der aupmvecke des diplomatischen Strebens scon; und die Autan mit hina, die Politik China's werden Gegenüände von überwie- gender Wichtigkeit werden für jedes Kabinct Europa's und Amxrika'sx/
„Welche Umwälzungen in Bezug auf Religion, ReJterungs: An elegenbeittn- Nationalität und soZiaie Einricytun en d e Folgen di er großen Umgcsialtung der Bez chungen der elt zu China werden können, wer mag es wagen, d'arüder Vermutbuugcn anzu- fieüen? Aber wir werden mit Sicherheit den Schluß ziehen können, daß diese Fo! en, wiewohl wir ihr Wesen nicht zu erratben vermö- gen, zahlrei und groß seyn werden ; auch brauchen wir kein Bc- denken zu tragen, ihren Einfluk für einen so|chen zU'erklären, der im Ganzen für die Menschbe t mingemeinm außerordentlich wobl- tbän sev, ja, wir glauben, daß der gegenwärtigeTraktatmit China als e n Ereigniß erscheinen wird, welches zu den wichtigßen Epochen der Geschichte des Menschengeschlechts zu rechnen isi.“
Um auch andere Länder an den Vortheilm, welche der Han- del mit China bieten wird, theilnehmen zu laffen, wird von der Mornin Chronicle vorgeschlagen, Hong-kong zum Freihafen für alle ationen zu erklären, welches dem dortigen Grund-Ei-
enthum einen hohen Werth verleihen würde. Diese Aufforderung Fat auch in der übrigen Presse Anklang efunden, und es wird von mehreren Seiten ausgesprochen, da die von England in China errungenen Vortheile des Handels-Verkehrs nicht auf Eng- land beschränkt, sondern allen Nationen ohne Ausnahme frei ege- ben werden sollten. Der Standard bemerkt in dieser Hin lchk: „Die Chronicle äußert die Vermuthung, daß unsere Regie: rung keine andere Europäische Nation (worin dies Blatt ohne Zweifel die Handelsstaaten der neuen Welt mit ein- begriffen wissen will) daran hindern werde, an den Vortheiien der Ausdehnung des Chinesischen Handels Theil zu nehmen. Dieser Zweifel hätte einem Engländer kaum einfallen können, wenn nicht die ärgerliche Eifersucht einiger Pariser Journale die dee aufge- bracht hätte, daß Großbritanien sich ein Monopol des Lhinesischen Handels anzumaßen beabsichtige. Diese Idee ist indeß eine Ab: surdität. Großbritanien kann ein soiches Monopol nicht einfüh- ren, wenn es auch wollte, und es hat keinen denkbaren Beweg- grund dazu, vielmchrist gerade das Gegentheilder Fall. Wie könnte England ein Monopol einführen, es wäre denn, daß es die ganze Chinesische Küsie blokirte und mikZoU-Beamtcn beseßte? Und wäre dies mögiich, wäre es auch möglich, daß es ohne Kosten und Ge: fahr den Handels-Verkehr für sich allein behalten könnte, warum sollte es dies thun? “"in früheren Zeiten, als unser Handel und unsere Marine gegen .ebenbuhler zu kämpfen hatten, welche den Untergang beider beabfichtigten, war es nöthig, sie durch Mono- pole zu schüßen, wo wir solcke Monopole einführen konnten, so wie durch Repressalien; jeßt aber, da der Handel und die Schiff- faßrt unseres großen Reiches alie Konkurrenz überfiügelt haben, wurden diese Hülfsmittel der Schwachheit positive Hemmnisse seyn. Je mehr Handel China hat. desto reicher wird es werden, und je reicher es ist, desto besser für die Nation, welche jeßt un- abänderbaren Verhältnissen zufolge, fortan sein hauptsächlichster Handelsfreund bleiben muß.“
Es bestätigt fich nach den offiziellen Angaben vollkommen, daß die Chinesen in den lehren Gefechten sich sehr tapfer gehalten und namentlich bei Bedienung ihrer Kanonen viele Festigkeit be- wiesen haben; auch heißt es, daß esihnen nicht an Muth, wohl aber an Disziplin gebricht. Eine große Menge Tataren, Welche das Feuer der Engländer verschont hatte, scheint den Tod der Gefangenschaft vorgezYen zu haben, und in dem Bericht des General-Lieutenants ,ough Gough wird behauptet, daß die Mandschu-Race in der Stadt Tschinkiangfu ganz aufgerieben sey. Die achtbaren Einwohner hatten fich aus Tschinkiangfu, wie dies auch bei den übrigen von den Engländern genommenen Städ- ten der Fall war, entfernt, und vom Lande war Gesindel herbei- ge römk, welches sich mit der Bevölkerung vereinigt hatte, um zu pl ndern und die Gebäude anzuzünden. Die enggebauten Gassen der Stadt verhinderten die Engländer, diesen Gräuein Einhalt zu thun, und se beeilten fich, die Stadt zu räumen, in Welcher ohne- hin wegen der Menge aufeinandergehäufker Leichen bei 90 Grad Fahr. Hiße eine Epidemie zu befürchten siand. Das Benehmen der Anwohner des Zanksekiang gegen die Engländer wird sehr Zerühmt, ste bringen ihnen allerleiLebensmittel, unter Welchen sich esonders die Gemüse auszeicknen, und verlangen dafür kein FY, [ondern nur einen Zettel mit der Aufschrift „Britischer
uh.“
Der Globe macht auf die mehr als Spartanische Hinge- bung aufmerksam, Welche Lady Sale in Afghanistan gezeigt, und auf den unleugbaren Einfluß, den ste auf die glückliche Beendi- gung des Krieges gehabthabe, und dringt darauf, daß sie bei den Ehrenbezeugungen und Belohnungen, welche die Königin und das Land den tapferern Anfährern der Expedition gegen Afghanistan verleihen dürften, nicht vergessen Werde,
Die Times enthält eine furchtbare Beschreibung von einer Ueberschwemmung, welche die Stathunchal, auf der Insel Ma- deira, heimgesucht hat. Vom 2. Oktober an hat es hier den gan- zen Monat hindurch so furchtbar geregnet, daß man den Unter: gang der ganzen Insel befürchtete. Dabei herrschte fortwährend Sturm, w'elcher viele Sckiffe beschädigte. Zn Funchal aljein smd 300 Hauser zerstört worden und man berechnet den Schaden auf 2 MiUionen Contos Reis. Das Wetter fin , nachdem es lange trocken gewesen war, mit einem plötzlichen Fallen des Ba- rometer:; und einem schweflichen Geruch an. Die See in dem Hafen stieg, und bald darauf goß es in Strömen herab. Der
[Uß schWOl1 schnell an und riß alle Bakken fort. i Die Häuser von gegossenem Eisen kommen hier immer mehr bk! Aufnahme. Ein solches Haus von drei Stockwerken mit 10 ".* 12, Zimmern kostet umgefahr 1000 Pfd. St., und wenn man m1t sem“ Nachbarschaft nicht zufrieden ist, kann man es außein-
a"d“"?kmnn und mit hd „ s 2- . , deren Plaße wieder aufsteZT." *) Pfd- Unkosten an einem an.
kl London, 24. Nov. Die Au merk amkei 3231?“3.K;'*§s;".é."giaiichi“§«&? “f"i9““s3“"- WW ' " '? auf die Unter d
Betreff einer ZoU-Vereinigupg zwischen FrankreichhaxnqueelJiz: gericht,et. Ich komme auf dtesen Gegenstand zurück. weil es von Wichtigkeit ist, daß man die Ansichten Englands übei. denselben in Deutschland kennen lerne. Die Wirkungen einer solchen Ver- bindung auf die kommerziellen Interessen Englands würden nichi so bedeutened seyn, dgß seine Beziehun en zu jenen beiden Ländern dadurch wurden verandert werden. ck glaube auch nicht daß die Engiiscke Regierun steh blos deshalb jeder feindseliqen Öppo. fftion gegen »diese Ma regel enthalten würde, weil fie offenbar ei,; Lieblings-Ekgenstand des Kön??? der Franzosen und bei einem großen T eéixxder Französischen ation sehr populair ist,
Es ai" fi._ck hierbei vielmehr um andere Dinge, Bei den Unterbau ngen, Welcke im Jahre 1831 zwisehen den fünf Mächten in London wegen der Unabhän igkeit Belgiens stattfanden, trat England meistentheils auf die eite der Reprä- sentanten der Regierun in Brüssel und ihres aupt-Verbündeten, Frankreich. Aber wäxrmd sie die anderen ächte zu bewegen
2332. suchte, die Belgische Revolution als eine vollendete T atsache zu betrachten, war fie bemüht, dem kinfiuj, den die ufidsung des Königreichs der Niederlande auf das Gleichgewicht der Macht in Europa hervorzubrin en drohte, entgegenzuwirken. Vor Allem war sie bemüht, durch nerbietung ihres guten Willens zu Gun: [ken Belgiens den Einfluß zu theilen. den Frankreick sonst allein aUSgeübt haben würde; und während sie selbst der Anwendung von Feindseligkeiten gegen die Citadelle von „Antwerpen ihre Zu: stimmung gab, verpflichtete ste fich gegen die ubrigen Mächte, fich jedem Versuche von Seiten Frankreichs, die Operationen weiter auszudehnen als man übereingekommen, zu widersetzen.
Je mehr England dazu beitrug, die Unabhängi keit Belgiens im Jahre 1831 feskzuftellen, um so o_nehk fühlt es [ck verpflichtet, jeder späteren Maßregel entgegenziztmrkm, die jene Unabhänyigkeit nominell und das Königreich zu einer bloßen Provinz Fran reichs machen könnte.
Niederlande.
Aus dem Haag, 27. Nov. Die Gebiets-Abtretungen, Welche, dem neuen mit Belgien abßeschlossmen Vertrage zufolge, diesseits stattfinden, find höchst un edeutender Art und werden durch die Belgischerseits dagegen geschehenden Cesfionen v_olisiändig kompenfirt. Sie haben meistens nur den Zweck, Unregelmaßigkeitm der Gränze, wie fie durch die Londoner Konferenz festgestellt wor- den, ah uhelfen. Jm Limburgischen tritt Niederland zwar auch einige H user mit etwa 60 Seelen ab, doch würde der Bess derselben fur uns nur eine Last se n, indem dadurch für die Steuer-Kon- trolle eine bedeutende P&hr-Ausgabe entstehen würde. Für die Sicherheit der Festung 'Maftrichk,e in deren Nähe der zuleht er- wähnte Landstrich liegt, erwächst ubrigens durch dessen Abtretung nicht der mindeste Nachtheii.
Deutsche Bundesstaaten.
Hannover, 28. Nov. Die Geseß-Sammlung enthält folgendes Geseß für die Landesrheile, in welchen das Preußische Recht beibehalten worden, die Ausleihungen von Depofital- und Pupillen: :c. Geldern an LandeS-Kassen, so wie den Zinssaß bei Austeihungen solcher Gelder an Privat-Personen betreffend:
„Ernsi August, von Gottes Gnaden König von Hannover, Königlicher Prinz von Großbritanixn und c'srland, Herzog von Cumberland, HUMXZU, Braunschwetg und LÜteburg :c. :c,
In denjenigen, heilen Unseres Königreichs, in welchen, das Preu- ßische Recht gesetzliche Kraft behalten hat, tfi„die„Auslethung von Kapitalien, sowohl aus den Devostis der gertchtltchetx und der ad- miniürativen Behörden, als, auch mis den Kassen der Kirchen, Schu- len, Armen: und anderen milden Stiftungen, so wie aus den Geldern der Minderjährigen und der unter Kuratel sichcnden Personen, emi- gen Beschränkungen unterwoxfen, welche den jetzigen Verhältnissen nicht mehr angemesscn snd, dte Auskeibung der gedachten ngita en aber zum Nachtheile der dabechthciltgten erschweren. Um'dtedar us hervorgehende]! Mißüände zu beseitigen, haben Wir, auf den Antrag Unserer getreuen allgemeinen Stände-Versammlung, für die gedachten Lanchtheile Folgendes zu verordnen beschlyssxn: „ '
§. 1, Es soll gesiattex seyn, sowohl dte tn den Oeyomts der ge- richtlichen und admmisiratwenBehdrden, als atze!) dte ty den Kassen der Kirchen, beulxn, Armgn- upd anderer nnlden Stiftungen be- ändlichen, so wie die den Mmdcrjährigxn und den unter Kuratel sie- henden ersonen gehörenden Gelder, bet Unseren Landes-Kaffen zins- bar zu elegen, oder auf Unsere Landes:Kaffen auSgesieUte Schuld- Vcrschreivun en mittelst derselben anzukaufen.
§. 2, Fei Privaxpersonen können solche Gelder auch ferner, ge- gen hypothckarische Eintragung a_uf Grundsiücke, nach„den bisherigen Bcßimmungen belegt wcrden, tmmittclst darf dabei der Zinsfuß,
wenn kein höherer zu erhaskxn ßehk'édenifenkgen gleich bedungcn wer- den, welchen Unsere öffentlichen Kassen gewähren. Zu einem geritt- gcren Zinsfußx darf die Beleguitg nur aus besonderen, die Belegung nach gegen emen geringeren ansfuß raihsam machenden Gründen, wie z. B., wenn die Gelder bet Unseren Landes-Kassen nicht sobald bcle t , oder für solche Landes-Obligationen nicht vortheilhaft ange- kau t werden können, gxschehen,
H.. 3. Gründe dicier Art find 'von dxtx Verwaltcrn der oben e- dachten Kassen oder den sonsi dabet bethetlrgten Personen zu prü en und sodann „der Behörde, unter derext Aufsicht die Verwaltun steht, zur Genehmigung vorzulegen. Isi dee Genehmtgung von diesSr Be- hörde erthxtlt, sq bedarf es der Genehmigung der dieser vorgesetzten Behörde ntcht wetter.
§. 4. Durch die vorstxhenden Beüimmungen Werden [ämmtliche davon abWeicvenden bishertqen Vorschriften, wie namentl ck die der §§. 45 und 49 Tit. 1. der Deposttal-Ordnung vom 15. September 1783, so wie die der §§. 636 Tit. )(l. und 467, 472, 480, 490, Tit. )(Ulll. Th. ll. des Allgemeinen Landrechts und des §. 160 des Anhanöxs abgeändert; es behcilt ;_edoch, so viel das Verfahren bei Auslei ung von Geldern der im I. 1 gedachten Art betrifft, bei den bisher beüebenden Vorschriften sein Bewenden. .
Das vorstehende Gesch soll in du erste Abtheilung der Geseh- Sammlung aufgenommen werden.
Hannover, den 22. November 1842.
Mkainz, 20. Nov. (A. Z.) Ein politischerPi'ozeß, welcher vor dem hiesigen Zuchtpolizei-Gericht seit einigen Tagen verhan- delt wird, macht auf einen großen Theil der Zuhörer einen so ganz eigenthümlichen Eindruck, daß es mir schwer wird, denselben zu schildern. Ein Prozeß wegen geheimer hockverrätherischer Ver- bindungen zum Umsiurz des Staats und zur Begründung Deut: scher Einheit in Form einer Republik! Ein solcher Prozeß gegen Leute verhandelt, die der arbeitenden Klasse angehörig, durch Ge- burt und Er iehung frei von ehrgeizYerx Bestrebungen und durch ein mühevolles “eben allen utopischen raumereien entrückt scheinen! Endlick in einer Zeit, wo das Wort „Einheit Deutschland““ zur Wa r: heit wird, wo dasselbe den beredten Lippen eines roßgesmnten F r- sten entströmt, und im Kreise der Fürsten mit eifall vernommen wird! Und in einer Stadt des Frohsinns und in einem Lande der heitersten Lebens-Anschauung wird diesxr Prozeß geführt, in einem Lande, das von jeher fich durch seinen Sinn für Geseß: lichkeit auszeichnen! Wenn man Zeit, Verhältnisse und Umge- bung vergleicht, so wird man versucht, dieser ganzen Sache nicht mehr Wirklichkeit als den Luftspiegeiungen an der Küste der Sicilianischen Meerenge zuzusprechen, die, unter dem Namen kata Norßana bekannt, selbst den Naturkundigen mie seltsamen Bil: dem von Schiffen, Thürmen und Schlössern täuschen. So viel hat die Verhandlung bis jetzt wohl ergeben, daß in der Ver- zweiflung über das Mißlin en der durch die Zuli-Aufre ung 1830 in Deutschland genäZrten Hoffnungen die nach aris gewanderten Flüchtlinge über die Mittel berathen haben, ihrem Vaterlande den Se en der Einheit und Freiheit in ih- rem Sinne durch Herbeif hrung von Associationen zu verschaf- fen, und daß zu dieseem Ende ein vollständiger Plan festgestellt Und j"soweit zur Ausfuhruag gebracht worden ist, als man Mit- Flieder für denselben warb und gewann. Unter alien aber, Welcke bn der Prozedur bekannt geworden, ist keine einzi e Person von kedeutenden Verhältnissen oder einfiußreicher See ung, vielleicht d:“xesFÜLZÜIIUTZZUmankeinen Uebörlßliick beté'ddas, was er rebt wer-
, en ann, un e mit ewu n ber Knd Mittel dem Verein fich an esthloffen hatétftyEz ift [ZKF ermuthen, daß einzelne den ickeungen der Englischen und
Französischen Arbeiter : Klasse entnommene Grund , wie . B. das Maximum im Erwerbe, die Verpfiicßätk-ß zm- rbeit, die Besirafung dec Mößlgganges, die Si ng
des Arbeitsgewinnes, die Sorg? ?Für Arme und Schwache,
und kurz gefaßt, das Prinzip, daß Erziehung, Unterricht und Lebensunterhalt zu den Menschenrechten gehören, die
AngeschuldiKten der eskait eingenommen und verblendet haben, daß
sie die Gef hrlicßket der Mißdeutung und der Ausführun und
alle Anhän sel über den scheinbar edlen Zweck vergessen Jaden.
Es scheint Fier also in der Hauptsache ein Mangel an Unheil und
an Kenntnis, an Erziehung und an Klarheit die Illegalität er-
zeugt zu haben. Die Verhandlungen werden eschicht geleitet, ein
Verdienst, welches dem Vorfißendm, Herrn reiogerichtoKt-äfi:
denten dr. Levita, gebührt, dessen verständige und erfolgt ' eLei-
tung und M*itwirkung in allen wichtigen Geschäften des Gerichts-
ZTofes im Publikum gern anerkannt und das Vertrauen auf die echtsprechung wie im Allgemeinen, so auch in dem vorliegenden
Fall, gewiß rechtfertigen wird.
Hamburg, 25. Nov. Es muß wohl seine Richtigkeit ha- ben, daß Amerika in diesem Jahre eine überaus gesegnete Aemdte von Getraide ge abt hat, da die Preise von Weizen und Weizen: mehl dort fortw hrend im Sinken bleiben. Die lehren Notirun- gen aus New-York von 80 Cents pr.Bushel Weizen, 4'4 Dollars pr. Faß Mehl smd bereits niedriger, als an den Deutschen See- plähen zu kaufen ist. Erstere beträgt kaum 40Thaler pro Preußi- schen Wispel, wobei zu berücksichtigen ist, daß in New: erk die Preise von Wei en und Mehl in der Regel öher nock nd, als in mehreren Ne enhäfen. Zn Baltimore, oston ec. kauft man beides gewöhnlich etwas billiger noch. Auch hat dies nun bereits Veranlassun gegeben, daß von hier aus einige Aufträge nach Nord-Ameri a ge angen smd, um dort Mehl einzukaufen und hier- her zu senden. ir dürften uns nicht wundern, wenn im näch- sten Frühjahr ein paar Ladungen davon hier eintreffen und in Konkurrenz mit dem Deutschen Mehl und Weizen treten.
Frankfurt a. Pk. , 26. Nov. Ernst ist auf seiner Reise nach Rußland von Köln hier eingetroffen und hat bereits drei Kon erte gegeben, in Welchen auch Döhler mitwirkte. Den größ: ten eifail erhielt wieder der „Carneval“ des Violin-Virtuosen und seine beiden Etüden „kauillec ä'zlbum“ und „Erlkönig“. Für die Dedication der [exterem die nach der bekannten Schu- bertscken Lied-Compofition ür die Violine arrangirt ist, hat Ihre Kaiserl. Hoheit die Großherzogin von Weimar dem Virtuosen einen kostbaren Brillantring zustellen lassen.
Luxemburg, 19. Nov. Unter den Geseß-Entwürfen,welcke
die Landstände in den lehren Sihungen angenommen haben, sind
besonders das Gesch über die Bier-Accise und das über die Pa- tentfteuer zu erwähnen, von welchen die Steuern um ein Zehntel herabgeseht worden smd.
Spanien.
Paris, 26. Nov. Es smd hier folgende telegraphische De- peschen eingegangen:
]. Perpignan, 24. Nov. Die Junta von Barcelona hat am 21. November „Tirailleur-Baeaillone des Vaterlandes“ organisrt und eine Proclamation an die Armee erlassen, worin fie dieselbe auffordert, fich ihr anzuschließen. Die Beamten, welche die unta anerkennen, bleiben auf ihren Posten. Zn Valencia herr chte am 20sken in Folge der aus Barcelona eingegangenen Nachrichten große Aufregung.
11. Bayonne, 23. Nov. Berichte aus Saragossa vom 19. November melden, daß dort niehts vorgefallen sey. Man kannte dort die Vorgänge in Barcelona. Zn Lerida hatten die- selben große Unruhe erregt.
Barcelona, 19. Nov. Der hiefige Constitucional ent- hält Folgendes: „Wir smd aus glaubwürdiger Quelle über die Absichten des Generals van Halen in Bezug auf unsere Stadt unterrichtet worden. Er denkt nicht daran, die Stadt anzugreifen, sobald man ihn selbst nicht angreift; .Home dies geschehen, so ver: spricht er den Fremden, sie davon in enntniß zu sehen und ihnen eine gewisse Frist zu bewilligen. Die Posten smd ausgeblieben; :x? glaubt, daß fie von dem General:Capitain angehalten worden in .“
Es herrscht hier die größte Ruhe und das Ei enthum wird respektirt; einige schlechte Subjekte, welche die an ängliche Ver- wirrung zum Plündern hatten benußen wollen, smd auf der Stelle verhaftet worden. Die von den Truppen Zurbano's beim Eindringen in eine Straße verübten Exzesse find unbedeutend.
Die Töchter des Generals van Halen, die Gemahlin des Ge- nerals Zavaia und der Brigadier Charon wurden in dem Augen- blicke, als sie fich an Bord des „Meieager“ flüchten wollten, von einigen National-Gardisten der HafemVor adt Barcelonetta ver- haftet, und man wollte sie als Geiseln abf hren, ließ sie aber auf Verwendung des Franzöfischen Konsuls wieder frei.
Ein Mitglied des hiesigen Ayuntamiento hat den Vorschlag gemacht, den Znsanten Don Francisco de Paula nach Barcelona zu berufen, er fand jedoch keine Untersiühung bei seinen Kollegen,
?? Paris, 26. Nov. Wir erhalten heute die Barceloneser Blätter vom 20ften, die an diesem Tage seit dem 15ten zum erstenmal wieder in vollständigen Nummern erschienen. Der Constitucional und der Imparcial hatten bisher eine ziem- lich zweideutige Neutralität zwisehen der Staatsgewalt und dem Aufstands beobacktet. Der sonst sehr besonnene und emäßigte Jmparcial nimmt indessen heute scheinbar leidenschaftlich Partei für den lehreren, ob freiwillig, mag dahingestellt bleiben. „Es ist Zeit“, sagt er, „unser Stillschweigen zu brechen. Barcelona hat eine wahre, eine große, eine prächtige (magnifica), eine furchtbare Revolution vollbracht. Die Schatten unserer ehrwürdigen Ahnen Fabxn ihre Grabsteine gesprengt, fie haben das Her ihrer Enkel eriexhrt, ihren Verstand erleuchtet und ihren Arm ge ählt. Ueber- naturlich ist, was wir gesehen haben, wunderbar ist die aus dem Chaos hervorgegangene Einigkeit, wunderbar die Ordnung inmitten des Aufstandes.“ Zudem er von den wahren oder angebliohen Sünden der Regierung spricht, fährt der Imparcial fort: „Catalonien schien das Hauptziel des Hasses der Mandarinen zu seyn. c“jn unserem Fürstenthum war die persönliche Sicherheit eine L ge“ man monopolifirte auf eine infame Weise die Frucht unkeres Schweißes ; man stürzte durch einen Firman (den Befehl zur Sckließun2 der Tabac“: Fabrik) underte pon Wei- bern ins Elend; man ereitete einen Handels: ertrag vor, der un- sere Industrie erskören sollte, und den man ohanitwirkung der Cortes duyxhzuizehen beabsichtigte; wir wurden- von wilden Despo- ten verMß-welcde vor unseren Augen Mauern von Bayonetten aufführtexsxuyd Wälder von Kanonen aufpflanzten: Da erhob das Volk seine Hand, und das Alles verschwand wie Rauch vor dem „Sturmwinde.“ In sonderbaren: Mißklange zu diesen heftigen
i e d i di" Ausfällen gegen FM,? 3"; „MMM "Zeven?“ ofineiiY
ruhi e Ton, '" „[ mm und die Dekrete des Re- Thkäe die MUJ'XMY: quxeriiemrchxxchm Fortym mitthxilt. enten unter ' ri Özde-B lleün aber der Zmyarcial “ck für MWWMlMÜMM du- Junta und neben seiner eige- Platz nebenk chen Prosa- in welcher er dm_ Sieg des Cataloni- nen orienta 'rss f tiert- Dieses Blatt h_at sint einem Worte nicht sehen Auskuhw ob es ihm Ernst sey mit seinem eigenen yrouun- die Miene, a en Barcelonkskk" selbsk aber scheme es ziemlich Ernst c-MF'LUW- Die 64mm; hat bereits einen Landmann erschießen damit zu seyin'ren' serngm Pando gegen den Dixbskahl übertreten lassen, der ,b der drei andere Diebe, die man eingefangen, find hatte. Zwe'dhkilichm Tribunale verwiesen worden, aber nur, weil :'horr IFOK?“ zum Glück für fie der Bekanntmachung des Bando der I""“ÉTYFZRIZLUIF deren Errichtung die Regierungs- D“ ist ernannt aber noch nicht installirt und in
Junta verfü t hat, „kenn. Sie besteht leichfalls aus neun WPTijrZT-IFFZ" sch keine bekannten O?an1en finden. Hier g - ß derselben: D, Jaime Badia, Francisco Viüas,
FFszYx-ZifzxÉémua-x Monserdä, ZoFé Bonilla, Agustin Yaüez, To- mäs Coma, uan Agel!“ und Jose. Maluquer. '
Militairische Erei msse find seit dmx 18tetx m Baxcelona nicht mehr vorgekommen. n diesem Tage ruckte die NationalZGat-de aus um zu verhindern, daß de_r General van Halen Proviant m das, Fort Monjuich werfe, aliem die von dem Fort aus gewdrfenen Granaten zwangen die Bürger-Soldaten bald, sich unverrichtetxr Sache zurückzuziehen. Die Beschießung der Stadt hat wexug Schaden verursacht. Dem Chrasinischen Popagago hat eine Bombe die Presse zerschmettert. Die Citadelle ist. in der Nacht vom 16ten auf den 17ten mat Hinterlaaffung zweier vernagelten Kanonen und einiger Verwundeten geraumt worden, nachdem se am Tage zuvor einen dreimaliqen ?lngriff der Bar- celoneser abgeschla en. Während des Kampfes 'at'n 15cm smd fünf oder sechs H user der Stadt, von denxn drei in der Straße der Goldschmiede, durch die Soldaten geplaudert worden. Dem General Zurbano wird Schuld gegeben, daß kl" seine Leute durch das Versprechen der Plünderung zum Kampfe angefeuert habe. Die Gerückte von dem Abfall zweier Regimenter in ArraZonien und des Provinzial:Regiments _von Burgos, find ungegxundet, Nur einzelne Soldaten smd bis ]eßt' zu den Znsurgeniten uberge: gangen. Der Zmparcial giebt die Zahl der am 1.)ten gekom- menen Ueberläufer auf 60 an. Das Hauptqugrtier des General- Capitains von Catalonien ist noch immer in Say Fein: am Llobregat. Die vom Moniteur gemeldete „Captxulattow der Garnison von Guadalaxara“ ist nichts anderes als die Capitula- tion des in dem Fort Atarazanas siehendew Regimenees_ von Guadalaxara. Ueber die Haltung der ubrigen Catalomschen Städte, deren Aufstand durch telegraphische Nackrickte'n gemeldet ist, wissen die Barceloneser Blätter vom 201“an noch nichts zu sa-
en, außer daß sich in Zgualada und Rom! eme dem ?[ufstande in arcelona günstige Stimmung gezeigt habe.
Griechenland.
S Athen, 12. Nov. Der Umzug des Hofes in das neue Schloß wird, wie man vernimmt, innerhalb eines Mo- nate:! stattfinden, bis dahin hofft man den Theil des Pa- lais, dessen man zunächst bedarf, in wohnbaren Stand zu sehen. Einzelne ZWeige der Hofhaltung, z. B. die Hof- kasse, die Silber-' und Leinwand - Kammer, befinden sch schon seit längerer Zeit darin. Die Stadt war zwar mit der Verlegung der Residenz von Nauplia nach Athen sehr wohl zu- frieden ; wenn es sich aber darum handelt, die Lasieq zu tragen und die Verpflichtungen zu erfüllen, die ihr obliegen, theils ianolge der beim Umzug getroffenen besonderen Ueberetnkunft, theils .in Folge der allgemeinen Geseße, so erweist sie sie;) etwa; saumseltg. Gleichwobl hat fie fich endlick entschließen mussen, ]eßt den vor dem neuen Schloffe befindlichen Plaß einzuebnen und zu terx'asfi- ren, und auch schon Hand an die Ausführung gelegt. Bei der hierdurch veranlaßren Umwühlung des Bodens nun hat man meh- rere Sarkophage mit einigen, freilich nicht sehr bedeutenden, An- tiquitäten gefunden; ferner einen kleinen Löwen, etWa eineg Meter lang, der nicht uninteressant ist, so wie auch einige Stucke von Grabsteinen mit Verzierungen aus der besten Epoche Gxiechischer Kunst, wie es scheint. Bei der Fortseßung der Arbeit durfte viel- leicht nock manckes Andere zu Tage gefördert werden. Uebrigens will ich bemerken, daß der Play noch innerhalb der alten Mauern Athen's liegt. .
Da fich über das neue Douanen-Geseß mannigfache Kla- gen erhoben hatten, und da viele Bestimmungi-ne desselben allgemein theils als vexatorisch, theils ais unausfuhrbar be- zeichnet wurden, so waren (wie ich schon früher einmal er- wähnte) die betreffenden Behörden und die verschiedenen Han- dels-Kammern aufgefordert worden, ihre Bemerkungen ."".d Vorschläge dem Finanz:?Rinisierium einzureichen. Der Konig selbst besuchte vor etwa einem Monate, auf der Reise nach den Cykladen, Syra eigens in der Absickt, die Beschwerden des dorti- gen Handelsstandes zu vernehmen und sich persönlich von der" Nothwendigkeit der zu treffenden Modificationen zu überzeugen. Diese Nothwendigkeit erschien denn auch als unabWeisbar, und da überdies die Behörden Und Handels-Kammern jener Aufforde- rung baldigst nachgekommen waren, und also für eine Revision des Geseßes hinreichend“; Material sich angehäuft hatte, so ist durch Königliche Ordonnanz eine Kommission ernannt worden, um das Material zu Fräsen und zu demnächstigen Abänderungen die geeigneten Vorschl ge zu thun.
Seht" wünschenswerth wäre es, wenn auch einige andere Angelegenheiten unangenehmer Natur, welche der Regierung viele Väriegenheiten bereiten, einem schleunigen Ende entgegengeführt w rden. Dahin muß man vor Allem die AngelegenYiten der Türkischen Unterthanen rechnen, deren früher besessene akuf (zu Moscheen und frommen Stiftungen gehörige Güter) die Re- gierung gegen eine zu leistende Entschädigung übernommen hat. Die rechtliche Verpflichtung läßt sich nicht abstreiten, über die Ent- schädigungs-Summe war man ebenfalls übereingekommen, be- stimmte Zuswherungen wurden gegeben -„- und dennoch harren die dBethÉiligten noch immer vergebens auf die definitive Erledigung
er ache.
In dem Präsidium der Bank sind, nach hartnäckigen Wahl- kämpfen, bedeutende Veränderungen eingetreten. Wetzn man früher von vielen Seiten die Klage hören mußte, daß die Bank „YM „Uyd gar in die Hände der Franzosen und eder Französischen
artei gerathen sey - welches, wenn es gegrundet war, wohl hauptsächlich darin seine UrJ'ache hatte, daß, anfangs Wenigstens, "*"?le Franzosen fich fur dieses Institut interesfirten.-_ so wir diese Klage "est wohl verstummen müssen; denn die 1th Gewählten smd Ajkänner, welche nicht EU jener Partei Zezählt ""de dürften. Präsident wurde Herr h. Klonaris, Pr sident
2333
To. Nya“ und Antonopulos, _D'? Bank-Qperationen haben übri ens bio jeh: einm befriedigender; Fortgan ; nur fährt- die erfiibekung derBanknoten. namentiech !n den nzen, für" Bauern und ärmere Leute, welche damit bezahlt werden und nur kleinere Summen wieder verausgabm, manche Verlegenheiten herbei.
Moldau und Wallachei.
assy, 11.Nov. (A. 3.) Zu der Wahl eines neuen os o- darsIer Wallach“ wurde den Bojaren eine Frist von 60€axen desiimmt. Es zeigen sich fünf Parteien: der Fürst der Moldau, Graf Kisstleff, der Ban Georg Phillipesko, Stir-Bey und Bi: desko sind ihre Kandidaten. Die meisten Anhänger zählt HM" von Kisseleff, und Rußland hätte leichtes Spiel, ihm den Fürsten- sk_uhl zu geben, falls ["eine olitik es für Weckdienlich hielte. Hier nimmt man ay, daß es f r den Augenblick darauf verzichte; in diesezt1_FaU wurde Herr von Phillipesko höchst wahrscheinlich die Majorität der Wahiskimmen erhalten.
Fürst Stourdza ist vor eskern nach einer Abwesenheit von sechs Monaten hier eingetroffTn. Er wurde von der Gränze bis nach Zassy von den Einwohnern des Landes mit großer Freude empfan en. Man hat ihm Deputationen entgegengeschickt, in den Kreissr dten und in der Hauptstadt Ehrenbogen errichtet und Abends waren die meisten Häuser festlich beleuchtet.
Türkei.
Konstantinopel, 9. Nov. Handelsbriefe aus Erzerum be: richten, daß an der Persischen Gränze ein Zusammenstoß zwischen den Türkischen Kurden und den Persern stattgefunden habe, Wo: bei die Kurden den kürzeren gezogen hätten. Der Angriff sol] von den Kurden, die in Uerömania einfielen, ausgegangen seyn; die Perser hätten dann jene zurückgedrängt und mehrere Türkische Ortschaften verheert. Der Englische Botschafter erhielt auf seine Erkundigung über die Wahrhaftigkeit dieses Gerüchts von der Pforte die Versicherung, daß nichts Offizielles darüber eingegan- gen, mithin die Sache wohl eine reine Erdichtung sey.
Mustapha Nuri Pascha verlangt wegen der in Syrien neu ausgebrochenen Unruhen Verstärkungen, diese wird er durch die 2000 Mann regulairer Truppen, die zur" Ablösung der Albanesen von hier abgegangen smd, erhalten; er wird aber, da ein leichter Vorwand jest vorhanden ist, auch die Albanesen beibehalten.
Vereinigte Staaten von Nord-Amerik'a.
Q'Paris, 26. Nov. Auch der Staaks-Secrerair des KriegES, Herr Spencer, hat nun, gleich den Herren Web: sker, Cushing und Wise, ein förmliches Manifest erlassen, welches den Amerikanischen Blättern, die bis zum 1. No- vember heute eingetroffen sind, Anlaß zu einer lebhaften Polemik gegeben hat. Dieses Manifest, im Vereine mit denen der anderen vorbenannten Männer, bildet in der That ein vollsiändi-
es Vertheidigungs:Sy|cm zu Gunsten der Verwaltung des Prä- tdenten Tyler, deffen Stern neuerdings wieder am Horizonte fich erhebt. Noch kaum vor zwei Monaten wurde die Politik des Präfidenten von allen Seiten aufs heftigste angegriffen; man fand nicht harte Bezeichnungen genug, um sie herabzusehen, die Presse und der Kongreß hatten fie gleichmäßig zum Ziele ihrer giftigsien Geschosse gewählt, und unter diesem allgemeinen Geschrei wurden die wenigen muthvollen Stimmen, Welche gegen diese maßlosen und schon dadurch selbst fich ihr Verdammungs-Urtheil sprechenden Angriffe zu protestiren wagten, fast buchstäblich erstickt. Der Kon- greß war der Haupthcerd, von wo der Lärmruf ausging, dort fanden' die Schreier ihren Hauptanhaltspunkt; seit aber der Kongreß aUSeinandergegangen ist, hat auch dieses Lärmen ein Ende genommen oder doch seine betäudende Kraft verloren, und skikaem haben nur vier mächtige Stimmen die in die Gemü- ther zuruckgekehrte„ Ruhe benaht, um Herrn Tyler einen Beistand zu gewähren, der ck"* nur allzu lange entgangen war. Diese vier Manifeste habep, iiach der Versicherung aller Briefe und selbst nach dem Gestandmsse der dem Präsidenten feindseiigen Zeitungen eine ungeheure Wirkung auf die öffentliche Meinung des Landes,
daß der Collecteur, um den Reclamationm der solche Waarm eim führenden Kaufleute zu willfahren, dem im Tarif verborgenen Sinn eine etwas ezwungene Deutung geben, ja sogar die Zu- structionen des S ahamres auf eine Weise auslqen mußte, die nicht in der Absicht des Scha amtes lagen Aus später auf neue Reclamatimen gegebenen rklärun en des Schasamtes aber scheint hervorzugehen, daß man der assung des Cirkulars des Controlleurs absichtlich diese Form gab, um den Beamten, die mit dem Vollzuge beauftragt find, größere Freiheit der An- wendung zu lassen. -
W
Inland.
, Berlin, 1. Dez. SZ“ Majestät der König haben Allergnä- digst geruht, dem-Weinhandler Böttcher in Berlin die Anle- gqu der ihm yernehmen Großherzogl. Mecklenburg-Schwerinschen KriegS-Denkmunze zu gestatten.
Berlin, 1.Dez. Die in der Geseß:Sammlung enthal- tene Allerhöchste Kabinets-Ordre Wegen des verheißenen Steuer: Erlasses und über die Beförderung einer umfassenden Eisenbahn- Verbindung zwischen den verschiedenen Provinzen der Monarchie lautet folgendermaßen:
„Nachdem, Meinen Anordnungen gemäß, dns Gutachtcn der vereinigten siändisäzen Ausschüsse über die Modalitäten des von Mir yerheißenewSteuer-Erlaffcs und über die Beförderung einer um- fassenden Etscnbahn--Verbindung_ zwischen den verschiedenen Provin- zen der Monarchie untechthülse aus Staatsmittcln eingeholt wor- den iii, bestimme Ich, auf den Bericht des Staats: Ministeriums von) 17ten d. M., Folgendes:
1, Ja) win die, Meinen gctrxtten Unterthanen in dem Propoü- ttons-Dekrete an die vorjährigcn Provinzial-Landtage vom 18. Februar v. I. zum Betrage von 1,500,000 Rthlr. bis 1,600000 Rthlr. in Aussicht _geüeüte Adgaben-Ermäßigun auf die Summe von Zwei MiUionen Thaler ausdehnen un? solche vom 1. Januar k. I. ab in pach|ehender Art gewähren:
Zuvdrderü sollen darauf diejenigen 60,000 Rtblr. angerech- net Werden, Welche der Staats-Kasse durch die in Meiner Ordre vom 10. Dezember v, J. angeordnete Aufhebung der Abgabe von Mtethkutschern i_md Lobnfuhrleuten schon Vom 1. Januar
d, I. ab entgangen smd,
_ Ferner bgbe Ick durch eine besondereVerordnun vom heu-
ttgen Tage die nach der Sportel-Taxordnung für d7e Provin- zial-Vcrwalwngs-Behörden vom 25. April 1825 zu entrichten- d_cn Ausfexttgungs: und Verhandlungs-Sporteln, die bisher eme jährltche Einnahme von etwa 20,000 Rthlr. gewährt ha- ben, vom “1. Januar k. “. gb aufgehoben. _, Die ubrigen zur Ésrletckserung der Steuerpflichtigen bc- mmmten 1,920,000R1hlx.„fo11en zur Herabsetzung des Salzprei- ses verwendet und daher tm Interesse der bedürftigeren Volks- klasse!) solche Einrichtyngcn getroffen werden, welche die unver- hältntßmäßtge Verscheedeyhett zwischen dem Faktoreivreise und dem Detml-Verkaufsprxcse des Salzes überall auf ein billiges Maß zu beschränken geeignet smd. Ich habe deshalb durch die heute von Mir vollzogene bcsopdere Verordnung, eine Ermä- ßigung des gesetzlichen Salzpretses von 15 Rtblr. auf 12 Rtblr. für die Tonne vom 1._ Januar k. I. ab angeordnet und be- stimme zugleich, daß die nach Abzug des davon zu erwartenden Einnahme-Ausfalles von 1,740,000 Rthlr. übrig bleibende Summe von 180,000 Ntblr. vorzugsweise zur Vermehrung der öffentlichen Saizverkquxsieüen, außerdem nder auch zu anderen, die mdglickysie Vermtnderung der Salzvrctse beim Kleinverkauf bezweckenden Einrichtungen, namentlich zur Debitirung des Salzes in md lichßklcinen Quantitäten Scetens der vorbezeich- neten VerkaUZsielicn verwendet werden soll.
2) Neben dem vorüchend bewilligten Steuer-Erlasse wünsche ck dem Lande auch die Vortbetle zu verschaffen, die, in mehrfa er Hinsicht, von einer Verbindung der Hauptüadt mit den Pro- vinzen und der Provinzen unter etnander vermittels umfassen- der, in den Hauptrichtungcn das Ausland berührender Eisen- bahn-AnlaJcn erwartet werden dürfen. Ich bestimme daher in Ueberejm immung mit dem Gutachten der vereinigten stan:
hervorgebracht, nicht allein durch die Gerechtigkeit der von ihnen vertheidigten Sache an sich schon, sondern vorzüglich dadurch, weil die als Sachwalter des Präsidenten auftretenden vier Männer so eben nock die vier größten Namen der Whig:Partei waren. Die Rückwirkung davon auf die Whig:Partei konnte nicht ausbleiben, und die Unentschlossenheit, das Schwanken und die Spaltung die- ser ohnedies nur so lose zusammengehaltenen Partei haben noth- wendigerweise dadurch nur noch zugenommen. Die Batterieen der Mehrzahl der Whig-Zournale, die vor kurzem noch ein so lebhaftes Kreuzfeuer auf Herrn Tyler unterhalten hatten, smd bei- nahe gänzlich verstummt und der Stand der Dinge hat sich vollkommen zu Gunsten des Herrn Tyler gestaltet. Dieses kann einen großen Einfiuß auf die nächsten Wahlen des Staates New- Yorx ausüben, die für die Zukunft der beiden Parteien [0 wick- ti md.
g Der neue Awerikanische Tarif seßt bekanntlich den Ein: gangs-Zoll auf fremde Seidenwaaren auf 23; Dollars per Pfund fest, sagt aber nichts darüber, ob Seidenwaai'en, die mit Wolle gemischt sind oder mit Baumwolle, wodurck) einerseits ihr Gewicht vermehrt, dagegen ihr Werth Vermindert wird, auch den nämlichen Zoll bezahlen sollcn. Der ZoU-Ein- nehmer von New:York nunerkannte wohl an, daß man nicht wohl diese Arten von Geweben mit den reinen Seidenstoffen in eine Linie sehen und derselben Auflage unterwerfen könne, da der Zoll von 2Y Dollars auf die sogenannte molirte Waare tausend Pro- zent des Werthes derselben gleichkäme. Deöungeachtet aber hielt er sich streng an den Buchstaben des Geseßes, das keinen Unterschied festsehe, und nahm für alle Seidenwaaren ohne Ausnahme den gleichen Zoll in Anspruch. Der Courrier des Etats Unis, ein zu New-York erscheinendes Fratdzöfisches Blatt, welches fich zur besonderen Aufgabe eseßt hat, die Franzöfischen Interessen oder ricktiger gesagt, die Interessen der Bevölkerung Französischen Ursprungs in den Vereinigten Staaten zu vertreten, nimmt dar- aus Anlaß, dieses Verfahren zu bekämpfen, „Das wäre ein Verbot Zwesen“, sagt er, „und zwar ein um so ungerechteres, unheilvolleres
erbok, als es Waaren getroffen hättHWelche vor Votirung des Tarifs eingeführt worden waren. Man hatte nothwendigerweisefie wieder ausführen müssen. Es wurde darauf entschieden, daß diese ge: mischten Stoffe nicht der allgemeinen Kategorie der Seidenwaaren beige,;ählt, sondern unter die Baumwollenzeuge oder Wollenzeuge
gerechnet werden sollten, und daher im ersteren Falle 30 pCt., im zweiten 40 Ct. m] yalorem bezahlen sollten. An die Coliecteure wurde ein undschreiben zu diesem Ziveck gerichtet.“ Man hatte nun anfangs geglaubt, durch diesz Entf eidung werde der Sache abgeholfen seyn, und der auswartige eidenhandel, sowohl der Französiche, als der Deutscke und Schweizer, würde seine Ge- schäfte foreseßen können, ohne abwarten zu müssen, bis der Kon: greß selbst eda:; von ihm gemachte Versehen wieder gut mache durch Ausfullung der im Tarif vorhandenen Lücke. [lein aus einer genaueren Untersuchung des sehr unklar und dunkel abge-
W A"Wage; oder Caffationshofes; Vice-Präsidenten die Herren
faßten Cirkulars des Schaß-Controlleurs scheint fich zu ergeben,
djschen Ausschüsse , daß die Ausführung solcher, von denselben ür cin dringetxdes Bedurfniß crachteten Etscnbabn-Verbin- tungen durch die dem Staate zu Gebotx stehenden Mittel, und éqsbesondere auch durch Uebermzhme emer Garantie für die Zmsen der Anlage-Kapttglien tytt Kraft und Nachdruck beför- dert werden soll, und wrli daruber von Ihnen, dcm Finanz- Minisxxr, baldmöglichü nähere Anträge erwarten.
Wenn „;ck sonach m die Belastung der Staats-Kaffe mit einer ncuxn fyrxlaufendcn Aus abe4 die jedoch den Betrag von jährlich zwct 'Mtlltynrtj Thaler n cbt uberskcigen darf, hierdurch wilii e, so geschreht dees tn der Hoffnung, daß es bei ßrenger Sparsam eit in allen Verwaltungzzwcegen, dre Ich „nach wie vor von sämmtlichen Departkments-„Chefs erwarte, mbgltci) seyn werde, jene neue Laß, selbst, wenn sie äußersten Funes nach und nach den vorbestimmten höchsten Betrag erreichen font_e, aus den Ucberschüffen des Staats- hgushalts zu decken. Soilte dies aber ungeachtet Meiner hierauf ge- rtchtetcn Besixcbungxn nicht_gelcngen uiid deshalb zur Aufrechthal- tung dcs,(§3lctchgew1chts zw1schm den Einnahmen und Ausgaben des Staats eme Wiedererhdhung dchteurrn ndthig Werden, die Ich für diesen Fall unter verfasunqsmäßtgem_ständischen Beirat!) anzuordnen Mir voxbehalte, so hege Ick zu,?)xemcn getreuen Unterihanen das, durch „die Erkläruygcn der vereinigten ständischen Ausschüse nock mehr_tn Mir defcütgxe zuvrrfichtliche Vertrauen, daß sie ein solches, für emen großen nationalen Zweck gefordertes Opfer gern und willig ühernchmen werden. Das Staatß-Mtnistcrium hat diese Ordre durch die Gescv-Sammlung ur dffemltchcn Kenntniß zu bringen,
Berlin, den 22. ovember 1842.
riedri W'j , An das Staat5=Mini|criu1n./- F ck * helm
Nachstehendes ist die Alicrhdchste Verordnung wegen Aufhe- bun dcr Ausfertigungs: und Verhandlungs-Sporteln der Provin- zial: erwaltungs=Behdrdem
„Mix) Ftéiedricb Wilhelm, von Gottes Gnaden, König von reu en :c. :c. verordney auf den Antrag Unseres Staats-Miniüeriums: daß die nach §§, 6 bis 13 der Sportel-Tax-Ordnunq für die Ober: Präsidien , „chgterungey, Konsiüorien, Provinztal-Schul-Koüegien und Mediznxa -Kollcgten vom 25. April 1825 in Verwaltungs- Angclcgenhctten zuentrichtenden Ausferti ungs- und Verhandlun s- Sporteln vom 1. Januar künftigen Ja res ab nicht weiter er o- ben werdet! sollen. „ Urkundlich niztex Unserer Höchstcigenhändigen Unterschrift und betgedrucktem Königlichen Inffcgel. Gegeben Berlin, den 22. November 1842.
(b. 5-) Friedrioh Wilhelm, Pri nz von Preußen,
yen. Mühler. v.Rockow. v,Na ler. v.Ladenberg. GrafvonAlvensleben. Ei born. von Chile,
. o
Ro ber.
on Savigny. Freiherr von Bülow. von Bodelschwingh. Graf zu Stolberg. Graf von Arnim.“
Ueber erabse ung des Saiz-Verkaufspreiseq auf den Salz- Niederlageaner Monarchie is folgende Königliche Verordnung
erschienen:
v v