KavaUerie:Regiment (die skadron Soest, serlohn, Wesel und Düsseldorf) am linken “„Rhein-Ufer bei Dusseldorf. Das 21ske Landwehr:KavaUerie:Regiment (Warendorf, Bielefeld, Meschede und Geldern) und das kombinirte Reserve:Landwehr- Kavallerie-Regimenr (Attendorn, Effen, Neuß und Gräfrath) in und bei Krefeld.
Düsseldorf, 17. Aug. (Düsseld. Z.) Die öffentliche Aufmerksamkeit richtet sich ]eßt, wo der Zeitpunkt immer näher rückt, der das geliebte Herrscherpaar in unsere Mitte führen soll, uf das nahe gelegene Schloß Benrath, das leider bisher zu wenig
:eachtetwurde, in Betracht des großen Reichthums an Schönheiten :er Natur wie der Kunst, welche sich hier vereinigen. ' &eschichte des Bergischen Landes ist Benrath von Bedeutung;
In der Karl Theodor's glanzvoüe Periode, ein treues Abbild seiner Zeit
.'sézund ihres Geißes, finden hier gewissermaßen einen Anhalts-
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punkt. Die altere Generation der Gegenwart erinnert fich
elm von Bayern von 1804 bis 1806 hier refidirte und
moch in Wehmuth und Liebe der Zeit, als Herzog Wil"
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es schneidenden Kontrastes der Folgezeit,“ die den Großherzog «Joachim auf diesen heimischen Fürstenfiß fuhx'te. Zehe mtk der: selbe aufs nene in seine Rechte und wird tvtederum zum Denk: steine eines erhebenden Abschnittes in unserer Provinzial:Geschichte werden. Den Bewohnern der Umgegend isi der Geist der Liebe und Anhängllchkejt an das angestammte Fürstenhaus geblieben, der fich in jener früheren Zeit erzeugen mußte, und in freudiger Erwartung regt und bewegt fich Alles, um den verehrten Landes- vater" naoh Kräften zu empfangen. Dem Vernehmen nach smd roßartige Vorbercicungen gemacht worden, die darauf berechnet Z'nd, St“. Wkajeskät eine angenehme Ueberraschung zu bereiten.
Stralsund, 1.5. Aug. Auf den in diesem Jahre im Stral- sunder Regierungs:Bezirke abgehaltenen RemonkwMärk-"ten wur: den zum Verkauf gesellt 427 Pferde, gekauft wurden 122 für die Summe von 12,040 Rthlr. Der gezahlte höchste Preis war 140 Rthlt'., det" Durchschnittspreis circa 98“; Rthlr.
_- Aachen, 14. Aug. Die Roggen-Aerndte ist, was die Qualität anlangt, vorzüglich gut und hinsichtlich des Ertrages ebenfalls
ganz befriedigend ausgefalleen. Ein Gleiches verspricht die von der “ Witterung gleich sehr begunskigte Weizen:?[erndte. In Folge dessen
." ist bereits derPreis des vorjährigcn, nicht so guten Weizens her-
- untergegangen, und was an neuem Roggen zum Verkauf einge- ! bracht wurde, fand sogleich Abnehmer zu höheren als den stehenden
* Preisen,
** und es ist eine täÉliche Zunahme der Frequenz ** diesjährige Bade: 'aison,
Düffeldorf, 16. AUB f1(DÜsseld. Z,) Heute von 8 Uhr „ e
Morgens an begann das
hausen beziehenden Truppentheile der Infanterie des 7ten Armee: -
[iren der das Lager bei Gx'nnling- “*
Während der Aerndte ist, tpie gewöhn1ich, die Zufuhr zum Markte schwach und im Getraide-Handel wenig Leben. Daher betrug auch die AUSfUhl' an Getraide aller Art nur 18,211 Scheffel, obglcich auf aUen Märkten eine Erhöhung der lange Zeit statio-
, nairen Preise erwartet wird.
Kurgäste smd gegenwärtig in ziemlicher An ahlhier anwesend,
sLchtbar, so daß die wenn auch nicht ausgezeichnet, doch be: ft'iedigend seyn wird. Eine eigentliche glänzende Saison, besonders auch in Rücksicht auf gcsellschaftliche Stellung und Vermögens-
" Verhältnisse der Gäste, hat Aachen übrigens lange nicht mehr ge-
Corps, nachdem am gestrigen Tage, dem Dorfe G:“imlinghausm
Jegenüber, die für die Communication zwischen beiden Iihein:Ufer-1_
estimmte Ponton:Brücke über den circa 1-100FUß breitenStrom»
durch die 7te Pionier-Abtheilung in Zeit von 1. Stunden gkschla= gen worden war. Obgleich die Hiße einen sehr hohen Grad er: reicht hatte und den Truppen auf dem Marsch überaus beschwer- lich fallen mußte, (| der Gesundheito-ZUskand dkxsäben d9ch durchaus befriedigend, nur sehr wenige Kraykhettßfäüe smd vorgekommen, und die verschiedenen Tt'upepenkhelkk- dte'auf dem Marsche zur Konzentrirung des Corps uberall nur dte beson- ders gute Aufnahme und das sreuztdhä)? Entgegenkommen ihrer Wirthe rühmen können, trafen in t'usklgel' Haltung im La er ein. - Das Lager bei Grinxli-1ghausen„an1 linken Uferdes heins, fask dem Dorfe Volmerswerrh gegenuber“, erstreckt sach in einer Länge von beinahe 2000 Schritten in der Richtung von Süden nach Norden und liegt ziemlich paraUel mit der Chauffee von Düsseldorf nach Köln; die “Front ist dxm Rhein zugekehrt; zwi: schen dem 13ten und 151en *agdtvt'hk-Oveginwnt, Welche auf dem rechten Flügel gelagert smd, bermdet sich das Wie Linkemanance- rie-Regément, welches nach Verl_auf der halben Lagerzeit fich mit dem 15cm Linien-Zinfanterie-Rc [ment ablöst; an das 15te Land- wehr-ananterée- egiment sköt das 16te und 17te LandWehr- Regiment, zwischen denen beiden das 161e Linien-ananrerie- Regiment gelagert ist und sich in ähnn er Art mit dem 17ten Linien-Re iment ablöst. An das 17te Landwehr:ananee- 1'iexRe iment sk ße das aus den Landwehr:Batail1onen Arten: dorn, [sen, Neuß und Gräfrath gebildete kombinirte Reserve- Landwehr-ananterie:Regiment; fast vor der Mitte des La- ers befindet sich das Zelt des kommandirenden Generals und Fluter der Front, in gleichen Entfernungen von den Zelten und in schöner Symmetrie die zierlich gebauten Kochheerde und die Brunnen. Jedes Bataillon erhält einen Kochheerd, jedes Regi-
habt, und scheint die Stadt durch mancherlei ungünstigeUmstände als Badeort seine Bedeutsamkeit nach und nach zu verlieren. Der Einfiuß, welchen der Anschluß des Großherzogthums
Luxemburg an den Deutschen ZoU-Verein diesseits gehabt hat, be:
schränkt 1761) nach den bisherigen Erfahrungen auf einen wechsel- seitigen, nicht sehr erheblichen Verkehr mit Vieh, Gecraide und anderen landwirthschaftlichen Erzeugnissen in den Gränz:Gemeinden.
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Uebersicht der gemischten Ehen, welche während der Kalenderjahre 1840 und 1841 im Preußischen Staate geschlossen wurden.
Die Allgemeine Preußische Staatszeitun enthielt in ihren Nummern 851 und 352 vom 19. und 20sten ezember v. Z. einen Aufsaß, welcher die Zahlenverhältnisse der kirchlichen Genossenschaften des Preußiscxen Staat:! im 2111 emeinen angab- anhangswetse fich aber auch ber die Zahl der m Jahre 1840 neugeschloffenen gemischten Ehen verbreitete. Dieser Anhang ksk als besonders anziehend von andern eltschrifren hervorgehoben worden, und es erscheint daher zeitgem , ihm eine besondere Be- handlung zu widmen, besonders da nun auch die Zahl der ge- mischten Ehen des Jahres 1841 bekannt geworden ist, und ,in Verbindung mit der von 1840 betrachtet werden kann. Elngge Wiederholungen der Angaben jenes Anhangs wurden unvermeto- 1173), da hden Meisten Zeitung?,lesern wohl jener frühere Aufsaß n tme r ur and e n dürre.
Die VsewoKn-r stZeni en Xrovinzen, M'?" Regierung 37-77 31 en Mai 1740 an Friedr7ch 1 . über ing- war“" m“ "“ck '
lt “eder der evangkkks “' ni mäßig s? t" gering?" A““"“*'""" 1 des Staats N- Kirchengeme nde. In den HKWÖ'NMU ““' '