«*!*-“ox“? zMé-FZH-
*
".«.-3;4;-s_-,.*-**“""' “"*" **
'
davontru . 11 of e dieses Ereignisses und der darßber ein e- leiteten änleZucthgg erschien vorgestern der Bahnwarter bem Stationshause zu Langertvehe vor dem hiesigen Zuchtpolizeigericht, Da es fich herausstellte, daß derselbe, ryelcher seiner Dienst-Zn- skruction gemäß für die richtige Stellung jener Ausweichungsschiene sorgen mußte, dies an jenem Tage versäumt und mithin durch seine sträfliche Nachlässigkeit zu dem stattgefundenen Unfall die Veranlassung gegeben hatte, so wurde er auf Grund der Art.:Zl!) und 820 des Strafgeseßbuches und der KI. 4, 5 und 6 der Ka- binets:Ordre vom 80. November 1840 zu einer Gefängnißskrase von drei Monaten, einer Geldbuße von 5 Rrhlt'n. und in die Kosten verurtheilk, auch außerdem seines Dienstes verlustig und unfähig erklärt, künftig eine Stelle bei einer Eisenbahn im Preu- ßischen Staate zu bekleiden.
__“
Die Kunst-Ausstellung von 1812. Neunter Artikel“") (Vergl. St. Ztg. Nr. 281, 289, 292, 310, 318, 324, 330 und 341.)
Portrait: Vegas; Magnus; Sohn; Otto. _ Genxebxl-
der: Mevcrheim: Hasenclever. _ Landscheaft: W. Scher-
mer; Etchhorn; _Elsasser; Schirmxr tn Dusseldorf; Achen- bach; Lesstng; Scheurcn; Btcrmann u. s. w
Nichts ist für den Standpunkt, der Kunübéldung unscrche-t cha- rakteriüiscber, als das unverhältmßmäßtqe'Vorherrschen dg ot“- traits. Daß man dergleichen Prtvat-Bcldccx m qucher ;,ah auf die Ausstellung schickt und noch vxrlangt, daß cm Drtcttersch daran erfreuen solle, das est saß zg vtel. Ein gutrs Drttthxtl sämmt- lichxr Nummern der dtesjährtgen Aus'üellung gehörte dtescr Kate- oree an. q Doch versteht es slch von, selbst, daß wéx hierunter nicht die ge- ringere Zahl der Bildnjffe met verstanden wrsen wollen, welche aus einer Wahrhaft künsilextschen Auffaffung hxrvorgcgangcp strxd. Der Portraitmalcr soll ketpeswegcs blos, St_rtch für Streck) dtc Natyr nachscbrciben, sondern ,thrcn Inhalt tn stcix aufnehmen und so gewts- sermaßcn das sich zu ctgen Gemachte, dre tnncreAnschauung dcsOrt- génals, in dcr Darßcliung _nufs neue verkörpern; daher muß noth- wendig im Bildpissc dcr Gctsi dcs Darüellcrs war dem pcs" Darge- stelltcn gleichmäßtg zu crketxnen seyn, und daher eben verltert eme so objektive Auffaffung, wie dtc des Daguerreotyps, für den Kunstfreund cigentlkch allen Rciz. _, _ , Die Herrcn Vegas" und Magn'usjnnd war gewohnt, tn pieser scclenvolleren Auffassung der Portratts an erster Rethe zu erbltcken,
2428
von einer halb idealen „und halb kom chen Seite darzußeUen weiß. Eine sehr gediegene Arbnt war dieLvot en-Schule. Dye!) mü en wir gesehen, daß die Helgoländer jetzt etwas stark vrädommiren, u- de;?! es vielleicht schon mehr gemalte wie wirkliche Helgoländer ge en mag.
Auch an Landschaften war Vieles, gmd daruqtexBedeutendes, vorhaxtden; nur bedauern wir_ es, daß dte naturaltßtsche Richtung das cmü gerade unter uns met großer Meéüerschaft behandelte Feld der idealen Landschaft fast ganz und gar verdrän t hat; und doch sehen wir noch nichts Schöneres, wie die herrli cn Schinkclschen C omvoütionen !
Ein „kleines: anziehendcs Bildchen des hieffgcn W. Schirmxr war der etnzige Repräsentant dieser Gattung, und wie reizend erschten dieser Park an der südlichen See mit scinxn immergrünen Bäumen, noch schdner hervor ehobcn du,:“ch güyßtg “angeordnete Btldwerke. Immer wjrd die antase mtt Vorltebe dtcser yon der Natur so vorzq s'wetse reich e abten südlichcn Natur sch bmgeben, wenn se sch ! rcm Laufe freig überläßt. Und warum soll man diesclbx nur mit Trümmern bedeckt sich vorüellcn, warum nicht auch mat der ganzen Prachtfülle dieser Monumente? '
In voller Herrlichkeit erscheint die südliche Natur in chemi- gung einiger Griechischer Trümmer von ewig denkwürdiger Ermut- rung. Eichborn stellte uns die Gegenden yon Sparta und Phi- galéa in Arkadien, beides in ausgezeichter Wxtse dar. Mächtig, wie der Geist der alten Spartaner, erhebt sich dte blaue Wand des Ge- birges über der fruchtbaren Ebene von Sparta, von welcher Stadt nur wenig Trümmerbaufen im Vorgrundc zu sehen find, während auf dem zweiten Bilde die bräunlichen Ruinen des berühmten ApoUo-Tempels das Hauvt-Jntercsse in Anspruch nehmen, während ma,n durch dieSäuZen hindurch die schönüen Arkadischen Thaler und wnthin das Meer tn blauer Linie erblickt.
Von Italienischen Gegenden zeichnete t7ch eine Römische Gegend von Elsasser aus. Die violetten Ycrgczeiaen cine eben so schöne wie uns an ewohnte Ekgenthümlichkctt der südlichen Abend-Bcleuch- tung, w hrcnd die rothen Zéegclmaffen alter Kaiser-Ruinen kräftcg dagegen hervorsichen. „
DieNgroßen Rönnschxn Landschaften des Düsseldorfer Schir- mer's und zwar großarttg komvonixt, doch, abgesehen davon„ daß man in dcharßellung schwerlich dre bezeickmeten Gegenden wredcr erkennen wrrd, was wir nicht eben zu sehr hervorheben wollen, so ist dock) die ganze Auffassung derselben durchaus Unitalienisck). Das sind Deutsche Bäume, Deutsches Wasser, Deutsches Unkraut und vor Aaem eme Deutsche Luft. Ist der Künßler, wie seine früheren Bilder zeigten, mit der Deutschen Natur so zu sa en ganz verwach- sen, so glaube ich thut er Unrecht, mit einemma c ein für ihn an- gceignetes Feld zu bearbeiten.
und von beiden Künülcru sahen xvér auch diesesmal AuTgczcichnetes. Beide sind vorzugswrésc glücklich 111 dcharüellung wctbltcherSchdn- heit; dock) möchten wir dtcscsmal cm von Magnus gemaltes männli- ches" Portx'ait als noch vorzüglicher gelungen nennen. „ Selten sahcxt wir in ncucrer Zeit eine so tndéviduelle Auffassung Mit so harmout- scher Durchführung bis ins Einzelne hinein. _Noch mehr glänzen beide Künstler in ciuigcn Portraits _ man verzethe dm,?!us'druck _ von mehr édcaäiscber Art. _So sehen wir von Vegas xm höchst ret- xench (chäldc, drci junge tm Schatten einer Eiche rxtzend hingcla- gerte Mädchcn, welches" wir jedenfalls zu dcmVorzüglechüen rechncn, was wir von dissen? Künstler sahcn. Von Magnus abcx bewunderte man einen jungen Fischaknabcn aus der Gegend von Ntzza, an dcm man sich kaum satt sehen konnte, ungewiß, ob es dem schdnxn Km:: bvn galt odcr dcr ausgezcicimctcn Werse der Darstellung. Kern ande- res Gemälde der Ausstellung zeigte eine so vorzügliche Technik; und doch scheint es. nur ein thurüudium zu seyn, das der Künstler mehr zur eigenen Frrudc, als wxe zum Zwecke cines Gemäldes machte: aber hierin licgt qewiß gerade een besonderer Grund seincs _;Vorzuges'. Zwei Mädchen von Sohn _ denn Schwcüern und es schwer-
Achenbach hat dieses viel vorzüglicher verstanden. Ein feuch- ter Eichenwald, dessen alte Bäume schon meist halb crstorben schei- nen, isi ganz aus czeichnet. Hier sehen wir nicht nur das äußere Dunkel, wclches n Gemälden nur zu häußg hart und unerfreulicb erscheint, sondern ein warmer Sommerduft durchzieht den Wald und giebt dem Bilde einen eigenthümléchcn Reiz.
Auch vyn Lessing, dem Vater der Düsseldorfer Landschafter, „schen wrr em Waldgebirge, das beim aufgehenden Monde in tiefer Ruhe zu den Füßen des Vcscbauers liegt. Dock) unxndljch bedeu- tender war von demselben KünsYer eine unsercn märktschcn Gegen- den ähnliche Landschaft: cin brcttcr Fluß zieht métzahlreichcn Armen langsam durch das, mit Schjlf bewachsene Wiesenthal einer flachen Ebene, aus der etnige Kiefern ihr einsaMcs Haupt in den reinen Himmel erheben. So eben iqing dic Sojune hintrr den Tbürmcn dcr fernen Stadt' unter, und e n unglaubltcher Glanz erfüllt die ganze Luft, welche m den schönßen Farben spielt und aus„dcn stillen Was- sern manntgfacb zum zweitenmale hervorlcuchtet: eme der schönsten Landschaften der Ausstellung.
(Yin großes Gemälde dtv,.Burg Stolzenfels am thin, mit der Fernncht auf Koblenz, von Scheurcn iuDüsscldorf, zetgt nicht die
«.. -*
Kerliook Börse. den A). [)?-cm])" 1842. „. 0 " ck & :; 1'k. 00!!!- „Fokken. :I, l'!“- ()our. amt. | mu. vam. ] 9.1.1. kk]. kotz. kimi. 0 13:2? 125? se. “..ck-sex.“) 3? 10474 103,17 «,a-..y-io-ou. 4 1 [M 1441-51. 011.30. 4 10274, VLF, 1154.14- 111-„11. _ - 124 11-3... Jeb. au “„a-1.116... 01.1. 4 _ ] Zoobnäjuoz. _ 93 _ 11-111“. R;...b. _ 1072 1062 |(u- ". Uev-ökk. 410.410. ['t-iat. 011]. 4 103 102§ Zeb-Uunebk. 102 101. vüu.k]b.kinob. 5 591ch _ &ck&-11.011. ') 3 102 101 clo. aa. 7-14... 051, 4 91" _ o.". a... ;o “]“!1. _ 48 _ mein. ]?iuub, 5 82 8115 "'s-tpk. l'l'u-äbk. 3? 102; 102 äo. (10.711012 011]. 4 97 96" (Zwub. yo.. aa. 4 _ 105 kotl.17nnkk.1?ic. 5 [MZ 99?- (10. (ko. JZ 1022" 1013.“ 00, ämkäok. 011]. 4 101k 10lkch ()ukt. kbaäbt. 3; [()-ZF 1032 0b.-8eb]e-. Zizb. 4 91"; MF ['on-. 110. 3 10 , „__, . . [(ok- !.Uk--.cko. Zz 104 _ TKWIÜYRZ“ _ ;03? 13F Zeblosi-cbo (10. 3; _ 101-k ? ' m. 5 ' _ . € ])ueovto. _ 3 4 ') vn- [(k-kot soksötet auf (1011 no 2. Januar 18-13 “lösen Coupon Jpct. kr. ()mit. Ukeoüzek-Éoux'a. “"'"-*"3058" ßkiek. | (;.-1.1, zmm-a-m ....................... 250 ["]. [(uk- _- 140 110. ....................... 250 [**]. ? vlt. _ 139? ""ob-"*g ......................... 300 Uk, [(u-*: _ 151Z' aa. ........................ 300 U11. 2 Ut. _. 150Y 1.01111011 ................... „ ...... 1 [„St. 3 Ist. 6 2-1? 6 24X kati: ............................ 300 kk. 2 Ut. _ 79?! "';-zo ;-. 20 x.. ................. „150 171. 2 1111. [032 1033.- „4113-11an ........................ 150 17]. 2 Ut. 1022“ _ [kresbn .......................... 100 “[]-[r. 2 Ut. 997€ 99)-2 [eiy-ix io (konkav: im 14 “kb]. [**-uo. . 1150 “]'b]r. 8 !!“-59 99T; _- k-aukrun .. »|. "72 .............. 150 1-1. 2 Ut. 102 1012 ]"etersburx ....................... 1 81111]. 3 ,so-.']:- 1 [;ck _
znswörtige Körseu.
kasteräam, 16. Do:. Uieäekl. kirk]. Lob. ÜTZ. 507, (10. "UF. [(am-kik]. -. 5? 87-11. [ZH. 39" 110. LZ-Zz“. kau. _. Koog. _. Sin]. _- 1'keuu. krkm. Ick. 165. ko]. ". ()en-erk. -.
zutskskpsv, 15. ])81. Tim]. “U;. Ueua Qu]. 18Y.
1,8]“1'8, 15. de:. 5251“qu cout. "9 65. 3?) Rente ko cook. 79. 15. 111]. ale 184! _. 53 Red,]. au eomyt 106. 60. ZX Span. [leute 23,7. kau. _.
KUZOU, 15. be:. SY Diet. 109Y“. 4Y "WF. 3?) 77. LZ?) _. “7, _. [;.-„1-4.11..- 1620 4-11. ck- 1934 1422. (le 1839 10M-
Üomgltche Schausptele. Mittwoch, 21. Dez. Jm Schauspielhause: Monaldeschi, Trauerspiel in 5 Akten, von H. Laube. ' Donnerstag, 22. Dez. Im Schausptelhause: Menschenhaß und Neue. Freitag, 23,Dez. Zm Opernhause: Die Hirtin von Piemont, Hierauf: Det" reisende Student. Jm Schauspielhause: 1) ]“."2 631 knklk. 2) U11 0131"; ('bnrmnnt. Sonnabend, 24. Dez. Kein Schauspiel. Das BillM-VerkaMs-Büreau ist an diesem Tage geschlossen. Sonntag, “25. De. Zm Qpernhause: Der Feensee. Preise der Pl ße. Ein Plaß in den Logen des ersten Ranges 1 Rthlr. 10 Sgr. :c. Jm Schauspielhause: Maria Stuart.
lick), so durchgmd dnrch vrx'scbt'cdcn isi die braune von dcrblonden _ rrihcn st“ch dtcsen idealen Pox'trqt'ts“ an, obschon se nicht als fetztet'e bczcichnct s't'nd. Es" éc'bk zwar eme Art chikqnc der bcidenqunorcn .“111 111-519. doch snd jte' durchaus neu aufgrfaßt. Wir fkndcn dtcse Art von Gemälden dcm Takcntc von Sohn besoxtdcrs angemessen, dcffxn Stärke Wenégcr t'n Composition „und (Kt'uvvtrung als“ wee gcrnde M der scclcnvollen und liebenswüz'dtgkn Dnrücllnng einzx'lncr Fratzen- köpfe besteht. Das Portrait etnes Kindxs' t'n gnuzxr Fegtxr, t'n etner varkartégen Umgebung, von Otto, vereentgx allrrdmgs vtcle,Schön- heiten, doch qränzt dee Aufsassnng stark an eme kokctte Munter.
Dic zahlrcichcn _Portxaets „von Hopf arten entbehxtctx durch.- qchcnds cmcr lcbctxdtgcn mdévxducllcn Aufgfassunq, Vorzugltch war dagegen ein männltcbes Portratt von Htldcbrandt,
Die unmittelbare Nachahmung der Natur theilxn mit denBild- 11ij21 auch die Genre-Bildcr4von welchen zwm' cxnc große Menge vorhanden waren, doch war die Zahl der) vorzüglichen mcht eben sehr gwß zu ncnnctt._ Auch hier dürfen wrr x_ms atzs den schon an- grführtcn Gründen xtncs weiteren Eingebcns ms Ernzclxze enthalten und nur das IxusgczctclMctcrc hervorheben. _DécGenre-Btldcr,_1velchc das chen, wre es uns vor Augen lt_egt-' wxedergeben sollen, nnd. in zwei Hauptgruppen zu „sondern. Dee emen suchen das,natürltche Lkbkn dcr Mcnschcu t'n threr Umgebung aufzufassen, ähnltci) „wie die Landschaften, so daß man den inneren Oxgantsmus dcr Dtnge in sefncm stillen Wirken zu e:“kcmten glaubt; dre anderen'dagcgen zeigen dicselbcn Gcgcnstände in ihrem Widerspruch?, Von ,threr komischen Seite, Wenn wtr dahcr die historischen Btldcr mtc dem höheren Drama und der Tragödie vc1'gleichcn dürfen, so, dre lcytcrcn bciden mit dem bürgerlichen Schanspéel nnd der Komödtc.
In der crstcxcn Wersc, der einfach natürlcchcn Auffassgng- sicht E. Mcyerhcim durchaus in erster Reihe. Wir schen tn seinen Bildern cine Natur-Wahrhcit, welche bis ins Gcrkngüe durchgeführt iß, ohne daß darüber die H-11“1nonie des Ganzen ém mindestcwliitexz im _Gcgcnthcile btldet diesc stets den Hauptpunkt. „Aber zuglctch ist es_etnc, so zu sagen ideale Wahrheit, rvelche uns m seinen Bildern erfreut, eMeAuswnhl des Schönen, welches uns umgicbt, so daß wir
Idee gcltend.„ Reizend war diesesmal eine Acrndte-Sccne von ihm dqrgeücllt: cm )uxtges Bquektzxctb, glühend von der Hitze der W(thres- zett und der Arden, vergißt ne dennoch beim Anblick? ihres jungsten
Kindxs allerMühen und ist nur voll der inni sien Wonne bei einem Anvltck'e. Rctzend koxrtraüixt mit ihren volFeren Formen dies noch
wir von Interieurs jemals sahen, und glaubt die Gegenstände mit Händen greifen zu können. Es freut uns, eine so vorzügliche Technik der Darßeüung eines so aus- gezeichneten BnUWerkes gewidmet zu sehen, um so dem Bcschaucr ein durch und durch vollendetes Kunsiwerk vor Augen zu stellen,
Rogers-Kapellc in Palermo find gleichfalls höcbü angczcickmet, namentlich in Bezug auf die kräftige, Färbung. achtete Künsllcr in der Perspektive mcht so ganz sattclfcü, was für bei seipcn Bildern sms mit innerer Freude verweilen; man fühlt, die W“ leichen Gegenstände so überaus nothwendig 117- Tech1nk, so vorzüglich sie auch ist, macht sch nicht auf Kosten der ""
Kontraßes wegen. habcnen bis ckzum Lächerléchen nur ein Schritt isi, Welche fich auch noch in man )
anwenden ließe, ihre volle Besiätigung.
kräftige Frische, welche die Arbeiten dieses Künsilers sonst auszrich- nete. DicscsBild hat etwas Säxwächléches, trotz seiner Größe, wozu das blaßgelblicbe Kolorit nicht wenig beiträgt.
Höchst imposant dagegen ist die große Schweizer-Lnndschaft von Biermann. Wir üxxd es gewohnt, diesen tüchtigen Künüler von Jahr quahr fortschrxttqn zg sehen, und freuen uns, es aussprechen zu können, daß das Htesxährtge Bild alle früheren Oelbilder dessel- ben Künstlers bci wettcm, wie an Größe so auch an Vollendung übertrifft. „Namentlich das Glühen der Gletscher sahan wir noch m'rgend met solcher Naturwahrbekt vorgcüellt. Nur der Vorgrnnd mit seinen Bäumen schien uns nicht kräftig genug sch von den hinteren Bergen abzulösen. _,
Unter den Ausländern jtn'd einige Landschafter rühmlichsi zu erwähnen. So einige Schotttsche Gebirgsgcgcnden vqn Fräulctn Stoddard in Edinburg, wclchc so kräftig behandelt smd, wie es guter uns kaum die Männer zu thun wagcn. Vorzüglicher noch und einige SchWcizcr-Landschaftcn von Calamc in Neuchatel, welche ein überaus warmer Ton belebt und die zugleich in der liebenswürdigüen Weise durchgeführt snd. Ein Sonnen-Untergang, hinter die Berge, vorn eine präcknége Baumgruppe, mdabte man, was die Harmonie der warmen Färbung betrifft, den schönücn Bél- dern von Mouchernn an die Seite setzen.
„Aurel Robert aus Ncuckmtc! hat uns wiederum zwci innere Ansichten der Markus-Kirclx in Venedig geschenkt, Welche seine hohe Meißxrschaft in dtesem Genre aufs neue bekunden, Die Anächt des Bapttsteriums daselbü rechnen wir zu dem Allervorzüglkchsicn, was Man fühlt ordentlich die Luft
Elsasscr's Ansichten des Inneren der Peters-Kirche und der Nur ist dieser qe- , _ Leider hingen dtcse Balder zu hoch, um genießbar zu seyn.
Einer chenbogeu-Famélie erwäh_nen wir schließlich nur des Denn hter Endet deeWabrheét, das; es vom Er-
cr anderen Beziehung auf die diteäbrige Ausfüllung n.
unentwiokclte Schönherr eine“ jün ere ' - menddee (5.501va vollendet. v g n Mädchens , Wclchcs thetlneh
*? zweite omisclze Auffaffung des Genre ckmrakteri'ért " a en- cleve_r“s Scene aus“ .dcx Jobsfadc. Die verschiedenen 'MkeItZensdcr Exammatorcn, dercn Genehtcr auf das“ manni faltigste in lang, breit,
Zorlin-potzäamer Lizenbabn 6280 personen gesabren.
Berlin - Potsdamer Eisenbahn. [11 äerocbe 70111 13t€11 bis im:]. 19. 1)é32€knb8k 0. zinc] aus (Le!"
dick und dünn variiren und vom tiefsten c"n arnat vis ::
kolortrt snd, zergen a_llc nur mdglichenISmfen der JbZeQÉLMWT Theologie., „Na; der Examinandys selbst übertrifft sie noch alle in ;_Oummdretsitgkcet und Abgelebthett. Man fühlt es ihm an, daß er mnntten der anderen Herren satzend, dieselben wo möglich noch 111
Zerlin-kranksurter Lizenbabn 2699 961110111311 136161111311 woräen.
Berlin-Frankfurtcr Eisenbahn. [11 (161' N706118 70111 11t6n biz incl. 17. 962911113131 zinc] aus* (]01'
axlen _ihrcn vrä nantcn Ei enschaften überbieten würde es- -
htsiortschen Wer e könnte vteZcichtperZuüand der Theologéc a-“ZFMXY vxrgangrncn Jahrhunderts so metsterhaft cbarakterifirt werden, wie in ptejem Bildc- das durchaus mit der größten Vollendung durchgeführt
Meteorologische Beobachtungen.
tft und cwiß zu dem Vorzü lichsten c drt was ' . - jäéréÖen Yatsüelwng sahen. g g h , wn: auf du dies-
, ie Gemälde yon Jord an haxten zwischen beiden Darstellungs- weasen fast dre Mttte, tndcm. er dre kräftige Natur der Helgoländer
*) Die Ausstellun ist zwar schon seit cini er Zeit e lo e doch wollen wir, der onsiänyégkeét wegen, der Pgortraits,g(§§cei11re111itlté der und Landschaften nur in eenem kurzen Ueberblicke erwähnen, was um so mehr eßattet seyn dürfte, da„diese letzteren Kunßarten für eine genauere Zeschreébung weniger Jeetgnet snd, als wie die in den früheren Artikeln besprochenen Gema de,
1842. 19. Usa.
Abena- 10 U|".
Uakxovo
[“ob-111115- 6 Wk.
Rae]- einmaliger 2 "bk.
ßeob-eb tous.
[„War-[ok. . .. 336,96M1'u. 337,53mkak.*339,33"ku. Quonka 7,1" [C. ["|"-Rune... + 4,7" n. + 3,4"n.;+ 3-8“ 11. yt-meörm 1,2" 11. «!...-„...an + 2,9“ a. + 1,4“ n. + 0,3“ n. voazo-u-m 4,2" „n.
o:!mtakuizonz 86 1101. 85 “)|. 78 [Mt. zooäüutu-z 0,000; kb.
Wirft ...... regnix. "31175. [:e-iter. Meämoblaz 0,092 kb. m ....... WK“. 1!"- ÜN. Weyeeluel + 4,9"
"(:D.-us . . . - RW. _ + 14" “-
Pazesmitto]: 337,94,“ ku. .. +4,0“ k. .. + 1,7" km 83713. UU"-
Montag, 26. Dez. Zm Opernhause: Blaubart.
Fanny Elßler: Zsmela.)
Preise der Pläße. Ein Biller zu den Logen des ersten Ranges: “1 Rthlr. 10 Sgr. :c.
Zm Schauspielhause: Vicomte von Lé-toriéres, oder: Die
Kunst zu gefallen.
Komgsstädtisches Theater. Mittwoch, 21. Dez. (Italienische Opern-Vorftellung.) 1.11- (:"-7.13 Zot'Zia. () (?l'ä in 311111. 011|§ik3 ("]-?|013L311'000n128111'. (Signora Assandr: Lucrezia Borgia. Signora Zoja: Maffeo
O:"st'ni.)
Donnerskag, 22. Dez. Vorstellung der" Kaiserlich Russtschen Pantomimisken, Herren Gebrüder Lehmann, in 3 Abtheilungen. Erste Abtheilung: Die sch'one Müllerin. Komische Pantomime in 1 Akt. Zweite Abtheilung: Zntermezzo's. Dann, zum ersten: male wiederholt: Kain und Abel. Historisch=plastisches Gemälde, Dritte Abtheilung: Harlequins Statue, oder: Das mechanische Standbild. Pantomime in ?Akten, mit Verwandlung. Vorher:
Max Helfenstein. Lußspiel in 1 Akt. (Neu einstudirt.)
Marktpretse vom Ertratdc. Berlin, den 19. Dezember 1842. Zu Lande: Weizen (weißer) 2 Rthlr. 8 Sgr. 9 Pf., auch IRtblr. 2Sgr. 6Pf, und 1Rthlr. 27 Sgr. 6 Pf.; Rog en 1 Rtblr. 17 Sgr. 6 f., auch 1 Nthlr. 15 Sgr.; große Gersic 1 Rter. 10 Sgr.; kleine Ger e 1 Rthlr. 8 Sgr. 2 Pf., auch 1 Rthlr. 7 Sgr. 6 M,; Hafer 1 Rthlr. 5 Sgr., auch 1 Rthlr. 1 Sgr. 3 Pf.; Erbsen 2 Nthlr. 15 Sgr., auch 2 Rthlr. 12 SKM. 6 Pf.
Zu Wasser: Weizen (Weißer) 2 5 tblr, 7 Sa:“. 6 Pf., auch 2Rthlr. 2Sgr. 6Pf. und 1Rthlr. 28 Sgr. 9 Pf.; Roggen 1 Rthlr. 20 Sgr., auch 1 Rthlr. 16 Sgr. 3Pf.; großeGerske 1 Rthlr. 11 Sgr. 3 Pf.; Hafer 1 Itthlr. 2 Sgr. 6 ZH, auch 1 Rthlr. 1 Sgr. 3 Pf.; Erbsen ?. Rthlr. 5 Sgr. , auck) 1 tblr. 27 Sgr. 6 Pf.
Sonnabend, den 17. Dezember 1842.
Das Schock Stroh 10 Rthlr., auch 8 Rtblr. 20 S . Der
Ccntner Heu 1 Rtblr, 10 Sgr., auch 1 Ntblr. 2 Sgr. 6 f.
An die Leser.
Die vierteljährliche Pränumeration der Staats-Zeitung beträgt 2 Rthlr. Preuß. Cour. für das Inland. _ Bestellungen für Berlin Werden in der Expedition selbst (Friedrichs-Straße Nr. 72) gemacht, und jeder innerhalb der Ringmauer der Stadt wohnende Pränumerant erhält das Blatt durch die Stadtpost, schon den Abend vor dem ange- gebenen Datum, frei ins Haus gesandt. _ Aus- wärtige, des In- oder Auslandes, bewirken ihre Be- stellungen rechtzeitig bei den resp. Post-Aemtern; Wer dies versäumt, kann nicht mit Gewißheit die Num- mern erwarten, die vor der hier eingegangenen Anmel- dung erschienen smd.
Für einzelne Nummern des Blattes is? der Preis 2'; Sgr.
Verantwortlicher Redaeteur vr. ITW, Zénkejsen,
Gedruckt in der D*eckerschen Geheimen Over-Hofbuchdruckerek'.
(Dlle.
,. .... „"x“-„„.,
Allgemeine
Preußische Staats-Zcitung.
„KH 354.
Berlin, Donnerstag den LLM" Dezember
n a l t.
Amtliche NaäxrichtemI h raukreicb. Paris. Ordonnanz über Einfuhr und Transit fremder Bücher. _ Vermischtes. _ Briefe aus Paris. (Die bevorsiehende Sitzung; die Revue des deux Mondes über die konservative Politik. _ Der Prozeß des Journal des Débats und der Presse; die Reform des_Courrier franxais, _ Die neuesten Sieges-Berichte aus Afraka?
Großbritanien und rland. Lon on. Er verzog Friedrich in ortsmoutb. _ Bes uldigungen des Franz fischen Konsuls in arcelona und Vertheidigung Espaytero's. _ Maßregeln gegen
blasphemische Publicationen._ Vernnschtes. _ Turnbull's Abreise von Cuba. _ Brafiliens Bereitwiüigkcit zu einem Handels-Traktat mit England,
Niedera'xstde. Haag. Gcncralsiaaten. _ Ankunft des Grafen von a au.
Deutsche Bundesstaaten. München. Abgeordneten:-Kam- mer. Entlasungö-Gesuche zwcccr Abgeordneten nicht bewilligt. _ Einßimmigc Annahme des (iseseh:Entw1-rfs in Bezug auf das (Hdthcsche Haus. _ Dresden. Rückrufe dxs Herzogs von Bor- deaux nach PMS?“ _ Leipzig, .Der Kronprmz von Hannover. _ Schreiben aus ._ rankfurt a. M, „
Oesterreich. Wien. Fürst Karl von Licchten|cm.
Spanjen. Barcelona. Vermischtes.
Serbten. BelFad. Wichti e Meldun en aus Konstantinopel,
Nkoldau und allachei. Fluffy. cneral Ktsseleff nicht auf Yer Kandidaten-Lisie zur Hospodnren-Wahl.
Turkei. Koysiantinovel. Rußland protesiirt gegen die Abscz- z_yng dcs Furüen Michael von Serbien, _ Der Seriasker brab- nchjigx eine Truppen-Reduction.
Vereinigte Staaten von Nord-Amerika. Un lücksfäUe auf den Seen, _ Batzk- und Finanz-Zuüände. _ Blo ade von Yucatan und interixnisitscher Präffdcnt von Mexiko.
'Süd-Amertka. Schxeiben aus Paris. (Die neuesten Nachrichten aus Texas und Mextko.)
Inland. Köninger . Neue Zeitung. _ Danzig und Posen. Blücherfesk. _ Düs eldorf. Beschlüsse in Bezug auf dieDüssele dorf-Elberfelder Eisenbahn.
Bemerkungen über den gegenwärtigen Zustand des Ermeländischen Garnhandels,
Ncise-Skizzen aus dem Britischen Ostindien.
Wissenschaft, Kunst und Literatur. Königliche Schau- spiele. Franzbffscbcs Theater, _ Die Königliche Bibliothek. _ Niebubr und Dahlmann,
F
Amtliche nachrichten.
Kronik des Tages.
Se. Majeffät der König haben Allergnädigsk geruht: Dem Kaiserlich Russischen Hofrath und Beifißer des Wil- naischen Ober-Kriminalgerichts, Otto von Anderson, den Rothen Adler-Orden dritter Klasse zu verleihen.
Se. Hoheit der Herzog Wilhelm von MecklenburJ- Schwerin ist von Dresden hier eingetroffen und in den fur Höchstdenselben im Königlichen Schlosse in Bereitschaft gesexzren Appartements abgeßiegen. “ '
Die Akademie der Künste hat den Bildgießer und Ciseleur Theodor Vollgold hierselbsk und den Verfertiger muffkalisober Instrumente Ludwig Friedrioh Voigt jun. hierselbst, ineBe: tracht ihrer vorzügliahen Leistungen, zu ihren akademischen Kunst-
tern ernannt, und deren Patente unter heutigem Datum ausser-
tigen laffen. Berlin, den 10. Dezember 1.842. Direktorium und Senat der König!. Akademie der Künste. [)1'. G. Schadow.
Die Akademie derKünske hat den geographischen Kupferstecher
Wilhelm Bembe hierselbst, in Betracht der VorzüglicheneLei-. stungen desselben in seinem Fache, zu ihrem akademischen Kunst-J.“
ler ernannt und dessen Patent unter heutigem Datum ausferti-Z
gen lassen. Y . , Äx- kung aller Welt. Direktorium und Senat der Königltchen Akademie der Kunste. .-
Berlin, den 17. Dezember 1842.
])1', G. Schadow.
_ Feinen Kleinhandel giebt,
.___ ";?Ü Angekommen: Der General-Major und Commandeur des.? Am Garde-Landwehr-Brigade, von Below [„ aus Reu-Vors'Zx-
nachgewiesen wird und daß fie gebunden oder broschirt smd. Die aus dem Auslande kommenden Bücher, in welcher Sprache sue auch gedruckt seyn mö en, können zur: Einfuhr oder zum Transit nur in den in der rdonnanz bezeichneten Douanen-Büreaus vorgelegt werden. !
Man will wissen, daß heute fruh ein Courier eingetroffen sey, der eine Note Esparkero's öberbringe, in Welcher der Regent fich bitter über das Benehmen des Franzöfischen Konsuls in Bar“- celona beschwere. Alle minifferiellen Journale, und hauptsächlich das Journal des Débats, vertheidigcn Herrn Lesseps auf das wärmße, und es [sk daher wahrscheinlich, daß „Herr Guizot auf die Note Espartero's, Wenn eine solche wirklich eingegangen ist, durch eine Belobung seines Agenten in Barcelona antworten wird. Die Débats sagen heute am Schlusse eines längeren Artikels über diesen Gegenstand: „In dem Benehmen unseres Konsuls in Barcelona hat das Geseß der Menschlichkeit im voll: kommensken Einklang mit den stt'engsken Regeln des Völkerrechts gefianden. Er hat nichts Anderes gethan, als was er das Recht, was er die Pflicht hatte zu thun. Frankreich ist in Barcelona aufs beste repräsentirt worden.“ _
Gestern wurde vor dem hiefigen Trebunal erßer Instanz die Sache des General Donnadieu gegen Herrn Cretineau:3oly verhandelt (s. Nr.345 d. St. Ztg.). Der Verklagte erschien nicht, und das Gericht erklärte, nachdem es den Anwalt des Klägers angehört hatte, daß die An eige des Herrn Cx'etineau-Zoly, er werde gewisse Briefe drucken la en, ihm noch mehr eine den Gcrichten anheimfallende Verpflichtung da.??u auferlege. Demnach wurde der GeneralDonnadieu mit seiner lage abgewiesen Und in dieKosken verurtheilt.
Madame Chauveau-Lagarde, die Wittwe des Vertheidfgers der Königin Marie Antoinette, ist gestern hierselbst mik Tode abgegangen.
Börse vom 16. Dezember. 9)?inisterial:Verändc-rung dauerten auch heute noch fort. Man sprach von einer Combination Molé, Thiers und Valée. Außer“: dem Unterhielt man fich von diplomatischenNoten der Spanischen Regierung (s. oben), die zu neuen Reibungen führen könnten. Die Ret/Yn waren noch ausgebotener als gestern, und dieZproc. schloß zu .
U- Paris, 16. Dez. Die bevorstehende Sißung der Kam- mern wird diesmal nicht mit der Spannung erwartet, welche die- sen Epochen des politischen Lebens in -der Re el _vorhergeht. Die Gleichgültigkeit des Publikums_ füi' 'd'öe demn chstigen parlamenta:
Die Gerüchte von einer
rischen Ereignisse ist um so ungewöhnlicher, als der öffentliche Geist fich lange genug ausgeruht hat, um Kräfte für neues poli- tisches Interesse gesammelt und die Fähigkeit zu neuen politischen Leidenschaften erworben zu haben. Die Ursache jener anifferenz ist wahrscheinlich in der vorherrschenden Ueberzeugung zu suchen, daß die Sesfion des nächsken Jahres Weder an Ergebnissen noch auch an parlamentarischen Scenen rcich seyn werde, Die in der Stilleearbeitende Zntrigue könnte indessen doch wohl diesc An- sicht Lugen strafen. Gewiß isi, daß die persönlichen Mitbemsrber des Kabinets vom 29. Oktober alle Anstalten treffen, um bei der ersten Gelegenheit, die s1chihnen darbietet, einen allgemeinen Sturm gegen das Ministerium zu laufen. Mit welchem Erfolge, muß freilich bis auf Weiteres dahingestellt bleiben.
Zy der neuesten Nummer der Revue des deux Mondes giebt Herr Rossi folgende, in vielen Zügen äußerst treffendeSchil- derung von dem Charakter der gegenwartigen Franzöfischc'n Poli- tik: „Die großen Unternehmungen _- warum sollten wires nicht ,;eingeftehen? _ find heut zu Ta ? ziemlich schWer für uns gewor- ;_den. Die Geschichte beWeist, da? es der Politik der Mittelklassen "fast imma“ an zwei Wesentlichen Eigenschaften gefehlt hat, an der „*Vor'ausswht und an der unerschütterlichen Ausdauer. Es giebt ,eine große und eine kleine Politik, wie es einen Großhandel und Der erste denkt, berechnet, versteht zu _warten und zu wagen; der Weite kauft heute um morgen zu ver- kaufen, will immer rasch ein Resultat sehen, hält fich für allcin _pofitiv, weil er nicht denkt, hält fich für allein klug, weiter nichts „wagt, und nennt alle die Müßiggänger, Welche ruhig das Mor"- _ gen abwarten, und slch nicht al1e Tage in kleinen Beschäftigungen _“ erschöpfen. Die große Poiitik kann nur die Aufgabe einer kleinen Zahl von Personen seyn; die kleine Politik erlaubt die Mitwir- Man blicke auf England! In dem so zahlrei- chen Parlamente beruhren nur Wenige Redner die auswärtige Po: litik, und diese Politik ist weit entfernt, den größten und detaillir- testen Theil der parlgmenkarisohen Debatten auszufüljan. Vkan Weiß in England, daß der Lärm in diesen Dingen gewöhnlich dem Erfolge schadet, und daß man Gefahr läuft, die Springfedern
pommern. „“.; einer künstlichen Maschine zu Erbrechen, wenn man ste oft dem
Abgereisk: Se. Excellenz der General-Üieutenant und 1skQ'k
Kommandant von Stettin, von Pfuel "„ und
Se. Excellenz der General:Lieutenant und Commandeur de;- Zten Division, von Brünneck, nach Stettin. “.“.
Der Kaiser]. Russtsche Wirkliche Staawrats) und Botschafts ;"; Rath am Kaiserl. Oesterreichischen Hose, von Struve, na“ St. Petersburg. “J, nämlich, daß die Regierung uns viel von ihrer Politik vox"- ;. spreche, ., 5; gebe. .,“; ten aufgegeben hat. "» * das unterhält und schmeiohelt uns, und es macht uns Vergnügen, " ,der Regierung unsere Meinung darüber zu sagen und ihr u be-
*,
Zeitungs-Ua.cl)ri,cl)ten.
Ausland. Frankreich.
Paris, 16. Dez. Der Moniteur enthält eine sehr weit-
läuftlge Königliche Ordonnanz ln Betreff der Einfuhr und des“
Transits der aus dem Auslande kommenden Bücher. Nach den nenen Bestimmungen ist der Transit des Nachdruchs untersagt. Die Bücher in Franzbfischer Sprache, deren Verlagsrecht erwie- sen Ausländern gehört, oder die fremden Ausgaben solcher Fran- zösischer Werke, welche öffentliches Eigenthum geworden smd,
nnen ferner transitiren und werden bei der Einfuhr gegen den Tm""'“-Zoll zugelassen, unter der Bedingung, daß ihr Ursprung
Publikum zur Schau stellte.“ estehen wir uns, daß wir weniger vorfichtieg und weniger zuruckhaltend sind. Wir wollen Alles sagen, Alles hoxen und Alles wissen. Das politische Geplauder auf der Rednexbuhne und selbst die Indiscretionen find unsere größteLusk. Wir fuhlen uns dadurch geschMeichelt, wie wenn uns ein Minister in seinem Kabinette geheimeDepeschen zu lesen gäbe. Im Grunde genommen, verlangen wir zWei einander widersprechende Dinge,
und daß fie fish gleichwohl nicht mit Politik ab- Das ist das Problem, Welches man allen Kabinet- Man spreche mit uns von Politik, denn
weisen, daß wir mehr davon verstehen als fie. Aber man hutefich
"?Yvor dem politischen Handeln, man mische fich in nichts, denn das
Ykönnte unseren Geschäfte:; schädlich werden, uns ein Opfer auf: “ segen, unsere Bilanz verrucken. Es versteht fich aber von selbst, daßwir, um die Ehre des Landes zu decken und um den Schein zu retten, von Zett zu Zeit die Unthäeigkeit radeln, die wir der Re- gierung zur Pflicht machen. Das giebt ein Ansehen in den Au: gen des Auslandes.“
„ DerVerfasser der Chronik der Revue des deux Mondes Ünhet seine Anscht durch pie Gesohichte des Projektes des Fran- zostsch-Belgischen ZoU-Verems bestätigt. „Nehmen wir an“, sagt
1842.
er, „daß unserer Regierung annehmliche Vorschläge gemacht wären und daß ste dieselben kurzWeg zurückgewiesen, daß sie gar nicht davon hätte wollen reden hören. Was würde daraus entstanden seyn? Das Kabinet würde den härte: sten Tadel, nicht etwa blos, wie dies natörlich ist, von Sei: ten der Oppofition, die zum großen Theile aufrichtig an den Nußen jenet'Maß1'egel glaubt, sondern auch von Seiten der Conservateurs, und vielleicht der Mehrzahl derselben, geärndtet haben. Man hätte hier“ ein wohlfeilcs Mittel der- Popularität gefunden, und solche Mittel, die nichts kosken, Vernachlässigr man nie.“
„Statt desen hat nun aber" das K'abt'net das ZoU-Vereins: Projekt mit einiger Gunst aufgenommen oder wenigstens aufzu- nehmen geschienen. Die Oppofition, so weit se von den Vorthei- len der Union überzeugt war, hat sich an ihrer" eigenen Ansicht nichß verskzndigt. Aber in den Reihen der Conservateurs hat das Progkt emen heftigen, hartnäckigen Widerstand gefunden. Die Consezt'vateurs haben Frankreich, seinem Handel und seiner Zn- duskrce gesagt: hier sind ncuere Gränzen, über die ihr nicht hin: ausgehen sollt!“
Der Verfasser folgert hieraus dann mit der den Franzöfischen Publiziüen nur zu gewöhnlichen Uebertreibung, daß die konserva- tive Politik auf nichts weniger hinausgehe, als darauf, aus Frank- reich ein Land der Unbetvoglichkcit, eine politischeMumie, ein Eu- ropäisches China zu machen, Die Revue des deux Mondes fsk nämlich seit einiger Zeit wieder im Interesse des Herrn Molé, und der Politiker, die fich wie Herr Lamartine der Fahne jenes Staatsmannes angeschlossen haben, welcher die Devise eines Kon: servarioen im Sinne der Guizotschen Politik Verleugnen zu müs- sen glaubt. Was Herrn Lamartine anbetrifft, so sind seine Epi- gramme gegen die (;()|];(,“1'1'310111'5-1101'1165 in frischem Andenken.
**,. Paris, “16. Dez. Das öffentliche JNiniskerium hat gegen die Freisprechung des Géranten der Presse durch das Correc- tions:Tribunal appsllirt. Die Ft'age über das „Bülletin der Ge- richtshöfe“ wird vor den Königlichen Gerichtshof gebracht und vielleicht wird man, wie die Sachcn stehen, alle Stufen der Ge: richtsbarkeit erschöpfen. Dieser Prozeß, der nichts weiter ist, als ein Streit zwischm dem Journal des Débats und der Presse ist eine große Verlegenheit für das Ministerium. Es muß zwischen zWei Organen wählen, die ihm beide gleich ergeben waren, aber nicht Mehr leich ergeben smd. Denn obgleich die Presse wiederholt angekundigt hat, daß sie dem Ministerium treu bleiben würde, so wird ste doch cht auf eine Weise redigirt, die mehr eine Verlegenheit als cineUnkerstühung für das Kabinet ist. Das Journal des Débats, welches den Streit angc- fangen hat, hält sich natürlich éth' in densefben Gränzen, und da es die gerichtliche Verfokgung der Presse erlangt hat, so muß es fich dankbar bezeigen. Durch den Tod von Ber- tin 1111115 und Bertin, Pair von Frankreich, hat das Journal des Débats einen unermaßlichen Verlust erlitten. So lange diese beiden alten Hct't'enlcbten, hätte man gewiß nichts Aehnliches gegon die Presse unternommen; fie hätten das Unkluge und Un- schickliche eines solchks Angt'iffs eingesehen und fich nicht bis zu einem solchen Grade durch ihren (Groll gegen Herrn von Girardin behsm'schen lassen. Von aUen Journalen war bisher das Four- nal des Débats dasjenige, welches am bcsken die Form zu beobachten wußte und sach am wenigsten durch rein myrkantilische Räckfichken hinreißen ließ. Durch den Angriff gegen die Presse hat es diese gute Stellung verloren und sich fast gewissen hungri- Zen Blättern gleichgestellt, die täglich Kämpfe liefern, um einige (bonnenten zu gewinnen.
Der Courrier frangxais, Welcher vor acht Tagen für 180,000 Ft". verkauft worden ist, wird ein Abendblatt werden. Es bleibt Oppostionsblatr, erhält aber eine neue Redaction. Diese Umgestaltung kann ihm nicht sehr günstig seyn, und der Zustand der Schwäche, worin stch der Courrier frangais seit einiger Zeit befindet, wird fich wahrscheinlich auch auf das neue Abend- blatt übertragen. Die Journale zu 40 Fr. sind überhaupt für die Journale zu 80 Fr. ein Todesstoß, upd mit Ausnahme des Journal des Débats, Welches ein großes Format und einen ziemlich gefloherten Anhang hat, können die leßteren nur auf eine sehr beschränkte Existenz rechnen. Der Constitutionnel, welcher bis- her für jede seiner [5 Actien einenjährlichen Gewinn von 30,000F1'. ab: geworfen, hat im Zahre1842jedcm Actionairnur5000Fr. eingebracht. Dieses Sinken ist in dem Zeitraum von sieben bis acht Jahren bewirkt worden und es ist wahrscheinlich, daß es noch Weiter ge- hen wird. Wenn Herk von Girardin seinen Prozeß gewinnt, so wird, wie wir bereits bemerkten, eine völjige UMWandlung in der Presse eintreten und alle Journale Werdon gezwungen seyn, mit Supplementen zu erscheinen. Diese Supplemonte Werden ver: schiedenartigeGegenskände enthalten und nicht alle den gerichtlichen Verhandlungen gewidmrt seyn, so viel ist indeß gewiß, daß ste eine neue Verlegenheit für die Regierung seyn Werden.
= Paris, 16. Dez. Die heute eingetroffenen neuesten Be- richte aus Algier smd vom 10. Dezember. Am öfen sollen Araber aus dem Innern Weitere Nachrichten über die Operationen der Expeditions-Kolonne des Gonerals Bugeaud dahin überbrachk haben. Nach denselben wäre der General:GouVerneur am Msten v. M. in die Gebirge der Ouanseris, wo bekanntlich Abd elKader in der leßten Zeit einen scheren Aufenthaltöort gefunden zu haben geglaubt hatte, eingedrungen, ohne ernslichen W'iderskandzu finden, Pie Kabylen ssllene die Flucht ergriffen haben, worauf die Fran- zostschen Truppen uber die von ihnen Verlassenen Dörfer herfielen und fie verbrannten. Nachdem fie so einen Theil der Berge durch- zogen und zerstört hatten, wasihncn in den Weg gekommen war, kehrten sie wieder in die Ebene zum'uk. Der Schrecken aber“, den ihr Erscheinen in den bisher unzugänglick) geglaubten, unwit'thlichen Gebirgen unter den verschiedenen Stämmen der Ein ebornen verbreitet hatte, War so groß, daß ein Theil derse1en slch entschlossen hätte, fich zu unterwerfen. Ob es ih"?"_dam“ Ernst ist, wird die Zukunft zeigen. Gewiß 1'17- daß die vier, Stämme der Beni Boudouoau, dcr" Grebbaza:Bcthkia- d?!“ B?"! „BLUME- nous und der Goucharua die Pferde in die Ebene herbeefuhrten,
Welches das übliche Zeichen der" Anerkennung der Französischen