troffen. Die Entfernung zwischen Windsor und Walmer-Caskle beträ beina e hundert n [ische Meilen, aber mit Hülfe von Eisenßkxhnsir en zwischen be den Orten ist dieselbe in einem Tage zurückÉulegen. ie Hof eitun enthält einen Geheimm-Raths-Bescbluß vom 2ten d. ., dur welchen, in Folge des mit Portugal ab- eschlossmen Handels-Traktates, Portugiesischen Schisen, unter Aufhebung der betreffenden Bestimmungen der Navigations-Akte, das Recht ertheile wird, Poren iefische Waaren aus ortugiefi- schen Bessungen in den Briticf'cben Kolonieen einzuf hren, und von diesen Kolonieen nach jedweden! fremden Lande auszufuhrm. Auch enthält dieses Blatt einen Königlichen Erlaß wegen der durch das neue Fallitgeseh nöthig gewordenen Einrichtungen, insbesondere wegen Errichtung der neuen Distrikt-Fallitgerichte in Manchester, Leeds, Liverpool, Birmingham, Bristol, Exeter und Newcastle am yne.
Die Nachricht von dem Vorrücken der Britischen Truppen nach Kabul ist allgemein von der hiefigen Preffe beifällig aufge- nommen worden, und man gesteht ein, daß die Brz'tischeWaffen- Ehre einen unvertilgbaren Makel erhalten haben tyurde, wenn die Generale Poljock und Rott ohne eine offenfive Bewegung den Rückzug angetreten hätten, selbst wenn auch, was mdeß, je länger die Unterhandlungey dauerten, desto zweifelhafter wurde, die gefan enen Bmtaskht'n Offiziere, Soldaten und Frauen von den ??fghanen aUSgeliefert worden wären. Eine Ausnahme macht indeß bei dieser Gelegenheeit der Mor- ning Herald, welcher egen die Ansichten der ubrigen Blätter die beabfichtigke Wiederet'o erung von Kabul radelt, aber nur weil er glaubt, daß Lord Ellenborough die Absicht heÉe, d_ie Stadx per- manent wieder zu besehen und von neuem den rinschen Einfluß direkt bei der Frage wegen Besesung des Thrones von Afghani- stan einwirken zu lassen, während er zug_l_eich damit umgeht, fiel; die jehigen Thron-Streici keiten unte_r den Seiko zu Ruhm zu machen und das Pendschab der ritischen Herrschaft zu u_ntexwerfen, was, nach der Anfieht dieses Blattes, das Britisch-Ostmdtsche Reiche den gefährlichsten Kollisionen auf lange „Zeit hinaus'preisgehen wurde. Was nun aber den ersten Theil dieser Besorgmsse betrtffk, so fin- det derselbe in keinem der neuesten Ostindischen Berichte [eine Begründung, vielmehr ist man allgemein ?“ Anficht, daß die Ge- nerale oliock und Rott sofort ihren Ruckzug antreten werden, sobald te die BritischeFahne auf den Wällen Kabul's aufgepflanzt und die Gefan enen befreit haben. Was die zweite auch von Ostindischen Bl ttern gehegte Besorgniß in Betreff der Politik Lord Ellenbor'ough's betrifft, daß derselbe näxnlich das Pendschab fich botmäßig zu machen beabsichtige, so erklart der Standard dieselbe für durchaus unbegründet. e _
Nach Berichten von der Westkuske von Afrika vom 15. Au- gust war das KöniglicheDampfschiff „Wilbersorce“ aus dem Niger nach Fernando Po zurückgekehrt, nachdem es von dem Mußer- Meierhof der Kolonifirungs-Geseljschaft sämmtliche daselbst befmd: liche anißiduen und das Inventarium abgeholt hatte. Der Meierhof war von den Eingebornen nicht beunruhigt worden, aber ein Herr Carr, welcher in einem Kanoe stromaufwärts hatte wei- ter vordringen wollen, scheint ermordet zu seyn.
“5, Die Genesung Lord Melbourne's ist in so entschiedenemFort: schreiten begriffen, daß keine BüUetins mehr ausgegeben werden. Das Amt, Welches der verstorbene Ober-Rabbiner, ])1'. Hir: sehe!, bekleidet hat, wird nicht wieder beseht, da das Israelitische Konsistorium vor etwa zwei Jahren beschlossen hat, dasselbe nach dem Tode des ])1'. Hirschel eingehen zu lassen. Das Gehalt, welches der Verstorbene bezog, war 1000 Pfd. jährlich," doch wurde sein Einkommen bedeukend vermehrt durch die zahlreichen Ge- schenke, welehe seine wohlhabenden Gkaubensgcnoffenshm zu machen pflegten. Sein Nachlaß wird auf 20,000 Pfd. angegeben.
Bei der bereits erwähnten Feuersbrunst in Manchester in der Fabrik des Herrn Pooley smd. wie der Bericht über" die Todten- schau ergiebt, nur sechs Personen umgekommen. Der Schaden, den die Fabrikgebäude und das vaentarium erlitten haben, wird jeht auf 17,000 Pfd. angegeben.
Belgien.
Bräfsel, 9. Nov. Die Zurücknahme der von Seiten der Vereinigten Staaten gegen Belgische Schiffe ergriffenen Maßre- geln (vergl. Staats:Ztg. Nr.?95 und 804) giebt dem ané- pendant zu folgenden Bemerkungen Anlaß: *
„Die Regierung der Verelni ten Staaten hat die Rückzah- lung der von den Belgischen chiffen „British Queen“ und „Mercator“ erhobenen außerordentlichen Tonnengelder anbefohlcn und bestimmt, daß unsere Schiffe nebst ihren Ladungen sowohl hinschelich der Tonnen: und SchiffSgelder als der ZöUe auch fer- nerhin den einheimischen Schiffen gleichgestellt bleiben sollen. Der Konsul der Vereinigten Staaten, welcher diesen Beschluß zur Kenntniß des Handelsstandes bringt, scheint die stattgehabte Erhe-' byng einigen Subaltern-Beamten zuzuschreiben, deren Versehe dae Regierung der Union wieder gut zu machen stel) beeilen würde, Obgleich wir keine Gründe haben, an dieser Angabe zu ztveifeln so glauben wßr doch gern, daß die Bemerkungen unseres Gesand ten in Washmgton der Zurücknahme der Maßregel nicht frem Yblieben smd, und vielleicht haben auch der Handclsskand und di _ heder von New-York stel) mit ihm vereinigt, um die Nachtheil ]ener Maßregel darzuthun. Es ist in der That klar, daß, wenn ' die Vereiyigten Staaten berechtigt smd, von Belgien vonommene
Gegenseingxeit der Behandlung u Verlangen, wenn se gegrün- dete Ansprache dqrauf haben, daß ihre aus den Häfen der Union kommender) Schaffe in Allem den Nationalschiffen gleichgestellt werden, wn es mtt den von Belgien nach den Vereinigten Staa- tm Sehendkk] BURMA" Schiffkkx der Fall ist, so hat der 8131115 41"? d9ch mchts achtheilig_es fur die lehteren, indem der Unter: schted m der Behandlung bw zu einem gewissen Punkte durch den Unterschied in der Zahl der Schiffe würde ausgeglichen werden. „Em Traktat der vollkommenen Gegenseitigkeit ist unterzeich- net worden; die Belgischs Regierung hat die Prinzipien, worauf
2256 diesem Schla e betroffen wurde, ugleich die Rechnungen für das, was es bezah t, so wie die Nach cht, daß der Befehl zur Wieder- erskattung gegeben worden, mitbrachte.
„Was den Vertrag betrifft, so findet eine Meinungs:Ver- schiedenheit nur über einen Punkt statt, nämlich über die Zulas- sung der aus den Entrepots kommenden Waaren; diese, nach un- W Anfieht sehr schlecht ausgeie te Bestimmung ist mehr zum
theile Belgien! als der Verein gtm Staaten. Es werden im Durchschnitt etwa für zwei Millionen fremder Waarm, die aus den Entrepots kommen, in die Union eingeführt; dies ist ein Maximum, das nicht überschrittcn werden kann, während der Transit Deutschlands, der Schweiz und selbst Frankreichs durch Belgien nach den Vereinigten Staaten eine bedeutende Wichtig: keit erlangen kann. Man spricht von der kleinen Zahl der von Belgien nach den Amerikanischen äfen gehenden Schiffe; allein die angegebenen Zahlen beziehen [ck auf die Zeit vor Errichtung unserer Dam fschifffahrt und selbst vor Errichtun einer regelmä- ßigen Segel- chifffahrt. In dem gegenwärti en Fahre find mehr Waaren auf Belgischen Schiffen nach den ereinigten Staaten übergeführt worden, als während des ganzen Zeitraums seit der Revolution.
„Die Berechtigung unserer Schiffe, die aus den Belgischen Entrepoks kommenden Waaren ohne Nachsteuer einführen zu dür- fen, ist ein Vortheil, den wir um so mehr müssen zu bewahren suchen, als'er uns einen unermeßlichen Transithandel verschaffen kann. Es aft dies ein Vortheil, den die; ranzöfischen Schiffe nicht haben; die Dampfschiffe von Havre k nnen eben so wenig wie die dort!“ en Segelschiffe Schweizer und Deutsche Erzeugnixse an Bord ne men, und wir können nicht glauben, daß unsere Kam- mern fich weigern werden, diese Bestimmung anzunehmen, denn dadurch würden die Opfer, welche gebracht worden find, um den Handel auf unseren eigenen Schiffen wischen unseren Häfen und denen der Union feskzustellen, größtentßeils unnüß werden.
„Dies Al1es wird bei der Diskusston der erwähnten Unter- suchung abgemacht werden. Unterdessen hat die Regierung den status quo der früheren Jahre wieder hergeskellt und unsere Schiffe in den Bestß der Vorrheile geseßt, deren ste genossen. Es ist wahrscheinlich, daß unsere Regierung ihrerseits auf den Be- schluß vom 22, Oktober zurückgeht und den in den lehren Ta en in Antwerpen angekommenen Amerikanischen Schiffen das zuruck- erstatcet, was fie mehr als früher ezahlt haben. Der Beschluß vom 22. Oktober ist nunmehr ohne „Zweck; er muß in allen seinen Theilen und in den Folgen seiner Anwendung annullirt werden, wie es in den Vereinigten Staaten mit der Maßre el geschah, Welche unsere Schiffe dem System der fremden ScZiffe unter- warf. Die Voljskändige Wiederherstellung dcs status quo ist, wir wiederholen es, kein Grund für die Vertagun der Diskusfion des Traktors von 1810, es würde vielMehr ein rund seyn, dieselbe so viel wie möglich zu beeilen, wäre es auch nur, um der Even- tualität einer Wiederholung der Beschränkungs-Maßregeln vom September und Oktober vorzubeugen. Der Handel bedarf vor Aliem der Sicherheit, und ein 5131115 quo, wie vortheilhaft er auch seyn mag, kommt niemals einem fcsen und dauernden Zu- ßande gleich.“
Brüssel, 10. Nov. Die Repräsentanten-Kammer hat gestern mit 42 von 72 Stimmen Herrn Raikem zum Präfidenten cr- wählt. Der liberale Kandidat, Herr AngiUis, erhielt nur 27 Skim- men, Zu Vice-Prästdeneen wurden wieder erwählt die Herren Dubus und de Behr, zu Sect'etairen die Herren Renesse, Schey- ven, Decker und Kervyn. Nach der Wahl hielt der Alters-Pra-
fie bafirt is!, nicht vxrlßu net; allein man um | wund
die Gründe, We|chex§§y1ezchrsbrterung desselbenßißchden KFZLnY-Zß verhindert haben, UUYUYMULU Augenblick bei Seite geseßt wor- den find. Wm" “dL“ War von “1840 noch Uichk sanktionirt worden ist, so lag dies;“ -«-Ursachen. die von dem Willen derBe1- gischen Regierung durchaus unabhängig find und erst durch eine nähere Untersuchung beseiti t werden sollten. Diese Untersuchung ist nunmehr bemdigt, der ericht isk abgestattet und wird wahr- scheinlich im Laufe der nä sten Sesfion erörtert werden; noch emiäe Monate und die Verh ltnisse .der beiden Länder werden de- fini v festgestellt seyn. Es war daher mindestens unvorfichtig, zu Mäßregeln der Strenge zu schreiten und die Handelo-Beziehungm zu stören, nachdem man funfzehn Monate gewartet hatte, ohne etwas zu thun; der Augenblick war der unpa en'dske, um die Be- din “ungen zu ENUM, unter denen unsere chiffe Fett in die H en Nr Unkn- zvgelaffm worden smd, und wir wünschen der
fident, Herr Pirson, eine Rede, in weleher er" sagte: „ ?eun Zahle haben genügt, ein politisches Gebäude zu errichten, welches von unseren Nachbarn bewundert wir'd. Die Erbauer selbst droh- ten zwar, durch ihre Spaltung es wieder zu zerstören, aber endlich haben sie fich geeinigt, denn auch die Ll- beralen wollten die religiöse Freiheit, auch die Katholi- ken wollen die bürgerliche Freiheit. Beide smd Schwestern, eine kann nicht ohne die andere leben. Nur die Einheit macht unsere Kraft. Das Geseke, über den Elementar-Unter- richt war der Prüfstein, und es wurde beinahe einstimmig ange- nommen. _Darum keine Revolution mehr. Arbeiten wir Alle da- für, das Gouvernement zu befestigen, dulden wir aber auch nicht, daß stch Jemand von der gesetzlichen Bahn entferne.“
sll Man verfichert, daß alle Steuern um 7 pCt. erhöht werden 0 en. General Vandermeeren ist gestern wieder ins Gefängniß ge- bracht worden. In einigen Tagen soll er mit Verpraek Und Lae- them nach der Citadelje von Bouillon abgehen.
Den angesteUten Untersuchungen zufolge, ist derGeneralVan- dersmissen mit Hülfe zweier Pferde entkommen, welche fich dessen Söhne von dem Pferdeverleiher Bovy emiethct, Vorgeblich um eine Vergnügungs-Partie zu machen, is jeßt find die Pferde noch nicht wieder in Brussel. Frau Vandersmissen hatte am Montag früh, unmittelbar nachdem fie das Gefängniß verlassen, einen Wagen besiegen und in Begleitung eines ihrer Söhne den Weg nach Löwen eingeschlagen, (Wie die Aachener Zeitung mitrheilt, ist der GeneralVandersmissen mit seiner Familie bereits durch Aachen passirt.)
Deutsche Bundesstaaten.
annover, 11. Nov. Ueber die Eisenbahn von Hannover nach raunschweig bemerkt die Hannov. Ztg.: „Nachdem das Anlage-Kapital Behuf dieser Eisenbahn von der allgemünen Stände- Versammlung am 24. Januar d. J. bewilligt, der erforderliche Staatsvertrag zwischen der hi'efigen und der Herzoglich Braun- schweigschen Regierung im Marz abgeschlossen und im April ra- tifizlrt war, erfolgte noch in lehtgenanntem Monate die zur Ex: propriation gesehlich nöthige Bekanntmachung des Königlichen Ministeriums des nnern. Die mtc erheblichen Schwierig- keiten verknüpften xpropriations-Verhandlungen hatten den Erfolg, daß bereits am 18. Juli die Erd : ?crbxieen bei Lehrte in Angriff genommen werden konnten. Setedem ist per in vier Sectionen abgeYeilte Bahnbau von Lehrte gb, m der Richtung sowohl auf annover als auf Peine, an vje- '“" W'schiedenen Stellen leichzeiiig so fortgeseht, daß am Schlusse des Monats Oktober meßr als der vierte Theil des ganzen Pla- nums der Eisenbahn im hies en Gebiete vollendet war. Es find n6m1ich im Ganzen, von annover bis zur Landes-Gränze, 71,053 Schacht-Rukhen Erdmasse zu bewegen, und 8990 laufende Rukhm Planum u bauen. Nun smd aber am Schlusse des YFM Monats 2 -978 Schacht-Ruthen Erdma e beWegt, und A bi '“"ftnde RUkhen Planum vollendet gewe kn. *“ Die Erd-
;“km smd gegenwärtig bis in die, unmittelbar vor hiesiger Res '; M stade belegkm scZenannte kleine Bultfortgerückt. Zum wei hxrs mÉerbung des “ rundeigenohums im Steinßnöxsklde, wo" “
"9“ “MWB“MÉ ang“ twertzen wird, 'd die erforderx
Amerikaniskhén, R “run Glück da u, daß ste dies so 'sthntu er- kannt hat “und “F daonnkge unserxr Schiffe, "welches zuerst von
.-
lichen Verhandlungen ikst im auge.“ *
Kyburg, 7. Nov. Der Herzog hat die beiden Künstler Läßt und Rubtni zu Rittern des Herzogl. Sächsischen Ernestini- schen Haus-Ordens ernannt. Beide hatten unter Anderem ein .Konzert zum Besten der Stadtarmen gegeben. Rubin! trat _ im Piraten - auf der dortigen Hofbühne auf; wie er verficherte, sey dies das !ehtemah das er die Bretter bekrete.
Hauban, 12. Nov. Heute wurde der verfforbme hies: e Kommandant, bers! von Stephani, mit allen militairischen C : renbezeugungen von starken Detaschements der drei Truppengat- rungen des Linien-Militatrs zur Erde bestattet. Den Ofszieren der Garnison hatten steh die Offiziere unseres Bürger:?Nilitairs in großer Anzahl angeschlossen. Unter den Leidtra enden, wel e dem Sar e zu Fuße folgten, bemerkte man den önigl. Preu i: schen Ge andren, Herrn von Hänlein, und mehrere fremde Offiziere.
XX- Frankfurt a. M., 11. Nov. Während neulich die Holländische Thron-Rede den Generalftaatm nur verkünden konnte, daß der Abschluß eines Vertrages mit Bel im in naher Ausfuhr stehe, meldet die Belgische Thron-Rede den ammern, da der Ver- trag unterzeichnet und alle Differenzkv aus dem Wege ger umt smd, tvelche seither noch zwischen Belgien und Holland beskanden. Die Belgische Thron-Rede spricht fich überhaupt auf eine würdige Weise über das Verhältniß zu Holland aus, und es ist kaum zu bezweifeln, daß dieses fich immer freundlicher gestalten Werde. Der Abschluß eines Schifffahrts-Vertrages zwischen Holland und Bel-
ien überraschte, nach dem eigenen Geständniß der Amsterdamer
riese, dort sehr, weil im Handels-Publikum nichts da: von bekannt war. Man erwartet in Amsterdam, daß nun auch bald ein Handels - Traktat mit Belgien zu Stande kommt, doch glauben wir, daß fich die Holländische Regierung in diesem Punkte schwieriger zeigen werde. Wie wir aber voraus: sagten, übte der definitive Abschluß des Vertrages mit Belgien auf die Holländischen Fonds zu Amßerdam einen günstigen Ein- fluß, wodurch dieselben an unserer Börse heute auch zu höheren Preisen gesucht waren. In dieser Woche war der Börsen-Umsah kaum belebrer als in der vorigen, und die Course unterlagen wenig Veränderung, wiewohl sie sch festhalten. Wäre das Geld flüsst: Yr, nicht die Aussicht vorhanden, daß durch die anhaltenpen
ersendungen der Geldstand in der nächsten Zeit noch precan'er wird, fich wenigstens nicht bessert, würde fich geWiß lest größere Specularion in den Fonds zeigen. Große Anßrengung macht die Contremine, den Cours der Taunus-ElsenbühWAcklU herabzudrücken , allein es gelingt ihr dies nicht', da dete Actien stch theils in festen Händen befinden, anderentheals aber: fur dieses Jahr eine gute Dividende zu erwartet) ks- Sklbsk [“Sk- wo die Personen-Frequenz schwach ist, ist die E-nnahme der Bahn nicht unbedeutend, da der Güter-Transport sehr stark ayf der Bahn ist. Daran ist allerdings die Hemmung 6er Schofffahrt auf dem Main durch den Eisgang schuld. Der plohlich eingetre- tene starke Frost hat in unseren Feldern mannigfachewSchada-n angerichtet, der für die Landwirthe noch größer seyn ward, wenn wirklich, wie man besoer, die noch nicht emgeschauerten Futter- Kräuter, besonders die Ruben, die überall nach dem Oktobcr-Regcn prachtvoll standen, zu Grunde gegangen find. Wie es _aber erfreu- licherweise heute scheint, wird die strenge Witterung stch z'mdern.
Lißt und Rubini smd von Weimar und Koburg hm" ange- kommen, Werden in_der nächsten Woche hier ein Konzert geben, und von hier nach Holland gehen.
Oesterreich. R
(F e ck, 3. Nov. Die entsprechenden esultate, Wekche die hiefixkFxommerzia[:Bildtzngs-Ansalt seitihrxm nunmehrzwylf- jährigen Bestehen geliefert, purftcn [?ck durch dae bei dem Begmn dcs jeßigen Lehrkurscs bewkrkten'Aenderungen noch besser gesjal- ten, besonders wenn dabei noch emigen Mängeln abgeholfenwtt'd, wozu der hiesige um die Erweiterung dieser Anstalt bereits so hoch- verdiente Handelsstand wohl die Hand bieten wird. Im Allge- meinen find die Gegenstände der Haupt-Abtheilung des Instituts, nämlich der eigentlichen Kommerzialschule, sowohl als Voxschule für den kaufmännischen Beruf wie, auch zur Vorbildung fur das Gesammtbürgerleben ganz zweckmaßig gewählt, und die Klassen: eintheilung dem Organisations-Plane des Wiener polytechnischen Instituts nachgebildet. Eine Erweiterung des Instituts, bildet .die mit demselben verbundene, von dem ehiesigen Handclöskande gegrun- dete Kommerzial-Sonntagsschule, fur die Fortbildung der Hand- lungs-Lehrlinge, welche bereits in Geschäften vxt'wendet werden; die Lehrgegenstände werden hier schon wehr praknsch behandelt, tkmd dabei auch auf Vervonommm-ng in der Deutschen SpracheRuck: ficht genommen. - Nach dem Vorbilde der Pesther anstalt ist übrigens bereits auch in Temesvar eine Lehr-Anstalt fur Handel und Gewerbe begründet worden.
Portugal.
Lissabon, 31. Okt. Die bereits erwähnten, in der Gestalt eines Ultimatums abgegebenen Anträge der Portugiestschen Kom- missarien in Betreff des mit England abzuschließenden Zoll-Tarifs find von Lord Howard de Walden an die 'E11glischeRegjc-rung be- fördert worden. Wiewohl ste an und fur sich dem Englischen Interesse wenig entsprechen, fo hat man doch noch nicht die Hoff- nung aufgegeben, zu einem befriedigenden Resultate zu gelangen, da man sie, nach Angabe der bestunterrichteten Personen, nur als die Bass fet'nerer Unterhandlungen zu betrachten har. Bedaqex'n erregt es indeß unter diesen Umständen, daß Herr Payant, emer der tüchtigsken unter den Britischen Kommissarien, seineEntlaffung eingereicht hat. _
Die erste, 100 Contos betragende, Enusfion von Schaßkam: me eheimn, welche auf die ZeZnten fundirt ffnd, soll am 2. No- vem er ßatkhaben. Die L-iffa oner Bank ha_t auf die Zolj-Zn- traben des Monats Januar dem Fin-anz-Mimfter 200 Conkos vor- geschossen, und die Staats-Einnahmen find bis auf zWei Monate
an frei.
9 zDie Cortes sollen nicht, wie bestimmt war, am 1. Dezember, sondern zu der ordnungsmä'ßigen Zeit, nämlich am 2. Januar" zu- sammentreten. Die Wahlkampfe nehmen die Aufmerksamkeit des Publikums ausschließlich in Anspruch; man hegt keinen ZWeifel, daß die Regierung in Alemtejo und Estremadura unterliegen und daß die Oppostion von den vakanten 20 Siken in den Cortes mindestens die Hälfte gewinnen werde.
Moldau und Wallachei.
Galas, 26. Okt. (A. Z.) Bald nachdem Herr von Bu- tenieff in Konstantinopel angelath war, fand fich die Pforte ver“- anlaßt (man sagt'auf S-chekib fendä's Vorstéllungen), den Für-
Rn der qulache1 abzuseßm. Ein ei ener Commiffair der Pforte-
axmns Arostarchi, wurde dem ufolge eauftragt, den Wallachischen Beojaren den Großherrllchen rman zu überbringen, wodurck) Hurst Alexander Ghtka seiner Würde entse t, der General-Vek- qmmlung aber befohlen wird, dem Abge ehren die Rechnungen der Finanzen“ abzufordern Und zugleich zu der Wahl eines taugli-
chm Regenten zu schreiten. Man glaubt a mein, da die Ge- nerql-Vcrsammlung dem General Grafen .!ki elesf dieF rskenkrone anbauen werde.“)
Fürst Sturdza wird am 7. November in Zaffy eintreffen. Der M'énisker dts Innern reist ihm daher schon morgen bis zur Oesterreichischen Gr n e mtge m; aber auch viele Einwohner aus den verschiedenen Bez rken geßm dem Fürsten entgegen, um ihm über den Druck u klagen den sein Minister während dessen Ab- wesenheit gegen te ausgeébt.
Shrien.
“Alexandrien, 25. Okt. (21. 3.) Nach Berichten aus Burat, die mit dem Englischen Paket gekommen, hat Mustapha Pascha alley dortigen K_onsuln angezeigt, daß kein Europäer mehr in'dix Gebirge gehen durfe ohne ein „Teskere“ von Seiten der Turxeschen Behörden, was den Besuch derselben mehr und mehr verletdxn muß. Ein Maronitisches Kloster ist durch die Mutuali angegmffen, 5Zt'docl; durch die Maroniten vor Zerstörung bewahrt worden. _ ussuf Pascha, der Statthalter von Tripoli, ist ab- gesetzt worden, Weil er die Albanesen an ereizt haben soll, einige Brtttsche und Französische Offiziere zu in ultiren. _ Assad Pascha, Gouv-rrmur von Aleppo, ward zum Statthalter der Gebirge er- nannt und der Gouverneur von Beirut, Zzzet Pascha, nach Z'- rusalem gesandt, um der heiligen Stadt vorzustehen.
Die Französische Brigg „Surprise“ brachte am 23sten aus Beirut, ,so wichtige Nachrichten, daß das Französsche Dampfschiff „Canwleon“ sofort von hier nach Marseille abgesandt wurde. Man will wissen, daß die Maroniten, Drusen und Mutualis fich verbkzndet haben gegen die Albanesen und fest entschlossen find, fie zu nothigen, Syrien zu verlassen. Zum Bemeise davon ilt ein Gefecht in der Provinz Besherrao, worin nahe an 100A1Yanesen getödtet und an 400 verwundet worden sind. aneß sollen die Maroniten unter sich entztveit seyn und ein Theil nichts mit je- nem Bündnisse gemein haben wollen. Eine Karawane ist von Damaskys in Beirut angekommen, das ganze Land steht von Neuem m offenem Aufruhr, und immer deutlicher stellt fich her- aus, daß die Türkisohen Behörden unmächtig smd, Syrien den
Frieden zurückzugeben. China.
Macao, 26. Juli. Der zum zweiten Befehlshaber der Flotte «Zrnanyte Contre-Admiral Sir Thomas Cochrane, weleher (nach «'ner uberaus schnellen Reise von England, das er am 21. Marz auf der Fregatte „Vindictive“ verlassen, am 19. Juni in Hyngkong angekommen ist, hat daselbst seine Flagge am Bord FRleMienschiffs „Blenheim“ aufgezogen und wird fürs Erste dort
e en.
Man hattZ gehofft, die Chinesen würden fich zu Gunsten der Engländer erklaren und mit Begierde die Gelegenheit ergreifen, um das Zoch der Tartarischen Dynastie abzuschütteln. Allein obschon-man v'on partiellen Aufständen spricht und die Chinesen gegen doe Englander picht die nämliche Besorgniß oder den näm- lachen Haß zeugen, tyre die Tartaren, so gewahrt man doch noch lem Symptom zu emem allgemeinen Aufstande: und von welchen Gesmnungen auch die Bevölkerungen erfüllt seyn könnten, nichts deutet an,_daß em soleher Versuch würde gewagt werden, wofern Acht im Herzen, der Macht der herrschenden Dynastie selbst ein Schlag von Settetx der Briten geführt wird. Nur dann, meint man. wenn fich dae Ueberlegenheit der Britischen “Macht offen kundgkkhay haben werde, was eine Reihe früherer Konzes- sionen [3,13 ]th verhinderte, dann erst, aber nicht früher, 11)?de déi Schimmer, mit,welchem die herrschende Dynastie die B?"?[ÜLUYSM geblendex halt, verschwinden können. Man hält e_s n1chk fur _wahkscheinlecl, daß der stolze Kaiser zu einem güt- l-chen Uebexemkommen geneigt seyn dürfte, wenn er nicht seine Pkt'son, setne Hauytskgdt und seinen Thron selbst von einer un- mattclbaren und werkltchen Gefahr bedroht sähe. Peking wäre also das Ziel, nach dem man [kreben müßte; dorthin sey unverweilt der Maxsch zu lenken; denn jede Woche, die man länger zögere, mehre dae Hindernisse und Gefahren. Dort, im Herzm- der Chl- nestschen Maxht, _muffe der entscheidxnde Streich gefuhrt Werden, und ment) ntcht m Peking ein genugender Vertrag unterzeichnet werde;, wahrend fich Englands Schiffe im Pei:Ho bereit hielten, so wurde ein solcher scher nie zu Stande kommen.
Troß der_ ununterhrochenen Siege und Erfolge devEngländer ZßhdältbrdiletofftizieueFett'Yg von Peking ihre stolze Sprache bei ng enen ert t na dem anderen vo ' Großthaten. ch n Chmestschen
Chefs seyen in einem Gefechte, worin natürlich die C ine en die« Oberhand behealten hätten, getödtet worden. Eine Kaisehrlichse Pro clamation druckt sich folgendermaßen aus: „Beim Angriffe auf Theke wurde eisn Barbaren-Chef getödtet. Die Barbaren, die zu ngpo sache emen'Aufenthalt angemaßt, haben Trauer für ihn angelegt. Funf Chmestsche Schiffe wurden mit den Körpern der Yarbaren, die umgebracht wurden, stark beladen. Es muß dies f1._u' unsere tapferen'Streiter eine Ermuthigung seyn, auf daß sie die Barbaren vertalget). Kein Stillstand, keine Verzögerung! Vernichten wir selbst dke Spur der Schritte dieser Barbaren auf dem Boden des himmlischen Reiches. Beachtet dies!“
Das hier erscheirxende Canton Register enthält folgende Proclamatiyn des Bratischen Bevollmächté ten, Sir Henry Poc- tmgerZOYoMgFrßelbe Yefilie xen EtrßolgehTJerü xpedicion kundmacht:
„ eme ,Weer ck) witéeEroleder vereinigten Streitkräfte Ihrer Majeüät anzuküYdiZen, [fieYt von neuem der_n Kdniglechcn Bevoamäckxtigten in China ob. Nach der ,ttoxhwendtgen Verzögerung beiZerftörung dcr Battericen, Magazine, (ßtxßereien, Kasernen und anderer Staatsgebäudc, wie auch der Ge- scpußc, Waffen und Munition, die zu Tschapu erbeutetworden, wur- Yen die Truppen wieder ein eschifft, und die Expedition verließ am 23. Maidteseu Hafenund tra am 29.Mai bei den Rug ed Islands ein, wo sc bis zum 133Iunl blieb. An diesem Tage fukLr sie in die Mundung des Flusses Jangtsekiang, welchevorberaufgenommen und abgesteckt war, bis zu dem Punkte, wo der Wusung in diesen Fluß fäUt. An diesem Punkte hatten die Chinefischen Behörden ungeheure Verscbanzutxgcn errichtet, um die Ein ahrt beider Flüsse zu verthcidigen, uxtd fix schemen fich so ßchex für f hig chatten zu haben uns zu- ruckwetscn zu können, daß sie den Ober- efehlsbaber der lotte und den Obcr-Befehlshaber des Heeres am 14. Juni in zwei von den klei- neren Dampfschtffen eine sehr nahe Rekognoszirung anzusieUen ge-
*) General Kisseleff führte bekanntlich früher die roviori e dVerwaltung des Fürüenthums. DieBojaren-Oppofftiot? beüsandscki)n en leßten Jahren darauf, daß ihm nicht nur ein Dénkmal gefrbt, sondern auch die volle Nationalität Lewäbrt werde, Fürst Ghika Ind sein Anhang widersetzten |ck, wel es gegen die Verfassung des m::es sey„ einem Fremden solche Rechte ku ertbeklen. Schon da- YA blkkßm'dle Ungeduldégeren der Parte durchblicken, ihr letztes |M d“ diesun Antra sey die cinßige Erhebung Kiselcffs zum Für- mit lex Wallachei. er Antrag in durch, und Kiselc ward da- n Gleicvberechtigter unterb e roßen des Landes an genommen. (Anmerk, der A. Z,)
So theilt se in einer ihrer leßten Proclamationen-x das Gerücht mit, Sir Henry Pottinger Und andere Barbaren-«ÉI
2257
ßatteten, ja [- ar dm Bdteu, die in der folgenden Nacht abgesendet wyrden , u_m oyxn zu legen, an denen die KriegSschiffe die ihnen bxam Angrtffe bcßcmmte Stelung : unebmm svllten- anfmunternd xu- rtefen. Bei Tagesandruch am 16. ni lichtete die lottx die Anker und begab sich in die angewiesen? telung, worauf o luck das Ge- scbüs euer be an. Die Kanonade war auf beiden Se ten etwa zwei Stxm en bin urch sebr heftik und ununterbrochen, dann begannen die Cbmesen nachzulaffeu. Sog rich wurden die See-Soldaten und die Matrosen unter dem Feuer der schiffe aus Land gesetzt, und se ver- trieben den Feind aus den Batterien» ebe noch dieTruppen gelandet und zum Vorrücken geordnet werden konnten. In den Batterien! wurden 253 Kanonen genommen, worunter 42 aus Metall, die mcißcn von schwerem Kaliber und über 11 Fuß lan . Alle lagen auf neu und weckmaßig ;ebanten Dreblasetten, an man beobachtete, daß sie mkt Richtaufs um aus Bambusrobr versehen waren. Die Un- fäüe in dem Flottembeile der Expedition be_|icfen sach auf 2 Todte und 25 Verwundete, die Landtruppen hatten _mehr einen einzigen Ber- ichten. Es crschcint fast wunderbar, daß mcht mehr ujnfäm flattüge- funden, wenn man berückxchtigt, wie gut die Chinesen lhre Gesch ve bedienten. Die Fre atte “Blonde“ hat 14 Schüsse im Rumpf, das Dampfschi „Seso tis“ 11 und alle mitwirkenden Schtffe einige; der Verla des Feindes wird auf 80 Todte und eine entsprechxnde AnzablVerwundeter eschävt. Am 17. Juni fahren einige der letch- ten Fahrzeuge den luß Wusung hinauf und fanden eine verlassene Batterie mit 55 Kanonen, worunter 17 aus Metall. Am 19. Juni begannen zwei andere Batterieen bez der Stadt Schanghai auf die vorderste Abtheilung der letchten Schiffe zu feuern ; als fie abcr emige„ La ext von den Kriegsschiffen cmpfan cn batten, entflohen dtc -hmescn, und diese Batterien , weéche 48 Kanonen, worunter 17 arxs Metall, enthielten, wurden sogleich besetzt, worauf die Truppen dec Stadt in Beffß nahmen, dieStaats- gebäude zerstörten und die bcdeutcnpen Getraide-Vorräthe der Regie- rung „dcm Voxke preisgaben. (Dre Stadt Schapghgi odcr Chang- sai wer!) als tmc sehr große Stadt beschrieben, mtt etnem guten Ha- fen, an,der Münduy dcs Wusung belegen und durch Kanäle mit allen lysen des Re: s vcrhunden, wodurch sie die Haupthandels- stadt htna's geworden. Dee Nähe der großen Städte Hnng-tscbeou, Soutscheou und Nnnktng vermehrt ibre„Wtchtigkcit.) Der Admiral Fin? später am 20.Juné mit zwe! der xletnen risernen Dampfschiffe den lu Wusxm etwa 50Engl, Metten uber die Stadt Schanghai hin- auf, und der d eser Rekognosztrung wurden noch zweiFeldwerke, jedes mit 4 schweren Geschützen besetzt, genommen undzerßbrt, so daß die anze Anzahl der bei dtesen Operanonen erbeuteten Geschütze die er aun- liche Anzahl von 364 erreicht, worunter 76 aus Metall, hauptsächlich große nette Kanonen snd. Vieledieser metallenen Kanonen haben In- schriften, woraus hervorgeht, daß ffe erst kürzlich gegoffen worden find; mehrere tragen Chincffsche Charaktere, die den Sinn haben: „Der Bczähmer und Bekwinger dcr Barbaren“, eine besonders roße Kanone hat den Ebrcnt tel „Der Barbar“ erhalten. Die Ch neff- schen Ofäziere und Soldaten find, wie man glaubt, nach den Städ- ten Sutscho, Hongschufu und Nanking zu gefiohen. Diese bbheren Behörden haben auch Wieder: einen indirekten Versuch gemacht, die aktiven Operationen durch dte Acußerung dcs Wunsches nach Unter- handlun cn zu lahmen, und selbst durch Freilassung von 16 Unter- thancn “shrer ngeftät, Europäer und Ostindier, die aufgefan en waren, Kuen gcnugenden Beweis von ihrem Wunsche nach Ver öh- nung gegeben. Da diese Eröffnungen aber nicht auf der einzigen Baus beruhten, auf der fie beachtet Werden können, so erhielten sie dies zur Erwiederung. Gott segne die Königin! Am Bord der Dampf-Fregatte „Queen“ atzf dem Fluß Jangtsekiang bei Wusung am 24..Juni1_842. H. Potttnger, Königlicher Bevollmächtigtcr.“ Eme Pravat-Nachricht in demselben Journale fügt hinzu: „Ehe Schanghai genommen wurde, machte der General oon Wu- sung aus pas Atzerbieten, die genannte Stadt nicht zu besehen, wenn se eme Million Dollars bezahlen wolle. Da keine Ant- wort kam, so ward die Stadt beseßk. Zeht Werden wir wohl
Durchschnitts- Ko en einer
1 Meile “ 623.
kW Cour. ' 1 oll. :=
ge
. Gesamm- koßen der 57 Eisenbahn.
eilen! Dolars.
Name der B a h n.
der
Eröffneéim Jahre IGesammtlän
Mohawk-Hudson ........ 18 Saratoga-Schenectady . . 21? Troy-Ballnon ........... 25 Saratoga:Wafhington . . 40 Unica-Schenectady .......
den Fluß hinauffahren bis Nanking und dort den Frieden ab- schließen. Dequenexal-Gouvemeur soll aus Ostindien geschrieben haben, der Kru- musse dieses Jahr zu Ende gebrachk werden, und wenn kem ertrag zu Stande komme, solle eine Küskenskrecke beseßt und der Rest der Expedition zurückgeschickt werden.““
In Cantotz hat der Ober-Beamte Hoqua den Ausländern sageen lassen, ste möchten kein Wasser mehr aus den Brunnen schoyfen, denn diefe seyen von den Soldaten vergiftetwordcn, was bereits 20 Chinesen das Leben gekostet habe.
Inland.
Ntinden, 9. Nov. (Weftphäl. Merk. n dem alten Gebäude der hiesigen Königlichen Regierung bra)ch [Jute Morgen zwischen 7 und 8Uhr - die Ursache des Entstehens ist noch nicht bekannx _ Feuer aus, wexches so rasch um fich griff, daß troß dcr großten Anskxeggung sammtlicher Beamten unter wirksamer und rhätiger Yeahulfe der Bürger und des Wkilltairs, und un- geachtet der großten LebenSgchahr, welcher Viele der Rettknden fich ausseßten, nur ein Theil, jedoch der wichtigste, die Registratur gerettet Werden „konnte; das Gewölbe der aupr-Kasse ist ganz unangetastet geblteben; der neue Flügel des egierungs:Gebäudes und der nxasstve Anbau am alten Gebäude ist, bis auf einige durch das Retten verursachte Beschädigungen, unversehrt geblieben; von dem alten Gebäude dagegeg ist weiter nichts als die Umfas- sungs- Mauern und das Gewolbe des Kataster- Büreaus übrig. Gegen 1,13; Uhr Wurd; man des Feuers ziemlich Herr, und die GefaZy rst [HoffentliBch ]eß'xchgainbz vorüber.
m an eres rivat. re en aus Minden vom 9ten b sggt unxer Anderem; „D!? Forft- und Domainen-Dokumexxe YZF em Thetl der Medizanal:2(kten gingen in Flammen-auf. Zeßt Abends 7 Uhr, stehen,nur noch die 4 Wände des RegierungskGe-F bäudes, und das glamxnende Gebälk bricht wiederum in helle Flammen aus; doch woxd 12er Himmel gnädig und die Gefahr vorüber seht). Beim Emstar en der Flurdecke im zweiten Stock Wurden dret Menschen verschuttet, wovon einer gleich todt blieb.“
Zur Statistik der Vereinigten Staaten von Nord = Amerika.
Vierter Artikel. (Vergl. Staats=Ztg, Nr. 278, 283, 302 u. 312.)
Wie Verkehrswege: 11. Abtheilung. Eisenbahnen.
Eisenbahnen.
Der Stand der Eisenbahnen im Staat N . fich am besten aus nachstehender tabellarischereUeb:KTYto.rk “Mb"
Syracuse-Utica .......... Auburn-Syracuse ....... Skaneateles ............. Syracuse-Onondaga ..... AuburnZRochesker ........ Tonawanda ............ Rochester ................ Scottsville-Caledonia. . . . Medina:Darien .......... Buffalo:Niagara-Falls .. Buffalo-Blakrok . . . Lockport-Niagara-Falls . . Zweigbahn nach Lewiskon Jthaca-Owego ........... New:?)ork-Harlem .......
" " Albany .......
» ** Erie .......... Brooklyn:Zamaica ...... Long-Zsland ............. Zweigbahn n. Hempstead 1839 2.7, Ludson-Berksbire ....... 1838 34:3;
atskiU-Canajoharie ...... 18391 72
Eisenbahnen im Staate New-York ---------- _ 1298'5 2263245417430! 26,726
Im Jahre 1832 wurde in dem (jest 2,429,000 Bewohner zählenden) Staate Mw-York die erste Eisenbahn eröffnet; Ende 1839, also ZZahre spater, besaß derselbe bereits über 98 Deutsche Meilen Eisenbahnen im Betriebe, 182 Deutsche Meilen waren im Bau begriffen, und außerdem waren noch 86 Eisenbahn: Gesellsehaften mit einem Gesammt-Kapitale von 26,000,000 Dollars konzedirt*).
Die Baukosken sämmtlicher 27 Eisenbahnen im Staate New- York votx 1298“; Meilen Länge werden, Wenn die Kosten-Ueber- schläge fur deren Vollendung nicht überschritten Werden solltxn, 22,632,457 Dollars betragen. Zu diesem Falle werden also die Baukosten einer Meile einfache Bahn, sammt Gebäuden, Loko- motiven, Wagen :c., durchschnittlich nur 17,430 Dollars aus- machen. Dies gäbe 80,750 Dollars oder 116,000 Rthlr. für eine Deutsche Meile. Läßt man jene Bahnen, bei denen blos auf Holz gefahren wird, ganz außer Rechnung, fo erscheinen die Kosten von 1265 Meilen Bahnen mit 22,550,457 Dollars, oder von ei- ner Meile im Mittel mit 17,826 Dollars. MitAuslaffung end: [ich du" New-York-Erie Bahn, deren Kostenbetrag noch so sehr ungewcß ist, erscheinen die Auslagen für 811 Meilen Bahnen mit 16,550,457 Dollars, und dies giebt pro Meile einfache Bahn sammt allem Zubehör 20,530 Doklars, was pro Deutsche Meile 95,115 Dollars oder 145842 Rthlr. Cour. auswacht.
Bewunderk man ,die Rührigkeit der Nord-Amerikanet', so darf man doch auch ni_cht ubersehen, daß 1) fast alle obt'ßen Eisenbahnen nur Holzbahnen matFlachschienen (Démenfionen gewohnlich 2„_'ch“ckch Z “) find, indem von d'en bereits vollendeten allein die aquong-Zsland mit masfiven Schtenen versehen ist; 2) im Allgemeinen die Stei- gungen weit größer sind als bei den Europäischen Eisenbahnen. Ueberall zieht man vor, Steigungen bis zu 80 Fuß pro Meile und darüber anzunehmen, ehe man zu schiefen Flächen seineZufluchc yimmt, und leßtere smd daher auch nur bei 2, und zwar den altesten eBahnen im Staate New-York, anzutreffen; 3) auch mit dyn Krummungen der Bahnlinien man es dort weniger genau mmmt als bei uns, denn die _Hälfte der obigen Eisenbahnen hat als klei'nsken KrümPungs-Halbmesser weniger ais 1000 Fuß. Man fahrt sogar K'xummungen voy 250 Fuß Radius mitDampf- 71.121912? und hat fur Pferde häufig Karben mit 60 Fuß Halb-
Wir knüpfen hieran einige Bemerkun en:
1) Von. den im Stagte New-York nde 1839 im Betriebe mit Lokomotwkraft befindltchen Eisenbahnen werden 10 für den Transport von Reifenhen und Gütern, 3 nur für Reisende be: nußt. Wenn man Reisende und Güter auf eine Meile reduzirt, so findet man, daß in einem Jahre auf allen 13 Bahnen 26,051,176 Personen und 1,941,559 Tonnen Güter eine Meile welt befördert wurden, unh werden die[e Zahlen durch die Länge sämmtlicher FTFYnÖtTré-“LZHJZZÜMZUFOdidtsvtdY, so ergieku slch der mittlere jähr-
r r e e e er a um 493423TYT1MPFMchQ h mt 66,204 Reisenden und e reise der Pläße find auf den Eienba nen Staats New-York geringer, als auf jenen der Xnderyn Uni:?- skaaten. Im Jahre 1838 war der Preis eines Plaßes auf der Harlem=Bahn nur 2'z Cents pro Meile; am höchsken war er da: egen bei der Saratoga-Schenectady Eisenbahn, nämlich 5? Cents. xn“: Mittel ist der Brenz eines Plaßes bei allen 13 Bahnen 3,73 oder 37 Cent. pro Englische Meile (= 172 Cents oder 8 Sgr. pro Deutsche Meile.) Der Tarif für Frachten ist bei ]eenen Bahnen am niedrigsten, auf welchen die meisten Güter ver- YäßeYerßdch-WY beYY Cim Mittel 6,37 oder 63 Cents pro = ents = DeuJéeEMeY') , 13? Sgr. pro Tonne und ine ergleichung der Zahl der Fa rten mit der au ganze Bahnlänge reduzirten Anzahl der befJZderten T*)Jeisenbenfulxt')k Tonnen Güxer zeigt, daßedurchschnittlich in einem Train 42 Rei- sende und 2; Tonnen Guter befördert worden find.
1“) Die gesammte Brutto-Einnahme, durch die Länge der bekre enden Bahnen xividirt, giebt die Brutto-Revenue pro Meile Bahnlänge. Dtese variirt zwischen 663 und 10,640 Dol- lars und ist im Mittel für sämmtliche Bahnen 2891 Dollars, wovon 2468 Dollars Von Reisenden, 312 Dollars vom Güter- Transport und 111 Dollars aus anderen Quellen herrühren. Vergleicht man die Brutto-Einnahme pro Meile Bahn mit den BMW|?" derselben, so steht man, daß die erßere von den lehre- ren bei eden verschiedenen Bahnen zwischen 4 und 22 pCt., im Mittel fur alle Bahnen aber 12 pCt. ausmachte.
5) Die Betriebs-Auslagen betrugen bei 13 BahnenÉusam- men nur 48-2 pCt., der Netto-Gewinn 512/ pCt. von der rutto-
*) Zu bedauern ist daß ein roßer Theil der atißé chen Noti- zen des vorliegenden Wérkes über Jas Jahr 1839 :- cht h[nausgcht.