1909 / 76 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 30 Mar 1909 18:00:01 GMT) scan diff

'*'-LWF: «“""» M:“ MM“: 5va ck“: X'?“- «: nne es an e n gen, e onenman Up seien als die, die es Ton habe. Wenn England |. V-

W Drea m' fände, da von diesen 13 leuen T

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Z “WFM welden könnten, dann würde England, wie groß au

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“'*'"?th sein würde, ten - Sibi e des neuen Typs ein Gegengewicht zu der. Grund, weshalb man die Sinne offen halten elt- du der vixr in dem englischen Programm chiffe in Aufttaa zu geben seien. die deuts e Erklärung noch uämlicb bs zu welcher Außdehnun

un Lesagtg “an deutschen Schiffe am Ende des

ienst gestellt sein werden, würden

"an an, sch1oß Grey, der politische H “bk?" geändert sein, dann

ktöbnnten, vermöchten dke

"nd 1914 exs einen. "* der noetteJck Hälfte diseo Za

E iffe- das mache alles "Oland djxse vier des "äkbssiäbrigen Progxamms auffaffe

vöm WiRe ! "o" ausnü en. Die Adtniralikät habe das Erfordern ! ßt- rey beklagte dann no

RfiYoren Stellung

- L Das 4"? 135 Stimmen abgelehnt. artei stimmten fur

Lieu auptungen der

In der Deput ierun_ Ivorlagc, durch die der isen ahnlinie von Dschibuti .

durcb eine französische Gesellschaft gcsxchcrt werden soll, zur Beratung,

Nach dem Bericht des „WT. V.“ beantragte der Aba. Janrézs

die VeWun

Abkoumn" s stimmung der übrigen interessierten Minister ßsäjen Vernetets in angenommen babe, Einvernehmen mit _

Sodann wurde mit 348 gegen 148 Stimmen beschlossen,

in die Einzelberatung der Vorlage einzutreten.

In der gBeanlwoÜUUI dcr Interpellation des

eJierungcn es tun kömzte.

delirat sei. '“ jede Etötterung überflüsstß, auswärtige Politik

R ' ! üTÜiWW di" MW babZec Marineminister sta;

vorzus nme

FILM:?" "eli öti C tw'cklung gegeb

n , „mando boe'Ikaext Zeeidckx. die Rkßkekung "„U? K 1 " tn werde, werde e fie schlcunka beantragen bl

" einem großen Nj nkäkdlk vcrfe en, duda'Flgen. _ Der Marineminister heile Schiffsneubautm und kn d “ÜNB“ von Trockendocks zu beschleunigen un zu können-

)? I Wie das . . : “Mute im Laufe der Debatte der Ncßierung den

"mmen be ügllch SMW; na temsen Gebeimklausel glaubten.

kufolge

hie tun bätLe gegenüber 13 deutschen, iffen 3 oder 4 von einem ganz dte nicbt elnfacb durch die Ueber-

Typs von Dreadnought! aus- ch immer

ebetlegenbcit in der Zahl der existierenden Typ! von Dread- nocb einige andere Schiffe mit neuen Eigen-

baben, um diesen besondererxffYgeYFSaftseen

stb : müßte bejüglieb der enthaltene erTntuxlle Grey wies dann darau n, a einen anderen Punkt nicht enthalte, Panzertürxue im vorays ohne da Aufträge fur die Schiffe England nehme die deutsche Er- Glauben bin. Nichts werde und 1914. Wenn die Jahres 1912 vollendet und nach dem deutschen Flotten-

S i e im Bau sein. Nehme wie er es Verstehe, zehn weitere MIZ werde in ein oder zwei

dnougbis vom Typ des

enschaften wären, eit an Zahl in den bestehenden

:: bauen

esiellt würden, gegeben würden. im vollkommenen guten über den Stand von 1913

würden natütlickp die deutschen

die Beschleunigung sieb ebenfalls “"der"" Obwohl

- des ahreo 1912 nicht

SMN vor (Inde gebn iJm Baui bendlilan ÉSUFZÜZ“ - en a l n

stk" "“We" ijsÖeanadunZek'eXr eventuelle Dreadnoubts

Wenn EUS!“ in Auftraa geben würde und

9 ' würde, von seiner Fähigkeit im folgenden FGÉYYUTUZUMTMFZTY, würde es bis April1913 zehn weitere in allem 26 Schtffe, best en. enn

nicht als eine inscbränkung und rasch! bagSeritt lttfß; und de ua o

FZR“ es obne Zweifel die

llt eine Kräfte England so ; rs1icht_ unter-

!) kas Anwaxbsen der i 'Üä ' !) Aus aben in dem Verhaltnis weiter g _ngen, m Fier 1:1“?er tje11ngstelrx13-„it xuxenommcn _bätten, XiwukarX W:: oder später die Zivilisation untergraben. d1eneknzi e

könnte Eure- a relten. Wenn England als 6 g

u einer den Großmä ten den Wettbewerb “"WäzbZZULTensddaknittun?

berabßnké" Würde“ was Würde eNationen etwas zu den europäiscbkn die Freiheit ließeé

in

Schiffe

Vorsprung würds, dann Jahres ersparen.

dadurch einen bebexrscben des nächsten

" Ek würde aufhören, unter

gelte - man 1 m und Lexxdez“ mußte “MUM teln, wenn sel einer statteten Ma

vas Rekrutierungöanbäng

i t " E istenz werde ' n * bsreit sein, seine nationale utherndéerTezzeZ" YßgMsZß [u vcrteitlgen, die ihnen auxexlegt w

rden“ wurde schließlich mit 353 gegen

Tavelsvntum Die Nationalisten und die Arbeiter:

Schluß der Debatte

i Re ierun . Am de 9 g die Be-

in einer leidenschaftlichen Rede Oppofition aufrecht.

Frankreitb. iertenkammcr stand gestern die Re- Bau und der Betrieb der nach Adis Abeba

Balfour

"ob der Negus Menelik dak beißen werde und fra te, ob Frankreich fich der u- ächte veraewissert babe. -- er Picbon erwiderte, daß nach einem Tele kamm dss franzö- Adis Abeba der Negus Mene ik das Abkommen und daß Frankreiih in dieser Angelegenheit im England und Italien gebandklt habe.

da man nicht fieber sei,

Italien.

estriqcn Sißung der Deputiertenkamzlnber . g. che Universität in

' " end dlc italieni YTTTFWDUYWJM Minister dxs Zeußern die Frage der natioäalcn VerteidtgungZ eror ert

m . . B'.“ bestäligte der Minister ck dem eriéetzüglekcko der italienischen„u:1tvermät in Triest

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YFZ YaxxkxeeerZLgcbenen Erklärungen und sagte noch hinzu, wenn die 0 nun , die d(“!!?? ffer Fs, weil man eine

ck anbit verYrklicthtbbadbe, dsio FT;

t ver um a e, : (Gelegen e als die Politik der er werde

man gehegt,

mebr enäbett bäjte, VMM Der CZ1]kin';[1evf: erklärée Leiter, w il die uber die Balan rage pte xn, : wjederEreigniffe geschaffene Lage nach schwierig Und die Frage der natkonalcn Vexteidigung anbetreffe, denn keine Regierung könne eine gute starke Armee und Marine treiben. Er t und wiederhole es auch jeßf, wo die der Kammer die nötigen Maßrxgeln, aui-lassen wurden, daß die italienische die Ehre

n der beiden

nicht die le ten as

ohne eine das mehrere Male gefaß

d . -d Ökagkßr. Tric YZZNJYÜQWKZ bFItheZaß ste in einer sol en «21 , x .

ahne deo Landcs hochbaltrn könne. Du?!!ilFZrisYern

und der des Land“ en werden müsse,

die

Wenn und das Passament

fie zu

werde

triotißmus ("nie. in dem neuen

würden neue Kredite gefordert, um aUen Bedüxfuifftn m 'marine in befriedigender Weise genügen

Spanien.

Die Deputiertenkammer este in ihxer gestri er! & J???ixkdle Erörterung der Interpeljation über dteMarok o-

der Re ierun fort. Wg T. H." beriehtet, machte der DLUUÜUÜ Vorwurf, “53 Entente mt Deutschland vernach ässigt habe. Das Ergebnis Politik sei das für Spanien bedauetllebe fran östscb-deulscbe Ab“ dessen manche Leute an die Existenz einer für

Türkei.

Die Deputiertenkammer feste geücrn W. T. B.“ die Berufung des Gesehentwur-xs Übe? die Be- pf/ung de'r Arbeitslosi keit fort. Vorher teilte der sident mtl, daß der Ver cht der Kommission für aus-

wärti e Angele enhetten über das österreichiscb-un arisch-

s eProtoko eingegangen sei und in der nächsten

, i n ause mitgeterlt werden würde. Ju 9

Amerika- Das eanadische Unterhaus verhandelte in seiner

geßri en Sitzung über den Antrag der Oppofition, unverzüg- lich Échritte zu

einer Verteidtguna des Landes zur See zu er retfen *

Der 11 ter der Opposition Foster führte, „W; T. V.“ zufolge, aus in dißsen Tagen,* wo die Gefahr vor der Ture stehe sei es wicßtkg, die Lehre des südafrikanischen Krieges von der Rei beinbeit zu erneuern. - Der Premierminister Laurier betonte, daß die Re- gierung entschloffen fei ihre Pflicht als britische Untertanin zu erfullen, daß fie stcß aber weigere, fich durch die Erregung treiben und davon abbringen zu lassen eine fest esevte Bahn inne- xubalten. Er säbe in den neuesten ÉreignTixsen „einen Grund, von der Politik ver Fürsorge für die örtliche ertetdlgung zu gunsten einer Vcisteuec fur das Reich abzuweichen, erkenne abxr an, daß die Zeit gekommen sei, zu handeln und den Grund zu emer Flotte zu legen. Deutschland bereite fich duxch den Bau einer großen Flotte vielleicht vor, mit Britannien zur See das 'zu tun, Frankreiä; zu Lat,;kseck getan Yabe.l iKeiZktibrbilüiéer Fertan ckhöndnie ' m ol enAusi gegenüerge g g e en. enn (m_ : eme s ck nicht unmittelbar bevorßebe, sei doch Wachsamknt ge-

kaabr noch o enI)er Premierminister brachte zum_ Sch_luß eine_ Ne- solution ein, welche die Arxsgaben ITM dre Organtsatwn einer canadis, en Flotte, die mrt der eichsflotte zusammen- wirken sol], b! igle.

Asien. „„

Urach einer Meldung der „St. Pexersburger Tele rapöen- agentur“ haben die chmcfischen Mxmstex des Verkx ck, des Kriegs, der Finanzen und der Kolomen dte Notwendigkett des unverzüglichen Baus einer traUSmongolischen Bahn von Kalgan nach Ur a auLKosten her moygoltschen Fürsten anerkannt. Dieser Min sterbe luß blldet „dte Antwort auf ein dringendes Kollektivgesuch er mongol1schen Fürsten und chinefischen Ambans.

Parlamentarische Nachrichtem

Der Bericht über die gestrige Sißung des Reichstags

und der Schlußbericht über die „gestxige Sikßung des Haus es

Ic_rl Abgeordneten befinden srch m der rften und Zweiten ex age.

_ DerReichstag setzte in seiner heutigen(237.) Sißung, welcher der Retchskan ler Fürst von Bülow, der Staats- sekretär des Innern r. von Bethmann Hollweg, der Staatssekretär des Neichsschaßamls Sydow, der Staats- sekretär des ReichSpostamts Kraetke, der Staatssekretär des Reichskolonialamts Dornburg und der Staatssekretär des Auswärtigen Amts Freiherr von Schoen beiwohnten, die Beratung des Etats für den Reichskanzler und die

Reichskanzlei fort. . Abg. Bassermann (ni.): Dke Bespreckmng der inneren Lage, der der zwcite Tag der Debaste gewidmet ist, dürfte wohl im Zeichen der Finanzreform stehen. Die Bemerkungen, die ich im Auftrage mcincerrakcion zu machen habe, werden JS ausschließlich mit der Frage der Reichsfinanzceform beschaftigen. Man kann wohl den Saß aussprechen, daß in Deutschland in aUen Yarteken und in allen Schichten der Bewöchrung über die otwendigkc-it und Dringlichkeit der Sanierung der RAM- finanjen Uebereinstimmung berrjcbt, und wir können weiter, entgegen den Erfahrun en früherer Jahre, die Tatsache feststellen, das; eh im Volk: eine OpHerfreudigkeit geltend macht, wie wir fie bet rüberen Finansreformen nl? gesehen haben. Das reißt Keb auch bei en Interessenten die bei die er Reform die unmittelbaren“ Leidtragenden sind. I!: bebe Lie Gesichtspunkte hervor, Uke für die Notwendigkeit und Dringlichkeit der Reform sprxben. Es ist einmal die dringende Notwendigkeit, mit den Einzelstaaten zu einer reinlkchen AuSeinanderfeßung! zu kommen, im Interesse der Herstellung der Ordnung 11 den Finanzen der Ein elstaaten und im Interesse der Erhaltung der Neicbsfreudigke t. kann den Beweis für diese Behauptung mit dem einzigen Sake antreten, indem ich hinweise auf die Erregung, die in den Bundes- staaten eingetretsn ist aus Anlaß des in der ersten Le un der Reichs- finanzkommisston abgeschlossenen Kompromisses. icke Erregung daß man fürchtete, daß die Sanierung der Finanzen nicht eintreten würde, sondern daß die heutige Verwirrung in' den Finanzen der Einzelstaaten fort- dauern würde. Der zweite efichtspunkt beruht darauf, daß es Pflicht des Reiches ist, das Gleich ewicbt ?erzusieaen in dyn E nnabmen und Außgaben. In diesen uSgaben leben an erster Stelle die Aufgaben für die Landes:)erteidigung in Heer und Flotte, Aufgaben, über tie wohl alle Parteien dieses «uses einig find, Auf- abcn, die auch in ker Zukunft hetzt Deutschen eiche obliegen. Diese Zlufgaben der Landesverteidigung durfen nicbt notleiden. Dazu kommen neue Pläne der sozialen Geseßgebung, denn am!) die soziake Gefes- aebung darf nicht stislsteben; wir dürfen an diesen neuen Plänen, wie beispielöweise_dcr Witrven- und Waisenvetßäxerung, nieht vorübcrgeben, wir muffen fie lösen, und am!) dafur ist ein Mehrbedarf vorhanden. Ein dxitter Gefitblspunkt ist die Erhaltung unseres An ebens im AuNande. Wenn wir die Politik der letzten Zeit überse en, o zeigt fich, wie ein fester Wille, die Einmütigkeit des starken deuts en Volkes auch den Gegnern Deulscblands imponiert; ein sfarkes, auch finanziell starkes Deutschland ist ein Friedenshort, cin Friedensbort in einer Zeit, in dcr _wlr leider angefiHts der aa emeinen politisckpen Lage an eine AbruftunL nicht denken dürfen. WQ können auch beute angesichts des Absch asses der Wirren der leßten Monate es aussprechen. daß der Frieden der Welt auf den deutschen Bajonetten tobt. Es ist die feste Ueberzcugung aUer Vater- landsfreunde, daß die Finanzreform zustayde kommen muß, weil die eierne nationale Notwendigkeit diejes Zustandekommen erzwin en wlrd. Es wäre eines Volkes wle des Zeutsckpen, das ck einer solchen Woblbabenbeit erfreut, unwurdig, wenn dies nscht der Fall wäre. Die Frage, Welche Finanzreform man ins Au : 111 fassen hat, muß dabirz beantwortet werden: Es soll e ne Finanxreform sein, die kein Stuckwerk iß, zweitens eine Finanzreform, die einen Teil des Reichsbedarfs durch neue Verbrauchs- t

ist dadurch zu erklären,

* eine Reform, die den Rest durch Matrikular- Zerräräeauxfslxkixtgt'will, muß ab elebnt werden. Eine ungegügende Reichsfinanzreform würde die Yol e haben, daß wir in kurzefter Zeit zu einer zweiten Reform vermieden werden im Intereffe unserer die auf stabile Verhältnisse rechnen müssen. Eine fernerx, unerläß- ljche Voraussevun der Finanjreform ist eine genugende Her-

tra äbi en Schultern. Wenn die anziebung des Be ßes und der Verßfrau sfteuern belastet werden

Ma ?" des Volkes durcb neuesolchen Reform der Be 3 nk t frei

en, dann darf bei einer ere ii keit und der taatskugbeit, bleiben. Es ist YIJFTYZULJJUM erfüüt, dann führt der

fordern. ich Mühle Auch der

er auf die sozlaldemokrats e ' kraffeskeséälxßtlsZLÄ'd einseklnnRmefx deerb FMZULIMATUYZY: wenn er durch Si"? “"MS: steigert-

friedenbeit und Begebrlichket der Massen (Schluß des Blattes.)

___-___,“-

ommen. Das muß Erwerbsstände ,

M und Wisensaxaft»

Die Ausstellung alter Porträts aus Mitglieder des KaZser Friedri -Museuxxti)le,ketibnexißistb ?: der Akademie der Kunste (Pariser [as 4) jest so weit fertig- gestellt, daß morgen von 12 bis 4 Uhr eine Vorbestcbtigung durcb eine gelaxxene Gesellschaft und am Donnerstag 10 Uhr, die Er- öffnung fur-das Publikum erfolgen wird. Ausgeßeüt find ungefähr 130 Bildnisse, darunter 8 von Rembrandt, 7 von rans Hals 4 von A. van Dyck, ebensoviele von P. P. Rubens sow : je ein bis, de_ei Bildnisse von Tizian, Raphael, Bromino, Veronese Tmtoretlo, Paris Bordone, Botticeüi, Sebastiano del Piombx; und anderen Italienern, von Mieredelt, B. von der Helft, Moreelse, Terborch, Verspronck, von B. Bruhn, A. Moro, Stephan von Calm, von Goya, Nattiet, Toqué usf. Zur dekorativen B:- lebung der Ausstellung s'md etwa 20 meist größere Stilleben, Meister- werkepon Snyders, Tvt, Beyeren, Heda u. a. hinzugezogen. Das, Verzeubnis der ausgesteüten Btlder ( reis 1:45) enthält auch 25 Ab. bildungen der hervorragendsten Bildni e, namentlich solcher, die bisher nicht vervielfältigt worden Und. - Die Ausstellung wird bis zum gSerßt Zee? Monats April täglich von 10 bis 6 Uhr dem Publikum

e n.

„&.I. Die Deutsche Ge ellschaft ür Vor hat das erste Vierteljahr ihres Bejstebens nahezfu hinter ZXYMIYF mancherlei Vorverbandlungen fand am 3. Januar [.I. die gründende Versammlung statt, in der Professor Dr. Kosfinna, der erste Inhaber eines deutsckzen Lebrstubles fur Vorgescbiabte, eine Ansprache hielt und na Genehmigung einer von rofeffor Dr. Lebmann-Haupt vor; ges lagenen TageSordnung dur Dc. Hahne ein Aufruf verlesen wurde. Die zu einer selbständigen Wissenschaft erwachsene Vor- eschichtsforschung, so hieß es in ihm, müsse eine selbständige Organi- ation empfangen; es sei Pflicht, neben den idealen auch die praktischen Ziele dieser Wiffenschaft zu verfol en. Die Vereinigung der Kräfte als Geßen ewkcht gegen die alte ersplitterung sei das Ziel. Die neue Gese schaft, die ein selbständi es Fachorgan beraus- zugeben beabfi ti e, biete die Hand jeder Organißation, jedem Jnstitui, aÜen Persönli ke ten und allen Wiffenschaften, die in ernster Arbeit dazu mithelfen Wollen, daß |ck die Vorgeschichte einen Plak an der Sonne erobere. Der Aufruf wurde mit lebhaften: Beifall aufYnommen. Die von Herrn Mielke verlesenen vorläufi en :- unqen_ wurden endgülti angenommen und die .Deyts : Gesel] chaft fur Vorgeschichte“ mt dem Sly „Berlin' als ge rundet erklärt. (Die _zu diesem Zeitpunkt 200 betrauende Mit- gl ederanzabl verteilt fich uber ganz Deutschland. Dkesjärkste Gruppe zählt Berlin mit 55 Mitgliedern, aucb kas Ausland ist mit 16 Mit- gliedern bereits beteiligt.) In den Vorstand der Gesellschaft wurden ?ewäblt: Professor Dr. Kosfinna-Verlin als Erster, Geheimrat Pro. effor Dr. Venenberger-Königsbex i. . als weiter, Museums- Yirektvr Dr.Meimers- annover a 8 Dr tte: Vor yender all Schri . fuhrer Dr. Kiekebusch- erlin, Generaloberant Dr. WÜke-Chemn , Privatdozent Dr. Wusi-Halle a. S., als Scha meister Obersekretxr Maurer-Berlin. - Von der erfolgten Grün ung der Geseusäpaft ,mit dem Ziel, die Anfänge europäischer Kultur aufzubellen' wurde YkäittetruSeiner Mthestät derfn KY?“ in cle„ikrptemiHin?)igunßstefegramm

e un gema ,worau am age na eren eera 1 er Seiner ajestät beim Votfißenden einlkes. 9 p fck Dank

Die ern: Sitzung des Berliner Zweiges der Geseüf aft ver. einigte am 13. Februar im Vortragssaale des Mätkiscben useuml eine große Zahl Verlreter und Freunde der Vorgeschichte unter dem Vorfiß von Profeffor Dr. Kos nna, der junächsi die inzwistbxn er- folgte Konstituierung des Vorlands der Berliner Gruvpe mitteilte. Ihr gehören außer den Berliner Mitgliedern des Hauptvorstand! noch an die Herren: Archivrat Dr. Schuster, Dr. Albrecht und

Dr. Koch. Den Vortra des Abends hielt Professor Dr. Kossinna über das Thema , ermanen-Darsteilungen in der antiken

Skulptur“: Wir befißen, so übtte der Redner aus, eine ziemlich beträchtliche Zahl bildlicher atstellungen von Germanen auf der Zeit der ersten Berührungen unserer Vorfahren mit den Römern. Die vornehmsten unter diesen Skulpturen, nämlich die Reliefs der Trajanssäule in Rom und diejenigen der Mark Aurel- oder Antoniussäuke ebenda find uns so lange bekannt, als VolkSJeno en nach Rom kamen, es ist deshalb befzemdlicb, daß es noch gar ni t lang: her ist, daß man in deutschen Buchern no Abbildungen von ermanen be egnete, nacb denen fie - enya den wlden Männexn im preußischen uppen aeglichen haben mußten. Nichts ist intumlicher1„ Bis vor einiger Zeit galten als älteste Darstellumen die Bilder von Germanen auf einer silbernen Relieftafej, die den Triumph des Tiberius verherr- licht, der nach Drusus' Tode, 8 vor Chr., bis zur Elbe vorgedrungen war. Die Tafel gehört dem roßen Silberfunde von BoScoceale bei Neapel an, der ck gegenw rtig im Louvre be- ßndet. Daß Germanen bier dargefte tfind, ist unzweifelhaft ua der Ueberein timmung dieser Typen mit nahezu gleichaltri en, m völlißer Gewißheit als Germanen anzusprechenden sowie nach erichten römicber Schriftsieller, die fich zu dieser eit viel mit den als tapfere Krieger und gefährliche anerkannten nordischen Barbaren bescbäktigten. Es ist nun merkwürdig daß in dem Urteil der römichen Schriftsteller die Germanen fteté als eine besondere Rasse, scharf unter chieden von den Gauiern und Skythen, erscheinen, daß aber in den childerungen von ihnen immer nur von dem norddeutschen Typus die Rede ist, gekennzeichnet durch bobs, schlanke Gestalten belle Komylexkon, blonde oder rotbraune Haare, blaue Augen, o wohl der suddeutsthe Typus (dieselbe Kom- xlexkon, vor allem dieselben Langscbädel, aber von dunkler aar- arbe) und der al ine Typus (Nundscbäßel und dunkle om- vlexion? wab2scheinlch auch schon egeben waren. Vermutlick; bat die : Identifizierung des norddeuis en Typus mit dem Germanen- tum schlechtweg ihren Grund darin, daß dieser den schärfsten Gegen- saß zu den Romanen bildete und die Kriegführun in Germanien wesentlich mit ibm zu tun hatte; Es herrschte um dJese Zeit in Rom sogar eine gewiffe Vorliebe fur die blonden Barbaren. Um ihren Frauen äanch du sehen, färbten die Römerinnen ihre Haare rot oder trugen voustänxzige, blonde Perücken, die angemein . er- maniscbes Haar bieß'n. Jene mit Boscoreale un efgäbr Lleicbaltrige Darstclluna von Germanen ist die anfang! der 90er abre eiAdam Klisfi in der Dobrudscha aufgefundene, in Trümmern liegende Trophäe des römischen Feldherrn Craffus, die errichtet worden war zur Erinnerung an den 28 und 29 vor Chr- errungenen Sie? über

einde

die Bastarner, ein Von Plinius und Tacitus als Germanen be 1

Volk, das ursprünglixb am linken Ufer der unteren Donau,?a ,n???

seinem Vordringen auf das rechte Donauufer jedock; die Abwe r der

Römer hervorgerufen hatte. Es ist gelungen, die einen großen, mit

Statuen, Inschriften und Reliefs gezierten Rundbau darstellende

T_ropbäe, von der nur wenige Stücke fehlen, zu rekonstruieren;

2:1 unter 28 Reliefoatstelluagen find wobletbalten. Sechs darunter stellen die besiegten Bastarner dar, unter ihnen werden 47 tro ige Krieger in Ketten gezählt, alle s lanke, breitschultrige e- stalten, bekleidet mit engen osen, ürteln und mit nacktem Oberkörper. ur _ein kle ner Kragen pflegt einen Teil der Brust und des Ruckens xu bedecken. Mit AuSna me von einem einzigen rasierten Gefahr tragen alle spiß zulaufende ollbärte. Ein paar Male erscheint/eine Aermeljacke eine Art kurzer Mantel kommt vereinjelt vor, vezßtutliäs bei den Vornebmeten unter den Kriegern. Charakteristch fur die' germanische Abstammun dieser Gestalten ist die Haartra t. Häufig erscheint das Haar kurz geßboren oder von einer anliegenden Kappe bedeckt, zumeist ist es lang, frei berabbängend

aber auf der rechten Seite an der Schläfe stets zu einem Knoier; verschlungen. Dies ist nacb-dem eugnis des Tacitus eine von den Sueven auf die anderm qermanis en Stämme übergegangen: Sitte, fie _liebten umb diesem Zeugnis obliquars orjnsm noäoqus aub- sbrmgsrs. Die enge lange Hose ist außerdem so sehr germanisäpe Kleidertraebt, daß e not!; in allen um 100 und 200 Jahre jun ere

Darstellungen fich w ederbolt. In einer der Darstellungen von Adam ZMF