Chinesa' chen Hofe, dessen Depeschen auf einem Land-Transport hina von 1200 Englischen Meilen den Chinesen völlig preis egeben seyn würden, der achtMonate auf eine Antwort von warten müßte und de en Mi wand von 20,000 Pfd. herbei auch der Examiner, wie schon andere Bl tter vor ihm, vor allzu sanguinischen Hoffnungen in Betreff des als Foige des Frie- erwartenden ausgedehnteren Handels-Verkehrs mit China ert sich in dieser Hinsicht folgendermaßen:
„Ein ge Leute sind, wie wir_ bemerken, erregbar genu , umzu lau- ckkehr des Friedens mit den Chinesen ofort un erem andel Leben und Thätigkeit ein dßen werde. Was diese enschenverskand, sondern re Vorfahren in der Speculaiion „des Handels-Verkebrs mit Süd-Amerika zeigten, und unter dessen ettung se ihre Kapitalicn in Sendungen von Ueber- schuben nach Peru und Chili und von Schlittschuben nach dem Plata- und Amazonen-Strom angelegt haben sollen. Nicht ein neuer Han- dels-Verkehr ift es, der jetzt in China eröffnet wird. Der Handel hat schon seit zwei Jahrhunderten be|anden, ren ein freier Handel, tracht kommen, und : Wie groß nun i ebrs? Der Gcsammtbetra
rlichen Auf- rigen warnt
fion einen jä fuhren w rde.
ben, daß die R Leute beku en, iii offenbar nicht jene Art von Versand, Welchen bei der Erdffnun
ist ftir den letzten achtJab- o weit unsere et eyen Gesetze in Be- - hrend des dreijä rigen Krieges wenig - | der Bclauf dieses Handels- der Britis en Ausfuhren sowohl wie der Einfuhren, ift, jeder für ich, nicht 7 illionen Pfd., und d rbßte Theil der Einfuhren rührt, so weit der Werth in Betracht ommt, nicht aus England , sondern aus Oßindien ber. Von.den üeben Millionen , welche von Britischen Unterthanen eingrfub werden, beßebt mindeßens die Hälfte in Opium und ein Theil des Reifes in Baumwolle, Wolle und Zinn, nebsi einer verschiedener anderer Rohsioffe aus dem Indischen „Archipel. Großbritanien selbst bleiben also nur die Stapel-Arttkel von Baum- wollen- und Wollenwaaren, Twist und Metallwaa Betrag nicht dem fünften Theil der funfzehn Millio welche die Vereinigten Staaten uns an jenen Waaren abnehmen, oder, mit anderen Worten, der weniger als eine Million jährlich t. Die Consumtion der Baumwolle, Wolle und einiger von chwereren Mannen beschränkt sich auf zwei oder drei Provinzen in der Nähe von Kanton, dem Haupt-Stapelplabe ; Opium da egen, Wonen- und Baumwollenwaaren und Spezereien werden an schon im ganzen Reiche upd selbst in der Tatarei verbraucht.“ „ „Betrachien wir nun die Chinesischen Ausfuhren oder die Za mittel. Bis jetzt hat China in der Hauptsache nur zwei Ar seren Verbrauch geliefert, Thee und rohe Seide, wel e indeß, mit ckscht auf den „Boden, das Klima und den Erwerb eiß China's, mehr als Fabrikate, denn gls Rohstoffe betrachtet werden können. Dre fruchtbaren und gewerbßerßigen Provinzen China's können, da sie selb| iiark bevölkert sind , kein Getraide, keine rohe Baumwolle, kein Baubol ynd wenig oder keinen Zucker für die Ausfuhr liefern. Wm Gegent eile, alle diese Gegenstände werden eingeführt. weder Wein, noch Oel, Kaffee oder Früchte zur Ausfuhr „ an Gold und Stlber und deckt den Mehrbetrag der Emfubr Ausfuhr mit edlen Metallen. In jedem Jahre, seit dem keit im Opiumhandel, hat es „davon zelnen Jahren bis zu 2 Millionen fd., tbeschwerden der Chincfischcn Re eine Hauptursache ihres gewaltthätigen Verfahrens, ftch zugxzogen, und der Thorben und Un „Die Vorthe
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China chßt ; aber es ck
der Lebhaft Massen aus efßhrt, und dies i eme der Haup des Krieges„ den te Beßrafung, welche ste wegen ihrer Eitelkeit, erechttgkett erhalten hat. “ . scrcr erweiterten Handelsbeziehu Chinesen werden der Hauptsache nach darm bestehen, da Waaren bequemer und wohlfeiler erhalten werden. Der rbßere T eil des Thees nnd der rohen Seide„mußte früher durch _rqnsport zu Lande vier bis fiebenbundert Englische Meilen fort e- schafft werden, ehe er in Kanton eintraf. Fortan wird die Ent er- nung an den zehnten Thee! herabgesetzt werden, vermittelt? des direk- ten Ver ebrs mtt den Häfen von Emoy, F !! hai, und önnen durch wohlfct'le zur Hauptßadt des Reiches gebracht werden. werden indeß nicht in einem Reife gebracht werden können
en zu den
Ningpo und reicheren Artikel unserer Ein- - und Kanal-Transport bis Diese Ausfichten Tage, sondern erst nach Jahren zur . , und wir dürfen bei unseren Veran- schlagungen ur die Zukunft nicht außer Acht lassen, daß China drei rieg geführt hat und innerhalb der nächßen drciFahre sich an Ort und Stent auf Pfd. beläuft, daß die Gesammt-Einnabme des Reichs nur zwölf Millionen beträgt, welche der Hauptsache nach in Naturalien entrichtet werden, und in Geßalt ciner Zwangsßeuer auf auf diejenigen fällt, mer snd.“
„Indeß Wird die AuSde vollkommen eben so s unseren besser eordnete vermag ohne _ gern aber dcm„Setden werden, und „diese _kan Dr_e Chmesext kön wiesen hat, jede belieb aber der T Prinzep erhoben werden, da nigen Reichen begünsiigt, der der-Vcrmbgenden aber behinder der Werth vyn 6 Sh. dürfen ni den, so_daß jener 400 pCt., diese hat; wedrigenfalls werd die Zahl deutend zunehmewund die besser wertblos seyn; dre: kleine Worte, ms Gleis brin Interessen zu
Jahre lan eine Contr bution bezahlen muß, die
sehen Millionen
emäß die Lask der Zah- ie reichsien Provinzen, welche unsere bauptsächlichsien Abneh-
hnung unseres Handels-Verkehrs mit China ehr von mxserer eigenen Gesetzgebung als von n Verhältnissen zu jenem Lande abhängen. China unseren ganzen .Bedarf an roher Seide handel muß eme größere Ausdehnung gegeben t ßattßndey, so lange unsere Korngescße nen, wre dee Erfahruxtg zur Genü e er- e Thee, deren wer bedürfen m en, darf nicht wie bis jkßk nach cm nur der Verbrauch erbrauch der großen Masse der Min- wird. Der Werth von 6 Per. und cht ferner gleichmäßig belastet wer- r weniger _als 35 pCt. zu bezahlen der Thce-Konstxmenten nur unbe- gcordneten Beziehungen zu China em Zoll ac] yalokem, werden Alles der in diesxm Falle keine Partei- kann mit einem Federstriche die r, daß er weise genug seyn wird,
einiger wc-
en: und Sir Robert, crückfichtigen hat, Sache ins Reine bringen; hoffen wi es zu than.“
I London, 9 daß man dort ein G eine Vorstellung an die Köni gerathen wird, sich auf eine in den Britischen Märkten
reichsten Pflanzer smd offen bedeutender Unterschied in Konkurrenz gefallen zu lasse . freigewordenen Arbeitern bessern wartet man von einem verbesserten An Anwendung von Maschinen, tung des Zuckers.
In Bristol will man reits gelungen, einen Vert einzugehen, mittelst wel Unterdrückung der Skla Zoll auf ihren Zucker v wird; während zu gleicher Zeit, um unsere frieden zu Nellen, der Zoll von ihrem Zucke- bgesrßt werden soll." Dieses würde uns nat nischen Markt viel weiter für unsere eröffinn. uud dm Preis des Zuckers bedeuten das darum den Negerfreunden ernstlicher Gr rde dieser Schritt auf Spanien auf dem Cuban“ Zucker bliebe, wie bisher, die Spanische Regierung bald zu einem Vertra würde, dem sich die Catalonier wohl. wü
Nachrichten von Jamaika melden, y als Antwort auf worin den Kolonisten mit auswärtigem Zucker Und die einfluß- noch ein irgend
von Lord Scanic gin erhalten, Konkurrenz gefaßt zu machen.
bar bereit, „so lange dem Zolie beibehalten enn ihrr Verhältnisse mit [ich, und das Uebrige er: an des Bodens und der der Erzeugung als Berei-
Herrn Ellis sey es be- rafilianischen Re kerung rer Seite die g nzliche richt, England aber den pro Centner eigenen Ko
sowohl bei
zugleich wissen, rag mit der B «hes jene von ih ven=Einfuhr versp
on 63 Sh. auf 30 herabsehen
lonisten zu-
Sh. hem Manufakturivaaren d herabseßm, o und zur Klage bl wirken, da der jene Insel aber e mit uns ndthi- en fügen müssen.
2394
Wenn uns aber Peel u wohlfeilerem Brod, Fleich, Kaffee, Cacao u. s. w. nun auchzwohlfeilen Zucker giebt, so at er mehr ßethan, als die Whigs nur vorzuschlagen gewagt hatten. Auch
iegt fich Alles immer mehr unter seinen gewaltigen Einfluß. Bei fast allen öffentlichen VersammlunJm, aber noch häufi er im
rivat-Gespräche, hört man die rutsch edensien Liberalen e löten,
e mdchten durchaus nichts thun, was oel vom Ruder trxiben könne: er habe nicht nur den besten ilien, sondem auch die Macht, die neuen Ideen über die Freiheit des Verkehrs durchzu- sehen, und man solle ihn nur ernfiiieh m We'ékerschreiten auf- fordern, damit er guten Grund habe, ich dafür bei seinen alten AnhäÉYekn Zu entschmdigen.
as a er fast noch wunderbarer, isi die Schnelligkeit, womit diese neuen Ideen bei eben diesen AnhänZern Eingang finden. Ein konservatives Parlamentsglied, ein delmann nach dem anderen, tritt als Neubekehrter auf, Und erklärt: die Zeiten des Schußes für den Ackerbau und die Viehzucht durch Einfuhr-Ver- bote und hohe Zölle sehen für immer vorbei; von nun an müsse steh der Britische Ackerbau allein durch die Anwendung von Wif- senschaft und Fleiß erhalten und durch den Ueberftuß seiner Er- zeugnisse auswärtige Einfuhren unndthiZ machen. Ja mehrere, und darunter ein Herzog, riethen ben P chtern, seh schon für die nächkie Session auf eine lveitere Ermäßigung der Gekraidezölle gefaßt zu_machen. Die Morning Post, Welehe die Flagge der Monopoiten an den Mast genagelt zu haben scheint, will freilich ihren glten Ideen nicht entsagen und nennt jeden Gutsherrn, der im Sinn der neurren spricht, einen Verräther und Ueberläufer. Aber der Ueberläufer kommen nach und nach so viel, daß das ganze Heer hinterdrein im Anmarsch seyn muß. Auch treten im- mer mehr von den konservatiden Blättern über. Unter Anderen isk auch der Standard mit Leib und Seele für freien Handel, ein Blatt, das noch vor einem Jahre in seinem Eifer für das aristokratische Monopol die Meinung aussprach, der Untergang des anzen Fabrikwesens würde England um nichts ärmer machen. ieles von diesen Sinnesänderungrn isi unsireitig das Werk
der so sehr verschrieenen Anti-corn-law-league, welche auch, troß all ihrer begangenen Fehler und der Heftigkeit mancher ihrer Mitglieder und Agenten, täglich mehr Anhänger und Subskri- benten findet, so daß man jeßt nicht mehr zweifelt, sie werde von der Versammlung des Parlaments die Yefordertm 50,000Psd.St. erhalten und großentheils für den erk! rten Zweck der allgemeinen Bekehrung ihrer Gegner verwandt haben. Eine ihrer Flugschriften, worin fie beweist, daß oLne das Fabrikwesen die Arbeiter auf dem Lande fich über alle M "glichkeit Beschäftigung oder Unterhalt zu finden vermehren würden, soll eine fichtbare Wirkung bei Arbei- tern und Pächtern hervorbringen. Ihr Streben bleibt aber vor wie nach, die gänzliche Abschaffung alier Getraide-Zölle, und dieses ist immer noch unausführbar. Wir müssen also darauf gefaßt machen, ihre Aufregung noch mehrere ahre [ang fortgeseßt zu sehen, während welcher Zeit es fich bew hren wird, ob der Bri- tische Landmann den Boden wirklich auf eine solche Weise benuz- zen kann, wie Manche fich schmeicheln, oder nicht. Eine so eben erschienene Bekanntmachung der rländischen Bischöfe zeigt inzwischen, daß Peel's Ministerium im eisiigen ein sd getreuerNachfolger der Whigsifi als im Materiellen. Bis jeßt hatten sich noch manche Tories geschmeichelt, daß wenn Peel in der vorigen Session keine Veränderun in dem durch die Whigs in Irland einge- führten gemeinsamen rziehungs-Syskeme getroffen, solches aus Mangel an Zeit unterblieben sey, Wenn er aber erst Muße ge- funden, die Sache reiflich zu beraihen, er die Suprematie der Staatskirche wieder geltend machen würde. Dieft Selbsttäuschung ist nun auch vorüber. .Die Bischöfe machen „mit innigem Leid: wesen“ bekannt, daß die Regierung nicht nur entschlossen ist, vom Parlament die jährliche Unterftüßung für das gemeinsame Schul- wesen zu verleangen, sondern sich auch entschieden geWeigert habe, der Kirche fur ihre eigenen Schulen eine besondere Unrersiähung aus uwirken! Die Morning Post isi ärgerlich und betrübt; fie weis nicht, was fie zu dieser „liberalen“ Verfahrungsweise sagen soll. Die Tories selbst smd in Verlegenheit. Ueber ein an die Kirchen-Vor- sieher ausge angenes ministerielles“Rundschreiben in Berg auf die Kirchen- teuer und die dagegen stattgefundenen Widersehlich- keiten, ist dieses Journal ernstlich böse. Es scheint, als wenn darin irgend eine Absicht läge, den Skrupeln der Disseniers zu huldigen und durch irgend eine umfassende Maßregel jenen ungeziemenden Streitigkeiten ein Ende zu machen - und dieses will dem hoch- müthigen Puséyismus, welchem dieses Blatt jeht huldigt, nicht
behagen. Deutsche Bundesstaaten.
München, 8. Dez. Wie alljährlich an diesem Tage warde heute das Fest des Ritter-Ordens vom heil. Georg mit hergebrach- tem Ceremoniell am Königl. Hofe began en. Nach geendetem Ordens-Kapierl begaben fich in feierlichem uge die Ritter, Kom- thure und Groß-Komthure, dann Ihre König!..Hoheiten die Prin- zen Luitpold und Karl von Bayern als Gro :Priore, endlich Se. Majesiät der König selbst als Groß-Meisker des Ordens in festlicher (altritterlicber) Kleidung nach der alten Hof-Kapelie, wo das Hochamt gehalten ward. Während desselben erhielten zwei Ordens-Kandidaten den Ritterschlag: Karl Angus? Graf von Reisach, Bischof von Eichstädt und Koadjutor des hiefigen Erz- bisthums, und Maximilian ErkingerGraf von Seinsheim. Ersfe- rer wurde zu leich zu dem Grade eines Groß-Komthurs cio race und zur erled gten Würde des Ordens: Bischofs erhoben. ach beendigtem Gottesdienst nahm das Bankett seinen Anfang, und Abends 7 Uhr beginnt das Hof-Konzert.
Niünchen, 7. Dez. (Bayer. BY [Vierte b entliche Sißung der Kammer der Abgeordneten. chluß.] Als egrün- dung seines Antrags hatte der Ab .1)r. Schwindel das in Bayern herrschende mißbräuchliche Censur- erfahren im Allgemeinen und- ausführlich beschrieben, der Ausschuß hatte jedoch die näheren, that- sächlichen Nachweise vermißt. Außerdem hatte der Ausschus- Referent hervorgehoben, daß jeder der beiden Anträge einer ver- schiedenen Beurtheilung unterliege. Der zweite Antrag nämlich, welcher bei dem Repressiv-System auf genaue Einhaltung der verfassungsmäßigen „Bestimmungen dringe, eigne sch in An- tragsform nicht fur die Kammer, denn es fehle ihm nicht nur die Begründmer? durch den Nachweis von- thatsächlichkn Verletzungen der Be assung, sondern es müßte der Antrag, wenn dergleichen nachgewiesen werden könnten und würden, nicht als Antrag, sondern als Beschwerde über Verletzung versaswng's- Mäßige? Rkchke- nach K. 21, Tit. 711. der Verfassungs-Urkunde und I. 51 ff. der Geschäfts-Ordnung, bei der hohen „Kammer ein- gebracht werden. Deshalb se denn auch der zweite Anrra un- reignet zur Vorlage an diesel e. Da gen ehe der erste “ntrag einem wksentlichen Inhalte nach auf eder: nxührung eines früße- UU ?stslichen Erlasses, nämlixh der am 12. Zuni1831 aufgeho !- um nMeriak-Verordnunxß vom 28. Januar 1831, und da die
Verfassmxs-Urkunde eine ständische Mitwirkung erforderlich sey, so eigne ich eben darum der erste Antrag zur Vorlage an die hohe Kammer allerdiZgS. Dieser Ansicht seines Referenten hatte fich denn auch der usschuß selbst angeschlossen. Der Herr Antrag-
Materielie seines Vortrags bis zum Augenblick der Diskussion selbst vor. 3th habe er nur zu bemerken, daß ihn der Herr Re: ferent in Betreff der Verordnung vom 12. Juni 1831 mißver- sianden, indem gerade durch diese die Verordnung vom 28.3anuar wieder aufgehoben, ein anerkannt gewesener verfassungs äßer Preßzusiand wieder hergestellt worden sey. Derselbe ge t dann auf die Gegenwart über. Um so weniger sollte die Censur über innere Angelegenheiten __ mit der ?egenwärtigen Strenge e- bandhabt werden, je schmerzlicher d es für ein Volk seyn m , das durch Treue und Hingebung sich so sehr auYeichne. Gewiß sey es 1th mehr als zeitgemäß, dem Volk ein leinod wie die Gedanken: und Preßfreiheit zurückzugeben. Hätten seh die Deut- schen Fürsten 1819 veranlaßt gefunden, die Preßfreiheltin Deutsch- land aufzuheben, so müßten sie sch ]“th gewiß zum Entgegenge- schem dazu bewogen fühlen, die Zügel nachzulassm und dem Volk ein heiliges Gut, die Gedanken: und Preßfreiheit, wiederzugeben. Selbst der Bundesbeschluß von 1819 über die Aufhebung der Preßfreiheit berühre Bayern nicht unbedingt, denn die betref- fende Verordnung vom 15. Oktober sage ausdrücklich, daßder- selbe nur in sofern bindend sey, als durch ihn der Souveraine- rät der" Krone und der Verfa ung kein Abbruch geschäh?- Zedenfalls liege es gewiß in der eit, daß die Kammer auf ver- assungsmäßiÉc-m Weg die in seinem Antrag liegende Bitte an die Stufen des hrones bringe. Hierauf nimmt der erfie Secretair, Freiherr von Thon-Dittmer, das Wort und spricht sich für den Antrag des Abg. ])r. Schwindel um so unbedenklicher aus, als er selbst einen gleichen schon 1840 gelegentlich der Berathung über das Nachdruck:Geseß an die Kammer eingebraohr habe, der aber nicht mehr zur vollen Erledigung gekommen sey. Man habe fich gleichwohl dem Vertrauen hingeben zu dürfen geglaubt, Censur-Er- leichterungen würden eintreten; allein dieselben seyen nicht nur ausgeblieben, sondern Censur- wie Repressw-Maßregeln seyen im Gegentheil seitdem noch strenger geworden, als je zuvor, wovon das völlige Schweigen der öffentlichen Blätter über innere Ange- legenheiten, im Verein mit den gestrichenen Artikeln, und die vie: len Beschlagnahmen von Druckschriften zeugten. Zn ießterer Be- ziehung erinnert derselbe an zrvei ihm selbst bekannte und nicht als Fercchtfertigt erscheinende Beispiele, und schließt mit dem Aus- dru seiner Hoffnung, die Kammer werde beide Antragshälften erwägen. Auf die desfallfige Anfrage des ersten Präsidenten be- schließt darauf die Kammer, daß der fragliche Antra zulasfig und annden [betreffenden Ausschuß Behufs Weiterer Erw gung zu ver- we en ey. Endlich hatte der Ausschuß auch einen Antrag des-A'bgeord- neten geisilichen Rathes Haas als zur Vorlage an die Kammer Feeignet erklärt, betreffend „die Unterstühung der öffentlichen Bi- liothek u Bamberg“. Der Antragsteller bezweckt die Eintragung einiger ausend Gulden auf das Budget der nächsten Finanz- Periode, aus dem Grunde, weil in Bamberg von den Zeiten der ehemaligen Universität her das Bedürfniß einer Bibliothek vdr- handen sey, und weil die dort vorhandene Bibliothek zwar eme sehr wrrthvolle, aber an ihre Kompletirunkg nith zu denken sey, da ihre ganzen Zahres-Einnahmen in 59.) Fl. esiänden. Dem fügt der Antragsteller noch Einiges zu, z. B, daß die fra_gll'che Bibliothek aus früherer Zeit über 70,000 Werke bestße, 260 Hand- schriften u. s. w., und daß ihm jede Unterstüzsung der Geistesbil: dung als eine Sorge für das Wichtig e, fur das wahre Glück“ der Nationen erseheine. Die Kammer esch|ießt, daß auch dieser Antrag zulässig und an den betreffenden Ausschuß zu verweisen sey. , Darauf tritt Graf Seinsheim das Präsidium an den zweiten Prafidenten ab, um nach einer kurzen Entfernung aus der Kam- mer in seiner Eigenschaft als Finanz-Minisier einen Geseß-Entwurf einzubringen, betreffend „die Befreiun der BefestigungsWerke und militairischen Gebäude an Deutschen undes-Festungen auf Baye- rischem Boden von Steuern.“ Danach wird, nachdem noch das Protokoll der Ztrn verlesen war, die Sißung geschlossen, in welcher am Ministertische außer dem Zustiz-Minisier die Regierungs- Commissaire General-Major von Kunst und Ministerial-Räthe von Bezold, von Mayer und Wanner gegenwärtig waren.
Dresden, 12. Dez. (Sächs. Bi.) Der zweiten Kammer wurde am Zeten d. M. ein Entwurf zu einem Geseße, die Be: freiung der uber 20 Bogen im Druck starken Sohriften von der Censur betreffend, mie nachstehendem König!. Dekret übergeben:
Nach Zurücknahme_ des der vorigen Stände-Versgmmlung vor- gelegten Entwurfs er einem Gesche, die An ele enbetten der Presse und des Buchhande s bxtreffend- haben Se: dn liche Majestät, der bei den damaligen üändtschen Verhandlun en erkl rtenAbficht gemäß, durch Verordnun vom 11. März 1841 ( . 20 des Gesc - und Ver- ordnungs-Blattes der resse und dem Buchhandel diejcn gen Erleich- terungen angedeihey in en, welche auf dem Verordnungswe e zulässig waren, und es erhielt dadurch zugleich der Antrag in der Zändischen Schrift vom 20. Juni 1840 seine Erledigung. Dagegen mußte einer der in dem damaliÉen Geseß-Entwurfe, wenn auch in beschränktcrer Maße beabsichtigten rictchterungcn, nämlich der Befreiung der über 20 Bogen starken Druckschrtften von der CensuwAnstand geFebenwerden, weil fie Zwar mit den einschlagenden Bundesschlü en, n cht aber„mit der Lan- esgeseßgebung vxreinbar war, und zugle ck neue esetzlrche Bestim- mungen erforderlich machte. Daher lassen Se.Kön gl.Mnjestät nun- mehr den getreuen Ständen in der Anlage den Entwurfckßu einem Gesetze, die Befreiung der über zwanzig Bogen üarxen Dru schrifien von der Censur betreffend, sammt den dazu gehörigen Erläuterun- gen und Gründen zugehen. Hierdurch wird nunmehr der Prei]? das mit der Bundesgeseßgebun vereinbare Maß und Fret- heit gewährt, und sonach dur diesen und den Eniwux zu einem Gesetz über den Schus der Rechte an literart chen Erzeugnisicn und Werken der Kuna,- welcher immittelft be- reits zur Vorlage an die Stände-Versammlung gelangt is?, der Zu- sicherung in §. 35. der Verfaffu-ngs-Urkunde„genugt, da es, nach Er- ledigun des ob edachten Hauptpunktes, Täglich weitxren Erfahrungen vorbeha ten blei en kann, ob und inwie ern dic übrt cn Gegenstände eines voUßändigenercß eseses neuer csc licher Best mmung bedür- fen. Se. Königl. aje ck! sehen der rk ärung der getreuen Stände auf beilie enden Geseß-Entwmf in Huld und Gnaden, womit Sie denselben edcrzeit wohl beigetban bleiben, entgegen.
DreSden, 30, November 1842.
(!.. 8.) Friedrich August. Eduard Gottlob Nofiiz und Jänckendorf.
Karlöruhe, 7. Dez. (A. Z.) Oeffentli e Blätter aben in Bezug apf die Badischen Gränz-Verhältnßse zum Kßnton Aargau die Frage aufgeworfen, ob denn rineinzelner Zoll-Vereins- ßaat gegen außen in der Art Repressalien ergreifen könne, daß er diesen oder jenen Tartfsaß erhöhe. Die Fra e beantwortet sich von selbst, da die Gemeinschaft der Zölle es t , welche den Zoll- Verein ausmacht; allein auf jene Verhältnisse ist die Frage ohn? Beziehung, denn Baden hat, ge enüber dem Aargau, keinesweges
erneute Aufrichtung jener erord i d reis ' '“ 1- chen Bornammgm faae, bei m:rWn Jaa?" IFB ",“??Zseßler
einen Saß des Verrins-Tarifrs rr öht, sondern isk vielmehr zu den
“indem es von der Ausnahmsver- e_rfsche Einfuhr-Artiket einm ermä- beneu Fal] Umgang nahm. e mfan in einerivorliegzexngdm
r u _davon machen, 0 tratenmt dem eg- eb gung die betreffenden eigentlichen Tarifsäße und dies ebm ist es, was stattgefunden der Baseler-Zeieung und ande- gegen das Verfahren Aargau's and hervorge- wesen, welche ergünßigungen
- r ein _ “ m_ im ge marf ' uktatlv; wo : vom 14.
steller selbst erklärt darauf, er behalte sich jedes Eingehen auf das “ Situation keinen
fall der ge atteem Erm des Vere ns wieder ein, hat. VonsderBSläétweizer-ZIU we er: ern, we e ren Sch I ist deshalb auch namentlich der Umst daß es die Badische Regierung fakultativen Ausnahms
aussprachxn- hoben worden,
[1- erein “ene . bäjr 2613119? oderV bedeutjend en Schweizerischen Etnfuhr:Artikel aus-
“ u d da die e Rucksicht eine andere Anerkennung verdiente Flore?“ knleinlickfxn Zieibungm Und Plackereien. in denen fiel; der fiel. Daß das Interesse eines möglichst unbe- erkehrs ein gegenseitiges isi, versieht fich vdn von der einen Seite dieses Interesse beharrlich verkannt werden ollte, so ist es offenbar der Aargau, welcher da- bei am mezißen zu kurz kommt, un eich gr eren Thgelsl zu schließen
Kanton Aargau hinderten Grßnz selbsk; Wenn ]ed
er [einerseits dem anderen ist. bukeberdie: bZ'keht (Fr
' d r S wei, wie e annt, er aupta e diesseitige Absah nach e Fhrrenz die Schweiz nicht entbehren u dieselben nicht von Baden is an die Oeserreichische oder die Ergänzung deltLhLikig'x3 [Y ts“;
nmü en,we e]eo (: suche " was fie dem Aargau
im Stande
ua in Lebensbedürfnissen, ck" wil! nun der Kanton Aar a ' Zn,. fo wirzd er, da; erknicht ran östsche Gr nze gru en ann Yen zSchwBeizexischeßn YÜM theilen also das
ci k kbar n] m s , nämxecilzm Me frbedarf abgebeöybwieder durch vermehrten Bezug aus dem Badi en zu decken a en. ' „ Badische Gesanémt-Ausfuhr nach der Schweiz wird im Ganzen dieselbe bleiben, wenn auch der Kanton Aargau fich ganz vrr- schlösse, und der Unterschied lediglich der seyn, daß eine nun em- mal stattfindende Nothwendigkeit sich siatt des direkten und na- türlichen Weges indirekte Bahnen bricht. dieser Beschaffenheit wird sich über kurz oder lang beilegen, da die Natur der Interessen sioh immer von selbst geltend macht; was jedoch zurückbleiben dürfte, das ist eine ver , das Bedürfniß, die große BadischeEisenbahn von Lorrach bis an den Bodensee weiter zu führen. „
Der Geheime Referendair Eichrodt „vorfißender Ra-t beim Ministerium des Innern, ist zum Direktor bei diesem Ministerium (Dieselbe Stellung, Welche Nebenius unter dem Minister Winter inne hatte.) Auch spricht man von zahl- reichen Ordens-Verleihungen u. dgl. in der Beamtenwelt.
€(- Weimar, 12. Dez. Gestern Mittag ist Ihre Königl. Hoheit die Prinzessm Albrecht hier angekommen und im Groß- herzoglichen Refidenzschlosse abgesiiegen. . gestern Abend mit den Mitgliedern der Großherzoglichen Fannlie das Konzert im Hof-Theater, welches jährlich zum Besten des Hof : Kapell : Wittwen : Fonds 9 der Radziwilisohen
Mit anderen Worten, die
gleiten. Eine Streitfrage von
stärkte Motivirung für
queney und von Klezl.
befördert worden.
Höchstdieselbe
e eben wird und diesmal in der ompofition zu Göthe's Faust em Vernehmen nach, wird die Prinzesfin die fernere Reise nach den Niederlanden morgen antreten.
Italien.
Turin, 4. Dez. Der bisherige Sardinische Geschäftsiräger am Hofe von Belgien, Graf Crotti di Castiglioli, ist zum Sardi- nischen Gesandten in der Schweiz und der Marquis von Ricci zum Gesohäftsträger in Brüssel ernannt worden,
Spanien. Es smd hier nachstehende telegraphische
Perpignan, 4. Dez. Am 27. November herrschte zu Valencia einige Gährung. Terruel hat eine provisorisch; Junta gebildet. In Venarez hatte eine republikanische Znsurrection statr-
Auffährun dringen.
Paris, 9. Dez. Depeschen eingegangen:
Berichte aus Perthuis von die- „Das Bombardement von Barcelona hat am 3ten um 11 Uhr Morgens begonnen. DieeKanonade währt fort. Das Volk sagt, daß es lieber die Franzofische Fahne auf-
Catalonien erhebt sich in Masse Die Milizen von Girona und Fi- gueras smd abmarschirt. Die Ankunft der Englischen Kriegsschiffe hat die Bevölkerungen erbittert. Diese Nachrichten werden durch_ den Conducteur der Diligence von Figueras bestätigt; er hat aut der ganzen Route die Sturmglocke läuten hören und die Milizen auf dem Marsch gesehen unter dem Rufe: tero! nieder mit den Engländern! es lebe Frankreich!“
Perpignan, 5. Dez. Zn Barcelona giebt es keine Zuyta mehr, das Volk hat wieder zu den Waffen gegriffen, die Freiheits- fahne weht auf den Zinnen, und man ist entschlossen, edrm Regen- ten zu widerstehen. _ (Nachschrift.) Mit dem großten Vor: behalte theile ieh die eben mir zukommende Nachricht mit, daß Espartero nach einem 24siündigen Bombardement zu den Bedin- gungen, welche zuerst von der Friedens-Zunta gestellt worden Wa- ren, in Barcelona eingerückt seyn soll.
Pkadrid, 4. Dez. Von dem ananten Don Francisco de Paula wird fast gar nicht mehr gesprochen, und dieser Umstand allein beweist, daß in' jenem Prinzen kein Stoff zu einem Partei- Chef isi. Das Ministerium sol] in Verlegenheit darüber seyn, Welchen Weg es, den Cortes gegenüber, einzuschlagen hat, und die Coalition scheint eben so unsicher wie das Ministerium. So viel ist“ inmitten aller" dieser Schwankungen und Zweifel gewiß, daß Weder im Parlamente noch außerhalb desselben irgend Jemand ernstlich daran denkt, die Minderjährigkeit der Königin zu ver:
Perpignan, 5. Dez. sem Morgen melden:
pflanzen als sich ergeben werde. und eilt Barcelona zu Hulfe.
„Nieder mit Espar-
Die Kommissarien, welche damit beauftragt sind, einen Be- richt über den Entwurf zu einem Handels-Traktat mit England zu erstatten, haben häufige Konferenzen mit dem Finanz-Minisker. Herr Aston soll diesen Konferenzen beiwohnen. Ueber die Ansicht der Kommission ist bis jest noch nichts bekannt.
Es ist dem Ministerium mittel zu verschaffen. Die prozents sind nach London abgegangen, das Miniserium fich 12 Millionen Real fft habe. Die Bergwerke nands-Ban verpachtet seyn, "dkkhUlhaftesten Bedingungen gestellt hätte. . pitain von Catalonia: meldet dem Kriegs: Französischen Konsul aufgefordert habe, die panischer Emigranten in Barcelona zu verhindern. hat darauf erwiedert, daß er nicht allein diesem denselben auch seiner Regierung mit- ffungs-Punkte sorgfältig überwacht
elungen, fich einige pecuniaire Hülfs- albjährlichen Zinsen für die neuen und man versichert, en auf Havana ver: von Almaden sollen der St, Ferdi: da dieselbe von allen Bewerbern die
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2395 Türkei.
on antiuo [, 23. Nov. Die Türkische Zeitun
K chewwalpx172 November) enthält über die bekanntge Ernennung Rifaat Pafcha's zum BöksÖafter der hohen Pforte am Oefierreiehifchm Hofe folgenden Artikel: „Da der Botschaf- ter am Oesterreichischen Hofe, Aakif Efendi, das Klima von Wien nicht vertragen konnte und seit seiner Ankunftedaselbft fast immer krank war, so daß man die Ueberzeugung schopfte, daß sein Zu- stand bei einem längeren Aufenthalte fich. nothwwdigerweise ver- schlimmern würde, so war es nothwmdig, für diesen Gesandt- schafts - Posten einen anderen Würdenxräger zu ernennen. Da nun Rifaat Pascha, welcher unlangsk zum Mitgliede des großen Pforten : Conseils ernapnt Folge seiner vorausgegangenen Dienstleistung in den schwieri : sien Aemtern eine umfassende GeschäFts-Kennmiß befaßt, und na - dem er bereits früher bei dem erwahnten Hofe akkreditirt gewe- sen, auch in politifchen Geschäften erfahren, übrigens durch persön- liche Fähigkeit und Rechtlichkeit'ausgezeichnet ist, so geruhten Se. Hoheit, den obengenannten Aakif Efendi von se'inem'Posken abzu_: berufen und an seine Stelle Rifaat Pascha, mitBeibehaltung sei- ner Würde als Mitglied des großen Pforten-Conseils zurn Bot- schafter in Wien zu ernennen, und er wurde demzufolge mit seiner neuen Würde bekleidet. Um noch vor Eintritt des Winters an seinem Posten einzutreffen, beschleunigte er seineReise-Vorbereitungen, und wurde in der Nacht vom Dkittwoch den 22. Ramazan zur Abschieds-Audienz bei Sr.Hoheitvorgelassen. Außer dem Nischay, welches er als Mitglied des Reichs:Conseils trägt, wurde ihrn em seinem Range als Muschir entsprechendes Ehrenzeichen verliehen. Selbiges empfing er aus den Händen des Sultans und wurde von Hdchsidemselben huldreichsi entlassen. ' . des Mektubdschi, welcher seiner anerkannten Fähigkeit wegen zum ersten Secretair bei der Botschaft in Wien ernannt worden war, hatte die Ehre, Rifaat Pascha bei der rrwähntrn Audienz zu be: Den Tag darauf traten sie iht"? Reise auf dem nach Kustendsche abgehenden Dampfboote an.“
Konstantinopel, 23. Nov. (L. 21. Z.) MehrereGesandte der Großmächte hatten Konferenzen met dem Minister der aus- wärtigen Angelegenheiten, Sarim:Bey,_in Betreff der Syrischen Angelegenheit, so Sir Stratford Canning, die Herren de Bour- Sie drangen nach den von ihren Regie- rungen erhaltenen Instructionen auf die Ernennung eines chrisi- iichen Kaimakans für die Maroniten. 'Die Pforte hat aber bis jeht noch keine entscheidende Antwort hieruber gegeben. Auctherr von Butenieff hatte eine lange Konferenz mit Sarim:Bey. Sie soll aber nicht sowohl Syrien als vielmehr Serebien betroffen haben. Herr von Butenieffhatte nämlich,wie ich schon fruher geschriebeemdie ihm von der Pforte mitgetheilte Bestätigung der Wahl des Fursien Alexan- der blos als eine offizielle Anzeige m] Wserenäum an seine Re- gierung angenommen. Er soll nun hierüber aus Petersburg Zn- structionen erhalten haben, die dahin lauten, diese Verfahruygs- Weise der Pforte zu mißbiljigen und gleichzeitig auf die Lib: sehung der beiden Minister Wucsics und „ Eben o soll das Petersburger Kabinet gegen Kiannl: Pascha sehr erzurnt seyn und dahin trachten, den feinen Zn: teressen im Wege stehenden Mann aus Belgrad zu entfernen.
Musiapha Pascha hat seine Functionen als Seriasker Wieder angetreten, aber bis jeht noch nicht das Seriask'erat bezogen, woraus man schließt, daß er nicht mehr lange Sertasker bleiben werde. Die schon so oft besprochenen und schon so lange erwar- teten Veränderungen smd noch immer nicht erfolgt. hiervon soll der alte Chosrew Pascha seyn.
Vereinigte Staaten von Nord-Amertka. () New-York, 20. Nov. Jm Triumphe _wie in der Nie- derlage scheint eine Art ansieckender Kraft zu liegen. , Massachusetts eingetroffenen Nachrichten haben gezrtgt, daß die demokratischeReaction, welche jexzt auf der, Oberfxache- der Ver- einigten Staaten vor sich geht, auch dort ihre R0ckw1rkung ge- äußert hat. Auch in diesem Staate, ihrem lehren, ihrem festesien Bollwerke und Stüßpunkte, scheint die Whig-Parkei zu unter- liegen wie in den anderen Staaten. Die folgenden Ziffern Werden den stufenweisen Fortschritt des Abfalies auch dieses Staates von der Sache der Whigs darthun. erwählte Gouverneur John Davis 70,884 Stimmen erhalten, sein demokratischer Mitbewerber Marcus Morton nur 55,169. Die Majorität für den Whig-Kandidaten war sonach noch sehr bedeutend. Im November 1841 sie!]te steh das Verhältniß schon viel ungünfti er für die Whigs; fie zählten 55,974, die Demokra- ten 51,367 timmen. Und jeßt hat die Abstimmung von 40 Dörfern und 264 Flecken oder Gemeinden, deren es über 300 im Staate giebt, Herrn Morton eine relative Majorität von nahe an 2000 Stimmm verschafft. Welches nun auch das Endresultat der Wahlen von Maffachuffetts sowohl in Bezug auf den Gon: verneur als die Lokal-Legislatur seyn möge, jedenfalls haben die- selben eine mächtige Manifestation mehr gegen die Whig-Politik konsiatiri, wie sie in dor leßten Session des Kongresses sich kund- gegeben hat. Die Politik der Whigs läßt sich in sechs Hauptpunkte zu- sammenfassen: Errichtung einer National-Bank und folglich, Kon- solidirung und Verbesserung des Papiergeld-Sysiems; Entziehung des Ertrags der Staats:Ländereien aus dem Schaße, um ihn un: ter die Staaten zu vertheilen; Straflosigkeit für die Schuldner auf Kosien der Gläubiger durch das Bankerott:(33eseß; Fortscßung ge- wisser öffentlicherArbeiten vermittelst neuerAnleihen; Reform der Constitution und Schwächung der voliziehenden Gewalt, und end- lich Schuß der einheimischen anusirie durch ein fiskalisches Pro- hibitiv-Syftem. Zwei von den Punkten dieses Programms der Whigs wurden in der leisten Session verwirklicht, die vier ande- ren scheiterten an dem Widerstande der vollziehenden Gewalt. Das Land hat also zwischen den Grundsäßen, welche diese vertheidigte, und denenihrer Gegner sein Urtheil gefällt. Es wäre sogar mög: [ich, daß die Modificationen im Tarif und im Bankerott-Geseß früher Plaß griffen, als es nach dem gewöhnlichen Gange der Le- gislatur zu erwarten ist; wenn nämlich die vollziehende Gewalt es für angemessen erachten sollte, im nächsten März oder April schon eine außerordentlicheSesfion zusammenzuberufen, oder im anderen Falle, wenn die Whiggißische Majorität des jelzigen Kongresses, vor dem allzu klar und energisch gusgesprochenen Willen der Na: tion sich beugend, freiwillig schon 1th dieselben sich gefallen ließe. Es läge darin eine allerdings anerkennenswerthe Huldigung vor dem Prinzix der demokratischen Souverainetät. rtigen Kongresses ist gewissermaßen durch die Gewalt der Umstände geboten; für Mandatare, welche die Auftraggeber nicht mehr anerkennen wollen, wäre Resignation eben so klug als logisch; doch weifle ich, obe fie solche üben werden. Es ist r': rigens zu wunschen, daß der Uebergang vom gegen- wärtigen Fiskal-Regime zu einem lieberaleren Syfteme auf eine Weise vor sioh gehe, wobei die erworbenen Rechte des Einfuhr-
des gegenw
handels respektirt werden, Rechte, die mp so eheiligter seyn mä en, je theuerer te bezahlt werden mußten. Eine laZe, wie w nschmswerth ße auch dem Grundsahe nach-seyn mag, wurdexwxder That zu einer wahren Spollanon des Emfuhrhan- dels werden, der Waaren auf demeLager liegen hat, die gestern unter einem lästigen Regime eingefuhrt wurden, und Welche die Konkurrenz nicht aushalten könnten mit Artikeln, die zu geringe- ren Zöllen zugelassen würden. Die Anerkennung und Respektirung dieser Art von erworbenen Rechten werden aber wahrscheinlich am méisken nach dem Geschmack des Kongresses seyn, der nicht so große Eile haben wird, die von ihm angelegten Fesseln wieder zu
erminderung der uf-
Der Föderalschaß wird am meisten unter diesem Kampfe zwischen der Gegenwart und der Zukunft zu leiden haben. Jetzt, ,wo die Tarif:Bil1 verurtheilt ist und se nur noch eine Existenz zu hoffen hat, deren Tage gezählt find, wird in dem ohnedies schon so beschränkten Einfuhrhandel eine neue Zeit des Stillstan- das ohnedies dem lehren arte, wird fie nun ganz welche eben anzubrechen aher in finanzieller und der Bankerott Was aber das
worden war ,
des eintreten. Das fabrizirende Europa, Tarif seine Thore nur halb geöffnet h schließen und die neue Aera abWarten, beginnt. Die Amerikanische Regierung Hinsicht mehr in Verlegenheit kommen als je, wird noch lange drohend ihr zur Seite stehen. Land im eigentiichen Sinne des Worts betrifft, so wird die Ab: nahme in den Einfuhren einerseits und die reiche Aerndte anderer: seits, Welche sich auf die Märkte des Südens werfen wird, wahr- scheinlich einen auffaklenden Kontrast zwischen seiner Lage und jener der Regierung hervorrufen. In der That is der demokratischeMechaZ nismus der Amerikanischen Union so kombinirt, daß nichts so sehr populairen Sphäre liegt, als die Regierung, welche ihre Die Bedingungen der Existenz des einen sind durchaus unabhängig von denen der anderen. henden GeWalt fehlt die innige Verbindung mit dem Gesellschaft, über welcher sie sieht, und Verkehr mit ihr stößt sich auf den Ertrag der Douanen, wissermaßen ihre besondere Domaine bildet. der Dinge kann fich als Folge ergeben, daß der soziale Körper durch Zunahme der inneren Produkte und durch Verminderung der Einfuhr auswärtiger zugleich steh bereichert, während die Re: gierung vom ersteren Falle keinen Vortheil für fich ziehen und durch den zweiten ruinirt werden wird. Das nächste Jahr kann diese doppelte, sich widersprechende Wirkung herbeiführen, daß die Re: gierung um so ärmer wird, je mehr das Volk sich bereichert, und umgekehrt. Diese Bemerkung, welche meine:! Wiffens bisher den Amerikanischen Publizisten gänzlich entgangen ist, zeigt wohl einen der ausfallendskrn logischen Fehler der politischen Constitution der Union, wenn man sie als die vollkommenste Verwirklichung des Volks:Repräsentations-Syskems betrachtet.
Niexiko. © Paris, 9, Dez. Ein Spanisches Blatt, der Especia- dor vom 4. Dezember, veröffentlicht folgendes Dekret der Mexi- ierung, Welches zum Zwecke hat, den bisher als Me- xikanische Burger betrachteten Spaniern die Wahl zu lassen, das erhaltene Bürgerrecht in Mexiko zu behalten oder als Fremde behandelt zu werden.
: außerhalb der Schefik Bei, Gehulfe Vertreterin seyn soll. Der vollzie- Herzen der ohne eine rechte Wurzel in ihr einzige Subsiskenz partement ge: Aus diesem Zustand
zu haben. Ihre ganze und deren De
Petronicvich zu kanischen Re
Es lautet: ' Sämmtliche Spanier, weiche auf denr Gcbtete der Re- publik, zur Zeit", als im Jahre 1821 die Unabhängigkeit der Natron proklamirt wurde, sich befanden, und ihre Namen auf den„ laut der Cirkulare dcs Miniüers der, auswärtigen Angrlegenhrtten dom 25. Oktober v. F. in allen Bezirken eröffneten, Regiücrn einschreiben befugt, der Eigcnschaft MextYa1ntichcr Bürger, dre fvon Jngnola und dre Verträge von Cor- , zu entsagcn.
Die Ursache „'.-ßen, bleiben
t'bm'n durch den dova eingeräumt'wurden . _
Art. 11, Dre, welche von dieser Bcfugmß Gebrauch machen werden, sollen auf, der Stelle als Fremde betrachtetl Werden„
Art, 111. Die Spanier von Geburt, welche seit 1821 der Eigen- schaft Mexikanischer Bürgxr gxnoffexr haben, werden fortfahren, die- selbe zu genießen, wenn ne nicht binnen sechs'Monaten, vom Tage der Kundmachung des ge enwärtegen Dekrets, tbr entsagen.
So geschehen im Pa aße der Regierung, den 10. August 1842. A. L. de Santana,
Im November 1840 hatte der
Inland.
(Aach. Z.) Wir vernehmen mit Ver- gnügen, daß fich die vielen industriellen Etablissements unserer Stadt um ein nenes, und zwar in großem Maßstabe, vermehren Es ist nämlich im Werk, eine Anstalt zu errichten, in welcher al]? Stoffe, besonders Tuche und Ledcr, in kürzester Zeit impermeabel gemacht Werden sollen.
lische, wofür jeht das Patent in Pre
Aachen, 8. Dez.
Das Verfahren ist das Eng- ußen nachgesucht wird.
Zeitungen zum Besten der: Fricdrich=Stiftes ange- sstcllung, Charlottcn-Straße Nr. 31, der demselben von den verehrten Wohltbätern geschcnkten Sachen, begmnt am näch- üen Sonnabend den „17. Dezember Born 4 Uhr, uxtd endet um dem 24sien d. M, Berlin, 1.5. Dezember 1842. .
Die Dcrectton des Friedrtch:Stifts.
“
Das Gebiet des Kriegs-Schauplaßes in Inner = Asien.
Zweiter Artikel. (Vergl. Staats-Zeitung Nr, 343.)
Afghanistan.
Pendsohab aus bei Attock auf die Wesi- so betritt man eine neue Völkerwelt, die n eigentlichen Schauplaß des so glücklich
Die in den zeigte jährige Au
u'ttags 11 bis Nachmittags
Geht man von dem seite des Indus hinüber, Afghanische, und somit de beendigten Kampfes.
Der orographische Bau die Man unterscheidet vier Hauptri [ich 1) von W. na des großen T
ses Landes ist sehr merkwürdig. chtungen der Gebirgszüge, näm- ch O. der Indische Kaukasus, ein Theil aurus : Systems der Alten, das vielieicbt von den West:Gestaden Klein:?[fiend bis zum Meridian von Nanking als t' in derselben Richtung, aber süd:
Kuenlün oder Nauschan fortseh uffeid-Kho-Kette.
licher, streicht ferner die kurze R. nach S. der Boldt“ (oder Oman:Gebirge), welcher sich im ?orden in den Kirgisen-Steppen verliert, und, etwas weiter west- Uch gerückt, das Soliman-S stem, welches gegen den ani- O. nach NW. der hohe, Mik ewigem Schnee bedeckte Himalaya Und südlich von demselben Salzkette, die fich bei'Pind Dadun Chan verliert. W. nach NO. das Kanda-Syßem. Es ist hierbei noch besonders bemerkenswerth, daß der wesiliche Himalaya in der
Die Abdication
schen Ocean abfälit.