und dieser hat bereits in der gestrigen Sisung den Vorfiß über- "MZF; Ernst gab gestern hier ein zahlreich besurbtes Ko ert zum Besten der verunglückten Fischer vqn Scheveningm. uch der König und die Königin beehrten dieses Konzert mit ihrer
Gegenwart. Deutsche Bundesjaaten.
Ke! eim 19. Okt. (Nürnb. ,k.) Oberhalb unserer ro- mantisch In der;! Mündungspunkte der Donau und Altmühl und an dem Ausgange des Ludwigs-Kanals gelt enen Stadt erhebt sich in ziemlicher Höhe der Michelsberg, dere usläufer der Was- scrschcide zwischen den beiden cnannten Flossen. _Von ihm aus bietet sich den Blicken eine der igchönsien Aussichten im ganzen Do- nau-Thaie dar: stromaufwärts die Felsmparrieey bis an das Kiojler Waldenburg auf einer Seite, auf der anderen daslieblicheAltmühlrhal, stromabwärts reicht der Blick bis zur Walhalla. Noch vor wenkiJen Monaten war der Berg nicht ohneBescdwerdezu ersteigen; ]e tfu rt eine der solidesten und am schönsten gebauten thrstra m bis auf den Gipfel, eine Straße, die in der unbegreiflich kurzen Zeit von nicht ganz 16 Wochen „hergestellt wurde. Höchst iriteresfant ist ein 300Fuß langer und uber 80 Fuß tiefer Durchschmt1 durch den härtesten Feisgrund. Auf dem Wkicheisberge nun wird das großartigc Denkmal rrftehen, weiches König Ludwinem Andenken an dieBefreiu-igskriege gewidmet hat; hier wird die efreiungshalle er: baut werden, em Tempel in Form einer Rotunde mit einerKuppel,in Byza-itinischrm Styl; der Baumeister ist der Direktor von Gärt- nsr. Der heutige Tag war zur Grundsteinlegung besiimmt worden. Nachdem die Allerhöchsien errschaften noch einem L*iiifzuge der Innungen und der Schuhen:Gesel1schaft beige: wohnt hatten, verließen sie unter dem Donner der Kanonen imd dem Geläute aller Glocken Re ensburg, langem um halb [*.* Uhr, empfangen von einer zaFllosen Menschenmenge, in dem festlich grzierten Kelheim an und nahmen ihr Absteige- quartier in einem am Kanalhafen gelegenen Gasthause, wo sie
einen aus Fest-Wagen, Reitern, eschmückeen Jungfrauen :c. bestehenden Festzug, zu welchem die heilnehmer aus allen umlie- genden Landgerichts:Bezirken zusammengekommen waren, vorbeizie- hen ließen, und fuhren dann auf der neuen Straße den Berg hinauf, auf dessen Gipfel sie nach einer halben Stunde an: langten. Das oben errichtete Königliche Zelt war von der Kelheimer Landwehr und ungefähr 200 Veteranen aus dem Bcfreiungskriege, lauter Landleuten, umgeben. Auf einer der bei- den Seitentribünen war ein Sängerchor aufgestellt, der, aus den Landshuter und Ingolstädter Liedertafeln, fo wie aus 150 von der Stadt Regensburg auf sieben geschmückten, großen Wa en hierher beförderten RegensburgerSängern bestehend, bei dem &in- tritee des Königs in das Zelt, Körner's „Lühows wilde Jagd“ anstimmte. Nach dessen Absaugung hielt der Präsident von Nie- derbayern, Herr von Beisler, eine Anrede an Se. Majestät den König, die Se. Majesät kurz beantwortete. Leider war dicZug- luft zu siark, als daß man Alles hätte vernehmen können. Die lehren Worte, welche Se. Majesiät mit kräftig erhobener Stimme a_usrief, lauten: „Das vereinte Deutschland wird nie überwunden.“ Hierauf be ann die Einlegungderin den Grundstein bestimmten Gegen- stande. Zu gleicher Zeit wurde von dem Sänger:Chor ein für die Feier des Tages von Gr.Majestät dem König gedichtetes und
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Röhr predigte über dm Text: „Der Wechsel der Heimatzcbmtxxkdei kk.“
Vaterlandes, weichen duL-bea für viele Menmm "it List. Rubini und Jö nau wirken heute Abends in einem zert im Refidmzsehlo e mit.
Sibir?“-
H inner Blätter schnibm: Von Chamber homme [ck em rdneter in Genf, um mit der dortigen Regina!-
er Errichtung einer Eisenbahn, die beide Städte verbinden so , zu unterhandeln. Es wird diesem Vorschia e um so größere Wich: Mm: beigelegt, da seit neuerer Zeit der aaanransport von
arseille nach Genf sich mehr und mehr über Chamber zie e und dies bei der Langsamkeit, mir der Franzbsischerseits bie chi : barmacbung der Rhone betrieben werde, das sicherste Mittel sey, Genf seinen Transithandel zu fiebern.
Spanien.
(9 Madrid, 13. Okt. Noch steht uns ein Monat bis Tur Wiedereröffnung der Cortes bevor, und bereits hält jede der eiden Parteien, in die der Kongreß der Deputirten zerfallen war, ihre Versammlun en, um über die Haltung, welche der Regierung gegenäber anzuneßmen, über die Anträge, welche vorzulegen, über die Kandidaten, welche als Präsidenten aufzustellen sehen, zu be: rathschlagm. Die eine jener Parteien besteht aus den Personen, welche das Ministerium Gon alez untersüJen, und wird mit dem Namen der alten Majorität e cichnet. e andere, durch welche eben dieses Ministerium ges? rzt wurde, isi unter dem Na- men der Coalition bekannt. Le tere zählte bekanntlich den Herrn Oiozaga zu den Zhrigen. koch ehe er eine Reise über die Pyrenäen antrat, berief sie ihn in eine ihrer ersammlungm und legte ihm die Frage vor, ob sie auch fernerhin auf seine un: bedingte Unterftühun rechnen könne. Für diesen Fall sollte ihm das Präsidium des ongreffes ugestchert werden und er sich da: gegen verpflichten, den Vor 13 in dem neu zu bildenden Ministerium zu übernehmen. Herr Oloéaga aber, der von jeher Berveise seiner Unabhängigkeits:Licbe a gelegt hat, weigerte sich, irZend eine bestimmte Zusage zu geben, und umal die iehtere gl nzende Verpflichtung zu übernehmen. Deksmungeachtet soll die Coalition entschlossen seyn, den beredten Diplomaten als Präsidenten an die Spike des Kongresses zu bringen, und ihm seinen nicht weniger gewandten aber xuverlässgerm Freuud Cor: tina als erften Vice-Präfidenten zur Sete zu stellen. Ferner be- schloß die Coalition in ihren späteren Versammlungen, dem Mi- nisterium die ent (biedenske Opposition zu machen, obgleich natür- lich das Nähere ber den Operationsplan, nach welchem man ver- fahren will, ein Geheimniß geblieben is!, und die Coalition selbs Fre Bewegungen erst dann definitiv anordnen kann, wenn sie die räfte und Pläne des niederzuwerfenden Gegners gründlich erforscht haben wird. Dieser Gegner aber, das Ministerium, sol] entschlossen seyn, die herkömmliche Thron-Rede bei Eröffnung der bevorsiehendm Cortes weg ulaffen, und auf diese Weise nicht nur die Ablegun eines politiséchen Glaubensbekmntnisses zu vermeiden, sondern ach der Opposition diese Gelegenheit, die von der Regierung angekün- digte Politik anzufechten, zu entziehen. Indessen werden die Frage über die Fortdauer der Vormundschaft des Herrn Arguiims, die
on-
von_Stunlz komponirtes Lied unter der Leitung des Compositeurs vorgetragen. Nachdem hierauf die üblichen Hammerschläge zuerst von Sr. Majestät dem König eführt und dann von Ihrer Ma- jesät der Königin nnd der Rei e nach von Ihren Kbnigl.Hohei- ten demKronprinzen, derKronprinzessm, Erb roßherzogin von Hrs- sen, Prinzen Luitpold, Prinzen Karl, Herzog ' ax, so wie von dem Prinzen Wilhelm und desen Frau Gemahlin, den fremden Gesand- tcn und dem übrigen Cortbge wiederholt worden waren, vertheilte Se. Majestät der König unter nochmaliger Absaugung des Fest- Chors eigenhändi mehrere Abdrücke der Urkunde unter die höch- sten und hohen („käse, worauf sämmtliche Herrschaften nach Kel- heim zurück'kchi'rcn. Dort ließen sich Ihre Königl. Wkajestäten nach dem Bankett, Welches Ee. Majestät dcr Köni gab, noch sämmtliche Veteranen vorstellen, und fuhren dann, thrend von alien Seiten der Donner der Kanonen in mächtigem Echo er- scholi, unter dem Jubel dcs Volks nach Regensburg zurück.
Ulm, 19. Okt. Der 18. Oktober ward dazu gewählt, den Festungsbau von Ulm zu beginnen. Gestern früh um 7 Uhr vcr- kimdigre Kanonendonner den Bewohnern der Stadt und Umge- gend den ersten Spatenstich zum Beginn der Erdarbeiten. Unter Anwesenheit sämmtlicher beim Festungsbau verwendeten Offiziere wurden dieselben durch die 50 hierzu auserlesenen Arbeiter eröffnet, zum Behuf der Fundamentirung der „Wilhelmsburg“. Die Ar- beiten sollen den ganzen Winter fortgeseht und nächstes Frühjahr in einem ausgedehntcn Maßstab betrieben werden, in welcher Zeit dann auch die Grundsteinlegung stattfinden wird.
% Weimar, 23.0kt. Die Erwartung und die Hoffnungen dri“ Weimaraner sind auf das herrlichsie erfüllt worden. Wir konnten die Zrit nicht erwarten, den geliebten Erbgroßherzog mit seiner jungen Grin.;hlin bei uns einziehen zu sehen, Welcherrer Rufseltemr Her- zensgure, Anmut!) und Liebenswürdigkeie vorausgeeilt war. Aus alter angestammter Anhänglicykeit an ihrFürskenhaus beciiten sich nun sämmtliche Unterthanen, den Durchzug des neuvermähl- ken, h0h€n Paares durch das Land so fesiiich als möglich zu machen; Dorfer und Stadce prangtm im Festschmuck und unter diesen besonders Eisenach und Weimar.
f l'Der Zudrang der Einwohner von Stadt und Land 11 dem ZSK ichen Einzyg m die Residenz war so ungeheuer, daß [ck W" „“I nurlschritttveise bemegen konnte. Noch nie hat Weimar in YtWß sodÜYe'ZT FÜschmuckbgeskanden wie jest. Die Erfurter- [ ra th “ d heaierpelaß die Coplanade, der Markt, der Fürsten: P abi 915"! ?F- Cchotien und Trefflichen von Häuserschmuck un: Tm“ " “F" ". “r“)"ektomscher Hinsicht find es besonders das .heam'S' as ck 'kkhums-Pglais und das Fürstenhaus; der lieb: [ich"? , chmu - den man mchk genug sehen kann, ist ein Balkon am Eichenhauerschen Hause in der Esplanade, der, in eine Rosen-
laube verwandelt, einen Genius eit wei . Rosenkranz haltend, hernieder zu zieggx'n »sz YX'FFYU “I'M!"
vermählten verweilten [an e vor dieem Schauspieler Lorzing und “Franke gescémüXahlxßxö dm di? Hof-
Unseree Frsttage Werden noch erhöht dur die Antvesenheit mehrerer fursiitchen Gäste, namentlich hrerK nigl.Hoheiten y,. Prinzen und der Prinzessin von Preu en, des Prinzen und der Prinzessin Karl von Preußen, des Fürsten von ReußSchleiz und des Herzogs Bernhard von Weimar mit Gemahlin und amilie Auch die Königl. Preußische Generalität von Erfurt und twin;
kommnungs-Abgesandte aller benachbarter Höfe sind hier an- gekommen. ,
Heute fuhr das neuvermahlte hohe Xaar durch ein Spalier, das die hiesigen Innungen mit ihren ahnen bildeten. in die Kirche und zurück in das Residenzschloß. Der Vice:Präsidme
anzusiellende Untersuchung über die von Seiten der abgetretenen Oder:.Hofmeisterin, Marquism von Belgida, gegen i n erhobenen Anschuldigungen, und ganz vorzüglich die auf das eußerfte ge- stiegene Finanz:Verlegenheit, ixireichende Veranlassung u sehr hef- tigen Diskussionen an die Him eben. Auf der anderen ein schmei- chelt sich die frühereMc-jorität, n m|ich die Partei desHerrn Gonzalez, oder der vereinigten Ayacuchos und Achtzehnhundertzwölfer, nicht weniger mit der Hoffnung, bei der Wiedereröffnung der Cortes aufs neue die Mehrheit zu erlangen und mehrere der Abtrünui: gen wieder gewonnen zu haben. Diese Partei soll geneigt seyn, das bestehende Kabinet zu unterstühen, falls dieses sich da egen verpfi:chte, den Cortes eine gewisse Anzahl in progressißichem Sinne abgefaßter organischer Gesch:Entwürfe vorzulegen. Gegen: seitige Unterhandlungen sollen über diesen Punkt bereits eröffnet worden seyn,
Einige Oppositionsblätter sicllrn geradezu den Saß auf, daß alle Akte, weiche Herr Arguöljes seit dem 10ten d. als Vormund vornehme, null und nichtig wären. Uebri ens hat, so viel bis heute bekannt ist, auf keinem Punkte der Halbinsel der geringsie Versuch zur Wiederherstellung der Consiitution von 1812 siatege: funden, und es scheint, daß die Gerüchte, welche eine solche Be-
ebenheit als bevorstehend ankündigten, nur in der Absicht, die öf- Zentliche Stimmung zu erforschen, ausgrsprengt wurden. Beach- tungverdientein in der Sentinelle desPyrenn-“xesvom 8ten erschienener Artikel, in welchem dem Regenten Spaniens angera- tben wird, konstituirende Cortes einzuberufen, um durch sie die Minderjährigkeit der Königin Isabella bis auf deren achtzehntcs Jahr zu verlängern. “Man behauptet hiraxnes in Bayonne er: scheinende Blatt erhalte von Seiten der panischen Regierung
eine Unterstühun an Geld. sä's
Der Franz che Geschäftsträger hat bereits vor vier Wochen im Auftrage seiner Regierung eine Note an den Minister der aus- wärtigen Angelegenheiten, Grafen von Almodovar, gerichtet, um für den von dem GeneralZurbano so schwer mißhandelten Fabri- kanten Lefebvre eine Entschädigung und Genugthuung zu verlangen. Seitdem hat der Geschäftsträger verschiedene Male um eine be- friedigende Antwort angehalten; es ist ihm 'edoch bis jeßt nichts Anderes erwiedert worden, als daß die die eieige Regierung noch nicht hinlänglich über jene Thatsache unterrichtet worden wäre.
Die Einwohner von Saragossa haben dem anantm Don FranciSco und seiner Familie glänzende Ehrenbezeigungm erwiesen, und es war die Rede davon, seinen älteftm Sohn, den überzäh- ligenhHusaremCapitain, zum Chef der dortigen National-Miliz zu erwä im.
Der zuie c bei der Griechischen Regierung be iaubigt gewesene Spanische Mnister-Refident, Herr Saenz de miegra, ist hier angekommen und wird, wie es heißt, eine Anstellung im Ministe- rium der auswärtigen Angelegenheiten erhalten.
Ö Paris, 20. Okt. Zwischen der qurider Regierung und der Provinzial-Depueation von Catalonien isi eme gewisse Spannung eingetreten, welche daher rührt, daß die lebten fich wei ert, die zwei Millionen Schahscheine zu nehmen, welche ihr das iniske- rium bei der all emeinen Vertheilun der verunglückten Anleihe auf die ämmtli en Provinzen des önigreiches zugewiesen hat. Dieser pannung schreibt man es u, daß die administrativen Maßregeln zu der dringend noehwen igen Reinigung des Hafens von Barcelona eine Ver gerung erleiden, die um so mehr Anstoß m'? !, als die zur Aus hrung dieser Arbeit erforderlichen Gelder in er zu solchen wecken bestimmten Spezial-xasse der Provinz vo anden d. Die Na thoile des chigen Zu- standes des afms der Catalonisthm sup ade ha en sich erst “ck in den [ tmskürmischen Tagen reeht fü [bar gemacht, indem
Gefahr ausgeseht gewe en und andere or an werden nd- im Inter: e ihrer Si erheit die hohe SWP]: Mum. “
Der anden-Unfug in Catalonim dauert fort, ja er ist sogar im Zunehmen begriffen. Fast alle Ta hört man von der Aus: * Lebern? und Fort able pam, wohihaben er Leute, denen man ein ' k abiupre ou kann. Es scheint keinem Zweifel u
* „ ts . U b; «SensRäuber zum Theil ihre ZusiuZt * :*“ ?! ssöem ode! fischen, wo die Polizei natürlich mmi er
“b“ ihrer Verfolgung interesfirt m, als indemLande, wel es 2:2" Frevelthatm Wm eigentlichen Schauplahe dient. So aubt d do B. mit S it zu wissen, daß der berü gte lana- umme, der "“Uns" nm reichen Landmann aus einem use “Akkus“ hat, mit seinem Gefangenen in-die Fra YM" re :* 'Fmskkanskn M- Ein in Catalonia! umlau endes erüFt. das " tmTasmeinH-mßmusxa miez-odm sien aus rankreich in Spam," “Ustbmhm ") bedarf für „'t wohl noch der Bestäti ung. da man bis cht “noch nichts e- stimmtes über das Trei m eimrso “Ulti en Bande gehört
Der General Zurbano sehe seine MdW-W die “"““ m fort, gegen die er sich nach wie vor mm' zeigt. M| ck wurden am 9ten zwei Bauern erschoffm, w che den Mista Herberge gegeben, und eine gewisse Zahl anderer das!!!»- vee- brechens anqeklagter cindividuen wartete in dem Gef ngniffe der gxnanntep Stadt au? die Entscheidun ihres Schicksals. Nicht viel weniger sireng als gegn; die Karli m verfährtZurbano egen die Schmuggler. Neulich ruckte er mit seinem Expeditions- orps bis hart an die Gränze vor, wo er die Frau öfische Diligence erwartete, die er so genau durchsuchen ließ, daßz der Conducteur sogar seine Schuhe ausziehen mußte. Che er die Gränze verließ, empfahl er den Karabinierm auf das nachdrücklichfte, eine ßkmge Aussicht zu üben, indem er ihnen zugleich für jeden Gchmu gier, den sie ihm einbringen würden, eine Gold:Unze, etwa A) Tßaler Gold, versprach; sry aber der Contrebandier von Fi Ueras, das dem General Zurbano wahrscheinlich we en seiner repugbiikanischen Gesinnungen verhaßt is!, so werde er i n mit zwei Unzen bezah- len. Zn Liers hat Zurbano, man sagt nicht aus Welchen Grün- den, den Alkaiden und den Secreeair des Ayuntamiento verhaften und auf das Fort San Fernando bringen lassen.
Barcelona ist durch die pidßlicb auf Befehl der ReLitrung erfolgte Schließung der dortigen Königlichen Cigarrm:Fa rik in eine gewisse Aufregung verseht worden. Die vielen hundert Ar- beiterinnen, welche durch diese Maßregel ihre Existenz efährdet sehen, weigerten sich, die Fabrik zu verlassen, und protexkrtm un- ter tumultuarischem Geschrei gegen den Beschluß der egierung, der sie ihres Brod-Crwerbes beraube. Cine Abtheilung von 24 Soldaten war nicht hinreichend, um die aufrührerischen Weiber zur Ordnung zu bringen, und es bedurfte großer Anstrengungen, um sie endlich auseinanderzutreiben.
Aus Perpignan wird geschrieben, daß sich dort und in der Nachbarschaft seit einiger Zeit viele Anhänger der Königin Chri- stine zeigen, welche u verstehen geben, daß sie von den Ereig- nissen des nächsten Frühjahr! eine günstige Wendung für ihre
Sache erwarten. Serbien.
Nachsiehendes ist die Fortsesung des gestrigen Artikels zur Geschichte der letzten Ereignisse und der Revolution in Serbien:
Das versöhnende Benehmen des endlich angbeiangten Fdrsim Michael schien alje Parteien einander näher zu ringen. Dusk Einigkeit war jedoch von keiner Dauer. Zephrem und Pro- kkksch fanden besonders in dem Umstand, daß Wuefitsch und Pe- troniewitsch gegen den Inhalt des Statuts zu Rüthen des für majorenn erklärten Fürsten Michael vom Sultan ernannt wor- den waren, neue Ursache zur lin ufriedenheit mit diesen, und es war nun ihre wichri ste Aufga :, die verhaßren Nebenbah- [er zu Kürzen. u die em Ende sirmten sie im Volke aus, fie würden ur R ckehr des ürsten Milosch gern die Hand bieten; (1 ein Wutsttsch, Perron ewitsch, Simitschxc. ständen ihnen im Wege und müßten deshalb uerst geftürzt werden. Dies sand Anklang; der Tag des Auf andes Zegm Wutsitsch wurde besiimmt, und so entsand im April 18 0 der von Jephrem und Protitsch angelegte und von einem. alten Diener *Mi- losch's, dcm Obersten Mitschitsch, angefuhrte Aufstand, „in Folge dessen fich Wursti ch, Petroniewitsch, Simitsch und viele Andere in die Türkische 1 estung Belgrad fiüchtm mußten. Froh, auf solche Weise ihrer Hauptfeinde losgewordm zu seyn. ent- b|bdeten sich Zephrem und Protitsch nicht, der Nation, welche Milosch's Rückkehr verlangte, zu _erklärrn, diese ses für den Au- genblick nicht möglich, indem die Höfe sie nicht zugaben- indessen wollten sie sich bemühen, die diesem Wunsch mige ""ich-nden Hinderniffe binnen Jahresfrist zu beseitigen. Mitchit|ch, der dieses Aufstandes wegen später in Untersuchung 97307?" ward und sogar Fm Tode verurtheilt werden solite, ließ ich durch jenes eitle ersprechen bethörm und veranlaßte seine Truppen auseinander zu gehen, worüber Zephrem und Protitsch um so mehr frohleckten, als sie nun ganz freie Hand zu haberi glaubten. Protitsch nahm die durch Petroniewitsch bisher bekleidete Srelh eines Prestavnik ein, ein Senator Raxewitsch erhielt das Mini- sterium des Innern, Herr RadicÉewitsch das der Justiz, und die durch die Entfernung niehrerer matoren erledigten Stellen im Senat wurden anderweitig beschr. Das Statut, welches die St: natoren unmittelbar der Pforte unterstellt, wurde auf diese Weise schreiend verleht. Natürlich fanden die Vertriebenen an dem Türkischen Pascha einen eifrigen Beschirmer. Von der Citadelle aus protestirten sie gegen die ihnen zugefügte Gewaltthat, und es wurde sofort von Seiten der Pforte in der Person Musa Cfendi's ein Unter- suchun s:Commissair nach Serbien gesendet, der „doch [5:1" :|:: Serbi chen Regierung zu Gannon seiner Schü se FÖJ na “ en konnte und nach einigen Wochen unverri erer a t ck Ikonstantinopel zurückkehrt . Eben dahin fol ten ihm Wptfitsch, Simitsch, Petronimits und einige andere ersonen, die übri- en dieser Partei an eh rigen Serben. etwa 100 an der Zahl, Fegaben sich nach dein, wo se die Entscheidung i res Schick- sals abwarten wollten. Von Seiten Rußlands, au weiches die Emigranten mit Zuversicht rechneten, geschah nichts u iren Gunsten, vielmehr wurde ihren verschiedenen dieSfälliZm chr tkm fast mit Verachtung begegnet. Dagegen nahm | die Pforte ihrer Sache mit großem und mit erneuertem Eifer an, als ZI?“ Mehmed Pascha die Würde eines Groß-Wesirs erhielt. Die er echte und euer ische Türke scheint die Idee erfaßt zu haben, durch kräftige Unter dhung der Emigranten-Partei den Unfrieden im Innern Serbiens zu nähren und auf solche Weise mit älfe jener Herren diese Provinz wieder unter die unmittelbare err- schaft der Pforte urückzufährm. Dem emäß wurde dem Für- stm Michael zuvbr erst eine Amnesie f r die Emigranten und die Erlaubni ihrer Rückkehr abgedrungen; nur Wutsltsch, Gi- mitseb und araschanin waren ausgenommen; später mußte ]“ do auch diesen die Rückkehr ins Vaterland bewilligt werden.
während verse bm mehrere Schiffe in dem Hafen selbst großer
Er m, mit Petroniewiesch an der Spike, kehrten im November
Z““ Wuesasch und seine "zwei «„am i- xorll d- I- nach
rbien zurück. erbsen rem Pro- themd dies vo “W „, , ?.OZh-n Berni"-
in S tit Ra'ewi und Wie witsch Männ i * M "o'?“ ZW" IP“ M («ZUM IM wiespalts; er war umrm d in SWM"
Senatoren als auch egen die '" alten Verbündeten iBroms . w'“?- YMÉYZQMY vom Fürsten ""ck“ka teil:!!gsta r 51: gern für seinen Schwie- den war. Er hätte obert so wie er an Rajewitsch's Seelie ersohn Johann German er “ drin en suchte Unterdessen Jemen was" Bo itschew,tf.bz:'n Gag" die Minister wieg- ging die“ ierung C"" un Moik eAemtergwurdm unbedachtsam “" “ck in BWM.“- icherh " :j- eschassm und dau meist bese t, neue oft Übkkfiüssi ' St" " b B id 3 d A “, int and bern m. Die ck um eso ungen er Minister und Senatoren weckten allerlei Luxus :Bedürfnlssk- i_n Bel rad wurde ein T eater gebaut, was einzr Nation, wie die Ge is , anskdßig er chien. Der Gtiklithkeik wurden Grund- stücke (. „Zw en, auf Staatskosten Wo nungen gebaut und Be- soidungs-C dhungm bewilli t. So erschöpfte slch d?!" Finanz- zusiand des Landes. teuern mußten deshalb von 5 auf 6 Thaler -- also um 20 Prozent -_- erhb t werden; der Werth der Geldsidcke wurde dage en bei den teuerkassm erniedri t. Ueberdies wurde ein Schul onds errichtet, für den eine Proca- mation zu milden Beiträgen aufforderte, die “jedocix von den po- litischen Behörden ex onicio umgelegt und emÉetriebm wurden; die sonst freien Eichelmasiungm wurden als ta-atsgut erklärt und versteigert; daneben wurden förmliche anmfitionrn gegen diejenigen angestellt, die als Anhänger des Fürsten Milosch be- kannt waren, oder die auch nur gut von ihm sprachen. Die Verdächti en, deren es in Fol e der von Zephrrm und Proeiisch bei dem ufruhr im Jahr 18 0 ?emachten Versprechungen viele gab, wurden verhaftet. zum Thel, zu schweren Strafen verur- theilt, einige sogar zum Tode gefuhrt; mehr als tausend Indi- viduen befanden sich als Anhän er des Fürsten Milosch in den Gefän nissen, während zuglei die Uneinigkeit zwischen den Mai cm und dem Senat täglich zuna m, indem sich erftere en [checken häufig eine unansändige prache erlaubten und FF insbesondere weigerten, dem Senat die statutenmäßig vorge- schriebenen Rechnun en vorzulegen. Auf solche Weise is es er- klärbar, daß die egierung im Lande nicht sehr beliebt seyn konnte; vielmehr kann man sagen, daß Zephrem, Protitsch- Ra: jewitsch und Radicsewitsch (der “unge unerfahrene Fürst Michael und der Finanz-Minister Seanicsitsch wurden als Nullen betrach- tet), der Pforte, dem eigenen Senat, der Partei I)iilosch, der Partei Wutfitsch, also dem bei weitem größeren-Theil der Nation gegenüber Oppofition bildeten, ohne die Schwieri keit ihrer Stellan u erkennen. Nur von der Partei Milosch chimen sie einige quisahr zu besorgen, weshalb sie auf diese vorzuglich ihr Au enmerk gerichtet hielten und einen großen Succeß errungrn zu aben glaubten, als es ihnen gelungen war, den Fürsten Mi- losch aus der Walachei zu entfernen. Ihre ferneren Verdächti- un en des Für'xien bei den Höfen scheiterten meist an der tieferen in lchk der Oe erreichischen Re ierung, in deren Hauptstathürsk MWF einen Aufenthalt gewä lt hatte.
ä rend sie auf diese Weise gegen den Wind fochten, ver- einigte sich im Stillen, ohne daß es die Regierung ahnen, die Partei der Pforte, d. i. die Wutitschiscbe, mit den wegen Be- leidigungen oder Unzufriedenheit berhaupt von der Regierung Abgefallenen u ihrem Sturze. Von allen Seiten bereitete man sich zum Auf and, und keine Partei schämte sich zu Gunsten dieses Planes selbst den Namen des Fürsten Mikosch zu *ge- brauchen und da oder dort, wo fich Erfolg davon hoffen ließ, dessen Rückkehr in Aussicht zu stellen. fir den Fall der Ent: deckung dieser Umtriebe ward, um alle pur von der Wutfit- (chischen Partei abzulenken, bei dem Schmit ervater des jungen Ressawah, dem Belgrader Handelsmann cFerm“ Milaikowitsci), eine die Existenz einer Verschwörung zu Gunsten der Rückkehr des Fürsten Milosch beurkunden sollende versiegelte Schrift hin- terlegt, und als Ressawah Wegen aufrührerischer Versuche wirklich verhaftet wurde, wies er gleich auf "ene Schrift hin und behaup- tete, er habe sie von dem Fürsten ilosch erhalten. Die Regie: rung se te sich in den Befih derselben und, Alles für baare Münze nehmen , fand fie darin nur eine Besärkung ihres Verdachts ge: gen den fürstlichen Vater, gegen den fie sofort blindlings von neuem zu Felde zog, ohne entfernt die ihr von Wutstsch drohende Gefahr zu ahnen. Um so ungestörter konnte diese ihren Plan verfoigen, in welchen Hussein Pascha von Widdin durch Petro- niewctsch aufs genaueste eingeroeiht war, während Wutfitsch mit Kiamil Pascha beständige Konferenzen hielt. Die Fehler der Re-
ierungt und der Umstand, daß die Serbische Polizei keine Auf- tcht uber die Emigranten ben durfte, da diese unter den Schuh des Pascha gestellt waren, kamen den Znsur enten dabei kxeffiich'zu [karten. In ihrem blinden Eifer gegen iiosch
am die Regierung den ehler be augen, einige der amnesiirten *..migranten, blos iveil ie ais he tige Gegner Milosch's bekannt waren, mit Wichtigen Aemtern u bekleiden. So war Z. Nena- dowitsch zum Bezirks:Gerichts- räsidenten, Glio Markowitsch zum Munitions-Commi air und Novakowitsch um Kommandanten der anantxrie in ra ujevah (wo, als der üheren Residenz des Tur eu Milosch, am e esien eine Reaction zu dessen Gunsten be- for tet wurde) ernannt worden, was, wie die Folge €Zeigen wird, ?lauptsächlW zum Verderben der Re ierung beitrug. ie anderen
nhänger der Emigranten-Partei atten fich indessen im gan m Lande verbreitet: im Sehabaczer Distrikt war der Ex-Senatorkaz. Theydorowitsch, der Kommandant G ako Stoicsewitsch und der alte Wojewode Czerny Georg's Pop Lu a Lazarewitsch, im Waljewaer Distrikte war der Exsenator Math. Nenadowitsch, im Belgrader der Exsenator Garraschanin mit dreien Söhnen, im Semendria'er der Cxsenator Jankowisch mit dem Kommandanten Maiftorowitsch und Kuzmanowitsch, im Poszarevaczer der Ex-Minisier Tonka Stephanowitsch und der Kommandant Mich. Georgiewiesch, im Tschyuprianer der alte Senator Ressawaß, Vater des verhafteten Reffawatz, im Krussevaozer der Ex-Appellationsrath Veljkowitsch und der „Kommandant Oberst Czukiescb, in Belgrad selbst befan- den sich Wutfitsch, Xetroniewitsch- Alexa Simitsch mit mehreren m und außer Dien stehenden Männern jener Partei. Von den Mitgliedern des Senats selbst war mehr als die Hälfte jeder Aen- derunÉ geneigt.
„ o standen die Sachen, als der mit Se nsucht erwartete Turkische Commissair Schekib Efendi endlich ber Widdin in Belgrad anla te, worauf im Einver ändniß mit diesem, so wie mit .kiamil ascha und dem Stat alter von Widdin, der dem Ende eine ziemliche Truppenza [ dicht an, die Serbis e Gränze vorrücken ließ, der Tag des Aufstandes bestimmt wurde. Auf allen Punkten fin en die genannten Chefs an ihre Be irke zu inTUrgirm. Wutsitch hatte Belgrad verlassen und sich der SM!" UW Fancsowa be eben, von wo er nach Semendria über- s'kt'Wo'hm ei Nacht die örkische Festung geöffnet Wurde, und ein
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von Ressawa gesandt“! prächti erd du zu [einer Ver 6 u bersikßand. 33-11 Semmdria eK;:vatstß geradenwegs nufh [*TI- gujevag, um "ck "'s“ UM MWKÜ'UU "ern; er wurde dort von .Nmadovitsch, Glio arkovlksch undNavakowitsch mit o t- nen rmen empfanJm und i die Munition, sämmtliche - (ckck, und die dase bs! befin nfanterie und Artillerie au- kenbiicklich überliefert, auch erhl k seln Corps durch die von ha! in Freiheit gesIem'L-Zs) polski Ö?" Skkäfünge einen ansehn- lichen Zuwachs. wer noch WKN“) in .Kragujevacz ange: langt war, war dort der am R awah mit einigen Tausend Bemasfneten, darunter ebenfalis viele völtkiskhe Verurkheilte, aus dem Tichyuprianer und agediamr Distrikte, eingetroffen. Miet- lerweile war gleich nach utß O'“ Erkheim" 'n Semendria der dortige „Kommandant eker pov zum Fürsten nach Belgrad geeilt und hatte eine btheilung Reiter erhalten, um damit die nsurgentm im Belgrader Bezirk U Paaren zu treiben, was i m auch, nachdem der Urheber, Cx- Makor Garasehanin, mit sei- nem oZn in einem Gefecht gefallen war. vollkommen gelang. Auf die unde von “dieser Niederlage süchtetrn „sich die Unruhe- siifter im Semmdriaer und Poscharwaczer Distrikte, Ex-Smaeor Jankowitseh und Cx-Minisier Tenka Stephanowisch, mit den be- reits kompromittirten Personen auf das Oxsterreichische Gebiet- da unterdessen auch im Schabaczer und Waijevaer Bezirke durch den Schabaczer Bezirks-Kommandaneen M. Simiksxh Und den als Commissair der Regierung auogesandtenBo icsewttsch der be: innende Aufstand gedämpft war, wobei der oscharevaczer Pi- rikts-Kommandant als Opfer seines AyfrujhrWersuohs fiel. Weah- rend dieser der Sache der Regierung gunsigen Vorfälle hateeFurst Michael selbst einiges Militair, deni slch kinigeTausend bewaffnete Landleute aus den nächsten Bezirken angrschloffen, gesammelt, und eilte an ihrer Spike, begleitet _von seiner Mutter Liubicza und seinem Oheim Zephrem, Kragmewqh zu, wo aber Wutsttsch und Ressawah zu seinem EmpfarF3 bereits vortheilhaft aufgestellt waren. Der Fürst wollte den eg der Güer versuchen, und sandte deshalb den Senator Arsenius Andrawttsch, einen alten treuen Diener, ins Wutstschische Lager; allein wiihrend der Un: terredung mit dem Rebellen-Chef, Welche mitten in Kragu1ewaß statt hatte, setzte ein Ressawahischex Cayitain, Namens Bogdan, dem fürniichen Bevollmächtigten die Pistole anf dte_BrU„sk und schoß ihn nieder, was das Signal 3", den Feindseligkeiten war, die Wutstsch mit einigen Geschuhladungen eroffnete. Der Fürst hielt sich mit seinen regulaireii Trupp") tapfer, allein die Ueberlegenheit des Feindes durch bie_ Artillerie nzachte sich bald fühlbar: die Landleute quf Seiten des Fursten wurden aus einander gespren t und gméY'n zum Theil zu Wut: stisch über, so daß sich der first zum uckzuge gezwungen sah, nachdem sein Fheim Iep rem schon früher das Weite gxsucht hatte. Der R ckng ges ah in großer Orednun . Zwei Drun- den diesseits Kragujewah versuchte der Fursk „ish _nocheeminal zu halten, allein nach kurzem Gefecht mußte die_kleme furstliche Truppe der gegnerischen Uebermacht abermals Weichen, besändig vom Feinde gedrängt. Dies dauerte bis zu demjDorsrSoha; bari, wo der Oheim des Fürsten. Zohann_Obrenowatsch, nut eim- gen tausend Streitern zu dem Fürsten stieß. Zehe wurde Joch einmal Widerstand versucht, allein wieder unterlag die „fiikst: liche Sache, hauptsächlich wegen des treulosen Abfalls einiger Anführer, der Senatoren Petrowitsch und Stojanowitsch, worauf sich die Streithaufm des Fürsten in wilde Flucht auflösien. Der Füksk selbst war mehrmals in Gefahr, von seinen Verfolgern er- schoss?" zu Werden. Er flüchtete nach Topsidere. Sein O eim Zephrem und die Fürstin Liubicza waren schon früher in ei- grad, und ebendaselbsk auch der zweite Oheim Johann mir meh: reren Notabeln eingetroffen; da man fiel) aber bei der Gesinnung Kiamil Pascha's und Schekib Efrndi's hier nicht sicher glaubte, so zog sich aUes noch selbigen Tages (6. und 7. September) auf das Oesterreichische Gebiet. (Schluß folgt.)
Türkei.
Konstantinopel, 5. Okt. (21. Z.) In Folge eines von der Pforte an die Repräsentanten der Großmächte am *.?Ksten v. M erlassenen Memorandums über den die.L'osung der Frage „des Li- banons enthaltenen großherrlichen Hateischeriff haben sich ]ene am Lkisten im Hotel des Englischen Botschafters abermais versam- melt. Man beschloß bis zur Ankunft neuer Znsiructwnrn keine entscheidenden Schritte vorzunehmen, Die Pforte schemt geneigt, mit der Vollziehung des Hattiscberiffs bis zu jenem Augenblick warten zu wolien, damit die Ein'wendungen der Mächie gegen die großherrliche Anordnung gepruft iind lehrere .ndchigenfqlls modifizirt werden könne. Mlttlertveile trifft. ,die Nachricht aus Beyrut ein, daß die ?libanrfischey _Milizen nrue Ex- zesse in Kesruan begangen, drei chrisiltche Kirchen aris- eraubt, die anwesenden Christenemißhandelt haben; es wird Feigefügt, daß die Türkischen Behorden in Beyrut deri dortigen Englischen und Russischen General-Kon'sul, weiche sich ms Mittel legen wollten, um den brutalen Ausbruchen dieser wilden Solda- teska ein Ende zu machen, mit Verachtung abwaesen, ]a, fich ge- gen dieselben die rohesten Beschimpfungen erlaubten. Die Anfra- gen der hiesigen Gesandten in Beireff dieser neuen Skandale wurden von Sarim Efendi ausweichened beantwortrk, mdeni er sich damit entschuldigte, daß ihm daruber no,ch keine offliiielle Nachricht zugekommen sey, In dem obenerwahneen Memoran- dum, so wie im Hattischeriff selbst _soll die. Stelle, Wclche von der Aufstellung zweier Kaimakans in Saidah urid Tarablus für die Maroniten und die Drusen ,handelt,' im Ausdrurk dunkel seyn, so daß man nicht recht,we1ß, ob nicht der fur die Maroniten einzusetzende Chef auch em Chrisi seyn könne. Aus dieser dunklen Wortstellung wollZn 1311" kimgk„schl_lkßknch dl“ Pforte sey nicht abgeneigt, einige Modisiiationen im Hqttischeriff eiritreten zu lassen, - Auch*die Serbischen Angelegenheiten kamen in der eingangserwähnten Konferenz wiedérl'holk zyr SPUREN; man be- schloß in dieser Hinsicht ebenfalls ,msiructtonen von Haus abzu- warten, um so mehr als der Rüsslséhe Repräsentant m Betreff Serbiens sich zu isoliren beginnt. Sichtchr wurden Zl]? hiesigen Russen unangenehm durch den limßand beruhrt, daß Furst Michael slch aufOesierrc-ichisches Gebiet zuruckzog, statt das Land des Ser: bischen Beschühers zu seiner Zuflucht zu wählen.
Inland.
Berlin, 25, Okt. Se. Majestät der König haben Aller- gnädig]? geruht, die Annahme: dem Obersten von Webern, Commandeur des 20sten Landwehr-Regiments, des Commandeur- Kreuzes Leer Klasse vom Kanl. HannoversIen Guelphen-Ordm und des Riceer-Kreuzes voip bnigl. Nieder ndischm deen:Or= dm; dem Landtags-Deputirten und Präsidenten der Rheinischen Dampfschjfffahrts:GeseUschaft, H.Merkens in Köln, des Ritter-
Kreuzes der Ehren-Le ion, und dem LandJräflich Hessen-Homburg: schen Revier-Förfter ariAuguskSto ze zu Oebisfelde, Kreises
"k
Gardelegen, der König!. Hannoverschen Krieges-Denkmünze, zu gestatten.
anze
;? alle 23. Okt. Unsere Universität, der Staat, die ele rte Welt haben einen großen Verlust zu beklagen. er onisioriai-Rath, ordentliche Professor und Doktor der
Theologie, Wilhelm Gesenius, isi heute Nachmittag 4 Uhr in seinem 57sien Lebensjahre einem hartnäckigen und schmerz-
haften Magmübel erlegen. Wahrheit, in der höchsten Wi
In dem redlichsken Streben nach enfchaftlichkeit und Gediegenheit in
seinem Fache, dem er mit unermüdlichem Fleiße und mit treuester Liebe bis an (ein frühes Ende fich hingab, suchte Gesenius eine
Ehre, und er hat darin auch seinen Lohn gefunden.
Weit ber
Eyropa hinaus war der Ruf von seinem Wissen gedrungen, und seit Jahren wanderten aus den fernnen Ländern viele Zuhörer nur zu ihm hierher; um so schmerzlicher trifft (ein früher Hin-
___-„._-
tritt vor Allen unsere Universität.
_ _ Gesenius war der einzige Sohn emu zu seiner Zeit sehr ausgezeichneten Arztes in N ord- hausen am Harze, wo er am "3. Februar 1785 geboren wurde. Die Nsrdhäufer Schuie hat also die Ehre, wie von ihr unsere Stadt ihren ersten evangelischen Lehrer, uftus Jonas, und die hiesige Universität ihren bedeutendsten Zhilologen, Friedrich August Wolf, erhalten hat, so auch dem ersien Professor der morgenländischen Sprachen in Halle, Johann Heinrich Mi- chaiilis, und unserem größten Orientalisien, dcm unvergeßlichen Gesenius, ihre erste Bildung gegeben zu haben.
- - Pleß (in Ober:Schlefien), 16. Okt. Der 1.5. Okto- ber, Preußens schönster Tag, der Geburtsta Sr. Majesiät un: (eres vielgeliebten Königs, wurde auch dieses ahr wieder bei uns solenn und um so feierlicher begangen, als die Anwesenheit Sr. Durchlaucht des ältesiregierenden souverainen Herzogs zu Anhalt und der Durchlauchtigsken Frau Herzogin den Festtag verherrlichte. Schon am Morgen hatte sich die hier garnisonirende ?te Eska- dron des “Iten ["Men-Regiments auf dem hiesigen Markte in Parade aufgestelie und wohnte dann, nachdem sie ein dreimaliges freudiges Hurrah ihrem Herrscher dargebracht hatte, dem in den Kirchen beider Konfessionen veranstalteten feierlichen Gottesdienste bei. Se. Durchlaucht der Herzog hatte ein Diner von 140 Cou- verts zu arrangirrn befohlen, zu welchem nicht allein das hiesige Ofßzier-„Corps und sämmtliche Stände des Fürstenthums, sondern auch die Geistlichkeit beider christlichen Glaubensbekenntnisse und die höheren Königlichen Staats: und Herzoglichen Ober:Beamten eingeladen zu werden die Ehre hatten. BeiTrompeten- und Pau- kenschall und unter Abfeuerung der im Schloß:Park aufgesiellten Bölier wurde von Er. Herzogl.Durchlaucht, nach voran egangener Hinweisung auf die wichtige Veranlassung der TagesJeier'durch herzliche tief gefühlte Worte, auf das Wohl Sr. Majeßat des Königs ein dreinialiges Lebehoch ausgebracht, in tvrlches alle An- wesendcn mit drm größten Enthusiasmus einsiimmten.
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Production, Einfuhr und Besteuerung des Eisens in Frankreich.
© Paris, im Oktober. Der Tarif, der unsere Meisl!- Produkte gegen die fremde Konkurrenz beschüßt, betheiligt zii viele und zu verschiedene Interessen, um nicht der Gegensiand haufiger
Diskussionen zu werden, welchejcßt, bei Gelegenheit ,der schweben: den Verhandlungen mit Belgien, nur um so lebendiger gewordrn sind. Der Ackerbau beklagt fich über .die Theuerung, welche, in Folge dieses Tarifs, die Ackerbau:Gerarhe treffe. ,Die Manu- faktur-anusirie behauptet, daß der Preis des Gußeiseps und des Eisens durch jenen Tarif erhöht und, auf die FabricatwnßKosien zurückwirkend, unsere Fabrikate auf auswärtigen Markten, ge- genüber den gleichartigen Fabrikacen anderer Lander, in eine un: günstige Lage verseße. Der Seehandel betrachtet dcn Einfuhrzoll auf das Eisen als eine der nächster. Ursachen, daßunserSchiffbau so eheuer zu stehen kommt, und erklärt, daß dieser Zoll Wegen der höheren Fracht unserer Schiffe auf unseren auswärtigen Handel restriktiv zurückwirkc, während er zu glrichrr Zeit unseren Ladungen eine große Quantität von Waaren, die wir mit Vortheil gegen die Produkte unseres Bodens und unserer Fabriken austauschen könnten, benimmt. Drei große anrressen vereinigen sich demnach, um eine Verminderung des Eisenzolls zu verlangen; doch keine jener Betrachtungen, die sie geltend machen, bleibt unbeantwortet.
?er Industriezweige in Frankreich, antworten zuerst die Bergwerksbefißer, haben ein Interesse, das bestehende Schuß: System zu erhalten; was also das Prinzip anbelangt, darf keiner von ihnen sich über die Aufmuuterung, welche der Schuß:Tarif verleiht, beklagen. Die MctaU-Produkte sind nicht mehr geschühk, als die meisten übrigen anustriezwei e. Denn die einen sind durch Schußzölle, die anderen durch erbot gesichert. Zm Zn- nern des Landes wird der erhöhte Preis des Eisens vom land: bautreibenden Konsumenten ?etragen, es ist dies ein Opfer, wozu er sich im Interesse der I ational:?[rbeit verstehen muß. Bei der Ausfuhr erhalten die vorzüglichsten Produkte unserer Fabriken ihre Rückzdlle, so daß sie jederzeit im Stande sind, durch Ver: minderung des Preiscs mit gleichartigen fremden Waaren im Inland zu konkurriren. Was den Seehandel betrifft, so lebt er ja selbst unter dem Schirme von Schuhgeseßen, die ihm den Ge- brauch seiner Schiffe sichern, das Handels:Monopoi mit dm Kolonieen geben, eine privilegirte Aufnahme in der Hauptstadt verleihen und ihn sogar durch besondere Prämien ,in einigen Unternehmungen, wie den großen Fischereien, ermuntern. Es ist also gerecht, daß er die Lasten eines Systems, von dem er seinen Nu en zieht, mittrage. Dies sind briläufi die vorzüglichsten Grunde, die zu verschiedenen Zeiten in dieser Frage dafür und da: gegen vorgebracht worden sind.
Nichtsdestoweniger haben die Interessen der Production und der internationalen Verhältnisse, die ebenfalls unter einem zu exklusiven Tarif leiden, so wie der Wunsch, so viel als mög: lich die widerstrebendcn Forderungen der Interessenten mit der Nothwwdigkeit, darüber zu wachen, daß die großen Industrie: zweigt durch übertriebenen Schuh nicht fiationair bleiben, in Ein: klang zu bringen, mehrmals schon die Regierung bewogen, "é izn- tersuchen, welche Aenderungen der Tarif des Eisens zulassen durytr.
Zu diexm Ende wurde die Untersuchung von 1828 angeord- net. Der oll war damals folgendermaßen festgesrht: , Rohes Gußeisen ......................... 9 Fr. pro 100 Kilogr- Zm Zolzfeuer gehämmertes Eisen ...... 15 - : 100 -
m teinkohlenfcuer gehämmertes Eisen 25 7 : 100 :
Der Mittelpreis des Französischen Gußxlsknö To“ 18 F'- 64Cent. und das Englische Gußeisen von nämltcher Ieatur koi?!“ auf unseren Märkten nur 13 Fr. 75 Cent. pw FW" O'M- also war das Franzdfixche Gußeisen um 71 Fr. 89 »I"; RCL: aber dafür betrug der énfuhrzoll des Englischen G'Éä'dkkisenö „: Eben so war der Mittelpreis des Französskkkkzméxr ““ck, wohl im Holz:, als im Sceinkohimch-k Ick *