1909 / 49 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 26 Feb 1909 18:00:01 GMT) scan diff

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'Musik ins Dorf" an den in Steiermark und Oberbayern gebräuch-

liehen S w i i d Mundharmonika mit der Laute Zeigt:, wiémetßelsßfeeFXaZY" Ökitteerln in ländlicher Abges-biedenbeit su eder Zeit eine muntere Mufik gemacbt werden kann.

Kunst und Wissenschaft.

* Die klo o i . historische Klasse König- lichen Axabdemsiepbdseé WisseYchaffen hielt am 18. Je- bruar unter dem Vor 3 ihres ekretars Herrn Vahlen eine SUZUKI, in der Herr rman über ein Denkmal mempbi- tischer Tbeolo ie sprach. Das Britische Museum bewahrt einen großen Basathlock, der aus dem Tempel von Memphis stammt Und auf dem um 720 v. Chr. der Aethiopenkönig Schabaka dix Reste eines Buches eingraben ließ, das aus der Zeit der „Vorfahren tammte und das „die Würmer zerfressen“ h_atten. Yus dem, was uns erhalten ist (der Stein ist später in etneYMuble verwendet worden, und die Sckyrift zum großen“ Tell dadurch abge- schliffen), steht man, daß dieses Buch im dritten JahrtausUTd "* Chr. verfaßt war. Es sollte nazhweisen, daf; Memphis" und se n Gott Ptab im Mittelpunkte dcr agypnschen Relixiion standen. Zu diesem Bebufe legte ks zuxrst eine noch ältere Sch: ft dahin aus, daß die Sage von Osiris und Horus zum Teil auf Mempbxs gebe. Sodann erklärte es alle anderen Götter für Formen und Abkömmlinge des Plak); insbesondere soÜte dieser als Herz und Zunge des von ihm er- zeUSten Gottes Mum alle Dinge erdacht und erschaffen haben.

In der an demsrlben Tage unter dem Vorfiß ihres Sekxetars Hzrrn Waldeyer abgehaltenen Sißung Yer pbvsjkalisch-maZkbe- u'*cltksc'hen Klasse las Hsrr Orth uber Metaplasie. L?ck, Ausschaitung einer Anzahl pseudometaplastischer Erscheinungen wur kr? besprocben: [) Uebergang don Binde ewebe in Epithel und umgekehrt? wird abgelehnt. 2) Uebergang von ylinderepithel in Plattenexiihel, Wird in gcwissem Maße anerkannt. 3) Uebergaxg von Formen der Binde- sUbskar-zgewebe in einander, besonders des Bindegewebes in Knochen und Knorpel ; wird behauptet, wobei noch zwischen Gewebs- metaplafie, d. b. Umwandlung sowohl der Zellen wie der Inter- ceÜularfubstam, und ZeUenmetaplaße, d. 1“). nur Umwandlung der Nellen, unterschieden wird. Eine auf bis Grundsubstanz beschränkte Metaplaste ist nicht erwiesen. Schließlich wird ein Vergleich Wischen "ontogenetischer und phylogenetische! lcztenter Vererbung und ontogenetischcm und pbngyneiischem Ruckschlag gezogen. wie niemals eine menschliche Keimzelle in den Zustand" einer Urzelje zurückkehrt, so gibt es auch niemals einen Rucksckxlag einer Metazolscben menschlichm Zelle in den vastand einer undiffereuzierxen embryonalen Zelle. _ Herr Schottky uberreichte eine von ihm "und dem Dr. Jung in Hamburg vcrfaßte Mitteilung: Neue Saße über Symmetralfunktionen und die Abelstben Funktionen dk! Riemannsckoen Theorie. Die* Untersuchung der verschixdenen Klaffen Abelschcr Funktionen, die zu den aZFebraischen Grttndgletchungen

(p' q) = 0, 22 = 11 (x), q) gehören, fu rt zu einem Resultat, durch das d'ie Riemannsche, Theorie in einem wesentlichen Punkie ergänzt wird. Es wird fol ender Saß bkwissen. Bildet man in der

Riemannscben Theor e (1115 den Nullwertcn der geraden Theta die Ausdrücke „„ : K/Oaw) 19,“ (0), die zu (iner gegebeZTnl ??lben

et ;: e ören, o bestehen zwistken ihnen, als_ (: onen

Yteédkfen PegriLdizitätssmoduln, alle Gleichungen, die fur die Theta- RuUwerte der nächst niedrigeren Klasse identisch gelten. _ Ein analoger Saß gilt auch für die linearen Anfangßglieder der ungeraden beta, oder genauer, für die ihnen cntspreéhenden Differentiale.

Das korrespondierende Mitglied Koenigsberger hatte eine Mitteilung über die Beziehungen allgemeiner [„inearer Differentialgleicbungen zu den binomischen ubsrsandt. Die Arbeit sucht in Analogie zu den algebraischen Gleichungen mit Hilfe der Icteduktibilitätßtbeorie linkarer Differentialgleickoungkn die von Abel e'alwickeltcn SäJE über déc Form algebraischer Funktionen aegebxner Elemente, über die rationale Außdrückhaxkeit iedrs einzelnen Teiles derselben durch die Lösungen der zu jenen Elementen als Koeffizienten ebörigen algebraisckoen (Gleichung und die Unmöglichkeit der algebraiscßen Auflösung der allgemeinen Gleickoungext von höherem Grade als dem vierten auf“ das analytische Gebiet zu ubertragen.

der

Die Galerie Eduard S ulte eröffnet ibre Märzausflellung bereits am 28-“Februar. Sie estebt aus folgenden Sammlungen: hilip Lä-SJlö-London, 20 Bildnisse, darunter die der Kaiserlichen Fg Uke, König Eduards, des Präsidenten Roosevelt u. a. uns von artel's-Mün en, 20 (Gouache- und Oelbilder, jumeift olive aus Hoüand und der retagne. Karl Bubliß-Königsberg, 13 Interieurs aus Schlobitten und Ippenburg. Baronin Marietta Cerrini- München, zwei Porträts. Ferdinand DorsÜ-Dtesden, 18 Oel- bilder und 14 farbige Zeichnungen. Rudolf HellWag-Karls- ruhe, 1.4 Landschaften. L. Adam Kunz-München, eine größere Sammlung Skilleben. Fritz Oyerbeck-Aumund, 17 Landschaften. Frau H. von Plcssen-Berlkn, 3 Stillxben. Leo Samberger. München, 26 Bildnisse in Oel und Kohle. Ferdinand Seeboeck- Rom Plastiken (u. a. Marmorgruppz dcs Großherzo s" und der Groß- berzÉgin von Baden als Denkmal für Vaden-Baden, usten des Papstes W Z., von Friedrick) Altboff, ErnstyonMendelssobn-Bartholdy 2c.), ildegard Tbürmer- erlin, 4 Werke. . .Flein-Cbévalier- erlin, Bildnis Seiner Majestäk d'éö Kaiseks (fur die neue Handels- YÖscbule Berlin). Margarethe F riße-Berlin, Bildnis des Gkb- qt RLUVSTS. Helnrlch Harder-BUUU, 3 Waldbilder.

Land- und Forsttvirtschaft. Hauptversammlung dest [Deutstchen Landwirtschafts-

96 e [schaf rlk in der driüen Februarwoche, hielten in den leßten ei Wie alliäb cbj LanTwirZéchaFtsÄZsleZlswchaHtterumeYisxZZ; ne ,mmer err erne a er an , entspZ-ZZÉZÉWVWW ihre Jahresversammlungen "in der Reichs- hMptstadt ab. Dem vvnx Vorstand erstatteten (Geschaftskzerichk ist xu entnehmen, daß sich die Mitgliederzahl aufs neue vermiort hat; ße ist im leßjen Jahre von 16 054 auf 16 565 gewachsen. Der Reükwumzsahsohluß für das Jahr 1908 verspricht 'ein befrie- diender zn werdsn. Zur Förderung der kolomalen Land- ndw eixe KoloZiche Aebrtefixxngdi bei M24 DMMK kr eatinseengU-eam.c “bre QZFEUftYFsLmeung abhielt. Dic dichäbrige ander- ung wird in“ Leipzig statjfinbkn- M W Uächsliäb1igen Welt- *Uung zu Brüssel wird fick) die Geseusävaft mit Erzeugniffxn der [M Saatzucht beteiligen. In der Saatzuebtabteilung gingen U ?kkcbte über Sortenversuche ein. Die Saatstelle baite cinen MB von 51000 Doppelzentnern itz1 Werte von 1433 000 „76 war "dkkÖnen, Saataetreide, Hülsenfruckxte, Klkk-s 11,713 Grassamen baue" darin am stärksten vertreten. Die Sondexaus (busse fur Flachs. '*'f r Feld emüebau ür Dauerwelden, fur Obstbäum'düngung, r g s s f „. KUW- und Wettetkunde, die Geratcabteilung, kk? Obst- und besonders eiftige Tätigkeit. Für ist eine Versammlung zur 5 e-

s te genommen. Die Anzahl der

kt der Aussie an in Leipikg "" der Arbeklterffxa e in Aussicht - " blä f & Z , ür welche die H L_,» die Bucher fuhrt, e nt fich VW:?! 234, sonstige Abslblüssk und Revisionen wurchn 68 aus- Auw“ Die obere Bauleitungwurde über Bauausfxébrungean "te von 432000 „46 übernommen, “Mf"bklicbe Bauenthrfe Huttersi für Bauten im Werte von 1114500 ““ gefertigt' Die Öiedenene verkaufte für 2452 000 :“ Oelkuchen- Kleie und VW reis, '“ Der Sonderausschuß für ]andwirtscbatliche GesellHYaTLS- Geseüschaftßreise durch die “b““ des e “' iu elgien und Nordfrankreich- um IWW WF?!“ 519 i esichtigen. Im Anschluß an die Wanderauostc una Yugi | eine GeselllchaflSreise durch das KW'ÜÜ SMF" erordenilj Welckve in enem kurzen BekkÖt nicbt '" “PWW? , che „Vielseitigkeit die Gesellschaft “Wicket“ geb

- dur

daraus hervor, daß an den ersten drei Tagen dieser Wolke 54- Sonder- versammlungen stattfanden, aus deren Zahl folßende durch Ve- nennung der Gegenständeibrer Beratungen beraußgegxi Z" seien: Kultur des Marschbodens, flanjenstZeuß, Geflugekzucbt, Grunrungung, Rinder- zu t, Kartoffeltro nung, erinozucbt, Fleischs_chafzucht, Schweine- zu t,Zie emu t,Fütterungswesen, Untergrundpfluge. Invert-Spkritus- lampe, oden akteriologie, Gexäte zur Schilfvrrtilgung, Rebkultur- geräte u. s. f. Am Donnerstag fanden die Vsrsammlungen der Geräte- abteilung und der Ackerbauabteilung statt, die_ neben der schon am Miltwoch abgehaltenen Versammlung der Dungerabteilung stets die Hauptanziebungspunkte bilden. Die Hauptversammlung am heutigen Freitag schließt die Tagung. - In der Sißung der Betriebsabteilung der Deutschen Landwirt- schaftsgesel1schaft erging fich der StuiZienrat Dr. Kerschensteiner- Münänn in längeren Ausführungen uber das Thema .Was kann die Schule für die Ausbildung des Landvolkes tun?“ in folgendem Sinne: Das Dogma von dxr aügemeinen Bildun? hat dazu geführt, daß die Landschule in O|tpreußen naeh dem 9 sieben Schema organisiert ist wie eine Berliner Gemeindesckpule, obgleich die Kinder bekder Schulgruppen völlig verschiedene Vorstelluygkkreis-Z und Lebensberufe baden. WünchenSwert ist :ckle _ sowohl fur die Stadt als auch für das Land _, die wirtjcbaftliche Umgebung des Kindes, namenilick) dke Arbeit des Hauses mehr in den Interessenkreis der Volksschule zu ziehen. Es bündelt |ck vor allem darum, die Landschule als Bildungselement aus der Isolierung voa! esamten übrigen Bildnngßleben des Landkindes zu reißen; damit wr„d auth die .Landflucht' eingedämmt . werden. Ein Beispiel fur die Möglichkeit der prakiischen Durchfübrung dieser „Idee gibt die seit zehn Jahren nach der Richtung veranderkc Sebul- organikation Münchens. Dort hat man versucht, durch Ein- stelxun der Tätigkeiten des Hauses und der Werkstatt in den Unterchbt der Volks- und Fortbildungsschule (z. B. durch Sckxub Werkstätten, Laboratorien, ausgiebigen Zeishenuxjierricbt, Kleider; und WäsÖeanfertigung, Sckpulküchen und Schulgarten usw.) die Schul€ mit dem übrigen Erziehungslxbcn de: Stadtkinder in Verbindung zu bringen. Die Folge ist, daß, während früher eth ekn Drittel der die Schule verlaffenden Knaben kn keine ,gelernten“ Arbeitsbekufe eintrat, im le ten Schuljahre von 2200 aus der obexsten Klasse austretendßn Schü ern 2150 fich dem Handwerk und ähnlichen Berufenzuwandten, Alle wirkungsvolle Jugendarziebnng knüpft am besten an die Arbeitsfreude an. Deshalb müßte die Landfchule vor allem die Yehrgegenstände mit besonderer Liebe pflegen, deren Kenntnisse kas Verstandiße Einarbeiten in den landwirtsckpaftlicben Berus bedingt. Ebenso hätte dée Fort- bildungoschule den landwirtsäoafjxtcben Beruf in den Mittelpunkt ihrer Tätigkeit zu stellen. Hier aber wie dort müßte mit der theorxtisckpen Unterweisung die pkaktiscbe Arbeit Hand in Hand geben. Darum soll in der ländlichen Volksschule der naturkundliche Unlerricbt mit aus- giebigen Schülerübungen, in der Fortbildungsschule der berufliche Unterricht mit praktisckzer Gartenarbeit und Obstbaumpfiege, mlt Schulküchen und womöglich mit Kinder artenbetrieb verbunden Lein. Solche praktischen Uebungen erweijen st“ gleichzeitig als das Mittel zur Pßege der bingebenden Sittlichkeit wie des (Gemein- sinns. Zu leßterem Weck findet die Schule eine. wixksame Untetstüßung in fich selbt regierenden I u g e n d o r g antsattonxn mit bestimmten Aufgaben beruflicher, _sozialer oder _ gemut- bildender Art. Auf der anderen Seite mußte ein der landlichen Fortbildungssckpule beigeordneter Verband mit großer; Rechten und mit Pflicht€n zu Gunsten der Schu1e die Erziehung zum (Gemeinstun auch über den Kreis der Zöglinge binausna en. In einem derartig organifixrten Schul- und Fortbildungswe en auf dern Lande fiebt Dr. Kerschenstciner sin Mittel nicht nur gegen die „Land- Ju 1" und zur geisü en Hebung der Landarbeiter wie zur Ex- we ung ihrer Berufsßrcu'oc, sonhern auth die beste Vorbem- tung für alle Mitcrgebenden Bixdungßbestrebungey, wie Winter- und Fachsähulen, Koäp und Haushaltungskurse, landliche Yolks- bocbscbulcn usw., schließlich auch eins wirksame Grundlage fur die 1bto:e1ifchs und praktische Erziehung zum Staatsbür er. _ Alsjweiter Redner referierte über denselben Gegenstand Gutsy chter Seemann- Vreesen b. Sülze (Meckl.), wie fol t: Dem Landarbeiter muß das Ver- ständnjs der Vorzüge des Landle ens und der Landarbeit erschlossen werden. Dazu muß die Slbule den Grund le en. Der Anschauunas- unterricht ist in den letzten Jahrzehnten zu ein ger Geltun gelangt, es ist aber nöti vom naturkundlichen Unterricht durch Bi dwerke sum Lehren durch Änschauen der Natur selbst übenWeben. D.: wofifrüber die Phantasie des einfachen Bauern ibm (ur, ald und Éewä er be- völkerte, darf man heute keine Leere ent teben lassen. Die? Landwirte ten der ländlichen Volksschule mehr Intere : und Fürsorge als bis er angedeihen lassen. Neben dxm Lehrergarten, dem S kel- und Turnplaß verlangt der Vortragende auth einen Schulgarten ür Lebr- zwecke und Schularbeit. ker müsse auf die Lebensvorgänge und Lebensbedingungen der Pflanzen und Tiere eingegangen Werden. Da- durch würde ein tieferes Interesse für die landwirtschafilicben Dinge geweckt nnz; die Nobeit gegkn Pflanzßn und Tiere gebäudigt Werden. Xe Schuler ten in der Schule lernen, daß Können mehr sei als iffen. Das habe die Schule oft, auch bei der Lehrerausbildung, übkrgangen. Der Voxtragende trat ferxxer für Erteölung von Handarbeitéunterrickjt an Knabxn Wahrend des Wknters ein. In Mecklenburg ist der Verein für landliche Wohxfahrts- und Heimakspflxge nach der Richtung mit gutem Beispiel Vorangegangen. Er bat Landfchullehrer nacb Mül- heim a. Ruhr gexandk, um fie dort bx der Naturbol arbeit ausbilden zu *laffen. Die araufhin eröffnete Handfersigkeitsscéule in Briefen hat bereits gute Erfolge erzielt. Der HandfertigkeiiSunterticht für Schulentlaffene sollte die Brücke zur [ändXichen Fortbildungsschule bilden. _ Bekde Redner stellten die Grundgedanken ihrer Vorträge in Thesen zusammen. Im Anschluß daran berichteten Landrichter Dr. Schlcgelberger-

Charlottenburg und Güterdirektor Skhröder-Berlin über die Rechts-

verhältnisse der Landarbeiter. Landrichter Dr. Schlegel- berger-Cbarlottenbtxrg gab einen Ueberblick über die rechtlichen Grunklagewdks ländlichen Arbeitsvertrags. Die sogenannten landwirt- schaftlichen Nebenbetciebe unterstehen nicht dem Gewerbereäzt und der Gesindeordnung, wie die unter den Begriff des ländlichen Gesindes fallenden, d. l). zum Hausstand: des Dienstherrn ge- hörenden Pexsoncn, bauplsächlich_ die unverheirateten Knechte und Mägde. Die privaten Rechtsvsrvaitniffe der Landarbeiter richten fich, von Außnabmen abgesehen, nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch. Dr. Schsegelberger empfahl den Abschluß schriftlicher VCrträge, die alle Abreden mit besonderer Vollständigkeit enthalten. Das Bestim- mungßrecht dcr Dienstherren kann Einschränkungen erleiden durck: die Art der Löbmmg und die geseßliche Fürsorgepftickßt; andererseits kann auch das Recht des Arheiteks anf Sonntagßrube dureh die Er- fotdchffe des Betriebs wewntlich beeinflußt werden. Bemerkens- jvert ist, daß bei Verkauf oder Vekpachtung des Gutes der Arbeiter geseylicky nicht zur Arbeit für den neuen Dienst errn ver- pflichtet ist. Der Arbeitgeber kann fich jedock) dmch eine herauf be. ,ügjjch; Klause?! dcs Dienstvertraaes das Recht darauf fiebern. VertragsbestimmuYgen, die das _Verfügungßrecht über ersparte Naturalien einschxanken, find unzulasfig; durch eine Abrede kann edoch etrekäzt Werden, daß der Verkauf von Naturalien nur zulässig &er soü, wenn der Dienstherr fich weigert, fie gegen Bezahlung anzunehmen. Dcr Vortragende rät [ferner zur Verteilung des Jahreslobnes auf Sommer und Winter, etwa zu zwei Drixteln und_ einem Drittel, damit nicht durch Kontraktbrucb im Sommer fur den Winter die ?Zffte des Jahres. [ohms etlangt wird. Bei der Besprechun der ursorgepflicht hob der Vortragende besonders die fur den ascbinenbetrieb wichtigen Rechtssäße hervor. Hinsichtlich der .Lobnausbcsserung und Zurück- bkbaskung' empfahl er, da jede Abrede der Lohnverwirkung geseßlich unzuläjfig ist, in geeigneten Fällen die Anwendung kes Zurück. bebaljungSrechks, das dem Landwirt nach der überwiegenden Sraxis der (Gerichte aua“) am un fändbmeu Lohn zusteht. on dem ö entljch-recbtlichen Landar eiterschu (Kranken., Un. falb, Juvalidtätsverficberung und öffentliche rmenpflege), den

er nur kurz streifte, ging der Referent zu dem strafrechtlichen Schuß

este

- Budget einseßt, besteht

des ländlichen Arbeitsvertrags über. Cr machte be onders auf die minJierielle Vorschrift vom 5. März 1907 aufm: sam, nach der Ste envermittler wegen Anreixung zum Stellentauscb mit Geldstr e bis zu 150 „76 ,oder Haft bis zu vier Wochen bestraft werden. D

weitestgehende Anwendung dieser Strafbestimmung empfehle sich als ein Schuß gegen Kontraktbruch, der wirksamer sei als die Bestrafung der Arbeiter selbst. _ Der Korreferent Schroeder, Direktor der Berliner Rieselgüter, wies darauf hin, daß mit den bedeutenden technischen Fortschritten in der deutschen LandwirtsÖaft fich zwar die Rohertr ge erheblich, aber die Reknerträ : in weit geringerem Maße gesteigert haben. Der Grund dafür sei n den noch schneUer gestießänen Wirtschaftskosten, nament- lich in den Kosten der menschlichen rbektskraft zu suchen. Durch die Gefeßgebuna [affe sich auf diesem Gebiete keine Aenderung herbeiführen. Um beffere Arbeit zu erlangen und um den Land- arbeiter die Vorn": e des Landlebens erkennen zu [affen und dadurch

auf dem Lande zu alten, sei es nötig, ibn gut zu halten. Die- Frage nach den Rechtsverhältniffen der Landarbeiter sei wie berdie an en

Betriebslehre überhaupt, nicht minder wichti , als a e Fragen der Landwixtséhaft. Spraktiker wenig Nei- gung, in betriebswirtscbaftliäpen Fragen Hand anzule en. Statt dessen riefen fix, um die unhaltbar gewordenen Arbeiterver ältniffe zu bxffem, nach dem Gesetz eber. Die Betriebßabtcisung der Deutschen Land- wirtschafTSgeseüchaft suche die Besserung der Vexhältniffe auf anderem Wege zu errekcbkn. Sie suche die Landjugend dem Lande zu erhalten oder wieder zuzuführen; fie suck: den Verträgen einen nxuen Inhalt zu geben. Aus dicscm Bedürfnis sei der Unterausscbuß für Muster- verträge entstanden usw.

Unter den Vereinen, die, obgleich selbständig or anifiert und aus eigener Initiative der Interessenten hervorgegangen, lets während der landwittschaftlicben Woche ihre Jahresversammlungen abhalten, weil ße in engster Beziehung zur andwirtschaft stehen, Zählt an erster Ste e der „Verein zur Förderung der Moorku tur im Deutschen Reith“, der am 23. und 24. Februar tagte. Die „erste Sitzun brachte nach dem Vom Geschäfjsführer, Generalsekretar Jablons erstatjeten Berichf, der den Verein in erfreulicher Entwicklun (Mitgliederzahl 1009) xeigte, an erster Stelle den alljährli von dem (Geheimen OberregierungSrat Dr. Fleischer ge- ebenen allgemeinen Bericht über die Fortschritte der

oorkultur. Wix immer, folgte die sehr zahlreiche ubörer- schaft den Worten dieses Redners mit der größten ufmnk- samkeit, besagen fie doch stets das für die volkswirtschaftliä) so über- aus wichtige KultUrfrag-x Kompetenteste. Dießmal aber batte der Vottra ende den seit Jahren nicht mehr nötig gewesenen Ton der Verteid gung des Gesamtsystems der Moorkultur anzuscblagen, denn es waren in den Veröffentlichungen des Vereins und im „HannoVerstben Courier“ im Laufe des Jahres Behauptungen aufgestellt worden, die zur Richtigstellung und Abwehr Anlaß gaben. Nicht mehr und ' nicht weniger wur zuleßt behauptet worden, als daß unsere ganze Ho moorkultur als ein verfehltes Experiment zu erachten sei. Was der ednet zur Widerlegung diese! Ausla ung sagte, war eine ebenso überzeugende wie in der Form vornehme blebnung von Tadel, und Vorwürfen, die in ihrer Beg1ündung als durchaus verfehlt be- zeichnet werden müßten. Nach der Meinng des Tablets sollte man darin fehlgegangen sein, daß die bollandische Veenkultur nicht überall einfach nachgeahmt Worden sei, da fie do:!) in“ Holland blühendes Wiesen- und Ackerland und ein Land- schaftsbild Voll Leben und Bewegung auf den zahlreichen Kanälen erzeugt habe. Zugegeben, so fühxte der Vortragende aus, daß diese Eindrücke von den Wé1kungen der holländischen Vecnkuljur richtig seien, so schicke fich eines mehl für an:, undman habe sehr genau erwogen, daß das Veenkerfabren für die wahrhaft taiioneUe Verwertung unserer Moore überLkoffen werde durch die bei uns in Anwendung gebrachte Hochmooxkultur, welche den reichen Bestand des Moores an Dungwerten gehörig in Rechnung ziehe und verwerje. Man habe bei Durchlesung jener Anariffc gegen unser System den Eindruck, daß fie von jemand herrühren, der in Mooxkultursachen nkcbt miterlebt, was den älteren Vereinßmitgliedern woblbekannt und als Ergebnks und Erkabrung in Saft und Blut übergegangen sei und könne dem Kc tiker nur empfehlen, sich etwas genauer über d e Entwicklung der' Angelegenheit zu unterrichten, er werde dann wobl höheren Respekt“ vor dem diesseits befolaten System gewinnen und sich künftig hüten,“. eine verwirrende Polemik binauözutra en. Nach dieser Rede meldste sich _der , Urheber er tadelnden Artikel in der Person eines jungeren Landwirls mit der Bemerkunxi-

w

Leider zeigten die

er habe ' nur darauf hinweisen wolLen, daß es do

besser sei, von der Hochmoorkultur zur Veenkultur überzuge en, die schnellste Ergebnisse zu bringen verspreche, auf Einzelheiten wolle er nicht eingeben. Ibm erwiderte Professor Dr. Tacke, daß gar nicht davon die Rede fem könne, daß die Hochmooxkultur Enttäuschun n ebracht, es beiße um!) den seit Jahren vorliegenden glänzenden Zero- olgen des Svstxm! die Wahrheit auf den Kopf stellen, wenn man ähnliches behaupte. Ueberschäät könne die Hochmoorkultur nicht' werden, höchstens könne man e aus Unkenntnis ihrer glänzendm Erfolge nur_exscbätzen. Wo die Taisachen der KokonisaiionSerfolge so“ deuilich sprachen, da sei es schwer zu verstehen, wie von einem ver- belten E periment gesprochen werden könne. Geheimrat Dr.Jleischer futheÖie en Worten noch hinzu, man sei weit entfernt davon, etwa uz tlerdig auf die Vcenkultur bnabxublicken, deren Bevorzugun dur die Holländer fich örtlich sehr einfach durch den ro en Bege r KUZ Torfstreu erkläre und recklfertige, aber man sei ck ewußt, in dem System ker Hochmoorkultur elwas Besseres gefunden zu haben.

Zur Frage der schnelleren Vxsiedclun der Hochmoore sprach Hierauf Freiherr von Wangenbeim-Zlein Spiegel: Zur Versorgung des deutstben Vaterlandes mit Brot und Fleisch muß bei der Zunahme der Bevölkerung alles Land herangxzogen werden, das innerhalb der Reichskztenzen noch zur Verfügung steht. Solange- solche§ Land noch zu befiedeln bleibt, brauchen wir nicht Menschen zu: exportteren. Die innere Kolonisation ist noch wichtig€r als die fremde, das darf man muß als Freund der Kyloniafsache aussprechen. Als solches verfügbares Land befißt reußen allem noch 300 Quadratmeilen Torfmoor, dex Hauptteil davon legt" in der Provinz Hannover, doch auth in Ostpreußen nd große Flachen der Kultur zu erschließen. Viele ver- gebliche Vet uche find an der einen und der anderen Steüe im Laufe des le ten ahrbundexts gemacht worden. Es fehlte teils an der technis en Erfahrung, teils cm Anfiedlern. Als man neuerdings (vor etwa 12 Jahren) der Frage der Kolonifation nahe txat, handelte es

eh darum, wie vorzugehen sei. Eine schnelle Außdebnun der holländischen Febnkuliur ging nicht an, weil ihr wirtfckpastlicherÉErfolg von der Möglichkeit des Torfabfaßes abhängt. Da trat in Hannover, durch den praktischen Versuckpfbewäbrt, das System der Befundung des Moors (Hochmoorkultur m die Erscheinun und erwies fich als das Mittel, Anfiedler im oorgebiet lebensxäbig anzusetzen. An dieser Tatsache beklebt kein Zweifel mebx, kein Zweifel daran ist erlaubi daß fich bier maßig vcrzinoliche Kulturwerte von hohem Betrage, schaffen laYen. D e Ueberzeugung davon ist in weiten Kreisen ver- breitet, au „die Regierungskreise verschließen fich ihr nicht. Gleich- wohl ist bisher alles, was gescheb_en, nur ein Tropfen auf einen beißen Stein. Das Tempo muß beschleunigt werden, das gegenwärti e ficht bestenfaüs 300 Jahre a]s Entwicka'ungöxeit vor. Kleinere Étaaten als Preußen find vorbildlich, vor allem das Großherzogtum Oldenburg, wo 3. 100 A | neu an eseßt werden,

3. n edler janä | als ä te, b i werdén. DiePBch r a er mt der Mögkichkeit, allmä lich Be ZXY

aufen werden ron fiskalischer Seite b . mit Sicherheit eideland aukeskYÄtMoor ge-

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