1842 / 306 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

' lei wi n' e, und vielleicht an leich wichtigere FWKi-“ZTM-gßn maihk- gSitti-"chkeit _bedin te „Ötaats weckt zu fördern. Wenn es aber überall bedenklich er eheim, au Gegen- siände der Industrie und Gewerblichkeit,“ die am ficherßen der Privat:Speculaton überlassen blieben, Seitens des Staats einzuö wirken und durch künsiiiche Vkittel Kapitale darauf hänzuleitm, so sey dies bei Eisenbahnen um so n," r der all, ais ey jeden- falls schwer halten würde, den M! rauch er Garantie durch ieichtffnnige und Unvorfichtige Baue zu verhiiten. _Unter diesen Umsiänden, und bei der anerkatinc hohen Wichtigkeit der Sache, ct'scheine es gerathen, dieselbe emer nochmaligen Bexathung der

binnen wenigen Monaten zusatnmeiitreketiden Provenz-alEandtage zu unterwerfen, indem man bis dahin _Zeit gewannen werde, noch mehrere Materialien zu sammeln und Ansichten zu berichtigen. Dem entgegen fand sich der vorstßende Herr Minister noch zu dsr aligemeinen Bemerkung veranlaßt, daß, wenn in der Denk: schrifr das Maximum der zu ggrannrenden Zinsen auf ZZ pCt. angenommen worden, dadurä) keinesweges ausgesch'loffen sey, daß eben so, wie einerseits dieses Maximum nicht uberall voll ge: währt zu werden brauche, so auch andererseits in Fäüen, wo dasselbe für den Zweck neicht ausreichend seyn möchte, die Garantie eines höherenZinssaßes ubernommen werden könne, denn es komme nur darauf an, daß die für die Garantie derCisenbaixn-Zinsen in

Aussichr genommene Summe im Ganzen nicht uberschritten

werde.

Was die in Legung genommene Rentabilität der Rheinischen mid Däyseidorfer Bahnen anbelangt, so hob der Herr Minister hervor, daß solche mit Terrain:Schwierigkc-iten zu kämpfen hätten, w:o fie kanm in Europa weiter vvrkämrn, daß aber sich zur Zeit übsrali nicbt beurtheilcn lasse, ob sie nicht in der Folge dcmunge: achtet gut rcniiren würden, wasjedenfalls tvahrscheinlicher sey, als das Gegentheil.

Sodann bemerkte derselbe wiederholt, daß, nachdem die Frage, ob der“ Staat selbst den Bau übernchmen solle, Gegenstand der" sorgfältigsien Prüfung gewesen und aus überwiegenden Gründen auf das Bestimmtesie verneinend entschieden sey, es gerochen er: scheine, jede fernere Diskusfion hierüber zu vermeiden.

Andererseits hatten fich aber auch mehrere Stimmen für un- bedingte Bejahung und zu Gunsten der" Garantie ausgesprochen. Man glaubte in derselben das beste Mittel zu finden, die Actien- Unternehmungen wiederum zu heben und zu beleben, ein Mittel, welches gerade deshalb dem Bau durch den Staat vorzuziehen sev, weil dadurch ohne Zweifel große Kapitalien des Auslandes

mit herangezogen werden würden. Mißbrauch der Garantie zu verhüten, konne dem Staat nicht schwer fallen, und verstehe es fich von selbst, daß er sich ein Mitbeschluß:Recht bei der Eisenbahn- Verwaltung, ja in einem nothwendigen Falle ein förmliches Veto vorbehalté.

Es wurde hervorgehoben, daß gerade in der Zins-Garantie dcm Staate die mannigfaltigsken Mittel gewährt werden, auf die Privat:Speculation und durch sie auf das Gedeihen der Eisen- bahnen hinzuwirken.

Auf die fernere Bemerkung, daß, wenn auch die Nothwen: digkeit und Zweckmäßigkeit der Zinsen:Garantie an fich besiehe, dem Staate doch außer der letzteren noch andere gewichtige Mit: tel zur Förderung des Eisenbahn:Cysiems zu Gebote stehen, ua- mentlich darin, daß er die schwierigen und kostbaren Vorarbeiten durch sein? Beamten ausführen lasse, trat der Herr Minister mit der Aeußerung bei, daß solches den Absichten des Gouvernements entspreche, wie dasselbe auch bereits mehrfach bethätigt habe.

Eben so bemerkte der Herr Minister auf eine desfallslge An- frage, daß eine Revision des jeßt bestehenden Eisenbahn:Geseßc-s allerdings bevorsiehe; d'iese sey in demselben ausdrücklich vorbehal- ten und auch erforderlich, weil dajseibe Spuren einer den Eisen: bahn:Unrernehmungen minder günstigen Tendenz an sich trage, als solche mit dem !ebhafren Interesse Vereinbar erscheine, welches jeßt der Staat dafür bekundet.

Hiermit wurde die heutige Sißung geschlossen.

Zcitungs-Uachrici]tcn. Ausland.

Frankreick).

Paris, 29. Okt. Der Indische Fürst Dwarkanauth Ta- gore ward vorgestern Abend von dem Könige empfangen. SÉ' Majestät geruhte bei dieser Gelegenheit vieon dem gewohnlichen .Hot- ceremoniell abzusehen, und erwies dem Fursken die Chere, ihn per:- söniich in den Kreis der Königlichen Familie einzufahren. Die Gemächer, durch dieisich der König mitseinem Gasie begab, waren glänzend erleuchtet, und Dwarkanauth drückte besonders sein Er- staunen über die schöne Sammlung Chinesischen Porzellans 0136. Der König unterhielt fich den ganzen Abend über" mit dem Fur- sten, und err'egte dessen Bewunderung durch die bis in die klein- sten Details gehende genaue Bekanntschaft mit den Indischen Angelegenheiten.

Der Constitutionnel enthält heute folgenden Artikel: „Niemand hat sich entschiedener als wir gegen das Durchsuchungs- YUM ausZesprochen; aber die Vertheidigung der Würde der Fran- zo'fische'n Flagge und der Freiheit unseres Seehandels wird uns nlcht uber das Ziel hinaizs fortreißen. Wir wi-rden uns immer vor den beiden Fehlern hyten, den öffentlichen Geisi bis zum biin:

d?" L"") systematischen Oqß gegen England anzureizen und den zugleich p911k*sch?n "nd chk1sklichen Gedanken dcr Emancipation der Sklavin m unseren Koionieen aufzugeben. Wir glauben im Ge: ggntheil, daß der Streit oder das Durchsuchungs:Rechr eine überaus gunstige Gelegenhklk in einer" weisen und vorfichtigen Emancipation hexvorgerufen hat. Er dienteals Gegengewicht gegen die zu heißen Letdeyschaften einiger Abolitionisken; er hat den gefährlichen Ver- thetdigern der Squverei jeden Vorwand zu der Behauptung ge: raubt, daß_Frankretch Jus den Untergang seiner Kolonieen sinne; es hat e_ndltch den gcmaßigtin U;“ld praktischen Geistern das Mit: tel an die_Hand gegeben, die Losung des schwierigen Problems der Befreiung der'Sklaven und der Aufrechrhaltung der Arbeit in Frieden zu betreiber). Der Herzog von Broglje, Präsident der Emancipations:Komn1isfion, ist mit der Ausarbeitung eines Schluß: „Berichtes über diesen Gegenstand beschäftigt. Diese Kommission entschied in ihrer ersten Sesfidn die Frage über den theore- tischen Gesichtspuenkt, und eroffnete' eine Untersuchung über das beste Ausfuhrxm-Js-Systeten; m der zweiten Session enewarf sie zwei Ge xsEntmee über die Befugnisse der Kolonial-Conseiis und u er das Hypothekenwesen der Kolonieen. Gleichzeitig waren die Spezial:Conseils damit beschäftigt, die Fragen zu beantworten, welche die Kommission, an fie gerichtet hatte. Das Resultat dieser Arbeiten der Spezial-Conseiis isi in Paris ein erroffen, und die dritte Sasson der Kommission wird mit der

Er rterung über die verschiedenen Dokumente ausgefüllt werden,

2206

Man hat in verschiedenen Journalen die von den Gouverneuren unserer Kolonnen ausgesprochene MWMZR bereits entwickeln wollen. Wir glauben zu wissen, daß diese einung, obgleich die Schwierigkeiten der Emancipation einräumend und gewisse Be- dingungen aufstellend, ohne welche die Emancipation eine Un : rechtigkeit und eine Gefahr seyn würde, doch entschieden günsYg für die Maßregel selbst lautet, Die Emancipation wird von km Gouverneur"! als rechtmäßig und ausführbar betrachtet.“

Herr Fuichiron hat an das Journal des Débats ein Schreiben gerichtet, worin er erklärt, daß die bei ihm stattfindende Versammlung mehrerer Depuric'tcn nur zum Zweck habe, die Frage we en des Zol]:Vereins mit Belgien zu prüfen, aber keinesweges bea sichtigt, im Voraus und ohne eine gründiiehe Prüfung, jenen Plan zumScheitem zu bringen. Uebrigens hätten fich seineehren: werthen Kollegen niemals als Deputirte bei ihm versammelt, sie hätten nur geglaubt, von der Yesugniß Gebrauch machen zu kön- nen, die jedem Französischen Burger zustehe, nämlich fich mit den großen "interessen des Ackerbau's, der Fabriken und des Handels u beschäftigen. Man habe den Gegenstand besprochen, aber es key kein defiintiver und gemeinjchaftlioher Beschluß gefaßt worden, da man über nichts ab estimmt habe.

Der Cthalier Ru o, Minister des Bey's von Tunis, isi in Paris eingetroffen.

Der Pariser Pfianzengarten hat in kurzer Zeit wieder eine änniiche Giraffe zu erwarten, welche Clot:Bey, Leibarzt des Vicc- bni s von Aegypten, demZnsiitute zum Geschenk“ gemacht hat.

örse vom ".'9, Oktober. Die Französischen Renten, die zu Anfang der heutigen Börse sehr fest waren, gingen in Folge zahlreicher Verkäufe bald wieder zurück, und die :iproc. Rente schloß zu 79.95.

Großbritanien und Irland.

London, 29. Okt. Die auf den !. ?ovember anberaumt? Abreise des Hofes von Windsor nach Brighton ist um B' bis “10 Tage hinausgeschoben worden.

Der Globe erklärt, für das Gerücht von wahrscheinlicher Einberufung des Parlami'nts auf den Anfang Januars keine glaubwürdige QueUe auffinden zu können. Zu der Regel beginnt die Geschäfts:Session des Parlaments bekanntlich in den ersten Tagen des Februar.

Der große Rath des Vereins gegen die Korngeseße hat eine Adresse an das Englische Volk erlassen, in welcher dasselbe zu einer Beisieuer von 50,000 Pfd. für die Zwecke des Vereins aufgefor- dert wit'd.

„Der Verein“, heißt es“ in diescr Adresse, „iii aus der Ueber- zeugung hervorgegangen, daß dieBrsckiränkung dchctraidc Einfuhr eine eben so unweise und seibsimdrdcrischc wie ungerechte undtyran- nixclic Politik iii. Dieser Politik schreibt ste es zu, daß die Woll- m rktc in schneller Reihenfolge ciner nach dem anderen uns verx schlossen werden, und daß demzufolge unser Fabrikwesen dcm Drucke erliegt, das Fabrikwesen, welches Millionen von Arbeitern bisher jbre Subfiücnzmittcl geliefert, den Grundherren dcn Werth des Grund und Boden:: mehr als verdreifacht, dic HülquucUcn der Nation troß dem beispiellosen Abgabendrucke vermehrt, in der Vergangenheit das anßerordcntlicbsie Fortschreiten des Volkes, cin Fortschreiten, beispiel- los in der Gcschichte, hervorgerufen hat und für die Zukunft die fichcrstc, aber auch einzige Ausffcku darbietct, die Bedürfnisse einer wachsenden Bevölkerung zu bestreiten und unser Vaterland ,in der SteUung einer friedlichen Suprematie _ unter den Nano.- nen der Erde zu erhalten. Die Reüriktw-Politik legt die Axt an die Wurzel unserer National .- Wohlfahrt. Sie ver- mehrt nicht nur die tcmpornire Verwickclung der Handels-Vcrbält- nisse, sondern verursacht einen unaufhdi'lichen, zii gänzlichen; Ver- derben hinführendcn Druck. Daher der Krieg auf Leben und Tod, den der Verein gegen dieses Sinicm unternommen hat. Wir haben zu kämpfen gehabt mit der Unwissenheit und den „Vorurtbcilen der Menge und mit den widerürcbcndcn ““ntxgcffen Einzelner. Erfolg ließ sich nur erringen, wenn man be dnentlicbe Meinung in so klarer, rntschicdcncr und allgemein faßlichcr Geüalt darstellte, daß sie unwidcrßeblich war. Und nach diesem Punkte bin haben wir Fortschritte cmacht; langsamer freilich, als die Verarmung der in- duiiciellcn KJaffen und das Elend des Volkes wünschenswertb er- scheinen ließ, aber doch in einer Weise, wclche dafür zeugt, daß wir auf dem rechten Wege snd, und welche uns zu verdoppelterAnÜrcn- gung anspornt.“

Die Abreise zähle nun die Mittel auf, welche der Verein zur Erreichung seines Zweckes angewandt hat: Zwei tausend Vor- lesun en uber die Korngesehe, fünf Millionen Traktätchen unter das olk veriheilt, Petitionen an das Parlament, mit Millionen von Unterschriften versehen, fünf mal wiederholte Konferenzen von Deputirten des Vereins, die fich in London Versammelt haben, endlich Zusammenkünfte von Geistlichen in Manchesier, Edinburg und Carnarvon, in welchen in öffentlichen Reden der Widerstreit der Korn eseße gegen den Willen derihre Gaben für Alle bestimmenden VorseZung dargelegt wurde. Auf diese verschiedene Weise isi ein Fonds von 100,00!) Pfd. aufgewendet worden, und Wenngleich die Bemühungen, wie die Adresse sagt, nicht ganz fruchtlos gewesen smd, vielmehr eine Modification dei“ Korngeseße erreicht worden isi, so bedarf es doch noch anhaltenderAnstrengung, um das End- ziel zu erreichen, und deshalb fordert die Adresse zu timer Geld- Beisteuer auf. Es sollen, wie früher, wieder Subscriptionen im ganzen Lande eröffnet Werden, nach deren €chiuffe, derim Januar 1843 statthaben soll, eine große Versammlung des Vereins unter Zuziehung aller ihr günsiigen Parlaments:Mitglieder in Manchester gehalten werden wird. Bis dahin wird sich der Verein auch über das Detail ihrer ferneren Operationen verständigt haben.

Die Zahl der Verurrheilungen von Seiten der jelze eschlos- senen Spezial:Gerichtshbfe in den Fabrik:Disirikien ist ?ck!“ be- deutend. Zn Staffordshire, wo 274 Personen vor“ Gericht ge: sianden haben, smd nicht weniger als 54 zur Deportation, darunter 11 auf Lebenszeit und 13 auf 21 Jahre, verurtheilt worden, und die Zahl aller in Stafford gefaliten Straf-Urtheiie, welche im Uebrigen auf Gefängniß mit oder ohne Zw9ngs:2[rbeic lauten, beträgt “219, so daß nur 55 anividueq freiYesproth worden sind. Vor den übrigen Spezial : Gerichesh fen. ist die Zahl der Verurtheilungen viel eringer gewesen, wenigstens bere'ch- net der Globe die esammtzahl der_ zur Deportation Verurtheilten (mit Einschluß der 54 in Stafford). auf nur 84 und die Zahl sämmtlicher übrigen Straf-Uriheile, welche gefällt worden find, auf etwas mehr als (300, wobei indeß zu be- merken ist, daß der Prozeß ge en Feargus O'Connor und 60 andere zu dem sogenannten ExeYutiv-Rathe gehörende Chartisien, welcher in Liverpool vorgenommen Werden soUte, erst noch im Januar vor den Assisen stattfinden soll. Der reitenden Miliz vo," Staffordshire, Welche fich während der Unruhen durch ihren Eifer skb!" aus tzeicbnet hat, is eine Entschädigung in Geld zuge- dacht, Fu wel em Zwecke eine Subscription in Gang gebracht worden j['k- an dercn Spitze der Premier-Minisier mit einer Bei- steuer von 100 Pfd_ stehe,

D,“ Glasgow Constitutional theilt einen längerenBrief “"'“ *" d?" Gefangenschaft Akbar Chan's befindlichen Offiéiers von dem niedergemetzelten 44sien nfaneerie-Regimente mik, we ckn-

Kabui, datirt i . Der Offizier, der sich, wie andere seiner Schick- sals:Genossen, ber seine Behandlung von Seiten Akbar Chan's im Ganzen günsig ausspricht, äußert die Hoffnung auf seine Be: freiung vor Eintritt der kalten Jahreszeit, ehe aber dabei von dem Gesichtspunkte aus, daß das ritische Heer bald im AnÉesickpt von Kabul erscheinen werde, und daß man dann tipulationm zu Gunsien der Gefangenen werde erzwingen, können; zugleich berichtet er, daß Akbar Chan dax ihm fur die Gefangenen gebotene Lösegeld abgeschlagen habe, mit dem Bedenken, Geld wolle er für deren Freigebung nicht ha- ben, sondern die Zusicherung der Freundschaft Englands. Nach Angabe dieses Briefes wären, außer einigen Offizieren, nur noch zwei Unteroffiziere und 17 Soldaten von dem 44sken Infanterie: Re imente übri , weiches freilich, nach Verlust von 100Vkann in Ka ul selbst, s on beim Beginne des Rückzuges nur noch 392 Kampffähige zählte. Die Gesammtzahl der seit dem Ausbruche der Znsurrection gefallenen Britischen Offiziere, mit Einschluß der sogenannten politischen )! enten, wird in dem Briefe auf [02 an: gegeben, von dcnen das «Be Regiment allein 22 verloren hat.

Belgien.

Brüssel, 29. Okt. Deandé-pendant enthält in seinem heutigen Blatte Nachstehendes ber die ZoU=Vereinigung zwischen Belgien und Frankreich: „Das Projekt einer ZoU:Vereinigung mit Belgien hat in Frankreich eine Aufre ung erzengt, die, im Falle sie noch weiter um fich greift, ein 'Bendant zu der Aufm: gung seyn wird, die im vorigen Jahre wegen der Volkszählung

vom 5. Juni aus Kelah-Mera: ore, fünf Englische Meilen von

herrschte. Die Industriellen, weiche fich durch das Frojekt be- droht glauben, vereinigen, koalisu'en sich, oder" vielme 7, sie er: neuern, schließen und verstärken ihre Coalition. Ihre gewöhnlichen Comité's reichen nicht mehr aus; die Handels:Kan1mern und die

! Munizipal:Consei|s find außerordentlich einberufen worden, um

fick) dem Projekt zu widerscßen, und als wenn es nicht genug wäre, der Regierung die Wünsche zukommen 1- lassen, deren Prüfung und Beurtheilung iht" zusteht, ist fur“ die ersten Tage des nächsien Monats noch ein wahrhafcei' industrieller Konvent nach Paris berufen; die Versammlung Fu!- chiron war nur der Vortrab desselben. _ Ein Französisches Ion!“- nal, der Courriei', hat sich mit Recht gegen diese Maniskßa- tionen erhoben; sie sind ordnungswidrig, wenn nicht gar_ungksch“ lich, denn sie hemmen den Gang der Regierung, slk „schwächen ihre Thätigkeit, greifen in den freien Willen ein, den sie bei der

' Ausarbeitung und Vorbereitung der Verträge oderGeskß-É'MWÜM

haben muß und üben einen moralischen Zwang aus auf dichle!“ mern, die in ießter Insianz zu entscheiden h;:beii und gn die sci) zu wenden, nach unserer Ansicht weir vernunftigcr wake',_d*'1"1 ihre frühere Handlungsweise muß den VerthetdtJer dcr Hemd“ schung dcs Tarifs eher Furcht, als Hoffnung ein oßcn.

„Diese Manifestationen erscheinen tms beklagenswi'ith, weni- ger“, Weil sie der Union feindsclig smd, *- eine Frage", die nur zu vielen Schwierigkeiten aller Art umgeben ist, als daß ihre Lbsung bald zu erwarten sey, -- als vielmehr, weil sie his zur Opposition gegen jede Erweiterung dci" Beziehungen Fkünkl'UÖC W'" Auslande gehen, wmn diese Erweiterung auf keine andere Weise ais durch Ermäßigunq der Zölle auf einige Artikel zu erlangen „lik;

„Die Franxdfischen Jndusiriclicn erwäich nichr k!)“ ;kagen der" von ihnen erhobenen Forderungen; ihre Tolstoi“ ki? k!"? "“kalt“-', retrograde, saft eine Politik der Wilden. Di:" Lébren bft“ Ver: gan enheit, das Beispiel Englands, die unbesireitbarsien Prinzipien der ational-Oekonomie werden von ihnen mit einer un laubiikbm Geringschäßung verworfen. Dies kann die traurigsten :olgm für Frankreich haben. . Gegenwärtig kann keinVolk mehr isolirt [eben. Fl'ankt'eich sollte sich an die ungeheuren Schwierigkeiten erinnern, welche ihm der" Traktat vom 1.5. ani 18-10 dadurch be- reitete, daß er es nach alien Seiten hin isolirie; dieset“ Tra'ktar hat ebenfalis bewiesen, daß die Zcit der innigen '.)lliianzen voi'uber ist und daß die Allianzen dcs Zriierexses an ihre Etoile tt'eeeen muffin. Obgleich nun diese sich auf politische Jntcreisen stoßen, so find es doch vornehmijch die materiellen Juteresscn, wo: dukrch fie hervorgerufen und konsolidirt werden. Es isi dahei' un- moglich für Frankreickx, irgend eine jener Allianzen zu schließen, wenn es, stark sein Prohibitiv:Sv|iem aufzugeben, dasselbe in sei: ner ganzen Strenge und ohne Ausnahme gegen alle Völker" bei: behalten will. Dieses System isi mit vielen Gefahren verknüpft, es kompromittirt dieZukunft, indem es Ach der Gegenwart zum Opfer bringt.“

Deutsche Bundesstaaten.

. Miinchen,. 29. Okt. Ein diesen Mittag erschienenes Re: gixrun?s:Biatt bringt efolgendc Königliche Erklärung: „AZii' haben mit le hafrem Vergnugen die Glückwünsche empfangen, welche Uns aus Anlaß der Vermahlung Unseres vielgeliebten Sohnes, des Kronprinzen, mit Ihrer Königi. Hoheit det" Prinzessin Marie von Preußen, Unserer" vielgeliebten Schwiegertochter, aus allen Thei- len Unseres Reichs zugekommen. Des Landes allgemeine Freude, die sick) darin so innig ausgesprochen und in frohbegangenen Festlichkeiten alierwäi'is kundgegebcn, erhöht die Unsere, und gern erkennen Wii“ in ihr der Bayern [iets bewährte Liebe zu Um! und Unserem Köniqli: chen Hausa. Sic qiic Uno für die fesie Bäi'gscLaft, daß diéseö neue, unter dem göttlichen Beistand geschlossene &hebündniß tür Unseres Reiches Zukunft segenvoli, und doppelt schäßbar ist es deshalb Unserem Vaterherzcn, Mit Rührung danken Wir an: durch für der Uns dargebraohren Wünsche gefühlvollen Ausdruck, und erwiedei'n llnset'em Volke dieses Zeichen seinerTreue und An: hänqlichkeit in unveränderlichen wohlwollenden Gesmnungen mit der Versicherung Unserer Königlichen Huld und Gnade. Mün: chen, den 26. Oktober. Ludwig.“

. Hannover, 25. Okt. (A. Z.) Am vorgesiri en Tage em: psmg der König eine Deputation eines Theiis der Fiesigen Bär: gerscvaft, die neben Abstattung von Glückwünschen zu des Königs Genesung und des Kronprinzen Verlobung abermals die Bitte vor: zutragen hatte, daß der König dem gegen die Mehrzahl der Mie: glieder des hiesigen aligemeinen Magistrats obschwebenden Pro eise durcb Niederschlagung ein Ende machen und die Beklagten in Keine Königliche Gunst wieder aufnehmen wolle. Die Petenten hatten zwar Anlaß zu einem solchen Anliegen, denn sie erschienen qiück: wünschend gerade deshalb, weil man den Magistrat zu diesem ZWeck nicht hatte empfangen wollen; allein eben diese Abweisung eines ehrerbieti en und theilnehmenden Glückwunsches aus dem Munde einer agisiratsperson war auch ein Zeichen der fort: dauernden Ungunsi, in welcher die Obrigkeit der Stadt bei den hßobelstehntPersonen sieht- Der König hat jene Bitte entschieden a g e n. _

*ki- Weimar, 31. Okt. Die Vergnügungen und Feste, welche dem neuvermählten Fürstenpaare veranstaltetwerden, dauern immer noch focJt und zeigen von einer seltenen Liebe und Anhäng- lichkeit der Weimaraner an ihr Fürstenhaus.

Montags den 24. Oktober erschien das junge Fürstenpaar im

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Theater, wo der Jubel des Empfangs kein Ende nehmen wollte. Man gab ein Festspiel von Riemer und Cberwein und darauf die Oper: „Das Nachtlager von Granada.“ Donnerstag, den 27. Oktober, erfreuen die hiesige Gesellschaft: Zur Harmonie, die höch- sien Herrschaften und die anze Residen mit der Darstellung einer Banern-Hochzeit von einer Zo geschmackvo en, sinnigen Anordnung, wie solche wohl selten vor esiellt worden ist. Achtund wanzig Wa- gcn fuhren in den SchloßJof und jeder Wagen repräkentirte einen Gegenstand von den Ei enthümlichkeiren des Dorflebens oder der Dorfwirthschafs-MWä te. Zeder Wagen hatte einen oder zwei ländlich gepuhte Vorreiter. Der Anordner dieses Festzugs war der Vorsteher obi er GeseUschafk, Hauptmann Weiland, bekannt durch die Herausgaße vieler geograpéischer Karten. Abends war großer Fackelzug der Bürger der Refidenz in den Schloßhof, uber 2000 Fackeln stark. Der Erbgroßherzo kam sogleich vom Schloß herab, dm'chging die Reihen der Fackeln" ger und die Worte, welche er", ge: rührt über die große Liebe, die er in der Residenz gefunden, als Dank für die Bürger aussprach, werden uns unver eßlich bleiben. Freitag den %*,-ckMode!“ gab die Gesellschaft „Die Lrholung“ den Neuver- mähltm einen großen Festball. Sonnabend den 29. Oktober ent- zückten Lißt und Rubini das übervolle Theater in einem Kopzert zum Besten der hiesigen Stade-Armm, das die Höchsten Herr: schaften mit ihrer Gegenwart beehrten. Sonntq den 30. Oktober marschirten SchüsemGeseUschastm aus 12 St dtm,e etwa 500 “Mann sack, durch die Stadt in den Schloßhof und uberrcichten den hohen Neuvermählren einen silbernen Pokal. Des Abends beehrren die Höchsien Herrschaften einen Ball derselben im Büchsen: Schießhausc mit ihrer Gegenwart.

Die hiefi e HofBuchhandlung hat den hohen Neuvermähleon als Fesigeschen? äberrcichk: Stammtafeln des Großherzog: lichen „Hauses Sachsen :Weimar:Eisenach, deren Vll“- sasscr ein hiesiger hoher" Staats:Beamter seyn soll.

Außer der Prinzessin Karl von Preußen und dem Herzog Bernhard mit Familie haben uns sämmtliche hohe Gäsie wieder veriaisen.

Leipzig, 1. Nov. (L. A. 3.) Gestern fand bei hiesiger Universität der alljährliche Rekroratswechsei ftatt, der, Wenn er auch schon vici von dcm Glanz verloren, mit dem er in früherer Zeit bekleidet gewesen, doch in althei'gebi'achtet' Weise noch mit größerer Feierlichkeit begangen wird, als auf den meisten anderen Universitäten Deutsohlands. Zur Erhöhun derselben, namentlich in den “.)luZen des großen Publikums, tqut nicht wenig bei der öffentliche uszug des gesammten UniversitätNPersonals aus der PaulinerKirahe nach de:" akademischen Aula, bei welchem derRek: tor, die Dekane und Pedclie in ihrer alkerthümlichen Amts: tracht erscheinen. Die Feierlichkeit in der Aula eröffnete dci" iinioerfitäts: Sänger-Vcrcin mit der Aufführung eines (;immu von CG. Müller. Die Rede des abgehenden Rektors, des Kirckienraihs |)r. Winkl", welche eine Uebersicht derEi'eigniffe und Veränderungen bei der Universität während seiner Amtsfüh- rung gab, fesselte die aligemeinsie Aufmerksamkeit theils durch in: rci'eisance Darstellunkq, thcils und insbesondere durch klassische Diction, und die Warme, mit der sie vorgetragen Wurde. Durch den Tod Vektor die Universität im vorigen Jahre eines ihrer (Hinder, dcn Professor" l)-'. Krug, der 330 Jahre hindurch an dci": selben gelehrt, durch Weggang ebenfalls eines, den Hofrath und Professor |)1'. Puchta, dcr xum Nachfolger von Savigny's nach Berlin berufen wurde. Den angestellt wurden ])1', (3,5. "aussen aus Kiel als ordentlicher Professor der praktischen „mars: und Kameralwiffenschastkn, und ])r. K. F. Naumann aus Frei: berg ULI QYßU'N'dknklichkl' Professor der Mineraiogie und (Urolo- gie. Der bisherige ordcntiiche Professor der Mathematik“ Dt'obisch wurde zum ordentlichen Professor der Philosophie und der bis: herige außerordentliche Professor Becher zum ordentlichen Pro- fessor" der Archäologie befördert, “Lilo Privat:Dozent habiliiirte sic!) nur Eincr und zwar in der theologischen Fakultät, der Lizen- tiat M. F. Delißsch. Promovii't wurden bei der theolegischen Fakultät “.' Lizentiaten; bei der juristischen Fakultät 10 Doktoren, darunter der Stadtrichicr zu Leipzig Johann Augusi Adolf Tsin- ter; bei der medizinischen “19 Doktoren, und bei der philosophi- schen 28 Viagisier und Doktoren, Von den Studirenden ver: [70113 eine tmqewöhnlich große Zahl, nämlich “14, darunter einer in Folge eines Duells und ein anderer durch Selbstmord. Abgegan: gen sind 291, aufgenommen 294; nur ein Einziger wurde konst- |i1*t. Mehrere große Baue der Universität, deren eine:" auch das „chemische Laborawrium aufzunehmen bestimmt ist, sind in der Aqsfuhrung degrtffen; neben dem Denkmale des Landgrafen ,Dtezmann'erhait die UniNrfitätö-KiWe auch eine neue Orgel. Lin Vermachimffen erhielt die Universität durch das Fräulein Joh. Eleonore Bose, die Tochter des Professors der “Medizin, die Cuinnie v.o_n [0,000 Rehlr. und durch die verwittwete Johanne Ulrike Weitz? wurde eine Konviktsielie begründet. Die Zahl der akadeinijclY-n Lehrer beträgt 100; von ihnen sind für das gegen- wärtige Eemesier 5502 Vorlesungen, Examinatorjen, Repetitorien und (indem- _Uebungen angeseßt (nicht bios “.'-“31, wie fi'i'thet' irt": t_hun„1[cch [*éi“lchk?k wurde) und zwar in der theologischen Fakultät 00, !n'_di'l' juristischen 40, in der medizinischen 7x, und in der phj: [osophljchkn 1228, Nachdem der abgehendeRekiot' den neugewähl- ten, dci) Do'mherrn und Professor |)-*. Schiliing, vereidct und die Ziiffgmcn ubei'reicht, legte Lehrercr in einer ausführiichen Rede seine Ansichten über den Werth d?!“ allgemeinen Wissenschaften, der klassichen Sprache, der“ Philosophie und Geschichte für die Rechtswiffenschafr dar, worauf die Feier mit dei'AiiffY-hmng einer" Composition von Fr. Schneider endete.

Karlsruhe, 29. Okt. Das Großherzogl. Staats: und Regierungsblatt enthalt folgende landeshert'liche Verordnung: „Leoyoid von Gottes“ (Maden Großher o von Baden Fer ".o." Zährmgen. Die Deutsche BundY5:Vck'si19nlmlun hai ,inyibthgr Setzung v_on_1_ 26. März 1811, ziir forttfikatoriscistn Sechcrücllung dcr Ober-Rbemtwben Gränzc Deumblands, die Anlegung von Bundes- Fesiungep beschlossen, und als einen der zu befcfiiqendcn Punkte Ra: siatt besinnmt. chhdcm nunmehr auch durch Bundesbeschluß vom 11. August d, I. die Grundlinien der Befestigung von Rasiatt frfi- qcseizt_worden sind,. so Enden Wir Uns bewogen, dieses hiermit zur öffentlichen _Kenntmß zu bringen. Unsere Ministerien des Innern undjdes Kktegcs sind mit den zur Vollziehung obiger Bundes-Be- schlus_'c zu treffender: Anordnun en beauftragt, Gegeben zu Karls- kllbe m Unserem Staats-Mini erium, den 21, Oktober 18/12. Leo- pold. Frhr. v. Blitterödorff. v. Freydorf. Frhr. v. Rüdt. Auf

hdchßen Befehl Sr. Königl. Zoheit des Großherzogs: Büchler,

Das RegieruZJs- [att enthält auch eine Bekannt- machung des Finanz: inisieriums vom 24. Oktober, wonach von deiy nach Geseß vom 10ten d. M. zu kontrahirenden Ansehen von zwolf Millionen Gtzlden für die Eisenbahn-Schulden:TilgungS: Kasse die dem Bedurfniß derseiben für die Budget:?)eriode ent- sprechende Summe von 6,()00,000 Gulden an die Bankhäuser GollA' von Rothschild und Söhne zu Frankfurt a. M., Johann 8“ und_Sohne alida und S. von Haber und Söhne dahier in

2pl'ozknk'gkn Partial-Obligationen käuflich überlassen worden isi,

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und für diesen Beira Partial-Obligationen “von 1000 Fb. „500 Fl- und 100 Fl., ver insliä vom 1. Januar 1843 an, nach dem dabei vor eschriebmen ormular durch ie Us'nb“[)"-Schulden-Tilgungz: Kaä'e werden ausgefertigt werden.

X"!- Fraukfurt a. M., ZU- M. Der Kßnigl. Belgi- sche Nimmt der öffentlichen Arbeiten, Herr Dimaizie-res, war in Begleitun des General-Znspektors der Belgischen Eisenbahnen, Herrn Te ck;mann, und des Eisenbahn:Direkeors Herrn Massui, in den leßteren Ta en ier anwesend, die TaunyNEiscnbahn ken: nen u lernen. on ier hat er fich zu gleichen,! Zwecke nach der traßburg:Baseler Eisenbahwbegebm. Der Konigi. Nieder- ländische Finanz:Minisltk, Herr 910chUsskm M auf det“ Rückreise nach dem Haag hier durchgekommen. .

Die Abrechnung der Börse füx Oktobey ging heute leicht vorüber. Die Fonds gingen zum großten Theil höher, das Geld

war ziemlich fiässig. Oesterreich. *i- Prag, 27. Okt. Die früher gegebene Nachricht über die

Ver die fDonau, isi von verschiedenen Seiten mit dem l),!"gkbe-n angefochten worden, daß der Staat keine Konzession fur" Ei: senbahn:Unternehmungen ertheilen werde, so lange die Eraats- bahnen nicht volicndet. Zur Beurtheilung der“ Richtigkeit die: ses Vorgehens kann nun der Umstand dienen, daß die Eisen: bahn: Unternehmung von Pilsen nach Budiveis die Aljerhöchsie Genehmigung, so wie zur Ausführung durch eine Actien:Gi-scl1- schaft erhalten habe und die Aktien:»ßubscription bereits det“ leb: haftesten Theilnahme sich erfreut. Wie bereits in ft'ühei'en Be: richten übei'dieses, für“ unser Land nicht nur sondern auch für die Erzherzogthünier Ober- und Nieder:Ocsierreich dann für“ Bayern undSachsen so wichtige Unternehmen bemerkt wurde, isi dci" blei: bende Ertrag dieser, zunächst auf die Verfrachiun eines Thesis unseres großen Kohlen-Reichthums berechneten BaFn dadnrch ge: schoki, daß durch einen Theil des AccimKayitalß außer msht'ei'en bereits in sehr lohnendem Betrieb stehenden Kohleniverken, auch Mehrere Schürfungen und Muthungen als volies Eigenthum det" Geselischaft erworben Werden, die in zwei übereinander" liegenden, sehr mächri en Flößen eine überaus reiche Kohlen:Ausbeute fäl" eine lange ?)ieihe von Zahlen verheißen. Durch 'MI-“x-“x Acticn 4"! L"" F!- C. M. soll nun das für alle Ekwet'bungs:, Bau: und Betriebskosten, dann 4 pCt. Verzinsung der Acrien während der *.!jährigen Bauzeit und Bildung eines Reservesonds nöthige Kapi- tal von I,i;71,i]i)i] Fl. C. M. gebildet werden. Bci der aligemei- nen Theiinahnie, dercn sich das Projekt hier und in Wien ersrcuk, ist an der baidigon Zusammenlegung dieser Summe um so iveni: ger zu zweifeln, da durch sorgfältige, der öffentlichen Prüfung dargelegte Berechnungen das geringste Erträgniß der Unterneh: mung mit einer Jahres:Dividcnde von ().? pCt. außer den beson- deren 4 pCt. Kapitals:Zinsen gesichert isi. Da die Bahn in di: l'ektekier' Linie von Un Libliner Giruben über Pilsen bis Budweis -- wo fie an die dortige Bahn nach Linz anschließt -- blos eine Länge von 233 Deutsche Vieilcn beschreibt und der Wohifeilhcit der Kohle, als des Haupt:ijekts wegen, nur für den Betrieb mit Pferdekraft eingerichtet wird, so ist es leicht begreiflich, daß

bei dem angenommenen Überaus niedrigen Frachtsah von blos 1 Kr. pro Centner und Meile die Gesenschaft außer dcmAbsaße der eigenen KohlenYlusbcute von Wenigstens JLUUM) Crx“. jährlich und dem damit verbundenen grwinnreichen Vét'kan nach Bud: weis, Linz, Wien und siromaufwärks nach den Bayerischen Do: nazilanden, noch durch die Verfr'achiung fremder Kohlen, visier Guter" der" technischen und iandwirthschaftiichen Indukirie, so wi:- durch Pet'soncn:TranSport ein nie fehlendes Et'trägniß erlangen wird. Der um die Anregung dieses Unternehmens so hochver: diente Graf Wurmbrand _ dem die Gesellschaft alle bisher“ aus Eigencm besiritkenen Vorauslagen ablösi - hat übrigens auch die AUirhödsie Konzession schon vorläufig erhalten, um später diese Bahn von Pilsen nach Prag verlängern zu dürfen. Den ?icrio: nairen dei“ Pilsen:Budiveiser Bahn ist das Vorrecht kar die Be: theiligung auch bei dieset" ziveitcn Bahn vorbehalten, durch deren unbezweifelte Zustandebi'ingung und Anschließung an die bereits beschlossene Prag:!Ot'i-sdener Staatsbahn, außer anderen für un: ser" ganzes Land und für Sachsen begrifflichen großen Vortheilen, dem Okisee:Handel über Stettin noch die unbe1*echenbai'e Wohlthat erwachsen wird, daß diese Stadt binnen wenigen Jahren, wie über Berlin und Dresden mit der Elbe, so auch über Prag, Linz und Wien mit der oberen und der unteren Donau in direkter Eisenbahn:Verbindung sich befinden wird, ein Umstand, det“ gewiß wichtig genug, um auch die Aufmerksamkeit des Auslandi's auf

Ania e einer Eisenbahn zur leichteren Ausdeutx und billigeren ] Zhrung der Steinkohicn aus den Wesibohmischen La ern an j

wollte, in dt!" se sich in Folge der Ueberlegenheit der Fabrik von Barcelona bFunden. Es dürfte indessen doch wohl der Grund zu jener Ma regel tiefer zu suchen seyn und jedenfalls mit politi- schen Rücksichten in Verbindung stehen.

Catalonische Nachrichten versichern, daß die Französische Po: lizei zwei Landleute, die von den Kariisien über die Gränze ge: schleppe waren und denen man eine [iarke Ranzion abfordern, aus der Gewalt der Räuber befreit habe. Demnaoh hätte denn die früher schon oft aufgestellte, aber nie recht deutlich bewiesene Be,?auptung, daß die kleinen Karlisiischen Banden in Frankreich Ful ucht suchen und finden, eine vollkommene Bestätigung er:

«: ien.

General Zurbano at am !7tcn mittelst eines allgemei- nen Aufgebots der Bev [kerung des Caialonischen Gebirges ein großes miiitairischcs Treibjagen auf Banditen nach dei" Französi- schen Gränze zu veranstaltet, jedoch ohne positives Ergebniß. In Ermangelung der zu behenden Räuber hat Zurbano aber mehrere Verwandte des Karlisiischen C efs Plana de Mont gefangen nach Gerona bringen [offen. Franxosischen Vkitiheilungen nach isi die Zurbano:Lefebvresche Sa:!pe im Begriff, dadurch geschlichtet zu wer: den, daß der General den von ihm gemißhandelten Mann “offent- lich um Verzeihung bitte und daß Herr Lefebvre zugleich von al: ler gerichilichm Verfolgung wegen verzögerter Räumung des von ihm benußten öffentlichen Gebäudes entbranden Werde. Obgleich die ft'aZliche anzösische Korrespondenz eine solche (Henngihuung noch fut" ungcnügend zu halten scheint, so isi es doch Mehr als zweifelhaft, doß Zurbano bei seinem hochfabm'nden Sinne sick) je- z mais dazu verstehen werde, eine Abbitte und noch dazu eine öffent- j liche Abbitte zu thun. !

Aegypten.

Alexandrien, 7. Okt. Tie erwartete Karawane ist 174 Tage- , t'eisen Von Sint eingetroffen. Sie soli aus 0000 Kamuelen be: [ichen und ein [*edentendcs Qi-aninm Elfenbein, Straußfedee'n, Goldstaub u. s, m. mit fich führen. Es iyi zu erwarten, daß die: selbe auf unseren gelähmten Einsuhr:-Handei sehr günstig einwirken werde, da seit zwölf Jahren keine ähnliche dcn Aegypiischcn Bo: den betreten hat und eine Ft'age nach verschiedenen DandelsArti: keln entstehen muß, die so lange fasi vergessen lagen.

Det" Pascha wird auf einige ZeitKahira besuchen, den Winter aber in Alexandrien zubringen.

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Inland.

Berlin, 3. Nov. Se. Majestät der“ König haben Aller: gnädig]? geruhk, dem GeneralEieutenant von Hedemann, Com: mandeln" dcr Iten Division, die Annahme und Anlegung des ihm verliehenen Großkreuzes des (özr'oßherzogi. Sachsen-Weimarschen Ordens vom Weißen Falken zu gestatten.

Breßlau, 31. Okt. (€ chles.Z.) Zu der zur Wahl eines Ober-„Büt'geer-isiers heute angestandenen außerordentlichen Ver-

die Wichtigkeit dieser neuen Böhmischen Eisenbahn:Unternehnmng zu lenken. [

Spanien. ;

Ö Paris, 22). Okt. Während sich die I)iadi'idet' Preise in einer unfruchtbaren Polemik Über die formalen Bedingungon dcr" Vermählung der Königin Isabella immer tiefer Vi't'lii'l'k, bi": schäftigen sich die Provinziaibiätiei' vorzugsweise damit, dis zum Gemahl der Königin am meißen geeignete Person ausznsnciW. Die A1"i'agonefischen Zeitungen haben seit der 'Linwescnhi'it “des Infantin Don Ft'ancisio dePauia in Saragossa 11ichi .::-fglhol'k- die Vortheil? einer Familien:?(llianz zwischen der Königin und einem ihrer jungen Vettern geltend zu maehen, und ihm“ Ansichten über diese für Spanien:! Zukunft so hochwicbkigk Angelegenheit finden lauten Beifall bei den Blättern in dcnNord:"Provinzi-n und in Catalonien. Sie all? siimmen darin überein, daß die Hand der jungen Isabelia auf keinen Fall einem frem: den Prinzen gegeben werden dürfe, in Ns?" (Rksosg? fich unfehlbar auch ausländische Intercii's'n !"" Späni?" eindrän:

gen würden, und sie finden, daß der Zzlkcsie Sohn des Jnfanten Don Francisco de Paula, seinen Eigenschaften

und Fähigkeiten nach, durchaus dsr Mann sey, di'n Spanien an die Seite seiner jungen Königin z_u sehen wünschen könnt'. Eine Korrespondenz des Barceloneser Constitucional sagt von dem jungen ananten, „er" sey cine gebieterische NothWendiqkeit für Spanien, et“ sey der Regenbogen der Parteien, und mit einem Worte das, was die SpanischeNarion wünscht, verlangt und for- dert.“ - Zn Madrid scheint man nicht eben so zu denken. Die ministeriellen Blätter haben bis jeßt jedes Eingehen auf diese Personen:Frage mit der Bemerkung abgelehnt, daß es noch zu früh sxy, fich mit einer Angelegenheitzu beschäftigen, die aller Wahrschein- lichkeit nach erst in einigen Jahren zur Erledigung kommm werde. - Die Schließung der Taba?s:Fabrik in Barcelona giebt noch immer den Stoff zu Klagen und bitteren Bemerkun en selbst der sonst ministerieil gesinnten Catalonischen Blätter. (Lines derselben ver- sichert, jene Maßregel gehe blos von einem Divifions:Chef im Finan :Minisierium aus, ivrlcher früher Direktor der Tabacks-

Fabri en von Valencia und Alicante gewesen sey, und der diese ihm !ieb gewordenen Anstalten aus der kümmerlichen Lage reißen

sammlung dcr StadtcVi-i'ordneten wurden durch Stimmenmehr; heit Herr" Regierungs:Rath Pinder' aus Königsberg, Herr Kauf: mann Klocke und Her!" Kaufmann Mkilde hikrselbti zur Präsen: tation St“. Majestät des Königs gewählt.

Posen, !. Nov. (Pos, Z.) Die Landesgränza mit dem Königrciche Polen iti Anfangs vorigen “Monats im Wreschener Kreise durch eine zusammengessßkeKommission beider LÜKÖE'Ikhi'il? neu behägeit worden, wobei jedoch der (Htümdukc in seiner“ frühe: rm Lage verblieben iyi. “Dach den !andrärhiichen Berichten aus den Gränzkreisen, isi eine aus d:“l' mit Rußland neuerdinZs ge: troffeyi'ti Uebereinkunfk herrührende Veränderung der" fruheren Verhaltnisse noch nicht wahrnyhmbar geworden. Tur eine Ermäßi- gung de(Wi-gegeidkt' soll bis ['i-Zr zur “.)i'usfährung gekommm seyn. EineEt'lcichri-rung des GränzBerk-ihr's is? im Uebrigen aber noch nicht eingetreten, auch macht man fich auf eine solche unter den jehigen Verhältnissen wenig Hoffnung, denn diejenigen Waaren, Welche der dicsfäiiige neue Tarif enthält und deren Zoll jenseits herunterge: setzt ist, folien in Polen selbst biliiger seyn als diesseits, weshalb für die Preußischen Handelri'eidenden sich für jetzt zu einem vdi'tbeilbi'ingenden Verkehre keine Aussichten eröff- net habcn. So lange diese hemmenden Schranken fortbesie: hen, erwarten die Bewohner der Giränzkt'eise auch aus der mit dem [. Januar" 1“. Z. eintretenden Vereinigung det" in den GottVerni'ma-nrsstädien des Königreichs Polen bestehenden Con: sumiions:Kammcrn mit den Gi'änz:Zoll:Aemtern erster Klasse keinen Vortheil. - Nachdem am “.'éisim v. M. die mit Rußland bestandene Karicl:Ccnvention ihre Endschast erreicht hat, haben die jenseitigen Bshördcn dcn dicseitigen die Anzeige gemacht, daß sie die höhere Anweisung erhalten hätten, Niemand, der ihnen auf Grund derselben von hier aus übekwiesen werden sollte, selbst Doseriemy, nicht anzunehmen.

Düsseldorf, 30.90. (Düss. Zr .) Die euti eDo ei: feier" did Geburtsseüeö th'er Königl. HoJeitcn de? PZUZSprnd der Prinzessin Friedrich wurde von Seitin des Pkilitait's durch eine Parade begangen, auf welcher das gesammte Offixiei':éorpö, Oe. Exxeljenz dcn DivisionskrGic-nerai, (xrafen von der Gröden, ax" dei" Sp.“??? Sr. Königl.-Hoheit seine Glückwünsche darbrackyre Hieram „ipieltcn die 'Musik-Corps der beiden hier garnisonirenden Kavalicrie:Regimei]rer („Iten Ulancn: und Iren Husaren-Reqiments) und des [ipten Jura"“Ne-Regiments. Die Büi'gei'schafc Hatte zur Feier des Tages „im Gasthof „zum Prinzen Von Preußen“ (bei Gebt". Schieger) cm Fest:“Oim'r Veranstaltet, an dem auch die ho: hen Militatr: und Civil:Behörden ?[ntheil nahimn. Die Toast? auff _ dasÜWohl „Ihrer- Majestäten des Königs und der Kdnigin, „;hret: Konigl, Hoheiten des Prinzen und der" Prinzessin Friedrich, so wre des ganzen Königlichen Hauses wurden mit Bc: geisteruxxg dai'gxbi'aoht und auf das herzlichste erwidert. Det" OfberBurgerm'i-tsier Herr von Fucbfius nahm Veranlassung, der eigentlichen Feier des Tages die Huldigungen darzubringen, und niemals wohl wurden herzlicher? Worte mit het'ziicherei' aligemei: nerer Theilnahme entgegengenommen! Unter den mancherlei fol: genden, theils durch den Gegenstand, theils durch die Form in: teressanten Trinksprüchen, zeichnete sich in beiden Beziehun- Zen der des Herrn Regierungs : Rathes Aikgelt aus; dem reien Worte galt es, dem dieser ausgezeichnete Beamte das Gedeihen mit ergreifenden eindringlichen Worten unter dem Schuhe unseres großen Königs meipsagte, det“ es Keilbringend lebendig machen werde in Seiner großartigen An- chauung der Zeit und der Verhältnisse. Man kann stch dk" A"- klang denken, der gerade unter den obwaltenden Umskänden ein so allgemeiner ais begeisterter war. Das Theater“ feierte das Fest durch den Triumphmarsch von Beethovén. dUkch “"“" PWW und durch die Aufführung der Rosfinischen, Op.“ ““d“-r Barbier von Sevilla“. Wenn auch all diese Festlichkeiten ntchk durch